w 0 iyi BW 9RBHBH FÜRSTENBERGISCHES URKUNDENBUCH. h HHBHHnHHKMB H IKSiä B warn ■ I .;-•■'.-äggSH '■;.-■■ Sggggg Sj HP Im .,'.■■'■ . ■■ •;■ 'ifefe:; >•■■.■■ ■ iäfflwil URKUNDENBUCH SAMMLUNG DER ÜUELLEN ZUR GESCHICHTE DES HAUSES FÜRSTENBERG UND SEINER LANDE IN SCHWABEN. ms MB, HERAUSGEGEBEN VON DEM FÜRSTLICHEN HAUPTARCHIV IN DONAUESCHINGEN. IV. BAND. TÜBINGEN. IN COMMISSION DER H. LAUPP'SCHEN BÜCHHANDLUNG. 1879. FÜESTENBEEGISCHES URKUNDENBUCH IV. BAND. QUELLEN ZTO GESCHICHTE DER GRAFEN VON FÜRSTENBERG VOM JAHRE 1480-1509. UNTER BEIHILFE von Dr. FR. L. BAUMAtfN BEARBEITET VON Dk. SIGMUND RIEZLER, FÜRSTL. ARCHIVRATH. • ■ ^.■'i>M i Sj ? i TÜBINGEN. IN COMMISSION DER H. LAUPP'SCHEN BUCHHANDLUNG. 1879. 1480, Jan. 11. 1. Katherin Malerin von Niderbaden, Michel Schribers sei. Witwe, übergibt die Höfe zu Mitenwilr, den Zehnten im Berenbach und die Güten im Büchorn, von der von Balgheym herrührend, gegen 8 Gulden Leibgeding, ein neu gebautes Haus sammt Garten zu Husen und gegen baar bezahlte 100 Gulden dem Grafen Heinrich von Fürstenberg. Geben an st. Anthonien tag 1480. Die Siegel der festen Martin von Blümenegk und Conrat von Velsenberg (wie oben). Perg. Or. Donaueschingen. 1480, April 29. 2, Heinrich Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husen im Küncz- igertale, gibt den ehrbaren, bescheidenen, seinen sonder lieben und getreuen Schuldheiß, Eath und Gemeinde zu Wolfach einen Schadlosbrief. Dieselben wurden seine Bürgen um 1000 fl. Hauptsumme und 40 fl. Zins, die er aus seinem Amte zu Wolfach dem ehrsamen Herrn Heinrich von der alten Sümern als Schaffner „vnser lieben fröwen werck der hohenstifft Straußburg" mit Genehmigung der strengen, vorsichtigen und weisen Herren Johanns Eudolfs von Enndingen, Kitters, Herren Johannsen von Berse, Ammeister der Stadt Straußburg, und Wernbolt Muß, Oberpflegers des genannten Werkes, verkauft hat. Geschehen vff sambstag vor st. Philipps vnd Jacob der hl. zwölfbotten tag 1480 '). Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1) 1491, Febr. 18. (frytag vor dem sontag Inuocauit) gibt Graf Wolfgang Wolfach einen Schadlosbrief, da die Stadt wieder für 90 fl. Zins gegen das genannte Werk sein Bürge wurde. Perg. Or. Donaueschingen. Ein weiterer Schadlosbrief Grafen Wolfgangs gegen Wolfach, betr. 300 fl. Schuld gegen genanntes Werk, datirt von 1503, Nov. 29. (st. Andres abend). Perg. Or. Donaueschingen. B. IV. ! H n %-?'\i i'.t- SIHE mm Hl ■ 111 Hg? .'-. ; . ■■"■■ ; KT 1480. (74#ö, J^rni;. Baden i. d. Schioeiz. 3- Der Abschied der Eidgenossen enthält: Den nächsten Tag, der nach Lnzern gesetzt wird, soll Luzern dem Grafen Conrad von Fürstenberg und dem Spiser von Diessenhofen gen Schaff hausen verkünden; die Boten aber sollen nach Inhalt der darauf bezüglichen Abschiede Vollmacht bringen, die beiden freundlich oder rechtlich zu vertragen. Ferner: im Namen des Stiftes Zurzach wird einiger Eigenleute wegen nach Genf und an den Grafen Conrad von Fürstenberg geschrieben : ) 2 ). Hegest nach den Originalen in den Staatsarchiven Bern und Luzern in der Amtlichen Sammlung der altem Eidgenössischen Abschiede, Bd. III, Abthlg. 1, S. 68 und 70. 1) 1482, Juni 3. (Luzern) besagt der Abschied der Eidgenossen: Da Graf Conrad von Fürstenberg den angesetzten Eechttag gegen Melchior Spiser nicht gesucht hat, so wird ihm ein endlicher Rechttag nach Baden gesetzt. Besucht er denselben nicht persönlich oder durch seinen Vollmachttrager, so will man nichtsdestoweniger das Recht vor sich gehen lassen. Eegest nach den Originalen in den Staatsarchiven Bern und Luzern in der Amtl. Sammlung der altern Eidgenöss. Abschiede, Bd. III, Abthlg. 1, S. 122. 2) 1482, Juni 20. (donstag nechst vor st. Johans tag zu Süngichten) erkennen die eidgenössischen Boten zu Baden in Sachen des festen, ihres lieben getreuen Melchior Spiser von Diessenhofen gegen den Grafen Cunrat zu Fürstenberg, Landgrafen im Bare, die heute (letzterer durch seiner Gnaden Sohn, den Grafen Heinrich) in Folge ihrer vor 2 Jahren stattgefundenen Tädigung vor ihnen erschienen: dass Spiser mit seiner Forderung abzuweisen ist, wenn er nicht binnen 6 Wochen vor ihnen genügend darthue, dass er dem Grafen Cunrat diejenigen, welche ihn beraubt, schriftlich angezeigt, dieser aber trotzdem letztere „enthalten" habe. Spiser wurde nämlich vor c. 10—11 Jahren auf der Heimreise von Rotwil in des Grafen Landen auf des hl. Reiches Straße von etlichen Raisigen um 400 fl. beraubt; er behauptete vor den Boten, von dem Grafen keinen Rechtsschutz trotz der alsbaldigen Anzeige seiner Beraubung erlangt zu haben und fordert nun von ihm Ersatz der 400 fl. und alles Schadens. Dieß wies Graf Heinrich ab, denn Spiser habe den Raub selbst veranlasst, indem er zu Rotwil das genannte Geld offen in einem Hute herumgetragen; auch habe er „in frischer gedat weder recht noch lantgeschrei nie angerüfft", noch dem Grafen je die Thäter zu erkennen gegeben; die That sei nicht in dessen Geleit geschehen; wenn er die Thäter fände, würde er sie strafen; jeder könne ermessen, „was vnratz vnd mengliche beswärde der erberkeit erwachsen", wenn jeder Herr den ohne sein Wissen in seinem Gebiete verübten Raub ersetzen müsste. Das Siegel des ehrsamen Hans Zeiger von Vnderwalden, derzeit gemeiner Eidgenossen Vogtes zu Baden, fehlt. Perg. Or. Donauesehingen. B. 1480, Juli 10. 4. Jacob, Abt des Gotteshauses zu Genngembach, Bernhart von Bach, Ritter, Vogt zu Ortemberg, Frydrich von Schowemburg und Wylhelm Lanndegk, Schuldheiss zu Genngembach, tädigen als gemeine Tädigungsleute zwischen dem Grafen Heinrich zu Fürsternberg etc. und den seinen von Haßlach einerseits und ihrem (der Aussteller) Freund ■■■■■>■ 1480. g und Vetter Philippen von Schöwenburg anderseits also. Die über das Erbe Frydrichs von Buchorn , Philipsen Vetters sei., bestandene Irrung und alles, was sich in derselben zwischen den Parteien bisher zugetragen, soll gänzlich gerichtet und vertragen sein. Graf Heinrich wird das nächste ihm heimfällende Lehen, das bei 100 fl. Gelds, jedoch nicht darüber erträgt, Philipsen von Schöwenburg und seinem eigenen Sohne Stoffelussen oder, wenn dieser nicht mehr wäre, seinem andern Sohne Hannsen in Gemeinschaft leihen. „Ob aber dehein lehen, so gut als hundert guldin gelts, in zwein- tzig iären den nechsten — lennger soll ouch diß lehenschafft vor vnd nach bestimpt den genanten graue Heinrichen etc. noch sine erben nicht bynnden — gefallen wurd, so soll er aber inen beyden das nechst lehen, vnnd im darnach zu fal kam, so gut als zweintzig oder dryssig guldin gellts vngevärlichen ouch thun lihen in gemeinschaft". Ist Philips damit nicht befriedigt, so soll Graf Heinrich demselben und dem überlebenden seiner vorgenanten Söhne zu diesem Lehen noch ein weiteres ihm etwa heimfallendes, das 20—30 fl. trägt, in Gemeinschaft leihen und Philipsen jedesmal, wenn es also zu Fall kommt, dazu „verkünden". Auch wenn Philips eintreffenden Falls nicht im Lande wäre, soll Graf Heinrich dennoch die „lihung" auf denselben und einen seiner Söhne stellen. Wenn von diesen Söhnen dann keiner mehr lebt, so soll Graf Heinrich oder seine Erben Philipsen allein der Verschreibung gemäß, die er ihm darüber gibt, ein Lehen leihen, das 20—30 fl. jährlichen Gelds erträgt. Sollte das Lehen von andern rechtlich behalten werden, so hat Graf Heinrich ein anderes ebenso gutes an seine Stelle zu setzen. Dieser Brief wird doppelt ausgefertigt. Geben vff mentag nach st. Virichs des hl. byschoffs tag 1480 '). Die Siegel Abt Jacobs von Gengenbach (roth in ungefärbter Schüssel, im Schilde von r. oben nach 1. unten gezogener Schrägbalken, darauf 3 deutlich erkennbare Eisenhüte, nicht Feh, hinter dem Schilde Abtstab, Umschrift auf fliegendem Bande: $. iarobi. iß. bßnt. abbat, in. geiujenbartj.), Bernharts von Bach (grün in ungefärbter Schüssel, im Schilde Widderhorn (nicht Meerschnecke, s. O. T. Hefner, Handbuch der Heraldik I, 83), Helm mit wehenden Decken und Widderhorn; Umschrift auf fliegendem Bande...... von, bartj.), Frydrichs von Schowemburg (grün in ungefärbter Schüssel; im halb r. gelehnten Schilde, mit Feh eingefasst, Schrägen; Spangenhelm mit wehenden Decken und Büffelhörner, dazwischen Kopf [eigentlich wohl nicht mehr ganz deutlicher Jungfrauenrumpf] Umschrift unkenntlich) und Wilhelm Landegks (grün in ungefärbter Schüssel; Schild fünfmal getheilt, auf dem dritten Platze drei neben einander stehende Sterne; gekrönter Helm mit wehenden Decken, 2 aussen mit Kamm verzierte Homer, Umschrift: S>. iwiljßhn. lanöe&er.) Perg. Or. Donaueschingen. B. 1) Die Veranlassung und der Verlauf des oben genannten Streites war nach zahlreichen, wenngleich nicht vollständigen Urkunden und Correspondenzen im f. f. Archive also. Friedrich von Büchern und seine Hausfrau Susanna Eöderin hatten sich 1451, August 11. vor dem Stadtgerichte Haslach gegenseitig zu Universalerben eingesetzt. Letztere wurde auch wirklich nach dem Ableben ihres Mannes dessen Erbin, starb aber kinderlos schon 1452. Das hinterlassene Vermögen des Ehepaares, 1* ■ m$, SÄHE-;HjyÄV9ÄjptfiC5^-:**tH« Profil I ; ...: ..v/ :''/;,:■.".,.■ ,■; ,.:......... .-■:■■ 3s V.^. 1480. soweit es unter dem Haslacher Gerichtsstabe lag, wurde von mehreren Seiten vor dem Stadtgerichte Haslach reclamirt, von letzterem aber am 27. Juli 1452 dem Jerg Röder als dem nächsten Verwandten der Susanna Eöderin zugesprochen. Derselbe trat aber freiwillig zurück, als eine Schwester der Verstorbenen, Agnes Bö- derin, Gattin des erzherzoglichen Pfeiffers Eülman, die lange nicht im Lande gewesen, das Erbe beanspruchte. Das Gericht zu Haslach anerkannte auch ihr Eecht, nur hielt es auch ihr, wie früher schon Jerg Eödern gegenüber, ein Vermächtniss zu Gunsten der Ennlin von Eamstein aufrecht. Diese war von Friedrich von Büchern, als ihre Mutter zum zweitenmal mit Adam von Wintertur sich vermählte und dieser die Uebernahme von 5 Kindern aus erster Ehe scheute, an Kindesstatt angenommen worden. Sowohl von ihrem Pflegvater als auch von dessen Hausfrau wurde ihr wiederholt mündlich, wie fünf Zeugen gerichtlich aussagten, dessen Haus in Haslach mit Hausrath und aller Zugehör und 2 "tt Gelds und Kappengeld in Eschau vermacht. Die Giltig- keit dieses mündlichen Vermächtnisses wurde nicht nur von dem Stadtgerichte Haslach, sondern auch von dessen Oberhof Freiburg anerkannt. Ennlin von Eamstein brachte das Haus in Haslach und die Zinse in Eschow ihrem Ehemanne Wilhelm Landeck zu, nachdem die Haupterbin Agnes Eöderin vom Hofgerichte Botweil mit einer gegen das Urtheil von Haslach und Freiburg erhobenen Klage am 26. April 1453 abgewiesen worden war. Auch weitere Beschwerden derselben und ihres Neffen Andres Eöder (1455—66) zu Haslach und vor dem Grafen Heinrich von Fürstenberg blieben ohne Erfolg. Dagegen wurde Agnes Eöderin wirklich in den Besitz der büchern'schen Erbschaft im Stabe Haslach gesetzt, die freilich nach Abzug des an Ennlin von Eamstein gefallenen Antheiles kaum 50 fl. werth war. Gegen diese gerichtliche Ordnung des büchern'schen Nachlasses aber trat schon 1452 Jerg der ältere von Schauonburg als nächster Erbe Friedrichs von Büchern auf. Demselben war zwar von der Stadt Haslach rechtzeitig und zu allen Gerichtstagen verkündet worden, auch war er einmal auf einem Gerichtstage zu Haslach erschienen, hatte aber denselben mit der Äusserung, die von Haslach [nach anderer Aussage „die Bauern"] sollten ihm über das Erbe nicht richten, wieder verlassen. Gegen die Giltigkeit des Endurtheils wandte derselbe nunmehr ein, es seien zu Haslach 3— 4 Tage gehalten worden, während er nicht im Lande gewesen, Haslach habe auch über Friedrichs von Büchern Güter zu Lahr und im Geroldseckischen unbefugter Weise gerichtet, Friedrich sei überhaupt nicht Bürger zu Haslach und nicht dem Haslacher Stabe untergeben gewesen, derselbe habe ihm versprochen seine Tochter zu berathen, und auch seine Witwe Susanna habe anerkannt, dass sie Güter besitze, die nach ihrem Tode an ihn fallen müssten; deßhalb beanspruche er zwar nicht das von Susanna beigebrachte Gut, das gehöre der Eöderin, wohl aber das von seinem Vetter Friedrich hinter- lassene Erbe und verlange von der Stadt Haslach und von Grafen Heinrich, die dieses Erbe erworben, Schadenersatz. Von 1452—66 drehte sich dieser Streit lediglich um die Wahl von gütlichen Tädigern, worüber die beiden Parteien sich nicht zu einigen wussten. Ende 1466 brachte Jerg die Sache vor den Pfalzgrafen Friedrich, dessen Hofgericht auch mit Genehmigung der streitenden Theile sich deren Beilegung unterzog. Am 27. Aug. 1467 legte es dem Grafen Heinrich und der Stadt Haslach den Beweis für ihre Behauptung auf, correct in der Sache gehandelt zu haben. Dieselbon wiesen daraufhin durch ihren Eid und durch notariell beglaubigte Zeugenaussagen nach, dass Haslach nur über die in seinem Stabe gelegenen Güter mit Eecht, da Friedrich von Büchern hier Bürger gewesen, geurtheilt habe, dass dem Kläger rechtzeitig zu allen Gerichtstagen verkündet worden sei, und dass Graf Heinrich rechtlich das der Eöderin zugefallene Erbe von dieser erst kürzlich gekauft habe. Da aber Jerg insbesondere in seiner Entgegnung die Aussagen der Zeugen als ihm unbekannt und die der Stadt Haslach als in eigener Sache gegeben abwies, so erkannte am 13. Aug. 1468 das pfälzische Hofgericht, dass Graf Heinrich dem Eechten nach Laut des Urtheils vom 27. Aug. 1467 nicht genug beigebracht habe. Trotzdem gelang es dem Kläger nicht, den Grafen und die von Haslach zur Herausgabe des Streitobjectes zubewegen, die Sache blieb vielmehr (wenigstens fehlen weitere Akten) bis 1478 beruhen. Inzwischen war Jerg von Schauenburg gestorben und seine Erbansprüche auf seine Söhne übergegangen. Von 5. 1480. 5 diesen kündigte Schwicker am 12. Okt. 1478 wegen dieser Sache dem Grafen und den seinen Fehde an, zog vor Haslach, machte Gefangene und verursachte dem Grafen und den seinen einen Schaden von c. 1000 fl. Durch Vermittlung des Jerg von Stauffenberg aher wurde diese Fehde schon am 20. Okt. 1478 beigelegt, die Gefangenen von Schwicker auf eine „alte" Urfehde freigegeben und der Erbstreit zur endlichen Entscheidung von den Streitenden dem Pfälzer Hofgerichte überwiesen. 1479 begann der pfälzische Vogt zu Ortenberg, Bernhart von Bach, gütlich zwischen Grafen Heinrich und den von Haslach einerseits und Philips von Schauenburg, an den, wie es scheint, in der Erbtheilung mit seinen Brüdern indessen die Ansprüche seines Vaters gediehen waren, anderseits zu vermitteln und erwirkte, dass dieselbe auf die obengenannten Tädiger sich vereinigten und deren Entscheid vom 10. Juli 1480 annahmen. An demselben Tage noch stellte Graf Heinrich Philipsen von Schauenburg die in dem Entscheide genannte Lehensverschreibung aus. Vgl. Band III. Nr. 545 — 547. B. 1480, Aug. 26. Heinrich Graf zu Furstemberg, Landgraf in Bare, Herr zu Husen im Kintzgen- tal, Bernhart von Bach, Ritter, Vogt zu Ortemberg, und Egnolf Roder, Amtmann in der Pflege daselbst, schlichten durch Schiedspruch die Irrungen, die lange zwischen dem Abte Jacob von Gengembach, seinem Convente und Gotteshause einerseits, und Schuldheiß, Rath und Gemeinde der Stadt zu Gengembach und ihren Zuverwandten anderseits bestanden haben über die Competenz des Schuldheissen, über Wildbann, Zinspfennig, Fälle, Empfahung der Güter, Rügung der Fischereifrevel und Verpflichtung der 17 Knechte des Abtes zu städtischen Diensten. Geben (in duplo) vff samstag nach st. Bartholomeus tag apostoli 1480 l ) 2 ). Gleichzeitige Copien im Gengenbacher Copialbuche, T. V, fol. 99—101 und fol. 110 v. — 112. Karlsruhe. 1) 1484 fällen Heinrich Graf zu Furstenberg etc., Eglof Eöder und Cläs Schedel, beide Amtleute der Fürsten Pfaltz und Straßburg in der Pflege zu Ortemberg, in Anwesenheit Hansen Mäners, derzeit Schuldheissen zu Offenburg, Ludwig Altwolfen daselbst und Michel Botzheins, Schaffners, als Beisassen, über dieselben noch fortwährenden Streitigkeiten zwischen den obigen Parteien einen neuen Schiedspruch. Gleichzeitige Copie ohne Datum (das Jahr nennt die Ueberschrift) a. a. 0. fol. 115—116 v. 2) 1508, Dez. 20. (mittwoch an st. Thommen abent) errichten Graf Wolf zu Fürstenberg, Landvogt in Ortenaw, Sigmund Freiherr zu Falckenstein und Heinrich von Sachs, Pfarrherr zu Offenburg, einen „vertrag vmb erlassung der leibeigenschafft, leib- vnd todtfall, empfahung der zinßbahren guter vnd fischwasser" zwischen Stadt und Gotteshaus Gengenbach. Das Or. siegelten außer den Ausstellern die Städte Straßburg und Offenburg und Abt und Stadt Gengenbach. Auszug des 17. Jahrhdts. im Copialbuch des Klosters Gengenbach, Bd. VII, p. 286—289. Karlsruhe. ftää 11111 MB H^pSDKBfll^HEGHvBHl f^^J st^^r^^aSel^lmäSSPis ä^ßl Bl^ifivm t kS^ -ff^%l3 Bifflk ^ffittrfitMl!H HP Kr-:- :•• : '■■■- ■ ' 6 1480. i4i;.;.' .-V" '■ ■ : ■■■',-. ■ -_ \ j 1 RHU «ES 1 !!«« 1 HOB .■■".«'MV- Wm ' '■'"''■' s 1480. bittet um „verstentlich, vnuerzogen geschriben antwurt mit disem botten". Geben zu Haselach an dorrstag nach Cantate lxii. (sie) Pap. Concept. Donaueschingen. 1482, Aug. 9. schreibt Hainrich Graf zu Furstenberg etc. dem Mölichior von Valckstain, dass er auf nächsten zinstag vor des hl. Crütz tag früh einen Lehenrechtstag gen Rotwyl angesetzt habe, woselbst er als sein geschworener Lehensmann und Träger um Herdern das Dorf ohne den Kirchensatz persönlich erscheinen soll, da dem Grafen und den armen Leuten daselbst (zu Herdern) merklicher Abgang und Missbrauch beschieht, den er „vbel verkiessen noch an rechtlich ervindung nachlaßen möge." Geben an frytag st. Lourentis aubend anno etc. 82. Pap. Concept. Donaueschingen. Am selben Tage lädt der Graf Burgermeister und Rath der Stadt zu Fryburg im Brißgöw, die die Erfüllung seiner Forderung wegen der armen Leute zu Härdern von Tag zu Tag hinziehen, vor denselben Rechtstag. Pap. Concept. Donaueschingen. — Ebenso den Abt Gergen zu St. Jörgen vff dem Swartzwald als Gewalthaber der Töchter oder Kinder Vyts von Asch. Pap. Concept. Donaueschingen. — Ebenso Herrn Virich von Windegk, Comthur des tuschen Hauses zu Fryburg. Da Herdem das Dorf und der Kirchensatz von ihm und der Grafschaft Furstenberg Mannlehen und doch seit Herrn Wilhelms von Haiinngen, seines Vorfahren, Zeiten von ihm nicht empfangen seien, sei ihm dieser Kirchensatz als sein eigen ererbtes Gut heimgefallen und der Comthur solle keinen Nutzen davon empfangen oder einziehen; für den Fall, dass dieß unbillig oder unziemlich erscheine, habe er seine Lehensmannen zu besagtem Rechtstag beschrieben. Der Schluss des Schreibens mit dem Datum fehlt. Pap. Concept. Donaueschingen'). 1) Vergl. auch Bd. III, Nr. 473 und 474 v. 1461, März 17. und unten v. 1483, April 7. Hl NHSpwS f 1 1480, Dez. 2. 10. Die Grafen Heinrich und Conradt zu Fürstenberg, Landgrafen in Bare und Herren zu Husen im Kintzigental, geben den ehrsamen, ihren besonder lieben und getreuen Schuldheissen, Richtern, Käthen und ganzen Gemeinden zu Wolfach, Husen und Haselach im Kintzigental, ihren Bürgen um 2000 fl. Hauptgut und 100 fl. jährlichen Zins daraus bei den strengen, fürsichtigen, ehrsamen und weisen Meister und Käthen der Stadt zu Straßburg einen Schadlosbrief. Geben an sampstag nach st. Andris des hl. zwölfbotten tag 1480 '). Die Siegel der Aussteller fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. 1) Vergl. auch oben Nr. 2. 1481. (c. 1481)'). 11. Freundschaftliches Schreiben des Grafen Heinrich von Fürstenberg - Wolf ach an Konrad von Cham, Stadtschreiber zu Zürich. Vnser fruntliche dienst in aller guten naigend wissend zuuor. Lieber Conradt, wir hond vwer ■) schriben, vns gesandt in kurtz, gesehen vnd ein sonder frod darvon empfangen vß betrachtung etlicher altver- loffner geschichten, bedencken oueh daby, vnser noch nit vergessen sy, vnd lassen vch wissen, das wir von den gnaden gots libs halb gantz wol gesunt, doch vbel mögend sind, dan so wir glich vast wollen frolich wesen, lit vns doch die zit im rucken vnd den bainen, des geben wir den jaren schuld, aber on zwyfel nit mit niin- derung, als vwer brief melt, wolten wir, das es vch ouch nach vwer willen in allen Sachen zu froden ergieng, das wir altzit zu hören ingeuallen empfiengen, vnd wolten gar gern, das ir ouch eins mals by vns erschinen, damit, ob wir doch in ein alte rechung kernen, darvß etwas lusts zu empfahen, wer das aber im Kintzigental entlegen vnd wol ein mainung het, so uerr ir es vwer gescheft halb stat, wann wir in die Bare vff die künftig hirtzbrunft kernen, vff die zit wir vch ouch jagen, in dem vnd anderm waid wercke gern fronen vnd beriet dann got erschießlich (sie) sin wolten als eim, zu dem wir vns vil guts verhofen, ouch im insonder hinwider ze bewisen onverdrosenlich genaugt. Dem fumemen, ersamen vnd wysen Conradten von Cham, statschriber zu Zurch. Pap. Concept. Donaueschingen. B. a) Ueber durchstricheneni: äin. Diese und ähnliche C'orrecturea sind durchgehend. 1) Konrad von Cham erseheint als Stadtschreiber von Zürich i. d. J. 1481 u. 1482; Amtliche Sammlung der älteren Eidgenössischen Abschiede, Bd. III, Abthlg. 1, S. 105, 132. liiiiii ■ ^B ■■ ^H | ■ ■■■'»'ff ■■=*'-. (1481) März 15. 12. Graf Heinrich zu Furstenberg beurkundet die durch seine Vermittlung geschehene Heirathsabrede zwischen dem wohlgeborenen Gangolf Herrn zu Hohengeroltzegk und Schenckenzel, seinem lieben Vetter, und der Tochter seines Oheims Hug Grafen von Montfort, Frau Küngot, Gräfin von Montfort und Rottenuelß. . . . donrstag vor Eeminiscere x ) 2 ). ■ *'.' Ä^feÄÄ^-S : Das Original besiegelte der Aussteller. Pap. Cop. des 15. Jahrhdts. Donaueschingen. B. 1) Das nicht angegebene Jahr ist aus der Urk. in Anm. 2 von 1481, Juni 20. zu ersehen. 2) 1481, Juni 20 (uff mitwoch näst vor st. Johanns Baptisten tag zu Sünnenwenden) gibt Gangolf Herr zu Hohengeroltzeckg und Schenckenzell dem wohlgeborenen Conrad Grafen zu Furstenberg, Landgrafen in Bare, seinem lieben Vetter, einen Schadlosbrief dafür, dass derselbe sein Bürge geworden, als er die wohlgeborene „froili" Küngünd, geb. Gräfin von Monfort, sein liebes Ehegemahl, „bewiset" hat wegen 2000 fl. Heimsteuer, 2000 fl. Widerlegung und 1000 fl. Morgengabe auf Eichshofen, Hochvelden, Schloss, Stadt und Dörfer, IV. 2 : 1 '.■■■■:.{••-•'" 1HHHHI 10 1481. und auf Schenckenzell Schloss, Dörfer, Zoll, Leute und Güter, „die an besetzer nützung haben ob vierdhalb hundert guldin geltes." Das Siegel des Ausstellers (unkenntlich). Perg. Or. Donaueschingen. B. 1481, Juni 19. 12 a . Graf Wilhelm von Kirchberg verkauft mit Zustimmung seiner Mutter Anna, geborenen Gräfin von Fürstenberg, und seiner Gemahlin Elisabeth, geborenen Schenkin von Erpach, seinen Antheil an der Grafschaft Kirchberg mit allen seinen Gütern etc. an Herzog Georg von Baiern. Beide Frauen siegeln die sehr ausführliche Urkunde mit. Pap. Copie des 16. Jahrhdts. Fürstlich Fuggerisches Gesammtarchiv, Augsburg. B. 1481, Aug. 9. Wolfach. ■flKffiU 13. Heinrich Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husen im Kintz- igerthale etc., verkauft um 200 fl. rh. auf Widerkauf 10 fl. rh. Zins von den 13 ü Gilt zu Steinnach auf dem Dorfe und ab all seinem andern Einkommen allda, nachdem er die ehegedachten 13 Ti Annen Liechtenvelserin versetzt hat, den ehrsamen und geistlichen Herren, Herrn Cünratten Becken, Frühmesser zu Wolfach, Herrn Caspern Vyß- lern, Caplan, und Jörgen Lempen, Bürger daselbst, als Pfleger des Allerheiligen Altars und „der angehaben pfründt" und neuen Messe, von dem würdigen Herrn, Herrn Pauls Wilden sei. Gedächtniss, in der Pfarrkirche allda gestiftet. Mit den 200 fl. hat er die 13 ti bei Annen Liechtenvelserin durch den ehrsamen, seinen lieben, getreuen Martin von Plümnegk, zu Haßlach derzeit gesessen, ablösen lassen. Die 10 fl. Zins sind zahlbar auf den Maitag. Geben zu Wolfach am dornstag st. Lorentzen awbend des hl. martrers 1481. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. B. (Vor 1481, Aug. 24). 14. In den Spännen und Irrungen zwischen der Stadt Rottweil und Grafen Eberhard von Würtemberg schlägt der letztere den Boten der Eidgenossen unter anderen den Grafen Heinrich zu Fürstenberg „als gemeinen Mann mit gleichem Zusatz" vor, worauf jedoch Rottweil mit anderen Vorschlägen hervortritt. SÜSS Hh mm HB -.' ■■■>r.-.»T.'-.' V'.v«, '^K' ■ "■■:- m&). WätfS 20 1483. ■ zu Fürstenberg etc. Zinstag vor des hl. Crütz tag Exaltacionis vor dato dieses Briefs, zu Rotwil auf dem Rathhaus mit anderen seiner Gnaden Lehensmannen öffentlich zu Lehengericht sitzend, in der Streitsache zwischen dem genannten Grafen und dem würdigen Herrn Wilhelm von Windeck a ) als Nachkommen weiland des würdigen Herrn Wilhelm von Halfingen, Deutschordenscomthurs zu Friburg, wegen des Kirchensatzes und Zehntens zu Hardern, den Fürstenberg als heim gefallenes Lehen beansprucht, das Urtheil verschoben, und auf dem zweiten Lehengerichtstage, gehalten zu Haslach Mittwoch nach st. Martistag unter dem Lehenrichter Jacob von Valckenstain, die Fürsprechen und Rathgeben der Parteien nicht zugegen waren, urtheilen auf dem dritten Lehengerichtstage auf dem Rathhause zu Wolfach Hanns von Nünegk, Ritter, Lehensrichter, Conrat von Schellenberg zu Hüfmgen, Hanns Schulthais zu Brülingen, Ritter, Melchior von Valckenstain, Bürgermeister zu Friburg, Jacob von Valckenstain, Conrat von Stain von Staineck, Jörg von Blumnegk, Burckhart von Höwdorf, Conrat von Velsenberg, Marti von Blumnegk, Jörg von Almshouen, Conrat Boller, Conrat Stoll von Stouffenberg, Gebhart von Bern, Jacob Münch, Hanns Reckenbach, Hanns Herman, Burgermeister zu Vilingen, Hanns Friburger, Claus Diechtler von Rotwil, Conrad Barter, Rüdiger Im Thurn zu Schaufhusen und Hanns Lumbart von Strasburg, alle Lehensmannen: da der Kirchensatz und Zehnten zu Hardern Herrn Wilhelm von Halfingen und Geruasien von Pforren als Lehenträger an dessen und des deutschen Hauses zu Friburg Statt zu Lehen geliehen worden') und sowohl der Lehensherr, Graf Hainrich von Fürstenberg, als der ebengenannte Lehenträger noch am Leben seien, „das dann solch egemelt lehen ze enpfahen noch nit zu vällen komen sige." Geben an mentag nächst nach dem sonntag Quasimodogeniti 1483 2 ). Das Siegel Hannsen von Nünegk als Lehensrichters. Perg. Or. Donaueschingen. Duplikat in Karlsruhe (Breisgau). 1) Vergl. oben Bd. III, Nr. 474 v. 1461, März 17; Bd. IV, Nr. 9 v. 1480—1482, Aug. 9. 2) Vom selben Tage datirt ein Urtheilspruch des (fürstenbergischen) Lebengerichtes (dabei Hans von Nüneck als Lehensrichter) zu Haßlach in der Bathstube in Sachen streitiger Lehen in der Schiltach, Vogtei und Verenbächli, welche der Witwe des Jörg Truchsässen von Ringingen gegen Mathis Thoninger den Jüngern zuerkannt werden. Dabei waren die fürstenbergischen Lehensleute: Conrad von Sehellenberg zu Hüfingen, Hans Schultheiß, Bitter, Melchior von Falkenstein, Burger zu Freiburg, Jacob von Falkenstein, Conrad von Stain von Staineck, Jörg von Blumeneck, Burkhart von Höwdorf, Conrad von Velsenberg, Marti von Blumeck, Gervasius von Pforen, Jörg von Almshofen, Conrad Boller, Conrad Stoll von Staufenberg, Gebhart von Bern u. a. Haßlach, montag post Quasimodogeniti. St. Georger Jahrbücher, Bd. IX. ad ann. 1483. Karlsruhe. a) Or.: WinecTc. kmsmm 1483. 21 31. 1483 (wahrscheinlich April 28). Tod des Grafen Egen von Fürstenberg-Geisingen. Der hochgebohrue Graff Egon von Fürstenberg, Lanndtgraff in der Babr, welcher allhier bey diser Capellen anno 1470 Vnnser lieben Frawen vnd st. Waldtburgae bruoderschafft helfen stuften, sein hernach in Anno 1483 zu Donawöschingen ') gestorben vnd anhero, wie der grabstein im Chor anzeiget, beygesetzt worden. Todtentafel des Grafen Egen aus dem 17. Jahrhundert in der St. Waldburgcapelle zu Geisingen; ein Duplicat derselben im f. f. A. Im Chor der genannten Capelle ist an der Wand der hier abgebildete Grabstein des Grafen Egen eingemauert. Auch die gesonderten genealogischen Aufzeichnungen des Andres Kötz (Donaueschingen) erwähnen, dass Graf Egen „zu st. Walpurgen kirchen vnder Gisingen" ruht, und fügen hinzu: „hat auch kein elich wib ge- hept." Auf ihn ist wohl auch der Eintrag des Amten- hauser Jahrzeitbuches, p. 36 im f. f. A. (aus dem 17. Jahrhundert, copirt aus einem verlorenen älteren, fol. 13) zu beziehen: „April 28, Jahrzeit des wohlge- bornen graffen Ego, hatt geben den halben zehendten zue Oeffmgen, soll mit 3 priester gehalten werden." 1) Da Donaueschingen 1483 noch nicht fürsten- beigisch war, muss man die Eichtigkeit dieser Angabe bezweifehi. ■;■■■ Ir in l-feif ij mforiOTili'ffq,-, 1483, Aug. 26. Stuttgart. 32. Graf Eberhard von Wirtemberg d. ä. lädt den Grafen Heinrich zu Fürstenberg zu einem Turniere. Vnser fruntlich dienst zuuor, wolgeborner lieber obeim, wir geben II dir zu tm8m&& 22 1483. Hl erkennen, das die ritterschaft vnd gesellschaffc des laithunds am Crantz 1 ) II ainen thur- ner furgenomen hat her gen Stutgart, vff sonntag zu nacht nach der haiigen dryer König tag schierst an der herberg zu sint, den wir vff ir ernstlich gebett haben zii gelassen, vnd sint des willes in aigner personn och daryn zu ridten vnd dich mit vnns zu niemen. Darumb vnser fruntlich bitt ist, in solichem thurner vff vns zu warten vnd den helfen zu volbringen, als du dann des mer waist dann wir. So wellen wir dich furter berichten, wann du by vns sin sölt vnd dir och vnnser hof- claid schicken, damit du das dinen knechten darnach och wissest zu machen, vnd bis herinn güttwillig, des wollen wir vns in sonnderm vertruwen zu dir verlassen. Datum Stutgart an zinstag nach Barthölomei apostoli anno etc. 83. Eberhart graue zu Wirtemberg vnd zu Mumpelgart etc. der elter. Aufschrift: Dem wolgebornen vnserm lieben oheim Hainrichen grauen zu Für- stemberg. Pap. Or. Donaueschingen "). 1) Über diese und andere Turniergesellschaften vergl. Frhrr. Eoth v. Schreckenstein, Geschichte der ehemaligen freien Keichsritterschaft, II, 106flgd. Die Grafen von Fürstenberg waren Mitglieder dieser Gesellschaft, die auch „im Bracken und Kranz" genannt wird. S. Burgermeister, Thesaurus juris equestris, I, 144. 2) Graf Wolf von Fyrstenberg soll nach Crusius, Annales Suevici, Pars III, lib. VIII, p. 478 im Jahre 1487 in der Woche nach st. Bartholomaeus (Aug. 24.) einem Turnier zu Worms beigewohnt haben. 1483, Sept. 26. 33. Hainrich und Conradt, Grafen zu Fürstenberg und Landgrafen in Bare etc., Gevettern, leihen ihre eigene Mühle, gelegen zu Wylr vnder Wartemberg, mit aller Zugehör und mit der Weide zu Wartemberg am Berg zu rechtem Erblehen dem erbern und bescheidenen Conradt Müller. Derselbe hat „semlich lehenschaft an inn" von ihnen um 30 fl. rh. baar erkauft und zahlt jährlich zu Zins auf Weihnachten 5 1 /* Malter „bloß korns", 1 & Heller, '/* Viertel Eier. Sie werden diesen Zins nicht steigern. Geben an frytag vor st. Michels des hl. ertzengels tag 1483. Die Siegel der Aussteller. Perg. Or. Donaueschingen. B. 34. 1483, Sept. 30. Peter Aulbrecht von Emingen, Obervogt, Herr Burckhart Krencklin, Kirchherr 1483. 23 zu Pforren st. Johanser Ordens, Anderis Schriber*) und Hanns Engosser schlichten auf Befehl ihrer gnädigen Herren, der Grafen Hainrich und Conradt zu Fürstenberg, Landgrafen in Bare, Gevettern, und in Beisein vieler edlen und anderen ehrbaren Leute die Irrungen, welche zwischen Fridrich Offenacker, als Propst des Abtes Eberhart zu st. Bläsis, einerseits und dem Kloster Amtenhusen und Herrn Auberothen, dem die Nonnen daselbst die Kirche Mülhusen verliehen haben, anderseits wegen eines von beiden Theilen angesprochenen, in den Portzehnten zu Emingen gehörigen Zehntens „vf dem gerät" zu Mülhusen bestanden. Derselbe wird dem Kloster st. Bläsis zugesprochen. Geben (in duplo) an zinstag nach st. Michels tag 1483. Das Siegel des Grafen Hainrich zu Fürstenberg. Perg. Or. Karlsruhe (St. Georgen). 1) Namens Kötz, wie andere Urkunden zeigen. Von 1481, Nov. 11. datirt die Bestallung des Andres Schriber von Horb: „Ze wissen, das vnser gneidiger her, graff Heinrich zu Fürstenberg, Anderis Schribern von Horb selb zu einem kneicht gedingt vnd besteht hat vff st. Martins tag im 81. jar vmb siben guldin vnd ein guldin für nissig vffschriben, das sind alle jar acht guldin, vnd das insigel lat im sin gnad ouch, was er verdient, das weist Kuodolf, der doby ist gewesen, ouch wol, vnd jars sin hes a ) als eim reisigen oder besser vnd man sol im alwegen ein halb jar vor abkünden, wan man sin nit wolt. Mer b ) Va gülden vom floszol ze schieben, hat man vor sust eim geben." Gleichzeitige Einträge im Kinzigthaler Eechnungsbuche von 1447 flgd., p. 137. Donaueschingen. a) Kleidung. b) Das folgende von anderer gleichzeitiger Hand. 1483, Okt. 2. 35. Hainrich Graf zu Fürstenberg, Landgraf im Baare und Herr zu Hausen im Küntzgerthale, beurkundet einen Kaufvertrag *) über Güter zu Neidingen, Aecker im Saigelbrunnenesch und Wiesen. Geben donderstag nach st. Michaels tag 1483 2 ). Das Original siegelte der Aussteller. Der Kaufbrief ist erwähnt in den Urbarien des Fleckens Neidingen v. 1585—1587. Donaueschingen. 1) Käufer und Verkäufer sind nicht bezeichnet. 2) 1478, Aug. 21. (freitag nechst nach Vnser lieben Frawen Liechtmeß (sie) tag Assumptionis im Augsten) ward ein von Caspar Schoner und Conrad Lang, derzeit Heiligenpflegem zu Guotmadingen, ausgestellter Kaufbrief über dieselben Güter besiegelt von dem obengenannten Grafen Hainrich und Pfaff Lorentz Vischer, Kirehherm zu Guotmadingen. Erwähnt in den Neidinger Urbarien a. a. 0. t$i§l»li 1483, Dez. 21. Luzern. 36. Laut Abschieds der Eidgenossen unter obigem Datum wird den Grafen von V&m 24 1483- 1484. Fürstenberg, Sulz und Lupfen empfohlen, auf die Straßeuräuber Acht zu haben, welche allenthalben die Straßen unsicher machen, und selbe zu ergreifen, auch denen von Schaffhausen dabei behilflich zu sein. Kegest aus den Staatsarchiven Luzern und Bern in der Amtlichen Sammlung der altern Eidgen. Abschiede, Bd. III, Abthlg. 1, S. 170. ^Ük? ms SS« 1483, Dez. 30. (oder 1482, Dez. 31. f) 37. Heinrich Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husen im Kintz- igental etc., erlaubt dem ehrsamen Herrn Sigmund Steinhöwer, Frühmesser zu Horn- berg, 5 fl. Zins von seiner Steuer zu Wolfach, die er Werlin Noppern zu Hornberg um 100 fl. verschrieben und die mit seiner Bewilligung von diesem an Jeorgen Lem- pen zu Wolfach und von demselben wieder an Noppen (sie) gekommen, von dessen Witwe zu kaufen. Geben an zinstag nach der hl. Wichnechten 1483'). Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donauesehingen. B. 1) Rechnete der Schreiber der Urk. den Jahresanfang von Weihnachten, so datirt die Urk. v. 1482, Dez. 31. 1484, Febr. 24. 38. Pfaff Marx Wild, dem Graf Hainrich zu Fürstenberg die neue Pfründe auf Allerheiligen Altar 1 ), so sein Vater, Herr Paulus Wild sei. „angefengt", unter obigem Datum verschrieben hat, verspricht bei seinen priesterlichen Würden und Ehren, diese Pfründe, wenn ihm dieselbe zu Costentz bestätigt wird, stracks zu besitzen und mit Messelesen u. a. laut der Dotation zu versehen und dieselbe ohne Zustimmung seiner Gnaden mit niemanden zu vertauschen und in Händeln mit Zugehörigen seiner Gnaden das Recht da zu suchen , wo sein Widertheil gesessen oder wohin ihn seine Herren von Fürstenberg weisen, während er geistliche Sachen vor der Geistlichkeit austragen mag. Geben an mentag st. Mathis abend apostuli 1484 2 ). Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. 1) In der Pfarrkirche zu Wolfach. 2) 1489, Mai 1. verkauft Heinrich Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husen im Kintzigentale, um andere Güten abzulösen, der neugestiftoten Pfründe in seiner Pfarrkirche zu Wolfach auf Wm 1484. 25 dem Altar Aller Heiligen, die von Herrn Pauls Wilden angefangen ist, um 100 fl. rh. auf Widerkauf 5 fl. Vorzins ab seinen neben Haßlach gelegenen freieigenen Gütern, genannt der Eichenbach, die um einen Erbzins in Erbschaftsweise eilf Personen verliehen sind, zahlbar auf Martini dem auf diese Pfründe praesentirten und bestätigten Caplan. Geben vif den Maytag 1489. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1484, April 24. Tod des Grafen Konrad zu Fürstenberg. 39. Anno doniini 1484 am nechsten tag nach st. Jörgen tag starb vnser gnediger her, graf Conradt zu Fürstenberg. Andres Kötz im Kinzigthaler Lagerbuch v. 1493, p. 3. Donaueschingen. Denselben Tag und dasselbe Jahr nennen das Neidinger Anniversarienbuch im f. f. A. (das Datum 18. Mai, unter welchem sich daselbst der Eintrag findet, bezieht sich also nicht auf den Tag des Todes, sondern der kirchlichen Jahrtagsfeier) und dessen Vorsetzblatt VIII. Graff Cünradt zu Fürstenberg, der ligt zu Nidingen in der kirchen, gestorben anno 1484 jar '). Der hat zu ahn ee gemahel gehept frow Küngünden von Metsch. Die beide hand dry kinder by ain ander vberkommen. Andres Kötz, Genealogische Aufzeichnungen von c. 1500 im f. f. A. 1) Ein Eintrag in dem 1435 angelegten Hondinger Anniversar unter 2. kal. Dec. (Registratur der Pfarrei Hondingen) besagt: Der wohlgeborene Graf Cünrat von Furstenberg gibt Unser lieben Frauen Pfründe zu Haindingen ein Drittel eines Guts zu Beringen, wovon dem Pfarrer und st. Erharts Kaplan") je ein Malter Vesen fallen. Dafür rnuss für ihn an Montag nach Andreastag mit 4 Priestern die Jahrzeit gehalten werden mit Vigil und Seelmessen. B. a) Zu Fürstenberg. (Zwischen 1484, April 24. u. 1493). 40. Heinrich Graf zu Furstenberg, Landgraf in Bare etc. der jüngere, schreibt den hochgeborenen Herren Eberhart d. ä. und Eberhart d. j. Grafen zu Wurtemberg und zu Mumpelgart etc. Der Landrichter zu Furstenberg, welcher der Zeit das Landgericht in ihrer, von Furstenberg, Namen besitzt, und die Urtheilsprecher daselbst haben ihm einen Abforderungsbrief vorgebracht, den Wilhelm von Nünegk, Vogt zu Tut- lingen*), auf das Fürnehmen Doretheen Swärtzen von Toningen als Klägerin gegen Hans Krat, zu Toningen seßhaft, ihnen zugeschickt, und worin begehrt wird, Hans IV. 4 «NT ^iw¥^W¥mKfM :■■■■■& 1111111ü ■ v ■■'' .■■'..■'-;-",■'.-' mm MaBMMflff 8SE|i 26 1484. Krat, da derselbe den Grafen zu Wurtemberg zu versprechen stehe, von ihrem Landgericht „nach fryheit sag zewysen." Er beruft sich dagegen auf die Rechte seiner Landgrafschaft. Wenn einer aus Dörfern der Grafen von Wurtemberg oder anderer, die in ihrer Landgrafschaft liegen, mit anderen äußeren Landgerichten bekümmert oder fürgenommen worden sei, sei er nach Furstenberg gekommen und habe sich mit ihrer, von Furstenberg, Freiheit dort abfordern lassen. So sei es stets gehalten worden; nur habe sein Vater sei. auf Bitte der Grafen von Wurtemberg ein oder zweimal davon abgesehen; nun sorge er aber, „es wurd zu letsch ein gewonheit vnd danach in ain recht komen". Auch würden nach dem Beispiele Wurtembergs die anderen Fürsten und Herren, die in ihrer Landgrafschaft sitzen, sein gnädiger Herr von Oster- rich, Aebte, Städte u. a. dasselbe begehren. Wenn Wurtemberg auch noch mehrere Dörfer und Leute in ihrer Landgrafschaft zufallen sollten, so könne es doch nicht die Obrigkeit erwerben. Er getraut also, ihre Gnaden seien ihnen von Furstenberg so gnädig und thuen ihnen in solcher ihrer Lehenschaft und „so lang umhabend" Gerechtigkeit keine Irrung. Undatirtes Pap. Concept. Donaueschingen. 1) Da 1493 schon Hans Caspar von Bubenhofen als Vogt zu Tuttlingen erscheint (v. Georgii-Geor- genau, Fürstlich Württembergisch Dienerbuch, S. 582), darf das Schreiben nicht später, und da der Vater des Grafen Heinrich zu Fürstenberg, Graf Konrad, selig genannt wird, darf es nicht früher gesetzt werden, als oben angenommen. hmÜ ■» 1484, Mai 7. 41. Friderich Bock, Bitter, der Meister und der Bath zu Strasburg schreiben dem edeln wohlgebornen Herrn Heinrich, Grafen zu Fürstemberg etc.: „vns hat Beymbolt Schrot, vnser burger, fürbroht, wie das ettlich die uwern von Teckingen ine in vergangener zyt gefangen vnd zu vnbillichem costen broht habent, der ime von inen noch vnbezalt vßstande, als ir von ime eigentlicher vernommen werclent 1 ). Bittent wir üch mit flisse, vnsern burger gutlich zu uerhören vnd ime gut fürderunge zu tünde, domit ime von den uwern vmb sollichen sinen gelittenen costen vßrihtunge vnd abelegunge bescheen möge, vnd üch darinne gegen ime früntlich zu bewisen, als wir üch des vnd alles guten wol getruwent." Geben vff fritag vor dem sontag Jubilate anno etc. 84. Spuren eines zum Verschlusse aufgedrückten grünen Siegels. Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1479, Juni 26. (samstag noch st. Johans Baptisten tag, als er enthöbtet wart) urkundeten Philips HH.ti H w 1484. 27 von Mülnheim, Ritter, der Meister und der Eath zu Strasburg: „als Hans Burekart von Teckingen vmb sin clage vnd forderunge gegen Eehnbolt Schroten, vnserm burger, mit vrteil von dem geriht zu Vilingen für vns noch vnser stat friheit sage zu reht gewiset ist, das wir do für vns vnd alle die vnsem vnd besonder für Reimbolt Schroten trostunge geben haben vnd gebent die in krafft dis briefes dem egenanten Hans Burekarten vnd, wen er vngeuerlich mit im bringet zu dem rehten, by vns vnd wider von dannen in ir gewarsam oueh vngeuerlich." Perg. Or. mit Spuren des aussen aufgedrückten grünen Stadtsiegels. Donaueschingen. 1484, Mai 7. 42- Testament des Grafen Heinrich von Fürstenberg, des letzten der Wolfacher Linie. Wir Heinrich graue zue Fürstemberg, landtgraf in Bahre vnd herr zue Hausen im Kinzgerthal etc., bekhennen vnd thuen khundt offenbar mit disem brieff, daß wir vß rechter gewissen gar aigentlich bedacht vnd betracht habend, daß die kranckhait vnd das peinlich we des lybes offt vnd dickh die Vernunft der seelen souil beschweren vnd irren thuet, das der mensch nit allein das zeitlich sonder auch daß gaistlich vnd sich selbs nit als ordenlich richtet vnd versieht, als sich zue ewigem heil yn khünf- tigen zeiten wol gepürte. Wann aber ein jeglich testament vnd letster wille baß vnd vernünftiger fürgenomen werden mag, so Vernunft vnd gewissenhait in der seele ru- wend, dann so sie mit kranckhait vnd angstlicher not beladen werden, allein das wee des lybes zue betrachten, solliehs angesehen, vnd die weyl dann wir graff Heinrich obgemelt nit ehelicher lybs erben, sonder anderer parthigig gesipt, freundt vnd erben haben, die wir vß billicher notturft entschaiden by vnnserm leben, waß sich ir yeg- licher nach vnserm abgang von disem zit, den vnns gott der allmechtig in gnaden lang verhalten welle, vnderziehen vnd ime vnsers verlaßnen guets zuefallen solle, damit khünftige irrung vnder den bedachten vnsern freunden vnd erben, auch vnserer landtschafft nit entstände, so habend wir vß sollcher gemeinter fürsichtigkheit vnsern willen, Ordnung vnd testament herin bestimbt angezaigt vnd offenlich mit gueter vr- khundt erscheint, verschafft vnd gesetzt. Wir setzen, ordnen vnd vermachen auch mit rechter wissen in der aller bessten form, wüß vnd maus, wie das von recht vnd gewonhait crafft, macht vnd guty handtvestin soll vnd mag haben vnd gewinnen, nach vfsatzung der recht, geistlicher vnd weltlicher, jezt, in khünftigen zeiten vnd allwegen. Wir wellendt auch, daß sollich vnser Ordnung, gemächt vnd testament, wie die herin vnd in allen andern vnsern gemächtsbrieffen, so wir vormalen geben haben oder noch in khünftigen zeiten geben mechtend, von vnnsern freunden vnd erben, nemblichen den wolgepornen vnsern lieben vettern, graue Heinrichen von Zweyn- bruckh, herrn zu Bitsch etc., graue Heinrichen vnd graue Wolfen, gebrüedern zue 4 * ^^^^■1 • - gl! M ^^M ^^^H ^^^H ■ ^^^B wtm xSB&i &i7?lfj$£' ffätf iiff Vri wm 28 1484. Fürstenberg etc. vrid iren heryn vermainten erben also steet vnd vest gebalten wer- dent vnd dabi blibendt ohn all wegrang, nachdem der bedacht vriser vetter von Bitsch vnd vnsere veter seelig von Fürstemberg beide, grafl Conradt, der jezt gemelten ge- brüeder von Fürstemberg vatter, vnd graff Egen loblicher gedachtnus für sie vnd ir erben sollichs in hohem globen versprochen, zuegesagt vnd nach innhalt eins bewilli- gungsbrieff verschriben vnd versiglet haben. Vnd sonderlich so wellendt vnd ordnent wir jezt, wann wir die schuldt menschlicher natur bezahlt habendt vnd nit mehr in leben seind, daß der bedachten vnserer vetter noch irer erben dheiner in vnsere schloß Wolfach, Hausen vnd Haßlach ingelaussen, sonder die bedachten schloße von vnsern burgern vnd andern den vnsern bewaret vnd versichert werden, sie habend dann alle zuuor ahn vnd ir yeglicher besonder by handtgebenden trewen ahn aydts stat versprochen vff den vorgemelten verwilligungsbrieff, zum thayl von innen vnd iren vordem besiglet, alles, daß wir hierinn oder in allen andern vnsern gemächts vnd andern brieffen geordnet, vermacht vnd wie wir daß in allen artickheln, clausein vnd punc- ten angesehen, verschriben vnd versiglet habend, wahr, vest vnd ohnuerbrocbenlich zue haltendt vnd dawider nimer mehr zethondt noch schaffen gethon werden, gehengen noch gestatten, nach ir jedes vermegen vngeuarlich. Welcher aber vnder inen sollichs nit thuen vnd daby seiner, auch irer vordem zue sagenden verschreybung vnd bewilligung nicht bliben, sonder sich einicher widerung oder, wyter vorderung ge- prauchen wolt, das doch vorab by nichten besehenen soll, demselben sollend allethayl ohn all wegrung ahn vnserm verlaßnen guet Verzügen vnd die andern vnsers willens gevölgigen ym zuegeben noch volgen zue lassen nichts pfüchtig noch schuldig sein, vntz der bemelter widerwertig erb oder freundt auch huldet vnd nit, wie daruor gemeldet vnd in dem verwilgungsbrieff vns von inen vbergeben verbriefft versprochen vnd versiglet (sie). Vnd ist dißes vnser ordenung, testament vnd letster wille, wanne wir den vßgang von diser weit gethon haben, den vns got der almechtig nach sinen götlichen gnaden barmherziglich ankheren welle, das danne zuuor ahn dem benantenn vnserm lieben vettern, graue Hainrichen von Zweinbruckh vnd herrn zue Bitseh etc., vnd, obe er hiezwischen nach dem willen gots vor vns mit todt abgieng, sinen ehelichen sune, obe er ainichen nach todt verließ, vncl sust dheinem anderm seinem erben hundert guldin gelts mit sambt der haubtsum zweyen tausendt guldin vnd dem hoptbrieff, das bestymment, so wir habend vff der herrschafft Liechtemberg, vnd obe der selb brieff vff die zeit versezt wer, zu sinen handen lediglich geantwurt vnd ohn all entgältnuß werden zu vallen vnd gelangen sollen. Dann mehr hundert guldin gelts vff der statt Wüssenburg herrn von Bitsch vnd darzue zway tausent guldin haubtsum, die im vnsere vetter von Fürstemberg zuuor ab vß aller vnserer landt- 1484. 29 schaft im Kintzgerthal vnd im Schwaben vnd gemeinlich vsser vnd abe allen vnsern gülten vnd gefallen daselbs, wie wir die vnz her ingehabt vnd genossen haben, für vahrende haab vnd alle andere ahnvorderung, gerechtigkheit vnd zuesprnch geben vnd bezahlen, sonder so sollend die mehrbenempten vnsere vetter vnd vermeinten erben, herrn zue Fürstemberg, nach vnserm todt stilistahn vnd dhein geuelle, zinse, ränten, gülten noch genüesse, gar nichtzit vsgesündert, ahn vnd in den bedachten vnsern landt- schaften im Kinzgerthal vnd Schwaben, weder durch sich selbs, ire amptleuth noch jhemandts anders innemen noch messen, sonder schaffen in allen vnsern stetten vnd enden, daß die bemelten geuelle mit vrkhundt in getrewer Schaffner hand vnd gewalt von inen vnd den vnsern besetzt, zuesomen geleit vnd die vnsern herumb ohne iren sondern gunst vnd gueten willen nicht genöt, gedrungen noch geschetzt werden, so lang biß daß dem benanten vnserm lieben vettern, graff Heinrichen von Bitsch etc. der hoptbrieff vmb die hundert gülden gelts vff der herrschafft Liechtemberg, ob der allßdann versetzt wer, ledig zue sinen handen, mit sambt der zwey tausendt gülden haubtsum vnd alle andere vnsere vnuersetzten schulden, so wir ohngeuahrlich nach todt verlassen, vergnügt, vßgericht vnd bezahlt werden. Vnd wann daß alles besehenen vnd vollendet, wie obgeschriben ist, so megendt dann die bedachten vnsere vetter vnd fremde, herrn zue Fürstemberg, ahnstan, nutzen vnd niessen, wie hernach gemeldet, vnd damit soll der bedacht vnser vetter von Bitsch fürter ahn alles ander vnser verlassen guet, ligendts vnd vahrendts, gar nichtzit vßgenomens, elhein ansprach noch forderung haben, sonder damit gantz vnd gar aller sachen halb vßgewüsen vnd vergnügt, auch aller schulden, so wir nach todt verlassen, gantz vnd gar ledig vnd die zue bezahlen ohnuerbunden sin ohn alle geuerdt. Darnach sol vnßerm freundtlichen lieben vettern, graue Wolfen zue Fürstemberg etc., das vberig vnser verlassen guet im Küntzigerthall vnd im Schwaben allessambt, statt, schloß, dörfer, theller, höfe, wie die alle namen haben, lehen, eigen, pfandtschaften, mit allen gefallen, herrhehhaiten, gülten vnd zuegehörden, mit sambt aller anderer vnnser vahrenden hab vnd haußrath, pferdt, büchsen , armbrost, harnasch, silbrin, zünn, messin vnd erin geschirre, beth vnd bethgewandt, gellt, gelltzwert vnd gemeinlich alles, das in vnsern schlössen vnd heüsern im Kintzgerthall, in vnserm schloß zue Pforren, wa das ahn allen enden nach vnserm abschid funden wurt, benemptz vnd vnbenemptz, es seye ligendts oder vahrendts, gentzlich nichtzit vsgesündertz noch hindan gestältz, allein des vsgenomen, daß wir vnd vnsere vordem vormahln daruß verschriben, versetzt, verbriefft, vergeben vnd verordnet haben, oder fürohin verschriben, vergeben vnd verordnen möchtend, es wehre gegen herrn, stetten, edlen, vnedlen, kürchen, priesterschaften oder vnsern ledigen kinden, irer mueter, vnsern knechten, oder gegen wem wir wellendt, das alles soll auch in H 1 Hg| ^■1 HÜ ■f ■ ■i ra; Jjfrjjsja^jaicca 30 1484. gautzen crefften steet vncl vnuerbrochenlich bliben mit sambt die büchsen, so wir vnsern burgern vncl lieben getrewen zue Wolfach, Husen vncl Haßlach geben haben, sollendt auch bei iren schlössen verbliben, vngeuahrlich. Doch allso wellend wir vncl ist auch vnser will, meinung vnd ordenung: obe vns die bedachten vnsere vetter, graff Heinrich vnd graff Wolf, gebrüeder zue Fürstemberg, beide vberlebend, so soll der bemelt vnnser lieber vetter, graff Wolf, seinem brueder, graff Heinrichen, irs vatters, graf Conradts, vnnsers lieben vetters seeligen loblicher gedächtnus landtschafft in der Bahr vnd vff dem Waldt mit aller gerechtigkheit, gewaltsami vnd eigenschafft, wie ir vatter seelig die inngehaben, herbracht vncl genossen hat, mit sambt der vahren- den haab, nichtzit vsgesündertz, vngeuahrlich, lediglich zue seinen handen vnd rechter eigenschafft nach lassen vnd er sich vnser landtschafft vnd anders des vnsern, wie obbegriffen steet, vnderziehen, das im auch mit rechter eigenschafft zue fallen volgen, gelangen vnd werden soll ohngeferdt. Doch so sollendt sie beide irs vatters seeligen vnd vnsere rechte, redliche, ordenliche vnd järliche besetzten gülten im Kintzigerthall vnd im Schwaben gegen ainander verglichen, das eim allso vil alls dem andern an denselben stetten besetzten gülten zue vall werd vnd gelang ohn all geuerd, mit soll- chem entschaidt, daß vnnser vetter, graff Wolf voruß die gülten vnd geuälle im Kintzigerthall zue seinen handen ziehen vnd seinem brueder, vnserm vetter, graue Heinrichen von vnsern verlaßnen besetzten gülten in der Bahr etwaß nachlassen soll, obe sich anders erfunde, daß sich die bedachten besetzten gülten beider herrschafften gegen ainander nit verglichen mechtend, damit dieselben gülten inen beiden glich getheilt vncl zue Valien werdend, doch andere zue vallende geleß vnd geuelle, es seyen zolle, zehenden, vnrecht a ) (sie) dienste, frefeln vnd dergleichen vnbesetzt gült vnd zuefahl sollend herin vnbegriffen, sonder jedwederm in seiner landtschafft zue vorbehalten sin ohn all geuerde'). Die bedachten vnsere lieben vetter von Fürstemberg sollend auch die ober- herrlichhait vnd die hochen gericht in der Bahre ingemainschafft niessen, wie wir vnd vnsere vetter seelige die vntzher ingehaben vnd genossen hand, oder obe sie die von ein ander theylen wellend, megend sie auch thuen. Doch so wellend wir, das vnnser lieber vetter, graff Wolf von Fürstemberg, oder sine eheliche lybs erben, die mann sind oder mann werdend, so dann zue jeden zeiten die landtschafft Kintzgerthall in- haben werdend, die lehen vnd pfruenden so dickh, daß zu vählen khornpt vnd ledig werdend, lyhen sollend vncl mögend, wie dann daß von alter her ahn vns khomen ist, vngehindert von dem andern. Gieng aber der bedacht graff Wolf, vnser lieber vetter, ohn eheliche sune mit toclt ab, das im got in gnaden verhalten welle, so soll sollich vnser verlassen landt, leüth vncl gueth im zue geordnet, vnserm lieben vetter, graue Heinrichen, seinem bruder, vnnd nach sinem abgang sinen eehlichen sünen zue 1484. 31 vallen, werden vnd gelangen, doch mit dem entschaidt, ob eheliche töchtern da weren von vnserm vetter graff Wolfen geboren, die sollendt doch ehrlichen nach sollichem herkhomen der graffschafft Fürstemberg begabt vnd vsgewüsen werden, es wer zur weit oder in clöster. ohn all geuerdte. Obe aber graff Heinrich, vnser lieber vetter, darnach auch abgieng ohn eheliche sune von seinem leib geboren, so soll dann sollich vnser gut, landt vnd leuth allweg der bedachten zweyer brüeder vnd irer negsten ge- sybten erben, vom stamen Fürstemberg geboren, gedyhen, werden vnd gelangen ohn all geuerdt. Fürter ist mehr vnser gantzer will vnd besatzung, daß der bemelt vnser haußrath, so wir nach todt verlassendt vnd nicht vorhin vergebendt, verordnet vnd vermacht habendt, es sey silberin, zünn, messin vnd erin geschirr, beth vnd bethge- wandt mit aller zuegehördt, darzue büchsen, hämisch vnd armprost, was im Kintzger- thal runden wurt, ahn vnd bi der graffschafft auch im Kintzgerthal bliben vnd von dheinem vnserm nachkhomen zue vnnutz vergeben, verkhaufft, noch verordnet, auch nit verwidmet werden soll ohn all geuerdt. Doch so behalten wir graff Heinrich zue Fürstemberg vns selbs in disen obbestimbten gemachten vnd testamente zuuor, all vnd die weyl wir in leben, süech oder gesundt syen, vß biß in vnser ende sollich vnser guet alles oder jedes besonder zue gebrauchen, vergeben auch zue vnser not- turft zuuerkhauffen, wane, wie vnd wahin wir wellendt vnd vns zu allen zeiten fuglich vnd eben ist, auch sollich vnser testament, Ordnung vnd gemächt den bedachten vnsern vermeinten erben vnd freunden, allen oder jedem besonder, ze endern, ze mehren, ze mündern oder gantz ab zue rüeffen, sonder damit ze handlendt, ze tondt vnd zelas- sendt nach allem vnserm willen, vnd besonder, obe wir hienach herin etwaß enderung thetend mit sondern brieffen oder worten, doch mit gueter khundtschafft vergebendt, verordnendt oder verschuffendt, das alles soll gantz crafft vnd macht haben in aller maß, als obe der jedes von worten zue worten herin sonderlich verschriben wer. Wir wellend auch, daß die ersamen, fromen, vnsere burger vnd lieben getrewen der dreyer statt Wolfach, Husen vnd Haßlach, auch alle andere die vnsern in dörfern, thellern vnd vff dem landt mit sambt vnsern burgern vorgemelt einmüetiglich die obbestimbten vnsere vetter, obe sie sich gegen sollchen vnsern gemachten sperren, widerwertig machen vnd herin tragen woltendt, nach irem vermögende darzue haltendt, daß sie dem nachkhomendt, daß wir allso herin geordnet vnd deß sie sich vnd ire vordem gegen vnns verbriefft, verschriben vnd versiglet habend, vnd den gehorsamen erben vnd freunden huldung vnd bystandt tugen wider die vngehorsamen widerpartigen erben vnd freunden, alls fromen lüthen zimbt. Vnd nach dem die billichhait vnd sich zue ordenlicher notturft zue jeden zeiten gepüren würdt, deß sollend in allen puncten vnd articeln, herin vergriffen, all arglist vnd geuerde sin vnd bliben vermitten vnd vß- 32 1484. iäSSS*' lPF$* HS» RS» HhhRhs 11111 WiSii i' ■ m Häl. HÜ ■! geschlossen. Deß zu wahrem, vestem vrkhunde, steeter, vester, öwiger sicherhait, so habend wir graff Heinrich zue Fürstemberg etc. vnser aigen insigel wissentlich gethon henckhen ahn disen brieff, vnd darzue mit fleiß ernstlich gebeten vnd erbetten den er würdigen gaistlichen herrn Georgen, abbt des gotshauß zue Sanct Georgen vff dem Schwartzwaldt, vnsern besondern lieben herrn, daß er sein abbtei insigel zue dem vnsern heran disen brieff hat gethon henckhen, vns damit aller obgeschribnen sachen, gemachten vnd testamenten zebezügen. Vnd wir Georg, von gotts gnaden abbt vor- gemelt, bekhennendt solliche besiglung durch ernstlicher pit willen deß bedachten vnsers gnedigen herrn graue Hainrichs obgemelt gethon haben, doch vnß vnd vnserm gotzhauß in allweg vnuergriffen. Der geben ist am freytag vor dem sontag, als man singt in der hayligen kürchen Jubilate, als man zalt von der gepurth Christi vnsers lieben herrn tausendt vierhundert achtzig vnnd vier jähr. Copie v. c. 1600. Donaueschingen. a) Etwa verschrieben für: vngelt. * 1) Ein Urbar v. 1484, Mai 10. (mendag nach dem sonntag Jubilate) beschreibt die Güter und Einkünfte der Grafen Hainrich und Wolfgang im einzelnen, wie dieselben in Beisein der Amtleute verzeichnet und bei ihren Eiden gerechtfertigt und erfragt wurden. Pap. Or. Donaueschingen. Daselbst auch ein Ver- zeichniss der Güten und Zinsen des Grafen Heinrich (VI.) zu Fürstenberg in Bare und auf dem obem Swartz- wald, erneuert 1479 zu Ostern. Perg. Or. Bruchstück. Ferner eine ähnliche Beschreibung des Grafen Hainrich zu Furstenberg des älteren v. 1488. Perg. Or. und ein Verzeichniss der Einnahmen C asper Nesers aus der ganzen Grafschaft Fürstemberg von wegen seines gnädigen Herrn Grafen Wolfgang, angefangen vff Jeory (April 23.) im 1508. jare. Pap. Or. 1484, Mai 13. (Rottioeil). ä&.Anna, Witwe des Grafen Eberhard zu Sonnenberg, geb. Gräfin von Fürstenberg, verzichtet gegenüber ihren Brüdern, den Grafen Heinrich und Wolf gang zu Fürstenberg, und deren Erben auf ihr elterliches Erbe. • Wir • graue Johanns von Sultz, hofrichter von des allerdurchlewchtigisten fursten vnd herren, herren Friderichs, romischen kaisers, zu allen tzeiten merer des e reichs, zu Hungern, II Dalmacien, Croacien etc. künig, hertzogs zu Osterreich vnd zu Steyr etc., vnsers allergnadigisten herren gewalte an siner statt vff sinem houe zu Rotwil, bekennen offenlich mit dem brief vnd II thuen kundt allermenclichem, das wir zu gericht gesessen sind vff dem houe zu Rotwil an der offenn fryen kaiserlichen Strasse vff disen tag, als dirre brief geben ist, vnd stund vor vns vff demselben houe die 1484. 33 wolgeborn frow Endlin, gräuin von Sunnenberg, geporn von Fürstenberg, des wolge- bornen graue Eberhart, grauen zu Sunnenbergs säligen verlassne wittwe x ), vnd stund by ir der wolgeborn Hainrich graue zu Fürstemberg, landtgraue in Bare etc. der jung, ir brüder, an statt sin selbs vnd des wolgebornen Wolfen grauen zu Fürstemberg vnd landtgraue in Bare, sines brüders, des vollen gewalt er hett. Vnd die genant frow Endlin, greuin von Sunnenberg, geborn von Fürstemberg, wittwe, nam zu vogt den wolgebornen Hainrichen grauen zu Lupfen; vnd clo si den zu uogt genam vor vuns mit vrtail, als recht ist, vncl als vff dem houe zu Rotwil ertailt ward, das es beschehen, als recht were, da stünnd si dar mit dem gemeldten irem vogt, gesund ires lybs, vernüfftig (sie) der sinne, mit wolbedachtem mute, frylich vnd vnbetzwungenlich. vnd sprach also, wie das si sich gegen den genannten graue Hainrichen vnd graue Wolfen grauen zu Fürstemberg, iren lieben brüdern, vertzeihen vncl begeben wölte alles ires vätterlichen, müterlichen, vetterlichen vnd brüderlichen erbs vncl güts, es wäre an grafschaften, herschaften, schlössen, stetten, merekten, dorfern, wylern, höuen, zehenden, leiten, guten, zynsen, gülten, wygern, pfanndtschaften, lehen, aigen vnd allen anndern gutem, ligennden vnd varennden, wie die alle genant, gehaissen oder geschaffen weren, nützit vßgenommen noch hindan gesetzt, was dann vätterlich, muterlich, vet- terlich vncl brüderlich erb hiesse vnd weri, biß an ainen schlechten ledigen anfal, yetzo vnd fürohin in künftig tzeit, also, ob sach were, das der stamm vnd nam Fürstemberg menlicher personell ganntz abstürbe, das ir dann ir recht zu sölichem erpfal behalten sin sölte. Tett vncl volfürt auch das vor vns mit vrtail, als recht ist, also, das die egenannten graue Hainrich vncl graue Wolf, ire brüder, vnd alle ir erben sölich ir vätterlich, muterlich, vetterlich vncl brüderlich erb, wie dann das alles vor- gemeldt vnd vätterlich, mütterlich, vetterlich vnd brüderlich erb haisset vnd ist, gar nützit vßgenommen noch hindan gesetzt, nun fürbaßhin immermer innhaben, erben, nützen, messen, besetzen, entsetzen vncl damit tun vncl lassen sollen vnd mögen als mit irem gute, wie vnd was sie wollen vnd in fagelich ist, öne ir, irer erben vncl menclichs von iren wegen irrung, eintrag vnd hinndernuß. Sich hat auch frow Enndlin gräuin von Sunnenberg, geporn von Fürstemberg, wittwe vorgemeldt, für sich vnd ire erben gegen den genanten iren brüdern, graue Hainrichen vnd graue Wolfen von Fürstemberg, vnd iren erben des vorbeschriben irs vätterlichen, müterlichen, vetter- lichen vncl brüderlichen erbs vnd gutes, wie das genannt, gehaissen, geschaffen vnd wä das gelegen ist, vertzigen vnd begeben vncl damit aller ansprach, widervordrung, aller hilf, alles schirms, aller gericht vnd recht, gaistlicher vnd weltlicher, aller fry- hait vnd gnaden vnd besonnder der geschriben rechten Veliani vnd diui Adriani, auch des gemainen rechten, das da spricht: „gemaine vertzeihung verfahe im rechten nit, iv. 5 H ■ ■ ■■. ■ ■■■■■■■■■■I sHkSrST • $&} litt, Ulm .. RH ■ 3HmH wSsSPSsrs • itf-TK^äS*? I ■"'■■■'■''-.'."'' : . ■ mttm\ wRrt iwwf, 1 g%Pljpj 34 1484. ain sonnderbare gang evor", des si genügsam vncl recht ist, vnd mit namen alles des, damit si, ir erben oder yemands von iren wegen wider diß redlich vffgeben vncl ver- tzeihen tun könden oder mochten oder das dehains wegs irren, wennden oder bekren- cken möchten in dehain wyse, dann ir der wolgeborn Cunrat graue zu Furstemberg, lanndtgraue im Bare etc., ir lieber vatter säliger, darumb vnd darfür getan hette, des si wolbenügte vnd solichem vertzignem erbtail gemäß were. Es tett auch frow End- lin, greuin von Sunnenberg, geborn von Furstemberg, wittwe, vorgemeldt, diß vorge- schriben vffgeben vnd vertzeihen zu den zyten, do si das wol tun mocht, mit bannd vnd mit munde vnd auch mit vnnser vnd ires vorgenannten vogtz hande in des mer- bemeldten graue Hainrichs von Fürstembergs, ires brüders, hande an statt vnd in namen sin selbs vnd graue Wolfen, sines bruders, vncl ir erben vor vnns mit vrtail, wie recht ist vnd als vff dem houe zu Rotwil ertailt ward, das es besehenen, als recht were, vnd als das yetzo vnd auch hienach in künftig tzeit vor allen lüten, richtern vncl gerichten, gaistlichen vnd weltlichen, an allen stetten vncl ennden vnd zu allen tagen gut craft vnd macht hat, haben sol vnd mag, öne menclichs widersprechen , irrung, eintrag vnd hinndernüß. Hierumb zu offem vrkund so ist des hof- gerichtz zu Rotwil insigel mit vrtail offennlich gehenckt an disen brief. So bekenn ich egemeldter Hainrich graue zu Lupfen etc., das ich der bedächten frow Endlin, greuin von Sunnenberg, geborn von Furstemberg, wittwen, miner lieben mumen, mit vrtail zu vogt gegeben, vnd das si alle vorgeschoben sachen mit minem gunst, wissen vnd willen getan hat; darumb so hab ich min insigel in vogtzweise mir vnd minen erben öne schaden auch tun hencken an disen brief, der geben ist vff dornsta vor dem sontag, daran man in der heiligen kirchen singet Cantate, nach Cristi gepurt viertzehenhundert achtzig vncl vier järe. Die Siegel des Hofgerichtes zu Eottweil (wie oben) und des Grafen Heinrich zu Lupfen (roth in ungefärbter Schüssel; Schild und Kleinod wie oben; . Jjaxitrici. cmtnrtB. iie. lopfra. iantQtavvj. in,.........). Perg. Or. Donauescbingen. 1) Ihr Gemahl Graf Eberhard zu Sonnenberg soll nach Matthäus v. Pappenheim, Chronik der Truchsessen von Waldburg (1777, S. 142) 1483, April 22. (Zinstag vor Georgii) zu Innsbruck an der Pestilenz gestorben sein. Da aber Gräfin Anna, 1467 geboren, nach derselben Quelle aus dieser kurzen Ehe zwei Kinder hatte, niuss man zweifeln, ob Eberhards Tod schon 1483 erfolgte. — Dr. Baumann besichtigte 1875 im Chor der Benediktinerkirche Isny, auf der Epistelseite des Hochaltars, einen, wie beisteht, angeordneten alten Wappenstein, der sich u. a. wohl auf Grafen Eberhard von Sonnenberg und dessen Gemahlin Anna, geborene Gräfin von Eürstenberg bezieht und dieselben als Wohlthäter des Veringen Sonnenberg (quadrirt) 3 Löwen (Truchsessenamt Schwaben) Fürstenberg 3 Löwen. Wmm 1484. 35 Klosters verewigen soll. Dafür spricht wenigstens die Verbindung ihrer Wappen mit dem der Grafen von Veringen, der Stifter der Abtei Isny. 1484, Mai 31. 44. Sigmund und Johanns, Gebrüder, Grafen zu Lupfen , Landgrafen zu Stulingen und Herren zu Hewen und Landtspurgk, geben dem wohlgeborenen Hainrich Grafen zu Fürstemberg, Landgrafen in Bare, dem Jüngern, ihrem lieben Vetter, einen Schadlosbrief dafür, dass er ihr Bürge ward um 8000 fl. Heimsteuer und Widerlegung gegen die wohlgeborene Fräulein Helenen von Rapoltzstain, ihres „elichen, lieben süns", Grafen Hainrichs von Lupfen Gemahlin. Geben an mentag nach st. Vrbanüs tag 1484 '). Die Siegel der Aussteller fehlen. Perg. Or. Donauescliingen. B. 1) 1485, Febr. 21. (mentag nach st. Valentinus tag) geben dieselben dem nämlichen als Bürgen um 1150 fl. rh. Hauptgut und 577a fl. jährlich auf Lichtmess fälligen Zins hieraus gegen die festen Wilhelm und Hans von Nünegk, Gebrüder, und deren Erben, einen Schadlosbrief. Die Siegel der Aussteller fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1484, Juni 4. 45. Heinrich der ältere und Hainrich und Wolfgang, Gebrüder, die jüngeren, alle Grafen zu Furstenberg, Landgrafen in Bare, schreiben dem wohlgeborenen Oswald Grafen zu Tierstain, Herrn zu Pfeffingen, oberstem Hauptmann und Landvogt etc., ihrem freundlichen lieben Vetter: sie wundern sich über das „hitzige anbringen", das e Hanns Voyt, Obervogt zu Tryberg, ihm und anderen Käthen der Herrschaft Osterrich wegen des im Borbach begangenen Todschlags gethan; die Oberkeit der hohen Gericht im Rorbach sei „lenger, dann dhain mensch verdeneken mag", fürstenbergiscb; „im tal Rorbach hat die oberkait den beschaid: was sich yensit dem bechlin gen Tryberg werds begit, berechtiget vnser gnediger herr von Osterrich etc., vnd wir von Fürstenberg an dirr syt gegen vns" ; der letzte Todschlag aber habe sich ebenso wie ein vor zwei oder drei Jahren begangener auf fürstenbergiseher Seite begeben. Geben an fritag vor Pfingstag anno 84. Pap. Concept. Donaueschingen. 5* I , |H <•■ i i~\ i ■•«.'■ .! ■ HH Isis»! &m ■■■■ HB gg ■ §1 s ^' I ' ■ H ■ I ! 1 ■ ül ' ■ ■■■■■■',.■ 3G 1484. Mi mm 1484, Juni 21. 46. Schiedsrichterlicher Austrag des Streites über die Hinterlassenschaft des Grafen Egen zu Fürstenberg zwischen dessen Neffen, den Grafen Heinrich und Wolfgang zu Fürstenberg, und dessen Schivager, dem edeln Herrn Trutprecht zu Staufen. Ze wissen der spenn vnd irrung halb , so zwüschent den wolgepornen herren, graue Hainrich vnd graue Wolfen. gebruderen, grauen zu II Fürstemberg vnd lant- grauen in Bare etc., vnd dem edeln herrn Trutprechten, lierre zu Stouffen, des erbvalls vnd verlassen gutes, so II der wolgeborn herre, graue Egen, graue a ) zu Fürstemberg etc., seliger gedechtnüß, hinder ime verlassen haut, darzii baid tail vermainent gerechtikait zu haben als vetter vnd sweger, wann sy sölicher ir spenn vnd irrung zu baider sitt sich für die edel vnd strengen hern Conraten von Schellemberg, herr Thiebolten von Habsperg vnd herr Dietrich von Blümnegk, alle drie ritter, vnd für die edel vnd vesten Asimus zum Wiger vnd Hanns Hainrichen von Baden gütlich veraint vnd tag- satzung gein Hüfingen gethon, vff solich bitt an vns gethon, ir spenn vnd irrung an- zenemmen, wir söliehs angenommen vnd sy durch ir baider willen vnd wissen in nach- uolgender forme gütlich vnd früntlich veraint vnd vertragen haben, vnd vns zu baider sitt, dem also nachzekommen gloplich zugesagt haben, dem also ze geleben, wie hernach gar klerlich begriffen staut, vnd dem getrüwlich vnd on alles mitel, weygerung, intrag vnd generde nachzekommen. Dem ist also, das die wolgepornen herren, graue Hainrich vnd graue Wolf, gebruder, grauen zu Fürstemberg etc. dem obgenanten hern Truchprechten (sie), herre zu Stouffen, für solich sin anvordrang vnd erbvalls halb sins swagers seligen verlassen gut für solich sin ansprach ime vnd sinen erben vnd nachkommen fünfzehenhundert guter Riniseher guldin hoptgütz vnd sübentzig vnd fünf Rinisch guldin jarlich zinses darvon ze geben vnd der zinß der sübentzig vnd fünf Riniseher guldin järlich zinß zerlegt werden sol, vnd das die obgenannten herren von Fürstemberg etc. dem obgenannten herr Trutprechten, herre zu Stouffen, ime vnd sinen erben, vff dise nachgeschriben ziler järlich vff sanet Waltpurgen den Maytag drissig vnd achtendhalben guter Riniseher guldin zinses vnd darnach drissig vnd achtenhalben guldin vff sant Martins des hailigen bischoffs tag, vnd sy sich nach notdurft gegen dem egenannten herr Trutprechten, herr zu Stouffen, sinen erben vnd nachkommen, des obgenanten hoptgütz vnd zinses nach aller notdurft zu uerschriben mit den vnder- pfanden der teler, wie dann die selbig verschribang b ) hinhalten wirdet, gnügsamklich versehen, vnd das der genant herr Trutprecht, herr zu Stouffen, vnd sine erben des genanten herren graue Egens seliger gedechtnüß siner verlassen schulde, die er hinder 1484. 37 ime verlaußen haut, furter vnangelangt blibeu zu lassen vnd die selbig schuld die obgenanten herren von Fürstemberg vßzerichten c ) vnd pflichtig zu geben schuldig sin sollen, ouch die Verschiebung der obgenanten baider herren von Fürstemberg des obgenanten hoptgütz vnd der obgenanten zinß, wie obstaut, hinhalten wirdet, zu der hoptsomme drie losungen zu gestatten vnd jetlich losnng mit fünfhundert gnldin, zu welcher zite ime jar sy wellen, es sie vber kurtz oder vber lang, mit sampt den ergangen zinsen fürderlich vnd gnügsamklich vffzerichten, wann sy sölichs vns als teydingsliite zii gesagt haben, dem also on alles mittel nachzekommen. Vnd vff sol- lichs wir angesehen haben, dwile sölich früntschafft merglich da vnd sich in frünt- schafft witer, ob gott wil, langzitt ze beliben, so haben wir obgenanten teydingsliite vnser ernstlichen vlis herinne ankert vnd jetwederm tail ain abschaid gegeben, glich von wort ze wort lutent, vnd des zu warem vrknnde haben wir obgenanten teydingsliite vnser aigne insigel an disen abschaide gehenckt, doch vns vnd vnsern erben vnd nachkommen in alle wege on schaden, der geben ist vff mentag vor sanct Johanns Baptisten tag Sönnwendi nach Cristus gepurt jarzale vierzehenhunder (sie) achtzig vnd vier jare. Die Siegel: 1. Herrn Conrats von Schelle mberg (Schild mit 2 breiten Querbalken, Helm mit wehender Decke, Kleinod 2 Jagdhörner; Umschrift abgeschliffen). 2. Herrn Thiebolten von Habsperg (durch 1 breiten Querbalken getheilter Schild, Helm mit wehender Decke, Kleinod 2 Büffelhörner; . . \zboL vo. ........). 3. Herrn Dietrichs von Blumnegk (im Schild 2 schmale und 1 breiter Querbalken, in den Zwischenräumen Feh; Helm mit wehender Decke, Kleinod Bischofsmütze; Umschrift abgeschliffen). 4. des Asimus zum Wiger (getheilter Schild; Helm mit 4 Federbüschen, 2 neben, 2 über einander; Umschrift abgeschliffen). 5. des Hanns Hain rieh von Baden (Schild geschacht; auf dem Helm mit wehender Decke 2 Flüge; Umschrift abgeschliffen). Perg. Or. Donaueschingen. a) Or.: grauin. b) Or.: verschibung. c) Or.: vsserichten. 1484, Äug. 23. 47. In der Vereinigung der Grafen, Herren, Ritter und Knechte der Gesellschaft vom Fisch, die man nennt „Sewer", und der Gesellschaft zum Falken, die man nennt „Schnaitholzer", befinden sich: Hainrich Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bare, der ältere; Hainrich Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bare, der jüngere; Wolf Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bare. Geben vf mentag st. Bartholome abent 1484. Copie des 17. Jahrhdts. Donaueschingen. Ein vollständiger Abdruck der Urk. bei Burgermeister, Codex diplomaticus equestris, Ulm 1721, T. I, p. 59—70. ■H I i\ ■ ■ 38 1485. 1485, Jan. 6. Innsbruck. ml HS1 48. Graf Hainrich von Fürstenberg der jüngere bekennt, dass ihn Erzherzog Sigmund zu Österreich unter Zusicherung eines jährlichen Soldes von 200 Gulden rhein. oder so viel Münze dafür, als je der Gulden gilt, auf Widerruf als Rath aufgenommen hat, gelobt seiner Gnaden von Haus aus mit Knechten und Pferden wohlgerüstet zu warten und zu dienen, sich auch in seiner Gnaden Geschäften auf dessen oder seiner Hauptleute Erfordern wider männiglich, niemanden ausgenommen, brauchen zu lassen, seiner Gnaden Frommen zu fördern, Schacleu zu wenden und Geheimnisse bis in den Tod zu verschweigen. Mit Futter und Mahl soll er gehalten werden wie die andern Käthe, redlicher Schaden im Feld gegen den Feind soll ihm ersetzt werden. Zeugen der Bitte um das Siegel: die edlen, strengen und festen, Herr Lorentz Wyrsung, Ritter, Marschalk, Sigmund von Neydegk zu Eberhartzeil und Vigili Gnewß, Pfleger zu Hertemberg. Besehenen zu Insprugg an phintztag nach st. Thomas tag von Kanndelberg anno 85 *). Das aufgedrückte) Siegel des edlen Herrn Jacob von Spawr, Herrn zu Hohenegk, Erbschenken der Grafschaft Tirol. Pap. Or. Innsbruck. 1) 1486, Febr. 11. stellt Hainrich Graf zu Fürstenberg dem Erzherzog Sigmund zu Oesterreich, nachdem ihn derselbe von neuem auf die nächsten 6 Jahre mit einem Jahressold von 200 Gulden zu seinem Bath und Diener aufgenommen, einen Dienstrevers aus. Siegelzeugen: der gestrenge und wolgelehrte Victor von Thunn, Hauptmann an der Etsch, Bitter, und Doctor Arestotiles Lewenbeckh. Besehehen zu Hall im Intal an sambstag vor suntag Inuocauit anno etc. 86. Das aufgedrückte Siegel des Grafen Gaudentz von Matsch, Vetters des Ausstellers. Pap. Or. Innsbruck. — Ein Eintrag in den Bepertorien (16. Jahrhdt.) des sogenannten Schatzarchives in Innsbruck, t. II, p. 1382, verzeichnet auch: 1486. Quittung auf Erzherzog Sigmund von Graf Heinrich von Fürstenberg um 100 fl. an seinem Sold. Die Zimmerische Chronik (ed. Barack, 1, 487) nennt den Grafen Heinrich zum selben Jahre als tirolischen Kanzler am Hofe Herzog Sigmunds anwesend. Ein Verzeichniss aus dem k. k. geh. Haus-, Hof- und Staatsarchive in Wien, (Archiv f. Österreich. Geschichte, LI, S. 440) enthält unter 1486: Heinrich Graf von Fürstenberg hat 200 fl. Provision aus der landesfürstlichen (österreichischen) Kammer. 1485, Febr. 12. 49. Schuldheiss, Rath und Gemeinde von Wolf ach stiften aus Dank für die vom Grafen Heinrich zu Fürstenberg ihnen gemachten Vermächtnisse einen Jahrtag für diesen. Wir Schultheis, rätt vnd gantze gemeynde der statt zu Wolfach bekennend vnd 1485. 39 tond kund offenbar mit disem brief für vns vnd all vnser nachkommen, II ynnwoner vnd besitzer der vorgenempten statt: als vns der wolgeporen herre, herr Heinrich graue zu Fürstenberg, landtgraff in Bare vnd herr zu Husen fl im Kintzigental etc., vnser gar gnediger vnd getrüwer herr, vns als siner gnaden armenlüte vß milter güty, gnad vnd getrüwer lieb, so er vns allweg gar gnedigclich bewysen, die besonder gnad vnd trüw geton, das er vns testanientiert, vermacht vnd zu rechtem eigen zu einein valete, letz vnd abscheidt nach disem zit geben vnd zugeordnet bat stellgelt, mesßgelt, banckzinß, die fronwage vnd die halben hofstatzinß '), doch vnabgebrochen der gerechtigkeit, herlicheit vnd gewaltsamy grunds vnd bodems, so sin gnad vnd siner gnaden erben zu Wolfach habend der bedachten hoffstatzins halb, sust in allweg, wyß, form vnd mauß, wie das sin gnad, die der almechtig gott in gnaden by vns in guter vermögende, langwyrig vnd erlichem regiment vorhüten wolle, vntzhar vnd ouch sin alt vordem, vnsere gar gnedigen herren von Fürstenberg alhie zu Wolfach inngehaben, genutzet, genossen vnd harbracht haben, alles nach hinhält siner gnaden löblichen brieff, so sin gnad vns darüber gar gnedigclich vnd willkürlich geben hat, hinhält (sie). Vmb sollich gnad, hohe vnd bewyßte trüw vnd lieben des vorgedachten vnsers gnedigen herren so sollend vnd wollend wir, globend vnd versprechend, das by vnsern waren trüwen vnd dem höchsten glouben, als arnihit irem getrüwen natürlichen herren für vns vnd für vnser nachkommen zu ewigen ziten nach vnserm vermögende nymnier mer keinen doppel 2 ) vnd spilplatz zu duldend, zu haltend noch haben zu laussend, wie dann solliche siner gnaden meynung in dem vernielten brieff geweßt ist, vnd dartzu nu fürohin alle jär järlich vff zinstag nach dem sontag Judica in der Vasten des bedachten vnsers gar gnedigen vnd getrüwen herren jartzit zu begand zu vnser pfarrkirchen zu Wolfach in sollicher maussen, das wir sollend vnd wollend zu ewigen tagen bestellen ein löblich verdeckt bar vff siner gnaden grab, wie das sollichen herren löblich, erlich vnd gewonlich ist, die selben bar am mentag nach dem sontag Judica zu obende schon vnd löblich vffmachen vnd dartzü järlichs zwölf halppfündig kertzen von nüwem machen, dem almechtigen gott, siner hochgelopten würdigen muter Marie vnd allem himmelschen here zu lob vnd eren, ouch der sele vnsers gnedigen heren, siner vordem vnd nachkomen zu trost, hilf vnd heil brennen vnd vffstecken laussen vnd nach dem selben mit der würdigen priesterschafft zu Wolfach desselben obendes ein löbliche selvesper mit guter andacht singen vnd daruff mit dryvaltiger belütung das grab vnsers gar gnedigen herren mit dryen responsorien vnd also mengem psalmen Miserere mit collecten dartzü dienende visitiern vnd vbergon laussen, deßglichen morn- des zinstag, als obstet, mit zwölf priestern vnd nit mynder die vigily löblichen mit guter andacht demütigclich vnd gar bescheidenlich, daruff drü gesungne löbliche göt- - III - it. I ' HÜ ■^H asmammmUBmKm -- ■::'-.,; j ■' ~ 40 1485. IIa liehe ämptere ze volbringen bestellen, nernmlichen das erste von allen gloibigen vnd sonderlich für vnsers gar gnedigen herren, siner gnaden vordem vnd nachkommen seien heile willen, das ander von der gnadrichen, loblichen, würdigen zit desselben tags in der Vasten, das dritte ampt von der aller erent. . isten a ) vnd hochgeloptosten jnngfrowen vnd muter Marien, das sie barmhertzigelich gerüch ein getrüwe nütlerin ze sind zwüschen dem almechtigen gott, irem lieben sun Jhesu Criste vnd vnsers gnedigen herren siner vordem vnd nachkommen seien, die anderen priester alle ir messen andechtigelich lesen. Darnach man aber das grab vnsers gnedigen herren, wie obstat^ dryfaltigclichen beldten vnd besingen vnd clartzü yedem priester, so daby vnd bestellt ist, mitsampt dem Schulmeister vnd mesner einen Schilling pfenning, dartzü armen- lüten vmb brot zwen Schilling pfenning von vns geben vnd betzalt werden vnd sollend, zu. sollichem jartzit ein yeder Schultheiß mitsampt den zwölfen des alten rats vnd yre eeliche husfröwen by pen eins pfunt pfennings ersehynen, zu allen messen frömen vnd zum fronampt zu opfer gan, davon uiemans dann vß mercklicher vrsach erlopt vnd doch an des selben erlopten stat ein andrer des nüwen rautz bestelt vnd dafür geordnet werden. Der selben yedem für sich vnd sin husfröwen, damit sollich jartzit dest bas vnd dapferlicher zu ewigen tagen gehalten werden mag, ouch ein Schilling pfenning zu sollicher erlicher begengknüß gegeben werden, vnd sol sollich gelt ein yeder burgermeister vnd, wöllichem dann das zu yeder zit beuolhen würt, by dem eyde alle jar jarlich vß dem obgenanten vnßers gnedigen herren zugeordneten geuelle getrüwlich erberclich on all widrung vfrichten vnd bezalen on all geuerde. Wann aber sollichs vber kurtz oder lang von vns in maussen, wie obstat, verhalten blib vnd nicht beschehe, das doch, ob got wil, zu ewigen zyten nymmermer beschehen sol, so hette der bedacht vnser gnediger herr syner gnaden erben vnd nachkommen, herren zu E'ürstenberg, gantz macht, volle möge vnd gut recht, vns solliche obge- schribne ding vnd zugeordneten gäben wyder zu nemmend vnd an andre gotzdienst vnd gottesgezierden zu bewenden gantz nach irem willen vnd geuallen one vnser vnd menglichs von vnsern wegen sumen vnd irren. Wir obgedachten von W T olfach alle vnd yeder besonder vergeben ouch damit fryewilliclich vnd vnbezwungen vnserm gnedigen herren obgemelt allen myßpruch, händel vnd vnreht, ob der bemelt vnser gnediger herr die ye wider vns gehandelt, fürgenommen vnd gevbt, ouch alles vnrecht fertig gut, ob sin gnad des ichtzit vns wider billichs abgenommen hett, das alles wir synen gnaden gütwilliclich vnd fryes willens nachlaussend vnd dhein räch noch strauff von gott dem almechtigen dafür begern, sonder yne des willkürlich hiemit disem offen brieff quit, ledig vnd loß sagend, all argenlist vnd geuerde in allen puneten herinn vergriffen gentzlich vermitten vnd vßgeschlossen. Deß zu wärem vestem vrkunde 1485. 41 steter vnd ewiger Sicherheit so habend wir Schultheis, raut vnd gemeynde zu Wolfach obgemelt dem vorgedachten vnserm gar gnedigen herren disen brieff besigelt geton geben mit der statt Wolfach anhangenden insigel, vnns selbs vnd all vnser nachkommen aller obgeschribnen ding damit zu besagen. Dis geschach vnd ward diser brieff geben an sambstag vor dem sonntag Esto michi, als man zalt von der gepurt Cristi vnsers lieben herren tusent vierhundert achtzig vnd fünf jar. Das Siegel der Stadt Wolfach fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. a) Verblasst. 1) Die Urk. darüber, die sich nicht in Donaueschingen findet, bewahrt vielleicht das uns nicht zugängliche (vergl. Bd. I, Vorwort, S. VI) Wolfacher Stadtarchiv. 2) Doppeln = würfeln; Doppelplatz also Ort, wo gewürfelt wird. 3) Eine ähnliche Jahrtagstiftung machte für denselben Grafen Heinrich am folgenden Tage die Stadt Haslach. 1485, Febr. 13. (an der Pfaffenfaßnacht) geloben Schuldheiß, Eath und ganze Gemeinde zu Haßlach, nachdem Graf Heinrich zu Fürstemberg erklärt hat, dass er und seine Erben und Nachkommen den Zoll, so dessen Vorfahren ihnen verpfändet haben, nämlich von jedem Wagen 6 ^, von einem „karach" 2'/2 ,3), von jedem Bosse, „das vberrück reit", 1 ^ und sonst von allem Vieh und Bindern den halben Zoll, nicht mehr an sich bringen wollen, so lange die Stadt beim Stamme und in der Hand der Herren zu Fürstemberg steht, niemehr einen „doppel- vnd spilblatz" zu dulden und jährlich auf Zinstag nach dem Sonntag Oculi in der Fasten in ihrer Pfarrkirche zu Haßlach des Grafen Jahrzeit zu begehen, am Montag vorher schon die Bahre aufzumachen, jährlich 12 halbpfündige Kerzen von neuem brennen und aufstecken zu lassen und danach mit der würdigen Priesterschaft zu Haßlach desselben Abends eine Seelvesper, am Zinstag aber drei gesungene Aemter (alles dieß wird übereinstimmend mit der Wolfacher Urkunde festgesetzt) begehen zu lassen. Copie im Kinzigthaler Lagerbuche v. 1552, fol. 57 v. — 58 v. Donaueschingen. Das Or. siegelte die Stadt Haslach, deren Siegel, wie es sich an Urk. v. 1379 und 1408 im f. f. A. findet, hier abgebildet ist. Ein anderes abgefallenes, etwas kleineres Siegel derselben Stadt unterscheidet sich von diesem in nichts wesentlich. •»"V- ' H ' }l"%' 1 HB ' | P 1 ^^H il«SIP£SsH ■ h ^| 4'!:.:j I ■ IV. ^S^yffl^*tt^g™™»fe^^i!8a #«ss 42 1485. Ali Hü Ml 50. Heinrich Graf zu Furstenberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husen im Kintz- igentale etc., leiht seine Mühle zu Haßlach, ob der Stadt gelegen, mit Zugehörde und Gerechtigkeit dem ehrbaren , seinem lieben und getreuen Mathissen Müllern von Wil- perg, dem dieselbe Jacob Müller übergeben, und dessen Erben zu einem Erblehen. Der Inhaber der Mühle gibt ihm jährlich 28 Viertel Korn, davon 1 k Weizen, Zins und 1 Schwein, das 1 ti Straßburger Pfennige werth ist, oder dieses Geld dafür; was er zu Haßlach Brod braucht und mahlen läßt, davon darf der Inhaber der Mühle kein „maltzern" nehmen; er muss die Mühle mit den Teichen und anderer Zugehörde, wie sie jetzt ist, in Ehren und gutem Bau erhalten; wenn aber der Teich oder anderes „durch wetter, ißgang, gewaltige wasser oder ander not gebreschhafft oder gebrochen" wird, soll man ihm zu diesem Baue gemeine Hilfe thun; bedarf er ferner Mühlsteine, so sollen ihm dieselben mit Frohn zur Mühle geführt werden, wie das alles bei derselben bisher Gewohnheit gewesen. Er darf die Mühle mit des Grafen Wissen allezeit verkaufen und gelobt, dem Armen wie dem Reichen um den ziemlichen, gewöhnlichen Lohn zu mahlen und seiner Späne halb wegen der Mühle und anderer Sachen vor denen von Haßlach, oder wohin ihn der Graf weist. Recht zu nehmen und zu geben. Geben zu Mitvasten 1485. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1485, März 14. 51. Urfehde der Anna Henni von Röthenbach; die als Hexe vor dem Gerichte des Grafen Heinrich zu Fürstenberg die Feuerprobe bestanden hat. Ich Anna Henni von Rotembach bekenn offenlich mit disem brieff vnd tun kunt aller mengklichem, das ich ain langy zit im Kunden vnd ain verlümdotten frow hexxen werck halb gewest, darum mich dann der wolgeborn graue Hainrich, grauff zu Fürstemberg der iung, lantgrauff im Bare etc., min gnediger herr, darum venglich angenomen vnd vmb sölichs an mym lib mit recht gestrauft wolt haben. Wann ich nu vmb sölichs der Sachen halb, dero vnschuldig, das haiß ysen zetragen botten, haut die wirdig müter magt Maria nach mym tragen ir gnaud mit mir taut, das es mich nit gebrandt, sunder vnschuldig geben nach erkantnüß '), vnd haut mich also 1485. 43 min egemelter gnediger herr miner vengknüß vff ain statt vrfecht, das by ininer wib- lichen trüw zu loben vnd zescbweren, ledig zeit vnd gelausen, also das ich by iniuer wiblichen trüw mit vfgehabnen vingern vnd gelerten worten lob vnd schwer zu gott vnd den halgen (sie) die bedachten vengknüß der sach halb niemer mer ewigklich an minen gnedigen herrn von Fürstemberg allen vnd yeden, den irn vnd den, so iren gnauden zugehören vnd zu versprechen stond, noch an den, so raut, daut oder hilf zu sölicher miner vengknüß tan, noch sust an dhainen andern menschen nit sol rechen, eiferen noch an den, weder mit worten, wergken, rätten, gedätten, haimlich noch offenlich, weder durch mich selbs, die minen, noch die, so mir zugehörig, verwandt vnd verdacht sint, noch sust durch yeraans vberal in dhainen weg, ouch wider die benanten mine gnedigen herren von Fürstemberg, die irn, noch die, so iren gnauden zu versprechen stond, nit zetünd noch schaffen geton werden in kainen weg, sunder ob ich ichtzig mit ainichem irer gnauden oder dero verpflichtem zetünd hett oder gewun, vmb was sach das were, recht zenemen vnd zegeben hinder irem stab lut irer loblichen fryhait, von küngen vnd kaisern begaubot. Wo ich aber das, so obge- schriben stautt, nit hielt vnd daruon redte vnd sich des yemant anneme in ainem oder mer puneten vberfüre, das doch der billichait vnd miner gelüpt nach nit sin sol, ouch was sich der sach halb mit zerung vnd anderer ding erloffen, zu betzalen, wo das alles nit beschech, haben vor ab mine gnedigen herren von Fürstemberg, die irn, die inn zu versprechen stond, vnd wer inn des helfen weit, vollen gewalt vnd gilt erlangt recht oder, ob sy wellen, mit gewalt on recht, wo sy mich betretten vnd ankämen, niendert vsgenomen, mit mir als ainem vbeltädigen, bössen, trüwlosen wib vnd frowen zu gefarn, vnd wie sy also mit mir handeln vnd tünd, es sye rechtlich oder gewaltigklich, daran haben sy nit gefreuelt, sunder alweg recht geton, vor dem allem mich vberal nütz sol schirman, so yetzo war ist oder furo hin erdacht werden mecht, dann ich mich des alles vnd yedes entzieh vnd begib, gantz vnd gar, mit vr- künd vnd in craft diß briefs; vnd des ze offem waurem vrkünd hab ich mit vliß er- betten die erbern Burgkharten Tierberger vnd Cläwi Hennßlern von Fürstemberg, das ir yetwederer sin aigen insigel, doch im vnd sin erben onschedlich für mich offen- lich an disen brieff gehengkt hond, der geben ist an mentag nach Letare Mituasten, als man zalt von Cristus ge- purt 1485 iaure. Perg. Orig. mit den zwei angezeigten Siegeln. Donaueschingen. 1) Dieser Hexenprozess ist in mehrfacher Beziehung beachtenswerth. Einmal sind Verfolgungen von Hexen in so früher Zeit überhaupt noch nicht sehr häufig; gerade um die Zeit, von der unsere Urkunde da- tirt ist, haben bekanntlich die Hexenprozesse in Deutschland zufolge der Bulle des Papstes Innocenz VIII. 6* WM ■ 1 TOM» t*§K§lEs3ffiSH«2ilE* ■ ■% * i*' I 's 1 "* I H \-v I ■■*& f.-_ ■■-'.'-■■' I 44 1485. vom Dez. 1484: „Summis desiderantes affectibus", und der Mission der drei berüchtigten Dominikaner eine größere Verbreitung zu gewinnen erst begonnen; doch fehlt aller Anhalt dafür, auch unsern Fall schon mit diesen Ereignissen in Verbindung zu bringen. Noch eigenthümlicher aber als ein Hexenprozess in so früher, ist das Vorkommen von Gottesurtheil in so später Zeit, und hier ist wieder die Feuerprobe in der Anwendung gegen Hexen ein ungleich selteneres Beweismittel als die für diese Fälle sprichwörtlich gewordene Wasserprobe. Bezüglich des glücklichen Ausgangs vergleiche man das in Grimms Eechtsalterthümern II, 916 angeführte Gedicht des 13. Jahrhunderts, wo ein heimlich in den Aermel gesteckter Span das glühende Eisen aufheben und die Probe schadlos bestehen hilft. mm WRSSHmRnnM 1 Ural ms® Warn 1 1485, Juli 9. 52. Hanns und G-ylg Wächter, Gebrüder von Engen, die wegen etlicher Misshändel und Verschuldungen, gegen die von Nünkilch in Bischof Ottos zu Costentz Oberkeit begangen, in des letzteren Gefängniss gekommen, geloben demselben, da sie auf Fürbitte Grafen Sigmunds zu Lupfen, Landgrafen zu Stülingen, des altern, und Heinrichs Grafen zu Fürstenberg, Landgrafen in Bare etc. des jüngeren, entlassen werden, eidlich Urfehde. o Geben vff samstag nächst nach st. Virichs des hl. bischoffs tag 1485. o Von den Siegeln des edlen und strengen Herrn Vlrichen von Rumlang, Bitters, und des ehrsamen Hansen Soler, Vogtes zu Stülingen, ist das letztere erhalten (im Schild ohne Helm ein menschliches Bein; Umschrift abgeschliffen). Perg. Or. Donaueschingen. 1485, Sept. 1. 53. Hans von Fürstenberg, Ritter, Conradt Schmidt, Schreiber zu Wartemberg, Hanns Keller, neuer, und Hainrich Engasser, alter Schultheiß zu Gisingen, entscheiden auf besondern. Befehl ihrer gnädigen Herren, der wohlgeborenen Grafen Hainrich und Wolfgang zu Fürstemberg, Landgrafen in Bare etc., Gebrüder, als Kastvögte der beiden Gotteshäuser, einen Streit zwischen den würdigen geistlichen Meisterin und Convent des Gotteshauses Amptenhusen einerseits und Priorin und Convent des Gotteshauses Mdingen Vff Houe anderseits (beide Gotteshäuser in der Bare gelegen) über den Zehnten von drei Gütern zu Gütmattingen. Geben vff st. Verenen tag 1485. Die Siegel des Hanns von Fürstenberg, Eitters (springendes Ross auf einem dreigipfeligen Berge) l ) und der beiden Klöster Amptenhusen und Nidingen. Perg. Or. Donaueschingen. 1) Vergl. Bd. HI, Nr. 640. 1485. 1485, Sept. 6. 45 (Hüfingen). 54- Rudolf Graf zu Werdenberg. St. Johanns Ordens Meister in Tütschen Landen, und die strengen und festen, Herr Cunrat von Schellemberg, Herr Diebolt von Habs- perg, Ritter, und Erasmus zum Wyger der ältere schlichten auf einem gütlichen Tage zu Hüfingen die Spenne und Irrungen zwischen den wohlgeborenen und edlen Grafen Heinrich und Wolf, Gebrüdern zu Fürsternberg, Landgrafen in Bare, einerseits und Freiherrn Trutprecht zu Stouffen, ihren lieben Oheimen, anderseits, wegen der von beiden Parteien als Vettern und Schwager beanspruchten Hinterlassenschaft des wohl- gebornen Grafen Egen zu Fürstemberg sei. Die beiden Grafen von Fürstemberg sollen dem Freiherrn zu Stouffen 800 gute rhein. fl. Hauptgut und 40 rhein. fl. jährlichen Zins an zwei Zielen, St. Martins Tag und St. Walpurgen dem Meytag, geben und die hierüber auszustellende Verschreibung „sol ouch inhalten die losung der 800 fl. houpt- cmtz zu gestatten, wie dann dorumb ein schuldbrieff vfzerichten angeben ist vnd yec- lich losung mit 400 fl., in welicher zit im jar sy wellen, es sy tiber kurtz oder lang, mitsampt den ergangnen zinsen fürderlich veruolgen zu gestatten ')." Geben in duplo vff zinstag nehst vorVnser lieben Frowen tag der Gepurt 1485. Die Siegel Grafen Eudolfs zu Werdemberg (rotli in gelber Schüssel; den quadrirten Schild, der in 1 und 4 das Johanniterkreuz, in 2 und 3 die werdenbergische Fahne zeigt, umgeben auf allen Seiten fliegende Bänder; darauf: ^tei|ier brüte................flrcwe .. mxü ..... ); Konrads von Schellenberg (grün in gelber Schüssel; Schild mit 2 Querbalken; Helm mit wehenden Decken; darauf Krone und 2 Höiner; die von Schild und Kleinod unterbrochene Umschrift: . oitrctt tum .. £lt .... ritt ..); Erasmus zum Wyger des älteren (grün in gelber Schüssel; Schild getheilt; auf dem Helm mit wehenden Decken 2 doppelte Pfauenfederbüsche; die von Schild und Kleinod unterbrochene Umschrift: 5. . Erafm ... mjger). Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1486, Mai 2. bekennt Trutpert Herr zu Stauffen etc., dass seine Schwäger, die Grafen Heinrich und Wolf zu Furstenberg, welche nach dem von Grafen Eudolf von Werdenberg vermittelten Vertrage verpflichtet waren, ihm für den Erbfall seines Schwagers, Grafen Egens von Furstenberg, 800 fl. Hauptgut, nämlich jährlich 40 fl. Zins so lange zu geben, „byß solicbs halber oder gar mit sampt ergangnen zinsen abgelöst wirt", ihm von dem genannten Hauptgute 400 fl. bezahlt haben, doch ihm „an den verfallenen zinsen vff den vergangnen sant Martins tag gefallen vnd byß vff dise losung ergangen, ouch den andern 400 fl. houptgüts mitsampt den selbigen künftigen zinsen ouch vnuergriffenlich vnd vnschedlich." Geben vff zinstag nach dem Meytag 1486. Das Siegel des Ausstellers (grün; Schild mit 2, 1 Kelchen; Helm mit wehenden Decken; darauf Bischofsmütze, aus deren Mitte ein Federbusch aufsteigt; auf gewundenem, von Schild und Kleinod unterbrochenem Bande: tnüprerijt tjer . ptouf...). Perg. Or. Donaueschingen. I >?Vi%i SM ■■i IHMHIH_ i «Sn ■HHS h m ■H ''rn^mM ■ ... i 1 1 fflMMHnSffi e*;&?i?X-.ix\i K ; : - ■^ II ^ft 1 tii^a? BHllJiMH BeHbI MUMMm Kllr iJJJJJJJI . «HnfflEs»'--- - ; BOB ISmHHBBl äP3ß -£?jW! ■ i; B'. ■■■ I SB ■'■■ H ..■ .j.,'..; V..J:.:L'".::;. ..','■; 'äjsjfti 46 1485. ilii «11: gW HB m E : «ä ! : I Hl SfiäHir! ■ Hl 1111 i >ml \*HäB jiS IIB! Mi HB il Hg 1 ISHHrara>it! I ED ; !fi§>' >V '■ !; '?-r'' i44.-& HB '" ■..■'■■ 4 I | ' WM mm ^^^^ mm GtfcSgSjttii Vo)>S^9kXljSl 'ray&^fSfi g^BHS ?5iß& iSi tüÜ eS-^wbs wkufilwiraN t**ÄvF{&Ää-*! .■-■*.'■*. HH m E£j&y»ug£& »^gyi IH xP"Jt%|!upif 1111111 1 ■ 1 m^nl ifäSc Wm ysd ÜH fttjfojt'jjWr iwKE%!SQMM S^* «Bh&N ÜÜr OTaEwaM IffjgWreffi m üHSe TSZxsBaßB'' HH SaffiiräS 1 H ^UHi 1 •'"■"'■Y %' : -- 1 '■SvtV decimae zu Rordorf 1 ), den ermelter Hanß Luz von der gravschaft Fürstenberg zu lehen getragen vnd ohn des lehnsherrn bewilligung seiner tochter zu einer heimsteuer gegeben vnd dannenher denselben zehenden verwürkt hatt, ihr leben lang nuzeu vnd nießen mögen. Sonst findet sich, daß dieses Renhardi vxor Geneve geheißen vnd mit ihrem marito zu Win enden gewohnt habe. Auszüge aus Oswald Gabelkovers opus manuscriptum de illustr. Germaniae familiis in Döpsers Copial- buch, I, 227. Donaueschingen. 1h H hM i Ha Wra ^m^^^^Mf^^^m ■■s-"V.'('! ■.*.,■..■■; HbH ■ ?\Szä; : *M ■ ■. aBinBs! m 1 H ■:**.<■ ffMfflWItW: IHMH wSBBSKBSSKUi HBBHfl SflH ■■^■'f-.^' ^-.\ 56 1487. 1) Anno 1489. Dises V* decimae verzeihen sich beede coniuges gegen grav Heinrich von Fürstenberg dem eitern, als er solchen dem stift zum hl. ereutz zu Horw verkauft hatt. Siglet Reinhardus vnd für sein haußfrau Heinrich von Nippenburg. A. a. 0. 1487, Jan. 22. 71« Auberlin Lang, derzeit Vogt zu Äsen, zu Äsen an gewöhnlicher Gerichtsstatt im Namen und an Statt der Grafen Hainrich und Wolfgang zu Fürstenberg, Landgrafen in Barre etc., Gebrüder, öffentlich zu Gericht sitzend, urtheilt in „offen ver- pannen gericht" in dem Streite des ehrsamen Ludwig Rotbletz, Burgers zu Villingen einerseits, und Berchthold Mayers, derzeit Propstes zu Amptenhausen, als Amtmann dieses Klosters anderseits über einen Hof 1 ), von dem Ludwig Rotbletz vermeint Zins und Vogtrecht zu besitzen. Der Gegner legt einen bei 150 Jahren alten Kaufbrief vor, laut dessen Abt und Convent zu St. Georgen den Hof dem Kloster Amptenhausen verkauft haben, Rotbletz aber beweist durch Urkunde, dass er bei 15 Jahren Zins und Vogtrecht davon genossen hat. Die Urtheilsprecher erkennen einhellig, dass Rotbletz bei seinem Briefe bleiben solle, der Propst bringe denn von seinem Kloster bessere Kundschaft als die jetzt eingelegte. Geben mit vrtel vff menntag vor st. Pauls bekerung tag 1487. Das Or. siegelte der feste Junker Caspar von Sunthausen. Pap. Copie des 16. Jahrhdts. Donaueschingen. 1) Wohl zu Äsen. Die Lage ist in der Urk. nicht genannt. 1487, Febr. 6. 72. Vogt und die Zwölf des Gerichts gemeinlich in der Oberwolfach, im Namen des Grafen Hainrich zu Fürstenberg, Landgrafen in Bare und Herrn zu Husen im Kintzigentale, zu Gericht sitzend, beurkunden, dass Hainrich Schmid, Burger zu Wolfach, im Namen seiner ehelichen Hausfrau Katherina Behemin an seinen Tochtermann, den ehrsamen frommen Andres Kötz, Schreiber des Grafen, seine eigenen Güter in der Oberwolfach, nämlich ein Gut „An der Gassen" J ) und zwei Güter auf dem Tüffels- perg, um 100 Gulden rhein. verkauft hat. Diese Güter hatte Katherme Behemin von ihren Eltern Heinrich und Magdalene Behem ererbt und die letzteren hatten sie, wie zwei vor Gericht verlesene Kaufbriefe besagen 2 ), von Aulber von Gippichen dem alten und Aulber von Gippichen dem jungen erkauft 3 ). mm* HB; 1487. 57 Geben an zinstag vor st. Apolonien tag 1487. Das Siegel der Aussteller (grün in Schüssel; im Schild ohne Helm ein "Wolf (?); S. ...... bes. teils, in. ter ... fcutj). Perg. Or. Donaueschingen. 1) Zwischen Schiltach und Wolfach an der Einzig gelegen. 2) Die beiden Urk. v. 1446, Mai 20, und 1451, Febr. 14 (III , Nr. 404) sprechen indessen nur von dem Verkaufe einer jährlichen Gilt von diesen Gütern. 3) Am 18. Januar (dunrstag vor st. Sebastions tag) desselben Jahres hatte Hainrich Graf zu Fürstenberg diese Güter auf das Ansuchen seines Schreibers, Andres Kötz von Horw, in seinen Schirm genommen. Pero-. Or. mit dem Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. 1487, April 25. 73. Hainrich Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husen im Kintz- igentale, leiht dem erbern Hannsen Fritschen zu rechtem Erblehen seine Güter „zu end Vtzenbach, darvf er jetzt sitzt, den Gnepner vnd die andern gütter alle von Steffan Spinners gutter hin hinder, wie er dann bißher inngehept, also das er solliche gütter alle sol vnd mag innhaben, nutzen vnd messen vnd in all ander wege damit handeln, werben, tun vnd lassen, als man mit andern güttern in der Oberwolfach vmb, inn vnd by im handelt, tut vnd laut, vnd was recht sy haben, das er die ouch hab vngeuarlich." Derselbe gibt jährlich zu Zins auf Martini 1 £ Straßburger Pfennige oder Münze, ein Viertel Haber, „schultern", 2 „ernhun", 1 Faßnachthenne und großen und kleinen Zehnten; höher soll er nicht gesteigert werden, aber sonst ihm, Grafen Heinrich, verbunden sein zu Boten und Verboten und allen Sachen, wie seine andern Leute in der Oberwolfach. Stirbt Hans Fritsch auf den Gütern, und wollen seine Erben dieselben in Jahr und Tag nicht besetzen, so verlieren sie ihre Erbschaft und fallen die Güter heim; sind aber unerwachsene Kinder da, die bei den Gütern bleiben und sie besitzen wollen, so soll man „das lassen vnd darinn bescheen nach eins gerichts erkantnus in der Oberwolfach." Besiegelt an st. Marx tag 1487. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1481, Juni 21. Zähem. 74. Albrecht Bischof zu Straspurg, Pfalzgraf bei Rine, Herzog in Beyern und Land- IV. 8 mm*; m §11 mS&R m ■ ■ SttlllilSltl ■m ■ p*Sf,«r%r&> H ■H9BH ~Vn^ ! .■■*£-.?*. Mm Wm HHB B ■B § V..- - 1 . hhehh 58 1487. graf zu Elsas, vergleicht die Streitigkeiten zwischen dem Grafen Heinrich zu Fürstem- berg und Abt Jacop und seinem Convent zu Gengenbach: der Graf soll das Kloster nicht mehr an dem Bezug der Fälle im Dorfe zu Steinach hindern, sondern dasselbe dort alle Rechte an Leibeigenschaft, Zinsgütern u. s. w., die es hergebracht, genießen lassen; dagegen soll dem Grafen die Herrlichkeit, Gerechtigkeit, hohe und niedere Obrigkeit, wie er sie in diesem Dorf vom Bisthum Straspurg zu Lehen hat, von Gengenbach ebenfalls nicht angetastet werden. Geben zu Zabern vff dornstag vor st. Johans Baptisten tag 1487. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. 1487, Juli 3. 75. Heinrich und Wolfgang, Gebrüder, Grafen zu Fürstenberg etc., und Trutperth Freiherr zu Stouffen bekennen von dem bescheidenen Paulus Brunner als Vogt und Pfleger im Namen Michels, Hansen Spilmans, Burgers zu Friburg sei. Sohnes, 400 fl. rinisch an Gold als Kaufsumme empfangen zu baben für die 20 fl. rin. jährlichen Zins, die sie ihm von ihren drei Thälern Tschola s ), Rychenbach und Swertzenbach vorbehaltlich des Wiederkaufs um dieselbe Summe verkauft haben. o Geben an st. Virichs des hl. bischoffs aben 1487. Von den grünen Siegeln der Aussteller ist das des Grafen Wolfgang vollständig, die andern nur in kleinen Bruchstücken erhalten. Perg. Or. Donaueschingen. 1) Die Form ist durch Oontraction: die, d'Schola, Schollach, entstanden. 1481, Juli 14. Innsbruck. 76- Von Gottes Gnaden Albrecht und Georg, Gevettern, Pfalzgrafen bei Reine, Herzoge in Obern- und Nidern-Beyrn etc., beurkunden: „als wir beid ytz alhie von vnserm lieben öheim vnd swager, herrn Sigmunden, ertzherzogen zu Osterrich etc., seine vordre lannde vnd herschefft vnd daründer die lanndtgrafschaft Nellemburg ge- kaufft, darüber der edel vnser lieber getrüer Mathes freyherr zu Castelwart ytz vogt ist vnd die innehat, also haben wir aus sundern gnaden, damit wir dem wolgebornen vnserm lieben getrüen Heinrichen grauen zu Fürstenberg geneigt sind, vergünt, die bemellt lanndtgrafschaft Nellemburg von dem genannten von Casstelwart an sich ze 1487. 59 losen, vnd ime zuegesagt, sagen ime auch für vns vncl vnser erben bey vnsern fürstlichen wirden in craft des briefs zue, das wir alsdenn den benannten von Fürstenberg bey vorberürtem ambt der lanndtgrafschaft Nellemburg als vnsern ambtman vnd vogt, die jar aus "wir die berürten lannde innehaben werden, wie Kastelbarter die ytz vn- geuerlich innehat, vnentsetzt gnediclich beleiben lassen wollen, doch das er vns als vnser vogt vnd ambtman mit sölicher lanndtgrafschaft vnd sünst nymandt anderm gewertig vnd dinstlich sein sol, getrewlich vnd vngeuerlich." Geben zu Insprugkh an sambstag nach st. Margrethen tag l ) 1487. Die Siegel der Aussteller (roth, in Schüssel; das 1. ganz, das 2. zum Theil ausgebrochen). Perg. Or. Karlsruhe (Neuenbürg). 1) Margrethe wurde in der Salzburger Erzdiöcese am 12. Juli gefeiert. 1487, Sept. 18. 77. Hainrich Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husen im Kintz- igental, gibt dem edeln und festen Casper von Clingenberg seinen Eigenmann Hansen e Büringen, zu Efingen gesessen, um Burckharten Vllin, Vrsel Wallerin von Meringen ehelichen Sohn, derzeit hinter ihm zu Sünthusen wohnhaft. Geben an zinstag vor st. Matheus ewengelisten tag 1487. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1481, Sept. 28. 78. Jörg von Almßhouen bekennt von Grafen Hainrich zu Fürstenberg folgende von der Grafschaft Fürstenberg herrührende rechte Mannslehen empfangen zu haben, die bisher seine Vordem gehabt; 1. was ihm zugetheilt ist: Grünburg das Burgstall mit Zugehör; ein Gütlin zu Wylr, gilt jahrlich 8 Schillinge Heller; ein anderes Gütli daselbst, gilt jährlich 4 Maß „äncken"; den Bernerzehnten zu Tuttißhusen; ein Gütli daselbst, gilt jährlich 2 Malter Korn; Brugga das Dorf mit Zwingen, Bannen, Gerichten u.s.w. und den zwei Theilen des Zehntens daselbst; 2. als ungetheilte Güter für sich selbst und als Vorträger seines Bruders Hainrich von Almßhouen: die Nüw- burg das Schloss an der Gouchen mit Holz, Feld, Fischenz u. s. w.; Nüwblümberg und Schahelegk (sie), die zwei Burgställe mit Aeckern, Wiesen, Wassern u. s. w.; Bachen das Dorf mit Zwingen, Bannen, Gerichten, Fischenzen u. s. w. ') 2 ). SswSwEs Psi ■ t . ■ ■ - ■ ■ .- w? ■ %F* mmm EÄäügEK ■ ■ ■ ,. H■ t ffu: wm '■wmm ■flSffii" SÜSS msmm mmm ■ -■ I ■ ■, 60 1488. Geben an st. Michels aubend 1487. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. 1) Vergl. Urk. von 1473, Dez. 23. — Der entsprechende Lehenbrief befand sich in dem jetzt zerstörten Archive der Herren von Nenneck zu Glatt, wie ein Eintrag (Nr. 59) in dessen Eepertorium, aus dem f. Domänenarchive in Sigmaringen mitgetheilt von Hm. Oberlehrer Locher daselbst, nachweist. 2) 1489, Sept. 26. leiht Heinrich Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Baar und Herr zu Husen im Kinzigerthale etc., die Niiwburg, Bachenn das Dorf, Stahleck und die Niwblumberg als rechtes Mannlehen an Herrn Rienhard (sie) von Nüneck für ihn und dessen Brüder Heinrich, Wildhans und Oßwald. Samstag vor st. Michelstag 1489; Pforen. Eintrag (Nr. 120) im Repertorium des zerstörten Archivs der Herren von Neuneck zu Glatt, aus dem f. Domänenarchive in Sigmaringen mitgetheilt von Hrn. Oberlehrer Locher daselbst. Uebereinstimmend berichten Gabelkhovers Collectaneen, I, fol. 361. Stuttgart. — Vergl. auch den Lehensbrief von 1473, Dez. 23., Band III. Nr. 610. Die Auszüge aus Gabelkofer in Döpsers Copialbuch, I, 230 (Donaueschingen) knüpfen an obiges: Vnd dieser grav Heinrich hatt auch Johanni vnd Georgio fratribus den Reckenbachen ihre leben anno 1491, zinstag vor Mariae, vnd wiederum anno 1494 gelihen. 1488. 79, In einem Verzeichniss der Theilnehmer des Vereins St. Georgenschilds erscheint unter dem Theil am Bodensee und im Hegau: Heinrich Graf zu Fürstenberg der ältere J ) 2 ). Vollständig gedruckt bei Burgermeister, Codex diplomaticus equestris, T. I, p. 93—98. Gabelkhovers Collectaneen, I, fol. 366 (Stuttgart) sagen: 1488 ist im Schwäbischen bund im Hegau viertel graf Heinrich von Fürstenberg d. ä.; sed 1496 neben ihm auch graf Wolf von Fürstenberg. 1) 1488, Mai 12. Zürich. Der Abschied der Eidgenossen besagt: Die Botschaft des schwäbischen Bundes meldet, dass auch die Grafschaft Fürstenberg in ihren Verband aufgenommen sei; das will man heimbringen. Montag vor der Auffahrt 1488. Regest aus den Staatsarchiven Bern und Zürich in der Amtlichen Sammlung der älteren Eidgenöss. Abschiede, Bd. III, Abthlg. 1, S. 290. 2) 1488. Wolfgang von Clingenberg, Landcommenthur der Bailei Elsaß und Burgund, die Aebte zu Sallmansweiler, Weingarten, Petershausen, Isny, Weissenau und Schußenried, die Grafen zu Werdenberg und Heiligenberg, zu Montfort und Rottenfels, zu Fürstenberg etc., die Freiherrn von Zimmern etc. und andere von Adel mehr vereinigen und verbinden sich mit einander nach geschlossenem Reichsfrieden. Im Staatsarchive zu Stuttgart nach Mittheilung des Hrn. Hofraths Dr. Staudenmayer als fehlend bezeichnet. 1488, Jan. 3. 80. Graf Wolfgang zu Fürstenberg und Landgraf in Bare etc. gibt dem wohlgeborenen Grafen Heinrich von Lupfen zu Stiellingen, seinem lieben Vetter, der auf seine 1488. 61 Bitte gegen den wohlgeborenen Grafen Heinrich von Fürstenberg, seinen lieben Bruder, um 10000 fl. rhein. als Mitgilt und Gewer sich verschrieben hat, einen Schadlosbrief. Geben vff freytag vor der hl. drey Künig tag 1488. Das Or. siegelte der Aussteller. Lupfische Copialbücher, XV, 108 v. Stuttgart. 1488, Jan. 8. Innsbruck. 81. Kaiser Friedrich spricht über mehrere Herren, darunter den Grafen Heinrich von Fürstenberg den jüngeren, die Reichsacht aus, weil sie den Erzherzog Sigmund gegen ihn aufgehetzt haben. Wir Friderich von gottes gnauden römischer kayser etc. Vnns zwyfelt nit, üch allen sig vnuerborgen, wie Jörg von Sanagans, vogt Gaudentz von Matsch zu Kircbberg, Oswald zu Tierstain, Hainrich von Fürstenberg der jünger, grauen, Hanns Wernher von Zymbern, Hanns von Wehingen, Gothart Hartlieb, Cristen Winckler, Jacob Strit, Paule Marquart, Thoman Puperlin, Anna Spiessin vnd ir anhenger vnd helfer vnns mit erdichten vnwarhafften worden, der wir in vnnser hertz noch ge- mut nie genomen, noch von vnns erhört sind, die sich ouch im gründ offenbarlich vnwarhafft erfunden, in den hocbgepornen Sigmunden, ertzhertzogen zu Oesterrich etc., vnnsern lieben vettern vnd fürsten, getragen, wie wir inn sins regementz in zit sins lebens entsetzen vnd ainen prouisioner vß im machen, in ouch mit vergifft vom leben zum tod bringen wölten, vnd inne damit bewegt, das er vnns vnd den durchlüchti- gisten fürsten vnnsern lieben sün, den Römischen küng, vnnser vnnd vnnsers hüs Oesterrich gemaine vnd vngetailte lannde vnd fürstenthümb, die er als regierender fürst regiert vnd inhaut, von vnns vnd dem selben vnnserm hus Oesterrich zu entziehen vnd vff frömbd person zu wenden vnnderstanden, als er dann gethan haut, dartzu den hochgepornen Albrechten hertzogen zu Sachsen, landtgrauen in Türingen vnd margrauen zu Meissen, vnnsern lieben öhen vnd fürsten, den wir vnd vnnser vnd des hailigen richs churfürsten vnd fürsten zu dem selben vnnserm lieben vettern geschigkt haben, vnns zu Verachtung mit geladen armbrosten vnd ander were über- loffen, mit smelichen wordten angefochten, vnd vff vnnser vnd des hailigen richs fryen Strassen mit freuenlicher handlung nach irm willen zu rytten getrüngen, alles wider ir ayd vnd pflücht, mit der sy vns als Römischem kayser, dem hailigen rieh, ouch dem benanten vnnserm lieben vettern vnd vnnserm hus Oesterrich verwandt sind, damit sy vnnser lib, sei, ere vnd gut angetast, vnnser kayserlich maiestat belädigt, I ■ ■ ■ l. I ■ ■■»..;" ■ l ■ ■ -f ■ ■ "SMi I I ; V yj£3M§gjHfif«^9i ■1* I S M»V I ■ ■ ■ *v ■ -. -: f :,f.- I ?* I ^ ^i, ■ ■ I . vVr . I i5>?*lv ■ I SnSlKSK SS&SäMBHSSBKi RäflBfiBKHI ifsSlß mm* ■ ■ ■ ' 1 % . »ffigaSf .......''■-.:,.,..,.'.■ G2 1488. vnd mit sulicher that, so offennlich am tag ligt, vnd dartzu kainer verer bewysüng noch rechtuertigüng nodt ist, die pene, so mann zu latin nempt crimen lese maiesta- tis, an vnns committiert vnd begangen, vnd vns deßhalben mit lyb vnd gut verfallen sin, darin wir sy ouch zu überflißigkait, wiewol des gestalt der Sachen vnd irer miß- handlüng nach nit nodt were, vß Römischer kayserlicher macht vollkomenhait, aigner bewegnüß vnd rechter wissen declariert. erkennt vnd erclert baben. Vnd gebietten daruff üch allen vnd yedem besonder, von der selben vnnser kayserlichen macht vol- komenhait by deu pflichten, damit ir vnns vnd dem hailigen riche verbünden seit, vnd vermydüng vnnser vnd des richs sueren vngnaud vnd straffe ernstlich vnd wollen, das ir die gemelten thetter, ir helfer vnd anhenger fnrbaßmer in vnnsern noch ewern schlössen, stetten, merckten, dörfern vnd gebietten nit enthalten, husen, hofen, etzen, trencken, malen, pachen, noch kainerlay haimlicher noch offennlicher zuschub, hilf noch bistand thüt, noch den ewern zu thun gestattet, sonnder wa ir der Mb vnd gilt allenthalben vff wasser oder lande ankörnen vnd betretten, die anfallet, vahet vnd zu vnnsern vnd des hailigen richs handen vnd biß vff vnnser verer geschefft gefengklich haltet, die durch die vnnsern, so wir dartzu ordnen werden, irer menigfeltigen miß- handlüng halben mit pinlicher marter fragen vnd mit ernstlichem strengen gericht straffen oder vnns die zu vnnsern handen füren vnd überantwurten laussen, vnd ertzügt üch hierin nit anders, daby wir gemercken mügen, daz üch als vnnsern vnd des hailigen richs gelidern vnd getrüwen vnderthonen sölh swar mißhandlüng an vnns, als Römischen kayser, ewerm rechten herren, vnbillicher wyse begangen laid, als ir vnns zu thvm schuldig seyt. Daran thüt ir vnnser ernstlich maynüng vnd sonnder gefallen. Was ir ouch also durch vch oder die ewern mit der selben thetter, irer helfer vnd anhenger lib vnd gut fürnemet vnd handelt, damit sölt ir wider vnns, das hailig rieh oder yemand annderm nit gefreuelt noch gethon haben, noch ouch niemand darvmb zu antwurten schuldig sin. Wehch sich aber hierinn vngehorsam ertzögen wurden, gegen den selben wollen wir glich den tattern handien; darnach wisse sich ain yeder zu richten 1 ). Geben zu Insprugg, mit vnnserm kayserlichen anhangenden insigel besigelt, am achten tag des monotz Janüary nach Cristi gepurt viertzehenhündert vnd im acht vnd achtzigisten, vnnser riche des Römischen im acht vnd viertzigisten, des kaysers- thumbs im sechs vnd dryssigosten vnd des Hüngrischen im nun vnd zwaintzigisten jaren 2 ). Ad mandatum domini imperatoris proprium. Von Ammann, Bürgermeister, Rath und ganzer Gemeinde zu Meßküch beglaubigte Copie von 1488 im f. f. A. (aus dem zimmern'scben Archive stammend). Auf anderer Vorlage beruht der nur sprachlich ab- US 1488. 63 weichende Abdruck in: (v. Hormayrs) Archiv für Geographie, Historie, Staats- und Kriegskunst. III. Jahrgang, 1812, S. 386. 1) "Ueber Gründe und Entwicklung dieses Zerwürfnisses vergl. auch Zimmerische Chronik, I, 494 flgd., wo p. 498 auch obiger Brief des Kaisers inserirt ist, und besonders Jäger, Der Uebergang Tirols und der österreichischen Vorlande von dem Erzherzoge Sigmund an den römischen König Maximilian v. 1478—1490, Archiv f. österr. Geschichte, LI, insonderheit S. 352 figd. Ein Manuseript: Erzherzog Sigmunds von Oesterreich Handlungen, 1487 (vergl. Jäger a. a. 0. 373 und 330, Anm. 1) berichtet, dass von den Verurtheilten der einzige Graf Heinrich von Fürstenberg, der sich dem Kaiser unterwarf, Schonung fand. Vergl. unten Nr. 99 von 1489, Mai 7. 2) Der Abschied der Eidgenossen von 1488, April 15., Zürich, besagt: Die österreichischen Boten melden, der Herzog habe den Grafen von Sargans, von Metsch und von Fürstenberg und dem von Zimmern Geleit zum Becht anerboten, aber keiner von ihnen sei erschienen. Amtl. Sammig. der alt. Eidgen. Abschiede, Bd. III, Abthlg. 1, S. 290. 3) Der Abschied der Eidgenossen von 1488, Juni 16. — 24. (Baden i. d. Schweiz) besagt: Die österreichischen Boten bringen an, es sei ihrem Herrn von Beat Custer im Namen der drei Bünde in Chur- walden, jedoch ohne Credenz, bezüglich Graf Gaudenzen von Metsch und des Pfarrers von Jenatz etwas Werbung gethan worden. Der Herzog befürchte nun, wenn er das Becht gegen Graf Oswalden von Thierstein und Graf Georgen von Sargans annehme, so werden dann die Eidgenossen sich des Grafen von Metsch, des Grafen von Fürstenberg, des Herrn von Zimmern, des Pfarrers von Jenatz, des von Vechingen, Jacob Streits und- anderer ihrer Mithafte auch annehmen. Hierauf wird von dem Mehrtheil der Eidgenössischen Boten geantwortet: Da der Bericht laute, kein Theil soll der Leute des andern, diesem zum Schaden, sich annehmen, so werde man sich der Sache der Genannten nicht beladen. Diejenigen Boten, welche zu dieser Antwort nicht ermächtigt sind, wollen die Sache heimbringen. Begest aus dem Staatsarchiv Zürich in der Amtl. Sammlung der älteren Eidgenössischen Abschiede, Bd. III, Abthlg. 1, S. 295. mMS "ZSS't'^Pri ' m i HhHmHHH H ■ ^^H HH T$:^ J :lf I ipiif 1488, Jan. 15. 81 a . Graf Alwig von Sultz, kaiserlicher Hofrichter zu Rotwil, meldet dem ehrsamen weisen Jacob Vilinger, einem Urtheilsprecher dieses Hofgerichtes, dass der wohlgeborene Graf Hainrich zu Fürstenberg der ältere, Landgraf in Bare, Herr zu Husen im Kintzigental, auf dem Hofe zu Rotwil „anlaitin" erlangt hat auf den Gütern des auf seine Klage in die Acht verschriebenen Clasen Bächlin aus der Altenwolfach, nämlich auf 2 fl. Gelds sammt dem Hauptgut und versessenem Zins, so derselbe hat von Symon Legern von Husen, auf 40 ff Haller Schuld, so • ihm die Frauen zu Wickten schulden, auf 7 fl. Schuld und das Vieh, so er hat bei Hannsen Edelman im Kaltenbronn, auf 10 1 /» fl. Schuld auf Clasen Meders Hof zu Wolfach, auf seine Häuser, Höfe, Gärten, Aecker, Wiesen zu Wolfach am Wolfenberg, auf das Vieh, so man ihm schuldig ist bei Hannsen Colern im Wyler ob Alperspach, auch auf das Vieh, so er hat bei Andres Bechlin, seinem Bruder im Ybelbach, ferner auf seine ■ ' - . ' ■ " - .".■■.■'.■ . ' ■ ■ ■ ' ' ,. . ■ . .' m .-, ■■■.■.. 0 '■■.-" "■ .-■.■'■ . . . . ■ . . ■ ■..'..■. ■ II Mm : , - ■■■.'■'.■ : Ü.S:S 'i'si&rim ■HBHHM1 BäSi Wm 64 1488. Kleider, Kleinod, Barschaft und alles, was er jetzt hat und künftig überkömmt. Es hat auch der Graf die „anlaitin" auf dem allem besessen, wie recht ist, und danach ist ihm ertheilt worden, dass man ihn in nutzliche Gewer setzen und ihm Schirmer darüber geben solle, was hiemit geschieht. Dem Vilinger wird geboten, ihn dabei zu schützen und zu schirmen. Geben mit vrtail vff zinstag nach st. Hylarien tag anno etc. 88. WaMm Das Siegel des Hofgerichtes fehlt. Perg. Ov. Donaueschingen. 1488, März 20. Ifgfgp &wmg&\ ■■""-■■•'■ ■'■V-v Wtimma 9k! »Si mBm\ WSBBmi m JBBI Hiii tili' 82. Wolfgang Graf zu Fürstenberg, Selbstverkäufer, Sigmund der ältere, Graf von Lupfen, Landgraf zu Stülingen, Herr zu Höwen etc., 1 ) und Trutperth, Freiherr zu Stouffen, Mitverkäufer, verkaufen dem festen Casparn von Valckenstein, altem Burgermeister zu Friburg, um 1000 fl. rh. 50 fl. rh. Zins (jeden Gulden zu 12 1 /» ß ^i gerechnet, was er derzeit zu Friburg „in wechslen oder verkouffen" gilt), alljährlich zahlbar auf Unser lieben Frauen Verkündigung von und ab Fürstenberg dem stättlin und den 4 Dörfern Nydingen, Haindingen, Beringen und Sumpforren, die Graf Wolfgang mit allen seinen Rechten und Nutzen daselbst deßhalb zu rechtem Unterpfand setzt und zinshaft macht, jedoch auf Wiederkauf. Geiselschaft in Freiburg; der Selbstverkäufer in Person oder für ihn 2 reisige Knechte mit 2 Pferden; die Mitverkäufer persönlich oder anstatt eines jeden 1 Knecht und 1 Pferd. Geben am nechsten dornstag vor Vnser lieben Frowen Verkündung tag im Mertzen 1488. Die Siegel der Aussteller fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1) Arn 26. März (mitwoch vor dem hl. Balmtag) desselben Jahres geben diesem die Gebrüder Heinrich und Wolfgang, Grafen zu Fürstenberg und Landgrafen in Bare, weil er auf Bitte des Grafen Wolfgang sich hier als Mitverkäufer verschrieben hat, einen Schadlosbrief. Das Or. siegelten die Aussteller. Lupfische Copialbücher, XV, fol. 106 v. Stuttgart. ....,"'.■■-.'■:'>".■...■■■ 1488. 65 1488, Mai 5. 83. Die Witwe Barbara von Habsberg und ihre Söhne, Ulrich und Diepolt von Habsberg, verkaufen an die Grafen Heinrich und Wolfgang von Fürstenberg um 5300 fl. rhein. Schloss und Dorf Donaueschingen, die Dörfer Ober und Unterauffen, Kirchdorf u. a. Wir nachgenanten: Barbara von Habsperg, geborn von Knoringen, wittwe, Yttelhanns von Stoffeln, ir geordnetter vogt, Virich vnd Diepolt von Habsperg, gebrüdere, ir elich sune, bekennen vnd tuen kundt offembar allermengclich II mit disem brief für vns, all vnser erben vnd nacbkomen, das wir mitt ainhelligem raute, gütter, zittiger vorbetrachtung, gesund der liben vnd vernünftiger sinne vm vnser yedes bessern nutz vnd fromen willen ains stäten, II vesten, ewigen vnd immerwerenden köffs, wie dan der yetzo vnd hienach zu ewigen zitten vor allen lütten, richtern vnd ge- richten, gaistlichen vnd weltlichen, vor allen hof-, lannd- oder stettgerichten allerbest, volkomen, gütt, bestentlich vnd vnwiderrüffenlich erafft vnd macht hat, von billich vnd recht haben sol vnd mag, vffrecht vnd redlich verkofft vnd mit disem briefe zu koffen geben haben den wolgebornen herren,' herrn Hainrich vnd Wolfganng, gebrüdere, grauen zu Furstemberg vnd lantgrauen inn Bare etc., vnsern gnedigen herren, vnd allen iren erben vnser slosß vnd dorf Tünöweschingen, och die zway dörfer Ober- vnnd Vnndervffan mittsampt Kilchdorf vnd den sibentailn des gerichtzwangs daselbs mitt allen iren vnd ir yedes herlichaitt, oberkaitt, gewaltsamy, kirchensätzen, vogtyen, lehenschafft, manschafft vnd der pfandtschafft des kelnhofs zu Eschingen, alles mit gerichten, zwingen, bennen, gebotten, verbotten, buwhöfen, ackern, wisen, holtz, veld, wunn, waid, steg vnd weg, by wasen by zwy, mitt wyern, vischentzen, wassern, was- serlaittinen, mitt grund, mitt boden, ob erd vnd vnnder erd, besüchtz vnd vnbesüchtz, vnd besunnder mitt disen nachgeschriben zehenden, zinsen, rennten, gülten, sturen, vngelten, och mit allen diensten, vällen vnd gelassen, in dem allem gantz nütz vss- geschlossen noch hindan gesetzt. Vnnd sind diß die gemelten stuck der zehenden, Zinsen, reuten, gülten, sturen, vngelt vnd wie hernach stät: item die stür tütt fünf- tzig pfund; item das vngelt by funftzig pfund; item die herberg zwen guldin, mer ain scheffel haber; item der tail des zehenden tut by zehen maltern; item der buw tütt by achtzig maltern; item der Schulthaissenzehend tütt viertzig malter; item ab der müli sibentzehen malter milkorn, zwölf hunr, ain viertal ayer oder vier Schilling dafür vnd an gelt ain pfund haller, vncl zwölf böm sol ain milier vergebens segen, och vergebens malen in das sloß; item zway malter ab dem banthum; item Lienhart Gasser gitt iars achtzehen pfund vom wasser vnd funfthalben gülden von der Smiehen IV. 9 rO&gßfci m$m 66 1488. vnd yeder wochen ainen dienst oder funftzehen pfennig darfür; item Steffan Murer gitt zwen scheffel habern; item Auberlin Keffer gitt zwen scheffel haber; item zwain- tzig pfund gitt iars Lentzin Sifrid vom obern wasser vnd der wochen zwen dienst oder funftzehen pfennig für ainen diennst; item Hanns Sailer von Vffan gitt iars zwölf pfunnd haller von sinem wasser vnd acht dienst des iars oder für ainen dienst dry Schilling; item Hanns Eberlin gitt acht viertal haber, sechs Schilling, dry haller vnd ain hün; item der smid ain guldin, dry Schilling, zway viertal vesan vnd drü hünr; item Hainrich Bentz zwen scheffel haber vnd ain hün; item Martin Bächlin ailiff viertal, funftzehen haller vnd ain hün; item Hanns Vischer der iung acht viertal haber, fünf Schilling vnd ain hün; item Hanns Murers frow acht viertal haber vnd ain hün; item Hanns Fritz zway malter, ain viertal, fünf Schilling vnd ain hun; item Vlin Zimer acht viertal haber vnd ain hun; item Lentzin Sifrid achtenthalb malter vnd ain hün; item die Menergalten zwen scbeffel habern, zehen Schilling vnd ain hün; item Payer Hanns zway malter vesan, ain malter haber vnd ain hvin; item Haini Miller vier viertal vnd ain hün; item ab der ziegelhütten dritthalb pfund; item Hanns Stob dritthalb malter, ain viertal, fünf Schilling vnd ain hün; item Jacob Bader siben pfund, ain Schilling, fünf malter, ain viertal, baider körn, vnd ain hün; item Hanns Vischer der alt ain pfund, acht viertal habern vnd ain hün; item Hanns .... (Lücke) zway malter minder zway viertal, baider körn, fünf Schilling vnd ain hün; item Hanns Ziegler vier malter vesan, dritthalb malter haber vnd ain hün; item Fridrich Keffer acht malter vnd ain hün; item Lienhart Gasser acht viertal, funftzehen pfennig vnd ain hün; item der alt Weber vier viertal, funftzehen haller vnd ain hün; item Dyas Weber acht viertal, fünf Schilling vnd ain hün; item Hanns Clärer zehen Schilling, nüntzehen viertal vnnd ain hün; item Lienhart Ziegler ain pfund, drithalb Schilling, zway malter, sechs viertal vnd ain hün; item Keller Warni acht viertal, vierthalb Schilling, dry haller vnd zway hünr; item Hainrich Vischer auf viertal, zehen Schilling vnd ain hün; item Lienhart Hindersich fünf Schilling, acht viertal vnd ain hün; item Reckenbach dritthalb malter, drü viertal, zwen Schilling vnd ain hün; item Hanns Hindersich acht viertal vnd ain hün; item Haintz Vogt drithalb malter, ain viertal, baider körn, funftzehen Schilling vnd ain hün; item Bart- lin Nops drithalb malter, fünf viertal, viertzehen Schilling vnd ain hün. Item- zu Vffan: item Claus Keffer sechs malter, drithalb viertal, zway pfund minder dry haller vnd ain hün; item Hanns Clösin acht malter, zway viertal, ain pfund vnd ain hün; item Jörg Sailer zway malter, ain viertal, ain imy, sechs Schilling vnd ain hün; item Hanns Sailer ailfthalb malter, sechs viertal, sechtzehen Schilling vnd ain hün; item Hanns Held drü malter, sechs viertal, nüntzehenthalb Schilling vnd ain hün; item der m Wmsk 'sföäS&S w TnmniiniiMn wm. w*a ■■ ■HHp 1488. 