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[1]: 1887
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sei, das Kloster in gutem Stande erhalte und die daselbst' angesessenen Or-denspersonen mit Lebensmitteln versehe. Zum Ausbau des Klosters schassteer das Material herbei und starb 1665 in Polnisch-Neukirch. Dessen Neffe,Georg Adam Franz Graf Gaschin, geboren 1653, kaiserlicher Page, über-nahm nach der Rückkehr in die Heimath sein Erbe und wurde bald daraufMajoratsherr. Er ließ die alte hölzerne Kirche aus dem Berge abtragenund eine neue größere massive mit mehreren Altären errichten, welche derWeihbischof Karl Franz Neander von Petersheide 1675 consecrirte. Dergenannte Graf wurde 4678 Oberstlandrichter, 1695 Landeshauptmann, ver-größerte seinen Grundbesitz und sorgte auch für die religiösen Bedürfnisseseiner Unterthanen. Schon der Oheim hatte die fromme Absicht, zu Ehrendes Leidens Christi auf dem Berge nach dem Vorbilde Jerusalems dieKreuzwegsstationen zu errichten. Die örtliche Beschaffenheit mit den Thalern,Höhen und Gräben eignete sich vortrefflich zur Repräsentation vom Oclbergc,Berg Moria, Bach Cedron, Thal Josaphat, Hügel Golgatha. Am 28. Jau-nuar 1700 erhielt er die schriftliche Genehmigung vom Bischof, der aber dieAufsicht und Besorgung der Kalvarien-Andacht dem Pfarrer von Leschnitzübertrug. Der Graf berief aus Italien Baumeister und Maler, welche bis1709 das neue Jerusalem „die Calvarie" mit 33 Kapellen errichteten; zu-nächst 17 größere, nämlich die des Erzengels Rafael, den Speisesaal, 2 Ka-pellen auf dem Oelberge, wo Christus Blut geschwitzet und gefangen ward,die Brücke über den Cedron mit einer Kapelle, das östliche Thor, durchwelches man Christus in die Stadt führte, das Haus des Annas, desKaiphas mit dem Gefängnisse, worin der Herr die Nacht zubrachte, denPalast des Herodes, wo er verlacht wurde, den des Pilatus mit den Sta-tionen der Geisselung, Dornenkcönung, ltloes llomo, Verurtheilung; daim14 Stationen bis Golgatha, 1360 Schritte umfassend, nämlich die Kapellewo ihm das Kreuz aufgelegt wurde, die Kapelle, wo er der h. Jungfraubegegnete, das westliche Thor, wo er das zweite Mal fiel; für die weitere»Geheimnisse waren Figuren aus Holz und Stein gearbeitet, auf dem Kal-varienberge aber stand die Kirche der Kreuzigung mit dem h. Grabe.Alle Kapellen waren massiv, mit Bildern und je 2 bis 3 Altären aus-gestattet.

Außerdem errichtete der Graf zu Ehren der Gottesmutter die KircheMariä Verkündigung und Himmelfahrt, das Grab Mariens mit 10 anderenKapellen, welche der schmerzhafte, Grabes und triumphirende Weg genanntwerden. .

Nachdem die Calvarie herrlich aufgeführt worden, wurde doch die An-dacht nicht von Priestern geleitet. Der Pfarrer lehnte die Abhaltung wegenUeberbürdung ab und die Ordcnspriester beriefen sich auf die Bestimmungdes Bischofs vom Jahre 1700, ja der Provinziell reichte 1711 dem Fundatormehrere Gründe schriftlich ein, darunter den, daß nach einer Konstitution