Druckschrift 
[1]: 1887
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von Schlesien (1720—1740) führt bei Zuckmantel eine „Goldgrube" auf.Zm Schooße des Amphitheaters, welches die Umgebung dieses Ortes bildet,ruht mitten im Walde auf einer Anhöhe ein liebliches Wallfahrtskirchlein,das jährlich von Tausenden von Menschen besucht wird. Anfänglich wardaselbst unter den schattigen Aesten einer Buche ein Gnadenbild, das eingewisser Martin Tannheiser, der unter jenem Baume am 18. Juui 1647das Licht der Welt erblickt, hatte anschaffen und daselbst aufhängen lassen.Dessen Mutter, eine Fleischersfrau, war nämlich aus Furcht vor den heran-nahenden Schweden hierher geflüchtet. So mancher Bedrängte hatte schondurch Gebet an dieser Stelle Erhörung und Hülfe gefunden, und der Rufvon der Gnadenwirkung des Bildes verbreitete sich so, daß durch die mil-den Gaben der Pilger nach einigen Jahren eine Kapelle erbaut werdenkonnte. Die fürstbischöfliche Administration in Breslau ließ durch eine Com-mission am Gnadenorte den Thatbestand einzelner auffallender Wunderwir-knngen untersuchen und feststellen und daraufhin am 21. September 1792das Gnadenbild in die Pfarrkirche von Zuckmantel übertragen; bei einemBrande derselben blieb das Bild wunderbarerweise unversehrt. Für oben-gmannte Kapelle ließ der fürstbichöfliche Forstbeamtc Hannich im Jahre 1805auf seine Kosten ein anderes Bild anfertigen, das heute noch die Hauptzierdedes Kirchleins bildet; zugleich wurde die Kapelle vergrößert. Als im Jahre1830 Dr. Philipp Dietrich als Erzpriester nach Zuckmantel kam, faßteer den Entschluß, an Stelle der Kapelle eine Kirche zu bauen, was ihmauch mit Hülse der milden Gaben der vielen hierherpilgernden Wallfahrer,die öfter selbst Steine und Ziegel herbei schleppten, gelang. Im Jahre 1841war der Bau vollendet und am 8. September desselben Jahres wurde dieKirche feierlich eingeweiht. Papst Gregor XIII. verlieh den frommen Be-tern daselbst einen Ablaß. So zeugt die Gnadenstätte bis heute von dermächtigen Hülfe Mariens für Alle, die sich in ihrer Noth vertrauensvollan sie wenden.