67 Pfiffer drü malter vnd ain hün; item Haini Vogler vierthalb malter, zway viertal, ain pfund vnd ain hün; item zu Kirchdorf zehen malter vesan vnd dry Schilling vom hirtenstab; item zu Brülingen geuelt iars fünf pfund haller, alles für ledig vnd vn- uerkdmbert; dann das Tünoweschingen sloss vnd dorf, von dem gotzhus Rychenow lehen; derglich ist Ober- vnd Vnndervffan lehen von der herrschafft Lupfen vnd der kelnhof ain pfandtschafft von dem gotzhus Rychenöwe vmb fünfthalbhundert vnd zehen pfund haller, sinst vnansprächig, dan souerr das Veronicken von Fridingen hundert guldin lipting sind, widerköffig mit tusent guldin Fritzen von Anwil dryssig guldin, dem rat zu Vilingen zehen guldin, Hanns Küngen daselbst acht guldin, dem Rotbletzen daselbst fünf guldin, dem alten Keffer zu Vffan fünf guldin vnd gen Rot- wil sechs guldin zu gülten darab verschriben sind, alles als mit zwaintzigen ainen guldin, doch yede sum samenthafft widerköffig vnnd nitt wytter gehafft noch gegen niemant verschriben. Vnnd ist der koff vber die obgemelten verschriben gülten, so vnser gnedig herren och betzalen werden, bescheen vnd volganngen vm fünftusent vnd drühundert gütter genemer Rinischer guldin, dero vns die bemelten vnser gnedig herren benügig gemacht haben, daran wir wol habend sind. Vnnd also sollen vnd mögen die obgedachten vnser gnedig herren von Fürstemberg, all ir erben vndjmach- komen nuhinfüro imermer ewigclich das obgemelt sloss, dörfer, pfandtschafft, kirchen- satz, vogtyen, zehenden, zinsen, gülten, sturen, diensten, vngelten, lütten, gütten, Valien vnd gelassen, wie vorstat, nütz vßgenomen noch hindangesetzt, nämlich aigen für aigen, lehen für lehen vnd pfandtschafft für pfandtschafft, yegelichs in sinem werde innemen, innhaben, bruchen , nutzen, messen, besetzen, entsetzen, versetzen, verkoffen, sunder damit schaffen, hanndeln, tun vnd lassen, wie vnd was si^wollen vnd sich zu yedem aigen, lehen oder pfandtschafft gepürt, von vns allen ,^ vnsern erben vnd nachkomen vnd allermengclichem daran vngesumpt vnd vngeirrt. Wir vertzyhen vnß och hierüff für vns, all vnser erben vnd nachkomen des obgemelten sloß, dorfer, pfandtschafft, zehenden, zinß, rennt, gült, sturen, vngelt, kirchensätz, vogtyen, vogtrechten vnd gemeinclich aller annder oberkaitt vnd gewaltsamy,f gerech - tigkaitt vnd zügehord, wie dan das alles in koffswyse von dem edeln herren, herrn Hainrich von Stoffeln, fryherr zu Justingen, Hainrichen vnd Conraten vom Stain, ge- brüdern, an vns komen ist nach besag ains koffbriefs, den bemelten vnsern gnedigen herren darum vberantwurt, sich des nach ir notdurft vnd, wie wir mögen, gebrachen. Derglich ob wir ainich brief hetten ald furo funden, die zu disem koff dienten, sollen vnd wollen wir inen alsdan och vberantwurten vnd nitt verhalten, alles vsser vnser vnd vnser erben hannden in der vorgemelten vnser gnedigen herren vnd ir erben^ge- waltsami, also das wir noch vnser erben, noch yemant annderer hinfüro kain vord- HM ■1B ■ I ? ' ■■■ • mstmjßz ■ I bHH ' fliiii M I "*■'f ' ■ >» . . ' . ■ I ■ I H m - | ... WaSsBSSßls. Wk Ü^^K»M m ■■■■■■■■■■ . ':rtJ-^ IIHH 68 1488. mm m ü BBM DWdNWH ■ 1811 illlii ',■'■:■■■■>■■■ Ali rung, ansprach noch gerechtigkaitt dartzü noch daran nimmermer haben sollen noch mögen, weder mitt noch one gericht, gaistlichem noch weltlichem, dan wir hiemitt in warhait bekennen, das wir in disem koff mitt dehainen geuärden hinderganngen, weder vm halbtail noch gar betrogen sind, sunder vffrecht vnd redlich vor den edeln strengen vnd vesten herr Conraten von Schellemberg, ritter, zu Hüfingen, vnd Wil- halmen von Nunegg, vogt zu Tuttlingen, diser koff beschlossen vnd bescheen ist. Wir vorgemelten: Barbara von Habsperg, wittwe, Virich vnd Diepolt, ir elich süne, syen och hieruff für vns vnd vnser erben vnd nachkomen der obgedachten vnser gnedig herren, irer erben vnd nachkomen diß koffs recht weren vnd tröstere, also wa der samend oder sunder an ainem oder mer stucken ansprächig sin wurde, wie sich das gefügte vnd von wem das beschee, so sollen vnd wollen wir, all vnser erben vnd nachkomen, die berürten vnser gnedig herren, ir erben vnd nachkomen, wen wir darum von inen ermandt werden, zu allen rechten tagen vnd tädingen vertretten, versprechen vnd inen disen koff richtig vnd vnansprachig machen, aigen für aigen, lehen für lehen vnd pfandtschafft für pfandtschafft, alles wie obstat, vor allen lütten, rich- tern vnd gerichten, gaistlichen vnd weltlichen, hof-, lannd-, stett- vnd lehengerichten, wa si deß notdurftig werden, nach gemainem landsrechten, vber vnsern aigen costen vnd one allen iren schaden. Vnnd deß zu merer sicherhaitt so haben wir für vns, all vnser erben vnd nachkomen den gedachten vnsern gnedigen herren, allen im erben vnd nachkomen zu vns verschriben, verhafft vnd pfandtbar. gemacht vnd tagen das yetzo wissentlich mit disem brief für vns, vnser erben vnd nachkomen, nämlich die zway tusent guldin, so vns die obgestimpten vnser gnedig herren vber die baren be- tzalung schuldig beliben, wir lassen die vff inen stän oder wir legen die annderwert an, das wir och mit irem wissen tun sollen, also vnd mitt dem' vnnderschaid, wa wir, vnser erben vnd nachkomen die gemelten vnser gnedig herren, ir erben vnd nachkomen vm das, so inen an obgemeltem koff ansprächig sin wurde, nitt vertretten, richtig vnd vnansprachig machten vff vnser selbs costen vnd ir eruordern, wie obstat, so haben alsdan vnser gnedig herren, ir erben vnd nachkomen vollen gewalt, fryes vrlob vnd gätt recht, vns verkoffer, vnser erben vnd nachkomen gemainlich, ainen alain ald mer besunnder, darum in laistung ze manen mitt irn botten vnd besigelten briefen, zu hus, zu hof oder mundtlich vnnder ougen, vnnd welche also vnnder vns, vnsern erben vnd nachkomen in laistung gemandt werden, der oder die gemandten sollen by irn geswornen aiden in acht tagen, den nechsten nach der manung, gen Fürsternberg oder Gysingen in ains offen gastgeben wirtes huse, wie das in der manung bestimpt wirt, in laistung yntziehen, nämlich yeder gemandter mitt sin selbs lib vnd ainem raisigen pfardt; oder welcher selbs nitt laisten wölt oder möcht, sodan 1488. 69 an siner statt ainen erbern kriecht mitt ainem raisigem pfardt in die laistung schicken, alda laisten vnd gewonlich gyselschafft vnnerdingt vnd zu failem koff halten vnd da- non nitt lassen so lanng, bis inen, irn erben vnd nachkomen erfolgt vnd gnüg geschieht vm alles, darum si gemandt betten, one allen iren costen vnd schaden. Vnnd wir, vnser erben vnd nachkomen, laisten also oder nitt die laistung, wir nicht deß minder tun sollen (sie), so haben die gemelten vnser gnedig herren, ir erben vnnd nachkomen fryes vrlob vnd gütt recht, die obgemelten zway tusent guldin, wa die dann- tzümal mitt irem wissen, als obstat, angeleyt sind, vnnd dartzü all annder vnser slösser, dorfer, lannd, lütt vnd gutter, ligend vnd varend, lehen vnd aigen, so wir yetzo haben oder furo vberkomen, darum samend oder sunder, wie si wollen, mitt oder one gericht, gaistlichem oder weltlichem, antzegriffen so lanng, bis inen verti- gung vnd vm das, darum si gemandt hetten, mittsampt allem costen vnd schaden, ob vnd wie si deß zu schaden komen wären, von manung, angriffen, nottung, pfan- dung, gerichten, zerung, clag, briefen, bottenlon, ryttend, gennd oder anndern redlichen sachen völlig vßrichtung, vertigung vnd benügen bescheen ist nach sag diß briefs. Vnnd vor dem allem vns, vnser erben vnd nachkomen, och alle vnser slosser, lannd, lütt vnd gutter, och die zwaytusent guldin obgemelt gantz nichtz friden, fryen noch beschirmen sol, dehain bäpstlich, kaiserlich noch kungelich fryhaitten, ainungen, verpüntnuß, gericht noch recht der fürsten, der herren, der stett noch des lannds, so yetzo gegeben vnd erworben sind ald furo gegeben vnd erworben mochten werden, dan wir vns des vnd alles......... a ) vnd besunnder des geschriben rechten, das gemainer............widerspricht, gentzlich vertzigen vnd begeben haben vnd yetzo für vns, all vnser erben vnd nachkomen vertzyhen vnd begeben.............. diß briefs on all geuärd; vnd ob och diser brief imer vber kurtz oder lang zitt gebrest- hafft vnd versert wurde, es wäre an berment, an geschrifft, an sillaben, an sigeln, an pressein oder der sigl...................kt, das alles söl den gedachten vnsern gnedigen herren von Pürstemberg, iren erben vnd nachkomen oder innhabern diß briefs dehainen schaden bringen noch beren, sunder disen . . . . f allweg krefftig..... .......sin in allem sinem innhalt, clausein, puneten vnd artickeln, all geuärd vnd arglist herinne vermitten vnd hindan gesetzt. Vnnd zu warem vrkund so hab ich obgemelte...........von Habsperg, wittwe, vnd ich Tttelhanns als ir vogt mitt vlyß gebetten die ersamen, wysen burger in aister vnd rate zu Enngen, das si ir statt gemain insigel inen, irn nachkomen vnd gemainer statt one schaden gehengkt hand an disen brief, vnd dartzü hab ich vorgemelter Yttelhanns von Stoffeln als ain vogt vnd in vogtswyse, vnd Virich vnd Diepolt von Habsperg, gebrüder, verköffere, all dry vnser yeder sin aigen insigel hieran gehengkt; vnd zu dem so haben wir obgemelten Ws&m : 111111 M HHHH I ■ ■ ■>'.{.,.; I 111111111 mmSBSStSB ■\ -- ■ y~n - ■ \, I ■ I 11 ■ ■ I ' •*■■ v.-?-- I MS -KV mm® WM s^y v&m mm 70 1488. verköffere gemainlich erbetten die obgenanten her Conratten von Schellenberg, ritter, vnnd Wilhalmen von Nünegk erbetten (sie), das si ire insigel zu getzügknus, inen vnd irn erben one schaden, gehengkt haben an disen brief, der geben ist vff mentag nach des hailigen Crütz tag, als es erhocht ward, nach Cristi vnsers lieben herren gepurt viertzehenhundert achtzig vnd acht iare ') 2 ). Die Siegel Virichs von Habsperg (grün in Schüssel; Schild geschacht mit Querbalken; auf dem Helm 2 Jagdhörner; S>......, b£rg), Yttelhannsen von Stoffeln (grün; im gespaltenen Schild obne Helm ein Hirschgeweih), der Stadt Engen (grün in Schüssel; hier abgebildet; im Siegelfelde der hewen'sche Stern; f SIGIL- LVM. CIVITATIS. IN. ENGEN) und Diepolds von Habsperg (grün in Schüssel; nur die 2 Jagdhörner auf dem Helm kenntlich); Conrats von Schellenberg, Eitters (wie oben); Wilhalms vonNünegk (braun in Schüssel; im Schild Querbalken, darüber Stern; auf dem Helm Flug mit Querbalken und darüber Stern; Umschrift unkenntlich). Perg. Or. Donaueschingen. HL &IB a) Diese und die folgenden Lücken sind durch Beschädigung des Pergamentes entstanden. 1) 1489 , Febr. 5. beurkundet Graf Erhart von Nellemburg, Herr zu Tengen, anstatt und im Namen des Grafen Allwigs von Sultz, als kaiserlichen Hofrichters zu Eotwil, den Verkauf von Tünow- eschingen etc. von den von Habsperg an den Grafen Wolf zu Fürstenberg, wobei Hanns von Pfaffenzell der jüngere als Anwalt der Verkäufer und Asmus Bitterlin, Landscbreiber zu Fürstenberg, als Anwalt des Käufers auftritt. Geben vff donrstag nach Vnser lieben Frowen tag Purificationis 1489. Anhangend das Siegel des Hofgerichtes zu Eotwil. Perg. Or. Donaueschingen. 2) 1491, Sept. 8. beurkunden die Brüder Vlrich, Eitter, und Dieppolt von Habsperg, dass ihnen die wolgeborenen, ihre gnädigen und lieben Herren, Hainrich und Wolfgang, Gebrüder, Grafen zu Fürstemberg etc. die 2000 Gulden rhein. bezahlt haben, welche sie ihnen von dem Kauf Tünoweschingens noch schuldeten. Geben an Vnser lieben Frowen tag Natuitatis (sie) 1491. Die Siegel des edeln und gestrengen Herrn Manngen von Habsperg, Eitters, Vetters der Aussteller, den Vlrich von Habsperg „gebrechenhalb aigens insigels" zu siegeln erbeten hat, (grün in Schüssel; Bruchstück, das nur im Schild einen Querbalken, auf dem Helm Jagdhörner und von der Umschrift: mang, Dflii ...... erkennen läßt) und Diepolts von Habsperg (grün in Schüssel; auf dem Helm 2 Jagdhörner; das andere abgeschliifen). Perg. Or. Donaueschingen. tgm 1488. 71 1488, Mai 28. 84. Heinrich Graf zu Furstenberg, der ältere, Landgraf in Bar und Herr zu Husen im Kintzigental etc., verzichtet auf ein Zehntlein zu Haslach im Bann, — das et wann genannt worden der Kirchherren oder Herren Nicolauß Zehnten und jetzt genannt wird des Zolis Zehnten, dessentwegen Herr Mcolaus Scherer sei., sein Kirchherr zu Haslach Paulus Zoly, damals zu Gengenbach seßhaft, mit geistlichem Gericht zu Straßburg vorgenommen, der Meinung, dieß Zehntlein solle ihm als Kirchherrn zustehen, das von dem vorgenannten Paulin ihm, Grafen Heinrich zugestellt ist, und das er einige Zeit genossen und in seinem Namen verliehen hat — zu Gunsten des ehrsamen, seines lieben und getreuen Herrn Nicolausen Rennern, derzeit Kirchherrn zu Haslach und aller nachkommenden Kirchherren daselbst, weil er in seinem Gewissen nicht sein Recht ermessen kann und damit er nicht seine und seiner Nachkommen Seelen beschwere. Herr Nicolaus Renner verheißt jedoch dem Grafen wegen der Gutthaten, mit denen derselbe ihm allezeit geneigt gewesen, ihm, nicht aber seinen Nachkommen, den lebenslänglichen Genuss des Zehntleins. Geben an mitwoch in den hl. Pfingsten 1488. Es siegelte der Aussteller. Gleichzeitige Pap. Cop. Donaueschingen. B. 1488, Juli 19. 85. Sigmund Graf zu Lupfen etc., der ältere, schreibt dem wohlgeborenen Hain- richen Grafen zu Fürstemberg, Landgrafen in Bare etc., dem Jüngern, seinem freundlichen lieben Vetter. „Min fruntlich willig dienste zu uor, wolgeborner lieber vetter, in dem als du nehst gen Haidelberg geritten bist, ist mir der spenn halben zwüschen miner tochter, diner swoster, vnd minen swägern von Sonneinberg von minem oheym vnd bruder, grafHugen vonMontfort, diser by gesandter brief 1 ) zu geschickt worden, darvff ich im domäls geantwurt hab, das vwer kainer anhaimsch were, so bald aber vwer ainer anhaymsch wurde, weite ich söllichs an uch langen lassen vnd im dann verrer antwurt geben. Wo nü söllich spenn mit dem mynsten costen vnd zum frünt- lichisten, das miner tochter erlidenlich vnnd vff zunemen were, mochten hingelegt werden, bedunckte mich gut sin, darvmb so verr dir, ouch miner tochter, zu willen vnd gevallen sin weit, noch ains gütlichen tags zu verfolgen vnd den gen Ratolfszell anzusetzen, damit graf Hug, der sich vwern halben vil güts erbüt vnd gut by den : ■ . ■ H H 'BHHHB891 ■y,-.,;.- MF, 72 1488. Sachen were, vff dem see herab faren vnd sust nit wol yendert hyn ryten mag, dester- bas ouch darzu kommen mochte, vnd das du söllichen tag durch din traffenlich bott- schaft suchen liessest, so wurde doch darinne nichts beslossen, denn das sollichs wider hindersich an- dich bracht wurde, die ding alsdann, ob dir das gevallen, mit dinem wissen vnnd willen zu beschliessen. Sollichs hab ich dir im besten onverkündt nit wellen lassen, vnd was darvff dins willens sin, wellest mir forderlich geschriftlich zu wissen tun." Datum samstag vor Marie Magdalene anno etc. 88. Das rückwärts aufgedrückte Siegel des Ausstellers fehlt. Pap. Or. Donaueschingen. B. 1) Derselbe fehlt. 1488, Aug. 6. 86. Die Gebrüder Martin von Pridingen, Selbstverkäufer, und Jörg von Fridingen, Mitverkäufer, verkaufen den wohlgeborenen Herren Jacob und Erhart, Gebrüdern, Grafen zu Tengen und Herren zu Nellemburg, ihren gnädigen Herren, alle ihre Güter zu Aittlingen, die vormals von der Herrschaft Fürstenberg Lehen gewesen, die ihnen aber jetzt Graf Hainrich zu Fürsternberg geeignet hat 1 ), um 270 Gulden rhein., über welche sie quittiren. Geben vff mittwoch vor sant Laurentzius tag 1488 2 ). In Holzkapseln die grünen Siegel Martins von Pridingen (quadrirter Schild ohne Helm; 1 u. 4 gespalten, in 2 u. 3 auf schmalem Schrägbalken ein schreitender Löwe; i8. mctrtttt. u..friöitigen.), Jörgs von Fridingen (in 1 u. 4 auf schmalem Schrägbalken ein schreitender Löwe, 2 u. 3 gespalten; auf dem Helm Krone mit Federbusch; S>. fnrg. D. frtöingjn) und des würdigen, hochgelehrten Herrn Ludwig Truchsaßen von Höfangen , Doctors (im Schild schreitender, gekrönter Löwe mit mehrfach gespaltenem Schweif und aufgehobener rechter Vorderpranke; auf dem Helm ähnlicher Löwenrumpf; SS. lubraig. truffes....). Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1488, Febr. 22. (frytag vor Inuocauit). Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. 2) 1489, Juni 23. bekennt Marquart von Ow, derzeit zu Wachendorf gesessen: nachdem Graf Hainrich von Furstenberg seinem (des Ausstellers) Schwager, dem festen Martin von Fridingen vergönnt hat, etliche von der Grafschaft Furstenberg lehenbare Güter zu Aytlingen zu verkaufen, doch das erlöste Geld auf Güter anzulegen, die fürder seiner Gnaden Eigenthum und empfangen werden, hat er (der Aussteller) von seinem Schwager die 270 Gulden dieser Kaufsumme empfangen und trägt dafür näher beschriebene Eigengüter zu Wachendorf der Grafschaft Fürstenberg zu Lehen auf. Geben an st. Johans aubent züSunwenden 1489. Das Siegel des Ausstellers (grün in Schüssel; Schild getheilt, oben ein Löwe; Kleinod und Umschrift unkenntlich). Perg. Or. Donaueschingen. 1488. 73 1488, Sept. 13. 87. Jacob von Nünegk d. ä. meldet dem Grafen Hainrich von Furstenberg d. ä., dass er dessen Schreiben, bei seiner Lehenspflicht auf den hl. Krucztag zu Nacht zu Hüffingen in der Herberge sich einzufinden und am folgenden Morgen „die Sachen für zu nemen", nicht nachkommen könne, denn er sei über 10 Wochen schwer krank gewesen, dann sei er in ein Bad geritten, jetzt aber sei er nach dem Bade „so ser an allem sinem libe, das er kain hössen an den bain vnd an den armen nit geliden mag." Geben uff des hl. Krücz aubend 1488. Das aufgedrückt gewesene Siegel des Ausstellers fehlt. Pap. Or. Donaueschingen. B. 1488, Sept. 15. 88. Eckg von Künßegk bekennt von dem wohlgeborenen Herrn Grafen Hainrich zu Fürstenberg etc. dem älteren zu rechtem Mannslehen empfangen zu haben den Hof, genannt Hiltmißhusen, unter Kunßegk gelegen, seinen Vordem einst zu Lehen gemacht für des Lüllins Hof bei Sulgen 1 ). Geben an mendag nach des hl. Crutz tag Exaltacionis 1488. Das Siegel des Ausstellers (grün in Schüssel; Schild geweckt; auf dem Helm Federhusch). Perg. Or. Donaueschingen. 1) Vergl. Urk. v. 1373, Febr. 24. (Band II, Nr. 446). 1488, Sept. 30. Heidelberg. 89. Pfalzgraf Philipp bei Rhein stellt den Heirathsbrief für Grafen Wolfgang zu Fürstenberg und Gräfin Elisabeth von Solms aus. Wir Phillips, von göttes gnaden pfaltzgraue by Ein, hertzog in Beyern, des hailigen Romischen richs ertzdruchses vnd khurfurst, bekennen vnnd thun kunt offem- bar mit disem brieff, das wir vff hwt datum nach rat etlicher vnnser treffennlichen II rethe, mit wissen vnd bysin der edeln, vnser lieben getruwen, Otten grauen zu Sollms, als von wegen Elisabeten grefin von Solms, siner dochter, auch Heinrichen vnd Wolfgangen grauen zu Fürstemberg, gebrüder vnd geuettern, vnnd etlichen II anndern iren IV. 1° |^B m m ' ■. ■ mmmsm HhHH I I 'V"t.V<> I I I ■ y : ,. ■ zsm '■''v. M smmm 74 1488. Ü frunden vnd retten, zu lob vnd ere dem almächtigen got, ein abred vnnd fruntschaflt des sacraments der heiligen ee mit beyder parthyen guttem wissen vnd willen beschlossen haben, also das graue Wolfgang von Furstemberg vnd Elßbeth greuin von Solms einander zu der hailigen ee nemen vnd haben, die auch nach cristenlicher Ordnung mit kirchgang vnd anderm volbringen eynander fruntlich vnd erlich halten vnd thun sollen, als sich frommen eelüten vnd nach irem wolherkomen gezympt vnd ge- purt. Vnd sol graue Ott von Solms graue Wolfgangen zu siner tochter zu rechter eestwr vnd zügelt geben sechstusennt guldin an barem gold diser lanndswerung, nemlich so der handtstreich geschieht vnd sie bygeschlaffen, drwtusent guldin, vnd darnach in den nechstvolgennden dryen jarn nacheinander alle jar dusent guldin, von dem tag des byschlaffens vber ein jar anzufahen, vnd die selben zu jedem zyle vns, pfaltzgraue Phillipsen oder vnsern erben, ob wir nit wern, geyn Heydelberg antworten, die furter graue Wolfgangen gegen siner quittung zuzuschicken, bis die sechstu- sent guldin gantz erfult vnd bezalt werden. Dagegen soll graue Wolfganng von Furstemberg ir sechstusent guldin widerlegen vnd zugelt vnd widerlege, die zusammen zwollf dusent guldin tragen, vnd dartzu dusent guldin morgengab, die egenanten sin gemahel verwysen, verschriben, versichern vnd verwydemen vff sinem sloss vnd ampt Wartemberg mit aller siner zügehorde, dorfern, wylern, hofen, wesen vnnd wonungen, vogtien, lütten, güttern, rennten, gefeilen, nutzen, oberkait, herlickait, zollen, gleytten, lehenschafften, gebotten, verbotten, hohen vnd nydern gerichten, stwren, betten, feilen vnd vnfellen, atzungen, dinsten, schefferyen, wiltpennen, weiden, wassern, wonnen, weyden, zwyungen, bennen, almenden, mareken, gemereken, bergen, schlichten, vogthien, gerichten, atzung, Schätzung, beechen, fischeryen, seen, wyern, wagen, tichen, mulen, mülstetten, aller zugehord vnd gerechtikait, wie das alles namen hat, haben soll vnd mag, besuchts vnnd vnbesuchts, nichts vsgenommen, wie das graue Wolfgang vnd sin eitern byßher besessen, gebracht vnd genossen hat, also das die egenant Elisabeth von dryzehentusent guldin zugelts , widerleg vnd morgengab sybenthalbhun- dert guldin jerlicher besetzter gult, das ist ye von zweyntzig gülden einen guldin gelts jerlich wol gehaben mog. Er soll sie auch des alles, besonnder des wydems nach wyderas recht vnd der morgengab nach morgengabrecht vnnd gewonhait versehen vnd versorgen vff Wartemberg mit allen sinen egemelten zugehorden, benants vnnd vnbe- nants, vnd ir des notturftig verschribung mit verwilligung vnd mit versigelung des edeln Hainrichen grauen zu Furstemberg etc. des jungern, sins bruders J ), vnd ob dartzu jemands verwilligung me not vnd in der masse, das sie daran sicher vnd habend sy. Vnd ist beredt: welichs der egenanten gemehele vor dem andern abget vnd abstirbt, das got lang zuwenden hat, vnd nit erben von ir beider üben geborn in leben 1488. 75 verliessen, so soll das annder, das in leben verüben ist, by zugelt, wyderleg vnnd wy- deni sin leben lang gerüglicb sitzen pliben, sich des gebrachen vnd gemessen on meniglichs intrag on geuerd. Vnd wann das in leben bliben ist, darnach auch abstirbt, so soll in der nechsten virteljarsfrist yedesteils zubracht gelt vnd gut wider- fellig sin vnd gefallen dem nechsten erben des stams, da jeglichs herkomen wer, on widerred. Vnd wurd solieben wydem zu besitzen Elizabethen obgemelt gebüren, so sollen die zit graue Wolfgangs libs erben vnd, ob er die nit verliesse, siner bruder oder nechsten erben eyner, der weltlich wer, vnd der erben ein offnung haben in dem egenanten sloss' Wartemberg mit sampt oberkaitten vnd heiiichkeitten der hohenge- richt, wilpennen vnd gleyt, doch das sich die selben der gebruchen, Elisabethen an irem wydem, morgengab, iren rechten, nutzen vnd gefeilen vnd, wes ir zustet, vn- schedlich sin a ) sol, auch nymand da enthalten, es wer dann iren vorgeschriben widdem vnd morgengab beruren, ongeuerd. Der obgenant graue Wolfgang soll auch für sich vnd sin erben der obgenanten Elizabethen in monadsfrist nach irem byschlaffen ampt- lüt, knecht im sloss, burger, inwoner, vßlutte vnd angehorigen, in das ampt gehörig, gebietten by iren pflichten, das sie ir von wydems vnd morgengab wegen hulden, globen vnd schwern, wann sie den widern erlebe vnd besitzen wolle, ir den inzügeben, ir ire leben lang getrw vnd hold zusin mit dinsten vnd vndertenigkait, auch renten vnd gulten, gebotten vnd verbotten vnd allen andern dingen gehorsam vnd gewertig zu sin als irer rechten herschafft, vnd wie sie ietz dem' benanten graff Wolfganngen pflichtig sin, vnd so sie das gethan han, sollen sie graue Wolfganngs vnd siner erben pflicht, huldung, glubd vnd eyd die zit quit vnd ledig sin vnd gezelt werden; weliche auch der obgenant graue Wolfgang hernach zu amptlutten vnd vnderamptlütten vnd knechten an das ampt Wartemberg vffnemen, sollen deßglich globen vnd sweren, der obgemelten Elisabethen dise verschribung, souil sie eyn jeden byndet, zuhalten. Die vorgenant Elisabeth soll auch alßdann die burger, inwoner vnd angehorigen lütte by iren fryhaitten, rechten vnd alten herkomen bliben lassen, wie sie bißher by ir herschafft hüben sint, vnd disen widdem wesenlich halten vnd bliben lassen, wie si den funden hat vnd der herkomen ist. Der benannt graue Wolfgang vnd sin erben sollen auch ir den helfen schützen, schirmen vnd verteydingen on alle ir beswerdnus, glich anndern iren eygen lütten vnd dem iren. Vnd so Elizabeth nach tod graf Wolfgangen iren wydem besitzen wurde, so soll ir dartzu folgen, gefallen vnd werden alles Silbergeschirr halbs vnd der hußratt auch halber, dartzu zweyntzig füder wynes, zweyhun- dert malter korns vnd zweyhundert malter habern, ob sie der begert, vnd sol damit von aller annder erbschafft, pfandtschaft, landschaft, profane! vnd schuld gantz abge- scheiden sin, on widerred, vnd auch furbas mit der graueschafft Fürstemberg schuld 10* m ■ H " * *V'" SHHH^H 9bHBSB6 wMKBBBBm WUmBSSM WSKMSBm HHH ««•fsssi: m^-ym M köS!?S m 76 1488. zugeben oder inzünemen nichts züthun han, in dheyn weg, ongeuerde, sonnder sich ir leben lang irs wydems gebruchen vnd halten, wie uorstat. Wurd aber graue Wolfgang absterben, das got lang zuwenden hat, ee dann Elisabeth vnd lebendig libs erben von iren beyder lyben geborn hynderlassen, vnd Elisabeth des willens, sich von den selben iren kinden zuthun oder zuscheyden, vnd wollt vff iren wydem ziehen, da iren besesß vnd wonung zu Wartemberg halten, des solt sie macht han vnd ir alßdann ir leben lang zugebruchen, folgen, gefallen vnd gehalten werden, wie obgeschriben stett, dartzu fron vnd ander dinst, das sloss vnd ire bwguter zuhalten, auch das gemeyn jagen, beissen, hetzen vnd fischen dienen vnd mit dem jagen des hochwilds auch frunt- lich gern ir gehalten werden, on Widerrede. Wurde sie aber rats, sich anderwers in die heilig ee zuuerandern vnd neme eyn anndern man, so solt sie by irem wyddem bliben, wie uorstat, vnd doch, ee sie byleg mit dem selben irem gemahel, nach notturft versorgen, verschriben vnd versigeln, dem widdem zuhalten vnd handthaben, auch bliben zulassen , wie vorgerurt ist. Vnd als ob sie auch abginge, das solicher wydem mit aller zugehorde alßdann vngehynderet vnd vngeirrt widerkome an die nechsten erben von Furstemberg, beheltlich doch frowen Elßbethen nechsten erben ir, widerfals an den sechstusent guldin vnd anderm, ob sich der nach lut der verschribung geburen wurd, daran sich auch die selben erben vnd besonnder an Wartemberg mit siner zugehorde halten vnd die zugewanten desselben sloss vnd ampts mit allen dingen ine darfur so lang hafft vnd gewandt sin, bis inen das ir obgemelt gefolgt ist, ongeuerd. Wo aber des obgenanten graue Wolfgangs nechsten erben dann zurzit Elizabethen, so sie sich, als obstat, verändert het, sybendhalb hundert guldin jerlicher nutzung ir leben lang nach redlicher notturft, daran sie sicher vnd habend ist, verschriben vnd versichern sin wyddem vnd morgengab, so soll sie die jerlich nemen sampt annderm, so ir von farender hab zubescheiden ist, vnd Wartemberg des sesse mit siner zuge- hor abdretten vnd des von Furstemberg irs gemahels nechsten erben in antwurten on all hindernusse vnd geuerd. Es soll auch die benant Elisabeth des obgenanten zü- gelts von graue Otten, irem vatter, benügig sin vnd der egenant graue Wolfgang vnd sie beide verzihen zu Rotwil an dem keiserlichen hoffgericht, wie zureeht gnug ist vnd daran graue Ott ir bruder vnd vettern von Sohns vnd der erben sicher vnd habend sin, vff der selben Elisabethen vetterlich vnd mütterlich erb vnd alles, das ir vfferstorben ist oder vffersterben mocht, es wer dann, das graue Ot, sin sone, ire kinder vnd kindskinde vnd des benanten graue Otten bruder von todswegen abgingen; wartzu dann die genannt Elisabeth, so sie solichs erlebt, recht het, das soll ir ge- dyhen vnd werden. Vnd des alles vber zugelt, widerleg, widern, morgengab vnd verzig notturftig brieff gemacht, vffgericht vnd vor dem byschlaffen alle brief gegen- 1488. 77 eynander vberantwurt werden, vnd ob Wärtern berg oder icht dartzu gehörig vorn heiligen rieh oder jemand anderm lehen wer, sol graue Wolfgang des willigungbrief von der keiserlich maiestat oder anndern, die es berurt, in der zit erlangen, damit Elisabeth nach diser beredung widerns vnd morgengab recht versorgt vnd versichert, daran sie habend sy. Es ist auch beredt: ob der gemehel eyns, ee dann sie bygeschlieffen, abginge, so solt auch dise beredung vnd verschribung entlich absin vnd kein teil nie binden. Vnd heruff so hat der obgenant graue Ot von Solms graue Wolfgang von Furstemberg sin tochter Elisabeth obgenant zu der hailigen ee geben vnd vermehelt vnd er sie also empfangen vnd genommen zu der hailigen ee vnd ist von beidenteilen versprochen zuhalten, was an disem brieue geschriben stet, sie sampt oder jeglichs insonderhait antreffen, alle arglist vnd geuerd in puneten vnd artickeln diß brieffs gentzlich vßgescheiden. Des zu vrkund sint diser mahelbrieff zwen glich lütten mit vnserm anhangenden ingesigel versigelt. Vnd wir Ott graue zu Solms vnd Wolfgang graue zu Furstemberg vnd zu Bare bekennen, das wir dise beredung nach sag diß brieffs stet vnd vest zuhalten vnd der volg zuthun vffgenomen hau, darumb vnser jeglicher sin eigen ingesigel auch an beyd brieff geheockt. Datum Heydelberg vff dinstag nach sant Michelstag anno domini millesimo quadringentesimo octuagesimo oetauo 2 ). Die Siegel des Ausstellers (oben ein Stück weggebrochen; roth in ungefärbter Schüssel; unten ein damaszirter Schild, darüber, an einander gelehnt, r. Schild mit dem Pfiüzer Löwen, 1. mit den bairischen Wecken; auf dem Helm ein sitzender Löwe; S. t ............. fac'. rot. itttpurii. ttrdjtbapifer. pljUippos. elec. .. .); des Grafen Otto von Solms (grün in gelber Schüssel; im Schild Löwe; auf dem Helm zwischen 2 Flügen Löwenrumpf, darüber 7 kleine Sterne; S. Otto, graofi. v. folmtfj.); und des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg (grün in gelber Schüssel, wie oben). Perg. Or. Donaueschingen. a) Or.: sie. 1) 1488, April 14. (montag nach Quasimodogeniti), Heydelberg, schrieb Pfalzgraf Philips dem Grafen Heinrich von Furstenberg"): es bedünke ihn, dass „vff beyde syt ein zymlich heyrat vnd versten der personell halb keyn missfallen sy; dann als graue Wolf sie bewysen vnd bewidemen will vff Wartenberg mit siner zü- gehörde, das will den von Solms ettwas zu ferre entlegen vnd auch ein ruhe art bedüncken, vnd hatt den weg furgeben, dich zii uermögen, das sie vff dem Kyntzigertale, das du innhast, verwysen würde, des graue Wolf ein beswerung nympt, dir solchs zuzumuten, in sorgen, du werdest es anders versten vnd ine darinn be- dencken, als ob er das angebe oder suchte dich by leben zu erben etc." Bittet ihn daher, seinem Vetter zu liebe in diese Verweisung der genannten Tochter auf dem Kintzigertale zu willigen. Pap. Or. mit rothen Siegelspuren. Donaueschingen. — 1488, April 21. (mendag nach Misericordia domini), Wolfach, antwortete Graf Heinrich in höflichster Form ablehnend; wenn aber Graf Wolf ihn überlebe, solle er laut der darüber aufgerichteten Gemächtsbriefe das Kintzigental von ihm erben. „So ist mir, graf Otten sig diser begird nit nott, dann myn vetter inn wol mit aignem sinem innhabenden gütt zu belegen vnd versorgen, ouch im fürgeschlagen mer dann ob zwaintzig tusend guldin wert güts, das mir yn der gestalt zewyssend ist; sünder habend vnserre vordem von Fursten- I - I I A.H ■ I SSSP fX^asei HHHHHH l ■ - Kt + , -■-■ o ■ ■ I H m HB I ■ V^-.A,,,. A''(:1,-r ■ W® . 11 ■ .*>h ■ USUS H H I H9 1 78 1488. berg saliger sich mit yren gemähein noch bißhar also gehalten, das von gnaden göts kain clag oder verwyß vff sy nie erwachsen vnd an dem ende ouch niemer bescheen soll." Pap. Concept (in duplo). Donaueschingen. a) Or.: Furstenburg. 2) „Anno domini 1488 kam vnser gnedige wolgeborne frow Elßbecht, geborn von Solms, als ain zü- gemahelte frow des wolgebornen herrn herrn graf Wolfgangs zu Fürstenberg in diß landt „vnd") ist anno 1540 gestorben vff st. Bartholomei tag. Gott sey ir gnedig." Andres Kötz im Kinzigthaler Lagerbuch von 1493, p. 5; Donaueschingen. Auch Vorsetzblatt VI v. c. 1503 des Neidinger Anniversarienbuches von 1494 und der Fortsetzer der gesonderten genealogischen Aufzeichnungen des Andres Kötz (f. f. A.) nennen 1488 als Jahr der Vermählung des Grafen Wolfgang mit Elisabeth, geb. Gräfin von Solms und Mintzenburg. Der letztere knüpft daran die Nachricht: „Die haben zwen herrn vnd frowlin vberkomen." a) Von hier an Nachtrag von einer jüngeren Hand des 16. Jahrhunderts. HL 1488, Okt. 4. 90. Hainrich Graf zu Fürstenberg verkauft dem erbern Mann, Hansen Tuffner aus dem Tiefenbach zum Schönenwalde seinen freieigenen, ledigen Hof in der Schonöwe, genannt der Hohen Hof, wie der an ihn von Jacolman Hohen gefallen, um 200 fl. rh. Da der Hof in seinen hohen Gerichten und Herrlichkeit liegt, gibt Tuffner und wer denselben besitzt, dem Grafen zu Fürstenberg jährlich auf Martini 1 fl. Schirmzins; wann der Graf Steuern, Schatz oder Bitgelt auf andere die seinen legt, zahlt der Hof jedesmal 1 fl. für Steuer oder Bitgelt, sonst soll er mit keinem Zins oder Steuer beschwert werden. Tuffner soll auch ab dem Hof st. Mclausen *) 5 ß jährlich geben und dem Gotteshause zu st. Jörgen seinen Zins, sofern man den schuldig ist und ihn nicht abtreiben mag. Tuffner hat versprochen, den Hof in den nächsten 5 Jahren „in eren halten, buwen, zuuern (sie), behusen, beröchen vnd besetzen" zu wollen, und dass der, welcher ihn also besitzt, schwören soll, wie andere die seinen (des Grafen) oder wenn derselbe nicht dessen ist, wie ein anderer Hintersasse; er soll in des Grafen Schirm und Versprechen stehen. Geben an st. Franciscus tag 1488. Das Original siegelte der Aussteller. Pap. Concept. Donaueschingen. B. 1) Die Kirche zu Schönenbaeh ist st. Nicolaus geweiht. r 91. 1488, Okt. 21. Hainrich Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husen im Kintz- 1488. 79 igenthale, vereint sich mit dem andächtigen, geistlichen, seinem lieben, getreuen Bruder Mclasen, Prior in seinem (des Grafen) Klösterlein Tanheim, Sant Pauls, des ersten Binsidels Ordens, über einen Tausch, wonach der Graf dem Kloster seinen großen und kleinen Zehnten zu Thanheim im Dörflein gibt und dafür den Lössliszehnten, ge- ff legen in seinem Zehnten und Banne zu Wultertingen und Vberbecken, erhält. Geben vff zinstag nach sant Gallen tag 1488. Das Siegel des Bruders Niclaus (grün in Schüssel; im Siegelfeld auffliegende Taube mit Oelzweig; + S f; das übrige abgeschliffen). (Das nicht mehr vorliegende Duplikat trug das Siegel des Grafen). Perg. Or. Donaueschingen. 1488, Nov. 16. 92. Jörg Büttel von Oberschwartzen ist um seine unnützen Drohworte: — „daß ich geret hon: ich well die vonTeckingen verbrennen vnd alß arbaitzelig machen, alß ich sig, vnd sy daruff verbrent worden sind" — und weil er seinen Eid, ohne Erlaubniss seines gnädigen Herrn nicht von Teckingen zu weichen, gebrochen hat, von dem Grafen Hainrich zu Fürstemberg, Landgrafen im Bare und Herrn zu Husen im Küntz- getal etc., gefänglich angenommen worden. Derselbe wollte über ihn zu Prüflingen Recht ergehen lassen, das ihm zu schwer geworden wäre, desshalb haben die von Prüflingen und Teckingen, auch er, Büttel, selbst, „sin eilend anzesehend" und ihn freizulassen, seinen gnädigen Herrn gebeten, der ihn darauf unter der Bedingung freiläßt, dass er Urfehde schwört und gelobt, wenn er sich nicht recht hielte, auf Befehl seines gnädigen Herrn, seiner Amtleute und der seinigen stracks aus dem Lande zu ziehen, keine Nacht mehr zu liegen, wo er die vorige gelegen, bis er über den Lech komme, jenseit desselben zu bleiben und ohne Erlaubniss seines Herrn nicht mehr herüber zu gehen. Geben vff st. Ottmarß tag 1488. Die Siegel (grün in brauner Schüssel) der strengen, edeln und festen Herren, Hansen von Fürstemberg, Ritters, (im Schüd und auf dem Helm ein Pferd auf dreigipfeligem Berge; 3. tfam. von. fDrltenberg. rtt - .) und Junker Hainrieben von Runlang (im Schild und auf dem Helm Einhornrumpf; Ä. Ijarin. De...... ). Perg. Or. Donaueschingen. B. mmw "MM H 9 m i ■'■*•"'■ i i v > 3 ' fflmm H M% m mMUmmmm^SuSf^r jIwÄ-3 I I *..'■'. • ■ ■ ■ ■ ■ I HaBR NN! ,*'. ä js* t '-i ■ n BSE» $sfc mflmgfww i f a * i ' |aaaaa: ' 80 1488. H ^^B 1488, Nov. 22. 93. Revers einer Strassburger Gewerkschaft gegen den Grafen Heinrich d. ä. zu Fürstenberg über die Belehnung mit Bergwerken bei Weiler im Kinzigthale. Ich Frantz Hagen, edel kriecht vnd burger zu Straßburg, bekenn offenlich vnd ton kunt allermengklichem II mit disem briefe: als der wolgeborn herr graf Hainrich zu Fürstenberg etc. der elter, min gnediger II herr, mir, miner geselschafft, vnsern erben vnd nachkomen geMhen vnd verlyhen hat die grüben, die man nempt den Eychenberg, gelegen by Wylr, vnd darzu souil mer vnd wytter in siner gnaden grafschafft vnd vß anderm dem sinen von dem Schnellinger berge, wo die selb siner gnaden vorbescheen verlyhung erwindet vnd abgaut, von dem selben ende das wasser vber sich vff vntz an den Vyscherbach, an yedem end fürsich, vbersich vnd hinder- sich, als wyt der begriffe in dem sinen gaut vnd sinen gnaden zu stat, zu. buwen vnd zu geniessen, vmb den zehenden vnd ain künftigen furkoffe an der marcke, alles nach innhalt ain lehenbriefs, des datum stat vff disen tag, als dirr brief ouch gegeben ist. Vnd darumb so hab ich, wie vmb bergwercks empfahung zimlich, recht oder gewon- heit ist, sinen gnaden glopt vnd geschworn, sinen nütz zu fördern, fromen zewerben, sin schaden zewarnen vnd gemainlich alles das zetond, so ich von sollicher obgenann- ter bergwercks verlyhung wegen schuldig bin vnd billich tun, alles trüwlich vnd vn- geuarlich. Des zu vrkund so hab ich myn aigen insigel wissentlich zu. gezügnis an disen brief geton hencken an sampstag vor sannt Katherinen tag, als man zalt nach Cristi vnsers lieben hern geburt vierzehenhundert achzig vnd acht jare. Das Siegel des Ausstellers (grün, in Schüssel; Schild getheilt, ohen und unten 1 Löwe; auf dem Helm ein vierfüßiges Thier; .. frcmij......). Perg. Or. Donaueschingen. Nach demselben auch gedruckt in der Zeitschr. f. d. Gesch. des Oberrheins, XII, 398. 1488, Nov. 24. Ingolstadt. 94. Eberhard Graf zu Wirtemberg und Mümpelgart der jüngere schreibt an den wohlgeborenen, seinen lieben Oheim, Grafen Hainrich zu Furstemberg: „nachdem wir dir vormals geschriben hannd, vnns ain ander pferd zu schicken für vnsern zeiter, den wir vnsrem gemahel gekaufft hetten vmb achtzigk guldin, des wir bisher gewarten haben, vnnd des noch von dir nit beschehen, begern wir an dich nochmals 1489. 81 mit ernstlichen vleiß, du wellest vns zaiger diß bey im ain ander pferd zu schicken oder die achtzigk guldin, dann du wol ermessen kanns, das vns notdurft das erhaiß; wa du vns solch pferd oder die achtzigk guldin nit schicken wurdest, das wir mit dir weytter hanndeln würden, des wir nit gern tätten." Datum Ingelstat am möntag vor Katherine 1488. Das aufgedrückt gewesene Siegel des Ausstellers fehlt. Pap. Or. Donaueschingen. B. 1489, Jan. 13. 95. Lienhart Bücher vß der Seckenpfarr hat bekannt: (ich hab) „mins elichen wibs elichen tochter Ellisabetten in der hl. Cristnacht im 87. jar, do min wib by der mettin was, zu mym willen bracht vnd biß vff disen tag geheist, wan ichs vermögt, darzü sy vnderricht vnd gelert, als offt ich mit ir zu schaffen, das sy alweg etwas dafür geton hat, das sy kain kind von mir empfahe, als dan das von den farenden frowen, das es dafür gut sige, an mich komen ist, nochmer, das ich ir ver- botten hon, sy werd siech oder gesund, das sy solliche vnser büberi nit soll bichten, als dan ich vnd sy das zu der nechst getonen bicht verswigen vnd mit wissen verhalten, ouch dennöcht nütz des minder vber sollichs das hl. sacerment des zarten fronlichnamms vnsers hern Jesu Cristi empfangen, als ich mich des harinn also geton hon vnbezwungelich bekenn." Er ist deßhalb in das Gefängniss des Grafen Hainrich zu Furstenberg etc., des altern, gen Wolfach gekommen und von demselben vor das Stadtgericht gestellt worden. Weil er aber selbst besorgte, das Recht werde an seinem Leibe und Leben zu schwer werden, hat er das Gericht und alle Umständer um Fürbitte angerufen. Auf deren Bitte hin hat ihn der Graf von sich kommen lassen unter der Bedingung, dass er schwöre, stracks aus dem Lande über das Wasser des Eins zu gehen und nimmermehr „weder darob, noch darvnder" ohne Er- laubniss der Herrschaft Fürstenberg herüberzukommen, und Urfehde zu halten. Geben an st. Hylarieu aubend 1489 x ). Das Siegel der Stadt Wolfach fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1) Außen steht, von gleicher Hand geschrieben: „Lienhart Büchers, des alten spittelmaisters vr- fachd.« IV. 11 m^^^h^^^h ■ fiSKB '■■■■■■?■■'•<..■.■■■'■'■ :■:././■■ g :. . v ;. I l 82 1489. ; '■.:■■ ■':. 1489, Febr. 3. Weisthum des Dorfes Wolterdingen. 96. Dis sind des dorfs Wultertingen zwing, benn vnd gerechtikaitenn etc., wie die von vogt, gericht vnnd gantzer gemaindt angeben vnd von alter gebraucht, das sie by geschwornen aiden gesagt habend vff sant Blasins tag im 1489. jar. Zwing vnd ban. Item in der Pflüg rysin stat ain marck, schauet Wulter- tinger, Eschinger vnd Brucker ban, vnd gat Wultertinger ban von dem selben mark- stain bis in die Lantwatten vffhin bis in den Hubrain vnd vs dem Hubrain bis in das Hinder bechlin vnd vs dem Hinder bechlin bis in den Rutinbrunen vnd vs dem Butybrunen bis in Vtenbrunen vnd vs dem Vtenbrunen nach sant Johans geren in Formans wyß, vss Formans wyß in die Wyß tannen, vß der Wyß tannen in den Wissen brunen, vß dem Wissen brunen in den Bichenbach, vss dem Byhenbach in das Stamm oß, vs dem Stainmos in das Bereu gewöll, vs dem Beren gewell in den Müllbah vnd vß dem Milbah herab in den Tierstain vnd die Halden herab vnd vnden herüber in den Haßlaher bah. Item vnd was holtzes die von Wultertingen wollend füren oder brüchen zu dem dorf, sollend sy gewalt haben, was sie mit zwayen zügen den berg vff füren, das selbig haim zu fürend vnd zu brüchen an der halden vnder dem Bünsen vnd vnder dem Hallenberg, vnd sollend kain bom den berg ab füren gegen der Breg. Item mer vß dem Haßlar (sie) bach in die Thorsyll vnd vß den Thorsylen zu den Bintzen stoken vnd vß den Bintzen stoken zu den Laingrubn vnd vss den Laingruben in Karlios holtzlin vnd vß Karlins holtzlin vber die Hofstat herab in das Trakenloch vnd vß dem Trakenloh vber den Dirren bühell herab in den Ris- vichrain vnd vss dem Eysvichrain hin vff in Bluwlis anwander vnd von Bluwlis an- wandell (sie) in Ymels grundt vnd den Ymels grund ab bis in die marck, die da schaidet Wultertingen vnd Tanhaim vnd Beckhoffen, vnd von der selben marck hin vber in den Langen rain vnd vß dem Langen rain herab in des Zyrnen bom, der do stat in der Luken, vnd vß der Luken hin vff in den markstain vnd von dem selben markstain in Reckhaiders gruben vnd vs Reckhaiders gruben in Langen rain in markstain vnd vß dem markstain den Langen rain in bis in den markstain, stat hinder der Aspan, vnd vß demselben markstain bis in den markstain, der do stat vff Grü- ninger staig vnd vß der selben mark vber die...... a ) in die mark, die do stat im Fronholtz*), vnd vß der selben mark in die mark, so stat vff der Ebni neben dem weg, vnd von der selben mark vff der Ebni vff die Hinder ebni in die mark vnd von der selben mark widerumb in die Pflug rysin 2 ). 1489. 83 Dorfs Wultertingen gerecMikait. Item zum ersten sol mins gnedigen herrn hoff 3 ) dem dorf ain hagen halten. Item Saat Blasien hoff 4 ) sol dem dorf ain stieter halten. Item die widom oder der kirchherr sol dem dorf ain eber vnd ain ran oder wider halten. Vnd gibt der hagen, stieter, ran 6 ) vnd der eber kamen hirten Ion vnd der eber sol fry gan, wa hin er gat. Item der milier sol segen ain schnit vmb vier haller, was man in das dorf bruchen will vnd vff den hoff zu Vberbeken. Wan dem miller schad zu fiel an dem wür, so sollend im die mayer beholfen sin zu würen vnd mit faren vngeuarlich. Item der miller sol ain or in sin hand nemen vnd sol vff dem stelbank stan vnd sol mit dem biller (sie) ob sieh vnd nider sich werfen vnd als verr er wirft, als verr hat er gerechtikait zu fischen. Item alle die von Wultertingen haben gerechtikait, von dem fürt vff Burg 6 ) an bis zu dem fürt zu der Wasser schapfen zu vischend mit ainem berren 7 ) zwayer schuch wyt, vnd sollend in kain gestad gan; aber er sol mit der ainen hand setzen vnd mit der andern hand die stain vmb keren vngeuarlich. Das wasser zu Wultertingen gat von der Eychen grub 8 ) oben herab bis in die brugk zu Brugkhen. Von anderer gleichzeitiger Hand: Sampsen Wysß, landschriber zu Furstenberg, notarius publicus subscripsit manu propria. Perg. Or. in der Gemeinderegistratur des Dorfes Wolterdingen. a) Unleserlich durch verblasste Schrift und Bruch des Pergaments. Eine wenig jüngere Copie im f. f. A. hat: Tliasslecher. 1) Die obigen Flur- und Waldnamen sind größtentheils noch heute erhalten. 2) Pflugumkehr, Ort, wo umgewendet wird. 3) Des Grafen von Pürstenberg Frohnhof. 4) Des Klosters St. Blasien Frohnhof. 5) Hagen = Zuchtstier, Stieter = Hengst, Ran, entstellt aus Ram = Widder. 6) Flurname südlich von Wolterdingen gegen Hubertshofen. Hier stand unzweifelhaft die Burg der früh ausgestorbenen edlen Herren von Wolterdingen, von denen Liutoldus de Wltirtingin 1102 in einer Urk. des Klosters Allerheiligen in Schaffhausen genannt wird; s. Baumann, Die Urkunden des Klosters Allerheiligen, Archiv für Schweizer Geschichte, III, 66. 7) Um Reife gespanntes Fischnetz. 8) Mündung des Richen- (Reichen-)bachs in die Breg. 1489, Febr. 7. 97. Wolfgang Graf zu Furstemberg und Landgraf in Bare etc. verkauft dem ehrsamen, weisen, seinem lieben besondern Wilhalm Achtpig, Bürgermeister zu Vberlingen, um 400 fl. rh. auf Widerkauf 20 fl. rh. in Gold, „zu Vberlingen an dem geswornen Wechsel gütter vnd genemer«, Zins, zahlbar aufHilarii in Vberlingen von und ab seinem Schloss und Dorf Tünöweschingen, Ober- und VnnderVffen, den beiden dazu gehörigen Dörfern, wie er das vonDiepolt und Vtzen von Hapsperg erkauft hat. Vorher gingen darab: Fronicken von Fridingen 100 fl. mit 1000 fl. widerkäufiges Leibding, Fritzen 11* ■ ■ WIM W&Sm WKammm HÜ I«aBßä*5 &iäiis? ■-'**}.* TT 84 1489. KU von Anwil 30 fl., dem Rathe zu Vilingen 10 fl. , Hanns Küngen daselbst 8 fl., dem Rotpletzen daselbst 5 fl., dem Alenspach zu Eotwil 6 fl. und dem Prumsin zu Schaffhasen 20 fl. Zins, alles widerkäufig. Gewähren: die edlen, strengen und festen Herr Conratt von Schellemberg zu Hufingen, Ritter, Hanns von Almshofen zu Ymadingen *), Hanns und Jörg von Reckembach, Gebrüder. Geiselschaft in Vberlingen. Geben vff sampstag nach st. Dorotheen tag 1489. Die Siegel des Ausstellers und der Gewähren fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1) Vergl. unten Nr. 102, Anm. 1. 1489, März 5. 98. Virich Bletz von Rottenstain bekennt als Vorträger und im Namen seines Bruders, des wohlgelehrten Meisters Hans Bletzen, von Grafen Hainrich zu Fürstenberg dem altern den Sengenzehnten zu Töchingen dem Dorf, „tut zu. gemainen jaren vff drissig malter vngeuarlich", zu rechtem Mannlehen empfangen zu haben 1 ). Geben an dünrstag vor Inuocauit 1489. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. 1) Vergl. Bd. IK, Nr. 315 u. 519, Anm. 3. 1489, Mai 7. 99. Sühnebrief der Grafen Heinrich VII. und Wolf gang zu Fürstenberg gegen Kaiser Friedrich. Ich Hainrieh vnd ich Wolfganng, grauen zu Fürsternberg, gebrüder, bekennen mit disem offen brieff: als der II aller durchlichtigst grossmächtigst fürst vnd herr, herr a ) Fridrich, romischer kaiser, zu allen zyten merer des richs, II zu Hungern, Dal- matien, Croatien etc. kunig, hertzog zu Österlich etc., vnnser aller gnedigster herr, mich, benannten graf Hainrich, in die pen, zu latin crimen lese maiestatis genant, de- clariert vnd erkennt haut x ) vnd aber vff bericht vnd menigfältig vnndertenig bitt, für vnd durch mich beschehen, durch sin kaiserlich gnad vss sölicher pen gnädenklich gelassen bin, innhalt siner kaiserlichen maiestat brief, mir darüber gegeben, des wir siner kaiserlichen maiestat beid vnntertenigen danck sagen. Vnd verschriben vns dar- uff willenklich vnd vnbezwungenlich, wissentlich in krafft diss brieffs: also ob wir yetz oder hinfür by vnnßerm leben vnnser graffschafft Fürsternberg vss vnnßerm stammen vnd nammen versetzen, verkouffen oder verenndern wölten, das wir dann die 1489. 85 dem benanten vnnßerm gnedigsten herren, ertzhertzog Sigmunden von Österrich etc., oder siner gnaden erben vmbe das gelt, darumb sy dann versetzt, verkoufft oder ver- enndert war, vor mengklichem anbietten, widerfaren vnd veruolgen lassen sollen. Vnd als ich benannter graf Hainrich ain verschribung vff die lanntgrafschaft Nellem- bnrg 2 ), ouch dinstbrieff vff ettlich jar von sinen gnaden bab, dieselbigen sol vnd wil ich all sinen gnaden fry hinuss geben, kain vordrang des veuallen (sie) vnd künftigs dinst- geltz desshalben zu sinen gnaden oder yemant von sinen wegen haben noch gewyn- nen; darzü ainen tödtbrieff, ob ich der oder annder brieff mer innhett, die by dem regiment der jaren anno 1485 , 86 vnd 87 vssgeganngen weren, das die alle tod vnd ab sin 3 ), sinen gnaden kainen schaden vnd mir kainen frummen, wä die für bracht würden, bringen noch geberen sollen. Ich benanter graf Hainrich gelob vnd versprich ouch hiermit min lebtag lanng wider die genanten, min gnedigst herren, den romischen kaiser, kunig vnd ertzhertzog Sigmunden von Österrich, in dehain weg nit zu. sind, zu hanndeln, fürzuniemmen noch zu tünd, durch mich selbs noch yemant ann- dern. Item die brieff, so vnnser vetter graf Hainrich vmb Brünlingen das stättlin von der herrschafft Österrich innhaut, sollen vnd wollen wir, wenn b ) die an vns kommen, vnßerm gnedigsten herren oder siner gnaden erben zögen, damit ir gnad grunds der sach bericht werd , alles getrülich vnd vngeuarlich. Vnd des zu ainer wären vrkünd han ich obgenanter graf Hainrich vnd ich graf Wolfgang, grauen zu Fürstemberg, gebrüder, vnser yeder sin aigen insigel offennlich an disen brieffe henn- cken lassen, der geben ist an donrstag vor dem sonntag Jubilate nach Cristi geburt vier- zehenhundert vnd im nun vnd achtzigisten jare. Die Siegel der beiden Aussteller. Perg. Or. Karlsruhe (Lupfen). a) Or.: herm. b) Or.: wem. 1) Vergl. oben Nr. 81 v. 1488, Jan. 8. 2) S. oben Nr. 76 v. 1487, Juli 14. 3) 1489, Mai 6. erklärt Heinrich Graf zu Fürstemberg alle Briefe für nichtig, welche er von Erzherzog Sigmund zu Österrich und seinem Eegiment in den Jahren 1485, 1486 und 1487 erhalten. Geben an mittichen nach dem sonntag Misericordias domini 1489. Das aufgedrückte Siegel des Ausstellers (abgesprungen). Auf der Rückseite von gleichzeitiger Hand: „Graf Hainrichs von Fürstemberg abtueung vnd vemichti- gung der brief, so er in dem pösen regiment erlangt hat." Pap. Or. Karlsruhe. 1489, Mai 15. 100. Hans Nüwhuser, des Spitals Meister zuVilingen, und Hans von Franckfurt des iß Hfl ■1 ■ nsn p.«»sre ■ HBHBB3B9 WM .Mjs^^,x:; W&gaKl wwgm^mMM HHa 86 1489. Rathes daselbst stellen als Träger des Armenspitals zu Vilingen dem Grafen Hainrich zu Furstenberg dem älteren einen Revers aus über folgende Stücke, die sie von ihm zu rechtem Mannlehen empfangen haben: den Korn- und Heuzehnten zu Vilingen um die Stadt, den der genannte Spital von Hans Vetterlin und Jörg Wylerspach sei. an sich gebracht; den Halbtheil des Wylrspachszehntens, der von Hans Wylerspachen an den Spital gekommen; des Lächlers Zehnten zu Norstetten, den der Spital von Herrn Marquart Barspergin (sie) sei. Tochter erkauft hat. Diese Lehen rühren von der Grafschaft Fürstenberg als der Oberhand und sind dem Grafen Hainrich von dem festen Gebhart von Bern als der Unterhand „furör zu verlyhen vffgesendet vnd v bergeben." Geben an frittag vor Cantate 1489 *). Das Secret oder minder Insigel der Stadt Vilingen (beschädigt, grün in Schüssel; im Sechspass Adler; f S: S......M. CIVIVM. IN. VILINGEN.) Perg. Or. Donaueschingen. 1) Am selben Tage bekennt Hans Mutz, Burger zu Vilingen, von Grafen Hainrich zu Fürstenberg dem altern und der Grafschaft Furstenberg für sich und seine Erben, Töchter wie Knaben, zu Lehen empfangen zu haben den von ihm erkauften Hof zu Toehingen, der jetzt dem genannten Grafen als der Oberhand von dem festen Gebhart von Bern aufgesendet worden. Geben an fritag vor Cantate 1489. Das Siegel des festen Junkers Conradt Stähelin (grün in Schüssel; im Schild ein Adler; auf dem Helme Storchenrumpf; t £. coonrci.. Sta. ....). Perg. Or. Donaueschingen. 101. 1489, Mai 18. Jörg von Reckembach zu Gysingen verkauft den würdigen und geistlichen Herren, dem Kirchherrn und gemeinen Kaplänen, die zur Praesenz zu Vilingen gehören, auf Wiederkauf 3 fl. rh. auf Martini alljährlich in Vilingen aus seinem Theile des Zehntens zu Gisingen nach seiner gnädigen Herren von Fürstemberg Vogtrecht und der Quart, die seinem gnädigen Herrn von Costenntz daraus geht, zahlbaren Zins um 60 fl. rh. Geben vff mentag nach dem sonntag Cantate 1489. Das Siegel des Ausstellers und des Grafen Wolfgang zu Fürstemberg, Landgrafen in Bare, fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1489, Mai 25. 102. Hainrich und Wolfgang, Gebrüder, Grafen zu Fürstemberg und Landgrafen in 1489. IHR S7 Bare etc., verkaufen dem festen, ihrem lieben, besondern Hainrichen von Buch, dem altern, um 120 fl. rh. auf Wiederkauf 6 fl. rh. von und ab ihren eigenen Fischenzen zu Hüntschingen in der Tunöw, die ihnen jährlich 16 U Heller guten, und die sie hinfür nicht weiter versetzen sollen. Der Zins ist zahlbar auf Martini zu Gysingen oder zwei Meilen scheibenweise darum. Gewähre: der feste, ihr lieber besonderer Hanns von Almßhofen zu Ymadingen x ). Geben vff mentag vor der Vffart Cristi 1489. Die Siegel der Aussteller und des Gewähren fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1) 1489, Mai 26, geben Hainrich und Wolfganng, Gebrüder, Grafen zu Fürstemberg und Landgrafen in der Bare, ihrem lieben, besondern Hanns von Almßhofen einen Schadlosbrief, da sich derselbe verschrieb gegen Wilhalm Aechtpig zu Vberlingen als ein Mitgilt und Gewähr um 20 fl. Zins, die mit 400 fl. wieder- käufig sind; gegen Hainrich von Buch den altern, um 6 fl. Zins, wiederkäufig um 120 fl., in rechter Mitgilten Gewährschaft, sodann gegen Andres von Cruaryen zu Costentz um 800 fl. Hauptgut und 40 fl. Zins als rechter Bürge mitsammt andern. Vff zinstag vor der Vffart Cristi 1489. Die Siegel der Aussteller. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1489, Juni 15. 103. Hainrich, Graf zu Fürstemberg und Landgraf im Bare, der jüngere, gibt dem festen, seinem lieben, besondern Hainrich Sigmund von Höwdorf zu Owelfingen um dessen „leibeigene Menschen" Hanns Ludwig, Elsen Glatter, genannt Brättline von Wattertingen, dessen Hausfrau, und Martin Ludwig, dessen Bruder, seine Leibeigenen Frena Mülinen, Cläwi Sniders Weib, und Kimy Buggen von Owelfingen. Geben vff st. Yits tag 1489 J ). Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1) Der entsprechende Schlaichbrief Hainrich Sigmunds von Höwdorf zu Owelfingen ist ausgestellt vff st. Vyts tag (Juni 15.) 1489 gegen die Grafen Heinrich und Wolf zu Furstenberg. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers in Donaueschingen. B. 1489, Juli 1. Geburt der Gräfin Margarethe von Fürstenberg. 104. Anno domini 1489 ward das wolgeborne frewle, frewle Margareth von Furstenberg geboren am achten tag Johannis des teuffers. ■ ■■■ ssswK 'i'-*,? I •!£,' ■■■1 k m a HHhHhhSH m nmnMHiH Ü «Hl nSHHnl m HlliifflilfflflWi ■HHHIIIH H ■HM H '•■ ■■■■■■■■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■1 ■..,.-■■."•';■,-,..... las ■ I 88 1489. Aufzeichnung von c. 1503 auf Vorsetzblatt VI des Neidinger Anniversarienbuches v. 1494. Donaueschingen. Anno domini 1490 *) wart vnser gnedigs fröwlin Margrethen von Fürstenberg, ir gnaden (des Grafen Wolfgang und der Gräfin Elsbeth, geborene von Solms) tochter, geborn vff vnser lieben Frowen aubent Visitacionis, vad a ) ist zu Haßlach gefirmet, do man zu Wylr wihet. Andres Kötz im Kinzigthaler Lagerbuch v. 1493, p. 5. Denselben Geburtstag nennt er in seinen gesonderten genealogischen Aufzeichnungen. Donaueschingen. a) Zusatz von einer jüngeren Hand des 16. Jahrhunderts. 1) Dass dem Datum der Neidinger Aufzeichnung der Vorzug zu geben ist, ergibt sich aus dem über den Geburtstag des Grafen Wilhelm Bemerkten (s. unten Nr. 122 v. 1491, Jan. 7.) 1489, Aug. 12. 105. Heirathsabrede zwischen Freiherrn Sigmund von Schwarzenberg d. j. und Gräfin Anna von Fürstenberg, Witwe des Grafen Eberhard von Sonnenberg. Wir Hug graue zu Werdemberg vnd Hailgenberg, gemainer hoptman der gesellschafften sant Jörgen schilt des puntz im land Swaben, Erhart von Gundelfingen fry, Johanns herre zu Swartzenberg II vnd Conrat von Hütten, ritter, bekennen offen- lich mit dem brief vnd thun kund allermengklich: als vormals wylund der wolgeborn Conrat graue zu Fürstenberg, lanntgraue in Bare, vnser lieber öheirn, II vetter, fründ vnd her selig, die wolgeborn frow Annen, gräuin von Fürstenberg, sin elich tochter, wilend dem wolgebornen Eberharten grauen zu. Sonnenberg elich vermehelt vnd ver- hyrat vnd darczu zway tusend guldin haymstür vßgericht, beczalt vnd vberantwürt hat, dargegen derselb graue Eberhart von Sonnenberg sinem gemahel, frow Annen, gräuin von Fürstemberg, och zway tusend guldin widerlegt vnd darczu tusend guldin zu morgengab gegeben vnd verschieben, das alles sich an ainer summ trifft fünf tusend guldin hoptgüt vnd dritthalb hundert guldin gülte daruon, vnd si deren vff sin herrschafft Kallenberg vnd andre sine dörfer: Althain, Vnlengen vnd Tiermattingen, in vnd by der herrschafft Bussen gelegen, verwyst vnd bewydmet hat, alles nach lut vnd sag der hyrat- vnd verwysungbrief, darüber besigelt vfgericht, nach welhem hyrat der vorgenant graue Eberhart von Sonnenberg mit tode vergangen ist vncl by derselben siner gemahel zway fröwlin hinder im verlassen hat, demnach haben wir im nammen der haiigen driualtigkait zwischen derselben frow Annen von Fürstenberg ains gas 1489. 89 tails vnd des edeln herren Michels, hern zu Swartzemberg elichen sone, dem edeln Sigmunden hern zu Swartzemberg dem jungem andern tails ainen elichen hyrat ab- geredt vnd beslossen, also das die wolgebornen Hainrich vnd Wolfgang, gebrüder, grauen zu Fürstenberg vnd lantgrauen in Bare etc., ir elich swester, die gemelt frow Annen von Fürstenberg dem vorgedachten hern Sigmunden von Swartzemberg zu dem sacrament der haiigen ee geben vnd versprochen haben, deßglich her Sigmund von Swartzemberg dieselb frow Annen von Fürstemberg zum sacrament der haiigen ee zu nemmen zugesagt vnd versprochen hat, vnd sol dieselb frow Annen von Fürstenberg mit vnd by irem gemahel her Sigmunden von Swartzenberg nützen vnd niessen die fünf tusend guldin ir haimstür, Widerlegung vnd morgengab in allen den rechten, form, wyse vnd maß, wie si dann des nach vßwysung des berürten hyrat vnd ver- wysungbriefs gegen graue Eberharten von Sonnenberg selig vnd sinen erben züthün gewalt vnd macht hat, ouch in nachuolgender wyse mit lutern worten vßgedruckt ist. Herwiderumb gegen den berürten zway tusend guldin irs vätterlichen erbs, dem genanten graue Eberharten von Sonnenberg selig zu haymstür zugebracht, sol herr Michel von Swartzemberg sinem sun herr Sigmunden gegen sinem gemahel zu rechter Widerlegung zufügen vnd geben zway tusencl guldin vnd si derselben zway tusend guldin verwysen, versichern vnd versorgen, nemlich vff das schloß Steffensberg vnd die dorfer Newseß, Hürblach vnd Hayd mit aller herlichait, renten vnd gülten, clar- czü dienend vnd gehörig, vnd si des mit ainem versigelten verwysbrief nach aller notturft versorgen *), daran si wol habend sy, also das si by solichem irem verwysten gilt, ob es zu vällen käme, irn bysitz vnd darczü von den gemelten zway tusend guldin Widerlegung hundert guldin riniscber zu gulte jarlichen gehaben mög. Daby ist mit nemlichen worten beredt: gefügte sich, das der gemelt herr Sigmund von Swartzemberg vor der gemelten frow Annen, gräuin von Furstenberg von todes wegen abgieng vnd ersturb (gott welle si baide in langwiriger gesunthait fristen) vnd er verließ eliche kinder oder nit by ir, alsdenn sol dieselb frow Annen von Fürstenberg by dem obgeschribnen irem verwysten gut Steffensberg vnd den dorfern, renten vnd gulten, darczü gehörig, ainen bysitz hon vnd sollen ir jarlichen daruon des gemelten herr Sigmunds von Swartzemberg erben hundert rinischer guldin zu gülte, Widerlegung ir leben lang raichen, geben vnd zu iren sichern handen vnd gewalt antwürten on all irrung vnd inred, nemlich by demselben irem bysitz, oder ob si den in nachgemelter wyse verendern würde, in dry mylwegs wyt vmb den Steffensberg, wohin si jarlich vordert vnd begert, on allen irn costen vnd schaden. Wäre aber sach, das dieselb frow Annen gräuin von Fürstenberg by irem verwysten gut zum Steffensberg nit mer sitzen oder dem genanten hern Micheln von Swartzemberg oder sinen erben nit fügen IV. 12 He* SRMt :. ■ .f.,: m ünaffÜ wkesh mmMm 11 H 11111111111 JS&JLrX m ..>■■'.¥'»*:■■ äff* IM mm ■■ ■■■■HB 90 1489. weit, si also zum Steffensberg by irem bysitz zu lassen, so sollen die von Swartzem- berg ir ainen andern bysitz vmb den Steffensberg in dry mylen wegs ringwyse dar- umb, in welher statt frow Annen gräuin von Fürstenberg vngeuarlichen begert, geben vnd verordnen , als dann ainer sölichen gräuin wittwen gezimpt vnd gepürt, vnd das alles tbün vnd vollfüren nacb rät, wissen vnd willen irer bruder, graue Hainricbs vnd graue Wolfgangs von Fürstemberg oder irer erben, vnd sollen ir docb nicht destmin- der die hundert guldin gülte von irem verwysten vnd verfangnen giite järlichen ir leben lang vß zu iren banden antwurten vnd vßrichten in aller maß, als ob si den bysitz zu dem Steffensberg hette. Es ist och beredt: ob dieselb frow Annen von Fürstenberg irn wittwenstät verenderte, das ir dieselben von Swartzemberg oder ir erben die hundert guldin gülte ir leben lang järlich vßrichten, beczalen vnd zu iren handen antwurten sollen in dem benanten zirckel der dry er myl vmb den Steffensberg, wuhin si ye järlich vordert vnd begert, als uorstat; doch wa die frow im schloß Steffensberg by irem widern blibe sitzen, der ir erstmals verschriben ist, vnd das si das durch verwylligung irs gemahels erben hette, so sollen doch dieselben erben ir offnung in dem gemelten schloß Steffensberg zu ir notturft haben, vnd so si die nemen, so sollen si, diewyl si das schloß brauchen, och helfen bestellen vnd verhüten. Es sol ir och, so si iren wittwenstät verendert oder ob ir in vorgeschribner wyse ain andrer bysitz verordnot wurd, mit folgen vnd gelangen all ir klainot, gebend, gewand vnd was zu irm lyb gehört, och darczu all ir varend hab, di si hern Sigmunden zugebracht hett, vnd souil varender hab si mit ir bringet, alsuil varender hab sol ir von herr Sigmunds erben och mituolgen vnd werden. Vnd ob die varend bab, die si von Sonnenberg mit bringen sol, zu gelt geslagen würcl, souil dann desselben geltz ist, sol ir alsdann, so es zu. vällen kumpt, wider verfolgen, vnd ir darczü für die varend hab von herr Sigmunds erben ouch alsuil gelt gegeben vnd heruß zu iren handen geanntwurt werden. Vnd wann ir das also och worden vnd gegeben ist, so sol si damit vnd mit den hundert guldin gülte, die ir ir lebenlang järlichen, wie uorstat, geraicht vnd geben werden sollen, von allem anderm herr Sigmunds verlassen hab vnd gut gantz hindan gewyst vnd gesündert sein. Gewunnen si aber kinder by ainander vnd gienge dann si ehe ab wann herr Sigmund, so sollen die zway tusend guldin, die ir von herr Sigmunden widerlegt sind, mitsampt aller varenden hab, die si nach tod hinder ir vnuerschaffet verlasset, wider vff inn vnd die kind, die si mitt ainander gehept hetten, oder vff sin erben geuallen vnd ire ersten zway tusend guldin, von irem vatter selgen herraichend, vff ir erste kinder vnd vff die kinder, die si mit herr Sigmunden gehapt hett, glichlich erben vnd geuallen lut des ersten hyratbriefs. Deßglichen wa her Sigmund von Swartzemberg abgieng, ehe dann frow Anna von 1 . ;':" : v- ■.,' ■''■ i'-.'.;'." '.■■". 1489. 91 Fürstenberg, vnd nicht kinder mitt ainandem gewunnen, so sol die frow ir leptag den bysitz haben by den zway tusend guldin ir Widerlegung in maß, wie uorstät, vnd nach irem abgang, was von herr Sigmunden darkomen wäre, wider vff herr Sigmunds nechst erben geuallen, vnd was von frow Annen von-Fürstenberg darkomen wäre, sol och widerumb geuallen vnd gelangen an ir nechst erben lut des ersten hyratbriefs. Ouch ist beredt, das die gemelten tusend guldin morgengab, von Sonnenberg darkomen, frow Annen von Fürstenberg in disem hyrat fry vßgedingt vnd vorbehalten sein sollen, das si die durch gott oder ere oder sunst, wie vnd wem'm si wil, wol verordnen, hingeben vnd verschaffen mag, wie si des nach lut des ersten hyratz och züthün macht gehept hat, on irrung vnd inred herr Sigmunds vnd mengklichs. Es sol ouch frow Annen von Fürstenberg nach abgang her Sigmunds, ob si den vber- lepte, mit sinen geltschulden nichtz züthün haben vnd der onengolten sein in all wyse. Die genant frow Anna gräuin von Fürstemberg sol och by der verzyhung, vormals gegen iren brudern vnd iren erben gethon, beliben vnd gegen inen wytter von herr Sigmunden von Swartzemberg oder sinen erben deßhalb kain anuordrung in oder vs- serhalb rechtens beschehen in kainen weg. Vnd zum letsten ist beredt, das der erst hyratbrief, die verwysung vnd ander brief von Sonnenberg herlangend, zu getrüws handen sollen gelegt werden hern Sigmunden, sinem elichen gemahel vnd elichen erben, ob si die mitainander hetten, zu gut hinder die ersamen vnd wysen burger- maister vnd rat zu. Weindßheim mit den fürworten, ob herr Sigmund solicher brief ains oder rner zu. inbringung der gült, ersatzung der geweren oder anderm notturftig wurd, das alsdann im vnd siner gemaheln oder elichen erben zu gut die von den- selbigen burgermaister vnd rät zu Weindßheim vff ain erbere Vertröstung inen die wider zu antwürten hinuß zu sinen handen gelihen werden sollen; vnd wo aber herr Sigmund mit tod abgieng vnd mit siner gemahel kainen erben gelassen hett, so sollen solich brief sinem elichen gemahel volgen vnd gewartend sein, also das si damit thün vnd lassen sol vnd mag nach irem verlust vnd geuallen. Vnd wann baid ob- genannt parthyen solicher vnser früntlichen abred vnd täding willig vnd benügig gewesen sind, so haben sie vns baidersyt mit iren handgegebnen trüwen gelopt vnd versprochen, der in allen puncten, stucken vnd artickeln zu leben, die zu halten vnd der nachzukommen on verer vßzug vnd widerred, alles trüwlich vnd vngeuarlich. Vnd des zu vrkund sind diser hyratbrief zwen glichlutend geschriben, yeder obgenan- ter parthy ainer geben, daran wir die vorgeschribnen all vier als tädinger yegklicher sin aigen insigel habend lassen hencken, doch vns vnd vnsern erben onschaden. So bekennen vnd verjehen wir obgenannten Hainrich vnd Wolfgang, gebruder, grauen zu Fürstenberg etc., Michel vnd Sigmund, sin sune, hern zu Schwartzemberg, das solichs 12* ■1 ■■ ll^iM ■hm fii MM9H mm*m ■ I ■ ■■1 ■■■■■■■1 t ■ wm BRKBH I jWMM) gflS Gm HIBBnBH&i I sBnHBWMMHni ^H&SHHm BS H I bM HmS«hB69 92 1489. alles, so obstat, mit vnserm wissen, gunst vnd gehell besehenen ist, wir dem allem, wie obstat, nachzukomen zu gesagt vnd gelopt. So baben wir Wolfgang grane zu. Fürstemberg vnser aigen insigel für vns vnd vnsern brüder graue Hainrichen von siner bitt wegen mangelhalb, diser zyt sins insigels, vnd wir Michel vnd Sigmund herren zu Schwartzemberg, yegklicher sin aigen insigel vns vnd vnser erben des zu besagend offenlich gehenckt an diß brief, geben am mitwochen nach sant Laurentzen des haiigen martrers tag nach Cristi gepurt vierzehenhundert achtzig vnd newn jare 2 ~~ 4 ). Sämmtliche Siegel fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1489, Aug. 13. verweisen Michael Herr zu Swartzenperg und Sigmund Herr zu Swartzenperg, sein ehelicher Sohn, die wohlgeborene Frau Anna von Swartzenperg, Gräfin von Fürstemberg, Sigmunds zu Swartzenperg eheliches Gemahl, um 2000 fl. rhein. und 100 fl. Gilt Widerlegung auf ihr Schloss Stefansberg und die drei Dörfer Newseß, Hürblach und Hayde. Geben auf donrstag nach st. Laurentzen tag des hl. martrers 1489. Die Siegel der beiden Aussteller und deren Vettern und Schwäger, der edlen, gestrengen und festen Johansen Herrn zu Swartzenperg und Cünraten von Hütten, Kitters, fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. 2) 1489, Okt. 6. schreibt Michel Herr zu Swartzenperg, Amtmann zu Kitzingen, Bürgermeister und Rath der Stadt Windsheim, dass er den edlen Sigmund Herrn zu Swartzenperg, seinen Sohn, in vergangenen Tagen mit der wolgeborenen Frauen, Anna Gräfin zu Fürstennberg, Landgräfin in der Baar etc., vermählt habe, und lädt dieselben ein, auf den von beiden Theilen zur Heimfahrt bezeichneten Tag, nämlich auf Montag nach St. Gallen tag (Okt. 19) zwei Eathsfreunde abzuordnen, damit dieselben mit andern seinen gnädigen Herren und Frauen, auch guten Freunden anwesend sein mögen. Datum Kitzingen dinstag nach Francisci 89. — 1489, Okt. 9. beauftragen Bürgermeister und Bath von Windsheim ihren Rathsfreund Bartholome Stumpf, einen silbernen Becher mit einer Credenz und Füßlein, so bei zwölf Gulden werth, in Nürnberg zu kaufen, um dieselben bis Donnerstag oder Freitag (Okt. 15. oder 16.) haben und zur Heimführung der Gräfin Anna von Fürstenberg schicken zu können. Geben freitag st. Dionysius tag anno 89. — 1489, Nov. 1. schreibt Michel Herr zu Swartzenperg, Amtmann zu Kitzingen, dem Rathe zu Windsheim, dass die Heimfahrt seines Sohnes Sigmund und der Gräfin Anna von Fürstenberg verschoben sei, und lädt eine ehrbare Rathsbotschaft ein, auf Montag nach st. Martinstag (Nov. 16) „seine frölikheit helfen vol- bringen". Geben Kitzingen an sonntag Allerheilgen tag anno 1489. Nach den drei Pap. Or. mit Siegel oder Siegelspuren im Archive des Germanischen Museums in Nürnberg mitgetheilt von Freiherrn Dr. Roth v. Schreckenstein. 3) 1489, Nov. 20. schreiben Hainrich und Wolfgang, Gebrüder, Grafen zu Furstenberg und Landgrafen in Bar etc., und Michael Herr zu Swartzenperg den ehrsamen und weisen Burgermeister und Rath der Stadt Wyndshaim, ihren lieben besondern, und bitten dieselben, nachdem sie in vergangenen Tagen ihre Schwester und ihren Sohn verheirathet, etliche Ehe- und Verweisbriefe von dem vorigen Manne der ersteren, dem wohlgeborenen Grafen Eberhart zu Sonnenberg löblicher Gedächtniss, für sie zu getreuen Händen aufzubewahren. Geben zum Stefansberg am freytag nach Elizabethi anno etc. 89. Pap. Or. (die Siegel der Aussteller befanden sich auf dem nicht mehr vorhandenen Umschlage). Donaueschingen. — Am folgenden Tage (sambstag Vnser lieben Frawen tag Presentacionis genant 1489) bekennen Burgermeister und Rath der Stadt zu Windsheim einen Ehebrief von dornstag nehst nach st. Anthonyen tag 1481 .■t_5- - .«-^.-/..j ^^^^^^^^^^^ ■ 1489-1490. 93 (Jan. 18.) und einen „beweyßung" von dornstag nach dem hl. Pfingstag 1481 (Juni 14.) zur Aufbewahrung erhalten zu haben. Pap. Or. mit dem rückwärts aufgedrückten rothen Siegel der Stadt Windsheim (im runden Siegelfelde ein Adler; SIGIL............ ). Donaueschingen. 4) 1492, Febr. 3. quittiren Sigmundt der jünger, Herr zu Schwarzempergk und Anna von Schwarzem- pergk, geborene Gräfin von Furstempergk, sein ehelicher Gemahel, die wohlgeborenen Herren Budres und Johanns, Gebrüder, Grafen zu Sonnebergk und Truchsessen zu Waltpurgk, ihre lieben Schwäger, über 250 fl. rh., die sie ihnen jährlich in Vlm auf Unser lieben Frauen Lichtmeßtag laut ihres Briefes zu zahlen schuldig sind. Geben vff freitag st. Blasien tagk 1492. Das Siegel Siegmunds von Schwarzenberg aufgedrückt; darunter verbindet sich Anna, da „wir vnns diser zeitt mit vnßerm libenn herrn vnd gemahell gebrauchen". Pap. Or. Fürst!. Waldburgisches Archiv in Wolfegg. B. 1489, Sept. — 1490, Juni 2. 106- Händel zwischen der Stadt Bräunungen und ihrem Herrn, Grafen Heinrich VI. zu Fürstenberg. a. 1489, Okt. 20. Schuldheiß , Eath und Gemeinde von Prünlingen, „so vß forcht irs libs vnd lebens vmb vnuerschult Sachen zu Villingen ligend", schreiben an die jetzt zu Costentz versammelten Hauptleute, Eegierer und Verwandten des großen löblichen Bunds '). Sie zweifeln nicht, dass sie Graf Hainrich zu Für- stemberg d. ä. und andere ihre Missgönner vor ihren Gnaden trefflich und hoch verklagt haben oder verklagen werden. Bitten, sie in Kürze anzuhören. Graf Hainrich beschuldige sie, wider den ihm von ihren Vordem geschworenen Eid gehandelt zu haben. „Da sagen wir vnd ligt am tag, das vnser vorder vor drysig jaren zu ainem aid, der in allweg wider vnser gnaden vnd stattrecht gedichtet was, mit sollicher merglicher macht vnd gedrang den züsweren angeuordert sind worden, das vnser vorder nit statt mochten haben, sich vnbillicher angeuorderter ding zu weygern." Graf Hainrich sage weiter, er habe nicht weiter gehandelt, als die Befehle der gnädigsten Fürsten von Osterrych, die sie als ihre rechte natürliche Obrigkeit je bekennen sollen, zugegeben haben. Darauf müssen sie klagen, dass dem Grafen soll zugemessen werden, freie Leute zu leibeigenen zu machen. Wenn sich der Graf darauf berufe, dass er sie als geeignete Leute ruhig über 30 Jahre ingehabt und deßhalb eine nützliche Gewere erlangt habe, so gebe darüber der. wie erwähnt, gewaltsame Eid genügenden Bericht. Gewichen seien sie nur vor der Gewalt. Sie haben sich erboten Recht zu nehmen auf gütlichen Tagen vor Herzog Sigmund zu Osterrych und dessen Landvogt oder Burgermeister und Eath der Städte Fry- burg, Villingen oder Waltzhüt. Der Graf aber habe sie auf solches Erbieten nicht ihres Leibes und Lebens trösten wollen, wenn sie nicht den obberührten „getrangenen" Eid schwören. Dann sei Graf Wolf als Hauptmann und auf Befehl des Grafen Hainrich mit merklicher Macht bei Nacht eingefallen, habe sich aller ihrer Hab und Gut, Rosse, Einder, Ochsen, Korn, Frucht unterzogen, ihre Weiber und Kinder des alles entwältigt, „daruß dann diejhenen, die sin gnad dahin gelegt hat, der by dru hundert geweßt vnd noch wenig minder sint, geliuert, geatzt vnd getrenckt werden vnd die dann noch teglich vnser ochßen vnd rinder niderslahen vnd sich vsser dem vnsern enthalten.« Es werde ihnen „gar grüselich« fürgehalten , des löblichen Bundes Meinung sei, sie sollten das Eecht aufnehmen vor einem besetzten Gericht zu Prünlingen, wie sich ihr Herr, Graf Hainrich, zuletzt dazu erboten. Bitten, der Bund wolle ihre Unschuld bedenken und ihren Herrn anweisen, sie ohne Entgelt wieder in das ihrige einzuweisen. Geben vff zinßtag nehst nach st. Gallen tag 1489. In grünem Wachs aufgedrückt das Siegel der Stadt Prünlingen (aufgerichteter Löwe; S'. CIVITATIS. IN. BEVLIG...) Pap. Or. Donaueschingen. 1 P*ül ^Ki Wi SSe m£M mm fHÜÜi 6BI ■r : ' " mm >»Bsil6 94 1489—1490. 1) Des schwäbischen Bunds. k- (1489—1490). Die reden im handel zwischen Fürstembeig vnd Prülingen etc. Item graf Wolf von wegen sins vettern graf Hainrichs git anzogüng des innhabends, so sin vetter vber Prülingen besessen hab, als in das ain yede nützlich gewer einsetzen vnd daby beschirmen mög, vnd das getan on aller mengilich rechtlich vordrung, irtrung vnd ansprach etc. Item vber das vnd on alles verschulden vnd redlicher vrsach syen die von Prunlingen abtretten vnd absehwaiff worden. Item daruff begert er von wegen sins vettern bewandlung vmb den abtritt mit ablegung costen vnd schaden etc. Item daruff die von Prälingen band lassen reden, si syen nit abred ainer Verpfandung nach hit ains brieffs vmb die pfandung wysende, den si verhören Hessen, mit sampt ainem pfandbrieff, von minem gnedigen herrn ertzhertzog Sigmund von Osterrich etc. vff ainen von Wolffurt wysende. Item dardurch si vermaint haben clarlich vßgedruckt sige, das si züuor by irn fryhaiten beliben vnd och wytter nit gedrengt sollen werden, dann wie si von dem loblichen hus Osterrich gehalten sien vnd si der von Wolffurt ingehebt habe. Item si legten och ein ainen brieff von ainem marggrauen von Eotteln, der dotzemal ain lantvogt gewesen sige inen, als si vermainen, der zugebe, das si furter one irn willen, als si siter zu der selben zit vor graff Hainrichs Verpfandung selbs geledigt haben, verrer nitt versetzt oder vergeben sollen werden. Item by welcher der pfandtbrieff inhaltung si nie haben beliben mögen, sunder sy syen beswärt worden, als hernach volgt, dardurch graff Hainrichs inhaben in kain gewer gan möge. Item so sige diß die erst besward von graff Hainrichen furgenomen , er sige vngeuar- lich vor fünf vnd drisig jaren gen Prunlingen mit etlichen knechten komen in eroffnung, als ob er die selben wider die Swytzer pruchen wolt, hab aber si vff das rauthus beschickt, inen furgehalten ainen gedienten aide, der doch wider den aide, so sy sweren, sich selbs vnd gemain statt Prunlingen by iren fryhaiten vnd altem herkomen zu handt haben sige, vnd als si mit gewappetten vnnstanden (sie) waren, redte graff Hainrich: den aid werden ir sweren; also aus forcht tätten sy den selben aide. Item vnd als aber ir zwen ettwas red desselben aids prucht hetten etc., hab er die selben lassen fahen, hinfüren vnd vmb hundert gülden geschätzt. Item da sige der statt herkomen, welcher das recht vertrösten mög, das der herr ine daby beliben lassen solle, sige inen aber durch graf Hainrichen abgestrickt. Item er hab och die fryen geaignet vnd der ettliche für aigen verkoufft. Item er hab och si, ain gemain stat, rner dann ain mal geschetzt. Item er tüg inen och ab- prüch andern....... (Lücke). Item inen sige ouch trowort furkomen, das graff Hainrich gesagt solle haben, ain yettni mit inen zetund vnd etlichen die köpf abzehowen. Item vff das vnd die obgemelten vrsachen sigen ir zehen vßtretten, haben der sach raut gehebt zu Vilingen, wie si den dingen tätten, sy hetten ainen vngne- digen herrn, des gewalt si entsässen; da wurd inen gerauften vnd souil gehandelt, das die sach zu ainem gütt- lichen tag gepracht wurd; da aber graf Hainrich vnder andern redte, es wurd so wol nümermer gericht, er wolt etlichen köpf abhowen oder ertrencken lassen. Da si das vernomen, tratten si all ab, nitt wider iren her- ren, sunder vmb Verhüttung siner vngnad vnd gewaltz. Item vnd wie wol si sich domals rechtz erbotten haben vor mins gnädigen herren von Osterrich stab, hab inen doch graffe Wolf vilicht vß beuelh sins vetters das ir in- genomen vnd vnderpracht mit macht, als och noch täglich beschee. Begerten wanndel vmb das vnderpracht mitsampt costen vnd schaden mit erbiettung, dem nach graf Hainrichen zu recht still zesteen inhalt irer vordrigen rechtbott. Dar wider aber graf Wolf von wegen sins vetterm die maß hat reden lassen, wa der pfandt- schafft brieff nit ingelegt wäre, wolt er das gethan haben; dann dar inn werd gemerekt, was der sinem vetterm zu gebe vnd wie die von Prunlingen sinen vettern gebetten haben vnd er sy nit. Zürn andern begert er, ainen brieff von minem gnädigen herren hertzog Albrecht saugen löblicher siner gedachtnuß wysend zu hören, wie der pfandtschilling 1600 gülden mit 1100 gülden von sinen fürstlichen gnaden gestaigt sige, das alles graf Hainrich vß gnedigen willen der armenlüt halb vff Prunlingen ließ slahan, wie wol es den vordrigen pfandt sy (sie) ') nit ertragen möcht. Item vnd nach allen pfandschafften hab min gnedigister herr ertz- 1489-1490. 95 hertzog Sigmund graf Hainrichen Prünlingen für fry aigen ergeben inhalt ains brieffs mit sampt ainem gebots brieff an die Prulinger, das si graf Hainrichen sweren solten, die baid verlesen warden. Item vß crafft der- selbigen sige graff Hainrich gen Prünlingen der massen komen, als sich sinem stat gezimpt, vnd hab si daruff die obgemelten aignus vnd geschäft brieff hören lassen, daruff si im mitt willen vnd frolichem gemüt on allen zwang gesworen haben. Wie zimlich der aide gesetzt sige, hat er den öch hören lassen. Item drauff haben sich die von Prünlingen an ine begebeü, sige also gerüwig ir gnediger herr gewesen on ir vnd meng- clichs intrag bis vff den abtritt. Item vnd wie wol graf Hainrich sich zu Pforren erbotten hab, als die ersten abtretten sind, er wolle inen das Verliesen, das si wider eintretten, so wolle er ainen stain dar vber decken vnd ir gnediger herr sin, item das hab aber nit wollen verfahen, sunder sy haben ainen aide züsamen gesworen irem 2 ) nit in gehorsami zekomen, so lanng biß inen ir will verfolge. Item vnd als der güttlich tag zu Escliingen gewesen sige, hab graf Hainrieh sich der tröwort entschlagen by synem aide, so er der kaiserlichen magestat gethon hab, daruff geredt sige, es syen grüni wort, dardurch mog sin ere wurd erzürnt vnd retde (sie), es wirt so wol numermer gericht, ich wil üwer ettlich draum straffen vnd ir land üch verwysen, ir gelopten mir als billich als anem wis (sie). Item er hab sich ouch erbotten, si sollen wider intretten, wolle er nutz mit inen furnemen dami mit recht vnd vor vnpartheyigem gericht. Es hab sich och graf Wolf erbotten, ob si wider eintretten, so solt die straff, ob sy mit recht strauffbar wurden, an im stän, die wolt er der maß ringern, das si inen an iren ein, lib vnd gut zu erlyden were. Das alles hab mit mögen verfachen, sunder si syen verrer mit gemainem raüt abtretten, haben der stat sigel vnd fenlin mit in genomen, och ettlich die gehorsamen zii inen hinuß geuordert, irm vnzimlichen furnemen statt zetünd. Deßhalb er sim selbs, der stat vnd den armenluten, so dar inn beliben sind, billich die stat ingenomen vnd verhüt habe. So dann der gefangen halb, die haben sich in der pfandschafft also verwirekt, das er, graf Hainrich, in der aignus weder glupt noch aide von inen nemen wolt, sunder sy vmb ir verwurekung vnderstund zu straffen, dann das im vff ain gnedig straff ires hanndels halb vmb hundert gülden abgebetten wurden. Graff Hainrich sige inen och nie wider gewesen des. So sy vom huß Osterrich gnädig begäbet syen, wa das an in belangt, er hett inen das gütlich veruollgen lassen. Zu dem die von Prünlingen hannd lassen reden, es sige war, si haben graff Hainrichen angenomen vnd gebetten vmb schirm, aber vmb das, daz si by im fryhaytten vnd herkommen ge- handthabt vnd nutt, das si der entwert wurden in maß, als yetz bescheen sige. Zürn andern, als die pfandschafft beswärt sige werden 8 ), dauon haben sy kain wissen gehapt. Vff das dritt, so sige mit inen gehandelt, wie obstat, dardurch si zu dem abtritt gedrengt syen, selbs vor gewalt zesind vnd sunst in kain ander weg wider iren herrn. Hiewider von wegen graff Hainrichs geredt ward, das graff Hainrich den von Prülingen nüner gestand, si zu der aids pfiieht getrungen haben, sunder sige das vff den aignuß brieff, deßglich vif verhörung niins gnedigisten hern geschafftbrieff von inen mit fryem willen beseeen. Zürn andern, so hab graff Hainrich den von Prülingen ye begert dehainerlyay (sie) besward wider ir fryhaiten zetund, sunder wa das wissenthafft an in gelangt wäre, so wolt er si gnedigklich vnd als ir gnediger herr daby gehandtbabt haben. Zürn drytten, der trowung des vbervals sige er gantz vnschuldig, wie dann die entschlahung vff dem tag zu Eschingen von im vormals gehört sige. Die furgehalten mittel zwusehen Purstemberg vnd Prülingen. Item das erst mittel ist also, das die von Prülingen widerumb ingelassen werden vnd das si graf Hainrichen gehorsamm wären in massen, wie vor dem abtritt, er och ir gnediger herre dermassen sin sölt vnd das der abtritt vnd der vfferloffen cost gegen ainander vffgehept vnd verrer diß handeis kain rechtuertigung geprucht wurde, das aber nit hat mögen verfanngen werden. Dem nach ist diß mittel fürgenomen vnd gesucht, das die von Prülingen wider ingelassen wurden, wie obstatt vnd das vsserhalb rechtens mit inen nütz sölt fürgenomen werden vnd das yetzo geredt wurd von ainem gemainen richter ime glichem züsatz, alda die von Prülingen graf Hainrichen vmb den abtritt ains rechten, derglich er inen ains widerrechten sin sölt. Das hat graf gmSMm MW&A .:-•■■ ■ ■. n ■ ■ ■ H ■ I \l' J *y££ffl!B äil&lfiillill w m 96 1489—1490. Wolf von wegen sins vettern wollen annemen vnd bewilligen. Item so haben die von Prülingen das abge- slagen vnd vermaint verpfendt nit zu recht zekommen, inen sige dann zuuor ir cost vnd schad vnd das, so inen vnderpracht sige, widerkert. Dem nach graf Wolf von wegen sins vettern vermaint hat, sin vetter müsse verpfendt zu recht steen vnd nitt si, angesehen, si haben in sins innhabens, das er vber si lennger, dann ain yede still vnd rtiwig gewer das zügeben, mit irm abtritt gewaltigclich vnd one recht entsetzt. Daruff die sach zu letst mitt mercklicher müge gegen den von Prülingen dahin gepracht ist inhalt des abschids, hernach an dem andern blatt volgende. 1) L. pfandtsehilling. 2) Wohl herren zu ergänzen. 3) L. worden. 1489, Dez. 2. Zu wissen, das durch vnsers gnedigisten herren von üsterrichs etc. hoptmann, herr Hanns Jacoben von Bodman vnd graue Hugen von Werdemberg vnd zürn Hailigenberg, gemainem hoptmann des pundtz zu Swaben, in den irrungen sich zwüschen graue Hainrichen von Furstemberg vnd lantgrauen in Bare dem eitern ains vnd den sinen von Brülingen, so yetz zu Vilingen ligen, anders tails vff disem gütlichen tage dißmals nicht gütlichs zu beschlüß hat mügen erlangt werden, dann souil, das zwischen beden yetzgemelten parthyen ain früntlicher friden vnd anstand gemacht ist vnd sin sol ainen monat den nechsten nach datum ditz abschaids, in welcher zyt der berürt graue Hainrich von Furstenberg noch die sinen gegen den selben von Brülingen, noch herwider dieselben von Brülingen gegen sinen gnaden noch den sinen vnd insonder gegen den, so noch zu Brülingen sitzen, nich vnfruntliehs furnemen noch handeln sollen in kain wyse, vnd so der costung zu Brülingen von graue Hainrichen von Furstemberg abgethon vnd Brülingen die statt durch sin gnad sunst in minderm vnd zimblicherm wesen vesehen (sie) vnd von beden obgenanten hoptlüten der von Brülingen varend hab vnd gut aigentlich ingeschrifft vffgemerekt vnd daruon durch die, so gen Brülingen gelegt sien oder noch werden, noch von niemand furter nicht verendert oder verrugkt werden, doch den verbrieften zinsen vnd gulten an der bezalung vnschädenlich. Vnd sollen dieselben von Brülingen weder haimlich noch offennlich in solichem gütlichem anstand gen Brülingen nit komen, och ire wyber, ir kinder oder verwandten, noch niemand von iren wegen von solieher varenden hab, so noch zu Brunlingen vorhannden ist, ouch nicht verenderen in kainem wege, dann ain schlechte zimbliche narung dauon niessen, es mögen oueh die von Brunlingen ir vich, n- roß, so si mit inen von Brunlingen genomen haben, wider zu anderm dem iren gen Brunlingen schicken vnd da ston lassen; do wo die sach in berurter zyt nit gutlichen hingelegt wurde, sol inen dasselb vich onuerhindert graue Hainrichs von Furstemberg wider zu iren handen verfolgen vnd so- lich vich vnd roß yetz och in die berürt verzaichnuß vermerekt werden, alles getruwlich vnd vngeuarlich. Vnd des zu vrkund haben die gemelten hoptlüt bed ire insigel inen onschaden gedruckt in der abschaid, zwen glich luten gemach vnd yeder parthy ainen gegeben. Vff mitwochen nach st. Endreß tag hl. zwölfboten nach Cristi gepurt 1489 jare. b. und c. Gleichzeitige Pap. Copie. Karlsruhe (Breisgau, Bräunungen). 1489, Dez. 5. Burgermeister und Rath zu Villingen schreiben ihrem gnädigsten Fürsten und Herrn, Erzherzog Sigmund zu Osterrich etc., dass sich die armen Leute von Prünlingen auf einen Monat gegen Graf Hainrich von Furstemberg den altern in „ain anstand ains fridens" begeben haben. Vnd wirt inen zu gütlichen tagen fürgehalten, als ob sy one gevrsaht von Prünlingen gewichen, vnd vber, daz sy graff Hainrich widerum begnadet vnd zu dem irn hab wollen komen laßen mit nachlaß vnd verzyhung des abtritts. Ist wol war. Ja wa die armen Kit den alten ayd, zu dem sy anfenglich, als sy sagen, gewaltsamet sint worden, wölten gesworen vnd vnder der zwang vnd getranng als aigen lüt wie vill jar vnd zyts har wölten gelebt haben, als dann ettlich, so zu Prünlingen im abtritt begriffen würden, den selben aid hond müsßen sweren, ^^^^^H 1489—1490. 97 vnd dwyl gliediger fürst die armen lüt sich fürer dhayner gnad oder hanthabung zu den grauen ze Fürstenberg versehen mögen, bitten wir ewer fürstlichen gnaden vndertenigs flys den armen lüten durch ettwas mittel von den grauen vnd widerumb an ir natürlich oberkayt gnediglich zuuerhelfen; dann sy sagend vnd clagend, das sy ob drisig jaren har nie tag noch stund by ir gnaden fryhaiten vnd herkomen gehalten sye. Geben vff sambßtag vor st. Niclaus tag anno etc. 89. Das aufgedrückte Siegel der Stadt Villingen fehlt. Pap. Or. Karlsruhe (Breisgau, ßriiunlingen). ^^^| ^^^B ■■ 1489, Dez. 6. Burgermeister und Kath zu Villingen schreiben ihrem gnädigsten Herrn Erzherzog Sigmund zu Osterrych etc.: die „ingeschrifft" des gütlichen Anstands, der zwischen den Herren von Fürstem- berg und den armen Leuten zu Prünlingen betädingt worden, — „darzü vnser bottschafft allen vermoglichen flyß mitsampt her Hanns Jacoben rittern ankert hat" — sei von beiden Hauptleuten Mittwoch nach st. Andres- tag (Dez. 2.) um die zehnte Stunde vor Mitternacht gen Prülingen verfertigt worden, damit jene, die zu Prünlingen bisher in Grafen Wolfgangs Namen gelegen sind, sich danach zu halten wüßten und fürder keine Aenderung an ihrer Habe vornähmen. Nichtsdestoweniger hätten die zu Prünlingen die ganze Nacht „körn, meel, flaisch, vnschlit, blunder, roß u. a." hinweggeführt und zu dem Ueberflusse ihres Brodes in der selben Nacht noch ein .,som" Korn verbacken. Solches habe ihre Botschaft bei der Tädigung nicht beabsichtigt. Bitten „die ding zu bedengken, damit zuletscht üwern fürstlichen gnaden mit sampt vns verächtlich nachred nit erwachs, vnd die armen lüt in gnaden beuolhcn zehaben". Geben yelends vff st. Niclaus tag anno etc. 89. Das aufgedrückte Siegel der Stadt Villingen ist abgesprungen. Pap. Or. Karlsruhe (Breisgau, Bräunungen). 1490, Jan. 10. Herr Hans Jacob von Bödmen, Ritter, Hauptmann des Erzherzogs Sigimunds zu Oesterrich etc., und Jörg Graf zu Werdemberg und zum Heiligenberg als Statthalter seines Bruders, Grafen Hügen zu Werdenberg etc., gemeines Hauptmannes des löblichen Bunds zu Swaben, tädigen zu Engen in den Irrungen zwischen Hainrich d. ä., Grafen zu Pürstenberg und den seinen von Prülingen, die sich zu Villingen halten. Die von Prülingen sollen wiederum gen Prülingen zu dem ihren, so noch vorhanden ist, kommen und ihrem Herrn Grafen Hainrich nach Schuldigkeit verpflichtet und gehorsam sein. Wegen „des abdritts" und der erlaufenen Kosten stehen beide Theile von ihren Forderungen gütlich ab. Binnen 14 Tagen sollen beide Parteien diesem Vorschlage zu- oder abschreiben. Bis dahin soll Friede sein, doch sollen die von Prülingen so lange in der Herren von Fürstenberg Dörfern und Gebieten nicht über Nacht verweilen. Geben vff sonntag vor Hilary 1490. Das Or. siegelten die Aussteller. Pap. Copie. Donaueschingen. 1490, Jan. 12. (zinstag vor Hylary) schreibt Graf Hainrich d. ä. zu Furstenberg seinem Vetter, Grafen Hainrich zu Furstenberg, er gedenke darauf abzuschreiben. Sei nicht geneigt, „den von Prülingen one alle rechtlich erfindung durch irs bösen vstrettens vnd fumamens willen, als ob sy es mit gezwang darzü prächt hetten, nach irm gefallen brieue vberbrieue zugeben." Und zwar anderer seiner Städtlein und Flecken halber, die sich dessen sonst auch befleißen dürften. Bittet ihn, auf nächsten Mittwoch dem Tage zu Vierlingen beizuwohnen '). Pap. Copie. Donaueschingen. 1) Auf diese Händel und die zu Vermittlungsversuchen anzusetzenden oder angesetzten Tage beziehen sich weitere 19 Schreiben von 1489, Sept. SO. bis 1490, März, von den Grafen Heinrich d. ä., Heinrich d. j. und Wolfgang von Fürstenberg, von Virich Grafen zu Montfort, Hauptmann der Gesellschaft st. Jörgen Schilds zu Swaben des Theils im Hegow und am Bodense, von Hauptmann. Kath und Mitgesellen dieser Gesellschaft, von Hanns von Hüffingen, IV. 13 \ ■ ■ j es I" . ■ ■ | ■ ■ i HP ■MM H ■ WM 1 m- 98 1489—1490. genannt Schuldheiß, Ritter, von Marquart von Künsegk von Aulendorf, Ritter, vom Statthalter zu Tettnang, von Cunrat von Schellenberg, Ritter, und Hans Dieterich von Blumnegk. Originale, Copien und Concepte. Donaueschingen. 1490, Jan. 21. Innsbruck. Sigmund, von Gottes Gnaden Erzherzog zu Oslerrich etc., schreibt den edlen Oheimen, seinen besonders lieben und getreuen, Hauptmann, Rätken und anderen Mitgesellen st. Jörgen Gesellschaft in Swaben des Theils im Hegow und am Podense. Schon ehe ihm ihr Schreiben betreffs der von Prulingen und Grafen Heinrichs von Purstenberg zugekommen, habe er Hanns Jacob von Bödmen, seinem Hauptmann des Bunds, geschrieben, allen Fleiß anzukehren, dass die Sachen bei dem Abschied bleiben; wo nicht, den von Prulingen zu sagen, sie mögen sich Rechtens vor Grafen Eytelfritzen von Zolr, seinem Hauptmann in seiner Herrschaft Hohemberg, benügen lassen; ihm gebühre auch nicht, wenn sie ziemliche Vermittlung oder Recht nicht annehmen, sie wider Grafen Heinrichen zu enthalten oder fördern. Geben zu Inns- prugg an st. Agnesen tag anno etc. 90. Spuren des zum Verschlusse aufgedrückten rothen Siegels. Pap. Or. Donaueschingen. 1490, Febr. 12. Linz. Kaiser Friderich schreibt den Grafen Heinrich dem altern, Wolfgang und Heinrich dem Jüngern zu Fürsteinberg: „Vns langt an, wie ir die stat Preunling, so ir von vns vnd vnserm haws Oesterreich in pfandsweise innhaben, wider alt herkommen vnd gewonnheit zubesweren vndersteen, auch ein verschreibung von dem hochgebomen Sigmunden ertzhertzogen zu Österreich etc., vnserm lieben vetter vnd fürsten, darinne euch dieselb stat Prewnling geeygent sey, erlangt haben sollet. Des wir, nach dem der obgemelt vnser vetter solicher verschreibung on vnser als des eltisten fürsten von Österreich willen zugeben nit macht gehabt hat, nit vnbülich mißfallen tragen, vnd gebietten euch demnach bey Vermeidung vnser vnd des reichs sweren vngnad vnd straffe ernstlich vnd wellen, das ir die obgenannteu von Preunling noch die iren wider altherkumen ferrer nit dringet noch besweret, auch in einem monet dem nechsten, nach dem euch samentlich oder ewer einem oder meer von ewer aller wegen diser vnser brief geanntwort oder verkundt wirdet, dem genannten vnserm vetter oder, wem er das an seiner stat beuilhet, die obberürt verschreibung, so ir vorgemelter massen vmb die eigenschafft erlangt haben, widerumb zu seinen handen reichet vnd gebet." Geben zu Lyntz am 12. tag des monets February 1490. Auf der Rückseite das aufgedrückte kaiserliche Siegel. Pap. Or. Wien. k. 1490, Juni 2. Hanns Jacob von Bödmen, Ritter, des Königs Maximilian Hauptmann in dem löblichen Bunde zu Swaben, beurkundet den auf dem Tage zuVlm auf Befehl des Königs durch ihn und andere königliche Räthe, Herrn Hugen, Grafen zu Montfort und Rottenfels, Herrn Caspar Freiherm zu Mersperg, obersten Hauptmann und Landvogt etc., Herrn Virich von Fruntsperg zu St. Pettersberg, Ritter, und Doctor Conrat Stürtzel, Kanzler etc. vermittelten gütlichen Vertrag und Anlass zwischen dem Grafen Hainrieh zu Fürstemberg dem älteren und den seinen von Prulingen, „so von Prulingen vßtretten sind." Nachdem Graf Hainrich erklärt, seine Absicht sei nicht gewesen, die von Prulingen bei ihren Freiheiten und alten Gewohnheiten zu beschweren, die von Prulingen aber erklärten, sie seien nur ausgetreten und „abschwaiff" worden, um sich vor Gewalt zu behüten und damit sie nicht wider ihre Freiheit, Stadtreeht und altes Herkommen beschwert werden, wird entschieden, „das die von Prulingen widerum gen Prulingen zu dem iren, souil deß noch vorhanden ist, komen, irm hem graf Hainrichen nach schuldiger verpfiicht gehorsam sin vnd by dem erbietten graf Hainrichs beliben sollen;" „sodann des abtritts, och des vfferloffen costen vnd Wüstung halb in Prulingen vnd dauor", so soll darüber nach dem vormals auf gehaltenen Tagen gemachten Anerbieten des Grafen Hainrich durch den von Erzherzog Sigmund zu Oesterrich benannten Gemeinmann Yttelfritz Grafen zu Zolr, Hauptmann der Herrschaft Hohemberg, mit gleichem Zusatz entschieden werden. Der Abschied zu 1489. 99 Ewatingen soll damit gänzlich todt und ab sein. Actum vif den hl. Vffartaubend anno etc. 90 (Mai 19). Geben vff mittwocli nach dem hl. Pfingstag 1490. Das Siegel des Ausstellers (grün in ungefärbter Schüssel; Schild quadrirt, in 1 und 4 je 2, 1 Lindenblätter, in 2 und 3 ein springender Bock; auf dem Helme mit wehenden, ausgeschnittenen Decken in dreizackiger Krone ein spitzer Hut mit Federbusch; Ijans. \akob. vo, bobman. ritter.) Perg. Or. Donaueschingen. P^cüi ■BH W£®wmm 1489, OH. 21. 107. Graf Hainrich zu Fürstenberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husen im Kintz- igentale, überläßt seinem Vetter, dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, Landgrafen in Bare etc. und dessen männlichen Erben seine „aigenliche" Stadt Brülingen, die von Erzherzog Sigmund zu Österrich eigentlich an ihn gekommen, in rechter Gemeinschaft zum halben Theile mit ihm zu haben. Geben an zinstag vor Symon vnd Jude der hl. aposteln tag 1489. Das Siegel des Ausstellers (grün in Schüssel). Perg. Or. Donaueschingen. 1489, Nov. 3. 108. Görg von Ehingen, Ritter, Hauptmann der Gesellschaft St. Jörgen Schilds des Theils am Necker und am Schwarzwald, und mit ihm seine zugeordneten Räthe, Hans von Rischach, Vogt zur Nuwenburg, Ludwig von Emerßhouen, Vogt zu Horw, Hans von Nüneck, Vogt zu Balingen, und Hans von Ow zu Wachendorf, urtheilen, nachdem sie am 31. Aug. (mentag nach Pelagy) zu Tüwingen auf dem Rathhaus zu Recht gesessen, zwischen dem edeln wohlgeborenen Junker Gangolf Herrn zu Hohengeroltz- eck und Schenckenzelle als Kläger und dem frommen festen Melchior von Schowem- burg als Antwurter wegen der Widerlosung der Herrschaft Ramberg, welche der Kläger dem Beklagten versetzt') und welche letzterer nicht einlösen lassen wollte, da Graf Hainrich von Fürstenberg sie bekommen sollte 2 ). Schowemburg wird ver- urtheilt, die Herrschaft ablösen zu lassen. Geben vff zinßtag nach Allerselen tag 1489. Das Siegel des Jörg von Ehingen fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1488, April 22. verkaufen Gangolf Herr zu Hohengeroltzecke und Schenckenzell und seine Gemahlin Küngund, geborene Gräfin von Montfort, dem frommen und festen Meleher von Schowenburg ihr eigen 13* sH»& sBmSBBt ■ Vi' liiljilliiliiiii ■Mi V I H m 100 1489—1490. Schloss Rünberg"), auch die Güten im Langenbach, zu St. Ruman, im Holtzerspach, vor Vbelbach „vnd in der gemelten gegin gen Rünberg gehörig," mit Wildbann, Kirchensätzen, hohen und niedem Gerichten, überhaupt nichts ausgenommen „denn die ärtz, die wir vns vnd vnsern erben vorbehalten die, ze suchen, wa wir wollen", um 1300 Gulden rhein., der sie gewert sind, und sagen die armen Leute, die in die Vogtei zu Runberg gehörig, aller Eigenschaft, Pflicht und Gelübde ledig; der Käufer und seine Erben sollen an dem Schloss nicht mehr als 50 Gulden verbauen dürfen; die Verkäufer und ihr Bruder und Schwager, Diepolt Herr zu Hohen - geroltzecke sollen die Pfandschaft Rünberg jederzeit wieder einlösen können. Geben vff st. Jerigen aubent des hl. ritters 1488. Die Siegel der beiden Aussteller (beide grün in Schüssel; 1. im Schilde Querbalken; auf dem Helme Hut mit Federbusch; auf fliegenden Bändern: gartgol....... grau. £g.. 2. Schild ohne Helm gespalten, r. Fahne, 1. Querbalken; innerhalb des Siegelfeldes: 2. gurr; auf dem Bande: . t. grärjirt. v, ljndjett- ge... ... 1482.). Perg. Or. Donaueschingen. a) Die Burg Kornberg stand auf einem Hügel am Eingang des Wildschapbachthals; 1788 waren nach einer Archivalnotiz »die Rudera kaum noch merkbar.« 2) Vergl. unten Nr. 111 v. 1490, Febr. 19. 1489, Dez. 13. 109. Anno 1489 wird (Graf Wolfgang von Fürstenberg von Grafen Eberhard d. ä. von Wirteni- berg) bestellt vff Luciae 3 jähr lang, jahrs vm 200 fl.; soll dienen mit seins selbs leib vnd mit seinen vnd graf Heinrichs d. ä., seines vettern, schlössen, die sollen Wirtemberg offen sein, doch nicht wider Pfalz. Gabelkhovers Collectaneen, I, fol. 363 am Rande. Stuttgart. 1490, Febr. 13. 110. Gangolf Herr zu Hohengerolzegk und Schenckenzell und Kungund, Frau zu Hohengerolzegk, geborene Gräfin zu Montfort, verzichten, nachdem sie das vergangene Jahr ihre Herrschaft Ronberg dem festen Mölcher von Schowenburg verpfändet, „der sich dann im wilbann am Hohenberg, im Langenbach vnd der selben gegne mit dem wolgebornen Hainrichen grauen zu Furstenberg etc., dem eitern, vnserm lieben vettern, etwas spans angenomen hat 1 )," auf diesen Span und ihre Gerechtigkeit daran, nachdem sie jetzt die Herrschaft Ronberg wieder eingelöst haben 2 ). Geben vff st. Veltins aubend 1490. Die Siegel der beiden Aussteller (dunkelgrün in ungefärbter Schüssel; 1. Gangolfs: im Schild ein Querbalken; auf dem Helm Krone mit Federbusch; gartgol. rjei" füo.........; 2. Kungunden: gespaltener Schild ohne Helm; 1. ein Querbalken (Geroldseck), r. eine Fahne (Montfort); im inneren Kreise: . f> — tort — 9 — > aussen auf einem Bande: ot. groirt. n. 1. (sie) rrorljBrtgraL je.. 1482). Perg. Or. Donaueschingen. £ 111. 1490. 101 1) Correspondenz und Urkunden, betreffend den Streit über „etliche herlichkaiten vnd wilbenn" in, dieser Herrschaft zwischen Grafen Heinrich dem altern von Fürstenberg, Gangolf von Hohengeroldseck und Melchior von Schauenburg datiren von 1474—1489. Graf Heinrich behauptete, dass die hohen Gerichte, Wildbänne und Zehnten im Langenbach „vnd dennocht noch gar vil wytter für vß biß in denSultzbach" sein „innhabend gut" und von ihm bisher ohne alle Irrung der Herren von Gerolzegk ruhig besessen seien. (Schreiben desselben an Melchior von Schowenburg, seinen lieben Gevattern von 1488, Dez. 1. [mendag nach Andre]. — 1482, Dez. 19. (dunrstag vor st. Thomans tag) hatten Mölichior von Schowenburg, Hanns von Emerß- houen, Cünradt von Velsenberg und Hans von Reckenbaeh mit Wissen und Willen und in Gegenwart des Grafen Heinrich und des Herrn Gangolf abgeredet, dass dieselben ihres Spans rechtlich gekommen sind auf Ludwig von Emerßhouen und wen dieser ungefährlich zu ihm nimmt. 21 Pap. Originale, Concepte und Notizen. Donaueschingen. 2) Auf die an Romberg angränzende Rippoldsauer Jagd bezieht sich ein unter Briefen an den Grafen Heinrich von Fürstenberg vom Jahre 1490 aufbewahrtes, wohl um diese Zeit abgefasstes Schreiben des Priors zu Ryppeltzow an seinen gnädigen Herrn (Grafen Heinrich von Fürstenberg): dass bei ihnen „zu Ryppeltzow in der Wolfach ob dem badhuß 5 schwül, 1 grosser höwer, 1 lien") vnd 3 frischling by an ander sind; dar- umb, gnädiger herr, ist es üwer gnaden zu gefallen, so schickend die iager vnd die hund heruff, so wollen wir all zu löffen vnd darzü helfen, daz sy nider ligen, wann sy mügen vff die berg schnews halb nit kummen, vnd ligend hie in dem tal by den brunnen." Pap. Or. Donaueschingen. a) Mutterschwein. 1490, Febr. 19. Gangolf Herr zu Hohengeroltzeck und Schenckenzell und seine Gemahlin Kün- gund, geborene Gräfin von Montfort, verkaufen den Gebrüdern Grafen Hainrich und Wolfgang zu Fürstenberg etc., die für sie Geweren und Mitschuldner geworden gegen den ehrsamen Jacob Mügen, Burger zu Straßburg, um 1500 Gulden rhein. Hauptguts und 75 Gulden jährlichen Zins aus der Herrschaft Romberg, diese Herrschaft mit dem Schloss etc., auch die Güten im Oberlangenbach, zu St. Roman, im Holtzerspach, vor Vbelbach, in der Wolfach und in der zu Romberg gehörigen Gegend, auch alle Obrigkeit, Wildbann, Kirchensätze u. s. w., nichts ausgenommen als die Erze, um die genannten 1500 Gulden auf Wiederlösung durch die Verkäufer und ihren Bruder und Schwager, Diepolt Herrn zu Hohengeroltzeck; die Käufer sollen ohne Einwilligung der Verkäufer am Romberg nicht über 50 Gulden verbauen dürfen; die Verkäufer sollen in dem Wildbann zu Romberg diesseits Wolfach zwischen Wittichen und Schenken- zell noch allenthalben jagen dürfen. Geben vff fritag vor st. Mathis tag apostoli') 1490. Das Siegel der beiden Aussteller. Perg. Or. Donaueschingen ! — 6 ). 1) Obschon die ürk. v. 21. Febr. 1490 (Anm. 2.) eher daraufweist, Mathis hier als Matthäus zu verstehen und die obige ürk. demnach v. 17. Sept. zu datiren, so zeigt doch ein schon am Lorenztag (10. Aug.) 1490 1 ,: . ,\ ■ fiäBföNiäl . •■ Ig i"iSffy ..Ii4«s HHHHÜ Summe ■■■■1 HHHra mr 102 1490. ■ 1 HB Hb ■BpB ausgestellter Lehenbrief des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg über ein zur Herrschaft Eomberg gehöriges Gut, (s. unten), dass Mathis hier gleichwohl Matthias bedeutet, wie denn auch Matthäus gewöhnlich durch den Zusatz evangelista unterschieden wird. Dasselbe ergibt sich aus folgenden Stücken. 1490, Febr. 21. (an der Pfaffenvaßnacht) gibt Graf Wolfgang dem ehrbaren Andreas Kötz, Schreiber seines Vetters, Vollmacht, die Herrschaft Eomberg, so er „pfändet vnd in koffs wyß" an sich gebracht, einzunehmen und Gelübde und Eide von den zu derselben Herrschaft gehörigen Armenleuten zu empfangen. Pap. Or. mit dem in grünem Wachs aufgedrückten Siegel des Ausstellers. — 1490, Febr. 23. (st. Mathis aubend) entläßt Gangolf Herr zu Hohen- gerolzegk und zu Schenckenzell Vogt, Gericht und ganze Gemeinde zu Eonberg ihrer Eide und Pflichten gegen ihn. Pap. Or. mit dem in grünem Wachs aufgedrückten Siegel des Ausstellers. — 1490, März 1. (mendag nach Inuocauit) empfing Andreß Sehriber von 37 verzeichneten „manßnamen" der Herrschaft Eomberg den im Wortlaute angeführten Huldigungseid für den Grafen Wolfgang. Gleichzeitige Pap. Aufzeichnung Andreß Schribers. Donaueschingen. 2) 1490, Febr. 21. verspricht Gangolf Herr zu Hohengerolzegk und zu Schenckenzell den Gebrüdern, Grafen Hainrich und Wolfgang zu Fürstenberg etc., seinen lieben Vettern, um besonderer Freundschaft willen, die sie ihm erzeigt, dass er seine Herrschaft Eonberg in keines von Schowenburg Hand in Losung oder anderer Weise kommen lassen wolle. Geben vff Pfaffenvasnacht 1490. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. 3) 1491, März 30. versprechen Gangolf Herr zu Hohengerolzegk und Schenckenzell und Küngundt, seine Gemahlin, geborene Gräfin von Muntfort, dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, der ihnen zu den 1500 Gulden auf die Herrschaft Eomberg noch weitere 200 Gulden geliehen, diese Herrschaft die nächsten 15 Jahre nicht auszulösen und verzichten auf den ihnen vorher belassenen Halbtheil des Jagdrechtes in der Herrschaft jenseit der Wolfach; „wir sollen ouch fürter nit mer gerechtikaitt in bergwercken haben wan den halbentail, so er vns vormals gantz zu gelassen het, vnd darzü das wasser der saltzgrüben oder saltzbrunnen halbs, ob etwas ald fünden wurde." Sollte ihnen jedoch ihr gnädigster Herr, der Pfalzgraf, wegen ihrer Ansprache und Gerechtigkeiten Gerolzegks des Schlosses etwas Gelds geben, so sollen sie die Herrschaft um 1700 Gulden Hauptgut und den erlaufenen Zins, die ausstehenden Kosten und das verbaute Geld einlösen dürfen. Geben an mitwoch in der Osterwochen 1491. Die Siegel der beiden Aussteller. Perg. Or. Donaueschingen. 4) 1492, Nov. 10. versichert Gangolf Herr zu Hohengerolzegk und Schenckenzell dem Grafen Wolfgang zu Furstenberg, dass die Herrschaft Eomberg von ihm nicht eher eingelöst werden dürfe, als bis er auch die Herrschaft Loßburg, die ihm derselbe abgepfändet und womit er ihm „so träwlich vnd fräntlich vmb den pfandtschilling geholfen, sonder sin vetterlich erb vnd aigen gut darvmb versetzt", eingelöst habe. Geben vff sampstag nach st. Lienharts tag 1492. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. 5) 1499, Febr. 10. verzichten Gangolf Herr zu Hohengerolzegk und Schenckenzell, und Kungund, geborene Gräfin von Muntfort, seine Gemahlin, zu Gunsten des Grafen Wolfgang zu Furstenberg etc. auf die Wiederlösung der Herrschaft Eomberg, nachdem ihnen derselbe zu der auf 1700 Gulden gestiegenen Pfandschaftsumme nochmals 105 Gulden dargeliehen a ), obschon damals schon „das bemelt Eomberg gar vil höher besweert in hoptgüt war, dann es in nütz ertragen mag". Geben vff sontagEsto michi 1499. Die Siegel der beiden Aussteller. Perg. Or. Donaueschingen. a) Perg. Urk. darüber v. 1497, st. Hylarien tag (Jan. 14). Donaueschingen. 112. 1490, März 16. Hainrich Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bare und Herr zuHusen im Kintz- '5 >...• . 1490. 103 igentale, der ältere, verkauft „mit gunst vnd gehelle" der wohlgeborenen Hainrichen des Jüngern und Wolfgangen, Gebrüder, Grafen zu Furstenberg, Landgrafen in Bare *), seiner lieben Vettern und Lehenserben, um 220 fl. rh. den ehrwürdigen, gelehrten und ehrsamen Herren, dem Propste und gemeinen Capitel „der gestifft zum heiligen Crütz zu Horwe" seinen eigenen vierten Theil am großen Zehnten zu Rordorf im Göw, „den wir clanu mit vrtel vnd recht für vnser aigen gut dem vesten Reinhart von Gerteringen vnd Doratheen Lutzin von Herenberg, siner elichen hußfrowen, denen der zu eestür geben was, anbehalten innhalt ains versigelten vrtel briefs, ouch den in vnser hand mit iren willen pracht honnd, vff daz das erstbenant eegemechit sich m aim sondern brief bekennt, daz der zehend das vnser ist, vnd vns erpetten hett, daz wir inen ainen will brief gegeben, den zehenden von gnaden zu lipding ir leben lang zeniessen, vnd daz dann nach irem tod der vff Hainrichen, vnsern natürlichen sun, vallen sölt lut aines briefs, also syen wir mit inen zu allen tayln bekommen, daz sy vns den selben will vnd lipdings brief, ouch vnser sun sin brief wider zu vnsern handen vbersendt vnd geantwurt, damit der bemelt viertail des zehenden, wie sy vnd ir vordem dann den vntzher inngehapt vnd genossen hond, gantz vnd gar mit voller gerechtikeit ledig vnd vnansprächig fry, aigen, vnuerschriben vnd vnuerkomert aller mengklichs in vnser handen vnd gewaltsame stat vnd sust nieman zu gehöret." Er übergibt den Käufern zugleich einen alten Urtelbrief, „wie Brid Lutzin zu zitten vorm statgericht zu. Horw gerechtet", ferner 3 betreffende alte Lehenbriefe, den erwähnten Urtheilbrief, darin ihm der Zehnten für eigen heimerkannt ist, den Brief, in dem Reinhart von Gerteringen und Dorathee Lutzin bekennen, dass der Zehnten sein ist, den diesen von ihm gegebenen Leibgeding- und Willbrief, endlich den Brief, den er auf seinen Sohn Hainrich „bewendt" hat. Wenn er oder seine Erben von den Käufern um „nachwerschafft" ersucht werden, und sie diese acht Briefe „in recht zu prüchen oder zu tagen" nothdürftig sind, sollen jene ihnen dieselben leihen, sie müssen dieselben aber nach gemachtem Gebrauche ihnen wieder zustellen. Geben an zinstag vor Letare 1490 2 ~ 4 ). Das Original siegelten der Aussteller und dessen genannte beide Vettern. Pap. Concept. Donaueschingen. B. 1) Nach Burglehner, Tirol, Adler, I, 2. Abthlg. p. 371 (erwähnt von Jäger im Archiv f. Österreich. Geschichte, LI, 399) befanden sich die Grafen von Fürstenberg im März 1490 im Gefolge König Maximilians in Innsbruck. 2) 1491, Dez. 5. empfängt Jacob von Nünegk, der elter, von Grafen Wolfgang zu Furstenberg etc. anstatt des Grafen Hainrichs zu Fürstenberg etc., der dan der elter ist, dessen Bruders, beide seine gnädigen Herren, zu rechtem Lehen von der Grafschaft Fürstenberg 8 Malter Boggen Horwer Meß Vorzins aus dem vierten Theil des großen Zehntens zu Bordorf im Göw, den jetzt Propst, Capitel und Chorherren der stifft zum 1 i ü ÜICH ■ I ■ I t.syt, ■. . H85HHI 11111111 9w3a£SB8MG&iw MfBtiBJlTOiBjfHES ■ .-. -> : ■ I ■ ■■ I ■■ : ■■■'■. üf&Ssßi 1 Rni 104 1490. hl. Kreuz zu Horw innhaben, und den dieselben von Jacob Münichen von Rosenberg, Jos Münichen sei. Sohne, erkauft haben. Geben vff mendag nach st. ßarbeba tag 1491. Das Siegel des Ausstellers (grün in Schüssel; im Schilde Querbalken, darüber Stern; auf dem Helm Flug mit Querbalken; S. xacob, oo. itt>. i«..). Perg. Or. Donaueschingen. B. 3) 1493, Juli 26. sagt Hanns von Nüwneck, Ritter, dem wohlgeborenen Herrn Heinrich, Grafen zu Fürstemberg, Landgrafen in Bare etc., den Zehnten zu Rördorf, um den er Lehen träger eines Kaplans zu Nüwneck ist, auf, da „sich der selb caplön gegen mir vnd ettlichen minen vettern also halt, das ich mayn, siner pfründ nit würdig sy, vnd will hervm sin lehenträger nit me sin." Geben vf fritag nach st. Jacobs tag apostoli anno etc. 93. Das vorne aufgedrückte Siegel des Ausstellers abgefallen. Perg. Or. Donaueschingen. B. 4) 1500, März 17. empfängt Jacob vonNünegk von dem Grafen Wolfgang zu Fiirstenberg zu rechtem Mannlehen der Grafschaft Fürstenberg 8 Malter Roggen jährlichen Vorzins Horwer Meß aus dem vierten Theile des großen Zehntens zu Rordorf im Göw, „den jetzt brobst vnd cappittel hern zürn heiligen Crütz zu Horw den vberschatz nach vßrichtung der acht malter innemen." Vff zinstag nach Reminiscere 1500. Das Siegel des Ausstellers (wie oben). Perg. Or. Donaueschingen. B. 1490, März 19. Stuttgart. 113. Condolenzschreiben Eberharts Grafen zu Wirtemberg und zu Mümpelgart etc. des älteren an die Vettern Hainrich den altern und Wolf gang, Grafen zu Fiirstenberg, Landgrafen in Bar, wegen der Krankheit des ersteren. Vnser früntlich dienst zuuor, wolgepornen lieben öheirnen. Ywer schriben, vns yetzo getan, II haben wir verstanden vnd anfängklich die kranckhait ] ), so dir, graff Hainrichen, zugestanden ist, vns II von hertzen laid tragen, och des mit dir getrüwes mitlyden, vnd, souil es müglich war, mit vnser arbait vnd schaden dir sölich kranckhait in gesunthait zu bewenden, wären wir vngezwyfelt von hertzen gantz wolgenaigt, wölten vns des och dehains wegs bedurn lassen, vnd haben vff das mit vnserm artzat geret, sins räts hierin gepflegen, wie er vns den gegeben hat er vns mit siner hand vffgezaichent, den wir dir hierin verschlossen zusenden 2 ), der hoffnung, das sich din sach durch den vnd zu uorvß durch hilf des almächtigen also zu sölichem guten schicken werd, das wir dich noch oft frölich sehen sollen. Dann nit minder ist, was wir dir zu Halterung vnd beniemung diser diner kranckhait, die vns nit ciain be- hertzigen ist, och in andern mindern vnd mern Sachen getain künten, des wären wir vß betrachtung getriiwer williger dienstbarkait, vns von dir mänigfaltig bewyset, mit truwen hertzlichen genaigt. Das waist got, der dir din kranckhait zu gutem schicken vnd enden wöll nach sinem götlichen willen, vns zu sondern fröwden. Dir, graff Wolfgangen, syen wir vß dem namen vnd stammen Fürstemberg vnd och vß der zu- uersicht, das du in die fußstapfen des gemelten dins vetters graff Hainrichs tretten ü HB ■■''■ MW rasa Ww 1490. 105 werdest, mit früntlichem gutem willen genaigt, souer du vns fürther vff der bulschaft vngeengt last vnd daran nit irrung tust, als du zu Augspurg getan hast 3 ). Datum Stutgarten vff frytag nach dem sontag Oculi anno etc. 90. Zum Verschlusse aufgedrückt ein rothes Siegel (unkenntlich). Pap. Or. Donaueschingen. 1) Wohl dieselbe, der Graf Heinrich am 30. Nov. des Jahres erlag. 2) Liegt nicht vor. 3) Ein scherzhaft gemeinter Vorwurf. 1490, Juli 17. 114. Otto Graf zu Sohns und Herr zu Munzemberg überträgt von der durch Brief und Siegel beurkundeten Schuld von 14000 fl. der Kurfürsten bei Rein Münze und Franckfurtcr Währung, die ihm Herman Erzbischof zu Cöln, Erzkanzler, Kurfürst etc. mit Bewilligung des Domcapitels zu Cöln schuldet, 3000 ß.. 1 ) auf den Grafen Wolfgang zu Furstenberg etc. und Elizabethen, dessen ehlichen Gemahl, seinen lieben Eidam und Tochter 2 ). Vff sambstags noch Diuisionis appostolorum 1490. Das Or. siegelte der Aussteller. Pap. Copie. Donaueschingen. 1) Wohl Ehesteuer für seine Tochter; vergl. oben Nr. 89 v. 1488, Sept. 30. 2) 1493, April 3. (mitwochen nach dem hl. Palmdage) sehreibt Erzbischof Hermann von Cöln aus seinem Schlosse Poppeistorf an den Grafen Wolfgang, der diese Schuld in Erinnerung gebracht: „ist vns nicht wissen, das wir graf Otten obgemelt sunderlichs zu thun sin; vermaynte er aber, das wir oder vnser stift im schuldig sin solten, mocht er vns sollichs erynnern vnd zu erkennen geben, alsdann wir ime zymlich vnd ge- biirlich antwurt daruf geben wollten." Pap. Or. mit grünen Siegelspuren. Donaueschingen. — 1493, April 27. (sampstag vor Jubilate) erwidert demselben Graf Wolfgang: diese Antwort befremde ihn, da er nicht zweifle, der Erzbischof und das Stift seien „zum dickem mal" darüber berichtet; bei seinem Schwäher habe er wegen der Schuld „sin glophaftig vnuersert brief vnd sigel gesehen, die ouch noch vorhanden sint"; begehrt also Bezahlung der 3000 fl., da er derselben nothdürftig sei und länger nicht still stehen könne oder wolle. Pap. Concept. Donaueschingen. 1490, Aug. 10. 115. Wolfgang Graf zu Fürstenberg etc. verleibt mit Rath seines Vogtes und eines ganzen Gerichtes zu Bomberg dem ehrbaren seinem Hintersassen Hansen Dibelfußen zu rechtem Erblehen das Schrempengut, darauf derselbe jetzt sitzt, das gegenwärtig IV. 14 IHH^HSb ■ . ... i i ■ : ... . .:, &: ^^H .','-';**& s ; mßm ■är^ m MHMB ■ #R::/^;M"" I ■■mi H :! ■»■•■■■■ 108 1490. Bxtract aus dem alten (Wolfacher) Burgerbuch in dem 1755 notariell vidimirten Wolfacher Copial- buche, p. 139. Donaueschingen. Item vff st. Andres des hl. zwölfboten tag anno domini 1490 a ) starb der wol- geborn edel herr graff Hainrich der elter, graf zu. Furstenberg, lantgraf in Bare vnd herr zu Husen im Kintzigental, von dem dann die herschafft im Kintzigental vff den wolgebornen herrn graf Wolfgangen erblich komen vnd gefallen ist. Andres Kötz im Kinzigthaler Lagerbuch von 1493, p. 1. Donaueschingen. a) Im Lagerbuche: 1491; doch ist 1 mit anderer Tinte geschrieben als das vorausgehende. Mehrere der folgenden Urkunden, so Nr. 120 und 121, bestätigen die Wolfacher Aufzeichnung, wonach Heinrich der ältere bereits Ende 1490 gestorben ist. wiber. Graff Hainrich ...... ligt zu Wolfach begraben vnd ist gestorben on elich Andres Kötz in seinen gesonderten genealogischen Aufzeichnungen. Donaueschingen. 1490, Dez. 3. 120. Heinrich Graf zu Fürstenberg, Landgraf in der Bar etc., hat den zwölf Geschworenen des Gerichtes und des Rathes und der ganzen Gemeinde, arm und reich, der Stadt Wolfach, nachdem dieselben ihm anstatt und im Namen seines Bruders Grafen Wolfgang als Herrn gehuldigt *), einen gelehrten Eid geschworen, sie bei ihren Rechten und Freiheiten zu schirmen. Falls Graf Wolfgang wieder heim zu Land käme, ihre Rechte und Freiheiten in gleicher Weise beschwöre und die dem Grafen Heinrich geschworenen Eide widerriefe, so sollen sie derselben entbunden sein. Geben an freitag nach st. Andres tag des hl. apostels 1490. Das Or. siegelte der Aussteller. Copialbuch der Wolfacher Freiheitsbriefe v. c. 1600, fol. 10 v. Donaueschingen. 1) Das Kinzigthaler Eechnungsbuch v. 1447 figd. (Donaueschingen) enthält auf p. 19 von einer Hand von c. 1450: Diß ist der eyde eins schultheissen zu Wolfach, ouch Haselaeh vnd Husen etc. N., du globst vnd swerst vnßerm gnedigen herrn N. truw vnd warheit, synen frommen ze werben vnd synen schaden ze warnen, ze richten dem armen als dem rychen"), vnserm herrn vorgenant syne recht ze suchen, ze hanthaben vnd ynzebringen, als verr du magst, ouch synr gnaden heimlich rete zu verswygen vnd synen gebotten gehorsam ze synd vnd ouch der stat N. gut alt gewonheitten, recht vnd harkommen hin als bißher lassen belyben vnd iren rat zu verswygend, souerr der b ) vnsem gnedigen herrn 0 ) nit berürend ist, alles getruwlich vnd vn- geuarlich etc. a) Eine Aufzeichnung desselben Eides von c. 1500 im Kinzigthaler Lagerbuche v. 1493, im übrigen nur sprachlich abweichend, hat hier den Zusatz: dem fromden als dem haimschen vnd dem find als dem fründ. b) mit aim mern. c) zu sinem schaden. 1491. 10 g 1491, Jan. 19. 121. Graf Heinrich VII. zu Fürstenberg für sich und seinen im Auslande abwesenden Bruder, Grafen Wolf gang, und Schuldheissen, Burgermeister, Gerichte und Räthe der Städte Wolf ach, Hausach und Haslach für die landschaft des Kinzigthales kommen überein über den Vollzug einer testamentarischen Bestimmung des verstorbenen Grafen Heinrich VI. zu Fürstenberg, die Ausrichtung des Grafen Heinrich von Zweibrücken, Herrn zu Bitsch betreffend. Wir Hainrich graue zu Furstenberg, lantgraf in Bare vnd herr zu Husen im Kintzigental etc., bekennen für vns vnd den wohlgebornen graff Wolfgangen, vnsern lieben brader, II der diser zit nit inlendig ist, vnd für vnser beider erben, vnd wir schulthais, burgermeister, geriebt vnd reete der stet Wolfach, Husen vnd Hasslach im Kintzigertale II für vns vnd vnsere nachkomen mit gantzer lantschafft lut des testa- mendts offenlich in clisem brieue: als der wolgeborn Hainrich graue zu Furstenberg der elter, vnser lieber herr vnd vetter seliger gedechtnis, by sinem leben vffgerichtet, confirmirt vnd bestättigen lassen hat mit bewilligung sinerr erben, wie es nach sinem abscheidt vss diser zit mit sinem verlassnen gut, lande vnd lütten, ligendem vnd va- rendem, leben vnd eigen, gehalten solle werden nach innhalt des selben Satzung, Ordnung vnd testamentz, luter vssgedruckt in dem original vnd bestättigungsbriefs, dess- halb von dem kaiserlichen hofgericht zu Rotwil krefftigklich vssgangen vnd besigelt ist (sie), vnder anderm hinhaltend, was vnd womit der wolgeborn her Hainrich graue von Zweinbrücken, herr zu Bitsch vnd zu. Ochsenstain, vnser lieber vetter vnd herr, vnd wie vsgericht werden solle, vnd vor sollicher entrichtung wir beide obgenante herren von Furstenberge noch vnsere erben inn bemelten herschafften in kainer wege einiche regierung, gefelle noch anders besitzen, brachen oder niessen sollen noch mögen, sunder sollich testamendt sig dann vnserm bemelten lieben vettern von Bitsch oder sinen menlichen erben züuor vnd ee volnzogen vnd gescheen nach siner innhaltung. Diewyl nü jetzt diser zit vnsers graf Hainrichs noch graf Wolfgangs, vnsers brüders, vnd vnser der bemelten lantschafft vermögen nit ist, den bemelten vnsern vettern vnd herren von Bitsch entlich zu entrichten vnd sunder nach innhalt des testamendts sich das verlengen vnd die herschafft in mitler zit one regenten vnd herren sin, ouch in irem aignem willen, als das testament zugit, stan wurde, des sy selbs nit geneigt vnd zu irrung dienen möcht, das abzustellen, so ist durch gutliche besuchen an den bemelten graf Hainrichen zu Bitsch, vnsern lieben vettern vnd herren, vff hüt dato gescheen, bewilliget vnd zugelassen: nach dem vnd demselben graf Hainrichen von " ■' SHfäläiiESKBfj 111111 WBSbSBS ■ ■' H 1111118 agaiaftgaJ*3Sa.laWBiHB; VI ^^M WB&M 4!S4fwBL Iffifg&P Wr £Ü«H 110 1491. I Bitsch etc., vnserm lieben vettern vnd herren zugesagt ist, zum lengsten in den Oster- virtagen nechstkomende ine oder sine erben lut des testamendts entlich vsszurichten vnd zu bezallen an malestetten vnd enden, im oder sinen erben gelegen vnd eben sindt oder sin werden (sie), zu tünd nach lut des testamendts vnd dagegen zimliche vnd gnügsame quittierung zu empfahen, das biss zu. der obgemelten zit zu söllicher vssrichtung wir gebruder beide sampt oder sunder mögen die bemelten herschafften regieren, doch in alwege des testamendts Satzung, innhalt, will vnd meinung graf Hainrichs von Fürstenberg seligen loblicher gedechtnis vnabgebrochen; also wo sölliche vssrichtung zu lengst biss zu obbestimpter zit nit geschee, das dan dem testamendt solle von vns herren von Fürstenberg bedea gebrudern vnd vnsern erben, ouch von vns, der lantschafften vnd stetten vnd vnsern nachkomen, gelept vnd dise vergünnung graf Hainrichs von Bitsch etc., vnsers lieben vettern vnd herren, gantz tod, nichts vnd ab sin, sünder dem bemelten testament von vns, den herren zu Furstenberg, vnd von vns, den stetten vnd lantschafften vnd allen vnsern erben vnd nachkomen vestigk- lich gelept werden so lange, biss der bemelt graf Hainrich zu Bitsch etc. oder sin erben von vns lut der Ordnung vnd Satzung graf Hainrichs, vnsers vettern vnd herren loblicher gedechtnis nach aller volkomenheit vernüget vnd gentzlich bezalt vnd vss- gericht wirt. Alsdann sol dise verschribung mit der quittierung, so dann gegeben wirt, zu. vnsern handen vnd gewalt wider vberantwurt vnd gegeben werden, aller dinge getrüwlich vnd vngeuarlich. Des zu vrkundt haben wir Hainrich graf zu. Fürstenberg für vns vnd graff Wolfgangen, vnsern lieben bruder, vnd vnser beider erben vnd wir die bemelten stet für vns, die lantschafft vnd all vnser nachkomen vnsere aigne vnd wir die stet vnser stet gemaine insigel zu gezügnis offenlich an disen brief gehengt, der geben ist an mitwoch vor sannt Sebastions tag, als man zalt nach Cristi vnsers lieben herren geburt vierzehenhundert nuntzig vnd ain iare '). Die Siegel fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. 1) Vergl. unten Nr. 127 v. 1491, März 7. 1491, Jan. 7. Geburt des Grafen Wilhelm von Fürstenberg. 122. Anno domini 1491 a ) ward vnser gnediger vnd wolgeborner herr graf Wilhelm von Fürstenberg geborn nechst nach Epiphnia (sie) domini vnd b ) wart zu Haßlach gefir- rnet, do man kirchen zu Wylr wihet; vnd c ) ist anno 1549 gestorben vff mitwoch vor ■iÄ-J 1491. 111 Bartholomeus (August 21.) Gott sey im gnedig. Hatt d ) kein ehelich leibs erben nach sich gelassen. Andres Kötz im Kinzigthaler Lagerbuclie, p. 5. Denselben Geburtstag nennt er in seinen gesonderten genealogischen Aufzeichnungen. Donaueschingen. a) So ursprünglich; mit anderer Tinte ist 2 an Stelle der letzten 1 gesetzt ] ). drei verschiedenen jüngeren Händen des 16. Jahrhdts. b) c) d) Zusätze von 1) Dass diese Correctur nicht richtig ist, ergibt sich aus der im Frühjahr 1506 bereits vollzogenen Vermählung Wilhelms und noch bestimmter aus dem Geburtstage der Schwester Margarethe, 1489, Juli 1. Dass auch die Zimmer. Chronik, ed. Barack, III, 425, 1492 als Wilhelms Geburtsjahr nennt, kann dagegen nicht in Betracht kommen. Anno domini 1491 jar ward vnser gnediger vnd wolgeborner herr vnd graff, graff Wilhelm von Furstenberg, nach der hayligen dry kunig tag il ). Aufzeichnung von c. 1503 auf Vorsetzblatt VI des Neidinger Anniversarienbuches v. 1494. Donaueschingen. a) Ergänze: geboren. 1491, Jan. 10. 