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Bruderschaft durch ciu Hochamt am Sonntag nach Kreuzanffindnng die Er-innnerung an diese Prozession.
Auch die Erzbruderschaft vom allerheiligsten Sakramente in der St.Quintinskirche verpflichtete sich, jährlich am 4. oder 5. Fastensonntage eineProzession zu heil. Kreuz zu veranstalten. Samstags Abends wurde derProzessionssonntag mit allen Glocken der Quintinskirche eingelautet; amSonntag, Morgens um 6 Uhr begann eine stille Messe vor dem hochwür-digsten Gute, wonach die gute Meinung gebetet wurde und die Prozessionsich in Bewegung setzt. Sie zog durch das Nenthor, bog vor demselbenrechts hinauf unter Gebet, Gesang und Musikbegleitung. Die 6. Stationwurde „bey der Kapellen, allwo sich das große Wunder mit dem heiligenKreutz ereignet hat" gehalten. Die 16. und letzte Station fand in der Kirchevor dem Altare mit mitraculösen Bilde statt. Hierauf wurde Hochamt undPredigt gehalten und dann die Prozession nach der St. Quintinskirche zu-rückgeführt.
Im Jahre 1768 bildete sich in Mainz die Kreuzbruderschaft mit demZwecke, so viel an Geld beizutragen, daß an jedem Freitage in der Stifts-kirche einige Messen zu Ehren des Gekreuzigten gelesen werden könnten.Im Jahre 1774 war ein Kapital von 1606 Gulden vorhanden, aus dessenZinseu alle Freitage drei h. Messen sowie in der Woche nach Kreuzanffin-dnng jährlich ein feierliches Amt stattfinden konnte.
In Folge der französischen Fremdherrschaft trat eine Veränderung mitdieser Bruderschaft ein. Das Kapitalvermögen von 3650 Gulden wurden mitdem Gnadcnbilde der Kirche St. Christoph als Eigenthum mit der Verpflichtungüberwiesen, alle gestifteten Messen zu besorgen. Der Pfarrer Himioben,welcher am 27. Dezember 1860 als Domkapitular starb, nahm sich derBruderschaft an und entwarf neue Statuten, welche von Papst Pius IX.am 19. Dezember 1856 bestätigt wurden. Zugleich verlieh der Papst derBruderschaft verschiedene Ablässe. Während der Jahre 1343—1357 trugHimioben 400 Mitglieder ein; bis 1862 kamen 500 und von 1863—1875an 2000 neue Mitglieder hinzu, von welchen 417 auf das Jahr 1374 falle».
Im Jahre 1868 wurde das hundertjährige Jubiläum der Bruderschaftfeierlich begangen. Die Kirche war ihrem Stile gemäß restaurirt, ein neuerAltar mit gothischem Aufsatz am 20. Juli consecrirt worden. Bei dieserGelegenheit wurde das Gnadenkreuz von dem einfachen Seitenaltare aufden Hochaltar übertragen. Während dieser Jubiläumsfeier empfingen 3100Personen die hh. Sakramente.
Die St. Christophskirche wurde gegen Ende des 13. Jahrhundertserbaut. Einzelne Theile entstammen dem vorigen Jahrhundert, so das Choraus dem Jahre 1761, die Valentinuskapelle aus 1768. An Stelle dieserKirche stand schon 893 eine Kapelle, welche König Arnulf in diesem Jahre