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Zugleich mit der Heiligthumsfahrt zu Aachen fand auch eine Wall-fahrt nach Cornelimünster statt, und zwar alle sieben Jahre am 17. Juli,und begaben sich die Pilger, welche nach Aachen kamen, auch nach Corneli-münster. Auch jetzt noch findet diese Heiligthumsfahrt statt.

Außerdem aber wird die Kirche das ganze Jahr hindurch besucht, be-sonders aber am Feste des h. Cornelius und während der Oktav desselben.

Wir sind im Besitze einer Bulle des Papstes Jnnocenz VI. vom 3-August 1358, wodurch derselbe allen Christgläubigen einen Ablaß von einemJahre und vierzig Tagen verleiht, welche bei der genannten Heiligthumsfahrtoder am Feste des h. Cornelius, oder an nachstehenden Festtagen diese Kirchebesuchen: Christi Geburt, Auferstehung, Pfingsten, der h. Dreifaltigkeit, anden 4 Hauptfesten Marias, dem Feste der Geburt Johannis des Täufersund am Feste der Kirchweihe.

Das heilige Kreuz zu Süchterschgid.

liegt in der Pfarre Uckerath im Siegkreise. Daselbstbefindet sich eine Kapelle mit einem wunderthätigen heiligenKreuze, welches in der ganzen Umgegend verehrt und von vielen Pilgernbesucht wird. Ueber die Entstehung dieser Wallfahrt berichtet uns die Stif-tungsurkunde der dortigen Seelsorgerstelle wie folgt:

„Eine Fran hatte zwei Söhne und was von diesen angerührt wurde,ward sogleich in Kreuze verwandelt. Deshalb ließ diese Frau ein Kreuzanfertigen und ein kleines Bethaus errichten, in welchem das Kreuz aufge-stellt wurde. In Folge dessen wurden ihre Söhne von dem genanntenUebel befreit. Ueber diesem Bethause sah man häufig vier Lichter erscheinenund dadurch nahm die Andacht zu dem h. Kreuze zu und von allen Seitenströmten die Gläubigen herbei, um ihre Verehrung kund zu thun. Nochmehr wuchs der Zulauf des Volkes, als an Stelle des kleinen Bethauseseine Kapelle errichtet wurde und ein Mann, welcher ein Bein gebrochen,plötzlich daselbst geheilt wurde. Durch dieses und viele andere Wunder ver-anlaßt, beschlossen Eva von Oetgenbach und Margaretha von Bourscheid,beide nacheinander Gemahlinnen des Bertram von Nesselrode und Herrinnenvon Ehrenstein, dortselbst eine Stiftung zur Anstellung eines Priesters zumachen, welcher die seclsorglichen Bedürfnisse der Pilger befriedigen sollte.Bertram von Nesselrode erfüllte diesen Beschluß und die von ihm ausge-stellte Urkunde datirt vom 21. September 1560

Wenn auch nicht mehr so zahlreich wie früher, so wird das h. Kreuzdoch heutzutage noch von vielen Gläubigen besucht und verehrt.