123. Graf Sigmund zu Lupfen, Landgraf zu Stühlingen, d. ä. und Bürgermeister und Rath zu Schaffhausen, auch Abt und Convent des dortigen Klosters Allerheiligen bitten den Kaiser Friedrich, die Entscheidung ihres Streites über die Mandat, hohen Gerichte, Forst- und Wildbänne am Randen, Gatter- und Westerholz dem Grafen Heinrich d. j. zu Fürstenberg zu überlassen. Dem allerdurchleuchtigisten, großmachtigisten fürsten vnd herrn, herrn Fridri- chen, romischen keyser, zu allen zeyten rnerer des reichs, zu Hungern, Dalmatien, Croacien etc. kunig, hertzogen zu Osterreich, ze Steir, ze Kerndten vnd ze Krain, grauen zu Tyroll, vnserm allergnedigisten herrn, empieten wir, ditz nachbenempte parthyen, nämlich Sigmund graue zu Lupfen, landtgraue zu Stulingen, der elter etc. ains, Hainrich abt vnd gemayn conuent des gotshuß Allerhailigen, ouch burgermaister vnd raut zu Schaffhusen andersthails, vnser gehorsam willig dienst vnd andächtig ge- bett allzeit mit vnderthanigkait geflissen zuuor an berait. Aller gnedigister herr, sich haut langzeyt har ain mercklicher spann gehalten zwüschen vns yetzbenannten parthyen, antreffend die mundat, hohe gericht, forst vnd wilpann am Randen, Gatter- vnd Westerholtzer, so ich obgenanter graue Sigmund, mein vatter vnd brüder selige, S :-■; 5 '■' H RH KllSselilllöif' HBHSraMHH '•■■■• : Bfl—E |UjMH|IbH snHffii HHB»NBBi •■ Hr 112 1491. von ewer keyserlichen majestat vnd dem hailigen reich zu lehen empfangen vnd in- gehept. Dargegen haben aber wir, obgenanter abbt, conuent, burger in aister vnd raut zu Schaffhusen vß krafft des bemelten gotzhuß loblichen stifftung vnd freyhait das als desselben gotshuß widum ingehept vnd genossen. Daruß vns baiden parthyen mercklich irrung, müg, cost vnd schad erwachsen vnd dero vff tagsatzung des wolge- bornen vnsers fruntlichen vettern, ouch lieben vnd gnedigen herrn, herrn Hainrichs grauen zu Furstemberg, lantgraue in Bare vnd herrn zu Husen im Kintzigerthale etc., zu gütlicher verhör erschinen vnd vff bewilligung uwer keyserlichen majestat zu gütlicher hinlegung an vns hinder in komen vnd verpflicht sind 1 ). Hiervff langt an vwer keyserliche majestat mit aller vnderthenigkait vnser gar flissig bitt, vns in solchem hindergange ewer keyserlichen majestat gunst vnd willen gnedigklich ze geben geruchen vnd dem genannten herrn graue Hainrichen darinn zu handeln vnd sollich irrung mit wissen vnser der parthyen oder sunst durch sein gutlich erkanntnuß hinzulegen zu beuelhen vnd comittieren. Daz begern vmb ewer keyserliche majestat, der wir vns hiemit als vnserm allergnedigisten herrn beuelhen, allzeyt vnderthanig ouch gegen got vnd in zeyt willig zu gedienen. Geben vnd zu vrkhund mit vnser, graff Sigmunds von Lupfen, Hainrichs abbte vnd gemainen conuents zu Alienhailigen, ouch burgermaister vnd raut zu Schaffhusen , egenanter abbtye, conuent vnd secret ingedruckten insigeln besigelt am mon- tag vor st. Hylarientag anno etc. 91. Gleichzeitige Pap. Copie im Staatsarchive Schaffhausen, mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. 1) Vergl. über diesen Streit Glatz, Geschichte der Landgrafen von Lupfen - Stühlingen (Schriften des Vereins f. Gesch. und Naturgeschichte der Baar, I, 1870, S. 76 und unten Nr. 131 v. 1491, Aug. 27). Auf denselben beziehen sich auch die beiden folgenden Schreiben. 1490, Aug. 20. schreiben Bürgermeister und Rath zu Schaffhusen dem wohlgeborenen Grafen Hainrich zu Fürstenberg, Landgrafen in Bare, dem jungern, sagen Dank für den getreuen Fleiß, Mühe und Arbeit, die seine Gnaden nach Bericht ihrer Burgermeister und Bathsfreunde auf dem Tage zu Zell angewendet zur Hinlegung des Spanes zwischen Grafen Sigmund zu Lupfen, Landgrafen zu Stülingen, einerseits und ihnen und Abt Heinrich und Convent des Klosters Allerheiligen in ihrer Stadt anderseits. Sie erbieten sich zu Gegendienst und bitten die ihnen für die Antwort gegebene Frist bis Bartholomei von da an noch um einen Monat zu verlängern. Datum sexta ante Bartholomei anno 90. Pap. Concept. Staatsarehiv Schaffhausen. 1490, Okt. 16. schreibt Graf Heinrich zu Fürstenberg etc. der jüngere den ehrsamen, weisen, seinen lieben und guten Freunden, Burgermeister und Rath zu Schaffhusen. Er verlängert den zu Fützen auf nächsten Montag angesetzten Tag auf nächsten Freitag, da Graf Sigmund von Lupfen am Montag in Geschäften kaiserlicher Majestat verhindert sei. Datum vff st. Gallen tag anno etc. 90. Pap. Or. ebendort. 1491. 113 1491, Febr. 9. 124. Graf Wolfgang zu Fürstenberg, Landgraf in der Bar und Herr zu Husen im Kinzgental, beschwört der Stadt Wolfach, nachdem ihm dieselbe als Herrn gehuldigt, ihre Eechte und Freiheiten zu wahren, die er hiemit bestätigt. Geben an mitwoch nach Vnser lieben Frowen tag, Liechtmeß genant 1491 ') 2 ). Das Or. siegelte der Aussteller. Copialbueh der Wolfacher Freiheitsbriefe v. c. 1600, fol. 12. Donaueschingen. 1) 1491, Febr. 14. ebenso der Stadt Haselach unter Bestätigung des wörtlich inserirten Freiheitsbriefes von 1386, Nov. 11. Geben vff den nechsten mendag nach dem sundag Esto michi 1491. Das Siegel des Ausstellers (zerbrochen). Perg. Or. Karlsruhe. 2) Zwischen 1491 und 1509 wurde folgende Marktordnung für Haslach und Wolfach aufgezeichnet: Vnser gnediger herr graff Wolfgang etc. latt in aller siner herschafft gebietten vnd verbietten an dry pfünd Straßburger dn„ daz kain sin hindersäß weder körn, habern, ancken, keß, ayer, hünr noch gar nichts in sinem huß noch süst nit verkoffen noch zu märckt trägen anderswahin, sonder soll ain yeder, der vail hat oder gewynnt, das zu merckt fürn vnd tragen gon Haßlach oder Wolfach, nichts vßgenommen dann vych vnd obß, daz mag ainer im huß verkoffen, sust alle kofmanschatz sol ainer vff obgemeUe vnsers gnedigeh herrn märckt vail bringen. Wann aber ainer zwen märckttag ain ding vail hat, daz er nit verkoffen kan, daz mag er dann mit wissen sins vogts füror fürn oder tragen on all geverde. Eintrag v. c. 1500 im Kinzigthaler Lagerbuche v. 1493, p. 194. Donaueschingen. 1491, Febr. 17. 125. Erbtheilung zwischen den Brüdern, Grafen Heinrich und Wolfgang zu Fürstenberg. Zu wissen vnd kunt sige allermengklichem, die disen brieff imer anesehen, lesen oder hören lesen, das wir Hainrich vnd Wolfgang, gebrüdere, grauen zd Furstenberg, lantgrauen in Bare, vff disen tag siner dato mit wolbedachtem müt, zittiger vorbe- trachtüng, II gesunden üben, vernufftig vnser synnen vnd zu. den tagen, als wir das zetond wolrnechtig gewesen sint, in der aller besten, crefftigesten vnd bestentlichesten form, wiss vnd mainung, als das imer sin kan, ietzt, in künftigen gezitten vnd al- wegen hantvestnng hat, II haben sol vnd mag vor allen vnd ieden lütten, richtern, gerichten, gaistlichen, weltlichen vnd allenthalben, für vns vnd vnsere erben, vns bruderlichen , lieblichen, fruntlichen vnd zu vnser iedes sundern benügen vnd wolge- uallen ainer rechten, redlichen taillung, wie hienach volgt, veraint vnd mit ain ander betragen vmb die grafschaften, herschafften, lande, lütte, zins, gülte, ligends, varends vnd alles ander zitlich hab vnd gute, des nützit vssgenommen noch hindan gestalts IV. 15 fflHHH . • ■ ' « HM . ■ *.'.i'. .'..'■« .V'^C*. 9 sBHHr SB MHn HHMI m ■ : § I m WM BSE y^j^^v ^^H .. ■' ■■" . ■ um 11 9 .■■■ -"' ^^^s IwSS % /:; J:T : &r in 1491. sin sol, wie dann das alles vnd iedes sonderlich in erbs wyss von den wolgebornen graf Hainrichen, graf Cunradten vnd graff Egen zu Furstenberg etc., vnserm lieben vatter, vettern vnd andern vnsern vordem aller seliger gedechtnis an vns geuallen, gewachsen, ouch von vns erkofft worden ist. Des aller ersten sol die stat Furstenberg vnser baider gebrüder, graf'Hainrichs vnd graf Wolfgangs, vnd vnser baider erben gemain vnd vngetailt sin , doch das graf Hainrich vnd sin erben das schlos vnd den sitz alda haben, die lütt daselbs regieren, nutzen vnd messen, aber also, das er, graf Hainrich vnd sin erben die burger vnd lütte zu Furstenberg all anbedingklich sweren lass in iren ayden, wann graf Wolfgang oder sin erben darkomen, das sy dann inn vnd sin erben in die selben stat Fürstenberg ine vnd vss lassen vnd im gehorsam syen als irm erbherrn der halben stat zu Furstenberg. Das lantgericht daselbs sol ouch gemain vnd vngetailt sin, von gemainer graffschafft besetzt vnd gehalten werden; also was ieder in synen nidern hernach volgenden zu getauten gerichts zwengen erlangt , das sol dem selben, so das nider gericht innhat, zu ston, was aber vsserhalb vnser iedes zu getauten gerichts zwengen in gemainer grafschaft erlangt, funden oder gewunnen wirt in allen Sachen, den hohen obern gerichten zu gehörende, das nit sonderlich in nachgenden pünckten vssgeschaiden ist, das alles sol glich getailt vnd vnser beider vnd vnser erben gemain sin. Derglich sol das glait, vnd was dem zu stat in der grafschaft Furstenberg, ouch gemain sin vnser baider vnd iedes erben. Vnd ist mir graf Hainrichen aigentlichen zu getailt Wartemmberg schlos vnd berg mit der müllin zu Wylr gantz, Gisingen die stat, Kirchen, Husen, Hüntschingen, Zimern, Güt- matingen, Vnderbalddingen, Beringen, Summpforren, die gerechtikaitten zu Imendingen, Tonoweschingen schloss vnd dorf, beide Vffhain, Kirchdorf. Nüwfürstenberg das schloss mit dem tal Bregen vnd dem vischwasser daselbs biss in die Bichengrüb zum halben- tail, den zoll alda gantz, die höltzer zu Giengen, darvss die von Giengen ain malter erbsen gezinst, ain zehenden ab etlichen eckern zu Clengen vnd Beckenhouen lut des vrbars, Linach das tal, Vrach, Schallach, Swertzenbach die teller gantz, die Nüwstat mit den vier tellern Altweg, Brüchelspach, Schiltvvendi vnd die welsch Ordna, die vier- höff in der Giita, der zoll zum Altenweg, Büdemberg vnd Bichenbach, Loffiugen die stat, Bottenbach, Wylr, Tittisshusen, Sepenhouen vnd Bisselvingen, sechs pfund haller waidgelt ab Amptenhusen von Efringen vnd dadannen ouch süben malter körn vom tal, den zoll zu Vilingen gantz vnd die dry herlichhaitt'en der castvogtyen vber Nidingen, Amptenhusen vnd Fridenwylr, doch mit vorbehält graf Wolfgangen, souil im hernach beschaiden wirt, das im die gotzhüser ton sollen, vnd alle obgemelte stuck samend vnd sunderlich mit allen vnd ieden iren gerechtikaitten, herlichhaitten, ober- kaitten, aigenschafften, pfandschafften, pfründlehenschafften, vyschentzen, hob vnd 1491. 115 nidern gerichten, rechten, sturen, zinsen, diensten, buwen, zollen, vellen vnd gelessen, sonder gemainlich mit aller vnd ieder zügehorung, nützit vssgenommen, wie das vnser vordem inngehapt vnd herbracht hond; mer alle vnd iede wilbenn vnd perge in der grafschafft Furstenberg wyt vnd brait, so die obgemelten vnser vatter vnd vettern seligen inngehapt, was dero besonderlichen graf Wolfgangen in sün wilbann, zirckel vnd krais, hienach bestimpt, nit gemelt vnd gelegen sint, sollen all graf Hainrichen vnd sinen erben zu gehören. Mer all aigenlüt, die vff disen tag dato diss briefs lib aigen vnd vsserbalb gesessen sint zu Vilingen im Brigental vnd an allen andern orten vnd enden, sollen graf Hainrichs sin, was aber hinfur vss vnsern dörfern verziehen wurde vsserhalb, mag vnser ieder dem sinen nachvolgen, doch sollen wir die vnsern vnder ain ander hin vnd herwider ziehen lassen; was ouch vnder aim ist oder kumpt, das sol sin syn, darinn vssgenomen die von Furstenberg, noch in die gefryten fryzü- gigen stet oder lender sol nieman ziehen noch verrücken wann mit vnserm wissen vnd willen. Mer sollen alle der grafschafft Fnrstennberg lehen mit sampt denen von Hohenclingen herrurende vnd in Kintzigentaller herschafft, ald wo die sint, vnser ge- main sin vnd vnser beider brüder erben, doch sol die graf Hainrich als der elter von wegen sin selbs vnd graf Wolfgangs in gemainschafft verlyhen in vnser baider nam- men. Es sol ouch graf Hainrich vnd sin erben ain rechte offung in allen graf Wolfgangs vnd graf Wolfgang vnd sin erben in allen graf Hainrichs stetten vnd schlössen haben zu irer notturft in irn selbs aignen geschefften, doch dem andern vnd den sinen in alweg vnschäcllich. Mer sol graf Hainrich mit sin vorstknechten gantze ge- maine grafschafft versehen, also: wöllicher hochgewild vieng vnerlopt vnser, es weren hirsch, wild reher, beren, swin vnd derglich, do mag vnser ieder in sim wilbann vnd zirckel, vnder dem das beschee, die selben tätter straffen, wie er will, sy syen, wes sy wollen, vnd sol der selb sächer dem vorstknecht, der das anbringt, ain guldin geben; derglich wöllicher vnerlopt hasen, füchs oder dechs hatzte, hünr vogel oder derglich niderleite oder anders tat, das den vorst berürte, der sol das bessern, vnder iedem die sinen, hinder dem die sesshafftig sint, nach sin gnaden vnd soll der selb dem vorstmaister ain halben guldin bezaln; doch wann graf Wolf vnd sin erben wollen, mögen sy irn angetailten vorst vnd zirckel mit irn knechten dermass für sich selb versehen, was aber ander dann die vnsern sollicher vorstsachen verschulden, wes dann da der vorst ist, das sol vnser iedem pliben vnd zu gehören. Vnd sol graf Hainrich vnd sin erben bezaln, vssrichten all verbrieft schulden, zins vnd gulten, so ab vorgemelter grafschafft verschriben sint allenthalb, körn oder gelt, wie das stat, vnd graf Wolfgang vnd sin erben ir nachgemelt tail gantz zins fry haben, wann allain, was ab Teckingen gat, mer die fünfzig guldin zins, so dem Winman gon 15* ' v^jiH ,!:ii^-r ^M 128. Schuldheiß und die Zwölf des Stadtgerichts zu Bruilingen (sie) bekennen, dass heute vor ihnen, als sie an der freien Landstraße im Namen des wohlgeborenen Herrn Wolfgangs, Grafen zu Furstenberg, Landgrafen in Bare und Herrn zu Husen im Kintz- igental, ihres gnädigen Herrn, zu rechter Tageszeit zu Gericht gesessen sind, die ehrsamen Paulus Büwman, Schuldheiß zu Haßlach, und Andres Kotz, Schreiber, als Anwälte des genannten Grafen, anbedingt und verfürsprecht, wie recht ist, zu dem strengen und festen Herrn Hanß Schulthaisen von Hüfingen, Ritter, ihrem lieben Herrn, geklagt haben, er habe vergangenen Montag in der Stadt Brülingen an der ■HHi w m ■HHbBBh 111«: -.;■■■ ' ■. ;■■ ' . ■ ■ . '■ - ■ ; ■ f i ■-. ■■ "."'"■.■"• ■ ■■ ?88 mMmmmmMMm H i H i ■...''■■■■■■ - : - ■■■■■ -.-•'.■ Bttsä! .:■ 120 1491. freien Straße gewaltthätig und eigenhändig seinen „gebroten (sie) Knecht Hansen von Heppach" vom Leben zum Tod gebracht. Sie, das Gericht, sollten erkennen, was Herr Hanß Schuldheiß um diesen Todtschlag zu bessern schuldig sei, dieweil er in gutem Gericht den Knecht seines Leibs und Lebens beraubt, und der genannte Graf als ein Landgraf des hl. Reichs das und anderes Unrecht nach kaiserlichem Rechte zu strafen habe. Nachdem durch ihren geschworenen Knecht Herr Hans auf den vier Straßen dreimal zur Verantwortung gerufen worden, wie recht ist, nachdem die Zwölf des Gerichts den vorgenannten Hansen als einen entleibten Mann besehen, „ob er der wunden tod niög sin", und dieß nach der Besichtigung eidlich bezeugt, nachdem weder Herr Hans noch jemand von seinetwegen erschienen, aber derselbe sich in einem Schreiben an des genannten Grafen Anwälte und an Schuldheiß und Rath zu Brülin- gen schuldig bekannt hat, so ward einhellig zu Recht erkannt, dass Herr Hannß Schuldheiß von Hüfingen zu Strafe und Besserung dieses Todtschlags ihrem gnädigen Herrn, Grafen Wolfgangen zu Fürstenberg, „alles sin gütt verfallen sin sol vnd Hansen seligen frunden sinen libe", dass ferner denselben der geschworene Stadtknecht aus dem Frieden in den Unfrieden verkünde, dass man ihn den Freunden verbiete, seinen Feinden erlaube, ihn verläute (sie) als einen offenen Todtschläger, und dass den, der dagegen oder über dieses Urtheil gegen den genannten Grafen oder jemand handle, die gleiche Strafe treffe. Gegeben an mitwöch nach dem süntag Quasimodogeniti 1491. Das Siegel der Stadt Bräunungen (grün in Schüssel; etwas größer als das zu Nr. 61 abgebildete; im Schild ein steigender Löwe; f • SIGILLV. CIVITATIS. IN. BRVLINGEN.) Perg. Or. Donaueschingen. B. 1491, Mai 6. 129. Graf Heinrich zu Fürstenberg kauft von den Herren von Blumegg die Herrschaft Lenzkirch und das Dorf Göschweiler. Wir nachbenempten Dietrich, ritter, vnd Rudolf von Blümbnegk, gepruder, thond kundt mengklichem mit dem brieff, das wir mit II wolbedauchtem mutt, rechter wüssen, gütter, zidtlicher vorbetrachtung mit verayntem willen vnd raut durch vn- sers nutzes willen, II meren vnßern schaden hyemit zu furkomen, für vns vnd der edeln vnd vesten Bernhartz vnd Jörgen von Blümbnegk, vnßrer lieben brüder säligen kinder, der fürmunder vnd pfleger wir sind, vnd alle vnser vnd ir erben dem wolgepornen herren, herren Hainrichen grauen zu Fürstemberg vnd landtgrauen 1491. 121 in Bare etc., vnßerm gnädigen herren, vmb sechs tusend vnd sechshundert guldin rinischer gütter vnd gerechter in gold, dero wir von im zu vnßerm benugen gantz- lich gewardt vnd bezalt, vnd die all in vnßern kündtlichen nütz vnd fromen komen vnd bewendt sind, ayns statten, ewigen kouffs, wie der von recht oder gewon- hait vnd vor allen rechten vnd gerichten, gaistlichen vnd weltlichen aller best krafft vnd macht haut, haben sol vnd mag, recht vnd redlich verkoufft vnd zu kouffen geben haben vnd yetzo frylich zu kouffen geben in krafft ditz brieffs') -), wie hyernach volgt: nämlich vnd des ersten vnser herschaft Lentzkirch mit dem schlos, dorfern, wylern, hoffen , tälern, mit lütten vnd güttern, rändten , zinsen vnd gülten darin vnd darzu gehörig, mit sampt dem dorf Gösserßwyler, zwingen vnd bannen, mit disen nachbestimpten gulten; item hundert pfünd rappen pfenning stur vnd zins; item den zol zu Lentzkirch, ist angeschlagen für dru pfünd pfenning; item sybenthalb pfünd rappen pfenning stur ab Waldow vnd die hunr; item zway pfünd rappen pfenning ab der kirchen zu Lentzkirch; item vyer pfünd rappen pfenning von Bircken vnd aynliff hunr; item zwayntzig sester habern von Bircken; item den jarzol zu Zarten, ist angeschlagen für acht pfund pfenning rappen; item ain guldin geltz ab der segen im nidern dorf; item von yedem wurdt jars ain legel win zu taberwin; item zehen mäs angken ab etlichen guttern; item von yedem, so trugken a ) macht, jars ain fütter trugken; item vnßern tail des wigers; item vyertzig malter korngult ab dem keln- hoff zu Prülingen mit den agkern, was wir dann da gehept haben; item zway pfünd fünf Schilling rappen pfenning ab der herberg zu Valckenstain; vnd haben die gult zu Gosserswyler für sechtzig malter frucht angeschlagen 3 ); item den halben Tuttysee; item den halben Veldtsee; item den gantzen Yrsee; die Guttaeh; die Vrach; die Haßlach vnd den Banbach. Ynd wir haben dem gemelten vnßerm gnädigen herren graue Hainrich von Furstemberg vnd sinen erben die obgemelt herschafft Lentzkirch mit den obbestimpten stugken vnd sunst mit dem burgstal, mit felsen, bergen, muren vnd graben, mit den dörfern, tälern, wylern, hoffen, hüsern, schüren, spichern, hoff- rayttinen, mit mulystetten, mülrechten, städeln, lütten, guttern, ägkern, matten, wysen, gärten, höltzern, egerden, gerutten, välden, almenden, wunnen, waiden, mit stäg, mit weg, mit vßferten, mit inferten, mit wygern, wygerstetten, wassern, wasser- laittinen, mit allen bächen vnd vischentzen, mit hochen vnd nidern gerichten, wyld- pennen, vörsten, gerichten, zwingen vnd bannen, mit aller oberkait, herlichait, zinsen, gulten, sturen, diensten, fräueln, vällen vnd gelassen, mit vogtyen, vogtrechten, mit besetzung vnd entsetzung der ämpter vnd gantz mit aller gewaltsame vnd oberkait, mit allen rechten, zugehörden vnd gewonhaitten, benempten vnd vnbenempten, nichtz vßgenommen noch hindan gesetzt, wie die an vns komen sind vnd wir ditz iv. 16 iiBBEa tf^jJwi OBÜ CKö&fi: ■ • »', M I »\C* ■jiMVi mm? ■ *"■*'. V,,:- '.'... A'+- t I ■ .;, *v I . ■ .i ■ ■ i ■ ■■ ■ ■ * ■ fäfflsffimäm CHKSgES x maBm ■HM 122 1491. alles byshar inngehapt, harbrächt, genutzet vnd genossen haben, alles für recht vn- uerkumbert ledig aigen; vnd besonnder da für das dise herschafft, schloß, wyler, dörfer, täler, lutt vnd gutter, zins, rendt vnd giilt, alles wie obbestimpt ist, vor gantz gegen nyemanndt verpfendt, versetzt oder verschryben sigen, also vnd mit der beschaidenhait, das der obgenant vnßer gnädiger herr graue Hainrich von Furstem- berg vnd sin erben nu hinfur söllichs alles, wie yetz gelutt haut, innhaben, nutzen, messen, besitzen, besetzen, entsetzen vnd damit gefaren, schaffen, werben, thön vnd laussen sollen vnd mögen, als mit irem aigen gutt, was sy wollen, nach irem willen vnd geuallen, von vns, vnßern erben vnd von mengklichem andern von vnßer vnd der obgenanten kind vnd ir erben wegen gantz vngesümpt vnd vngeirt, dann wir vns von diser verkoufften herschafft mit allen iren rechten vnd zugehörden obbestimpt für vns, die obgeschryben kind, vnßer vnd ir erben gäntzlich vnd gar verzigen vnd begeben haben vnd yetzo verzihen in krafft ditz brieffs aller aigenschafft, gerechtikait, anmüt- tung, vordrung vnd ansprach daran vnd clarzü ye gehopt oder furohin daran vnd dar- zü zehabende in dehain weg, sonder setzen wir den genanten vnßern gnädigen herren graue Hainrich von Furstemberg vnd sin erben söllichs alles verkoufften gutz, wie obgemelt staut, in rüwig still gewar, vollen nutz vnd besitzung, vns daran gantz nichtz behabende. Es ist ouch in söllichem kouff nämlich bedingt vnd beredt worden, das wir in in Satzung ditz kouffs zins vnd gult anred vnd ihichtig machen sollen vnd wollen, vnd was daran zu disem ingang vnd insatz nit funden würd vngeuarlich, sol für yedes abgiengig stugk an dem hoptgiit den sechstusend vnd sechshundert gul- din gegen abzogen werden, was landßbrüchig, billich vnd recht ist. Vnd hyervff so gereden, geloben vnd versprechen wir für vns, die genanten vnßer brüder saugen kinder, vnser vnd ir erben by vnßern glitten truwen one geuärd dem obgenanten vnßerm gnädigen herren vnd sinen erben ditz kouffs, wie obstaut, für ledig, vnuersetzt, vnuerpfendt vnd gantz one beswärt aigen vnd mit allen andern dingen vnd furworten, wie obgemelt ist, recht gewären ze sin vnd inen den kouff also zu vertigen vnd sy des zu verantworten vnd zu versprechen vor gaistlichen vnd weltlichen vnd vsserhalb gerichten an allen vnd yeglichen enden vnd stetten, da inen des nodt beschicht, so offt wir darvm des von inen eruordert werden, forderlich one all vßzug vns hyewyder zu gepruchen, alles nach landßrecht vnd nach dem rechten vngeuarlich. Vnd wir geloben vnd versprechen hyervff by vnßern glitten truwen an aides statt disen verköff, vnd was von vns obgeschryben staut, war, vest vnd stett zu halten vnd dem getruw- lich nachzekomen, all geuärd vnd arglist hyerinn vermitten vnd hindan gesetzt. Des alles zu vestem wärein vrkund vnd stätter sicherhait so haben wir obgenanten verköuffer vnsere vnd zu noch merer sicherhait erpetten den edeln vnd vesten Seba- 1491. 123 stion von Blümbnegk, vnßern lieben vetter, das er sin aigen insigel von der obge- schryben kind wegen im vnd sinen erben one schaden zu den vnsern gehengkt haut an disen brieff. Geben am frytag nach des haiigen Crutz tag Inuencionis nach Cristi gepurt vyertzehenhundert nuntzig vnd ain jare 4 ). Die Siegel der beiden Aussteller und ihres Vetters, des edeln und festen Sebastion von Blümbnegk. Perg. Or. in duplo. Donaueschingen. a) Trucke, alamannisch = Truhe, Lade, Schachtel; vergl. Stalder, Versuch eines schweizerischen Idiotikons. I, 311;.Schmeller-Froiriann, I, 660. 1) 1491, April 3. verkaufen Hainrich, Graf zu Fürstemberg und Landgraf in Bare etc., rechter Hauptgilt, Wolfgang, Graf zu Fürstemberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husen im Kyntzigenthal, sein Bruder, und Hainrich, Graf zu Lupfen und Landgraf zu Stülingenetc, Mitgilten, den edlen, strengen und festen Herrn Dietrichen, Bitter, und Rudolfen, Gebrüdern von Blümbnegk, als Pfleger weiland des edlen festen Bernharten von Blümbnegk sei. Kinder um 700 fl. rh. auf Widerkauf 35 fl. rh. „in gold oder sovil gütter werschafft, als der guldin ye zu zidten giltet", Zins, zahlbar auf st. Johannstag zu Sünwenden in Fryburg, von und ab der Herrschaft Lentzkirch, wie sie die von den vorgenannten von Blümbnegk erkauft haben. Sie bringt jährlich bei 128 E" Rappen Pfennige und bei 100 Malter Frucht an Korn; vorab gehen 14572 fl. widerkäufiger Zins. Geiselschaft gen Friburg in Person oder je ein reisiger Knecht und ein Pferd. Geben vff frytag nach des hl. Crutz tag Inuencionis 1491. Die Siegel der Aussteller fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. 2) 1491, Mai 6. gibt Hainrich Graf zu Fürstenberg und Landgraf in Bare, dem wohlgeborenen Wolfgang, Grafen zu Fürstenberg, Landgrafen in Bare und Herrn zu Hußen im Kyntzigenthal, seinem freundlichen, lieben Bruder und Bürgen für 70 fl. rh. jährlich auf st. Johann Baptists Tag fälligen und mit 1400 fl. ablösbaren Zins bei den Kindern der edlen und festen Bernhart und Jörg von Blümnegk, Gebrüder sei., einen Schadlosbrief. Geben am frytag nach des hl. Crutz tag Inuentionis 1491. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. B. — Am nämlichen Tage gibt der selbe wegen der gleichen Bürgschaft dem wohlgeborenen Heinrich Grafen zu Lupfen und Landgrafen zu Stüellingen, seinem freundlichen lieben Vetter, einen Schadlosbrief. Das Or. siegelte der Aussteller. Lupfische Copialbücher, XV, fol. 104 v. Stuttgart. — In drei unda- tirten, verschieden lautenden Entwürfen versichert Graf Hainrich von Fürstenberg für die bei diesem Kaufe übernommenen Schulden haften zu wollen. Pap. Concept. im f. f. A. 3) 1491, Mai 7. einigen sich Rudolf von Blümnegk, Meister Johanns Henseler und Remigius Tirli- wagner, Vogt zu Neuwstat, die beiden letzten im Namen des wohlgeborenen Herrn Hainrichs, Grafen zu Fürstemberg und Landgrafen zu Bare etc., „der spenn vnd irrung halb vmb die sechtzig malter gült, so zu Gos- serschwiler in dem kouf, Lentzkirch berürend, angezaigt sind", dahin: wenn der Graf, der gegenwärtig abwesend, heimgekehrt und danach in Monatsfrist wegen vermeinten Abgangs Ansprüche erhebe, soll ein Schiedsgericht, zu dem jeder Theil zwei „schidlich man" geordnet, darüber entscheiden und die Parteien sich dessen Ausspruch unterwerfen. Gegeben an sambstag vor Vnsers lieben herrn Vffart 1491. Die Siegel (grün in Schüssel) Rudolfs von Blümnegk (wie oben) und des Remigius Tirliwagner (im Schild ohne Helm ein Kreuz, zwischen dessen 4 Armen je 1 Punkt; S. xtm. ..... wag. ..). Perg. Or. Donaueschingen. 4) Hier sei das Siegel des Gerichtes in Lenzkirch beigefügt, das, aus dem 15. oder Beginn des 16. Jahrhunderts stammend, an einer Urk. v. 1583 im f. f. A. hängt. 16* ■■■ IS Hfl ■■«■■fl ■■■■■■1 ■■■■■ ■■ ■ . ■ maÜ sSEy* ■w&flBJ WÜWH ^H j&> HBBSB bhB m föransron^' ^^H W$Mm$ MM B D n ■■■■ RMHM E Hl ■ ;■-: HHjM& ■VA .'^V'fVa'j^ir^-'A ' ■HM HhH ShSh H H fjHWJB 9 ■H mäsä! Hj ■J Ww hHBBj 1 Jp^j HB sfi m n t 11 '■S^vtf' 1 ■ ig - ■■■■■ 124 1491—1509. i45i, ;%. 25. — 1509, Febr. 21. 130. Zinsverpfändungen der Grafen Heinrich und Wolfgang zu Fürstenberg. a. 1491, Aug. 25. Hainrich Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bare, Selbstschuldner, Wolfganng, Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bare, Herr zu Husen im Kintzigentale, Mitverkäufer, und Vogt, Geriebt und Gemeinde zu Asbain, Mitschuldner, verkaufen dem frommen und festen Lienharten Schappeln, Bürger zu Rot- wyl, um 200 fl. rh. auf Wiederkauf 10 fl. Zins, zahlbar auf Bartholomaei gen Rotwyl, von und ab des Selbstschuldners eigenem Dorfe zu Ashain, wovon ihm jährlich an besetzter Steuer fallen 80 U Haller Währung. Davon gehen aber bereits 14 U Heller Zins des Lassers Erben zu Vilingen. Geben an dunrstag nach st. Bar- tholomes des hl. apostoln tag 1491. Die Siegel der beiden Grafen und des festen Junkers Jörgen von Reckenbach fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. b. 1491, Sept. 10. Hainrich und Wolfgang, Gebrüder, Grafen zu Fürstenberg, Landgrafen im Bare und Herren zu Husen im Künzingerthal, Selbstverkäufer, und Vogt, Schuldheiß, Richter, Rath und ganze Gemeinde zu Verenbach der Stadt, Langenbach und Schonaw, den Thälern, Mitverkäufer, verkaufen dem frommen, festen 'Virich Rideren, zu Freyburg gesessen, um 1600 fl. rh. ihrer Grafschaft Fürstenberg zu Nutzen auf Wiederkauf 80 fl. rh., jeden zu 127*/? ^ Freiburger gerechnet, Zins, zahlbar auf Unser lieben Frauen G}eburt in Freiburg, ab den Steuern zu Verenbach, Langenbach und Schönaw, die jährlich 109 fl. bringen ohne Fälle und Gelass und ab 1 ft Heller Zins. Geben vff samßtag nach Vnser üben Frawen tag der geburth, Natiuitatis genant, 1491. Es siegelten die Aussteller und die Stadt Ferrenbach. Pap. Cop. 17. Jahrhdt. Donaueschingen. B. c. 1491, Nov. 7. Heinrich und Wolfgang, Gebrüder, Grafen zu Furstenberg etc. und Vogt, Gericht und ganze Gemeinde zu Vrach dem Thal und Lynnach, dem Thal, vff dem Swartzwald, Mitverkäufer, verkaufen dem frommen und ehrsamen Hannsen Heininger, alt oberstem Zunftmeister und Bürger zu Fryburg, um 1000 fl. rh. auf Wiederkauf 50 fl. rh. Zins, zahlbar auf Allerheiligen in Fryburg. Zins und Hauptgut ist versichert auf die Steuer in den Thälern Vrrach und Lynnach, die auf Martini fällt und 100 fl. erträgt; vorab gehen jedoch von derselben bereits 10 fl. Geben vff mentag nechst nach Allerheiligen tag 1491. Die Siegel der Aussteller und Hansen von Reckenbach, der für die Thäler siegelt, fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. d. 1493, April 1. Hainrich Graf zu Fürstemberg und Landgraf in Bare, Selbstverkäufer und Vogt, Richter und ganze Gemeinde des Dorfes zu Thunoweschingen, Mitverkäufer, verkaufen dem erbern Conraten Offenagker, dem Tucher, Bürger zu Villingen, um 100 fl. rh. Landswährung auf Wiederkauf 5 fl. rh. Zins, zahlbar auf Palmtag gen Villingen, von und ab des Grafen zwei unverkümmerten Gütern zu Thunoweschingen. Geben vff mentag nebst nach dem hl. Palmtag 1493. Die Siegel des Grafen und des edlen und festen Junkers Burckharten von Schellemberg zu Huffingen fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. S$8se SÜLu^ ,.,.■■.'■■■■■■■■ h. 1491—1509. 125 1495, März 14. Wolfgang, Graf zu Fürstenberg und Landgraf in Bare etc., Hauptverkäufer, Hanns von Begkembach zu Margkschalckenzymern, Hanns von Almshouen zu Ymendingen, Mitverkäufer, verkaufen den ehrsamen, erbern und bescheiden Pauls Bottenbachern, Priester, Kaplan zu Sümpforren, dem Vogt und der Gemeinde zu Sümpforren, Hannsen Tubenest, Burgvogt zu Wärtern berg und Englen Böttembacherin, Con- ventfrau zu Nidingen Vff Hoff, um 700 fl. rh. auf Wiederkauf 35 fl. rh. Zins, auf Unser lieben Frauen tag Annuntiationis zahlbar, von und ab Grafen Wolfgangs Herbst- und Maisteuern zu Pforren, die 60 fi. rh. ertragen. Geiselschaft gen Gisingen oder Vilingen. Geben vff sampstag vor dem sonntag Beminiscere 1495. Die Siegel der Aussteller fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1495, Juni 5. Heinrich und Wolfgang, Gebrüder, Grafen zu Fürstenberg und Landgrafen in Bare etc., verkaufen um 600 fl. rh. dem ehrsamen Hannsen Heyninger, Bürger zu Friburg, auf Wiederkauf 30 fl. rh. Zins, für jeden Gulden 127a ß rappen pfennyng Freib. Währung gerechnet, zahlbar auf Martini gen Friburg oder 2 Meilen „schibennwis" darum. Zins und Hauptgut geht ab ihrer Stadt Loffingen und den 5 Dörfern Biselfingen, Seppenhofen, Botenbach, Tutißhusen und Wiler vff dem Schwartzwald sammt der ganzen Steuer und dem Zehnten nach" folgenden Zinsen: 50 fl. den Frauen zu st. Angnesen, 6 fl. Ludwig Hubern und 15 Tb A Melchiorn von Valckenstein zu Friburg. Im ganzen erträgt die Steuer jährlich von Löffingen und den 5 Dörfern 83 tb /Si, der Zehnten 60 Malter Frucht. Geben vff fritag vor dem hl. Pfingstag 1495. Die Siegel der Aussteller; das der Stadt Löffingen (grün, rund, Bruchstück). Perg. Or. Donaueschingen. B. 1496, Okt. 29. Hainrich und Wolfgang, Gebrüder, Grafen zu Furstemberg und Landgrafen in Bare etc., Hauptverkäufer, Schuldheiß, Vögte, Bichter und Gemeinden Verenbach, Langenbach und Schenaw, Vogt und Bichter zu Thonoweschingen, Mitverkäufer, verkaufen dem festen, ihrem sonder lieben Ludwygken von Fürst zu Bigkenrütty um 800 fl. rh. auf Wiederkauf 40 fl. rh. Zins, zahlbar auf Simons vnd Judas Tag gen Fry- burg, ab den Steuern, Nutzen und Gefällen zu Verenbach, Langenbach und Schenow, die (Steuern, Zinse und Fischenzen) jährlich bei 120 fl. ertragen, und ab dem Kornzehnten und Fronhof zu Thonoweschingen, die 50 Malter Frucht Villinger Meß geben, und ab den Steuern, Nutzen und Gefällen zu Tegkingen, die nach dem, was vorab geht, bei 30 fl. ertragen. Ab der Nutzung zu Verembach geht bereits 80 fl. wiederkäufiger Zins dem Biederer zu Fryburg. Geiselschaft anstatt der Grafen je 2 reisige Knechte und 2 Pferde, von den Mitverkäufern je zwei des Gerichts gen Fryburg. Geben vff sambstag nach st. Symon vnd Jude der hl. zwolf- botten tag 1496. Die Siegel der Grafen, der Stadt Verembach und des edlen festen Junkers Hannsen von Begkembach zu Margkschalgkenzymern (für Donaueschingen) fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. — 1506, Juni 22. (mantag vor st. Johanns deß hl. tewfers tag) kam dieser Zins käuflich von den von Fürst an Burck- hart Küchlin, des Baths zu Fryburg. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1498, Jan. 13. Wolfgang Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husen im Kintzigen- tal, Selbstschuldner, und Schuldheiß, die zwölf des Baths und Gerichts mit der ganzen Gemeinde der Stadt Wolfach im Kintzigental als Mitschuldner verkaufen dem ehrsamen, weisen Hannsen Menner, Schuldheiß zu Offenburg, auf Wiederkauf 18 fl. rh. Zins ab der Stadt Wolfach, zahlbar in Gold oder in Münze, die in Offenburg gang und gäbe, in letzterer Stadt, um 400 fl. rh. Geben vff st. Hylarien tag, genant der zwaintzigisten tag des jars 1498. Die Siegel der Aussteller fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1501, Nov. 16. verkaufen Graf Wolfgang, Hauptschuldner und Schuldheiß, die Zwölf des Gerichts und Gemeinde der Stadt Wolfach, Mitschuldner, den strengen, ehrsamen und weisen Herrn Wilhelm Böcklin, Bitter, und Herrn Jacob Wißbachen, Altammeister, als Pflegein der armen Waisen in dem Hause zu Straßbürg und Hannsen Hagen, deren Schaffner, um 300 fl. rh. auf Wiederkauf 12 fl. rh. Zins von und ab der Stadt Wolfach, zahlbar in Straßburg auf Martini. Geben vff zinstag nach st. Martins tag 1501. Die Siegel der Aussteller fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. ■ ^^^^M ^B mSÜ&fa ^^^B I ^^^H ^^^^^1 I I ■ ! I uSS3hKp5*3 ■ .....||£ ■ I ■• .. . ^^^H I Hl 8®g 126 1491. k. 1503, Febr. 28. Graf Wolfgang, Selbstschuldner, Vogt, Richter und ganze Gemeinde der Dörfer Nidingen und Sumpforren, Mitschuldner, verkaufen dem festen Hannßen Pletzen von Röttenstain um 1200 fl. rh. auf Wiederkauf 60 fl. Zins aus den Steuern der beiden vorgenannten Dörfer, die jährlich 96 fl. biingen, zahlbar auf st. Martiß Tag zu Hörw oder Villingen. Geben vif zinsta nach st. Matiß tag des hl. zwelfbotten 1503. Die Siegel Grafen Wolfgangs und der edlen und festen Junker Hannsen von Almßlioffen und Jörgen von Regkenbach, der Dörfer günstigen, lieben Junker, fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1. 1505, Mai 8. Wolfgang, Graf zu Furstemberg, Landgraf in Bare, Rom. K. M. Hofmarschalk, ob- rister Hauptmann und Landvogt in Elisas und der Ortnow, Hauptverkäufer, und Conratt von Schellenberg zu Hüffingen, Ritter, Jerge von Reckenbaeh zu Gyssingen, Schuldheiß, Richter und Gemeinde beider Städte Furstemberg und Gysingen, Gewähren, verkaufen dem edlen und festen, ihrem besondem lieben Polayen von Ri- schach, Vogt zu Güttenburg, um 2000 fl. rh. auf Wiederkauf 100 fl. rh. auf Philippi und Jacobi, der Maitag genannt, zu Ach oder zwei Meilen scheibenweise darum zahlbaren Zins von und ab des Grafen Einkommen aus den genannten Städten Furstemberg und Gisingen und dem Ahnend und Einkommen der Städte selbst, nichts ausgenommen, nach den Zinsen, die schon davon gehen. Geben vff donerstag nach st. Philip und st. Jacobs tag der hl. zwelfbotten tag 1505. Die Siegel des Ausstellers und der Gewähren fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. m. 1507, Juli 22. Graf Wolfgang, Hauptverkäufer, und Vogt, Gericht und ganze Gemeinde zu Emingen vor Wald Mitverkäufer, verkaufen dem erbern Cünradt Offennacker, dem Tucher, Bürger zu Vilingen, um 120 fl. rh. auf Wiederkauf 6 fl. rh. Zins, zahlbar gen Vilingen auf Magdalenen tag, von und ab der Steuer zu Emingen, die jährlich 24 fl. erträgt. Geben am dornstag vor st. Margrethenn der hl. jünckfrowen tag 1507. Es siegelten Graf Wolfgang und der edel, fest, der von Emingen lieber Junker Hanns von Regkenbach zu Margkschalckzymbern. Pap. Cop. gleichzeitig. Donaueschingen. B. ii. 1509, Febr. 27. Wolfgang, Graf zu Fürstenberg etc., Hauptgilt, und Cunrat von Schellemberg, Ritter, zu Hüffingen, Jörg von Reckenbach, Übervogt der Grafschaft Fürstenberg, Hainrieh von Buch, Vogt zu Thonoweschingen, Philipp von Almyßhoffen zu Imendingen und Schuldheiß, Richter und Gemeinde zu Gissingen, in der Bar gelegen, Mitgilten, verkaufen den ehrwürdigen und geistlichen Frau Äbtissin und Convent des Gotteshauses im Barendiß ob Schauffhusen am Rin, st. Clauren Ordens, um 1000 fl. rh. auf Wiederkauf 50 fl. rh. Zins, zahlbar in Schaufhusen auf den 1. März, von und ab der Stadt Gissingen, deren Steuer 36 fl. zu Mai- und 36 fl. zu Herbststeuer erträgt, vom Zoll allda, der 20 fl. trägt, dem Hofstattzins, der 15 1t Heller bringt, und 8 fi 12 ß Heller Hauszins, 8 fl Heller für Schneiden und Heuen, ferner vom Ungeld allda, das der Herrschaft 35 fl. und ebensoviel der Stadt erträgt, von der Mühle zu Willer, die 11 Malter Mühlekorn 2 Ti Heller 1 Viertel Eier trägt, vom Großzehnten zu Gissingen, den der Hauptgilt von Jörgen von Reckenbach erkaufte und der 190 Malter Frucht bringen mag, sammt dem großen Heu- und Hanfzehnten und dem kleinen Zehnten allda, endlich von und ab 2 Gütern allda und ab 20 Malter Korn, die die Stadt für den „buw" gibt, alles Gisinger Maß und Währung. Geben vff zinstag nach des hl. zwolfpotten st. Mathyß tag 1509. Die Siegel der Aussteller. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1491, Aug. 21. 131. Graf Heinrich zu Fürstenberg schlichtet als Schiedsrichter den Streit zwischen dem Grafen Sigmund zu Lupfen und der Stadt Schaffhausen, auch dem Kloster Allerheiligen daselbst über die Mundat, hohen Gerichte, Forst- und Wildbänne am Randen, Gatter- und Westerholz. Wir Hainrich graue zu Fürsteuperg vnd lancltgraue in Bare etc. bekhenneu. ■-v>m:.y BhEB ^^^^^^^^^ 1491. 127 offenlich vnd thun kunth mengclicliem: als sich lange zyt har irrung vnd spann zwü- schen den wolgepornen erwürdigen ersamen fromen fürnemen wysen Sigmunden grauen zu Lupfen, landtgrauen zu Stülingen, herren zu Höwen vnd Landtspurg etc., dem eitern, ains, herren Hainrichen, appt, prior vnd conuent des gotzhuses Allerhaillgen, ouch burgermaister vnd rath zu Schaffhusen, des andern thails, vnsern fründtlichen lieben vettern, herren vnd sonnders guten fründen, die munndat, hochgericht, vorst vnd wildtpan am Randen, Gatter- vnd Westerhöltzern berürend gehalten, vnd der ge- nandt vnser vetter von Lupfen, ouch wyland sin vater vnd brüder seliger gedecht- nus die von dem haiigen rieh zu lehen empfangen, vnd die obgenandten abbt, prior vnd conuent, burgermaister vnd rath zu Schaffhusen vß crafft des ermelten gotzhuß loblicher Stiftung vnd fryhait das als desselben gotzhußes wydum vnd aygenthum in- gehept vnd genossen, vnd deßhalb ainandern langezit in vnd vßerthalb rechtens gehelligt , das wir baiden parthyen zu gut vnd zu vermidung verrers vnraths, costens vnd Schadens vß fründlichem vnd nachpurlichem willen vnd vff ain sonderlich beuelch vnd gepott von dem allerdurchlüchtigisten großmechtigisten fürsten vnd herren, herren Friderichen, römischen kayser, zu allen ziten merer des richs etc., vnserm allergnedi- gisten herren, an vns vßgangen, vnd nachdem vns obgemelt baid thail sollich ir spann von iro zu vnsern handen verthruwt, gegeben vnd wie wir sy in der gütlichait ent- schaiden, by iren wirden, eeren vnd guten thrüwen für sy, ir erben vnd nachkomen, ouch alle die, so inen baydersidt verwanndt sind vnd zuversprechen stand, zu halten, daby zu belyben vnd dem sonder alles wegen ziechen vnd appellyeren nachzekomen gelobt vnd versprochen, mit irem wüssen vnd willen bedätingt, endtschaiden vnd vß- gesprochen haben, wie hernach uolgt. Dem ist also: des ersten, das vnser vetter Sigmund von Lupfen, sin erben vnd nachkomen by den zwayen, nämlich Gatter- vnd Westerhöltzern mit allen wyttinen, oberkaiten, hochen gerichten, herlichaiten, vorsten vnd wildtpännen, ouch allem, so daran hangt, darin vnd dartzu gehördt, wie dann das alles vormals vnd bißhar von vnd zwüschen baiden thailen in innhabern, ansprach vnd spännen gegen ainander gewesen vnd mit margken von vns aigentlich vnnder- schaiden ist, nämlich von der Wuttach hinuff byß in die obristen marck by der letz ob der Schiltstaig vnd von derselben die straß hinin in die margken ob vnd an die Schiltstaig vnd dieselben staig nider bis an die müli vnder Schlaiten an dem bach gelegen, vnd vsser der müli den bach vff bis an den etter zu Schlaiten, vnd oberhalb des dorfs von demselben etter den margken nach das thal vff bitz in die märgk by Grimmeltzhouer stig in dem bach vnd vsser derselben den bach für das kilchlin vff zu thal byß in die marck nebend vnd oberthalb dem vichfürtlin desselben bachs vnd vsser derselben durch Fuetzer thannen den marekhen nach hinüber bitz in den Fuetzer- fSi; nHBHm HHHR mm-M' ■ m ■ 128 1491. bacli, so by Grimmeltzhouen in die Wuttach riümet, vrui denselben bach humider bis in die Wuttach. Vnd die genanndten abbt, prior vnd conuent, burgermaister vnd rath zu Schaffhusen vnd alle ir nacbkomen by dem vberigen geczirgk obgemelter mün- dat am Banden, ouch mit allen wyttinen, oberkayten, hochen gerichten, herlichaiten, vorsten vnd wiltpanen, ouch allem dem, so daran hangt, darinn vnd dartzugehördt, bis an die obgemelten margken zwüschen der gedachten Gatter vnd Westerhöltzer vnd desselben Randen durch vmb, als vor staut, gezylet vnd zu setzen verschafft sind, belyben vnd dewederthail den andern hinfüro vber obbestimbte zyler .vnd margken nimermer anlangen, bekümbern, irren noch hindern, sonder jederthail das sin obbe- stimpter massen one des andernthails Verhinderung inhaben, nützen vnd messen, ouch durch sich selbs oder ander nach irem willen vnd fuegen verwalten sollen vnd mögen, doch inen baiden obgemelten thailen an iren rechten vnd gewonhaiten der hohen gerichten innerthalb des etters zu Schlaiten, ouch den nidern gerichten in zwingen vnd bannen daselbs lut des Übertrags vormals zwüschen wyland graue Johannsen von Lupfen vnd Albrechten von Nünegkh seligen vffgerichtet vnd ob sonst aynchertayl in obbemelter mundat des Banden, Gatter vnd Westerhöltzer, ober vnd herlichaiten, hohengericht, forst vnd wildtbannen, nidergericht, zwing vnd bann oder ander her- lichait dartzu dienend, ouch zins, gült vnd guter betten oder hinfüro vberkhomen, an allen vnd jeden der vnd andern iren gerechtikaiten, daran in allweg vnuergriffen vnd gantz vnschädlich, vnd sollen ouch burgermaister vnd rath zu Schaffhusen oder ir nachkomen den gemelten vnsern vetter graue Sigmund von Lupfen oder sinen erben dartzu für sin, verrer vordrang obbestimbten span, costen vnd schaden hiezwüschen vnd sanct Michaels des hailigen ertzengels tag nechst kommende achthundert guter genger vnd gemainer rinischer guldin für vnd one alles verhindern, in- vncl widerred, geben vncl zu iren sichern banden vnd gwalt antwurten vnd weren, one allen iren costen vnd schaden. Es ist ouch luter hierinnen bedingt, endtschaiden vnd vßge- sprochen, das baid thail al ir brief, kundschafften vnd andere gewarsame, in recht zu Basel diser spänen halb gelegt, wyderum zu synen handen nämen vnd gewünnen, vnd der genant vnser vetter graue Sigmund von Lupfen den lehenbrief von wyland loblicher gedachtnus vnsers allergnedigisten herren künigs Sigmunds etc. durch den wol- gepornen Johannsen grauen von Lupfen seliger gedächtnuß erlangt, mit sampt dem kundtschafftbrief, die gezirgk obbernänter mundat antzögend, zu gemeyner getruen handen hinder die gestrengen ersamen vnd wysen burgermaister vnd rath der statt Costantz vff zimlich bekantnus, die yedernthayl zu siner notturft zugebruchen, vff wyder antwurten zu lihen vnd von dewedern dern (sie) andermthail verhindert zu behalten gelegt worden, vncl weder die noch dhain ander brief, sprach, kundtschafft, vrkund noch HffiS H 1491. 129 BsHswä mmm sach dise obbemelte spen berürend noch darzu dienend von dewedern wyder, noch gegen den andern thail sollicher vertragen vnd von vns entschaiden stugken vnd dingen halb niemermer kommen noch schaden, sondern yedem thail die sinen wider vnd gegen dem vnd den anndern darin vnd darum gantz craftloß vnd vnütz, ouch daz angenandt (sie) recht vnd die recht satz zu Basel deßhalb beschächen gantz tod vnd ab haissen vnd sin. Ob ouch hinfür vber kurtze oder lange zit, wie oder wann das beschäche, yeman war, der oder die wären verablaibet vnd. von dem leben zum thod in oder by bemelten zylern der vndermargken gepracht würdt, das dann der thail, in des oberkait der verablibet cörpel vnd nämlich der thail mit dem houpt erfunden wurd, darvmb richten, das straffen vnd one Verhinderung in- vnd widerred des andren thails verwalten oder zu beschähen verschaffen, deßglichen so jeder oder entweder thayl in siner oberkait vnd dem vorst vnd wildtpan daselbs jagen oder jagen lassen, vnd ainich gewildt mit flucht vß ainem in den andern vorst vnd wiltpan khommen vnd gefangen würt, das dan solch gefangen gewild dem oder den thaylen, von den es geiagt ist, so vnd dem von den oder demselben jagenden thaile nachgeuolgt vnd als dan zu vnd nach frischer flucht eruordert wurd, veruolgen werden vnd beliben vnd sollen hiemit bayd obgemelt parthyen, ir erben vnd nachkomen, ouch alle die, so hierunder behafft, verdacht vnd verwandt oder inen zugehörig sind, sollicher ir ir- rung vnd späne gentzlich vnd allerding gericht vnd aller vnwill, wie vnd wo von sich der deshalb zwüschen ir ergangen, begeben vnd verloffen hat, tod, ab vnd vernicht, ouch dhain tayl dem oder den andern witer darvmb nichtz verpunden, pfiiehtig, noch schuldig, sondern gut nachpuren haisen vnd sin, alle arglist, boß fund vnd geuerd hierin vermitten vnd gantz vßgeschlossen, alles in crafft ditz briefs, der zweyen von Worten glichlutend gestelt vnd zu vrkhundt mit vnserm als gemainen tätyngsman, doch vns, vnser erben in allweg unschädlich, vnd dartzu mit vnser obgenandten Sig- mundts grauen zu Lupfen etc., Hainrichs, abbts, priors vnd conuent, ouch burger- maister vnd rath zu Schaffhusen aigen abbty, conuentz vnd statt gemainen anhangenden secret ingesigeln, vns, vnser erben vnd nachkommen, aller obgeschribnen ding damit zu bezügend, besigelt sind vnd jedem thail ainer geben ist, an sambstag nach sanet Barthlomey des hailigen apostels tag, nach vnsers lieben Herren Cristi gepurt getzelt viertzehenhundert nüntzig vnd ain jare 1 ). Nach einer Copie aus dem 16. Jahrbdt. im Staatsarehiv Schaffhausen mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. 1) Vergl. oben Nr. 123. Wim ■ ■ ■ j IV. 17 ■nn HSH H B bSBsBB am nfli B M B §§J§r ■HB 130 1491. 1491, Okt. 10. 132. Wolfgang Graf zu Fürstenberg etc. bekennt von Bischof Albrächt zu Stroß- burg etc. die Lehen Haselach, Steinach und Bollenbach für sich und seine Lehenserben erhalten zu haben, „mit vnderscheidt, wo deren mannen personen nit in leben sin wrden, minen elich gepornen dochtern mit fryen oder graffen zu vermannen vnd zu tragen." Geben vff mendag nach st. Dionisius tag 91 *) 2 ). Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Karlsruhe (Lehensarchiv). 1) 1491, Okt. 3. schreibt Hainrich Graf zu Furstenberg, Landgraf in Bare, dem Bischof Albrecht zu Straßburg etc., er könne, nachdem er Haßlach von ihm zu Lehen empfangen, seiner Gnaden „vngelegne halb" nicht als Lehensmann dienen, dessen er doch ohne Zweifel ganz willig wäre; bittet also dieses Lehen seinem Bruder Grafen Wolfgang zu übertragen. Geben an mendag nach Michaheli 91. Das aufgedrückte Siegel des Grafen Hainrich. Pap. Or. Karlsruhe (Lehensarchiv). 2) 1507, März 19. (freytag nach dem sontag Letare) stellt Graf Wolfgang über diese Lehen dem Bischof Wilhelm zu Straßburg einen ähnlichen Revers aus. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers. A. a. 0. 1491, Okt. 10. 133. Wolfgang Graf (zu Fürstenberg) bekennt von Bischof Albrecht zu Straßburg, Pfalzgrafen bei Rine, Herzog in Bayern und Landgrafen zu Elsas, mit Zustimmung des Dechants und Capitels der hohen Stift Straßburg für sich und seine Erben empfangen zu haben die halbe Nutzung und Gefälle am Zehnten, Fürkauf und aller andern Nutzung der Bergwerke am Richenberg 1-££Sq> iswrafc' mmä «rtmffi» '*■■■"• mm ■ . ■. . ■ . I I 1 I " m ima/BErnEX) SSsäSäPi m w- wBm $mm m&m 132 1491. Fürstemberg einerseits, Burgermeister und Rath zu Filiingen anderseits entscheiden Caspar Freiherr zu Mörsperg, obrister Hauptmann und Landvogt, und Cunrat Stürtzl, Doctor, der königlichen Majestät obrister Kanzler, als gütliche Vermittler in Beisein etlicher königlicher Räthe: 1. Die von Fürstenberg sollen von der Klage der Filiinger wegen eines Uebergriffs gegen ihre Bürgerin Angneß, jetzt Cunrat Bösungers Hausfrau, „ledig vnd emprosten" sein. 2. Dagegen soll eine andere von den Herren zu Fürstenberg als Leibeigene angesprochene Hausfrau zu Fyllingen und deren Kinder auch ledig sein. 3. Cunrat Klotzen Sohn hat den Herren von Fürstenberg als Leibeigener zu huldigen, darf aber Sitz und Wohnung zu Filiingen nehmen. 4. Die Villinger sollen den Herren von Fürstenberg an ihrem Zoll zur Newenfurstenberg an der Brega Rappenpfennige und keine andere Münze als Zoll geben. 5. Die von Fürstenberg sollen für die Unterhaltung der Straße von Breganer Steig bis Vracher Steig sorgen, wenn aber zur Winterszeit ihre armen Leute in der Gegend nicht genügen, die Straße vom Schnee freizumachen, sollen ihnen die von Filiingen ziemliche Hilfe bringen. 6. Die Villinger sollen alle Kaufmannschaft auf dieser Straße wie andere Fremde verzollen „nach sag eins briefs, der sollich clarlich vßwyßt". 7. Die Herren von Fürstenberg sollen ihren armen Leuten in der Landgrafschaft nnd auf dem Wald gestatten als Käufer und Verkäufer die Märkte zu Filiingen und Cysingen zu suchen „vnd ob inen des einiche verbot besehenen waren, die darwider waren, die sollen inen entschlagen werden." 8. Desgleichen sollen sie ihre armen Leute und die „gebursami" in den Dörfern Em- mingen, Sunthusen, Heidenhofen, Asa, Ober- und Nidervffheim und Kilchdorf in Bor gelegen die Handwerck zu Filiingen suchen und brauchen lassen ungehindert einiger Gebote. Die zwei letzten Artikel hat Graf Wolfgang zugesagt und zugleich versprochen allen Fleiß anzukehren, um auch den Grafen Heinrich für dieselben zu gewinnen. Geben (in duplo) vff dinßtag vor st. Symon vnd Judas tag apostolorum 1491. Das aufgedrückte Siegel des Landvogtes Caspar Freiherren zu Mörsperg. Pap. Or. Villingen. 1491, Nov. 5. 135. Hans von Regkenbach bekennt, dass er den wohlgeborenen Herren Grafen Hain- rich und Wolfgang zu Fürstenberg etc. gegen deren Burg und Gesäss zu Mdingen im Dorf und deren „wygerstättli" *) ob dem Dorf Nidingen, in dem Esch gen Fürstenberg gelegen, mit dem „wasserfmsz darin", ganz steuer-, zins- und dienstfrei, Lehen von der Grafschaft Fürstenberg 2 ), sein Kornzehendlin zum Schwaygkhoff, zu Warten- 1491. 133 berg am Berg gelegen, „ains gütlichen thugentlichen schailsch 3 ) (sie) vertragen vnd geaynt hab". Ausserdem sollen die Grafen durch solchen „schlaich" 3 ) auch der 105 Gulden, die sie ihm „mit Rechnung" schuldig geworden, ledig sein. Geben am samstag vor sant Martins tag 1491. Die Siegel des Ausstellers und des festen Görgen von Regkenbach, seines Bruders (beide grün in Schüssel; im Schilde springender Hund mit Halsband; auf dem Helme Hundsrumpf mit Halsband; Umschriften abgeschliffen). Perg. Or. Donaueschingen. 1) Weiherstatt. 2) Nach diesen Worten ist in der Urkunde Raum von ungefähr einer Zeile leer gelassen. 3) Tausch. 1491, Nov. 8. 136. Hainrich Graf zu Pürstenberg belehnt den ehrbaren Hans Schlatter zu Gisingen als Vorträger Margreten Stöcklerin, seiner Mutter, und dazu für sich selbst und seine Geschwister, Töchter wie Knaben, mit folgenden von der Grafschaft Fürstenberg rührenden Lehenstücken zu Gisingen: Va Mannsmad Wiesen in der Ow und IV2 an dem Almend; 1 Juchart Ackers zu Osterbach; 1 Juchart bei dem Kalchofen; 2 in der Closnerinen Thal; 1 „zu marck an vnsern ackern"; 4 an Huserstaig; 3 an Rotmund; 2 in Kellis Thal; „ain bletzlin ainer wiß an der Zeltnerin wiß; 1 Juchart „enent der vfgenden gebraitin"; Va Juchart bei dem Siechenhaus; V« Juchart zu Osterbach; 1 Juchart am Roßberg; 1 Juchart zu marck; 2 Juchart bei dem Galgen; „ain pletzlin ainer wise, streckt vff den Kötten wasen." Datum an zinstag vor st. Martins tag 1491. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. HBÜ WGlffl&xm 1491, Nov. 19. 137. Hanns von Nünegk, Ritter, empfängt von Hainrich, Grafen zu Furstenberg, Landgrafen in Bare, zu rechtem Lehen für sich und seine Erben, Töchter und Knaben, den Laienzehnten zu Mderthalhain, der jährlich 7 Malter Roggen und 9 Malter Haber Horwer Meß giltet, ferner als Vorträger der Kaplaneipfründe zn Nünegk einen vierten Theil am großen Zehnten zu Rordorf im Göw, der „an die bemelt pfründ genossen" Ktf mBä 134 1491. wird, beide Zehnten als Lehen der Grafschaft Fürstenberg. Der Lehensherr behält sich vor „in der lyhung", einen von Nünegk, der sonst nicht belehnt ist, als Mann und Vortrager um genannten Zehnten zu Rordorf fordern zu können; ebenso soll, wenn der Zehnten zu Niderthalhain an Frauen oder Töchter fällt, ein Edelmann als Träger gegeben werden. Vfgericht an sampstag nach st. Otmars tag 1491. Das Siegel des Ausstellers (im Schild Querbalken, darüber Stern; auf dem Helme Flug mit Querbalken; Umschrift abgeschliffen). Perg. Or. Donaueschingen. B. 1491, Nov. 22. 138. "Wolfgang Graf zu Fürstennberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husenn im Kintzigental etc., verkauft den ehrsamen Herren Jacob Tröwlin, derzeit Caplan der Pfründe des hl. Creuzaltars in der Pfarrkirche zu Wolfach, und Jacob Kugeller, Burger daselbst, als Vormündern oder Pflegern dieser Pfründe 8V» fl. jährlichen Zins von seinen Gefällen aus dem Thale zu Welchschensteynach. In Ermangelung rechtzeitiger Zahlung werden der Vogt und einer des Gerichts daselbst zum Einlager in Wolfach verpflichtet. Der Zins soll mit 170 fl. rinisch ablösig sein. Geben an zinstag nach Vnser lieben Frowen tag Presentacionis 1491 1 ). Die Siegel (grün, in Schüssel) des Ausstellers und des festen Jacob Münch von Eosenberg, seines lieben Junkers (im Schild ein Mönch, der in der r. Hand eine Blume, in der 1. einen Vogel hält; auf dem Helm mit wehenden, ausgeschnittenen Decken Mönchsrumpf;........ roffibfig.) Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1499, Febr. 24. (vff st. Mathis tag) verkauft der nämliche derselben Pfründe 5 fl. jährlichen Zins von seinen Gefällen im Thale Oberwolfach um 100 fl. rinisch. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers (roth in Schüssel) ebendort. 1491, Nov. 29. 139. Wolfgang Graf zu Fürstenberg etc. belehnt auf Befehl und im Namen seines Bruders Hainrich Grafen zu Furstenberg Hans Ditterich von Rotwil als Vorträger des Abtes Jörg von St. Jörgen mit den Gütern „in der Schiltach, vf der Vogty vnd im Verenbechlin gelegen", welche der genannte Abt von den Erben Jörg Truchsässen von Ringingen gekauft hat, und welche von der Grafschaft Furstenberg von Alter her Lehen gewesen 1 ). H»l ■ '• ■ I ■ ■ 1491. 135 Geben vff st. Andres des hl. aposteln aubent 1491. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Karlsruhe (Archiv St. Georgen). 1) 1500, März 17. (zinstag nach Reminiscere) stellt der nämliche einen gleichen Lehensbrief aus für Jacob Necker von Vilingen als Vorträger des Klosters St. Jörgen. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers, a. a. 0. Daselbst auch Revers des Jacob Necker. 1491, Dez. 5. 140. 1491, Dec. 5. löst Wolf graf von Fürstenberg aus befehl graf Heinrichs zu Fürstenberg von Conrad dem Velsenberg die badhofstätt zu Wolfach vnd die segmilin im selben bann. Gabelkhovers Collectaneen, I, fol. 377. Stuttgart. 1491, Dez. 5. 1^1- Hans von Bernfels, Bürgermeister und Rath der Stadt Basel schreiben dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg etc.: „Vwer schriben, die spene vnd aberwillen zwu- schen Lienhart Walhen vnd vnsern bywonern Burklin vnd Heinrich Meiger ettlicher ergangenen totschlegen halb schwebende berürende, haben wir zusampt uwer gutlichen byt vernommen vnd solich uwer schriben den Meigern fürgehalten, denen einich gütlich tag in der sach ze verfolgen anfengkhch gantz vngemeint gewesen ist. Nüt- desterminder, damit die spenn wyterm vnrat vorzesind gutlich hingelegt werden, ouch denselben die billichkeit nach beschee, so haben wir zu jungst so vil an inen erlaugt, wa darumbe gütlich vnverbunden tag in vnser stat verrumpt vnd angesehen werden, die gutlich wollen suchen. Wan vns nu die hendel in ansehen beder teil vnd deren nachfolgung selber widrig vnd nit lieb, sunder zu ir hinlegung begirlich geneigt sind, harumbe ze furderung vnd gut der sach, haben wir einen gutlichen vnverbunden tag in vnser statt in der sach angesehen, nemlichen vf sannt Johanns tag des evangelisten in den heiligen Wienecht virtagen ze rechter tagzyt by vns ze erschinen. Alsdann wollen wir vnser ratzbotschaft vch ze eren gern zu den Sachen schicken vnd mit hülf uwer oder der uwern gegen den partyen solichen fliß ankeren laßen, wir hoffen die Sachen zu gutem bracht werden sollen. Vnd vf das, so trösten vnd sagen wir Lienhart Walhen vnd wen er vngeuarlich mit im bringt, fry vnd sicher har in vnser statt zu solichem tag zu kommen, daby zu sind vnd dannenthin nach Vollendung des tages wider von vns an sin gewarsamy für vns vnd die vnsern vnd, die vns ze uer- Tär« m HHH MBsSw w Wmmm w2& ^ ill 136 1491—1507. sprechen standen, vnd in vnser statt für mengklichen. Dis wollen also in best von vns annemen; denn lieh all gutwillikeit ze bewisen, sind wir geneigt. Geben uff sannt Niclaus oben anno etc. 91 1 ). Pap. Concept im Staatsarchiv Basel, mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. 1) 1492, April 27. (fritag vor dem suntag Quasimodogeniti) schreiben dieselben an den Grafen Heinrich zu Fürstenberg: „Vwer schriben vnd begeren, die mißhel zwüschen Lienharten Walhen vnd etlichen den vnsern, genannt die Meiger, schwebend anrürende, haben wir vermerckt vnd nach fürhaltung solichs uwers schribens vnd vnsers fürgekert flisses, an sie bescheen, gutlicher vnverbunden tagen, witter schaden danne kunfticlichen entstan möchte, ze fürkommen, in der sach ze verfolgen, begegnet vns von in in antwurt, dwil sie hieuor ouch von wegen vnsers heren graf Wolfgang, uwers bruders, eins gütlichen tages, wie wol der nit gesucht worden ist, verfolgt gehept, wollen sy üch ze eren die gütlikeit nit abslagen haben, doch mit den Worten, das sollicher gutlicher tag in vnser stat geleistet werde. Wann vns nu solichs der sach zu gut vnd fürderung, ouch am fruchtbaristen sin bedunken möcht, vmb willen wir ouch vnsers ratsfründ darzu schicken möchten, in der sach zum truwlichsten ze handien, als wir ouch hoffen bescheen solle, harumbe so verrumen wir dem vermelten Lienharten Walh in der sach einen gutlichen vnverbunden tag in vnser statt vff suntag Jubilate nechst künftig oder, wo im das vngelegen were, vff suntag Cantate darnach nechst volgende ze rechter tagzit in vnser stat vnd vf vnserm rathuse ze erschinen." Pap. Concept a. a. 0. 1491, Dez. 10. — 1501, Nov. 20. 142. Verträge über Leibeigene zwischen den Grafen zu Fürstenberg und Kloster Lindau. a. 1491, Dez. 10. Hainrich Graf zu Pürstemberg und Landgraf in Bare, gibt dem Gotteshause zuLin- dow seine Leibeigene Magdalene Höwerin von Güthmattingen, Jörg Höwers Tochter, weil vormals die hochwürdige Prau Vrsul, Äbtissin dieses Gotteshauses, dem wohlgeborenen Wolfganng, Grafen zu Pürstemberg, e Landgrafen in Bare und Herrn zu Hüsen im Kyntzigenthal, seinem freundlichen, lieben Bruder, Allinen Kellerin von Eieteschingen, Hanns Mayers zu Sümpforren Hausfrau, eignete unter der Bedingung, dass die beiden Brüder, wenn ein Lindauer Leibeigener eine fürstenbergische heirathe, diese ihr wieder abtreten sollen. Geben am sampstag nach Vnnser lieben") tag (sie) Concepcionis 1491. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. B. ■ a) Ergänze: Frouwen. b. 1498, März 2. Amalya, von Gottes Gnaden Aebtissin Vnser Frowen goczhus zu Lindow, verspricht dem Grafen Hainrich zu Fürstenberg, der seine Leibeigene Magdalen Möllin von Beringen, des stiftischen Eigenmanns Haincz von Gurtwil von Rieteschingen Hausfrau, ihrem Gotteshause eignete, die stiftische Leibeigene, welche zu einem fürstenbergischen Eigenmann „eliche stiesse", demselben Grafen ebenfalls zu eignen. Geben an fritag vor dem sonntag Invocauit 1498. Das Siegel der Abtei Lindau (wie unten, Bruchstück). Perg. Or. Donaueschingen. B. c ' 1498, April 2. (mendag nach dem sonndtag Judica) eignet Hainrich Graf zu Furstenberg etc. Anna ßysslin von Mdingen, Marty Müllers von Rieteschingen Hausfrau, der hochwürdigen Fürstin und Frau Amalia, 1491. 137 >' : ; I Aebtissin Vnnser Frowen gotzhuß zu Lindow, unter der Bedingung, dass dieselbe ihm eine Leibeigene, die einen seiner Eigenleute heirathen werde, seiner Zeit abtritt. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donauesebingen. An demselben Tage eignet unter derselben Bedingung Graf Heinrich dem Stifte auch Magdalenen Kunigerin, weiland Hanns Mollen von Bietberingen Wittwe, jetzt Haintzen vonGurtwyl zu Kieteschingen Hausfrau. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. — Der entsprechende Eevers der Aebtissin Amalia ist datirt 1498, fritag vor dem sonntag Invocauit (März 2). Das Siegel der Abtei Lindau. Perg. Or. Donaueschingen. d. 1506, Juni 15. gibt Wolfgang Graf zu Furstenberg. Landgraf in Bare, Eömiseher kaiserlicher Majestät Hofmarschall, obrister Hauptmann, Landvogt in Elsas und in der Ortnow, der hochwürdigen, andächtigen, geistlichen Frau Amalia, Aebtissin des würdigen Gotteshauses zu Lindow, seine Leibeigene Agatha Maigerin von Sumpforren, Hainrich Kellers zu Rieteschingen Hausfrau, um die stiftische Leibeigene Brida Schriberin von Rieteschingen, Genesius Wannnenmachers zu Rietberingen Hausfrau. Geben vif Viti und Modesti 1506. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. — Der entsprechende Wechselbrief der Aebtissin ist datirt 1506, an dornstag nächst vor st. Thomas tag appostoli (Dez. 17). Das Siegel der Abtei Lindau fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. e. 1507, Nov. 20. gibt Amalya, von Gottes Gnaden Äbtissin Unser lieben Frauen Gotteshauses zu Lindow dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg etc. „die nachgestympten persone", ihre Leibeigene Vrsula Schmidin von Nidingen, Lentzen Lominits zu Nidingen Hausfrau, gegen Agatha Gebhartin von Hüntschingen, Hansen Kellers von Rieteschingen Hausfrau. Geben vif sampstag nach st. Othmars tag 1507. Das Siegel der Ausstellerin (spitzoval, in rothem Wachs; in gothischer Nische Maria mit dem Kinde sitzend; darunter in Nische die Aebtissin im Gebete knieend; darunter abgeschliffener Wappenschild; S. AMALIE. DEL GR.. ABATISSE. MONASTERII. LINDAVIENSIS.). Perg. Or. Donaueschingen. B. 1491, Dez. 12. 143. Hanns Byrgk von Trossingen, des Gerichts daselbst, empfängt für sich und als Vorträger eines Vogts und Gerichts, auch ganzer Gemeinde zu Trossingen von Hainrich, Grafen zu Fürstemberg und Landgrafen in Bare etc. den Hof zu Talhüsen, den zu Zeiten Dietz Bropst gebaut, den sie als Mannlehen von der Grafschaft Fürstemberg erkauft, und als dessen Vorträger und Mann sie jederzeit, „so offt nodt oder lehenßrecht ist, ald das zu vällen kumpt", einen aus ihrem Gerichte geben sollen. Nach glaublicher Aussage der alten, wahrhaftigen Mayer zu Trossingen gehören in diesen Hof: „ain agker by den hüsern, ist gelächnott syben juchart, haist der Hainrich, in andern esch die langen lender, stossend vff das Fulthal vnd die hinder wysen, ob dem Fulthal ain agker, stost vff der sandt Johannser agker vnd den Schindling, mer zwo jüchart, haist der Schindling, im drytten esch an Bergstal, stost an Almenweg, ander sidt an die wysen, ain jüchart in der Grub, stost gen Niplinen (?) brun- nen an die wysen, drye jüchart vnder Stelböm, stregkend gegem wyger abhin vnd IV. 18 sp^^^^g ililpiP assäüsifö Ül^^ SifiJM ■"-.;• 138 1492—1499. zway manßmatt wyßen an der staig am weg, zway nianßmat vnder dem Katzen- stig, ain halb manßmatt in den hindern wysen, ist vast gross, vnd gar nach ain manßmatt, stost an die wyß, die inn Stollen hoff hört, mer ain wys, ligt vff der vndern Ow gegen der Pfannenwys abhin, vnd dann zwo juehart agkern vnder den Strömein abhin vnder Baynen." Sollten noch weitere Güter in den Hof gehören, so soll dem Lehensherrn davon „iageschrifft" gegeben werden. Geben am mentag vor st. Lucyen tag 1491. Das Siegel des edlen und festen Junkers Wilhalmen von Nüwnegk, der von Trossingen Oberamtrnanns und gnädigen Junkers (grün in Schüssel, wie oben), da die letztern und Hanns Byrgk „aigen insigel nit brächen." Perg. Or. Donaueschingen. B. (Zwischen 1492—1499). 143 a . Beichtbrief Papst Alexanders VI. für die Grafen Heinrich und Wolf gang von Fürstenberg. Beatissime pater *)! Vt animarum saluti deuotorum sanctitatis uestre oratornm, nobilium uirorum Henrici et Wolfangi (sie) comitum de Furstenberg, salubrius consulatur, II supplicant humiliter eidem sanctitatis uestre oratores prefati, quatenus eis specialem gratiam facientes, ut confessor ydoneus secularis uel cuiusuis ordinis regularis presbiter, quem quilibet eorum duxerit pro tempore II eligendum, ipsos ab omnibus et singulis excom- municationis, suspensionis et interdicti aliisque ecclesiasticis senteneiis, censuris et penis a iure uel ab homine quauis occasione uel causa latis seu promulgatis ac uo- torum quorumeunque et ecclesie mandatorum transgressionibus omnibusque aliis et singulis suis peccatis, criminibus, excessibus et delictis quantuneunque (sie) grauibus et enormibus, de quibus corde contriti et ore confessi fuerint, etiam si talia essent, propter que sedes apostolica merito esset specialiter uel generaliter consulenda de re- seruatis, exceptis contentis in bulla, que legitur „in die cene domini", semel in uita et in mortis articulo, de aliis uero eidem sedi non reseruatis casibus totiens, quotiens opus fuerit, absoluere et pro commissis penitentiam iniungere salutarem; vota uero queeunque Vitramarina, Jherosolimitana, liminum apostolorum Petri et Pauli de urbe atque Jacobi in Compostella, religionis et continentie uotis duntaxat exceptis, in alia pietatis opera commutare et iuramenta queeunque relaxare ac omnium peccatorum suorum plenariam indulgentiam et absolutionem impendere possit et ualeat; et insuper 1492—1499. 139 ut liceat predictis oratoribus habere altare portatile eiun debitis reuerentia et honore, super quo in locis ad hoc congruentibus missas et alia diuina officia etiam iuimediate elapsa una hora post medium noctis per proprios uel alios sacerdotes ydoneos in eorum et cuiuslibet ipsorum et familiarium domesticorum et casu aduenientium pre- sentia etiam tempore interdicti auctoritate ordinaria appositi eelebrari facere et ipsi presbiteri celebrare; quodque ipsorum corpora, si eos aut eorum aliquem in loco huius- modi ecclesiastico supposito interdicto forsan decedere contiugeret, ecclesiastice tradi possint sepulture; ipsique eucharistiam et alia ecclesiastica sacramenta recipere a quo- cunque presbitero seculari uel regulari, ubicunque et quotienscunque uoluerint, tempore pascali duntaxat excepto, necnon in locis seu ecclesiis interdictis huiusmodi auctoritate ordinaria missas et alia diuina officia audire et eelebrari facere possint specia- liter interdictis, exclusis et sine solemnitate ac uisitando tria altaria per oratores eli- genda in locis, ubi eos pro tempore residere contigerit, singulis quadragesimalibus et aliis diebus cuiuslibet anni tot et singulas indulgentias et peecatorum remissiones con- sequantur, quas consequerentur, si singulis diebus eisdem singulas urbis ecclesias, que a Christi fidelibus propter staciones huiusmodi uisitari solent, personaliter uisitarent, licentiam et facultatem concedere et indulgere dignemini de gratia speciali, constitu- cionibus et ordinacionibus apostolicis ac cancellarie regulis in contrarium per saneti- tatem uestram editis, quibus omnibus pro hac uice derogare placeat, ceterisque in contrarium facientibus non obstantibus quibuseunque cum clericis oportunis. Concessum, ut petitum, in presentia domini nostri pape Jo. car Alexan. 2 ) s ). Perg. Or. Donaueschingen. 1) Die erste Zeile ist mit großen und verzierten goldenen Capitalbuchstaben geschrieben und mit schönen Blumenormamenten umgeben. Im B von beatissime steht das gemalte Wappen des Pabstes Alexander VI. aus der Familie Borgia, wesshalb die Urkunde zwischen 1492—1499 (dem Todesjahre des Grafen Heinrich) zu setzen ist. Unter diesem B steht das jetzt theilweise unkenntlich gewordene, gemalte fiirstenbergische Wappen mit Helmschmuck und ausgeschnittenen wehenden Decken. 2) Diese Zeile ist von anderer Hand in Cursivschrift beigefügt. Ihr Schluss ist etwa in „Johannes cardinalis Alexandri" aufzulösen. 3) Der Schreiber der ganzen Urkunde setzte unter den Text auf die rechte Seite des Pergamentes ein Inhaltsverzeichniss derselben, dem er noch beifügte: „Et quod presentis supplicationis sola signatura sufficiat illique plena fides adhibeatur. Et quod illius transumpto per notarium publicum subscripto similiter fides ad- hibeatur. Et cum derogatione dietarum regularum quoad omnes partes pro hac uice duntaxat' - . Neben dieses Inhaltsverzeichniss setzte zu dessen Bestätigung der vorgenannte Cardinal nochmals seine Unterschrift: „Concessum. Jo. car Alexan." Auf der Eückseite steht von etwas jüngerer Hand: „ut liceat habere altare portatile"; darüber von einem beinahe gleichzeitigen Schreiber in deutscher Schrift: „Diser bichtbrieff stat allain vff wylannd löblicher gedächtnüss graff Heinrich vnd graff Wolfgang von Furstemberg geprüdere". 18* HP HHS11 WSmat ■ ■ M am 140 1492. 1492, Jan. 13. 144. Graf Wolfgang zu Fürstenberg verspricht dem Martin von Blümnegk, welcher ihm alle seine Zinse und Gerechtigkeiten in den Thälern Millenbach und Welschen- stainach verkauft hat, Schadloshaltung für alle Nachtheile, welche ihm entstehen könnten, falls der Graf in der Zahlung von 25 fl. Jahreszins aus einem seiner Zeit von Blümnegk bei Casper von Widergrin unter Bürgschaft des verstorbenen Grafen Heinrich von Fürstenberg des älteren aufgenommenen Darlehens, welches sammt Zins auf jene Zinse und Gerechtigkeiten angewiesen war, säumig sein sollte, indem der Graf diese Schuld Martins von Blumneck statt Baarzahlung übernommen hat. Geben vff st. Hylarien tag 1492. Die Siegel des Ausstellers und Conradts von Velsenberg (Drachen- oder Lindwurmrumpf im Schild und als Kleinod). Perjr. Or. Donauesehingen. 1492, Jan. 23. 145. Lyenhart Zyegler zu Thönoweschingen verkauft unter Vorbehalt des Wiederkaufsrechtes dem wohlgeborenen Hainrich, Grafen zu Fürstemberg und Landgrafen in Bare etc., um 50 Gulden Hauptgut dritthalb Gulden rhein. jährlichen, ewigen Zinses von seiner „hub, hoffstätt vnd gärten, genant des würtzhus zu Thönoweschingen by der kirchen ob der strasz, ob Haintzen Vogtz hub gelegen", und setzt dieses Besitzthum, das er von seiner Gnaden erkauft hat und das ledig Eigen ist, ausser dass 4 Viertel Kernen von der niedern Hofstatt an sanct Katherinenpfründe und 3 Viertel Vesen von der obern Hofstatt an Friedrich Keffer und dessen Erben als jährlicher Zins darauf haften, zum Unterpfand ein. Geben am mentag nach sandt Angnesen tag 1492. Das Siegel des edlen und strengen Herrn Conratten von Schellemberg zu Hiiffingen, Ritters. Perg. Or. Donaueschingen. 1492, Jan. 23. Linz. 146. Mandat Kaiser Friderichs an die edlen, seine und des Reichs liebe getreue Heinrich und Wolfgang, Gebrüder, Grafen zu Fürstemberg. Die von Regenspurg, wiewohl dem hl. Reiche ohne Mittel zugehörig, haben sich in die Hände Herzog Albrechts «HS {KUH 1492. 141 von Beyern gegeben und sind darum in des Reiches Acht erkannt worden. Er hat den Hauptleuten seines Bundes des Landes zu Swaben befohlen und Gewalt gegeben, sie, die Grafen, wie die anderen Bundesverwandten aufzufordern, dass sie sammt anderen Reichsunterthanen, denen er in gleicher Weise schreiben lassen, die Stadt zum Gehorsam gegen das Reich zurückzubringen helfen. Sie sollen sich also mit Geschütz, Wägen und aller „geraitschaft" rüsten und, wenn das Aufgebot der Hauptleute ergeht, zu Ross und zu Fuß auf bestimmten Tag und Malstatt sich einfinden. Geben zu . . nntz') am 23. tag des monedts January 1492, vnsers keyser- thumbs im 40. jaren. Ad mandatum domini imperatoris in consiiio. Aussen aufgedrückt das kaiserliche Siegel in rothem Wachs. Pap. Or. (beschädigt). Donaueschingen. 1) Die durch einen Riss entstandene Lücke ist zu ergänzen: Lynntz, wo sich der Kaiser am 21. und 24. Jan. 1492 befand. Vergl. Chmel, Regesta Friderici III. imperatoris, p. 788. 1492, Febr. 3. 147. Mclaus Prior zu Tanheim st. Pauls Ordens gibt mit „gehell" seiner Convents- brüder und mit Gunst und Willen der wohlgeborenen und ehrwürdigen Herren, Grafen Wolfgangs zu Fürstenberg, und Herrn Johannsen, Priors vff dem Dondersperg, Provinciais des genannten Ordens in Teitschen Landen, den ehrwürdigen geistlichen Frauen, Meisterin und Convent des Gotteshauses Ambtenhaußen seines Klosters Zehnten zu Niderbaldingen und empfängt dafür tauschweise ein Gut zu Rietheim im Brigenthal, gilt jährlich 5 Malter beider Korn, ein Gut zu Kiengen, gilt jährlich 2 Malter Vesen, 1 Malter Haber, ein anderes Gut zu Kiengen, gilt jährlich 6 Mut beider Korn, endlich 1 Malter Vesen, so das Kloster Amptenhaußen bisher jährlich gehabt hat von einem Gute zu Woltertingen. Geben vff st. Blasius tag 1492. Das Or. siegelten der Convent zu Tanheim und Graf Wolfgang und Provincial, Bruder Johanns, als dessen weltliche und geistliche Obrigkeit. Copie des 17., 18. Jahrhdts. Donaueschingen. 1 148. 1492, Febr. 9. Hanns Sailer der älter von Vffan bekennt dem Grafen Hainrich zu Furstem- SPStSSSS BD ■ IkBHHhH §■ H m m 142 1492. berg etc. 6 Malter und 14 Viertel Vesen, 3 Malter 8 Viertel Haber Villinger Maaßes und 9 Pfund Heller Fürstemberger Währung schuldig zu sein und setzt zum Unterpfand für die in bestimmten Terminen versprochene Zahlung sein Eigengut und Eigenhaus, „ain karley'), ain beth" und anderes Zubehör zu Vffan und das Wasser, das er von seiner Gnaden als Zinslehen innehat. Geben am dornstag nach sandt Agthen tag 1492 2 ). Das Siegel des edlen und festen Jungkher Burckharten von Schellernberg. Perg. Or. Donauesehingen. 1) Wohl Deminutiv von Karre. 2) 1496, Jan. 26. (mittwoch vor Vnser lieben Frowen Liechtmäs tag) bekennt derselbe Hans Seiler der alt von Ober-Vffan, dass das Fischwasser zu beiden Vffan, welches er erblehenweise innegehabt, an den Grafen Heinrich von Ftirstemberg, der inzwischen Thöneschingen, Schloss und Dorf, mit beiden Vffan und diesem Wasser gekauft habe, vertragsmäßig zurückgefallen sei, weil er (Seiler) die zur Abtragung seiner Schuld festgesetzten Fristen nicht eingehalten habe. Er bekennt, dass ihm das fragliche Fischwasser jetzt nur „vs sondern gnaden sin laben lang vnd zu end siner wile" zu rechtem Zinslehen gegen jährlichen Zins von 12 2t Haller Fürstenberger Währung überlassen worden sei und nach seinem Tode heimfallen solle. Das Siegel (grün in Schüssel, Bruchstücke) des edlen festen Junkers Burgkharts von Schallenberg zu Hüffingen. Perg. Or. Donauesehingen. 1492, März 29. Füssen. 149. Hainrich Graf zu Pürstemberg etc. stellt dem Könige Maximilian, nachdem ihn derselbe mit einem jährlich aus der Kammer zu Tnnsprugg zu beziehenden Solde von 200 Gulden rhein. zu seinem „Diener von Haus aus" aufgenommen, einen Dienstrevers aus. Siegelzeugen: die wohlgeborenen edlen und strengen Cristoff Herr zu Lympurg, Erbschenk, und Virich von Frewnntsperg, Ritter etc. Geben zu Fuessen am phintztag nach dem sonntag Oculi anno 92. Mit aufgedrücktem Siegel des wohlgeborenen Casparn Freiherrn zu Mörsperg und Beffort. Pap. Or. Innsbruck. 1492 (Mai). 150. Anno 1492 zeucht graf Wolfgang von Fürstenberg mit 16 pferden wider herzog Albrecht von Baiern vff das Lechfeld *). Gabelkhovers Collectaneen, I, fol. 364. Stuttgart. 1) Genauer: in die Lechgegend zwischen Landsberg und Kaufering. Vergl. v. Stalin, Wirt. Gesch. Dil, 634. Vergl. auch oben Nr. 146. 1492. U3 mm gras 1492, Mai 5. 151. Hainrich Graf zu Furstemberg und Landgraf im Bare, gibt Joßlin dem Juden von Villingen und dessen Weib seine Sicherheit und Geleit, also dass sie zu ihren Geschäften durch seine Grafschaft, Herrschaft, Gebiet, Zoll und alle Dinge frei und sicher wandeln mögen seiner und all der seinen wegen; solange er, Graf Hainrich, dieses Geleit nicht abkündet, was ihm frei steht, gibt Joßlin jährlich 1 fl. Geben am sambßtag vor Misericordia domini anno 1492. Das Original siegelte der Aussteller. Perg. Vidimus der Stadt Villingen von 1496, samstag vor Eeminiscere (Febr. 26). Donaueschingen. B '). 1) Dasselbe Vidimus enthält einen Geleitsbrief des Stockacher Vogts für Lemlin, Juden, Bürger von Ulm, und sein Weib, giltig für die Landgrafschaft Neuenbürg, von 1496, Febr. 7. (montag nach st. Agathen tag). B. 1492, Aug. 11. 152. Gangolf Herr zu Hochengeroltzeck und Schenckenzell schreibt dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, seinem lieben Vetter: Hannß Kieß, der Bergknecht, habe an ihn langen lassen, wie ihm ein Berg zu Romberg angezeigt sei, darin er verhoffe Silbererz zu finden, „heisset am Schmitzberg by deß graffen bennen an der staig", und habe gebeten ihm den zu leihen; der Graf möge, da dieß zum halben Theil ihm zustehe, dem Bergknecht den Berg an ihrer beider Statt leihen unter der Bedingung, dass, sobald Silber gefunden werde, derselbe davon stracks den gebührenden Theil abgebe. Datum vff fritag nach Vnser lieben Frowen tag Assumcionis anno 92. Das aufgedrückte Secret des Ausstellers. Pap. Or. Donaueschingen. 1492, Aug. 30. Strassburg. 153. König Maximilian nimmt den edlen, seinen und des Reichs lieben getreuen Wolfgang Grafen zu Fürstenberg zu seinem Rath und Diener auf, also dass ihm derselbe die nächsten sechs Jahre lang von Haus aus mit Knechten und Pferden wohlgerüstet wider männiglich, niemanden ausgenommen, dienen, auf sein oder seiner H lllliiil Uli ä$B!S3 144 1492. Hauptleute Erfordern sich allzeit willig brauchen lassen, ihm in seinen Sachen das beste helfen und rathen, seine Geheimnisse, wo die an ihn gelangen, bis in den Tod verschweigen und allenthalben seinen Frommen fördern, seinen Schaden wenden soll. Der Schaden, den er in solchem Dienste im Felde gegen des Königs Feinde nimmt, soll ihm von diesem ersetzt werden. Als Dienstgeld erhält er jährlich 200 fi. rinisch aus des Königs Kammer seines Fürstenthums der Grafschaft Tyrol. Den Dienst, womit er dem Grafen Eberbart d. ä. zu Wirtemberg und Mümpelgart bis auf künftige Weihnachten verpflichtet ist, behält ihm der König so lange vor; nachher aber soll er ohne des Königs Wissen und Willen niemand anderm dienen als dem König allein. Geben zu Straßburg an pfintztag nach st. Augustins tag 1492 etc. 1 ). Commissio domini regis in consilio. Das königliche Siegel fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1493, Sept. 27. (Schwatz) schreibt König Maximilian an seinen Statthalter und die vier geordneten Riithe zu Ynnsprugg: er habe sich mit dem edlen seinem lieben getreuen Grafen Wolfgang zu Ftirstem- berg wegen seiner Stadt Prunlingen vertragen (s. die flgde. Nr.), „ine auch des diensts, damit er der Phaltz vnd Wirtemberg verphlicht gewesen ist, entlediget und zu vnserm dienner sechs jar lang, yede jar vmb zway- hundert guldin rheinisch bestellt". Sie sollen demnach jährlich das Dienstgeld des Grafen ausbezahlen „vnd daz nit lassen". Was ihm so gegeben werde, solle jederzeit in ihre Raitung gelegt und abgezogen werden. Geben zu Swacz an freitag nach st. Mauricien tag anno etc. 93., vnsers reichs im achtenden jare. Commissio domini regis propria. Nach dem Pap. Orig. im geh. Hausarchive zu Wien gedruckt bei Chmel, Urkunden zur Geschichte König Maximilians, in der Bibliothek des Lit. Vereines in Stuttgart Bd. X, S. 6. 1492, Aug. 30. Strassburg. 154. König Maximilian verträgt sich mit dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg wegen der Stadt Bräunungen. Wir Maximilian von gots gnaden Romischer künig, zu allenn tzeiten merer des reichs, zu Hungern, Dalmacien, Croacien etc. künig, ertzhertzog zu Oesterreich, II her- tzog zu Burgundi, zu Britani, zu Brabannt, zu Gheldern etc., graue zu Flanndern, zu Tyrol etc., vnd ich Wolfganng grafe zu Fürstemberg, lanndt II graf in der Bar, bekennen offennlich mit disem brief, daz wir vns der irrung, spenn vnd zwytrecht, so sich bißher zwischen vnser stat Prunlingen halben gehalten hat x ), mit einannder guetlich veraint vnd vertragen haben, in massen hernach volget. Dem ist also: nemb- lich daz vns, kunig Maximilian vnd vnserm haws Oesterreich, die stat Prunlingen, nach dem vns vnd demselben vnserm haws Oesterreich die inwoner daselbst ghibd m iw all aji ul üü I sps $&* |ia3 i p HK 1492. 145 ssy £§1199181 m vnd hindergang getan haben, beleiben, on graf Wolfganngs, seiner erben vnd menigk- lichs ynnrede vnd Verhinderung; daentgegen sol ich graf Wolfganng den phanndt- schilling, nemblich achtzehen hundert guldin reinisch, so erlegt sein, nemen vnd alle brief, so ich vmb phandt oder aygenschafft, dieselben stat Prünlingen vnd irer zuge- hörd berürennde, demselben meinem allergnedigisten herrn dem Romischen künig zu seiner kunigklichen maiestat hannden geben vnd antworten, vnd sol damit aller vn- will, so sich zwischen mein, vnd meins bruders, graf Hainrichen von Fürstemberg, den von Prünlingen vnd allen vnsern zuuerwanndten, oder wer in disem hanndl verdacht ist, wie sich der begeben hette, mit worten oder getatten, gantz tod vnd ab, gericht vnd geschlicht sein, darynn wir künig Maximilian vns der von Prünlingen gemechtigt, doch was wun, wayd, ahnend, wasser, hof vnd anndere gueter, so zu der stat Prünlingen gehörn, berürt, sol alles, wie dann das die grafen von Fürstemberg in phanndtweise emphanngen haben, vns vnd bey der stat Prünlingen verfolgen vnd bleiben; wes aber nachmals sy vnd die von Prünlingen miteinannder irrig würden, ist beredt, daz graf Virich von Montfort, der elter, als obman darynne ein guetlichen tag an ein gelegen ennde fürnemen vnd yede parthey zwen dartzu geben, dieselben versuchen sullen solich spenn guetlich hintzulegen; wo aber die guetigkait nit gefann- gen möcht werden, rechtlich entscheiden. Wir künig Maximilian vnd vnser haws Oesterreich sullen auch hinfur alle mans, seßlehen vnd der gleichen, so von der ober- kait herrüren, leyhen. Ob aber die grafen von Fürstemberg in der zeit, als sy Prünlingen ynngehabt, solhe lehen yemand gelihen hetten, dieselben, so die gelihen ist, sollen dabey beleibn, vnd von vns vnd vnserm haws Oesterreich weiter entphahen. Es sol auch durch obgemeltn graf Vlrichen von Montfort vnd seine zusätz ain auß- trag verfasset, wes die grafen von Fürstemberg vnd die stat Prünlingen in künftig zeit irrig wurden, daz söliche irrung, wo die guetlich nicht hingelegt, rechtlich entscheiden werde, alles getrewlich vnd ongeuärde. Mit vrkundt diß briefs, so haben wir künig Maximilian vnser künigklich insigl an disen brief henncken lassen. Vnd ich Wolfgang graf zu Fürstemberg, obgenannt, mangelhalb meins insigels zu diser zeit mit vleys erbetten den wolgeborn herrn Cunratten grafen zu Tübingen, meinen früntlichen vettern, daz er sein innsigl zu des gemelten meins allergnedigisten herrn des Römischen künigs insigl an disen brief gehenckt hat, doch ime vnd seinen erben onschaden. Vnd sind diser brief zwen gleich lautend, der wir künig Maximilian einen vnd ich graf Wolfgang von Fürstemberg den andern haben, vnd gebn sind zu Straspurg an phintztag nach sandt Augustins tag, nach Cristi geburde viertzehen hundert vnd im zweyundnewntzigisten, vnser, kunigs Maximilians reiche, des Römischen im sybennden vnd des Hungerischen im dritten jarn 2 ) 3 ). IV. 19 ililli fö§SW&H§n ERlPillssEiS 146 1492. Die Siegel des Königs und des Grafen Konrad zu Tübingen, beide roth in ungefärbter Schüssel, Bruchstücke. Perg. Or. Donaueschingen. 1) Vergl. oben Nr. 106. 2) 1492, Mai 4. beurkundete Caspar Freiherr zu Mörsperg und Beifort, des Eömischen Königs oberster Hauptmann und Landvogt in Ellsass, Sonntgow, Brißgow und am Schwartzwald, dass er zufolge eines inse- rirten Befehls König Maximilians de dato fnnsprugg an frytag nach sonntag Oculi (März 30.) 1492, zu Fillin- gen die Huldigung der von Prünlingen im Namen des Königs als ihres Landesfürsten entgegen- und sie in dessen Schutz und Schirm aufgenommen habe; die fürstenbergischen Leibeigenen jedoch haben den Schwur unter Vorbehalt ihrer Verpflichtung gegen Fürstenberg geleistet. Geben vff frytag vor dem sonntag Miseri- cordia domini nach Ostern 1492. Vom Siegel des Ausstellers in rothem Wachs ist nur ein Bruchstück erhalten. Perg. Or. Karlsruhe (Breisgau, Bräunungen). 3) 1492, Juli 3. vermittelten in den Spännen und Irrungen über die Stadt Prewnlingen zwischen dem römischen und hungerischen Könige einerseits und Grafen Wolfgang von Fürstenberg anderseits Graf Virich von Montfort der ältere, gemeiner Hauptmann des swebischen Bunds, Graf Wolfgang von Oettingen, Herr Wolfgang von Clingenberg, Landcomithur in Elsass, Herr Hans Jacob der ältere von Bödmen, Ritter, Hauptmann, und Herr Cünradt Stürtzl, Doctor und Ritter, römischer und österreichischer Kanzler: dem römischen Könige und dem Haus Osterreich soll die Stadt Prewnlingen bleiben, nachdem denselben die dortigen Einwohner Hintergang und Gelübde gethan; dagegen soll Graf Wolfgang den Pfandschilling, nämlich 1800 fl. rhein., so erlegt sind, nehmen und alle Briefe, die er um Pfand- oder Eigenschaft hat, dem Könige ausant- worten. Wenn über Wunn, Weid, Almend, Wasser, Höfe und andere zu der Stadt Prewnlingen gehörige Güter, die nun alle an den König zu übergeben sind, Irrungen entstehen, so soll Graf Virich von Montfort mit je zwei Zusätzen von jeder Partei auf einem gütlichen Tage rechtlich darüber entscheiden. Die von Fürstenberg während des Besitzes von Prewnlingen Belehnten sollen vom Könige bestätigt werden. Weiter ist beredet, dass der König den Grafen Wolfgang als Rath und Diener aufnehmen und ihm die nächsten 6 Jahre jedes Jahr 200 fl. rhein. als Rath- und Dienstgeld geben soll „vnd im in solhem grafe Eberharten von Wirtem- berg der ellter, des diener er yetz ist, die zeit seins diensts, so sich auf Weyhennächt schierist endet, hierynn vorbehalten sein". Ferner soll ihm der König den Zug, den er wie andere des Reichs Glieder gen Franck- reich thun sollte, dießmal erlassen, dadurch er dem hl. Reiche füran desto stattlicher dienen möge. Geschehen zu Vlm an eritag nach Vnser lieben Frawen tag Visitationis anno etc. nonagesimo secundo. Ohne Siegel. Pap. Or. (Spaltzettel) Donaueschingen. 1492, Sept. 25. 155. Eberhart Bälcz, derzeit Prior zu Ryppeltzow, beurkundet: nachdem seine Vorfahren , die Prioren zu Ryppeltzow, bisher mit den Grafen Conratten und Jörgen von Tüwingen, Herren zu Liechtneck, Gebrüdern, und deren Vordem einen gemeinen Zehnten von allen Gütern im Hecklinger Bann ingehabt und die genannten Herren von Tüwingen bisher dem Gotteshause Ryppeltzow jährlich 11 Ohm Weins von dem Burgstall und Schloss Liechtneck zu zinsen schuldig gewesen, hat er sich mit Zustimmung des ehrwürdigen Herrn Jörgen, Abtes des Gotteshauses zu St. Jörgen als seines Oberen Jm mm , -'\<.- :t-.K I • 1492. 147 ■und Visitators und des wohlgeborenen Grafen Wolfgang zu Fürstenberg etc. als seines Kastvogtes mit den genannten Brüdern von Tüwingen dahin vertragen, dass er und seine Nachkommen fortan den gemeinen Weinzehnten im Hecklinger Bann ganz für sich nehmen und denselben in den Trotten der genannten Grafen zu Hecklingen trotten dürfen, ohne Trottwein davon zu geben, und dass sie auch kein Stichgeld davon geben sollen, wogegen er den Grafen den jährlichen Zins der genannten 11 Ohm Weins er- lässt. Der Vertrag, den seine Vorfahren mit dem seligen Johansen Wittendorf, weiland Kirchherrn zu Hecklingen, abgeredet, wonach jeder Kirchherr zu Hecklingen allen Zehnten, er sei von Korn, „weissen", Haber, Gerste, Obst u. s. w., ausgenommen den Weinzehnten, einnehmen und nießen und dafür dem Gotteshause Ryppeltzow jährlich 6 Malter Haber und 4 Sester davon geben soll, wird nun, nachdem gedachter Herr Johans vor Beschluss der Sache mit Tod abgegangen, mit den genannten Herren von Tüwingen als Lehensherren des Kirchensatzes zu Hecklingen erneuert mit dem Zusätze, dass von den 6 Maltern Haber jährlich 3 den Herren von Tüwingen werden sollen für den Schutz, den sie des Gotteshauses Gütern im Hecklinger Bann gewähren. Sollte das Gotteshaus aber dort noch mehr Güter überkommen, so soll es davon Zehnten und Trottwein geben wie andere zu Hecklingen. Geben vff zinstag vor st. Michels tag des hl. ertzengels 1492. Das Or. siegelten Abt Jorge mit dem Siegel seiner Abtei St. Jörgen, Graf Wolf zu Fürstenberg mit seinem eigenen und der Aussteller mit dem Siegel seines Priorats. Gleichzeitige Pap. Copie. Donaueschingen. 1492, Okt. 14. 156. König Maximilian befiehlt den edlen, seinen Bäthen, Dienern und des Reichs o lieben, getreuen Hainrich Grafen zu Fürstemberg und Virich von Habsperg, die französischen Güter, welche er dem Bürgermeister und Rath der Stadt Hagenaw ihm einzuhändigen befohlen, gemäß seines frühern Auftrags unter Begleitung seines reisigen Zeugs bis an den Rhein zu führen. Von da au soll Graf Heinrich den königlichen Diener Claws von Vlm mit 200 Knechten, den er, der König, damit zu Straßburg bestellt, zu sich nehmen und genannte Güter auf Schiffen unter königlicher Flagge nach Coblenntz bringen; hiezu werde ihm Maximilians Rath und kaiserlicher Fiscal Heinrich Martin 300 fl. übergeben 1-4 ). Geben zu Coblenntz an sonntag nach st. Dionisyen tag 1492. Das aufgedrückt gewesene Siegel fehlt. Pap. Or. Donaueschingen. B. 19 ' lilillliyii illiiliiiii IPlifiil »SU «ffl^^^a-^ I Hui 148 1492. 1) 1492, Okt. 22. widerruft König Maximilian in einem Schreiben an seinen getreuen, lieben Vlrichen von Habsperg, Hauptmann seines Hofgesindes zu Hagnaw, diesen Befehl. Ulrich solle das betreffende Gut nur inventarisiren und in seinem Namen von den von Hagnaw einen Revers fordern, dass sie dasselbe, ausser auf königlichen Befehl nicht wegführen lassen. Auch solle Habsperg nicht, wie er, Maximilian, früher befohlen, Pferde nach Coblenntz senden, sondern sein Hofgesind mit dessen und seinen Pferden nach Trier führen. Geben zu Coblenntz an montag nach st. Vrsulen tag 1492. Das aufgedrückte Siegel fehlt theilweise. 2) Graf Heinrich und Ulrich von Habsperg antworten 1492, Oktober 27: die Räthe von Hagenaw haben von ihnen begehrt, sie möchten das betreffende Gut noch 4 Wochen liegen lassen, weil ihnen vom Pfalzgrafen gedroht werde; die von Hagnaw seien gegen den König „gancz guet" und würden ihm das Gut nicht sperren, wenn sie von ihm schriftlich Trost finden. Geben zw Hagnaw am samstag vor Simony Jude 1492. Pap. Cop. 3) König Maximilian befiehlt denselben Grafen Heinrich und Ulrich von Habsperg, zu thun, was ihnen der edle sein Rath und lieber, getreuer Graf Wilhalm von Tierstain in seinem Namen sagen wird. Geben zu Reinmagen an Aller heiligen abent 1492 (Okt. 31.) Das aufgedrückte Siegel fehlt. 4) König Maximilian befiehlt den Grafen Heinrich von Fürstenberg und Wilhelm von Thierstein von den zu Hagenau arrestirten Gutem den Theil, der Hanns Rot und Annthoni Koberger, Bürgern zu Nürnberg, gehört, und der ihnen durch deren Bevollmächtigten Reinhart von Mosen gezeigt werden wird, denselben zu übergeben. Geben zu Trier an montag nach Allerheiligentag 1492 (Nov. 5). Das aufgedrückte königliche Siegel. Pap. Or. Donauesehingen. B. 1492, Okt. 15. Coblenz. 157. Mandat des Königs Maximilian an die Grafen Hainrich und Wolfgang zu Fur- stemberg, Gebrüder. Beriebt über die politische Lage und den Tag zu Coblentz. Den Grafen wird auferlegt, dass sie zum Kriege gegen König Karl von Frankreich unverzüglich mit sechs gereisigen Pferden wohlgerüstet in der Stadt Lutzelburg sich einfinden und 10 Wochen lang beim Könige im Feld und Dienst bleiben, oder, wenn ihnen mit solcher Anzahl zu Ross zu dienen nicht gelegen wäre, für jedes Pferd 20 fl. rhein., also in Summa 120 fl. rhein. zu Händen des Burgermeisters und Rathes der Stadt Basel zu zahlen. Auch sollen sie bei ihren Unterthanen und Zugewandten allen Fleiß ankehren, damit dieselben den durch den Coblentzer Abschied in Aussicht genommenen (Steuer-)Anschlag von ihren Feuerstätten zu geben einwilligen; deren Antwort sollen sie auf den st. Lucien Tag nach Franckfort a. M. bringen und dort über des Reiches Nothdurft zu handeln helfen. Geben zu Coblentz am 15. Oktobris 1492, vnser reiche des Romischen im 7. vnd des Hungerischen im 3. jaren. Aussen Spuren eines aufgedrückten rothen Siegels. Gedrucktes Pap. Formular. Donaueschingen. ÖKÖväSH fflP%i!§l ■SJ-^&SöK 1492. 149 1492, OH. 9. 158. Gangolf Herr zu Hohengerolzegk und Schenckenzell bekennt, dass auf seine und seiner Hausfrau Bitten zur Abwendung ihres grossen Schadens Graf Wolfgang zu Fürstenberg, ihr lieber Vetter, beiMölcher von Schowenburg mit 1800 fl. und etlichen aufgelaufenen Zinsen die Herrschaft Lossburg sammt Zubehör einzulösen versprochen und dass ihm dieselbe danach, gleichwie früher dem von Schowenburg, als Pfandschaft zustehen solle. Auch hätten sie, die beiden Ehegatten von Geroldseck, dem Grafen versprochen, genügsame Versicherung von den Grafen Hug und Hans von Mont- fort (Brüdern der Frau von Geroldseck) für die Sicherheit des Pfandes zu schaffen u. s. w. Da nun der abgesandte Bote, welcher diese Verschreibung bei den Grafen holen solle, zu lange ausbleibe und ihnen Gefahr von Verzögerung der Einlösung drohe, so versprechen sie hiemit ausdrücklich, den Grafen Wolfgang, wenn er die Lösung vollzogen, binnen Monatsfrist für sein ausgelegtes Geld gehörig zu sichern. Gangolf verpflichtet sich hiezu unter Leistungsversprechen in ßotwil, Sultz, Dornhain, Dornstetten, Hornberg oder Schiltach in Selbstperson mit einem Knecht und zwei reisigen Pferden. Geben vff st. Dyonisiustag 1492 *). Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1492, Sept. 27. schrieb Graf Wolfgang zu Fürstenberg dem Grafen Hug zu Montfort und zu Rottenfels, seinem lieben Schwager, dass er unter gewissen Bedingungen bereit sei, Gangolfen von Geroldseck und seiner Gemahlin Cunigunde von Montfort, Hugs Schwester, behilflich zu sein, die diese Schuldner sehr drückende Pfandschaft auf Lossburg bei Mölcher von Schowenburg, welche Geroldseck mit gänzlichem Verlust dieser Herrschaft bedrohe, abzulösen und denselben gegen Errichtung einer neuen Pfandschaft auf jene Herrschaft und anderes, sowie gewisse Garantien Montforts, zweitausend Goldgulden zu leihen. Datum Haßlach vff dunr- stag vor Michahelin am 92. iar. Pap. Concept. Donaueschingen. $W- 1492, Nov. 10. Lossburg. 159, Gangolf Herr zu Hochengeroltzegk und Schenckenzell und Küngolt (sie), Frau zu Hochengeroltzegk, geborene Gräfin von Montfort, seine Gemahlin, bekennen, dass sie mit Bewilligung der Brüder der letzteren, Hug und Johans Grafen von Montfort, dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg einen jährlichen Galluszins von 132 1 /* Goldgulden verkauft haben. Der Zins ist dem Grafen ohne seinen Schaden aus dem Ertrag der Herrschaft Losburg sammt Zubehör zu entrichten und jederzeit mit 2650 fl. ablöslich. j 9 I 1 f • ■'■ I ■*■'*. '3 ■.'.■' ■- HH •;•■■'■ &vZp,wW&i *Säm m 150 1493. Die Herrschaft Losburg mit allem Zubehör aber ist dem Grafen dafür verpfändet und übergeben worden, nachdem dieselbe früher dem Grafen Eberhart von Wirtemberg versetzt gewesen und mit Kunigundens Heirathsgut eingelöst worden war. Wird dem Grafen Wolfgang der Jahreszins von 13 2 V2 Goldgulden nicht vollständig zu Theil, so kann er sich an der Herrschaft als verfallenem Pfand erholen und soll hinsichtlich der Größe des ihm erwachsenen Schadens und Kosten seinem einfachen Wort geglaubt werden. Mit den von Grafen Wolf empfangenen .2650 fl. haben die Eheleute von Geroldseck eine neuere Pfandschaft bei Mölcher von Schowenburg für gemeinsam gemachte Schulden gänzlich abgelöst und Graf Wolf tritt in die nutzliche, jedoch wie oben beschränkte Gewere, unverhindert der Widumsverschreibung Kunigundens darauf. Dem Grafen von Fürstenberg ist gestattet, noch 200 fl. über die Hauptsumme in die Pfandschaft Losburg zu verbauen und soll, was hierin durch ehrbare Eechnung nachgewiesen wird, zum Pfandschilling geschlagen und so auch abgelöst werden. Bei der Pfandschaftslösung sollen Capital, Zinsen, aller Schaden und Kosten ersetzt werden. Geben zu Losburg vff samstag nach st. Lienharts tag 1492 *). Das Original siegelten die beiden Aussteller. Perg. Vidimus des Landgerichts zu Stockach von Juni 15. (Freitag nach Fronleicbnam) 1498. Donaueschingen. 1) 1492, Nov. 7. bekennt Graf Wolfgang zu Furstenberg, dass er dem Gangolf Herrn zu Hohenge- rolzegk und Schenckenzell und dessen Gemahlin Kungunde, geborener Gräfin von Montfort, sammt ihren Erben, für sich und seine Erben, die Wiederlö6ung der ihm verpfändeten Herrschaft Lossburg mit dem Pfandschilling von 2650 fl., mit rückständigen Zinsen, Kosten und Schaden, welche darauf gelaufen sein mögen, sowie mit demjenigen, was bis zu 200 fl. an Schloss und Mühle etwa verbaut sein würde, gestattet habe. Geben vff mit- woch nach st. Lienharts tag. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. 1493. 160« 1493. Pfandlösungsrevers auf Kaiser Maximilian von Graf Heinrich von Fürstenberg: sofern ihm der Kaiser die 1500 fl. Anlehens in halber Jahresfrist bezahlt, so soll er Seiner Majestät seinen Pfandbrief um Triberg wieder herausgeben, darein ihm noch 500 fl., damit er Wilhelmen von Liechten- fels von Triberg lösen soll, auch gestellt sein 1 ). Eintrag in den Eepertorien (16. Jahrhdt.) des sogenannten Schatzarchivs, t. II, p. 283. Innsbruck. 1) A. a. O. ist ferner verzeichnet: 1493. Von Graf Heinrich von Fürstenberg um die Herrschaft Triberg, so er von Wilhelmen von Liechtenfels lösen soll; der Pfandschilling ist 2000 fl. Ferner t. VI, p. 346: 1494. Jörg Gossenbrots raitung, woraus sich ergibt, dass er von Kaiser Maximilians wegen bezahlt hat oder bezahlen sollte:.......an Graf Heinrich von Fürstenberg zu Ablösung Triberg etc. 1800 fl. — Nach Kreut- ter, Geschichte der k. k. vorderösterreichischen Staaten, II, 90, bekam Graf Heinrich von Fürstenberg im Jahre H 1493. 151 1493 die Herrschaft Tryberg zu einem Unterpfande von 2000 fl., bald darauf aber Hanns von Landau um 3661 fl. 10 kr. 1493, Jan. 11. 161. Clewyn Margschalck, genannt Syppolt von Gisingen, beurkundet, dass ihm Graf Hainrich zu Fürstemberg bewilligt habe, seinen von der Grafschaft Fürstenberg lehenbaren Theil des Gutes zu Aytlingen, dessen anderer Theil seines (des Ausstellers) Schwagers, Herrn Johansen von Fürstemberg, Ritters, ist, den Kirchenpflegern zu Bietheschingen im Namen ihrer Kirche um 20 Gulden rhein. Hauptgut und 1 Gulden jährlichen Zinses zu versetzen, und verspricht diesen Zins innerhalb zehn Jahren abzulösen, widrigenfalls das Unterpfand dem Lehensherrn heimfallen solle. Geben am frytag vor sandt Hylaryen tag episcopi 1493. Das Siegel des Ausstellers (grün in Schüssel; Schild getheilt, oben ein Löwe, unten gitteiförmig da- maszirt; auf dem Helme Pferds(?)rumpf; £, das. marfrijal..). Perg. Or. Donaueschingen. Üü äEföäml 1493, Febr. 1. 162. Jacob Haini von der Halbenmil, der ältere, Cünrat und Jacob Heini, Gebrüder, seine ehelichen Söhne, welche gegen den kaiserlichen, zehnjährigen, jetzt bestehenden Landfrieden und gegen das Verbot, das ihnen der feste Junker Cunradt von Velsen- o berg, ihr gnädiger, lieber Junker, an Leib und Gut gethan hat, Vlrichen Haini sei., ihren Sohn und Bruder, der ihrem gnädigen Herrn widerwärtig gewesen, und auch dessen bestellten „verretter" und Knecht, den er zum Schaden des wohlgeborenen Herrn Wolfgangs, Grafen zu Furstenberg etc. besoldet hat, enthalten und geätzt, und Ulrichen Haini 3 fl. gegeben, wovon einer seinem „verretter" zu Theil geworden, welche ferner dem letztern bei Tag zu Nacht zu essen gegeben und ihm gewiesen haben, wie sie unversehens dem Serer in sein Haus bei Nacht und Nebel fallen könnten, wobei aber Serer ihnen entronnen ist, und welche darüber in das Gefängniss des genannten Grafen zu Wolfach und Husen gekommen sind, schwören Urfehde und geloben, wenn sie nicht hinter ihrem lieben Junker von Velsenberg auf seinen Gütern sitzen wollen, ihr „wäsen vnd wonung" mit Leib und Gut hinter genannten Grafen und der Herrschaft Furstenberg zu haben und insbesondere Leib und Gut nicht aus seiner Gnaden Oberherrlichkeit und Gerichten zu entführen. wStizsacMi >§£el& iiiiiiii iiiiiiii ^fl 152 1493. Geben vff Vnser lieben Frowen aubenfc der Liechtmeß 1493 '). Die Siegel (grün in Schüssel) der ehrsamen und festen Junker Martin von Blumnegk, (im Schild 3 Querbalken, dazwischen Feh; auf dem Helm Bischofsmütze; SS. tttctrti.......). Junker Jacob Munich von Eosen- berg (im Schilde ein Mönch auf dreigipfeligem Berge, in der r. Hand 3 Eosen, in der 1. einen Vogel haltend; auf dem Helme Mönchsrumpf; SS. iatob, mindj. xt. xofzbzvg.) und der Stadt Husen. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1) 1493, Jan. 24. Hanns Süm ab der Grub, von dem die Eede gegangen, er sei mit Virich Haini sei. oder etlichen seiner Helfer Claus Serern, Vogt im Kintzigental, bei Nacht in sein Haus gefallen, und der deshalb gegen den wohlgeborenen Herrn Wolfgang, Grafen zu Furstemberg, Landgrafen in Bare und Herrn zu Husen im Kintzigenthale etc., in Sorgen stehen mußte, ist darum mit seinen Gnaden gerichtet und schwört, gegen denselben, die Herren von Fürstenberg und die ihrigen in keiner Weise zu sein. Datum vf dunrstag nach st. Sebastions tag 1493. Das Siegel des festen Junkers Martin von Blumnegk vorne aufgedrückt. Pap. Or. Donaueschingen. B. 1493, Febr. 10. Altkirch. 163t König Maximilian, dem edeln , seinem lieben, getreuen Heinrich, Grafen zu Fürstennberg, seinem Rathe: Er hat ihm befohlen, eines Wechsels halber in Straßburg zu handeln; jetzt langt ihn glaublich an, dass 2000 Schweizer mehr, als er erwartet, anziehen und zu Salins der ersten Bezahlung ihres Solds warten. Thut er das nicht, so werden dieselben von Stund an zum König von Frannckreich und gegen ihn ziehen, woraus ihm ein merkliches Nachgeschrei, auch Zerrüttung all seines Vor- nehmens und unwiderbringlicher Schaden erwächst, dem er diesmals mit dem Geld, das zu Straßburg, wie Graf Heinrich weiß, vorzukommen hofft. Da also an dem Verzuge, wie derselbe selbst ermessen kann, sehr viel gelegen und keineswegs zu warten ist, bis das Geld von Augsburg komme, so schickt er dem Grafen abermals einen auf denselben lautenden Credenzbrief zu und erwartet von ihm als getreuem Unterthan, dass er mit dem Ammeister Jorger und, wenn ISloth, mit den von Straßburg ferner handle, ihnen erzähle, dass ihnen das Geld gewiß wiederwerde, und sie bitte, in Ansehung dessen, was ihm, dem König, daran liege, hierin gehorsam und gutwillig sich zu erzeigen. Geben zu Altkilch an sontag nach st. Appolonien tag, anno domini etc. 93, seiner reiche, des Romischen im 7. und des Hungrischen im 3. jähre. Das rückwärts aufgedrückte Siegel des Ausstellers fehlt. Pap. Or. Donaueschingen. B. 1493. 153 1493, März 28. 164. Graf Haynrich zu Fürstenberg und Landgraf in Bare stellt dem Hainricus Ziger, genannt Vogt, von Nidingen, der Priester werden will, einen Entlassungsbrief von der Leibeigensehaft aus. Geben am dornstag nach Vnser lieben Frawen tag Annunciationis 1493. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Staatsarchiv Zürich. 1493, Mai 16. Dingolfing. 165. König Maximilian an den edlen Heinrich Grafen zu Fürstemberg, seinen Rath: „wir haben dein schreiben vernomen vnd emphelhen dir, daz du dich mitsambt vn- serm hofgesind furderlichen gen Wells fliegest vnd daselbst vnsers weitern beschaids erwartest. Vnd nachdem wir etlich vnser hofgesind von Lanndshut gen Brawnaw zuziehen beschaiden haben, wellest, soferr du des an deiner vnd vnsers hofgesinds zerung emberen magst, dem genannten vnserm hofgesind, so gen Brawnaw zeucht, 50 fl. rhein. vnder wegen verordnen, damit sy auch zerung haben miig." Geben zu Dingelfingen an dem hl. Auffarttag anno etc. 93 etc. x ) 2 ). Spuren eines aufgedrückten rothen Siegels. Pap. Or. Donaueschingen. 1) 1493, Mai 22. (Linz) befiehlt König Maximilian dem edlen, seinem liehen, getreuen Heinrich Grafen zu Fürstemberg, seinem Käthe, 4 reisige Knechte seines (des Königs) Hofgesindes, gerüstet, gen Lynntz zu schicken, damit dieselben seines getreuen, lieben Paulsen von Liechtenstein, seines Hofmarschalks seiner Grafschaft Tirol fernem Befehl erwarten. Geben zu Lynntz an mitwochen vor dem hl. Phingstag, anno do- mini etc. 93, seiner Keiche, des Remischen im 8. und des Hungrischen im 3. Jahre. Das rückwärts aufgedrückte Siegel des Ausstellers zerbrochen. Pap. Or. Donaueschingen. 2) 1493, Juni 15. Linz, befiehlt König Maximilian demselben, jedem aus seinem Hofgesinde zu Wels bei Verlust von Leib und Gut zu verbieten, dem Weickhart Herrn zu Bolheim, zwischen welchem und den Bauern zu Lambach sich „ain aufrür begeben hat", wider letztere zu Hilfe zu ziehen, da er ersterem und seinen Gesellen verbot, wider genannte Bauern oder einen, der an der Sache betheiligt ist, mit der That oder sonst etwas vorzunehmen. Geben zu Lintz an st. Veits tag 1493. Das aufgedrückt gewesene königliche Siegel fehlt. Pap. Or. Donaueschingen. B. '■""■':' >»a«$3ä2ä3 mm . |* JMBiBi %&m IV 20 UhHHhH nnn| ii*kv.i'-ft ;: '';. ; •ife.:f'{' ; . SKR ■ ms 154 1493. 1493, Mai 18. 166. Hainrich und Wolfgang, Gebrüder, Grafen zu Fürstemberg und Landgrafen im Bare, an die strengen fürsichtigen ehrsamen vnd wisen Burgermeister und Rath der Stadt Zürich, ihre besonderen lieben und guten Freunde: verwenden sich für ihren Unterthanen Cläwi Ramhart von Sumpforen, dessen Bruder Herr Conrat Röttem- bacher zu Menidorf gestorben ist, damit das Erbe ohne Abzug ausgefolgt werde. Der Abzug falle demselben fast schwer, da sein „stubruder" viele Kinder verlassen, die noch zu erziehen seien. Geben an sampstag vor Exaudi anno 1493. Das Siegel des Ausstellers (stumpf). Pap. Orig. Staatsarchiv Zürich. 1493, Juni 27. 167. Jacob Fritsch ab dem Habpach, der „lachenstain" ') zu seinem Vortheile in die Güter seines Nachbars, des Schmiders, verrückt hat, deßhalb von dem Grafen Wolfgang zu Furstenberg, Landgrafen in Bare und Herrn zu Husen im Kintzigentale, gefangen genommen und zu Husen vor ein unparteiisches Gericht „vß den dryen stetten" gestellt worden, da's mit Recht erkannte, er habe solches seinen Gnaden mit seinem Leib und Leben zu bessern, den aber genannter Graf bei Leben gelassen hat, schwört Urfehde und gelobt, über den Necker zu gehen ivad bei einer Meile Wegs nie mehr in das Gebiet des genannten Grafen und seines Bruders, des wohlgeborenen Herrn Grafen Hainrichs von Fürstenberg etc. zu kommen. Geben vf dunrstag nach st. Johans Babtisten tag 1493. Die Siegel der festen Junker Cünradten von Velsenberg und Martin von Blumnegk. Perg. Or. Donauesehingen. B. 1) Grenzsteine. 1493, Juli 26. Linz. 168. Freiheitsbrief Kaiser Friedrichs für die Grafen Heinrich und Wolf gang von Fürstenberg. Wir Friderich, von gottes gnaden Romischer keiser, zu allen tzeitten merer des reichs, zu Hungern, Dalmacien, Croacien etc. kunig, hertzog zu Osterreich, zu Steyr, •■-■V^ "''■"■■" " J -" "■■"-;.* '■ gSsEa^ 1493. 155 zu Kernndten vnd zu Crain, graue zu Tirol etc. bekennen li offennlich mit disem brieue vnd tun kundt allermenigclich, das vns die edlen, vnser vnd des reichs lieben ge- trewen Heinrich vnd Wolfganng, gebruder, grauen zu Fursternberg vnd lanndgrafen in Bar, diemuticlichen haben anrirffen vnd bitten lassen, das wir II inen alle vnd yglich ir gnad, freiheit, recht, brief, priuilegia, hanndtuesten, alt herkumen vnd gut gewonn- heit, so sy vnd ir vorfordern von vns vnd vnsern vorfarn, Römischen keisern vnd kunigen, vnd dem heiligen reiche redlich erworben vnd herbracht haben, zu uernewen, zu confirmiren vnd zu bestetten vnd mit den hernachgeschriben gnaden vnd freiheitten zu begaben vnd zu fursehen gnedigclichen geruchten. Des haben wir angesehen solich ir diemutig bete, auch die annemen, getrewen vnd nutzlichen dinst, so sy vns vnd dem heiligen reiche offt willigclich getan vnd hinfur wol tun mugen vnd sullen, vnd darumb mit wolbedachtem mute, gutem rate vnd rechter wissen denselben Heinrichen vnd Wolfganngen, grauen zu Fursternberg, vnd iren erben alle vnd yglich ir vorge- melt gnad, freiheit, recht, brief, priuilegia, hanndtuest, allt herkummen vnd gut ge- wonnheit, die sy, als vorsteet, redlich erworben vnd herbracht haben, in allen vnd yglichen iren worten, clausein, stucken, puncten, artickeln, innhaltungen, meynungen vnd begreiffungen als Römischer keiser gnedigclich vernewet, confirmirt vnd bestet, vnd darzu aus vrsachen, vns durch sy furbracht vnd darzu bewegende, dise gnad vnd freiheit getan vnd gegeben also, das sy vnd ir erben das lanndgericht, so sy bißher in iren slossen vnd stetten Fursternberg vnd Gysingen gehabt, nu furbaßhin an den ennden, da inen das in der berurten grafschafft Fursternberg am pessten fuget, legen vnd mit richtern vnd vrteilsprechern aus iren vnderthanen, die darzu vernunftig, schicklich vnd gut sind, so offt not sein wirdet, nach irem gefallen besetzen, vnd dieselben richter vnd vrteilsprecher macht haben, neben anndern henndeln, darinne inen zu richten geburet, todsieg, so in der gemelten grafschafft besehenen, zu rechtfertigen, vnd nit schuldig sein sullen, die für aundere seine gericht vnd ennde in derselben grafschafft vnd iren gebieten, da solich todsieg volbracht werden, zu weisen, vnd wann dieselben richter vnd vrteilsprecher gemeinlich oder sunderlich aus irer notdurft auf- steen, wider nyder zu sitzen vnd dem rechten, wie sich getzymmet, außzuwarten vnd darinne einich gewonnheit, so bißher an dem ytzberurten lanndgericht gehalten worden ist, nit irren noch verhindern sull; das auch die egenannten grafen von Fursternberg vnd ir erben, wann vnd alß offt inen das vber kurtz oder lanng fuget, ir zoll, so sy in der gemelten grafschafft Fursternberg vnd anndern iren gebieten haben, nach irer notdurft vnd wolgefallen an anndere ennde in iren gebieten legen vnd die daselbs einnemen lassen in aller massen vnd gerechtikeit, sy an den ersten orten gehabt vnd eingenomen haben; doch so sy den an einem ennde nemen, dieselben an anndern enn- 20* Ttt ■frjifr. np $rW Wasxm SSäKflfc? ffltS B bSSSSm -■WA ■jfl &3£ ^?£&&ä SKI ■ WSm ilwsxixBiffligm 156 1493. den nit zu besweren. Ernewen, confirrniren, tun vnd geben inen solich vorgemelt gnad vnd freibeit, alles von Romischer keiserlicber macht volkumenbeit wissenntlich in crafft diß briefs vnd meynen vnd wellen, das sich nu furbaßhin die genannten grauen von Furstemberg vnd ir erben solicher gnaden, freiheitten, recht, brief, priui- legien, hanndtuesten, alten herkummen vnd guten gewonnheit gebrauchen, geniessen vnd genntzlich dabey beleiben sullen vnd mugen, von allermenigclich vnuerhindert, vnd gebietten darauf allen vnd yglichen churfursten, fursten, geistlichen vnd weltlichen , prelaten, grauen, freyen herrn, rittern , knechten , haubtlewten, vitzthumben, vogten, pflegern, Verwesern, ambtlewten, schultheissen, burgermeistern, richtern, reten, burgern vnd gemeinden vnd sunst allen anndern vnsern vnd des reichs vnderthanen vnd getrewen, in was wirden stattes oder wesens die sein, ernstlich mit disem brieue vnd wellen, das sy die vorgenannten Heinrichen vnd Wolfganngen, grauen zu Furstemberg , ir erben vnd die iren bey den vorgeschriben iren gnaden, freiheitten, rechten, brieuen, priuilegien, hanndtuesten, alten herkummen vnd guten gewonheiten, auch diser vnser keiserlichen ernewung, confirmacion vnd bestettung on eintrag gerulich beleiben, nutzen, niessen vnd gebrauchen lassen vnd daran nit irren noch verhindern noch ymannds annderm zu tund gestatten in dhein weise, als lieb einem yglichen sey vnser vnd des reichs swere vngnad vnd die pene, in den vorberurten iren briefen vnd priuilegien begriffen, vnd darzu ein sunder pene, nemlich funftzigk marck lottigs goldes zu uermeiden, die ein yeder, so offt er freuenlich hiewider tette, vns halb in vnser vnd des reichs camer vnd den anndern halben teile den obbestimbten grauen von Furstemberg vnd iren erben vnableßlich zu betzalen verfallen sein sol. Vnd damit denselben grafen von Furstemberg vnd iren erben an den vorgemelten iren gnaden, freiheitten, rechten , brieuen , priuilegien , hanndtuesten, alten herkummen, guten ge- wonnheiten vnd disen vnsern new gegeben gnadenn vnd freyheitten dest mynder abbrach , Verletzung oder schaden beschehe, haben wir inen darüber zu vnsern keiserlichen comissai'ien, richtern vnd conseruatorn gesetzt vnd geordent die erwirdigen vnd ersamen vnser fursten vnd lieben andechtigen, die bischoff vnd thumbprobst der stifft Straßburg, Costentz vnd Basel, so yetzuzeitten sein, vnd inen vnser macht vnd ge- walt gegeben, das sy samentlich vnd ir yeder in sunderheit, welicher mit disem vnserm keiserlichen brief ersucht wirdet, die vorgenannten von Furstemberg vnd ir erben auf ir anruffen von vnser vnd des heiligen reichs wegen dabey hanndthaben, schützen vnd schirmen vnd alle die, so dawider tetten oder sich den vngehorsam vnd widerwertig erzeigten, an vnser vnd vnser nachkummen am reiche stat rechtlich für sich heischen vnd laden vnd auf solich freiheit, recht, brief, priuilegia vnd hanndtuesten vnd die pene darinne begriffen, souil die genannten von Furstemberg die zu M^BM 1493. 157 irem teile beruren, mit recht volfaren vnd procediren, als sich nach ordenung des rechtens zu tunde geburet vnd notdurftig sein wirdet, vnd sich des nit setzen noch widern noch ir einer auf den anndern hierinne weiger noch verziehe; daran tun sy vnser ernstlich meynung. Mit vrkundt diß briefs besigelt mit vnserm keiserlichen aohanngendem insigel. Geben zu Lynntz am sechßvndzweintzigisten tag des monets July nach Cristi gepurde viertzehenhundert vnd im dreyundnewntzigisten, vnser reiche, des Romischen im vierundfunftzigisten, des keiserthumbs im zweyunduiertzigisten vnd des Hungerischen im funfunddreissigisten iarenn. Ad mandatum domini imperatoris proprium. Auf der Aussenseiie: Eegistrata Sixtus Oelhafen. Anhangend das große kaiserliche Siegel. Perg. Or. Donaueschingen. "'■"■■ i 1493, Juli 21. 169, Lehenbrief Kaiser Friedrichs über die Grafschaft Fürstenberg und die Hohenklingen'sehen Lehen für die Grafen Heinrich und Wolf gang zu Fürstenberg. Wir Friderich *) etc. bekennen offennlich mit disem brief vnd tun kund aller- menigklich, das vns der edel vnser vnd des reichs lieber getrewer Heinrich graue zu Furstenberg vnd lanndtgraue in Bar diemütigklichen hat angerüffen vnd gebeten, daz wir im als dem eltisten von sein selbs vnd Wolfgangen grafen zu Fürsteinberg, sems bruders wegen, die grafschafft Fürstemberg vnd alle vnd yegliche stückh vnd gütter, so weilend die von Hohenklingen von vns vnd dem heiligen reiche zu lehen innge- hapt, mit allen vnd ir yedes weittin, herlicheitten, hohen vnd nidern gerichten, lanndt- gerichten, gerichtzzwengen, mannschafften, eigenschafften, lehenschafften, freyheitten, jarmerekten, wochenmerekten, zollen, gleitten, ertzten, perckwerekhen, wildpennen, rennten, zynnsen, nützen, gülten, güttern vnd zügehörungen, so von vns vnd dem heiligen reiche zülehen rüren, vnd von weilend Heinrichen grafen zu Fürstemberg vnd lanndtgrafen in Bar, seinem vetter, erblich auf ine vnd den genannten seinen brüder knmmen vnd gefallen wem, vnd im als dem eltisten zuemphahen gebürten, zulehen zuuerleyhen gnedigklich geruchten. Des haben wir angesehen solich sein diemütig zimlich bete, auch die annemmen vnd getrewen dinst, so er vns vnd dem heiligen reiche offt willigklich getan hat, vnd hinfür in künftig zeit wol tun mag vnd sol, vnd dar- umb mit wolbedachtem mute, gutem rate vnd rechter wissen demselben graf Hein- fmtmm ■ (■■.,. aro» a»8 m ■■i HS 158 1493. riehen als dem eltisten von sein selbs vnd des vorgemelten graf Wolfganng seins brüders wegen, die obberurten grafschafften Fürstenberg vnd alle vnd yeglich stückh vnd gütter, so weilend die genanten von Hohenkling von vns vnd dem heiligen reiche zulehen gehapt, mit allen vnd ir yedem weittin, herlicheitn, hohen vnd nidern ge- richten, landtgerichten, gerichtzzwengen, mannschafften, eigenschefften, lehenschafften, freyheitten, jarmerekten, wochenmerekten, zollen, gleitten, wildpennen, rennten, zynn- sen, nützen, gülten, gutern vnd zugehörungen, wie die weilend ire vorfordern, vnd der obbestympt graf Heinrich, ir vetter, von vns vnd dem heiligen reiche zulehen inn- gehapt, besessen vnd herbracht haben, vnd von denselben erblichen auf sy komen seyn, zulehen gnedigklich verlyhen, leyhen irae die auch von Römischer keiserlicher macht wissenntlich in crafft diß briefs, was wir ine von billicheit vnd rechts wegen daran zuverleyhen haben, die nu furbaßhin von vns vnd dem heiligen reiche in lehenß- weise innzuhaben, nützen, nyessen vnd zugebrauchen, von allermenigklich vnuerhin- dert, doch vns vnd dem reiche an vnsern vnd sunst menigklich an seinen rechten vnuergriffenlich vnd vnschedlich. Der obgenant graf Heinrich von Fürstenberg hat vns auch darauf als der eltist von sein vnd des genannten seins brüders wegen, ge- wöndlich glübd vnd eyde getan, vns vnd dem reiche getrew, gehorsam vnd gewertig zuseien, zudienen vnd zütünd, als sich von solicher lehen gebürt, vngeuerlich. Vnd gebieten darauf allen vnd yeglichen der vorgemelten grafschafft Fürstemberg lehenmannen, vnderthanen vnd getrewen, das sy den obgemelten graf Heinrichen von sein, vnd graf Wolfganngen seins brüders wegen als irem rechten herrn gewöndlich huldi- gung, eyde vnd gehorsam tun, als sich gebürt, auch allen vnd yeglichen fürsten, geistlichen vnd weltlichen prelaten etc. von Römischer keiserlicher macht, ernstlich vnd wellen, das sy dieselben grafen zu Fürstemberg an den obbestympten vnser lehenschafft nit irren noch verhindern, sünder sy der, als obsteet, gerüblich gebrauchen vnd geniessen lassen, vnd von vnser vnd des heiligen reichs wegen dabey handthaben, schützen vnd schirmen vnd hiewider nit tön noch yemands zütünd gestatten in dhin weise, als lieb einem yeglichen sey, vnser vnd des reichs vngnad vnd dartzü (sie) zu- uermeyden; daran tun sy vnser ernstlich meynung. Mit vrkund diß briefs, besigelt mit vnserm keiserlichen anhangendem innsigel, datum Lynntz, am dreyundzweintzigisten tag des maneds July 1493. Aus dem Beichsregistratur-Bucb, Band W, fol. 75, mitgetheilt von Wien. 1) Kaiser Friedrich starb am 19. August dieses Jahres; bei seinem Begräbnisse in Wien führte bei der das Reich vertretenden Abtheilung Graf Heinrich von Fürstenberg das Pferd nach. Schiffers Colleetaneen v. 1668, VII, 510. München, Hof- und Staatsbibliothek. ÄW M 1493—1507. 159 170. Wolfgang Graf zu Furstenberg etc. verkauft dem ehrsamen Andres Kotzen, der Zeit seinem Schreiber, 5 fl. jährlichen Zins von Schenckenzell, fällig von Gangolf und Küngund, Herrn und Frau zu Hohengeroltzegk, seinem lieben Vetter und Muhme, der von Michel Schäffer, Koch genannt, gegen ein Leibding an den Grafen gekommen ist (Schaffers Hauptbrief darüber gegen Gangolf und Koch von Hohengeroltzegk datirt von 1491, Sept. 14., gutemtag nach Vnser lieben Frowen tag Natiuitatis), um Güter und Zinsen im Kürtzenbach, Fronbach, Langenbach und Milenbach, die Kotzen von seiner ehelichen Hausfrau erblich angefallen, zum Theil auch erkauft sind. Geben vff zinstag vor st. Bartholomeus tag 1493. Die Siegel des Ausstellers und seines Bruders, des Grafen Hainrich, fehlen. Perg. Or., durchschnitten. Donaueschingen. 1493, Sept. 15. — 1507, Jan. 23. 17 !• Jagdlicenzen auf fürstenbergischem Jagdgebiete. a. 1493, Sept. 15. Jacob und Erhardt, Gebrüder, Grafen zu Thengen, bekennen, dass ihnen Wolfgang Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bare, ihr lieber Vetter, im Namen seines Bruders, Grafen Hainrichs von Furstenberg, Landgrafen in Baare, ihres lieben Vetters, gestattet habe, „an Staya rören vnd an Bündtlen" zu jagen, jedoch auf Widerrufen. Vff sontag nach des hl. Creütz tag Exaltationis, anno 1493. Dem Originale drückten die Aussteller ihre Siegel auf. Pap. Cop. des 17. Jahrhunderts. Donaueschingen. B. b. 1501, Sept. 18. Conrat, Kitter, und Burckhart von Schellemberg zu Hüfingen, Gebrüder, bekennen, dass ihnen und ihren Nachkommen der wohlgeborene Herr Wolfgang, Graf zu Furstenberg, Landgraf in Bare, der römischen königlichen Majestät Cammerer und Landhofmeister zu Wirtemberg, ihr gnädiger Herr, aus Gnaden und auf beliebiges Widerrufen das Hochgewild, als Hirsche, Behe u. dgl. zu jagen erlaubt habe, nämlich in folgenden Wäldern und Feldern: „das Wygenmar than, den Lupferberg, an Biethern, das Emynger than, Klenger holtzer, Sfainrören vnd an Hymlen, an Bütin, Hufinger löher vnd an Teggen Buschen." Geben vff sambstag vor st. Matheus des hl. appostels vnd ewangelisten tag 1501. Die Siegel der Aussteller. Perg. Or. Donaueschingen. B. c 1502, April 25. Wilhelm von Graffneckh, Vogt zu Tuttlingen, bekennt, dass ihm Graf Wolf von Furstenberg, Landgraf in Bare etc. aus Gnaden und stets widerruflich vergönnt hat, in seinem Forst zu jagen, nämlich „am Coppnang (sie) vnd von der Haiigen thal hinuff biß vffs Hochsgestreß vnd das Hochgestreß hinuß biß an Landgraben, was in dem gezürgekh biß an Pfaifenbach gelegen ist, vff die rechten hand." Geben vff monthag nechst nach st. Jörgen deß hl. ritters thag 1502. Das Orig. siegelte der Aussteller. Pap. Cop. des Notars Conrat Nellinger, 16. Jahrhdt. Donaueschingen. B. d. 1502, Juni 24. Bernhart von Klingenberg bittet den edlen und festen Lux von Beuschach, Obervogt der Grafschaft Fürstenberg, seinen guten Freund, als Amtmann seines Herrn ihm zu gestatten, ein Wildpret .,'V: —'^ tJPf V ■' ■ ^ BS&flSöS WBBBBmBm 160 1493. am Koppenhain oder Orenberg oder Hattingerberg jagen zu dürfen. Datum st. Johannß, deß theuffers thag 1502. Pap. Cop. des Notars Conrat Nöllinger, 16. Jahrhdt. Donaueschingen. B. 1505, Sept. 17. Hannß von Karpfen, Vogt zu Thuttlingen, ersucht Wolfgangen Grafen zu Fursten- berg, Landgrafen in Bare etc., der ihm schon vor etlichen Jahren aus Gnaden bewilligt hat, am Schacken '), am Lupferberg, am Copnang und am Eerenberg, so weit seiner Gnaden Forst reicht, bis ins Bappenthal das Waidwerk zu treiben, dass er auch an Riethern jagen dürfe. Datum mittwochen vor Mathei 1505. Pap. Cop. des Notars Conratt Nellinger, 16. Jahrhdt. Donaueschingen. B. 1) 1493, (wahrscheinlich Aug. 5.), vfi Vnser lieben Frowen tag, schrieb Hanß Wirtenberger zu Karpfen dem Grafen Wolfgang: Latzarus von Süntha, Obervogt im Spaichinger Thale, und Hanß Erni, Forstmeister, hätten nach seiner Befugniss am Seittingerberg und am Schecken zu jagen gefragt, darauf habe er geantwortet, am Seittingerberg hätten seine Vorfahren, Burgvögte zu Karpfen, lange Zeit her gejagt, im Holze Schecken, das in den Porst der Herrschaft Fürstenberg gehöre, habe ihm Wilhalm von Nennegk erlaubt zu jagen. Darauf seien beide wieder gekommen und haben ihm im Namen des Herrn von Zollern verboten an beiden Orten zu jagen, da sie in den österreichischen Forst gehören. Er aber habe geantwortet, der Herr von Zollern habe ihm hier nichts zu verbieten; werde ihm aber die Jagd vom Grafen Wolfgang verboten, so werde er sie lassen. Er sei Willens, morgen, Zinstag, am Seittingerberg zu jagen und bitte um Rath, wie er sich darin halten solle. Copie des 18. Jahrhunderts, beglaubigt vom Notar Ca- sparins Burgknecht. 1506, Febr. 4. Jörg von Reckenbach, Obervogt der Grafschaft Fürsternberg, schreibt an Erhardt Grafen von Neuenbürg und Herrn zu Thengen: Sein gnädiger Herr, Graf Wolfgang, findet, dass der Anlass, den zwischen ihm und Grafen Erhardten auf Abkündigung Graf Hamrieh zu Lupfen der Irrungen des Jagens und Hagens halber an etlichen Wäldern und Oertem gegründet hat, ihm an seiner Obrigkeit zu Abbruch gereichen würde, wenn er denselben „also lang" bewilligte. In dessen Auftrag kündet er, Obervogt, deßhalb dem Grafen Ehrhard das Hagen und Jagen ab „an Thennger Egk, am Braittental vnd was darzu gedienen", das der genannte Anlass demselben zugibt, und Graf Wolfgaug bisher vergönnt hat, heißt ihn die etwa dort errichteten Hage abschaffen und sich des Hagens und Jagens an den Enden fortan gänzlich enthalten '). Datum mitwochen nach Vnser frowen Liechtmeß tag 1506. Pap. Cop. Donaueschingen. B. 1) Wegen des Jagens und Hagens an diesen Orten lagen die Grafen von Füratenberg und Thengen seit langer Zeit in Streit, von dem aber erst von 1503 an Akten vorliegen. Während jene nämlich die Jagd an den genannten Orten als Zugehörde ihrer Grafschaft betrachteten, behaupteten diese, sie besäßen dieselbe seit unvordenklichen Zeiten zu Recht. Der Streit wurde von Grafen Heinrich von Lupfen 1505, am Freitag vor st. Margarethen Tag (Juli 11.) dahin verglichen, dass Graf Erhart von Thengen die Jagd am Thenngeregk »bis an das tal, so von Kumin- gen gen Rietheschingen gät, vntz an die Aytrach«, als fürstenbergisches Gnadenjagen bis auf Abkündigung des Grafen Wolfgang zu genießen habe, dass aber dieser Vergleich den Rechten beider Theile unschädlich sein solle. Als Graf Heinrich von Lupfen aber nach einiger Zeit Grafen Erhart von Thengen anging, seinen Narren dem Grafen Wolfgang zu überlassen, wofür er ihm ein Pferd und seiner Gemahlin ein Kleinod zu verschaffen versprach, so benützte derselbe sogleich diese Gelegenheit, um zur Anerkennung seiner Ansprüche zu kommen und bot dem Grafen Wolfgang diesen Narren, obwohl ihm derselbe selbst lieb sei, umsonst an, wofern er ihn nur in seinem Jagdrechte ungeirrt bleiben lasse; 1505, Zinstag nach Allerheiligen (Nov. 4). Allein darauf ging Graf Wolfgang nicht nur nicht ein, sondern ließ durch das Schreiben vom 4. Febr. 1506 dem vorerwähnten Vergleiche gemäß die Jagd am Thengereck dem Grafen Erhart aufkündigen. Da aber letzterer auf das Herkommen sich stützte und fortfuhr, dort zu jagen und zu hagen, so kam es nicht nur zu scharfen, sich gegenseitig Rechtsverletzung vorwerfenden Schreiben beider Theile und zu Drohungen von Seiten des fürstenbergischen Forstmeisters Schmeltz, welcher im Wirthshause zu Donauesclringen z. B. geäußert haben soll: »Die von Tengen syend boß puren, sy gangend mit iren büchsen daraffter, er werde sy vnange- sprengt nit laussen«, sondern auch (noch 1506) zu Thätlichkeiten. Die fürstenbergischen Amtleute zerstörten nämlich In mmmmmt ^ H SaSE* $£9 S-1,'^5 E^m ^gjgfes jysij 5tj? »Sgl MiKS m 1493—1494. 