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[1]: 1887
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1259 der Hohenpeissenberg sammt der Herrschaft Peitingea durch Theilungan den Herzog Ludwig den Strengen von Bayern.

Die Bewohner dieses Berges waren im Jahre 1255 bereits nachPeitingen eingepfarrt, aus welche Pfarre das Kloster Rottenbuch das Präsen-tationsrccht hatte.

Die ?twa 2 Stunden weite Entfernung von Pfarrsitze aber und diezunehmende Bevölkerung veranlaßte zuerst den Bau einer kleinen hölzernenKapelle am Berge zu Ehren des allerseligsten Jungfrau Maria, bis imJahre 1514 auf der Höhe des Berges der Bau einer 62 Fuß langen, 30Fußbreiten und 50 Fuß hohen Kapelle begann. Den ersten Stein legte derfürstliche Pfleger zu Schongau, Georg von Pinzenau, und dieser beschenktenachher die Kapelle auch mit einem Muttergottesbilde aus seiner Schloß-kapelle zu Schongau. Kaum war dieses Bild zur Verehrung aufgestellt, soerzeigte der Herr bei demselben seine Gnade so auffallend und reichlich, daßder Zudrang des Volkes von Jahr zu Jahr zunahm und der Peissenbergbald als Wallfahrt berühmt wurde.

Im Jahre 1570 erhielt die Wallfahrt einen ständigen Priester, jedochzog derselbe aus Mangel an Lebensmittcl bald wieder ab. Nunmehr erwarbder Probst Wolfgang Penkover von Rottenbnch den Ort und ließ ihn durchseine Klostergeistlichen versehen. 1615 wurde Hohenpeissenberg dem Klosterförmlich einverleibt und nun der Ban einer größeren Kirche von 160 FußLänge, 36 Fuß Breite und 80 Fuß Höhe begonnen, welcher mit dem Baudes 100 Fuß langen und 45 Fuß breiten Herrenhauses (Hospitium) imJahre 1619 vollendet wurde. Durch eine frühere Schenkung des HerzogsWilhelm V. von Bayern vom 14. April 1595 war die Kirche bestens fun-dirt und es wurden 3—4 regulirte Chorherren aus dem Kloster Rottenbuchdort angestellt. Schon vor dem Bau der neuen Kirche war zur Erquickungder Pilger ein Brunnen von 90 Fuß Tiefe gegraben worden, der sehr gutesTrinkwasser liefert und ebenfalls wurde zur Bewirthung und Beherbergungder Pilger ein Gasthaus errichtetet.

Beim Einfalle der Schweden in Bayern blieb auch der Hohenpeissen-berg nicht verschont. Die Kirche und das Herrenhaus wurden 1632 ge-plündert. Mit dem Ende des dreißigjährigen Krieges blühte jedoch dieWallfahrt wieder auf und es kamen weit mehr Wallfahrer als früher, selbstaus den vornehmsten Ständen. Die Kurfürstin Maria Anna überschickteim Jahre 1657 für das Gnadenbild ein reich gesticktes Kleid mit Schleier;die zwei kurfürstlichen Prinzen Ferdinand Maria und Philipp widmetenzwei vortreffliche Gemälde, die Kreuzigung und Auferstehung Christi dar-stellend, und Kurfürst Maximilian I. den Hochaltar mit dem Altargemäldeder Himmelfahrt Maria.

Propst Michael Piscator ließ die Frauenkaplle an der westlichen Seite1652 mit Gipsfiguren schmücken und im Jahre 1849 erhielt die Kirche aus