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schöne Predigt und verkündigte am Schluß jenen glorreichen Namen Unsererlieben Frau vom Frieden. Der Zudrang des Volkes war groß. SeineErlaucht, der apostolische Botschafter und nachherige Kardinal Signor Noseiti,kam auch, eine Messe zu lesen; was er seitdem oft in dieser Kirche gethanhat, die ganze Zeit über, wo er in Köln war."
Die vorstehende Schilderung haben wir sdem Werkchen des ProfessorsI. H. Hennes: „Das Kloster der Karmeliterinnen in der Schnurgasse zuKöln" entnommen, welches uns die Berichte der Nonnen selbst vor Augenstellt. Wir wollen demselben noch kurz die Baugeschichte der Kirche sowiedie Erzählung einiger wunderbarer Begebenheiten beifügen, welche auf dieFürbitte der Königin des Friedens geschehen sind.
In der ersten Zeit, wo sich die Karmeliterinnen in Köln niedergelassenhatten, bewohnten sie ein dem späteren Kloster gegenüberliegendes Haus zurMiethe, an welchem sie eine kleine Kirche errichtet hatten. Sie faßten abergleich den Entschluß ein geeignetes Kloster und eine Kirche zu erbauen undnachdem ein geeigneter Bauplatz erworben war, sollte am 16. Juli 1643der Grundstein zu den Neubauten gelegt werden. Die Feier der Grund-steinlegung wird wie folgt erzählt:
„Kurfürst Ferdinand kam selbst nach Köln, um dabei zugegen zu sein.Zuerst war ein Hochamt. Auf dem Martinsfeld war ein hoher und schön-geschmückter Altar errichtet, gerade an der Stelle, wo später das Gnadenbildstehen sollte, das an diesem Tage vom frühen Morgen an ausgestellt war„mitten in diesen Weingärten wie ein neuer fruchtbringender Weinstock."In der Nähe desselben waren Zelte angebracht für den Kurfürst, für denAdel, für den Bürgermeister und den Magistrat: niemand wollte bei dieserFestlichkeit fehlen. Ueberall waren Teppiche ausgebreitet, ringsumher Maienaufgestellt. Der Weihbischof las die Messe. Es war ein schönes musika-lisches Amt, wozu der Kurfürst seine Hofkapclle von Bonn mitgebracht hatte.Darauf herrschte tiefe Stille; die Predigt begann. Dann segnete der Weih-bischof den Grundstein. An demselben war eine kupferne Platte befestigt,worauf die Urkunde der Handlung eingegraben war. Der Kurfürst nahmunter Pauken- und Trompetenschall den Stein in die Hände, legte ihn undthat den Hammerschlag. Dreimal wurden die Böller gelöst, Raketen undFeuerkugeln stiegen in die Höhe. Himmel und Sonne begünstigten dasFest; das Wetter hätte nicht schöner sein können."
Im Jahre 1649 war das Klostergebäude so weit vollendet, daß dieKarmeliterinnen am 14. Oktober ihren Einzug halten konnten. Nach vielenMühseligkeiten ward 1685 auch die Kirche vollendet und es wird die Er-öffnung derselben wie folgt beschrieben:
„Am Borabend des Festes der h. Mutter Theresa, der auf einenSonntag fiel, sollte die Feierlichkeit stattfinden. Alles ward dafür herge-richtet. Man ließ eine schöne Tragbahre machen, ruhend auf vier Säulen.