161 Nachts die Häge des Grafen Erhart am Thengereck und nahmen vier Knechte desselben gefangen, wogegen auch dieser Grafen Wolfgangs Armenmann Wolf Oheim und Peter Kellern , den Schuldheissen von Geisingen in Thengen festnehmen Hess. (Nach Schreiben vom Samstag nach Martini [Nov. 14.] und Zinstag nach Ottmari [Nov. 17] 1506.) TJeber das Ende des Streites ist nichts bekannt. (Donaueschingen, Pap. Or. und Cop. 10 Stücke.) B. 1507, Jan. 23. Hanns Hainrick von Clingenberg zu Meringen bekennt, dass ihm Wolfgang Graf zu Fürstennberg etc. aus besondern Gnaden und stets widerruflich vergönnt bat, in seiner Gnaden Obrigkeiten und Wildbännen im Namen seiner Gnaden und der Grafschaft Furstenberg zu jagen und das Waidwerk zu treiben, nämlich „an der Ainödin, am Pfaffenbracht, am Hattinger berg, am Üerenberg vnd am Koppenhaim, ouch am Sytinger berg", so viel der Graf an demselben Gerechtigkeit hat, und sonst an keinen andern Orten, was des Grafen Vordem den seinigen auch etwan erlaubt haben. Wird ihm jedoch diese Gunst abgekündigt, so soll ihm das an seinen Hölzern, Zwingen, Bannen, altem Gebrauche und Gerechtigkeiten unschädlich sein. Geben vff samstag nach st. Sebastions tag 1507. Das Siegel des Ausstellers (grün in Schüssel; Schild getheilt; auf dem Helm Kissen, darüber Ead; Ijana ... tüngeber..). Perg. Or. Donaueschingen. B. ■ msm 1493, Okt. 31. 172. Virich Henndtmann von Amarütt in Ymenstetter Pfarrei, Englin, seine Hausfrau, und Cünrat, sein Sohn, jetzt sesshaft zu Vffhan, verkaufen dem Grafen Hainrich zu Furstenberg etc. für 31 Pfund 10 Schillinge Heller Landeswährung einen jährlich auf St. Gallen Tag fälligen Zins von 31 Schillingen 6 Hellern. Geben am dornstag vor Allerhaylligen 1493. Die Siegel der edlen und festen Jungkher Burgkharten von Schellenberg zu Hüffingen und Berch- toldt Stähelin zu Prülingen. Perg. Or. Donaueschingen. 1494, Febr. 5. 173. Wolfgang Graf zu Furstenberg etc. hat nach altem Herkommen der Grafschaft Fürstenberg und seiner Vordem, Herren zu Furstenberg, so Wolfach ingehabt, aus seiner Oberkeit über die Pfarrkirche daselbst einen Kirchherrn zu erben und desshalb des jetzt verstorbenen Kirchherrn Herrn Burckhart Krencklis sei. *) hinterlassenes Gut zu seinen Händen gebracht. In Anbetracht demüthiger Bitte und seiner vergangenen Dienste 2 ) entschlägt er sich jedoch desselben zu Gunsten der Söhne des Pfarrers, Mölcher, Gabriel und Ambrosius als unerzogener Kinder und, „wo sy nit enweren", deren Mutter; doch sollen dieselben in seiner Herrschaft sitzen bleiben. Geben vff st. Agthen tag 1484. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. IV. 21 J8ää3s • ■ ■ l 162 1494. 1) Dessen Nachfolger in der Pfarrei Wolfach war Franciscus Behemm, praesentirt vom Grafen Wolfgang, wie der lateinische Investiturbrief des Bischofs Thomas von Constanz für denselben von 1493, Aug. 15. (Perg. Or., Siegel fehlt, Donaueschingen) zeigt. 2) Auifälligerweise nicht mit Rücksicht auf den folgenden Gunstbrief: 1487, Juli 17. (zinstag vor st. Marienmagdalenen Tag) verzichtet Graf Hainrich zu Fürstenberg etc. für sich, seine Erben und Nachkommen auf das Erbe des ehrsamen Herrn Burckharten Krencklin, derzeit seines Kirchherrn zu Wolfach, falls derselbe auf dieser Pfarrkirche oder einer andern Pfründe in des Grafen Landschaft mit Tod abginge, aus sondern Gnaden und seines Verdienens und unterthänigen Dienstes willen. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. 1494, Febr. 11. 174. Wolfgang Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husen im Kintz- igental, leiht den erbern Jacoben vor Seebach, Hainrich Angst, Hanns Härder, Gaberiel Münser und Jörg Härder, alle zu Rippoltzow gesessen, und deren Erben, die hinter ihm und seinen Erben in seiner Herrschaft sitzen werden, und keinem außerhalb, alle seine eigenen Wälder „zu hartzen vnd zum hartz gewerb zugebrauchen", welche auf und in dem obern Aigen zu Rippoltzow gelegen sind, weit und breit, nämlich alle Wälder, „so da ligend innerhalb Petter Dricken lehenschafft, so im vßgelächnot sint, strecken herab gegem Seebach vnd Rippoltzowe vnd dann für aber vff beid sidten biß an der herrschafft Romberg wähle, die Grienmicheln vßgezaichnet sint." Alle in diesem Zirkel gelegenen Wälder und besonders „die fachten böme, die syen groß oder ciain", mögen dieselben und ihre vorgenannten Erben fürder „brechen, buwen, nützen, vben, büwen vnd innhon zum hartzen." Er behält aber für sich und seine Erben vor alle seine Obrigkeit, Herrlichkeit, Wun und Waide und Stockrecht; er und die seinen sind also berechtigt, Pichten, Tannen und anderes Holz, es sei gebrochen oder nicht, in den Wäldern zu verkaufen, abzuhauen und hinführen zu lassen „vmb stocklow", „aber es sol dennocht inen mit geverden kainer hartz nemen, noch daran schaden ton , dann schlechtlich was der lotbom vnd die agst hinnemmen, sollen sy nit irren; was ainer ouch also in den weiden abhowt, das soll er enweg füren on all geuerde." Er, Graf Wolfgang, bekommt von denselben jährlich auf Martini zu Zins 2V 2 fl. rh. oder lOVa ß Strasburger Pfennige an Münze für einen Gulden. Was sie also an Harz machen, sollen sie vor seine drei Zölle herab zu Markt führen und keines „vber die egken vß verkoffen", außer mit seinem oder seiner Amtleute Wissen und Willen; wollen sie aber etwas „vber die egk vß" verkaufen, so sollen sie es seinem Vogte zu Ripoltzow bei Glauben vorbringen und mit ihm die Zahl der Zentner verzeichnen; für jeden Zentner Harz, den sie also verkaufen, sollen sie zu Wolfach an seinem Zoll 9 üi Um ■hhhhm 1 :'■■ ■ ■ ' ' P^^^WEB 1 9 ' ' 1 . : 1 ■ ' 1494. 163 1 3\, zu Husen 2 ^ und zu Haslach 1 ^ geben, also vom Zentner zusammen 4 ^; höher sollen sie aus besondern Gnaden mit Zöllen nicht beschwert werden, mögen sie „vber die ecken vß oder für die zoll das tal herab" fahren. Jeder der Berechtigten darf seinen Theil an dieser Lehenschaft jederzeit mit seinen Lehengütern verkaufen, will aber einer seinen Theil „sunst" veräußern, so muß er seinen Mitgemeindern, seinen Gesellen, die sonst Theil da haben, den Vorkauf lassen und darf denselben nie einem Fremden zu kaufen geben. Sie haben gelobt, seinen Nutzen zu fördern, Schaden zu warnen und was sie in den Wäldern Unrechtes finden, ihm das vorzubringen und die Missethäter auszuantworten; soferne ihm „etwas mercklichs darvß gienge", will er das in Gnaden gegen sie am Zins erkennen. Geben vff zinstag vor Inuocauit 1494. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donauesckingen. B. 1494, März 17. Innsbruck. 175. Henricus (de) Fürstemberg comes ist Zeuge in dem Lehensbriefe König Maximilians für Marie, „tutrix, curatrix et gubernatix" des Fürstenthumes Montferrat. Datum in oppido nostro in Inspruck die 17. mensis Martii anno 1494. Lünig, Codex Italiae diplomaticus, I, p. 1410. 1494, Sept. 4. 176. Hainrich Graf zu Furstenberg und Landgraf in Bare etc. leiht Hansen von Rischach zu Engen „das wasser der Aythern von dem dorf Husen an der Tonow vntz geen Nüwbrunnen der mully vnd an der von Höwdorf wasser" und einen. Hof zu Pforren, den Burgklin Myner gebaut und die von Aytlingen ingehabt haben, als rechtes Lehen von der Grafschaft Furstenberg '). Geben am dornstag nach st. Verena tag 1494. Das Siegel des Ausstellers verletzt. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1) Vergl. oben, Bd. III. Nr. 220 und die Anmerkungen. 21 Wm> ^i£ /: U%^- m ■*«**«««*****| 164 1494. 1494, Sept. 30. 177. Hanns von Hüfingen, genannt Schulthais, Ritter, verkauft unter Vorbehalt des Wiederkaufsrechtes für sich und seine ehelichen Leibeserben dem wohlgeborenen Herrn Grafen Wolfgang zu Furstenberg etc. um 400 Gulden rhein., über deren Empfang er quittirt, alle seine Stücke und Gerechtigkeiten im Bann zu Pforren, nämlich den vierten Theil an dem großen Kornzehnten daselbst und „on mittel" den kleinen Zehnten daselbst halb, so Lehen sind von dem Abt Gotharten von St. Gallen 1 ). Geben vff zinstag nach st. Michels des hailigen ertzengels tag 1494. Die Siegel des Ausstellers (grün, Bruchstück) und seines Vetters, des festen Hansen von Reckenbach (grün in Schüssel, wie oben). Perg. Or. Donaueschingen. 1) Ueber die Besitzungen des Klosters St. Gallen in der Baar vgl. Meyer von Knonau in den Mittheilungen z. vaterländ. Gesch., herausgeg. v. hist. Verein in St. Gallen, Neue Folge, III, 174 flgd. 1494, Okt. 10. Hausach. 178. Wolfgang Graf zu Fürstenberg schreibt dem hochwürdigen Fürsten, dem lieben Herrn, Bischof Thoman von Costentz: seines Bruders und seine Amtleute haben bei Oberflacht in ihrer Landgrafschaft einen „verlüncban" (sie) um Sachen, die das Male- fiz berühren, zu Händen genommen und mit ihm nach Gebühr handeln lassen, worauf er, der Bischof, Jörgen von Göwberg vor seinen Hauptmann geladen habe; das befremde ihn nicht wenig, weil an jenem Orte ihm und seinem Bruder solche Misse- thäter zustehen und dies in ihre hohen Gerichte und die Landgrafschaft, die sie vom hl. Reiche zu Lehen haben, gehöre; der Bischof möge deßhalb sein Vornehmen gegen Jörgen von Göwberg abstellen; meine er aber an genanntem Ende Gerechtigkeit zu haben, was er, Graf Wolfgang, jedoch keineswegs zugebe, auch bisher von des Bischofs Vorfahren „vertragen pliben", so wolle er und sein Bruder ihm vor der kaiserlichen Majestät, von der die betreffende Obrigkeit an sie gekommen, Rechtens sein. Bittet um umgehende schriftliche Antwort*). Datum Husen im Kyntzigetbal, am frytag nach Dionisy, anno 94. Pap. Concept. Donaueschingen. B. 1) 1494, Okt. 14. (zinstag vor Galli) antwortet Bischof Thoman aus Costenntz: da Jörg von Göberg in seiner, seines Stifts und seiner Dompropstei Obrigkeit, Herrlichkeit und Gerechtigkeit einen Missethäter eigenmächtig gefangen und ohne sein Wissen wiederum entlassen habe, habe er ihn vor seinen Hauptmann fordern lassen, „deßhalben vor im gescheen zelassen, was billich vnd recht syg." Pap. Or. Donaueschingen. B. 1494—1495. 165 1494, Nov. 13. Villingen. 179. Conrad Stähelin von Stockburg, Burgermeister, Haus Hermann, alt Burgermeister, und Hans Sutor, alt Schuldheiß zu Villingen, vermitteln als Tädingsmänner einen Vergleich über streitige leibeigene Leute im Vehrenbach und Glaßhof zwischen Abt Georg zu St. Georgen und Grafen Heinrich zu Fürstenberg, dessen Anwälte Conrad Schellhorn, Vogt zu Newenfürstenberg, Hans Kuch, Landschreiber zu Fürstenberg, und Lux der Vogt zu Emmingen bei der Tagsatzung zu Villingen erschienen. Villingen dornstag nach Martini. Regest in den St. Georger Jahrbüchern, Bd. IX. ad ann. 1494. Karlsruhe. 1495, Jan. 16. 180. Hainrich und Wolfgang, Gebrüder, Grafen zu Fürstenberg und Landgrafen in Bare, geben dem edlen und festen Hanns von Almsbouen zu Ymendingen, ihrem Bürgen bei dem edlen strengen Herrn Hanns Dietrich von Blümnegk, Ritter, um 80 fl. rhein. jährlich auf st. Hylaryen, den 20. Tag nach Wyhnechten, von ihren Steuern, Nutzen und Gefällen zu Lentzkirch fälligen und mit 1616 fl. ablösbaren Zins einen Schadlosbrief. Geben am nechsten frytag nach st. Hylaryen tag 1495 *). Die Siegel der beiden Aussteller. Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1494, Nov. 16. gab Wolfgang Graf zu Furstenberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husen im Kintzigental, den Bürgern zu Husen und seinen lieben getreuen, dem Schuldheiß, Gericht und Gemeinde allda, seinen Mitschuldnern gegen den ehrsamen Jacob Mügen, Bürger zu Straßburg, um 18 fl. Zins und 400 fl. Hauptgut, einen Schadlosbrief. Geben an st. Otmars tag 1494. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1495, März 16. Tübingen. 181. Eberhard Graf zu Wirtemberg und Herr zu Mumpelgart etc. der ältere bestellt seinen lieben Oheim, Wolfgang Grafen zu Fürstemberg und Landgrafen in Bar, auf 8 Jahre zu seinem Rath und Diener mit einem jährlichen Sold von 200 Gulden rhein. Zu den Zeiten, wo er im Dienste königlicher Majestät ist, soll er dennoch mit einem Edelmann und 10 Pferden seinen Dienst gegen den Grafen erstatten 1 ). Geben zu Tuwingen vff montag nach dem sontag Reminiscere 1495. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Stuttgart. UM H^HB 1 WSBHm 166 1495. 1) 1496, Febr. 28. (sonntag Reminiscere, Tüwingen, erneuert Graf Eberhart diesen Bestallungsbrief. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers a. a. 0. 1495, April 8. 182. Graf Hainrich zu Furstenberg und Landgraf in Bare etc. gibt dem Kloster Vff Houe bei Nidingen auf Bitten der Priorin und der Conventfrauen die Leibeigenen Petter Mayer, genannt Rißlin, und Anly Rotten, dessen eheliche Hausfrau. Geben mitwoch vorm Bahn tag 1495. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. 1495, Mai 15. Worms. 183. König Maximilian bestätigt den edlen Grafen Heinrich *) und Wolfganng zu Furstemberg, Landgrafen in Bar, Gebrüdern, den wörtlich wiederholten Freiheitsbrief Kaiser Friderichs vom 26. Juli 1493 2 ). Geben in vnser vnd des heiligen reichs stat Worms am funftzehenden Mayen nach Cristi gepurt vierzehenhundert vnd im funfundnewntzigisten, vnser reiche, des Römischen im zehenden vnd des Hungerischen im sechsten iaren. Ad mandatum domini regis a consilio Bertoldus archiepiscopus Moguntinus archicancellarius subscripsit. Auf der Außenseite: Registrata Sixtus Oelhafen. Das große königliche Siegel an roth-weiss-blauer Schnur. Perg. Or. Donaueschingen. 1) Nach Crusius, Annal. Suevici, Pars III, 1. IX, eap. 6, p. 499, 500 wohnte Graf Heinrich von Furstenberg im Gefolge des Kaisers, Graf Wolf von Fürstenberg im Gefolge des Herzogs Eberhard d. ä. im Bart von Wirtemberg damals dem Reichstage zu Worms bei. Bei der Erhebung Eberhards zum Herzoge und der feierlichen Belehnung desselben am 21. Juli auf demselben Reichstage trug Graf Wolf das Banner des Herzogthums Teck. Die bei Senckenberg (Sammlung von ungedruckt- und raren Schriften, 1751, I, 95, 104, 121) gedruckte Beschreibung des Wormser Reichstags nennt ebenfalls den Grafen Henrich zu Fürstenberg im Gefolge des Kaisers, den Grafen Wolf von Fürstenberg dagegen nicht nur im Gefolge des Herzogs Eberhard, sondern auch des Pfalzgrafen Philipp. Dieselbe Quelle (155) nennt auch Wolf bei der Erhebung Eberhards zum Herzoge als Bannerträger des Herzogthums Deck. Die letztere Nachricht gibt auch des Johannes Lin- turius Appendix ad fasciculum temporum Werneri Rollewinck bei Pistorius, Germaniae Script, (ed. Struve, Ratisbonae 1726), II, 595. „Anno 1495 den 21. Juny in belehnung Eberhardi I. herzogen zu Wirtenberg führt deß herzogthums Teck paner herr Wolfgang graf zu Fürstenberg, herr zu Husen im Kinzgerthal." Auszüge aus Oswald Gabelkovers opus mspt. de illustr. Germaniae familiis in Döpsers Copialbuch, I, p. 231. Donaueschingen. 2) Vergl. aber unten Nr. 185 v. 1495, Mai 20. ■■-■'..".■■■■.■■..■■"'■•.• 1495. 1495, Mai 19. 167 Worms. 184i König Maximilian belehnt den Grafen Heinrich zu Fürstenberg für sich und seinen Bruder, Grafen Wolfgang, mit der Eigenschaft der in seiner Grafschaft unehelich Geborenen, mit der Grafschaft Fürstenberg und den hohenklingen'sehen Lehen. Wir Maximilian von gots gnaden Bomischer kunig zu allenn zeitten merer des reichs, zu Hunngern, Dallmacien, Croacien etc. kunig, ertzhertzog zu Osterreich, hertzog zu Burgundi, zu Lotterick, zu Brabannt, zu Steyr, zu Kernndten, II zu Crain, zu Lym- burg, zu Lutzemburg vnd zu Gheldern, graue zu Flanndern, zu Habspurg, zu Tyrol, zu Phirrt, zu Kyburg, zu Arthois vnd zu Burgunndi, phallenntzgraue zu Hennigew, zu Hollannd, zu Nainur vnd zu Zutphen, mai'ggraf II des heiligen Römischen reichs vnd zw Burgaw, lanndtgraue in Ellseß, herre zu Friesslannd auf der Wynndischen Marck, zu Portenaw, zu Sallins vnd zu Mecheln, bekennen offennlich mit disem briefe vnd thun kunnt allermenigclich, das vns der edel vnser vnd des reichs lieber ge- trewer Heinrich, grafe zu Furstennberg vnd lanndtgrafe in Bar, von sein selbs vnd Wolfganngen grauen zu Furstennberg, seins bruders, wegen hat furbracht, wie in der yetzgenannten grafschaft Furstennberg herkomen, gewonnheit vnd gehallten, das alle vnd yegelich personen, so in der selben grafschaft Furstennberg ausserhalben der heiligen ee geborn, der ynnhaber solicher grafschaft eygennlewt sein vnd darfur in allen Sachen angenomen vnd gehallten werden, vnuerhindert welcher herrschaft ir elltern zugehören, vnd vns darauf diemutigelichen angeruffen vnd gebetten, inen die selben herkomen, gewonnheit vnd gebrauch zu confirmieren vnd zu bestetten, vnd sollich feil der vneelichen geborn lewte vnd darzu die grafschaft Füi-stemberg vnd alle vnd yegelich stuckh vnd gutter, so weylennd die von Hohenklingen von dem heiligen reiche zu lehenn ynngehabt, mit allen vnd ir yedes weyttin, herlicheiten, hohen vnd nidern gerichten, lanndtgerichten, gerichten, zwynngen , mannschafften, eigen- sebaften, lehenschaften, freyheitten, jarmerekten, wochenmerekten, zollen, gleytten, ertzten, auch pergkwereken in iren grafschefften vnd herrschefften, wylltpennen, rennten, zynnsen, nutzen, gullten, guttern vnd zugehorungen, so von vns vnd dem heiligen reiche zu lehen ruren vnd von weylennd Heinrichen, grafen zu Furstenberg vnd landgrauen in Bar, seinem vettern erblich auf ine vnd den genannten seinen bruder komen vnd gefallen weren vnd ime als dem elltesten zu emphahen geburen, darauf er die auch also von weylennd vnserm lieben herren vnd vater, dem Römischen keyser etc. loblicher gedechtnus, zu lehen gehabt hette, zu lehenn zuuerleyhen gnedige- lichen geruechten. Des haben wir angesehen solich sein diemutig zimlich bete, auch die annemen getrewen diennst, so er vns vnd dem heiligen reiche offt willigclichen wm X 168 1495. gethan hat vnd hinfur in künftig zeit wol thun mag vnd sol, vnd darumb mit wol- bedachtem mut, gutem rate vnd rechter wissen dem selben graf Heinrichen, als dem eltesten, von sein selbs vnd des vorgemelten graf Wolfganngen, seins bruders, wegen die obberurten fäll der vneelichen geporn lewte vnd darzu die grafschaft Fürstenberg vnd alle vnd yegcliche stuckh vnd gutter, so weylennd die von Hohenklingen von dem heiligen reyche zu lehen gehapt, mit allen vnd yr iedes weyttin, herlicheitten, hohen vnd nidern gerichten , lanndgerichten, zwingen, mannschafften, eigenschaften, lehensehaften, freyheitten, jarmerckten, wochenmerckten, zollen, gleitten, wildpennen, rennten, zynnsen, nutzen, gullten, guttern vnd zugehorungen, wie die weylennd ir vordem, der obgemelt graf Heinrich, ir vetter, vnd sy von vns vnd dem heiligen reiche zu lehen ynngehabt, besessen vnd herbracht haben, zu lehen gnedigclichen ver- lihen , leyhen ine die auch also von Römischer kunigclicher macht, wissenntlich in krafft diß briefs, was wir inen von billicheit vnd rechts wegen daran zuuerleyhen haben, die nu furbass hin von vns vnd dem heiligen reiche in lehensweise ynn zu habenn, nutzen, niessen vnd zugebrauchen, vnd nemlichen den pan in den obgemelten iren hohen gerichten vber das plut zu richten, furter einem oder mer iren ambt- lewten, die erberkeit vnd schicklicheit halben darzu nutzlich vnd gut sein, ferrer an irer stat verleyhen, damit bey den eyden, so sy vns, als hernach steet, darumb gethan, vnd als sich geburet, von den selben iren ambtlewten zu einer yeden zeit auch nemen sullen, domit zu hanndeln , richten vnd zuuolfaren gegen dem armen als dem reichen vnd dem reichen als dem armen vnd darynne nit anzusehen weder lieb, layd, myet, gab, gunst, forcht, freuntschaft noch veindschaft noch sunst ganntz kein annder Sachen, dann allein gerechts gericht vnd recht, als sich gepurt vnd in massen sy das gegen got dem allmechtigen an dem jüngsten gericht veranntwurten wellen; alles von allermenigclichem vnuerhynndert, doch vns vnd dem reyche an vnsern vnd sunst menigclichem an seinen rechten vnuergriffennlich vnd vnschedlich. Der ege- nannt graf Heinrich von Furstenberg hat vns auch darauf als der eiltest von sein vnd des genannten Wolfganngen, seins bruder, wegen gewonndlich glubd vnd eyde gethan, vns vnd dem reiche getrewe, gehorsam vnd gewertig zu sein, mit dem bann in obgemelter maß zu hanndeln, zu dienen vnd zu thund, als sich von solichen lehenn geburet, vngeuerlieh. Vnd gebietten darauf allen vnd ygclichen der vorgemellten grafschaft Furstennberg vnd Hohenklingen lehenmann, vnnderthanen vnd zugehörigen, das sy den obgenannten graf Heinrichen von sein vnd graf Wolfganngen, seins bruders, wegen, als irem rechten herren gewonndlich huldigung, eyde vncl gehorsam thun, als sich geburt, auch allen vnd yegclichen churfursten, fursten, geistlichen vnd welltlichen prelatten, grafen, freyen, herren, rittern, knechten, hawbtlewten, vitzthumben, vögten, hHHHm 1495. 169 phlegern, Verwesern, ambtlewten, schultheissen, burgermeistern, richtern, reten, burgern, gemeynden vnd sunst allen andern vnsern vnd des reicbs vnderthanen vnd getrewen, in was wirden, stattes oder wesenns die sein, von Römischer kunig clicher macht ernstlich vnd wellen, das sy die selben grafen zu Furstenberg an der berurten vnser lehennschaft nit irren noch verhindern, sonder sy der, als obsteet, geruelich gebrauchen vnd gemessen lassen vnd von vnser vnd des heiligen reichs wegen dabey hanndthaben, schützen vnd schirmen vnd hiewider nit thun noch yemannds zu thun gestatten in dhein weise, als lieb einem yegclichen sey vnser vnd des heiligen reichs vngnad vnd straffe zuuermeyden; daran tun sy vnser ernstlich maynung. Mit vr- kund diß briefs besigelt mit vnserm kunigclichen annhanngendem innsigel. Geben in vnser vnd des heiligen reichs statt Worms am newntzehenden tag des monets Mayen nach Cristi gepurt vierzehennhundert vnd im funfvndnewntzigisten, vnserer reiche, des Römischen im zehennden vnd des Hungerischen im sechsten jaren. Ad mandatum domini regis in consilio Bertoldus archiepiscopus Moguntinus arehicancellarius subscripsit. Das königliche Siegel. Perg. Or. Donaueschingen. 1495, Mai 20. Worms. 185. Freiheitsbrief König Maximilians für die Grafen Heinrich und Wolfgang von Fürstenoerg. Wir Maximilian, von gottes genaden Römischer kunig, zu allen tzeitten merer des reichs, zu Hunngern, Dallmatien, Croatien etc. kunig, ertzhertzog zu Oesterreich, hertzog zu Burgunndi, zu II Lotterick, zu Brabannt, zu Steyer, zu Kerennden, zu Crayn, zu Lymburg, zu Lutzemburg vnd zu Ghelldern, graue zu Flanndern, zu Habspurg, zu Tyrol, zu Phirrt, zu Kyburg, zu Arthoys vnd zu Burgunndi, phallentzgraue zu Heni- gaw, zu Hollanndt, zu Seelanndt, zu II Namur vnd zu Zütphen, marggraue des heiligen Romischen reichs vnd zu Burgaw, lanndtgraue in Ellseß, herr zu Frießlannd, auf der Wynndischen March, zu Portennaw, zu Salins vnd zu Mecheln etc. bekennen offenn- lich mit disem brief vnd tunn kunnd allermenigklich, das vns die edeln, vnser vnd des reichs lieben getrewen Heinrich vnd Wolfganng, gebrueder, grauen zu Fürstennberg vnd lanndtgrauen in Bar, gleuplich vidimuß ettlicher freyheitten, inen von wey- lennd vnserm lieben herren vnd vatter, dem Romischen keyser etc. löblicher ge- dechtnuß gegeben, darynn vnder anderm dise nachgeschriben artigkel steen, von Worten zu worten also lauttend 1 ): „Darzu von besonndern genaden, angesehen der vorgenannten Heinrichs vnd Wolfganngs, gebrüedern, grauen zu Furstennberg getrew, IV. 22 m 170 1495. willig dinste, die sy vns vnd dem heiligen reiche getan haben vnd furbasser tun sullen vnd mügen, haben wir dise" besonnder genad getan, tunn inen auch die in craft dits briefs, das dieselben von Furstennberg noch ir erben, ir lanndtgericht in der grafschafft Furstennberg noch ir hofgesinde, diener vnd dienerin vnd ynsessen ir stett, burger vnd burgerin, noch ander ir lewt, mann oder weybe, die sy ytzunnd haben oder noch gewynnen, sy seyen aygen oder vogtlewt, lehenmann oder phanndt- lewt, geistlich oder welltlich, miteinannder oder besonnder, die inen von der vorge- melten ir grafschafft oder ander ir herrschafften zu uersprechen steen, mit keinen frembden gerichten noch lanndtgerichten bekumern noch auftreyben sol, vnd nemblich vor vnserm hofgericht zu Rottweyl, sonnder wer zu den vorgenannten von Furstennberg , iren dienern, lewten oder die inen zu uersprechen steen, zu sprechen hat, der sol das recht suechen vnd nemen vor den genannten von Furstennberg oder iren reten vnd ambtlewten; wer aber zu inen selbs zu sprechen hette, der sol das suchen vnd nemen vor vnserm vnd des reichs hof- oder camergericht oder vnser künigk- lichen person vnd nynndert anderswo. Dartzu thunn wir den genannten von Furstennberg dise genad, daz sy offennbar ächter vnd aberächter auf ire recht in iren slossen, stetten vnd dorfere wol ennthalten mugen, ine on schaden; doch kerne der clager wider solich achter vnd aberachter, das sy dann solchen clagern recht lassen widerfaren, als recht ist, vnd sollen solichs enthaltenns willen von menigklichen vnentgolten bleyben; were aber, ob keinem clager oder clagerin von den von Furstennberg oder iren ambtlewten rechtloß gelassen wurd, wann sy rechtenns be- gerten, wie obgeschriben steet, die mugen dann wol ir recht suechen an den ennden, da inen das fuegklich ist. Wir wellen auch nemblich, ob kein recht oder vrtel vber die vorgenannten von Furstenberg oder die iren erteilt oder gesprochen wurde, es were auf vnserm hof zu Rotweyl oder andern lanndtgerichten, die wider solich genad vnd freyhaitten, so die von Furstennberg haben, das sy genntzlich vernichtet, tod vnd ab sein sollen." Vnd vns darauf diemuetigklichen angeruffen vnd gebetten, das wir inen dieselben freyheitten in allen iren ynnhaltunngen, meynungen vnd be- greiffunngen zu ernewen, zu confirmiren vnd zu bestetten gnedigklichen geruchten. Des haben wir angesehen solich ir diemuetig zimhch bete, auch die getrewen, an- nemen vnd willigen diennste, so sy vns vnd dem heiligen reiche offt willigklichen getan haben vnd hinfur wol tun mugen vnd sullen, vnd darumb mit wolbedachtem mute vnd guetem rate denselben Heinrichen vnd Wolfganngen, grafen zu Furstennberg, vnd iren erben die obgeschriben freyheitten in allen iren ynnhaltungen, meynungen vnd begreiffungen gnedigklichen ernewt, confirmirt vnd bestett, ernewen, confirmiren vnd bestetten inen die auch also von Romischer kunigklicher macht wis- ffim\ ilfllll 1495. 171 senntlich in craft dits briefs, vnd meinen, setzen vnd wellen, das dieselben grauen Heinrich vnd Wolfganng vnd ir erben dabey beleyben vnd sich der für sich, ir hof- gesind, diener, dienerin vnd ynsessen ir stett, burger vnd burgerrin vnd ander ir lewt, mann oder frawen, die sy ytzunnd haben oder noch gewynnen, wie obsteet, dabey beleiben vnd sich der nach ir ynnhalltung gebrauchen vnd genyessen sullen vnd mugen, von allermenigklich vnuerhynndert, doch vnschedlich vns vnd dem heiligen Romischen reiche an vnsern rechten, vnd auch allso, daz sy einem yeden clager auf sein anruffen fürderlichs rechts gestatten vnd ergeen lassen vnd geuerlich nit verziehen, auch keinen, so an vnserm oder vnser nachkomen am reiche keyser- lich oder kunigklich camergericht in acht erkannt sein, enthalten sullen in dhein weyse, on geuerde. Vnd gebieten darauf allen vnd yegklichen vnsern vnd des heiligen reichs churfürsten, fursten, geistlichen vnd weltlichen, prelaten, grauen, freyen herren, rittern, knechten, haubtlewten, vitzthumben, vogten, phlegern, Verwesern, ambtlewten, schnlltheissen, burgermeistern, richtern, raten, bargern vnd gemeinden vnd sonst allen andern vnsern vnd des reichs vnderthanen vnd getrewen, in was wirden stattes oder wesenns die sein, ernstlich vnd vestigklich mit disem brief vnd wellen, daz sy die obgemelten graf Heinrichen vnd Wolfganngen von Fur- stennberg vnd ir erben an den vorgemelten genaden, freyheitten, auch diser vnser kunigklichen ernewung, confirmirung vnd bestettung nicht hynndern noch irren, sonder sy der, als obsteet, geruelich gebrauchen, genyessen vnd gentzlich dabey beleiben lassen vnd sy, ir hofgesind, diener, ynnsessen, burger vnd ander ir lewt, so sy ytzo haben oder hinfur gewynnen, wie uorsteet, darwider nit anlanngen, dringen, bekumern noch besweren noch des yemannd anderm zu thunn gestatten in dhein weyse, als lieb einem yegklichen sey, vnser vnd des reichs swere vngenad vnd straffe vnd die pene in den obgemelten iren freyheitbriefen begriffen zu uermeyden, die ein yeder, so oft er freuennlich hiewider tette, vns halb in vnser vnd des reichs camer, vnd den andern halben teil den egemelten von Furstennberg vnd iren erben vnab- leslichen zu bezalen verfallen sein sol. Mit vrkunnd dits briefs, besigelt mit vnserm kunigklichen anhangendem inn- sigel geben in vnser vnd des heiligen reichs stat Worms am zweintzigisten tag des monets May nach Cristi geburde vierzehenhundert vnd im funfvndnewntzigisten, vnser reiche, des Römischen im zehennden vnd des Hungrischen im sechsten iarenn. ■MH S§Ski salSK BH -•■•*■?.•■:.••■■■ HM» Ad mandatum domini regis proprium Bertoldus archiepiscopus Moguntinus archicancellarius subscripsit. Auf der Aussenseite: Begistrata Sixtus Oelhafen. Das große königliche Insiegel an roth-blau-weisser, seidener Schnur. Perg. Or. Donaueschingen. 22* 172 1495. 1) Das Folgende ist aus dem Freiheitsbriefe Kaiser Friedrichs von 1442, Juli 20. der selbst ein Vidi- mus des Freiheitsbriefes König Sigmunds von 1425, Jan. 19 ist. Vergl. Bd. III, Nr. 167 u. 334. Mehrfache sachliche Abweichungen, zu zahlreich, als dass sie sich in Noten fügten, und darthuend, dass „von worten zu worten also lauttend" doch nicht immer beim Worte genommen werden dürfe, haben die vollständige Wiedergabe der Urkunde gefordert. 1495, Aug. 4. 186. Hanns von Gewberg zu Lüpfertingen verkauft um 240 fl. rh. dem erbern Burckharten Keffern von Vffenn mit Zustimmung des wohlgeborenen Herrn Hainrichs, Grafen zu Fürstenberg und Landgrafen in Bare etc. als Lehensherrn, und seiner ehelichen Hausfrau Anna von Geewberg, geborener Vögtin von Lanndtsperg, die von ihm auf die verkauften Stücke verwiesen ist, zwei Theile des großen und kleinen Zehntens zu Biesenhaim als rechtes Mannlehen. Geben auff zinstag vor st. Oschwalds tag 1495 x ). Das Original siegelten der Verkäufer, der Lehensherr und für Anna von Geüwberg der edle, feste Jos von Rischach zu Ach. Pap. Cop. Donaueschingen. B. 1) 1495, Sept. 7. (mentag vor Vnser lieben Frowen tag der gepurt) bittet derselbe den Grafen Hain- rich zu Furstenberg und Landgrafen in Bare etc., den Hof zu Sundthusen, den die Miinch gebaut, und den er „nottdurft halb" dem frommen Conratten Dierberg zu Furstenberg als Lehen von seinen Gnaden verkauft hat, von ihm aufzunehmen und Conratten Dierberg zu leihen. Das Siegel des Ausstellers verdorben. Pap. Or. Donaueschingen. B. 1495, Okt. 29. 187. Othmar Röthenbacher von Fürstenberg, frei Landrichter in Bare, anstatt und im Namen des Grafen Heinrich zu Fürstenberg, Landgrafen in der Bare, beurkundet, dass auf Montag vor st. Gallen Tag (Okt. 12.) nächsthin vor dem Landgericht zu Fürstenberg an der Steig Hans Geilman, derzeit Propst und Schaffner des Gotteshauses Friedenweiler, klagte gegen Steffen Fridereich von Röttenbach auf Bezahlung des Hauptfalles von dem Gute, das dessen Vater, Klauß Fridereich sei., vom Kloster zu Lehen empfangen und das er nun verkauft habe. Um die Verpflichtung des Beklagten zu dieser Leistung nachzuweisen, ließ der Kläger einen von Grafen Heinrich zu Fürstenberg, Landgrafen in der Bar sei. versiegelten Brief verlesen von 1418, nächstem RHU H&hMB HR Hg: BS r i ! 1496. 173 güttentag vor st. Johannestag (Juni 22.), wonach dem Gotteshause die Güter im Reichenbach, Ornen, Schwärzenbach und Röttenbach a ) in Kaufs-, Wechsels- und anderer Weise zu Hauptfällen stehen. Das Gericht beschloss Kundschaften zu vernehmen und nachdem diese den Verkauf des Gutes, den der Beklagte bestritten, bestätigt haben, wird vom Gericht mit einhelliger Urtheil erkannt und zu Recht gesprochen, dass Steffen Fridreich und seine Geschwister dem Gotteshause die Hauptfälle vom Gute laut ihres Briefes zu bezahlen schuldig seien. Geben am donstag nach st. Simon vnd Juda der hl. zwölfbotten tag 1495. Das Or. trug das Siegel des Landgerichtes in Bare. Pap. Copie (17. Jahrhdt.) Donaueschingen. a) Copie irrig: Battenberg. 1496. 188. In einem Verzeichniß der Theilnehmer der Gesellschaft St. Jörgenschilds: Heinrich und Wolfgang Grafen zu Fürstenberg. Vollständig gedruckt bei Bürgermeister, Cod. dipl. equestr., Ulm 1721, T. I, p. 115—117. 1496. Lindau. 189. Hans Graf zu Montfort schreibt seinem Vetter, Hainrich Grafen zu Fyrstenberg, „in sein hand", er solle ihm helfen, dass er mehr Geld bekomme; ihm und Grafen Hug') sei nicht mehr geworden, denn was sie von Montfort „der eyllende hylf ange- legd", etwa 230 fi.; er habe die alten Schulden noch nicht bezahlt und wisse kein Geld aufzubringen; Hainrich möge dem König wohl sagen: wäre es in seinem (des Schreibers) Vermögen, er wollte nicht solche Noth nach Geld haben. Gewen zw Lindo an Vnser frawen abend 8 ) im 96. Spuren eines aufgedrückten rothen Siegels. Pap. Or. Donaueschingen. 1) Von Montfort. 2) Bei dem Mangel näherer Bezeichnung nicht zu bestimmen. WM I^H I ■i HHH^HHHHHII^IH^HHI 174 1496. 1496, März 16. Donauwörth. 190. König Maximilian schreibt seinen und des Reichs lieben, getreuen Bürgermeister und Rath der Stadt Rotweyl, dass ihm die edlen, seine und des Reiches liebe, getreue Hainrich und Wolfgang, Gebrüder, Grafen zu Fürsternberg, seine Räthe, vorgebracht haben, sie hätten einen, der den von Rotweil zu versprechen stehe, und der in ihrer Obrigkeit und Herrlichkeit der Grafschaft Fürstemberg trotz seines guten Wissens das Waidwerk getrieben, deßhalb gefänglich angenommen, wogegen die von Rotweil dessen Freilassung ohne Entgelt verlangt haben und das „zimlich rechtbot", das ihnen sie, die Grafen, gethan, nicht haben annehmen wollen, sondern gegen dieselben Drohung gebraucht haben. Zur Verhütung größerer Zwietracht befiehlt er, der als Römischer König genannte Grafen bei ihren Rechten zu handhaben gewillt ist, den von Rotweil, in dieser Sache gegen jene nichts außerhalb Rechtens vorzunehmen und vornehmen zu lassen. Gleiches hat er auch den genannten Grafen befohlen. Geben zu Sweschiben Werd an mitwoch nach dem sonntag Letare, anno do- mini 96 etc. Das rückwärts aufgedrückte königliche Siegel fehlt. Pap. Or. Staatsarchiv Zürich. B. 192, 1496, Mai 14. Augsburg. 191. Herzog Eberhart zu Wirtennberg befiehlt seinem Statthalter und Räthen zu Stuttgarten bei Gelegenheit seiner Irrung mit Grafen Wolfgang von Fürstenberg wegen des Landgerichts im Bare zu berichten, „wie die vnsern by zytten vnser vordem mit solichem lanntgericht gehalten worden, ob sy dy daran citiert, abgefordert vnd ge- wisen syen, oder ob man nit macht haben soll sy daselbthin fürzunemen, deßglichen waruff der von Fürstennberg grund stee" u. s. w. Datum Augspurg vff samstag nach Ascensionis domini anno 96. Das aufgedrückte Siegel des Ausstellers. Pap. Or. Stuttgart. 1496, Juni 19. Geburt des Grafen Friedrich von Fürstenberg. Anno domini 1496 jar ward vnser gnediger vnd wolgeborner herr graff Fride- 1496. 175 rieh von Furstenberg geborn vff sunntag vor st. Johanns tag zu Sunnwenden am morgen vor mittag zwüschend vier vnd fünf vrn zu Wolfach in der stat; vnd a ) wart gefirmet zu Wolfach, do man by st. Anna zur Halbenmil wihet; vnd b ) ligt zu Bettenbronnen neben dem fronaltar begraben. Starb 0 ) zinstag d ) nach Letare den 7.°)Martii anno 59 nachts *) zwüschen 11 vnd 12 Vhrn gantz christlich, gedultig vnd willig, dem der almechtig gnedig vnd barmherzig sey. Andres Kötz im Kinzigthaler Lagerbuch, p. 5. Donaueschingen. wochs. a) b) c) Jüngere Zusätze von drei verschiedenen Händen. d) Corrigirt über ausgestrichenem: mit- e) Corrigirt über ausgestrichenem 8. f) Corrigirt über ausgestrichenem: morgens. Anno domini 1496 jar ward vnser gnediger vnd wolgeborner herr vnd graff, graff Friderich von Furstenberg, geboren vff sunnetag vor sandt Johanßtag zu den 4 nach mitternacht. Aufzeichnung von c. 1503 auf Vorsetzblatt VI des Neidinger Anniversarienbuches von 1494. Donaueschingen. 1496, Juni 28. Innsbruck. 193t Mandat König Maximilians an den edlen, seinen und des Reichs lieben getreuen Heinrich Grafen zu Furstenberg, die Rüstungen zur Romfahrt betreffend. .....Als wir yeczo an dem zug vnd willens sein, nach alter loblicher gewonheyt vnd herkommen mit einer mereklichen anzal volcks zu roß vnd zu fuß, so wir dartzii beworben haben, vmb vnser kayserliche erönung über perg gen Rom zu tziehen, vnd vns aber daneben auß etlichen des künigs von Franckreich erezaigungen, damit er sich villeicht gegen vnd wider vns vnd das heylig reich empären möcht, notdürftigs aufsehen zu haben vnd vor spot zuuerhueten, auch vmb mer volcks, ob vns desselben not thün würde, zu bewerben gebüret, dann so wir im seinen bösen willen vnd auf- satz, den er hat, Italien, vns vnd dem heyligen reich an mitel zugehörig, zu erobern weeren mochte, er dardurch vns sölhen vnsern furgenommen zug zu weeren oder das heylig reich vnd vnsere erbliche fürstenthümb vnd lande in vnserm abwesen zu bekriegen vndersteen. Demnach begeren wir an dich mit besonderin vnd ganezem vleys vnd ernst, du wellest vns, wieuil vnd was vngeuerlich von streytperm volck zu roß vnd füeß in deinen gebieten seien, die vns vmb sold diennen wollen, in vnsers haubt- mans vnsers pundts des lands zu Schwaben vnd des reichs lieben getrewen Hans Jacoben von Podmen des eitern handen förderlich wissen lassen, damit wir auff sein ässR ?m SUSI mm 176 1496. vnderrichtung, so wir die selben berayt vnd gerüst auf zu sein vnd fürdan zu tziehen ermanen werden, vns wissen darnach zu richten, vnd dich in sölhem fleyssig vnd gutwillig erzaigen, als wir vns des gentzlich zu dir versehen. Daran thüest du vns gut geuallen genedigclich gegen dir zu erkennen. Geben zu Innsprugg an erichtag nach sand Johannstag zu. Sunnwenden anno etc. 96 vnsrer reiche, des Römischen im aindliften vnd des Hungerischen im sybenden jaren. (Geschrieben): Ad mandatum domini regis proprium. Spuren eines zum Verschluss aufgedrückten rothen Siegels. Gedrucktes Formular auf Pap. (Aufschrift gesehrieben) '). Donaueschingen. 1) Dabei beruht die Bezeichnung: „Heinrich d. ä." auf Irrthum, denn damals lebte nur mehr ein Graf Heinrich v. F. 1496, Juli 18. Stuttgart. 194. Eberhart Herzog zu Wirtemberg und zu Teck, Graf zu Mumppelgart etc. schreibt seinem lieben Oheim , dem Grafen "Wolfgang zu Furstemberg, dass er, in Kenntniss der treuen Dienste, welche der Graf seinem Vetter Herzog Eberhart zu "Wirtemberg selig geleistet, und weil Graf Wolfgang „in vergangen" auch sein Diener gewesen, demselben die Bestallung, die sein verstorbener Vetter gegen ihn gethan, erneuere und ihn als seinen Rath und Diener annehme. Datum Stutgarten vff mentag nach Margrette virginis anno etc. 96 1 ). Das rückwärts zum Verschluss aufgedrückte Siegel des Ausstellers. Pap. Or. Donaueschingen. 1) 1496, Aug. 5. (Landeck) gestattet König Maximilian seinem lieben getreuen Wolfgang Grafen zu Fürstenberg, seinem Eathe, auch anderer Fürsten und Herren Dienste anzunehmen, doch soll er ihn als römischen König darin ausschließen. Geben zu Lanndegg am fünften tag des monats Augusti anno etc. 96. Ad mandatum domini regis proprium. Mit Siegelrest. Pap. Or. Donaueschingen. 1496, Aug. 7. Innsbruck. 195. Mandat König Maximilians an seinen lieben getreuen Grafen Wolf gang von Furstemberg, seinen Diener: „Als wir dir vormals zugeschribn vnd beuolhen haben dich zu rüsten, wann wir dich weiter eruordern, damit du berait vnd auf seiest, vnd die- weil wir vns aber yetz auf den weg in Italien vnd gen Rom, kayserliche cron vnd SÄ I 1496. 177 wirde zu emphahen, erhebt haben, emphelhn wir dir, daz du dich darnach^richtest, damit du mit knechtn, pherdn vnd harnasch, wie du vns zu diennen schuldig bist, auf sand Augustinstag schierist x ) gewislich vnd an lenger verziehen bey vns zu Cassan bey Maylandt seyest. Daselbs wellen wir dich vnd ander mustern, auch dir daselbs gelt geben lazzen, nemblich für yeden monat auf ain pherd für sold, lyfrung vnd schaden zehen guidein Reinisch vnd dartzu für dein hineinzug an dem ersten monat acht tag abtziehen, vnd souerr du ain gantz harnasch hast, das mit dir füerest,'!iso wellen wir dir zu Mayland ein goliger 2 ) dartzu schencken, vnd so pald du berayt pist, auf niemandt andern wartest sonder antziehest, vnd thu hierinn kain anders, dann vns mercklich vnd gros daran gelegen. Das ist vnser ernstliche maynung." Geben zu Innsprugg an sunntag vor st. Lorenzen tag anno etc. 96., vnsers reichs im aindliftn jare. Commissio domini regis in consilio. Spuren eines aufgedrückten rothen Siegels. Unten von gleichzeitiger Hand: Diser brief ist mir geantwurt zu Wolfach vff mentag nach st. Au- gustins tag (Aug. 29). Pap. Or. Donaueschingen. v.-v." .i r*:.. B ■ ■■■ HraaHra SHhoShH 1) August 28. 2) Ein Goller. ÄsäS 11 H I BHmDB iiS.*-; 1496, Aug. 15. 196. Hainrich, Graf zu Fürstenberg, Landgraf in der Bar, nimmt mit andern königlichen Ruthen im Auftrage des Königs in dem Streite zwischen Johannsen, Grafen von Sonnenberg, Landvogt zu Swaben, Vlrichen, Grafen zu Montfort, Herrn zu Tettnang, den Städten Rauenspurg und Wangen einer- und Jos Humpis und Cunrat Hablützel anderseits die Aussage der erstgenannten Partei über den von der zweiten vor Ravensburg begangenen Landfriedensbruch 1 ) vff montag Assumptionis Marie im 96. jar entgegen und berichtet sodann darüber dem Könige. Gleichzeitige Pap. Copie. Fürstlich waldburgisches Archiv zu Wolfegg. B. 1) Dieselben haben ohne alle Ursache Friderich von Posta und Nielaß von Betzingen mit etlichen Bürgern von Ravensburg unmittelbar vor dem Thore dieser Stadt räuberisch angefallen und während Friderich von Posta in die Stadt entrann, „den roub" in des Humpiss eigenes Haus Rautzenriedt gebracht. jaffi« straMBS IV. 23 'Wi'i^; HHH| &iiiiii 178 1496. 1496, Aug. 19. 197. Hainrich Graf zu Fürstenberg und Landgraf in Bare befiehlt allen Lehensleuten der Herrschaft Hochenclingen, weil vormals zu Lebzeiten des edlen Virich Freiherrn zu Clingen von ihm seine Mann- und Lehenschaft, dieser Herrschaft zugehörig, „vß angeporner sypschafft, damit wir ain andren verwandt gewesen", an weiland den wohlgeborenen Hainrich, Grafen zu Furstenberg, Landgrafen in Bare und Herrn zu Husenn im Kintzgerthal, seinen freundlichen, lieben Vetter sei. gefallen und nach dessen Tod auf ihn als den ältesten Grafen zu Fürstenberg erblich gekommen, ferner weil er diese Mannschaft mit seinen andern Gnaden und Freiheiten von seinem allergnädigsten Herrn, dem römischen Kaiser, löblichen und sei. Gedächtnisses und jetzt von dem allerdurch- lauchtigsten Fürsten und Herrn, Herrn Maximilian, von Gottes Gnaden römischen König, seinem allergnädigsten Herrn, empfangen habe, auf Sonntag zu Nacht vor Symonis und Jude apostolorum persönlich zu Stain am Bin in der Herberge zu erscheinen und folgenden Montag (1496, Okt. 31.) von ihm selbst oder seinem Gewalthaber die Lehen zu empfangen. Geben fritag nach st. Mauritius tag anno domini 96 1 ). Das Siegel des Ausstellers. Pap. Or. Staatsarchiv Zürich. B. 1) 149G, frytag nach Verene (Sept. 2.) schickt derselbe ein Exemplar dieses Ausschreibens an die Stadt Zürich, weil er wegen der Veränderung der Mannen, Lehen und Güter und wegen der langen Zeit nach Angabe der Urbare nicht jedem Manne dasselbe zuzustellen wisse, und weil doch die Lehenmannen und -guter zum Theil um, bei und unter Zürich gelegen und gesessen seien; Zürich möge diesen sein Ausschreiben zugehen lassen. Pap. Or. Staatsarchiv Zürich. Das Datum dieses Schreibens zeigt, dass in dem obigen unter Mauritius nicht Mauritius martyr (Sept. 22.) sondern wohl Mauritius episcopus (Aug. 13.) zu verstehen ist. (1496, Sept.). 198. Questa e tutta la compagnia della Maestä del Be dei Komani, che venne in Italia ed era alloggiata a Vigevano*) in questo tempo: ......AI conte Arrigo di Fustemberg, scalco del Be, cavalli 15. Dispacei di Francesco Poscari, Archivio storico Italiano, VII, 2. parte, pag. 886. 1) Der König befand sich in Vigevano 2.—23. Sept. 1496; vergl. Stalin in Forschungen zur deutschen Geschichte, I, 355. III ' ' ■ ■ ■BPH HB Sfl . ■■■■ 63r^lrt*fcPl€s rf*3ä!i!Ü! $$a 1496—1497. 179 1496, Sept. 25. — 1497, Dez. 30. 199. Schreiben, meist Anliegen und Empfehlungen enthaltend, an den Grafen Heinrich zu Fürstenberg als Hofmarschall König Maximilians. a. 1496, Sept. 25. (Mailand). Frantz Schenck vom Schenckenstain schreibt dem Grafen Hainrieh zu Furstenberg, königlicher Majestät Hofmarschalk. es sei kein Geld da und er wisse auch keines zu besorgen. „Es werd mir gelich der mas gen, als mir zürn nesten gangen ist," Ueberdieß sei Botschaft gekommen, dass noch bei 600 Knechte gekommen, für die er auch kein Geld und keinen Bescheid habe. „Nun waisst euer gnaden woll, das gros vnwillen brecht, wa man ain ledigt vnd den ander nit." Der Graf möge also bei königlicher Majestät daran sein, dass ihm Geld verschafft werde, damit er (der Schreiber) nicht wieder hereinreiten müße. b. 1496, Okt. 9. (suntag vor st. Gallen tag), Augspurg, schreibt van Halder, Silberkamerer (?), an den Grafen Hainrich: Herr Ernst wird euch mein Anliegen sagen; nimmt mich Wunder auf den Abschied, so königliche Majestät mit mir gethan; „deß geliehen Loys de Wadre vnd ander hoptleit, der ob 26 pfert dar zeren vnd vff mich warten." Was uns die königliche Majestät geschafft hat, ist verzehrt und noch mehr dazu. Der Graf möge also mit königlicher Majestät seinetwegen reden, was er thun soll, und es ihn wissen lassen. Bittet um Geld zu Zehrung. c 1496, Okt. 12. (zinstag vor st. Gallen tag) schreibt Hainrich Graf zu Lupfen, Landgraf zu Stulingen, an den Grafen, seinen Vetter: „das die königliche fürpytt, so mir die königliche Majestät von mins süns wegen an vnsern hl. vatter, den bapst, der chorherrenpfrund halben zu Costentz vff din anbringen geben hat, mit des erweiten byschouen vnd des stifts Costentz bottsehaft zu spät hin in kommen vnd ist die pfründ vor ainen andern signiert vnd verlihen worden; sust hette die bitt wol erschossen. Nu fynd ich an rät, so . . . königliche Majestät hin in gen Rom kommen werd, durch siner königlichen Majestät furdrung vnd fürpitt von ... dem bapst. primarias preces oder ain nominaeion vff ettlich stifften zii nemen, nemlich Costentz, Ougs- purg, Strasburg, Mentz vnd Trier, ob darzwüschen in den bystumen ichtzit ledig würd, das min sün vor andern daselbs angienge." Bittet, ihm das beim Papst oder bei königlicher Majestät auszubringen. Die Kosten werde er bezahlen; „vnd nit destmynder, ob min brüder mit minen gnaden herrn hertzog Jörgen ') oueh hin in kommen wurd, als ich mich versieh, so wil ich im sollichs mit sampt dir zu handeln vnd vßzubringen ouch beuelhen." 1) Herzog Georg von Baiern-Landshut, Hofmeister der Gemahlin König Maximilians. d. 1496, Okt. 13. (dunstag nach Dyonisy), Lindow; Johans Bischof zu Worms, über seinen Handel mit denen von Worms und die Bamberger Botschaft. (Durch übergegossene Flüssigkeit und Mäusefraß beschädigt). e. 1496, Okt. 16. (an st. Gale tag), Tordai; Frantz Schenck: „mich wills nit vill helfen, was ich mit den Walchen handeln, den sy thon, was sy wend, vnd genn in vill weg mit der sach vm, das mir nischs gefeilt". „Auch komen ale tag leyt von broffyoschoner vnd ander, darauff ich kein gelt noch bescheyd hab;----- es komt der königlichen Majestät vill red vnd geschray dar auß des broffoschen halb ... hab mit her Hansen von Kinßeck gerett, ist sein mainig, man soll in nisch dar ein reden... Lieber her, es riten deglich Frantzoschen hin vnd her im land vnd gen Eom in botschaff; ways ich nit, wie ichs mit ime (sie) halten soll, den die Walchen hand mir in kurtz zu Mayland ain genommen. Auch versieh ich mich, lüte werden zu euer gnaden komen, vylicht klagen ab mir, den ich hab im (sie) vill ein gerett, bit ich, euer gnaden well mich nit melden, 23* sSwe WSwsMs SisPsfäSsPi' ■ ■ www! I ■ .->■? . 111 p n ■ I HBfl '','' Hl WBHui I ■ra BCHH ! tsmsx JWSäSSB ■*'' ■■1 ■BS I ,- v ,■ i Mwn&i ißlgR 180 1496-1497. bis der manat voll auss komt, den ich hets hin nach nit gut bey den aydgenossen; aber wens euer mainig ist, so will ich dagegen sein vnd euer gnaden berichten, was die mainig (?) ist." *• 1496, Nov. 2. (mittwuch post Omnium sanctorum), Augspurg; Ott von Ebbingen: Der Graf werde sich erinnern, wie ihn kaiserliche Majestät wegen seiner Schuldforderung abgefertigt; die vier Eegenten zu Insprugk haben ihn darum auf Arigenter Casius Hagkeney verwiesen und da dieser Ausflüchte machte, habe er ihn zusammt seiner Armuth in Zorn bewegt und es seien heftige Reden gefallen. Der Graf möge sorgen, dass kaiserliche Majestät darüber die Wahrheit erfahre und ihn, falls Casius ihn verklage, zu gnädigem Verhör kommen lasse. g- 1496, Nov. 4. (frytag nach Allerheiligen tag) Dürsteden; Cristoff Markgraf zu Baden und Graf zu Spanheim, empfiehlt dem Grafen den Albrecht von Seideneck, der am königlichen Hofe in Dienst ist, einen der Söhne seines Amtmannes zum Nuweneberstein, Philipsen von Seideneck, Erbküchenmeisters des hl. römischen Reichs. Er höre, dass der Junge fromm und geschickt sei, sich auch ziemlich und wohl halte. Der Graf möge diese Fürbitte „nit für ein gemeyne hofbete, sunder vß gantz genedigem vnd geneigtem willen langende achten." h. 1496, Nov. 14. Bortenaw; Symon von Hungerspach, königlicher Majestät Schatzmeister General: Die Regenten haben einen Theil des Geldes, so er zur Bezahlung der Schulden etlicher Kaufleute jetzt auf Lieht- messfrist brauche, zu ihrer Nutzung genommen. Bittet auszuwirken, dass ihm dafür die 2000 fl. ausgeantwortet werden, welche die Landschaft in Crain der königlichen Majestät zur Romreise zu leihen bewilligt. Der von Rechperg solle ihm den Brief durch einen gewissen Boten senden. Königliche Majestät schreibe ihm täglich vielen Leuten Geld zu geben; er könne aber nicht einmal das bezahlen, wofür er sich verschrieben habe, „wan ich meins empfangs nit halbn tail zu gebrauchen hab, sunder die regenten alle gult vnd den gmain phening ob vnd vnder der Enns auch Steyrmarch, was ausserhalb Awsse ist, mitsambt der vrbarstewr zu irem regiment, auch bezallung etlicher schulden durch den camerschreyber zu empfahen verordnet haben." i- 1497, Jan. 3. (dinstag nach Oircumcisionis), Mecheln. Albrecht, Herzog zu Sachsen, Landgraf in Dornigen und Markgraf zu Meissen: Der reitende Bote, den er königlicher Majestät zugeschickt, sei noch nicht zurückgekehrt, auch keine Antwort auf sein Schreiben eingetroffen. Er sende jetzt einen neuen Boten, dessen rasche Abfertigung bei königlicher Majestät der Graf befördern möge. k. 1497, Jan. 22. (sonntag nach Sebastiani), Lucemburg. Cristoff Markgraf zu Baden und Graf zuSpan- heym: Bittet seinem nach Rom gesandten Boten auch schriftliche Förderung an den Papst und etliche Cardi- näle zu geben, auch bei königlicher Majestät auf fürderliche Abfertigung hinzuwirken. 1- 1497, Jan. 24. (dinstag nach Agnetis). Erchinger Herr zu Swarzenberg an seinen Schwager: Bittet nicht zu vergessen, dass er ihm beim Abschied versprochen habe, bei königlicher Majestät auszuwirken, dass auf deren Empfehlungschreiben der Herr von Nassa in fördere gegen Herzog Philipsen. Königliche Majestät hat „den einigen meinen sone mir zu gefallen auß gnaden einen zettel verzaichnuß einer nominacion gelossen." Bittet, daran zu denken, „ob got von himel auß gnaden fugt zu künftiger zeit die keyserlich kronung, damit meins sons nominacion auff die zwen stieft Lüttig vnd Wurczburg furgengig, als sich gepurt, in register ge- schriben wurde." m - 1497, Febr. 3. (frigtag nah Purificationis Marie), Nortlingk. Heinrich Herzog zu Meekelnburgk, Fürst zu Wennden, Graf zu Szwerin, der Lande Rostock und Stargard: Schickt ihm seinen lieben getreuen Rath Steffen von Bulow „myt etlichem vnserm gewerb." Der Graf möge demselben glauben wie ihm, dem Herzog, selbst. n - 1497, Febr. 12. (vff Allermanfasnacht), Heidelberg. Philips Pfalzgraf bei Rine, Herzog in Beyern, 1497. 181 Erztruchsess und Kurfürst: Er habe königlicher Majestät geschrieben, sie möge seinem lieben getreuen Hansen von^Hirczhorn, Ritter, ein halbes Jahr Indult gewähren, seine Lehen vom Eeiche und Hause Osterrich zu empfangen, dafer, der Pfalzgraf, desselben Ritters „fast notdurftig" sei. Bittet dieß zu fördern. Sowie königliche Majestät in diese „landart" kömmt, werde Hans von Hirczhorn die Lehen empfangen und mittlerweile zu allen Pflichten stehen, als ob dieß bereits geschehen wäre. o. 1497, Febr. 18. (samstags nach dem sonntag Inuocavit), Baden. Cristoff Markgraf zu Baden etc.: Habe seinen Diener Hannsen vonWurtzburg wieder an den Hof königlicher Majestät abgefertigt. Bittet, dass der Graf, der sich bisher gegen denselben gutwillig erboten, „(ob dich ein böser lufft anwehen würde)", auch ferner demselben beholfen sei, wofür er ihm und seinem Bruder ein freundlicher und gnädiger Herr und Nachbar sein wolle. p. 1497, April 6. (dornstags nach Quasimodogeniti), Stutgarten. Eberhart Herzog zu Wirtemberg und zu Teck, Graf zu Mümpellgart etc.: Der Graf möge die Werbung des Ueberbringers dieses Schreibens, des würdigen, wohlgelehrten, seines (des Herzogs) Rathes und lieben getreuen Dr. Petern Jacobi Arlünensis, Propstes zu Backnang, gütlich hören und demselben glauben gleich dem Herzog selbst. q. 1497, April 7. (freitag nach dem suntag Quasimodogeniti), Nördlingen. Heinrich Herzog zu Meckel- burg etc.: Der Graf möge die Werbung des strengen und festen, seines (des Herzogs) Rathes, Hofmeisters und lieben getreuen Hartman Marschalcks von Ostheim, Ritters, gutwillig hören und demselben glauben gleich dem Herzog selbst. r. 1497, April 27. (dorstag nach Cantate), Heidelberg. Philips Pfalzgraf by Rine etc.: Hat vom Bischof Johans zu Worms vernommen, was guten Fleiß der Graf in seinen, des Pfalzgrafen, Sachen und Händeln bei der königlichen Majestät vorgewandt habe, und hat darum besonderes Gefallen und Dank. Schickt jetzt den ehrsamen, seinen lieben, getreuen Meister Philips Aberlin, Licentiaten, zu königlicher Majestät, den sich der Graf befohlen sein lassen möge. s. 1497, Mai 6. (sambstag nach Ascensionis), Wienn. Mathis Bischof zu Seckaw: Schickt an königliche Majestät den wohlgelehrten seinen sonder lieben Meister Jobst Welling, den sich der Graf befohlen sein lassen möge. „Vnd wann vns aber durch Wilhelmen Trautmanstorfer vnd den verweßer zu Gretz vmb ain appel- lacion, so wir für königliche Majestät regenten aus redlicher vrsach getan, weihe von denselbigen angenomen, clag vnd antwurt, auch rechts&z bescheen sein vnd röm. königlicher Majestät verpott vnd inhibicion vnd königlicher Majestät nicht zu clainer Verachtung, auch wider recht vnd alle pillichait merclicher hochmut erzaigt wirdet", bittet er, dem bemeldeten Welling zu verhelfen, damit er auf das königlicher Majestät überantwortete Schreiben gnädig und kurz abgefertigt werde. t. 1497, Mai 21. (suntag Trinitatis), Rotenmann. Mathias Bischof zu Segkaw: Copie des Schreibens an königliche Majestät liege bei. Bittet, „gemainer pfafhait vnd dem rechten zu gift" die Sachen zu fördern. u. 1497, Juni 1. (phfintztag vor st. Erasem tag), Luentz. Leonhard Graf zu Gortz undTiroll: Hat dem edlen Symon von Hungerspach, königlichem Schatzmeister, befohlen, wegen des Vertrags, so Graf Heinrich mit seinem (des Schreibers) lieben Oheim von Zollern und Gosenpratt in königlicher Majestät Namen mit ihm, dem Schreiber, geschlossen, und besonders wegen des Schlosses Grüenburg, mit königlicher Majestät zu handeln. Der Graf möge ihn dabei fördern. v. 1497, Juni 2. (freitagk post octavam Corporis Christi), Mecheln. Albrecht Herzog zu Sachsen etc.: Empfiehlt ihm seinen Rath, Em Dittrieh von Harras, Ritter, und die Förderung des Handels, wegen dessen er diesen an königliche Majestät gesandt. '■'St% äMl ^^m !! ■ wm ^^^^H H : y I - I I i ■t*& 182 1497. w. 1497, Juni 17. (samstag nach Viti vnd Modesti), Baden. Uristoff Markgraf zu Baden etc.: Empfiehlt ihm Bernhart Sittich den Eomrych, seinen (des Schreibers) Hintersassen, der lange in seinen und seiner Vordem Diensten hergekommen, und nun mit königlicher Majestät etwas zu handeln habe. Erinnert zu Bernharts Gunsten auch an dessen Alter und an die langen Dienste, die derselbe weiland kaiserlicher Majestät loblicher Gedächtniss und jetzt dem Könige gethan habe. x. 1497, Juni 20. (zinstags vor st. Johanns Sonnwenden tag). Burgermeister und Bath der Stadt Kempten. Durch ein Schreiben des Grafen ist ihnen der Befehl königlicher Majestät zugegangen, derselben 500 fl. zu leihen; es bleibt aber bei ihrer Antwort, die sie bereits durch den Pfleger zu der Hohenfryberg, Junkherr Hainrich Homer an königliche Majestät eitheilt haben, dass das Darleihen nicht in ihrem Vermögen sei, da ihre jährlichen Ausgaben die Einnahmen überschreiten. y. 1497, Aug. 14. (vff Vnser lieben Frouwen obendt Assumpcionis), Zabern. Albrecht Bischof zu Stras- purgk, Pfalzgraf by Eine, Herzog in Beyern und Landgraf zu Elsas. Hat seinen Kath, Vogt zu Bufach und lieben getreuen Jacob von Lanndspergk den älteren, Beweiser dieses Briefes, mit anderen Verordneten des niedern Bundes, Fürsten und Städte an königliche Majestät abgefertigt zu Verhandlungen wegen „der Faren- bulere vnd St. Gallen mißhell", demselben auch eine Supplication in eigenen Geschäften an königliche Majestät übergeben. Der Graf möge ihm behilflich sein und wegen der Losung der zwei Dörfer Merxheym und Retterß- heym von königlicher Majestät schriftliche Bewilligung und Commission erlangen. z. 1497, Aug. 17. (donnstags nach Assumpcionis Marie). Eberhart Herzog zu Wirtemberg: Schickt hie- mit Instruction und schriftliche Handlung, seinen Bäthen Wolfgang von Ettingen, Eitelfriedrich von Zoll er, Grafen, und Cunrat Breynung, an die königliche Majestät zu bringen; falls keiner von diesen „anhaimisch" wäre, möge sie Graf Heinrich an königliche Majestät überantworten. aa. 1497, Aug. 19. (sampstag nach Assumpcionis Marie), Costentz. Hugo Bischof zu Costentz: Hat schon vormals schriftlich gebeten, ihn wegen der Vereinung, so er mit gemeinen Eidgenossen anzunehmen bewilligt, gegen königliche Majestät zu verantworten. Schickt nun Herrn Johansconrat von Bodman, Domherrn zu Costentz, und Walther von Hallwil, seinen Hofmeister, anderer Sachen halb und um ihn hierin weiter zu verantworten, an königliche Majestät. Bittet denselben behilflich zu sein. bb. 1497, Aug. 20. (sonntags nach Assumpcionis Marie virginis), Stuttgarten. Wolfgang Graf zu Fürstem- berg, Landhofmeister, an seinen Bruder: Empfiehlt ihm den hochgelehrten Vyt von Fürst, Doctor, der bei königlicher Majestät gefördert zu werden wünscht. cc. dd. 1497, Sept 8. (an Vnser lieben Frawn tag Natiuitatis), Wyenn. Mathias Bischof zu Seckaw: Sonder gute Freunde, die Pauliner in der Newenstatt, sind ihrer geordneten Gilt, darauf sie kaiserliche Majestät sei. geordnet hat, ganz entsetzt und also „geermet", dass sie sich zerstreuen müssen, wenn ihnen nicht geholfen wird. Bittet, dieselben, die an königliche Majestät schicken werden, dabei zu unterstützen. 1497, Sept. 11. (montags nach Natiuitatis Marie, ylents). Albrecht Bischof zu Straßburg etc. die Supplication, die sein Bote an königliche Majestät überbringe, zu unterstützen. ff. Bittet ee. 1497, Sept. 13. (mitwochen nach Natiuitatis beate Marie virginis gloriosissime), Steinnach. Friderich Kurfürst und Johannes, Gebrüder, Herzoge zu Sachsen, Landgrafen in Doringen und Markgrafen zu Meissen: Gedenken morgen Donnerstag Vormittag hier zu bleiben und danach zu königlicher Majestät zu reiten; bitten um Nachricht, falls diese ihrer früher bedürfe. 1497, Sept. 19. (zinstag nach des hl. Crutz tag Exaltacionis), Zabern. Albrecht Bischof zu Stras- Bggi&ga gg- hh. 1496. 183 kk. purgetc: Bittet in einer beigeschlossenen Missive königliche Majestät, seine Supplication endlich zu verhören; der Graf möge dazu behilflich sein. 1497, Okt. 12. (dornstags nach Dionisy). Martin Abt des Gotteshauses Eichenowe: Empfiehlt seinen Boten an königliche Majestät, Weiser dieses Briefes. 1497, Okt. 27. (an st. Simon vnd Judas abent), Onoltzbach. Heinrich, Herzog zu Meckelburg etc.: Hat seinem Marschalk, Eath und lieben getreuen Jorigen von Biswang Werbung an den Grafen aufgetragen; bittet dieselbe gütlich zu hören. 1497, Nov. 16?") (st. Murins aubent), Curperg (?). Gaudentz Graf zu Metseh, an seinen Vetter: Hat von ihm noch keine Antwort auf sein Schreiben wegen der Commission seines Herrn von Gortz. „Wut mich, ain fydel prueder, verachten, dorumb daz du ain gewaltiger marschalk pist; doch wo es dir wol gat, hab ich ain sundre frewd vnd pillichen." Gerade seinethalben, des Vetters, aber sehe er es gern, wenn dieser die Sache seines Herrn von Görtz fördere, denn ihm werde sie sonderlich zu gute kommen. a) Wenn Flurins = Florinus; wenn = Florian, Mai 3. 1497, Dez. 15. (freitag nach Lucie), Bamberg. Heinrich Bischof zu Bamberg: Empfiehlt seinen Bath und lieben getreuen Sebastian Ilsung, beider Rechte Doctor, und Conradt Grossen, seinen Hausvogt, denen er Werbung an ihn aufgetragen. 35 Pap. Or. theils mit Siegelspuren, theils mit aufgedrückten, aber unkenntlichen Siegeln. Donaueschingen. P'Ä TOtiiiW ... ■■ i ■■ ■ -. ■ . .. • an : HHBH ■hHm I hUNQm ...K::i-' ä ■ 1496, Sept. 26. 200. Caspar Freiherr zu Morsperg und Beffort, obrister Hauptmann und Landvogt und in dieser Sache königlicher Commissär urtheilt (unter Mittheilung der ihm von König Maximilian übertragenen Commissionen, de datis: 1496, März 13. (sonntag Le- tare) Schwebischwerd und 1496, Aug. 5., frytag nach st. Peters tag ad vineula, Landegg) auf die Klage der Grafen Heinrich und Wolfgang von Fürstenberg gegen die Stadt Villingen, darüber dass dieselbe 1. einen Mörder und einen Dieb aus der Grafschaft Fürstenberg habe einfangen lassen, 2. Eingriffe in ihre Jagd thue und 3. Holz in ihren Waldungen fälle: dass die Grafen, da die Villinger am bestimmten Tage nicht erschienen, mit ihrer Klage Recht behalten') 2 ). Geben vff mentag nest vor st. Michels tag archangeli 1496. Das Siegel des Ausstellers (beschädigt). Perg. Or. Donaueschingen. 1) Im f. f. A. und Villinger Stadtarchive liegen noch mehrere auf diesen Streit bezügliche Commissoria, Zeugenverhöre und ein wegen der Kosten ergangener Urtheilsbrief aus dem Jahre 1496 und 1497. 1496, Juli 18. (montag nechst nach st. Margareten tag) erkannte derselbe königliche Commissär, nachdem die Anwälte der Stadt Vilingen als Schlussrede eingewendet, die vermeinte Commission sei wider Ordnung der : ■ mm ^' ..' JUS' ' •■'■..:' ... ."■;.■ ' I n ?i;3! ; SSfläSiS ■8 qkäsmm 184 1496. gemeinen Recht, unnütz und kraftlos: dass ihm nach Inhalt der königlichen Commission und Befehl nicht gebühre sich deren zu entschlagen, sondern dass er in der Sache ein Richter sein solle. Perg. Or. Donaueschingen. 2) 1501, Jan. 11. vermittelt in den Spännen zwischen Grafen Wolfgang zu Fürstenberg etc. und der Stadt Villingen Conradt von Schellenberg zu Hiffingen, Ritter, der dieselben aus dienstlichem Willen und guter Nachbarschaft nicht gern gesehen und in Treue bedauert hat, nachdem seine angebotene Vermittlung von den Parteien angenommen worden, nebst Hans von Reckenbach, Vogt zu Hausen im Kinzigerthale, und Johans Krauss, Stadtschreiber zu Villingen, als Zusätzen, folgenden Vergleich. 1. Der Zirkel der städtischen Obrigkeit geht von der Mark „bey dem bild vff Schweninger staig, do das hochgesträß von Schweningen herin- gehet, biß an das gemauret byld am Asamer weg", weiter „in die mark gleich hinder der vndersten müle gesetzt, ... in die mark zuenechst hinder Wahrenburg, ... in die mark vff st. Marien Magdalena bühel a ), .... gestrags hinüber biß in die mark vif dem alten burkstall, genannt Rumstall, .... hinüber in die gesetzt mark am Verenbacher weg, .... in die mark in Züschlins imengarten vnd von demselben imengarten oder mark vor dem Aichweldlin hinumb biß in die mark jenet dem rain hinder des Hüeners imengarten, .... den grund hinab biß an das wasser, genannt Kürnbach, .... abhin biß zue Hanns Künigs Fölenschmidten vnd daselbst vor St. Germans wald vnd Vögelins spitz herumb biß an der von Villingen weyerwuor, .... biß zue dem kilchlin, genant Nairstetten b ), .... dem almendweg nach hinüber biß an den Touchinger wege, zum büren- boum, .... hinüber biß an die erst mark am Schweninger weg. Wald aber, den die Villinger in diesem Bezirk etwa wachsen lassen, soll den Grafen gehören. 2. Doch behält der Graf das Geleit bis an die Stadt, desgleichen den Zoll und das Recht, seine flüchtigen oder „abschwaiffigen" eigenen Vogtleute und Hintersassen bis in den städtischen Bezirk zu verfolgen und zu strafen; erfinden sich aber darunter „malefitzisch leut", so haben auch die Villinger Macht dieselben zu strafen. 3. Kommen solche Flüchtige in die Stadt, so sind sie auf Erforderung der Grafen oder ihrer Amtleute entweder an diese auszuliefern oder die Stadt hat sich doch derselben zu entschlagen und sie fürder nicht zu enthalten. 4. Dagegen dürfen die Villinger ihre Flüchtlinge, soweit es sich um bürgerliche Klagen handelt, in der Landgrafschaft auf dem Lande, außerhalb der Städte ergreifen, sollen aber solches vorher einem Vogt oder Statthalter des Dorfes zu wissen thun, der ihnen dann dabei behilflich sein soll. Welche aber die Lebens- oder Blutstrafen verwirkt haben: Ohren abhauen, Finger ab- und Zunge ausschneiden, sollen zur Bestrafung den Grafen überantwortet werden. 5. Flüchtige Villinger in den Städten der Landgrafschaft sollen die Grafen an die Stadt ausliefern oder ihnen auf Erfordern derer von Villingen Recht „in dem costen, wie die von Villingen inen gegen den iren in ir statt thun", erfolgen lassen. 6. Um Malefizhändel wegen in der Landgrafschaft verfolgte und ergriffene Villinger haben die Villinger, wenn sie solchen nachgeeilt, vor das nächste Gericht der Herren von Fürstenberg zu führen. 7. Das einem Villinger geraubte oder entwendete Gut, das im Besitze eines vor fürstenbergischem Gerichte abgeurtheilten Uebelthäters ergriffen wird, ist dem bestohlenen Villinger nach Abzug der erwachsenen Gerichtskosten zurückzustellen. 8. Kein Theil soll des andern offene Feinde enthalten. 9. Bei Forderungen von Vogtleuten und Hintersassen beider Theile gegen einander, ausgenommen Lehen, verbriefte Schulden, die „Verzeihungen" in sich halten, geistliche und die Obrigkeit berührende Sachen, soll jeder Kläger dem Antworter in die Gerichte, zu denen dieser gehört, nachfolgen. 10. Appellationen sollen nicht weiter gestattet werden als vor das Landgericht der Landgrafschaft Baar; ist aber die erste Rechtfertigung vor diesem ergangen, soll es bei dessen Urtheil ohne Appellation bleiben; von ürtheilen des Stadtgerichtes zu Villingen oder in Dörfern soll auch eine weitere Appellation nicht gestattet werden als vor einen „beleutnen" (sie) Rath der Stadt Villingen; berührt aber die Forderung Erb, Eigen, liegende Güter oder „ander ehehaffte", so soll an jedem Ort Appellation nach Herkommen dieses Ortes und ordentlichem Rechte offen stehen. 11. „Vmb gichtig vnd vnlougbaren schulden soll es von baiden thailen von jedem amptman, da der ansprechig gesessen ist, dem Schuldner guote pfannd von des ansprechigen aigen gegeben werden, die der Schuldner wol treiben oder tragen mag; wo aber der an- SSffia? 1496. 185 sprechig mit sollichem nit zu uerpfenden hett, so sollend doch dem Schuldner sonst gute pfand ...., die der schuld wol werth vnd des drittails wol besser sind, gegeben werden. Vnd dieselben pfandt solle der cleger hinder den richter acht tag die nechsten lassen ligen vnd nach verscheinung der acht tagen so soll in des ansprechigen willen sten, ob er wöll, das der cleger die pfand an demselben end auff die gant schlach oder mit im hinweg in sein gericht, da er sesshafft ist, fahre, vnd an welchem endt er sollichs annimbt, soll nach sollicher vergantung dannocht der ansprechig nach acht tag zue solchen pfänden losung haben; in dem allem, wie vorstat, gaistlich Sachen, verbriefft schulden, die verzeyhungen in sich halten, lehen vnd das, so den ober- weiten zuegehört, soll berechtiget werden an den enden, dahin ain jedes von rechts wegen gehört." 12. Ei«en- leute der Herren von Fürstenberg, die vor 1468 oder mit Willen ihrer Herren in Villingen als Burger und Burgerinen aufgenommen worden, sollen des Burgrechts daselbst genießen wie andere Burger; die später dahin übergesiedelten aber sollen in Villingen nicht als Burger angenommen und den Grafen ihr Eecht gegen dieselben vorbehalten sein. „Vnd welche aber derselben der aigenschaift ahngichtig weren, wa dann die herren von Fürstenberg dieselben laut der guldin bull der aigenschafft besetzend, zue sollicher besatzung man sy auch ohnuerzug komen lassen soll, so sollen die von Villingen denselben besetzten den herren von Fürstenberg lassen folgen vnd wider der herren von Fürstenberg willen kain irn aigen menschen in ir statt enthalten." 13. Von Vieh, das fürstenbergische Leute bei Villinger Gemeinden stehen haben, können die Herren sich ihren Sterbfall (halbtheil ains hauptvychs) holen; ebenso umgekehrt. 14. Dasselbe gilt von Strafen, ererbten Beitheilen oder Drittheilen. 15. In Kriegszeiten geflüchtetes Gut soll ein Theil dem andern aufbewahren und zollfrei zurückerstatten. 16. Nehmen die Herren von Oesterreich oder die Anstößer Aenderung mit der Münze vor, so sollen beide Theile Vertreter zur Vereinigung darüber zusammen schicken, da Noth ist, dass beide die Münze mit einander halten. 17. Die Stadt Villingen darf offen verschriebene und verkündete Aechter, die auf dem Landgerichte zu Fürstenberg in die Acht gethan, nicht weiter als nach Inhalt ihrer Freiheit enthalten. 18. Hagen, Jagen, Hetzen und Beißen gestatten die Herren von Fürstenberg denen von Villingen in folgendem Bezirk: vom Haidischen stain in die Kürnach, gen Pfaffenweiler, Vberauchen, Kilchdorf, unter dem Kain hinauf gen Marpach, das Thal hinauf in Geigenhals, an den Düramer See, gen Mülhausen in Neckersfurt, über das Hoch- gesträß herein gen Villingen bis an die ausgeschiedenen steinernen Marken. 19. Bath und Obrigkeit zu Villingen sollen Acht haben, dass ausserhalb dieses Bezirkes kein Villinger Hirsche, Behe, Hühner, Bären, Schweine oder ander Hochgewild in den Forsten und Wildbännen der Herren von Fürstenberg jagt; „wo aber hären oder schwein jemandts in seinen guettern, vor dem wald gelegen, schaden theten, dieselben mögen solliche fraidsame thier wol schiessen oder sonst demmen." Als Wildschützen verdächtige Villinger mögen die Herren von Fürstenberg oder ihre Forstmeister vor dem Stadtgericht zu Villingen beklagen und läutern, auf frischer That Ertappte selbst strafen. 20. Leute der Herren von Fürstenberg, die den Markt oder sonst zu ihrer Noth- durft die Stadt Villingen besuchen, sollen gegen die von Villingen nicht missgethan haben, wenn sie ledige Hunde mit sich traben lassen und wenn diese Hasen oder Füchse, die ihnen an die Hand stießen, fahen. 21. Gegenseitig gestatten sich beide Parteien Besuchung der Märkte mit Kaufen und Verkaufen. 22. In dem Bezirke: Emingen, Sundthaußen, Haidenhoffen, Äsen, Eschingen und was dazwischen gegen den Wald gegen Villingen zu liegt, mitsammt dem Wald ist den Leuten der Herren von Fürstenberg erlaubt, die Handwerksleute zu Villingen zu aller Nothdurft zu brauchen und umgekehrt. 23. Da der Schinder der Obrigkeit unmittelbar zugehören soll, die von Villingen aber einen solchen Meister bei sich sitzen haben, ist beredet, dass derselbe „die waid zinß ambt" von den Herren von Fürstenberg empfahen und davon jährlich 1 Ti Pfeffer Zins geben soll; wogegen ihm seine Hantierung in folgendem Bezirk erlaubt sein soll: zu Danhaim, das Brigen- thal bis gen Grieningen, Haydenhoffen, Bießingen, Oberbaldingen, Emingen, Sundthaußen, Thuoningen. Er soll aber die armen Leute auch bei der Stadt Villingen Lohn verbleiben lassen. 24. Da die von Villingen zuweilen einen Nachrichter brauchen, ist beredet, dass sie den der Herren von Fürstenberg brauchen dürfen IV. 24 isilllllliffsl WMmmt j:--/v^v:>s. ■ • • ■ _■ ■''■■■'->■< ■■■■in iwiiiifiiiiii ■ ■ ■ I . t _».',*,'•"<'";'■ m ■ ■ .... : ': . , ■ SH^ÖMWI Hb . ■B I '■BBeKHI ■ B SHsflBl !h£5to!f* ■■;'.:.'■■> V'" ■''' "*. -• ,J %1 '«&- -V-' "fiiii 186 1496. und zwar zu dem Lohne, den man ihm in der Landgrafschaft Bare oder Fürstenberg gibt, nämlich eine Person vom Leben zum Tode bringen 2 $ Haller und für Stricke und Handschuhe 5 ß Haller und dazu jeden Tag für Zehrung 10 ß Haller, für andere Strafen aber, nämlich Ohren abhauen, mit Ruthen ausstreichen und dergleichen halb soviel wie das obige. 25. Bei weiteren Irrungen sollen die Parteien vor Bürgermeister und Rath der Stadt Vberlingen kommen, die darüber in Monatsfrist entscheiden und bei deren Bescheid die Parteien bleiben sollen. 26. Vom römischen Könige soll auf Bitten beider Parteien eine Commission auf die von Vberlingen ausgebracht werden, worin Seine Majestät denselben befiehlt, sich solches Hintergangs zu beladen. Graf Wolfgang hat diesen Vertrag zugesagt und bewilligt, ist aber, noch ehe derselbe „gentzlich mit der be- siglung vffgericht", gestorben, worauf sein Sohn, Graf Wilhelm zu Fürstenberg, Landgraf in Bare und Landvogt in Ortenau, anstatt seines Vaters für sich und seinen Bruder, Grafen Friderich, zugleich mit der Stadt Villingen und Herrn Conrat von Schellenberg besiegelt hat. Geben vff montag vor st. Hilarien tag 1501 c ) (sie). Copie von Rochus Negerin, Modisten und Rechenmeister zu Villingen, v. J. 1602. Ein Heft von 32 fol. Donaueschingen. Eine andere Copie auch in der f. Hofbibliothek daselbst, Mspt. Nr. 636. — 1510, April 18., Innsbruck, bestätigte Maximilian, erwählter römischer Kaiser, diesen Vertrag (Copie a. a. 0., fol. 28) und 1510, April 18., Innsbruck, beauftragte derselbe Bürgermeister und Rath zu Vberlingen mit der Schlichtung weiterer Irrungen zwischen den beiden Parteien (Copie a. a. 0., fol. 30). a) Heute Magdalenenberg. b) Nordstetten. c) Doch wohl verschrieben für 1510. 1496, Sept. 28. 201. Wolfgang Graf zu Furstenberg etc. und Bruder Wilhelm von Reminchingen st. Johans Ordens, Comthur zu Vilingen, beurkunden, dass vor ihnen als Herren des Dorfs und der Pfarrkirche Pforren erschienen die ehrsamen ehrbaren Herr Conradt Algöwer, Kirchherr zu Pforren, sammt Vogt, Gericht und dem Mehrtheil der Gemeinde zu Pforren, welche erklärten, die von ihren Vordem sei. vor langen Jahren in der Pfarrkirche zu Pforren angefangene Jahrzeit für alle elenden, vergessenen und gläubigen Seelen, genannt „der eilenden armen seelen jarzit", die etliche Jahre erloschen war, erneuern zu wollen, und bestätigen diese Stiftung. Jedes Jahr am Güttemtag nach der Kirchweihe zu Pforren sollen 12 Priester in der Kirche daselbst eine Vigilie und danach drei Aemter singen, das erste auf dem Fronaltar für alle elenden gläubigen Seelen, das zweite auf St. Katherinen Altar für alle Seelen, die aus diesem Jahrzeit verschieden sind, das dritte an Unser Lieben Frauen Altar zu Trost aller Lebendigen, die sich in diese Jahrzeit empfohlen haben. Jedem Priester sollen dabei „zu presentz" 10 Pfennige und ein Mahl Essen gegeben werden, dem Meßner 6 3\ und der „ybiß vom lütten vnd vmb den roch"; „ob ouch arm fremdlüt vff dem kirchoff oder huß arme menschen derzit hinder den ampten der messen stünden, soll jedem 2 haller oder ain pfening wert brot durch aller eilenden glöbigen seien willen geben werden." Jedem Stifter soll nach seinem Tode „sin lipfel, sübender vnd dris- imm 1496. 187 sigister" begangen werden mit 4 Priestern; die Stifter sollen in ein jährlich zu verlesendes Rodel l ) geschrieben werden; als Pfleger der Stiftung sollen vom Kirchherrn, Vogt und Gericht daselbst einer aus dem Gericht und einer aus der Gemeinde zu Pforren durch Stimmenmehrheit auf 1 Jahr gewählt werden. Stifter: Graf Wolfgang zu Fürstenberg für sich und seine Erben ewig 1 Malter Vesen jährlich aus seinem Bau und Kasten zu Pforren; Wilhelm von Reminchen (sie), Comthur zu Vilingen, sein Leben lang 1 Malter Vesen jährlich; „er wil ouch vlis by sinen obern ankeren zu erlangen, das sine nachkomen sollichs ouch geben sollen"; der Kirchherr Herr Conradt 1 & Ewiggelds; Bechtold Mayer, derzeit Obervogt, dasselbe; Hans Tubennest, Vogt zu Wärternberg, 20 Malter Vesen Schuld „am Vindtenkern"; Andres Kotz, Schreiber, eine Kuh „vnd dise briefe darzü geschoben"; Conrat Kütler, Dorfvogt, ein Kalb und jährlich 6 ^; Michel Fritschin 3 fl. und jährlich 6 ^ ; Meister Clewin Scherer, 1 Kuh, 1 Schaf und jährlich 6 ^ ; Petter Eminger 1 Kalb und jährlich 6 ^ ; Hans Eminger dasselbe; Derrs Vögellin eine Kuh und jährlich 6 $\', Jos Mayer 1 Schaf und jährlich 6 3\ ; Brid Mayerin 1 Ü ; Henßli Weber 1 Schaf und jährlich 6 3\ u. s. w. Geben vff st. Michels aubendt 1496. Die Siegel der beiden Aussteller fehlen. Perg. Or. Pfarrregistratur Pfohren. 1) Ein solches, erneuert 1522, ist in der Pfarrregistratur Pfohren erhalten. H8fiS3§£iS üü will ■ ,' ■ . ■ » ..'<■* -•■Jj-'*- ? HB ' ' wifflm n ■ S g 1496, Okt. 13. 202. Abt Jörig von Zwifalten theilt als königlicher Commissär dem Grafen Wolf zu Fürstemberg ein Schreiben des römischen Königs Maximilian mit, geben zu Lindow 19. Sept. 1496, worin es heisst: „Wir haben furgenomen, dem hailigen reiche deutscher nation vnd gemainem nutz zu fürderung vnd gutem, auch den veinden des erütz Cristi, den Turcken, zu widerstannd, den ström des wassers der Thünow von Tün- eschingen, da es sinen fr sprang hat, bis gen Vlm flössig zumachen" und ladet den Grafen auf st. Othmars Tag (Nov. 16.) nach Riedlingen in die Stadt, um dort mit den andern „herrschafften, comunen vnd sonderpersonen, die an den itzbemelten orten vff dem gemelten Thünowstrom herlichait, flecken oder guter haben", über die Ausführung der königlichen Anordnung zu berathen. Geben an dornstag vor sant Gallen tag 1496. m&ffl Das aufgedrückte Siegel des Abtes fehlt. Pap. Or. in duplo. Donaueschingen. 24 = 108 Hl lliitfliilö WS x Lv3SJgs§S& sf . •■;.,. 188 1496. 1496, Okt. 19. 203. Albrecht Bischof zu Straßpurg, Pfalzgraf bei Eine, Herzog in Beyern und Landgraf in Elsass, schlichtet die Irrungen zwischen Grafen Wolfgang zu Furstenperg und Schuldheiß, Rath und ganzer Gemeinde zu Haselach, nachdem er die Parteien „anfangs gutlicher vnd so die gutte nit stattung betroffen, rechtlicher handlung" vor sich und seine Räthe vertagt. 1. Die von Haselach sollen das zu den zwei Mühlen des Grafen bei Haselach nöthige Bau- und andere Holz aus ihren Waldungen hauen lassen. 2. Sie sollen in diese Mühlen gebannt sein. 3. Straßpurger und Baseler Münze sollen in ihrem Werth, wie bisher, genommen werden. 4. „Das die appellacion vnd berufungen von vrteylen, zu Haselach gesprochen, ordelich an graue Wolfgangen, sin erben vnd nachkomen, vnd obe von den selben oder iren vrteylen wyter appellacion vnd berufungen not wurde, dannenthin an die oberhandt geen sollent; vnd vff das die von Haselach irer gegebnen vrteylen wie bißhar in appellacionibus nit bedürfen müntlich furtragen, mugen sy dieselben ire vrteylen in geschrift fassen vnd vbergeben lossen" *). 5. „Das ein yede person, frouwen vnd man, doch diebe, mördere, mörtliche totslegere, notzogere, straßröwbere, verrätere, ketzere, kirchenbrechere, per- sonen iren herschafften wyder pflicht missehandlen oder meyneydig werden oder andere pinlichen hendel begangen haben oder werden begon, vßgescheyden vnd nit gefriet, aber sust vmb alle hendel vnd bürgerlich sachen, hohenstroffen vnd pinlicheytten nit vff inen tragende, die selben getättere in eins yeden zwulfers hüse zu Haselach fry- heyt suchende, sollent dorinne fryheit vinden vnd haben; vnd obe ein schultheys zu Haselach solliche personen in der freyheyt verhüten lossen wurde, des sollent ime die bürgere zu Haselach gemeynlich, vßgenomen der zwulfer, by des behusung die Verhütung ye zu zyten beschicht, dem schultheyssen zu verhelfen schuldig sin; vnd so ein zwulfer zu Haselach inne oder vsserhalben der statt offne würtschaft haltet oder halten wirdet, in des oder der selben behüsungen obgerurte fryheyt nit soll stat haben." 6. Fürstenberg soll im Rath die Umfrage halten ausser in Sachen, die Fürstenberg selbst betreffen. 7. Der Vertrag von 1464, Okt. 1. zwischen der Stadt und den Thälern Mulbach und Hagspach '), (der in Transsumpt mitgetheilt wird) soll in Kraft bleiben. 8. „Das ein yeder schultheyss in den händlen, den nyderen gerichtzwang, als spil, ebroch vnd andere vnzücht berürende, die nit hohe besserung vff inen tragen, mit rat der rate daselbs verbietten vnd in verbotten handien, aber alle andere pinlichen sachen vnd händel, hohenstroffen vnd besserungen betreffende, soll vnd mag ein schultheyss in namen der herschaft vnd one rat der rate, für sich selbs, ye nach HHHffi 1496. 189 gestalt der Sachen, verbietten, gebietten vnd verwalten, vnd die rate vnd gemeynde zu Haselach sollent daselbs one wissen vnd gehelle eins schultheyssen niemanden ge- fenglich annemen, in die keffich oder gefengnus nit legen, es were denn vmb händel, bürgerliche stroffe berürende, des sollen sy in namen der oberkeit anzunemen vnd ledig zu lossen macht haben; aber vmb wort der herschaft oder zu abbroch des ge- meynen nutzes, in hohestroffe reychende, züsampt allen andren hendlen, pinlicheyt vnd hohestroff vff inen tragende, soll vnd mag ein schultheyss oder amptman in namen der herschaft, als vorgemelt, für sich selbs vnd one gehelle der rate gefenglich annemen vnd annemen lossen, doch die angenomenen bürgere vmb hendl, das leben nit berürende, vff burgschaft zu recht wydervmb zii stündt von banden lossen kommen" 2 ). 9. Die Pürstenbergische Herrschaft soll den Schultbeissen setzen, doch „ye zu zyten vß vnd von den zwulfern des sitzenden oder gegenwirtigen rats zu Haselach vßzyhen vnd nemen". 10. In Beisein des Schultheissen oder seines Statthalters sollen die Stadtthore beschlossen und entschlossen, die Zölle, Ungelde und anderen Gefälle der Stadt verrechnet und verwaltet werden; der Ertrag der letzteren soll mit Wissen und Eath der Herrschaft oder der Schultheissen an der Stadt verbaut oder zu ihrer Besserung und zum gemeinen Nutzen angelegt und verwendet werden. 11. Die Stadt soll der Herrschaft jährlich 10 Mark löthiges Silber zu Jahrsteuer geben und darin nicht gesteigert werden. 12. Die von Haselach sollen auch ferner die Wälder, Wasser, Weiden, Almenden, Ungeld, Zölle und den Bannwein inhaben und brauchen, die Gefälle davon jedoch mit dem Schultheissen verrechnen und nach dessen Rath mindern, mehren oder verbauen. 13. Neue Zwölfer soll der Rath aus der Gemeinde wählen und der Herrschaft anzeigen, diese sie einsetzen, außer wenn sie Gründe dagegen hat. 14. Die Räthe und Zwölfer sollen „frügmessere, schulmeystere, sygeristen, büttel, nachrichtere, hirten, hertere, partenere" und alle andern Stadtämter, doch mit Rath und in Beisein des Schultheissen besetzen. 15. „Weide vnd veldt eynungen" sollen die Zwölfer und der Rath, wie bisher, ohne Schultheißen, aufsetzen, einnehmen und verwalten. 16. Ebenso die Maße „fechen". 17. Haselach soll von der Herrschaft nicht verpfändet oder für Schulden verschrieben werden; wird die Stadt widerrechtlich bekriegt, so soll ihr die Herrschaft nach Vermögen Hilfe bringen. 18. Streitigkeiten und Unfüge der Bürger oder „vßbürger" unter sich in ihren Häusern sollen je nach Gestalt der Händel gestraft werden. 19. Schulden von herrschaftlichen Dienern oder Knechten an Burger oder Inwohner der Stadt sollen zuerst vor der Herrschaft verklagt werden, wenn aber in dreimal vierzehn Tagen der Kläger nicht befriedigt ist, soll die weitere Betreibung der Stadt zustehen; „vnd so einer vor der stat Haselach wonende einem bürgere in der stat schuldig were oder wurde, der soll ouch vmb ■ m m \ gJftSijS WäBBSKBaM $si$ii$t HH^HhHBI WH ! w;.&'*vä^: Kgif| 'txTf i 'SJ ; '-""-S' ■'■ ■■■■ P ■■ ' ■ ■■ ■:■ 1 rly?^ ■■.'":..■ ■■ 1 .■ ..:■' -01p-'? .; ■. ; ..- : i3föj&E% : Pwlßä • ■■ '■'■ I '■' . ■ i*fif~$ 5*iAf..ü ! 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Die Burger sollen der Herrschaft nach deren Nothdurft mit Reisen dienen, doch nicht weiter, als dass jeder in der ersten Nacht wiederum zu Haselach an seiner Herberge sein mag. 21. Nach dem Tode eines Herren von Furstenperg sollen die Zwölfer, Rath und Gemeinde zu Haselach den nächsten Lehenserben des Stammes und Namens Furstenperg als Herrn annehmen; derselbe soll sich verschreiben diese Statuten zu halten und die von Haselach sollen sie beschwören. 22. Die Herrschaft soll niemand Schädlichen oder Unehrlichen in die Stadt lassen und 23. die Burger nicht wider diese Statuten beschweren. 24. Die Haselacher sollen das Recht der Freizügigkeit haben. 25. Irrungen zwischen der Herrschaft und der Stadt sollen vor den Bischof von Straßpurg gebracht werden. Geben vff mitwoch noch st. Lux tag des hl. ewangelisten 1496 2_ *). An schwarz-weissen Seidensehnüren hangen das Pontifical- und das große Capitelsiegel von Straßpurg (beide spitzoval, sehr schön gearbeitet; 1. roth in Schüssel; Maria, gekrönt, das Kind stehend auf dem Schooße haltend, auf gothischem Stuhle sitzend; darunter quadrirter Schild, in 1 Schrägbalken, in 2 steigender Löwe, in 3 die bairischen Bauten, in 4 ein auf jeder Seite mit 3 Kreuzen besteckter Schrägbalken; SS. aibztü. bzx. gxa ...... argenti«. Icmtagrtmu (sie) alfaxfe. — 2. gelb, etwas abgeschliffen; Maria mit dem neben ihr auf der Bank stehenden Kinde sitzend in einer Kundbogennische; zu beiden Seiten auf der Bank ein Leuchter; . SANOTE. MAEIE. ARGENTINEN. ECCLESIE.) Perg. Or. Heft von 7 Blättern in fol. Donaueschingen. 1) S. Bd. Ell, Nr. 499 v. 1464, Okt. 1. 2) Am Schluss der Urk. steht von gleichzeitiger Hand: „Vorgeschribnen jors vff mentag noch Aller- heilligen tag (Nov. 7.) haben die vorbestimpten vnser rate diß fryheitten, ordenüngen vnd Statuten beden- teyllen zu Haselaeh vff der ratstüben geoffnot, die selben bede parthen also angenomen vnd zu halten mit truwen an eyds statt von nüwem vnd abermals haben versprochen." 3) 1496, Juni 16. beurkundeten Nicolaus Sahs, Doctor und Kanzler, und Melchior von Schawenpurg, Amtmann in der Pflege Ortenburg, Räthe des Bischofs Albrecht zu Straßpurg, Pfalzgrafen bei Eine etc. und von diesem nach Haßlach gesandt zur Schlichtung der Irrungen, welche zwischen Grafen Wolfgang zu Fursten- berg und Rath und Gemeinde zu Haßlaeh im Kintzgental wegen der „ettwas zwiuelhafftigen vnd vnglichen verstentnis" der Haßlacher Freiheitsbriefe entstanden sind: dass die beiden Parteien erklärt haben, der Entscheidung des Bischofs Albrecht zu Straßpurg, als Eigenthtimers des Städtleins Haßlach und von dessen Stift die Herrschaft von Furstenberg das zu Lehen trägt, sich unterwerfen zu wollen. Geben (in duplo) zu Haßlach vff durstag nach Viti vnd Modesti anno etc. 96. Die aufgedrückten Siegel der beiden Aussteller (Sachs: im Schild ohne Helm 2 schräg übereinander stehende Ringe; das andere unkenntlich). Pap. Or. Donaueschingen. 4) Ein Eintrag v. c. 1500 im Kinzigthaler Lagerbuche v. 1493, p. 193. (Donaueschingen) besagt: „Zwüschend vnserm gnedigen herrn, graff Wolfgangen etc. vnd Schultheis, ouch stattgericht zu Haßlach ist ain Ordnung des appellierens halb abgeredt: wer für vnßern gnedigen hern appellieren will, der mag daz ton, doch also, das er brieff vnd sigel vom gericht zu Haßlach neme, darinn geschriben staudt, waz vor inen gehandelt vnd wie ald warvff sy gevrteilt haben; das soll ainer dann vnserm gnedigen herm oder sim anwalt fürbringen anverzug, vnd von dem tag, als vnser gnediger herr die geschrifft annimpt, soll sin gnad oder sin ober rät ald amptlüt die selb sach vßsprechen in monadts frist, vnd wöllicher appelliert vnd der sach nit also äBSfaSsH mm ■ 1496. 191 nachkem, sonder Verzug tätt, der soll sich hernach obgemelter zit gesumpt haben, es were dann ain sölliche sach, das vnser gnediger herr oder sin anwalt ains bedancks nottürftig wören, der soll inen nach Ordnung der rechten ouch zugelassen sin, alles on geverde." 1496, Okt. 24. 204. Heinrich Graf zu Fürstenberg etc. belehnt Hans Stör von Manbyren (sie) für ihn selbst und seine Schwester mit näher beschriebenen Lehenstücken, Holz, Aeckern und Wiesen in und bei Mamern, die derselbe vormals von seinem (des Ausstellers) Vetter, Grafen Heinrich von Fürstenberg, als welchem die Lehen und Mannschaft von Hohenclingen angefallen, empfangen hat. Geben am mentag vor Simons vnd Jude apostolorum 1496. Gleichzeitige Copie. Donaueschingen. H nHHull « MHHH| W;::^ts. WRmm\ Ms)°:,A WBm sä am M S MM ■ . & mm 1496, Okt. 24. 205. Conrat Fels, alt Burgermeister zu Stayn, bekennt von Grafen Hainrich zu Fürstemberg als ein von Hochenclingen an Fürstemberg angefallenes Lehen, Töchtern als Knaben, ein Gut zu Hilczingen, das jährlich 11 Malter Korn, Vesen und Haber, 3 Herbsthühner und 40 Eier gilt, empfangen zu haben. Geben am mentag vor Symonis vnd Jude apostolorum 1496. Das Siegel des Ausstellers (grün in Schüssel; im Schild auf Felsen ein Rad;.....antrat, fels.). Perg. Or. Donaueschingen. 1496, Dez. 6. Biber ach. 206. Abschied des vom schwäbischen Bunde gehaltenen Tages zu Biberach auf st. Mclaustag. Wegen des Herrn von Geroldseck ist gerathschlagt worden, dass Graf Wolfgang von Fürstenberg und Conrad von Schellenberg dazu verordnet werden, um zu untersuchen, wie ihm zu helfen sei. Besonders möchte man mit dem Pfalzgrafen einen Weg ausfindig machen, damit ihm sein erlangter Theil an Geroldseck abgekauft werde. Aus dem Esslinger Archive mitgetheilt von Klüpfel, Urkunden zur Geschichte des schwäb. Bundes, I, 220. ■ ■ •■ ■■■ , § 1 ■■ . v •m I 1 ■. ■■ Hl I ■. ■ ■ ijEBMN HHH Mf Wim 111 m iiii 192 1497. 1491, Jan. 9. 207. Lorentz Kratzer, Schuldheiß zu Wolfach, gibt dem ehrbaren Henßly Fürner seine Güter vor Gipichen, ausschließlich der Widemmat, gegen 50 Gulden und einen jährlichen Zins von 5 Gulden zu Erblehen; unter andern Lehenspfiichten wird ihm auferlegt: „der stürm glocken vnd dem geschray gehorsam zu. sündt." Geben vf mentag vor st. Hylarien tag H97. Die Siegel des Grafen Wolfgang zu Fürstehberg und des Ausstellers (grün in Schüssel; ein Engel, wie es scheint, hält den Schild, darin Fahne mit unkenntlichem Gegenstande auf dem Tuch (wohl Wolfacher Stadtfahne, vergl. Bd. II, Nr. 536); $. low.......). Perg. Or. Donaueschingen. 1497, Jan. 25. Innsbruck. 208. König Maximilian schreibt an Grafen Wolfgang zu Fürstenberg: nachdem er ihn der Schulden, so er ihm zugethan, anderer merklicher Geschäfte und Auslagen halber dießmal nicht entrichten könne, habe er Statthalter und Eäthe seiner Schatzkammer zu Ynnsprugg angewiesen, allen Fleiß anzukehren, dass dieselben auf nächste Weihnachten bezahlt werden. Datum Innsprugg an st. Pauls tag conuersionis anno 97. Gleichzeitiges Copialbuch: 6 vnd 97 beuelh. Innsbruck. 1497, März 7. Hall im Innthal. 209. König Maximilian schreibt dem Grafen Adolf zu Nassaw, Statthalter seiner Lande Ghelldern und Zutphen, dem Grafen Eytlfridrich zu Zolrn, seinem Kammerrichter und Hauptmann seiner Herrschaft Hohemburg, dem Grafen Hainrich zu Fur- stemberg, seinem Hofmarschalk, dem Freiherrn Veyt zu Wolkenstain, seinem obristen Feldhauptmann, seinen Kämmerern und andern seinen Käthen, so zu Ynnsprugg sind: er habe dem Kurfürsten Friedrich von Sachsen befohlen, sie zu sich zu nehmen und mit ihnen die Irrungen zwischen Bernhart von Scherfenberg einerseits und Bartholome, Ludwig und Gregor von Starchemberg, Gebrüdern, anderseits, „ir eer, glimpf vnd gueter berürendt", zu verhören und darüber an ihn zu berichten. Geben zu Hall im Yntal an ertag vor dem sontag Judica etc. 97. Commissio domini regis propria Semteiner. Spuren des aufgedrückten rothen Siegels. Pap. Or. Donaueschingen. 1497. 193 1497, März 15. Hall im Innthal. 210. König Maximilian an seinen Hofmarschalk, Hainrich Grafen zn Furstemberg: „wir haben etlich personen hynauf gen Ynnsprugg beschaiden vnd emphelhen dir mit ernst, ob dich yemand vmb beschaid anlangen wurde, das du denselben sagest, das wir mit irer vertigung noch nit berait, aber willens seyen, morgen vmb zwelf vr vnser rate hynauf gen Ynnsprugg in die grüen gemalt stuben zuuerordnen vnd solhen personen allda iren beschaid geben lassen." Geben zu Hall im Yntal an mittichen nach dem suntag Judica anno etc. 97. Commissio domini regis propria. Sernteiner. Das rückwärts aufgedrückte königliche Siegel (beschädigt). Pap. Or. Donaueschingen. HH||||||H SQ9K ■« WKBBEß ■ 1491, April 8. Ueberlingen. 211. Auf dem an Samstag vor Misericordia abgehaltenen Bundestage werden von königlicher Majestät Hauptmann, Herrn Hans Jacob von Bödmen, und den anderen Hauptleuten Bestimmungen getroffen, wie man das Land gegen die Eidgenossen schützen wolle, deren kriegerischer Einfall wahrscheinlich bevorstehe. Die Mannschaft der Grafen von Fürstenberg, Herr Cunrat von Schellenberg, Herr Heinrich von Randegk mit Rideschingen, die Almanshofer und Heinrich Sigmund von Howdorf sollen sich zu Boss und Fuß den nechsten uf Fürstenberg zu ziehen, sobald sie Kundschaft oder Befehl erhalten, und in solchem auf Herrn Cunrad von Schellenberg, der an demselben End zu einem Hauptmann verordnet ist, ein Aufsehen haben und seinem Bescheid gewärtig sein. Daselbst mag sich auch vom Volke der Gesellschaft am Neckar (deren eigentlicher Sammelplatz Mühlheim ist) versammeln, wer Fürstenberg näher gelegen ist. Kliipfel, Urkunden zur Geschichte des schwäbischen Bundes I, 223, 224, aus dem Esslinger Archive. 1497, April 18. 212. Vogt und Gericht zu Rypoltzow mitsammt sechs zugesetzten Richtern aus der Herrschaft Romberg urtheilen in offenem verbannem Gericht auf die Klage des bevollmächtigten Anwalts und der Amtleute des Grafen Wolfgang zu Furstenberg gegen Bechtold Burer, Vogt, Hanß und Henßly Büheller, Bechtoldt Büheller, Jörg Haß, IV. 25 IPIlliilsSlls ranuH ■ I ■ BS|Ub9H 9«9HBK|^Hh HHBBHHH n H BhRBHM •Mi llilliiiiSiP :'m¥ i ^ mk HhS hHH ' HB Gags b H B B bI ■'VW;..- ■■■■■■■: — "Jlfll§l öSbB8Bh 194 1497. Martin Jörgen Knecht, Lux Gruber, Molchor Dahamer, Cunrat Bürlin, Hanß Miller d. ä. und Hanß Miller d. j., Großhanß, Langhanß, dessen Sohn, Martin Ziegler den Schieck, den Sträl und den Eckenbühel, alle zu Schenckenzell und in derselben Gegend wohnhaft. Die Kläger erklären, vor kurzem sei ein Straßenraub zu Schenckenzell an zweien „Walhen" verübt worden, die wahrscheinlichen Thäter hätten sich auf den Kübach in Hainrichen des Würths Haus geflüchtet und „als daz geschray worden were", wären würtenbergische und geroltzegkische Leute nachgeeilt und hätten veranlasst, dass die Auslieferung der Thäter an das fürstenbergische Gericht verweigert wurde. Nach eingeholter Kundschaft erkennen die Richter, dass die Höfe auf dem Kübach und insonders Hainrichs des Würths Haus von jedem Gotteshause zu Rypol- tzow zugehörig seien, dass der Priol desselben oder an seiner Statt ein Herr von Fürstenberg dort jährlich zu jagen habe und dass die Höfe mit aller Obrigkeit und Gerichtszwängen unter den Stab von Rypoltzow gehören, über dessen Güter der Graf von Fürstenberg die hohen und niedern Gerichte in Gebrauch habe. Jeder der Frevler wird daher zur Bezahlung von 3 ti ^ Straßburger und 1 „helbling" verurtheilt. Geben durnstag vor st. Jörgen des hl. ritters tag 1497. Das Siegel der Stadt Schiltach (grün, in Schüssel, beschädigt, im Schild 2, 1 Schilde;........ JSdjilt- iadj), das die Aussteller, da sie ein eigenes nicht haben, von den ehrbaren, weisen Schuldheissen und Gericht zu Schiltach, ihren lieben Nachbarn, erbaten. Perg. Or. Donaueschingen. 1497, April 21—29. 213. Schreiben Sernteiners ^) an den Grafen Heinrich von Fürstenberg. a. 1497, April 21. Ernberg an der Klause bei den Goldferchen: Letzten Mittwoch hat königliche Majestät auf dem Fern Briefe von der Königin erhalten, besagend, dass dieselbe an diesem Mittwoch zu Vlm ausziehen, die Nacht zu Memingen sein und fürder stracks auf Fuessen zuziehen wolle, worauf ihr königliche Majestät geschrieben, ihn zu Füessen zu erwarten. Dass Herr Florian, wie der Graf schreibt, noch mit Krankheit beladen sei, hat er königlicher Majestät angezeigt; königliche Majestät wird ihm und den andern von der Schatzkammer zu Innsprugg durch die Post anzeigen, was zu handeln Noth sei. Den Abspruch, wegen dessen r die von der Schatzkammer Virich Möringer zu königlicher Majestät geschickt haben, sollen sie, wie königliche Majestät ihnen antwortete, thun „vnd sein Majestät ist wol zufrieden, das der Küendorfer, Zäch vnd Kreig abgesprochen vnd gefertigt seyn". Secretari Nielaß wird ihm über eine von königlicher Majestät gemachte Instruction und „stat" ") berichten; königliche Majestät will auch „ain Instruction vnd stat auf das hofgesynd vnd ander machen" und ihm die zuschicken. Briefe und alles andere möge ihm der Graf zuchicken „bey der posterey, die dann gangkper ist." Humpis und Hainrich vom Endt sind zu königlicher Majestät gekommen, die sie aber wieder abfertigen wird, „vnd sein Majestät will kurtz, das im kainer vber nachreytt." Philips von Eechberg und ihn, den Grafen, hat er „vnib ire hundert" in den „stat" stellen lassen. Folgen Weisungen 1497. 195 wegen „des Anichs gelt" und „her Veitten freyhem zu Wolckenstain gellt." „Lieber herr, die Eorlieckin hat mir bey meim hern von Anhallt embotten, sy beuelh mich der Luibenegkerin, vnd darauf sol ich wol warten. Sagt ir, ich bedurf irer beuelhnuss an dem ennd nit, dann ich wiss, ir gewallt sey da klain, vnd sy hab mir zugebietten, aber nicht dest weniger, ich well mich ir selbs beuelhen vnd mein vorst vnd wildpannd an stat meins herren Philipsen von Eechberg dermassen bereytten vnd hanndlen, darab mein herr ain gut gefallen wirdet haben, doch so mag ich den vorst jetz nach meinem willen bereytten, dieweil der her zu Innsprugg ist. Ich bit euch auch solichs Philipsen von Eechberg zu sagen vnd sagt mir der Watzlerin, der von Liechten- stain vnd Monntdani (?) mein willig dienst, vnd der Hellin sagt, ich kund den Altenhawser, Losenstainr vnd ander, die in ir geselschafft sein, nit gen Innsprugg bringen, dieweil die posten vnderwegen sein, so kund ich sy mit fug nit mit potschafften abuertigen, nit mer. Bit euch, mich mein gnedigisten herren von Sachsen zu- beuelhen." Datum Eremberg an der claussen bey den goldferhen an freitag vor st. Jerigen tag anno etc. 97. Pap. Or. ohne Siegel und Aufschrift. Donaueschingen. a) = Etat. b. 1497, April 29. (sambstag nach st. Marx tag), Fuessen: Schickt hiemit Brief an den „hawstainrer" Eudolf Harber, worin demselben die königliche Majestät schreibt, wie er der Königin Zimmer zurichten lassen soll. Der Graf soll daran sein und verfügen, dass solches aufs fürderlichste zugerichtet werde, und über die Mängel berichten. „Ich versieh mich, wir pleyben in vnser herberg; wo wir aber ye weichen muessten, wellen wir in den grossen turn bey der kirchen ziehen. Die königliche Majestät ist gester, wirdet auch hewt an die pays (sie) mitsambt dem frawenzymmer, hertzog Jörgen vnd dem bischof von Augspurg ziehen, vnd verhoff, sein Majestät werd sich mit obgemeltem frawenzymmer vnd hertzog Jörgen in vier tagen vngeuerlich wider auf Ynsprugk zu schwyngen." Sodann will königliche Majestät auf Gemsen und anderes zu jagen reiten. „Des gestechs halben herrn Anthoni von Yfan haben er vnd ich an königliche Majestät bracht, aber noch darauf von seiner Majestät nit beschaid." „Ir must in all weg mit dem camermaister Keßler daran sein vnd verfuegen, damit die posst annders dann bißher von stat gee. Es ist ain schant, das die posst nit anders geen sol. Dise posst, so mir in diser stund von euch zukomen, ist vom pfintztag biß auf den sambstag gangen vnd sünst reit ainer in 10 oder 12 stünden von hynnen gen Ynsprugk auf aim roß. Darumb beuelcht dem Kaßler (sie), das er es anders verorden. Gruest mir die Watzlerin vnd die Eorbeckin .... Ich schick euch vil possten, aber ir mir gar wenig." Pap. Or. mit rückwärts aufgedrücktem, unkenntlichem Siegel. Donaueschingen. 1) Cyprian von Sarntein, Kanzler für Tirol und die vorderen Lande. 1491, April 24-27. Füssen. 214. Schreiben König Maximilians an den edlen seinen lieben getreuen Rainrich Grafen zu Furstenberg, seinen HofrnarschaTk. a. 1497, April 24. (an st. Jerigen tag), Fuessen. Hat mit seinem Diener Jerigen von Harras soviel gefügt, dass ihm derselbe den zwischen ihm und Herzog Erigkh zu Brunschwigg und Linenburg erlaufenen Handel heimgestellt hat. Befiehlt dem Grafen, sich zu dem von Brunschwigg zu verfügen und im Namen des Königs zu begehren, dass er diesem zu liebe den Handel „auch ergeb" und gegen Harras nichts in Unguten vornehme noch geschehen lasse; „wa aber sein liebe ine der halben sprach oder anforderung zu erlassen nit vermaine, das er dieselben gegen im als vnserm diener vor vns suche vnd austrag, wie sich gepuret, vnd das sich sein liebe hierinne gutwillig erzaig, damit weitter vnwülen, so daraus erwachsen mocht, verhuet werde." 25* 1 HHHi - I i*»s wmmEmm mX H ■ HS .■■" m&m ■Hi HB 1% ^■■^^^^^^^■^^^1 ÄS&SS 196 1497. KKPk äwB¥fc b. 1497, April 24, (montag nach dem suntag Cantate), Fuessen. An denselben und seinen, des Königs, Secretarien Niclas Ziegler. „Als wir ewch ein stat") auf ettlich partbeyen vmb 350 fl. Eh. gemacht vnd darein vnsern secretarien Anthonien Wawdrepunt vmb 112 fl. ßh. gestellt, haben wir ime solh 112 fl. hye selbs bezallt vnd schickten euch hyemit auf die andern partheyen die vbrigen 244 (sie) fl.;" der Graf soll dieselben an die andern Parteien ausgeben. a) = Etat. c. 1497, April 26. (mittichen nach dem sonntag Cantate), Fuessen. Der Graf soll die Fuhrleute laut des beigeschlossenen Zettels von des Anychs Geld bezahlen. d. 1497, April 27. (donrstag nach st. Georgen tag), Puessen. An denselben und Veit Freiherrn zu Wolkenstain, seinen Kammerer und obristen Feldhauptmann, seine Räthe: „Wir seinn des willens, mit vnser lieben gemahel, der Eömischen künigin, auch den hochgebornen vnsem lieben öheimen, churfursten vnd fur- sten, hertzog Priderichen vnd Johannsen, gebriidern zu Sachsen, vnd hertzog Georgen zu Beyern etc. ein junge vaßnacht zu Innsprugg zuhaben, vnd aber alter löblicher gewonnheit nach sich zymmet, auf solich vaßnachten einen prewtgam zuhaben, so wissen wir diser zeit keinen, dem das pas anstet, dann Vlrichen von Habsperg, Demselben nach empfelhen wir euch mit ernst, daz ir bey demselben von Habsperg allen fleiss geprauchet mit den pessten fugen, so ir zutund wol wisst, damit er die Freybergerin in vnserm frawenzymer zu elichem gemahel neme vnd vns das nit absiahen, vnd was euch darinne begegent, vns das forderlichen berichten, vns darnach wissen zuhalten." 4 Pap. Or. (Commissio domini regis propria, Sernteiner, rückwärts aufgedrücktes königliches Siegel in rothem Wachs). Donaueschingen. 1497, April 24. 215. Heinrich von Buoch hat für sich und seinen Bruder die nachbenannten Stücke von Grafen Wolfgang zu Fürstenberg zu rechtem Mannlehen empfangen: die Vogtei zu Emmingen; ein Achtel des Kelnhofes zu Geisingen; ein Gut daselbst, das Bernhart Keckh baut; ein Mannsmad Wiesen in Thegelwisen zur Lachen, stoßt an das Almend gegen Vilinger Weg; ein Hanfland an der Thunaw; zwei Hölzer ennethalb der Thu- naw, das eine an Berchtholcls staig, das andere an Mittelstaig, ein Holz in Pfaffenthal und ein Holz im Tubenstig x ), alles mit seiner Zubehör. Actum mennthag nach S. Jergentag anno 1497. Gleichzeitige Pap. Notiz. Donaueschingen. 1) Alle diese Oertlichkeiten bei Geisingen, B.A. Donaueschingen. 1497, April 27. 216. Wolfgang Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husen im ■ Snas 1497. 197 Khiatzgerthal, und Vogt und Gericht zu Oberwolfach, gestatten zu gemeinem Nutzen und Nothdurft ihres Thaies dem ehrbaren, ihrem lieben, getreuen Hannß Toben dem altern und seinen Erben, eine Hofstatt auf der Almend bei der Mühle, um ein Haus darauf zu bauen und einen Garten anzulegen, von der Brücke hinab bis an den Gelbach und an die Wolfach einzuzäunen, ferner „ein plötzlin, oben an der binden am tich sein zwen stein gesetzt, hinuß zu faren biß an tich", und das für ihr eigenes Gut, wie die Baindt, zu nutzen. Endlich, damit dieselben die Sägmühle desto besser in Bau und Gewerbe behalten können, sollen alle Bäume, die in der von Oberwolfach Almend gehauen werden, sammt denen, welche aus dem Gelbach kommen, auf der genannten Sägmühle geschnitten werden. Dafür sollen dieselben ziemlichen Lohn nehmen, auch „gute werschafft schneiden" und die, welche ihr Gut da schneiden müssen, zum besten fertigen. Auch sollen sie „ein vortich", der 7 Fuß weit ist, halten und denselben offen lassen, wann sie nicht mahlen oder sägen, ebenso ein kleines, 3^2 Fuß weites „tichlin", das stets, wann der Teich zu ist, Tag und Nacht offen stehen soll und nie zugethan werden darf, ausser mit Erlaubniss des Vogts zu Oberwolfach, wann „wasser gerinnet." Wegen „sollicher gnaden, zwangnis der segen vnd gunner der obgemelten plötz intzufassen" übernimmt Tober für sich und seine Erben, die Brücke vor Gelbach in Bau und Wesen zu erhalten, „das brnt vnd bare 1 ), auch sonst meniglich mit wegen zu ross vnd fuß darüber wandern vnd faren mögen." Thun das dieselben nicht, so fallen die genannten Plätze wieder zur Almend und ist fortan niemand gezwungen, bei denselben sägen zu lassen. Dieselben und Schneider Heinrich und dessen Erben, „so vff dem halben hof sitzen", sollen gemeinsam „vom tich herab- werdts bitz zu der bruckhen" den Weg helfen erhalten, damit man ihnen nicht über die Güter und Bainden fahren darf. Der Brief ist doppelt ausgefertigt. Geben vff donderstag nach st. Jergen tag 1497. Das Original siegelten die Aussteller. Pap. Cop. 16. Jahrhundert. Donaueschingen. B. 1) Später eingeschrieben. 1497, Mai 1. — Okt. 26. 217. Schreiben an den Grafen Wolfgang von Fürstenberg als wirtembergischen Landhofmeister. a. 1497, Mai 1. (mantag nest vor deß hl. Krucztag). Hans Hoffwart von Kirchein, Ritter. Bittet, dass sein Knecht Hans Krafft, Zeiger dieses, der mit seinem Amtmann zu Fayngen, Heintz Schilling, in Streit ge- rathen, gnädig verhört werde und dass ihm durch seinen Amtmann keine Gewalt widerfahre, da er sich alle Hill 1 Mi HP ■■■■m ■■■■ mms m ■■ S9H ■ ura. i w^xfiKm - - J 1 ' '' ü I ■ - I 1 1 1 ■ ■■■■■■■ ■ *y>- ..<•>= ^m Bi ■■1 ■aSSsBKW I ''?.. *r. 5 • ■ Ss£s § I ■ 1 1 I ■ | 1 198 1497. Zeit ehrlich und wohl gehalten. Das zum Verschluss aufgedrtieke kleine Siegel des Ausstellers lässt im Schild ein Kreuz erkennen, b. 1497, Juni 30. (fryttag nach Petri). Ludwig Graf zu Leuwenstain, eigenhändig. Bittet ihn nicht zu vergessen in der Sache, worüber er ihm, Ludwig, um Michahelis geschrieben und worüber er auch nächst zu Lauffen und neuerdings zu Haidelberg mit ihm gesprochen habe. „Solten myn dinst vnd herbitten syner gnaden nit angenem syn, des ich doch nit hoff, mocht villycht besser syn, ich vberdrib die sach nit vnd laß am nechsten blyben." Bittet den Grafen, „als der des hofs vnd wesens am basten bericht ist," darüber um Aufschluss. Spuren eines rückwärts aufgedrückten rothen Siegels. c. 1497, Aug. 7. (monntag vor Laurentz). Jörg und Hug Grafen zu Werdemberg und zum Hailigenberg, Gebrüder. Es wundert sie, dass der von Zymmern sich untersteht sie zu verunglimpfen, als hätten sie mit den Gefangenen unziemlich gehandelt. Der Hergang ist folgender: „Nauchdem wir Meßkirch bißher inn- gehept vnd darinn gebott vnd verbott, vns vnd den vnsern zügut, nauch vnserm gutbedüncken getan, dem sich die gefangen vngehorsam gehalten, vnd nämlich in kurtzuergangen zytten, so haben wir daselbs verrer zu erkennen geben vnd gebotten, wie sie sich halten sollen, aber vber das sich die gemelten gefangen denselben vnsern gebotten vnd verbotten widerspennig vnd vngehorsam gehalten, alles dermaußen, das dardurch ain priesterschafft vnd ander zu Meßkirch zutod geschlagen, auch vns vnd den vnsern groß schaden daruß erwachsen weren. Uff das haben wir dieselben dry, wie vns wolgepürt, in vnser straff vengklich angenommen, mit den wollen wir ouch handeln, wie vns wolgezimpt. Zum andern, alß du schribst, das der von Zymmern zu Meßkirch nit yngelaussen worden sig etc., haut die gestalt: in vergangen tagen sind vier pfärd für Meßkirch vnd darunder die zway für das thor kommen vnd die andern ain wenig daruor heruß gehalten vnd ir kainer gesagt, das der von Zymmern dasig, vnd begerten ingelau&sen werden. Also ward inen furgehalten vnd begert, das sie glopten, wie dann ander vor auch vff vnser beuelch getan. Deß haben sie sich züthünd gewidert; daruff ist inen ynlaussen verzigenworden, vnd nit vnbillich zn dem, so doch die abredung, alß noch by der königlichen Majestät handen, on entschaiden steet, so sigen wir nit schuldig gewesen den von Zymmern (ob man den glich dasin gewisßt vnd erkant hett) ynzülaussen." Das zum Verschluss aufgedrückte Siegel zeigt einen Helm mit Bischofsmütze. d. 1497, Aug. 27. (sontag nachBartholoniei). Hanns Caspar von Bübenhofen, Bitter. Auberlin Bymler, in dessen Sache er schon vormals gehandelt, wollte gern mit seinem (des Ausstellers) gnädigen Herrn „des entlipten priesters halben" auskommen, auf dass er sich mit den Freunden vertrage. Bittet, weil dessen Kinder seinem (des Ausstellers) gnädigen Herrn mit Leibeigenschaft zugehörig, ihm Sicherheit zu geben und einen Tag zu benennen, damit er endlich von der Sache komme, und ihm diesen Tag gen Butlingen in Jörg Kastners Haus zuzuschreiben. Zum Verschluss aufgedrückt das Siegel des Ausstellers (in der allein sichtbaren oberen Hälfte des Schildes eckig gezogener Querbalken; auf dem Helm menschlicher Rumpf?). e _ 1497, Okt. 1. (sonntag nauch Michaelis). Jörg, Virich und Hug, Grafen zu Werdenberg und zum Hailigenberg, Gebrüder. „Din schryben vns getan, darinn du vff ain königlich mandat dir zukommen begerst, dir an statt din vnd vnsers vettern von Zolr tag zu setzen, vff wölchen tag wir üch an statt der königlichen Majestät schloß vnd statt Meßkirch abdretten wollen etc., haben wir . .. sampt dem königlichen mandat vns deßhalb zugesandt vernommen" '). Sind geneigt Gehorsam zu beweisen, wollen jedoch zuvor ihre Verschreibung etlicher Mängel halb noch an die königliche Majestät gelangen lassen; sobald sie dort Antwort erhalten, werden sie ihm ihre Meinung berichten. Zum Verschluss aufgedrückt das kleine werdenbergische Siegel, Schild mit Fahne. 1497, Okt. 26. (dornstag vor Symonis et Jude apostolorum). Auberlin Bymler von Bondorf. Nach- ■; 1497. 199 dem ihm der Keller zu Heremberg ein Geleit gegeben, habe er diesem laut der Supplication, die er an s. g. gerichtet, sein Anliegen entdeckt, worauf ihm der zu erkennen gegeben, wo er sieh nicht anders erbiete, wollen die Eäthe die Sache wie bisher anstehen lassen, habe jedoch keine Forderung gethan, was oder wie viel er seinem gnädigen Fürsten und Herrn zu Abtrag thun solle. Hofft, dass s. g. als Liebhaber der Gerechtigkeit und Biedermann ermesse, dass seine Handlung aus Nothdurft und Billigkeit geschehen. Bittet um Geleit zu s. g. und wieder zurück an seinen Gewahrsam, damit er s. g., zu dem er allein Trost und Hoffnung habe, besser unterrichten könne. Grüne Siegelspuren. 5 Pap. Or. Donaueschingen. 1) Vergl. die flgd. Nr. 1497, Mai 7 u. flgd. 218. Graf Wolf gang von Fürstenberg und Graj Eitelfriedrich von Zollern erlangen als Sequester den Besitz der Herrschaft Messkirch. Graf Eitelfriederrich von Zollern und Graf Wolf von Furstenberg, Ir Majestät Hofmeister und Marschalk 2 ), von König Maximilian beauftragt, die Grafen von Werdenberg und die Freiherren von Zimbern, welche wegen der Herrschaft Mösskirch im Streit lagen, gütlich zu vertragen, schlagen den Parteien auf dem Tage zu Kirchberg auf Sonnentag Exaudi anno 1497 einen Vertrag vor, wonach die Grafen von Werdenberg den Freiherrn von Zimbern Mösskirch die Stadt sammt Dörfern, Nutzungen und Zubehör überantworten, dagegen die letzteren den ersteren 2000 fl. rhein., die sie Oberudorf halben ausgegeben, bezahlen sollen. Dafür versprechen die beiden königlichen Commissäre, mit allem Eifer darauf hinzuwirken, dass königliche Majestät diesen Vertrag bewillige und die Acht, welche über Herrn Wernher, die Stadt Rottweil u. a. ausgesprochen, aufgehoben werde.......»Darneben hat grave Haugo von Werdenberg ein missive an grave Wolfen von Furstenberg außgeen lassen, darin under anderm grave Haugo schreibt, er sei von dem puudstag von Ulm zu der königclichen Majestät geritten und die abrede des Vertrags, zu Kilchperg besehenen, an Seine Majestät gepracht; seie im in beiwesen grave Heinrichs von Furstenbergs von der königlichen Majesät dise antwort gefallen, Ir Majestät welle solche handlung mit der von Sant Gallen und andern achten an die versamluug . . . zu Wurms langen lassen«..... Graf Hainrich von Furstenberg ist dann mit anderen königlicher Majestät Räthen auch zu Stainach zugegen , wo königliche Majestät Herrn Wernhern und Grafen Hannsen von Werdenberg den Abschied vorhält, »Ir Majestät könden derzeit ohne vorwissen der reichstende hierinnen nichts endtlichs beschliessen, es seie aber Ir Majestät bevelch, dass die von Werdenberg in mittler zeit Mösskirch .... abtretten und sollich herrschaft.....grave Eitelfriderrichen von Zollern und grave Wolfen von Furstenberg, wann sie solchs von ermelten graven vermannt, als thädingsleuten und gemainen freunden biß auf nechst künftigen reichstag zu Freiburg 2 ) sequestersweis zustellen und eingeben sollen; was alsdann die reichsstende hierinen bandlen und zu recht erkennen, welle Ir Majestät geschehen lassen......In zweien monaten, nachdem obberuerte mandata zu Stainach auß- gangen, haben die von Werdenberg baiden ofternennten graven von Zollern und Furstenberg die fliililliiii ■ ■ ■ ,- •'■/"* ■'••- ■ ■■•'•""■-■ I M ■■ H9BMH9 ..-■■-. 1 kH.v Hl -.-,;/- ' SÜff 200 1497. herrschaft Mösskirch mit allen zugehörden and nutzungen, wie sie die ingehapt, sequestrirt und eingeben; bescbehen an st. Martins abendt (Nov. 10.) in obernenntem 1497isten jbar 3 ). Hernach anno 1497 freitags nach Galli (Okt. 20.) hat kunig Maximilian graf Eitelfriderrichen von Zollern und graff Wolfen von Furstenberg bevolchen, seitmals Werdenberg von den zimbrischen guetern abtreten, sollen sie baide als sequestres graf Jörgen von Werdenberg schadlos halten, umb sovil sich derselb von wegen des heiratbguets und anders frawen Margrethen freiin von Zimbern, witib, verschriben hab........ Anno 1497 uf st. Martins abent (Nov. 10.) hat Furstenberg und Zoller die herrschaft lassen innenien den von Reggenbach, in beisein Hansen von Almanshoffen zu Imendingen, Hansen Kuchen, furstenbergischen landtschreiber, Conradi von Tierbergs und anderer. .... Baid graven Furstenberg und Zollern haben gleich anfengclichs, wie sie Mösskirch eingenomen, Burkharten von Reckenbach zu aim amptman verordnet, der all nutzungen eiunemen und biß zu ererterung verwalten sollte« 4 ). Zimmerische Chronik, ed. Barack, II, 55—62. 1) Dieser Titel wird hier verfrüht gebraucht. 2) Ueber die dortigen Verhandlungen s. Zitnmerisohe Chronik, II, 67 flgd. 3) 1497, Sept. 25. schreibt Wolfgang Graf zu Furstemberg, Landgraf in Bore, Landhofmeister, dem wohlgeborenen (Grafen Hug von Werdenberg), seinem freundlichen, lieben Oheim, dass ihm und seinem Vetter von Zolr heute das königliche Mandat wegen des Sequesters von Meßkirch zugekommen sei; Graf Hug möge ihm einen Tag bestimmen, an dem er die von Meßkirch ihres Eides entbinde und dieselben ihm und seinem Vetter von Zollem als königliche Commissarien huldigen lassen wolle, jedoch spätestens bis Donnerstag (Sept. 28), da er, Wolfgang, nicht länger zu Hause bleiben könne, sondern in seinen Dienst reiten müsse. Datum Pforren, mentag nach Mathei 1497. Pap. Concept. Donaueschingen. B. 4) Vergl. auch oben Nr. 217, c und e, und unten Nr. 352. Ueber den ganzen zimmern-werdenber- gischen Handel vergl. auch Ruckgaber, Geschichte der Grafen von Zimmern, S. 111—153. 1491, Mai 17. Füssen. 219. König Maximilian schreibt den vier geordneten Statthaltern und Käthen der Schatzkammer zu Ynnspruck: er habe den edlen seinen lieben getreuen Hainrich Grafen zu Furstenberg, seinen Hofmarschalk, und Jörgen von Eckh, seinen Pfennigmeister, „etlicher partheien halbn, so zu Insprugg abzusprechen sein", mit ihnen zu reden und zu handeln befohlen; empfiehlt ihnen ernstlich, denselben zu glauben und zu gehorsamen wie ihm selbst; „damit die bemelten ') partheyen von Innsprugg wegg komen vnd wir von inen ferrer nit angelauffen werden". Geben zu Fuessen am mitichen nach dem hl. Phingstag anno etc. 97. Gleichzeitiges Copialbuch „Geschäft von Hof anno 97." Innsbruck. 1) Jedoch ungenannten. üflliiM 1497. 201 1497, Mai 18. 220. Wolfgang Graf zu Furstenberg etc. verkauft auf Wiederkauf den würdigen, ehrsamen, seinen andächtigen, sonder lieben und getreuen Herrn Franciscen Behem, der Zeit Kirchherrn, Laurentzen Kratzern, derzeit Schuldheissen und allen andern geistlichen und weltlichen Brüdern der löblichen würdigen priesterlichen Bruderschaft zu Wolfach 5 fl. Geld jährlichen Zins von seinen Steuern, Zinsen, Renten, Zöllen, Zehuten und Gefällen seines Städtleins zu Husen im Kinzigental um 100 fl. rin., die er in gutem Gold empfangen hat von den ehrsamen Herrn Johans Götz, Frühmesser zu Haslach, und Heinrich Roser, Burgern zu Wolfach, derzeit Pflegern der genannten Bruderschaft. Schuldheiss und Gericht zu Husen sind der Bruderschaft Bürgen und Selbstschuldner geworden. Geben an dornstag in der hl. Pfingstwochen 1497. Die Siegel des Ausstellers und des Schuldheißen und der Richter zu Husen fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. 1497, Juli 26. Stuttgart. 221, Eberhart, von Gottes Gnaden Herzog zu Wirtemberg und zu Teck, Graf zu Mumpelgart etc., bestellt seinen lieben Oheim, Wolf Grafen zu Fürstenberg und Landgrafen in der Bare, auf drei Jahre zu seinem Landhofmeister, Rath und Diener, verspricht ihm jährlich 200 Gulden rhein. „vnd dartzue ine mit 10 pferdten an vnserm hofe in vnserm costen (zu) hallten mit füter vnd mal, schlafftrunck, nagel vnd ysen, ouch mit pferdtscheden, höw vnd ströw, behusung vnd beholtzung, wie dann in soli- chem ain landthofmaister bißher allweg gehalten worden ist". Graf Wolf soll dem Herzog auch mit seinen Städten und Schlössern dienen wider jedermann, ausgenommen königliche Majestät und seinen Bruder, Grafen Hainrich zu Fürstenberg. Irrungen über diesen Dienstvertrag sollen von des Herzogs Marschalk oder Haushofmeister geschlichtet werden. Geben zu Stuttgart vf mitwoch nach des hl. zweifboten st, Jacobs tag H97. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Stuttgart. 1497, Juli 29. Sigmundsfreud. 222. König Maximilian an die hochgeborenen Friderich, des hl. römischen Reichs IV. 26 ■ 9 1 mfm m "Wrarai 11 MBmi ÜÜH hHÜ HnHHi 1 hB|H I 8Kffi?»*SfflBKäift ■ ? '-(#;'■■*•$>% j mm Ü^^SKat' ■ : 1 i , e ■■■■■.■■ S$PEiKfflffll mim m I ..... I 11» ■ i t^SB«S>K 202 1497. mm Erzmarschalk, und Johans, Gebrüder, Herzoge zu Saxen, Landgrafen in Düringen und Markgrafen zu Meissen, seine lieben Oheime, Kurfürsten, Fürsten und Eäthe, Heinrich Grafen zu Furstenberg, seinen Hofmarschalk '), und Veitt Freiherrn zu Wolkenstain, seinen Kämmerer und obristen Feldhauptmann: er habe nicht in eigener Person bei dem Tage sein können, den er wegen der Irrung zwischen Grafen Hawg von Montfort und Hanns Caspar von Loubemberg auf gestern, Freitag, gen Ynsprugg angesetzt, befiehlt daher ihnen, die genannten beiden Parteien vor sich zu fordern, die Handlung aufschreiben zu lassen und darüber sammt ihrem Rath und Gutdünken zu berichten. Zu dem Verhör hat er auch beschieden seine Käthe, Martin Herrn zu Polheim, Doctor Conradt Sturtzel von Puecheim und Lenhardt Ernawer. Da die Sachen, wegen deren er sie auf künftigen Montag gen Trabst beschieden, an diesem Tage ihren Fortgang nicht haben werden, befiehlt er ihnen auf nächsten Eritag bei ihm gewißlich zu Stambs zu sein. In Sachen der beigeschlossenen Supplication Wilbalms von Stadion verlangt er ihren Rath und Gutdünken. Datum Sigmundsfrewd an samstag nach Jacobi anno etc. 97. Ad mandatura domini regis proprium. Sernteiner. Spuren des rückwärts zum Verschluss aufgedrückten königlichen Siegels. Pap. Or. Donaueschingen. 1) An diesen schreibt der König am folgenden Tage (sonntag nach Jacohi) von Vmbst, er solle sich auf Eritag gegen Abend (Aug. 1.) sammt seinen, des Königs, lieben Oheimen, Kurfürsten, Fürsten und Räthen, Herzog Friderichen und Johannsen, Gebrüdem, gen Stambs verfügen, woselbst ihnen der König denselben Abend früh einen Knecht schicken werde, der sie zu ihm an das Gejaid führen seil. Pap. Or. (wie oben). Donaueschingen. 1497, Aug. 23. 223. Hans Cunratt von Rümlang, zu Wülflingen gesessen, verkauft um 180 rhein. Gulden, wofür er quittirt, an Jerg Stähilin von Stockburg Schloss und Burgstall Sindelstain sammt dem Maierhof dabei und etlichen Korn- und Heuzehnten, groß und klein, und anderen Stücken dazu, wie das Urbar und der Lehenbrief ausweisen x ), alles Lehen von Grafen Hainrich zu Fürstenberg. Geben an sant Bartholomeus abend des hl. zwölfboten 1497 2 ) 3 ). Das Siegel des Ausstellers (grün in brauner Schüssel, im Schilde und als Helmschmuck ein springendes Einhorn; Umschrift auf fliegendem Bande abgeschliffen.) Perg. Or. Donaueschingen. 1) Vergl. Bd. III, Nr. 579 von 1470, Dez. 24. Der Lehensbrief des Grafen Heinrich zu Fürstenberg für den festen Jörg Stühelin von Stogkburg und der Revers des letzteren datiren von 1497, Aug. 12. (samstag 1497. 203 vor Assumcionis Marie). 2 Perg. Or. je mit dem Siegel des Ausstellers (Grafen Heinrichs grün, in brauner Schüssel; Jörg Stahelins grün in gleicher Schüssel; im Schilde Adler, Helmschmuck hervorbrechender Schwan oder Eeiher; Umschrift auf fliegendem Bande abgeschliffen). Donaueschingen. 2) 1500, März 17. bekennt Jörg Stähelin von Stockburg zu Sindelstain, von Grafen Wolfgang zu Furstemberg zu Mannlehen empfangen zu haben das Burgstall, Schloss und Feste Sindelstain, den dazu gehörigen Hof, Holz, Feld, Wunn, Wald, Aecker, Wiesen und alle Zugehörd, so er vormals von Hans Conraten von Kuland (sie) erkauft und von Grafen Hainrieh von Furstemberg selig zu Lehen hatte, ebenso den Zehnten zu Marpach und Byethayn, ein Heuzehntlein auf den Nidernwiesen zu Vilingen, das Gericht, die Gewaltsame und Fischenzen zu Pfaffenwiler und drei Güter daselbst, genannt Haugkengut, Albrechtzgut und Lutteltzgut. Geben zinstag nechst nach dem sonntag Beminiscere in der Vasten 1500. Das Siegel des Ausstellers (grün, wie oben). Perg. Or. Donaueschingen. 3) 1500, Okt. 2. (fritag nach st. Michels tag des hl. erzengels) gestattet Graf Wolfgang zu Fürstenberg dem Jörg Stähelin von Stockburg, seine Ehefrau Ursula von Aw mit 500 fl. Widerlage auf das Lehen Sindelstein versichern zu dürfen. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers (roth in gelber Schüssel, ausgebrochen). Donaueschingen. 1491, Okt. 21. Innsbruck. 224. König Maximilian bekennt, dass ihm Kurfürst Friderich von Sachsen 4000 fl. rhein., Eitelfridrich Graf zu Zollern, sein Kammerrichter, Hainrich Graf zu Purstenn- berg, sein Hofmarschalk, und Hainrich Prueschinckh Freiherr zu Stettemberg, jeder 2000 Gulden, Michl Freiherr zu Wolckenstain, sein Kämmerer, Doctor Cunrad Stürzl von Büechhaim, sein Hof- und tirolischer Kanzler, Degen Fux von Fuchsperg, sein Pfleger zu Fragennstain und Verweser seines Marschalkenamtes zu Innsprugg, Walther von Stadion, sein Pfleger zu Vellemperg und Balthasar von Thunn, sein Rath, jeder 1000 Gulden rhein., alle zusammen 15000 Gulden rhein. vorgestreckt haben, um diese Summe an Herzog Erickh zu Braunsweigkh und Lünemburg und dessen Gemahlin Katharina für rückständigen Sold, Witthum und andere Schulden zu bezahlen. Er und desgleichen der Statthalter und die Räthe der königlichen Schatzkammer zu Innsprugg geloben diese Summe künftigen Johannstag zu Sonnwenden zurückzuzahlen. Geben zu Innsprugg an freitag st. Simon vnd Judas der hl. zwelifpotten abend 1497. Die angezeigten Siegel des Ausstellers und des Liennhart Herrn zu Vells, Salzmaiers zu Hall im Inn- thal, des Florian Waldauf von Waldenstain zu Bettembergg, Bitters, und Peter Bümls zu Liechtenaw, Pflegers zu Sigmundslusst, fehlen; ebenso jede Spur ihres früheren "Vorhandenseins. Perg. Or. (ob ausgefertigt?) Wien. 26' mi mm HHHH HIHI ■. ■. -■ ■ a9H ■ ■'■'■IT m ,, ■ . ■"",■ u *feSgS 204 1497—1498. 1497, Nov. 7. Constanz. 