gen *). Das diplomsmässig derselben niemals ertheilte freiherrliche Prädikatlässt sich bis in die erste Hälfte des vorigen Jahrhunderts zurück verfolgen**).Eine Anerkennung dieser Familie als freiherrliche ist. wiewohl dieselbe vorallen denen unter II. A. aufgezeichneten nichts voraus hatte, mittelst Cabinets-Ordre vom 20. Dcbr. 1823 für Carl von Böselager zu Heessen und dessenDescendenz erfolgt.
7. von Brackel (I. B. c.).
Der Name v. Brackel gehört mehreren, im Stamm und Wappen durchausverschiedenen Geschlechtern an, von denen einige wegen des ihnen gebühren-den oder gezollten freiherrlichen Charakters näherer Erwähnung bedürfen.
Eins dieser Geschlechter besass Stadt und Schloss Brackel, so wie dieSchlösser Hiridenburg und Driburg im Paderbornschein und nahm eine sehrmerkwürdige Zwischenstellung ein zwischen dein Stande der Ministerialen undDynasten. Werner, der abwechselnd v. Brach und v. Brackel genannt wird,erscheint noch 1153 als liber homo***), erbietet sich jedoch 1173 dem Klo-ster Gerden als Dienstmannund seitdem werden die v. Brackel zu den Mi-nisterialen gezählt-j-j-). Seit der zweiten Hälfte des 13ten Jahrhunderts sehenwir sie aber von Neuem eine höhere Adelsstufe einnehmen und blutsverwandtmit den Grafen von Dassel, den Grafen von Everstein und den Edlen v. Vol-mestein -j-f-J-).
Diese Adelsstufe kann gewissermaassen als der Prototypus des nachma-ligen Freiherrenstandes angesehen werden. Diese Herren von Brackel schei-nen gegen Ende des 14ten Jahrhunderts erloschen zu sein, ihr Wappen aber,bestehend aus drei von einem Querbalken überdeckten Pfählen, hat sich in dem
genannt wird; ferner, dass die v. Bosenhagen (Cohausen commerc. litter. I. 94) denerloschenen Geschlechtern des Münsterlandes beigezählt werden, endlich, dass wir einenOrt des Namens Bosenhagen bei Unna finden (v. Steinen II. 7(46).
*) Bereits auf einem Siegel des löten Jahrhunderts, auch noch später. Lodtmannacta Osnabr. II. 265.
**) Z. B. bei Caspar v. Böselager a. d. H. Honeburg, der 1737 zum gefiirsteten Abtzu Corvei erwählt wurde (Gauhe Adelslex. I. 133); bei dem Kurkölnischen Geh. Rathund Oberforstmeister Friedrich Joseph von Böselager Herrn zu Heessen (Müller Güter-wesen S. 406).
***) Kindlinger Miinst. Beitr. III. Urk. S. 45.
y) Sehaten annal. Paderb. anno cit.
TT) VerglJ Urkunden von 1177 (Falke cod. trad. Corb. p. 231, 232), 1186 (v. Spilk-ker Grafen von Everstein Urk. S. 21. a.) und noch 1237 (Seibertz Urk. I. 265).
tff) Dahin scheinen schon Bcrnardus et tlermannus Bercule, die 1219 als Edle be-zeichnet sind (Seibertz Urkb. I. 197) gezählt werden zu müssen. Bertoldus de Braklemiles et haeredes ejus Bertoldus du Dasle et Borchardus de Asseburg 1261 (v. Spilk-ker Urk. S. 133). Bertoldus, Wernerus et Ilermannus domini de Brakele consensu filio-rum (worunter auch Schwiegersöhne zu verstehen sind) nostrorum Bertoldi de Dasle,Borchardi de Asseburg, Bernhardi et Werneri et aliorum fljforum 1261 (ibd. Urk. S. 134).
Bernardus c. (comes?) de Brakel vor Ludolf comes de Dasle genannt 1271 (Falkej). 573). — nobilis vir Bernardus de Brakele sororius comitis Ottonis de Euerstein 1282(v. Spilcker Urk. S. 187). Des Ritter Bernhard v. Brackel Gemaiin Sophia war eineEdle von Yolmestein (Kindlinger Volmest. Gesch. I. 138. II. 199). Wernherus domi-cellus de Brackle 1313 (Kindlinger Ilandschr. II. 91). Ilermannus domicellus de Bra-kele bestätigt 1316 der Stadt Brackel mehrere Privilegien (Wigand Archiv IV. 4). Iler-mannus de Bracle famulus consanguineus Hermanni comitis de Everstein 1317 (v. Spilk-ker Urk. S. 266, 267).