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8 1360.
st. Martins Pfarrkirche zu Meßkirch gestifteten und durch einen weltlichen Priester zu versehenden Pfründe.Dieselbe haben er oder seine Erben bei jeder Erledigung binnen 2 Monaten zu verleihen; thun sie dasnicht, so haben es Ammann und Eat zu Meßkilch zu thun. Geliehen kann sie nur werden einem Priester„eins loblichen lebens vnd wesentz, erbers wandeis vnd guten lümden, vnd ouch gezimlicher kunst", derdieselbe persönlich besitzt. Wenn er, der Stifter, den von ihm zu bauen angefangenen Altar in der gen.Pfarrkirche „mit wyhen vnd mit aller ander zierd, die darzü gehörend" ausbaut, darf er diese Pfründe aufdiesen neuen Altar ziehen. Als Dotation giebt er der Pfründe ein Haus mit Garten am Obern Thor,das U. Fr. Brüder zu Rauenspurg gewesen, und folgende Nutzen: aus des Veringers Hof zu Rordorf 5 MalterVeesen, 3 Malter Haber, 3 # h, 1 Viertel Eier und 4 Hühner, aus Hainrich Vischers Hof zu Schnerkingen2 Malter Veesen, 2 Malter Haber, 1 Viertel Eier und 4 Hühner und von der Stadt Vberlingen 25 8> h;löst die Stadt diesen Zins ab, so muss ihn der Kaplan mit Genehmigung des Kastvogts wieder „uff stuk"anlegen, falls der Stifter und seine Erben denselben nicht mit ihren eigenen Gütern widerlegen wollen. DasOr. siegelte der Aussteller, a. a. 0. I. 206 a j.
a) 1431 Juli 5 bestätigt der bischöfliche Generalvikar diese Stiftung. 1433 guttemtag vor st. Jörygen tag[Apr. 20.] verlegt Hans von Zimmern diese Pfründe sammt ihrer Dotation auf den nunmehr vollendeten neuen Altar.Hiebei bestimmt er, dass aus den dotierten Höfen zu Kordorf und Schnerkingen der Kaplan dieses Altares denselbenmit Wachslichtern zu versehen habe. Das Original siegelten der Aussteller, sein Schwiegersohn, Graf Hainrich vonWerdenberg, und Caspar von Hodorf. a. a. 0. 1, 206, 271.
13) 1441 mittwoch nach Keminiscere (März 15.) bestätigen Bürgermeister und Eat zu Vberlingenvon Ammann und Rat zu Meskirch, ihren lieben Nachbarn und besonders guten Freunden, einen Brief zurBewahrung übernommen zu haben. Perg. Or. mit dem schlecht erhaltenen Sekret der Stadt Vberlingen.Überlingen, Stadtaixhiv.
14) 1442 guttemtag vor st. Vrbanstag (Mai 21.) verkauft Wemherr von Zymmern für sich undseinen Bruder Göttfryd um 128 fi. Rh. Hänßlin Vogt von Büchan, gen. Hemerlin Vogt, das freieigene Stein-haus, auch gen. „der Vnder Hoff", mit Hofraite, Hofstatt, Scheuer und Garten zu Meßkirch in der Oberstadtbei dem Burgtor und am Kirchhof. Aus demselben gehen 5 ß $i Zins an die Verkäufer. Perg. Or. (DasSiegel des Ausstellers fehlt) Messkirch. • T.
15) 1457 sambstag nach st. Johans tag, des hl. t&ffers, (Juni 25.) bescheinigen Ammann und Ratder Stadt Meßkirch, die mit Genehmigung des Junkers Wernhers von Zymern, Freiherrn, die Wiesen an derAblach in der Herrschaft Meßkirch zu Emdwieseu gemacht und etliche angestellt haben, um eidlich nachBilligkeit „gelt nach der anzal darvff zu legen", dem Abte Nicolaus zu Petershusen den Empfang von 16 fl.,die er ihnen wegen dieser Einrichtung von 3 Mannsmad Wiesen zu Vnderbirchtlingen schuldig gewordenwar. Das Or. siegelten die Stadt Meßkirch und Wernher von Zymern. Petershauser Kopialbuch des 15.Jhdts. Bl. 267. Karlsruhe.
16) 1457 fritag nach st. Jacobs tag (Juli 29.) verkaufen Ammann und Rat zu Meßkirch mitWillen ihres Herrn Wernher von Zimmern ihrem Bürger Hainrichen Wiglin, um 200 <& h, „wie zu Meß-kirch gong vnd geb sind", 10 U h wiederkäuflichen Zins aus ihrem Ungelt. Das Or. siegelten die StadtMeskirch, Wernher von Zimmern und Ortolf von Höwdorf zu Walsperg. Zimm. Kopialbuch II, 158.
17) 1458 mittwoch nach des hl. Crütz tag, als es funden ward, [Mai 10.] bekundet Wernher vonZymern, dass Diepolt Rülat und Burck Bül als Heiligenpfleger St. Peters in Rordorf dem GotteshauseSt. Martin zu Meßkirch, als man dasselbe „sckinbarlich gebuwen vnd das gevffet haut nämlich an dem Kirchen-turn vnd an andern gotszierden, und nun St. Martin nit so vil durch sich selbs gehebt, damit er selichenbüw verbringen m6cht", 50 'S, h Vberlinger Währung geliehen, und dass St. Martins Pfleger denselbendieses Anleihen jederzeit zurückzugeben haben, sowie sie dessen nicht länger entbehren wollen. Das Or. siegelteder Aussteller, a. a. 0. II, 152 a ).