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2 (1877) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg vom Jahre 1300 - 1399
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1320.

so henckhen wir vnser insigel an disen brief. Wir die vorgenanteri bürgen alle verjehen , das wirbürgen seyen worden, als da vorgeschriben steet, vnd des ze ainem vrkhunde, so benckhen wir vnsereinsigel an disen brief, vnd welli daran nit henckbent ir insigel, die veriebent der vorgescbribnen dingvnder der e ) anderen insigelu, die daran gehenckhet sint. leb aueb graue Hainricb von Fürstemberg dervorgenant vergibe aller der vorgesebriben und jegliches sunderlingen ainer wabrbait, das sie mir allsogebunden sint, alls da vorgesebriben steet, vnd mich des beniegen soll, vnd wenne ain stuckh auß-gericht wtirt, des soll ich meinen brief geben mit meinen insigel besigelt, das das stuckh ab istvnd mein herre von Owe des ledig ist. Vnd ze ainem vrkhundt der warhait so henckhen ich auchmein insigel an disen brieff.

Diß richtung geschach vnd ward diser brieff geben ze Schaffhausen, da man zalt von gottesgeburt dreyzehenhundert jar darnach in dem zwainzigisten jar an der nechsten mittwochen nach sautMathias tag des zwelfbotten. i )

Copie (unzuverlässig nicht nur in Schreibweise, sondern besonders im Anfange auch im Wortlaut)im Copialbuche des Archivars Döpser, I, 1020. Donaueschingen.

a) Soll wohl aiel heißen. b) Wohl .... merem. c) Wohl wirtinne; die ganze Stelle ist corrupt.

cl) Cop. genant. e) Cop. vnd der.

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1) Gallus Öhem (Chronik von Keiehenau, herausgegeben von Barack, Bibliothek des Lit. Vereins inStuttgart, Bd. 84, S. 148) berichtet über diese Vorgänge: „In denen zitten erwuchs och ain widerwill undunrüw zwüschent abbt Dietthebn und dem edlen herren, grave Hainricb von Fürstenberg, herlangende von deserbfals wegen her Dietthelms sebgen, kilchhere zu Ubne, sines öhems; und fieng graff Hainrich abbt Diett-helmen, behielt in der fengknus, bis sy gericht wurdent; und wurdent zu baiden parthyen veranlausset undvertedinget uff grauf ßüdolffen von Werdenberg und grave Hugen von Bregantz, wie sy entschaid tätten dabyzu bliben." Er berichtet dann über die Bedingungen, Bürgen und Datum der Sühne in einer Weise, diekeinen Zweifel lässt, dass er obige Urkunde vor sich hatte. Bei den Namen der Bürgen ergeben sich einigeabweichende Lesearten: Walther Uolrich von Clingen statt Walter Virich von Thüengen, Hainrich von Tengenstatt Hainrich von Tüengen, Hainrich von Stamegk statt Hainrich von Granegge, Eüdlingen statt Eittlingen,Honburg statt Honberg, Burckhart (von Eamswag) statt Gebhardt (von Ramschwag), Burckhart Schenk vonCastel statt Gerhart Schenckh von Kasteln; Friderich vom Eieth bis Herman von Liebenfels fehlen bei GallusÖhem; Fridrieh von Meckingen statt Johans von Meckhingen, Uolrich Obrieth statt Virich von Obriethem,Jacoben den Bettler statt Jacoben den Rettier und Johanns den Seber statt Johans den Steber. (Die Namender Bürgen bei Tschudi, Chron. Helvetic. I, 291, stimmen mit denen bei Gallus Öhem überein, nur findet sichdort zu Johans dem Truchsessen der Zusatz: von Diessenhofen, und zu Jacob dem Bettler der Zusatz: zuHerdern.) Nach dem im übrigen übereinstimmenden Verzeichnisse der Bürgen fährt Gallus Öhem fort: „Nunbin ich ungezwivelt, das diser ettliche abbt Diethelms angepomen fründ werendt, ouch alle leben oder dienst-lüt, und also ußer verpflicht des lehenaids im understünden zu hilff von der gefengknus zu komen; aber nitminder ee sölliche abredung, bschluß, bürgschafft und hindergang beschechen sige, daz gotzhus habe deß ainenmereklichen costen und schaden erlitten."

Auf die Gefangennahme des Abtes Diethelm durch Gi'afen Heinrich von Fürstenberg werden in demGedichte Planctus Augiae u. s. w. die Verse 7 und 8 anspielen:

Tu captivato pastore tuo doluisti

Et male traetato sibi recompassa fuisti.