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welche reumüthig beichten und die h. Communion von der ersten Vesper derMgilie bis zum Schluß der Komplet des gedachten Sonnabends empfangen,in dieser Zeit die Stifskirchc besuchen, daselbst dem Gottesdienst beiwohnenund zur Erhaltung des Stifts hülfreiche Hand leisten, diejenigen Ablässe,deren die St. Markuskirche zu Venedig am Himmelfahrtstage sich erfreue.Durch eine andere Bulle, gegeben zu Rom bei St. Peter am 15. Oktoberdes nächsten Jahres, verlieh er für Alle, welche am Feste des heil. Michaelund in der Oktav die Stiftskirche besuchen, nach würdigem Empfang der h.Sakramente dieselben Ablässe, welche die beiden Basliken zu St. Peter undSt. Paul in Rom für ihr Kirchweihfest genießen.
Im Jahre 1413 ergoß sich eine Feuersbrunst über die Kirche, zehrtesie aus und legte die benachbarten Gebäuden in Asche. — Die Hussitenplünderten am 2. Juli 1432 das Kloster, äscherten es ein und war derAufbau erst nach 20 Jahren möglich, denn 1434 herrschte große Hnngers-»oth, welche die Pest zur Folge hatte und 1443 wurde Trebnitz durch einErdbeben erschüttert. Ungeachtet dieser ungünstigen Verhältnisse nahmen dieWallfahrten zu. Bischof Peter von Nowak, ein vorzüglicher Verehrer derh. Landespatronin, ordnete 1448 die feierliche Prozession an, welche alljähr-lich am Vorabende des h. Bartholomäus und der h. Hedwig aus der Kloster-kirche der Dominikaner sich von Breslau zum Grabe der Heiligen bewegte.Er selbst pilgerte zwei Jahre später mit allen Prälaten, Domherren undVikaren der Hauptstadt zu Fuß nach Trebnitz, wo er das Hochamt hielt.14KV besuchte der päpstliche Legat Hieronpmus Landi, Erzbischof von Kreta,die h. Stätte und ertheilte drei Jahre später Allen, welche zum Wiederaus-bau der Stiftsgebäude mit mildreicher Hand beitragen würden, einenAblaß. — Am 16. Juli 1464 entzündete der Blitz Thurm und Dach derKirche und zerschmolz das zinnerne Dach über der Hedwigskapelle.
Am 10. September 1595 brannte die Kirche, der Kreuzgang und dasDormitorium aus. — 1637 floh der Convent nach Polen und kehrte erst»ach 3 Jahren zurück. — 1653 wurde der vergoldete Hochaltar errichtet.Zur Aufmunterung der nach dem 30 jährigen Kriege erkalteten Herzen ge-schahen wiederholt Gebetserhörungen. Zwischen 1646 und 1683 ereignetensich am Grabe über 90 auffallende Wunder. Aus der Zeit von 1641 bislböl finden sich in einem auf der Dombibliothek aufbewahrten FoliantenWunderberichte, die durch amtliche Siegel beglaubigt sind.
Weil für den 15. Oktober der Gedächtnißfeier der h. Theresia bestimmtworden, so setzte Papst Jnnocenz XI (1676—1689) das Fest der h. Hed-wig für den ganzen Erdkreis auf den 17. dieses Monats fest, in Schlesienund Polen aber sollte ihr Todestag nach der früheren Bestimmung des Pap-stes Clemens IV. fortgefeiert werden.
Die Aebtissin Christina Catharina Gräfin von Wrbna stiftete 1680 dasprachtvolle Grabmal der Heiligen. Es besteht aus einem drei Ellen hohen
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