Einleitung.
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Zu weiterer Verbreitung gelangte der Inhalt von B™fergChronik einzig durch Stumpfs gedruckte Beschreibung derEid-genossenschaft, in welchem Werke sie sich für die von Baselund seinen Bischöfen handelnden Kapitel 23—34 des XII. Buches5 als die Hauptquelle erweist. In Basel hingegen diente Brieter«hinterlassene Schrift blos als Grundlage zu der andrerseits auchauf Stumpf beruhenden Compilation. Als den ersten Besitzerdieser 1550 gefertigten Handschrift dürfen wir wohl jenen HansJakob Losz betrachten, dem wir die Auskunft über ihre Quellen'«verdanken i). Dieser war vermutlich ein Sohn jenes BaslersHans Losz, welcher 1494 auf der Universität immatrikuliertwurde*). Er kaufte 1535 das damals »zur Hohen Schwelle«oder auch Schlierbacherhof, später jedoch Erlacherhof genannteHans in der St. Johannsvorstadt (jetzt No. 17)»), und ebenso« erwarb er 1540 von Junker Hans Meyer von Hüningen dessenausgedehnten Grundbesitz samt Freihof im Dorfe Gross Htt-ningen*) Seit 1544 verehelicht mit Helena Surgant 6 ), Blatteteer 1549 neben andern woltätigen Vergabungen auch das nochjetzt bestehende Stipendium Loseanum für Studierende*). Er2 « starb 1560 ohne Nachkommen und wurde bei St. leter be-graben'). Seine Wittwe verkaufte schon folgenden Jahres denHüninger Grundbesitz an die Stadt Basel, in deren Verwaltungderselbe fortan als »die Loosischen Güter« bezeichnet wurde ),und 1565 heiratete sie den Oberstzunftmeister und spatern» Bürgermeister Lucas Gebhard. Sie starb 1587, und ihr zweiterGemahl folgte ihr 15938). Von Lucas Gebhards Nachkommenscheint sich die Compilation auf das schon damals blühendeGeschlecht Heusler vererbt zu haben. Denn auf ihrem vorder-sten leeren Blatt findet sich der Vermerk: »Ex libns B. Uens-»ler 1825, 6«, worauf sie später in die Vaterländische Bibliothekgelangte. Da sie bis ins vorige Jahrhundert sich im Privat-besitz befand, so blieb sie wohl völlig unbekannt, und in derTat scheint auch Wurstisen den Inhalt von Briefers Chronik,
1) S. oben S. 370.
2) S. Univers. Matrikel z. J. 1494.
3) S. Histor. Grundb. St. Johannsvorstadt No. 17.
4) S. B. Urkb. X No. 432.
8 B SätaiS B 30, , L4.Febr. 1549, auch TonjoUS. 119. DasStipendil tTjSK«t 1587 in Kraft nach dem Tod semer Wmwe; s.Thommen, Die Universität Basel (1914) S. 199.
7) S. B. Urkb. X No. 432, und Tonjola S. 119. _
8) S. ebend, und im St. Arohiv Bd. Htaingen 7.
9) S. Tonjola S. 130 u. 139.