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4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
Entstehung
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1491—1493.

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der gemeinen Capitelherren des Gotteshauses in der Reichenau, auch Meister JohannesFreyen, Priesters und Kirchherrn zu Thoneschingen, zu Sumpforren unter Fürstenbergin der Capelle und Kirche, die dort geweiht ist zur Ehre der hl. Marie, Agathe undSiluester, eine ewige Messe und Pfründe. Dieselbe erhält die Widumb zu Sumpforren,die bisher einem Kirchherrn zu Thoneschingen zugehörte und jährlich 3 Malter Vesenund 1 Malter Haber gilt, desgleichen den Heuzehnten daselbst mit dem Kleinzehnten,welche auch bisher einem Kirchherrn zu Thoneschingen zugehörten. Die Maier zuSumpforren verordnen der Caplanei mit Zustimmung des Grafen Hainrich zu Fürsten-berg jährlich 5 & Heller ewigen Zins zu Sumpforren und geben ihr zu eigen Hausund Hofstatt mit „pündt" und Baumgarten bei der Kirche daselbst, „vom gnädigenherren von Fürstenberg vnd den frawen Ab Hoff bey Neydingen darzu geben." Rot-tenbacher als Hauptstifter gibt den halben Kornzehnten zu Sumpforren, den er um250 fl. rhein. erkauft hat vom Grafen Hainrich von Fürstenberg, Conrat von Schellen-berg zu Hüffingen, Ritter, und Johans Kuech von Fürstenberg; ferner 15 fl. rhein.jährlichen Zins von den 35 fl., die ihm jährlich zu Winterthür fallen; behält sichjedoch diese beiden Nutzungen auf Lebenszeit vor. Ferner vermacht Johannes Röt-tenbacher dem jeweiligen Inhaber der Pfründe alle seine Bücher, die mit dem ZeichenJ bezeichnet sind, zum Studiren und Lesen. Es folgen nähere Bestimmungen überRechte und Pflichten des Caplans. Das Präsentationsrecht des Caplans bei der AbteiReichenau hat für seine Lebenszeit der Hauptstifter, Johannes Röttenbacher, nachseinem Abgange aber als Lehensherren der Kirche Sumpforren Abt und Capitel vonReichenau. Außer den letzteren siegelten die Urkunde des Ausstellers Vetter, derehrsame Johannes Kuech, Landschreiber in Bare, und Graf Heinrich zu Fürstenberg etc.,der hiemit zur Stiftung seine Zustimmung gibt.

Geben am montag vor st. Margrethen tag 1493 a ).

Copie des 16. Jahrhunderts. Donaueschingen.

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1) 1380, Juni 22. (Freiburg i. B.) verkauft Graf Johans von Fvrstenberg, Herr zu Hasela, demfrommen festen Herrn Johansen von Blvmenegk, seinem Oheim, seine beiden Kelnhöfe zu Brvlingen und zuTvnoweschingen mit allem Zubehör, wie er die von seinen Vordem an sich gebracht, als rechtes lediges Eigen,wie die Briefe vom Abte und Gotteshause von Ryehenowe besagen, um 130 Mark Silber löthiges und „gebes",Friburger Brandes und Geweges, worüber er quittirt. Er hat dem Käufer auch die Briefe ausgeantwortet, dieer darum hatte von dem Abte und dem Gotteshause in der Ryehenow, und wenn er oder seine Erben nochweitere darauf bezügliche Briefe finden, sollen diese auch ausgeantwortet werden. Der Verkäufer bedingtsich und seinen Erben das Recht des Wiederkaufs um dieselbe Summe vor. Hätten etwa der Abt oder dasGotteshaus in der Ryehenow daran ein Wiederlosungsrecht, so soll ihnen dieß auch vorbehalten sein. Gegebenze Friburg 1380 an dem nehsten fritag vor st. Johans tag des toffers ze Svngihten. An weissen leinenenSchnüren die Siegel des Ausstellers und seines Vetters, des Grafen Heinrich von Fvrstenberg. Perg. Or. Vil-

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