225. Hugo Bischof zu Costantz schreibt dem Grafen Wolfgang zu Fürstemberg, seinem lieben Herrn und Freunde: der ehrsame Jacob Tröwlin, Caplan zu Wolfach, soll, wie den Bischof anlangt, dermaßen gegen den Grafen „versagt" sein, dass dieser etlichermaßen in Unwillen gegen ihn bewegt sei; da derselbe aber bisher aufrecht, redlich, ehrbarlich und priesterlich sich gehalten, bitte er den Grafen, solchen Unwillen gegen denselben abzustellen und ihn ruhig bei seinem „pfrundlin" bleiben zu lassen. Datum Costantz vff zinstag vor Martini etc. 97. Das Siegel des Ausstellers zum Verschluss aufgedrückt. Pap. Or. Donaueschingen. 1497, Dez. 29. 225 a . Wolfgang Graf zu Furstenberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husen im Kintzigental, gibt den erbern, seinen lieben getreuen Schuldheiß, Rath und ganzer Gemeinde in seiner Stadt Wolfach einen Schadlosbrief und verschreibt ihnen zur Sicherheit die Herrschaft Schenckenzell und seine Steuer, Zoll und alle seine Gefälle zu Wolfach. Dieselben wurden seine Bürgen, als er die Herrschaft Schenckenzell an sich pfändete, 1000 fl. Hauptgut, „davon jerlichs vff st. Erharts des hl. bischoffs tag vierzig vnd fünf guldin zinß gefallen sollen", dem ehrsamen weisen Jacob Mügen, Bürger zu Straßburg, auf Widerkauf verschrieb x ) und an Hansen Menern, Schuldheiß zu Offenburg, um 400 fl. 18 fl. Zins überließ. Geben vff st. Thomans tag nach den hl. Winnächten 1498. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1) Der Kaufbrief an Mügen datirt von st. Hilarien, genannnt der zwaintzigist tag des jars 1498 (Jan. 13.). Perg. Or. Donaueschingen. 1498, Jan. 8. 226. Hans Caspar von Laubenberg, Vogt zu Wageck, Ritter, schreibt von Augsburg aus an Wilhelm Besserer, der Kaiser wolle den Städten Mandate schicken, auf Sonntag nach Antoni (Jan. 14.) einen Tag in Esslingen anzusetzen und habe gesagt: er wolle den Bund aufrichten, aber mit seinen Ehren. Er habe, weil er selbst der Mark- 1498. 205 grafschaft Burgau halb nach Augsburg geschickt worden sei, Stürzel, Fürstenberg, Herrn Degen Fuchs, Ziegler und Zollern gebeten, bei der königlichen Majestät Milderung der Beschwerden zu bewirken, und sie haben ihm versprochen es zu thun. Kltipfel, Urkunden zur Geschichte des schwäbischen Bundes I, 249. 1498, Jan. 20. 227. Gangolf Herr zu Hohengerolzegk und Schenckenzell und Kungund, geb. Gräfin von Muntfort, seine Gemahlin, verkaufen zur Tilgung drückender Schulden ihrem Vetter Grafen Wolfgang zu Fürstenberg etc. ihre Herrschaft Schenkenzell, mit dem Kaltbrunnen, Kubach und allen andern Thälern und Höfen diesseit des Schwarzwalds, mit Hoch- und Medergericht und aller Zubehör, besonders auch den davon bereits verpfändeten Stücken. Ausgenommen sind das Schloss Schenkenzeil mit seinem Begriff, die Kastvogtei zu Wittichen und die in beiden Bezirken fallenden Frevel, welche jedoch beim gräflichen Ober- und Untergericht zu Schenkenzeil gerechtfertigt werden müssen. Ferner behalten sich die Verkäufer die Widerlösung der dem Abt von Alpirsbach um 370 fl. verpfändeten Wasser zu Schenkenzell und Reinhartsau für sich und ihre Erben direct oder indirect (nach etwaiger Lösung durch den Grafen um dieselbe Summe von diesem) vor. Dagegen wird hinsichtlich der hier für Geroldseck vorbehaltenen Stücke, bei ferner beabsichtigtem Verkaufen und Verpfänden durch dieselben, dem Grafen das Vorkaufsrecht zugesichert. Die Kaufsumme von 1400 fl. ist bezahlt und die Herrschaft dem Grafen als freies namentlich von Widumsverschreibung, Wiederfall und Morgengab lediges Eigen übergeben worden. Graf Wolfgang gestattet den Verkäufern und ihren Erben aus Freundschaft, jederzeit nach Ablauf der folgenden zwei Jahre, das Wiederkaufsrecht auf halbjährige Vorauskündigung gegen Zahlung von 1400 fl., verfallene Nutzungen etc. und etwa weiter eingelöste Pfandschulden zu Wolfach und alles zusammen. Sollten die Verkäufer zwar in der Lage sein, die Herrschaft Schenkenzell, wie vorsteht, einzulösen, nicht aber zugleich Aveitere 200 fl., welche ihnen Graf Wolf sub dato zu den erwähnten 1400 fl. hinzugeliehen hat, so soll dies die Ablösung der Herrschaft nicht hindern, sondern alsdann für genannte 200 fl. nur eine entsprechende Sicherheit beschafft werden auf Schenkenzell, wie dies bezüglich der Ansprüche des Abts von Alpirsbach mit Renhartsow der Fall ist. Geben vff st. Sebastions des hl. marterers tag 1498 1_9 ). Die Siegel der beiden Aussteller. Perg. Or. Donaueschingen. mm Mm ■■i:v: ■ I # ¥&■'■'*■:. E .•••'.•■■■■,■. , '■-. ■ ■•--■■" SüESSft 206 1498. 1) [m Kinzigthaler Lagerbuche von 1493 flgd. (Donaueschingen) finden sich von gleichzeitiger Hand auf S. 224—233 eingetragen: „der eyde, so ein jeder von Schenckenzell vff st. Sebastions im 1503 jor geschworen hatt vnd füror allweg schweren sollen" (der gewöhnliche Huldigungseid); die Namen sämmtlicher Schwörenden, darunter auch „ledig gesellen, die nit seßhaft sint"; endlich (von der Hand des Andres Kötz) folgendes Verzeichniss der Einkünfte: Summa an zinsen 66 fl 4 ß 3 h.; an frongelt 26 Ti 3 ß, an habern 21 malter 1 sester, 4 malter fir 1 fl., tut 8 fl 9 ß ; für 55 hünr 4 henna 2 fb g. (sie) 4 d.; für 23V2 Schulter, jede 1 ß; tut 1 ft 3'/2 ß; für 400 ayer, 100 = 4 ß, tut 16 ß; Summa 104 u 16 ß 1 h., tut goldt 66'/„ fl. 6 d. Für vngelt 7 1 /» u 1 ß. Summa 112 E 20 h.; tut golt 71 fl. 1 U 14 h. Item Brügelmatt 5 fl.; item der zoll tut 25 fl. Summa 101 fl. 1 ft 1 ß 2 hr. Item von Schloßgüter (s. unten Nr. 305 von 1500, Juni 7.) git der milier vom Remßlehen l'/s fl., der Strel 15 ß fir waidt. 2) 1497, Sept. 6. entbinden Hug und Johans, Gebrüder, Grafen zu Montfort, den wohlgeborenen Hain- rich Grafen zu Bitsch, Amtmann zu Lützelstain, Wolf Grafen zu Fürstenberg etc. und Johans Grafen zu Mors und Sarwerden etc. hinsichtlich Schenckenzells, welches zur Tilgung der Schulden der edlen wohlgeborenen, des Herrn Gangolf zu Hochengeroltzegg und Schenckenzell und seiner Gemahlin Küngund, geb. Gräfin zu Montfort mit Bewilligung ihrer Brüder, der Aussteller, verkauft werden soll, von der bezüglich dieser Herrschaft, auf welche Küngund bewidmet ist, übernommenen Bürg- und Währschaft. Die letztere soll jedoch hinsichtlich aller andern Punkte der Widemverschreibung in Kraft bleiben. Geben an st. Mangentag 1497. Die Siegel der beiden Aussteller (roth in ungefärbter Schüssel; im Schild Fahne; auf dem Helm menschlicher Rumpf mit Bischofsmütze; Umschriften: gremf. Ijog. oon. montfort. und: joljans ..... jo. .. . .tfort.). Perg. Or. Donaueschingen. 3) 1497, Dez. 13. Gangolf Herr zu Hochngeroltzeck und Schenckenzell hat mit dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg etc., seinem lieben Vetter, eine Abrede gethan, dass ihm derselbe helfen soll „vß den erlangten rechten, so die Jäeger zu Straßpurg vber vnß haben, ouch gegen herr Hannsn von Nüneck, ritter, vnd andern Schuldnern vff vnser herrschaft zu Schenckenzell", was derselbe zum Theil auch schon gethan hat. Dafür gelobt er denselben bis Weihnachten auf Mahnung in seine Herrschaft Schenckenzell einzusetzen, ihm einen Pfandbrief darüber zu geben und die Herrschaft zu fertigen zu Rotwil am Hofgerichte oder an einem andern inländischen Gerichte. Vff st. Lucyen tag 1497. In grünem Wachs aufgedrückt das Siegel des Ausstellers. Pap. Or. Donaueschingen. 4) Am gleichen Tage bekennt und gelobt Küngunt Frau zu Hochengeroltzek, geb. Gräfin von Montfort, das gleiche. Pap. Or. mit dem aufgedrückten Siegel der Ausstellerin (wie oben). Donaueschingen. 5) 1497, Dez. 15. (frittag nach s.t. Lucya) schreiben Herr Gangolf und Frau Küngunt an den Grafen Wolfgang, bitten, anzusehen, dass solche Uebergebung aus ihrer großen Nothdurft erwächst, und ihnen an dem Geld keine Verhaltung zu thun, sondern es „samenthafft" folgen zu lassen. Pap. Or. mit dem zum Verschlusse aufgedrückten kleinen Siegel. Donaueschingen. 6) 1498, Juni 15. beurkundet Jacob von Hasenstain, Landrichter in Hegow und Madach, im Namen des Königs Maximilan, dass vor ihm sub dato auf dem Landtag zu Stockach an der freien Reichsstraße im offenen Landgericht erschienen seien Gangolf Herr zu Hochengeroltzegk etc. und Küngolt, geb. Gräfin von Montfort, seine Gemahlin, samnit dem Grafen Erhart von Neuenbürg, Herrn zu Tengen, welcher der Gräfin Küngolt mit Genehmigung ihres Gemahls dazu zum Vogt vom Gericht bestellt worden. Dieselben hätten vorgebracht, sie wollten mit Bewilligung der Grafen Haug und Hans von Montfort dem erschienenen Bevollmächtigten des Grafen Wolfgang von Fürstenberg, dessen Schreiber Andres Kätz von Wolfach, die Herrschaften Losburg und Schenckenzell auf Grund der verlesenen und inserirten Kaufbriefe vom 10 November 1492 und 20. Januar 1498 übergeben und bäten um Urtheil, wie sie dieß nach bester Rechtskraft zu bewerkstelligen hätten. Darauf sei zunächst erkannt worden, Graf Erhart von Neuenbürg als Vogt der Frau Küngolt solle 1498. 207 diese dreimal aus dem Gericht führen und fragen, oh sie die vorhabende Uehergabe frei und unbezwungen thun wolle, und im Bejahungsfalle vor Gericht eidlich erhärten, wonach dann weiter geschehen werde, was Rechtens. Alles dieses habe Graf Erhart gethan und danach hätten sich Gangolf, Küngolt und ihr Vogt vor dem Gericht gestellt und in bester Form mit Hand und Mund die beiden Herrschaften an des Gerichts Stab und des genannten Bevollmächtigten Grafen Wolfgangs Händen übergeben und verziehen, worauf das Landgericht erkennt, es sei die Uehergabe mit vollem Rechtsbestand geschehen. Hierüber stellt der Landrichter Urkunde unter dem Landgerichtssiegel aus und Graf Erhart von Neuenbürg besiegelt dieselbe zum Beweis, dass er in Vogtsweise für die Frau von Geroldseck gehandelt hat. Die Urkunde wird dem Andres Kätz auf Verlangen ausgestellt. Geben vff fritag nach vnsers Herrn Fronlichnamstag. Von den angezeigten Siegeln hängt an grüner Seidenschnur nur mehr das des Grafen Erhart von Neuenbürg (grün in ungefärbter Schüssel; quadrirter Schild; in 1 und 4 springender Hirsch, in 2 und 3 je 3 Hirschstangen; gnrߣ. erljart. v. ....bürg.). Perg. Or. in Buchform. 4 Bl. in 2°. Donaueschingen. 7) 1498, Aug. 5., Freiburg, bestätigt König Maximilian auf Bitte des Grafen Wolfgang dieses Erkenntnis des Landgerichts zu Stockach. Perg. Or. mit dem königlichen Siegel. Donaueschingen. 8) 1498, Juni 15. beurkundet derselbe Jacob von Hasenstain, dass vor ihm und dem an offener Reichsstraße zu Stockach gehegten Gericht Frau Küngolt von Hochengeroltzegk, geb. Gräfin vonMontfort, unter Beistand des Grafen Erhart von Neuenbürg, Herr zu Tengen, die Grafen Heinrich und Wolfgang Gebrüder von Fürstenberg und den Grafen Johans von Mors und Sarwerden der Bürgschaft für ihre Witthumsversicherung, die von den Vätern dieser Grafen herrührt, laut einer am 19. März 1498 ausgestellten, inserirten Urkunde ledig gesagt habe. Der Landrichter bestätigt diese Ledigsprechung und Andres Kötz, Schreiber des Grafen Wolfgang, nimmt dieselbe als dessen Bevollmächtigter an. Geben freitag nach Fronleichnamstag 1498. Mit Siegeln des Landgerichts und des Grafen Erhart von Nellenburg-Tengen. Perg. Or. Donaueschingen. 9) 1498, Aug. 5., Freiburg, bestätigt König Maximilian die Verzichtleistung der Frau von Geroldseck, mit einer Pön von 20 Mark löthigen Goldes gegen Dawiderhandelnde. Perg. Or. mit dem königlichen Siegel. Donaueschingen. 1498, März 13. 228. Conradt Bucker empfängt von dem Grafen Wolfgang zu Furstenberg, Landgrafen in Bare, als rechtes Erblehen dessen eigenen Hof, genannt Hertzogenwilr, der vordem ein Dorf gewesen, mit zwei Höfen, zwei Scheuern, Backofen, Ställen und aller Zügehörde, wie das Graf Wolfgang erbaute, ferner mit Zwingen und Bannen, Holz, Feld, Wiesen, Aeckern, wildem und zahmem Feld, Wasser und aller Zugehörde, wie das ein Lehenmayer nutzen und nießen soll. Er und sein Nachkommen sollen das Lehen in gutem Bestände erhalten, und wenn sie es nicht mehr besitzen wollen, haben sie es dem Grafen oder seinen Erben so zurückzugeben, wie sie dasselbe empfangen haben; wenn aber die vorgenannten Gebäude durch offene Fehde oder gemeinen Landskrieg, der den Grafen berührt, abgebrannt werden, ist der Lehensmann „kain Widerlegung noch bekerüng" dafür schuldig. Der jeweilige Lehensmann darf ferner „kain buwholtz, noch fronweld nit vßwusten oder ander lüth lyhen noch verkoffen, dann <&KSM ■ 1H ÜH m 208 1498. sovil (er) vß (seinem) brot erfrüchtigen vnd zu. (seinem) büwen vnd hußhalten not- türftig" sein wird, ebenso darf er auch kein Stroh oder Heu veräussern, sondern muss alles zur Verbesserung des Hofes in dessen Bau verwenden. Alles was er hat oder noch bekommt, ist dem Grafen und seinen Erben vor Jedermann Unterpfand für alles, was er ihm schuldet oder schulden wird. Die Lehensleute sollen auch „alle dieweil sin gnad vnd dero erben (sie) mit vych verlegen wend, kain fremd vych, noch ymer gemaind hon, dan von inen" nach Waldrecht, bis sie dieselben völlig bezahlen und zu eigenem Vieh kommen. Sie sollen alle Widdurn- und andere Zinse, welche andern ab dem Hofe zustehen, ohne Schaden des Grafen entrichten und jährlich dem letztern auf st. Martinstag 10 fl. rh. in Gold oder Landswährung geben und, wenn derselbe oder seine Erben dieß wünschen, 60 Stück Vieh auf der Weide zu Hertzogenwylr „sümern" und für dieselben Dach und Stallung geben. Den Hirten, welcher dieses Vieh „vß vnd ine tuge vnd vff der waid versehe, ouch besaltz" , hat der Graf zu stellen, die Lehensleute aber müssen denselben „ätzen vnd halten" , wozu ihnen der Lehensherr mit zwei Malter Roggen, zu Pforren oder Husen zu holen, zu Hilfe kommen soll, so oft der Hirt da ist. Ferner sind dieselben „zu fronen, zum jagen vnd wilbret gon hof zu füren verbünden" , auch sollen sie und ihre Knechte, wie andere Leute des Grafen Wolfgang, zum Stadtgerichte gen Verenbach gehorsam sein, doch darf Conradt Rucker zu keinem Rechtsprecher gesetzt werden. Endlich hat sich der Graf, wie auf seinen andern eigenen Gütern, auch zu Hertzogenwylr alle seine Obrigkeiten, Eigenschaften, Herrlichkeiten, Frevel und Gerechtigkeiten vorbehalten. Beschehen vff zinstag vor Oculi 1498 '). Die Siegel des festen Junckers Hansen von Beckenbach (grün in Schüssel, wie oben) und der Stadt Verenbach (grün, zerbrochen; im Schild ein Esel 2 ); Umschrift abgeschliffen. Dasselbe Siegel hängt, besser erhalten, noch an einer Urkunde von 1583 im f. f. A., so dass unsere Abbildung hienach ergänzt werden konnte.). Perg. Or. Donaueschingen. B. 1498. 209 1) 1498 verleiht Graf Wolfgang zu Fürstenberg auch an Vogt, Gericht und ganze Gemeinde des Fleckens Bollenbach zu rechtem Erblehen seinen eigenen Hof, genannt der Rentschenberg, mit Zwing und Bann, Holz und Feld u. s. w., damit mehr Leute haushäblich bei ihnen sein und wohnen könnten, wogegen sie jährlich zu den 14 ?* d. Steuer noch 1 weiteres Jt Strassburger geben sollen. — Unter Berufung auf den unversehrten Pergamentbrief erwähnt in Urk. des Vogtes, Gerichtes und ganzer Gemeinde des Fleckens Bollenbach v. 1621. Donaueschingen. 2) Archivar Merk überliefert im Generalrepertorium des f. f. Archivs die Wappensage, Vöhrenbach sei zur Führung dieses Wappens „verfällt worden, weilen ein Baur aus der in das Amt Vöhrenbach gehörigen Vogtey Rudenberg einen Edelman auf dem Schloß Neufürstenberg mit einer Lanze erstochen habe." — 1802, Juli 10., gestattete Fürst Karl Joachim zu Fürstenberg der Stadt Vöhrenbach, dass ihr Wappen statt des bisherigen Esels eine Forelle in einem Bache enthalten solle. Die Stadtvorgesetzten hatten ihm bei seiner letzten Anwesenheit vorgestellt, „daß die dortige Bürgerschaft sich durch ihr seit schon langer Zeit her führendes Stadt Wappen, in welchem ein Esel zu sehen ist, gekräncket finde, und eben deswegen mancher ihrer Bürger von Inn- und Ausländern oft unangenehmen und schimpflichen Spöttereyen ausgesetzet seye." Pap. Or. Donaueschingen. 1498, März 19. 229. Küngund Frau zu Hohengerolzegk, geb. Gräfin von Muntfort, entläßt die Gebrüder Hainrich und Wolfgang, Grafen zu Furstenberg, und Johans, Grafen zu Sarwerden, ihre lieben Vettern, der von ihren Vätern sei. übernommenen Bürgschaft für ihr Widdum. Geben vff mendag vor Halbvasten 1498 *). Die Siegel (grün in Schüssel) der Ausstellerin, ihres Gemahls (wie oben), und der Zeugen, der edlen und festen Hans von Nünegk, Obervogtes vorm Swartzwald, und Hans von Emerßhoffen (abgeschliffen). Perg. Or. Donaueschingen. B. 1) Bestätigt von dem Landgericht Stokach 1498 vff fritag nechst nach vnsers Herrn Fronlichnams tag (Juni 15.), ferner von König Maximilian zu Freyburg im Breysgew am fünften tag des monets Augusti 1498. 2 Perg. Or. Donaueschingen. B. 1498, März 28. flgcl 230. Das würtembergische Landhofmeisteramt des Grafen Wolfgang von Fürstenberg betr. a. 1498, März 28. (dornstag nach Letare, Stutgarten). Der Landhofmeister, Prälaten, Räthe und Landschaft ersuchen den Herzog Eberhard, nach Stuttgard zu kommen und dem Landtag beizuwohnen. b. 1498, April 9. (montag nach dem hl. Palmtag, Stuttgart). Dieselben erlassen ein gedrucktes Ausschreiben wegen ihrer Irrungen mit Herzog Eberhard. c. 1498, April 10. (zinstag nach dem hl. Palmtag). Wolfgang Graf zu Furstenberg, Landhofmeister, besiegelt und unterschreibt an erster Stelle das Schreiben, worin er, Räthe, Diener, Canzlei und Hofgesinde dem Herzog Eberhard den Gehorsam aufkünden. IV. 27 H i ! 11111111 '■■■''r'" wSssamBesm m ■ liiiiii w H ■ ■&'■''• ■ ■ llliliiiil I I ^p/fi ! r> ■ ■'i'i ■'■ ' - Usf E ■■. ■ ■ ■■■> '■' iv*. 3 V'- ; -' ■ .,t.-r". JU-'r SSal» ■■"■■■'■; .1■ BFäbfämä KfsäsäsaS«ffi ^^^^H 210 1498'. d. 1498, April 17. (zinßtag nach Ostertag, Stuttgart). Prälaten, Landhofmeister, Rath und Landschaft des Fürstenthurns Wirtemberg tibersenden an Schuldheiß und Ralh von Luzern eine gedruckte Darstellung der Landtagsverhandlungen. Das Schreiben ist besiegelt vom Grafen Wolfgang von Fürstenberg, Gregor Lam- parter, Kanzler und Hermann Heller, Landschreiber. e. 1498, April 28. (sampstag nach st. Marx tag, Stuttgart). Wolfgang Graf von Fürstenberg, Landhofmeister, Dr. Gregor Lainparter, Kanzler, und die verordneten Räthe zum Eegiment des Fürstenthurns Wirtemberg schreiben an die in Luzern versammelten Räthe der eidgenössischen Orte, sie haben ihr Schreiben erhalten, laut dessen die auf dem Tage in Luzern versammelten Gesandten die Ertheilung einer bestimmten Antwort auf spätere Zeit verschoben haben; zugleich übermitteln sie ihnen eine Druckschrift, woraus sie ersehen, warum Herzog Eberhard die Landstände einberufen habe, und ersuchen sie, andern Gerüchten keinen Glauben zu schenken. Das Schreiben unterzeichnet: „W. G. z. Furstenberg lanth(ofmeister)", dessen Siegel aufgedrückt ist. f. 1498, Mai 18. (freytag nach Cantate, Ulme). Herzog Eberhard erläßt ein gedrucktes Ausschreiben an alle Kurfürsten und Stände des Reichs, worin er sich über des Landhofmeisters, seiner Landschaft und Unterthanen Verfahren beklagt. g. 1498, Juni 15. (frytags nach Vnsers lieben hern Fronlychnamstag, Stutgarten). Herzog Ulrich erläßt ein gedrucktes Ausschreiben an seine Landstände, Lehenleute, Diener und Unterthanen darüber, wie sie sich bei der nun eingetretenen Veränderung der Herrschaft zu verhalten haben. Er sagt darin: „Deßhalb vnser gütlich bitt, vlyssig vnd ernstlich beger vnd beuelch an uch alle sampt vnd sonder ist: erstlich got dem allmächtigen, so also barmhertziglieh vnserm vettern vnd uch vnd vnser fürstenthumb fursehen, mit andechtigem gebet, darnach küniglicher Maiestät vnd den loblichen hüßern Österreich vnd Sachsen, derglychen den grauen von Furstemberg ') vnd ander küniglicher rat von oben anzogt vndertenigen danck haben vnd sagen in aller vndertänigkeit vnd fruntschafft, solichs verdienen vnd zu gutem nymermer vergessen, erkennen vnd daneben vnd zum höchsten von vnser vnd uwer aller wegen nit vnderlassen, sonder in frischer gedechtnuß allzyt wir, ir, vnser vnd uwer erben vnd nachkomen, den wir vnd ir solichs hinder vns vnd uch verlassen, in beuelh geben wollen vnd innerlich bedencken, wie truwlich, hertzlich vnd mit was sorgfalfigkait, mue, arbait vnd höchstem flyß, darlegen vnd strecken eer, lybs vnd guts, vnser trüw landthoffmaister, cantzler, regenten vnd zugeordnet ritte gehanndelt haben, das wir, vnser erben vnd nachkommen, ouch ir, uwer erben vnd nachkommen zu guttem nit sollen noch wollen vergessen, sonnder das gegen graue Wolfgangen von Furstemberg, landthoffmaister, maister Gregorien Lampartern, doctor baider rechte, von Byberach burtig, cantzler, die sonnderlich, ongespart aller arbayt, inn diser sach vß getruwer, gutier maynung vns, vnserm namen vnd stamen, ouch uch, land vnd luten zu gut, mer dann truwlich geholfen vnd gehandelt haben, mit sampt vnsem zugeordneten zwelf regenten" ...... h. 1498. Ordnung und Angenommen Regiment des Fürstenthurns Wirtemberg, aufgerichtet durch den Landhofmeister, geordnete Kanzler und Räthe, auch andere Prälaten etc. und die Landschaft. Darin u. a. „Anfengklich sollen landthofmaister vnd canzler, so vil inen müglich ist, by der canzly gegenwertig sein, der landthoffmaister mit zwölf gerüsten pferitten vnd der cantzler mit zwayen pferitten im huß" u. s. w. Es folgen Bestimmungen über die Geschäftsführung des Landhofmeisters 2 ). a—c und f—h bei Sattler, Geschichte des Herzogthums Würtenberg unter der Regierung der Herzogen, I, Beylagen, S. 15—70; d und e nach den Originalen im Staatsarchiv Luzern mitgetheilt von Dr. Th. v. Liebenau. 1) Graf Heinrich von Furstenberg, königlicher Hofmarschall. 2) Vgl. auch unten Nr. 234 von 1498, Mai 28. Wolfgangs Nachfolger im Landhofmeisteramt war seit 1499, Nov. 25., zunächst als sein Verweser, Graf Bernhard von Eberstein. S. Chr. Fr. v. Stalin, Wirtemberg. Gesch., IV, 52, Anm. 1. lOlä&rasE«^ 1498. 211 ül HHh 1498, April 1. Innsbruck. 231. König Maximilian thut dem edlen Hainrich Grafen zn Fürstenberg, seinem Hofmarschalk, die Gnade, gönnt und erlaubt ihm, dass derselbe sein (des Königs) Haus „hie zu Ynnsprugg zunägst bey vnserm sloss gelegen, so weilend ertzherzog Sigmund zu Österreich, vnser lieber vetter vnd fürst, erbawet vnd ainer genannt Nicoläsih inn- gehabt hat, genannt Heinrichsburg, nü hinfur, alle diewil er vnser dienner ist, innehaben, besitzen vnd, so er selbs nit hie sein wirdet, durch ander, die ime dartzu gefallen, doch wesenlich vnd vnwüestlich innehaben sol vnd mag, von vns, vnsern erben vnd nachkümen vnd sonst menigklichem vnuerhindert". Baukosten trägt der König. Ist Graf Hainrich nicht mehr sein Diener, soll das Haus wieder frei sein. Geben zu Ynnsprugg an sonntag Judica 1498 etc. Das königliche Siegel. Perg. Or. Donaueschingen. 1498, Mai. 6. 232. Johans Küch, Landschreiber zu Fürstenberg, schreibt seinem gnädigen Herrn, Grafen Wolfgang zu Fürstenberg etc., würdtenbergischem Landhofmeister: „als ich vff beuelch ewer gnaden by dem verzig vnd vffrichtung der hyradt nöttel zu Costentz mins gnädigen herren, graue Rudolfs, vnd mins gnädigen frowlin Margrethen, ewer gnaden Schwester dochter 1 ), gewesen bin, ist die sach, als ich acht, nach lut der abred gnügsam verstreckt vnd ist mir von vermeltem grauff Rudolf die missif vberandtwurt; die hab ich, als ich anheymsch kumen bin, vffgebrochen vnd, diewyl die zidt kurtz ist, wolle ewer gnaden zum furderlichesten berichten, wie sich ewer gnaden zum hochzidt schigken oder ewer gnaden beuelhen wöll ze handeln, dann mich bedücht, das ir beyder wyl nit syg langen verzug ze tond, als dann ewer gnaden in dieser miessiff selbs sieht." Datum sunntag Jubilate anno etc. 98. Das zum Verschluss aufgedrückte Siegel des Ausstellers (unkenntlich). Pap. Or. Donaueschingen. 1) Eine Tochter der Gräfin Anna von Fürstenberg aus ihrer ersten Ehe mit Grafen Eberhard von Sonnenberg. Der Bräutigam war Graf Rudolf von Sulz, später Statthalter zu Innsbruck, wie sich aus einer Erzählung der Zimmerischen Chronik, II, 557, 558 ergibt. Auch der Stammbaum in Pappenheims Chronik der Truchsessen von Waldburg, Tabelle II, kennt ihn als Gemahl der Margarethe von Sonnenberg. 27* 212 1498. 1498, Mai 28. 233- Den Reichstag zu Freiburg betreffend. „Graue Heinrichen von Fürstenberg sol man schencken vnd eren mit einer sondern früntschafft. ettwa in geheym, vnd nit als eim marschalckh, sonder als zu dem wir sust ein gut hertz haben. Dise ding sind vff montag nach Exaudi vor vollem raut gelesen vnd beschlossen, wie vorlüt. 98." Aus den Protokollen des Freiburger Stadtraths. Schreiber, Urkb. der Stadt Freiburg II, 630. 1498, Mai 28. Reutlingen. 234. Kaiser Maximilian belehnt den Grafen Wolfgang zu Furstemberg, Landhofmeister, anstatt des hochgeborenen Grafen Virich zu Wirtemberg und zu Mümpelgart, der noch nicht zu seinen vogtbaren Jahren gekommen, mit dem Fürstenthume Wirtemberg und der Grafschaft Mümpelgart'). Geben in seiner und des hl. reichs stadt Rewtlingen am 28. tag des monats Mayen 1498 etc 2 ). Das kaiserliche Siegel an blau-weiss-rother Schnur. Perg. Or. Stuttgart. B. Vollständig gedruckt bei Sattler, Geschichte des Herzogthums Würtenberg unter den Herzogen, I, Beylagen, p. 34, Nr. 14. 1) Die Bepertorien (16. Jahrhdt.) des sog. Schatzarchivs, t. V, p. 976, in Innsbruck, verzeichnen: 1498. Ein Lehenrevers von Graf Ulrich von Wirtemberg, als ihm Kaiser Maximilian seine Begalia und Beichslehen, durch seinen Vetter, Herzog Eberhard den andern, verwirkt, verliehen hat, zu Händen Graf Wolfgangen von Fürstenberg als Lehentragers und der 16 Geordneten von der Landschaft. Der u. a. vom Grafen Wolfgang zu Fürstenberg gesiegelte Bevers Herzog Ulrichs ist gedruckt bei Godofr. Dan. Hoffmann, De jure imperatoris veniam aetatis concedendi. Diss. Tubing. p. 70. — Vgl. über diese Vorgänge Chr. Fr. v. Stalin, Wirtemberg. Geschichte, IV, 18 flgd. 2) Am selben Tage (monntag nachts nach der Auffort Cristi) schrieb Hainrich Graf zu Fürstenberg von Eeutlingen aus an den Grafen Hannsen von Werdenberg: „Wir haben ewer schreiben vernomen vnd fuegen euch zu uernemen, annfenklich: des von Wiertemberg halb ist graf Virich von Wiertemberg der jung mit sambt den dreyen stennden des fürstenthumbs Wiertemberg vor kaiserlicher Majestät zue Aurrach erschinen vnd auf das ausschreiben, so hertzog Eberhardt vber sy hat lassen außgeen, verantwurtung vud desselben hertzog Eberhardts Verhandlung offenlich dermassen dargethon, das wier vnsers thayls nit anders merckhen khünen, das die drey stänndt als from leut gehanndelt haben. Aber hertzog Eberhardts halben ist vor der kaiserlichen Majestät, auch churfürsten, fürsten vnd rähtten solche handlung durch vrgichten vnd auch sonst dargebracht, das soll (sie) sünnd vnd handlung zueschreiben vnd dauon zuereden erbärmlich sindt, vnd was auß disem grundt, hat die kaiserliche Majestät mit zeittigem raht geordnet, das das fürstenthumb Wüertem- berg dem jungen graff Vlrichen huldigen vnd schweren, vnd werdet der lanndthoffmaister mitsambt den zwelf rähten, wie dann das durch hertzog Eberhardten loblicher gedächtnus gestellt vnd außgericht ist, bisaufverrer der kaiserlichen Majestät beuelch regiern, im ist auch der pan vber das pluet vnd ander obrigkhait zue ge- HB H Eni 1498. 213 brauchen beuohlen. Es soll auch hertzog Eberhardt zue der kaiserlichen Majestät gen Eothennburg am Neckher khumen, da will sein kaiserliche Majestät mit ime handien, immassen ir mundlich von vns bericht werdet; vnd haben am gestern die statt Reittimgen hie geschworen vnd will sein kaiserliche Majestät morgen zue nacht in Schainbuch vnd vbermorgen zue Bebenhaußen im khlosster ligen vnd allererst auf Pfingstag negst geen Rottennburg am Neckher khumen, vnd von dannen wellen wir euch berichten, wann vnd auf welchen tag die kaiserliche Majestät geen Freyburg khum. Dann als du mir, graff Hainrichen, schreibst, das du der Vrsla von Sytters ain khündt gemacht hast, dem gib ich khainen glauben, dann du bist so khalter natur, das khain lebendig frucht von dir alß wol alß vom Vischer, der dann in deiner gesellschafft ist, khunibt; dorumb bedarf vnser herr khönig das frawenzimer vor dir vnd dem Vischer nit besehliessen. Ich will auch, allßbaldt ich zue den junckhfrawen khume, fragen, wie du sy gehallten habest, vnd dich mitsambt ihnen trewlich plasümieren oder aber sollichs Joachim von Fillenpoch beuehlen; vnd alß ir mir secretari ain brieff an her Hainrich Priest- linkh von seiner hausfraw geschickht habe, das ist im in sein handt geantwurt worden; dann er ist noch nit abgefertigte, er mueß vor sehen, wie im die schloß vnd stett hieumb gefallen vnd wie uil sy des jors rennt haben. Ich bitt euch, sagt mir ewerm vatter vnd den andern allen, besonnder ewerm brueder, mein gar willig dienst vnd dem Martin Sparnißet vill horrupfen (sie) von vnser baider wegen, souer er anders gesenndt ist." Wenig jüngere beglaubigte Copie. Stuttgart. — Vergl. über die Angelegenheit des Herzogthums Würtemberg Heyd, Ulrich, Herzog zu Württemberg, I, 29, wo auch obiges Schreiben benützt ist. 1498, Mai 29. 235. 1498 am zinstag nach Exaudi compemit Märcklin von Ow zu Wachendorf als gemeiner der wolgebornen, edlen vnd festen, seiner gnädigen herren vnd guten freund, hern Wolf grafen zu Fürstenberg etc. einerseits und Kaspar von Brandeck zu . . . eck a ) des andern teils wegen der kirche, auch des leutpriesters vnd meßners, zwing und bann, wunn vnd weide etc. zu Ober- vnd Nider-Brendi vnd beschreibt jedem, wie weit seine weide vnd viehtrieb gehen soll. Zusätze waren von seite Fürstenbergs : die edlen vnd festen Konrad von Fürstenberg zu Hausen vnd Jörg von Reckenbach zu Gy- singen *). Gabelkhofers Collectaneen, I, fol. 373. Stuttgart. a) zu Sterneck haben die Donaueschinger Auszüge aus Gabelkhofer, bei Döpser, I, p. 231. 1) 1494, April 15. bevollmächtigte Wolfgang Graf zu Fürstenberg seinen Vogt und lieben getreuen Speck Martin, in der Sache zwischen ihm und Caspern von Brandegk zu handeln. Datum vff zinstag vor Jubi- lati (sie) 1494. Pap. Concept. Donaueschingen. B. 1498, Juni 7. 236.' ü -Geory von Almshouen zu Hüffingen verkauft dem Grafen Hainrich zu Fürstem- berg um 582 Gulden rhein., worüber er quittirt, sein Dörflein Bruggen an der Bregen ob Prülingen und unter Wultertingen gelegen, mit verschiedenen namentlich aufgezählten Höfen, mit Burgstall, Graben , Mauern, Gerichten , Zwingen, Bannen, ferner seinen Theil des Korn- und Heuzehntens daselbst und zu Tuttyshusen, ein Gütchen . 214 1498. zu Tuttyshusen, eines zu Wyler, 4 Maß „anken" und 6 „basel plaphart" von zwei andern Gütchen zu Tuttyshusen, alles dieses theils Eigen theils Lehen von der Grafschaft Fürstemberg (Lehen und Eigen nicht specitizirt). Geben am dornstag in der hl. Pfingstwochen 1498. Die Siegel des Ausstellers und der edlen strengen und festen Herren: Johannsen von Hüffingen, genannt Schulthays zu Prülingen, Ritters, und Jörgen Stähelin von Stogkburg zu Sindelstain fehlen. Perg. ür. Donaueschingen. 1498, Juni 13. 237. Hainrich von Ranndegk, Ritter, verkauft seinem Vetter, dem edlen und strengen Hannsen von Lanndow, Ritter, der königlichen Majestät und des hl. römischen Reichs oberstem Schatzmeister, seine Vogteigerechtigkeit über das Dorf Rieteschingen, Lehen von der hochwürdigen Fürstin Frau Amalyen, Aebtissin des Gotteshauses Unser lieben Frauen zu Lindow'), auch die Lehenschaft der Caplaneipfründe, dazu die niedern Gerichte daselbst, die sein Eigen sind, mit benannten Zinsen und Güten, ferner die niedern Gerichte und das Dorf zu Aitlingen, Lehen von dem Grafen Hainrich zu Furstenberg, mit Eigenleuten, Holz, Feld etc. und mit benannten Zinsen und Güten, alles um 2800 Gulden rhein. Geben vff mitwochen vor sannt Veits tag 1498. Die Siegel des Ausstellers und seines Vetlers, des edlen und festen Caspar von Ranndegk (in Holzkapseln, grün in Schüssel, wie oben). Perg. Or. Donaueschingen. 1) Am 23. Juni (sant Johanns abend zu den Sunwenden) des Jahres belehnt die Aebtissin Amalya von Lindow Herrn Hannsen von Lanndow, Ritter, mit der Vogtei Rieteschingen. Siegel der Ausstellerin. Perg. Or. a. a. 0. 1498, Juni 26. Freiburg i. B. 238. Mandat des Königs Maximilian an den Grafen Wolfgang zu Fürstemberg: Berthold von Trosenheim soll kürzlich seinen und des Reichs lieben, getreuen Vol- marn von Mombarn, einen Lehensmann und Untersassen des Bischofs Albrechten zu Straßburg, seines Fürsten und lieben andächtigen, wider die goldene Bulle, königliche Reformation und den Landfrieden, den er dein hl. Reiche und gemeiner Christenheit zugut mit seinen und des hl. Reichs Churfürsten, Fürsten und gemeiner Versammlung Rath beschlossen und allenthalben ausgeschrieben hat, freventlich gefangen und 1498. 215 durch des genannten Fürsten von Straßburg Gerichtszwänge gen Schenckhenzell hinter den edlen, seinen und des Reichs lieben, getreuen Gangolfen Herrn zu Hohen Geroltz- egkh geführt haben, wo derselbe noch gefänglich bewahrt werde. Den anliegenden königlichen Brief, in dem er desshalb dem von Geroltzegkh bei Pönen befiehlt, bei dem von Trosenheim ernstlich darob zu sein, dass er den von Mombarn frei lasse und fürder ihn sammt dem Thäter dem Herzoge Virich zu Wirtemberg und zu Deckh, Grafen zu Mümpelgart, seinem lieben Oheim und Fürsten, und dessen verordneten Regenten des Herzogthums Wirtemberg und ihm, dem Grafen Wolfgang zu Fürstem- berg, oder deren Anwälten zu des Königs Händen auszuliefern, soll er demselben zusenden. Zeigt sich aber derselbe hierin ungehorsam und macht sich somit der erwähnten Misshandlung mit theilhaftig, so soll er anstatt des Königs „mit gewaltiger tatt" handeln, damit der Gefangene ihm mitsammt dem Thäter zu seinen, des Königs, Händen werde. Geben zu Freyburg im Breysgew, 26. Juny 1498 *) 2 ). Ad mandatum domini regis in consilio. Das rückwärts aufgedrückte königliche Siegel grösstentheils abgefallen. Pap. Or. Donaueschingen. B. 1) Ein gleichlautendes Mandat erging am nämlichen Tage an Herzog Virich zu Wirtemberg und dessen Landhofmeister und Eegenten des Herzogthums Wirtemberg. Pap. Or. Donaueschingen. 2) 1498, Juli 1. (vff Vnser Prowen abent Visitationis) melden dem Grafen Wolfgang Hans von Eecken- bach und Andres Kötz von Wolfach in Eile aus Schiltach, sie hätten auf zwei beiliegende Mandate königlicher Majestät und ein Missiv ihres Herrn von Straßburg hin mit Junker Hansen von Enierßhoffen, Schuldheiß von Schiltach, und andern Schenckenzell „vmbleit" und von ihrem Herrn von Geroltzegk allda „den gefangen, oüch die tätter erfordert". Derselbe habe königlicher Majestät zu Unterthänigkeit den Gefangenen und einen Knecht als Helfer ausgeliefert, der Thäter selbst sei nicht dort gewesen. Sie hätten diese beide in königlicher Majestät Namen zu Grafen Wolfgangs Händen gen Wolfach gebracht und schwören lassen, königlicher Majestät und des Grafen Gefangene zu sein, sich in ein Wirthshaus zu stellen und daraus nur mit Verwilligung des letztern, anstatt königlicher Majestät, zu kommen. Der Knecht sei „ain rechter raisiger mensch" und habe „in vängnis" nur wollen unter dem Versprechen, ihn bei Leib und Leben zu lassen; dieß hätten sie ihm abgesehiahen, „dann als vil königliche Majestät im verwilligt". Da er gar nichts habe, denn seine Habe, und der Gefangene auch gern heimwolle, so möge der Graf auf königlicher Majestät Mandat hin fürder bei königlicher Majestät und ihrem Herrn, Grafen Hainrich, ohne Verzug handeln, dass beide ledig werden, „mit der minsten beswerd vnd costen", denn der Knecht habe nicht für sich selbst, sondern in Knechtsweise also gehandelt, auch habe man dem Gefangenen nichts abgenommen. Pap. Concept. Donaueschingen. B. 1498, Juni 6. 239. Friderich Bock, Ritter, Meister, und der Rath zu Strasburg ersuchen den edlen, wohlgeborenen Herrn Wolfgangk, Grafen zu Fürsternberg, Landgrafen in Bore und ■' ■. , &®m m& i'xZSti ^üs ■■■ ?§ESK iü ■' 1 B §3k1 ■ 1 HBI ■$®*3 WM 216 1498. Herrn zu Husen im Kyntzigertale, oder in dessen Abwesenheit seinen Statthalter und seine Amtleute, da Bechtolt von Trüsenheim und etliche seiner Anhänger Volmar von Momburen aus ihrer Stadt nachgeritten sein und ihn in ihrem Burgbann gefangen hinweggeführt haben sollen, und da Volmar von Momburen und auch Trüsenheims Knecht, genannt Küly, jetzt in Wolfach sein sollen, von den letzteren zu erfahren, wie der Handel sich begeben habe, und vom Knechte besonders, ob sonst jemand mit Rath oder That bei dem Handel geholfen. Die Antwort möge durch den Ueberbringer ihres Briefes ihnen geschrieben werden. Geben vff fritag nach st. Virichs tag episcopi anno etc. 98. Das rückwärts aufgedrückte Siegel fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. B. £ 1498, Aug. 12. Freiburg i. B. 240. Wolfgang Graf zu Fürstemberg bekennt von der Römischen und Hungerischen königlichen Majestät zu ihrem Rath und Diener von Haus aus mit jährlich 200 Gulden rhein. aus der Hofkammer bis auf beider Widerrufen bestellt worden zu sein und gelobt gegen jedermann zu dienen, ausgenommen Herzog Virich zu Wiertemberg und Deck, Grafen zu Mümpelgart, seinen gnädigen Herrn. Geben zu Freyburg im Preysgew an sunntag nach st. Larenntzen tag 1498. Das aufgedrückte Siegel des Ausstellers. Pap. Or. Innsbruck. \ K 1498, Äug. 28. 241. Hainrich Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bare, königlicher Majestät Hofmarschalk, bekennt: nachdem ihm königliche Majestät die Lehen, so Gamaret von Fraunaw von seiner Majestät und dem Hause Oesterreich inne hat und die königlicher Majestät heimgefallen sind oder nach seinem Tode heimfallen werden, gegeben und verliehen hat, wird er, sobald er sie erlangt hat, königlicher Majestät die Hälfte derselben ausfolgen lassen. Geben an eritag nach st. Bartimes tag anno 98. Das aufgedrückte Siegel des Ausstellers. Pap. Or. Karlsruhe. 1498. 217 1498, Sept. 7. 242. Bürgkart von Höwdorf zu Stulingen verkauft um 44 fi. rh. und 3 U h. Fürstem- berger Währung dem Grafen Hainrich zu Fürstemberg, Landgrafen in Bare etc., den dritten Theil am Kelnhof zu Gisingen, den Jacob Weyler derzeit baut, und am Gute, das Hainrich Arnolt, Vogt Arnolts sei. Sohn, innehat, von welch beiden Gütern die andern zwei Theile seinen (des Verkäufers) Brüdern zugehören, wie dieser Theil von seinem Vater sei. an ihn gekommen ist, für recht unverkümmert und ledig Eigen. Zugleich räumt er dem Grafen Hainrich und dessen Erben das Recht ein, den Theil der betreffenden Güter, welcher seinem Bruder Hanns Mathis von Höudorf sei. versetzt war, an sich zu lösen. Geben vff frytag Vnser lieben Frawen der Gepurt aubend 1498. Die Siegel des Ausstellers und seines lieben Vetters, des edlen, festen Hannsen von Almshouen zu Ymendingen fehlen. Perg. Or. Pfarrregistratur Neidingen. B. 1498, OH. 11. 243. Hainrich Graf zu Furstenberg etc. gestattet auf Bitten seiner lieben getreuen Vogtes, Richters und Gemeinde seines Dorfes Riethberingen Hans Brugker dem Müller bei dem genannten Dorfe bei dem Zwerenbach bei seiner (des Ausstellers) Wiese, genannt Engelwyß, eine Mühle zu bauen; doch soll er die Mühle mit Behausung, Rädern und anderm „vff die alman" *) setzen, und wenn er jemanden mit Entführung des Wassers oder sonst Schaden zufügt, soll er Wandel und Bekehrung thun nach Er- kenntniss ehrbarer Leute, die vom Grafen oder seinen Amtleuten dazu beschieden werden; zu jährlichem Zins soll er geben 1 Malter Kernen Fürstenberger Maß, 2 Hühner und 60 Eier; dagegen erhält er die gedachte Mühle zu Erblehen. Geben am dornstag st. Genesius tag 1498. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. 1) Almende. IV. 28 »m nBhB wm 'mm HHHj lll ««1 1 SSMffiSHBn £9&ara£ägM &w 8| PpSä *?v» IHM 5f^$ V Hl fe^fis £%H H1 ■ ■ Kg 218 1498. 2455, Nov. 11. 244. Bestallung des Fürstenbergischen Forstmeisters im Kinzigthal. Vorstmaisters Bestallung. Item Michel Marstaller ist bestelt zu ainem vorst- maister in der herschafft des Kintzigentals vff Martini im 98. jar, zu uersehen, waz aim vorstmaister gebürt, truwlich tag vnd nacht nach inhalt siner verpflicht, vnd sol also dienen vnd warten von huß vß in sinem costen, so witt sin vorst gat; bracht man inn aber sust, daz sull vff vnsers gnedigen hern costen ston. Vnd vmb sollichs git im myn gnediger herr jars zu sold vff daz pferd 20 fuder habern vnd 1 fuder hew, vff sin person 6 fl.. 6 fuder körn vnd ain claid jars. Witter waz wilbret von wolfen erjagt oder gefunden, daz von minß hern gejagt nit herjägt ist, sollen im die hüt zügehoren; item daz Va schmaltz von beren; item vom allem gefüll a ) sin tail gelt lut mins gnedigen herrn Ordnung, wie die vßgangen ist vnd yma b ) V«. Item vnd ob er oder sine kriecht jeman im vorst viengen oder sust mißbrüch erfunden zu straffen, so soll im vom hirß zügehurn 2 fl., vom tier 1 fl. vnd darzü sust all vorststraffen, die 2 fl. vnd minder tragen. Was aber hoher vnd darvber gestrafft wirt, daz soll vnserm gnedigen hern söllich vberstraff zügehoren on all geverde etc. Vnd ob er pferd abryt in mins gnedigen hern diensten, soll im ziemlicher schaden abgelegt werden. Gleichzeitiger Eintrag von der Hand des Schreibers Andres Kötz im Kinzigthaler Lagerbuch v. 1493, p. 267 '). Donaueschingen. 1) Von derselben Hand reiht sich in diesem Lagerbuche, p. 269, 270 folgende Aufzeichnung an: Des Jagens halben. Michel Marstaller ist oueh bestelt die orter zu bejagen vnd an andern enden, da es not ist, mit acht oder nun hünden, die er in sim costen enthalten soll, mitsampt aim knaben; vnd hat angefangen vff Pfingsten im 1500 jar. Davon soll im zu vffenthalt der hünd jerlichs geben werden 30 fuder habern vnd 10 fuder körn vnd im alle jagerrecht von hütten, helsen vnd anderm, wie die Jäger daz biß vff den tag genommen haben, zügehoren. Ob er witter hünd oder gezüg im abgieng, daz wider zu ersetzen vnd zu bessern. Das wilbret soll er antwtirten an die ort im Kintzigental, da er des von vnserm gnedigen hern beschaiden wirt. — Darvff ist im an gezüg vom schriber, schulthaisen zu Wolfach, vnd Thornän Jägern vffge- zelt vf obgernelten tag: item 6 wildgarn, 190 wildsayl, item 4 rechgarn vnd 138 rechsail, item eüich swinsail zu Haßlach vnd alte sail, item 300 sail von Offenbürg, dryerlay sail. Item alß Erhart vnd Pauli Schaber vom jagen gelassen, hondt sy Micheln alß vorstmaister vffgezelt an wildtsailn 421, an swinsailn 100, an rechsailn 334, und 4 böse rechgarn. Von einer andern gleichzeitigen Hand folgt sodann p. 271—275 folgende Jagdordnung aus dem ersten Decennium des 16. Jahrhunderts: Vnsev gnadiger herre graff Wolfgang zu Fürstenberg will menicklichem in seiner herrschafft vnd gebieten gesessen vff ein widerrieffen das weidwerck zu gebrachen vnd zu hetzen, wie hernacher volgt, in sinem willen verwillgen vnd vergünsten, damit das schädlich wild gedempt werde. Item die beren mag man vahen, ^^^_ :. HB BK9 1498. 219 von den solben oder die sy vahen by eyd, die köpf vnd fuß vnd die hend gon hof antwurten, das vberig mogent sy behalten, dauon gehört dem vorstmeyster halb schmaltz. Deßglichen die wilden sehwein, jung vnd alt, sollen köpf vorvß vnd darnach das halb durchvß von schwinen by eyd gon hoff geantwurt werden von denen, so das vahen, das vberig mögen sy behalten. Sinn gnad verwilgt ouch wolf zu vacben, doch also, das ein yeder, ein oder mer vacht, den balg, die zwüschend st. Michels vnd st. Mathis tag gefangen würt, dem vorstmeyster bring by eyd, der soll im darfür geben 12 blapart rappen, dauon soll dann dem vorstmeyster vom selben gelt durch den, so den wolf gefangen hatt, von yedem balg zwen blapart geben werden, vndjob wolf im sumer geuangen wurden, sollen sy ouch dem vorstmeyster zubringen, der soll die bezalen, nachfcdem die gut sindt; kundt er aber nit mit aim ains werden, so sol er im die zwen blapart geben heißen vnd den balg ein dan verkouffen lassen, wa im geliept. Sin gnad erloupt ouch luxs zu vahen, da soll ein yeder by eyd ouch den balg alweg dem vorstmeyster bringen, der soll im dauon 16 blapart rappen geben, sol der valier aber von yedem balg dem vorstmeyster zwen blapart geben, vnd welcher nach st. Mathis tag gefangen würt, den soll man ouch dem vorstmeyster bringen, der soll die bezalen als sumerbelg, nach dem die gut sindt; kond er aber nit mit eim eins werden, soll er im sin gelt heyschen vnd den darnach lassen verkouffen, wo;im fugklich ist, glich wie mit den Wolfen. Sin gnad günt ouch zwüschen st. Michels vnd st. Mathis tag marder vnd fuchs zu vahen, sollen die belg by eyd ouch dem vorstmeyster bringen, der soll für ein marderbalg sechs blapart rappen geben vnd für ein fuchsbalg 5 blapart rappen. Vß sollichem gelt soll von yedem balg durch die vacher oder verkeuffer dem vorstmeyster 6 pfennig geben werden vnd nach st. Mathis tag, so das gefül") nit mer gut ist, verbüt sin gnad an dry pfundt, das kein marder noch fuchs mer zu vahen biß wider nach st. Michels tag. Sin gnad erloupt ouch, taehs, ötter, biber vnd wild katzen vnd yltyß zu vahen; wer die vahet, sol ouch by eid die belg dem vorstmeyster bringen vnd von eim otter, taehs oder biber hört dem vorstmeyster 6 pfenning rh. vnd von den katzen vnd yltißen nichts. Sollich belg soll ein vorstmeyster eim yeden bezalen, darnach sy gut sind, wa aber er mit eim nit eins werden mocht, sol er sin geordnet gelt von im nemen vnd im erlouben fürer zu uerkouffen nach seinem gefallen. Sin gnad erloupt ouch eim yeden yma b ), die verloren oder eim empflogen sindt, in weiden vnd sunst zu suchen; welcher die vindt, der soll die by eyd ouch dem vorstmeyster anzogen, fürbringen vnd halbs dem vorstmeyster geben oder sich mit im vertragen. Dagegen gebüt vnd verbüt sin gnad allermencklich, ein hurß, tur, reher, hasen, vrhiener, häppich, sperber, haselhiener vnd all vogel mit dem schneytbam c ) noch Hoben nit zu vahen in keinen weg. Welcher aber das verbreche vnd nit hielte, den will sin gnad hertiklich darumb straffen an lib vnd gut. Sin gnad beuilcht ouch hiemit eim yeden by sinem eide, wo in fürkome, das frembd lüt in sinem forst oder wildpennen vbergriffen, das sy die nach irem vermügen annemen, wo aber das nit sin mocht, jedoch dem vorstmeyster sollichs fürzebringen, witter ze straffen; dergleich wa sy sunst mißbruch an dem, so verbotten ist, fürkam, das sollen sy by eyd ouch riegen vnd offnen. Es soll ouch keiner in frembd herrschafften vß siner gnaden forsten vbergriffen; welcher das verbrach, würd er dann von ander lütten angenomen, dafür wolt im sin gnad nit beschirmen. Vnd vmb sollich gnad, so inen also verwilget, ist siner gnaden beger vnd meynung, das ein jeder meyger, der ob vermug ein grossen hund halt vnd hab, den soll einer, so er in wald gat vnd nit hetzen wil, angefangen füren vnd nit ledig loffen lasse, sonder im ee ein vberzwerchen bengel anhencken d ), biß das einer den hundt an beren, schwin, wolf, luchs, fuchs oder ander tierer, so erloupt sindt, hetzen weit, mag er die hund hetzen vnd sunst nit, vnd sollend ouch all syner gnaden lut deshalb, von seiner gnaden Jäger dero be- gert, dester williger sin im helfen ze jagen vnd zu hagen, dester genier vnd lenger, wil sin gnad das hetzen 28* HP ■%■;■.. -. I WwBK&si gs ■■ * H ■ . £ 1 : ' iö .9 i H ■ ' M . 1 u% ■ $1 ■ • w 3 . 1 \$i s i #£ü ms ■M sP*w«ifi mm sansa 220 1498. vnd weidwerck, wie obstat, zu gebruchen verwilgen vnd zulassen. Welcher sich ouch des anders gebrachte, dan wie erlopt ist, den wurde sin gnad allweg daramb straffen nach gestalt der sach. Sin gnad verbüt ouch all den seinen, das sy mit frembden lüten, vsserhalb seiner herrschafft gesessen, nit jagen noch hagen in gemeinschafft noch sunst yemas frembden zu inen ze nemen, der in jagen helf. a) Gefill = Collectiv von Fell; s. Schnieller-Frommann, Bayer. Wörterbuch, I, 709. b) Immen, Bienen, c) Wohl jene Vorrichtung, welche v. Fleming, Der vollkommene teutsche Jäger (Leipzig, 1749), S. 242 unter dem Namen Schlagbaum beschreibt und welche noch heute (vergl. Regener, Jagdmethoden und Fanggeheimnisae, 3. Aufl. Potsdam, 1864, S. 102) unter dem letzteren Namen bekannt ist. d) Gegen das Gebot den Hunden Bengel anzuhängen richtete sich im Bauernkriege eine der stehenden Beschwerden der Baiiern. 1498, Dez. 25. 245. Graf Wolfgang (von Fürstenberg) bestellt den festen Hanß von Reckenbach zu' seinem Diener und Oberamtmann im Küntzigenthal gen Husen in sein Schloss, „all vall, geläß, frefel vnd ander oberkeit vnd amptshendel zu rechtuertigen, zu uertadin- gen vnd sust ob allen Sachen in vnserm namen zu uerwalten vnd zu sindt, als ob wir selb gewertig weren." Als jährlichen Sold bestellt ihm der Graf „40 fl., ein fuder win, in vnserem costen in sin huß antwurten, vnd zwen füder win farren, wo er die koufft, in vnserem costen biß gon Husen, 20 fierteil körn vnd 60 firtel habe- ren, vff dry pferd hew vnd stro gnüg vnd all wochen für 1 Schilling rh. visch vff das schloß, beholtzung vnd zu. rüten vff vnserem gütteren zum schloß vnd die garten vmb das schloß zu nutzen vnd cleider vff sin lib vnd dennacht ouch vsserhalb sins huß in ampts vnd vnseren geschafften in cost frynalten vnd sin hußrat gon Husen, ouch wider heym gon Zimeren füren, alles vngeuärlich. Zu vrkundt sindt diser zedel zwen vß einander geschnitten vnd geben ist vff Winachten anno 99." Gleichzeitige Copie im Kinzigthaler Lagerbueh v. 1493, p. 263. Donaueschingen. 1498, Dez. 28. 246. Rudolf Graf zu Stütz, Landgraf im Cleggew, schreibt dem wohlgeborenen Wolfgang Grafen zu Furstemberg, Landgrafen in der Bar und Herrn zu Husen im Kintz- gerthaletc, seinem freundlichen, lieben Schwager: derselbe wisse, dass laut der Heiratsabrede zwischen ihm (Grafen Rudolf) und Fräulein Margretten von Sunenberg auf nächstvergangenem st. Gallentag von dieser seiner Gemahlin, „frewlin Margreten", $1^11111 WMF Wmg&mm 1499. 221 seinem (Grafen Wolfgangs) Bäslein, zu Rottwil in seinem (Grafen Wolfgangs) und der nächsten Freunde Beisein Verzicht hätte stattfinden sollen. Als sie aber gen Rotwil gekommen, seien sie des Verzichts nicht einig geworden, weil Graf Wolfgang nicht erschienen sei. Laut des demselben bekannten Abschieds sei ein anderer Tag gen Rotwil vorgenommen vff zinstag nach st. Hilarien tag 1 ), was er, Graf Rudolf, ihm mit der Bitte gemeldet habe, auf Montag zu Nacht davor dorthin zu kommen. Da er nicht wisse, ob Graf Wolfgang diesen Brief erhalten habe, bitte er denselben nochmals, auf genannten Tag nach Rottwil zu kommen und zu „verhelfen, die ding gar zu end bringen." Derselbe möge durch den Ueberbringer dieses Briefes antworten. Geben vff frytag nach dem hl. Wichennechtag anno etc. 98. Das Siegel des Ausstellers rückwärts aufgedrückt. Pap. Or. Donaueschingen. B. 1) 1499, Jan. 15. 1499, Jan. 21. 247, Henny Mayer von Rietberingen verkauft dem Grafen Hainrich zu Fürstenberg etc. seine Scheuer zu Rietberingen im Dorf um 15 Gulden rhein., worüber er quittirt. Geben vff mendtag nach Hylary episcopi 1499. Das Siegel des ehrsamen Johanns Küchen, Landschreibers zu Fürstenberg. Perg. Or. Donaueschingen. 1499, Febr. 3. 248. Hanns Nyffer schreibt an Wilhelm Sachs, Bürgermeister zu Esslingen, von Stuttgart aus: Heute früh habe ihnen der Graf Wolfgang, Hofmeister etc., geschrieben, die Eidgenossen seien über Rhein gezogen und haben Stein und Diessenhofen besetzt; darnach seien sie wieder über den Rhein gezogen, um dem „grauen bunde" mit Macht zuzuziehen. Man versehe sich, dass es ohne Schlacht nicht abgehen werde. Oben im Lande sei der Sturm angegangen und jedermann sei auf und ziehe ab, auch des Herzogs Leute zu Tuttlingen und am Schwarzwalde. Aus dem Esslinger Archive bei Klüpfel, Urkunden zur Gesch. des Schwab. Bundes I, 282. WM ^^^^B ^^^H i I ^^H ' \ ■ ■ ■ ■• ■ SoS« 222 1499. 1499, Febr. 15. 249. Geburt der Gräfin Beatrix von Fürstenberg. Anno domini 1499 jar ward di wolgeborn vnser gnedigs fröwlin Beaterix von Furstenberg geborn vff fritag vor dem sontag Inuocauit in der Vasten. Vnd a ) wart zii Wolfach gefirmet, do man zu. st. Anna wihet. Andres Kötz im Kinzigthaler Lagerbuch v. 1493, p. 5. Donauesehingen. a) Das folgende von anderer Hand. Anno domini 1498 jar (sie) vff frytag vff sant Peters tag kathedra ward geboren frewle Beatrix von Furstenberg gegen dem tag. Aufzeichnung von c. 1503 auf Vorsetzblatt VI des Neidinger Anniversarienbuches v. 1494. Donaueschingen. 1499, Febr. 9. — 21. 250. Correspondenz zwischen der Versammlung des schwäbischen Bundes zu (Jonstanz, Herzog Ulrich von Wirtemberg und dem dortigen Regiment und Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, den Schweizerkrieg betreffend. a. 1499, Febr. 9. Die gemeinen Hauptleute und Bäthe des Bundes in Swaben, jetzt zu Costentz versammelt '), an Herzog Vlrieh zu Wirtemberg etc. mit zugeordnetem Eegiment: „Wie wol ewer fürstlich gnad durch dero lanthofmaister graue Wolfgangen zu Furstenberg bericht, daz die sach zwüschen Bömischer königlicher Majestät vnd irer lantschaift an ainem vnd den gotshus lüten zu Chur vnd den von den Grawen pünten vnd iren zuuerwanten am andern tail in dem veldleger im Vindtstgow gütlich betädingt vnd gericht worden sey, auch demnach auf vnserm tail gar nach yederman abgezogen, so ist vns doch gestern abents durch königlicher Majestät Statthalter vnd regenten hie zu Costentz durch schrifften, so inen by ainem eylenden postpotten von Veitkirch zu komen sein, glouplich angezaigt, daz auf mittwochen nechstuergangnen die Aidtgenossen irn leger vnd hauifen in Sawrganser land erhept, sich vmb drey vr her vber Bin zu roß vnd fuß gethane vnd ain brand vnder Gutemberg angestossen vnd die andern die ire ouch widerumb zuzuziehen eruordert. Daruf haben sich die, so zu Veitkirch ligen, mit den knechten vom bunt geschickt vnd der landtsebafft daselbs mit gegenwer hinauf gefuegt, die veynd wider hin vber Bein getryben vnd wytern brand fürkommen, seyen auch darnach am domstag auf st. Luzis staig an den stürm getretten, haben den eingenomen, die letzin zerbrochen, vil leut erstochen vnd sich gar hinab gen Mayenfeld geslagen vnd haben vns, die bemelten königlicher Majestät Statthalter vnd regenten, auf sollichs in kraft der veraynung des bunts vmb hilf vnd zuziehen widerumb zum höchsten angeruft vnd ersucht, mit anzaig, dwil die widerparthey die bericht abermals zerbrochen vnd nit gehalten, auch sich die sach naehuolgend also geschickt hab, seye sich nünmer nicht anders dann des kriegs zu inen zuuersehen. Dem allemnachvnd so nit allain königlicher Majestät vnd iren landen vnd leuten, sunder Kfi&a sswbssh ssüs 1499. 223 allen verwandten des bündts, desglicbn gemeinem bundt vnd yegklicbem insonder mercklichs vnd vil an der sach gelegen ist, wie ewer fürstlicb gnad vns vngezwiuelt selbs wol ermessen kan, ersuchen wir euer fürstlieh gnaden, wie vns in kraft der aynung des bunts zum höchsten zu thun gepurt, vnderthänigklich bittende, sy wolle von stund an one allen verzug zwaytusend fußknecht vnd, souil euer fürstlicb gnaden raissigs züg gehoben mag, ordnen vnd schicken, den nechsten auf daz Hegow zuzeziehen vnd daselbst vff weyttren beschaid zu warten vnd nichtz desterminder sunst mit gantzer macht lut der aynung nach höchstem vermögen in rüstuno- zu sein auf daz, so wyter not sin wurd, alsdann one verzug wissen zuzeziehen vnd hierinn keinerlay hinde- rung oder verziehen tlran, sonder sich so fürderlich vnd gnedigklicb erzaigen, als die notdurft der sachen er- uordert. Des wollen wir vns gentzlich zu euer fürstlich gnaden getrösten, auch sollichs vmb euer fürstlich gnaden vnderthanig vnd mit gantzem willen verdienen. Datum sambstag vorEsto michi anno etc. 99." Siegel zum Verschlusse aufgedrückt. b. 1499, Febr. 15. Dieselben an den nämlichen. „Ewer fürstlich gnaden schreyben, vns yetzo gethän, haben wir vernomen vnd dabey euer gnaden lanndthofmaister, graf Wolfgangen von Fürstenberg a ) auch gehört, der maynung, das wir in ansehung der sorg, darinn euer fürstlich gnaden von dem lannd vnden herauff steen muß, an zway tausent fußknechten vnd etlichen raisigen diser zeyt benugen haben sollten etc. Also vnd weyl wir nu yetzo glauplichen bericht haben, das die Aidgenossen zu sampt dem hör leger, so sy in königlicher Majestät erblannd bey Veitkirch haben, yetzo mit allen anndern pannern auf sind, entlich der maynung, in das Hegöw zuziehen vnd die von bundt vnd ander anstösser zubeschedigen, auch die Sachen sich mit solchem ernst schicken, wa nit mit aller macht dagegen gethan wirdt, das kein widerstannd beschehen mag, ersuchen wir euer fürstlich gnaden in crafft der aynung, mit gantzem ernst vnd vleiß zum höchsten bittende, euer fürstlich gnaden wellen dise not zu hertzen nemen, vnd vber die zwaytausent fußknecht, so sterckest euer fürstlich gnaden zu roß vnd fuß kund oder mug, eylennds in daz Hegöw schicken vnd königlicher Majestät, auch vns vnd gemeinen bundt hierinn nit verlassen. Ob dann euer fürstlich gnaden von yemand vberzogen wurd, wollen wir euer fürstlich gnaden vnd irem lannd mit allem vnserm vermugen auch trewlich zuziechen vnd nit verlassen, auch sollichs in gutem nymermee vergessen, sonnder vndertenngklich vnd mit gantzem willen verdienen. Datum in gantzer eyl freytags zunacht vor Invocauit, anno etc. 99. 1; Die Siegel zum Verschlusse aufgedrückt. a und b nach jüngeren Abschriften im f. f. A., die vom Pap. Or. (wo?) genommen wurden. p a) Correctur des Or. für: Otingen. c. 1499, Febr. 16. Herzog Ulrich von Wirtemberg und sein Eegiment an Grafen Wolfgang von Fürstenberg, seinen lieben üheim, Landhofmeister, und an Conrat Brüning, seinen Secretarien, sammt und jeden besonders zu eigenen Händen. „Vnsern früntlichen grus zuuor, wolgeporner lieber öheim vnd getrüwen. Wir haben bouptlütten vnd rätten des Swäbischen punds, yetzo zu Costentz versammelt, geschriben lutt hierinn- ligender copy J ), vnd ist vnser guttbeduncken, ouch ernstlich meynung vnd befelh, ir wollet by den bemellten houptlütten vnd rätten fürdern vnd mit vlyß daran sein, das alle rätt vnd stend des punds an ain gelegen malstatt fürderlich vnd vnuertzogenlich beschriben vnd durch dieselben gerautslagt vnd beslossen werde, wie man sich zum krieg schicken vnd ob man den auff ain veldstritt oder täglichen krieg stellen wolle, damit sich yederman daryn wißte zuschicken, vnd den vinden dester stattlicher widerstand geschehen möcht, wie dann die obberürt copy mit ferrerm begriff aigentlich antzeigt. Dann nachdem wir nü mer ain merckliche antzal inn vnserm costen haben, wo man dann also sölt still ligen, wißt ir, das inn vnserm vermögen nit ist, denselben costen zu erlyden, deßglichen, achten wir, andern ouch geschehen würde. So man sich aber, wie obstett, ainer beslüßlichen meynung vereint, wollen wir, es sig zum veldstritt oder täglichen krieg, vnser vermögen zum ms/Mi ''*'•'.■ 88§S Eöasa" g&jpg Irena ■n ■ . W8m aSJäwS ■ msm «IIP 'Mm H Wim H|w $^11» ^H ■ 224 1499. allerhöchsten getrüwlich darstrecken, vngezwiuelt, es werde von andern pundsuerwandten dermaussen ouch geschehen. Wollet vns ouch verstentlich berichten, wie die Sachen diser zytt gestallt syen, mit was macht die Eidtgenossen auff vnd was ir fürnemen sig, deßglichen wie sich der pund dargegen schicke, wie sich jederman darinn mit dem zuziehen hallt, ouch ob ettwar dem pund oder den Eidtgenossen zuziehe, vnd wer dieselben syen, mitsampt anderer nottdürftiger vnderrichtung, souil ir des von üch selbs vnd vsser erfarung wissen hapt, damit wir vns demselbennach ouch destbaß wissen zuhalten. Ouch so wollet der sach dest ernstlicher vnd vlyssiger aufsehen haben, damit vns als der sach dem gelegnesten nit am maisten beschedigung zugefügt werde, als villicht ertlicher meynung sein möcht, vnd hierinn getrüwen vnd vngesparten vlyß nach vnsrem vertrüwen fiirkeren, wollen wir vns zu üch gentzlich versehen, ouch mit sondren gnaden beschulden vnd erkennen. Datum Stutgarten sampstags nach Valentini anno etc. 99." Pap. Orig. mit Siegelspuren. Donaueschingen. Nach demselben auch gedruckt bei Freiherrn Roth v. Schreekenstein, Wolfgang Graf zu Fürstenberg, Landhofmeister des Herzogthums Wirtemberg als oberster Feldhauptmann des Schwäbischen Bundes im Schweizerkriege des Jahres 1499. (Wien. 1866. S. A. aus d. Archiv f. Kunde Österreich. Geschichtsquellen, Bd. XXXVI), S. 64. Erwähnt wird dieses Schreiben bei Münch I, 435, hier jedoch unter unrichtigem Datum, und bei Heyd, Gesch. des Herzogs Ulrich von Wirtemberg I, 58. 1) S. die folgende Nr. d. 1499, Febr. 16. Herzog Virich und sein geordnetes Begiment an die Hauptleute und Räthe des Bundes zu Swaben, jetzt zu Costentz versammelt: „Vnsern früntlichen vnd günstlichen grus zuuor, wolge- bornen lieben oheimen vnd besondern. Vf hüt an morgen ist vns üwer schryben aber zukomen, darinn ir vns der Aydtgnossen fürniemen vnd beschedigung gegen königlicher mayestet vnd puntsuerwanten (zu erke) a ) nnen geben, mit ernstlicher vfmanung mit macht zu (roß v)nd fuß zuzeziehen etc., das wir haben ver- nomen vnd achten (wir, da)s nuemer, vf üwer vns nechst derglych schryben, die v(ns)ern in mereklieher zal daoben, vnd ouch noch vf dem weg syen, wie wir dann vnserm landthofmaister deshalben zu handeln ouch geschriben vnd beuolhen haben, vngezwyuelt, ir werden by dem selben abniemen, das vnsernhalb an trostlicher hilf nit mangel sy, aber so man also zusamen kompt, vnd mit solichem mereklichen costen nicht mer schaffen sol, dann also stilzuligen vnd zuwarten, was die Aydtgnossen tun wollen, bedunckt vns damit der sach nit geholfen, sonder sölichs dem pundt ain mereklieher abbrach sin, dann mit dem costen, des man sich hernach zu eroberung der sach gebrachen solt, in die her oder ainem yllenden fürniemen, wurdet yetzo vergeben nicht gehandelt, vnd in niemands vermögen also mit macht vngeschafft alda zu uerharren, sonder welher by den ersten zuzücht, der wurdet des costenhalb des letsten nit mögen erwarten vnd mag dardurch Zerstörung vnd schaden disem des punts fürniemen wol begegen. Aber so wir das anligen diser vfmanung so ernstlich mereken, wolt vns nochmachs (not)türftig vnd gut ansehen, wie wir üch in nechster vnser (schri)ft ouch angezögt haben, das zum furderlichsten ain tag (an dartz)u gelegen end fürgenomen vnd dartzu allen puntsuer(wandten) zuschicken geschriben, vf dem der handel, nach dem er.........vnd gross ist, für ougen genomen vnd stat- lich g(ere)dt vnd geratschlagt wurd, wie vnd was darinn, es wer zu täglichem krieg oder mit ainem stryt, furzuniemen wer, vnd in demselben ouch die mas gehalten, damit yedermans hilf statlich dartzu gedienen möcht. Das bedücht vns dem gantzen handel eroberlich vnd nützlich ouch verantwürdtlich sin, daramb wir üch ouch sölichs (in) gutter maynung anzögen, ongezwyuelt von üch, (ir werde)t darinn die vnd ander nottürft nit vnder(lassen), betrachtlich vnd wol zuerwegen; dann al (da)s, so wir schuldig syen, sol by vns nicht mang(el) haben, dasselbig nach vnserm vermögen zuthund vnd mer vnd nit minder. Datum Stutgarten vf sampstag vor dem sontag Inuocauit anno etc. 99." Gleichzeitige Pap. Copie aus der herzoglichen Kanzlei, dem Schreiben vom nämlichen Tage (s. vorhergehende Nr.) beigelegt. Donaueschingen. Nach derselben auch gedruckt bei Roth v. Schreckenstein (a. a. 0. 66), von dem auch die Ergänzungen rühren. I lä im?:. 1499. 225 .. : a) Die hier und im folgenden in Klammern gestellte Worte sind wahrscheinliche Ergänzungen des durch zwei Löcher im Papier verstümmelten Textes. e. 1499, Febr. 21. Engen. Bericht des Grafen Wolfgang von Fürstenberg und des Ritters Dietpold Spätt an Herzog Ulrich von Wirteniberg und das verordnete Regiment. „Durchlüchtiger hochgeborner fürst, gnädiger herr, üwer gnaden schryben, mir yetzo zügesanndt, hab ich seins innhallts vernommen, vnd am ersten, das üwer gnad nit mer volcks heruff schicken köndt, mit antzeigung der bewegenden vrsach, sich des gewerbs hertzog Eberhards halb erogende etc., des trag a ) ich müglich mit vwer gnaden sorg b ) vnd darumb c ) (vff uwrer gnaden begere) a ) Hainrich Miller (?) zu üwern gnaden hinab verordnet, [vnd kund diser zyt, in an- sehung vile des volcks hieoben vnd das es tailt ist, nit mer hinab schicken, sonder were man noch mer hopt- lüt heroben ze haben nottürftig] c ). Vnd gib üwer gnad zu erkennen, das ich mit rat anderer alhie von üwern gnaden füssvolck by 400 mannen vssgeschossen, dieselben alhie zu Engen zu dess besatzung behalten, vnd hab das überig üwer gnaden volckh widerumb gein Tutlingen geschickt, alda by den andern üwern gnaden zügehörigen zu belyben, bis von andern des pundts verwandten ouch zugezogen, vnd den Aydtgnossen stattlicher wideistand, das ain grosse macht eruordert, beschehen mag, dann sie ligen ob zwelf tusent starckh allenthalben imHewgew, vnd ziehen darinn mit gewaltiger herschung vnuerhindert aller menschen vnd brennen alle dörfer darinn, haben den Randeckern ain schloss Halsperg genant und grauen Sigmunden') von Lupfen ain schloss Rösseckh gebaissen [vnd der vehoff zu Hoburg], züsampt allen iren dörfern verbrennt, vnd yetzo ob dryssig tusent guldin schaden gethan, vnd sonder vff hüt dato drüw dörfer verbrennt, vnd nemlich ain dorf, das nit ain viertail nrylwegs von Engen gelegen ist, gebrantschaczt. [Si haben ouch vff hindcht zu Stysslingen ain wagemburg vfgeschlagen] vnd versieh mich allstund verstaind ouch ir maynung zu sind Engen zu belegem. Es sagt ouch ain knecht, [den mir vß inen gefangen hand] B ), das ir ernstlich fürgfaßt mainung vnd anslag sye, das gantz Hewgöw zuuerhergen. [Vnd als mich die sach ansieht, wa inen dan nit dapferer wyderstand geschieht, so ist müglich, nachdem sie mit Ordnung vnd ainer Wagenburg ziehen, das sie biß gen Vlm ans tor ziehen oder etwa treff in.....land 1 "-') ir Wagenburg vor Vlm schlissen werden oder an ainem andern end, da man sich des velycht nit versehen möcht] k ). Darumb ich üwer gnad mit trüwen rat, die irn by ainander zu Tutlingen des andern züzugs warten zulassen, dann sollten sie üwer gnad an ainem ort ynfallen, so besorg ich, das yederman mit vorcht vnd schrecken beladen vor inen hinweg fliehen möcht, dann sie ziehen vnbelaidigt aller weit so trützig vnd mechtig davmb, das sie one zwyfel kain Schlacht waigern, vnd lassen inen gross ge- schütz nachbringen, darab zu mereken ist, ir gemüt wyters begerende, vnd wiewol man yederman lüt des pündts aynung zum ernstlichsten schrybt vnd vffmant, so get es doch so gar klain, vnd behertzigt so wenig, das sich min hoffnung vnd getrüw naigung, so ich als ain sonder guter getrüwer pündtsgnoss zürn pünd ge- hept hab, zu desselben gantzer Verachtung genaigt hat. Aber üwer gnad wirdt gebryßt irer eerlichen haltung, das sich die lut ir verschrybung des pundts aynung bewyßt, vnd one zwyfel sölichs zu gut nimmer vergessen. Ich hoff aber, so man noch trüwlichen zu ziehen, man werde lob vnd eer erlangen vnd gross verderben verhütten, dann so diser hüff geschlagen, würd es (mins vermains) der andern halb nit not haben. Es Ist gerätschlagt, das ich mich vf morn mit üwrer gnaden rayssigen [vnd andern] hie hinweg vnd vff die schloss hie- umb glegen thün soll, daruss gegen den fynden, so vsserthalb der rechten Ordnung vnd macht abschwaiff vmb- ziehen, wann es statt haben müg, zu handeln, das ich von üwer gnaden wegen vngespart mins lybs vnd Vermögens gantz begirig bin, doch willens schaden vnd vnwegs, als üwer gnad begert, souil möglich ist, zu uer- hutten. Graue Andress von Sonnemberg ligt alhie mit sölicher kranckhait befangen, das er vermaint, so es sich bis morgen nit zu besserung schicke, zu bychten, vnd von trüwer begird vnd hertzen, das er yetzo so gern in vermügen stund, meret er sein kranckhait. Verner als üwer gnad begert, sie zu berichten der vrsach vnd des fügs, so vnsers tails gegen den Aydtgnossen sye etc., will ich mich deshalb an des pündts höptlüten erlernen vnd üwer gnad vnuerlengt zu wissen thün. Des angesetzten tags der versamlung halben haben wir IV. 29 ?sm ■ : »5§P . 226 1499. vff Mt dato Jorigen von Werenwäg vnd Conraden Bröunig gein Costentz ze rytten vnd by den höptlüten zu arbeiten, das der angezeigt versamlung tag neger vnd so verst als sein möge [angesetzt würde], abgeuertigt vnd hinweggschickt. Das sind diser zyt die loff vnd hendel liieoben, die ich uwer gnaden, sich in allweg darnach haben zu richten, nit hab wollen verhalten. Datum Engen dornstags nach Inuocauit anno etc. 99. Wolfgang etc. vnd Diepolt Spät ritter etc. Pap. Concept mit vielen Correcturen. Donaueschingen. Nach demselben auch gedruckt bei Roth von Schreckenstein a. a. 0. 67. Der Bericht wird auch erwähnt bei Heyd, Herzog Ulrich, I, 59. Hier folgen die ausgestrichenen Worte: a) hab. b) befremden vnd. c) die zwen hoptnian. Anstatt dieser ausgestrichenen Worte wurde ein undeutlicher Name geschrieben. d) Klammern im Texte. e) Was in eckige Klammern gestellt wurde, steht in dem Concepte am Rande. f) Hainrichen. g) ain verreter, der by inen gelegen vnd alhie betretten vnd angenomen ist. h—i Durchgestrichen und theilweise unleserlich, k) Statt des in Klammern stehenden sind nachfolgende Zeilen ausgestrichen: vnd alsdann (nämlich nachdem sie den Hegau verwüstet haben) gein Stülingeu über graue Sigmunden von Lupfen vnd ouch durch min herschaft, die Bare, zu ziehen, desshalb ich besorg, wa inen nit tapferer widerstand begegen, sie werden an üwer gnaden fürstenthum, als sie im bisher noch glych gethon hond, dan noch biß her nit erwinden, so sein sie yetzo nach daran. 1) Die zu Costentz versammelten Hauptleute und Räthe des Schwäbischen Bundes beschlossen wegen der Sammlung des Kriegsvolkes u. a.: »Mein gnädige herren, die grafen von Fürstenberg, herr Cunrat von Schellenberg, herr Hans von Lanndaw mit Rietteschingen, vnd Almsboffer und Hainrich Sigmund von Hewdorf sollen mit ir macht zu ross und zu fuss den nechstn auff Furstenberg zuziehen und im söllichem auf her Cunratten von Schellenberg, der am selben end zu ainem haubtman verordnet ist, ain aufsechen haben vnd seine beschaid gewertig sein«. Co- pialbuch: Vorderösterreichische Regierung, Schwäbischer Bund 1488—1501, fol. 69 v. Ludwigsburg. Uebereinstim- mend hiemit lautet der »kriegliche Rathschlag, von des schwäbischen Bunds Hauptlivten und Räthen zu Costentz wider ein Eydgnoßschaft berathen und beschlossen», mitgetheilt in Valerius Anshelms Berner Chronik, herausgegeben von Stierlin und Wyß, II, 204. 1499, Febr. 23. 251. Constantinus Ebinger ') schreibt an die Stadt Esslingen, Schenk Christoph von Limburg habe ihm befohlen in Aach zu bleiben; daher sei er nicht hinweggezogen. Im ganzen lägen c. 400 Mann daselbst. Auch Graf Wolf von Fürstenberg und Diepolt Spät hätten ihn gebeten zu bleiben. Die Schweizer lägen in der Nähe in zwei Lagern, 10—12,000 Mann stark, streifen und brennen bis an das Städtchen her. Fridingen, Steußlingen, Homburg und Rossneck die Schlösser und manches Dorf seien verbrannt. Graf Wolf von Fürstenberg und Diepolt Spät haben heute mit einigen Reitern und etwa 250 zu Fuß bei 60 Schweizerknechte, die zu weit zurückgeblieben seien, erstochen. Sonst sei noch kein Scharmützel oder Schlagen erfolgt. Aus dem Esslinger Archive bei Klüpfel, Urk. z. Gesch. des schwäb. Bundes, I, 295. 1) Esslinger Hauptmann. IpBP 1499. 227 BKI^SKfSlä I !*WäCTB© 1499, Febr. 25. Hilzingen. 252. Bericht der freiburgischen (im Üchiland) Anführer an ihre Stadtobrigkeit über die Lage auf dem Kriegsschauplatze. „Wilhelm Velg, ritter, houptman, rät vnd vänner, die jetzunt im Hegöw zu väld liggen," schreiben „den edeln, strängen, frommen, fürsichtigen, wysen schultheissen vnd rät der statt Fryburg in Öchtland, iren gnädigen sundern lieben herren:" „Wir haben üwer gnaden vns zugesanten brieff von Tschan Burekart empfangen vnd darinn vermerekt die beuelch, so vns dieselb tütt, zu vnßem lieben Eydtgnossen im Oberland zu ziechenn, so wir ouch inen zu hillf allain vßgeschickt syenn, vnd das ir nitt geuallens haben an rouben vnd brennen, noch an dem, das wir an einem endgewisten syen, da wir schaden empfachen, vnd wenig nutzes schaffen möchten etc. Vnd ist nit an, gnädigen herrn, wir haben vns, nämlich Zürich, Bern, Fryburg, Sollo- turn vnd Schaffhusen in disem Hegöw zu Stüßlingen im dorf vndergeredt, wie wir disen hörzug fürnämen wollten, vnd was deren von Zürich kreftig meynung, wir sollten gän "Überlingen ziechen, vnd dieselb statt an ir lanndtschafft schädigen, dann dieselb hett inen vnd den iren in sunderheit vyl smächeitt vnd vrdrutz be- wyst, das si jetzunt vngerochen nitt wollten lassen. Dawider wir all annder gewesenn sind, vmb die vrsach, das wir nitt verstan, das sich die rychstett, dem Vberlingen eini ist, jetzunt wider vns stallten, vnd darumb wollten wir si ouch nitt vif vns laden. Allerley ward da geredt vnd zu letst beslossen, das wir vber die gräffen von Sultz, Stülingen, Fürstenberg vnd andern edeln, die gemeiner Eydtgnosschafft yewellten daher smach vnd widerdriesß mit vlyß getan haben, die der herrschafft Oesterrich gewant sind, von der diser krieg entspringt, sollten zyechen vnd die nach allem vnsern vermögen schädigen. Vnd sind allso wider derselben grauen gegne hindersich geruckt zu einem dorf im Hegöw, genempt Hiltzingen, da vns der obgertirt üwer brieff ist worden. Vnd daselbs sind wir aber von den obgenanten stetten zu rät gangen vnd haben beslossen, das wir einen botten hinuflf zu vnßem Eydtgnossen im Überland schicken vnd von inen erfam wellen, wie wir vns in disem krieg hallten sollen vnd was si von vns begerend sind. Biß vff ir anntwurt werden wir hie vmbher zychen vnd die schnytzigen l ) jungkhem straffen, das si ir leptag doran werden gedencken. Das sind die händel, gnädige herrn, die wir vor vns hand. Gott verlyeh vns darinn glück vnd heyl fürrer. Sid dem nächsten schriben, üwer gnaden nächstmals von vns beschechen, der zweyer slössern Altsperg vnd Eanndeck, haben wir sidhär erobert vnd gewunnen diß nachgeschriben slösser: Eoseneck, Homburg, das der besten schlossern im Hegöw eins ist, Fridingen, ein lustig, stark, hüpsch sloss, Stouffen vnd ander gutt stock, das gar vil wyl näm zu schriben, wie es zugangen ist. Temer vil gütz von kom vnd andern dingen ist darinn gewäsen, des lützel zu eren ward gezogen, vnd sind all obgesagt vestinen zu heyterm für vffgangen. Wir ligen vnd varen hie offtern disen Hegöw gewaltenklich vnd beschicht grosser schad mit brennen. Wir haben die dörfer viel gestrafft, die den Vorzug an vnsem Eydtgenossen wollten kouffen, das brennen ist erberkeit vast leyd. Wir wellen es von dißhin versechen, ob wir es zu einer brantschatzung möchten bringen. Wir können vnser vyend nyenderth ankommen noch verneinen, das vns leyd ist; wir weren all begirig mit inen zu slachen. Wir verstand nitt, daz eynich besamlung von reysigen oder füßknechten vber vns beschäch; alle weit flucht vnd förchtet ir vor vns. Gott sy des gelopt. Wir funden zu Fridingen im slosß ettlich brieff, die her Hans Jacob von Bodman, ritter, sinem houptman geschriben hatt, da wir wol verstunden, das er nyenderth hilf wüst, daz sloss zu entschütten, noch vns vs dem välld zu slachen, vnd ist er doch obrister houptman des punds. Vwer gnad mag verstan, das es vns wol vnd vor gotz gnaden glücklich gat. Wir sind gütter dingen. Es ist ein lust, vns bi einandem in der Ordnung zu sechen. Grösser schad beschicht vns Eydtgnossen in disem zug nitt, dann mitt ettlichen rittern, die vns nach sweyffen, so sich die gesellen versumen oder verlouffen, so werden si 29* fe.VoS BsKlu gfta& m '$ss3.Sa8[SesS V;-. *;•■'<:-> I SärKsS ■ mmm* H&äSÖ ■1 228 1499. inen zu teill 3 ). Anders wüssen wir üwern gnaden nitt zu schriben, dann das wir die bitten, si well den knechten hie vmb gellt, verheilten. Vwern botten Tschan Burekart haben wir im besten hie behept, vmb das wir vch wyter, wo es sich begipt, vnser handlungen möge berichten. Hiernit sy vwer gnad gott dem hern truwlich beuolchen, der si vnd vns well bewaren. Datum sneller yl mentag nach Mathye 99 zu Hiltzingen im dorf. Nach dem Pap. Or. im Staatsarchiv Bern mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. 1) Schnitz nach Schmid schwäbisch = Posse, Lüge; schnitzig wohl 2) Vergl. das vorhergehende Schreiben v. 1499, Febr. 23. treulos, verlogen. 1499, März 3. Antwerpen. 253. (Graf Heinrich von Fürstenberg) schreibt dem wohlgeborenen, seinem freundlichen, lieben Bruder, Wolf gang Grafen zu Fürstenberg, Landgrafen in Bar, Landhofmeister, über verschiedene politische Angelegenheiten. Hat dessen Schreiben vernommen und meldet, „das vnser allergnedigister her, der Remisch kunig, sich gentzlichn entslossen gestrackhs gen Collen zu ziehen vnd daselbs des reichs stende, souer mitler zeit der krieg mit den Eydgenossen nit gericht wirdet, gen Costentz zu pringen l ), vnd will also seiner königlichen Majestät erblanden vnd dem pundt mit seiner Majestät person vnd ganzer macht trostlich hilf vnd bey- standt thun vnd sy nit verlassen, schreibt auch jetz deshalben seiner königlichen Majestät vnd des pundts hauptlewten, reten vnd andern, als du ab hierinn beslossen copeyen 2 ) verneinen wirdest. Dartzu steen seiner Majestät Sachen mit irem sun, ertz- hertzog Philipsen, ganz woll. Ich will auch nach meinem höchsten vermugen getrew- lich vben vnd furdern, damit königliche Majestät solichem, wie uorstet, nachkummen, darin ich auch sein Majestät ganz gnedig vnd gerecht finde. Darumb thue neben andern das pesst vnd spar darin weder leib noch gut; wie es andern gee, die zu irem herren getrewlich setzen, des müssen vnd wellen wir auch gewarten. Wo du kanst vnd magst, so hilf, das die Nidern verayn laut der ausgegangen instruetion, der copey da hiebey hast, in den pundt kummen, dann es denselben vnd vns allen nutzlichen vnd gut were. Königliche Majestät ist auch darzu wol genaigt, vnd nem- lich waiß ich, das sein Majestät gestrackhs gen Collen vnd von dannen gen Costentz ziehen wirdet, wie uorstet; darauf magst du dich verlassen vnd das andern auch also sagen vnd antzaigen. Lieber prueder, mein gnediger herr, hertzog Virich von Wirtem- berg vnd die regenten haben ainen secretari zu königlicher Majestät vnd mir gesandt vnd irer Majestät vnd mir antzaigen lassen, wie hertzog Eberhart durch den phaltz- grauen in das sloss zu Haydlberg vber die nachstausgegangen mandata genommen M 1499. 229 sey vnd daselbs enthalten werde, vnd darzn derselb phaltzgraf, als sy anlangt, willens sey zu understeen in wider eintzusetzen 3 ). Darab hat königliche Majestät gross mis- fallen vnd darauf meinem gnedigen hern von Meintz geschriben, auch ain botschaft zu dem phaltzgrauen geuertigt, als du ab hierin beschlossner copey vernemen wirdest. Demnach waist du dich in der selben sachen auch zu halten. Vnd als du zu wissen begerst, wie mein sachen bey königlicher Majestät auch mit dem von Zoller gestalt hab, las ich dich wissen, das ich bey königlicher Majestät in guoten gnaden bin, der hoffnung, der noch mer zu erlangen vnd vns baiden vnd den vnsern nutz zu schaffen. So sein Zoller vnd ich durch königliche Majestät, die das mit hohem fleys vnd ernst selbs gehandelt hat, vertragen. Ich versieh, hertzog Friderich von Sachsen werde gar pald widerumb am hof sein; hertzog Albrecht von Bayren ist des reichs obrister veldhauptman durch königliche Majestät gesetzt vnd ime geschriben, als du ab hierinn beslossen copeyen vernemen wirdest; das wellest in gehaim halten. Was dir begegent vnd in meins gnedign hern hertzog Vlrichen, der regenten vnd landtschaft, auch vnser baider sachen weyter furfallet vnd not sein wirdet, Avellest mich allwegen berichten, will ich darin getrewlich vnd mit vleys handeln. Von new zeitung fueg ich dir zu wissen, das der von Cleue vnd Isselstain der burger vnd inwoner zu Newnnuegen bey 1500 mannen nider geworfen vnd der bey newnhundert gefangen haben, die andern sein erschlagen vnd ertrunckhen. So ist dem von Grheldern in kurtzen tagen einer seiner regierer zu Arnem an der seyten genommen gefangen vnd er selbs auf ainem roß sunder sattel, stiffel vnd sporen mitsampt zwayen oder dreyen aus der stat entrannen vnd gen Wagenhaim kummen, von dannen haben ine vnser knecht auch ge- triben; also ist er gen Zutphen gezogen, daselbst steet er auch in sorgen. Deßhalben ist gute zuuersicht, das land werde gar bald in königlicher Majestät gehorsam kummen. Königliche Majestät hat gewisse potschaft, das der hertzog von Maylandt jetz den Venedigern bey 1500 kirissern nidergeworfen hat." Datum zu Antwerp an suntag Oculi anno etc. 99. Nachschrift von anderer Hand, wahrscheinlich des Grafen Heinrich selbst: Gewisslichen magst du glauben vnd dich darauff verlassen, das königliche Majestät gestracks gen Cöln vnd von dannen mit des reichs stenden gen Costentz ziehen wirdet. Spuren eines zum Verschlusse aufgedrückten rothen Siegels. Pap. (Wasserzeichen eine Hand) Or. Donaueschingen. 1) Der König kam in der That Ende März nach Cöln und Mitte Aprils nach Schwaben. 2) Diese wie die im folgenden erwähnten Copieen liegen nicht mehr bei. 3) Philipps Verhältniss zum Könige war damals auch aus anderen Gründen schon ein schlechtes. S. Häusser, Gesch. der rhein. Pfalz, I, 427. Über des abgesetzten Herzogs Eberhard Annäherung an Philipp s. y. Stalin, Wirtemberg. Gesch. IV, 21, 22. ; sräSae: j i ■ ■ wSäaBz HB liiiiil 11111111 .. Ssäfs wst 230 1499. 1499, März 8. 254. Abschied des schwäbischen Bundes auf dem Tage zu Ueberlingen, Freitag vor Laetare. Graf Wolfgang zu Fürstenberg, Landhofmeister, wird zum obersten Feldhauptmann des Bundes gewählt. Folgt Ueberschlag der zu stellenden Streitkräfte, nämlich zusammen 930 zu Ross, 4900 zu Fuß und von den Städten 5 Schlangenbüchsen. Der Adel soll seine Leute bis Sonntag Judica stellen (März 17.) 1-3 ). Klüpfel a. a. 0. I, 297. 1) Am folgenden Tage berichtet Hans Ungelter an Esslingen, dass Graf Wolf von Furstenberg über das Volk des schwabischen Bundes zum Feldhauptniann erwählt und ihm 4 Käthe von Adel und 4 Räthe von Städten beigegeben worden seien. Klüpfel a. a. O. I, 301. 2) Ein Verzeichniss der Eäthe und Botschafter, die auf dem Tage zu Ueberlingen anwesend waren, (gleichzeitige Aufzeichnung im Staatsarchiv Basel) nennt: wegenWürtenberg. Wolfgang Graf zu Fürstenberg, landthoffmeister. 3) 1499, März 18. schreibt Graf Jörg zu Werdenberg an den Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, Landhofmeister etc., seinen freundlichen lieben Oheim: „Min früntlich willig diennst zuuor, wolgeborner früntlicher lieber ohaim. Nauchdem minen brüdern vnd mir vff gehaltem tag zu "Überlingen von hauptkitten vnd rätten in yetzigen zug in das Hegöw achtzig füßknecht vnd drew pfärd ze schicken vfferlegt sind, hab ich, souil minem bruder graue Hugen vnd mir daran gepum, nämlich viervndfünftzig mit sampt zwayen pfärden geschickt, vn- gezweyfelt, min bruder graue Virich habe sin anzal auch abgefertigt, mit flyß pütennde, du wollest die all in truwlicher vnd gnediger beuelch haben, wie deß vnd vil grössers vnser früntlich vertrüwen zu dir steet, wollen min bruder vnd ich früntlich vmb dich verdienen. Datum vff möntag nauch Judica anno etc. 99." Pap. Or. mit stumpfem Siegel des Grafen. Donaueschingen. Hienach gedruckt bei Roth v. Schreckenstein a. a. 0. 70. 1499, März 12. Feldkirch. 255. Bericht des Franz Schenk von Schenkenstein über die Schlacht von Nauders. Den hauptlewtten zu Bregentz. Item das die vnsern, so zu Grluris im zusatz gegen den finden, so im Miinster- tal ligent, nachdem vnd si Nüders das dorf ingenomen vnd geblundert, dartzu ettlich vnser knecht in das sloss, demnach vnd ir ain klain anzal gewesen a ), irem vortail nach redlich gewichen vnd das sloss Nidersperg redlich inngehalten, sind herr Vlrichen von Hapsperg vnd ander mit dem zewg von Grlurus gester sontags*) herauff geen Nawders geruckt, zwen hawffen gemacht, alsbald das vnser find gewar worden, haben sie Nawders angezündet, doch nit halbs verbrennt, sich von stund die find in die flucht gestellt, an ain berg, darnach sich gewenndt, mit vnserm hawffen troffen vnd ssss SgSlipCSi 1499. 231 darnach aber die flucht zum andern mal an sich genommen. Item die vnsern haben der find ain gutt tail erslagen, wissent aber nit wieuil, dartzu haben aber die vnsern Nawders wider eingenommen vnd da gelegert. Es sind die Egadiner mit sampt den finden all in das Engadin schanntlich geflohen. Lieben herren vnd gutt frund, ich will gar in ainer kurtzen zeitt, als ich euch wol zuwissen thun will, bey euch sein mit ainem gerüsten zewg, daran ir kain zweifei sollt haben. Das hau ich euch im besten nit vnuerkunndt wollen lassen. Franz Schenck von Sehenckenstain. Lieben herren vnd gutt frund, ich schick euch hie in eyl ain abschrifft, wie obstat vnd will aber euch von stund all Sachen vnd notturft weitter berichten. Datum zu Velkirch auf zinstag nach Letare 99. Her Hannsjacob von Bodman hauptman. Pap. Or. (oder Copie? Der Mangel von Siegelspuren zwingt nicht das letztere anzunehmen, da das Schreiben in einem Umschlag gesteckt haben kann). Donauoschingen. Nach demselben auch bei Eoth von Schreckenstein a. a. 0. 69. Der Bericht ward wohl von den Hauptleuten zu Bregenz dem Grafen Wolfgang als Befehlshaber des schwäbischen Heeres zur Aufklärung der Sachlage zugeschickt. a) Or.: geioegen. 1) März 10. BCäWü'RO Säl reroäi! 1499, März 18. — März 22. Engen. 256. Correspondenz zivischen dem Landhofmeister Grafen Wolf gang zu Fürstenberg und dem Ritter Dietpolt Spätt einerseits und Herzog Ulrich von Wirtemberg anderseits. a. 1499, März 18. Engen. „Landhofmeister und Diepolt Spätt, ritter" an den Herzog. „Durchlüch- tiger hochgeborner fürst, gnediger herr, in diser nechstuergangen wochenn haben wir vemomen, das die hopt- lut vnd rate des pundts, zu Vberlingen besamelt, willens sein sollten, ain grösser hilf (vfzlegen) a ). Vnd bin daruff ich, der landthofmaister, solhs zu erkönndigen, selbs gein V bedingen geritten. Alda ist mir entdeckt, doch gantz in gehaym, das man durch den landtvogt in der Hagnow, Jacoben von Fleckenstain, vnd ander gut gönner des Swäbenlands gantz wäre kuntschaift hab, das die Aydtgnossen in nechstuergangen tagen zu Lucem ain gross versamlung gehapt') vnd alda entlich beschlossen haben, sich (vfs lengst) in den schierstkomenden Osterfyrtagen mit gantzer macht (an ainem hülfen) vnd irem hoptgeschitz zu erheben vnd aintweders durch das gantz Swäbenlannd zu ziehen (vnd sollten sie joch all) zu todgeschlagen werden, oder doch ain richtung zu erlangen, dann sie mügen gebrestenhalb der liferung den teglichen krieg gantz nit erlyden. Es gilt, als ich warlich bericht bin, ain malter kerns in Aydtgnossen acht guldin. Hierumb sy gerätschlägt vnd (allen pundtsverwandten ernstlichst mit höchster) h ) vssegschriben, das man die ersten hilf furderlich zuschicken vnd von stund an noch ain viertail des grossen anslags, der sich noch ainist, als vil, als des ersten zugs ist (treffen wirt), vmbslahen vnd in nistung hallten soll, wann man darumb schryb, das die onuerzug zu ziehen; Wfätij rasDjSsti Hü w ;>.', ßSsiS- Wmm& 11111$ ■J fci? 1 * I '■■"'■"" PÜf mmffi m Rh %t^^ K*Wj35j IllelPl ^wiss l*«"iKBä 1 KSrS H I WSKSm ■■■_■_■ wwß& 232 1499. dann man mög, als gut zu ermessen sy, mit dem ersten vssschutz solieher macht nit widersten, vnd verhoffen, so also noch ain viertail zum ersten vssschutz vssgeschossen (der sich alles by 10 tusent mannen betreffen) vnd vff das eruordern zugezogen (werde), es solle damit ouch des reichs stett vnd ander (hilf), so nit im pund (sein) vnd doch zu der kuniglichen mayestet Zukunft (vnd vff derselben ermanung) zuziehen werden, den Aydt- gnossen widerstand besehenen vnd also der grossen hilf nit bedürfen. Vnd was auch die maynung, das üwer gnad solichs ouch wie andern fursten vnd pundtsverwanndten geschriben vnd ermant werden sollte. Also stallt ich das ab vnd sagt, das ich solichs (selbs) üwer gnad zuschryben wurde, (vnd ist daruff) vnser bayder gutbe- duncken, das vwer gnad ouch noch als vil, als des ersten volcks sein soll, nemlich tusent füsknecht (guter genüter (sie) lüte) erwelen, bestellen vnd in rüstung hallten (lassen) welle, vff das wir üwer gnad wyter darumb schryben, das sie dann one verzug zuziehen. So wellen wir uwer gnad ouch nit schryben, es thu dann gantz not vnd das wir gewiss syen, das die Aydtgnossen daher ziehen, vnd verhoffen damit (mit selbgen zehen 1000 vnd andern, als obstet, zuziehen, werden da mit hilf des allmechtigen mit ainer slacht, so wir also lifern werden) zu schaffen, das man der grossen hilf nit bedörfen, (vnd der krieg damit ain ennd nemen solle). Wir raten ouch, üwer gnad welle die erst hilf, inmassen wir (von üwer gnad raten zu Vberlingen abgeschiden sein) heruff schicken. So haben wir üwer gnad vormals geschriben, das wir by 60 fryer kneeht des monats vmb zwein guldin solds angenomen haben, mit bitt, den stett (vnd ämptern) die besoldung für die lut vff- legen zu lassen, ouch das harnasch zu solichen knechten, so soll in das hamasch erberglich widergeantwurt werden, nun haben wir zu den vorigen 60 knechten noch 54 angenomen, dero sold vnd harnasch welle üwer gnad ouch vmbtailen vnd bemelt besoldung vnd harnasch vff gantz somm der hundert vnd viertzehen knechte furderlich heruff schicken, dann wir haben inen yetzo vff den sold lyhen müssen. Vwer gnad welle ouch mich, den landthofmaister, furderlich berichten, ob ir gefellig sy, das ich die höptmanschafft annehmen soll, dann ich hab yetzo die sach in die hannd nemen müssen vnd wird von meniglichem als ain hoptman angesucht , darumb ich (in allen hendeln red vnd antwurt geben muss vnd so) ee, so lieber uwer gnad willens wissen haben wolt, mich darnach haben zu hallten. Verner geben wir uwer fürstlichen gnad zu erkennen, das wir vfi' domstag yetztverruckt aller nechst by Schaffhusen vier dorfer verbrennt 2 ) vnd Schaffhusen besehen haben, gut gedingen vff mitwoch nechst durch ain anslag yetzo verfasst gegen vynden zu schaffen, dann da wirdet kain fyren mer. Hon wir uwer gnad für nüw zytung nit verhallten wellen. Datum Enngen mentags nach Judica anno etc. 99. Vwer fürstlichen gnad landhofmaister vnd Diepolt Spätt ritter. Schickent ouch heruff meßbuch, meßgewand, kilch, bettstain, kaps zu den hailigen sacramenten vnd alles anders, darzü ghörig, so her Hanns Caspar Marschalck in Burgundi gehapt hat. Schickent auch Wendeln Trumptern des buwmaisters ross. Aufschrift: Dem durchluchtigen hochgebornen fursten vnd berren, hern Vlrichen hertzogen zu Wir- temberg vnd zu Teck, grauen zu Mumpelgart, vnserm gnedigen herren. Pap. Concept. Donaueschingen. Hienach gedruckt bei Eoth v. Schreckenstein a. a. O. 71. a) steht über der Zeile; ebenso oder am Rande stehen alle in Klammern gestellten Worte. b) Hier fehlt ein Wort. 1) Febr. 25. Ihre Beschlüsse s. in der Amtlichen Sammlung der altern Eidgenössischen Abschiede, III, 1, 594. 2) März 14. Darüber berichten die Collectaneen des Christoph Schulthaiß, T. II, p. 25'/2, Mspt. in der Stadtbibliothek zu Constanz: Nach demselben (Herrn Hans Dietrich von Blumnegk, der mit Fußvolk in den Aargau zog und dort 18 Dörfer verbrannte) kam graff Wolf von Fürstenberg mit ainem reisigen züg vnd ettlichen füs- knechten gen Zel vnd verbrandt den von Schaffhusen ier dörfer vnd, waß sy vor der statt hatten, vnd verbrant in ainem dorf wol 200 man. SSSSSr 1499. 233 MM 1499, März 22. Stuttgart. Herzog Virich zu Wirtemberg vnd Teck mit geordnetem Regiment an den wohlgeborenen seinen lieben Oheini, Landhofmeister und lieben getreuen Grafen Wolfgang zu Fürstenberg. >Vnsern fruntlichen grus zuvor, wolgeborener lieber oheim vnd getrtfwer, dir ist wissend, das von vns ain lantag alhier gen Stutgarten furgenomen worden, der auch alß noch weret; so aber der an din bysin nit kan oder mag geendett werden, zu dem vns daran mercklichs vnd groß auch ist gelegen, so begeren wir an dich mit sondern ernst, du wollest dich von Btund an an alles verziehen erheben vnd zu vns alher gen Stutgarten fügen , sachenhalb, so du zuuersten hast vnd daran vns mercklich gelegen ist, vnd dich daran kain ander sach verhindern laussen, sonder dieselben vnd was not ist zu handeln, Diepolten Spaten rittern, in deinem abwesen zu beuelhen. Des wollen wir vns in guten vertruwen gentzlich zu dir verlaussen, auch gern fruntlich vmb dich beschulden. Datum Stutgartten vf fritag nach Judica anno 99. Cantzler subscripsit.« Pap. Or. Donaueschingen. Hienach gedruckt bei Roth v. Schreckenstein a. a. 0. 73. 1499, März 23. 257. Wolfgang Graf zu Fürstenberg etc. ist, nachdem er die Herrschaft Schencken- zell auf Wiederkauf an sich gekauft, durch seine Amtleute und andere berichtet worden, wie seine Vettern von Geroltzegg, Herren zu Schenckenzell, vor langen Jahren bewilligt haben, die Wiese im Clöß, „die da stost an Bach an Haintz Bühellers gueter vnd heruffwerts an wege, so da gehört inn daß Küllenloch", in andere Güter zu verpfänden, doch mit dem Anhang des Zinses, nämlich 10 ß Heller jährlich. Da nun derzeit Surclouß (sie) mit Bewilligung des jetzigen Besitzers von Küllenbach die Wiese an sich gebracht hat „vnd der meinung ist, die wisen zu besseren vnd in sein säß- guet zu ziehen, das dann auch vnser ist, darzu vnß die wisen valbar zu machen", gestattet er ihm dieß auf dessen Bitte und mit Rath seiner Amtleute und mit Rücksicht auf die beabsichtigte Besserung der Wiese, und leiht Surclaus die Wiese auf ewig in sein Saßgut als Erbeigen gegen einen jährlich auf st. Martinstag an den Vogt zu Schenckenzell zu entrichtenden Zins von 10 ß Heller und 1 fl. Leibfall, wenn das Haupt stirbt, welches das Säßgut und die Wiese innehat. Geben vff den Palmabent 1499. Das Or. siegelte der Aussteller. Notariell beglaubigte Copie v. 1574 im Kinzigthaler Lagerbuche v. 1562, f. 153 v. Donaueschingen. WSmm&iäm SftSISWfiP 1499, März 31. 258. Hanns Ungelter schreibt an die Stadt Esslingen: es gehe die Sage, die Eidgenossen wollen in den Feiertagen einen Zug in das Hegow, nach andern in die Baar . . Graf Wolf (von Fürstenberg) sage, es ü&S und vor die Waldstätte unternehmen, rv. 30 1111111 i ijjjwlinxijijj _"Tili- E .,-'-■'■''• Wm -SK*K BB^H HB 234 1499. werde wegen des Anschlags keinen Mangel an seinem Herrn (Herzog Ulrich von Wür- temberg) haben, allein noch sei von ihm kein Fußvolk und etwa 150 Pferde da. Das Volk vom Adel sei auch noch nicht nach dem ersten Anschlag vollzählig, „aber der stet ding ist gewiss". Herzog Albrecht von Bayern habe die Reichshauptmannschaft angenommen. Aus dem Esslinger Archive gedruckt in Urkunden zur Gesch. des schwäbischen Bundes, herausgeg. von Klüpfel, I, 309. iSPI ÜÜ1 1499, April 5. 259. Hans Diettrich von Blumneck, Ritter, Hauptmann zu Tüngen, schreibt an Burgermeister und Rath zu Fryburg: „demnach ich üch kurtzlich geschriben hab vnd uch gepetten, das ir vff sigen vnd vns zu entschütten, demnach die Eidgnossen sich erhebt vnd für vns hand wellen ziechen, laß ich uch wissen, das graf Wolf von Fürstenberg vnd ich ein anschlag getan baben, vnd sind vff das sterckst, so wir haben mögen, vff gewesen vnd vff gester gen Hallaw zuzogen, dann wir gute kuntschafft hatten, das sy zu Nükilch vnd Hallaw vff fünftussent starck gewessen. Also do wir hinvff komen, waren sy in der nacht hinweg gezogen biß vff fierhundert, die kamen in den kilchhoff, vnd ettlich wurden von den üwern als by den 40 erstochen. Die wirtenbergischen knecht wolten nit stürmen die kirchen, also wolt ich die minen ouch nit daran füren, aber daz dorf hant wir verbrent. Hoff also, wir haben vns vff dißmal selber entschütt, hab ich im besten nit wellen verhalten." Datum Tüngen am fritag nagst nach Ostern anno 99. Schreiber, Urkundenbuch der Stadt Freiburg i. B. II, 651. 1499, April 7. Luzem. 260. Schuldheiß und Rath von Solothurn schreiben an Schuldheiß und Rath von Bern, die nach dem auf dem Tage in Zürich gefassten Beschlüsse mit ihrem Banner in die Bar und das Högau zu ziehen sich bereiten, sie sollen um des gemeinen Nutzens willen die Bürger von Biel mit ihnen, den Lucernern, ziehen lassen. Quasimodogeniti, Lucern. Aus dem Missivbuch der Jahre 1499, 1500, Nr. 20, pag. 1, im Staatsarchiv Luzern, mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. ^^^h SSäSÖ :'■■■■-■.., 1499. 235 : . mm OT&& 1499, April 1—13. Stuttgart. 261. Schreiben Herzog Ulrichs mit geordnetem Regiment an den Landhofmeister Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, des Bundes obersten Hauptmann, Kriegsangelegenheiten betreffend. a. April 7. Vnser frundtlichen grüß zu vor, wolgeborner lieber oheim vnd getrüwer, wir haben din schryben, vnß jetzo gethon, mit anzogung dinß gütbedunckens, die schloß imHogew mit etlichen den vnsem ouch zu besetzen etc. vnd wie die vnsem, zu dir hievor hinuff gesannt, haim begern, mit wytterm inhalt vernommen, vnd nachdem du nvmmer ettwauil bestelter fryer knecht by dir hast, mögen wir wol lyden, das du von denselben vnd von andern den vnsem, so vil dich bedunckt gut sin, gen Enngen legest, dann wie wol wir be- törften, was in dem vnd anderm zu vermyden vnnotturftigen costen zu entheben wer, das du es tettest, als vnß nitt zwyffelt, du deß geflissen syest, so wolten wir doch ouch nit gern gesechen werden, das wir, weß zu der notturft dienstlich vnd vnß zu tun gepurte, nicht vnderlaussen, sonder lieber haben vnd sechen wolten, so wir in disem handel so vil beswerd vnd schades bißher erlitten, ckis wir dardurch by königlicher Mayestet gnad vnd by andern verwannten fründtschaffi vnd danck erlangten, herumb so stöllen wir sollichs zu dir vnd andern vnsem raten by dir, darinn zum besten zu handeln. Zum andern, als du in diner schlifft anzogst, wie du von den vnsern angestrengt werdest, inen haim zu erloben, das du ouch sie nit mer truwest zu behalten, deß von den vnsern haben wir warlich nitt geualleß, vnd ist heraff vnser mainung, du wollest mitsampt Hansen von Ryschach vnd Dieppolt Spetten, rittem, inen gemainlich verkinden vnd von vnsern wegen ernstlich gebietten, das sie one verenndert by dir belyben vnd dinß besehaids gewarten, vnd so ainer oder mer on din sonnder vrloben hinweg ziechen, die du vnß jeder zyt benennen wollest, wollen wir dieselben an irm (leben), a ) lyb vnd gut, wie sich der strenckheit nach gepurt, straffen, dann ir vßziechen nit vff ainen monat minder oder mer gestolt ist, wie wir dann dir deßhalb hieuor ouch schryben laussen haben. So betorfent sich die, so jetzo by dir sind, nit beclagen vff ander, die daheim syent, das sie für all ander raissen sollen, dann man nit jedermann, sonder die anzal allein, deren man jederzyt betarf, schicken kan. Aber damit die bürde vff den- jhen, so jetzo vßgezogen sind, nit gantz vnd biß zu ennd deß kriegs lig, ist vnser mainung: wann ainer ainen monat by dir im leger vnd von haimmet vßgewesen ist, wöllicher dann den andern monat nit gern belyben, vnd du siner person nach achtest, im zu erlouben sin, so ver er dann ainen andern geübten knecht nach dinem genügen an sin statt stolt vnd im den sold, nämlich zwen guldin vff denselben andern monat gibt, macht du im darnach wol erloben; weren dann etlich by dir, die jetzo im sold von haimet vßgezogen vnd ain monat darinn gewesen wem, sollen diejhen, so sie geschickt haben, inen den sold vff den andern monet ouch geben, wann dann derselb ander monet ouch verschinet wurdet, dann wytter ersatzung, deren so allso zwen monet geraisset hatten notturftig, das wollen wir vff din vnderrichtung dannzümal ouch tun. Vnd alß du vnserm lantsehryber vmb gelt schrybst, das wurdet dir in kurz ouch geschickt, vnd so wir in dinem schryben ver- niemen, das du Hansen von Ryschach rittem gern by dir behalten woltest vnd sin betorftest, haben wir Baltus Hertern an sin statt gen Mumppelgart verordnet, vnd were, das wir jetzo oder nachmals vsserhalb des grossen hülfen dir ain anzal knecht mer schicken solten vnd dich ansechen wurde, bosser sin bestölt geübt knecht zu haben vnd die vnsern zum tail bestöllen wolten, wollest vnß berichten, ob man dieselben mochten by dir finden vnd wieuil, wiewol dannocht gut ist die vnsern nebent den fryen knechten ouch zu haben, damit sie lernen vnd ouch geübt wurden, damit tu das best vnd biß got beuolhen. Datum Stutgarten vff sonntag Quasimodogeniti anno 99. Beigelegter Zettel: Ouch, lieber oheim, so werdent wir dir noch vff zechen füßknecht 20 gülden sold vff ainen monat 30* !S\^K*S '■ ■ : H ä | ''.■.;'■ ¥mmm - ■ " ■ ■ . "M 'SlpisPai - ■■ 9 ■ ■ frtwravffcE^&äfr . ftäH&äi M l M ■ i fiffl m Ü 1 ipi ü 1 kmh ■ 1 "*£p*32 m^v Hb V*t$\ f $Pj mmt gS* g 1 jS&& HÜ m I ■ - ;■:■ t - ■: nun SSR \y- .:'*■■■ . . 236 1499. schicken in die zal der 400 jetz geschickt gehörig, die zu ersetzen, vnd wollest vnß by nester botschafft berichten, ob du der fryen landßknecht so vil gehaben mögest, als dir zu eruollung der 400 füßknecht zu haben gepurt, deßglyeh ob uff din schryben dich wurde gut ansechen vnd notturftig sin, das wir mer knecht hernach solten hinuff schicken, vnd so jemand vnder denselben wer, die gern ander an ir stat versolten, ob man dann mer geschickter landßknecht by dir bekommen mocht, mit denen du hofftest zu schaffen. Datum ut supra. a) ist von der gleichen Hand, aber als Nachtrag über die Linie geschrieben. April 7. Vnsern frundtlichen grüß zu vor, wolgeborner lieber oheim vnd getmwer. Als wir dir nest in ainem ingelegten zedel anzogt haben, das vff die summ der füßknecht an den 400, die zürn letsten hinuff geschickt, noch zechen hienach kommen syen, vnd das gelt geben haben, so vil an ir statt zu bestellen etc., nun gehörend sollich zechen füßknecht denen von Tuwingen zu, vnd schicken wir dir hie by vier knecht, die wir daruff bestölt haben; die uberigen wurdet Conrat Thumm mit im brinngen, darunder der Gall von Walten- büch vnd ander geschickt knecht, die vor an andern orten hobtlyt gewesen sind, damit die summ der von Tuwingen eruollet, vnd du sie in der von Tuwingen namen wissest zu gebruchen vnd sie nach irem wolhalten, deß sie sich zu tun erbietten, für ander zu halten, so ver sie dem nachkumen. Datum Stutgarten vff Quasimodogeniti anno etc. 99. April 13. Vnsem früntlichen grüs zuuor, wolgeborner lieber öheym vnd getrüwer. Wir schicken dir herinn verschlossen ain coppy, wie vns vnser landtvogt zu Mümppelgart geschriben hat 1 ), vff das wir in willen syen, züsampt andern, so wir vor dahin verordnet haben, noch mer lütt dahin zu schicken. Haben ouch vnser bottschafft zu königklicher Mayestat abgeuertigt, ir Mayestat des ouch zu berichten, mit bitt, ob geschücz der end gelegen vorhanden wer, gnedigklich züuerfügen, damit das och dahin kom, das wir dir vnuerkündt nit haben wollen verhalten, des och ain wissen vnd dem ain nachgedencken zu haben, diewyl Mümppelgart nit der mind- sten vnser vnd vnsers fürstenthumbs klainotten ains ist, das dem fürsehung geschehe, vnd nit allein desselben halb, sonder ouch diewyl es ain port ist des Tütschen vnd Welschen lands, vnd königklicher Mayestat ouch sonders daran gelegen, das dann durch Verachtung des nit ain merer yngang schades daruß erwachs, vnd ob dich bedücht ettwas nierers vnd bessers oder was darinn zühandeln vnd zu thund, das wollest vns ouch förderlich wissen laussen vnd in dem vnd anderm vnsernthalb, als wir dir vnczwyffenlich getriiwen, das best thün. Datum Stütgarten vff sampstag vor Misericordia domini anno eiusdem etc. 99. 3 Pap. Or. mit Siegelspuren. Donaueschingen. Hienach gedruckt bei Eoth v. Schreckenstein a. a. 0. 74, 76, 77. 1) Liegt nicht bei. 262. ScMacht am Schwaderloch. 1499 (April 11.) Bannerträger, Hauptleute und Stärke des Reichsheeres. Item vff den mendag nach st. Marien Magdalenen tag, als min herr graff Hainrich vmbkam x ), hat die Römisch kunglich Maysteet zu Costentz in der nüwen wer wider die Switzer im Swatterlöch zu. veld gezogen vnd sin ordüng, ouch hoptlüt gesetzt, wie nach volgt. Des richs banner hat geflogen, daz hat gefürt schenck Cri- stoffel von Limburg, derzit vogt zu Neuenbürg, vnd hat königliche Maysteet vber des »CS Hg 1 1499. 237 richs volck zu hoptlüten verordnet her Rinbrechten von Rihenberg vnd her Eckolten von Liechtenstain. Item sant Jörgen fan, den fürt schenck Friderich von Erpach von den Francken vnd her Hans Spät von der Swaben wegen vnd wurden zu hoptlüten darvber verordnet graff Wolfgang von Oettingen vnd her Paulus von Absperg. Item die Römisch königlich Maysteet satzt zu. oberstem veldhoptman in sim abwesen graff Wolfgangen von Fürstenberg für all graffen vnd herren. Summa mit des Romischen küngs volck mit mins herrn von Mentz, myns herrn von Trier, marggraffen von Brandenburgs, hertzog Ludwigs (sie) 2 ) von Beyern etc., hertzog Virichs vonWir- temberg vnd margraff Cristoffs von Baden, des swebischen bünds vnd alleß richs lüten sindt im veld gewesen ob 26 dusent mann zu roß vnd fuß wolgerüst. Andres Kötz im Kinzigthaler Lagerbuch, p. 10. Donaueschingen. 1) Dieß ist ein Irrtimm; die Schlacht am Schwaderloch ging dem Tode des Grafen Heinrich bei Dornach um mehr als drei Monate vorher. 2) Auch dieser Name ist irrthümlich genannt statt Albrecht (IV.). Also waß graff Wolf von Fürstenberg der raysigen houptman, der vermaint nun die zwo schlangen, so sy gewunnen hatten*), zehaben, dargegen die von Costentz die behalten 2 ) vnd sy jemand (sie) zelassen, vnd wurden also vnainig im feld, daß sy irr waffen vberainander züchtend, vnderstunden sy mit gwalt ze thailen, aber hernach kamen die Aydghossen vnd schident sy von ainander. Also waß grauff Wolf von Fürstenberg der reysigen houptman, der noch für Triboltingen hin, sy würfen sich dick vmb vnd enthielten die Aydgnossen vff, damit sy dem fusvolck vor inen gar fast ze hilf kamend, deren sunst gar vil mer erschlagen wer, vnd kamend der raysigen wenig vmb. Collectaneen des Christoph Schultheiß, II, 195 u. 195 b , Mspt. in der Constanzer Stadtbibliothek. 1) Bei Ermatingen, wie unten berichtet wird. 2) Auch Aashelm, Berner Chronik (ed. Stierlin und Wyss, 1826), II, 392, berichtet, dass um die zwei Schlangen „der Graf von Fürstenberg als oberster Hauptmann und die vonCostenz, als so die gewonnen, übel gezürnt hatten". Vergl. Roth v. Schreckenstein a. a. 0. 43, Anm. 2. Ueber den Antheil des Grafen an der Schlacht berichtet Anshelm a. a. 0. 389: „Als aber die Send der Eydgenossen gewahr wurdent, liefents auch zusammen, ein Ordnung ze machen, da neben dem fußvolk der reisig züg, dessen hauptmann graf Wolf von Fürstenberg, mit ingelegten glänen hielt; liessent ihr gschütz uf die Eydgenossen ab, also, daß vor rauch kein theil den anderen sehen mocht" u. s. w. — Berichte über die Schlacht am Schwaderloch von Constantin Ebinger und Hans Ungelter an Esslingen, beide vom 13. April, und von Georg von Emershofen an Nördlingen vom 14. April s. bei Klüpfel, Urkunden zur Geschichte des schwäbischen Bundes, I, 314—317. Wm% mm 238 1499. 1499, April 15. 263. Der Landhofmeister, Wolf gang Graf zu Fürstemberg etc., oberster Feldhauptmann, be- o richtet an Herzog Virich zu Wirtemberg etc. mit geordnetem Regiment über Vorgänge nach der Schlacht am Schwaderloch. „Ich hab vwer fürstlichen gnaden vormals geschriben'), was schenntlicher böser vnerlieher flucht das fusvolck on alle not, ee die fynd zu in kamen, der wir nit minder ze sein gewünscht haben sollten, gethan vnd wen wir verlorn; in sonnder haben wir 13 schlangen vnd 1 cortunen, so der königlichen Majestät, der stet, vnd daründer dry schlangen üwer gnaden gewesen sein, dahinden glassen. Nu thu ich vwer fürstlichen gnaden wyter zuwissen: als vwer fürstlichen gnaden fussvolck von Costentz am herabzug gein Engen zu ainem holtz vnfer von Engen kommen sein, haben die waybel ain trommenslaher in das holtz zuuor versteckt vnd als vwer fürstlichen gnaden fusvolck dem wald naheten, hat der trommenslaher ain lerman geschlagen a ), dann die waybel ktindens nit by ainander in Ordnung bhallten. Da sein von stund an alle die, so hinderm fenlin gangen sind, hinweg geflohen, ains tails bis gein Zell, vnd haben doch niemands gesehen. Darumb so besorg ich, das solch flüchtig, schnöd, erlöss volck in kainen weg zubhallten sy, diewyl sie by graue Niclasen von Sa,lm, her Burckharden von Eandeck, Hannsen von Nüneckh den herren vnd andern guten lüten, so zu füss by in zuevorderst gestanden, nit bliben sein. Es haben ouch die Aydtgnossen von solicher flucht ain hertz empfangen, das sie, als ich durch war küntsehafft berieht bin, in dryen tagen vffs lengst in das Hewgew, in die Bar, ouch vilycht vber vwer gnaden vnd darnach vber den Wald abziehen 11 ) wellen, ouch vss hochmütigem willen der königlichen Majestät vnd dem volck, so er mit ime bringet, entgegenziehen vnd sich mit ime slahen, vnd stercken sich teglichs gein Sehaffhusen, Diessenhouen vnd Stain. Ich schick ouch vwer gnaden herinn ain brief von höptlüten vnd raten zu Vberlingen an vwer gnaden wysend vssgangen, den hab ich im besten vfgebrochen, gelesen vnd vwer gnaden ouch zuzeschicken nit verhallten, sein innhallt zuuernemen. Vnd wiewol mich bisher vnnöt beducht hat, das vwer gnaden mer volcks heruff schicket, so ist doch min bitt vnd getrüwer rät, vwer gnaden welle von stund an tusent der besten knecht, so vwer gnaden im land bekomen mag, vßziehen vnd heruff schicken lassen, dann das die gross notturft eruordert. Dann es sein nit mer fryer knecht heroben, die gut vnd vmb 2 gülden vnd die liferung zu bestellen syen. Wir haben by 200 fryer knecht vnd 300 von der landschafft ghapt, es syen aber wol 100 fryer knecht hinweg zogen vnd wellen vmb den sold nit mer dienen. Fürter so hab ich vwer gnaden ain brief herynglegt, darinn mir die hoptlüt schryben etlich botschafften von Tuwingen vnd Herremberg vff den sonntag Jubilate 2 ) gein Vberlingen zu schicken. Innhallt derselben schrifft ist min rat, vwer gnaden welle lut bemelts briefs etlich von beiden stetten also gein Vberlingen zü- ryden verfügen. Vwer gnaden schryben, darinn sie mich berieht, wie es mit Mümpelgart bestellt sy, vnd er- vorden, ob ich besser wisst, dasselb anzuzeigen 3 ), han ich verstannden, vnd wa.. c ) nit fruchtbarere, sonder gefallt mir vwer gnaden maynung vnd will daruff mynem bruder schryben, by königlicher Majestät vff solh maynung ouch das best zuthun. Ouch geb ich vwer gnaden zu erkennen, das ich vff necht Hannsen von Werd- now anmutet, vff der start 4 ) ob den fynden zuhallten vnd, als er das waigert, begert ich, das er doch ain knecht darlüh, da aber d ) das och abschlug, vnd so er sich dann allweg sonnderung vnd Widerwillens gebrucht, hab ich ime hinweg zuryten erlobt vnd das vwer gnaden des wissenn zu haben ouch entdeckt, vnd so die macht by mir stund, bezalt ich in vnd erlobte im gantz; darinn hat vwer gnaden nach irm gefalen zu hanndeln. Ich bin des gmüts, mit allen den, so sich widerwillig ereigen, dermass zu hanndeln, dann damit muss ich sie gehorsam behallten, aber 6 ) was vwer gnaden will sy, tu sie mich berichten. Ich hon vwer gnaden zum offtermal geschriben, noch ain trempter vnd ain guten schmid heruff zu schicken; ist aber min bit, solhs zu- |^ta l^«$3S8E 1499. 239 uerfiigen, dann es sein vil pferdt wund vnd schadhafft, die allain vss gebresten des schmids verderben, vnd deshalb vwer gnaden grosßer schaden züstett. Vwer gnaden bitt ich ouch, Conradten Duraen, her Wolfen von Giltlingen vnd Hanns Hainrichen fürderlich heruff zuuertigen, dann der raysigen will etwas wenig werden. Datum Enngen montags nach Misericordia doinini anno etc. 99." Nachschrift. „Ouch, gnediger, hat mich Pürenfynd vmb dienst gebetten; so mich dann bedunckt, das er wol zubruchen geschickt, wer min gutbeduncken, ine zubestellen, darinn hanndel vwer gnaden nach irm gfallen, vnd so vwer gnaden den bestellet, well sie mir in heruff schicken. Er hat mich och siner vordrung halben angestrengt, hab ich in gebeten, damit züruwen, bis ich hinab zu vwer gnaden kome. Ouch bat der jung von Otingen, ime ain pferdlin zuhallten, daruff er mit vwer gnaden ins veld rytten mög; bedücht sinem vatter zugefallen wol züthund sein." Zum Verschlusse aufgedrückt in rothem Wachs das kleine Siegel des Grafen Wolfgang (der fürsten- bergische Schild, darüber, wie es scheint: WOLF...). Pap. Or. Stuttgart. a) Am Rande ist hier beigefügt, doch durchstrichen: zusehen, wie sich das volck hallten wolt. Das Folgende bis: bhallten, steht ebenfalls am Rande, doch nicht durchstrichen. b) Uebergeschrieben: sie. c) Ein Stück des Papiers weggerissen; wohl zu ergänzen: waiss. d) Diese beiden Worte über den durchstrichenen: vnd als er. e) aber — berichten, am Rande beigefügt. 1) Dieses wichtige Schreiben scheint nicht erhalten, hat sich wenigstens bisher in Stuttgart nicht gefunden. 2) April 21. 3) S. oben Nr. 261, c. 4) Start = skart, Wache; s. Lexer, Mhd. Wörterbuch, S. 950. 1499, April 17. 264. Sigmund Graf von Lupfen schreibt an Wolfgang Grafen von Fürstenberg, Landhofmeister in Würtemberg und obersten Feldhauptmann, die Eidgenossen seien mit großer Macht in das Kletgau, Hailau, Griesen und Aerzingen gefallen und wollen Stühlingen belagern und den Feldwald verheeren. Da seine Landgrafschaft im Bunde sei, bittet er, dass man ihn nicht verlasse. Fürstenberg (sie) ') meldet noch dabei, dass sie viele Hauptstücke und Büchsen mit sich führen. Da nun der König dahin ziehe, so könne er nicht wegziehen; es wäre vielmehr gut, wenn sich auch Herzog Albrecht näherte; die Feinde liegen bereits vor Tüngen; man sollte die frommen Herren, Ritter und Knechte entschütten, dort möchte ein guter Platz sein, die Feinde zu schlagen. Er habe dem Herzog von Würtenberg um mehr Leute und Geschütz geschrieben; das wolle er auch an den König schreiben; der Marschalk solle es aber auch thun und man solle die Anstalt treffen, dass des Reichs und des Bundes Zug zusammengebracht würden, um auf einmal angreifen zu können 2 ). Aus dem Esslinger Archive bei Klüpfel a. a. 0. 318. 1) So Klüpfel. Sollte unter Fürstenberg Graf Heinrich zu verstehen sein oder sollte Klüpfel hier zwei Schreiben, eines von Sigmund von Lupfen und eines von Wolfgang von Fürstenberg, zusammengeworfen haben? »583 mm 1$$$$ > r I ■ i Ms** Hü Hl I 'K' -■* ■''"■ l'\: &Ö4Ä 240 1499. 2) 1499, April 25. schreibt Hans Ungelter an die Stadt Esslingen, man befürchte, der Feind werde von Stühlingen aus in die Baar ziehen und sich vor Hüfingen legen; dieses werde sich auch nicht halten können und so für und für. Aus dem Esslinger Archiv bei Klüpfel a. a. 0. 325. 1499, April 20 — Juli 16. 265. Rechnungsbuch des Grafen Heinrich von Fürstenberg über seine Einnahmen und Ausgaben als königlicher Feldhauptmann. Graff Hainrich von Fürstenberg rayttung anno 99 '). Ausgab. Sambstag den 20ten tag Aprillis zu Straßpurg: Juncker Favius, Pettern Slosser, Sebold Storchen, Marxen von Tybingen, Hannsen Krafft vnd Steffan Moser hawptleyten 2 ) geben auf die niderlenndischen knecht laut irer quittung zu ganntzer bezallung ir schulden 3200 fl. r. Sonntag den 21ten tag Aprillis; Montag den 22ten tag Aprillis; Erichtag den 23ten tag Aprillis ; Mittwoch den 24ten tag Aprillis; Phintztag den 25ten tag Aprillis zu Freyburg: Cuentzn trumetter in abslag seines liuergelt Hannsen von Schellenberg auf sein liuergelt Jörigen von Sennßhaim 40 fi. vnd Cristoff Schenncken 8 ) 40 fl. an irem liuergelt, facit Ludwigen Garber 4 ) auf 77 knecht, so er zu der königlichen Majestät füren sol, geben Freyttag den 26ten tag Aprillis zu Freyburg: maister Josephen Gruenpecken auf sein liuergelt Her Hannsen Casparn von Laubenberg auf den zewg laut seiner quittung Den zwayen hofpawren auf ir liuergelt Dem Wolf Swartzperger camrer, dischdiener, 4 fl. vnd Wolfen Koch 3 1 /i fl. auf ir liuergelt, facit 7 fl. 30 kr. Zwayen des von Straspurg trumettern, so mit der königlichen Majestät von Straßpurg bis gein Kenntzingen geriten sein, aus gnaden 2 fl. r. Königlicher Majestät pusawnern, so vor der ratt tafel gehoffiert haben, aus gnaden 1 fl. r. Ainem potten gein Pasel zu laufen geben 15 kr. Der Eis Narrin aus genaden 1 fl. r. Dem Knyeperger auf sein liuergelt 2 fl. r. 1) Derselben liegen die Originalquittungen zu den einzelnen Posten bei, welche die Richtigkeit der Rechnung beweisen. In den folgenden Anmerkungen sind nach den von Hrn. v. Liebenau gefertigten Copien der Quittungen nur jene Angaben derselben verzeichnet, welche mehr bieten, als die betreffenden Einträge der Rechnung selbst. B. 2) In ihrer Quittung [in derselben wie auch öfters in spätem Quittungen heisst Favius Fasius, Marx von Tybingen Merx Gyser, Sebold Storch »Sebold vnd Specker« und Kraft Kraft von Ulm] bezeugen diese Hauptleute, von Grafen Hainrich aus Händen des edlen und festen Jörigen von Sennßheim auf die niderlendischen Knechte, die jetzt mit königlicher Majestät aus dem Gelderland heraufgezogen sind, für die 4000 fl. rh., darum sich königliche Majestät mit ihnen und den gedachten Knechten um alle Schulden vertragen hat, 2000 fl. rh., ferner 1200 fl. rh., darum Herr Vlrich von Naneckenreyt, Jeronimus Lay und N. Walliser Bürgen gewesen sind, also an einer Summe 3200 fl. baar empfangen zu haben und sagen Grafen Hainrich sowie königliche Majestät aller Schulden und Anforderung, die sie von wegen gedachter Knechte bis heute zu königlicher Majestät gehabt, ledig und los. 3) In ihrer Quittung nennen sich diese Hauptleute Jörg von Seinsheim und Cristoff Schenck zum Schenkenstain. 4) In seiner Quittung genannt Lvdwig Gerwer. 28 fl. r. 6 fl. r. 80 fl. r. 77 fl. r. 5 fl. r. 11 fl. r. 2 fl. r. B^m 1499. 241 liSäSiX! Acht trabannten, so auf graff Hainrich von Fürstenberg haubtman warten, auff iren sold anfenncklichen yedem 4 fl., facit Pettern Slosser vnd Marxen von Tybingen haubtleyten, auf 334 a ) soldt anfenck- lichen auf yeden 2 fl., facit Jeronimus prouos l ) vnd Sebolten Storchen haubtleiten auf 377 knecht sold anfennck- lichen yedem 2 fl., facit Hannsen Krafft hawbtman auf 210 soldt anfencklichen auff yeden 2 fl., facit Clausen Zerer, spiesmacher von Wolfach, für 600 spieß 8 ) vnd 200 eysen, auch auf sin Ion vber 4 fl., so er vormals vom schatzmaister emphangen hat Sambstag den 27ten tag Aprillis zu Habsißhaim; Sonndtag den 28ten tag Aprilis zu Barten- haim: Auf potenlon Zaintzing disen abent Jeronimus von Herrnberg prouos auf seinen sold vnd schulden Etlichen, nemlich 59 knechten, betzalt yedem 1 a ) fl., so man inen am heraufziehen *) schuldig beliben ist, vnd Synnger Hannsen B ) auf seinen Sold 2 fl., facit Ainem potten zu Hannsen vom Haws gen Pfaffstetten Ainem fueßknecht, so von Straspurg kumen ist, zu zerung Montag den 29ten tag Aprillis zu Bartenhaim; Erichtag den 30ten tag Aprillis zu Derweyll; Mittwoch den ersten tag May zu Derweyll: Her Hannsen Casparn von Laubenberg 6 ) auf den zweg (sie) laut seiner raittung 7 ) Noch ime auf den zewg laut seiner quittung Ainem Jäger, so kundtschafft bracht vnd bringen sol Pfintztag den 2ten tag May zu Derweyll: Sechtzehen knechten, so den von Tschernahor vnd Raimund, als sy wund worden, gein Pasel getragen haben 8 ) Her Cristofen von Hadtstat 9 ) für ain vasl mit pulver ") Siben fuesknechten, yedem ain ort ains gülden aus gnaden, facit ") Cristoffen Raimund 12 ) auf sein liuergelt Ainem poten, so brieff pracht hat Freytag den 3ten tag May zu Derweyll: Her Hansen Casparn von Laubenberg auf denn zewg laut quittung a) zu ergänzen: Knecht. 32 fl. r. 667 fl. r. (sie) 754 fl. r. 420 fl. r. 67 fl. r. 30 kr. 20 fl. r. 31 fl. 30 kr. 12 kr. 18 kr. 4 fl. 42 kr. 11 fl. r. 2 fl. r. 4 fl. r. 6 fl. 24 kr. 1 fl. 45 kr. 8 fl. r. 6 kr. 15 fl. r. 1) In seinen Quittungen nennt sich dieser Profoss stets Jeronimus Keller von Herrenberg. 2) Laut Zerers Quittung kostete 1 Spieß einen »sexer>, also 600 Spieße 60 fl., die 200 Eisen kosteten 6 fl., der Fuhrlohn von Wolfach gen Freyburg betrug 10 fl., zudem bekam Zerer noch 1 fl. aus Gnaden. Im Ganzen also bezog er nicht 67 fl., wie aus obigem Eintrage folgt, sondern 77 fl. 3) Irrig; die von Jörg von Seinsheim ausgestellte betreffende Quittung hat richtig '/« A- 4) Nach der Quittung aus dem Niderland. 5) In der Quittung genannt Cuentz Phadt, genannt Singerhans. 6) In seiner Quittung nennt er sich Ritter, Zeugmeister. 7) Nach derselben gab Hans Casper von Laubenberg diese 4 fl. 42 kr. also aus: 1 fl. einem Boten von Strassburg gen Nuyen- burg, 3 fl. zu Nuyenburg am Rin »iberzufyren fyr aleß kriegsfulgk«, 42 kr. Kundschaftern und sonst »ainlützigen personen«. 8) Die betreffende Quittung ist von Jeronimus Keller von Herrenberg, Profos, ausgestellt. 9) In der Quittung nennt sich derselbe Bitter, Vogt zu Lanser. 10) In der Quittung für ein Fässlein mit Büchsenpulver, so Graf Hainrich den Schützen verordnet hat. 11) Die betreffende Quittung ist von Haincz von Tsny ausgestellt. 12) In der Quittung nennt er sich Cristoff Romang und unterschreibt als Krystoff Herr zu Scher- fenberg. IV. 31 '<%&MMj$ ^^H '■£;.-W,^y;; ■BIW| 242 1499. Vmb ain stattl mit pheyll, so vnder das hoffgsind getailt worden ist Ainem fueßknecht, so geschossen worden ist, aus gnaden Sambstag den 4ten tag May zu Bartenhaim; Sonntag den 5ten tag May zu Bartenhairn: Ainem potten mit briefen gen Ennßhaim zu raiten Ainem kundschaffter, genant Hansl von Pasel Ainem potten zu der gard zu reiten Ainem kundschafter, des von Lutringen diener, Montag den 6ten tag May zu Lannser: Ainem fueßpoten, so brieff bracht hat, geben Noch ainem andern fueßpotn Ainem poten gein Ennßheim mit briefen zu reytten Erichtag den 7ten tag May zu Lannser; Mittwoch den 8ten tag May zu Lauterbach; Phintztag den 9ten tag May zu Lauterbach; Freytag den lOten tag May zu Lautterbach: Ainem poten gein Reynfelden mit briefen zu reytten Ainem poten gein Ennßhaim Sambstag den Uten tag May zu Ennßhaim: Ainem potten, so etlich gefanngen von Preysach bracht hat Sonntag den 12ten tag May zu Ennßhaim; Montag den 13ten tag May zu Ennßhaim: Graf Jo- hannsen von Eysenburg') auf sein liuergelt Cuntzen vnd Vrban trumetter 2 ) auf ir liuergelt Her Hannsen Casparn von Laubenberg 3 ) auf den zewg laut quittung Cristofen hern zu Scherfenberg auf sein liuergelt Her Fridrichen Capler 4 ) auf seinen soldt Ainem potten bey nacht gen Preysach zu reyten Erichtag den 13tentag May zu Ennßhaim: Hannsen von Schellenberg auf sein liuergelt Ainem posten (sie) auf die post gein Preysach zu reitten Adam hern zu Losenstein auf »ein liuergelt Steffan Rawhenegker auf seinen soldt Hainrichen Trawpitz auf sein liuergelt Wastian Strasser furier auf sein liuergelt Cunraten Mulner auf seinen soldt Hannsen Popenreytes puchsenmaister auf seinen soldt Graf Hainrichen von Tyerstain auf seinen .soldt Mittwoch den löten tag May zu Newburg: zu begenncknus graf Hannsen von Ortenbergs seligen in hannden seines diener Fridrich Hautzenpergers Loys de Wadre vnd anndern hauptleyten 6 ) auf die garde, in abslag derselben garde solds Ainem potten gein Preysach zu reytten Ainem kundtschaffter, so mit Steffan Hofer von Freyburg gein Ennßhaim geriten ist, als er die 800 fl. dargefürt hat, geben Am vberfar für alles hoffgsind geben 37 kr. 24 kr. 30 kr. 30 kr. 2 fl. r. 2 fl. r. 6 kr. 9 kr. 32 kr. 2 fl. 8 kr. 1 fl. r. 25 fl. r. 6 fl. r. 27 fl. r. 10 fl. r. 50 fl. r. 30 kr. 6 fl. r. 15 kr. 6 fl. r. 8 fl. r. 10 fl. r. 12 fl. r. 10 fl. r. 2 fl. r. 20 fl. r. 26 fl. 30 kr, 1000 fl. r. 15 ki-, 48 kr. 30 kr. 1) In seiner Quittung genannt Johann von Iaenburg, Graf zu Büdingen. 2) In der von Cuncz ausgestellten Quittung nennt er »Erwan« seinen Sohn. 3) In der Quittung genannt Ritter, königlicher Majestät obrister Feldzeugmeister. 4) In der Quittung Cappler, Ritter. 5) Die Quittung stellten Rodighe de la Laing et Loys de Vauldrey, ensembles capitaines generaulx de la garde du roy. Sie bekamen die 1000 fl. nach derselben von Messire Melcior de Masmunster ausbezahlt. ■EärSshw 1499. 243 Phintztag den 16ten tag May zu Keynfelden (disen tag gen Laufenburg geilten): Ainem poten gein Waldshuet zu lauffen Ainem kundtschaffter von Newburg vntz her gein Reynfelden Freytag den 17ten tag May zu Lauffenburg vnd Seckingen: Her Caspam von Pluemenegk ') auff seinen sold Maister Wastian Pehairn, puchsenmaister, auff seinen soldt 2 ) Ainem kundschafter von Keynfelden her gein Lauffenberg Den fueßknechten von Seckingen, so graf Hainrichen ain tails weg das glait geben Sambstag den 18ten tag May zu Reynfelden: Bastian Drugsessen 3 ) auff puchsenmaister zu Reynfelden in abslag ires solds Den mauren vnd zymerleuten aus gnaden Dem schulthaisen auf etlichen paw Den fueßknechten, so graff Hainrichen glait haben bis an ain prucken, geben Zwayen kundtschaftern, des von Tierstain dienern, so disen tag mit graff Hainrichen von Fürstenberg geritten sein Ainem potten gein Ennßhaim zu lauffen geben Marxen von Tybingen 4 ) vnd Petter Slosser auf ire knecht, nemlich auf 338 sold Jeronimus prouosen 6 ) vnd Sebolden Schtochen 6 ) haupleit auf 388 soldt Noch inen auf 9 6 ) knecht Hannsen Krafft hawptmann auff 210 sold , Diepolden Doli hauptman auf sich vnd seine 40 knecht Zwayen knechten, so nit angenomen sein, auff iren soldt 7 ) Graf Hainrich von Fürstenberg 8 trabannten Sonntag den 19ten tag May zu Alltkirch: Ainem potten gein Reynfelden zu reiten Maister Hannsen secretary auf liuergelt Monntag den 20ten tag May zu Altkirch; Erichtag den 21ten tag May zu Altkirch und Ennßhaim; Mittwoch den 22ten tag May zu Ennßhaim: Ainem kranken fueßknecht, genant Pernharten Harrer, an seinen soldt Vmb pulfer, etlich puchsen aus Burgundy abzuschiessen Phintztag den 23ten tag May zu Altkirch: Von etlich hacken vnd handpuxen von Ennßhaim her zu füren Ainem poten zum pischolf von Pasel Ainem poten gen Ennßhaim Freytag den 24ten tag May zu Altkirch: Her Fridrichen Kapler hubtman auff die ritterschafft vnd geraisigen aus dem lannd Sunckaw geben Ainem potten zum lannduogt vnd lanndschreiber gein Röttl Sambstag den 25ten tag May zu Altkirch vnd Veldpaeh: Marxen von Tybingen vnd Pettern Slosser haubtleyten auf ire 336 knecht sold Jeronimus von Herrenberg vnd Seboldt Storchen houbtleyten auf ire 388 knecht sold 27 kr. 1 fl. r. 10 fl. r. 7 fl. r. 30 kr. 2 fl. r. 4 fl. r. 1 fl. r. 6 fl. r. 2 fl. r. 1 fl. r. 24 kr. 338 fl. r. 388 fl. r. 17 fl. r. 210 fl. r. 45 fl. r. 2 fl. r. 16 fl. r. 1 fl. r. 6 fl. r. 30 kr. 18 kr. 30 kr. 14 kr. 1 d. 14 kr. * 310 fl. 8 ) r. 24 kr. 336 fl. r. 388 fl. r. mim mmsm 1) In der Quittung Ritter genannt. 