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[1]: 1887
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stützung zur Gnadcnkapelle, um der Trösterin der Betrübten für ihre wun-derbare Heilung zu danken. Auf dem Rückwege nach Brauweiler trug siein der Prozession das Kreuz voran. Später nahm sie den Schleier undtrat in ein Kloster

Marienbaum bei Fanten.

'M^Hlarienbaum, im Kreise Rees, Regierungsbezirk Düsseldorf gele-

(AM- gen, hat etwa 1000 Einwohner und ist als Wallfahrtsortsowie in klösterlicher Hinsicht sehr merkwürdig.

In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, wo es zur PfarrgemeindeBynen gehörte, indem es damals nur aus wenigen isolirt gelegenen Acker-höfen bestand, wurde von einem dort wohnenden Schäfer ein Muttergottes-dild in einer Eiche gefunden, bei welchem verschiedene Wunderwerke andenen, welche dort durch Anrufung der allerseligsten Jungfrau Maria, alsFürsprechern: bei ihrem Sohne, ihre Genesung suchten, sollen stattgefundenhaben. Da nun die untersten Aeste dieser Eiche so gewachsen waren, daßsie eine Treppe bildeten, so wurde deswegen dieser Ort Trappenbaumgenannt.

Herzog Adolf VII. von Eleve ließ 1441 eine Kapelle neben der be-sagten Eiche bauen, welche am 23. August 1441 von dem GeneralvikarJohannes Venecompensis, welcher unter dem Kurfürsten und ErzbischofTheodor, Graf von Mörs, stand, eingeweiht wurde. Diese Kapelle istspäterhin bei dem Kloster auch immer stehen geblieben. „Da nun jene Ka-pelle mit ihren Altären und sonstigen inwendigen Zierraten fertig geworden,so hat der Erzbischof von Köln das besagte Muttergottesbild in einer feier-lichen Prozession aus dem Baume nach der Kapelle gebracht und selbigesauf den in derselben stehenden hohen Altar gestellt." An diese Kapellewurden von Zeit zu Zeit große Geschenke gemacht, unter Anderen von demHerzog Johann I. von Eleve 1449, Sohn des genannten Herzogs Adolf.Er zierte sie mit einer silbernen Ampel, welche Tag und Nacht vor demGnadenbilde brennen sollte.

Die Herzogin Maria von Eleve, geborne von Burgund, beschloß, betdieser Kapelle ein Brigittenkloster zu errichten. Solches geschah im Jahre1453. Nachdem der Bau des Klosters im Innern und Aeußern so weit zuStande gebracht war, daß die Nonnen darin wohnen konnten, war die Her-zogin darauf bedacht, die Genehmigung bei dem römischen Stuhle, sowie dieBewilligung des Erzbischofs von Köln, Rupert von der Pfalz, einzuholen.Die Genehmigung wurde vom Papste Pins II. am 15. April 14'60 zu