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breit und 36 Fuß hoch. Besonders an Samstagen wird dieselbe von Pilgernstark besucht. Die Bruderschaft vom unbefleckten Herzen Maria ist weitverbreitet.
Weute bei Wcrtösee.
m württembergischen Donaukreise, nicht weit von Waldsee, liegtdas Pfarrdorf Reute, berühmt als Wallfahrtsort zu den Re-liquien der dort in Gott verstorbenen seligen Klosterfrau Elisabeth, welcheauch Bona genannt wird. Wir wollen zunächst in kurzen Worten dem Lesereine Beschreibung ihres Lebens vorführen.
Elisabeth, auch Bona genannt, wurde im Jahre 1386 am 25. No-vember in Waldsee geboren. Ihre Eltern, Jobannes Achler und Anno,erzogen sie sorgfältig und bestrebten sich besonders, sie zur Tugend undGottesfurcht anzuleiten. Zur Jungfrau herangewachsen, faßte sie den Ent-schluß, in den dritten Orden des h. Franziskus einzutreten, welchen Ent-schluß sie auch ausführte, als ihr Beichtvater, der Propst Konrad Kugelinvon Waldsee in Reute ein Kloster zu diesem Zwecke errichtet hatte. Ausdiesem Kloster ging sie nie heraus, weshalb sie auch Klausnerin genanntwurde. Ihre Mutler Anna trat nach dem Tode ihres Mannes ebenfallsin dieses Kloster ein und verblieb in demselben bis zu ihrem Tode.
Im Kloster war ihr ganzes Streben auf Erreichung der Vollkommen-heit gerichtet und sie hatte einen solchen Abscheu auch vor der geringstenSünde, daß sie lieber Alles erdulden wollte, als Gott irgendwie freiwillig zubeleidigen. Die Nächstenliebe, Armuth, Abtödtung, Gehorsam, Keuschheit übtesie in wunderbarer Vollkommenheit, ja selbst ihren Mitschwestern, von denensie sehr beleidigt und verfolgt wurde, begegnete sie mit liebreichem Herzen.In christlicher Demuth übernahm sie die niedrigsten Arbeiten; aus Liebe zumgekreuzigten Jesu betrachtete sie bei allen ihren Handlungen und Arbeitendas Leiden und Kreuz Jesu und sagte, daß nichts so sehr den Stolz vernichteund die Demuth fördere, als die Betrachtung von Christi Leiden. Ja, stetsbis zu ihrem Tode ängstigte sie sich darüber, daß sie in ihrer zarten Jugendzu wenig das Leiden Christi beherzigt habe. Gleichwie ihr seraphischer VaterFranziskus trug auch sie die fünf Wundmale unseres Herrn Jesus Christusan ihrem Leibe, welche auch bei der Eröffnung ihres Grabes im Jahre 1623noch deutlich vorgefunden wurden. Als aus ihrem Sterbebette ihr Beichtvatersie ersuchte, die ihr von Gott ertheilten Gnaden kund zu thun, weigerte siesich dessen und bat sie zu verschweigen, da sie eine große Sünderin sei unddas Leben Christi, Maria's und der Apostel als Beispiel genüge. Nach