2) Die betreffende Quittung ist von Hans von Schonow ausgestellt. 3) In der Quittung Bastian Truchseß von ßinfelden. 4) In der Quittung Marx Gyser. 5) In der Quittung Jeronimus Keller von Herrenberg und Sebolt Storch von Wending. 6) In der Quittung richtig 17. 7) Darüber quittirt am 17. Mai Jörig von Seinsheim in Lauterbach. 8) Nach der Quittung kamen auf jedes Pferd 2 fl. Sold für abgelaufene 14 Tage. 31* \jSa n. m ' :■ ','■"' BSKL H ■ ■ ■ «sai 244 1499. Hannsen Krafft, houbtmann, auff seine 210 knecht') sold Diepolden Doli rottmaister auf seine 40 knecht geben Wilhelm von Preysach 2 ) an seinen sold vnd zu gantzer betzalung desselben vntz auff hewt dato Graf Hainrichs acht trabanten auff ihren sold die wochen Dem vogt von Phirdt, so die tausent gülden, die man auf hewt den knechten a ), bracht hat, für sein zerung Ainem poten an die vfar des Eeins mit brieffen zu reytten, als die knecht ennweg geloffen waren Sonntag den 26ten tag May zu Altkirch: Diettrichen hern zu Tschernachern 8 ) auf sein liuer- gelt Micheln Pudenfels 4 ) auf liuergelt Montag den 27ten tag May zu Pernschweyller: Hannsen Gradner zewgschreiber e ) auff sein liuergelt Micheln potten auff sein zerung Maister Hannsen secretary betzalt, so er ainem poten geben hat Ainem potten zu her Cristoffen von Hadtstat zu lauffen Erichtag den 28ten tag May zu Pernschweyller; Mittwoch den 29ten tag May zu Seckingen; Phintztag den 30ten tag May zu Seckingen: Maister Sebastian Pehaim, puchsen- maister, auff seinen sold Preytag den 31ten tag May zu Waldshuett: Von ertlichen hacken vnd handpuxen von Altkirch her zu füren Micheln potn auff seinen soldt vnd zerung Dem Schäpler, so er einem poten geben vnd abgefertigt hat Noch ainem poten für seinen Ion Sambstag den ersten tag Juny zu Seckingen vnd Eeynfelden: Ainem poten gen Waldshuett Zwayen knechten, so ennweg geloffen waren, an iren sold Ciistoff Schennken auf sein liuergelt Michel Haytzer auff seinen sold Den wagenknechten pey den slangen auff ir zerung zu Hohenstain vnd Reynfelden geben Newn knechten, so ennweg geloffen waren, an iren sold, yedem V« fl., facit Noch 5 knechten, so enweg geloffen waren, jedem 1 fl., facit Jeronimus von Hernberg vnd Sebolden Storchen auf 358 knecht sold Diepolden Doli auf 40 knecht Hannsen Krafft haubtmann auf 197 knecht sold Marxen von Tybingen vnd Petter Slosser haubtleyten auff 310 knecht sold Graff Hainrichen von Fürstenberg 8 trabannten (die Summe fehlt). 210 fl. r. 40 fl. r. 12 fl. r. 16 fl. r. 2 fl. r. 48 kr. 12 fl. r. 8 fl. r. 2 fl. r. 1 fl. r. 6 kr. 6 kr, 2 fl. r. 2 fl. r. 1 fl. r. 1 fl. r. 12 kr. 12 kr. 30 kr. 1 fl. r. 1 fl. r. 7 fl. 30 kr. 4 fl. 30 kr. 5 fl. r. 358 fl. r. 40 fl. r. 197 fl. r. 310 fl. r. a) zu ergänzen etwa: geben. 1) Nach der Quittung hat Graf Hainrich dieselben zu Friburg angenommen und gemustert. 2) In der Quittung Michel von Breysach, Trabant. Für ihn stellt in dieselbe Junker Steffan von Rawheneck sein Handzeichen. 3) In der Quittung Schernaho. 4) In der Quittung Michel von Pudefels. 5) In der Quittung Hans Grader, königlicher Majestät Zeugschreiber. mmm 1499. 245 "■ .X"..'- 3 fl. r. 30 kr. Wilhelm von Preysach Ainem kundtschaffter, so mit Cristoffen Schennken von Pasel gein Reynfelden mit dem entlehenten gelt geritten ist Sonntag den 2ten tag Juny zu Reynfelden; Montag den 3ten tag Juny zu Reynfelden; Erichtag den 4ten tag Juny zu Reynfelden; Mittwoch den 5ten tag Juny zu Rein- felden; Phintztag den 6ten tag Juny zu Pemschweyller; Freytag den 7ten tag Juny zu Altkirch: Hannsen Rumely von Reynfelden für ain pherd, so her Fri- dricher Kapler in abslag seines solds geben ist ') Der statt Pasel bezalt, so sy vormals zu leyttrung des sallpetters verlegt haben ') Sambstag den 8ten tag Juny zu Altkirch: Auff die gard dem haubtman Rogdighe de la Lanng laut seiner quittung Noch auff die garde dem haubtman Loys de Wadry laut quittung vnd 500 fl. 45 kr. an tuech, facit Jeronimus von Herrmberg vnd Sebolden Storchen haubtleytn auf 373 knecht sold Marx von Tybingen vnd Pettem Slosser haubtleyten auff 323 knecht sold Hannsen Krafft hawbtman auff 208 knecht s ) sold Diepolden Doli rottmaister auff 40 knecht sold Graff Hainrichen von Furstenberg 8 trabanten sold Cunraten Muller auff seinen sold Hannsen Krafft haubtmann betzallt, so er vmb rott tuech, daraus man den knechten kreytz gemacht, dargelihen hat Etlichen fueßknechten, so den, der der gardt etlich gelt bracht hat, belaitt haben Sonntag den 9ten tag Juny zu Altkirch: Lollerpatz 3 ) vnd Micheln potten yedem ainen gülden auff iren sold, facit Steffan von Rawhenegk auff sein liuergelt auf 4 pf. a ) Leytolden von Ramstein auff sein zerung auf 3 pf. Adamen Payr von Poppart auff 4 pf. liuergelt Wolfen von Anndlo auff 3 pherdt liuergelt Adamen herm zu Losenstein auff 3 pherd liuergelt Hainrichen von Trawpitz auff 3 pferdt liuergelt Hannsen von Schellenberg auff 2 pherd liuergelt Maister Hannsen Reiner, secretarius, auf 3 pf. liuergelt Sebastian Hofer phennigschreiber auf 1 pherd liuergelt Sebastian Strasser auff sein liuergelt vnd zu seiner kranckhait Cuntz vnd Vrban trumetter auff liuergelt a) L. pferde. 1) Beide Quittungen sind von Härtung von Anndelo, Ritter, alten Bürgermeister, und Petter Offenburg, Zunftmeister zu Basel, ausgestellt. In der ersten sagen sie, dass sie von Grafen Hainrich 300 fl., »so wir im paid noch hundert gülden, bo im Hans ßümely gelihen haben vnd dartzue fünf vnd sechtzigk gülden rh. für ain pherdt, so her Fridrichen Kapler von demselben Hannsen Rümely von königlicher Majestät wegen worden ist, empfangen haben. Dargegen wellen wir seinen gnaden die Obligation deshalbeu gegeben zu seiner gnaden banden vnd die gemelte summa an yedes ort, darhin sie gehört, antwurten«. 2) Nach der Quittung musterte dieselben Graf Hainrich zu Velpach (wohl verschrieben für Velperch, d. i. Feldberg) im Breißgow. 3) In der Quittung Sebastian Wollet Rollibatzen. 65 fl. r. 70 fl. r. 1000 fl. r. 1500 fl. 45 kr. 373 fl. r. 322 fl. 30 kr. 207 fl. 30 kr. 40 fl. r. 16 fl. r. 10 fl. r. 3 fl. r. 40 kr. 2 fl. r. 16 fl. r. 16 fl. r. 16 fl. r. 12 fl. r. 12 fl. r. 12 fl. r. 10 fl. r. 31 fl. r. 6 fl. r. 8 fl. r. 9 fl. r. Wmm äk-M?">^>ij iiü .;. .. ' HRI ■Hmwmm ■ :" ' : , ' I "-' ■ 3 - ■ ; WM ; : | ■ I ■ - ; ', . ■ : 246 1499. Puchsenmaistern vnd wagenleyten auf iren sold vnd zerung laut irer quittung ') Hannsen Jäger kundtschaifter auff seinen sold ain monat, id est Jörigen Swartzkopf vnd Claus von Ysny, 6 fueßknechten zu abfertigung vnd zerung zu der königlichen Majestät Ainem welisclien kundtschaffter ßollpatz poten auff seinen soldt vnd liuergelt pro Eygl. Noch im, als er Cristoff Schennken vnd Jorigg Sennshaim gelt gein Lauterbach gefürt vnd abgangen ist, sol im auf seinen sold gerechnet werden Cristoffen trumetter auff sein liuergelt Schatzmaister dienner Lienharten Gundolfinger, so die 5000 fl. von Nürnberg bracht hat, zu schannckung Ainem poten gein Newburg auf die post mit priefen zu lauffen Ainem potn gein Mümplgart mit briefen zu lauffen, Hansen Mendler Ainem potn, so graff Hainrichen von Fürstenberg brief von Sebastian Hofer von Villingen gein Waldshuet bracht hat, Micheln Pudenfels auf sein liuergelt Montag den lOten tag Juny zu Altkirch: Sebastian Drugsessen, schulthaisen zu Reynfel- den, auf puxenmaister, kundtschafften vnd anders Her Weickharten von Polhaim auf sein liuergelt Steffan von Eawhenegkh auff liuergelt Maister Hannsen secretary betzalt, so er ainem potn, der zu zwayen malen von Laufenburg gein Reynfelden gelofen ist, geben hat Ainem poten pey nacht gen Newburg zu reyten Ainem genannt .... auf seinen solt Ainem gefangenen fueßknecht, den die knecht erpeten haben, zu abfertigung Ainem poten, genant Hannsen Mendler, mit priefen gein Musttral Zwayen ainspennigen edleyten, genant Krabatt vnd Hainrich, zu zerung zu der königlichen Majestät zu ziehen, vnd aus dem Gelderland komen sein Ainem kundtschaffter in Händen Hans Jäger Erichtag den Uten tag Juny zu Altkirch: Dietrichen hern zu Tschernahor auff sein liuergelt Graff Ruedolfen von Sultz auff sein liuergelt auff 4 pherdt Her Hannsen Casparn von Laubenberg zewgmaister auff puchsenmaister, pulfer vnd auf den salpetter von Pasel gein Ennßhaim zu füren vnd annder notdurft des zeugs laut raitung 2 ) Noch dem zewgmaister auff sein liuergelt auf 7 pherdt ain monat Mittwoch den 12ten tag Juny; Phintztag den 13ten tag Juny; Freytag den 14ten tag Juny; Sambstag den löten tag Juny: Ainem kundtschaffter, so graff Hainrichen mitsambt dem her in Seben der Sweitzerlanndt gefürt hatt Jeronimus prouosen vnd Sebolten Storchen haubtleyten auff 353 knecht die vergangnen wochen verfallen, facit Marxen Geyser vnd Pettern Slosser auff 300 knecht, facit die wochen 49 fl. r. 8 fl. r. 10 fl. r. 1 fl. r. 4 fl. r. 2 fl. r. 5 fl. r. 4 fl. r. 15 kr 20 kr 50 kr. 16 fl. r. 12 fl. r. 28 fl. r. 10 fl. r. 28 kr. 24 kr. 4 fl. r. 30 kr. 12 kr. 8 fl. r. 1 fl. r. 16 fl. r. 16 fl. r. 42 fl. 36 kr. 56 fl. r. 2 fl. r. 353 fl. r. 300 fl. r. 1) Die Quittung stellten Cristoff Schappler und Michel Heiczer Namens aller Büchsenmeister und "Wagenknechte. 2) Dieselbe (sehr speciflcirt) liegt bei. 1499. 247 'Mmmm - m Hannsen Krafft haubtman *) auf 189 knecht, facit Diepolden Doli auff 36 knecM sold, facit Graf Hainriehen von Fürstenberg 8 trabanten, facit 2 ) Sonntag den 16ten tag Juny zu Hegenaw: Ainem niderlendischen knecht auff seinen sold in hannden Jörigen von Sennßhaim Montag den 17ten tag Juny; Erichtag den 18ten tag Juny: Ainern fueßknecht für ain hacken- püchsen, die er den feinten abgenommen hat in Seben Cristoffen Schäpler betzalt, so er zu Waldshuet nächst mallen auff potenlon dar- glihen hat Ainem poten von Altkirch gein Thann Mitwoch den 19ten tag Juny zu Ennßhaim s ); Phintztag den 20ten tag Juny 4 ); Freytag den 21ten tag Juny: Eollerpatz potten auff seinen soldt Von ainem lehen ros, darauff Schäpler eyllends gein Altkirch geritten ist, zu Ion Ainem poten genant Kropf von Ennßhaim gein Pruntrawt mit priefen zu lauffen Hannsen Menndler poten, so zu etlichen mallen mit priefen geschickt ist worden Micheln poten zu Ennßhaim auff sein liuergelt Ainem poten, so etlich prief von dem lannduogt pracht hat Cristl trumeter auff sein liuergelt Kollenpatz potten auff seinen sold zu Ennßhaim Sambstag den 22ten tag Juny zu Altkirch: Dem Kropf poten mit priefen gein Pruntrawt zu lauffen Ainem potten gen Thann Noch ainem poten, so etlich prieff bracht hat, geben Ainem wagner von ainem karren zu ainer slanngen zu machen Jeronimus prouosen vnd Sebolden Storchen haubtleyten auff 347 knecht sold, facit Marxen Geyser vnd Petern Slosser haubtleyten auff 298 knecht sold, facit Hannsen Krafft haubtmann auff 190 knecht sold, facit Diepolden Doli haubtman auff 36 knecht sold, facit Graff Hainrichen von Fürstenberg, obristen veldbaubtman, auff seine 8 trabanten Sonntag den 23ten tag Juny, Montag den 24ten tag Juny 6 ); Erichtag den 25ten tag Juny; Mitwoch den 26ten tag Juny: Hainrichen Trawpitzen an tuech betzalt in abslag seines liuergelts 35 fl. 30 kr. 35 fl. 30 kr. 16 fl. r. 3 fl. r. 1 fl. r. 24 kr. 10 kr. 10 kr. 16 kr. 8 kr. 30 fct-. 2 fl. r. 15 kr. 2 fl. r. 1 fl. r. 16 kr. 14 kr. 16 kr. 1 fl. 37 kr. 346 fl. 30 kr. 297 fl. 30 kr. 189 fl. 30 kr. 35 fl. 30 kr. 16 fl. r. 16 fl. 36 kr. MSBmäm 1) Die Quittung stellte Krafts lritenandt Cuntz von Vlm. Nach derselben betrug die bezahlte Summe nicht, ■wie oben irrig steht, 35 fl. 30 kr., sondern 189 fl. Die betreffenden Knechte wurden zu Witerßdorf im Sunckgow gemustert. 2) Am 15. Juni [vf samptag nach Medardi] quittiren auch, ohne dass dieß in die Rechnung eingestellt wäre, Marx Geyser und Peter Schlosser, beide römischer königlicher Majestät Rottin ei ster, dem Grafen Hain- rich über 310 fl. rh. Sold für 310 Knechte. 3) Vom 19. tag des ßrachmanods anno domini 99. aus Altkirch ist die nicht in die Rechnung aufgenommene Quittung des Steffan von Rawheneck um 16 fl. rh. Liefergeld datirt. 4) An diesem Tage quittirt Johanns Renner, Secretary, über 6 fl. rh. Liefergeld. 5) An diesem Tage (vff st. Johans tag des töuffers) rechnet Cristoff von Rammingen in Beisein Dieterichs von Pfirt mit Herrn Härtung von Andlow, Bürgermeister zu Basel, ab: er schuldet demselben 10 fl. Darleihen für Zehrung, 27 fl. Rechnung des Scherers für Heilung seiner Wunden, 2 l /% fl. Zehrung seines Rosses, 4'fr & Apothekerkosten, 4 fl. für den Doctor, zusammen 47 fl. 6 kr. Die Rechnung wird doppelt ausgefertigt für den Gläubiger und für Grafen Hainrich. Den Empfang dieser Summe bescheinigt Härtung von Andlow, Ritter, dem letztem vff mittwuch nach Vdalrici [Juli 10.] 1499. ■"■'','"■ ; | säRäS §MJf|l| ■ '■"'■"'■■'■ > : ' ■'■■■ $H 248 1499. Montag den ersten tag Jully zu Altkirch: Des lanndtuogt in Elsaß dienern ainem zu ze- rung Den püchseninaistem l ) vnd fürleyten, so dieselben püchsen füren, auff iren soldt laut quittung Ainem fueßknecht, genant Ernfridt *), aus gnaden Graff Hainrichs trabanten, genant Sweytzer, zu bestettigung Den fürleyten, so das tuech, so vom Ruinely zu Reinfelden für 1500 fl. auffbracht ist, her zu füren Den kauffleyten, so daselb tuech kauft haben, für etlichen vnkosten darauff gangen Ainem potn von Ennßhaim auff sein zerung Ainem poten zu Anthoni von Wessenberg zu lauffen Dem Rollenpatz potn auf sein liuergelt Ainem poten von vnd gein Colmar Micheln poten auff sein liuergelt Ainem poten an die vberfar zu reyten Noch dem poten von Ennßhaim Micheln Pudenfels an tuech 3 ) betzalt in abslag seines liuergelts Phintztag den 26ten tag Juny zu Altkirch: Dietrichen hern zu Tschemacher an tuech 4 ) in abslag seines liuergelt Freytag dön 28ten tag Juny zu Altkirch: Weickharten hern zu Polhaim an tuech in abslag seines liuergelt Adam hern zu Losenstain an tuech in abslag seines liuergelts Rodigo haubtman der welischen gard auf sein volck in abslag ires solds tuech für Melchior von Pluemenegk in abslag seines solds an tuech geben Sambstag den 29ten tag Juny zu Altkirch: Sigmunden von Phirdt an tuech in abslag seines solds Her Fridrieh Kapler in abslag seines solds an tuech geben e ) Sonntag den 30ten tag Juny zu Altkirch: Adam Payr an tuech auf sein liuergelt Cristof Sehennken ') an tuech in abslag seines liuergelts Her Ludwigen von Rinach an tuech in abslag seins solds Her Wilhalm Kapler an tuech in abslag seines solds Cuentzen trumetter an tuech in abslag seines liuergelts 8 ) 3 fl. r. 15 fl. r. 2 fl. r. 1 fl. r. 12 fl. r. 1 fl. 24 kr, 1 fl. r. 6 kr. 1 fl. r. 1 fl. r. 1 fl. r. 20 kr. 15 kr. 10 fl. 54 kr. 23 fl. 45 kr. 43 fl. 3 kr. 17 fl. r. 12 fl. < 15 s )kr. 16 fl. 45 kr. 20 fl. 54 kr. 25 fl. 48 kr. 21 fl. 39 kr. 25 fl. r. 30 fl. 18 kr. 30 fl. 18 kr. 12 fl. 27 kr. WM 1) Für dieselben (7 Buchsenmeister und 7 Fuhrleute) quittirte Michel Heizer. 2) Für ihn quittirte sein Bruder Hylbrand von Puchaw. 3) Nach der Quittung 10 Ellen Tuch für 10 fl. und 6 Ellen Futtertuch für 54 kr. 4) Nach der Quittung 23 Ellen lundisch Tuch und für 45 kr. 9 Ellen Futtertuch. 5) Nach der Quittung Schenk von Schenkenstein. 6) Die Quittung ist ausgestellt von Jehan de Fontaines für Rodique sou- litenant general de la garde du roy; auf derselben quittirte sodann letzterer seihst auch noch den Empfang vod carante anluiz de drap. Beiliegend folgende undatirte Quittung: »Je Rodig de Laien conoy et confesse davoir re- ccue de messr. de Poulle la somme de cent floryn d'or, que messr. le mariscal m'at aprentys au capitayne de nies- sierge. Haldtkirch.« 7) Vom 29. Juni [sampstag vor st. Diebolt tag und sampstag vor st. Virich tag] datiren 2 Quittungen Diebolt Dolls, Hauptmanns, über 35'/s fl. »auff 35V2 soldt« und über 71 fl. »auff 36 soldt« auf 14 Tage, beide Summen empfangen zu Widerdorf. 2 weitere undatirte Quittungen Dolls lauten auf 40 fl. und 80 fl. 8) Am suntag nach st. Peter vnd Pauls tag [Juni 30.] anno domini 99 quittirte ausserdem Jörg von Sennsen über 11 Ellen lundisch Tuch a für 1 fl. in Abschlag seines Liefergelds. Am 1. Juli [vff montag nach Petri vnd Pauli] quittiren j^^M IwsSE 1499. 249 r. r. 48 kr. Erichtag den 2ten tag July zu Altkirch: Rollerpatz potten auf sein liuergelt 1 fl. Mittwoch den 3ten tag July zu Altkirch: Ainem priester, so etllich kundtschaften bracht hat, aus gnaden, so pey dem prouosen ist 3 fl. Phintztag den 4ten tag July; Freytag den 5ten tag July zu Ennßhaim: Ainem luttringischen poten, so gefangen vnd wider ledig gelassen worden ist, zu zerung haim 2 fl. Dem vogt von Münstral, so er auff pottenlon vnd kundtschafften ausgeben hat, bezalt Sambstag den 6ten tag July zu Ennßhaim: Hannsen von Schellenberg mit ainem burger von Pasel selb dritt daselbs hin gein Pasel zu reiten zu zerung 3 fl. Jeronimus prouosen ') vnd Seboldt Storchen haubtleyten 359 knecht sold zwo wochen lang, facit Marxen Geyser vnd Petter Slosser haubtleyten auf 299 knecht sold zwo wochen, facit Hannsen Krafft von Vlm haubtman auf 189 knecht 2 ) sold zwo wochen, facit Graf Hainrichen von Fürstenberg, obristen haubtmann, 8 trabanten zwo wochen lang Ainem wunden knecht zu abfertigung per Jorigen von Sennßhaim Sonntag den 7ten tag July: Vmb ainen ochsen der kunegin zu ainer peyck zu schenncken Montag den 8ten tag July 3 ); Erichtag den 9ten tag July zu Altkirch: Wastian Fiirer auff sein liuergelt Micheln potten auff seinen sold Sebastian Hoffer 4 ) auff zerung für ine vnd ainen knecht, so im graff Hainrich von Fürstenberg zuegeben vnd vier wochen ann künnglichem hoff vnd gein Freysing nach den 6000 fl., so sy bracht haben, geritten sein, auch für belaitgeld, kundtschafften vnd andere vnkosten, so auff dasselb gelt herbringen gangen ist, laut seiner raitung 32 fl. 4 kr. Ainem kürüsser von der gard für ain pherdt, so hne an den veinden vmb kumen ist, in abslag seines alten sold 20 fl. Mittwoch den lOten tag Jully zu Altkirch: Cristl trumetter auf sein liuergelt 1 fl. 717 fl. r. 299 fl. r. 377 fl. r. 32 fl. r. 2 fl. r. 8 fl. r. 4 fl. r, 1 fl. r, r.y) r. 7 — 9 ) zu Widersdorf Jeronimus Keller von Herrenberg, römischer königlicher Majestät oberster Provos, und Sebolt Storch von Wendingen, königlicher Majestät Hauptmann »vff 347 sold« um 347 fl. rh. ; Marx Gyser und Peter Schlosser, Hauptleute, »uff 298 knecht« um 298 fl. rh.; Hanns Krafft von Vlm, Hauptmann, um 189 fl. rh. auf die Knechte, die zu Witterßdorf gemustert sind. 1) In der Quittung Jeronimus Keller von Herrenberg, römischer königlicher Majestät obrister Profos, und Sebolt Storch von Wending, romischer königlicher Majestät Hauptmann. 2) Nach der Quittung diejenigen, die zu Witersdorf gemustert wurden. 3) An diesem Tage (montag vor Margrete) quit- tirt zu Altkh'ch Heinrich von Traupin über 24 fl. rh. in Abschlag seines Liefergelds. 4) Seine sehr ins einzelne gehende Rechnung liegt bei. 5) Am 9. Juli [zinstag nach Vlrici] befiehlt Graf Hainrich seinem Fourier Sebastian (Strasser), Herrn Wickhart von Bolheim 100 fl. rh. für die Garde zu geben. 6) An diesem Tage [Brichtag darnach sant Viridis tag im 99.] quittirt Giett uon der Heulle über 20 fl. rh. für ein Pferd, das ihm an deu Feinden in Sebe umgekommen ist, in Abschlag seines alten Solds. 7) Am 10. Juli [zu Altkirch an mitwoch nach Vdalrici] quittirt Hans von Schellenberg über 20 fl. rh. in Abschlag seines Liefergelds. 8) Die Rechnung hört mit 10. Juli auf; aus der Zeit vom 11.—16. Juli sind aber noch folgende Quittungen im Staatsarchive Luzern vorhanden: vom 11. Juli [phintztag nach Killiani] des Michel Heitzer über 2 fl. »auff sein darglichen gelt«, von demselben Tage [zu Altkirch an donnstag nach st. Killan tags] die des Cristoff Schappeler und Michel Hayzers über 70 fl. rh. Namens der Büchsenmeister Hannsen Wanuenmacher, Hannsen von Schlesstad, maister Antoni Tholl, Ludwig Schlosser, Hainrich Wagner von Basel, deren jeder 4 fl. für Sold, des Claus Küdle, »Schlangenschutz«, und des Michel Haytzer, »zunngknecht«, die auch 4 fl. erhalten, ferner für das Kloster zu Lützel, das für 4 Wagenpferde und 2 Knechte zu einem Wagen 12 fl., das Kloster Gunderstall, das für 4 Pferde und 2 Karren zu 2 Schlangen 12 fl., das Kloster zu St. Rueprecht, das für 2 Pferde und 1 Knecht zu 1 Schlange 6 fl., das Kloster Ottenmünster, das für IV. 32 Wi^^^^l H mm ■ . j ■.■' ■H 1 afiHHBjj fSSfHn WM 1 BH 250 1499. E m p h a n n g. Den 20ten tag Aprillis 99 zu Straspurg von her Hannsen von Lanndow empfangen 3200 fl. r. auf die niderlendischen knecht. Noch denselben tag zu Straspurg von her Hannsen von Landaw empfangen 1500 fl. r. Zu Waldkirch den 25ten tag Aprillis emphangen von her Hannsen von Lanndow, 2 Pferde und 1 Knecht zu des Zugrueisters Wagen 6 fl., das Kloster zu st. Peter, das für 2 Pferde und 1 Knecht zu 1 Schlange 6 fl. erhält. Vom 12. Juli [freytag nach st. Kilian tag] aus Altkirch datiren die Quittungen Weickarts Herrn zu Bol- haini über 72 fl. rh., Michels von Pudenf'els über 32 fl. rh., Adam Pairs von Poparten über 32 fl. rh., des Cuncz trumeters über 16 fl. rh., des Hans Jäger über 8 fl., des Hanns von Schellenberg über 12 fl. rh., Dietrichs Herrn zq Tschernaho über 32 fl. rh., des Fouriers Sebastian Strasser über 8 fl. rh., des Priderich Kappler, Ritters, über 170 fl. rh., des Grafen Rudolf von Sultz über 32 fl. rh., Lewtolds von Ramstein über 32 fl. rh., Wolf Wilhalms von Andlou über 24 fl. rh., Adams Herrn zu Lossenstain über 32 fl. rh., alles Liefergeld und Sold. Vom 13. Juli [samstag vff st. Margreten tag und sampstag vor st. Margreten tag] datiren die Quittungen des Hauptmanns Hanns Krafft von Vlm über 1797a fl- rh. auf die zu Nidermichelbach gemusterten Knechte (aus Nidermichelbach im Sunckgow), des Hauptmanns Diebold Doli über 31 fl. »auff 31 soldt«, des Trommeters Cuncz über 28 fl. rh. Sold (aus Freiburg im Breisgau). Vom 15. Juli [montag an st. Margrethen tag] aus Altkirch die des Cönnrat Amüllers über 14 fl. rh. Sold, des Melcher von Blumeneck über 16 fl. rh. Monatssold »auff zway pferdt«. Vom 16. Juli [eritag nach st. Margreten tag] die des Marx Gysser und Peter Schlosser, Hauptleute, über 293 fl. rh. »auff 293 soldt«. Zum 12. Juli endlich dürften folgende Abrechnungen gehören: Jörig Sennhaim vnd Cristoff Schenk auf ir liuergelt dedit q. (sie). Die rest an der knecht betzallung zu Reynfelden 4 fl. 30 kr. noch die rest zu Widerstorf 42 fl. noch an 3694 fl. emphanngen, die rest innen behalten 109 fl. r. Graff Hainrichen von Fürstenberg auf sein liuergelt von den 1500 fl. 200 fl. noch von demselben gelt 79 fl. 30 kr. mer von den 800 fl. 23 fl. 28 kr. zu Altkirch von lehengelt vnd anderm 182 fl. 18 kr. Noch hat 52 fl. von den 200 fl. königlicher Majestät gelt auffs herrn kosten. mir gerait mit ainander den 12ten tag July, von etlichen empfanng hat er samen halten 154 fl. 51 kr. 9) Ein nur in Bruchstücken erhaltenes Rechnungsbuch von 1499, in Schrift und Papier von dem Grafen Heinrichs verschieden (Pap. Or., Staatsarchiv Luzern, mitgetheilt von Dr. v. Liebenau), enthält: »Außgab von den 4500 fl., so schatzmaister geschickt hat, vnd 36 fl. von her Hans Caspar") enpfangen. Sold in banden graf Hainrichs 4 fl. Graf Hainrichen gein Ennßhaim geschickt 1000 fl. Ainem puchsenschutz, so vor Dornach erstmals geschossen wart, zu rustung geben zu Michelbach 13. July 1 fl. Ainem kuudtschatfter , so graff Hainrichen vnd die freyen knecht für Dornach gefurt hat im veld den 14. tag July 2 fl. An die 1500 fl. graf Hainrichen 79 fl. 30 kr. Dem herrn graff Hainrichen auf seinen kosten 29 fl. Item meinem gnedigen herrn graft Hainrich geben 200 fl. a) von Laubenberg. 1499. durch Sebastian Hofer phennigschreiber bracht 1000 fl. r. [Sebastian hat in quitirt darumb] Am montag den 13ten tag Maius 99 zu Ennshaim empkanngen aus hannden Steffan Hofer vnd im ain quittung, auf der künigin hoffmaister hern Niclasen von Fyrmian lautend, vberantburt vmb achthundert gülden, id est 800 fl. r. Am Mitwoch den löten tag Maius 99 vom Schechtl vnd Hyermhaimer enphaungen tausent gülden vnd inen darumb quittung, auff Balthasar Wolfen schatzmaister lautend, vberantburt, id est im veld vor Newburg 1000 fl. r. An freytag den 7ten tag Juny 99 hab emphangen von der königlichen Majestät obristen erblanndschatzmaister aus hannden Lienhart Gundolfingers zu Altkirch gegen meinen (sie) quittung 5 tausent gülden r., id est . 5000 fl. r. An Erichtag Vnser lieben Frawen tag irer Besuechung [Juli 2.] hat Sebastian Hoffer zu Freysing von Jörigen Gossenbrot empfangen vnd ine quitiret vmb 2000 fl. auf der künigin kosten vnd vmb 4000 fl., mir Hainrichen grafen zu Fürstenberg zu pringen. So er aber dieselben 6000 fl. mir gar auff königlicher Majestät beuelch zuebracht hat, stell ich die auch also hie für emphanng, id est 6000 fl. r. Pap. Or. und Concept. Staatsarchiv Luzera. Mitgetheilt von Dr. Th. v. Liebenau daselbst. 251 1499, April 24. Freiburg i. B. 266. König Maximilian ernennt in Anbetracht des Krieges gegen die Eidgenossen seinen Hofmarschall, Grafen Heinrich zu Fürstenberg, zu seinem obersten Feldhauptmann in seinen vordem Landen. Wir Maximilian, von gottes gnaden Römischer küng, zu allen tzeitten merer des reichs-, zu Hungern, Dalmatien, Croatien etc. II kunig, ertzhertzog zu Österreich, hertzog zu Burgundi, zu Brabant, zu Ghelldern etc., graue .zu Habspurg, zu Flann- dern, zu Tyrol etc. li bekennen offenlich mit disem brieue vnd thun kunt allermenigc- lich: Nachdem die Eydtgnossen, ir helfer vnd anhenger vns, dem heiligen reiche vnd vnsern erblanclen wider vnsern kunigelichen landtf'riden vnd Ordnung, zu Worms auf- gericht, vnbewart irer eren, mereklichen schaden mutwilligklichen zufuegen, dardurch sy in vnser vnd des heiligen reichs acht vnd aberacht erkennt vnd declariert sein, daz wir demnach den wolgepornen vnserm (sie) hofmarschalch vnd des reichs lieben getrewen Heinrichen grauen zu Furstemberg in disen vnsern vordem landen zu vnserm obristen veldhaubtman geordnet vnd dabey beuolchen vnd des vnser macht vnd gwallt gegeben haben, ordnen, beuelchen vnd geben im auch sollichs aus kunigklicher vnd fürstlicher macht wissentlich in krafft ditz briefs, also daz er an vnser stat vnd in vnserm namen gegen denselben Eydtgnossen, iren heifern vnd anhengern alles das 32* 252 1499. ») handeln vnd furnernen, als sich das gegen vnsern vnd des reichs vngehorsamen vnd veinden zu thun gepurt, auch allen vnd yegklichen vnsern vnd des reichs, auch vnsern erblanden, verwandten vnd vnderthanen, so in vnd vmb dieselben vnser vorder lande gesessen sein, aufpietten vnd manen sol vnd mag; vnd wann er sy also erfordert vnd manet, so sollen sy im mit Zuziehung vnd in ander wege nach lawt vnser kunigk- lichen mandaten vnd gepotsbrieuen, deshalben an sy vormals ausgegangen, gehorsam vnd gewertig sein, zu gleicher weyß, alz ob wir selbst endtgegen weren; vnd waz er also hierinn handelt vnd thuet, daz ist vnser will vnd ernstliche maynung. Mit vrkundt diß briefs geben zu Freyburg im Breysgaw an mittwochen sant Marxen des heiligen ewangelisten tag') nach Cristi gepurt viertzehenhundert vnd im newnvndnewntzigisten, vnser reiche des Romischen im viertzehenden vnd des Hunge- rischen im zehenden jaren 2 ) 3 ). Ad mandatum doniini regis in consilio. Sturtzel canzellarius subscripsit. Das königliche Siegel (nicht bei Heffner; roth, in brauner Schüssel; in Mitte des runden Siegelfelds der Bindenschild von Oesterreich, ringsum 4 Schilde, oben und unten mit Eeichsadler, r. Ungarn, 1. Burgund; über dem obersten Schild Königskrone; hinter den Schilden ein Band, von dessen Aufschrift rechts unten zu erkennen: 64 in arabischen Ziffern; S. MAX. D. G. BO. ET. HVNG. EEX. ARCrttDX. AVST. BVRG.........) Perg. Or. Donaueschingen. 1) Marcustag, 25. April, fiel 1499 nicht auf Mittwoch, sondern Donnerstag; auch urkundet König Maximilian am 25. April 1499 zu ViUingen, dagegen am 21. und 22. April d. J. zu Freiburg (vergl. Stalin, Aufenthaltsorte König Maximilians I. in Forschungen z. deutsch. Gesch. I, 358); man darf daher vermuthen, dass nach „mittwochen" „vor" ausgefallen ist. 2) Am selben Tage schreibt der König an den wohlgeborenen seinen Rath, obersten Feldhauptmann seines königlichen Bunds des Lands zu Swaben und des Reichs lieben getreuen Wolfgang Grafen zu Fürstennberg: „Wolgeborner lieber getrewer, wir haben drewhundert landsknecht spiess auf sonntag oder monntag frue schirst künftig gen Hifingen zubringen bestellt, vnd emphelhen dir mit ernst, daz du dieselben spiess daselbst zu Hifingen anzunemen, furter bis gen Villingen zu bringen vnd daselbst bis auf vnsern weittern beschaid zu- behallten verordnest, auch das nit vnderwegen lassest. Daran tust du vnser ernstliche maynnung." Geben zu Freiburg im Breisgew an mitichen nach dem sonntag Jubilate anno domini etc. 99, vnsers reichs des Römischen im viertzehennden jare. Per regem pro se. 3) April 29. schreibt der König aus Überlingen an denselben: „Wolgeborner lieber getrewer, wir schicken hiemit zu dir des künigs von Neapells secretarien, den wir beschaiden haben gen Freyburg zu reytten, vnd begeren darauf an dich mit ernst, das du denselben secretary heint mit dir bis gen Tuttlingen nemest vnd ime morgen einen knecht zugebest, der ine fuere gen Villingen vnd den andern tag gen Fryburg zu, vnd das derselb knecht bemelten secretaryen sicher durchbring, vnd wann er an einem end ist hinder Villingen, da derselb secretary sicher ist gen Freyburg zu reytten, so mag der knecht wol wider umb keren. Daran thuestu vnser ernstliche maynnung vnd sonder guet wolgefallen. Geben zu Vberlingen an monntag nach sonntag Canntate anno domini etc. 99, vnser reiche des Römischen im vierzehennden jare. Per regem pro se." Pap. Originale mit Siegelresten. Donaueschingen. Nach denselben bei Roth v. Schreckenstein a. a. 0. 79. ^^^^^^ SSKÖ . - : -- ■■-:: 1499. 253 MÄ&3&8SK 1499, (Mai 6). 267. Instruction des Königs Maximilian für Hans Jacob den altern von Bodman, was er bei dem Bunde bandeln soll: Das Volk soll nicht mehr länger in den Besatzungen liegen bleiben, weil die Eidgenossen wegen dieses Stillliegens dem Bund und Reich so viel Schaden zugefügt. Man soll also, wie der König schon in Ueberlingen angezeigt, die Trupppen zusammenziehen und nur zu Constanz eine Besatzung von 1000, zu Zell am Untersee 200, zu Stockach 100, zu Hüfmgen 100, zu Tutlingen und Engen 150 Graf Heinrich von Lupfen darin halten. Das übrige Volk soll eilends dem obersten Feldhauptmann des Bundes, Grafen Wolf von Fürstenberg, zuziehen und sich mit dem Volk, das der Hofmarschall Graf Heinrich von Fürstenberg habe, vereinigen. 1499, montag ... Tettnang 1 ). Nach dem Auszug aus dem Originalschreiben im Archiv Nördlingen in N. Fr. v. Müliuen's lüsto- risch-genealog. Auszügen, Mspt., XXI, 161—163 in Bern, mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. 1) Der König befand sich vom Mai 6.—10. in Tettnang; s. Stalin in Forschungen zur deutschen Geschichte, I, 359; der 6. Mai war 1499 ein Montag. Wm& ■ 1499, Mai 7. 268. Hainrich Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bar, königlicher Majestät Hofmarschalk und obrister Feldhauptmann, schreibt den edlen strengen und festen der Stadt von Straßburg Hauptleuten, so zu Milhawsen sind, seinen lieben Freunden: „als ir gestern gein Mülhausen kuuien seit, beger ich von wegen königlicher Majestät, das ir mit ewerm zewg zu ross vnd fuess, auch geschütz vnd anderm disen tag heraus zu vns gein Tiettweyllen rucket vnd das nit lasset; des will ich mich zu euch genntz- lich versehen vnd frewndtlich vmb euch beschulden." Geben zu Lannser an zinstag nach sontag Vocem jocunditatis im 99. jar. Spuren des aufgedrückten Siegels. Pap. Or. Stadtarchiv Straßburg. 1499, Mai 8. — 10. 269. Auf dem Landtage zu Ensißheim, an mitwochen der hl. Vffart obent anno 99., ! ■ -- .4^.;':.\ f-. mm ■ . • ■ - ■ mm |M j I ■ wMgmm Wmmm I 254 1499. tu SP wurde u. a. beschlossen: „Vnd daz dem allem noch von gemeinen drien stenden, den stathaltern königlicher Majestät zu Friburg ernstlichen geschriben werd, by königlicher Majestät vleiß zu haben, daz der marschalck graff Heinrich mitsambt der gardt vnd dem reisigen zug in vnd by dissen landen blib." Auf diesen Artikel wurde von der Versammlung der Bürgermeister und Käthe der Städte Freyburg, Breysach, Nüwen- burg, Endingen, Burgheim „sampt dem Talgang" zu Freyburg i. B. freytags nach Ascensionis domini abgeredet: „das man bey königlicher Majestät schriftlich verfüg, graff Heinrichen sampt der gard im land ze behalten etc." Schreiber, Urkundenbuch der Stadt Freiburg, II, 658, 659. mm ml 270. a. "b. c. 1499, AM 9. — 30. Berichte Hans Ungelters an Esslingen über Kriegsangelegenheiten. Mai 9. Der König habe dem Grafen Wolfgang von Fürstenberg geschrieben, mit den 2000 Knechten, die er von Herzog Ulrich von Würtenberg zu Tutlingen liegen habe, eilends auf Bregenz zu kommen und seinem Bruder Grafen Heinrich das Eeichsbanner zuzuschicken. Mai 21. Graf Heinrich von Fürstenberg habe geschrieben, die Schweizer seien wieder aus dem Sunt- gau zurückgezogen. Mai 25. Graf Heinrich °) von Fürstenberg komme mit der welschen Garde und dem Fußvolke aus dem Suntgau zum Entsätze von Stockach herbei. Mai 30. an Wemher Sachsen, Bürgermeister zu Esslingen, jetzt zu Ulm: da Würtemberg mit 4000 zu Fuß und 200 zu Koss, Graf Heinrich von Fürstenberg mit 3000 zu Fuß und 1000 zu Ross ankommen und die ganze Nachbarschaft aufs stärkste auf sei, so dass man in wenigen Tagen bei 15000 Mann bei einander haben werde, so sei er über den Rückzug der Schweizer erschrocken. Klüpfel, Urkunden zur Geschichte des schwäbischen Bundes, I, 333, 335, 338, 341 aus dem Esslinger Archive. a) Klüpfel: Friedrich. s 1499, Mai 13. 271. Heinrich Graf zu Fürstenberg, königlicher Hofmarschalk, oberster Feldhauptmann schreibt dem edlen gestrengen Herrn Härtung von Andlow, Ritter, seiner Zeit') Bürgermeister der Stadt Basel, seinem insonders günstigen Freunde: „Min früntlich dienst zuuor, lieber her Härtung; vwer schriben, mir vf hütte zugesand, hab ich sambt miner guten fründen von Basel briefen irs inhalts vernomen vnd doruf mit rot j^^ ^M raHHMBHw9HHn •■""rfc-,-. SSOT " ^»läwSplä'iSSl P missäMi 1499. 255 königlicher Majestät, vnsers allergnedigsten herrn Statthaltern vnd rätten, so hie zu Ensisheim versammelt sein, denselben von Basel eine antwurt nach gelegenheit der sach diser zit vor ougen ersinen endschlossen, als ir vngezwiefelt verneinen werden. Dann von wegen der botten solt ir üch vngezwifelt versehen, der massen by den, so königlicher Majestät verwant seyen, zu verhandlen, darmit die bodten von vch iren fryen handel vnd Zugang in dem land haben, in hofihung, die von Basel werden sich der gestalt gegen disigen botten ouch erzougen; weit ich vch in besten nit verhalten wissen, wonach ze richten etc. Datum vast ylends vf mentag noch dem sondag Exaudi 99" 1 ). Nach dem Or. im Staatsarchiv Basel mitgetlieilt von Dr. v. Liebenau. 1) Ochs, Geschichte der Stadt und Landschaft Basel, IV, 588, der dieses Schreiben in moderner Fassung mittheilt, brauchte also nicht berichtigend zu bemerken, dass Härtung von Andlau Alt btirgermeister war. IIA 1499, Mai 17. Lindau. 272. König Maximilian schreibt „dem hochgebornen Christoffen marggrafen zu Baden und grauen zu Spanhaim, sinem lieben oheim, fursten, rat vnd stathalter girier lande Lutzemburg vnd Tschiny vnd den wolgebornen vnd sinen vnd des reichs lieben ge- trewen Wolfgangen grauen zu Purstemberg vnd andern sinen haubtleuten vnd reten, so ytzt zu Villingen a ) sten". „Hochgeborner lieber oheim, fürst vnd rate, vnd wolge- borner, edlen vnd lieben getrewen , wir haben dein, marggraf Cristofs schreiben ver- stannden vnd emphelhen euch darauf mit ernst, das ir mit allem geraisigen zewg, so fil ir des zu Villingen habt, von stundan vnd eylennds gen Zell, Stockhach vnd Vber- lingen ziehet vnd alles fueßvolkh in die ßeichenaw schickhet vnd legert, bissolang vnser haubtman in Steir, Reinprecht von Reihernburg, zu euch kommen, von dem ir weittern beschaid verneinen werdet; vnd solhs in kain weg nit vnderwegen lasset, angesehen, das vns mercklich daran gelegen ist; daran thut ir vnser ernstliche mey- nung vnd gutgeuallen." Geben zu Lynndaw an freitag nach Exaudi anno etc. 99 , vnsers reichs im 14. jare. Per regem pro se. Ad mandatum domini regis proprium Serntein. Pap. Or. mit Siegelresten. Donaueschingen. Both v. Schreckenstein a. a. 0. 80, wo eine Zeile ausgefallen ist. a) Von anderer gleichzeitiger Hand ist beigefügt: Villingen oder Vierlingen. • ■ ■■'■■fvSi%£ ■ 111111 Hm! HAH 1 B IHM 831 HMMHSH I ■BBBmBBW kBhBse m RHSBH hhOHHHH I m i i 256 1499. 1499, Mai 26. Altkirch. 273. Graf Heinrich von Fürstenberg, Landgraf in der Bar, römischer königlicher Majestät Feldhauptmann, erlässt an alle Schiffleute den Befehl, keine Kriegsknechte ohne seinen ausdrücklichen Willen selbst oder durch ihre Angestellten über den Rhein zu führen und bedroht die Ungehorsamen mit Strafe an Leib und Gut. Sonntag nach St. Urban. Nach dem Pap. Bruchstück im Staatsarchiv Luzern mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. An diesem Stücke ist der Lederriemen befestigt, der durch die Eechnungen des Grafen Heinrich gezogen ist. 1499, Mai 28. Freiburg i. B. fflm 274. Statthalter und Räthe zu Freyburg i. B. schreiben dem wohlgeborenen Herrn Wolfgang, Grafen zu Fürstemberg, Landhofmeister, ihrem lieben Herrn vnd Freunde. „Cito — cito — cito — cito —. Wolgeborener lieber herr vnd fründt. Als hewt vmb zwo vr nachmittag hat vns graf Heinrich zu Fürstenberg, ewr bruder, geschri- ben, daz er mitsambt der von Strassburg lewt, den freyen knechten vnd ettlichen von der gard lüit als gestern auf sein vnd die nacht zu Tetingen, am zinstag zu Brattelen, am mittwochen zu Seckingen vnd am donrstag zu abennd zu Waldshut sein welle, vnd könn daruor vnd ee hinauf nicht komen; das verkünden wir euch, darnach wissen zu richten vnd im ferrer beschaid, wie er sich fürter halten vnd wohin er also ziehen soll, wüss zu geben, in massen wir euch vormals auch geschriben haben. Als hewt früe ist darnach auf vnser üeissig müe vnd arbeit das lanndvolck in einer mercklichen antzal vnd mit harnesch vnd guter gewer wol gerüsst hie zu Fryburg vnd allenthalb auss dem lannd aussgetzogen vnd werden auf morn zu mittag zu Hüfingen gewiss ligen, vnd versehen vns, das es mit des marggrafs zu Baden lewt aus der herrschafft Hochberg bei zwei tawsent mannen sein werden mit sambt den von Villingen. So ferr aber sich der sachen bei euch im Hegauw enndern, dar- durch ir desselben graf Heinrich vnd der sinen nit bedürfen würden, das woltet ime eylends vnder awgen gen Waldshut vnd den vier stetten x ) zu wissen lassen, damit er der königlichen Majestät lannden notdurfen nach zu hanndelu wisse." Geben zu Freyburg im Prissgew am zinstag nach dem sonntag Trinitatis anno domini 99. Archiv für Schweizerische Geschichte, VI, 169. 1) Den vier Waldstädten am Rhein. $f&9"^ SSsSäßssSia &§S? wmm 1499. 257 1499, Mai 28—30. 275. Correspondenz zwischen Grafen Heinrich zu Fürstenberg und Bürgermeister und Rath der Stadt Basel. V ... , . i 1 H ■ ; a. Mai 28. Statthalter des Burgermeisterthumbs und Rath der Stadt Basel an den Grafen: „Der edel, streng, vnser lieber getruwer her burgermeister, herr Hans Imer von Gilgenberg, ritter, hat vns erzalt, was ir mit im vnd er mit vch muntlichen, als er by vch gewesen ist, vnserthalb des buchsenpulwers vnd Salpeters wegen abgeredet haben, vnd lassen das nachmals daby bliben vnd setzen vch herin der verschribung vnd erkantnuß halb, so königliche Majestät, vnser allergnedigster herr, der 500 fi. halb zu bezalen thun soll, ze stellen; vns nit zwifflet, ir dieselb wol wissen nach notdurft vifzerichten vnd vns die zum forderlichesten zu senden. Vnd des costen halb, vff dem salpeter gangen, wir ir bemelten vnserm burgermeister zugesagt band, bezalen in '14 tagen vns wellen tun etc., nemen wir ouch von vch gütlichen an vnd mögen demnach also nach dem salpeter senden, der vch daruff ze banden gelassen werden soll. Dann womit wir vorab königlicher Majestät demütiglich vn- dertänikeit vnd edelkeit gutwillig gefallen erzeigen mochten, wellten wir vns nit sparen, sonder bereit lassen finden. Datum zinstag vor Corporis Christi anno 99. Sodann, wolgeporner her, also vernemen wir warlichen, als man sich deß gezugnuss finden möcht vnd täglichs vns warnung zukompt, wie dann ettlich gepursami in der lanndschafft sich häfftenglich hören lassen vnd dinstlich reden, wa inen die vnsern werden, sy wellen erwürgen vnd erstechen, vnd besonder an einem zedel ettlich die vnsern vff verzeichnet, die selben vor allen dingen sterben müssen, vnd derselben zedellen an ettwa meng ort vßgesandt zu anreitzung vff die vnsern, das in warheit nit vil guts vnd fruntlichs geperen magk vnd wol ergers daruß entspriessen möcht, das vns on zwiffel aber leid were. Dem vor ze sind, dwil dann sollichs durch vch vnd ander königliche ratt vormolen zugesagt, das wellen abstellen vnd dest minder sollich tröwens vnd fürnemen durch etlich pursamy gebracht wirt, ouch daby vnsern botten, so wir mit vnserm zeichen vnd buchsen hin vnd her senden, allerlei von inen begegnet, in massen wir (also ze reden) keinen botten mer wissen sicherlich in die lannd ze senden, so ist vnser gar vlissig bitt mit sonderm ernst, nachmals zeuerfügen, sollich niuttwillig trouwung vnd fürnemen, wie obstat, abgestelt werden vnd die vnsern burgern vnd botten senden, hin vnd daher sicher ze wandlen lassen. Als vns nit zwiffelt, vwer edelkeit ermessen kann zu abstrickung vnd fürkommen wider wertigs die notdurft erfordern. Das wollen wir mitgantzer gutwillikeit vm sy bereits gemüts verdienen. Mit lieger einer antwort by dem botten. Datum vt supra." Concept im Staatsarchiv Basel. b. Mai 28. Der Graf an Basel. „Wir haben ewr schreiben vernomen, vnd als ir vns antzaigt des pullvers vnd salpetters halben, nemen wir zu dannckh an vnd wellen solchs der königlichen Majestät von euch beruemen. Verer der pawrn halben, das sy den ewren droen sollen, haben wir vormals mit andern ratten bestellt, solchs abzustellen, als wir auch achten, das ir deshalben kain sorg haben dürfet. Wir haben auch nichts dester mynder den stathaltern, hauptleyten vnd raten zu Alkirch yetz geschriben, ob etwas daran wer, damit solchs abgestelt wurd. Des haben wir euch vnuerkündt nit lassen wellen. Geben zu Pernsweiler an zinstag nach Vrbani anno domini etc. im 99. jare." Beilage. „Auch pitten wir euch, nachdem wir yetz hinauffziehen, vnd vns ettlich potschaften vnd fuesknecht nacbkomen werden, ir wellet vns dieselben potten pey nacht oder, wann sy kumen, desgleichen die fueßknecht durchreiten vnd ziehen lassen, dann an denselben potn, als ir mercken mügt, der königlichen Majestät vil gelegen ist. Datum vt in littera." Original im Staatsarchiv Basel. IV. 33 ■ ggSH ■ VI ■ ■ I • 1 I 8 ■ HM..... I g SE-sfias« flHffii Wm , . I ■ ■ • ■. 258 1499. Mai 29. Statthalter des Burgermeisterthunibs und Eath der Stadt Basel an den Grafen: „Vwer schriben, wie ein botschafft mit sampt ettlichen fußknechten vch nach komen solle, mit beger, die durch vnser statt ze lassen vnd /.e türdem etc., haben wir gelesen vnd, ob die zu vns komen wirt, wellen wir vns gepurlichen darinn er- zoigen, denn königlicher Majestät, vnserm allergnedigsten herrn, vnd uch vndertänigkeit vnd gutwillens dienstbarkeit sind wir demütenglich vnd willig bereit, des im besten von vns vermerkt. Datum in yl vft" vnsers Hergotts abend anno 99." Concept im Staatsarchiv Basel. Mai 30. Statthalter des Burgermeisterthums und Rath der Stat Basel an den Grafen. „Lieber her vnd guter frundt. Also ist vff hütigen tag ein merklich sum vich den vnsern in vnser statt zugehörende durch etlich knecht in verwandletten kleidern, ettlich vnder gestalt der wiber, von vnsern hirten genomen vnd hinweg gen Pfeffingen getriben worden, vnd wie wol wir dem mit aller fruntlicher bescheidenhe.it nachgesandt, das wider ze keren erfordert, hat es doch nit verfangen. Das vns nit vnbillich befromdt vnd vnser geneigends gantz vnberüwiget, wir ouch in ansehen vilfaltiger schwerer zusagung vnd trostung, durch vch vns gethan, vnd be- sunder lests abscheids zu Enssen beslossen vns keinswegs zu vch vnd den uwern deß gehalten noch versehen hetten. Vnd ist demnach vnser ernstlich bitt vnd beger an vch, vnverzogenlich zeverfügen vnd darob ze sin, daz vns von stund an sollich genomen vich an engeltnuß ledig gezelt vnd zu vnser handen vnd gewarsarny wider gestelt werde, als wir vns on miteis zu gescheen zu vch verlassen vnd halten wellen. Dann wo das nit gescheen soll, mögen ir wol gedenken vns keins wegs ze gedulden sin, vermercken von vns im besten vnd begeren, daß vwer verstentlich vnverzogen antwort by dem botten vns haben, wa nach ze richten. Datum in yl vff des heiligen Bluts tag anno 99." Concept im Staatsarehiv Basel. Mai 30. Jörg von Sensheim zu Hohen Cottenheim, römischer königlicher Majestät oberster „niüsterher" an den Bürgermeister und Rath der Stadt Basel: „Als ir yetz meinem gnedigen herren, Graf Hainrichen zu Fürstenberg, hofmarschalck, geschriben habt durch zwen wegen mit sampt etlichen leren vassen, des geleichen zweyn- zig lere seck, so ir vormals seinen gnaden in das leger mit brauand durch die ewern nach geschickt habt, wider zu senden, wie dan söllichs die selb ewer schrifft furter innhalt, hab ich in seiner gnaden abwesen im besten auf gebrochen vnd verlesen vnd füg euch zu wissen, als der ein wagen mit wein zu vnß kumen ist in das leger, da hat der furman das mittel vaß angestochen vnd ist gutter wein darinn gewesen etc. Geben zu Widerschdorf vff des heyligen Bluts tag anno domini etc. 99" '). Original im Staatsarchiv Basel. Mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. 1) Am selben Tage schreiben S(chultheiß) v(nd) R(ath) z(u) S(olothurn) »an minen gnedigen herrn von Basell«. »Getrüwen lieben Eidgnossen, vwer liebe früntlich schriben vnd verkünden der tröstlichen nuwen mer vnd glücklichen sigung, im Oberland ergangen, haben wir zu grosten froiden gehört, dem allmechtigen gott sye des lob vnd vwer lieb geflissen dank gesagt, mit erpietten willigs verdienens. So dann, getrüwen lieben Eidgnossen, verneinen wir warlich, das sich im Sundgöw vil volcks vnd zugs tütacher vnd weltscher, der obrist houptlüt vnd re- genten graf Heinrich von Fiirstenberg vnd her Fridrich Cappenler syen, samlen, vnd das der laudtvogt zu Elsaß an der statt Basell mit sinem zug zu Münchenstein vberzug vnd fürachlouf erlangt vnd vff solichs ettwas zügs gen Einfelden zu rucke. Deßglich habe die bemelt statt Basell vff an sinen obgeruelts landtvogts oder römischer königlicher Majestät anwalt durch ir bottschaft an die iren von Liechstal, (die sich warlich getrüw gut fründ, vwer vnd vnser gemeinen Eidgnosschaft vilvaltenclich vnd vnuerborgen erzoigen) begeren vnd bringen lassen, dem küngschen zug glicher wyß als vns, ouch andern vwern vnd vnsern Eidgnossen bi inen durchzugs vnd vnderschloufs ze gönnen, das selb die bemelten von Liechstal ze tund versagt vnd abgeschlagen haben. Vnd daruf bemelte statt Basell inen ir zugeordnet hoptlüt vnd zusätzt hingenommen mit entdeckung, ob inen darüber einicherley vberf'als oder be- ^^^^^^_ 1499. 259 legrung begegnen wurde, das si sieb dann zu inen nit vil entschuttung versechen sollent, wolten vwer lieb wir in guter nieynung nit verbergen, dieselben geflisses ernstes früntlich bittende, ir well gefallen die Sachen zum besten zu bedenken vnd vns vnd die vnsern, die wir in guter zal an solichen anstossende passen in zusatz ligen, mit ge- truwen vfsechen beuolhen zu haben. Als wir vnzwyfelt dero alles trosts wol vertruwen vnd mit hilf des allmeeh- tigen gottes, (der durch sin milte barmhertzigkeit sie , die iren vnd vns all zu erfolg vil gluckh vnd sigs selenclich geruch zu enthalten) vngespart vnsers Vermögens willenclich zu uerdieuen begeren. Datum ipsa die Corporis Christi anno eius 99.« Nach dem Concept im Staatsarchiv Lnzern mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. mSSsä 1499, Mai 30—31. 276. Berichte des Hanns Virich Lvp an Burgermeister und Rath der Stadt Friburg i. B. über den Schweizerkrieg. a. Mai 30. (am morgen vff Vnsers herrn Fronlichnams tag), „ich fug üwer wysheit zu wissen, das ich mit dem zug zu Hüfingen ligen, vnd bin warlich vnd mündtlich von mim herren von Castelwart vnd herrn Conraten von Schellenberg bericht, wie die Swytzer vor Stockach vffbrochen, ir leger angestossen vnd verbrennt haben, ouch wider heyrnzogen syen. Ich hab ouch von inen zweyn wyter bericht, das vff hut datum der oberst veldhoptman, graf Heinrich von Fürstenberg, alher komen soll; was der mit vns fürnemen will, bin ich nit eigentlich bericht. Doch langt mich darneben an von sondern personen in landtmerwys, wie er des willens sye, vns wyter ze füren, ich weis aber zwar nit eigentlich wohin. Was aber an mich ervordert wirdt, das wil ich uwer wysheit nit verhalten, sonder wissen lassen, so tag so nacht, vff dismal weis ich uwer wysheit nit wyters ze berichten." b. Mai 31. (datum zu Hufingen in yl, an fritag fru vmb achty nach Corporis Christi). „Vff hüt fru bin ich zu herr Mathisen von Castelwart vnd herr Contaten von Schellenberg gangen vnd mit in red ghept, ich könn lenger alhie nit ligen, dann ein merclicher cost vffgang. So sye ich, die von Stockach mit sambt andern ze entschütten abgeuertigt, dwil dann dieselben von Stoekach in dem val entschritt syen, das sy mir dann gönnen wider heim ze ziehen oder den costen ze mindern. Vff solichs haben sy mich beid bericht vnd besonder herr Conrat ein missiff lassen hören, die im hinacht vff mittnacht von mim herren graf Wolfen von Fürsienberg als obersten veldhoptman zukomen ist, vff meynung, sin gnad woll vff hut mittag by im sin ze Hufingen mit achthundert knechten, fünfhundert pferiden vnd 11 stuck büchsen. Vnd vff die zit, so komm siner gnaden bruder, graf Heinrich von Fürstenberg, ouch dahin, haben mich deßhalb gebetten ze Hufingen ze bliben vff ir zukunft vnd kein vffbruch ze machen. Das hab ich inen zugesagt"...... c. Mai 31. (datum vmb sybeny zu Hufingen, an fritag nach Corporis Christi). „Vff hut fritag vmb die zwey nach mittag hat min herr graffWolf von Fürstenberg, oberster veldhoptman, vnd herrMathis von Castelwart alle hoptlut vnd rottmeister, so zu Hufingen vnd Brunlingen sint, beschickt, inen furgehnlten, wie sy in bevehl haben, besunder graff Wolf, das wir mit im vff morn frü gon Engen mit der macht, wie wir dann alhie ligen, ziehen sollen, vnd yeder hinder sich schrib sin herren vnd fründen, das man im schick wagen vnd karren, daruf spys, vff ein monat im veld ze blyben, darzu zelten, buchsen, howen vnd bickel vnd alles, das darzu ghört vnd not ist, vnd darzu gelt etc. mit vil andern worten vnnot ze schriben. Souerr wir das nit gütlich tun wollten, sagt der von Castelwart, so hab er in bevelh, vns das by vnsern eiden, so wir der königlichen Majestät ton haben, ze bieten. Vff solich lürhalten haben wir eins dancks vns ze vnderreden begert, ist vns 33* nftimk ■ | 11 ■■. ■■. ■ ^H jStJrjä! ' i MfjaBHj h a 260 1499. vergondt. Demnach haben wir vns des vnderredt: Brisach, Nüwenburg, Endingen, Waldkilch, der Talgang, Triberg vnd alle, so hie von der ritterschafft vnd von stetten ligen, in bywesen herr Anthonis von Landegk, vff solich meynung vnd antwort, das wir ylends abgeuertigt syen vnd der mernteil weder karren, wagen, büchsen, zelten noch üdt, das ins veld gehört, weder brot noch proviant, vnd sye vns ouch zugeseit, die reiß werd nit über 6 tag weren. Darum wir mit in nit wyter ziehen können, sy daruff bittende, wir wollen ir anuordern hindersich an vnser herren bringen, wann wir nit gwalt haben, inen solichs abzeslahen oder zuze- sagen; was vns aber die bevelhen, dem wollen wir nachkommen; das ist vns ouch gewilligt. Darumb, lieben herren, was uwers willens sye, lassend mich ylends wissen; wes ir mich dann bescheiden, wil ich sambt den minen erstatten nach mim vermögen." Schreiber, Urkundenbuch der Stadt Freiburg i. ß. II, 663—666. 1499, Juni 3. Bodunt. 277- König Maximilian schreibt dem edlen Wilhelm zu Pappenheim, des hl. Reichs Erbmarschall, und Jörgen von Vestenberg, sie sollen ihm 100 Pferde und Knechte, wie er dieselben gen St. Mariaperg beschieden habe, gen Nauders schicken, so dass dieselben morgen zu Nacht sicher bei ihm seien. Für Futter und andere Nothdurft werde er sorgen. Geben zu Rodunt an montag nach Vnsers herren Fronleichnamstag anno etc. 99, vnsers reichs im 14. jaur. Ad mandatum domini regis proprium. Pap. Or. mit zum Verschluss aufgedrücktem rothem Siegel. Donaueschingen. 1499, Juni 5. — 13. 278. Berichte Hans Ungelters an Esslingen über den Schweizer krieg. a. Juni 5. Graf Heinrich von Fürstenberg sei mit seinem Volke aus dem Suntgau, Breisgau und Blsess wieder bis gen Hüfingen zurückgezogen, weil die Schweizer im Suntgau brennen. Der König habe aus dem Finstgau geschrieben, man solle den Vorsatz, mit des Grafen Heinrich von Fürstenberg und mit dem würtem- bergischen Volk von Kostanz aus etwas zu unternehmen, fortfahren, und wenigstens den Brand angehen lassen, damit er desto besser im Gebirge handeln könne. b, Juni 13. Der König habe verlangt, Graf Heinrich von Fürstenberg solle ihm mit seinen 12000 Mann zuziehen, weil der König von Frankreich den Schweizern etliche große Büchsen und Beisige geschickt habe, womit sie in Burgund einfallen oder sich vor Mömpelgart lagern wollen. ... Graf Heinrich von Fürstenberg habe bei Basel 200 Schweizer erschlagen. Klüpfel, Urkunden zur Geschichte des schwäbischen Bundes, I, 344, 346 aus dem Esslinger Archive. WM WsSSS SSigiSft 1499. 1499, Juni 13. 261 Altkirch. 279. Graf Heinrich zu Fürstenberg und Fridrich Cappler, oberste Feldhauptleute, fordern die Unterthanen der Herrschaften Pfirt, Thierstein u. a. zur Unterwerfung auf. Wir Heinrich graff zu Furstemberg, landtgraue in Bar, hoffrnarschalck, vnd ich Fridrich Cappler, bed römischer königlicher Majestät oberst velthopptman, lassen all vnd iegclich der herschafft Pfirt, Tierstein, Lanndskron, Rinegk, Biettertall, Ep- tingen, Rotperg vnd ander vndertanen, so dis nachgeschriben Sachen berürt, wissen. Nachdem die Eidtgnossen, ir hellfer vnd anhenger die römische königliche Majestät, vnsern allergnädigsten hern, ir lannd vnd lut, wider all recht vnd pillicheit, ouch vber vnd wider den königlichen landtfriden vnd Ordnung, zu Wurms vffgericht, vnbe- wart irer eren, in verschiner zytt mercklich beschediget vnd vberfallen haben vnd noch teglichs tund, dadurch sy vm sollichen iren freffenlichen muttwillig handlang in des heilligen richs aucht vnd aberaucht erkannt vnd declariert sin, vnd ir aber vch von der königlichen Majestät als landsfursten vnd den gemelten herrschaften als uwer recht naturlichen herrschaft vnbezwungen vnd vnbenotigt mutwilliglich abgeworfen vnd an dieselben Eidtgenossen geschlagen haben, vnd desshalben mit uwern lyben, haben vnd guten in die gemelt aucht vnd aberaucht glich den houptern gekommen vnd gefallen vnd mengclich erloupt sin, das vns als marschalck vnd hopptlüten von wegen königlicher Majestät ze strafen vnd darin ze sehen gepürt, demnach heischen vnd erfordern wir vch, daß ir vf den achtenden tag nach datum dis briefs vor vns hie oder, wo wir dann im veldtleger sin, erschinet, vnd vns an stat königlicher Majestät vnd der gemelten herrschaft widerumb gehorsamen vnd ouch vmb sollich uwer mutwillig handlung vnd vngehorsam abtrag, kerung vnd wandel thut. Darzu wir vch vnd biß wider in uwr gewarsarni für vns vnd alle die, so wir von wegen königlicher Majestät mechtig sind, fry Sicherheit vnd geleit gegeben wissentlich mit dem brieff. Dann wo daz von vch nit beschee, sonder veracht, wurden wir gevrsacht mit straffen vnd pussen gegen uwern lyben, haben vnd gutern zu handien vnd furzenem- men, als sich gegen vngehorsam e vnd frevenlichen verachter irer rechten naturlichen herschafft zu tun gepurt. Darnach wisse sich ein ieder zu richten. Geben zu Alltkilch an dornstag nach st. Vyts tag nach Christi gepurt vier- zehenhundert vnd im newnvndnuwntzigisten jaren. Gleichzeitige Copie im Staatsarchiv Basel. -■■y^ :■..'. . ihhbd ■ ' ■' ■ ■. '■■/.■:.■■• ■',■-. : . ' ■ ■ ..<.■■.-, i . ; 1 HBIHi msm . ■■■,•■"' m wEBBgEmM . « ......... ' : .. . .. ■. & : ■ ■ ■:.' i Wmtizsm ■■■hbhHHI 262 1499. 280. (1499, um Mitte Juni). Bericht über den Einfall des Grafen Heinrich von Fürstenberg in die Schweiz. „Item wellend wissen, daz groff Heinrich von Furstenberg mit der gärd Stroß- burg vnd wen er dan vmb sich hat gehept, nff dryg tusent man starck, ist vß gezogen vff sontag vor Vite Modeste 1 ) in Schwütz by Sollentürn vnd haben do selbst verbrant vier dörfer vnd uff sechstzig erstochen vnd zwey hunder pferd vnd ochßen mit inen haruß brocht vnd haben nit me dan zwen man verloren; vor eim starcken kircboff den sy gestirmt vnd verbrant haben, ist den Swützern ein großer hoch müt so tieff in sy gezogen 2 ). Sy hatten ein gefeil mit großen" bömen vff ein halb mül wegs lang am Houwenstein verfeit, daz sy nit meinten, daz niemans do quer möchte; do hat groff Heinrich ettwan vil ägst vnd segen mit im genumen, daz sy bald hin durch haben geschnitten. Ist ein worheit vnd a ) gantz nutz gelogen, anders nüwer mer weiß ich nit". Fiscal etc. Pap. Or. ohne Datum und Adresse. Innsbruck, Abthlg. Pestarchiv, II, 90. a) Or.: vnlz. 1) Juni 9. 2) 1499, Juni 15. berichtet Ulrich Strauss an Nördlingen: die Grafen Heinrich und Wolfgang von Fürstenberg haben geschrieben, dass Herr Friederich Cappeler bei Lauf, dem Bischof von Basel gehörig, ob 600 Eidgenossen erstochen habe. Urk. z. Gesch. d. schwäbischen Bundes a. a. 0. 349. 1499, Juni 15. Stuttgart. 281. Virich, Herzog zu Wirtemberg und Teck etc. mit geordnetem Regiment schreibt an Grafen Wolfgang zu Fürstemberg, Landhofmeister und gemeinen Feldhauptmann, und andere seine Räthe bei ihm daselbst; schickt beigeschlossen eine Schrift, die ihm heute von Mümpelgart zugekommen ist, und worin auch der Büchsen erwähnt wird, die der König von Franckenrych den Eidgenossen geschenkt haben soll, auch wie die Eidgenossen Mümpelgart bedrohen. Datum Stuttgarten vf st. Vyts tag anno etc. 99. Pap. Or. mit zum Verschlusse aufgedrücktem rothem Siegel. Donaueschingen. •äsw* 1499. 263 1499, Juni 15. lÄ^IÄ HBR 282. Mathis Huber von Kumingen bekennt, dass er mit den Eidgenossen wider die königliche Majestät und Verwandte des Bunds zu Swaben auf deren Schaden ins Feld gezogen und darum in Gefängniss der Grafen Hainrich und Wolfgang zu Fürstenberg etc., Gebrüder, gekommen, denen er mit Leibeigenschaft zugehört. Auf Urfehde entlassen, hat er „ettlich wort vngepurlich gebracht", ist darum wieder eingelegt worden, wird aber auf ernstliche Bitte neuerdings entlassen, wogegen er Urfehde schwört und bis Jacobi 4 fl. Schadenersatz zu zahlen oder sich widrigenfalls in Fürstenberg zu stellen verspricht. Geben vff sambstag st. Vits tag 1499. Die Siegel der edlen und festen Junker Hanns von Alinshouen zu Ymendingen und Martin von Blüm- negk zu Haslach fehlen. Porff. Or. Donauesehingen. mm 1499, Juni 21. — Juli 19. 283. Baseler Correspondenzen, den Schweizerkrieg betreffend. a. Juni 21. Hainrich graff zu Furstemberg, kunigclicher hofmarschalkk vnd Friderich Cappler, ritter, beid obiist veldthawptleut, an den gestrengen, ersamen vnd weysen burgermaister vnd rat der statt Basel, ihre guten freunde. „Vnser freundtlich dienst zuuor, gestrengen, ersamen vnd weyssen lieben frewnd. Wir haben an all der königlichen Majestät als lanndsfürsten vngehorsamen vnderthanen ernstlich gepotsbrief ausgen lassen, sich widerurnb in gehorsam zu ergeben vnd vns an statt königlicher Majestät abtrag ze tund Demnach bitten wir euch, ir wollet disen hotten, zaiger diß briefs, derselben mandat ains ') an ewerm gerichtß- haws aufslachen lassen. Auch so wirdet graff Weker von Bittsch auff erforderung königlicher Majestät von des reichs wegen mit fünfzig pferden, sechßvndzweyntzig zu fuß vnd zweyen wägen vngeuerlich hinauff ziehen vnd so er dann den neehsten weg durch Basel hette, bitten wir euch, vns bey disen potten wissen zu lassen, ob ir im also durchzuziehen vergönnen wollet. Das begeren wir vmb euch freundlichs vleis zu beschulden. Geben zu Altkirch am freytag vor st. Johannstag anno domini etc. 99." Or. ... . ■ . ■ ' ■ Kllffflffl ] ■ ./,::■ ; ■. ! ■,'•.>■ - '. ■' •'.■.•..'■ ' II 'I 8 ■ 1) Vergl. oben Nr. 279. D ' Juni 21. (Freitag vor Johann Baptist). Statthalter des Bürgermeisterthums und ßath der Stadt Basel schreiben an Jörg von Senßheim zu Hohen-Cottenheim, der ihren an Grafen Heinrich von Fürstenberg, Hofmarschall, gerichteten Brief in dessen Abwesenheit aufgebrochen, er möchte ihnen die leeren Fässer und Säcke zurückschicken; der Wein, den sie ins Lager geschickt haben, sei gut gewesen; man habe ihn aber, wie sie vernehmen, an der Sonne stehen lassen, so dass er natürlicherweise verdorben sei. Concept. c. Juni 22. Statthalter des Burgermeistertumbs und Rath der Stadt Basel an Grafen Heinrich zu Fur- stenberg, Landtgrafen in Bar, Hofmarschalk, und Herrn Fridriehen Cappler, Ritter, römischer königlicher Maje- ■■ fWt ■ ■■ 7'V •■: ISsm ü . . I 1 H ■ ■ ■,- ■ " • ■■ : \ ' ■ : : AK ■:mK HSfllBMH £&i.& |9B SäsS iiiliiii $P3ä 264 1499. stat oberste Feldhauptleute „sampt vnd sonders". „Wolgeporner edler strenger Herr. Vnser gutwillig bereit dienst syen vch alzit zuuor. Vwer schriben, vns zugesandt, haben wir empfangen vnd, demnach vnder anderm. vwer beger gewesen, vch zu wissen thun, ob wir den wolgepornen hern groff Weckern von Bitsch mit fünfzich pferden, sechs vnd zwentzig zu fuß vnd zweigen wägen vngeforlichen durch vnser statt ziehen lassen wellen etc., sind wir guts willens bereit ze bewilligen; doch also, daz ein stund oder zwo, vor vnd ee sy zu vnser statt rucken, vns iv zukunft verkünden vnd zu wissen getan werde. Bitten wir mit hohem fliß im besten von vns ze vermercken. Dann vngezwiffelt in gantzer vndertankeit der königlichen Majestät vnd gutwilligen bereiten diensten vns gen vch ze erzoigen vnd ze bewisen sind wir begirig geneigt. Datum samstags vor Johanns Baptist anno 99." Concept. d. Juni 23. Hainrich Graf zu Fürsteinberg, königlicher Hofmarschalk vnd obrister Feldhauptmann der vordem Lande an Burgermeister vnd Eath der Stadt Basel. „Vnser frewndtlich dienst zuuor, gestrengen er- samen vnd weysen lieben freund. Nachdem Friderich von Lewemberg, Jacob von Epptingen, Oglin ") von Wessemberg vnd ettlich ander ir weyb, kind vnd guter bey euch hewsslichen sitzen vnd in getrewer guter maynung vnd zuuersicht hinder euch geflochnet haben vnd aber sy der römischen königlichen Majestät, vn- serm allergnedigisten herrn, als lanndsesen vnd lehenslewt verwant sein, dardurch ir königliche Majestät irer in disen lewffen notdurftig ist vnd sy abgefordert hat, demnach begern wir an euch von wegen königlicher Majestät, mit fleis bittend, ir wellet die gemelten Friderich, Jacob vnd Oglin, auch all ander, so der königlichen Majestät als lanndtsessen oder lehenslewt verwandt sein vnd das begeren wurden, mit sampt iren wey- ben, kindem, haben vnd gutern, so vyl sy der hinder euch haben, frey, ledig, vnbekumbert vnd vnauffgehalten, auß ewr statt ziehen lassen vnd euch das inn guttwillig bewysen; das wellen wir vrnb euch freuntlich beschulden vnd das königlicher Majestät von euch beraumen, vnd des ewr beschriben andtwurt. Geben zu Altkirch am sonntag vor st. Johanns tag anno domini 99." Original. a) Im folgenden Schreiben, lit. e und in dem Verzeichniss der aus Basel abgezogenen Edelleute bei Ochs, Gesch. der Stadt und Landschaft Basel, IV, 603, wohl richtiger: Eglin. e. Juni 26. Statthalter des Burgermeisterthums und Rath der Stadt Basel an Grafen Heinrich von Fürstenberg, Hofmarschalk. „Wolgeporner herr etc. Vwer gnaden schriben vnd bittlich beger, vns zuge- sanndt, die vesten Fridrichen von Lowenberg, Jacob von Eptingen, Eglin von Wessenberg vnd andre edlen, so mit ir wiben, kinden vnd gutern by vns hußheblich sitzen vnd in guter, getruwer meynung vnd zuuersicht hinder vs geflochnet haben, die selben alle mit ir wib vnd kinden, haben vnd gutern, fry, lidig, vnbekumbert vnd vffgehallten, wider vß vnser statt ziehen lassen etc., mit witerm inhalt vwers schribens haben wir gelesen, vnd demnach ir ettlich ein lange zitt ir hußheblicheit by vns gehapt vnd etlich vns mit eydspflicht verwandt gewesen vnd noch sind , hat vns wellen beduncken, vnser vnd ir noturft erfaren vorhin vnd iren abscheiden vns bedersytt zu gutem erschiessende, etwas mit inen ze reden, deßhalben wir vwern botten so lang by vns verhalten band, vch daruff luter antwort mögen zuschriben, vnd so wir das haben, wellen mit inen handien, befinden wir, sy sich vor vnd ee vß vnser statt hingefugt hand, das vns dennoch bewenden mocht, destminder nit, wolgeporner herr, so sind wir gutwillens geneigt, wie vwer schriftlich beger anzeigt, si also gütlichen von vns (wa sy des von vns begeren) mit sampt iren wibern, kindern, haben vnd guten faren lassen. Bitten wir mit ganzem fliß vnd ernst im besten von vns ze vermerken, dann königlicher Majestät mit aller vndertenkeit vnd vwer edelkeit mit gutwilliger willfarung, wa das in vnserm vermögen stünde, waren wir allzit begingen willens ze begegnen. Datum mittwochen nach Johannis Paptiste anno 99." Concept. f. Juli 3. Graf Heinrich zu Fürstemberg an Burgermeister und ßath der Stadt Basel. „Vnser freundt- lich dienst zuuor, gestrengen, ersamen, weysen, lieben frund. Als wir euch vormals gebeten haben, den grauen iiiiiiiii ■ ■'■■■'.■'''■''•■■ ' ; ■■■'-■ '■'■."';■'■- v '."'■' "■■■■..:''.■■■'■'■■■ " HP ,.:-' 1499. 265 von Bittsch mit fünfzig pferten vnd seehsvndtzweyntzig zu fus durch ewr stat ziehen ze lassen, also hat sich aus ettlichen vrsachen solichs verendert, vnd werden an statt desselben hundert vnd zweyntzig zu fus, vnd vier oder fünf pfert vngeuerlich hinauf ziehen. Demnach bitten wir euch, ir wellet denselben also durch ewr statt Basel ze ziehen vergönnen, damit der königlichen Maj estat will vnd befelh darin nachkumen werde. Das wellen vmb euch freundtlich beschulden vnd begeren des ewr beschriben antwurt bey disem botten. Geben zu Altkirch am mitwoch nach Visitationis Marie anno domini 99." Original. g. Juli 4. Statthalter vnd Rath der Stadt Basel an Grafen Heinrich von Fürstenberg. „Wolgeporner herr etc. Als ir vns sehriben vnd begeren, den wolgepornen herrn groff N. von Bitsch mit hundert vnd zwenzig zu fuß vnd vier oder fünf zu roß vngfarlich durch vnser statt ze ziehen zeuergiinstigen etc., sind wir als die, so vch ze allem vermoglichen wilfarung geneigt, willig nach ze lassen. Doch daz derselben zu nähern ein stund oder zwo vor ir zukomen by vnser statt vns ze wissen getan werde, ouch daz sy by vns zube- nachten nit verharren, sonder by guter tagzyt durchrucken. Bitten wir vwer edelkeit in guter meynung von vns zuuermercken. Dann in allen vns vermöglichen sachen vch willig gefallen zu bewisen, werent wir begirigs O gemüts geneigt. Datum dornstag st. Virichs tag anno 99." Concept. h. Juli 10. Bastian Trugseß, Schultheiß und der Rath zu Rinfelden an den Bürgermeister und Rath der Stadt Basel. „Vff den abscheid zwüschent vch vnd vnsern lieben vnd guten nachpurn von stettn vnd land- schafften, yetz zu Ensißheim durch den wolgebornen herrn graff Heinrichen von Furstemberg, kiinicglichen hoffmarschalck vnd oberisten velthouptmann, ouch ander kunglich rete, vnser gnedig lieb herrn beschehe, vnd vns zugesehriben, fügen wir üch zu wüssen, daz uff suntag nechst versehynen, als die vnsern erber hinüber gen Nugler gangen sind, vnser vyend zu suchen vnd zu beschedigen, vnd wider vff der heimfart gewesen vnd ob Liestal durch das wasser gangen, daz da die uwern von Liestal haruß getruckt vnd mechtig zu roß vnd fuß vf sy getrungen sind, des willens, die vnsern zu beschedigen. Deßglichen ist vf gestert zinstag aber be- schehen, daz die uwem von Liestal den vnsern biß über den Hulft nachgeeilt sind, das sich alles zu keinem guten züchen, dann wo sy aneinander kommen werent, were nützit guts daruß worden. Harumb so wöllent die dem abschied vnd vwerm zusagen nach straffen, in massen wir spuren mogent, dem wollen geleben. Dar- zu so enthaltend die von Liestal stetigs vnser vyend, vnd gestatten inen stetigs vff vns vnd vnser nacbpuren anzugriffen vnd louffent der uwern mit inen, sy zu füren, weg vnd steg zu wisen etc. Da ist vnser ernstlich bitt, sölichs abzustellen vnd nit zugestatten, vß uwer statt Liestal ein roubhuß zu machen, vnd daruß vff vns vnd vnser nacbpuren anzugriffen. Dann wo das nit abgestelt wurd, möchten wir vnser vnd nachpuren not- durft nach nit lassen, wir müesten sölichs anbringen vnd darin handien, des wir lieber vertragen werent. Tund, als wir üch getruwen, wollen wir verdienen. Datum mitwochen vor Heinrici imperatoris anno etc. 99." Original. i. Juli 16. Statthalter und Rath der Stadt Basel an Grafen Heinrich von Fürstenberg. „Es hat vergangner tagen einer, genant Günther von Sierentz, gegen den vnsern Lienhard Werdenberg etlich rosß vßge- spannt vnd weggefurdt, darumb wir dann vwer edelkeit, ouch dem vesten Marx Riehen, diß zwen brief, so wir hiemit im besten widerzusenden, geschriben vnd denselben Lienharten darmit zu üch abgefertiget, vnd als der vff anzoig ettlich vwer diener biß gen Ranspach gesendet, sind fußknecht an in komen, in gefangen, vbel vnd wondt geslagen vnd geredt, er sye ein metziger vnd die syen Swytzer, deßhalben er vnd all metzger sterben müssen, vnd als sy in befunden, kein metzger sin, hand sy in beroupt vnd zu letst tun schweren, nichts davon ze sagen, byß er in vnser statt syge etc. Vnd wiewol er von vch, deßglichen dem von Wadre mit gnugsamen sehirmbriefen bewart ist, so sind sie im doch vor noch nit fütfraglich gewesen. Aber dest- minder nit, so bitten wir vwer edelkeit mit sonderm hohen fliß vnd ernst, sie welle, wie vnser hievor sehriben anzeigt, gen den Günther von Sierentz verschaffen, damit dem vnsern sein genomen roß on entgeltnuß wider- IV. 34 mBBBB E&SSmB SSs^sla H um mmm ■.■. . ■ .,.. - ■-■ -■■■■. 1 BgBl BS Xü rare saH^ - ::" ■ i M HH II . -■■■ ..■ . ■ .. .. _■ . ■ ■ ■* . '■<■'■■:- ■ ■ : ,-• .•: ■■■■:■.■•' ' I ,..'".' 1 I m 9 ■ ; ■■■" :v- .' ' i ^m 266 1499. iisif$! kert werde. Das begeren wir früntlichs vnd guts willens zeuerdienen vnd ze beschulden. Datum Zinstag nach Margrethe. Cedula. Sodann, wolgeporner herr, verstanden wir vß diesem handel, wie die vnsern metzger geacht werden, Switzer sollen sin, vnd wa die in dem land da vssen betreten werden, sy wellen erstechen vnd erwürgen '). Daran in warheit inen vngütlichen geschieht vnd sich, ob gott will, niemer erfinden soll, sollichs ouch vns gantz vngemeynt were, sollen ir vns warlich getruwen vnd ist demnach vnser ernstlich vnd vlissig bitt, wa das vwer edelkeit in der gestalt anlangte oder gedenken hört, keynen glouben darufsetzen vnd destminder nit gen den iren allenthalben zeuerfügen, die bemelten vnser metzger deßhalben vnbefechder ze lassen, vnd nichts vnbillich gen inen fürzenemen, als wir vns deß zu vch gentzlich vertrösten vnd halten vnd darzu das gutwillig vm vch verdienen welen vnd hierüber günstlich antwort begerende. Datum vt in litteris. Idem." Concept. 1) Vergl. dazu die Erzählung in Valerius Anshelms Berner Chronik, (ed. Stierlin und Wyß) II, 372. k. Juli 16. Jocob von Eptingen an Burgermeister und Rath der Stadt Basel. „Üch ist in vergangnen tagen ein meinung durch myn heren groff Heinrich von Fürstenberg, königlicher Majestät hoffmarschalck, ge- schriben vnd gebetten, mir vnd andren, so königlicher Majestät zustand, all vnd ieklich hab vnd guetter, so vs zustanden, us derselben üwer stat folgen zu lassen, daz selb güetlich in üwer antwurt zu geschriben vnd gewiiget vnd mir doch bitzhar vff myn vilfeltig Ion erfordren nit megen gediehen, des ich mich zu üch keis wegs versechen het. Dem noch bit ich üch mit früntlichem vnd ernstlichen flis, als ich zu guotter mos Petter Offenburg dozü mol als üwern obersten zuftmeister ouch gebetten hab, ir wellen doran sie, ferfieg vnd bestellen, domit mir vnd myner hussfrowen an vsser hab vnd güeter, so wir by üch in üwer stat haben, kein schaden enpfahen vnd üch dorin dermos bewissen, domit ich mich des von üch nit zu beklagen hab, des wil ich mich der billekeit zu üch versehen vnd vmiti üch frintlich verdienen. Geben vff zistag noch st. Mar- gretten tag im 99. jor." Original. 1. Juli 17. Statthalter und Rath der Stadt Basel an den Grafen Heinrich von Fürstenberg. „Es haben ettlich gesellen gestrigs tags den wirdigen herrn vnd vätern des gotshuß st. Lienharts in vnser statt, als die iren zehenden zu Stetten, Brunkoffen vnd Kapplen in Pfirter ampt haben wellen insamlen, ein rosß genommen, hinweggefürdt vnd sich bestimpt vnder der houptmanschaft des profaß (sie) ze sin vnd vrsach irs angriffs endeckt etwas vermeindt zusprachen an den edlen strengen herrn Härtung von Andlo, ritter, vnsem lieben getruwen burgermeister, vermeinend ze haben vnd ouch vns vnd die vnsern darumb befechend wellen, daz man sy zu Verantwortung nit well lassen kommen, welich fumemen vns aber hoch befremdt; dann wir keinen zwiffel setzen, ob die getäter einich vermeindt Zuspruch an gemelten vnsern burgermeister hetten vnd im das zuge- schriben, sollt dennoch inen, als wir nit zwifeln, guter bescheid entgegen gangen sin, zudem vns ouch darvm dhein anzoig nye gescheen ist. Doch, in landmerßwise betüt, will sy geleits begeren in vnser statt ze komen vnd vermeindt anzug, so vff sy gescheen sollen, sich wellen verantworten. So nu der genant her Härtung von Andlo, ritter, diese zit nit anheimsch ist, wissen wir yetzunt sinthalb nit vil darin ze handien. Wann er aber wider by vns kompt, wellen wir im die Sachen fürhalten, vngezwiflet, wa etwas daran sye, er wol wiß sich darin ze bewisen. Dann genandt diß berürten geleits von vns not müssen haben, wo das an vns langt, wellen wir vns gepürlichen erzeigen. Vnd ist haruf zu uwer edelkeit vnser gar ernstlich bitt, dwil die lieben geistlichen herren vnd väter ze st. Lienhart disem geschafft nichts verwandt, sy ouch der krieg nichts angeet vnd inen aber ir roß genomen etc., by dem prouosen so vil zeverschaffen, by den synen ze verfügen, inen ir roß on engeltnuß widerzekeren. Als wir vns zu üch aller günstigen neigung, vnd wir das bißher manigfaltig gespürt haben vnd zu dem prouoß gutwilliger erstattung vertrösten vnd verlassen. Das begeren wir mit sampt 1499. 267 ¥&tssSläieim ■HJgM §11» Hfl aHHIi säP*^« nran ra53M wBBI ■ ■ ■■■ einer verschribnen antwuii by dem botten von vwer edelkeit bereits gemüts vnd guts willens ze uerdienen vnd ze beschulden. Datum mitwochen nach Margarethe anno 99." Concept. m. (c. Juli 17.) Graf Hainrieh zu Fursternberg an Burgermeister und Ratli zu Basel. „Als ir vns yetz geschriben habt, wie Günther von Sierentz mitsampt seiner gesellschafft ainen ewrn mitburger, mit namen Lienharten Werdenberg, vber vnser glait etlich roß genomen vnd die zu Grossenkembs verpewtet habe, das auch derselb Lienhart, als er gestern zu vns deshalben ziehen wolt, von etlichen knechten gefangen vnd ge- wundt worden sein solle, mit beger, im die genomen phert wider zukern, wie dann solichs ewr schrifft ferer anzaigt, haben wir verstanden, vnd fuegen euch darauf zu vernehmen, das wir denselben Günthern vnd sein gesellschafft nit kennen, haben auch der sach gar kain wissen, wellen vns aber darinn aigentlich erkunden, vnd so fer dem also ist, vns dermassen beweysen, darab ir gefallens vnd mercken sollet, das wir vnser glait gehallten welen haben. Wir bitten euch auch, ir wellet vns die knecht, so ine also geslagen haben sollen, so fer ir miigt, anzeigen, wellen wir sy dermassen straffen, dardurch sollichs hinfür von inen vermitten blieb. Vnd als ir vns ferer schreibt, ewr metzger halb, wie die, als ob sy Sweytzer weren, geacht sein vnd dabey in sorgen sten muessen, mit bitt, wo dergeleichen an vns bracht wurde, dem kainen glauben zu geben vnd zu uerfügen, sy vnbefehd zu lassen, wisen wir von solichem handel auch nichts, halten es auch gentzlich dafür, das sy sich zu der königliehen Majestät vndertanen kains argen versehen dürfen, wo vns aber sollichs gruntlichen anzaigt wurde, wollten wir vns gepürlich darin halten. Doch so wellen wir euch in gutem ver- trawen auch nichts verhalten, das vns glauplichen furkumpt, wann der königlichen Majestät lewt zu roß vnd zu fuß aus oder in die statt ziehen, das sonderlich die metzger vnd etlich ander sich mit etwas vnzimlichen spottworten gegen inen merken lassen; das leyden wir auch gedultigclich, der zuuersicht, ir werden das mit der zeit wenden. So hat vns auch Henslin Jager, der königlichen Majestät diener, warlich bericht, wie die metzger im getrawt vnd zu empotten haben, das er sich darnach rieht, sy wellen ine zu tod slahen, es be- schehe nu oder nach dem krieg, vnd wo sy das nit gestendig weren, so wollt er sy mit frommen edelleuten vnd andern beweysen. Demnach begeren wir an euch, ir wellet verfliegen, damit derselb knecht ausser sorgen kum oder aber vns wissen lassen, wes er sich deshalben versehen sollen. Geben im closter zu sannt Appoli- naris anno domini 99." Original. n. Juli 18. Derselbe an Burgermeister und Bath der Stadt Basel. „Wir haben Hanns Vlrichen Junger- man zu vnserm trabanten auffgenomen vnd dieweil er nu solchs on ewr verwilligung nit annemen hat wellen, bitten wir euch mit besonderm vleiss, ir wellet demselben Jungerman vns zu dienen vergönnen, vnd euch darinn gutwillig erzaigen. Daran beweist ir vns sonder gefallen, das wir vmb euch fruntlich beschulden wellen, vnd begern des ewr beschriben antwurt. Geben im closter zu sannt Appolinaris an donstag nach st. Margreten tag anno domini etc. 99." Original. o. Juli 19. Derselbe und Caspar Freiherr zuMörsperg, Landvogt, Fridrich Cappeler, Ritter, Feldhauptleute, und andere königlicher Majestät Käthe, jetzt zu St. Apolinaris versammelt, an die nämlichen. „Wir haben dem strengen Herrn Ludwigen von Rynach, ritter, etwas Sachen von wegen königlicher Majestät mit euch zu reden vnnd zu handien beuolhen, als ir verneinen werdet. Demnach bitten wir euch mit besonderem vleiss, ir wellet demselben herr Ludwigen dißmals gleich als vns selbst glawben vnd euch darinn gutwillig erzaigen. Daran bewaist ir königlicher Majestät sonder gefallen, das on zweyffel sein königliche Majestät gne- diclich erkennen wirdet, vnd wir für vns selbst vmb euch verdienen wellen. Geben zu St. Apolinaris am freitag nach st. Margreten tag anno domini etc. 99." Original. p. Juli 21. Statthalter und Rath der Stadt Basel an den Grafen Heinrich von Fürstenberg. „Wie wol vnser burger Lienhart Werdenberg durch vwer edelkeit, ouch von dem von Wadrey als houptman der wel- 34* :-~ : f^S^n^ rn^ '■■< ■ ■ is5 ■ ' 1 1 Hffi ■ - ■ ■ " -, m !.■-• - ,vT»-.f-) ■ :m wm i i mmm 268 1499. sehen garde mit geschriftlicheni geleyt gnugsam versichert ist vnd des versigelten schin inhat, des vesten Marx Eichen körn ouch lassen mog schniden vnd infüren etc., als vns nit zwifelt, ir des guten bericht hapt, so hat doch vff gestrigen tag Günther von Sierentz mit sampt siner gesellschaft dem bemelten vnserm burger, als er hinußgefaren, im willen solich körn ze holen, im Allenschwiler bann vier roß vnd wagen genommen vnd doch den wagen vnd das ein roß, so nit vast verfengklich was, lassen stand vnd die vbrigen hinweggefürdt, das vns eben hoch beswerdt. So ist zu vwer edelkeit vnser vlissig vnd ernstlich bitt, sy welle darinn handeln vnd den getäter obbestimpt darzu wisen, daz er dem vnsern sin genommen diu roß an engeltnuß vnd vnver- zogenlich wider kere vnd im erzoigen, daz er vwer geleit vnd trostung nit also verachte. Das wellen wir alzit gutwillens vnuerdrossen verdienen vnd des ein gutig antwurt begerende. Datum sontag nach Heinrici imperatoris anno 99." Concept. Aus dem Staatsarchiv Basel mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. 1499, Juni 29. 284. Heinrich Graf zu Fürstenberg, königlicher Hofmarschalk, Fridrich Capler, Kitter, Feldhauptleute, Statthalter und königliche Räthe zu Ensisheim schreiben dem festen ihrem besundern und guten Freund Jacob von Eptingen: „Vnser fruntlich dinst zuuor, lieber Jacob, vß mergklicher notdurft königlicher Majestät, daran land vnd lutte verderben vnd vff enthalt gelegen ist, geschaffen wir an stat königlicher Majestät mit dir, vff daz höchst gebiettend, daz du vff fritag zu nacht nest künftig hie zu Ensißheim an der herberg sigest morndes sampstag frug, aller mengel halb helfen beschliessen vnd Ordnung machen, als du hören wirst vnd notdurft sie. Datum illens vff sant Peter vnd Pauls tag anno 99." Nach dem Pap. Or. im Staatsarchiv Luzern mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. 1499, Juli 2. Lindau. 285. König Maximilian an den wohlgebornen seinen lieben getreuen Wolfgang Grafen zu Fur- stemberg, seinen Ratli und Feldhauptmann seines königlichen Bunds des Lands zu Swaben. Wolgeborner lieber getrewer, wir haben dein schreyben der fursten vnd hawbt- lewt zukunft halben gen Argen vernommen, daraus deinen vleys gespurt vnd darob gnedigs gefallen empfangen, fuegen dir auch darauf zuwissen, wiewol die Sweytzer zum tayl von den Pündten widerumb zurugk vnd an sandt Luceyen stayg gezogen, so sindt vns doch in diser stund glewblich kuntschafften vnd gewisse schafften zu- komen, daz der merer tayl von denselben Sweytzern bey den Graenpundtern belyben vnd hinein in vnser lanndt Vindtschgew gezogen sindt vnd yetzo vmb Mails, Glürns SötRäK¥t' 1499. 269 vnd daselbstümb ligen, der maynung, vnser Etschlandt zu vberfallen vnd zu slaypfen, deshalben die notturft erfordert, mit den bemelten vnsern öhaymen, fursten vnd hawbt- lewten dauon zuhandlen, vnd enpbelhen dir darauf mit ernst, daz du bey denselben vnsern ohaymen, fursten vnd haubtlewten allen vleys furckerest, damit sy sich in aygnen personen vnd yeder mit ainer geringen anzal diener fuerderlichen vnd onuer- ziehen hieher zu vns fuegen. So schicken wir inen hiemit ain jagschiff, darynne sy herüber faren mügen, vnd in dem allem gueten vleys habest, auch in aygner person mit körnest, vnd des nit lassest, daran tust du vn(ser ernstli)che maynung vnd guet gefallen. Geben zu Lyndaw an ertag Vnser lieben frauen tag Visitationis anno dornini etc. 99. vnsers reichs im vierzehendem jare. Per regem pro se. Sernteiner. Pap. Or. mit Siegelresten. Donaueschingen. Nach demselben gedruckt bei Roth v. Sckveckenstein a. a. 0. S. 84. 1499, Juli 5. Lindau. 286. Mandat König Maximilians an Grafen Wolf gang von Fürstenberg, Kriegshandlung betreffend. Wolgeborner lieber getrüwer, als wir gestern des willens gewesen, hewt von hieaus gen Vberlingen zu ziehen, so sein wir aus etlichen merkhlichen geschefften daran verhindert, aber morgen wellen wir vns gewislichen hie frue erheben vnd gen Vberlingen fugen, vnd auf sonntag negst*) in aigner person mit vnsers oheims hertzog Ylrichs von Wirtemberg leutten, so in velde ligen, den wir, dieweil sy vnsers stilligen vnd ausblybens etwas vnwillig sein sollen, hiemit schreiben, vnser zukunft zu erwarten , handeln, das wolten wir dir nit verhalten, mit ernst beuelhend, du wellest daran sein, damit sy nit verrukhen vnd also vnser zukunft erwarten, als du dann solhs mit dem bessten fugen wol zu tun waist, daran tust du vnser ernstliche mey- nung. Geben zu Lyndaw an freitag nach sand Virichs tag anno domini etc. 99 vnsers reichs im vierzehenden jaren 2 ). Per regem pro se ad mandatum domini regis proprium. Sernteiner. Aufschrift: Dem wolgebornen vnserm vnd des reichs lieben getrewen Wolfgangen grauen zu Furstemberg, obristen velthaubtman des ponds. i iiiiii ■ 1111 BHBBI HBNK1 ■i ■■He ■ • ■hm l 1 §m <$s$m . ■ Jlffil c l n b l ■ BHJNH mSeaasI ■I ■ ■.. III ■' mm® Wasm MB 270 1499. •SkseSS! Spuren des zum Verschlusse aufgedrückten rothen königlichen Siegels. Pap. Or. Donaueschingen. Roth v. Schreckenstein a. a. 0. 85. Erwähnt bei Heyd, Ulrich Herzog zu Württemberg, I, 67. 1) Juli 7. 2) Unter demselben Datum erging ein königliches Mandat „vnsem vnd des reichs lieben getrewen den hawbtlewten, so von vnserm öheim vnd fursten, hertzog Vlrichen von Wirteinberg zu veld verordent, vnd gemeinen seinen kriegslewten, so daselbs sein." Nach dem mit obigem fast wörtlich übereinstimmenden Eingange: „Demnach begern wir an euch all vnd ewr yedem in sonders mit allem fleis vnd ernst, ir wellet bis auf dieselb vnser zukünft, die gewislichen beschehen vnd lenger nit verzogen wirdet, bey einander verharren vnd lenger nit verrücken." Pap. Or. mit dem zum Verschlusse aufgedrückten rothen königlichen Siegel. Donaueschingen. 1499, Juli 9. 287. Heinrich Graf zu Fürstemberg, Landgraf in Bare, königlicher Hofmarschalk und obrister Feldhauptmann etc., schreibt den fürsichtigen, ehrsamen und weisen Meister und ßath der Stadt Straßburg, seinen insonders lieben und guten Freunden: „ich hab mit sampt andern der königlichen Majestät zugewanten etwas wider der königlichen Majestät vnd vnser aller fynde zu handien fürgenommen, darzü ich bülfer vnd anders zu haben nottürftig, vncl deßhalb mynem besündern Michel Armstorfern, bringer dis brieffs, beuolhen mir sechs zentner schwebeis bj üch zu Straßburg ze koüffen, vnd damit die mir des fürderlicher zugeschickt werden, so ist an vch myn f'riintlich bitt, die mit vwer stat gewonnlichem zeychen zu bezeychnen vnd an vwern zollen fryg fürgonn lassen, damit wir an vnßerm fürnemmen nit verhindert. Das wil ich königlicher Majestät gern zu geuallen rtiinen, ouch für mich selbs früntlich be- schülden." o Datum ylends vff zinßtag nach Vlrici anno etc. 99. Pap. Or. mit Spuren des aufgedrückten Siegels. Stadtarchiv Straßburg. W&i 1499, Juli 19. 288. Graf Heinrich zu Fürstenberg gibt als oberster Feldhauptmann dem Dechant und Capitel von St. Feter zu Basel, die zur Aufbringung eines Kriegsanlehens behilflich gewesen, einen Geleitsbrief auf die Dauer des Kriegs. Wir Heinrich graff zu Fürstemberg, kuniglicher hoffmargschalck vnd oberster houptmann etc., thun II kunt menglichem mit dem brieffe, das wir den würdigen hoch- t&RBm 1499. 271 gelerten dechan vnd capittel zu st. || Peter zu Basel, vnsern lieben vnd guten frun- den, nachdem sy sich inn disen gegenwurtigen kriegsgeschefften zu vnderhaltung dess kriegvolcks, so zu rettung königlicher Majestät landen vnd luten inn dise lande, als von frygen knechten vnd der garde beworben, vff ein anlechen, so durch vns vnd ander kunglich rate furgenommen*), gantz guttwillig erzougt vnd also ein summan, inen inn solichem anlechen angeuordert, zu rettung vnd zu gutt königlicher Majestät, derselben landen, luten vnd verwandten gantzs willig furgestreckt vnd dargelyhen, welichs wir dann anstatt königlicher Majestät vnd für vns selbs zu gantzem wolge- fallen empfangen 2 ) vnd nachdem sy dann ire zechenden, zins, gulten, guter vnd anders inn der königlichen Majestät landen lygen haben, sy vns themütiglichen ange- ruffen, dieselben iro zechenden, zins, gulten vnd anders inzubringen, ouch iro guter dester fryglicher buwen vnd irer notturft nach gebruchen mögen, sy sampt anzougten zinsen, zechenden, gulten, gutern, iren dienern, Schaffnern, knechten vnd tagloneren, wer die ye zu ziten, vnd so lang diser krieg weret, wurden, mit geleit zu fursechen. Welichs wir vß erkantnuss anzougter guttdatt gantz geneigt, geben inen ouch hiemit anstatt königlicher Majestät irer königlichen Majestät fryg sicher trostung vnd geleit, bemelte ir zins, zechenden, gulten vnd anders inzeziechen vnd innzebringen, ouch durch ire Schaffner, tagloner, diener vnd deren sy ye zu ziten, als obstatt, nottdurftig, dester friglicher handien, wäferen vnd wandlen mögen, wissentlich inn kr äfft diss brieffs. Daruff anstatt königlicher Majestät allen denen, so wir zugebieten, ernstlich gebietende, vnd alle andere, denen wir nit zugebieten haben, mit ernst bittende, die bemelten dechan vnd capittel sampt iren dienern, Schaffnern, zechenden, zinsen, gulten, knechten, taglonern vnd gutern, wie oben gemelt, by solichem vnserm gegebnen geleit, wo oder durch weliche ir dess ye zu ziten inn krafft diss briefs eruordert oder ermandt wurden, vestiglich zu hanthaben, dawider nit zu tun noch schaffen gethon werden inn dhein weg, by schwerer der königlichen Majestät vngnade vnd straff zu vermyden. Donach hab sich ein yeder zu richten. Zu vrkundt mit vnserm ring bittschafft versiglet vnd geben zu St. Apolonoris an fritag nach Margarethe anno etc. 99. Pap. Vidimus von Niclaus Haller, genannt Leonliard, von Massmünster, Cleriker der Baseler Diöcese, päpstlichem und kaiserlichem Notar, Staatsarchiv Basel. 1) 1499, Juni 30. (datum ilends zuAltkilh an sontag st. Diebolts tag obend) schrieb Graf Heinrich zu Furstenberg etc. an die würdigen ehrsamen Propst und Capitel zu St. Peter zu Basell, er habe auf nächsten Donstag mit ihnen und anderen gleicher Gestalt Erforderten einen Tag gen Ensisheim vorgenommen, um dort merklicher Nothdurft und etlichen Gelds halben mit ihnen zu handeln. Bittet, dass sie sich dort selbst oder ihre bevollmächtigte Botschaft sicher einfinden und der Nothdurft nach Hilfe beschließen. Pap. Or. mit rothen Siegelspuren. Staatsarchiv Basel. ffisBanu - . i ■ 1 1 ■ s. ü .. m :■■-'• OHM ■ '■'.:■'■,■/. I -.•■.':-. ■ ■ •■ . . §^mm %1» mm wsmm SswS 272 1499. 2) 1499, Juli 21. (suntag nechst nach st. keiser Heinrichs tag) bekennt Conradt Schütz, königlicher Majestät Secretari, auf Befehl und anstatt des Grafen Heinrich zu Furstenberg, Landgrafen in Bore, königlicher Majestät Hofmarschalks und obresten Feldhauptmanns, von den würdigen Herren, Propst, Dechant und Capitel der Stift St. Peters zu Basell in Lehensweise 200 fl. an Münze empfangen zu haben, welcher Summe dieselben nach dem zu Ensisheim beschlossenen Abschied innerhalb 4 Wochen nach Datum mit nothdürftiger Verschreibung versorgt und versehen werden sollen. Pap. Or. mit eigenhändiger Unterschrift und aufgedrücktem „Bingbitzschafft" (im Schild ein Sparren, jeder der beiden Balken mit 3 Lindenblättern besteckt) des Ausstellers. Staatsarchiv Basel. 1499, Juli 22. 289. Tod des Grafen Heinrich von Fürstenberg in der Schlacht bei Dornach. a. Wilibald Pirkheimers Bericht. Jusserat autern (Maximilianus caesar) magnum obiter curiae magi- strum comitem de Fürstenberg, cum equitatu ac veterano milite ä Geldrensi revocato bello, copiis tarnen illis in immensum auctis, juxta Basileam hostilem invadere terram...... Lindauii caesar imminentem certaminis expectabat eventum, praecipue tarnen de curiae magistri invasione erat sollicitus......Collegerat comes de Fürstenberg caesaris jussu exercitum quatuordecim millium peditum, equitum vero millium duorum, ac juxta castrum Dorneck haucl longe a Basilea hostilem terram invadere parabat. Id Helvetii, qui propinquiores erant, Bernenses nempe ac Solodorenses, intelligentes, suas et ipsi e vestigio copias cogunt et magna festinatione obviam ire pergunt, quo Caesarianos ä finium invasione arcere possent. At senatus Basiliensis, cum Helve- tiorum novisset apparatum, missis legatis certiorem comitem reddit, (nondum enim Basilea ab Imperio defe- cerat) et ut rebus suis diligenter provideat, admonet. Verum tantum abfuit, ut comes admonitionem tarn amicabilem boni consuleret, ut legatos etiam cavillis lacesseret et illis nequaquam tempestive Helvetiorum objiceret amicitiam. Insigniter hostibus contemptis arcem Dorneck oppugnabat et pyxidibus conquassabat, Omnibus neglectis stationibus et custodiis. td equitum praefecti videntes et ipsi ob tantam negligentiam comitem et nimiam reprehendebant confidentiam. Ceperant enim eo forte die hominem quendam, qui ex hostili terra Basileam tendebat. Illum igitur ad comitem deducunt ac hostium consilia et adventum aperire jubent. Sed cum is quoque veritatem retulisset hostesque ea nocte in oppido Liechtstal pernoctasse assereret, a eo- mite tanquam mendax et speculator suspendio perimi est jussus. Equites vero abire et ad castra sua redire compulsi sunt, quae ipsi majoris commoditatis gratia in villis circumjectis, licet remotioribus collocarant. Abe- untibus equitibus veteranorum duces ac tribuni comitem adiere manifesto ostendentes, tantam militaris dis- ciplinae negligentiam non tarn indecentem, quam periculi plenam esse, praecipue cum hostilem arcem oppug- narent, et Helvetii magnis copiis adventare dicerentur. Suadere igitur, ut, cum equites ablegasset, pedites saltein in stationibus esse juberet. Singulos enim paratos esse, ut custodiarum curam susciperent et diligenter observarent. Verum et hos quoque comes non sine verborum contumelia abire jussit, asserens, se, non illos, imperare et recte quid agendum quidve esset ommittendum, nosse, quin et cuidam ex illis perfidiam objecit ac exprobravit, qui aliquando Geldriae duci contra caesarem militare fuerit ausus, addens illum nondum evasisse, quo minus dignas aliquando ob noxam illam lueret pcenas. Mcesti igitur duces abeunt, comitis temeritatem execrantes ac plane imminentem praevidentes cladem. Quod si comes rectis ac prudentibus suo- rum paruisset monitis, et melius sibi ipsi et universo consuluisset exercitui. Sed ita in latis erat, ut ejus negligentia et contemptu tantum acciperetur incommodum. Quapropter et mens illius adeo fuerat exccecata, ut ne ipse rectum discernere, minus vero sapienter monentibus obsecundare posset: quod quidem toties evenire fflSm : b. 1499. 273 solet, quoties deus niiniarn hominum superbiam et temeritatem punire statuit. Dispersi igitur milites ac omni rejecta cura, aut ccenam parabant, aut depositis armis otiosi obambulabant. Et cum nihil minus expectaretur, tum repente hostium agmen duorum fere millium per collem imminentem in castra impetum facit, trucidatis- que iis, qui primum occurrerant, reliquos perturbat ac ingenti conatu invadit et, ut melius res succederet, fraudem Helvetii subtexerant. Etenim pectora rubeis signarant crucibus, tergum vero albis distinxerant signis. Sub initium igitur tumultus is militaris et socialis est existimatus; verum cum omnes sine discrimine caede- rentur, sero tandem hostes adesse est intelleetum. Confestim igitur comes, quo motum illum sedare posset, accurrit, quem et illustres quidam sequuti sunt viri; sed antequam, quid ageretur, percipere quiret, ab hostili manu confossus occubuit. At veterani quidam perpauci et inermes fere, conglobati, hostem repellere et for- titer se tueri coeperunt, sed frustra, jam enim agmen aderat magnum, cuius impetu omnis sublata est defen- sio. Magna igitur veteranorum pars in vestigiis haerens, potius honeste mori quam turpiter terga vertere voluit. Cetera manus, quocunque evadendi spes pateret aut minus urgeret periculum, dispalata in praecipi- tem abiit fugam. Helvetii vero pertinaciter inbaerentes, assidae fugientes vulnerare et occidere haud desine- bant, donec clamor ad equitum pervenit castra. Primum regii corporis custodes, (inter quos etBurgundi quidam erant) in fugientium advolarunt auxilium, ac imperterriti magno impetu persequentes invadunt, sternunt et jjeriniunt. Id reliqui videntes Helvetii et ipsi fuga ad suos se recipere coeperunt; verum pauci equitum evaserunt impetum. Interea et reliquus advenit equitatus et pedites quidam in ordinem se lecepere, semier- mes tarnen, qui omnes magnum agmen hostium invadere parabant. Verum cum jam nox instabat, He]vetiique ob equitum timorem et acceptum detrimentum in colles se reciperent, Caesariani paucitati suae diffisi et dam- num damno resarcire timentes, indignantes et praefractam comitis temeritatem detestantes, retro abierunt et nemine persequente in. pacatum tandem devenerunt. Desiderata sunt in tumultuaria hac pugna Caesarianorum fere millia quatuor, cecidereque praeter comitem de Eürstenberg multi illustres ac insignes viri, in quorum numero fuit comes de Pitsch et baro de Castelwardt, familiae illius novissimus. Helvetii licet interfectorum suorum numerum, ut solent, extenuent, constat tarnen illos non minorem, quam Caesarianos, calamitatem per- pessos esse, tametsi pugna superiores evaserint. Quod si comes prudentis imperatoris officio functus fuisset, magna spes bene gerendae rei superfuisset. Verum ita divinae visum fuit voluntati. Helvetii caesorum spoliis ac pyxidibus cunctis potiti, tertia tandem die (quemadmodum nacta victoria consuevere) ad propria sunt reversi. Haec clades cum Caesari in oppido Lindauio degenti fuisset nunciata, clausa, ut dictum est, regia, comitis accusabat imprudentiam ac temeritatem. Vesperi tarnen rursus patuere fores Caesarque in propatulo coenavit, nullum tristitiae Signum ostendens, quin facta coena, et quum jam nox ingrueret, ad fenestram quan- dam concedens, stellasque inspiciens, multa de illarum natura et ratione disseruit, adeo ut acceptae calamitatis plane immemor videretur. Bilibaldi Pirckheimeri Bellum Suitense (Tiguri Helvetiorum, 1737), p. 80—86. Andres Kots. Der wolgeborn her graff Hainrich zu Furstenberg, mins herrn graff Wolfgangs brüder, ist königlicher Majestät oberster veldhoptman gewesen im Brißgöw vnd Sunckgow, im Switzerkrieg, der angefangen hat in der ersten Vastwochen im 99. jar, vnd hat inen vil schaden zu gefugt, zületscht inen für ain schloß genannt Dornhaim a ) gezogen. Alda ist er vff mendag sant '•) Marien Magdalenen tag von den vinden vmb sin leben gebracht vnd graif Symon Wecker von Bitseh mit im vnd her Mathis von Castelwart vnd etlich vom adel vnd sint die dry herrn zu Dornhaim in die kirchen begraben worden. Got der almechtig wöll iren seilen imer gnedig vnd barrnhertzig sin. Item der graff Hainrich ist by dem heiligen grab 1 ) gewesen vnd des Römischen küngs hoffmarschalck gesin, hat trüwlich gedient, mit königlicher Majestät vf dem nier gewesen, gekriegt in Franekenrick, in Geldern, in Vngem vnd an allen orten sich ritterlich gehalten. Also, wo er in leben pliben solt sin, onzwifel vil güts gewirckt vnd volbraeht hett, vnd ist aber durch der gerechtikait vnd IV. 35 j BHfl 9fl HBHMI . Bffi8 •.' ■■ I ■ , "■ -.■'■.■ ■'' ■ ^psösn* ■ ■ , • «hH nHH . ;§ §m . ; ■ i . m i : ■■i iüH sfftiii&eiä&e 274 1499. sinß herrn willen von den vngehorsamen buren vmb sin leben bracht. Gott woll sy darvmb straffen vnd es an inen rechen. Andres Kötz im Kinzigthaler Lagerbuch v. 1493, p. 9. Donaueschingen. a) Zusatz von jüngerer Hand des 16. Jahrhdts: ob Basel. b) Vor sant ist: nach mit anderer Tinte durchgestrichen. 1) Die Annales Fürstenbergici auß bewehrten original documentis undt denen manuscriptis weylandt Oswaldi Gabelcoveri, archiatri Wirtenbergici, colligirt durch Joh. Virich Pregitzer (f. f. A.) erwähnen f. 1.: „Zue Rama in Palaestina ist gemahlt daß fürstenbergisch wappen vnd stehet dabey H. Graff zue Fürstenberg." Also wahrscheinlich der Name des obigen Grafen Heinrich, über dessen Pilgerfahrt nach dem gelobten Lande jedoch nichts weiteres bekannt ist. pff j»ME mwjjiatam tag- A-cccctam \€ iß ^ijrfiom I fanüj« inlm^rämfd|ftkl/ife c. Das Neidinger Anniversarienbuch im f. f. A. enthält unterm 19. Juli von gleichzeitiger Hand: obiit vf sant Maria Magdalena tag, do man zalt tusent firhundert vnd nun vnd nüntzig iar, ist der wolgeborn herr, her Hainrich graff zu Fürstenberck, lantgroff in der Bor, romischer bänglicher maiestat hofmarschalk vnd obrester felthaubtman, vorDor- nan erschlagen vnd vergraben. d. Anno domini 1489 ") jar ist der wolgeboren herr herr Hainrich graff zu Furstenberg landgraff in der Bar Romischer bänglicher maiestat hofmarschalk vnd oberster felthauptrnan, vor Dornan erschlagen vnd vergraben. Aufzeichnung vonc. 1503 auf Vorsetzblatt VIII des Neidinger Anniversarienbuches von 1494. Donaueschingen. — In der Neidinger Kirche hängt die hier abgebildete Todtentafel des Grafen. a) Verschrieben für 99, schon von gleichzeitiger Hand berichtigt. e. Grave Wolfen von Furstenbergs bruder, grave Hainrich, war in hohem ton und bevelch bei kaiser Maximiliano, unangesehen, das ine kaiser Friderich vorhin sampt andern graven und herren in die acht decla- rirt het. Er starb one leibs erben, ward in dem funfunddreißigisten jar seins alters, anno 1499, sampt ainem ritter von Randeck von den Schweizer erschlagen und zu Dornach begraben. Sein dodt bekommert kaiser Maximilianum nit wenig. Zimmerische Chronik, ed. Barack, II, 217. 1499. 275 h. Ein Volkslied über die Schlacht von Bornach singt: Graff Heinrich von Fürstenberg wol erborn hatt syn laben vor Dornach verlorn, der graff von Bittsch vn Oastelwarte, in der fürsten frouwenzimmer schon klagtendt sy die frouwen zarte. Mitgetheilt von Frhrrn. von Aufsess in den Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung, III, 132 1 ). Daselbst auch ein gleichzeitiger Holzschnitt, der die Schlacht darstellt, auf welchem sich jedoch die Person des Grafen Heinrich nicht mit Sicherheit feststellen lässt. Vergl. auch das im II. Hefte der genannten Schriften reproducirte Kupferstichwerk zur Erinnerung an den Schwabenkrieg v. 1499. 1) Bei v. Liliencron, Die historischen Volkslieder der Deutschen II, 403 f. steht das Volkslied auf die Schlacht von Dornach in einer jüngeren Redaction. Die obige Strophe lautet hier (S. 405): Graf Heinrich von Fürstenberg wol erboren, din leben hast vor Dorneck verloren, der graf von Pitseh und der her von Castelwarte; in der küngin frouwenzimmer gut clagend üch die jungfrouwen zarte. 1499, Juli 30. schreibt Mathixus Clauss an Nördlingen: an Maria Magdalena Tag seien die Schweizer am Abend in das Sundgau gekommen, mit dem rothen Kreuze bezeichnet, und in die Wagenburg eingefallen, die ohne Hut und Wart war; Graf Heinrich von Fürstenberg, ein Graf von Bitsch, einige sagen von mehr Grafen, auch etliche Herren und Edle und ob 300 Fußknechte seien erschlagen und die Wagenburg und Büchsen gewonnen worden. Wäre die welsche Garde, 1100 zu Ross nicht gewesen, und hätten die freien Knechte nicht das ihrige gethan, so wären sie alle erschlagen worden; denn die von der Landschaft seien alle geflohen. Von den Schweizern seien ob 500 umgekommen. Auszug aus dem Originalschreiben im Archive Nördlingen bei N. Fr. v. Mülinen, Historisch-genealogische Auszüge XXI, 261—262; mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. Berichte Georgs von Emershofen an Nördlingen: Aug. 9. Zu Durnach bei Basel haben die Schweitzer den Grafen Heinrich von Fürstenberg überfallen, das Heer gewonnen, 1 Hauptbüchse, 2 Karthaunen, 17 Schlangen genommen; erschlagen Grafen Heinrich von Fürstenberg, Grafen Weker von Bitsch, Mathias Kasteiwart, Nikiaus von Uttenheim und 300 Knechte; der Schweizer aber 500. Aug. 13. Mülheim an der Donau. Im Sundgau sei ein Treffen geliefert worden, dabei Graf Heinrich von Fürstenberg, Graf Wecker von Bitsch, Herr Mathis Castelwart und Niclaus von Uttenheim und auf beiden Seiten ob 1100 erschlagen, bei 17 Schlangen, 2 Kartaunen, 1 Hauptbüchse, und das ganze Heer verloren. Man achte zwar, dass der Eidgenossen mehr als auf unsrer Seite erschlagen worden seien; es sei aber unglaublich, da das Heer, Büchsen und das Feld verloren gegangen sei. ■ Nach Auszügen aus den Original schreiben im Archiv von Nördlingen in N. Fr. v. Mülinens histor.- genealog. Auszügen XXI, 264—267, Mspt. in Bern, mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. „Nun hatten sich die find jetzt besännet, das ihren ob 15000 zu ross vnd fuss vor Domach lagen. Under denen waren vill Burgunder; so hatten die stett Wurms, Spier, Mentz vnd Straßburg 800 mann mit ihr stattpanner im feld und vil reisig, das sy doch wol hätten entbären mögen, dann die Sehwitzer inen vil guts bewisen; doch ward es inen wol vergulten, dan dis volckh nüd anders wusst, dan es were kein Schwitzer vorhanden, nachdem der burgermeister von Basel inen kund gethan, wie das die Schwitzer all im Schwaderloch wären. Lagen derohalb ohn alle sorg und ohne dagwacht: ettliche machten ire hülfen, ettliche spilten, 35* jjWMMfflUH BHHBnH MB läfflMd ■ •-;-:.:■•■'.'.■"■ ■■■.•"•■■: ■■■ ! " i i ■ ■ - m .. ." .:■■ ■' '-' mBBm HHrai 276 1499. etliche trunkhen, etliche tanzten; so hat auch der mehrtheil harnist vnd gewehr von inen gleit, indem etliche thumherren in Basel und nämlich der thumdechan, einer von Kottenburg, Hessen ein gut maal in Basel uf dem münsterthurm zu richten, in der meinung, da zu warten, bis Thornach ingenommen wer, vnd zuzusechen, wie es brünn. In disen dingen giengen die haubtlütt zu fuß hinuf zu dem schloß mit ihren knechten, nem- lich graf Heinrich von Fürstenberg, oberster veldherr, herr Mathis von Kasteiwart, graf von Putsch, vnd einer von Registen. Also hatten sich die von Bern, Zürich vnd Soloturn zuuorderst uf den berg gemacht, da sy eigentlich der herren gefacht gehorten. Also uf den dag, was Maria Magdalenen dag, wurden Bern, Zürich vnd Soloturn zu ratt, den find anzugriffen, fielen nieder uff die knüe, hatten gott umb hilf und gnad, die find zu überwinden. Dis beschache vmb vesperzit, da brachen si uff, zugen heimlich vnd still durch den wald mit der ganzen macht in guter Ordnung, doch on drummen vnd pfiffen, bis sy zunächst an die find kamen. Da fielen die vordersten aber nieder uff die-knüe, hatten fünf Vater unser, fünf Ave Maria in das liden Christi; hiemit stunden si uff; liefen in der finden läger, stachen und schlugen zuboden, was sifunden. Also wütsch- ten die landsknecht zu iren gweren, lüfen dem gschrei zu, schlugen ein lärmen. Eh sie aber darzu mochten kon, wurden sie überilt, das iren vil in den hütten erstochen, ehe sy wüsten, was es war, dann sie sich nit versechen, das die Bidtgnossen sollten da sin. Nun begab es sich ungefährt, das die Bidtgnossen den huffen vnd das läger angriffen, in dem die gällerischen knecht waren; also wo deren etwan zehen, zwentzig oder drissig zusammen kamend, gestunden sie und warten sich bis in den dodt. Also fluchen die übiigen den berg nider zu dem andern läger vnd dem grossen hufen zu, die erstlich nüd anders wüsten, dann die landsknecht weren uneins und jagtend einander; dis hawen und stechen triben sie den wald und berg durch nider. Da floche der mehrteil, deren bi 8000 waren, der Pirsbrugk zu, und was sy nit erschlugen, verjagtend sy sonst. Also kam ein lärm inen hindersich nach, das sy zurückziechen mustend, vnd die iren, deren eben fil ander lingen band dem finden nach verlauffen hatten, entschütten. Dann hinder dem schloss Dorneck auch ein huffen was, von dem die Eidtgnossen nit wüstend.......Sie verluren auch gar vill gutter lütten an dem ort, nämlich graf Heinrich von Fürstenberg, der ein oberster veldherr war. Aus Abt Silberisens Eidgenössischer Chronik, p. 431—436, (Mspt. der Stadtbibliothek; vergl. Katalog der Bürgerbibliothek von Luzern, 1840, S. 437, N. 9; S. 439, N. 13) mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. k. Nach Wernher Schodeler's °) Chronik, (Mspt. hist. Helvet. V, 22, fol. 518 flgd. der Bibliothek von Bern) erfolgte der Angriff bei Dornach um Vesperzeit; Zahl der Erschlagenen 2500. „Es wurden auch die find mehrtheils nach christlicher Ordnung begraben." Graf Heinrich von Fürstenberg wird unter den erschlagenen Grafen erst nach dem von Bitsch erwähnt. Mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. a) Wernher Schodeler von Bremgarten schrieb seine bis 1522 reichende Chronik 1532. 1, .... erschlugent darzu by vier tusent mannen, ritter, edel vnd vnedel, vnder denen vmbkament dise nachgemelten grauen, nämlich eyner von Bütsch, einer von Fürstenberg, vnd der von Oastelwart. Aus Heinrichs von Beinheim Basler Chronik, deutsch von Hieronymus Brühiger, 1522; (Mspt. fol. 183, in der Bibliothek der Familie von Mülinen in Bern) mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. m. .... Hurgegen so ließen die Römisch-küngschen ob 3000 mann dahinten, welche der mehrtheil im feld verwesen sind; item und ihren feldherrn, graf Heinrich von Fürstenberg, graf Wilhelm von Pitsch und herr Mathisen fryen von Castelwart, wurdent mit etlichen andren namhafftigen gan Domach in die pfarrkilchen vergraben, deren die von Solothurn kein'n durch kein losung noch bitt, auch des Römischen küngs an gemeine Eydgnossen beschehne '), da dannen wolltent lassen führen. Hand ein sondre bein-cappel gebuwen und daryn iföulßäKF 1499-1500. 277 der umkommen gebein versamt, mit gestiften seelmessen, da sich ein wallfarth, zum elenden bein genempt, und wunderfitzige werk hand erhaben. Valerius Anshelms Bemer Chronik, ed. Stierlin und Wyß, 111, 14. Ohne Neues zu bringen, erwähnen den Tod des Grafen Heinrich noch manche andere Berichte, so Johann Hallers Berner Chronik, Handschrift der Stadtbibliothek von Bern, fol. 35", 36\ Gerold Edübachs Chronik (Mittheilungen der antiquar. Gesellschaft von Zürich, IV, 224) und mit der irrigen Jahrzahl 1500 die Annales Zwifaltenses in Mon. Germ. Script. T. X, p. 64; des Job. Linturius appendix ad fasciculum tempomm bei Pistorius, Germanic. Script., ed. Struve, Ratisbonae 1726, II, 598. Vergl. über die dem Grafen Heinrich vor der Schlacht gewordenen Mittheilungen und über die Schlacht selbst auch Ochs, Gesch. der Stadt und Landschaft Basel, IV, 632 figd. Die populäre Darstellung der Schlacht im XII. Neujahrsblatt für Basels Jugend, 1832, erhebt keinen Anspruch auf wissenschaftlichen Werth. 1) Vergl. die figd. -Nr. 1499, Juli 26. — 1500, Febr. 8. 290. Begräbniss des Grafen Heinrich zu Fürstenberg und Bemühungen um die Auslieferung seines Leichnams. a. 1499, Juli 26. schreiben vor Basel zu St. Jacob Hauptleute, Venner und Eäthe an Schuldheiß und Rath zu Solothurn, es seien in der Schlacht zu Domach u. a. drei Grafen umgekommen: Graf Heinrich von Fürstenberg, Graf Wilhelm von Bitsch und der von Castelwart; gemeine Eidgenossen haben nicht gestatten wollen, dass die Leichname derselben nach Basel geführt werden, obwohl man ihnen hiefür 1000 Gulden erlegt hätte. Fritag nach Jacobi. Nach dem Or. im Staatsarchiv Solothum mitgetheilt von Dr. v. Liebenau; vollständig gedruckt bei R. Glutz-Blozheim, Gesch. der Eidgenossen, S. 527 '). 1) Ebendort (S. 136, Anm. 328) wird erwähnt, dass Solothurn im Jahre 1506 eine Jahrzeit zum Gedächt- nisa der Schlacht stiftete. "• Juli 28. Wolfgang graf zu Furstemberg, Landhofmeister des Bunds zu Swaben, Feldhauptmann etc. an Meister und Rath der Stadt Basel. „Vnsem früntlichen grüs vnd alles gut zuuor, fürsichtigen, ersamen, wysen, besonder lieben vnd guten fründ. Nachdem vns anlanngt, das layder der wolgeborn vnser lieber bruder Hainrich graue zu Fürstenberg etc. seliger gedechtnuss an den fynnden todes verganngen sye (der all- mechtig welle siner sele gnad vnd barmhertzigkait bewyssen), pitten wir vch besonders flyss früntlich, ir wollt allen üyss fürwenden, ob ir vns desselben vnsers bruders seligen lybe durch gaistlich oder weltlich personen zu wegen bringen vnd vff vnsern costen vns zu schicken, damit wir ine an den orten vnsers gefallen zur erden, wie sich gepürt, bestatten mechten. Vnd bewyßt Vch darinn so vnuerdrossen vnd gutwillig, als wir vns früntlich zu vch vertrösten, vnd hinwiderumb, wa es sich begibt, beschulden wellen. Datum Wolfach sonntags nach Jacobi apostoli anno etc. 99." Das aufgedrückte Siegel ist stark beschädigt. Nach dem Original im Staatsarchiv Basel mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. c. Am selben Tage schreibt Graf Wolfgang von Wolfaeh aus an Burgermeister und Rath zu Fryburg. Er habe an Herrn Hannsen von Gilgenberg, Ritter, auch Burgermeister und Rath zu Basel geschrieben, „ernstlich bittend, vlis anzukerend, ob sy vns sinen lib zuwegen bringen konden, damit wir in an den orten vnsers willens, wie sich gepürt, bestatten mochtend. So aber vns anzogt wirt, das wir der vind halb vnser botschafft H MM M ■ I Hl■■■■■ ral?sPsPP$iöi§ : I m • :j. ■ B SS8M ISO ' ■■■■..'. lüü WaM 278 1499-1500. e. bekommenlich nit dahin gen Basel bringen mögen, bittend wir ewer lieb gar früntlich, vns sollich brieff gen Basel durch ewer gewiß botten zu verenden....." Schreiber, Urkundenbuch der Stadt Freiburg i. B., II, 671. 1499, Aug. 7. antworten Statthalter und Rath der Stadt Basel dem Grafen Wolfgang: „Wolgepomer her, vch syen vnser gutwillig dienst alzit zuuor bereit. Vwer schriben von wegen vwers bruders, dem gott gnedig vnd barmherzig sin welle, vns zugesandt, haben wir gelesen, vnd sollen vns warlichen glouben vnd ge- truwen, daz der zufall vnd abgang gedachten herrn grof Heinrichs selig vns in träwen leid ist, den Schöpfer aller weit von hertzen bittende, sin barmhertzikeit im mittzeteilen ze geruchen, vnd fugen vch ze wissen, daz wir anfangs, als vns das anlangt, haben vnderstanden, nach dem corpell ouch ander eren lüt ze stellen, im willen die an enden vnd orten nach herkomen irs stammens zu der gewicht erden mögen bestatten vnd versorgen etc. Aber wir haben sollichs von den Eidtgenossen vns nit erlangen mögen ze begünstigen, [dann sy den vnd ander by der walldstatt behalten vnd keins wegs von statt füren haben wellen lassen. Destminder nit haben wir vns an den lieben vättern von den Barfussen, so die vnd ander corpell zesammen getragen hand, erkondet vnd befunden, wie vif anzoig eyns knechts, der vormalen by dem selben herrn grof Heinrichen selig gedienet hat, daz der corpell gefunden vnd in die kilchen ze Domegk nechst by dem sacramenthuß vnd neben im herr grof Wecker von Bitsch vnd eyner von Castellwardt, die ouch vmbkomen sindt, zu der gewichten erden bestattet worden, vnd als wir berichten, ein merklicher kalch vif den corpell in das grab geworfen, deßhalben wir achten mochten, diser zit der zem teil verwerdt (sie) vnd nit witer ze besuchen sin. Diß haben wir vch im besten nit wollen verhalten, sonder ze wissen geton, mit gar fiissiger bitt von vns gunstlichen ze uermerken vnd, wa möglich were gewesen den corpell zu handen ze bringen erlangen hetten mögen, sollt vns weder müg, cost noch arbeit bedurt haben, denselben an end vnd ort sich gezimpt hett ze senden. Dann vwer edelkeit mit willen, dienstbarkeit vnd vil liebe in ander gestallten dann also ze begegnen, weren wir begirig geneigt. Datum mitwochen vor Laurentii anno 99." Nach dem Goncept im Staatsarchiv Basel mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. 1500, Febr. 4. Luzern. Der Abschied der Eidgenossen besagt: Unser Wille und Gefallen, wie jeder Bote zu sagen weiß, wäre, dass Solothurn auf unsere Bitte die Leichname der Herren von Bitsch, Fürstenberg und Castelwart ausliefern ließe, da doch deren Verwandtschaft sich erbietet der Capelle dagegen 200 Gulden zu verehren und der römische König seine Botschaft dieser Sache wegen jetzt zu Zürich gehabt hat. Dienstag nach Lichtmeß 1500. Regest in der Amtl. Sammlung der altern Eidgenöss. Abschiede, Bd. III, Abthlg. 2, S. 7. 1500, Febr. 8. Graf Wolfgang zu Furstemberg, Landgraf in Bare, der römischen königlichen Majestät Kämmerer und Landhofmeister etc., schreibt den strengen, festen, fürsichtigen, weisen, gemeiner Eidsgenossen Rathsboten, jetzt zu Zürich versammelt, seinen lieben und guten Freunden: „Min frundtlich dienst, strengen, vesten, fuxsichtigen, wysen, sonnders gütten fründe. Als myn bruder, graue Haynrich säliger gedächtnus, vor Dornach entlipt vnd die zidt sins lebens mit natürlichem tod beschlossen haut, vm wölehen corpel ich zu mermoln, mir den gelangen zu laussen, durch min bottschafften an euch bitt- lich gelangt hab, das noch vntzhar verzogen vnd mir nit endtlich antwurt gelangt, ist mir vngezwyuelt euch wüssen; bitt ich euch, ewern vorigen vnd guttwilligen zusagen noch, mynen bottschafften gethon, ir wollen mir den lychnam myns bruders söligen zu mynen handen, inn an die ort, da vnser vordem ligen, zu bestatten geben vnd hyerinn den frieden, der lutter vßtrugkt, das yede parthye zu dem sin, wie das denn zumal gewesen ist, zu gelausen werden sol, ansehen, wil ich fründtlichs willens zu gedyenen hoben, vnd bit des ewer geschryben antwurt mit dem botten. 1499. 279 Datum sampstag nach Agathe anno im 1500. jar" *). Nach dem Pap. Or. mit Siegelspuren im Staatsarchive Zürich gedruckt bei Roth v. Schreckenstein a. a. 0. S. 89. 1) Vergl. auch oben Nr. 289, m. 1499, Juli 27. Lindau. 291. Beileidschreiben des Königs Maximilian an den Grafen Wolf gang zu Fürstenberg wegen des Todes des Grafen Heinrich. Wolgepomer lieber getrewer, wir haben dein schreiben, li vns yetzo mit beklagung weylend vnsers rat vnd II hoftnarschalks Hainrichen, grauens zu Furstenberg, deins prueders, abgang vernomen, vnd wie wol wir desselben der nutzlichen, getrewen vnd langwerenden dienst halben, so derselb dein prueder vns vnd dem heiligen reiche vn- gesparts seins leybs vnd guets, als sich wol beschulen, bewisen vnd gethan hat, nit klains sonder gnadigs mittleyden mit dir tragen, bedencken wir doch, das er also in getrewem beystand des heyligen Romischen reichs vnd göttlicher gerechtigkait von dem allmächtigen eruordert ist, dess er sonder zweyfel von gott dem herrn sonder belonung vnd in diser wellt ain loblich vnd erlich nachred emphahen wirdet. So muessen wir vnd alle vnser getrewen des auch gleicher weyse gewarten vnd deßhalb dem allmechtigen in sein gnad ergeben vnd setzen, vnd als du weyter in deinem schreiben antzaigst vnd dich ain zeit anhaim zu fuegen willens pisst, des vns dann dir gnadiglich zu erlawben pillich ansieht, nachdem wir aber ainen pundtstag gen Rotemburg am Necker zu hallten gesetzt vnd alle des pundts verwandten ernstlich be- schriben haben, dartzu wir dein nit geraten mügen, sunder zu geprauchen gantz not- turftig sein, so begern wir an dich mit ernstlichem vleiss, beuelhend, du wellest dich auf denselben pundtstag, wie vnd auf weihen tag dir der von den hawptleuten des pundts zu Cosstentz vnserm beuelh nach verkundt wirdet, selbs in aigner person vor deinem haymtziehen fuegen vnd in kamen weg auspleyben, als wir vns gentzlich zu dir verlassen wellen; daran tuestu vnser ernstliche maynung vnd sonder guet gefallen. Geben zu Lyndaw an sambstag nach st. Jacobstag appostoli anno domini etc. 99., vnsers reichs im viertzehenden jaren. Vnd als wir dir an gestern geschriben haben, auch hierynn schreiben, das du dich auf den furgenomen pundtstag gen Rotemburg am Necker fuegen soltest, dieweyl sich aber vnser veind yetzo für Pfäffingen geslagen haben, so sein wir entlichs willens vnd wellen von stund an mit allem vnserm volk in das Sungkaw ziehen vnd die veind daselbs vor Pfäffingen slagen; demnach begern wir an dich mit allem ernst, .y''-V- M 280 1499. beuelhend, das du dich von stund an vnangesehen des tags zu Rotemburg erhebest vnd in aigner person vnd mit allem deinem kriegsvolk vnd glockslag in das Sungkaw eylends zu vns ziehest vnd des in kainen weg lassest. Datum ut supra. Per regem pro se. Aufschrift: Dem wolgeporn vnserm vnd des reichs lieben getrewen Wolfgangen grauen zu Fürstemberg, vnserm rät vnd obristen veldhawptman vnsers kunigclichen pundts des lands zu Swäben. Pap. Or. mit Siegelspuren. Donaueschingen. Nach demselben auch gedruckt bei Eoth v. Schreeken- stein a. a. 0. S. 86 f. a) Die beiden letzten Worte über der Zeile nachgetragen. 1499, Aug. 2. 292. Hans Ungelter berichtet an Esslingen: der König sei mit den Knechten der Städte von Lindau wieder gen Kostanz gekommen und habe angezeigt, dass er wegen des Vorfalls im Suntgau, da Graf Heinrich von Fürstenberg, der Graf von Bitsch, Mathias von Kasteiwart und vierthalbhunäert andere erschlagen worden seien, einen Anschlag im Oberlande aufgegeben habe, und Willens sei mit allem Volk ins Suntgau zu ziehen, um ihm wieder Herz zu machen und den Feinden dort Abbruch zu thun etc. Urkunden z. Gesch. d. Schwab. Bundes a. a. 0. 367. 1499, (Aug. 9.) 293. Besuch König Maximilians am Donauquell in Donaueschingen. Ipse vero (caesar) ultra progressiv est, quo et Basileae appropinquaret, et quo- tidie de singulis, quae ibi agerentur, fieri posset certior, nee non reginae, quae ex Germania inferiore adventabat, oecurreret, quam mox in oppido Villingen perquam honorifice excepit, familiariterque per dies aliquot cum illa est conversatus. Et quia Danubius fluvius non proeul inde in villa haud magna Dona Esching nomine, e colle quodam medio juxta limpidissimae aquae scaturiginem ingenti oritnr fönte, esesar cum regina sub tentoriis juxta scaturiginem positis magnificum celebravit convivium, ubi et choreis et multiplieibus indultum est voluptatibus, perinde ac tarn celebris amnis origo jueundo illo et celebri honoraretur conventu 1 ). Bilibaldi Pirckheimeri Bellum Suitense (Tigari Helvetiorum, 1737), p. 89. 1) Über die Zeit dieses Besuches vergl. Chr. Fr. Stalin, Aufenthaltsorte König Maximilians (Forschun- '^m 1499. 281 gen zur deutschen Geschichte, I, 360). 1499, August 13. schreibt Hanns Ungelter an Esslingen: gestern seien der König und die Königin in Hüfingen gewesen, er habe denen vom Bunde geschrieben, mit allem Volk zu Eoss und zu Fuß, mit allen Wagen und Proviant sogleich gen Doneschingen, Geissingen und Hüfingen zu ziehen, die Hauptleute sollten zu Markgraf Friedrich gen Doneschingen kommen, wo sie weitem Bescheid erhalten werden; sie haben es aber abgeschlagen. Urkunden zur Geschichte des schwäbischen Bundes, I, 372. 1499, Okt. 8. 294. Wolfgang Graf zu Fürstenberg etc. verleiht an Vogt, Gericht und ganze Gemeinde des Hornberger Thals '), „so gesessen sindt vnd anvahen vor Tieffenbach hin- vff biß an des Vegers bach, da das ober eigen zu Ripoltzow gehörig an stost", auf ewige Zeiten zu Erb und Eigen „die herren weld, verlegne wüste gütter vnd alle zugehörung im Schappach, Schömbach vnd derselben wasserseige vnd gegne gelegen, sy langen her von mayern oder wem das wolle, darzu all hern weld hie iensit im in (sie) fiuß vnd der herschafft ßomberg gelegen, kain vßgenomen dann allain daz Bürg- holtz vnd waz zürn schloß Romberg gehört", was alles er früher seinem Burger zu Wolfach, Andres Spynner geliehen, worüber aber die ehrbaren frommen seine lieben Hintersassen des genannten Thals zu Romberg mit demselben in Streit gerathen, da sie gemeint „die vorlihung an disen weiden zu haben", so dass er den Spynner in Gütlichkeit vermocht die Wälder wieder in seine Hand zurückzugeben. Der Graf behält sich das Harzen und alle Obrigkeit vor wie in seinen andern Wäldern; die Theil- haber an diesen Wäldern sollen schuldig sein, „den bach gemeinlieh helfen vff zu thund vnd zu rümen, weg vnd steg zu behalten, damit all menglich der weld gemessen vnd nütz hon möge vnd der floß gewerb damit gebessert werde"; dafür haben sie 20 Gulden rhein. in Gold bezahlt, aueb sollen sie und ihre Erben jährlich 1 Gulden Zins geben und ein „hußgesäß" bauen in Schappach und das bemaiern; derselbe Maier soll ihm gehorsam sein wie seine andern. Geben vff zinstag vor Dionisi 1499. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. 1) Das jetzige Thal Schappach; über die Burg Bomberg, wovon das Thal den Namen hatte, s. Urk. v. 1488, April 22. oben Nr. 108, Anm. 1. 1499, Nov. 10. 295. Wolfgang Graf zu Furstenberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husen im Kintz- IV. 36 ilissiitigsssSi B .--'.-•...:. Vi -AM I ... ■ I I ■■■ I HBB] «KSK« * ':•-'■> ' W3& 282 1499—1500. igental, bekennt, er habe den vierten Theil des Zehntens zu Wittendorf und Gerhartz- wylr, der vor langen Jahren von der Herrschaft Geroldseck an das Gotteshaus Alper- spach um 140 fl. versetzt worden, von dem ehrwürdigen Herrn Jeronimus, Abt, und den geistlichen Herren Prior und Convent des genannten Klosters, nachdem er die Herrschaft Loßbürg um 2650 fl. rh. von dem edlen Gangolf, Herrn zu Hohengerolz- egk und zu Schenckenzell, seinem lieben Vetter, als Pfand an sich gebracht, als einen Theil dieser Herrschaft um 140 fl. zurückgelöst- und etliche Jahre durch seine Amtleute eingezogen. Um aber an andern Orten seinen Schaden zu verhüten, habe auf seine Bitten genannter Abt, sein lieber Gevatter, diesen Zehnten um 140 fl. auf gleiche Weise wieder in Pfandes Weise an sich genommen. Geben vff st. Martins abent 1499. Die Siegel des Ausstellers und des festen Hans von Beckenbach, seines Vogts im Kintzigental. Perg. Or. Stuttgart. B. 1499, Nov. 14. 296. Wolfgang Graf zu Furstenberg und Landgraf in Baure etc. verkauft an Jörg Scherer zu Tonoweschingen um 75 ti Haller Furstenberger Währung, worüber er quit- tirt, seine Badstube zu Tonoweschingen mit aller der Gerechtigkeit, wie er dieselbe von dem Habspurger gekauft hat, „das die Donoweschinger, was nödt ist, zu. der bat- stuben von buwholtz fürren söllendt, wie sy das vnß byßher zethün schuldig gewäsen sind; er sol ouch aller herren dienst sicher a ) (sie), ouch dan der stur vnd raysung vnd sunst mit aller wytte begriffen vnd zugeherrungen.....inhaben, nutzen, messen" etc. als recht ledig eigen, nur dass dem Grafen jährlich 4 Hühner und 1 Viertel Eier und an die St. Katherinen Caplaneipfründe 1 & 8 ß Haller daraus gehen. Geben am dornstag nach st. Martins tag 1499. Statt des in der Urk. angezeigten Siegels des Ausstellers hängt das seines Sohnes, des Grafen Friedrich von Fürstenberg, (roth in ungefärbter Schüssel, beschädigt), das demnach später, vielleicht zum Ersätze des abgegangenen ursprünglichen Siegels, befestigt wurde. Perg. Or. Donaueschingen. a) Im Texte scheint hier etwas zu fehlen. 297. 1500, Jan. 10. Caspar Freiherr zu Morßperg undBeffort, oberster Hauptmann und Landvogt etc., ÜSs 1500. 