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und kostbare Paramentc angeschafft. Auch sonst wurde die Kirche mit Zier-rath verschen, und der Thurm erhielt statt der Spitze seine jetzige Gestalt inKugelform. Nach Vollendung der Reparatur im Jahre 1753 wurde untergroßer Feierlichkeit das Gnadenbild auf den prachtvollen Hochaltar gesetzt.
Die vorzüglichsten'Wallfahrtstage sind Maria Empfängniß, MariaVerkündigung, Maria Heimsuchung und der darauf folgende Sonntag, MariaHimmelfahrt und Maria Geburt. Die Versammlungstage der Bruderschaftsind das Fest der hh. Dreikönige, der Lichtineßtag, der 1. Mai und derSonntag in der Seelen-Oktav.
Die Wallfahrt wird von einem Bcnefiziaten versehen, dem zeitweiseein Hülfspriester beigegeben wird.
Waria-Ginsieöelnirr Teifnrg bei Werrrncrrkt cr. ö. Wott.
ine kleine halbe Stunde westlich von Neumarkt liegt das DorfTeising mit einer Wallfahrskirche, deren Entstehung wie folgtangegeben wird.
Der damalige Besitzer des dort gelegenen Schlosses, Nikasius OttoHeinrich Magensreitcr machte im Jahre 1623 mit seiner Gemahlin Johannageb. von Greifensee eine Wallfahrtsreise nach Maria-Eiusicdcln in der Schweiz.In Zürich angekommen erkrankte die Gattin schwer und cr flehte zu Gottund der allerseligsten Jungfrau um Hülfe. Er that das Gelübde, wennseine Ehefrau wieder gesund werde, so wolle er in seiner Heimath eine Kapellenach dem Vorbilde der von Maria Einsiedeln bauen. Am folgenden Tagebereits genas Johanna und er konnte mit ihr die Wallfahrtsreise fortsetzen.In Einsiedeln nahmen sie genaue Abrisse von dem Gnadcnbildc und derWallfahrtskapelle, und nach Hause zurückgekehrt ließen sie alsbald mit demBau der Kapelle beginnen, welche im August 1625 vollendet und am26. September 1626 durch den Weihbischof von Chicmsee, Johann Christoph,mit größter Feierlichkeit eingeweiht wnrde.
Bald wurde diese Kapelle für die weite Umgegend eine Zafluchtstätteder Leidenden und Bedrängten. In dem 1720 in Landshut erschienenenBüchlein „vsoiinso oder Zehent etwelcher denkwürdiger Gnadcncrweisungen,in der Maria Einsiedel-Kapellcn zu Teising" werden 50 Pfarreien genannt,welche dorthin Prozessionen führten. Dadurch wurde das Bedürfniß einesbesonderen Wallfahrtspricstcrs fühlbar und 1603 ein solcher angestellt.
Im Jahre 1726 wurde 8 Tage hindurch das Jubiläum des 166-jährigen Bestehens der Wallfahrt gehalten, bei welcher Gelegenheit man