283 schreibt dem Grafen Wolfgang zu Furstenberg etc., königlicher Majestät Kammerer und Landhofmeister, seinem lieben Herrn und Schwager: der Graf habe ihn ersucht, ihm die Briefe zu schicken, die er in Recht vor ihm, Caspar, gegen die von Villingen ingelegt habe; nach Besprechung mit etlichen ßätben königlicher Majestät habe er nicht finden können, dass ihm dieser Zeit gebühre, solche Briefe dem Grafen „vß dem rechten ze geben" ; damit aber der Graf durch deren Mangel nicht in seinen Geschäften geirrt werde, habe er in der Kanzlei zu Ennßißheim auf Kosten des Grafen von dessen ingelegten Vidimus, Freiheiten und Lehensbriefen ein glaubliches Vidimus ') fertigen lassen, das er ihm hiebei durch den Boten des Grafen übersendet. Datum fritag nechst noch der Heilliger dryer kunig tag anno etc. 1500. Pap. Or. mit Spuren des zum Verschlusse aufgedrückten rothen Siegels. Donaueschingen. 1) Dasselbe, 9 Urkunden v. 1435—1495 enthaltend, liegt bei. Wims 1500, Febr. 1. Esslingen. 298. Einung des schwäbischen Bundes; unter dessen Mitgliedern: Wolfgang zu Fürstenberg in der Baar*) 2 ). Vollständig gedruckt bei Burgermeister, Cod. dipl. equestr., Ulm 1721, T. I, p. 119—130. 1) 1499, Okt. 5. (donrstag nach st. Franciscken tag, Ynsprugk) bemerkt König Maximilian in der Instruction für seine Gesandten an Herzog Virich zu Wirtemberg, die denselben zur Besiegelung des schwäbischen Bundesbriefes veranlassen sollen: der Herzog habe ihm die Besiegelung am jüngsten Tage zu Vberlingen a ) durch seinen Landhofmeister, Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, zugesagt, aber bisher „angehengkht". Copial- bueh: Vorderösterreichische Regierung, Schwäbischer Bund 1488—1501, fol. 99. Staatsarchiv Ludwigsburg. 2) 1501, Dez. 27. (an st. Johanns tag in Weinechtviertagen 1501) wird in dem Anschlage des Königs Maximilian für die Kriegshilfe, die ihm der auf 12 Jahre erneuerte schwäbische Bund zu leisten hat, Graf Wolfgang von Furstenberg mit 8 Mann aufgeführt. Das oben erwähnte Copialbueh, fol. 152. a) März 8.; s. oben Nr. 254 1500, Febr. 16. Innsbruck. 299. Philips Graf zu Nassaw, Herr zu Ytzstain und Wolfgang Graf zu Furstemberg, Landgraf in der Bar etc. versprechen: „als Anthoni von Swalbach durch Fridrichen Hasen, lanndrichter zu Grieß vnd Potzen, aus beuelch kuniglicher Majestät fennglichen gehalten vnd widervmb ledig gezelt worden vnd aber vil zerung vnd costen vber in gangen ist, das sich in ainer suma 36 marg 8 pfund Perner vnd 10 kreutzer 36* "•'■•' RH I iilitiiliil i2H£ KM 284 1500. trift", werden sie, falls Anthoni von Swalbach es nicht thut, diese Summe auf nächste Pfingsten bezahlen. Geben zu Ynsprug an suntag nach st. Valenteins tag 1500. Die aufgedrückten Siegel der beiden Aussteller. Pap. Or. Innsbruck. «PI 1500, März 11—21. 300. Lehens-Briefe, Reverse, Gesuche, Vollmachten. a. März 17. Wolfgang Graf zu Furstemberg, Landgraf in Bare etc., belehnt den festen Eüdiger Im Thurn den altern von Schaft'husen zer Haselstuden mit den Fischenzen im Rine zwischen dem obern und untern „Louffen" bei Schafhusen, wie dieselben von seiner Grafschaft Furstemberg Lehen sind, zu rechtem Mannlehen. Geben vff zinstag nechst nach dem sonntag Reminiscere 1500. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Sammlung des f Strafhausdirectors H. W. Härder zu Schaffhausen, jetzt des historischen Vereins daselbst. b. März 17. Rudolf von Ehingen bekennt von Grafen Wolfgang zu Fürstenberg für sich und seine Erben, Töchter und Knaben, zu rechtem Lehen empfangen zu haben einen Hof zu Obervfflingen, genannt Metzerß- hoffe, gilt jährlich 12 sh. Heller, 6 Malter Vesen, 6 Malter Haber und 2 Hühner, ferner in Vorträgers Weise der Caplaneipfründe zu Nünegk einen vierten Theil des Zehntens zu Rordorf im Göwe gelegen. Geben vff zinstag nach Reminiscere 1500. Das Siegel des Ausstellers (unkenntlich). Perg. Or. Donaueschingen. c. März 17. Abt Georg von St. Georgen ermächtigt den Baltißar Schmid von Ebringen, den großen und kleinen Zehnten zu Rottenziminem als Lehensträger im Namen des Klosters von Grafen Wolfgang zu Fürstenberg zu empfangen. Geben zinstag nach Reminiscere. Regest in den St. Georger Jahrbüchern, Bd. IX. ad ann. 1500. Karlsruhe. d. März 17. (zinstag nach dem sonntag Reminiscere). Wolfgang Graf zu Furstemberg etc. belehnt den festen Hugo von Schynen auf seine Bitte und Erbieten seiner Dienste zu rechtem Mannlehen mit folgenden Stücken und Gutem, die weiland seine Vordem und insonder er zunächst von des Grafen Bruder, Grafen Hain- rich von Furstemberg sei., zu Lehen ingehabt '— 8 ): der Feste Schrotzburg mit Zubehör, der Vogtei zu Büheln und über den Kelnhof, der jetzt der Frauen von Munsterlingen ist, und den Hof zu Öningen und das Gut Fridrich Kellers und Grethen Imhoff, Vly Kellers sei. Weibes zu Oningen, alles gelegen zu Büheln. Pevg. Or. in duplo mit dem Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. 1) 1404, Juni 23. (an st. Johans abendt des töffers) bekennt Walther von der Hohenclingen, ein freier Herr, dass der fromme feste Conrat von Schinen, ein Edelknecht, ihm eröffnete, dass er und Herr Johans sei. von Schinen, Custer des Gotteshauses zu Münster in Ergow, sein Vetter, bisher von des Ausstellers Vater sei., Herrn Virich von der Hohenclingen, und von dessen Vordem die Vogtei und das Maieranit der Höfe zu Bühel, deren einer gehört an das Gotteshaus zu Öningen, der andere an das Gotteshaus zu Munsterlingen, zu Mannlehen gehabt; auf seine Bitte verleiht er ihm zu dem Halbtheil dieser Stücke, den er bereits von ihm als Lehen besitzt, auch den andern Halb- theil, der von dessen genanntem Vetter sei. ledig geworden ist. Notariell beglaubigte Copie von 1655. 1500. 285 e. 2) 1482, Nov. 20. (mittwochen vor st. Katerine tag) bittet Syxt von Schynen, Ritter, den Grafen Hainrich zu Furstenberg, Landgrafen in Bare und Herrn zu Husen im Kunsekerthale, ihm die Lehen zu verleihen, die sein Vetter, Herr Wernherr von Schynen sei. ihm hinterlassen. (Dieselben werden von anderer, aber gleichzeitiger Hand am unteren Rande des Briefes aufgezählt, übereinstimmend mit dem obigen Lehensbriefe v. 1500, März 17.) Pap. Or. mit dem in grünem Wachs aufgedrücktem Siegel des Ausstellers (undeutlich, doch lassen sich erkennen ge- theilter Schild, oben ein Stern, und auf dem Helme ein Stern). Donaueschingen. 3) 1495, Dez 15. (zinstag nach st. Lucien tag) belehnt Hainrich Graf zu Fürstenberg und Landgraf in Bare den festen Hug von Schinen für sich selbst und als Träger seines Bruders Sixten von Schinen zu rechtem Mannlehen mit den wie oben verzeichneten Lehen, welche Sixt von Schinen, Ritter, ihr Vater sei. nächstmals von ihm zu Lehen ingehabt. Copie des 16. Jahrhdts. Donaueschingen. März 27. Wolfgang Graf zu Furstemberg etc. belehnt den festen Pelayen Bletzen von Rotenstain als Vorträger der würdigen, geistlichen, ehrsamen und andächtigen Aebtissin und gemeinen Conventfrauen des Gotteshauses St. Ciaren, zu Vilingen bei dem Bygkenthor gelegen, mit dem Sengenzehnten zu Touchingen dem Dorf, den gedachter Bletz vor kurzem an dieses Gotteshaus verkauft hat. Geben am frytag nechst vor dem sonntag Letare 1500. Das Siegel des Ausstellers in rothem Wachs (beschädigt). Perg. Or. Donaueschingen. 1500, April 3. Augsburg. 301. Albrecht, von Gottes Gnaden Herzog zu Sachsen, Landgraf in Deringen und Markgraf zu Meyssen, Römischer königlicher Majestät und des hl. Reiches ewiger ' Gubernator in Frießland, schuldet von wegen weiland des edlen und wohlgeborenen Hainrich Grafen zu Furstenberg etc. dem edlen und wohlgeborenen Wolfgang Grafen zu Furstenberg, Römischer königlicher Majestät Marschalk, als dessen natürlichem Bruder und rechten Erben 1000 fl. und verspricht, dieselben auf künftigen st. Michaelstag zu bezahlen. Geben zu Augspurg auf freytag nach Letare anno 1500. Das aufgedrückt gewesene Siegel des Ausstellers fehlt. Pap. Or. Donaueschingen. B. 1500, April 21. 302. Wolfgang Graf zu Fürstenberg etc. beurkundet: nachdem er berichtet worden, „das der gewerb des holtzflötzens, darvß sich dann der waltgang gemainlich erneren muß, durch böß vnglich köff, werschafft vnd mißgloben geswecht vnd nit in der maß, wie von alter harkomen ist, nutzlich gevbt vnd geprücht werde, das doch diser gemainen landtschafft vnd dem waldgang hie am Swartzwald zu grossem verlust, schaden vnd mercklichem abgang langet", ist er zur Abstellung dieser Uebel mit den ■ ■ ■ ■-■ . ,■'., 1SH5 ...... ....... m^B ''■'■. ■'■■'.-■■ ■ vmM mäum ^M ®&m 286 1500. Amtleuten und Gewalthabern des Herzogs Virich zu Wirtemberg und zu Tegk etc. und mit dem in eigener Person erschienenen Abte Gerhart zu Alperspach über eine neue Ordnung des Flößens für die drei nächsten Jahre übereingekommen nach Inhalt der „libelbrieff vnd bucher, darinn sollichs gar lutter vergriffen ist." Geben vff zinstag nach dem hl. Ostertag 1500. Die Siegel des Ausstellers, Büdolfs von Ehingen, derzeit Vogtes im Amte zu Hornberg (wegen Herzog Virichs und der seinigen) und des Abtes Gerhart zu Alperspach fehlen. Perg. Or. (beschädigt). Donaueschingen. 1500, April 21. 303. Auf Befehl des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg schlichten dessen Amtleute, Lorentz Kratzer, Schuldheiß zu Wolf ach , Claus . .. . p a ), Schuldheiß zu Husen, und Hanns Brüstlin, Vogt in der Oberwolfach, auch Herr Lienhart Kutz, Priester, als Lehensherr der nachbenannten Güter, die Spänne auf Happacher Gütern zwischen Hanns Schnider und Hans Spengler, wegen der Wassernutzung, des Brunnens auf des Spenglers Gut, des oberen Grabens und der Wege. Geben vff zinstag nach Ostern 1500. Das Or. siegelten Schuldheiß, Vogt und Gericht zu Husen und Oberwolfach. Vom Or. entnommene, beglaubigte Copie v. 1767. Donaueschingen. a) Radirt und unleserlich. 1300, Mai 10. Augsburg. 304. König Maximilian verleiht dem Grafen Wolfgang von Fürstenberg und seinen Nachkommen das Münzrecht. ^ Uu* $o<4A»t**. Wir Maximilian, von gottes genaden Römischer künig, zu allen tzeitten merer des reichs, zu Hungern, Dallmatien, Croatien etc. künig, ertzhertzog zu Österreich, hertzog II zu Burgundi, zu Lotterickh, zu Brabant, zu Steyer, zu Kerenden, zu Crain, zu Lymburg, zu Lutzemburg vnd Ghelldern, grafe zu Flandern, zu Habspurg, zu Tyrol, zu Phirrt, zu Kyburg, zu Arthoys, vnd zu Bur II gundi pfallentzgrafe, zu Henigaw, zu Holland, zu Seeland, zu Namur vnd zu Zütphen marggrafe des heiligen Römischen reichs vnd zu Burgaw, landtgraue in Ellsaß, herr zu Frießland, auf der Wyndischen March, zu Portenaw, zu Salins vnd zu Mecheln etc. bekennen offenlich mit disem 1500. 287 briefe vud tun kundt allerrnenigclich: wiewol wir aus angeboruer gute vnd künig- licher rniltigkeit alltzeit geneigt sein, aller vud yegclicher vnser vnd des heiligen reichs vnderthauen vnd getrewen eere, nutz vnd besstes zu fürdern vnd zu betrachten, so wirdet doch vnser künigclich gemute mer begirlicher, die, so sich gegen vns vnd demselben vnserm reiche in getrewer, gehorsamer diennstperkeit hallten, für ander zu beIonen vnd zu begaben; das wir demnach guetlich angesehen die annemen, getrewen, nützlichen diennste, so vns vnd dem heiligen reiche der wolgeboren vnser rate, camerer vnd des reichs lieber getrewer Wollgang graue zu Fürstenberg in manigfaltig weyse, offt, willigclich vnd vnuerdrossenlich getan, noch teglichs tut vnd hinfür in künftig zeit wol tun mag vnd sol, vnd darumb mit wolbedachtem mute, guetem rate vnd rechter wissen demselben graf Wolfgangen dise besonder genad vnd freyheit getan vnd gegeben, axach gegönnet vnd erlaubt haben, tunn, geben, gönnen vnd erlauben ime solichs alles von Römischer, künigclicher macht volkomenheit wissentlich in craft dits briefs also, das nw fürbaßhin er vnd sein erben güldin vnd silbrein münntzen, nemlich auf der einen ein adler vnd auf die andern seitten nach irem willen ein ge- preg, groß vnd klein, wie inen altzeit gefallen vnd sy gut beduncken wirdet, doch mit strich, koren vnd grad in massen ander vnser vnd des heiligen reichs curfürsten ir guldin vnd silberin müntzs in dergleichen werde auch slagen vnd machen, vnd nicht darunder geringer noch mynder durch ire redliche vnd erbere müntzmaister, die sy zu einer yeden zeit dartzu verordnen, slahen vncl machen lassen l ) vnd damit ge- trewlich vnd redlich gefaren vnd handeln sullen vnd mügen, dardurch der kaufman dabey besteen muge vnd der gemein man damit nit betrogen, sonder des heiligen reichs eere vnd der gemein nutz gefürdert werde vngeuerlich. Vnd gebieten darauf allen vnd yegclichen curfürsten, forsten, geistlichen vnd welltlichen, prelaten, grafen, freyen herren, rittern, knechten, haubtlewten, vitzthumben, vögten, pflegern, Verwesern, ambtlewten, schultheissen, burgermeistern, richtern, reten, burgern vnd gemeinden vnd sonst allen andern vnsern vnd des reichs vnderthanen vnd getrewen, in was wirden stattes oder wesens die sein, von obbestimbter vnser künigclichen macht ernstlich vnd vestigclich mit disem briefe vnd wellen, daz sy den gemelten Wolfgangen grafen zu Fürstenberg vnd sein erben an den obbestimbten vnsern künigclichen ge- naden, freyheitten, gönnung vnd erlaubung der berürten guldin vnd silbrin müntz nicht hynndern noch irren, sonder sy die, wie uorgeschriben stet, geruelich gebrauchen, genyessen, die auch durch die iren allenthalben wie ander guldin vnd silbrin müntzen in irem werd nemen vnd damit handeln lassen vnd hiewider nit tun noch yemands anderm zu thun gestatten in dhein weyse, als lieb einem yeden sey vnser vnd des reichs swere vngenad vnd straffe vnd dartzu ein pene, nemblich fünftzigkh marckh 1 mmm& i K ■■■ ! ■ HB ^^^■j ■H KsTfä 288 1500. löthigs goldes zu uermeyden, die ein yeder, so ofit er freuenlich hiewider tette, vns halb in vnser vnd des reichs cammer vnd den andern halben teil dem obgenannten graf Wolfgangen von Fürstenberg vnd seinen erben vnableßlich zu betzalen verfallen sein sol. Mit vrkund dits briefs besigelt mit vnserm kunigclichen anhangendem innsigel geben in vnser vnd des heiligen reichs statt Augspurg am zehenden tag des monets Mayen nach Cristi geburde im funftzehenhundertisten, vnser reiche, des Romischen im funftzehenden vnd Hungerischen im eylften iaren. Ad mandatum domini regis proprium Bertoldus archiepiscopus Moguntinus archicancellarius subscripsit. Auf der Außenseite: Eegistrata Sixtus Oelhafen. Das große königliche Siegel an roth-blau-weisser Seidenschnur. Perg. Or. Donaueschingen. 1) Es ist nichts davon bekannt, dass Graf Wolfgang von dieser Erlaubniss Gebrauch gemacht habe. fssSe 1500, Juni 7. 305. Gangolf Herr zu Hohengerolzegk und Kungundt geborene Gräfin von Muntfort, seine Gemahlin, bekennen, dass sie Schloss Schenkenzell und die Kastvogtei ihres Klosters Wittichen nebst Zubehör, welche sie sich bei dem Verkauf der Herrschaft Schenkenzell auf Wiederkauf an den Grafen Wolfgang von Fürstenberg vorbehalten hatten 1 ), nnn demselben Grafen um 920 fl. auf Wiederlösung verkauft und eingegeben haben. Geben vff Pfingsten im 1500. iare, genant das Jubeliare 2 ~ i ). Das Siegel des Abtes Gerhart zu Alperspach (roth in Schüssel; im Schild 2, 1 Adler in kreisförmiger Umrahmung); die Siegel der beiden Aussteller fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. 1) Vergl. oben Nr. 227 v. 1498, Januar 20. und die Anmerkungen. 2) 1500, Aug. 18. (Augsburg) bestätigt König Maximilian auf Bitte des Grafen Wolfgang obigen, der Urkunde inserirten Pfand- und Uebergabsbrief. Perg. Or. mit dem königlichen Siegel an blau-weiß-rother Seidenschnur. Donaueschingen. 3) 1506, Okt. 6. bekennen Gangolf der ältere, Herr zu Hohengeroltzeck, Kungund seine Gemahlin, geborene Gräfin von Muntfort, und Gangolf der jüngere, ihr Sohn, dass ihnen Graf Wolfgang von Pürsten- herg sub dato einhundert Gulden, rückzahlbar mit Zinsen, von jetzt bis künftigen Michelstag geliehen habe unter der Bedingung, dass, falls dieses nicht geschehe, die Darlehensschuldner und ihre Erben des Kück- kaufsrechts der dem Grafen übergebenen Herrschaft und Burg Schenkenzell nebst Zubehör verlustig sein und 1500. 289 diese Herrschaft unwiderruflich Fürstenberg zugehören solle. Geben vff zinßtag nach st. Michels tag 1506. Die Siegel der drei Aussteller. Perg. Or. Donaueschingen. 4) 1500, Nov. 10. verwilligt Wolfgang Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husen im Kintzigental, dem wohlgeborenen Gangolf Herrn zu Hohengerolzegk, seinem lieben "Vetter, der die Herrschaft Schenckenzell an ihn verpfändet hat, da der ehrwürdige Herr Gerhart, Abt zu Alperspach, und sein Gotteshaus das Thal Eenhartsow vor ihm von demselben um 750 fl. auch versetzt hatten und zwischen dem Abt und seinem genannten Vetter ein Span „jagens halb" in diesem Thale „vff das" erwachsen, dem Abte zur Beseitigung des Spans, noch 50 fl. auf seinen Pfandschilling schlagen zu dürfen, jedoch ihm an seinen Pfandbriefen selbst unschädlich. Geben vf st. Martins des hl. bischoffs abendt 1500. Das Siegel fehlt. Perg. Or. Stuttgart. B. 1500, Juli 26. Augsburg. 306. König Maximilian verspricht dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, seinem Rathe, „vmb seiner schickhlichait, auch getrewen nutzlichen dinste willen", die Land- vogtei in Elsass, Suntgew, Breisgew und Swartzwald zu übertragen, sobald dieselbe durch Tod, Abtritt oder Entsetzung des edlen Caspars Freiherrn zu Morsperg und Beffort erledigt wird. Geben zu Augsburg am 26. tag des manets July 1500 x ). Das königliche Siegel fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. 1) Auf diesen Augsburger Aufenthalt des Grafen Wolfgang wird zu beziehen sein: Item 1000 fl. hoptgüt vmb 45 fl. zinß vffgenommen vom Erhart Wurmsern, bürger zu Straßbiirg im zu antwürten vff st. Philippen vnd Jacobs tag, genannt der Maytag. Sollich gelt ist mim gnedigen hern graf Wolfgang, 600 gon Augspürg an hoff in sin handt, vnd dem Katzenloher zu Augspurg in Franckfürter meß 200 fl., vnd 200 fl. zum letschten Juncker Gangolfen von Geroltzegk mitsampt anderm vff sin schloß Schenckenzell zu gantzer ab- pfandüngen worden. Eintrag des Andres Kötz im Kintzigthaler Lagerbuche von 1493 flgd., S. 255. Donaueschingen. — Graf Wolfgang scheint jedoch nicht dem ganzen Eeichstage beigewohnt zu haben; denn Graf Adolf von Nassau erschien dort persönlich für sich selbst und mehrere andere Grafen, darunter auch „grauff Wolfen von Fürstenperg." So ein gleichzeitiges Pap. Verzeichniss der Theilnehmer an diesem Reichstage in den Weingartner Missivbüchern, VI, fol. 27 verso (Stuttgart, Staatsarchiv). 1500, Juli 27. Schwabmünchen. 307. Königliche Commission für den Grafen Wolfgang von Fürstenberg, die Angelegenheit mit dem Kurfürsten von Mainz betreffend. König Maximilian schreibt dem ivohlgeborenen Wolfgang Grafen zu Fürstenberg, seinem Kammerrath und lieben getreuen: Aus zufallenden vrsachen vnsrer veinde, so wir in mercklicher antzal im veld am herausziehen von Augspurg gefunden haben, wirdet sich vnser widerkunft gen Augspurg verlengern, vnd ist vnser maynung ernst- V 1111111 W&wZf Afli s - ! •' . ■ ... mSSU :«;< IV. 37 '«Ezra malm «BBH 290 1500. liehen beuelhend, daz du die Sachen bey vnserm öheim von Mentz, als du waist, vntz auf morgen, darin wir dir furter zuhandlen beschaid tun wellen, in rue stellest vnd das best darinnen ankerest, auch vnsrer camrer, koch vnd tischdiener halb, vnd dar- tzu ainen fuetterschreiber vnd Sebastian tarier von stundan zu vns zukumen beschai- dest. Daran tust du vnser maynung. Geben zu Menichingen an montag st. Panthaleons tag anno 1500, vnsers reichs des Römischen im 15. jare. Commissio domini regis propria. Das aufgedrückte königliche Siegel ist abgesprungen. Pap. Or. Donaueschingen. 1500, Aug. 18. Augsburg. 308. König Maximilian theilt den ehrsamen, seinen lieben andächtigen, der Aebtissin und dem Convent des Frauenklosters zu Wittichen, mit: der wohlgeborene, sein Rath und des Reichs lieber getreuer Wolfgang Graf zu Furstemberg habe sich bei ihm beklagt, dass das Kloster ihn nicht für seinen Castvogt halten wolle, obschon Gangolf Herr zu Hohengeroltzeckh und Kunigund, dessen Hausfrau, ihm neben der Herrschaft Schenckhenzell die Castvogtnutzungen des genannten Klosters verkauft haben. Da er (der König) den Kauf bestätigt habe, gebiete er dem Kloster, den Grafen Wolfgang von Furstemberg für seinen Castvogt zu halten 1 ). Geben zu Augsburg am 18. tag des monets Augusti 1500. Ad mandatum domini regis proprium. Auf der Bückseite das aufgedrückte königliche Siegel. Pap. Or. Donaueschingen. 1) Auf der Rückseite berichtet eine gleichzeitige Notiz, dass des Klosters Knechte zu Wittichen auf St. Gregorien Tag (März 12.) 1501 für den Grafen Wolf gang zu Fürstenberg eidlich verpflichtet wurden. Vergl. auch unten Nr. 310. y 1500, Aug. 20. Augsburg. 309. König Maximilian belehnt den Grafen Wolf gang zu Fürstenberg mit der Landgrafschaft Fürstenberg und den hohenklingen sehen Lehen, bestätigt ihm die Privilegien seiner Vorfahren und ernennt zu Commissarien, Eichtern und Conservatoren derselben neben den früher bestimmten Bischöfen und Dompröpsten von Strassburg, Constanz und Basel den Herzog Ulrich zu Wirtemberg und das Hofgericht zu Rottweil. Wir Maximilian von gottes gnaden Römischer kunig, zu allen tzeiten merer mm 1500. 291 des reichs, zu Hungern, Dalmacien, Croacien etc. kunig, ertzhertzog zu Osterreich, hertzog zu Burgundi, zu Lotherick, zu Brabant, II zu Steyr, zu Kernden, zu Crain, zu Lymburg, zu Lutzemburg vnd zu Grheldern, graue zu Flandern, zu Habspurg, zu Tirol, zu Pfirt, zu Kyburg, zu Arthoys vnd zu Burgundi, pfalltzgraue zu Henigow, zu Holandt, zu Seelandt, zu Namur vnd zu Zutphen, II marggraue des heiligen Römischen reichs vnd zu Burgow, landtgraue im Elsass, herr zu Frießland, auf der Windischen Marckh, zu Portenaw, zu Salins vnd zu Mecheln etc., bekennen offenlich mit disem brief vnd tun kunt allermeniglich, das vns der wolgeborn vnser rate, camrer vnd des reichs lieber getrewer Wolfgang graue zu Furstenberg, landtgrafe in Bar vnd herre zu Hawsen in Kintzigental, diemutigkliche hat angeruffen vnd gebeten, das wir ime yetzo nach abgang weylend des wolgeborn vnsers hofmarschalcks, rat vnd des reichs lieben getrewen Heinrichen grauen zu Furstenberg, seins bruders, der vormals an stat sein selbs vnd als sein vortrager von ir baider wegen, dise hernach geschriben lehen von vns empfangen habe, vnd die nu zu gantzem valle allain auf ine geerbt were, mit namen die landtgrafschaft Furstenberg mit solichen getzirckhen, weytrei- chinen vnd marckhen, wie ir eitern vnd sy dieselben von alter vnd bißher inngehapt vnd genossen hetten, die anfahen zum Haydischen Stain auf dem Swartzwald vnd darauß bis an die letzin auf der Strasse a ), von da dannen den nächsten in die Kur- nach, dieselb Kurnach vnd furter dieselb Kurnach ab vnd daraus bis gen Kurnegkh in das burgkstall, da dannen den nächsten vber vnd durch sant Germanßwald aus gen Munchweyler in das Sudelbachlin zum bild, genannt sant Kathrinen, da dannen in hof zu Sumertzhawsen, da dannen ob Obereschach dem dorf in die Eschach vnd die Eschach ab bis gen Grannegkh zum burgkstall, da dannen in das Lenngental, das Lenngentall auf vntz gen Tochingen, von Tochingen in Neckersfurt, dauon auf Huren- pacher staig, dauon gen Trossingen, zwischen baiden dörfern in die lynnden, dauon an Schurhamer luckhen, dauon am höchsten in Lubenhart, zu der hochen Tannen genannt, von da dannen bis gen Hawsen auf Freuen, dauon die staig auf den Syttinger- berg vnd den Sittingerberg ab vntz an Weyler stayg vnd den steyg ab vntz gen Weyler in pach, von Weyler den pach ab vntz zu Marxmulin, da dannen in Otten- furt, vom selben fürt das Tawbentelin auf bis in Duxbrunnen für aus in die letzin, da dannen in den lachenden Stain, da sich die drey grafschafften vnd herrschafften Hohenburg, Nellemburg vnd Furstenberg tauen, daraus oben in das Griegertal in brunnen, für aus gen Schopüoch in hof, dauon gen Enngen in Mayerpach, da dannen gen Hawsen am Wallenberg, dauon gen Wattertingen an etter, furaus gen Tenngen vnder die brugken, dauon gen Haßlach in hof, dauon auf den Wynndlsperg zum krewtz, vom crewtz gen Hellißhofen in den fürt, dauon auf den Randen vntz zum 37* i 1 m§ ■ ' '■ '■■-'■"■ $«$Sffi| « HBn HM Ms ■■ m HBBffll ■H mm mm SF 292 1500. \3m sshüSp Hagendorn, dauon in Slattersteig gen Grymeltzhofen vnder die brugkhen in die Wut- tach bis zum dritten joch 2 ), mit sambt allen vnd yegklichen stuckhen vnd guttern, die in solich getzirckh, weytraichin vnd marckhen geboren, aucb andere ire leben, nemlicb alle die stuckh vnd gutter, so von denen von Hobenklingen herruren vnd auf den benannten graf Wolfgangen vnd weylend den gedachten graf Heinrieben erblichen gefallen weren, mitsambt den boben vnd nydern geriebten, lanntgeriebten, dem pann vber das plut zu richten, vnd alle andere herlichaiten, oberkeiten, stett, geslösser, märekht, dörfer, weyler, höfe, gutter, lehenschafften, affterlehen, aigenschafften, frey- haiten, zwingen, bennen, mannschafften, jarmerckhten, wochenmärekhten, zollen, an- vallen der vnelich gepornen personen, gelaiten, berekhwereken, von allerley metallen, ertzten in gemelten grafschafften vnd iren herrsch äfften, wiltpennen, renten, zynsen, nutzen, gulten vnd allen andern rechten, zu vnd eingehörungen, so alles von vns vnd dem heiligen reiche zu lehen ruret, als Römischer kunig zu leben zuuerleyhen, vnd darezu auf vnd in denselben lehenstuckhen, aucb sunst gemeinlich alle andere frey- haiten, priuilegien, gnaden, recht, banndtuesten, brief, altherkumen vnd gut gewonn- heiten, so er, auch weilend der obgenant sein bruder vnd ire vordem von vns vnd vnsern vorfaren am reiche löblicher gedechtnus erworben vnd redlich herbracht haben, in allen vnd yegklichen irn stuckhen, puneten, artickln, meynungen vnd begreiffangen zuuernewen, zu confirmiren vnd zu bestetten gnedigklieb geruchten. Des haben wir angesehen des benannten graf Wolfganngen, vnsers camerers, diemutig zimlicb bete, auch die annemen, getrewen, nutzlichen vnd fleyssigen dienste, so er vnd weylend der obgenannt sein bruder vns vnd dem heiligen reiche offt willigklich getan haben, auch er teglichs tut vnd hinfur in künftig zeit wol tun mag vnd sol, vnd darumb mit wolbedachtem mute, gutem rate vnd rechter wissen demselben graf Wolfganngen die obberurten landtgrafschaft Furstenberg, herschafften vnd die stuckh vnd guter, von den von Hohenklingen herkomend, mit allen hohen vnd nidern gerichten, mit dem pann vber das plut zu richten, allen manschafften, slossen, stetten, marekten, dorfern, weylern, bofen, guttern, lehenschafften, aigenschaften, affterlehen, perckbwercken von allerley artzten in bemelten grafschaften vnd herrschafften, freyhaiten, jarmarekhten, wochenmärekhten, die zu legen vnd zu halten, wie ime vnd seinen armenlewten das zum allerbekomenlichisten ist, zollen, gelaiten, vällen der vnelichen gepurten, wildpennen, zynsen, renten, nutzen, gulten, rechten, zu vnd eingehörungen, nichts dauon außgenomen, in allermassen wie er, auch der gedacht sein bruder vnd ire vorderen das alles bißher inngebapt, genossen vnd herpracht, zu lehen gnediglich verlihen. Dartzu aucb derselben vnd sunst gemeinclich vnd sonderlich aller ire freyhaiten, priuilegien, gnaden, recht, briefen, handtuessten, alt herkumen vnd gut gewonnhaiten, msx&m 1500. 293 so er, auch sein bruder vnd ire vorfordern von vns vnd vnsern vorfarn am reiche löblicher gedechtnnss, als obgemelt ist, erworben vnd redlich herbracht, in allen vnd yegklicben iren stuckhen, pnncten, articklen, worten, meynungen vnd begreyffungen vernewt, confirmirt vnd bestettigt, verleyhen, confirmiren vnd bestetten inen solichs alles von Römischer kunigklicher machtvolkumenhait in krafft diß briefs, souil vnd was wir von rechts wegen daran zuuerleyhen, zu confirmiren vnd zu bestetten haben, solhermassen, das der vorgenannt graf Wolfganng vnd sein erben die obgeschriben lanndtgrafschaft Furstennberg vnd lehen stuckh, von Hohenclingen herkomend, mit den vorberurten getzyrckhen, weyttraichinen, merckhen, slossen, stetten, märckhten, hohen vnd nydern gerichten, lanndtgerichten, dem pann vber das plut zu richten, dorfern, weylern, hofen, lehen schafften, aigenschafften, affterlehen, vällen der vnelichen gepur- ten, glaiten, zwingen, pennen, perckwerkn vnd andern vorberurten rechten, zu vnd eingehorungen nu hinfuro von vns vnd dem heiligen reiche in lehensweyse innhaben, inen auch die vorgemelten ire freyhaiten, priuilegien, briefe, hanndtuessten, gnaden, rechten vnd alt gut herkomen vnd gewonhaiten in allen vnd yeden iren punckhten, articklen, maynungen vnd begreiffungen krefftig vnd mechtig sein gehalten vnd voltzogen werden, gleicherweyse als ob die alle vnd yede von worten zu worten hierinne begriffen vnd geschriben stuenden vnd der benannt graf Wolfgang vnd sein erben sich der selben, auch der angezaigten irer lehenstuckh vnd gutter mit bestympten getzyr- cken, weyttraichinen vnd marckhen, rechten, zu vnd eingehorungen, geprauchen vnd genyessen sullen vnd mngen nach iren notdurften, willen vnd wolgeuallen, von aller- menigklich vnuerhindert, doch vns vnd dem heiligen reich, auch vnserm loblichen haws Osterreich an vnsern oberkeiten vnd sunst meuigclichem an seinen rechten vnd gerechtigkeiten vnuergriffenlich vnd vnschedlich. Der obgenant graf Wolfgang hat vns auch darauf gewondlich glubd vnd ejä getan, vns vnd dem heiligen reich von solher lehen wegen getrew, gehorsam vnd gewertig zu sein, mit dem pann vber das plut durch sich selbst vnd seine amptlewt, von denen er auch allzeit glubd vnd ayd darumb nemen sol, zu handien vnd zuuolfuren, gegen dem armen als dem reichen vnd dem reichen als dem armen, vnd darinn nicht anzesehen weder lieb, laid, muet, gab, vorcht, freuntschafft noch veindtschaft noch sunst kein ander sach dann allain gerechts gericht vnd recht, in massen sy das gegen got dem almechtigen am jüngsten gericht verantwurten wellen, auch sunst alles anders zu tun, was sich deßhalben ge- purt, alles vngeuarlich, vnd als wir im vnd gedachtem seinem bruder hieuor in iren freyhaiten vnd priuilegien die erwirdigen vnd ersamen vnser fursten vnd lieben an- dechtigen, die bischofen vnd thumbbropste der stifft Straßburg, Costentz vnd Basel, so ye zu zeiten sein zu commissarien, richtern vnd conseruatorn gesetzt vnd geor- VStjfi Hw ■ ^H ■ ■< mmi | ■ • 1 : -".",- -f- - r - agBSiMffii 294 1500. 3ä& K dent a ), damit dann er vnd sein erben bey solichen irn lehen, rechten, gnaden vnd freyhaiten destruwiger vnd stattlicher beleiben vnd gehandthapt werden, so haben wir aus besondern vnsern kunigklichen gnaden inen zu denselben dreyen stifften den hochgeboren Vlrichen hertzogen zu Wirttemberg vnd Deckh vnd grafen zu Mumppelgart, vnsern lieben öheim vnd fursten, vnd alle sein nachkumen, vnd dartzu die edlen vnd vnser vnd des reichs lieben getrewen die hofrichter vnd vrteilsprecher vnsers vnd des heiligen reichs hofgericht zu Rottweil, so auch ye der zeit sind auch zu mitcommis- sarien, richtern vnd conseruatorn gesetzt, gegeben vnd geordent, wissentlich in kraft diß briefs, vnd gebieten darauf allen vnd yegklichen der vorgemelten landtgrafschaft Furstenberg vnd Hohenklingen lehenmannen, vndertanen vnd zugehörigen von Römischer kuniglicher macht ernstlich vnd wellen, daz sy dem obgemelten graf Wolfgangen als irm rechten herrn huldigung, ayde vnd gehorsame tun, wie sich geburt, auch den vorgeschriben dreyen bischoffen, hertzogen zu Wirtemberg, thumbröpsten der ob- bemelten dreyen stifft, hofrichtern vnd vrteilsprechern vnd allen irn vnd ir yedes nachkumen als vnsern geordenten commissarien, richtern vnd conseruatorn vnd sunst allen vnd yeden churfursten, fursten, geistlichen vnd weltlichen, prelaten, grafen, frej^en, herrn, rittern, knechten, haubtlewten, vitzthumben, vögten, pflegern, Verwesern, ambtlewten, schulthaissen, burgermeistern, richtern, raten, burgern, gemeinden vnd allen andern vnsern vnd des reichs vndertanen vnd getrewen, in was wirden states oder wesens die sein, ernstlich mit disem brief, daz sy den obgedachten Wolfgangen grafen zu Furstenberg vnd sein erben bey den obgeschriben irn lehen, ge- tzyrckhen, märcken, slossen, stetten, herrschafften, landtgrafschaft, lehenschaften, dörfern, höfen, weylern, lewten vnd guttern vnd andern irn obbestimpten rechten, zu vnd eingehörungen, auch allen vnd yegklichen irn freyhaiten, briefen, gnaden, rechten, handtuesstinen, guten alten herkomen vnd gewonhaiten vnd diser vnser königlichen confirmacion vnd bestätigung geruelich beleiben, sy der gebrauchen vnd gemessen vnd daran nit hindern noch irren lassen, sunder auf ir ansuchen von vnser vnd des heiligen reichs wegen bey dem allem vestigklich handthaben, schützen, schermen vnd nit gestatten, das sy dawider bekumbert noch beswert werden, vnd hiewider nit tun, als lieb einem }^eden sey, vnser vnd des reichs swere vngnad vnd dartzu ein pene, nemlich sechtzig marck lötigs goldes zuuermeiden, die ain yeder, so offt er freuenlich hiewider tete, vns halb in vnser vnd des reichs cammer vnd den andern halben teil dem bemelten graf Wolfgangen vnd seinen erben vnableßlich zu betzalen verfallen sein sol. Mit vrkund diß briefs, besigelt mit vnserm kuniglichen anhangendem insigl geben zu Augspurg am zwaintzigisten tag des monets Augusti nach Cristi geburde SvHma 1500. 295 im funfzehenhundertsten, vnser reiche des Römischen im funfzehenden vnd des Hungerischen im eylften jaren. Ad mandatum domini regis proprium Bertoldus archiepiscopus Moguntinus archicancellarius subscripsit. An blau-weiß-rother Seidenschnur das königliche Siegel. Perg. Or. Donauesckingen. a) Or.: gedent. 1) Diese „letzin", d. i. Grenzzeichen ist auf alten Karten noch als Kreuz eingetragen an dem Punkte, wo auf der Höhe des Kesselbergs die Straßen von Langenbach, Oberkirnach und Brigachthal zusammentreffen. Der Heidnische Stein, unzweifelhaft jener, den das Volk noch heute allgemein als den „Etternestein", d. i. Grenzstein bezeichnet, liegt an der Südgrenze des der Standesherrschaft Fürstenberg gehörigen Heidenstein - hofes, an der Südspitze des Felsengrates, der im obersten Theile des Hinterthaies aufwärts zieht. Was die topographische Karte von Baden, Bl. 35, v. 1845 als Heidenstein bezeichnet, ist ein Granitblock, den ein Cru- zifix aus jüngerer Zeit krönt und viele kleinere Granitblöcke umgeben und wo nach der Tradition fremde Soldaten, Schweden oder Franzosen, begraben sein sollen. 2) Zahlreiche Kundschaften aus verschiedenen Jahren des 15. Jahrhdts., insbesondere v. 1478 über die Grenze in der Gegend von Engen, bezeichnen die Grenzen der fürstenbergischen Grafschaft und Wildbänne übereinstimmend mit obigem. Or. u. Copien. Donaueschingen. Vergl. auch oben Bd. III. Nr. 446. Der „lachende Stain" ist wohl Corruption aus Lochen-Stein, d. h. Grenzstein. „Hawsen am Wallenberg" ist der Hauserhof am Ballenberg, westl. v. Engen. 1500, Aug. 26. Augsburg. 310. König Maximilian bestätigt dem Kloster Wittichen den Schutz- und Freiheitsbrief Kaiser Friedrichs von 1473, Juli 21. mit dem darin enthaltenen Transsumpte des Schutz- und Freiheitsbriefes König Sigmunds von 1417, Dez. 8. und bestätigt seinen Rath und lieben getreuen Wolfgang Grafen zu Fürstenberg, dem der edle Gangolph Herr zu Geroltzegg, des Klosters Schirmherr, die Herrschaft Schenckenzell, darin das Kloster gelegen, verkauft und dem das Kloster seinen Schirm übertragen hat, als Schirmherrn des Klosters. Geben zu Augsburg *) am mittwochen nach st. Bartholomei tag des hl. zwölf- botten 1500, unserer reiche, des Romischen im 15. und des Hungarischen im 11. iahre. Aus einem Transsumpte Kaiser Josephs I. von 1708. Donaueschingen. 1) Am 20. August 1500 befiehlt König Maximilian zu Augsburg seinen Käthen, dem Grafen "Wolfgang zu Furstenberg und Peter Vellich, Camerprocurator und Fiscalgeneral, Meister und Rath der Stadt Strasburg anzugehen, ihm die Bezahlung der ihm geborgten 15,000 fi. rh. bis st. Michelstag übers Jahr zu erlassen. Aus dem Archive des k. k. Finanzministeriums in Wien, Exemptbuck v. 1500, fol. 180, mitgetheilt von Professor Dr. Loserth. ^< I i y ■ ■ -jtv'^'.'fCrf' ■HsO S ) 1 i v - 1 h. 1 '.. !* 'i -';■*.'■ : ^^O^^^g^ f®w*l§l2EK»§lBilä ^^^^ sSEiEfjpRääSliäffl 9 S&u&es* Braän IlsiirPslIlaSi ■ ■■ 1 ä«jS}« •>i k3k> SmS " '■ aR$H£«Kiwgj»a£?iH? Sfe ä^iS^SISks. b s^fflliisis ■ •; , ?t%>j4r'- Wmm m*m &SS&& ■ -' 1 Wmm ■ StäSSSMW egäÄsL RHH SET 296 1500. 1500, Okt. 10. Donauwörth. 311- Mandat König Maximilians an seine und des Reichs liebe getreue, die Amtleute zu Has- lach und Wolfach und allenthalben in der Bar, samtlich und ihrer jeden. Wir haben in vergangen tagen vnser botten ainen mit etlichen briefen zu dem wolgebornen fl vnserm lieben getrewen Wolfgangen grafen zu Purstemberg, vnserm rat, abgefertigt, der ist mit solchen II briefen widerumb zu vns kumen vnd hat vns anbracht, wie er denselben graf Wolfgangen anheim zu Haslach vnd daselbst vnib, desgleichen in der Par gesucht vnd, als er in nit gefunden, hab er euch die brief vber- antworten, die sollet ir von im nit haben annemen wellen, das vns, auch graf Wolfgangen zu grossem nachtail kummet, dann vns baiden mercklich vnd vil daran ge- • legen ist. Demnach empfelhen wir euch mit allem ernst, daz ir die gemelten brief von disem vnserm poten annemet vnd die graf Wolfgangen, wo er selbs damit nit betretten wirdet, eylends zusenden vnd hinfur dergleichen briefe nit von euch schieben, damit solche versawmniß euch auch nit zu schaden kumme. Daran tut ir vnser ernstliche meynung. Geben zu Werd an sambstag nach st. Pranciscen tag anno 1500, vnsers reichs im 15. jar. Commissio domini regis propria. Semteiner manu propria. Spuren des rückwärts aufgedrückten rothen Siegels. Pap. Or. Donaueschingen. 1500, Okt. 14. 312. Eberhart Bletz von Kotenstain, derzeit Prior zu Ripoltzow, einigt sich mit dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg über. einen Tausch, wonach ihm der Graf das Gütli „zunechst vnderm badhuß", das bisher 6 Schillinge Pfennige jährlich zinste, überläßt, wogegen er, der Prior, die 6 Schillinge Pfennige dem Grafen als jährlichen Zins von des Klosters Gut „zunechst ob dem bad" überweist. Geben vff mitwoch vor st. Gallen tag 1500 x ). Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. 1) Am selben Tage bekennt Graf Wolfgang diesen Tausch vollzogen zu haben. Alte Pap. Copie. Donaueschinsen. ^■1 1500. 297 1500, Okt. 19. 313. Chunrat von Schellenberg zu Huffingen beurkundet, dass auf Zinstag nach Exaudi (Juni 2.) dieses Jahres, als er auf Befehl des Grafen Wolfgang zu Furstem- berg etc. mit dessen edlen Lehensinannen in der Rathstube zu Gysingen zu Lehengericht gesessen, über die Klage des edlen festen und ehrsamen Jörg Stoll von Stouffen- berg, der Hans von Reckenbach als bedingten Fürsprech hatte, gegen den festen Eraß- muß von Harnenspach alt Schuldheiß zu Gengenspach, der wegen Krankheit durch Hans Bletz von Rötenstein vertreten war, wegen des von Eraßmuß von Harnenspach nach dem Tode seiner Tochter, Witwe des Cunrat Stoll von Stouffemberg, an sich gezogenen Theiles zu Schnellingen und der Vogtie über Eschow und Wiler mit Zubehör, welche Stoll als Lehen von der Grafschaft Furstemberg gehabt, verhandelt worden, das Urtheil aber bis jetzt ausgesetzt worden sei. Nun wird mit Mehrerurtheil erkannt, dass Eraßmus von Harnenspach nicht schuldig sei zu Recht zu antworten, bevor er wieder in den Besitz der streitigen Güter eingesetzt worden, und dass die Kosten bis zur Entscheidung der Hauptsache ausgesetzt bleiben sollen. Geben am mentag nechst nach st. Gallen tag 1500. Das Siegel des edlen und festen Hans von Almißhouen zu Ymendingen (Schild quadrirt, in 1 eine Rose; auf dem Helm 2 Jagdhörner; SS. Ijana. D. ........ .)• Perg. Or. Donaueschingen. ■ ' N#?< 1500,. Nov. 11. 314. Vogt und Gericht vor Künczigen, zu Wittichen im Gasthaus an gewöhnlicher Gerichtsstatt öffentlich zu Gericht sitzend, urtheilen in Sache des wohlgeborenen Herrn Wolfgangen, Grafen zu Fürstenberg, ihres gnädigen Herrn, gegen Herrn Gangolf zu Hohengeroltzegk, ihren gnädigen Herrn „vmb ain gelüpt Verachtung wider etlich brüder vnd knecht des closters Witchen" : dass der Herr von Hohengeroltzegk dem Grafen zu Fürstenberg an seiner erkauften Gerechtigkeit, Obrigkeit und Herrlichkeit zu Wittichen keinen Schaden noch Abbruch thun solle. Geben vf zinstag nach st. Martin des hl. bischof tag 1500. Das Siegel der ehrsamen und weisen, Schuldheißen und Gerichtes der Stadt Schiltach (grün in Schüssel; im Schild 2,1 Schüde; $ ......fnjUtari]). Perg. Or. Donaueschingen. IV. 38 hM m&Bffl I ■ I JSSm&ü mm ihi 298 1500. 1500, Nov. 19. 315. Hans Graff von Friburg verkauft um 160 fl., worüber er quittirt, dem ehrsamen Peter Sprüngen, Burger zu Friburg, so rechtskräftig, als wäre der Kauf vor Gericht gefertigt, zwei Güten, nämlich 15 fl. jährlichen Zins, die erkauft sind von den Grafen zu Fürstenberg und jährlich von der Nüwenstatt verzinst werden, wieder- käufig mit 300 fl. Hauptgut, für ledig eigen, nach 7 j /ü fl. Gelds, die Hanns Lendlins, Burgers zu Friburg sei., Witwe aus derselben Gilt zu Zins hat, und 1 fl. Gelds vom Nurenberger zu Bolswyler, der mit 20 fl. Hauptgut erkauft worden und den jetzt zinst der edle feste Gabriel Snewlin Bernlapp von Bolswyler. Geben an dornstag vor st. Katherinen tag 1500. Von den Siegeln des edlen festen Arbogast Snewlin Bernlappen von Zaringen, Schuldheissen zu Friburg, und des Ausstellers ist nur ein Bruchstück des zweiten (grün, ein springender Fuchs oder Wolf?) erhalten. Perg. Or. Donaueschingen. 1500, Dez. 22. 316. Wolfgang Graf zu Furstemberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husen im Kyntzigerthal etc., verkauft seinen getreuen Micholn Bantlin und Hansen Lomnynit von Nidingen als Pflegern st. Andres des hl. zwölfboten in der Pfarrkirche zu Nidingen um 44 fl. rh. und 3 ü Heller Furstemberger Währung den dritten Theil am Kelnhof zu Gisingen, den Jacob Wyler baut, und am Gute, das Heinrich Arnolt, Vogt Arndts sei. Sohn baut, genannt Swartzen gütt, wie denselben sein Bruder, Graf Hain- rich von Furstemberg sei., von Burgkharten von Höwdorf an sich erkauft hat, behält aber für sich und seine Nachkommen den Wiederkauf vor *). Geben am zinstag nach st. Thomas tag 1500. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Pfarrregistratur Neidingen. B. 1) Einen weitern Drittheil genannter Güter haben vorgenannte beide Pfleger der Pfarrkirche Nidingen um 50 fl. rh. von Hainrich Sygmund von Howdorf am sonntag nechst vor st. Thomas des hl. zwolfbotten tag (Dez. 20.) 1500 erkauft. Der letzte Dritttheil an diesen Gütern gehörte nach diesem Kaufbriefe vordem dem Bruder des Verkäufers, Hanns Mathysen sei., war dann dem Silberer von Bnngen und hierauf (1500) Caspar Störren zu Vilingen versetzt. Das Losungsreeht dieses Drittels erwarben die genannten Pfleger zugleich von Hainrich Sygmund von Howdorf am 20. Dez. 1500. Die Siegel des Verkäufers und des ehrsamen Johannes Küchen, Landschreibers des Landgerichts in Bare fehlen. Perg. Or. daselbst. B. :''.:■'■■.'.'•■. 1500—1501. 299 1500, Dez. 22. 317. Hans Flieg von Domo, wohnhaft zu Haslach im Kintzgental, welcher wegen etlicher „verschult sachen" in des Grafen Wolfgang zu Furstemberg etc. Gefängniss gekommen, aber auf die Fürbitte vieler ehrbarer Leute, Geistlicher und Weltlicher, „one witter hersuchen" entlassen worden ist, schwört Urfehde und gelobt, dem genannten Grafen oder seiner Gnaden Schuldheissen zu Haslach „zu abtrag" 6 fl. innerhalb 6 Jahren, je 1 fl. an st. Johans tag Süngichten alljährlich, zu entrichten, oder wenn er dieses nicht halte, gen Haslach zu kommen und hier zn bleiben, bis dem Schuldheissen „beniegen geton". Geben vf zinstag nach st. Thomas tag des hl. zwelfbotten 1500. Die Siegel der edlen und festen Junker Martin von Blümneck und Cünrat von Velsenberg, seiner (Fliegs) günstigen und lieben Junker, fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1501, März 10. 318. Veronica von Fridingen, geborn von Honbnrg, Hansthürings von Fridingen sei. Witwe, bekennt, dass ihr der wolgeborene Herr Graf Wolfgang zn Fürstenberg etc. durch den edlen, festen Lux von Rischach die auf nächsten Maitag von Thonoweschin- gen verfallenen 14 Gnlden rhein. Leibgedings ausbezahlt hat. Geben vff mittwoch nach dem sonntag Reminiscere 1501. Das aufgedrückte Siegel der Veronica von Fridingen fehlt. Pap. Or. Donaueschingen. 1501, April 19. 318 a . Wolfgang Graf zu Furstenberg etc. bittet den Bischof Hugo zu Costentz und dessen Vikar in geistlicher Regierung, den ehrsamen Herrn Melchior Sorg von Sto- gkach, Priester, dem er als rechter Collator die durch Verzicht des Herrn Mychel Howenstayn erledigte Pfarrkirche zu Kirchen unter Gysingen J ) übertragen, auf derselben Pfarrei zu investiren. Geben am mentag nechst nach dem sonntag Quasimodogeniti 1501. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. j ■■ ■ | « M BB BH 1 Ig ■ j m I m ^H HH 38 ; Wm I EbPI w&& ■ i^^H^M 31P$i?l«l!HSS 300 1501. 1) 1504, März 4. (menntag nach Reminiscere in der Vasten) stellt Sebastian Nydlinger von Vlm, Priester, dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg etc., der ihm die Pfarrei zu Killichen unter Gisingen übertragen, darüber einen Revers aus. Perg. Or. mit dem Siegel des edlen und festen Junkers Eainrich von Buech (im Schilde ein schräggestellter Fisch; auf dem Helme ein Flug; IjetrtrWj. Don. .....). Donaueschingen. 1501, Juni 26 — Juli 4. 319. Competenzstreit wegen der Jurisdiction zu Oberflacht. a. 1501, Juni 26. Gemeiner Eidgenossen Rathsbotschaft zu Baden im Ergöw mit vollem Gewalt versammelt schreibt dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, er möge in dem Spenn zwischen ihm und dem Dompropst zu Costenz, ihrem lieben Bundesgenossen, wegen eines zu Oberflach in der Herrschaft Cuntzenberg begangenen Todtschlages, dem Vorschlage des Dompropstes willfahren. Besiegelt unter Landtolds von Glaris, ihres Landvogtes zu Baden, Siegel. Geben Johannis et Pauli 1501. b. 1501, Juli 4. Graf Wolfgang von Fürstenberg antwortet denselben: „zue Oberflacht [haben meine vordem vnd ich selbs rtiwigklich vnd rechtlich lenger, dann menschen gedechtnuß ist, vber todtschlege gericht, darzu all ander malefizhendel gestraft". Er sei es dem hl. Reiche und sich selbst schuldig, das hl. Reich bei seinem Eigen und sich bei seinem Lehen zu erhalten und werde, weil es Regalien und Lehen vom Reiche berührt, Recht vor königlicher Majestät als dem ordentlichen Richter suchen. Datum vff sonntag st. Virichs tag 1501. Durch die kaiserliche Kanzlei zu Rotweil collationirte Copien von 1572 im Stadtarchiv Freiburg. 1501, Juli 21. 320. Ludy Sailer von Costenntz, der den wohlgeborenen Herrn Hainrichen Grafen zu Furstennberg etc. seliger und löblicher Gedächtniss nach seinem Tode gelästert und von ihm behauptet hat also: „hett der krufftloss (sie) boßwicht von Furstennberg sich recht gehalten, so wer vor Dornen die flucht nit besehenen", obwohl er nicht dabei gewesen und dessen kein Wissen gehabt hat, und der deßhalb von Wolfgang Grafen zu Furstenberg etc. einige Zeit zur Strafe gefangen gehalten worden, wird auf Bitten des hochwürdigen Fürsten und Herrn Martin, Abts des würdigen Gotteshauses Rieh- now, des edlen, strengen, festen, fürsichtigen, weisen Herrn Conraten von Schellem- berg zu Huffingen, Ritters, der Burgermeister und Räthe der Städte Costentz und Vberlingen freigelassen, schwört Urfehde und verheißt, alle aus seiner Gefangenschaft erfolgenden Kosten zu erlegen. Geben am zinstag nach st. Jacobs des hl. zwelfbotten tag 1501. 1501. 301 Das Siegel des Bitters Conrat von Schellenberg zu Huffingen; das des Junkers Jörgen von Regkenbach zu Gisingen fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1501, Aug. 3. 321. Geburt der Gräfin Clara Anna zu Fürstenberg. Anno domini 1500 vnd im ersten jare wart daz wolgeborn frowlin Clar Anna von Fürstenberg geborn vff zinstag am morgen vor st. Sixtus tag in der vierden stund vor mittag zit; gefatterigt Fronica von Reckenbach, herr Eberhart Bletz, pryor zu Ripoltzow........ a ). lst b ) vmb Bartholomei anno 1550 gestorben. Gott sey ir gnedig. Andres Kötz im Kinzigthaler Lagerbuche v. 1493, p. 6. Donaueschingen. a) Einige Worte ausgestrichen und völlig unleserlich. b) Das folgende von jüngerer Hand. Anno domini 1501 jar ward geboren frwli Claranna vff zinstag vor sandtLau- renczen tag *). Aufzeichnung von c. 1503 auf Vorsetzblatt VI des Neidinger Anniversarienbuches v. 1494. Donaueschingen. 1) Zwei Blätter im f. f. A. von einer Hand von c. 1500, „anheren vnd anfrauwen" überschrieben und genealogische Notizen zur Hausgeschichte, meist Copien nach den Aufzeichnungen des Andres Kötz enthaltend, zeigen aussen von zwei verschiedenen Händen die Bemerkungen: „Dis hört Beatryxen vnd Klarannen, nryn lieben döchtern zu Nidingen" und „Versorgen mir die anhen vnd daz ander; ich muß eß alles wider haben." Also von Grafen Wolfgang von Fürstenberg seinen Töchtern Beatrix (vergl. oben Nr. 249 zu 1499, Febr. 15.) und Klara Anna nach dem Kloster Neidingen zugeschickt, wo dieselben, wie sich hieraus ergibt, schon als Kinder verweilten, denn Graf Wolfgang starb 1509, Dez. 31. 1501, Aug. 9. 322. Jörig von Almszhouen, wohnhaft zu Hüffingen, verkauft den edlen, strengen und festen Herren Cünratten, Ritter, und Burckharten von Schellemberg, Gebrüdern zu Huffingen um 190 Gulden rhein. seine zwei Theile des großen und kleinen Zehntens zu Almszhouen, den man von Alter nennt den Almszhouev Zehnten, „für fry, ledig, 1er vnd vnuerkumert, dann das der lehen ist vnd iärlich den obgenannten von Schellemberg zwölf malter zu vogtrecht daruß gond." 1 ). ■msXc^msm \\ ■ - ■ m lllllelipll H8B mm m ■ UmSS 'n. 302 1501. Geben vff sannt Lorentzien abent 1501. Die Siegel (grün in Schüssel, wie oben) des Ausstellers und seines Vetters, des edlen und festen Hansen von Almszhouen zu Ymedingen. Perg. Or. Donaueschingen. 1) Am 6. Sept. desselben Jahres (menntag nechst nach sannt Verenen tag, des lanndtags by Furstenn- berg an der staig) beurkundet Othmar Eotennbacher von Furstemberg, fry, Landrichter in Bare im Namen des Grafen Wolfgang von Furstemberg, Landgrafen in Bare, diesen Kauf. Das Siegel des Landgerichtes in Bare. Perg. Or. Donaueschingen. 1501, Aug. 18. 323. Heirathsproject zwischen Grafen Wilhelm zu Fürstenberg und Gräfin Apollonia zu Hennenberg beireffend. Otto Graf zu Solms und Herr zu Myntzenberg schreibt dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg etc., seinem freundlichen lieben Sohne und Eidam, wünscht Glück zu der angezeigten Geburt einer jungen Tochter 1 ), thut zu wissen, dass er sammt allen seinen Kindern und Grafen Bernharts Gemahl und seinem und des Grafen Wolfgang lieben Sohne, dem Grafen Wilhelm, frisch und gesund sei. Was die vorgeschlagene Heirath des letzteren betrifft, wozu man seinen „dorichten raidt" begehre, schreibt er: „der heyradt were meins bedunckens anzunemen, noch dem das freuwelin von guther geburthvnd stammes, so ferre sie anders auch nit geprechliche vnd den leuthen gleich ist vnd das man sich der zugäbe, widderlegunge vnd anders vergleichen mag. Ich habe den begriffe des heyradts 2 ) vberlesen vnd befinde im selbigen beswernisse, souil mein dorichter verstandt verstaehet, vnd erstliche in der widderlegunge, die dan waer- liche hoechlich angeslagen, nemlich ye von zehen gülden einen; zum andern, das sie macht haben solte, in irem testament alle das ihene sie mit ire bracht, geschenckt 1501. 303 oder geben were, hinweg zu geben aen widderredde ires herren vnd gemahells erben, vnd wie sie solicbs ordent, dabey zu laessen. Soliche zwene artickel sint zu bedencken vnd so man dem ein gleichmessigen lydlichen weg finden mocht, deucht mich gut. Zum drytten, das dem frewlin noch ires herren gemahel doit, so sie den erlebt, ein merglicher haußraidt folgen solle, bedeucht mich, so man in der widdeiiegunge von den zehen gülden ein gülden zu geben nit abstehen wolte, als ich mich versehe, das man alß dan mit des freuwlins hinweg geben einen weg funde, das dasselbige sie mit ire brecht, geschenckt, geben oder zeugen wurde, by der herschafft Furstenberg plibe, affter was sie zemlichs vor ire sele heyle setzt. Vnd ob sie irs herren vnd gemahel doit erleben vnd einen andern man nemen, das ire alßdan ein somma geldts, ewer liebden zu erlyden, vor solichen iren abscheidt des haußraidts geben wurde, vnd so sie kindere mit dem zweyten man haben, das solch kyndere ire mutterliche gudt gleich teylen etc., bedeucht mich, so sie zum zwaithen staedt der eehe sich begeben, das ire nit mehr dan ire widdems gut ire leptage lang vnd nit wythers folgen solte vnd alßdan noch irem abgaug solicher widdem mit sinem renthen, in der heitlichs (?) a ) verschrybunge vffgericht, widervmb an die graueschaft Furstenberg fiele". Geben vnder meim secret mitwochs noch Assumptionis Marie 1501. Pap. Or. mit Spuren eines zum Verschlusse aufgedrückten grünen Siegels. Donaueschingen, a) Vielleicht verschrieben für: heiratliclis. 1) Clara Anna, geb. 1501, Aug. 3.; s. oben Nr. 321. 2) Beiliegend ein Entwurf des Heirathsvertrages, datirt v. Aug. 2. (mendag st. Steffanß babst tage), ausgestellt von Bertoldt, des hl. Stuhls zu Menez etc. Derselbe verabredet und „beteydingt" die Heirath zwischen Herman Grafen und Herrn zu Hennenberg wegen seiner Tochter fröwlin Apolonien einerseits und dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg wegen seines Sohnes Grafen Wilhelm anderseits. Die Braut soll nicht eher abgeschickt werden, bis sie das 16. Lebensjahr erreicht hat. Heirathsgut: 6000 fl. rhein. Landeswährung. Dagegen sollen Graf Wolfgang oder Wilhelm 12000 fl. Heimsteuer und Widerlegung, auch dazu eine Morgengabe auf ihren Besitzungen verschreiben etc. Bis auf st. Egidien tag schirst (Sept. 1.) sollen die beiden Grafen der durchlüchtigen, hochgeborenen Fürstin und Frau Elßbeth, geborenen Markgräfin von Brandenburg, Herzogin zu Wirtenberg und zu Teck etc., gen Nürtingen zu- oder abschreiben. Dann soll Erzbischof Berchtold beide Parteien zu Tagen bescheiden, um Beschluss zu machen, „doch vß behalten, ob graue Herman grauen Wilhelmen von Fürstenbergk itzo zuo Braunenfels bynnen deß gehorten slußtage vor besehen lassen vnd an deß selben persone schüen oder wegerung nemmen wurd. Zuo vrkund sein zwü geschrifft vß ein anderen geschnitten vnd eiedes grauen ein vbergeben." Pap. Concept. Donaueschingen. — Die Heirath kam nicht zu Stande. 1501,' Aug. 20. 324. König Maximilian befiehlt dem wohlgeborenen, seinem lieben, getreuen Wolf- ■ g . ■• . . . . v ■ ■ 1 ■ ■■•:'. •■■ I , i ! ... mmmm ''«iura m& ■■MM 304 1502. gang Grafen zu Fürstennberg, seinem Rathe, die Zurückgabe des Schadlosbriefes an seine „raitcamer" zu Ynsprugk, welchen er weiland dessen Bruder Hainrich ausgestellt, als dieser mit seinem lieben, getreuen Hannsen von Kunigsegk, seinem Rath und Vogt zu Veitkirch, sich für ihn um 4000 fi. rh. bei Virich von Habsperg und dessen Bruder verbürgte, da diese Verschreibung seiner „raitcamer zu Ynsprugk vber- antwurt" ist. Geben zu Ynsprugk am zwaintzigisten tag des monnets Afugujsti 1501. Das aufgedrückt gewesene Siegel des Königs fehlt. Pap. Or. Donaueschingen. B. 1502, Jan. 25. 325. Wolfgang Graf zu Fürstenberg etc., oberster Hauptmann und Landvogt in Elsaß sagt dem ehrsamen Cunradt Schutz, Hof- und Landschreiber in Elsas, zu, „als dann (derselbe) mit seinem bruder, graue Heinrich seligen, als derselb in kriegsvbung wider die Schweitzer inn veldleger zu Altkirch zu roß vnd fus gelegen vnd zu vnderhaltung desselben Kriegsfolcks von den stenden diser landen ain suma gelts anlehens weis dargeben, wie dann solichs durch den landschreiber in ainem register zu Inspruck ingelegt , weliches dann gen Ensisheim komen, besichtigt vnd recht erfunden ist, dweil nun die königliche Majestät demnach Georg Gossenbrot selig der prelatten vnd geistlichen anlehen zu bezalen angenomen vnd deshalben obligirt haben, vnd als der landschreiber ainem jden seins anlehens bekantnus gebenn", bei königlicher Majestät daran sein zu wollen, „darmit sie vsgericht vnd bezalt, vnd er deshalb vor costen vnd schaden behüet werde." Geben vff zinstag nach Vincentii anno secundo. Das Original siegelte der Aussteller. Pap. Cop. des 16. Jahrhdts. Donaueschingen. B. 1502, Febr. 13. Innsbruck. 326. Graf Wolfgang von Fürstenberg stellt bei Übernahme der Hauptmannschaft und Land- vogtei über die vorderen Lande einen Revers aus. Wir Wolfgang graf zu Furstenberg vnd lanndtgraue in Bar bekennen für vns vnd vnser erben offennlich mit disem brief vnd thun khundt allermenigklich, als der I I I "}ys;' yMmsm 1502. 305 allerdurleuchtigist grosmechtigist fürst II vnd herr, herr Maximilian, Römischer vnd Hungrischer kunig etc., vnser allergnedigister herr, vns zu irer Maiestat obristen hawbt- man vnd lanndtuogt in irer gnaden vordem lannde Elisas, Sungkaw, II Breysgew, der vier stet am Rein, an dem Swartzwald vnd waz daran gehört, zusambt der stat Villingen anfgenomen vnd vns darzu für solde, zerung, potenlon vnd lyfrung, so wir in der selben landtuogtey vnd den krayssen daselbstumb thun werden, benenntlichen sech- tzehenhundert guldin Reinisch zugeben beschaiden ] ), darzu auch gegönnt die vischen- zen vnd gejaid, auch das hew auf seiner gnaden matten zu Thann vnd das judengelt wie andern seiner Maiestat lanndtuogten, so solichs vor inngehebt, zunyessen vnd vns der zugebrauchen, alles laut seiner kunigklichen gnaden briefe, darumb ausgangen, daz wir darauf seiner kunigklichen Maiestat zugesagt vnd versprochen haben wissentlich in crafft ditz briefs also, daz wir dieselben irer Maiestat vorgeschriben lannd vnd herschafften, sloss, stete, dörfer, wyler, auch all vnd yegklich irer Maiestat vnder- thanen, darein gehörend vnd wonend, in irer gnaden namen vnd an irer stat als öb- rister hawbtman vnd landtvogt zu seiner Maiestat vorab vnd darnach derselben negsten erben handen innhaben vnd die getrewlichen verwesen, versorgen, gleichs gericht fueren dem armen als dem reichen, als sich geburt, altzeit seiner Maiestat frumben furdern, schaden wenden vnd alles das thun, das ain getrewer obrister hawbtman vnd landt- uogt seinem herren schuldig vnd gebunden ist, darzu seiner Maiestat obrickait, eehaff- ten, herlickaiten, gerechtigkaiten vnd gewaltsam, das sey in pergkwerchen, schetzen, gelaytten, vorsten, wildpennen, gejaiden, vischwaiden vnd allen andern obrickaiten vnd gerechtigkaiten, so seiner kunigklichen Maiestat als herren vnd lanndfursten von recht oder gewonhayten in den oberurten irer kunigklichen Maiestat lannden, steten vnd gebieten zugehoren, vnd darzu dieselben irer kunigklichen Maiestat lannd vnd lewt vor allem gewalt vnd vnrechtem hanndthaben, retten vnd schirmen, seiner kunigklichen Maiestat der nicht entziehen lassen noch das selbs auch nit thun. Waz vns aber zu swer darynn sein wurde, das sollen wir altzeit an sein kunigklich Maiestat bringen vnd die lewt darein gehörig bey allen iren freyhaiten, alten gueten gewon- haiten vnd gerechtigkaiten halten vnd bleiben lassen, sy dawider nit dringen noch bekhumbern noch das yemandt anderm zuthun gestatten in khain weyse, vnd all irer gnaden Sachen nach irer Maiestat vorab vnd darnach derselben land vnd lewte besstem vnd mitzlichistem frumben furnemen vnd getrewlichen handeln wider menigklich, nye- mandts ausgenomen, auch seiner kunigklichen Maiestat huebmaister vnd ambtleuten dauorn albeg furderlich vnd verholfen sein, damit sy seiner kunigklichen Maiestat rennt, nutz vnd gult einbringen vnd die verraytten mugen. Wurde auch yemandt sein kunigklich Maiestat, die iren in vnser Verwesung angreiffen, beschedigen oder in IV. 39 ■ y : - - '. ■ • ' IM ■ s&R $®eim aal : 1P1I 'MM I I ^H iwm m»M 306 1502. ainich wege wider recht dringen, sollen wir in obgeschribner mass darzu thun vnd sy schützen vnd schirmen, als sich geburt. Wir sollen vnd wellen auch all vnd yegklich glaydt in derselben vnser Verwesung zu iren gnaden handen handthaben vnd das al- beg ainer tewgenlichen person beuelhen. Wann aber sein kunigklich Maiestat irer gnaden lanndtuogtey vnd hawbtmanschaft brieflich oder mundtlich erfordern, des sein kunigklich gnad altzeit macht hat, alsdann sollen vnd wellen wir seiner Maiestat des alles on irrung vnd widersprechen mitsambt allem dem, so vns damit oder darnach eingeantwort ist, irer Maiestat zugehörend abtreten vnd einantworten, alles getrewlich vnd vngeuerlich. Mit vrkhvndt ditz briefs, besigelt mit vnserm aigen anhanngendem innsigl, geben zu Innsprugk an dem dreytzehenden tag des monets February nach Cristi geburde funftzehenhundert vnd im andern jare 2_t ). Das Siegel des Ausstellers. Pen?. Or. München. 1) In „Komischer kuniglicher Majestät missiuen", Band von anno 2, fol. 39., Innsbruck, findet sich: 1502. Vnderrichtung auf den stat, der zuSwats königlicher Majestät vberantwort ist worden. „Landtuogt in Elsass hat jerlich 1600 gülden; will not für kunigklich rnayestat sein darein zu sehen, ob den einspenigen, so er hat, abkündt vnd die durch in versoldet würden oder daz im sein sold vmb souil geringert werd". — 1507, März 19. (fritag nechst nach dem sontag Letare Mütteruasten) bevollmächtigt Wolfgang Graf zu Für- stemberg etc. seinen getreuen lieben Cünrat Dierberger von Fürstenberg, Zeiger dieses Briefes, seinen von der Landvogtei verfallenen Fronfastensold in seinem Namen bei der königlichen Kammer zu Inßprugk zu erheben. Pap. Or. (auch das Concept) mit dem vorn aufgedrückten „bütschet insigele" des Ausstellers (dasselbe zeigt den füistenbergischen Schild ohne Helm und Umschrift). Donaueschingen. 2) Am selben Tage gibt Wolfgang Graf zu Furstenberg etc., von König Maximilian zu seinem obri- sten Hauptmann und Landvogt in den vorderen Landen bestellt, seine Zustimmung dazu, dass, solange er sich am königlichen Hofe oder anderwärts aufhalte und die genannte Hauptmannschaft und Landvogtei persönlich nicht verwese, von seinem Solde von 1600 Gulden 400 Gulden seinem Schwager, dem edlen Caspar Freiherm zu Mörsperg und Beffort, königlichem Käthe, oder wem der König sie verschaffen wolle, ausgefolgt werden. Geben zu Innsprugk am 13. February 1502. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. München. 3) 1502, Mai 6. (fritag nechst noch Vnsers heren Vffartstag) stellt Graf Wolfgang etc. dem Schuldheißen, Rath und ganzer Gemeinde zu Ensisheim über die Huldigung, die sie auf Befehl des Königs ihm als ihrem Landvogte geleistet, Revers aus und verspricht sie bei ihren Freiheiten, Rechten und Herkommen zu schirmen. Perg. Or. (das Siegel fehlt) im Staatsarchive Basel. 4) 1502, März 14., Innsbruck, beurkundet König Maximilian die Ernennung des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg zu seinem Hofmarsehall. „Als wir den wolgeborenen, vnsern lieben getrewen Wolfgangen grauen zu Fürstemberg, vnsern rat, obristen hawbtman vnd landtuogt im Elsas, zu vnserm hofmarschalckh bis auf vnser wolgeuallen aufgenomen, haben wir ime zugesagt vnd versprochen ...., das wir ime auf das ytzkünftig jar von dem gelt, so wir in dem vertrag zwischen vns vnd vnserm getrewen lieben Jörgen Gossembrot, vnserm rat vnd phleger zu Ernberg, aufgericht, auf vnsern hofrat verordent haben, für sold vnd lifrung funftzehenhundert guldin Reinisch geben vnd bezalen wellen, dagegen solle er vns zwölf 1502. 307 wolgeriste pherd halten, auch getrewlich vnd vleyssigklich dienen, als dann ain hofmarschalckh vnd rat seinem herm zutun schuldig ist." Geben zu Innsprugk am 14. tag des monets Marcy 1502, vnser reiche, des römischen im 17. vnd des hungrischen im 12. jaren. p. v. Liechtensth. Blasyus Höltzl. Kegistrata: Villinger. Spuren des aufgedrückten königl. Siegels in rothem Wachs. Perg. Or. Donauesehingen. :'■'''".■..'.:'■.'•■' ■' ■■■.'■■■■'■ K .■ m 1 : 1502, Febr. 22. Innsbruck. 327. König Maximilian befiehlt den Verwaltern und Räthen der RaitkammeE zu Ynsprugk, mit seinem Rath Wolfgang Grafen zu Fürstenberg, Landgrafen in Par, „aller seiner vnd weylend seines brueders sachenhalben, so wir mit inen ze thuen haben", abzurechnen, doch noch nicht endlich zu schließen, sondern'zuvor alle Posten der Rechnung auf seine Hofkammer anzuzeigen. Geben zu Ynsprugk am 22. Februarii anno 1500 vnd im andern 1 ). Copialbuch: Geschäft von hof anno 2. Innsbruck. 1) 1502, Febr. 24. theilt König Maximilian den Verwaltern und Räthen der Raitkammer zu Ynsprugk mit, dass er den Grafen Wolfgang zu Furstenberg, Landgrafen im Par, seinen Rath, obristen Hauptmann und Landvogt seiner vordem Lande, um Bezahlung der 3000 Gulden rhein. aufgebrachten Gelds von Boley von Rewschaeh und dazu um 150 Gulden rhein., davon herrührend, auf sein Pfannhaus zu Hall im Yntal auf 2 Jahre verwiesen habe, wonach sie sich zu richten hätten. Geben zu Ynsprugk 24. Februarii anno 1500 vnd im andern. Copialbuch: Geschäft von Hof anno 2, fol. 12. Innsbruck. k ^^M | ■ .■." I i §* ü (Zwischen 1502, März u. 1509, Bez.) 328. Entwurf einer neuen Ordnung für das Landgericht der Baar. Wir Wolfgang graue zu Furstenberg, landtgraff im Bare, Römischer königlicher Majestät hoffmarschalk, obrister houptmann vnd landtuogt in Elsas vnd der Ortnow etc., thund kund: nachdem wir wol schuldig sint zu bedeugken, was vnsern armen]|lüten vnd gmeynern vnser landtschafft zu nutz vnd zu gutem mög erschiessen^jvnd .wa mißbruch oder böß gewonheiten weren ingerißen, die selben abzethund vnd gut orde- nungen dem rechten gemeß vffzurichten, darum so haben wir die brach vnd^gewon- heyten vnsers landtgerichts zu Furstemberg für ougen genornen, darinn ettliche brach den gemeinen rechten vnd der Vernunft widerstrebig, ouch vnsern armen lüten£gantz beswerlich erfunden. Dieselben wir hiemit wissentlich abstellen wollen vnd, ist^vnser ernstlich meynung, daz nachfolgend Ordnungen vnd Satzungen hinfur vnuerbrochenlich, styfft (sie) vnd vestiglich gehalten werde (sie), mit vorbehaltung, die zu künftigen zyten, ob wir bessers oder nutzers funden, zu endern, mindern oder meren nach vn- 39* m WM ■ m < ; ' | I WS/** ■ ■ Pill 308 1502. serm gütbedungken. Wir setzen vnd ordnen, das hinfur ain jeder cleger in sinem costen die ladungen oder verkündungen an dem gedahten vnserm landtgericht vßbrin- gen vnd antwurten vnd sol der cost biß zu entlicher vrtail angestelt werden; also welher dem andern im rehten angesiget, da sol die verlustig parthy der obligenden parthy den costen nach rehtlicher mutmaß ablegen, es were dann, das der cost vs redlichen vrsachen compensiert oder gliech vffgehept wurd. Wir setzen vnd ordnen: weihe personen nach lut fryhait sag geweyßt werden, die sint weder landtschriber, noch landsgerichts botten vom leßen oder vom vberantwurten der ladungen oder verkündungen niht schuldig, sy wolten dann receß oder abscheid nemen, die sullen sy zimlicher mas bezalen. Von ladungen vnd verkündungen sol man dem landtschriber sein belönung thun, wie von alther har. Des gliech des landtgerichts botten sol man von ladungen vnd verkündungen ze antwurten ouch iren Ion geben, wie von alter har. Aber von dem leßen der geladten vnd verkündten sol man hinfür dem landtschriber niht geben. Wir ordnen vnd setzen, welher in widersprechendem rehten der cleger siner clag costen oder scheden fellig erkannt wirdt, da sol der beclagt nit vsser aht gelassen werden, dann mit willen des clegers. Wir setzen vnd ordnen ouch, welher vnser armmann, der in die aht erclegt oder mit vrtail geschriben wirdt, der nit hundert pfund wert aygens güts hat vnd daz mit sinem ayd bethurn mag, der selbig mag sich, so er des clegers willen hat, by dem landtschriber mit ainem pfund haller vsser der aht erlidigen vnd ze delieren schaffen. Welher aber hundert pfund wert aigens guts hett vnd darüber vntz vff 200 pfund, der sol für den aht Schilling dem landtschriber bezahl 1 guldin. Welher aber vber 200 $, rych ist, das stat zum landtschriber , von dem selben für den aht Schilling zenemen vntz vff 3 # haller. Vnd welher armmann sin vnuermügen mit zalung des aht Schillings, so er den willen vom cleger hett, mit sinem aid möhte darthün, dem sullen zymlich ziler by peen der aht oder sins gloubens zu bezaln gesetzt vnd durch die vrtailsprecher gemütmaßt werden, wa die sich süßt gütlich mit dem landtschriber nit möhten betragen. Was aber betagter ahten vmb vngehorsamy weren, daruß mag sich ain jeder on willen des clegers obgeschribner mas vff reht erlidigen, doch daz er Sicherheit tilg mit dem ayd oder mit burgschafft, dem cleger des rehten gewertig zesind vnd im ain rehttag vff das nechstuolgend landgericht in sinem costen verkünd. Wurd er dann in die aber aht komen, so sol man in nit delieren, dann mit willen des clegers. Vnd welher jar vnd tag in der aht verharret, wider den selben sol der landtrihter, ob der cleger solichs eruordert, an gaistlichen rihter suplicatorium geben. Item ob jemas, es weren vrtail oder ander brieff, vermayn, daz der landtschriber in heyschung siner besüldung in wolte vbernemen, darum sullen die vrtailsprecher des landtgerihts den selben Ion mit wm 1502. 309 EH WBBgm Mi ir erkanntnus mutmaßen, als sy bedungkt billich vnd reht sin, by der selben mütmas sol es ouch blyben. Es sullen ouch die alten ähten vnd costen, so noch vßstellig weren, nit anders dann lut vnd innhalt diser Ordnung mit dem landtgericht ingezogen werden. Vnd snßt sol daz landtgericht by allen andern sein Ordnungen bliben, vnd süllen hinfür des jars vngeuarlich sehs landtgericht bitz vff wyter beschaid gehalten werden. Wir setzen vnd ordnen ouch, daz hinfür zway äht bücher sollen sin, das sin sol der landtschriber hinder im haben, daz ander sol der landrichter hinder im haben, vnd welher in die äht geschriben wirdt, der sol mit wissen des landtrichters in bayden bücher geschriben werden; welher ouch vsser der äht geschriben vnd deliert wirdt, der sol vß bayden büchern mit wissen des landtrihters geschriben vnd deliert werden. Wyter setzen vnd ordnen wir: waz vnsere armen lüt brieffen machen vmb kouff oder gülten, da sol der landtschriber von hundert guldin 1 ti haller schriberlon nemen, von 50 gülden ain halben gülden vnd was vnder fünftzig guldin ist, da sol er 10 ß heller nemen, waz aber vber hundert gülden treffen, sol dem nach ouch gerechnet werden. Wir wollen vnd setzen ouch, daz ain jeder, der nit vmb peenlich, sonder bürgerlich straff ain vrfeht gibt, da sol der schriber von ainer vrfeht, die nit peenlich ist, 10 ß nemen vnd von ainer vrfeht da r.. a ) libs straff verfallen, sol er vber 1 & haller nit nemen. Souer minem gnedigen herren diß Ordnung geliebt, mag sin gnad die laßen beschriben vnd vnder siner insigele die verslossen dem landtgericht laßen zu schicken, dann die landtrihter haben die in bysin junckher Jörgen *) gehört, aber nit all. Auf der Rückseite von gleichzeitiger Hand: Ordnung des landtgerichts zu Fur- stenberg 2 ). Pap. Concept. Donaueschingen, a) Loch im Papier. 1) Von Reckenbach, Oberamtmann der Grafschaft Fürstenberg. 2) Etwas älter, von 1500, April 22. ist der folgende meist auf die Taxen bezügliche Entwurf: Vff mittwoch in Osterfeürtagen anno etc. 1500 jar diß landtgerichts Ordnung durch Juncker Jergen von Reckenback, oberuogt vnd di landtrichter vffzusehreiben angesehen vff meins gnedigen herren bessern zu mündern vnd zu meren. Itern jars zwölf landtgericht vnd nit nier. Sollend allweg vff die Weyhennechten angesetzt, vnd wie vff dem hofgericht zu Rotweil vffgeschriben werden. Item das ain jeder vrthelsprecher sein vrthail für sich selbs geb, also: ich sprüchs oder erkhenns. Item das auch nit ain vatter vnd ain sun oder zweenn brüeder dahin gesetzt werden. Item der cleger soll Schreiber vnd potten vßrichten vnd benüegig machen vmb ladungen, verkhündungen vnd vmb alleß daß, so der cleger vff den antwurter treiben vnd erlangen mag, vßgenomen was vff di aucht vnd anlaitin, so vß vngehorsami beschicht, vnd was dasselbig, ist der antwurter vnd nit der cleger schuldig sich von dem Schreiber vnd potten zu ledigen, vnd soll auch sunst weder Schreiber noch potten allain dem cleger ir belonung vnd dem antwurter gar nichtzit anuorderen. Doch so der antwurter im rechten mm ^■■VhI lü ! | ,. wm w& m£ m @?SäH? HB mM 310 1502. verlustig, soll er den cleger allen costen nacli bruch deß landtgerichts sampt seiner zerung wider ablegen. Vnd sonst soll von dem Schreiber vnd potten dem antwurter nichtzit angeuorderet werden, dann aucht vnd anlaitin sollend in jars frist aber durch sich selbs weder Schreiber noch potten vmb sollichs den antwurter nit laden vffs landtgericht, der cleger bringe dann nit weiter proceß vorhin solchs in soll er dann inen vberant- wurten. Item von dem lesen, so ainer geladt, soll der cleger dem Schreiber von jeder clag zülesen vier haller geben. Item dem landtschreiber von ainer ladung 1 ß haller geben. Item dem Schreiber von ainer verkündung, so vor landtgericht außgat, 5 ß heller geben. Item dem Schreiber von jeder khundtsehaft vfzuschryben 5 ß heller von ainer person. Item von ainem gwaltsbrief, von ainer quittung vnd von ainer missiue, von jeder 1 ß heller dem Schreiber. Item von aim gwaldt vor gericht vfgericht, da ain frow beuogtet ist, 3 ß heller dem Schreiber. Item dem potten von ainer verkündung, so vor landtgericht vß gat, 5 ß heller, er vberant- wurte die weit oder nach innerhalb der grafschaft Fürstenberg. Item die pott durch den landtrichter be- schechen, das ainem an drew pfund haller gepotten würdt zu rechnen oder ain vß zu richten, pleibend wie von alter här. Item von ainen ächter ein zuschreiben vnd von der aucht, vmb alles dem Schreiber 1 fl. Dergleichen dem schreiber von ainer anlaitin ainer frowen ein zuschreiben 1 fl. wie vmb di aucht. Item von ainem verbiets brief dem Schreiber 3 ß heller. Item von ainem auchtbrief 5 ß heller dem Schreiber. Vmb ain stillstand biß weiter beschaid vnd verbott 1 ß heller. Item von ainer absolution, so ainer gantz geledigt der aucht halb, 3 ß heller. Item dem potten von den verbiets briefen außzutragen von jeder meül zween ß heller als von den ladungen vnd sonst von dem einschreiben vnd der aucht dem potten nichtzit schuldig sein. Item von ainer aberaucht ein zuschreiben vnd von derselben aberaucht dem schreiber 2 fl. Item von jeder proceß, anlaitung brief, nutzlich gewer brief, schirm vnd ander dergleichen brief, von jedem 5 ß heller dem Schreiber. Item dem potten von denen zuuertragen auch von jedem 5 ß heller. Item von ainem gandtbrieff, was man vff ain hundert guldin wert vnd darob vergantet, 1 pfund haller, was aber darunter 5 ß heller. Item ain vrthelbrief vmb 1 todtschlag 3 fl. Item ain vrthelbrief, der die eher berüert, 2 fl., dauon zu schreiben oder nach erkhantnus deß landtgerichts. Item ain vrthelbrief vmb erb vnd aigen, ligend vnd andere dergleichen güetere von aim hundert fl. wert vnd darob anderthalben fl., von 50 fl. wert vnd darob 1 fl., darun- der '/ü fl. Item ain vrthelbrief von ainer beivrthel 10 ß heller. Item von ainem zinßbrief, Schuldbrief oder kauf brief von hundert guldin wert ain guldin vnd was vnder 1 hundert, 'A A- vntz vf zwaintzig guldin vnd von 20 fl. wert 10 ß heller zeschreiben. Item dhainer von dem potten jemandts geladen werd, die schuld sei dann 10/? heller oder darob, doch der schreiber Ion vnd vorst hindan gesetzt, wie von alterher. Item das der schreiber jemandts schreibe vnd selbs besigle. Item vrfechden eerüerig.....") guldin, dauon in der herrschaft vnd sonst vrfechden 10 ß heller. Item von den frembden mag er nemen nach gestalt der sach 1 fl. oder mer, wo nit, magder schreiber den gefangnen vff sein costen behalten. Welcher den gwalt an landtgerichts stab v beigibt, solidem landtrichter 1 ß hellergeben. Welcher dem landtgerichts potten den gwalt v hergibt, seine hendel im rechten zuuolfüeren, soll jeder dem potten, der sein gwalthaber, von jeder person, so er beclagt, 1 ß heller geben. Item der landtschreiber soll alle jar vff Weyhenechten dem landtrichter ain achter zum guten jar geben. Item dergleichen den vrthelsprechern deß landtgerichts auch ainen ächter geben, auch dem potten ain ächtergeben. Item der schreiber soliden landtrichter alle landtgericht cost frei halten mit essen vnd trincken. Item der schreiber soll alle landtgericht den vrthelsprechern 6 ß heller zuuertrincken geben vnd von aim jeden vrthelbrief soll der landtschreiber den vrthelsprechern deß landtgerichts geben den vierdten pfening. Von dem appellieren: so sich ainer berueft vnd von dem landtgericht appelliert, soll er ain inhibition dem landtrichter vberantwurten, das di überhand sollichen handel angenomen oder sich erscheinen, was in summen oder verhündere, sonst dem gegenthail sein recht vff sein weiter eruordern ergeen lassen. Gewicht, meß, massen vnd mülinen zu vier jaren allwegen ain mal besichtigen in der gantzen grafschaft Fürstenberg. sSSm 1502. 3U Auf der Rückseite: Abschrift deß landtgerichts in Bare Ordnung vnd tax. 1500. Pap. Copie a. d. 16. Jahrhdt. Donaueschingen. a) Lücke. Am Rande steht von gleicher Hand: Nota, waiß nit, ob es '/« oder gantzen fl. soll sein. 1502, Mai 21. 329. In den Spännen und Irrungen zwischen Herzog Vlrieh zu Würtenberg und Grafen Wolfgang zu Fürstenberg wegen seiner und seines Hintersassen Jörg Lempen und dessen Zuverwandten des Stabs und Gerichts halb im Kürnbach einigen sich die Parteien dahin, dass der Stab und das Gericht daselbst halb dem Herzoge, halb Jörg Lempen und seinen Verwandten zugehören, jeder Theil seinen Amtmann haben und die Appellation an des Herzogs Hofgericht oder an das Stadtgericht zu Hornberg gehen soll. Mit den Wildbännen und Hohengerichten soll es also gehalten werden, dass dieselben „dißhalb dem Kürnbach gegen Hornberg" dem Herzog, über dem Kürnbach ') aber „vntz an die Tueffbinde, die da stöhst an die Grueb" 2 ), dem Herzoge, dem Grafen Wolfgang und Jörg Lempen gemeinsam zustehen sollen. Gegeben am samßtag vor dem suntag Trinitatis 1502. Beglaubigte Copie in dem Copialbuche: Attestationes sambt brieflichen Urkunden und Documenten des Herzogs Ludwig zu Würtenberg contra die furstenbergische Vormundschaft, anno (15)74. fol. 212—217. Donaueschingen. 1) 1502, Sept. 2. (freytag nach Pelagii Augustini, Vrach) schreibt Herzog Vlrieh dem Grafen Wolfgang, königlicher Majestät Hofmarschalk und Landvogt in Elsass, er höre, dass sich der Graf durch einen Artikel dieser aufgerichteten Verschreibung etwas beschwert fühle, da er vermeine, ihm sollen die gemeinen Wildbänne über den Khirnbach hinüber zustehen „vnd der wannd nachgeen. Sowie er erfahre, dass dieß Herkommen sei, werde es bei ihm an dem End auch nicht Mangel haben, da er der Gerechtigkeit des Grafen ungern Minderung oder Entziehung thue. Notariell beglaubigte Copie im Copialbuch nach Originalen der f. würtembergischen Registratur v. 1577, f. 21. Donaueschingen. 2) 1492 war wegen Bestrafung eines Todtschlags auf der Gruob zwischen Fürstenberg und Wirtenberg ein Competenzstreit ausgebrochen. a- 1492, Nov. 26. (st. Cünratz tag) berichtet Johannes Quatterloch (wirtenbergischer) Vogt zu Hörnberg an den edlen und festen Junker Fridrich von Schöwemburg, (wirtenbergischen) Obervogt am Schwartzwald: vff der Grub habe sich ein Frevel und Todtschlag begeben zwischen zweien Armen, die unter den Stab und in das Gericht mit aller Obrigkeit und Herrlichkeit in Kürnbach gehören, wo nur ihr gnadiger Herr über Blut und Todtschlag zu richten habe. Die von Wolfach aber hätten den Thäter gefangen und von Stund an Recht über ihn ergehen lassen, haben ihn auch noch im Gefängniss. Wie er sich verhalten solle? Pap. Or. h. 1492, Nov. 28. (mitwochen vor st. Andres tag) übersendet Friderich von Schowenburg, Obervogt am Schwartzwald, obigen Bericht des Hornberger Vogtes an Grafen Wolfgang zu Fürstenberg oder in seiner Gnaden Abwesenheit an dessen Statthalter zu Wolfach und bittet von Amts wegen, der Graf möge verfügen, dass die von Wolfaeh von ihrem Fürnehmen abstehen. Pap. Or. ■■ i ■■' . t : . mm B i I *M 312 1502. c. 1492, Dez. 1. (samstag nach Andree) Wolfach. Lorenez Kraczer, Schulthais zu Wolfach, an den Junker von Schowenburg: er habe dessen Schreiben von Stund an dein Grafen zugeschickt. Pap. Copie. d. 1492, Dez. 3. (mendtag nescht vor st. Barblen tag). „Ich Johannes Quatterloch, vogt zu. Homberg, tun üch, amptlüten, schulthaisen, bürgermaister, rätt vnd gemaind zu Wolfach zu wisen", — dass er auf nächsten Mittwoch nach st. Barblen Tag zu rechter Tageszeit ihnen einen Tag im Kurnbacb setze,'woXsie sich auf seines gnädigen Herrn Klage zu verantworten haben. Spuren des grünen Siegels des Ausstellers.^ Pap. Or. e. 1492, Dez. 5. (mitwoch nach st. Barbelen tag) „Amptlütt, schulthais, richter vnd ander zu Wolfach den ehrsamen Johansen Quatterloch, vogt zu Hornberg, vogt vnd gericht zu Kümbach, vnsern lieben vnd glitten fründen." Ihr Graf sei nach Vlm auf den Tag; das Anbringen Quatterlochs befremde sie, da sie nur auf Befehl ihrer Obrigkeit gehandelt; er möge die Antwort des Grafen abwarten. Pap. Or. und Copie. f. 1492, Dez. 10. (mendag vor st. Lucyen tag). Graf Wolfgang zu Fürstenberg an den festen Fride- rich von Schowenburg etc., Obervogt vor Wald, seinen besonder lieben und guten Freund. In Vlm abwesend, habe er sein Schreiben erst nächsten Samstag erhalten. Es befremde ihn hart, dass Johannes nach seinem letzten Schreiben an die Wolfacher nicht still gestanden. Johannes habe ihn, Schowenburg, unrecht berichtet. „Dann die gestalt hat es, daz die beid höf, da der todschlag beschehen, ob vor anderthalbhundert jaren in miner oberkait vnd nie gon Hornberg gehört, darzu mit aller aigenschaft grunds vnd bodens von minem vetter säligen vnd den sinen in hoher vnd niderer oberkait rüwigklich on all irrung in vnd herbracht. Zu dem so hat der wund den artzet zu Wolfach gesucht vnd ist da mit tod abgangen. Do haben sine fründ on min oder miner amptlüt bevelch den tätter vft dem minen betretten vnd in das gericht gon Wolfach bracht, gericht vnd recht angerüfft, das ich dann als ain gratf des hl. richs, wie ich schuldig bin inen, diewyl der tod vnd lebendig zu sammen kommen waren, ergon vnd, was vrtail vnd recht geben, bescheen lassen." Johannes wolle ihm ohne Ursache einen Span und einen ungnädigen Herrn machen; er habe sich aber keineswegs unterstanden seinem gnädigen Herrn Abbruch zu thun. Bittet ihn, zu ihm nach Wolfach zu kommen. Pap. Or. und Concept. g- 1492, Dez. 19. (mitwoclien vor Winnaehten). Derselbe berichtet an (Grafen Eberhart von Wirtenberg) über den Handel ähnlich wie oben. Die That sei beschehen auf zweien Höfen, ob Wolfach gelegen, genannt die Grub. Concept. h. 1492, Dez. 22. (samßtag nach Thome apostoli anno etc. 92.) Graf Eberhart zu Wirtemberg vnd zu Mümpelgart etc. der elter dem wohlgeborenen seinem lieben Oheim Wolfgang Grafen zu Fürstemberg und Landgrafen in Bare. Aus dem Berichte seines Obervogtes von Schowemburg finde er, dass der Handel anders gestalt sei, als des Grafen Schreiben anzeige. Auf des Grafen Verlangen nach Ansetzung eines Tages bestimme er fritag zünacht nach Circumcisionis (1493, Jan. 4.) gen Stütgart, wohin er auch Friderich von Schowemburg und seinen Vogt von Hornberg beschieden habe und wo die Parteien gründlich gegen einander verhört werden sollen. Pap. Or. mit aufgedrücktem rothen Siegel (unkenntlich). i. 1493, Jan. 7. (montag nach der hl. dreyer Könnig tag) Stuttgart. Des hochgeborenen Eberharts, Grafen zu Wirtemberg und zu Mümpelgart etc. des altern, Hofmeister und Räthe: Hug, Graf zu Werdemberg und zum Hailigenberg, Landhofmeister, Ludwig Vergenhanß, beider Rechten Doctor, Propst zu Stutgarten und Canzler, Hennan von Sachsenheim zu Grosensachsenhain, Ritter, Johannes Rechlin, Doctor der Rechten, Ber von Hurnhein, Hausvogt, und Johannes Keller, alter Landschreiber, thädigen zwischen ihrem gnädigen Herrn von Wirtemberg und dem wohlgeborenen, ihrem lieben Oheim und gnädigen Herrn, Herrn Wolfgangen, Grafen zu Fürstemberg etc. von des Todtschlags wegen, den Jerig Oberfell"), der Maier zu den Höfen vif der Grub, an Ludwig Dietherichen sei., auch vff der Grub gesessen, begangen, worüber zu Wolfach in ihres Oheims und gnädigen Herrn von Fürstemberg Gericht erkannt worden ist: „deß todschlahers lib des erschlagen fründen vnd sin gut graue Wolfgangen", was ihr gnädiger Herr von Wirtemberg unbillig fand, da die hohen Gerichte ■Jm 1502. 313 daselbst, wo der Todtschlag geschehen sei, seiner Gnaden zugehörten: die beiden Parteien sollen vor Grafen Hugen von Werdemberg als Obmann mit zwei andern erbern Männern, deren jeder einen zu ihm setzt, innerhalb Jahresfrist Eeeht nehmen; wem dann dieselben oder die Mehrheit von ihnen die hohen Gerichte an genanntem Orte zusprechen, dem sollen sie zustehen und auch die vier Ochsen werden, welche Graf Wolfgang von des Todt- schlägers Gut nach der Thädigung, „vff die vrtail zu Wolfach ergangen", genommen hat; auch soll die Besserung, welche zwischen des Erschlagenen Freunden und dem Thäter bethädigt ist, vollzogen werden. Die Siegel Grafen Hugs von Werdemberg (roth; quadrirter Schild, in 1 und 4 Fahne, in 2 und 3 eckig gezogener rechter Schrägbalken [vergl. F.-K., Zur Geschichte des Fürstenberg. Wappens, S. 61]; 2 Helme, auf dem r. Bischofsmütze, auf dem 1. Brackenrumpf; i§. tjogo ................. 83), des Dr. Vergenhannß (grün; nur Bruchstücke) und Ber's von Hürnhein (grün in Schüssel; im Schilde Hirschgeweih; auf dem Helme 2 je mit 3 Blättern (?) besteckte Jagdhörner; S. bzx. Don ........ n). Perg. Or. ■ Sämmtliche Stücke in Donaueschingen. a) Ueber Oberfell wurde zu Wolfach geurtheilt 1492, zinstag nach st. Katherinentag. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1502, Juni 9. Innsbruck. 330. Die königliche Raitkammer zu Insprugg begehrt von Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, königlichem Hofmarschalk, obristem Hauptmann und Landvogt in Elsass, und anderen königlichen Ruthen, „so yetz zu Ensißhaim sein": nachdem in diesem vergangenen Jahre Unterthanen mit Bewilligung königlicher Majestät in den Fürsten- thümern Osterreich unter und ob der Enns viel Scheffart Getreids erkauft und zum Theil herauf geführt haben, soll er berichten, „wie vnd in was gelt ain yede mutt roggen, waitz vnd habern ewr maß bey ew vnd andern ennden daselbstumb in vergangner zeit der vastn, auch yetzo, hingebn vnd gekaufft worden sey." Datum Insprugg am 9. Juni anno etc. 2. Aus einem Bande: Romischer königlicher Majestät missiuen, anno 2. (nicht foliirt). Innsbruck. ........ wmggn BBRRH99 BS MHH ;3W»ä rasa?« 1502, Juni 15. 331, Heirathsabrede zwischen Caspar Freiherrn zu Mörsperg und Beifort und Wolfgang Grafen zu Fürstenberg für ihre Kinder Hans Jacob Freiherrn zu Mörsperg und Beifort und Margarethe Gräfin zu Fürstenberg. | In dem namen j der heilligen vnd vnzertheilten dryualtigkeit, ewiger gotheit, anfangs, miteis vnd ends aller guter handlungen amen. Sidmals alle ding zu einem bestantlichen wäsenn zu II vor dem almechtigen got zu lob vnd eren betrachtet vnd angehabt, ouch dorby der hochgelobten würdigen küngin vnd heilligen jungckfrowen m ■ m mm I mä Mm I m ff wm IV. 40 ..... , Hü HB HHg I ^mmm mm&. 314 1502. Marien, die dan eingeberin ist aller gnaden vnd ein widerbringerin 11 menschlichs heils, nit vergessen werden soll, besunder in den dingen, darüs die heillig cristentheit iren vsflüss genomen, harumb sig kund vnd offenbar allen denen, so disen brieff yemer ansehen oder hören lesen: noch dem vnd dan got der almechtig noch ordung der heil- ligen cristenlichen kirchen vnder anderm das heillig sacrament der ee selbs vffgesetzt vnd bestettet vnd nun also durch sein gotlich fursehung vnd gnad geschickt vnd erachtet hat, das die edln wolgebornen heren, mit namen herr Caspar friher zu Mors- perg vnd zu Beffort etc. eins vnd herre Wolfgang groff zu Furstenberg, landgrofe in Bare, here zu Hüsen im Kintzigerthal, Römischer kungklicher maiestat, vnsers aller- gnedigisten hern hofmarschalckh, obrister houptman vnd landtuogt in Elsas etc. an- dernthails vonwegen ir beider kinder, mit namen: der obgenant her Caspar etc. von- wegen des edln Hans Jocoben frihern zu Morspergs vnd zu Befforts etc., seins suns, vnd der benembt groff Wolfgang in namen siner tochter, nemlich des wolgebornen fröwlin Margreden grafin zu Furstenberg etc. in solich vertruwlich, ewig vnd yemer werend frundschafft komen sind vnd die yetzbenant ir beder kinder in den stand des heilligen sacramentz der ee vertruwt vnd vermalhet vnd sy durch den briester noch ordung der kirchen offenbarlich an gewichter stat mit mund vnd hand zusamen versprochen, geben vnd mit lob vnd dancksagung dem almechtigen got beuestet vnd con- firmiret haben, alles noch den Worten Cristy vnsers herren, so das. selb durch sein gütlichen mund geredt hat: gend hin, wachsen, meren vch vnd erfüllen die weit vnd das erterich etc. Vnd zu uermiden künftig irrung, so zwüschen bedentheilln oder iren erben erwachsen, ouch yedestheill, was ime beschehen, ye eins dem andern thun, desterbas wissen mochte, vnd dan die ding, so also vor, in vnd noch der ee beredt vnd beschlossen, nit vergessen vnd die sunlichkeit (sie) der menschen mit den jaren hinschlichend vnd vergond, deshalben loblich bedocht vnd beträcht, solichs bestant- licher sein der geschrillt zu beuelhen, solichs alles angesehen, so ist nochuolgender wise zwüschen beder vertruwter elich gemahlen herrn vnd vattern abgeredt, als sy ouch solichem getrewlichen, war, vest vnd stat nochzekomen, zehalten vnd zuleben beschlossen vnd zugesagt haben. Nemlich vnd des ersten, so sol vnd vill (sie) der obgenant groff Wolfgang von Furstenberg etc. dem benanten Hans Jocoben von Mors- perg etc. zu rechter heimstür vnd heiratgüt von bemelts frowlins von Furstenbergs etc., siner tochter wegen, so erst er ime die heimfuren vnd bylegen wurdet, so bar vß- richten vnd geben zwey tausend güldin Rinisch vnd dormit das selb frouwlin sein tochter, als sich einer solichen loblichen gräffin wol geburt, noch sinen eren vnd irem nutz erlich vnd loblich heim vertigen. Dargegen so soll vnd will der benant herr Caspar von Morsperg etc. von des benanten Hans Jocobs, sins süns wegen, dem be- %3P!& 1502. 315 melten fröwlin von Furstenberg zu Widerlegung irs widems vorgemelter zweier tuseud guldin Rinsch ouch vmb souill mit notdurftiger verschribung verwisen, versicheren vnd versorgen vnd darzü tusend guldin Rinsch dem selben fröwlin zu frier morgen- gob geben vnd sy der selben tusend guldin Rinsch ouch noch notdurft versehen*), mit denselben tusend guldin sy by zitten irs lebens noch irem willen vnd geuallen handln, thun vnd schaffen mag on mengklichs irrüng. Vnd ob sach were, das der bemelt Hans Jocob von Morsberg etc. vor dem bemelten fröwlin von Furstenberg tods abgen wurde, wie clan solichs der almechtig noch sinem gotlichen willen schicken welle, so sol demselben fröwlin ir heirat- vnd zübrocht gut mitsambt der morgengob, kleider vnd cleinötter, was dan zu irem lyb gehört, verfolgen vnd darzü den ob angezeigten widern ir lebenlang niessen, welicher widern noch irem hinscheiden von diser weit des gedochten Hans Jocobs von Morspergs gesipten erben widerumb an- uallen soll. In glicher gestalt: ob das selbe fröwlin von Furstenberg vor dem gedochten Hans Jocoben von Morsperg on liebs erben abgienge, so soll er alsdan sein Widerlegung vnd bemelts fröwlins heiratgut ouch sein leben lang niessen vnd noch seinem hinscheiden solich heiratgut widerumb des bemelten frouwlins von Furstenbergs nechsten erben heymvallen, vnd was sy der morgengob halben angeschickt vnd geschafft hetten, wie es mit der selben morgengob gehalten werden, döby sol das bliben on mengklichs widersprechen. Es ist ouch durch den obgenanten heren, Caspar fri- hern zu Morsperg etc. in namen seins sons Hans Jocobs dem bemelten fröwlin von Furstenberg ein sitz angezougt, mit namen das schloss Tattenried, in dem das bemelt fröwlin iren bysitz ir lebenlang noch abgang des benanten Hans Jocoben von Morspergs etc., souer vnd sy iren witwelichen stull nit verruckt haben, doch vnuergriifen der nutzung, so zu dem schlos vnd sitz gehört vnd doselbs jerlichs geuallt, nochdem vnd sy irs widems vnd morgengob mitsambt der varenden habe vnd gut, wie hernoch volgt vnd obangezeugt, benügig sein sollen. So ist witer abgeredt: were sach, das der vorbenembt Hans Jocob von Morsperg vor vilgenemltem (sie) froulin mit tod ab- gieng vnd liebs erben von in beden geboren hinder ime verliess, das dan nit dester- minder dasselbe fröwlin von Furstenberg etc. by irem widern, heyratgut, morgengob, bysitz vnd varender habe ir lebenlang, souer vnd sy iren witwenlichen stull, als hieuor gemelt ist, nit verrückt, bliben vnd die kinder, die dan durch vater vnd muter mögen beuogtet vnd vs irem vaterlichen erbe by iren, bis sy mundbar, gehalten vnd wie es dan in bedochter vogten vnd beteillfründschafften rot gefunden vnd on des benanten fröwlins von Furstenbergs schaden erzogen werden sollen. In glicher wise: wurd sich begeben, das dasselb fröwlin von Furstenberg vor dem benanten Hans Jocoben von Mersperg vs dem zit verscheiden solte, das der allmechtig zu bedentheillen 40* ■ . •■ • mm II , finl« --»136 °££K ! 316 1502. langwurig selliglich vffenthalten welle, vnd liebs erben von inn beden geporen hinder ime_verlossen wurde, das er alsdan die selben kinder vß vatterlicher lieb vnd truwe, als^einem vatter wol gepurt, zu got oder noch der wellt, noch dem sy dan am basten geschickt, getruwlich ziehen vnd dieselben libs erben, vff die dan der widern, heiratgut ^gefallen, versorgen vnd versehen soll. Hierin ist ouch witer beredt: ob die bed obgenant vertruw elich gemechte etwas wareuder (sie) habe vnd gute, es wer dan silber, silbergeschir, bet, betgewandt, win, körn oder hussrot, was dan varende hab genembt werden mag vnd soll, zusarnen bracht hetten oder kunftiglich bie einander eroberten vnd vberkummen wurden, wo dan Hans Jocob von Morsperg etc. vor dem benemlten (sie) fröwlin von Furstenberg mit tod abgieng, sy haben alsdan von inen beden geporn kinder by einander oder nit, das dan dem bemelten frowlin der driteil derselben hab vnd gut ir lebenlang vnd noch irem abgang iren nechsten erben, vnd die zweyteil desselben Hans Jocoben erben verfolgen vnd zugelossen werden solle. Har- widerümb, wo das bemelt frowlin von Furstenberg vor Hans Joeobn von Morsperg etc. mit tod abgon wurde, das im alsdan aller obberurter varender habe vnd gut sambt sinen hengsten , harnasch vnd was zu sinem lieb gehört, so zuuor vßzuglicherwise als dem oftgenemlten frowlin der klider vnd klinatern halben zugelossen ist, verfolgen vnd bemelts frowlins erben der driteil werden vnd zügehoren solle. Es ist oüch darby beschlossen: wo sich das obgedocht frowlin von Fürstenberg irs witwenstands verendern vnd wider in die ee verpflichten, darmit sy den bisitz rumen wurde, das dan alle buchsen, bulfer, geschoss vnd anders, was zu der were gehört, by dem schlos, irem bysitz, vnuerrückt bliben solle. Vnd noch dem des mergemelt frowlin von Furstenberg etc. noch nit volkömen erwachsen vnd vnder iren jaren, ist beredt, das Hans Jocob von Morsperg etc. iren vnd im selbs zu eren noch dry jar erwarten vnd mit dem byschloff stilston vnd rüwig sein, so aber an dem obgenanten sein hern vnd schwaher, groff Wolfgang etc., ouch siner frowen vnd schwiger etc. erfunden, das bemelts frowlins Sachen an lib vnd geschicklichkeit noch dem willen gots mitler zit vnd vor endung der dry jaren begeben w T urde, den bischloff mit willen beder hern vnd frowen als vater vncl muter furzenemen, das sol ouch besehenen 2 ), vnd als dan dise beredung noch solichem bischloff in allen puneten vnd artickln, wie die von wort zu wort harin gemelt vncl begriffen seincl, in crafft gon, dorby bliben vnd dem allem sambt vnd yedem insonders gelebt, veruolgt vnd nochgangen werden, doch das zuuor vnd ee der byschloff vncl offanbar kilchengang beschehen, so sol Hans Jocob von Morsperg sich sambt siner vertrwten gemahlen, dem frowlin von Furstenberg, am keiserlichen hoffgericht zu Rotwill vaterlichs, muterlichs, bruderlichs vnd swesterlichs erb feilen verzihen 3 ) vnd das selb noch des benembten hoffgerichts rechts vnd gewon- 1502. 317 heit, als sich gepurt, geuertigt vnd dorumb gewarsame vffgericht werden, alles ge- truwlich vnd vngeuorlich. Vnd des alles zn worem vrkünd so haben wir bede zwenn obgenant vatter, mit namen von Morsperg vnd Furstenberg, zu beuestigung diser mahel- schafft vnd aller vor geschribenen dingen vnser yeder sein eigen insigell offenlich ge- henckt an disen brieff vnd zu noch merrer Sicherheit erbetten die wolgebornen vnd edln heren Conradten groffen zu Thübingen, heren zu Liechtennegckh, vnd Sigmunden von Falckenstein, frihern zu Heitberg, vnser bed lieb heren schwoger, vettern vnd oheim, das sy ire insigelle, vns vnd vnser erben diser sachen dester mer zubesagende, zu den vnsern ouch hengken wellen, so nämlich ich groff Conradt von Tübingen von mims swogers von Morspergs, vnd ich Sigmund von Falckensten etc. von mims lieben oheims von Furstenbergs etc. obgemelt bit willen, doch vns vnd vnser beder erben vnschedlich bekennen geton haben. So besehenen vnd geben ist vff mitwochen sant Vits vnd Modesten tag noch gots geburt, als man zalt funfzehenhundert vnd zwey jare. Die vier Siegel fehlen. Perg. Or. (an den Rändern durch Mäusefraß beschädigt). Donaueschingen. ■fmlm 1) a. 1504, März 11. (montag nach dem sontag üculi) stellen Caspar und Hans Jacob, Vater und Sohn, Freiherren zu Morsperg und Befort, ihrem Schwäher und Vater, Grafen Wolfgang zu Fürstemberg etc. unter Verpfändung aller ihrer liegenden und fahrenden Habe einen Sehadlosbrief aus, da derselbe zu Erledigung und Lösung der Stadt, Schloss und Herrschaft Tattenried gegen Mathis Ysenlin um 3000 fl. Hauptgut und 150 fl. Rinisch jährlichen Zins als Selbstvei'käufer und Selbstsehulduer sich verschrieben hat. Das Or. siegelten die Aussteller. Perg. Or. Donaueschingen. b. 1504, März 12. (zinstag nach dem sontag Oculi in der Vasten). Schadlosbrief derselben gegen den nämlichen, weil er sich verschrieben hat: gegen Mathis Yselin um 3000 fl. Hauptgut und 150 fl. Zins, gegen Ludewig Küchman um 880 fl. Hauptgut und 44 fl. Zins, gegen Aebtissin und Convent des Klosters Clingen- thal zu Basell um 615 fl. Hauptgut und 30 fl. 3 „ort" Zins, und gegen Wylandt Diebolten von Phirt sei. Witwe, die alte Sürlerin, um 600 fl. Hauptgut und 30 fl. Zins, zusammen 5025 fl. Hauptgut und 254 fl. 3 Ort Zins, alles Rinischer Währung. Das Or. siegelten die Aussteller. Gleichzeitiges Pap. Copialbuch der auf die Heirath der Gräfin Margarethe zu Fürstenberg bezüglichen Urkunden, fol. 5—6. Donaueschingen. c. 1504, März 19. (zynstag nach dem sontag Letare zu Halbfasten) beurkundet Peter Offemburg, alter Burgermeister der Stadt Basell, dass Graf Wolfgang zu Fürstemberg etc., Rudolf Graf zu Sultz und im Oleg- gow, die Freiherren Casper und Hans Jacob zu Morsperg und Beffort, Herr Cristoff von Hatstatt, Ritter, und Hanns vom Huß die obengenannten Summen von den obengenaimten Gläubigern aufgenommen und ihnen dafür zwei Kauf- oder Fertigungsbriefe über des genannten Grafen Wolf Herrschaft Thonoweschingen verpfändet haben. Das Or. siegelte der Aussteller. A. a. 0., fol. 6—7. d. 1507, März 5. (frytag nach dem sontag Reminiscere) verspricht Caspar Freiherr zu Morsperg und Beffort, königlicher Majestät und des Reichs Landvogt in Niderelsass, gegenüber dem Grafen Wolfgang zu Fürstemberg etc. und dem edlen Sigmund Freiherm zu Falckenstein, in Jahresfrist die 1000 fl. Hauptgut an die Karthause zu Basell zu bezahlen, wofür sich der erstere verschrieben und wofür der von Falckenstein einen .: '%M j ■'■'■ i j j -■■ ■ o&uiföi 318 1502. Hauptbrief über 2000 fl. Hauptsuuime hinter die Karthause gelegt hat. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. 2) Und ist wahrscheinlich auch geschehen. 1504, Nov. 5. (zinstag noch Allerheilligen dag) schreibt Hanß Jacob fryherr zu Morsperg vnd Beffort an den Grafen Wolfgang, seinen freundlichen lieben Schweher: „nochdem ich von veh abgescheiden pin, hab ich fliß ankert min hußhalttvm der moß zuzerichten mir mug- lichen ist, domit bischloif, kirchengang vnd heinfürrvng glich noch einander beschech vnd vff daß heinlichst, alz es dan angehaben ist, vnd pin des gemutz, in acht oder 10 dagen zu Wolfach zu sin noch dattvm dis brieffs vnd mit vch vnd miner lieb frau mvtter, desglichen min hertz lieben bullen vnd gemal enß zu werden." Doch stelle er es ihm anheim, zu handeln nach seinem Gefallen. Pap. Or. mit grüner Siegelspur. Donaueschingen. In die nächste Zeit nach der Hochzeit, wohl 1505, fällt ein undatirtes Schreiben der Margret von Morsperg an ihren „herz lieben hern vatter vnd hertz lieb fraw muter". „Ewer aller gesundheit ist mir ein grose freid, gott sey lob. Vnd laß ich vch wissen, das ich frisch vnd gesunt bin vnd mir von den gnaden gottes wol gat, vnd hab vßgelert"), gon iez in das beth mit den frewlin. Auch, herz lieber her vatter vnd fraw muter, wo ir schribend, was ich bedarf, so haben ir mir zum nechsten, do ir sind hie gesin, so erlich gelan, das ich jetzmal nit bedarf. Gott danck euch ewer drewe, vnd begert ich nit gröser freid von gott, dan das ir her kernend, mich verlangt von hertz vbel nach euch, vnd min fraw von Buchen last euch früntlich pytten, das ir her komen, es wer ir ein grose freid, vnd min fraw vnd beslin Margret vnd trügend (sie) land euch vil liebs vnd guts sagen vnd die frewlin all. Vnd griessen mir mein bruderlin vnd Schwester, vnd dar- mit befel ich euch in die schnür b ) (sie) gotz, der helf vns mit freiden zusamen." Pap. Or. Donaueschingen. a) Wohl den mitgebrachten Hausrath. b) Wohl verschrieben für: schirm. 3) 1504, Okt. 22. (zynstag nach st. Gallen tag abbatis) beurkundet Graf Rudolf von Sultz, Hofrichter des Königs Maximilian zu Rotwyl, dass dort vor ihm, während er an der offenen freien Königstraße zu Gericht saß, Fröwlin Margreth, geborene Gräfin von Fürstemberg, des edlen Herrn Hanns Jacobs Freiherrn zu Mersperg vnd Beffort etc. „elicher gemahell" a ), mit ihrem Vogte, dem edlen Herrn Gangolf zu Hohengeroltz- egk gegen ihre Brüder Wilhelm und Friderich Grafen zu Fürstemberg, die durch den festen Burckhart von Reckenbach vertreten waren, auf all ihr väterliches, mütterliches, „änliches", brüderliches und schwesterliches Erbe verzichtete. Das Or. siegelte das Hofgericht zu Rotwil. Gleichzeitiges Pap. Copialbuch der auf die Heirath der Gräfin Margarethe zu Fürstenberg bezüglichen Urkunden, fol. 3—4. a) Wiewohl Kirchgang und Beilager noch nicht stattgefunden. Nach altem deutschem Recht begründete das Verlöbniss die Ehe. 1502, Juni 20. Basel. / 332. Peter Offenburg, Bürgermeister und Rath der Stadt Basel, ersuchen Grafen Wolfgang von Fürstenberg, Landvogt im Elsaß, dafür zu wirken, dass ihnen der Kaiser die 50 Zentner Pulver, die sie ihm vor Jahren geliehen, bezahle. Montag vor Job. Bapt. 1502')• Nach dem Concept im Staatsarchiv Basel mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. 1) 1502, Juli 9. zeigen dieselben dem Grafen Wolfgang an, die Summe für das dem Kaiser zum W 1502. 319 Zuge gegen Burgund gelieferte Pulver belaufe sich auf 500 Pfennig: sie haben an denselben femer zu fordern 40 Gulden für zwei neue Bilchsenwagen und einen Sieinwagen. 8". Visitationis Mariae. Nach dem Con- cept a. a. 0. mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. 2) 1502, Juli 30. ersuchen dieselben den Grafen Wolfgang, dem Hanns Grünenzwig, Bürger zu Neuenburg, zu gebieten, mit dem Processe gegen ihren Mitrath Morandes von Brun stille zu stehen, weil die gerichtliche Zeit zum Appelliren schon verstrichen sei. Samstag nach Jacobi. Nach dem Concept im Staatsarchive Basel mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. 1502, Juni 23. 333. Wolfgang Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husen im Kintz- igental, gewährt seinem lieben, getreuen Hans von Ramstein, zu Wyler ob Haßlach gesessen, welcher seine Güter im Banne zu Wyler, wie seine Vordem, für 8 Schillinge Strassburger Währung jährlich auf Martinstag fälligen Zins als rechtes Erb- und Zinsmannlehen besessen, dass diese Güter, da er nur eine Tochter hat, nach seinem Tode nicht heimfallen, sondern an seine Ehefrau als Leibgeding und dann an deren Tochter, „die der Jürig Fuchs hat", und deren Erben, es seien Knaben oder Töchter, kommen. Jedoch müssen sie dann jährlich des Grafen Amtmann zu Wylr oder Husen, wohin der Graf es will, den doppelten Zins (16 Schillinge Pfennige Strassburger Währung) entrichten und nach Lehensrecht einen Lehenträger bestellen. Geben vff st. Johans aubent Baptiste 1502. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. u. Pap. Cop. des 16. Jahrhdts. Donaueschingen. B. 1 ■ mim ■'.'V. •>!■.!: 5 ; «Kl 1502, Juli 23. 334. Conrat Stehely von. Stockburg, Schuldheiß zu Waltkirch, quittirt dem Grafen Wolfgang zu Furstenberg, Landgrafen in Bare, seinem gnädigen Herrn, über die 20 fl. Zins, die ihm von seiner Gnaden ab dem Zoll zu Vifingen auf st. Johanns Tag zu Sunnwenden gefallen sind. Geben an sampstag nach Marie Magdalene 1502. Das aufgedrückt gewesene Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. B. : Sffii ■ WM rase» y IM msmzmm 320 1502. 1502, Juli 26. 335. Graf Wolfgang zu Fürstenberg, königlicher Majestät Hofmarschalk, oberster Hauptmann und Landvogt im Elsaß, schreibt an Praelaten, Grafen, Freiherren, Ritter, Knechte, Städte und Landschaften seiner Verwesimg: er sei glaublich berichtet, dass im Lande Baiern, etlichen Enden in Schwaben, in der Eidgenossenschaft und dem anstoßenden Welschlande dieses Jahr die Kornfrüchte nicht zum besten gerathen seien (wegen Hagels); daher werde die Ausfuhr des Korns außerhalb der freien Märkte seiner Verwesung bei einer Strafe von 10 ^6 verboten. Auch wird jedem Unterthan bei Verlust von Leib und Gut verboten, außer Landes in den Krieg zu ziehen. Geben Zinstag nächst nach st. Jacobs tag apostoli 1502 ') 2 ). Nach einer gleichzeitigen Copie in Karlsruhe mitgetheilt von Freiherrn Dr. Eoth v. Schreckenstein. 1) 1502, Aug. 23. (dienstag Bartholomäus abend) ersuchen Statthalter des Bürgermeisterthums und Kath der Stadt Basel den edlen, strengen, hochgelehrten, frommen, festen Herrn, Wolfgang Grafen zu Fürstenberg, Landgrafen in der Bar, königlicher Majestät Hofmarschall, Landvogt und obersten Hauptmann in Elsaß, das Ausfuhrverbot für Korn aufzuheben. Nach dem Concept im Staatsarchiv Basel mitgetheilt von Dr. v. Lie- benau. 2) 1502, Aug. 30. (zinstag nach Augustini) ertheilen auf das Schreiben der Baseler königlicher Majestät Statthalter, Hof kanzler und Räthe zu Ensisheim versammelt, eine begütigende Antwort. Nach einer gleichzeitigen Copie in Karlsruhe mitgetheilt von Freiherm Dr. Eoth v. Schreekenstein. 1502, Aug. 11. 336. Sigmund Freiherr zu Valckenstein bekennt, dass ihm sein Oheim, Wolfgang Graf zu Fürstenberg, kaiserlicher Hofmarschalk, oberster Hauptmann und Landvogt in Elsass, auf seine Bitte vergönnt hat, in seinem Bach und Fischwasser zu Hoffstätten mitsammt den einfließenden Wässerlein, Salmenspach, Mulers, Breittebneten bis an derer von Haßlach Ahnend zu fischen, und dass er dieß aus keiner andern Gerechtigkeit und nur, so lange der Graf es ihm gönne, üben wolle '). Geben vff donstag nach st. Lorentzen tag deß hl. martererß 1502. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. 1) Nach einer gleichzeitigen Aufzeichnung ist dieser Brief „vom frümesser zu Haßlach" geschrieben und sollte an Martin von Blümnegk, Vogt des Grafen Wolfgang von Fürstenberg zu Haßlach, ausgeantwortet ■werden. Da Sigmund von Valckenstein dieß nicht that, vielmehr den Vogt verhöhnte, erneuerten sich die Streitigkeiten über die Fischenz bei der Heidburg. Vergl. oben Bd. III. Nr. 618 von 1475—76. Daran schlössen sich 111111 1502. 321 H^M in den folgenden Jahren Streitigkeiten über die Benützung einer Steingrube u. a., welche fortdauerten, bis 1519 die Grafen Wilhelm und Friedrich, Gebrüder von Fürstenberg, Schloss Haidburg von Sigmund von Valcken- stain zurückerkauften. ■'■'-',■■ mm 1 2502, Sept. 2. Zürich. 337. Der Abschied der. Eidgenossen besagt: Dem römischen Könige ist auch geschrieben, wie die Herren von Zolrn a ) und von Fürstenberg aus Auftrag Seiner Majestät zwischen den Herren von Werdenberg b ) und den Kindern von Zimmern einen Vergleich gemacht haben. Der König wird ersucht diesen Vergleich zu genehmigen und zu verschaffen, dass selbem nachgelebt werde, damit die Kinder von Zimmern zur Ruhe kommen. Freitag nach Verene 1502. Regest in der Amtl. Sammlung der älteren Eidgenöss. Abschiede Bd. III, Abthlg. 2, S. 177. a) In der Amtl. Sammig.: Zorn. b) In der Amtl. Sammig.: Wadenberg. 1502, Sept. 22. 338. Erhart Jäger von Veitkirch, der im Dienste des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg etc. bei Nacht und Nebel, als die Thore an seiner Gnaden Stadt Gisingen geschlossen waren, über die Ringmauer seinen Geschäften und Abenteuern nach aus- und eingestiegen, schwört aus Dankbarkeit dafür, dass ihn genannter Graf darüber nicht hoch strafe, Urfehde. Geben vf st. Moricien tag 1502. Das Siegel der Stadt Husen vorne aufgedrückt. Pap. Or. Donaueschingen. B. .'.-■.-.-.■ . 3 OB I ^^^^M ^^^■^1 1502, Nov. 7. 339. Der Schuldheiß und die Zwölf des Gerichts in der Stadt zu Wolfach erkennen in Streitsachen zwischen dem Grafen Wolfgang von Fürstenberg, der durch die edlen, festen und ehrsamen Junker Marty von Blümnegk, Vogt, Junker Hanns von Emerß- hofen und Anndres Kötz, Schreiber, seine bevollmächtigten Anwälte, Amtleute und Ver- IV. 41 I ^^B 3m ■"■'■•:' HflBH j < " V,22 1502. weser vertreten ist, und dem Junker Gangolf, Herrn zu Hohengeroltzeck wegen Abrechnung über die Nutzungen der Pfandschaft Loßburg *) und über Steuerersatz zum schwäbischen Bunde, unter Kostencompensation des Urtheils, zu Gunsten des Grafen und gegen die Ansprüche Gangolfs. Gescheen am güttemtag nach Leonhardy 1502. Das Siegel der Stadt Wolfach (wie oben, grün, an schwarzer Seidenschnur). Perg. Or. (sehr weitläufig, in Form eines Libells, 6 Blatt in folio). Donaueschingen. 1) Seit 1500 schwebte zwischen diesen beiden Parteien Streit, da Geroldseck die von Fürstenberg auf die Pfandschaft Loßburg verwendeten Baukosten nicht anerkennen wollte. 1501, Jan. 21. (dunrstag nach st. Hilaryen tag) schrieb Hanns von Reckenbach, Amtmann zu Husen im Kintzigentale, an Mölchior vonScho- wenburg, Vogt in der Pflege Ortenberg, sein Herr, Graf Wolfgang beabsichtige die Pfandschaft Loßburg aus den Händen zu geben und gönne ihm wohl, dass er sie erhielte. Schowenburg behauptete dann, der Abschluss dieses Geschäftes sei durch die Beamten des Grafen Wolfgang hintertrieben worden, der Graf aber widersprach. Weitläufige Correspondenzen darüber, meist aus dem Jahre 1501, mit Beilagen, die bis zum Jahre 1495 zurückgehen, liegen im f. f. A. Hieher gehören auch die Regesten Nr. 450 u. 455 v. 1501, Febr. 11. u. Juni 25. bei Glatz, Gesch. des Klosters Alpirsbach, S. 355, 357. — 1501, April 16. (Freitag vor Quasimodogeniti) ur- kundet Graf Wolfgang, dass er die ihm von Gangolf von Geroldseck vor dem Landgericht zu Stockach gefertigten Pfandbriefe um die Herrschaft Loßburg und Schenkenzell (beide v. 1498, Juni 15. [Freitag nach Fronleichnam] und Aug. 5., inserirt) dem Abte und Convente von Alpirsbach auf Begehren verabfolgen werde. Reg. Nr. 451 bei Glatz a. a. 0. nach gleichzeitiger Pap. Copie in Stuttgart. Vergl. auch daselbst Reg. Nr. 457., wonach die Herrschaft Lossburg 1501, Sept. 14. von Geroldseck um 4000 fl. Gold an Kloster Alpirsbach verkauft wurde. 1502, Dez. 19. 340. Phillips Sturm, Burger zu Straßburg, verzichtet zu Gunsten des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg gegen ein Leibding von 5 Gulden auf den halben Zehnten, groß und klein, zu Hoffstetten, dessen Eigenthum Graf Wolfgang von Herrn Gangolf zu Hohengerolzeck gekauft hat*). Geben vff mentag vor dem hl. Winachttag 1502. Die Siegel des Ausstellers und seines Vetters, des festen Ludwig Sturm (Bruchstücke). Perg. Or. Donaueschingen. 1) Am 21. Dez. 1502 (mitwoch vor Winnachten) eignet Gangolf Herr zu Hohengeroltzegk diesen Zehnten, den Phillips Sturm von ihm bisher zu Lehen getragen und jetzt an Grafen Wolfgang von Fürstenberg, seinen (des Ausstellers) Vetter, verkauft hat, dem letzteren. Perg. Or. mit d. Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. 1503. 323 1503, Febr. 13. 341. Sigmund Graf zu Lupfen, Landgraf zu Stüfingen, Herr zu Lantspurg, Römischer königlicher Majestät Rath, obrister Feldhauptmann der vier vordem Lande und Vogt zu Thann, gibt dem wohlgeborenen Wolfgang, Grafen zu Fürstemberg, Landgrafen in Bare,. Römischer königlicher Majestät Hofmarschall, obristen Hauptmann und Landvogt in Elsaß, seinem lieben Vetter und Bürgen gegen die wohlgeborene dementia, Gräfin von Lupfen, geborene Gräfin von Montfort, seine liebe Gemahlin, um 300 fl. jährlichen Zins, der ihr als Widdum verschrieben ist, einen Schadlosbrief. Geben vff mentag vor st. Valentins tag 1503. Das Siegel des Ausstellers (roth in Schüssel; auf dem getheilten, mit Arabesken ciselirten Schilde zwei gegen einander gekehrte Helme; Kleinod des r. Federbusch, des 1. Plug und Schwanenrumpf mit geöffnetem Schnabel; zwischen den Helmen: 1490; Umschrift: Sigmunö. tjraf. ?.. lupfte, latgvaf. nt. StüiijjE.) Perg. Or. Donaueschingen. B. ■" \ '. ';■'■ . !s ■ k£ HtR5 I mm *££&S5I ■■■■ 55 ■ ■' ■■ ; • Wim • ■ - «SB ■ ■■'..■ 1503, März 1. — 7. 342. Der Graf (Wolfgang) von Fürstenberg, der Domprobst von Utrecht und der Herr von Fay treffen als Gesandte des Königs Maximilian an dessen aus Spanien heimkehrenden Sohn, Prinzen Philipp, mit diesem in Montpellier zusammen. Auf seiner weiteren Reise ') kömmt Prinz Philipp nach Freiburg i. B. und (zwischen Aug. 20. u. 29). »inde Neustattum comitis Furstembergii«, von wo er nach Sigmaringen geht. Ponti Heuteri Delfii Opera (1651), Rer. Austriacar. lib. VI, c. 4, p. 142. 1) Dass Graf Wolfgang auf dieser Reise den Prinzen stets begleitet habe, wie Münch, I, 455, angibt, sagt Heuterus keineswegs. Im Juni befand sich Wolfgang wahrscheinlich wieder daheim; s. unten Nr. 348 flgd. KW B9B 1503, März 21. 343. Heinrich Sigmund von Howdorf verkauft, mit Zustimmung der Grafen Erhart zu Thengen, Wolfgang zu Fürstemberg und Sigmund zu Lupfen als Lehensherren der einzelnen Stücke, Schloss und Dorf Owelfingen mit Gericht, Zwing und Bann, Zehnten, Zinsen u. s. w. (thengen'sches Lehen), die Fischenz in derAyterach (theils thengen'scbes, theils fürstenbergisches Lehen), den Notyßens Zehnten zu Owelfingen (lupfen'sches Lehen), die Mühle zu Nüwbrunnen, verschiedene Hölzer und Gütchen zu Owelfingen 41* V.V; E*J?aK5Sä HP ■1 ■ S ■HM 324 1503. und den Notyßens Zehnten zu Küchen (fürstenbergische Lehen) mit aller Zubehör um 4605 fl. an Burckhart von Begkembach zu Marschalkzimern 1_3 ). Geben vff zinstag nach dem sonntag Oculi 1503. Von den Siegeln fehlt das des Ausstellers; erhalten sind (grün, in ungefärbter Schüssel) die des Altbürgermeisters Cunrat Waltkirch (Schild schräg gespalten, oben 1. ein Widderhom; auf dem Helm Hut mit menschlichem Kopf (?), Umschrift abgeschliffen) und des Stadtschreibers Heinrich ßuwman (im Schild ohne Helm eine Rose; ÄtgUlutn Jjatnridj bmoman.) von Schaffhwßen. Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1503, Juni 3. (vff den hl. Pfingstabendt) stellen Cünradt von Velsenberg zu Husen und Burckhart von Reckembach zu Owelfingen dem Grafen Wolfgang zu Furstenberg etc. einen Schadlosbrief aus über 1000 fl. und 40 fl. jährlichen Zins, für die derselbe beim Kaufe des Schlosses und Dorfes Owelfingen ihr Bürge geworden. Die Siegel der Aussteller fehlen. Perg, Or. Donaueschingen. 2) 1505, Jan. 23. (dornstag nach st. Sebastiens tag) stellt Burckhart von Beckenbach zu Owelfingen dem Grafen Wolfgang zu Fürstemberg etc. einen Schuldbrief aus über 250 fl. Perg. Or. mit den Siegeln des Ausstellers (grün in ungefärbter Schüssel; im Scbilde ein springender Hund; auf dem Helme wachsender Hund; Umschrift abgeschliffen) und seines Schwehers, Conrat von Velsenberg (grün in ungefärbter Schüssel; im Schild und auf dem Helm Drachenrumpf; f conrat. DOtt. felfnbe'g). Donaueschingen. 3) 1506, Mai 25. (vff st. Vrbanstag) belehnt Wolfgang Graf zu Piirstenberg etc. den festen Burckhart von Reckenbach zu Owelfingen, für ihn und seine ehelichen Erben, Knaben und Töchter, mit folgenden Gütern, die derselbe mit des Grafen Zustimmung von Heinrich Sygmund von Hewdorf erkaufte: mit der Mühle zu Owelfingen, einer Mühlstatt unter dem Dorfe Lütpferdingen, dem Zehnten zu Owelfingen, genannt Reckenbachs Zehnten, dem Zehnten zu Owelfingen, der Conrat Asens sei. von Zimerholtz gewesen und von Furstenberg und Hansen Dolenbach an ihn gekommen ist, dem Zehnten zu Kirchen, der der Notysen von Tenngen gewesen, einem Gütlein zu Gütmatingen, ist Pfand von der Kellern von Tengen, zwei weiteren Gütlein zu Gülmatingen und dem Eyterbach im Lupfertinger Banne; doch an der Mühlstatt zu Lupfertingen des Grafen Ansprüche Heinrich Sygmunds Handlung halb vorbehalten. Das Or. siegelte der Aussteller. Perg. Or. Donaueschingen. 1503, April 2. 344. Dr. Ludwig Vergenhans, Propst zu Stütgarten, Domherr zu Constanz und Worms, meldet dem wohlgeborenen Herrn Wolfen, Grafen zu Furstenberg und Landgrafen in der Bar, königlicher Majestät Marschalk und Landvogt in Elsaß, seinem gnädigen Herrn, damit derselbe sich darnach richten könne: da ihm die Begenten zu Innsbruck von königlicher Majestät geschrieben haben, den Tag, den er nächst in den die Grafschaft Neuenbürg berührenden Spänen angesetzt habe, weiter zu erstrecken, weil die, so von königlicher Majestät wegen dazu verordnet und notdürftig seien, merklicher anderer königlicher Geschäfte halber auf jenen Tag nicht kommen können, so habe «MSiSi'« 1503. 325 er den Tag auf den 10. Juli gen Constanz angesetzt, wohin Graf Wolfgang an diesem Termine zu früher Tageszeit erscheinen und wie es sich gebührt, handeln möge. Datum vff soimtag Judica anno etc. drü jar '). Das Siegel des Ausstellers hinten aufgedrückt. Pap. Oi - . Donaueschingen. B. 1) 1503, fritag nach Corporis Cristi (Juni 16.) verlegt er aus gleichem Grunde den Tag abermals; den neuen Termin wird er später dem Grafen verkünden. Pap. Or. Donaueschingen. B. 1503, April 4. 345. Hanns Roser, der Thoman Götzen sei. von Hagenbüch erschlagen, ist desshalb in Gefängniss gelegen, auf Anrufen der Söhne und des Bruders des Erschlagenen von den Anwälten des wohlgeborenen Herrn, Herrn Wolfgangs, Grafen zu Fürstenberg, ihres gnädigen Herrn, „in recht gestelt in der statt Wolfach, besetzt von Husen vnd Haßlach, alda im pinlich nach kayserlichem vnd des heiigen richs rechten zu geclagt vnd über in bys zu endt der sach gerichtet, wie recht ist vnd sich gepürt nach lands recht vnd gewonhait." Auf Bitten edler, unedler, geistlicher und weltlicher und aller Umständer an genannte Anwälte und mit Verwilligung der Kläger ist jetzt durch Juncker Jacob von Grebern, Schuldheiß, und die Räthe der Stadt Wolfach, auch andere erbere Leute in diesem Handel folgende Richtung zu Stande gekommen. Erstens „sol Hanns Roser zu verbesseren des todgeslagen seel nach halten laussen drissig messen in der pfarrkirchen zu Wolfach uff zwen oder dry tag hiezwischend vnd Pfingsten, vnd sol er ain halb pfundig kercz wachs in der hand tragen zu oppfer vnd zwainczig vnd nun man haben, der yeder ain vierlings swär ain wässe liecht zu oppfer trag, vnd es sust in der kyrchen halten, wie gewonhait, ouch seelgrecht vnd allen costen, der kyrchen zugehörig, tragen vnd haben; darczu ain ewig gedechtnuß jerlich mit ainer meß stifften in jars frist in die kyrchen Husen oder Wolfach, wo die fründt das hon wollen, vnd ain staine gehowen crütz vmb Hagenbüch seczen, das dry schüch hoch ob dem bodem sig, uff ain maistat, da sy inn des beschaiden werden, vnd sol Hanns Roser im bemelten jär dry fert tun, ainy, da Römisch gnad *) ist, sich absol- fieren laussen, vnd aine gen Ainsidel vnd aine gen Auch zu Vnser lieben Prowen vnd von dero yedem ort schin bringen, das solichs volbracht ist". Er muss ferner alle durch den Todtschlag , sein Gefängniss und das Gericht erwachsenen Kosten zahlen. Er muss die 5 Fälle, „so Thoman Götz seliger gezogen von den herschafften siner gütter", mit 15 fl. fürderlich lösen und damit Jacob Götzen ledig machen; auch muss - •. ■ II mm IfiB iäEsäwfla . ,; ! I H 1 Ü SSrhB ■assÖ i ■ iisieaK ' "■r 32G 1503. er diesem Knaben Jacob Götzen 6 fl. in Monatsfrist geben, damit er weder demselben, noch andern Verwandten fernerhin zu antworten habe. Dem gnädigen Herrn hat er für seine Strafe und Frevel 35 fl. zu entrichten, auch soll er der Herrschaft Fürstenberg leibeigener Mann bleiben, als welchen er sich „vor disem vorgemelten rechten" freiwillig bekannt hat, er werde denn ibren Gnaden mit besserer Gerechtigkeit rechtlich abgedrungen, „damit nach volstreckung des, so obstat, im sin gut von vnser gne- digen heren anwälden ouch entslagen worden ist." Endlich muss er einen Eid schwören, alles vorstehende auszuführen. Es haben auch seine Brüder, her Lenhart Roser, Kirchherr zu Schappach, dem Kirchherrn zu Wolfach in seine Hand und Martin Roser „an stab" gelobt, ihres Bruders obgemeldete Schulden zu bezahlen und, „das die besserung beschee", verbürgt, worauf dieser ihnen vor dem Stadtgerichte zu Wolfach all sein Gut, liegendes und fahrendes, „mit mundt vnd handt an stab fry ledig uff vnd über geben, sich damit zu lösen vnd zu ledigen vnd schadlos zu machen aller vorgeschriben sachen." Da Hanns Roser sein Leben mit dem Gute rettet und von des gnädigen Herrn Anwälten und den Klägern „inn entslagen" (sie), so sollen Lenhart und Martin Roser an seinem Gut „habens halb sin." Beide Parteien erhalten hierüber Brief und Siegel. Geben uff zinstag vorm Palmtag 1503 2 ). Das Siegel der Stadt Wolfach fehlt. Perg. Or. Donauescbingen. B. 1) Vollkommener Ablass. 2) 1503, April 7. Andres Bomrer, derzeit im Thale zu Gebrecht wohnhaft, ist in das Gefängniss seiner Herren, der hoch- und wohlgeborenen Fürsten und Herren, CristofFs Markgrafen zu Baden und Grafen zu Spanheim etc. und Wolfgangs Grafen zu Fürstenberg, gekommen, weil er nach Absterben seines Meisters sei. „an orten in haimlichen sinen schlössen, da im das nit gebürt hat, verborgen gelt gesucht, zum tail fün- den, ain offenlicher eebrecher gewesen, darzu andere verbot frefellich vbertretten." Auf Bitten seiner Freunde und guten Gönner entlassen, schwört er Urfehde. Geben vff fritag vorm Palmtag 1503. Das Siegel des edlen und festen Junkers Cunradt von Velsenberg (im Schild und auf dem Helm Drachen- oder Lindwurmrumpf; . antrat. Du. ful^u...). Perg. Or. Donaueschingen. 1503, April 10. 346. Sigmund Crützer, Doctoretc, Dompropst und Domherr zu Costenntz, schreibt an den edlen, festen Jergen von Regkenbach, Vogt der Grafschaft Fürstemberg, seinen lieben und guten Freund: wiewohl die Irrung zwischen dem wohlgeborenen Wolf Grafen zu Fürstenberg und ihm wegen der hohen Gerichte in seiner Herrschaft Cuntzenberg und wegen seines armen Mannes, Adam Metzger zu Tengen, „nach embörter vffrür zu gütlichen tagen vnd demnach vß krafft der verainigung des pünts in anstand komen ist", 1503. 327 so sei genannter armer Mann dennoch, wie vorher, nicht sicher. Deßhalb möge Reckenbach des Dompropstes oftmaliges Rechtserbieten an jedem ziemlichen Orte, wozu er sich allweg erbiete, und gedachten Bundsanstand bedenken und seinen armen Mann, der ihm und der Dompropstei laut der Rodeln, versiegelten Briefe und lebender Kundschaft gehöre und nur gethan habe, was er demselben bei Pflichten geboten, in Ruhe und Sicherheit stellen. Bittet um schriftliche Antwort. Datum mentag nach Palmarum anno 1503. Das Siegel rückwärts aufgedrückt. Pap. Or. Donaueschingen. B. 1503, Mai 25. 347. Burgkhart von Regkembach zu Margkschalgkenzymern, der Zeit zu Meßkirch wohnhaft, verkauft dem frommen und festen Cimrat Vfflinger, der Zeit zu Villingen gesessen, 40 fl. Rhein. Landswährung ablösbaren Zins aus seinem eigenen Drittheil des Kornzehntens zu Oberbaldingen, der zu gemeinen Jahren 20 Malter beiderlei Korns thut, aus seinem von Grafen Wolfgangen von Fürstemberg etc. lehenbaren Halbtheile des Korn- und Heuzehntens zu Hymlingen ob Mdingen, der zu gemeinen Jahren „zwelf pfundt vnd malter" erträgt, und aus dem ebenfalls vom genannten Grafen lehenbaren großen Zehnten zu Owelfingen, der 40 Malter Frucht gibt, und aus dem um 60 fl. Hauptgut 6 Malter beiderlei Korns jährlicher Zins dem Gotteshause Fridenwiler bereits verschrieben ist, mit Genehmigung des Lehensherra um 800 fl. rh. Landeswährung. Gewähren: die edlen und festen Wolf von Honburg zu Kruchenwyß by der Ablach, des Verkäufers lieber Schwager und Hannß Gremiich, der ältere, zu Menningen unter Meßkirch, sein lieber Vetter. Geben an st. Vrbanns tag des hl. bapsts 1503. Die Siegel des Ausstellers; (schlecht ausgeprägt) der edlen und festen Jörgen von Regkembach, seines lieben Vetters, Wolfen von Honburg (im Schilde ein Hirschgeweih, darüber Helm mit Flug als Helmzier, Umschrift auf fliegendem Bande ftg. roolfg. uo. tjontmrg.) und Hannsen Gremiichs (im Schilde Steinbock, Helm mit wehenden Decken und Steinbocksrumpf, Umschrift auf einem um das Siegel herumziehenden Bande: S. Ijanns. gronltdj.) Perg. Or. Donaueschingen, ß. 1503, Juni 16. 348. Wolfgang Graf zu Fürstenberg, königlicher Majestät Hofmarschall, oberster Hauptmann und Landvogt in Elsaß, urkundet: nachdem in den letzten Jahren eine Mi ;.'"■:■■ ••i. V '■ HBI ; n m '< HS MB n 1 \®M WBBBß. 'PH SsÖl 328 1503. Ordnung des Eisenerzes wegen durch die Landvögte und Räthe zu Lauffenburg, Seckin- gen, auf dem Schwarzwald, im Frickthal, Zeiningen, Wocerthal, zu Ölten und Arau der Schmiden wegen gemacht worden, haben sich verschiedene Missbräuche eingeschlichen ; diese zu heben, habe er dem Vogte zu Reinfelden und Seckingen Befehl gegeben, den Obmann der Schmidordnung sammt Burgermeister und Rath zu Lauffenburg und andern Beamten vor sich zu rufen und mit ihnen eine neue Ordnung zu erlassen, wonach kein Eisen weggeführt und verkauft werden dürfe, es sei denn zuvor da, wo es geschmiedet, gewogen worden. Freitag nach Trinitatis. Nach einer gleichzeitigen Copie im Staatsarchive Solothurn mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. 1503, Juni 16. 349. Burckhart von Reckenbach zu Ouwellfingen verkauft den ehrwürdigen geistlichen Frauen, Priorin und Convent zu Nydingen Vff Houe seine Behausung und Hofstatt, das Stainburglin genannt, zu Nydingen im Dorf sammt einem Weiherstättlin, gegen Furstenberg heraufwärts gelegen, um 100 Gulden rhein., worüber er quittirt. Graf Wolfgang zu Fürstenberg, Landgraf in Bare und Herr zu Hwsen im Kyntziggen- thal, gibt als Lehensherr seine Zustimmung zum Verkauf und eignet dem Kloster Behausung, Hofstatt und Weiherstatt. Geben am frytag nach Vnsers Herren Fronnlichnambs tag 1503. Die eingenähten Siegel des Ausstellers und statt des angezeigten, wohl früh verlorenen des Grafen Wolfgang von Fürstenberg ein jüngeres fürstenbergisches Siegel des 17. Jahrhdts. in Holzkapsel. Perg. Or. Donaueschingen. 1503, Juni 24. 350, Wolfgang Graf zu Furstenberg, Römischer königlicher Majestät Hofmarschalk, oberster Hauptmann und Landvogt in Elsas etc., bittet seinen getreuen und lieben Gevatter Conradt Schützen, Hof- und Landschreiber in Elsas, in seiner Abwesenheit das Schloss Ensisheim „inzehaben" und gestattet ihm dafür den Genuss der Matten, Fisch en- zen, des Judengelds und all dessen, was ihm als einem Landvogt von Oberkeit wegen im Land von wegen Römischer königlicher Majestät zugehört, und will denselben dess- halb von der Knechte und anderer Kosten wegen schadlos halten. Derselbe soll in dieser Zeit alle seine Amtsobrigkeit fest handhaben, davon nichts entziehen lassen und das Schloss mit Wacht und Hut getreu bewahren, wie er denn das geschworen. 1503. 329 Geben vff Johannis Baptiste anno etc. tercio. Pap. Cop. 16. Jhrhdt. Donauesehuigen. B. ■hHHBBHR 1H .:•.■'■"■<■ ■ iü m Hfl HBH SiWS i$03, Juli 27. Basel. 351. Wilhelm Zoigler, Bürgermeister, und Rath der Stadt Basel zeigen dem Grafen Wolfgang von Fürstenberg, Landvogt im Elsass an, .sie werden den vom Kaiser in ihrem Streite über die Grenzen der Herrschaft Farnsburg angesetzten Rechtstag besuchen ; erwarten aber, dass er dem Ulrich von Habsberg, Vogt des Steins zu Rhein- felden, befehle, mit Thätlichkeiten gegen den Wirth zu Äugst wegen des Ohmgeldes innezuhalten. Donnerstag nach Jacobi. Nach dem Concept im Staatsarchive Basel mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. i 1503, Sept. 11. 352. Johann Wernher von Zimmern bringt die von Fürstenberg und Zollern sequesterweise innegehabte Stadt und Herrschaft Messkirch durch Überfall wieder in seinen Besitz. »Als nu herr Johanns Wörnher durch kain mittel zu seinem vetterlichen erb komen, welches dann die grafen von Zollern und Furstenberg nu mer bis in das sechst jar, nemlich ab anno domini 1497 an zu rechnen, als sequestres ingehabt '), hat er bedacht sein, auch siner geschwistergit armut..... Derhalben anno domini 1503 der anschlag, die stat und herrschaft Messkirch wider einzuneruen, zu Haidelberg gemacht worden...... Hierauf als der herpst sich genehert und herr Johans Wörnher in erfarung kommen, das die kunigcliche Majestät zu Insprugg, dergleichen die graven von Zollern und Furstenberg, sequestres, nit bei landt, sondern bei irer Majestät zu hove, hat er sampt den benannten rittern und vom adel in stille sich beworben.« Es folgt ausführlicher Bericht über den geglückten Ueberfall, wobei der Oberamtmaun Conradt von Reckenbach misshandelt uud seine Registratur geplündert wurde. »Daher, als hernach ermelter von Reckenbach herrn Johannsen Wöruhern und seinen gepruedern seiner amptsverwaltung halb raitung, vermög ainer abrede, so desshalb über etliche zeit zu Augspurg zwischen Zollern, Furstenberg uud Zimbern beschehen, thon sollen, hat er sich entschuldigt, mit anzaig, er künde nit rechnen, seitmals im über sein behaltnus gebrocheu, gelt und deren register ainstails darus seien entwert worden. Und furwar, so were es ain seltzame rech- nung worden; dann sich bemelter amptman wol mitlerweil seiner amptsverwaltung beholfen. So haben sich auch der herrschaft nutzungen baide sequestres, Furstenberg und Zoller, iren selbs auch nit vergessen , insonderhait, als sie auf dem reichstag zu Costanz anno domini . . . . a ) gewest, haben sie IV. 42 : m b H mm 'ISP '■mM . ■V-'T *»•* I ■ ■ 1 ■ ■ M ■■HM ■flu 330 1503. allen win, haber, fruchten und anders von Messkirch geen Costanz fueren lassen und wie das ir gebraucht« 2 ). Zimmerische Chronik (ed. Barack), II, 101—110. a) Lücke iu der Handschrift, in der Edition ergänzt: 1492. Da aber die genannten Grafen erst 1497 in den Besitz der Herrschaft Messkirch kamen, muss der Constanzer Reichstag v. 1507 gemeint sein; s. Nr. 423. 431. 1) S. oben Nr. 218 v. 1497, Mai 7. flgd. 2) Weiter berichtet die Zimmerische Chronik, II, 120, 121: „Auch hat herr Johanns Wörnher grave Eitlfriderrichen von Zollern und grave Wolfen von Furstenberg geschriben und Ursachen seines einnemens, wie obgehört, angezeigt, mit pit, bei der kunigclichen Majestät Ungnade, ob die verhanden desshalben sein wurde, abzupften und zu verhelfen, damit im die regalia und privilegia gelihen und confirmirt werden........ Nu sein herrn Johannsen Wörnhern täglichs Warnungen zukommen, das die kunigcliche Majestät in widerumb seines vätterlichen erbs entsetzen welle, dann die von Werdenberg und sonderlich grave Haugo praticirten ernbsig, damit die kunigcliche Majestät alle derselben landvögte in Schwaben ufmante, dessgleichen baiden graven von Zollern und Furstenberg sampt der Bar und dem Schwarzwaldt, mit macht aufzusein, die herrschaft Messkirch widerumb einzenemen, mandierte. Sollichs hat aber der römisch konig nitgestaten oder zulassen wellen"...... 1503, Sept. 18. 353. Ottman Röttenbacher von Fürstenberg, „fry landrichter" in Bare, beurkundet, dass vor ihm, als er im Namen und an Statt des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg etc. bei Furstenberg an der Steig öffentlich zum Landgericht saß, die ehrbare Anna, Witwe Conradt Schellhorns sei. von ihrem Hofe zu Gysingen ihren im Kloster Frydenwiler befindlichen Töchtern Brida und Anna auf Lebenszeit 4 Malter beider Korn, die übrigen 2 Malter aber und nach dem Tode dieser ihrer Töchter den ganzen Hof dem Kloster Frydenwiler vermacht habe. Geben am mentag vor st. Matheus des hl. zwölfpoten tag 1503. Das Siegel des Landgerichtes in Bare (wie oben Nr. 322). Perg. Or. Donaueschingen. 1503, Nov. 6. 354. Wolfgang zu Furstemberg a ), Landgraf in Bare etc., Römischer königlicher Majestät Hofmarschall, obrister Hauptmann und Landvogt in Elsass und in Ortnow etc. leiht dem Berchtold Costentzen, genannt Keller, zu rechtem Lehen, Töchtern und Knaben, 3 Jauchert Acker „an Wartemberger staig, stosset hinden an den Hurbühel", 2 Jauchert „in der Klosnernenthal am bach, stost vff der Schellhörnin acker", 2 Jau- 1503. 331 chert Acker „vff den hanffeldern vorm oberthor, streckt vss vnd inn vff die ahnen",. 3 Jauchert Acker „in Köllins thal, stregt hierin vnd hinuß ouch vff Conrat Metzgers agker", 2 Jauchert „in der Cloßnerin thal, stregkt vff Regkenbachs agkers hierin- wertz vnd vssen vff der Sässinen bom", 1 Jan chert „vor der Lengen, stregkt herin vff hohen staig vnd hinuß vff Vnser Frowen agker, so Clewin Lüptbrand buwt", was alles der Empfänger von Hanns Ludwigk zu Gisingen erkauft hat, auf deren beider Bitten. Geben an mentag vor st. Martins tag 1503. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. B. a) Graf fehlt. , ■ ' ■■'■■ ffi&w fs^lsSili 1503, Nov. 14. 355. Wolfgang Graf zu Furstenberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husen im Kintz- gentall, nimmt auf Bitten Martin Maygers zu Pforen dessen Haus, Scheuer, Hofraite Q mit „dem stainin stok" und aller Zugehörde, zu Pforen an dem graben by Osterlingen gelegen, das von ihm und der Grafschaft Fürstenberg zu rechtem Lehen Töchtern und Knaben rührt und das Mayger von Hannsen Herbatt, „murers sun" gekauft, aber wieder an Clausen Stöben von Pforen verkauft hat, von demselben auf und leiht es dem genannten Clausen Stöben. Geben am zinstag nach st. Martinstag 1503. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1 tiwm 1503, Nov. 29. 356. Wolfgang Graf zu Furstenberg etc. „vernüwert und vidernirt" seinem Schuld- heissen zu Wolfach und lieben getreuen Lorentz Kratzer auf dessen Bitte 3 „permen- tin, alt, versiglet, vnargwenig vnd gerecht brieff", die dessen Vordem vor Zeiten von des Ausstellers Vordem gegeben wurden, „diewil die angeschrifft oder sigeln irs alters halben der zitt nach verplichen oder beschafftig (sie) fürtorhin wol werden möchten": 1. Urkunde der Grafen Hainrich und Conrat von Fürstenberg von 1405, Mai 15; 2. Urkunde des Grafen Hainrich zu Fürstenberg von 1393, Nov. 11; 3. Urkunde des Grafen Conrat von Furstenberg von 1407, Juli 4 *). 42* fjmSäSSlXSi lü iilii Weä ' ■mm •1Ü NM i H H HB äss HH5H 11111111 111111 332 1504. Geben vff st. Anderis abent 1503. Das Siegel (unkenntlich) des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. 1) S. Band II, Nr. 556; III, Nr. 14 und 38. 1504, Jan. 4. 357. Wolfgang Graf zu Fürstenberg, auch obrister Hauptmann und Landvogt in Elsas etc., bekennt von seinem Gevatter Landschreiber L ) von den 2000 fi., die derselbe auf seinen Befehl von Friderich Brechtern zu Strasburg hinter sich genommen, 1769 fl. 18 kr. empfangen zu haben; er habe diese Summe in königlicher Majestät Diensten in Franckreich und andern Enden mit denen, so ihm zugeordnet sind, verzehrt und ausgegeben 2 ). Geben am vierten tag des monats Januarii anno etc. quarto. Pap. Cop. 16. Jahrhundert. Donaueschingen. B. 1) Im Elsass, Conrad Schutz, s. oben Nr. 350. 2) Im Kinzigthaler Lagerbuche v. 1493 flgd. (Donaueschingen) finden sich unter zahlreichen Aufzeichnungen über Schulden des Grafen Wolfgang, meist von der Hand des Andres Kötz, auf S. 256—257 die folgenden, aus denen sich ergibt, dass Graf Wolfgang schon im Winter von 1503 auf 1504 eine erste Eeise zum Prinzen Philipp nach den Niederlanden unternahm. „Item 400 fl. von Juncker Luxen") wegen hat min herr von sinen erben ingenommen in sin handt vnd siden, lünsch tüch, goltschmidt vnd ander rüstung darvß bezalt vff den rit zum jungen printzen in das Niderlandt....... Aber 300 fl. vffgenommen im spittal zu Offenbürg vff Winnachten in den costen vnd zergelt ouch vff des printzen rit gon Brabant. So man die vff st. Jörgen tag 1504 jar nit widergebe, soll man inen die zinsen mit 15 fl. geltz anvahen vff st. Jörgen tag 1505 jar vnd vff die mayenstür zu Böllenbach verschriben lut der hoptbriff, ist widerköffig mit 300 fl." Von anderer gleichseitiger Hand: „Item 300 fl. hat min her zu Inßbrucken vmb her Petter Volschen, ritter, entlehnet, mer von im genommen vff den rit gon Geldern zum printzen ain kettin fir 200 fl. Dafür hat sich min her verschriben, wo er die nit widergipt on zinß biß May, wo das nit beschehe, sol man anvahen zinsen vnd im 20 fl. jars zu zinß geben vffPhilipi vnd Jacobi lut ainer sondern verschribung vff amptHusen." a) Von Reischach. 1504, Jan. 9. Kempten. 358, Mandat König Maximilians: sein Rath, Hofmarschalk, obrister Hauptmann, Landvogt im Elsaß, Wolfgang Graf zu Fürstenberg habe ihm vorgebracht, „wie im des nechstuerschinen jars der sunnenhytz halben mercklicher schaden von fewer vnd masBE&BäKBIt HN 1504. 333 brunnst in seinen tanwellden auf dem Swartzwald in seiner herrschaft des Kintzgen- tals gelegen besehenen sey, dermassen, wo er solh holtz nit zu pawholtz hawen vnd niessen lassen, daz im das nach dem prannt verderben vnd menigklich zu vnnutz vnd schaden dienen werd.« Und weil er, wie der König vernimmt, solches Bauholz oberhalb Mentz nicht verschleissen kann, gestattet er ihm auf sein Anliegen, in den zwei nächsten Jahren „200 grosse holtz an zwain flotzen vnd darauf souil pretter vnd bort, als die vngeuerlich in oblast ertragen mügen, den Rein hinab vntz in vnser Niderland vnd vnderwegen an alle end, da im das gelegen sein wirdet, zu fuern," und gebietet, dasselbe Holz an allen Zöllen, Pässen, Mautten ohne Beschwerung und Kosten passiren zu lassen. Geben in vnser vnd des reichs stat Kempten 9. January anno 4. Auf der Bückseite das aufgedrückte königliche Secret. Pap. Or. Donaueschingen. : • : . B5 ; ■ - : i WBSm ...,■'..;■ | ' ■■■■- , ■',. ■' • I . ■ •■.■; ■■■ - '. - 1504, Febr. 18. Geburt der Gräfin Anna Alexandrina zu Fürstenberg. 359. Anno domini 1500 vnd im vierden jar vff sonntag an herren vaßt 1 ) vor st. Mathißtag wart daz wolgeborn fröwlin Anna Allexanderia geborn zwischend der 9 vnd zehenden stund vor mittag, vnd ward gefatterigt myn her abpt Lorencius Effinger zu Ettenheimmünster vnd Juncker Ludwig Röder von Tiersperg vnd junckfraw Magdalena von Reckenbach. Ist a ) 1522 hern Vlrichen von Rappoltstein etc. verheirat; gestorben anno 1581 den elften Maii zwüschen 11 vnd 12 Uhren zu Rappoltzwiler. Andres Kotz im Kinzigthaler Lagerbuch v. 1493, p. 6. a) Das folgende von einer jüngeren Hand des 16. Jahrhdts. 1) Herren Fastnacht. Dagegen steht von ungefähr gleichzeitiger Hand auf Vorsetzblatt VI des Nei- dinger Anniversarienbuches v. 1494 (Donaueschingen): Anno domini 1503 jar vff sunnetag vor sandt Mathias tag ward geboren Anna Allexandria zwyschen 9 vnd 10 vor mittag. 1504, April 30. 360. Wolfgang Graf zu Furstenberg, Landgraf in Bar, verkauft auf Wiederlosung seinem getreuen Bürcklin Kasparni zu Vffen um 96 fl. rh. Landswährung ab dem :n HHH S**Sw ■..... n . - ■ ; i ■ ' ggjjg .. ifKäZ SSÖ wtKSjgS w : HB ." ^m 334 1504. Spittelhof und andern Gütern, so derselbe inhat, 8 Malter Korn Vogtrecht, das Kasparni ihm nach Ausweis des Urbars zu geben schuldig war. Geben am zistag noch st. Jergen des hl. ritterß vnd marterer tag 1504. Das Original siegelte der Aussteller. Gleichzeitige Pap. Copie. Donaueschingen. B. 1504, Mai 12. Stuttgart. 361. Virich Herzog zu Wurtemperg und zu Tekh, Graf zu Mumpelgart etc. schreibt dem wohlgeborenen seinem lieben Oheim und getreuen Wolfgang Grafen zu Furstem- berg etc.: da die Noth dürft erfordere, dass er auf nächsten Samstag gegen seine Widerwärtigen 1 ) ausziehe, begehre er, „mit fruntlichem vlyss bittent", dass der Graf nächsten Donnerstag oder Freitag sich in Stutgarten einfinde, gerüstet, mit ihm zu reiten, und versehe sich keines Ausbleibens 2 ). Datum Stutgarten vff sontag Vocem jocunditatis anno etc. quarto. Andreas Korther subscripsit. Spuren eines zum Verschluss aufgedrückten rothen Siegels. Pap. Or. Donaueschingen. 1) Pfalzgraf Philipp bei Rhein und dessen Bundesgenossen. 2) Ein Verzeichniss der Helfer des Herzogs Ulrich von Wirtemberg gegen die Pfalz nennt: Fol. 1. Hertzog Virich von Wirtenberg, Sigmont von Falckenstein, fryher 1 ) , Hanß Jacob fryher zu Mersperg vnd Beffurt "*), Friderich Keppler bb ), ritter, lantvogt zu Mumpelgart, obrister velthauptman, Hanß Dietherich von Ploemeneck M ), Hanß Müßer dd ), Wolf von Nühtißen, Sebastian Truchses von Rinfelden, Hanß von Baldeck, Erckinger von Rechberg von Hohenrechberg zu Roffenstein, Caspar von Hodingen, genannt Volck- wyn, Hanß Rudolf von Tierberg, Hanß von Eims ee ), Jörg von Niernstein "), *) Hei - man von Sachsenheim, ritter, lanthoffmeister, Conrat Thum von Neimberg a ), marschalk, Cristoff graue zu Werdenberg vnd zu Heylgenberg, Wolfgang graue zu Furstenberg, Romischer königlicher Mayestat hoffmarschalck b ). Svman 18. Fol. 1 vcrso. Rudolf graue zu Sultz, Steffen fryher zu Gündelfingen, Schwicker fryher zu Gündel- fingen, Gangolf fryher zu Hohengeroltzeck, Hanß Truchses, friher zu Woltpurg 0 ), Albrecht von Tachenhußen, ritter, Caspar Spat, ritter, Sebastian von Nipenburg d ), ritter, Philips von Nipenburg d ), hußhoft'meister, Berr e ) von Hürnheim, Heinrich Schilling, Heinrich von Liebenstein, Wolf von Tachenhußen, Dietherich Spat zu Zwey- uolten, Heinrich von Welwart, Bernhart Schenck von Wintersteten, Jörg von Stadian, Hanß von Nuhußen, Hanß von Liebensteyn, Diethegen von Westerstetten, Hanß von Wittingen, Veit von Werdnaw, Hanß Spat von Nydlingen, Wilhelm von Baldeck, Sigmont von Berg, Jörg von Hertenstein. Svma 26. Fol. 2. Cristoff von Wolmerßhüßen, Burghart von Bernhußen, Balthus Adelman, Sigmont von Stützungen, Hanß Kuris 0 von Horckheym, Hanß Ernst von Horkheym, Marx von Bachenstein, Wernher von Nühüßen, Wilhelm von Ryschach, Philips von Adelfingen *), Wilhelm von Bernhußen, Ludwig von Stetten, Wolf 1504. 33; von Stamheim, Ytelhanß von Pleningen, Sebastian Bonbast h ) von Hohenheym, Fabian von Gültlingen, Pangratz von Stoffeln, Vyt Spat von Thunnaw, Anthoni von Nüneck, Ernst von Fürst, Endriß von Honeck, Hanß Erhart von Ew, Hanß Heinrieh von Bubenhofen, Heinrich Ruch, Heinrich von Silmeningen'), Hanß von Vtzlingen. Svma 26. Fol. 2 verso. Hans von Schellenberg, Hans von Neuneck, Jacob von Bernhußen, Jörg von Ew von Zymem, Jörg Allexander Bolack, Joachim von Thalheim, Jörg Spatt, Jörg von Ew zu Wachendorf, Hanß von Münchingen k ), Jörg von Kaltenthall, Michel Ryß vom Ryßenstein, Peter von Liebenstein, Philips von Echin- gen, Rudolf von Echingen, Philips Horneck von Hornstat'), Reinhart von Zittern m ), Rychwin von Wytterß- hußen, Reynhart von Nühußen, Sebastian Schenck von Winterstetten, Wilhelm von Baldeck, Vytt von Buben- hoffen, Wylhelm von Wittingen, Reinhart von Sachßenheim, Dietherich von Wiler der jung, Sebastian von Helmstat, Oßwald von Baden. Svma 26. Fol. 3. Raffen von Thalheim, Conrat von Rechenberg von Hohenrechenberg, Reynhart Thunn von Lyningen, Anthoni Roder, Wolf von Pfurt, Jörg von Roßenfelt, Jörg Gut, Hanß Heinrich von Andlew, Goll Spat von Sultzburg, Remhart Spatt, Steffan Spat, Wilhelm von Lierheim, Wilhelm von Sachßenheim, Wolf Sigmond vom Stein, Iheronimus von Helmstat, Dietherich von Gemingen, Sixt von Schinen, Jörg von Münchingen 11 ), Hug Wemher von Echingen, Hanß Lienhart von Ryschach, Conrat von Rischach"), Philips von Landaw, Wigerich von Hatstat, Valentin von Hatstat, Hanß Wernher von Flachßlandt, Friderich von Stauffen- berg. Svma 27 2 ). Fol. 3 verso. Anthoni von Koppenheim °), Anßhelm Harnaschdorfer, Jörg von Antlauw, Martin Stör, Wolf von Rinach, Melchior von Rinach p ), Hanß von Wolwiler"), Jacob Stör, Debolt Stör, Palin Stör, Hanß von Brunckhoffen, Valentin von Pfurdt, Bartholomeus Schneplin ') **), Gotfridt Wernher fryherr zu Zimern vnd her zu Meßkirch, Philips Horneck von Hornberg, .. olf 3 ) von Westerstetten, Vrban von Hatstat, Daniel von Baden, Hanß Wilhelm Waltner, Jörg von Plurt, Jörg Sigelman, Melchior von Brandeck. Svma 21 4 ). Fol. 4. Jörg Druchses von Waldeck, genant von Heyerdingen, comenthur zu Winden tüchst (sie) Ordens, Thoman von Echingen, Vytt von Scheppach, Jörg von Stouffen zu Bleussenstouffen, Jörg' von Sinten genant Offenloch, Philips von Almenßhoffen, Heynrir:h von Nessendorf zu Hörn, Conrat Plarrer, Rudolf Zwenck, Caspar von Fryberg, Wolf von Rechberg von Hohenrechberg, Heinrich Trost von Butler, Wolf von Antlaw, Hanß Conrat von Steffen, Heintz Spat zu Gronaw, Caspar Spat zu Hoffi...., Hanß von Nipenberg, Hanß Heinrick von Rischach, Bernhart von Rothhoff. Svma 19. Fol. 4 verso. Symon von Stutzingen, Heinrieh von Stotzingen, Jörg von Simeltingen, Jörg von Horn- stein, Clauß von Baldeck, Betz von Murlingen, Steffan Wiler, Doman Hess, Michel Hess, Sigmont Hess der jung, Heinrich Schartlin, Hanß Liebe, Martin Gmelich, Caspar Bocker, Vyt Hufflieh, Hans von Elchingen, Peter Herßman, Conrat von Mentzingen, Peter Sitzt, Lenkart Schmeltz, Menhart Jagyssen, Jörg Vetter, Götz Gron- berger, Gall Gaudens, Contz Wacker. Svma 25. Fol. 5. Ludwig Fandt von Fronhußen, den man nent den Hessen, Erasmuß Ruent (?), Hanß von Fischingen, Balthus von Schortzingen, Gabrihel Marschalck, Eberlin Strichinsfelt, Jörg Liebelsteiner, Lutz Keyßer, Burckhart ßrun, Jörg Jagissen, Hanß Strobell, Hanß von Sicklingen, Crafft von Gepingen, Stoffel von Sindelfingen, Conlin Renner, Jecklin von Hinigen, Wendel Konig, Bertholt Heßlick, Hanß Heßlich, Sigmont Heßlich, Lutz Kachlin, Hanß von Augspurg, Balthis Mack, Burckhart Hartzer, Martin Hubensack. Svma 26 6 ). Fol. 5 verso. Willelm Fiscker, Hanß Waltnog, Hanß Krafft, Peter von Heimßkeym, Conrat Truck- liebe, Hanß Gerholt, Caspar von Meitzhußen, Wilhelm Kreitlin, Hipsch Jörg von der Langenklingen, Aberlin Arnolt, Hanß Heß, forstmeister, Balthassar Imeler von Nüneck genant Ort, Friderich von Solmeringen, Cristoff Bürge, Anßhelm Furstenberger, Roßmichel, Hanß von Strübingen, Baltkas vom Nuwenhuß, Hanß von Horn- banck, Hanß von Betzenwiler, Hanß Hirwin, Bartholome Kirns von Louppheim, Wolfgang Hunger. Svma 26 8 ). i i • wm n I mem 3mh »i'.v«j.a.;ki."3-:,ti,vil.'s IMMWWBBfflBI ■ BS Wm ■:.•:.■■ ■ ■■:. :-■';:■.::■ j 336 1504—1506. Fol. 6. Hanß Keller von Heyngen, Martin Voerst (oder Werst?), Jörg Heßlich von Winterstetten, Hanß Heßlich von Sehwinhüßen, Jacob Furstenhußer von Eystetten vnd sin sone Jack im Huß, Kratzmüller, Wernher von Moßheim, Jörg von Feiberg, ritter, her Hanß Spat, ritter zu Donnaw, Diether von Wiler vnd Wolf von Giltlingen, Hanß Ravenberger. Karpfen. Svma 12 7 ). Svmarum aller personnen zweyhundert vnd.....vnd funftz... 8 ). Aussen von gleichseitiger Hand: Vff dürnstag vor dominica Trynitatis (Mai 30.) zoch das Wirtenbergs her für Maülbrün vnd vff dinstag noch Trinitatis (Juni 4.) ward Maulbrün vffgeben. Gleichzeitige Aufzeichnung in Heftform, Pap. sehr beschädigt. Donaueschingen. 1) Mit diesem Verzeichniss sind zu vergleichen die zwei Fehdebriefe von Helfern Herzog Ulrichs an den Kurfürsten Philipp vom 17. und 28. Mai 1504 im Reißbuch anno 1504, herausgegeben von v. Weech in der Zeitschrift f. d. Gesch. des Oberrheins, XXVI, S. 253—257. Die Reihenfolge der Namen unseres Verzeichnisses ist dieselbe wie in den beiden Fehdebriefen und zwar sind die bis *j genannten in dem Fehdebrief vom 28. Mai, die folgenden bis **) im Fehdebrief v. 17. Mai aufgeführt. Die mit Gotfridt Wernher fryher zu Zimern beginnenden 115 Namen jedoch sind im Reißbuch nicht enthalten. Auch sonst zeigt unser Verzeichniss einige Abweichungen von den Listen der beiden Fehdebriefe. Die mehr als orthographisch abweichenden Namen des Reißbuchs sind unten verzeichnet; die richtigere Lesart ist zuweilen dort, zuweilen im Donaueschinger Verzeichniss zu finden. 2) Richtig vielmehr: 26. 3) Diese und die folgenden Punkte bezeichnen zerstörte Stellen des Textes. 4) Richtig: 22. 5) Richtig: 25. 6) Richtig: 23. 7) Richtig: 13. 8) Richtig: 275. Beisbuch: aa) Geffurt. bb) Kappler. cc) Plumneck, ritter, hauptmann. Ferner: Balthasar von Plumneck, Hans Jörg von Plumneck. dd) Mußler. ee) Emß. Ferner: Jörg von Emß. ff) Neuwenstain. a) Conrat Thumme von Newnburg. b) hoffmeister. c) Walpurg. d) Nipenberg. e) Bere. f) Kreis. g) Ahelfingen. h) ßimbast. i) Silmetingen. k) Monchingen. 1) von Hornstein. m) Zewtern. n) fehlt. o) Kuppenheim. p) fehlt. q) Bolwiler. r) Schnewlin. 1504, Mai 25. — 1506, Juni 29. 362. Händel Ecks von Reischach mit dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg. a. 1504, Mai 25. Dillingen. König Maximilian an Grafen Wolfgang zu Fürstenberg. Hat des Grafen Anzeige erhalten, wonach dessen Hauptleute im Kyntzgertal Eggen von Reuschach sammt zweien Knechten gefangen haben, und empfiehlt Eggen wohl zu verwahren, „damit er seins furnemens mit seiner verretterey, die er triben hat, gegen vns vnd vnserm pundt vnd desselben verwannten nit gebrauchen mug, wie er dann vorhanden gehebt hat." Der Graf soll, wie er sich erboten habe, fragen, „doch nit peinlich in dhein weg": „wer doch pfaltzgraf Philipsen, auch hertzog Ruprechts bestellt diener vnd von ir parthey seyen, im Hegew vnd vnder den vnsern; auch was sy baid für fürsieg in diesem krieg oben gegen vnsern landen haben vnd ob sy sich entlieh zu der gegenwer oder aber zum friden schicken werden, dann wir achten darfur, das der genannt Egg vil heimlicheit in disen Sachen vnd mer dann ein ander wissens hab, daryn waist du dich wol zu halten." Die zwei Knechte soll der Graf, „wo sy gemain raysig knecht weren", gegen das eidliche Versprechen, nichts mehr gegen die königliche Partei zu unternehmen, „auf widerstellen" auslassen; „weren sy aber gut reytend knecht vnd zun kriegßhendlen geschickt", so soll er sie so gut verwahren lassen wie den Eggen. Büchsen und Pulver, deren der Graf „vast notdorftig" sei, werde er ihm nach seiner Bitte verordnen, doch solle derselbe anzeigen, wohin er es haben wolle. Geben zu Filiingen am 25. tag May anno domini 1504. SEää« :'-'■■; ffll 1504. 337 Per regem pro se. Cominissio domini regis propria. Sernteiner subscripsit. Spuren eines aussen aufgedrückten rothen Siegels. Pap. Or. 1), 1504, Mai 25. Andres Kötz, Schreiber zu Wolfach, an den Grafen Wolfgang zu Fürstenberg „in sin handt." „Als die von Bomberg vff min sonder bevelch, wer vnrechtwege rit oder gange, Ecken von Eischach, sin knecht vnd Holtz Jörgen nider geworfen etc. vnd mir Ewer Gnaden geschriben hat, sy wol zu bewaren, darin thü ich von anfang biß vif disen tag vnd fürer guten vliß vnd hab sy all gon Husen, doch jeden sonder in thum, ysen vnd sust mit behüttung versehen, der hoifnung, mit got sy zu behalten. Witter Ewer Gnaden mir bevelch thüt in zu erlernen vnd fragen streng vff vier artickel hit Ewer Gnaden brieff, das hab ich thon in bywesen Jörg Vetters vnd Michels von Stetten, die mir geholfen hond in by nacht gon Husen zu füren etc. Aber er git kurtz die antwürt: königliche Majestät hab im zugelassen, on abgemänet, hertzog Büpprechts diener zu werden etc. Darvff sige er in offner vechd als ain fryer rechter kriegsmann nidergelegen; hoff er, Ewer Gnaden thüge an im als ain fromer graff vnd lassend kain vbel vff oder an im begon dehains wegs. Darvif ich mit tröworten hart an in gesetzt, als Jörg Vetter wol waist. Er setzt aber sin antwürt stracks darvff: er sig sins lib vnd lebens, ouch owiger gefengniß all stund zu uerlieren wärtig; darvmb so soll ich in totten, zerissen lassen vnd mit im handeln, wie ich wolle, so soll vß im kain warhait erfaren werden, vnd so er schon sage, muß es kain gründ vff im haben, dann er wöll sins herrn schaden vnd fürnemen nit offnen, angesehen sin verpflicht, so er doch des an behaltung oder rettung sins libs oder lebens nit geniessen möge etc. Wann aber Ewer Gnaden als ain frumer graff in als ain kriegsmann durch vwer aigen persone oder ain fru- men edelmann, Wilhelm von Degenveld oder ander, vertrösten in diser niderlag sins libs, lebens vnd owiger gevenknis, so wöll er sin lib vnd leben als ain gefangen man frisch retten vnd alles daz eroffnen, daz er wiß, darvff pfaltzgraff Philipß sin handel setze mit thün vnd lassen, wer sin helfer, ouch wie starck er sig, ouch Twiel vnd Schramberg berüren alles nit verhalten vnd vch darin nützer sin, dann wer sin lib so groß silber, als er ist, dann er wisß, daz sin herr für sin niderläge 5000 fl. gebe vnd ain vast gütten gevangen, er wer graff, herr, ritter oder knecht gegen im ledig gemacht würd; got behüt ain jeden dafor etc." Erst dann, wenn sich die Wahrheit seiner Aussagen erwiesen, wolle er in Freiheit gesetzt werden, und wenn sich deren Wahrheit nicht erweise, solle Strafe über ihn ergehen. All sein Begehr sei, der Graf solle selbst zu ihm kommen. Datum am hl. Pfingstaubendt anno 1504. Pap. (Ochsenkopf) Or. ohne Spur eines Siegels. Auf einem beiliegenden Blatte von der Hand desselben Andres Kötz: „Gnediger her, es waist nieman, wer den letschten begrept; diewil Eck von Bischach allain von vwer armenlüten vnd vnß in Ewer Gnaden handt gevangen vnd sich darin ergeben hat, ouch Ewer Gnaden als aim frumen graffen wol getrüwet, so lasß Ewer Gnaden in anderer lüt nit entgelten; wann er von Ewer Gnaden kampt, hat er jemans laid getan, der straff in, vnd belad vwer gnad sich anderer hendel nit wider inne dann allain, waz sich zu disem krieg redlich gepürt; daz schrib ich allain, getrüwer, vnwissender mainung, Ewer Gnaden in disem zedel, den mag Ewer Gnaden wol zerrissen. Item es handelt kain ewer amptman in der sach dann allain ich. Juncker Martin ') will nütz tonn, er hab dann sin lehen vffgeschriben. Wir haben auch nach kain vnsem vind gesucht sonder gesparet, daz mocht vns zu letsch zu nachtail dienen etc. Vnd wo es sin mocht, daz Ewer Gnaden selb kerne, so hab ich dafür, Eck wurdi Ewer Gnaden alle der widerparthy anschlag nit verhalten, dagegen wissen zu handeln, dann mich bedünckt, er sig ain rechter cappiteni in disem krieg etc. In dem allem waist Ewer Gnaden sich wol zu halten vnd zu fürsehen." 1) Von Blumnegg. c. 1504, Mai 26. Vaihingen. Graf Wolfgang zu Furstemberg an Ek von Byschaeh. „Vnser amptman zu Wolfach vnd Jerg Vetter, ziger dis vnsers briefs, haben vns schriftlich vnd müntlich zu erkennen geben, IV. 43 wmmm mm ir,vSc I ■ . t < Hl ■■HS i "3m JBflS 7* '--V; I : 338 1504-1505. du begerest, das wir zu dir koinen, so wellest du vns sagen, das vns vnd den wir verwant sint besser sy dann als swer silbers, als du wegest, souer wir dich dins lebens vnd ewiger gefengknus sichern wellen. Dar- uif geben wir dir zu erkennen, das wir selbs ander geschaft halpt nit komen künden, aber wir schicken zu dir Jergen Vettern, der vns aidspflicht gethan haut, sin lebenlang, was du sagst, niemand zu offnen dann allain yetzo vns. Dem wellest sagen deß, so du dich erbotten hast vns zu sagen. Souer du nu solichs also dinem erpietten nach tust, so schryben wir dir mit vnser handtschrift zu Sicherung dins lebens vnd ewiger gefengknus. Wo du aber daz nit tatest, so wellen wir diser schritt vnuerpfendt sein." Geben zu Vayhingen vff den hl. Pfingstag anno etc. quarto. Pap. (Ochsenkopf) Or. ohne Siegel. d. 1504, Juli 29. Holtz Jörg, ein Jäger zum Schramberg gewesen, der mit Ecken von Rischach als Feind „nidergelegen" und in das Gefängniss des wohlgeborenen Herrn Wolfgangs, Grafen zu Fürstenberg etc., seines gnädigen Herrn, gekommen ist, schwört Urfehde, gelobt, gegen königliche Majestät, das Fürstenthum Wirtenberg, den ganzen Bund und die Herrschaft Fürstenberg und besonders genannten Grafen nie mehr zu dienen, stracks über das Wasser, genannt der Lech, zu ziehen, für und für zu gehen, keine Nacht da, wo er die vorgehende gewesen, zu liegen, bis er über den Lech komme, und fortan jenseits zu bleiben. Geben vff mendag nach st. Jacobs tag 1504. Das Siegel der Stadt Husen im Kintzigentall. Perg. Or. B. e. 1504, Nov. 8. Graf Wolfgang an Eck. „Vns langt glaublich an von Blesy von Müllen, wie du ime gesagt habst, das du vns erwürgen wollest vnd wann du west, das der hencker hinder dir stund vnd dir von stundan dein houpt abschlahen solt. Das vns nit klein von dir befrembt, wo dem also wer, angesehen, das wü - dich darzü nit geursacht haben, vnd begeren an dich, was dein gemut gegen vns ist, dein schriftlich ant- wurt by disem botten." Datum am fritag vor Martini anno etc. 1504. Darunter von der Hand des Andres Kötz: „Darvff hat er kain antwurt geben wollen, sonder zürn botten gesagt: hm, hm." Pap. Or. f. 1504, Nov. 12. Eckh von Rischach an den Grafen Wolfgang. „Nachdem vnd ir ein vertragen"), vnder meinem vnd sonst zweyer edlmenner vnd der von Haslach insigl versigelt, von mir innhabt, ich auch jetzt ledig vnd mich die nit mer pindt, ist an euch mein beger, wellet mir die bey disem boten zu meinen handen wider volgen lassen. Datum vff dinstag nach Martini anno etc. 4." Pap. Or. a) Or.: vertagen. g. 1505, Jan. 20., Eotenmann. König Maximilian an Markgrafen Cristoff zu Baden. Nachdem er Egkh von Rüschach auf seine, des Markgrafen Bitte, und auch im Vertrauen auf den Pfalzgrafen ohne Urfehde ledig geschaffen, verübe derselbe, wie den König glaublich anlange, noch immer unziemliche Drohworte und unritterliche Handlungen, als Brand, Mord, Räuberei u. a. gegen die seinen (des Königs) und besonders seinen Hofmarschalk, den Grafen Wolfgang. Der Markgraf möge nun bei Pfalzgrafen Philipsen darauf wirken, dass Eck dieser unbilligen Handlungen müssig stehe und dem Pfalzgrafen in des Königs Namen, wie sich gebühre, „ein allte vrfehd" gebe. Andernfalls werde der König glauben, dass Ecks Missethaten mit Wissen und Willen des Pfalzgrafen geschehen. Geben zum Rotenmann am 20. tag Januari anno etc. 5. Gleichzeitige Pap. Copie. h. 1505, Aug. 25. Wartenberg. Graf Wolfgang zu Fürstenberg schreibt dem durchlüchtigen, hochge- bornen Fürsten und Herrn Virich Herzog zu Wirteinberg und zu Tegk, Grafen zu Mümpelgart etc., seinem gnädigen Herrn: „Eck, der sich nampt Rischacher", habe sich „tratzlich" ungegründet vorgenommen, ihn und die seinigen, wo er könne, zu beschädigen: „an der Lutter vnd Th. ...") hervff oder vß dem Hegow. Er ersucht Seine Gnaden, ihren Amtleuten und Dienern an den drei Orten schreiben zu lassen, dass sie gegen Beschä- SS'M* «S« <8SF£u 1505. 339 digungen und Angriffe auf die Leute des Grafen so einschreiten, als ob dieselben gegen Seine Gnaden gerichtet wären b ). Datum Wartemherg vff mendag nach Bartholomei anno 1505. Pap. Concept (beschädigt). a) Durch Mäusefraß zerstört; wohl: Thunoiv zu ergänzen. b) Vergl. auch die Instruction gen Stuttgart, unten Nr. 406, Anm. 2. i. 1505, Aug. 28. (dorstag nach Barthelmey) schreiben Elbolt von Pallant, „hoptman", Herman von Wachtendonck, Josef Scheilant (?), Wyllen van Eyller, Johan van der Kappellen, Herman van Wynckelhuysen, Amt van Bocholtz, Heynrich von Diepebroch, Loudolf von Enschreng, Herman Naygel, Jasper Speyss, Derich van Pechouen, Derych van der Porten, Yohan van Depenbroch, genannt Boufftescb, Jan van Erprort, Wyllem van Roet, Johan van Seylbach, Johan van Kaldenbach, Karle Bleck (?) von Orwich, Frederich Spe, Johan van Hatstein, Kaspar Hachel (?) von Dirnesteyn, Herman Wannen (Wanner?), Hanns Linhart von Abspergk unter ihren eigenhändigen Unterschriften und dem (abgefallenen) Siegel des letztgenannten an den Grafen Wolfgang. Nachdem Eck von Reyschach vom Grafen in der beyrischen Fehde gefangen genommen und mit „inschmidung siner hend" und sonst nicht gleich einem reisigen Kriegsinanne sondern gleich einem Diebe, Mörder und Bösewicht behandelt worden, habe derselbe den Grafen um Ehre und Recht vergebens vor ihren gnädigen Herrn von Gülich oder dessen Ritterschaft gefordert. Sie legen nun für Eck Fürbitte ein und, wird dieselbe abermals verachtet, so sind sie ihm dermaßen verwandt, dass sie ihn nicht verlassen können noch wollen. Pap. Or. k. 1505, Aug. 30. (sambstag nach Augustini). Egk von Reischach an die königliche Majestät. Hat Tags vorher des Königs Schreiben mit dem Ausdruck des Missfallens erhalten. Der König sei schlecht berichtet, Graf Wolf habe ihn behandelt, wie in ritterlichen Kriegen gefangenen Edelleuten nie gehört. Er habe sich mit vielfachen armen und unterthänigen Diensten stets als ein Biedermann gegen königliche Majestät gehalten, „obschon ewer königliche Majestät mich zu fangen vnd niderzuwerfen beuolhen hat — das geschieht manichem biderman ouch in vehden nit vnbillich —" so habe doch diese Handlung dem Grafen Wolf nicht gebührt. „Wiewol yetz im reich kain herr noch fürst mich vermocht het stillzusteen in meinem fümernen, alß ich graf Wolfen zu er vnd recht fürgefordert hab für den durchleuchtigisten fürsten meinen herren von Gülch oder seiner gnaden ritterschafft, so will ich doch ewer königliche Majestät als meinen allergnedigisten herren vnd kunig zu verhör auf angesagten tag komen vnd den mitsampt meinen herren vnd freunden besuchen." Darunter von der Hand des Andres Kötz: „Coppy, wie Eck ... königliche Majestät ain gutlichen tag bewilligt. Ouch den Eydtgnossen geschriben." Pap. Copie. 1. 1505, Sept. 5. (fritag nach Egidy). Eck von Ryschaeh an königliche Majestät; bittet statt des auf Freitag nach st. Augustinstag (Aug. 29.) angesetzten Tages, auf dem er nicht habe erscheinen können, ihm einen andern zu setzen. Pap. Or. mit dem zum Verschlusse aufgedrückten, unkenntlichen Siegel des Ausstellers. m. 1505, Sept. 6. (sambstag vor Vnser lieben Frowen tag Natiuitatis). Graf Wolfgang an den festen, seinen lieben besondern Elbolt von Pallant, Hauptmann, und andere, die mit diesem ihm wegen Egken von Rischach geschrieben haben. „Wenn Egk, der sich nempt von Ryschaeh, ain kriegsman wer, darfur er sich vßgybt, so weren'wir sollichs von im billich vertragen, dann wo wir im nit mit gnaden gemaint, so hetten wir desselben Egken aignen vnbezwungelichen bekantnus nach, demnoch er vnser veind vnd beschediger sein wolt, sich bekant, wol macht gehapt anders mit im zu handeln". Er habe Egk nicht wider die verschriebene Tröstung an seinem Leibe geschädigt, denn diese habe ihn nur seines Lebens und ewiger Gefängniss gesichert. Den Herrn von Gülich habe er, wiewohl er dessen nicht schuldig sei, wohl als Richter leiden mögen 43* HÜ - M ...... i ■ ■ §1 ■ ■ 1 - I i '..." I mä illi a mt i'■'■' ifln 'HR I i : ■ >Wä . ■ ........ ! Vf. i ■ ■ ^m ''■■' ' '■■ ■ ■,•' \wBtm Jl pPüjjj HB lllplfip Hfü '■'.'.•■' ■;■ '■ '■:''■■■■■' ~mm& 342 1504. Reckt vor einem Fürsten oder Herrn ausserhalb königlicher Majestät Wissen und Verwilligung anzunehmen. Wo es aber königlicher Majestät gefällig, vor einigen Fürsten des Reichs mit ihm, Eck, zu rechtigen, schlägt er das nicht ab, weigert sich auch keineswegs dieß vor dem Herzog zu Wirtemberg zu thun. Pap. Concept oder Copie"). Alle Stücke von lit. a — x in Donaueschingen. a) Vergl. über den Abschluss dieser Händel unten Nr. 440. 1504, Juli 22. 363. Joachim Graf zu Oting, Hauptmann, schreibt dem wohlgeborenen Wolfgang, Grafen zu Furstemperg, seinem freundlichen, lieben Oheim. Obwohl er ihn mehrmals schriftlich und laut der Einung auf das höchste ermahnte, seine Bundessteuer ihm zu schicken, habe derselbe dieß nicht gethan; desshalb ermahnt er ihn nochmals bei seiner Ver- schreibung und seinem Gelübde und der Einung gemäß, auch für sich selbst freundlich bittend, ihm die Bundessteuer, nämlich 20 fl. an der 2ten, 80 fl. an der 3ten, 60 fl. an der vierten binnen 14 Tagen in sein Schloss Wallerstein zu schicken, widrigenfalls laut der Bundeseinung gehandelt würde. Datum an st. Marie Magdalenentag anno domini etc. quarto. Aussen von gleichzeitiger Hand: Vorderung graff Joachim vmb daz bündt gelt 160 fl.; darvff auch mins hern antwurt, warvm er es nit schuldig ist. Das Siegel des Ausstellers zum Verschlusse aufgedrückt. Pap. Or. Donaueschingen. B. 1504, Juli 22.-28. 364. In diesen Tagen befand sich Graf Wolfgang von Fürstenberg im Heere Herzog Ulrichs von Würtemberg bei der Belagerung von Besigheim...... „Als nun von der Pfaltz kein rettung kam vnd man mit hauptleuten, büchsenmeistern, volck vnd knechten, bley vnd anders, zu solchem schimpf gehörig, vbel versehen war, versamb- lete sich ein gantze gemein, Besigkheim, Walheim vnd Weinsperg auff freytag (Juli 27.) nach Maria Magdalena tag (Juli 22.) ... in der kirchen vnd durch vnderhandlung graff Wolfen von Fürstenberg, her Friderich Kaplers, her Görg von Feiberg, ritters, vnd Conrad Thumb, marschalcks (die auff deß hertzogen seiten waren) ergaben sie sich in gnaden deß morgens am sambstag"....... J ). Aus einem Mspt. über die Belagerung und Uebergabe von Besigheim gedruckt bei Crusius, Annales Suevici, pars III, lib. IX, cap. 13, p. 524. 1) v. Stalin, Wirt. Gesch. IV, 63 und Anm. 1. bestreitet die Bichtigkeit dieser Zeitangaben und setzt die Uebergabe Besigheims schon auf den 23. Juli. Sollte aber nicht eher dem bairischen Gesandten im königlichen Hoflager, dem Pfarrer Ulrich von Westerstetten, ein Irrthum zuzutrauen sein, wenn er den Herzog Ulrich am 26. Juli von einem kurzen Besuche des königlichen Hoflagers weg „in daß höre gen Leonstein" (nicht Besigheim) reiten lässt, als dem offenbar von einem Augenzeugen rührenden, an Einzelheiten reichen Berichte aus Besigheim, dessen Druck in der lateinischen Ausgabe von Crusius Stalin nicht beachtet zu haben seheint? Die Belagerung von Löwenstein folgte auf die von Besigheim, dauerte vier Tage und am 4. August konnte Herzog Ulrich von der Einnahme berichten. Alles dieß stimmt gut mit den chronologischen Angaben des Besigheimer Berichtes zusammen. 1504, Aug. 7. Offenburg. 365t König Maximilian beurkundet: nachdem er des Pfalzgrafen Philips bei Rein Land und Leute mit Strafe fürgenommen und u. a. des Reichs Landvogtei in Ort- nowe, so viel dieser davon ingehabt, erobert und dem Grafen Wolfgang zu Fursten- berg, seinem Hofmarschalk, obristem Hauptmann und Landvogt im Elsas „vmb sein sold, dienst, gelihen gelt vnd darstrecken, so er bisher in vnsern vnd des hl. reichs mergklichen Sachen vnd geschefften gethonn hat, die ouch vns vnd dem selben reich in manigfeltig weg nützlichen vnd wol erschossen", in redlicher Raitung schuldig geworden, nämlich 24000 fl. reinisch, so versichert und verweist er ihn dafür auf den genannten Theil der Landvogtei und Herrschaft in Ortnowe, nämlich Schloss Ortem- burg l ) , die Städte Offenburg, Gengenbach und Zell im Harmerspach, auch das Land und die Dörfer in diesem Theil der Ortnawe, mit hohen und niederen Gerichten u. s. w. Besonders genannt werden das Hauptgut und die 50 fl. Zins, welche bisher wegen Pfalzgrafen Philipsen Amtmann und Schaffner laut der Urbar aus dem Dorfe Friesen- haim gezinst 2 ). Wiederlösung, die um 24000 fl. erfolgen soll, ist vorbehalten und ein halbes Jahr vorher anzuzeigen. Vorbehalten sind dem Reiche auch „alle schetz, perckwerh, lanndstewrn vnd raysen." Geben zu Offennburg 7. tag Augusti 1504, vnser reiche, des Romischen im 19. vnd des Hungrisehen im 15. jaren. Das Or. siegelte der Aussteller. Gleichzeitige Pap. Copie. Donaueschingen. // i :■ ' lliäFä ! - ■ ■ ■ ■ : ■■ , ■ | I ■ ■ ' • \ ' I ..■''; I 1 ' I IsüP? IgBfijtSgP ■PH ', "-M' 1 . j >: ,uj HB 1 BHJ 1 H 1) Am selben Tage (1504, Aug. 7.) beurkundet König Maximilian: Nachdem er dem Grafen Wolfgang die Landvogtei Ortenaw pfandweise verschrieben und darin unter anderem sich vorbehalten, dass der Graf ohne sein Wissen und Willen nichts daran verbauen solle, „vnd nachdem wir aber dem gemewi- vnd anderm an dem selben schloss Ortembürg, als wir das mit vnserm geschütz vnd gewalt erobert, etwas schaden zugefügt vnd das zerschossen haben, auch sunst pawuellig vnd vngemachsam ist oder furter werden möcht, ■ '■ ■ : - ! ; ^ ■:. -mpi Mm j SP ■ 344 1504. wo das nit gepessert werden solt", erlaubt er dem Grafen, an diesem Schlosse mitRath und Wissen seines und des Keichs Sehuldheissen zu Offennburg 1000 fl. reinisch, „nemlichen halbs zu weer vnd halbs zu der wonung" zu verbauen. Nach vorgelegter Raitung über dieses Baugeld soll dasselbe zum Pfandschilling geschlagen werden. Gleichzeitige oder wenig jüngere Pap. Copie. Donaueschingen. 2) Wegen des Bezugs dieser Gilt erhob sich ein Streit, auf den sich ausser einem unwichtigeren Schreiben die folgenden Dokumente beziehen: 1506, April 27. Markgraf Cristoff von Baden schreibt dem Grafen Wolfgang, er setze einen Rechtstag nach Baden auf Samstag nach Vnsers Herrn Vffartttag (Mai 23.) zwischen dem Grafen Wolfgang und Schuldheiß, Gericht und ganzer Gemeinde seines (des Markgrafen) Dorfes Friesenheym, die der Graf an das Hofgericht gen Rotwyl mit einer Verkündung fürgenommen, wovon sie aber laut des Markgrafen Freiheit gewiesen sind. Datum vff mentag nach Misericordia domini anno etc. 6. Pap. Or. mit dem zum Verschlusse aufgedrückten rothen Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. — Graf Wolfgang hatte 1506, März 30. (mentag nach dem sontag Judica) Michel Batzheim (sie), seinem Amtsverweser in Ortenowe, oder wem derselbe es weiter befiehlt, Vollmacht zu seiner Vertretung im Streite wider die von Friessenheim ertheilt. Perg. Or. (das Siegel des Ausstellers fehlt). Donaueschingen. — 1506, Aug. 20. beurkunden Gangolf zu Hohengeroltzecke der junge und Michel Botzheim, Amtsverweser zu Ortemberg, als Vertreter seines abwesenden Herrn, Grafen Wolfgang zu Furstennberg, einen zwischen Fürstenberg und Geroldseck durch der königlichen Majestät obersten Seeretarien Niclaus Ziegler zu Stande gebrachten Vertrag wegen der Gilt von 50 fl., welche die von Friesenheim zu zahlen haben. Beide Theile, Fürstenberg in Folge der ortenauischen. Pfandschaft, glauben den Bezug der Gilt fordern zu können; nun soll bis zur Rückkunft des Grafen Wolfgang die Gilt vorläufig von beiden gemeinsam bezogen werden. Geben vff dunderstag nach Assumptionis Marie anno etc. 1506. Die eigenhändigen Unterschriften und aufgedrückten Siegel (das Botzheirns abgesprungen) der beiden Aussteller. Pap. Or. Donaueschingen. — 1508, Nov. 6. versprechen Gangolf d. ä. und d. jung., Herren zu Hohengeroltzeck, Vater und Sohn, dem wohlgeborenen Wolfgang Grafen zu Fürstenberg etc., ihrem lieben Vetter, sein Darlehen von 200 fl. rh. auf Allerheiligen 1509 heimzuzahlen und verweisen ihm als Unterpfand ihre Hälfte von den 50 fl. Gelds von den von Fryesenheym mit 1000 fl. Hauptgut, dessen andere Hälfte ihm zugehört. Geben vff menndag noch Allerheyligen tag 1509. Die Siegel der Aussteller fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. — Von 1508, Nov. 16. (donrstag nechst nach st. Martins tage) datiren 2 Quittungen des Grafen Wolfgang und des Herrn Gangolf zu Hohengeroltzeck des jungen über je 25 fl. rh., die sie von denen von Friesenheym, der erstere durch den ehrsamen Syfrit Plus, Landschreiber zu. Lare, empfangen haben. Gleichzeitige Pap. Copien. Donaueschingen. 1504, Äug. 7. Offenburg. 366. König Maximilian befreit die armen Leute des Grafen Wolfgang von Fürstenberg im Kinzigthale auf dessen Bitte von dem halben Theile des Zolls im Dorf Biberach, in der Ortenau und auf dem. Teich zu Ortenberg. Wir Maximilian, von gots genaclen Römischer kunig, zu allen tzeitten merer des reichs, zu Hungern, Dalmacien, Croacien etc. II kunig, ertzliertzog zu Österreich, hertzog zu Burgundi, zu Brabannt vnd phalltzgraue etc., bekennen für vns, vnser || erben vnd nachkomen offennlich mit diesem brief, das vns der wolgeporn vnser lieber ge- JKm '....■■...'.'..'■■'■■'■■■"" ■■'-:." .■.■■;■■. . ■ ■■ ■■■ ■■■.:..■ ;, EisH ■■:■■-»'■. ■<: gg 1504. 345 trewer Wolfgang graf zu Furstenberg, vnser hofmarschalkh, obrister hawbtman vnd lanndtuogt in Elisas, diemutigclich hat angeruffen vnd gebeten, das wir seine arm lewt im Kintzigenthall des halben teil zolls in dem dorf zu Biberach in der Ortenaw vnd auf dem teich zw Ortemberg, so bisher phalltzgraf Phillips bey Rein inngehebt hat, zu freyen; haben wir anngesehen solh sein zimlich bit, auch sein vnd seiner armen lewt getrew dinst, so sy vns in disem Bayrischen krieg mit irn selbs leiben vnd gutern gethan haben, vnd sy deshalbn solhs halben teyll zolls gefreytt vnd freyen sy des hiemit für vns, vnser erben vnd nachkomen wissenlich in kraft diß briefs also, das sy hinfuro den nit mer zu geben schuldig sein sollen, vngeuerlich. Mit vrkundt diß briefs geben zu Offenburg am sibenden tag des monats Au- gusti nach Cristi geburt funfzehennhundert vnd im vierden, vnser reiche, des Romischen im newnzehennden vnd des Hungrischen inn funfzehennden iaren. Per regem pro se. Ad rnandatum domini regis proprium. Vidit Sernteiner. Das kleinere königliche Siegel. Perg. Or. Donaueschingen. ■SeShhR ms » : • 1504, Aug. 7. Offenburg. 367. König Maximilian verleiht dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, seinem Hofmarschalk, obersten Hauptmann und Landvogt im Elsass und in der Ortnow etc., wegen seines treuen Verdienstes die in der Ortnawe und im. Berghopter Thal liegenden Eigen- und Lehengüter Philipsen Dynnen von Lynningen als „achtisch gut", da sich ihr Inhaber als Anhänger Pfalzgrafen Philipsen der Acht theilhaftig gemacht*). Geben zu Offemburg 7. tag Augusti 1504. Gleichzeitige Pap. Copie. Donaueschingen. 1) 1504, Dez. 27. (vff Johannnis apostoli et ewangeliste) beschwert sich Reinhart Thünn von Lynningen in einem Schreiben an Grafen Wolfgang, dass derselbe ihm, der doch nie mit Worten noch Werken gegen ihn gehandelt, ein Dorf Berckhoupt eingenommen. Graf Wolfgang erwidert 1505, Sept. 26. (fritags nach st. Maricien tag), dass ja die Güter und Zinsen im Berghapter Thal nicht ihm, Eeinhart, sondern seinem wegen der baierischen Fehde geächteten Bruder Philips, der sie von ihrem Vater Friedrich geerbt, gehört hätten. Der Streit darüber setzt sich bis 1519 fort. Pap. Or. Schreiben und Concepte im f. f. A. — 1507, Jan. 5. (Ynsprugg) schreibt König Maximilian dem Herzoge zu Wirtemberg, er habe wegen der Streitigkeiten zwischen Grafen Wolfgang zu Fürstenberg und Reinharten Dym wegen verschiedener Güter in der Ortenaw, welche der letztere beanspruche, der Graf aber auf des Königs Befehl eingenommen und innehabe, auf phintz- tag nach st. Valentins tag (Febr. 19.) einen Rechtstag nach Hof anberaumt, und warnt den Herzog, dem Dym beizustehen, falls derselbe sich mit der That widersetzen wolle. Gleichzeitige Pap. Copie. Donaueschingen. IV. 44 'WM I^H ■ :■„"/,:.'>.-> ■■■■■ > ■■I ■■ . HnmwSK mugw S iMH I HBIIH I i Htm : ■■ 1 j I . I ■ -y' HR ■ ! : ■ '' '■m 'mm HS! • m MM 346 1504. 1504, Aug. 19. Strassburg. I I 368. König Maximilian befiehlt dem Stadtrath von Strassburg, alle Kleinode, alles baare Geld und alle liegende und fahrende Habe, welche Jakob von Landsberg im Gebiete der Stadt Strassburg besitzt, einzuziehen nnd diese Güter zur Verfügung Wolfgangs Grafen zu Fürstenberg, seines Hofmarschalls, obersten Hauptmanns und Landvogts im Elsass, dann des Matthäus Lang, Administrators von Gurk und Dompropstes zu Augsburg, und Jakob Villingers, seines Buchhalters in Strassburg, zu stellen, nachdem diese Güter durch die Theilnahme des Landsberg an den Unternehmungen des geächteten Pfalzgrafen Philipp ihm verfallen seien *). Auszug bei Koch, Beiträge zur neueren Geschichte aus unbenutzten Handschriften; Denkschriften der kais. Akad. d. Wiss., Phil.-hist. Classe, I. Bd. 2. Abthlg., S. 100. 1) Der Stadtrath zog sich einen in Maximilians Schreiben, Rotenburg am Neckar, 1504, Aug. 25. enthaltenen scharfen Verweis zu, weil er obgedachten Auftrag nicht vollzogen, sondern eine Gesandtschaft mit Gegenvorstellungen an ihn abgeschickt habe. Indem die Confiscation der Landsbergischen Güter neuerdings in diesem Schreiben befohlen wird, geschieht es mit der Drohung, die Stadt im Weigerungsfalle gleich straffällig zu erklären und in der nämlichen Weise gegen sie vorzukehren. Auszug bei Koch a. a. 0. 1504, Aug. 22. Haslach. 369. König Maximilian befiehlt auf Anrufen des Abtes Conrad von Gengenbach dem Grafen Wolfgang, zu Fürstenberg, seinem Hofmarschalk, oberstem Hauptmann und Landvogt im Elsasse und in der Ortenau, und allen künftigen Landvögten in der Ortenau, das Kloster Gengenbach, dessen Kastvogtei wieder an ihn (den König) gewachsen und gekommen ist, bei seinen Privilegien zu handhaben und zu schützen. Geben zii Haßlach 22. tag monats August 1504, reiche röm. 19., Ung. 1 5'). Nach einer Copie des 17. Jahrhdts. in Carlsruhe mitgetheilt von Freiherrn Dr. Roth v. Schreckenstein. 1) Am nämlichen Tage schreibt König Maximilian von Schiltach aus an den Stadtrath von Strassburg, er möge die „hauptpüchsen, der Straussen genannt", auf einem Nachen dem Grafen Wolfgang von Fürstenberg zuführen lassen, ihm aber den „Lewen" sammt Zugehörde und zwei Wagen Pulver schicken. Auszug bei Koch, Beiträge zur neueren Geschichte aus unbenutzten Handschriften; Denkschriften der kaiserl. Akademie der Wiss. Phil.-hist. Classe, I. Bd. 2. Abthlg., S. 100. 370. 1504, Aug. 23. Balingen. König Maximilian belehnt den Abt Gerhart zu Alperspach mit dem Blutbanne UM 1504. 347 in der erkauften Herrschaft Lossberg und weist denselben an, zwischen hie und nächstem st. Martinstag (Nov. 11.) dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg etc. an seiner Statt und in seinem Namen die gewöhnlichen Eide zu thun. Geben zu Balingen 23. Augusti 1504. Besold, Documenta rediviva, I, 290. Fehlt bei Glatz, Gesch. des Klosters Alpirsbach, 114 u. 362. 1504, Aug. 26. Tübingen. 371. König Maximilian bevollmächtigt den Grafen Wolfgang zu Fürstenberg und andere seiner Hauptleute und Räthe, mit der Botschaft des Pfalzgrafen Philipp bei Rhein den Frieden zu unterhandeln und zu schliessen. Wir Maximilian, von gots gnaden Römischer kunig etc. II bekennen offenlich mit disem brief vnd thuen II kundt allermenigclich: als phaltzgraf Philips bey Reyn, auch weilend sein sun, hertzog Rueprecht von Baiern, desselben gemahel II vnd all ir anhenger, helfer vnd helfershelfer vmb ir vngehorsamm, Verachtung auch gewaltig frauenlich fürnemmen, damit sy sich gegen vns vnd dem reich erzaigt haben, in vnser vnd des reichs acht vnd aberacht erkennt vnd erklärt sein, darauf dann durch vns, auch etlicht curfürsten, fürsten, stend vnd verwandten des heiligen reichs vnd vnsers loblichen pündts des lands zu Swaben gegen vnd wider dieselben phaltzgrauen, auch weilend sein sun, desselben gemahel vnd ir anhenger, helfer vnd helfershelfer mit vähd vnd thät bißheer furgenomen ist, dieweil sich nu bemelter phaltzgraf Philips der sachen vnschuldig zu sein vermaint vnd vmb friden vnd hinlegung der vahd an- gerueffen, sich aller sachen halben, doch allain für sich, sein anhenger, helfer vnd helfershelfer zu güetlichen oder rechtlichem austrag für vns erbötten, deßhalben wir vns ains tags gen Baden vergleicht vnd im darauf sein botschaft, als wir auch thun wellen, zu schickhen vergönnt; das wir demnach mit gueter vorbetrachtung, zeittigem rat vnd rechter wissenn den wolgeboren edlen vnsern hawbtlewtten, raten vnd des reichs heben getrewen Wolfgangen grauen zu Furstenberg, vnserem hofmarschalh, obristen hawbtmann vnd landtvogt in Elsass vnd zu Ortenburg, Georgen grauen zu Montfort, Cristoffen von Welsperg, Hansen vom Hawss vnd Niclasen Ziegler, vnserm obristem secretarien, samentlich vnd sonderlich vnsern volkomen vnd gantzen gwallt vnd macht gegeben vnd beuolhen haben, geben vnd beuelhen inen den auch wissentlich in crafft dits briefs, also das dieselben vnser hawbtlewt vnd rate in vnserm namen an vnser stat vnd von vnsern wegen mit phaltzgraf, raten vnd potschaft ains 44* §1111 &&£$£ : : ü k9S8p I 348 1504. bestand, außtraglichen rechtens vnd fridens halben für vns als Romischen künig, auch phaltzgraf Philipsen, sein anhenger, helfer vnd helfershelfer handien, denselben an- nemen, entlich sliessen vnd mit notturftigen briefen bestetten vnd aufrichten sollen vnd mugen, alles nach lawtt vnd vermugen vnserer Instruction, so wir inen vberant- wort haben. Vnd was also die genannten vnser hawbtlewt vnd rate samentlich vnd sonderlich handien, annemmen, sliessen, bestatten vnd außrichten werden, das alles ist vnser will, gantz vnd guet; wir gereden vnd versprechen auch, vngewaigert darbey zu bleiben, dasselb zu uoltziehen vnd dawider nit zu thuen in kainen weg, alles getreulich on arglist vnd gefärde. Mit vrkundt dits briefs, besiegelt mit vnserem kunigklichem anhangnden in- sigel, geben in vnserer vnd des reichs stat Tibingen am 26. tag Augusti anno 1504, vnserer reiche, des Romischen im 19. vnd des Hungrischen im 15. jam. Per regem pro se. Ad mandatum domini regis proprium. — Lanng. Das Siegel, das angehängt war, fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. 1504, Aug. 26. 372. Schuldheiss, Meister, Rath und Gemeinde zu Offemburg schwören, da König Maximilian mit einem Heerzuge in eigener Person und mit solcher Macht wider ihren gnädigen Herrn, Pfalzgrafen Philipsen, Churfürsten, und die Stadt Offemburg gezogen, und sie keinen fruchtbaren Widerstand leisten konnten, gemäß des Königs Mandat und zufolge des Raths der Rechtsgelehrten und anderer dem wohlgeborenen Herrn Wolfgang, Grafen zu Furstemberg, Römischer königlicher Majestät Hofmarschall, obristen Hauptmann, Landvogt in Ellsass und in des hl. Reichs Land Ortenowe, als des Königs und des Reichs Vertreter, ihm alle Rechte und Dienste, welche das hl. Reich da hat von Alters her, „zu dem halben tayl, doch vngetaylt, do der ander tayl ouch vnge- teylt dem hoch würdigen, hochgebornen fürsten vnd herren, hern Albrechten, erweiten bischoff zu Straßburg, pfaltzgraue by Rine vnd landgrauen zu Ellsass, vnserm gnedigen herren, siner gnaden nachkomen vnd stifft zu Straßburg in pfandtswyß zugehört", getreu zu leisten. Geben vff mentag nach st. Bartholomeus des hl. apostolen tag 1504 x ). Das Siegel der Stadt Offenburg fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1504. 349 1) Am 27. August 1504 (geben zu Gengembach vff zinstag noch st. Bartholomeus tag) stellen Sehuld- heiss, Meister, Rath und Gemeinde zu Gengenibach eine gleichlautende Urkunde aus. Perg. Or. (das Siegel der Stadt fehlt) Donaueschingen. 1504, Aug. 29. Münsingen. 373. Mandat König Maximilians an Grafen Wolfgang zu Fürstemberg, seinen Hofinar- sckalk, obristen Hauptmann und Landvogt in Ellsass: die Lehen, die Reinhart Graf zu Pitsch von Pfalzgrafen Philipsen gehabt und die durch die Acht und Aberacht des letzteren an ihn, den König, heimgefallen, habe er an G-rafen Reinhart verliehen. Graf Wolfgang solle von demselben „gewondlich phlicht nemen, vnd er tue die also oder nit", darüber in die Hofkanzlei berichten. Geben zu Minsingen an dem 29. tag Augusti anno 1504, vnsers reichs im 19. jare. Per regem pro se. Commissio domini regis propria. N. Ziegler subscripsit. Pap. Or. mit Spuren des zum Verschlusse aufgedrückten rothen Siegels. Donaueschingen. 1504, Sept. 3. Donauwörth. 374. König Maximilian beauftragt seinen Rath, Hofmarschalk, obristen Hauptmann und Landvogt in Ellsass und zu Ortemburg, im Falle der „bestand vnd austräglich recht" angenommen und beschlossen wird, über den er und andere Räthe mit den Ruthen des Pfalzgrafen Philips bei Rein auf einem Tage zu Baden handeln sollen, als Hauptmann und Landvogt von des Königs wegen dafür zu sorgen, dass die königlichen TJntherthanen keine weiteren Feindseligkeiten gegen den Pfalzgrafen vornehmen. Geben zuWerd am dritten tag Septembris 1504, vnsers reichs im 19. jaren x ). Pro rege proprie. Das aufgedrückte Siegel ist abgesprungen. Pap. Or. Donaueschingen. 1) Eine Nachschrift ist bis auf -wenige Worte weggerissen. . 1 ;■■■ ■ i m ■ !■ £$§§1 i WM ■ al$llilll& m&k HW 1504, Sept. 11. 375. Fritz Jacob von Ainwyl, Ritter, Hofmeister und in dieser Sache freundlicher „vnderthedinger" schlichtet die Spenne über Gericht, Zwing, Banne, Trieb und Tratt Wmsm $$m 350 1504. zwischen dem ehrwürdigen Herrn Sigmund Crutzer, Doctor, Dompropst des Domstiftes Costantz wegen der genannter Dompropstei anhängigen Herrschaft Contzemberg einerseits, und den edlen, festen und ehrsamen Bernhart von Clingenberg, seinem lieben Schwager, den Burgern gemeinlich der Stadt Meringen und der ganzen Gemeinde des Dorfs Esslingen anderseits. Folgende Marksteine sollen gesetzt werden: „vff dem Tannbüchel by dem biltstock; vff dem Weschbechlin; oben vff der halden vor dem schloss Contzemberg; vnd ainer vff dem Ougstäli, der antzoigung gebe bis an die sul, so ain weg, daruff man von Wormlingen gen Meringen wandelt, stat". Dadurch soll die Herrschaft Contzemberg von Clingenberg, Meringen und Esslingen geschieden sein. Auf das zwischen dem genannten Bildstock und dem Weschbechlin jenenhalb dem Weg gegen Esslingen zu gelegene und zur Herrschaft Contzemberg gehörige Eschlin sollen die von Meringen und Esslingen ihr Vieh nicht treiben. Geben vff mitwoch nach Vnser Frowen tag Natiuitatis 1504. Die Siegel des Bischofs Hugo von Costantz als Ober- und rechten Grundherrn der Herrschaft Contzemberg (Bruchstück), des Ausstellers (gelb; im Schilde Hirschenrumpf; auf dem Helme ein Fuchs; Umschrift abgeschliffen), des Dompropstes Sigmund Crutzer (spitzoval, roth; in gothischer Nische mit Säulen und Fialen die gekrönte Jungfrau stehend, mit dem Kinde auf dem Arm; unter dem Fußgestell Wappenschild, darin ein Storch mit ausgebreiteten Flügeln und ein Kreuz im Schnabel; S. iflctoria. ftgtsrnnöt. cxv.. er. prepfttt. eaüe. ronJlantiBit. ..), des Bernhart von Clingenberg (grün; Schild getheilt; auf dem Helm Kissen und darüber ein Rad; S. beralj. im. climjenb.) und der Stadt Meringen (hier abgebildet; ungefärbt). Perg. Or. Donaueschingen. 1504, Sept. 16. Basel. 376. Peter Offenburg, Bürgermeister und Bath von Basel schreiben an Grafen Wolfgang von Fürstenberg, Römischer königlicher Majestät Hofmarschall, obersten Hauptmann und Landvogt: Frau Verena von Louwenberg, geboren von Murinen, Witwe Friedrichs von Louwenberg, werde künftigen Dienstag den Rechtstag in Sache Albrecht Bergmeigers Witwe nicht besuchen, da sie nicht Erbin ihres Gemahls sei. 1504. Montag nach Exaltatio st. crucis. Nach dem Concept im Staatsarchive Basel mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. 1504, Sept. 20. 351 Möchnülü. o 377. Virich, von Gottes Gnaden Herzog zu Wirtemberg und zu Degkh, Graf zu Mümpellgart etc., belehnt mit Gochtzhaim, Schloss und Stadt, mit Leuten, Gütern, Einkünften und allem Zubehör, so bisher der Pfaltz oder deren Verwandten zuständig gewesen und in Kraft königlicher Acht zu seinen Händen und Gewalt eingenommen und erobert worden, den wohlgeborenen seinen lieben Oheim und getreuen Wolfgang Grafen zu Fürsternberg, königlicher Majestät Hofmarschalk, obersten Feldhauptmann, Landvogt in Elsesß und Ortnowe, als Träger des Grafen Wilhelm von Eberstein, nachdem ihn die wohlgeborene, seine liebe besondere Königund Gräfin zu Eberstein, geboren von Sonenberg, gebeten, dieses Schloss und Stadt, worauf sie ihrer Heimsteuer, Widerlegung und Morgengabe bewidemt und verwiesen ist, ihrem genannten Sohne, Grafen Wilhelm, der noch unter seinen Jahren ist, zu Mannlehen zu verleihen x ). Geben in vnserm sloß Meckmülin vff st. Matheus des hl. zwölfboten vnd ewan- gelisten abent 1504. Das Siegel des Ausstellers (roth in Schüssel, 2 Helme mit Kleinoden, dazwischen ein Band mit abgeschliffener Aufschrift). .. Perg. Or. Donaueschingen. 1) Vergl. darüber Chr. F. v. Stalin, Wirtembergische Gesch., IV, 64. I .■■ ■ ■-,.. t ■ m | 1 ; m ! Wi ■'.■■•- ' "' ■■ , ■• . mm 1504, Sept. 28. Sckwaz. 378. Instruction König Maximilians für den Grafen Wolf gang zu Fürstenberg als seinen Gesandten an Herzog Ulrich zu Wirtemberg wegen des Stillstandes mit der Pfalz. Maximilian von gotes gnaden Romischer khönig etc. Instruction auf den wolgebornen, vnsern lieben, getrewen Wolfgangen, grafen zu Fürstenberg, vnsern rat, hofmarschalkh, öbristen haubtman vnd landtvogt in Elisas vnd zu Ortemburg, was er von vnsern wegen ausrichten sol, wie hernach volgt. Item er soll sich von stund an zu vnserm lieben schwager vnd fürsten, hertzog Vlrichen zu Wirtemberg, fuegen, seiner lieb von erst vnsern credentzbrief antworten, darauf vnser gnad vnd alles guets sagen vnd darnach ertzellen: als wir seiner lieb (tw /U^ I&A fast«** r mm ■I '<"■■ HB mm wmim n5Ta 352 1504. vor kurtzuerruckter zeit geschriben vnd zu erkennen geben haben, was gstallt phalltz- graf Philips vnsern lieben öheim, marggraf Christoffen zu Baden, zu vns gefertigt vnd vns durch denselben vmb hinlegung des gegenwurtigen kriegs angesuecht, sich auch aller Sachen halben guetlich oder rechtlich für vns erboten. Darauf wir demselben phalltzgrafen ain bestand vnd austreglich recht fürgeschlagen, weihen vnsern fur- schlag wir dem genanten vnserm schwager von Wirteinberg in ainer zedl vbersendt vnd demnach sein lieb vnd ander fursten vnser parthey, der vecht verwandt, ersuecht haben, ir volmächtig potschaften zu vns zu scbickhen vnd sölhen bestandt vnd auß- treglich recht innhallt vnsers fürschlags mitsambt vns zu bewilligen vnd anzunehmen. Darauf sich sein lieb vnd ander fursten vnd verwandten der vehd ains tags geen Haylprunn veraynt haben, des furnemmens, sich allda durch ir potschafftn irer antwort vnd mainung, so sy vns auf berürt vnser ansuechen vnd begern geben wellen, zu entsliessen. Dieweil vns an diser vehd vnd beschedigungen vnder gesipten freunden , glidern der christenhait vnd des reychs gnüg getan bedunckten vnd zeit vnd billich ansehen wil, rigl vnderzustossen, so haben wir für vns den bestand vnd friden mit dem phalltzgrafen angenomen vnd beschlossen auf mainung, wie der obgenant vnser hofmarschalk sein lieb berichten soll. Vnd demnach sol er an sein lieb von vnsern wegen ernstlich vnd mit vleys werben vnd begern, das sein lieb dennocht guetlich ansehen vnd zu hertzen nemmen das schwär mercklich eilend vnd verderben, darein nit allain der phalltzgraf, sonder am maisten seine armen leiit durch disen krieg, der nü lang gnug gewert hat, gefürt, zusambt dem mercklichen costen, der auch seiner lieb vnd andern verwandten der vehd vnserer parthey, als wir ermessen mugen, darauf geloffen sey, dartzu wo es lenger wern solt, noch mer darauf geen möcht. Vnd das sein lieb darauf den bestand vnd außtreglich recht aller massen, wie wir mit dem phalltzgrafn bewilligen, auch darauf von stund an mit der vehd, krieg, angrif vnd aller veindtlicher bandlung still steen, das veld räumen vnd abziehen vnd seiner lieb potschafft, so sein lieb auf den obberurten tag geen Haylprunn verordent hat oder wirdet, von stund an beuelh vnd volmachtigen gwalt an hinder sich bringen geben welle, den bestand obgedachter mainung von seiner lieb wegen mitsambt andern fursten vnd verwandten der vehd potschafften, so da erscheinen werden, anzunemen vnd zuschliessen. Daneben sol er seiner lieb zu erkennen geben, wie phalltzgraue Philips weilend sein sun, hertzog Rueprechtn, ernstlich angesuecht, den bestand vnd friden auch anzunemmen, das aber derselb hertzog Rueprecht abgeschlagen, vnd als vns nach seinen abganck sein gelassne witib ain brief geschriben vnd darinn diemuetiglich angesuecht, sy vnd ire kind in genedigem beuelh zu haben vnd den krieg hinzulegen etc., darauf wir dan, H . ji Hl 1504. 353 als der frid vnd ainigkait zu suechen vnd die witib mit irn vnertzogen Müden, auch lannd vnd leut vor weiterm verderben vnd schaden zuuerhieten genaigt gewesen war, bedacht, ob wir dieselb witib vermöchten, sich von irm pösem, vnzeitigen rat, der sy vnd weilend irn gemahl in ditz abgeen vnd verderben alles gebracht hat, zu wenden vnd den bestand vnd außtraglich rachtigung (sie) wie der phalltzgraf anzu- nemen, haben darauf vnser treffenlich potschafft zu ir gefertigt, aber ee wann vnser handlung vnd Werbung zu end mit ir beschehen vnd nichts beschlossen, ist dieselb witib auch mit tod abgangen. Nachmals haben ire haubtleut vnd vntzeitig rat, die doch in irem furnemmen nit vmb weilend irer herschafft, noch yetz derselben waisen nutz vnd frummen willen, sonder auf ir aigen abentewr vnd taglichen nutz beharren, vnserer potschafft handlung vnd Werbung gestracks abgeschlagen vnd gewaigert vnd sich damit nit allain vns, sonder auch phalltzgraf Philipsen, nach dem sy wissen, das er weylend hertzog Rueprechtn vmb den bestand vleissig ersuecht vnd deßhalben sein willen darzu geben hat, vngehorsam vnd widerwärtig ertzaigen. Dem nach sol er an vnsern fürsten von Wirtemberg begern, so er den bestand vnd friden mit dem phalltzgrafen, als vns nit zweyflt, bewilliget, das dann sein lieb vnserm lieben schwager vnd forsten , hertzog Albrechten zu Bairn, sein antzal volks, so seiner lieb in vnsern königelichen pundt zu Schwaben zu halten geburt, von stund an zuschicken welle, damit ab wir doch mit dem selben vnd anderm kriegs volk weilend hertzog Rueprechts haubtleut vnd rädlfuerer von irm furnemen vnd muet- willen zu ainer billigkait vnd nemlich zu dem obangezaigten bestand vnd vertrag bringen vnd dringen mochten, doch der gstallt, das vns Newburg von inen zu fur- phand innhallt der obberurten zedl vnsers furschlags, nach dem sy vns vor nye glauben gehalten haben, zuegestellt werde, wiewol wir dergleichen furphandt von dem phalltzgrafn in seinem bestand vnd vertrag nit genomen, in ansehung, das wir in dannocht noch nye vnglaubhafft gefunden haben. Vnd das sich sein lieb der baider stuck halben so guetwillig vnd zimlich halte vnd beweyse, als vns an seiner lieb nit zweyflt. Ynd so graf Wolf sölh Werbung an den von Wirtemberg gethan, vnd derselb von Wirtemberg den bestand gewilligt, auch darauf seinen raten auf den tag geen Haylprunn gewalt geben hat, sölhen bestand zu schliessen, so soll alsdann graf Wolf auch auf denselben tag ziehen x ) vnd da mitsambt graf Jörgen von Montfort vnd Leoen freyhern zu Stauff, die auch allda erscheinen werden, von vnsern wegen dem beschlus des bestannds vnd frides auswarten, den verfolgen vnd dartzue helfen; vnd in dem allem sein höchsten vleys ankern, vnd was im auf das alles in antwort IV. 45 iPiiiiiiii ■ t* : -M,:. kr. üü I I i m ■jHÜ HR BH9H I HB 379 354 1504. oder ander weg begegnet, vns desselben von stund an vnd stetigclich berichten; daran thuet er vnser ernstlich maiuung. Geben zu Schwatz am achtundzwaintzigisten tag des Septembers anno domini 1500 vnd im vierdten, vnsers reychs des Römischen im neuntzehenden. Per regem pro se. Ad mandatum domini regis proprium. Das aufgedrückte Siegel unkenntlich. Pap. Or. Stuttgart. B. 1) 1504 war graf Wolf von Fürstenberg königlicher Majestät gesandter vff dem tag zu Hailpronn. Gabelkhovers Collectaneen, I, fol. 361. Stuttgart. 1504, Nov. 9. Graf Wolfgang zu Fürstenberg theilt dem Bischof Hug von Constanz mit, dass er auf dem Berge zu Fürstenberg in der Capelle und Kirche daselbst, die eine Tochter der Pfarrkirche zu Hondingen ist, mit Zustimmung des Kirchherrn zu Hondingen mit näher bezeichneten Einkünften eine ewige Messe und Pfründe für einen Caplan zu Ehren des hl. Erhard stifte, deren Collation er sich und seinen Nachkommen vorbehält. Geben sambstag vor Martini des hl. bischofs tag 1504 1 ). Das Original siegelten der Aussteller und der ehrsame Johannes Kuch, Landschreiber in Bare, letzterer an Stelle seines Sohnes (oder Vetters?), des Kirchhern Michael Ackermann zu Hondingen. Pap. Copie aus dem Ende des 17. Jahrhdts. Erzbischöfliches Archiv zu Freiburg. 1) 1505, Febr. 3. (an st. Plasins tag) stellt Hainricus Kuch von Fürstenberg, der freien Kunst Meister, Priester, Dechan und Pfarrer zu Messkirch, dem Grafen Wolfgang einen Bevers aus über die ihm verliehene St. Erharts Caplaneipfründe in der Capelle auf dem Berge Fürstenberg. Er verspricht dieselbe in eigener Person zu versehen, niemanden zu übergeben oder zu vertauschen, noch jemanden darauf zu setzen außer mit des Grafen, seiner Erben oder Amtleute Zustimmung. Von der Canzlei Hüfingen beglaubigte Copie v. 1707. Donaueschingen. lü> 1504, Nov. 13. Innsbruck. 380. König Maximilian befiehlt dem Landhofmeister, Marschalk, Kanzler, Statthalter und Räthen des Regiments zu Ynnsprugkh: nachdem Wolfgang Graf zu Fürstenberg, sein Hofmarschalk, obrister Hauptmann und Landvogt im Elsass, Martein Pertschen, genannt Schuttermartin, zu einem Einspännigen zu Ennsißhouin *) aufgenommen, demselben seinen Sold von dato des von Fürstenbergs Brief reichen zu lassen. L%f^yp 1504-1505. Geben zu Ynnsprugk am 13. Nov. 1504. Copialbuch, Geschäft bei Hof, 4, fol. 112. Innsbruck. 1) Wohl Ensisheim im Oberelsass. 1504, Dez. 15. 355 St. Johann. 381. König Maximilian an die Verwalter und Räthe der ßaitkammer zu Ynsprugkh: „graf Wolfgangen von Fürstenberg rayttung vnd die mengl, so ir darynn habt, habn wir noch bisher treffenlicher geschefft halbn nit vbersehen mögen, wellen die aber in kürtz vbersehen, vns darinn entsliessen vnd euch vnser maynung verkünden." Geben zu st. Johanns am 15. Dez. anno etc. quarto etc. Copialbuch: Geschäft bei Hof, 4, fol. 167. Innsbruck. •'•'•"''■'■■' anafifl ■ I ■ ■ ■■•-•'.■■■,. :-' ss ■ ■..■.-::■ ::■:■■■- , gg i SM ■-,' ■ a i i ■■ »Ifffl vHmm WNEnBÜ BHHHMHHfl M 1504, Dez. 17. 382. Hanns Wigker von Burgow und Lienhart Mayenson von Wiggelspach beurkunden: nachdem Graf Wolfgang zu Fürstemberg etc. sie gegen eine Belohnung von 250 fl. verdingt hat, Seiner Gnaden einen Brunnen auf dem Berg zu Fürstemberg „vffzumachen nach nodt", ist ihnen nunmehr dieser Betrag nach der Abrede vollständig bezahlt worden. Geben am zinstag vor st. Thomas tag 1504. Das Siegel des edlen und festen Junkers Bürgkharten von Schellemberg zu Hüffingen (grün in Schüssel; im Schild ohne Helm 2 Querbalken; 3>. Jrontjctrt. tum Süjzütnbzxg.) Perg. Or. Donaueschingen. 1505, Febr. 9. 383. Wolfgang Graf zu Furstenberg beurkundet: nachdem er das Haus Cünradt Be- hemen, das an sein Haus zu Wolfach stößt, erkauft und in Bezahlungsweise die 20 fl. Hauptsumme und davon 1 fl. Zins übernommen hat, die der Verkäufer von seinem Hause, worin er jetzt sitzt, das Wilhelm Juden gewesen, an die Pfründe Allerheiligenaltar in der Pfarrkirche zu Wolfach schuldet, und da er dieser Pfründe von seinen Gütern zu Haßlach im Aychenbach von 100 fl. Hauptsumme 5 fl. Zins schuldet, verspricht er dem Caplan dieser Pfründe, solchen Zins zusammt den 5 fl., also 6 fl. jähr- 45* ImasiPwi ■■•■...'" I BS *7J ■■■■ üüüiM m Mm mb mm **S»öff ■ü m RH Sani mm MKm KD' ü Wmssmi ■EBB m : B H I rt?v MUH 356 1505. lieh, von gedachtem seinem Unterpfand zn entrichten, doch 1 fl. Zins mit 20 fl. Hauptsumme ablösig. Geben vff Inuocauit 1505. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. I ■ ■ 1505, Febr. 14. Innsbruck. 384. Virich Butsch, Römischer königlicher Majestät Kammerdiener, verkauft dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg das Dörfchen Mülhaim, welches ihm der König laut eines Gnadenbriefs zugestellt, nebst aller Zugehör um eine nicht angegebene Summe Gelds 1 ), worüber er quittirt. Besehenen zu Innsprugg 14. Febr. 1505. Das Or. siegelten die edlen und festen ßuedolf Harber, römischer königlicher Majestät Hauskammerer zu Innsprugg, und Niclas Ziegler, römischer königlicher Majestät obrister Secretari. Gleichzeitige Copie. Donaueschingen. 1) Vergl. über dieselbe unten Nr. 391. li 1505, Febr. 28. 385. Wolfgang Graf von Fürstenberg, Landvogt im Oberelsass und in der Ortenau, und Caspar Freiherr von Mörsperg werden als Bevollmächtigte des Kaisers Maximilian genannt beim Abschlüsse des Vertheidigungsbündnisses zwischen letzterem und Markgrafen Christoph von Baden. 1505, Freitag vor Laetare. Erwähnt bei Sachs, Einleitung in die Gesch. der Marggravschaft Baden, III, 74; Gerbert, Hist. Nigr. Silvae, II, 326. 1505, März 14. Villingen. 386. Wolfgang Graf zu Fürstenberg etc. gestattet der ehrsamen Frau Elisabet Boilerin, Klosterfrau zu Fryburg, und Vrena Boilerin, Paulus Stahels zu Eschingen [Hausfrau] , den Hof zu Norstetten bei Vilingen, den sie von ihm und seinen Vordem zu iß«' 1505. 357 Lehen haben, der Stadt Vilingen oder wenn diese den Kauf nicht eingehe, jemanden andern zu verkaufen. Geben zu Vilingen an frittag vorm Palm tag 1505 x ). Das Siegel des Ausstellers. Pap. Or. Villingen. 1) 1500, März 17. (zinnstag nach dem sonntag Reminiscere) hatte Graf Wolfgang Paulus Stahel von Jesthingen (sie) als Lehensträger der ehrsamen Frau Elßbeth Bollerin, Klosterfrau, und nach deren Tode seiner ehelichen Gemahlin Vrena Bollerin, mit dem Hofe zu Norstetten bei Vilingen belehnt, wie ihn deren Vordem von seinen Vordem und der Grafschaft Fürstenberg als Lehen besessen. Das Or. siegelte der Aussteller. Copie des 18. Jahrhdts. Donaueschingen. (1505, c. Anfang April.) 387« Rex Castellae (Philippus) ad patrem Caesarem in Germaniam proficiscitur. Hagenoae propin- quus, Furstenbergii comitem cum multa nobilitate ac ducentis equitibus a patre obviam rnissuni excipit. Tandem ipse Caesar cum Germaniae prineipibus adveniens filiumque regem amplexus, in civi- tatem deducit*) etc. Ponti Heuteri Delhi opera (1651); Eer. Austriac. lib. VI, cap. 7, p. 146. 1) König Max verweilte in Hagenau April 4.—13. S. Forschungen z. deutsch. Gesch. I, 364. Am 7. April 1505 wird „Wolfgangus de Furstemberg, marscalcus curie nostre, comes" als Zeuge in der Urkunde genannt, die der König auf dem Fürstentage zu Hagenau über die Belehnung König Ludwigs XII. von Frankreich mit dem Herzogthume Mailand ausstellte. Le Glay, Negociations diplomatiques entre la France et l'Au- triche, I, p. 84. 1505, April 2. Wil. 388. Lehenrevers von Andreas Kötze von Wolfach als Trager des Grafen Wolfgang von Fürstenberg, Landgrafen in Bar, Herrn zu Husen, um dessen Theil und Rechte an dem großen Korn- und dem kleinen Zehnten in dem Bann zu Pforren gegen das Stift St. Gallen. . Mittwoch vor Misericordia. Nach dem Perg. Or. im Stiftsarchive St. Gallen mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. Sag mgt 358 1505. ■8 i505, 4priZ 17. Weissenburg. 389. Bischof Philips zu Speyer schreibt an den Grafen Wolfgang zu Fürstenberg: der Graf sei ihm sehr behilflich gewesen, als er jetzt vom Könige des Stifts Regalia gnädiglich in der Kammer verliehen erbalten habe; daher schicke er ihm zum Danke das Pferd, darauf er zum Könige geritten sei, das beste, was er an Pferden gegenwärtig habe, und das der Graf durch einen Diener habe verlangen lassen. Datum Weyssemburg dornstag nach Jubilate anno etc. quinto. Spuren eines aufgedrückten grünen Siegels. Pap. Or. Donaueschingen. HR 1505, April 22. 390. Wolfgang Graf zu Fürstenberg, der Zeit Römischer königlicher Majestät Hofmarschalk, oberster Hauptmann und Landvogt in Elsas und Ortennowe, quittirt der königlichen Majestät für 24000 fl. rinisch, welche ihm dieselbe für seinen Dienstsold, geliehenes Geld und andere der königlichen Majestät dargestreckte Ausgaben schuldig war, da ihm die königliche Majestät dafür die Herrschaft Ortnaw laut der Verschrei- bung in Pfandsweise übergeben hat a ) 2 ). Geben an st. Jörgen des hl. ritters abendt 1505. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1505, Jan. 24. (Eadstat) schreibt (der k. Kanzler Matthäus) Lang an den Grafen Wolfgan°- zu Pürstenberg: „nachdem ich euch mermaln geschriben han, das königliche Majestät ewr rechnung hern vnd den pfandtsbrief aufrichten lassen well, das han ich auf der königlichen Majestät vertrösten gethan, vnd doch sein königliche Majestät die sach verzogen vnd nit fertigen wellen; das hat sein königliche Majestät aus schalck- heit vnd darumb gethan, wo euch sein königliche Majestät mit allen ewrn Sachen gefertigt het, so werdt ir vileicht weg geriten, vnd euch mit solhem zu Innsprugg behallten wellen; sein königliche Majestät hat sonst auch mit euch zu handeln, darumb euch dann sein königliche Majestät hiemit schreibt vnd beschaidt, zu seiner königlichen Majestät ze komen; so wil sein königliche Majestät aller Sachen halben mit euch handeln, das han ich euch nit verhallten wellen, vnd wir wellen bald bey einander sein, in mitler zeit will ich nichtz destmyn- der bei seiner königlichen Majestät ewr Sachen handeln." Pap. Or. Donaueschingen. 2) 1505, April 18. (Straßburg) gelobt Graf Wolfgang der königlichen Majestät, dass dieselbe in dem nächsten Jahre alle Stunde Macht haben soll, die Nutzungen der ihm verpfändeten Ortenaw „zu beraitten vnd zu erlernen", wogegen ihm die jährlichen alten Zinse, die darauf verschrieben, „sambt den gefeilen, so sein Majestät meinem herm von Sachs, herren Ott Stürmen, der Ycher erben, dem Boltzhirst (sie), Hennslin Kolb- lin vnd andern von gnaden geben, auch der statt Offenburg jerlich in ewigkhait abgelassen eins Schaffners Ion . für burghaltung 400 fl. vnd 1200 fl. für das obgemelt pfandsatzgelt vnd sodann vber außrichtung vnd ab- raittung des, so obangetzeigt ist, vnd vngeuerlich dauon gat, vberschutz erfunden vnd erfaren wurden nach bewegung des, auch vnderhaltung des tychs vnd mülinbaws. Wievil also vorsteet oder vor sein mag, das soll königlicher Majestät glaublich dann angebracht werden vnd ich mich vmb den selben vberschutz mit seiner Majestät etc. vertragen vnd ir darfür ein willen vnd benuegen machen vnd thun on alle widerung vnd onge- uerde." Gleichzeitige Pap. Copie. Donaueschingen. 391. Wolfgang Graf zu Furstenberg, Römischer königlicher Majestät oberster Hauptmann und Landvogt in Elsas und Ortenouwe, verkauft dem ehrsamen, seinem lieben besondern Hansen Strewelin, derzeit Spitalmeister und Schaffner des Spitals zu Offenburg (resp. dem Spital) um 600 fl. rh., womit er Mülheim und Drudenheim zum Theil bezahlte, 30 fl. widerkäufigen Zins, zahlbar auf Georgi zu Offenburg, von und ab seinen recht eigenen, erkauften Gütern des Dorfes Mulheim vff der Schutter gelegen und dem Hofe zu Drudenheim und st. Jergen Wald dabei. Geiselschaft: ein Edelmann und ein reisiger Knecht mit zwei reisigen Pferden in Straßburg, Gengenbach oder Offenburg. Geben vff sampstag nach st. Jörgen des hl. ritters tag 1505. Das Original siegelte der Aussteller. Pap. Copie des 16. Jahrhdts. Donaueschingen. B. 1505, April 29. 392. Martin Abt von Rychennowe belehnt den edlen und festen Jörg von Reckenbach, als Lehenträger des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, mit der Vogtei des Dorfs, dem Schuldheißenzehntli, dem Kelleramt und einem Achtel des großen Zehntens zu Tünoweschingen. Geben am zinßtag vor st. Philipp vnd Jacobs tag 1505 1 ) 2 ). Das Siegel der Abtei Kychennowe. Perg. Cr. Donauesehingen. 1) Vom selben Tage datirt der Eevers Jörgs von Reckenbach. Perg. Or. mit d. Siegel des Ausstellers. Karlsruhe (Constanz-Eeichenau). — Ueber den reichenauischen Besitz in Donaueschingen vergl. Riezler, Geschichte von Donaueschingen, S. 4. 2) 1487, April 5. (domstags vor dem hl. Palmtage) stellte Vlrich von Habsperg zu Thuneschingen dem Abte Johanns des Gotteshauses Reichenow über dieselben Stücke einen Lehensrevers aus. Das Or.. siegelte TAB MS HflHI ttBBBBBB& ■SBtSS 360 1505. der Aussteller. Copialbuch (16. Jahrhdt.): Spenn und Irrungen zwischen Domstift Constanz und Landgrafsehaft Fürstenberg, fol. 5. 1505, Mai 11. 393. Wolfgang Graf zu Furstenberg etc., Römischer königlicher Majestät Hofmarschalk und obrister Hauptmann und Landvogt in Elsas und der Ortenowe, und Burck- hart von Reckenbach zu Owelfingen beurkunden, dass sie mit Rath ihrer Amtleute sich über einen freundlichen „schlaich, tusch vnd Wechsel" geeinigt haben. Ersterer gibt dem letzteren Elisabetha Weberin von Pforen, jetzt Hainrichs Am Ort zu Kilchan eheliche Hausfrau, und Vrsel Erhartin zu Owelfingen, die beide seine Leibeigenen gewesen, und deren beider Kinder, und sein erblich an ihn gekommenes Zehentlein zu Owelfingen, genannt Vnser Frowen Zehentlein, und empfängt dafür Anna Kerinn von Owelfingen, jetzt Vrban Tierbergs zu Fürstenberg eheliche Hausfrau, und Magdalene Hockelmenin, Clewin Raten zu Furstenberg eheliche Hausfrau, und deren Kinder und Reckenbachs Zehentlein von Korn und Heu auf dem Gute, genannt zu Gerüt, stoßt an den Berg zu Wartenberg, „man niesst das mit der sichel oder segessen. " Geben vff Pfingsten 1505. Die Siegel des Grafen Wolfgang (roth in Schüssel, wie oben) und B. von Reckenbach (dunkelgrün, in Schüssel; im Schilde springender Hund mit Halsband; auf dem Helme Hundsrumpf; Umschrift abgeschliffen). Perg. Or. Donaueschingen. 1505, Mai 19. flgd. 394. Auf dem Reichstage zu Cöln befand sich im Gefolge König Maximilians „her Wolfgang graue tzu Furstenberg, der Römischen königlichen Majestät haußhoffmeyster, obberster haubtman und lantuogt ym Ellsais". Beschreibung des Reichstags zu Collen im Jahr 1505 durch Jörg Brandenburg Herolden, gedruckt bei Senckenberg, Sammlung, I, 159. 1505, Mai 20. 395. Wolfgang Graf zu Furstemberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husen im Kintzingental, bekennt, dass auf seine Bitten der vornehme, weise Jacob Müge zu Straßburg die 36 fl. Zins an sich gelöst habe, welche er 1493, vff mendag nach V-.Ji' 1505. 361 st. Martins tag (Nov. 18.) dem festen Hansen Sturm von Sturmeck, dem Gott gnade, und dessen Hausfrau, Frau Sophien Kressen, um 800 fl. rh. wiederkäufig unter Bürgschaft von Schuldheiß, Gericht, Rath und Gemeinde zu Husen und vom Vogt und den zwölf Geschworenen des Gerichts im Amte, der Gemeinde und Thal Einbach aus dieser Stadt und diesem Amte und unter seinem, der Stadt Husen und des festen Cünradt von Velsemberg Siegel verkauft hat. Geben vff zinstag nehst nach st. Sophien tag 1505. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1505, Juli 1. 396. Wolfgang Graf zu Fürstenberg, Römischer königlicher Majestät Hofmarschalk, obrister Hauptmann und Landvogt in Elsaß und der Ortenaw, der zu den 5 Höfen und Gütern in seinem obern Eigen und Gerichte zu Ripoltzow, nämlich Jacoben vor Seebach, Heinrich Ängsten, Hanß a ) Hadern, Gabriel Munstern und Jerg Hadern etliche Harzwälder um 2 1 /« Ü. Zins sammt anhangendem Zoll (laut beigehefteten Lehenbriefes) J ) verliehen hat, einigt sich mit genannten Lehensgenossen aus besonderen Gnaden, künftige Irrungen abzustellen, also: jeder derselben gibt ihm, mögen sie über Berg oder vor seinen Zoll das Wasser im Küntzigenthal ab fahren, „vß sim teyl wald vnd gut", auf Martini 1 la fl. Zoll, „damit ir yeder für hartzinß vnd zell fürter ein Rinischer guldin oder eylfthalben Schilling Stroßburger gebe, wurt samenthafft fünf guldin." Höher soll er sie um Zoll und Zins in seinem Erblande nicht beschweren, doch ihm vorbehalten andere Zinse und der Güter Gerechtigkeiten, dazu und darin er ihnen diese Wälder geliehen hat und der „stocklaw", wenn sie in den Wäldern Floßholz hauen; hierin sollen sie ihm schuldig sein nach altem Herkommen. Geben vff zinßtag nach st. Johanns Baptisten tag 1505. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. B. a) Or.: Hawß. 1) Derselbe fehlt. IV. 46 ■ ö I HM • ; : '': ,. mm ' ■ 5 ■■■: ■■ i ... a '■.:..- ■. IKfij ' Käs I i i m ■ ■ \ Mttm | mm : «I r - "M I '■'" flMffr! JH rif— '■''•m'm'' Wk 362 1505. 1505, Juli 3. 397. Abt Michel zu Tennenbach, Prior und Convent gemeinlich daselbst, verkaufen, gegen eine versicherte Jahresrente von 12 fl. dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg alle ihre Güter und Kechte, welche sie seither in dessen Herrschaft Kinzigthal, besonders zu Haßlach, Wyler, Bollenbach, Welschenstainach hatten, unter Auslieferung aller Urkunden und Rotuln. Geben vff st. Virichs des hl. bischoffs aubent 1505 *). Die Siegel des Abtes und des Conventes (die gekrönte hl. Jungfrau stehend in ganzer Figur mit dem Christkind auf dem 1. Arme, in der r. Hand eine Blume, darüber ein auffliegender Vogel; zu beiden Seiten der Stehenden ebenfalls Blumen; f S. CONVENTVS. MONASTE... TENNEBACH.) Perg. Or. Donauesehingen. 1) Am nämlichen Tage bekennen Graf Wolfgang als Selbstschuldner und Vogt und Gericht zu Welschensteinach im Thal als Mitschuldner und Geweren, dass ihnen Abt Michel und der Convent zu Tennenbach diese Zinsen, Zehnten und Gefälle zur Nutzung übergeben haben, und versprechen denselben dafür jährlich in ihr Kloster 12 fi. in Gold rhein. oder je 12 1 /t ß Bappen für jeden Gulden zu entrichten, widrigenfalls der Vogt mit zweien Bichtern, oder wenn den ersteren „lybs nott irrte", drei aus dem Gericht auf Mahnung zu Waldkirch in der Stadt in eines offenen Gastgeben Wirthshaus leisten sollen. Das Original siegelten Graf Wolfgang und für die Welschensteinacher der edle feste Junkherr Martin Blumneckh. Copie im Kinzigthaler Lagerbuche v. 1562, fol. 240 v. — 242. Donaueschingen. 1505, Sept. 17. Mecheln. 398. König Maximilian schreibt dem wohlgeborenen, seinem lieben getreuen Wolfgang Grafen zu Fürstenberg, seinem Hofmarschalk und obristen Hauptmann und Landvogte in Elsass und der Ortnaw: „Wir fuegen dir zuwissen, das vnser lieber sun, kunig Philips zu Castilien, noch vngeuerlich in ainem halben jar nit in Hispanien ziehen wurdet. Das verkünden wir dir darumb, ob du ainichen costen darauf hieltest oder etliche personen hie darauf ligen hettest, das du denselben costen abstellen möchtest." Geben zu Mecheln am 17. tag des monats Septembris anno im 5., vnsers reichs im 20. jaren. Per regem pro se. Commissio domini regis propria. Sernteiner. Auf der Bückseite von gleichzeitiger Hand: der brieff ist 5 wochen alt. Pap. Or. mit Spuren eines zum Verschlusse aufgedrückten rothen Siegels. Donaueschingen. Nach demselben im Wortlaut veröffentlicht von Frhrn. Both v. Schreckenstein in der Zeitschrift der Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Alterthums- u. Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den angrenzenden Landschaften, I, 132. ■.■■■>■"' HM gl 1505. 1505, Sept. 23. 363 Wolfach. 399. Wolfgang Graf zu Furstenberg, königlicher Majestät Hofmarschalk, oberster Hauptmann und Landvogt in Elsaß und der Ortnawe etc., schreibt dem hochgeborenen Herman Grafen und Herrn zu Hennenberg etc., seinem freundlichen und lieben Oheim: „als üwer lieb, ouch ich in früntlicber hyrots handlung vnserer kinderhalb etlich jar vnd zit mit ain ander in vbung gestanden vnd zu letscht in dem willen gewesen sint, die hochgeborn gräffin Vwer tochter, fräwlin Appellonien, vnd minen sone, gräf Friderichen den jüngsten 1 ), zu samen zu uerhyrotten, vnd das doch noch entlich nit beschlossen ist; so aber ich jetzt dem durchlüchtigisten fürsten, hertzog Karlin, dem jungen printzen von Hispannien etc.....den gemelten mynen süne Friderichen zu siner gnaden gefallen bewilligt vnd zugeschickt hab, das sich ain zit alda verlengen mochte, solte dann vwer lieb oder üwer tochter etwas dadurch Verhinderung besehenen , were mir in gantzen trüwen laid. Darvmb im allerbesten vnd vß besonderer früntlicher maynung hab ich vch das nit verhalten wollen, ob üwer lieb vtzit zu handen stieß oder begnette (sie), das üwer lieb tochter halb üwer lieb nutzlich were, vff mich noch min süne sollichs nit zu vnderlassen oder zu uerziehen, dann alles, das üwer lieb vnd dero tochter zu früntschafft, eren, nutz vnd güttem gedienen mochte, güne ich vwer lieb von hertzen wöl" etc. Datum Wolfach vff zinstag nach st. Moricien tag anno 1505. Pap. Concept. Donauescüingen. 1) Zuerst den älteren, Grafen Wilhelm; vergl. oben Nr. 323 v. 1501, Aug. 18. u. Anna. 2. 1505, Sept. 27. 400. Wolfgang Graf zu Furstenberg etc. gestattet seiner Tochter Margretha, Gemahlin des Freiherrn Hanns Jacob zu Mörsperg und Befort, wider den zu Rotwil aufgerichteten Erbverzicht derselben 1 ) ein eventuelles Erbrecht. „Ob wir vnd unsere süne, graff Wilhelm vnd graff Friderich oder die sune, so wir harnochmals vber- komen mochten, mit tod abgiengen, das got lang vffhalten wöl, daz wir nach sy kain süne manß stammen von Fürstenberg geborn hinder vnß verliessen, also das vnser herschafft, landt vnd lüt vff vnsere tochter erblichen gefiellen, so soll die ge- melt vnser tochter Margretha oder an ir statt ire eliche kinder vnß vnd die selben ire brüder mit andern vnsern töchtern erben, doch also, das sy warten vnd in der taillung still stan soll, biß der andern vnser tochter ainer, so noch by leben vnd nit 46* WH i : m m I SP£ 1505, Dez. 15. Middelburg in Seeland. 408. Graf Wolfgang zu Furstenberg schreibt an Herzog Ulrich zu Wirtemberg. Vom Propste zu Stutgarten hat er die Werbung des Herzogs an König Philipsen von Ca- stili, seinen gnädigsten Herrn, vernommen, dass der Herzog die von dem Herrn von Memiterevv (sie) herrührenden Güter einziehen, soviel ihm das gebühre, und dass er mit der That gegen seinen Sohn (Grafen Wilhelmen) und Grafen Felixen von Werdenberg, auch deren Gemahlinen, die doch, wie er versteht, rechte Erben jener Güter sind, handeln wolle. Daneben hört er auch, dass der Herzog sich merken lasse: wenn er vorbemeldete Güter Ungelegenheit halber nicht einziehen könne, werde er ihn (Wolfgang) darum vornehmen und mit der That gegen ihn, seine Güter und Leute handeln; ist dem so, so hat er gegen den Herzog „groß beswer", da er solches um denselben nicht verdiente, da sein Sohn eigenes Gut hat, er aber seiner Güter selbst Herr ist und nicht sein Sohn. Auch ist er nicht Willens, seinem Sohne in anderem, denn wozu er Fug und Recht hat, beizustehen, „als ein vatter seinem son rechtens zuuerhelfen zuthun schuldig ist". Er erbietet sich darum gegen den Herzog zu Recht vor Römischer königlicher Majestät, die des Herzogs und sein rechter Herr ist, vor König Philipsen von Castili oder vor dem schwäbischen Bunde, wenn derselbe meint, er habe an ihm unbillig gehandelt. Was dann Recht gesprochen wird, das will er gerne vi. 47 .■'■.'-. ES!!? ! ! wn .rX'Wtß m .'.:..:'.",■ HBKj WM - l ■ ' •VW ' ■ ' -, -------9 : < m§Mz rWÄ'M'- : . ffln 370 1505. dulden. Er hofft desshalb, der Herzog werde ihn an seinen Gütern und Leuten unangetastet lassen. Datum zu Mittlburg an montag nach Luoie anno quinto x ) 2 ). Das Siegel fehlt. Pap. Or. Stuttgart. B. 1) Der Brief wurde frittag nach st. Agthen tag, anno 1506 (Febr. 6.) von Gräfin Elisabeth zu Fui-sten- berg, der er von ihrem Gemahle zugesandt wurde, durch den Vogt in Bare, ihren lieben getreuen Jörgen von Beekenbach, an den Herzog mit folgendem Schreiben geschickt: Elisabecht (sie) Gräfin zu Furstenberg, geborne von Solmß an Herzog Ulrich etc. Ihr lieber Herr und Gemahl, Graf Wolfgang zu Furstenberg, der mit ihrem gnädigsten Herrn, dem Könige von Castylien über Meer gefahren, hat ihr Briefe an den Herzog geschickt, deren Inhalt sie nicht kennt, und die") sie durch ihren Diener, den Vogt in Bare und lieben getreuen Jörgen von Reckenbach, ihm zusendet. Demselben hat sie auch befohlen, mit dem Herzoge „etwas witter zu reden"; er möge also ihr Anliegen von dem Vogte gnädig vernehmen, sie, ihre Kinder und armen Leute in Abwesenheit ihres Gemahls in gnädigem Befehl und Schirm halten. Man schreibe und sage von ihrem Gemahle, was man wolle, sie weiß doch, dass er sein Leib, Leben, Ehre und Gut zum Herzoge vor andern stellte, wie dann seine Voreltern von Fürstenberg jeweils gegen des Herzogs Voreltern gethan haben. Das Siegel fehlt. Pap. Or. Stuttgart. B. — Vergl. auch oben Nr. 402. 2) Hieher gehört folgende „Instrueion gon Stütgarten." „Zum ersten mim gnädigen hern hertzog Vlrichen von miner gnädigen fröwen b ) wegen zu sagen ir gehorsam! mit demüttiger erbiettung alles irs Vermögens vnd das sy sinen fürstlichen gnaden sich selbs, ire kinder, armlut vnd verwandten in gnedigen schütz vnd schirm vndertäniklich tüg bevelhen in abwesens irs herrn vnd gemahels; das werdi er vmb sin fürstlich gnaden zu siner widerkunft gar vndertäniklich verdiennen. Wann das er sin dienstpflicht abgeschriben c ), sig vß kainer argen maynung wider sin gnad nit beschehen, allain durch schriftlich bewegüng siner fürstlichen gnaden, die inn so hoch ersucht hat, sich sins süns nit zu beladen, hab er nit dulden mögen inn siner verpflicht dennaß anzuziehen, vnd daby gesagt: ich will fürter mym gnedigen hern hertzog Vlrichen diennen, wie mine eitern gethon, die habend alweg one verpflicht der herschafft Wirtenberg zu hoff vnd dienst geritten, als gutwillig nachburn, das will ich siner fürstlichen gnaden ouch thün vnd bevilch vch amptlüten darvff gegen allen siner fürstlichen gnaden verwandten in allen Sachen vch zu halten, als ob ich siner fürstlichen gnaden dienner were —■ das sige sin entlicher abschaid gewesen — vnd vor allen dingen der aynung, darinn er siner fürstlichen gnaden verwandt sige, zu leben. Zum andern so hab sin fürstlich gnaden davor vß gnaden Ecken von Bischach d ) vnd anderer halben gegen sin amptlüten vnd dienern schriftlich bevelchbrieff außgeen lassen: wer min hern graff Wolfgangen oder die sinen beschedige, zu recht die vfzühalten vnd zu thünd, als were es siner fürstlich gnaden aigensach. Da lange jetzt min frowen von Furstenberg vnd ir amptlüt an, wie söllichs an etlichen orten von siner fürstlichen gnaden wegen wider abgestelt sin soll, das iren gnaden vnd den iren in abwesen irs hern ain grosse beswerde sige, vnd bittend mit aller vndertänikeit sin fürstlichen gnaden, ersten bevelch deßhalb wider vßgon zu lassen in ansehung, was ir herr vnd gemahel mit Ecken gehandelt, das er es von siner fürstlichen gnaden wegen in dero krieg dienst vnd sinen gnaden zu güttem gethan habe, vnd vmb alles, das er sprüch zu irem herrn hab, möge er vor königlicher Majestät, auch siner fürstlichen gnaden das recht wöl liden, nemmen vnd geben. Deßhalb sy aber sin fürstlichen gnaden bitt, sy vnd die iren zum rechten gnedigklich zu schirmen vnd sy in abwesen irs herrn vnd gemahels nit zu uerlassen. Zum dritten so lang min frowen an, wie allerhandt vnnützer rede vnderm gemainen man swebe in Ei 1505—1506. 371 | ■i ,V'j } -'■'■ ; ... .-.•■■ ■v-;j--- f ..- w'?»S» mn den emptern an sin fürstlich gnad stossende, vß dem ouch täglich spenn in wachsen mochten, ob sölichs etwa syn fürstlichen gnaden oder dero rät anlangti von mins hern graf Wolfgang mißgunnern vns zu uervnglimpfen, das dann sin fürstlichen gnaden ir so gnedig, wa söllichs beschehe, sy zu berichten, so wolle sy alwegen durch ir amptlüt die selbigen widerwärtigen straffen vnd sich inn allen Sachen halten, daby sin fürstlichen gnaden bevinden solle, das sy gern ain gnedigen fursten vnd herren behielte, des sy altzit vndertanigklich begereetc." Pap. Or. von der Hand des Andres Kötz. Donaueschingen. a) Von weiteren Briefen zeigen die Akten nichts. b) Gräfin Elisabeth, Gemahlin des Grafen Wolfgang, c) Vergl. oben Nr. 402c. d) Vergl. oben Nr. 362 h. v. 1505, Aug. 25. 1505, Dez. 18. 409. Wolfgang Graf zu Furstenberg etc. gibt seinen lieben und getreuen, Schuldheiß und Rath seiner Stadt Gysingen, die sich mehrmals für ihn verbürgten, einen Schadlosbrief. Geben vff donerstag vor Thome apostoli 1505. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1505, Dez. 29. (oder Nov. 3.f) — 1506, Juni 26. 410. Berichte und Schreiben über die Reise des Grafen Wolf gang zu Fürstenberg nach Spanien und über seinen dortigen Aufenthalt. a. Don Lorenzo de Padilla berichtet in seiner Crönica de Felipe I. llamado el Hermoso: De Amberes (Aniiverpen) los Eeyes se fueron & la villa de Vergas, y de alli ä la Ramoa (Middelburg), donde estaban aderezadas cincuenta naos muy bastecidas ä costa del Rey, ä donde ansi mismo se embarcaron mill y qui- enientos Alemanes, que el Rey trujo para su guardia, de los cuales era capitan el conde de Fustamburque, mayordomo mayor del Emperador, y traia por su teniente ä Cristoval Esquinque, gentil hombre de la boca del Emperador, y otros capitanes muy honrados, entre los cuales venia Miguel Cranz, que se hallö con el gran capitan en la conquista de Näpoles. Del cual puerto el Rey saliö con su armada ä los diez de Enero..... Es folgt weiterer Bericht über die Reise. Coleccion de documentos ineditos para la historia de Espana, tomo VIII (Madrid, 1846), p. 136. — Heuterus (Rer. Austriac. lib. VI, cap. 8, p. 148) bemerkt zu dieser Reise König Philipps: Dederat illi Caesar comitem et Achatem individuum Wolfangum comitem Furstembergii, virum multis animi corporisque dotibus insignitum. aa. 1505, Dez. 29. (oder Nov. 3.?) *). Middelburg in Seeland. Wolfgang Graf zu Furstenberg an seine „hertzlieben gemalel Eltzbetten greffe zu Furstenberg in ir handen." '• : -• : ; ' 1 ■ i 8§äiS m . .■■■:■ gero ■■:■ ■ & WmSBHSm ■*; : »3'; mmm 1 ■ S ;■;:"' '"; 5 ' ': .'.'■■. .' 11 mm Sgfiäi , ■■■■■■■ i '• | . ' mm §m Sil ■'■■'■' • -:, Sgl mm sm ■ ■ .... i .■.,.'■.■ I. ■■....-■.■ ■■. ■ ; \ - ■■■:-.! . I ra^ps 1) Ueber die zweifelhafte ßeduction des Datums vergl. Frhrr. Eoth v. Schreckenstein, Briefe des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg zur Geschichte der Meerfahrt des Königs Philipp von Castilien (1506) in der Zeitschrift der Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Alterthums- und Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den angrenzenden Landschaften, I, S. 134, Anm. 1. 47* iin «HB BHÜ s£ss?fflffiSfislfiä HHH ■■m$Sm& @£n«i 372 1506. „Hertzlieb gemalen, mir zuiffelt nyt, du habest wol wissen, in was wngnaden vnd last vnser baider sun ') gen Wirtenberg vnd ander ist. Ist min") bit an dich, du wellest kain beschuerd darab haben, sunder das got befellen, der wirt in wn zuiffel in (sie) nyt verlassen, den ich vnd al die min es vm Wirtenberg nie verdent haben. Wirtenberg ist och wibel 2 ) an myr vnd schript bes bryef von myr; darab solt och kain erschrecken haben, sunder ain fred, den ich es nit verdent hab vnd och mich ciain beschuerd 1 '), vnd geschyeth mir vnd mim sun ietz lieber den zu ender zit, den wyr baid von gotz genaden so vermüglich lybs vnd anders send, das wir bayd vns des wol wellen erweren; darwm ziuch ich mit dem kunig s ) da hin, der mich vnd min sun in sutz 4 ) (sie) vnd schirm genumen hat, des geliehen der Rems kunig 6 ) och; darwm, lieb husfraw, bis e ) frelich vnd befelch es got vnd byt got, das er vns al befollen hab, vnd duo das best, altz mir nit zwif- felt; das wil ich och duen. Damit war dich vnd vns al der almeehtig got. Min hant. Mittenburg in Selant, mentag nach dem Hailligentag 1500 vnd im finft jar. Eigenhändig geschriebenes Pap. Or. mit Siegelspuren. Donaueschingen. Nach demselben auch veröffentlicht von Münch, Biograph.-historische Studien, II, 425 und von Frhrrn. ßoth v. Sehreckenstein, a. a. Ü. 133. 1506, Jan. 29. Falmouth. Hyllprant Fuchs, Hofmeister, an den ehrbaren Schan Battaler, Kammermeister etc. „Min willigen grües vnd was ich vermag, wist züuor an, lieber kamermeister, wo es üch vnd euwer hausfrowen wol gieng, sehe ich vast gern. Ich loß üch wissen vornam meer'). Als wir mit vnserem herren konig aüß Selandt vffs wasser kamen, nach Spanien zu reisen, do haben wir von samßtag noch der heiligen dryer konig tag 8 ) guten wint gehabt, bis vf den dinstag zu nacht, da hüb sich ein sttirmwint vnd weret bis an donerstag zu nacht. Da blieb her Floris von Ysselstein 9 ) vnd min gnediger her graf Wollf mit iren schiffen am dinstag zu nacht bis vmb drey nach mitternacht by dem konig hallten, mit gewalt gegen dem wint, der ward so groß, das wir den konig verlorn vnd alle schiff, vnd ward so vinster, liden grose not vffem wasser vnd konden kein landt erkennen. Am mitwoch I0 ) vmb 10 hör im tag do fünden wir den hafen Fallamüe in Engellant mit grosser not, vnd fünden niemant darinn dan den von Ysselstein mit sinem schiff, vnd hetten dry tag im haffen vast großen wint, das wir groß sorg hatten, vnser schiff wurd sich zerstossen am landt vnd die ancker würden nit mögen halten, vnd hatten den konig 9 tag verlorn vnd vil schiff. Darnach fand man den konig 56 meyl hindersich in einem haffen allain vnd kein ander schiff by im, vnd ist der konig erst am donerstag zu nacht an das landt kommen, vnd ist ein tag vnd ein nacht in allen stürmwindt lenger gewesen dan alle schiff, die man fänden hat, vnd hat die grasten not gelitten, vnd ist vil wassers in sin schiff kommen, vnd hat alle stunt gewart vm züuertrincken, vnd sin Majestät schiff stiß vff ein felis vnd sich gantz erwegen zu uertrincken; der konig vnd alle, die im schiff, pichten, vnd diekonigin n ) im im nachen zu fuessen gefallen vnd sich ergeben hat williglich mit im zu sterben, vnd sich der konig gar manlich hat gehalten in siner not, vnd do sich sin Majestät hatt verwegen züuertrincken, hat sin Majestät offenlich gesprochen, sin sei gott be- uolen, darnach gesagt: nun räuwen mich mein deine kind vnd meine landt, die werden nach minem todt in grose not kommen, vnd darnach räwet mich mein fromme ritterschafft, die ich mit mir verfüeret hab, hat in a) Or.: bin. b) Or. wiederholt nach beschuerd die Worte: sunder ain fred. 1) Graf Wilhelm. Vergl. darüber oben Nr. 402. 408. 2) üebel. 3) König Philipp von Ca- stilien; vergl. oben Nr. 398. von 1505, Sept. 17. 4) Schutz. 5) Der römische König Maximilian. 6) Sei. 7) Vornehme Mähre, Nachrichten vom Hofe. 8) Jan. 10. 9) Floris von Egmont, Graf von Büren und Leerdam, Herr von Isselstein, der Admiral des Geschwaders. Vergl. ßoth v. Schreckenstein a. a. O. 10) Jan. 21. 11) Johanna. <■.■■■■'■"" ■'■ ■■ ■ '. GHBGH 1506. 373 1) Graf Wilhelm, vermählt mit Bona von Neufchatel. 2) Graf Friedrich von Fürstenberg, der am niederländischen Hofe des Erzherzogs Karl erzogen wurde. 3) Jan. 7. 4) = gesessen. 5) Personen. 6) Ohne Schaden. 7) Weiß. 8) Doch wohl = zweimal; einmal nach St. Jacob di Compostella, einmal nach Montserrat. MmmmmMKIA wBmSmSL , mm p siner Majestät not ser weyslich gerett. Das hab ich üch als minem guten früud nit wellen verhalten. Es hat mir min gnediger her groff Wollf beuollen euch zu schreiben, im die brieff, so er üch hiermit schickt, von stund heim zu schicken, sinem gemahel oder sinem son *), der ein weib hat, da bit ich üch von mins gnedigen herren wegen, ir weite alst ausrichten, vnd ein brieff ist darvnder an Römisch kunigliche Majestät, das der bey gewisser botschafft siner Majestät geuertiget wert, vnd üch sin gnaden son graff 2 ) lasst bevollen sein, vnd ob er etwas noturftig würdt vf den sümer. von cleidern oder hemder, wollts im bestellen, sol üch schon bezalt werden. Grüest mir eüwer hußfrowen, vnd sagt graff Fridrich mein willig dienst, vnd das die frow in wol tantzen lerre. Damit spar üch got gesünt. Geben zu Fallamüe im hafen, den 29. tag 1500 vnd 6 jare. Gleichzeitige Copie. Donaueschingen. Nach derselben gedruckt bei Mtineh, Biogr.-hist. Studien, II, 426 u. Roth v. Schreckenstein a. a. 0. 134. c. 1506, Jan. 31. Falmouth. Wolfgang Graf zu Furstenberg „der wolgeborenen Elzbetten greffen zu Furstenberg, miner hertzlieben gemalel in ir handen". „Herzlieber gemalel, ich las dich wissen, dass der kuing (sie) vnd wir al myt im am nesten tag nach der haillig trig kuing tag 8 ) zw Flyssingen in Selant in dye schif gesensen (sie) 4 ) sind, vnd haben wol 4 tag guot wint gehapt, vnd darmyt demselben wind send wir wol vf halben weg gefaren. Da ist ain wind an vns kumen, ain gros stürm wind in der nacht, vnd hat die gantz nacht vnd tag gewerd vnd ist so gros gewessen, das wyr al vns vnser leben verwegen haben. Ich bin in mim schif in den netten myt rnym folck, dye ich wol bi myr gehapt hab, 130 parsannen 6 ), das vnser kainner anders sich versenen hat, den das er sterben sol; doch hat vns vnd noch ain schif myt myr got in ain haffen geworfen, das wir al wn schaiden 6 ) darvon kumen send; vnd in den haffen, da wir kumen send, ist des kuing von Engellant vnd haist das lant Korwallen, vnd lit an Ierlant, do dye luyt haiden send vnd kain claid tragen, doch do wir jetz send, ist kristen in kuirtz warden. Am ander tag send wol 19 schif zu vns in den haffen kumen, doch ist der kuing nyt darwnder gewessen, den gaben wir al verloren, bis an den 10 tag, da ist botschaft kumen, das der kuing in ain ander haffen kumen ist, wol 50 myl von den haffen, do wir bi ligen, da lit der kuig vnd warten, wen guot wind kum, da myt er für faren muig, des geliehen legen wir och vnd warten vf guot wind, wen der kumpt, so wellen wyr vns fuyrter vf den weg machen. Wyr send erst den halben weg in Spany gefaren, got geb vns besser geluick, den wyr bys hie her gehapt haben. Es mangel noch 10 schif, dar wnder wissen wyr al, das 4 ertruncken send, wye es den ander gat, was 7 ) got. Ich hab 1200 knecht in die schif geduon, hab ich al bis an 500; wo die send, wast got. Wyr al haben gros not gelytten, aber, wn die schiff, die gar ertruncken send, so hat der kuing vnd die kuinge, die inn aim schif gewessen send, am maysten not gelytten, wn gantz sterben haben sy nit gresser net nit liden muigen. Der kuing hat sieh, so vil er zua mal 8 ) wigt, myt silber gen Sant Jacob vnd Vnser Frauwen in Spani verhassen, al des kuings luit vnd die fuosknecht haben gros wal- fart verhassen, vnd an dail edelluit, das sy Karduisser werden wollen, an dal kain flais nit mer essen; ich kan dir nit schriben, was jederman verhassen hat, so vil haben sy verhassen. Ich hab es nit wellen duon, sunder mich dem almechtigen got beiollen, vnd mich willegglich in den tot geben, den ich mich kayns weg- kumes mich versenen het, vnd alle, die bi mir waren; vnd die grest beschuerd, die ich gehapt hab in mim sterben, ist gewessen, du vnd vnse baide kinder vnd min frum und getrui luit, das in warhait min grest beschuerd gewessen, das ich gefurcht hab, nach mim tot ir al in gros not rnechten kumen, das ist in rnym hertzsen min grest clag gewessen, doch hab ich das nemen gesagt, sunder stil geschuigen vnd al ogenplick '"IsliiisEBi I : ; I .. II ^ H m mgam < '■■'■■,.■■.■ ISP»* :■••..■ m ■'•V.< ;J '.'H-i»v.- I rngm msam ■ mm' r '■■:■■■ mm Wob 374 1506. gewarten, wen das sohif wnder gang. Das ist och min trost gewessen, das ich ain guot schif vnd schifman gehept hab, der was alweg guott trost. Ich wil dir nit mer schriben darvon, den das wir al in grossen angst") vnd netten gewessen sind, vnd hilft mir got vom dem wasser, so hab ich darfür, das mich kayn mensc mer vf das wasser pring, doch hab ich es nit verret; wir haben noch wol 200 mil, hinwiber zu faren, got helf vns al hinwiber. Das alles hab ich dir nyt wellen verhalten, damit du vnd, die mir verwant send, wissen, wie es vns allen bis vf dissen tag gangen ist, den ich wol wais, das man sagen sol, das wir al er- trungen segen. Ich furcht, wir haben grosser schaiden genumen, den wir al noch wissen. Damit bis got vnd sinner lieben muotter befollen, des geliehen al min luit, vnd ob got wil, so wil ich balt wider zu dir kumen, des wil ich mich verlassen. Was mir och witter begeget, wil ich dich wissen lassen. Tattum zu Fallenmuett in des kuing von Engellant den lesten tag Januari, anno sexto. Pap. Or., eigenhändig, mit Siegelspuren. Donaueschingen. Nach demselben gedruckt bei Müneh a. a. 0. 429; Eoth v. Schreckenstein a. a. 0. 137. 1506, März 27. Bernhardt Graf zu Solmß und Herr zu Myntzenberg „der wolgeborenen Elyzabet, geporne von Solms, grauin vnd frawen zu Furstenberg etc., meiner freuntlichen lieben swester." „Mine fruntlichen willigen dinst vnd was ich liebs vnd gutz vermag zuuor, wolgeborene freuntliche hertze liebe swester, ich laiß uwer liebe wissen, daz eß von den gnaden gottes'vnßer swestern broider vnd wip vnd kinden allen wole (sie), derglichen vnßer swester silegen kinde auch, vnd laißen vch wissen, daß min freuntlich liebe gemäle ytzunt vor diesen nesten Fassennacht eynß jungen sons gnedigliche entponden, wie woel vast harth yr zu gestanden, vnd heyßet nach vnßer beyder bruder Wolfge. Bitt uch hie mit, vnß auch zu schriben aillr (sie) entpieden, wie eß uch, uwern kinden ghe, vnd nach dem ich hie vor gebetten, mich wissen zu laißen, wie eß doch graue Wilhem ghehe in sinem nüwen elichen staett, vnd wo er doch huß halt, wie eß ime gefalle vnd abe auch die ehe, dwil er junge ist, erlyden möge, abe er sich auch zu erben vnd die von Mörsperg ') redlich anstellen. Eß stett soist von gnaden gottes hie allenthalben wole, der glichen wir alle von üch vnd allen dem üwem allezyt gern verneinen wolten. Ich verstehe auch, daz eß üwerm lieben geniale by konig Philipps wole ghe, vnd habe ime den orden 2 ) geben, daruon er jars funfzehen hondert gülden ader besser habe; wie wSle sie vff dem wasser große ebentüer gestanden, so sin sie doch mit gnaden hinober komen, aber etliche schiff mit des königß cammer knaben vnd droßeren sin verdronghen, als man sag. Myn vetter von Nassawe haist sin zwe dochter ytzunt vor Passennacht bygelacht, auch so ist sins sons hußfraw graue Henrichs ytzunt by yme hie vß, biß so lange yr gemäle, myn vetter, auch her widder kompt, der auch mitsampt graue Wolfe, uwern lieben gemäle, mim lieben swager, mit kunig Philipps gezogen ist. Hiemit syet gott langzyt frolich beuolen, mit sampt were uch lipt ist. Bitt uch hiemit, vnßer gwiß bott zu sin vnd von wegen myns freuntlich lieben gemäle vnd myn, uwern kinden vnd zuuor der von Mörsperg vnd irm hern, auch graue Wilhem vnd siner gemäle, von vnßer beyder wegen vil glucks vnd tüsent guder nacht zu entpieden. Wil derglichen vnd großer gern vmb uch willige freuntliche dinst zu bewisen gern verdienen. Datum in yle mynne hant vff fritag post Letare anno 1500 sexto. Pap. Or., eigenhändig, Donaueschingen. Nach demselben gedruckt bei Eoth v. Schreckenstein a. a. 0. 140. e. 1506, März 27. (Palmouth). Wolfgang Graf zu Furstenberg „der wolgeborenen Elzbetten greffen zu Furstenberg, miner hertzlieben gemalel in ir handen." a) Or. verschrieben: ganst. gang. 1) Freiherr Jacob von Mörsperg und seine Gemahlin Margarethe zu Fürstenberg, Tochter des Grafen Wolf- 2) Vom goldenen Vließ. Vergl. oben Nr. 405 zu 1505, Nov. 17. mm 1506. 375 „Hertzlieber gemalel, ich laß dich wissen, das ich frist') vnd gesunt bin von gotz genaden, in hof- nung zu dem almechtigen got, du segest mit sampt vnser baider kinder och frist vnd gesund, vnd las dich da bi wissen, das der kuing vnd wir al mit im noch in Kornwallen ligen, vnd nyt haben muygen dar vs komen, sunder das wetter so bes ist, das wir vns nyt deren 2 ) vf das wasser wagen, vnd warten al tag guotz wetters; wen das kumpt, so faren wir hin in Spange; vnd ich hab gantz darfur, das wir in 5 tagen nach tattum dis bref vff syn werden vnd in Spange faren werden. Des alles hab ich dir nit wellen verhalten, vnd bit dich dar vf gar fruntlich, du wellest dahaim das best duon, altz mir an dir nyt zuiffelt, das wil ich wn zuinel och duen, vnd mich vf des beltest, so mir muiglich ist, wider haiin fuegen vnd mich darnach, so vil mir muiglich ist, da haim beliben, das solt du innen werden. Ich bin fer von dir, got helf vns baiden mit freden wider zusamen, damit bewar dich got. Min hant. Tattum im haffen in Kornwallen frittag nach Mitfasten in 1506 jar. Vns baider sun Friderrich halt sich wol, nyt waiß ich, wie es Willem gat vnd wye er sich halt, das alles laß mich wissen vnd wie es dir gang. Pap. Or., eigenhändig. Donaueschingen. Nach demselben gedruckt bei Münch a. a. 0. 432; Eoth v. Schreckenstein a. a. 0. 142. 1506, Mai 12. Coruüa. Wolf Graf von Furstenberg an König Maximilian. „ Ällergnedigister kunig, nachdem ich ewer königliche Majestät von hie aus geschriben vnd entdeckt han kunig Philipsen von Castili etc., meines gnädigen herrn zukunft in Galicia, auch daneben ewer kuniglichen Majestät zuuersteen geben, was ich news erfar, ewer kunigliche Majestät albeg auf der bost zuberichten, demnach fueg ich ewer königlichen Majestät zuuernemen, das alle fursten, grafen vnd grossen herrn aus Spani vnd sonst allenthalben aus den lannden hieher kommen, mit vil volckhs vnd kunigcliche wirde von Castili etc., ewer Majestät son, mit grossem lob, ern vnd frewden emphahen, vnd sein gnaden für irn rechten kunig vnd herrn erkennen vnd haben wellen, vnd ist souil folcks hie, das nit möglich das vnderzebringen, das aber dem kunig von Arragoni s ) gantz widerwertig ist von den hern, vnd sy thun das vber sinen willen. Zum andern laß ich ewer kunigliche Majestät wissen, das die fortun vnd sturmweter auf dem wasser kuniglicher wirden von Castili grosser nutz vnd glfickk gewest ist; den solt sein gnaden mit gutem windt furgefam vnd zu La- retta 4 ), als seiner gnaden meynung vnd furnemen was, ankommen sein, so wer sein kunigliche wirde mit allem volckh verraten, verkauft vnd gefangen gewest, oder vileicht gar erslagen, das mir nit zweifit, ewer kuniglichen Majestät von kuniglicher wirden von Castili etc. bas vnd grüntlicher bericht ist, dann ich jetzt thun kan. Dann warlich sol mir ewer kunigliche Majestät glauben, das der kunig von Arragoni so valsch, bos vnd ewer kunigliche Majestät son kunig Philipsen von Castili so gar widerwertig ist, das ich ewer kuniglichen Majestät nit erschreiben kan; dann mocht er sein gnaden vmb leib, leben vnd von den landen bringen, des wer er zutun geneigt, vnd kuniglicher wirde von Castili bedurf sich nichtz gutz noch bey ime versehen, vnd kumbt änderst aus keiner sacken noch grundt, dann das die grossen herrn von den landen seiner kuniglichen wirden so gantz geneigt vnd anhengig seien, dagegen sich aber kunig Philips von Castili, ewer kuniglichen Majestät son, so weyslich vnd trutzlich helt, vnd sich sambt den herrn, so hie seien, dermassen schickt, das ich gantz darfur haben wil, sein gnaden bald vber Spani vnd die andern land gwaltiger kunig vnd herr sein werd, wie wol es der vertrag 5 ), so baid kunig miteinander haben, nit innhelt, aber die Spanier den kunig von Arragoni nit leiden, sondern ine aus den landen vertreiben vnd kunig Philipsen von Castili zu einen kunig vnd herrn halten werden. Gnedigister kunig, es ist kunig Philips von Castili, ewer kuniglicher Majestät son, wiMr asg ' §§1 ■ ■ V. j ' , ■.' ■ : ' ES . .. i ■ i § ■ ■ ■■■.>. I ! i ■■ ' ' : ' ;■■"'.. ■ ■ .. - ■ . " mm ' ■ I ! ' ■:' ' ' ' - Im ■■-•./; »11 Warn GwuLKK 1) Oder frisc? = frisch. 2) Dürfen. 3) K. Ferdinand der Katholische. 4) Roth von Schreckenstein vermuthet wohl richtig Laredo an der Küste von ßiscaya. 5) Der Vertrag von Salamanca; vergl. darüber Roth v. Schreckenstein a. a. 0. 128, 129. >Wmm 1 p '-m 376 1506. iezt in so grosser last vnd geferlichkeit, darinn kein kunig in hundert jarn gewest ist, angesehen das sein gnaden kaum mit drey tausent werhaftigen mannen hieher kommen ist, vnd gar kein enntlich wissen gehebt, was der Spanier meinung sey, vnd wo sy änderst dann gutz willenß wem, so stund gewislich darauf verlierung seiner gnaden leib vnd aller der ihren, so bey ime seien. Aber nicht dest mynder so helt sich selb kunigliche wirde so trutzlich vnd handelt mit den Spaniern so weyslich vnd helt sich gegen inen so wol, damit sy sein gnad zu ime zeucht. Es sagt auch sein gnaden daneben, er hab einen leyb hie, den wel er wagen, vnd nit aus den landen, den verliern oder di land gewynnen; das zeig ich ewer kuniglichen Majestät darumb an, das ewer Majestät merckh, was gmüts vnd hertzens sein gnad sey vnd von wannen er kuni. Auch gne- digister herr, so hat der kunig von Arragoni den gubernator hie von den landen Galici vnd seinen obristen stalmeister kuniglicher wirde von Castili etc. lassen emphahen, mit vil schonen vnd suessen Worten, mit erbietung, was sein gnad bedarf, ime das zegeben vnd reichen; das der kunig von Arragoni nur darumb gethan hat, kuniglicher wirden von Castili meynung vnd gmut zu erfarn, aber änderst nichtz ergrunden mugen, dann sein gnad albeg gesagt, er beger zu seinem vater dem kunig von Arragoni bald ze kommen, mit dem sein meinung selbs zu reden vnd handlen, nit mer haben sy aus seinen gnaden bringen mugen. Sy haben auch vil geltz her gebracht, das sy heimlich auspieten zeschenken meinem hern von Villa, als obristen kemerling, dem don Jan '), wnd sonst allen, die sy meynen gewalt haben solten, aber es halt sich der von Villa so weislich vnd wol, dauon sy nichtz erfarn künden, vnd sonder zweyffi ist, er werd sich gantz wol halten, als er dann schuldig ist, in hoffnung, don Jan wird das auch tun. Von meinem herrn von Very 2 ) wil ich ewer kuniglicher Majestät ietz nichtz schreiben, bis auf die nagst bost, darinn ich mich erfarn wil, was sein handlung sey, dann er her kumbt vnd man sein all stund warten ist. Es het auch der kunig von Arragoni vier hergeschickt mit weyssen stablin, die solten von seintwegen justicy tun, was sich begeb hie an den hof; den hat kunigliche wirde von Castili gesagt, er sey kunig, vnd tue man vnrecht an dem hof, sein gnad wiß wol justici zetun, das sy weg ziehen sollen; das sy gethan haben, des sich des kunigs von Arragoni botschaft vast beswert hat. Gnedigster kunig, es halt sich ewer kuniglicher Majestät botschaft bey dem kunig von Arragoni so wol, darab kunigliche wirde von Castili, ewer kuniglicher Majestät son, sonders geuallens hat; der ist hie bey seiner gnaden gewest, aber ine in bostweis wider zu dem kunig von Arragoni geschickt, vnd sein gnaden sezt vil Vertrauens zu ime. Den grosten veindt, so mein gnediger herr von Castili hat, an den kunig von Arragoni, das ist die kunioin 3 ), seiner gnaden gmahel, die ist böser, dann ich ewer kuniglicher Majestät schreiben kan; das mir nit zweiflt, sein gnaden ewer kuniglicher Majestät bas entdeckt, dann ich tun mag, dann sein kunigliche wirde auf morgen alle frauen vnd junckfrauen wider in Brabant schickt, so di kunigin mit hergebracht hat, die sy nit bey ir haben wil, bis an ein alts weyb, die behelt sy. Noch, gnedigster kunig, als die herrn vnd Spanier herkommen seien, haben sy begert, mich, die haubtleut vnd teutschen knecht zesehen; als bin ich mit denhaubt- leuten vnd allen knechten in das veld gezogen vnd ein Ordnung gemacht, als solt man sich slahen, darab die Spanier vil gefallens vnd Verwunderung gehabt. Es hat auch ein knecht sein leben verpurdt 4 ), dem ich auf denselben tag gesicht aller knecht vnd herrn in dem ring das haubt hab absiahen lassen, das auch den Spaniern wol geuelt, das man also justici vnder den knechten helt, verwundern sich auch des guten regimentz an den knechten; dann warlich, gnedigister herr, sich die knecht so rechtgeschaffen halten, eins guten regiments seien vnd kuniglicher wirden von Castili so wol dienen, vnd so willig vnd gehorsam seien, dergleichen knecht ewer kunigliche Majestät nie» gesehen hat, wie wol ewer kunigliche Majestät vil knecht gesehen vnd selbs gehebt hat; die all in einer färb gekleidt seien, daran ein lust zesehen ist, dann es ausgelesen knecht, wol personyret vnd eins rechten wesen seien, der gleich an kein solch hauffen warlich nie gesehen ist. So helt mich kunigliche wirde von Castili etc, ewer kuniglichen Majestät son, mit den knechten so erlieh vnd wol, das sich immer 1) Don Juan Manuel de Belmonte, de Campoa y de Zebrico de la Torre. Vere, Oberhofmeister des Königs Philipp. 3) Johanna. 4) Verwirkt. 2) Philibert seigneur de von tag zu tag mert, vnd sieh, das sein gnaden frewd ab mir nymbt, das sein kunigliche wirde sieht meinen fleis vnd gutz regiment, so ich han mit den knechten, auch sonst merckt mein grnut vnd guten willen, dann sein kunigliche wirde teglichs mit mir hanndlt. Auch so die Spanier sehen mein haiindlung vnd regiment mit den knechten, vnd das sy erfaren haben, in was stanndts ich bey ewer kuniglichen Majestät bin, so erbieten si mir so groß ere, vnd werd so wol von inen gehalten, das ich ewer kuniglichen Majestät nit verleben kan. Es hat der kunig von Arragoni dreymal zu meinem gnedigen herrn von Castili geschickt, vnd an sein gnaden begern lassen, mich mit den knechten abzefertigen vnd wegschicken, vnd ich bin durch kunigliche wirde von Castili vnd ander warlich bericht, das der kunig von Arragoni sonst ab niemant mer scheuch hat, dann ab mir mit den teutschen knechten. Aber kunigliche wirde von Castili wil die knecht auf den kunig von Arragoni halten, vnd insonder di auf seiner gnad leib zewarten, vnd als er in den lannden gethan hab, so well sy darnach sein gnaden auf die vnglaubigen schicken. Es ist auch hie von kuniglicher wirden von Castili zue- trineken vnd truncken trincken edlen vnd vnedlen verboten bey grosser straff, vnd ewer kunigliche Majestät kan nit glauben, das mein volckh so eins guten regirnentz ist. Allergnedigister herr, wiewol ich hier, als ich ewer kuniglichen Majestät vor angezeigt han, wol gehalten bin, so gedenckh ich nichtz destinynder hinder sich heim, an mein haus, weib vnd kinder, vnd nemlich an den last, darinn ich, graf Felix von Werdenberg') etc. vnd mein son seien, aber nichts destmynder mit meinem dinst mit bestem vleis fürfarn, dann ich mir fürsetz, so ich kuniglicher wirden von Castili, ewer kuniglicher Majestät son, wol dien, vnd mir gnedig sei, so hab ich ewer kuniglicher Majestät auch wol gedint, vnd mit gnaden geneigt, vnd will mich darauf verhoffen, ewer kunigliche Majestät werd in meinem aussensein mein weib vnd kinder gnedigclichen schützen vnd schirmen, vnd mich ewer kuniglichen Majestät als meinem allergnedigisten herrn vndertenigclich beuolhen haben wil. Datum in grosser eil, zu der Krön in Galicia, an dem 12. tag May anno etc. sexto. Ewer kuniglicher Majestät vnderteniger Wolf graf von Eurstenberg. Gnedigister kunig, ich verkimd ewer kuniglichen Majestät, das mein gnediger herr von Castili etc. iezt zu zehen malen mit mir geessen hat vnd änderst nichtz essen wil, dann was auf mein teutsch gekocht ist. Eoth v. Schreckenstein a. a. 0. 143—149 nach dem Abdrucke bei Gassler, Beyträge zur deutschen Sittengeschichte des Mittelalters, Wien 1790, S. 170—176. 1506, Juni 4. St. Jago. Wolfgang Graf zu Eurstenberg „(der) wolgeborenen Elisabeten grefin von, (sie) grefin zu Fürsten(berg), meiner hertzlieben (gemalel), in ir handt". „Herz lieber gemalel, ich hab dyr zu dickermal geschriben vnd dir verkunt, das ich fristh vnd ge- sunt bin vnd mir von gotz genaden wol gat, in hofnung zu got, es sol dir ach wol gang vnd das du och ge- sunt bist, vnd las dich wissen, das der kunyg vnd wir al hie zu Sant Jackcop send, vnd morgen der kunig vnd wir al hie weg zyeen, in das kunigrych Spay°) zyeen, in hofnung, der kunig werd syn sach balt wsrich- ten; so wil ich, ob got wil, mit freden vnd eren balt zw dir kume. Ich hab och mim sunWilhalm vnd Werdenberg 2 ) guot brief jetz gesrib, vnd stat ir baider sach, des ich hof, gantz wol; den warlech der kuing wirt sy nit verlassen, wye ich dir wol sagen wil. Ich las och dich wissen, das es Friderrich, vnsem bayder sun, gantz wol gat 3 ), vnd lert gantz wol welsch vnd sust wil guotter stuck, vnd halt sich gantz wol vnd recht; syn her hat in so lieb, das wunder ist. Ich kan dir nit schriben, in was wessen ich bin, es ist gros. Ich hab a) Ueber ausgestrichenem: Spang. 1) Derselbe hatte eine Schwester der Bona von Neufchatel zur Frau, war also der Schwager des Grafen Wilhelm von Fürstenberg. 2) Dem Grafen Felix von Werdenberg. 3) Man darf daraus nicht mit Münch schließen, dass sich Friedrich mit seinem Vater in Spanien befand. Derselbe weilte vielmehr bei Erzherzog Karl in den Niederlanden. Vergl. auch oben, Nr. 410, b u. e, und unten h. IV. 48 HHH| ■ -. - ' Hl SSM 1 ■■■■.■■■ WM: Wm ms ■ ,.■■.-.- Hfl $$$& Esüs* 378 1506. och ain gros last vf mir, aber von gotz genaden gat es mir wol, in hofnung zu got, ich wel es wol wsprin- gen; darwm bis frelich vnd duo das best, altz mir nyt zuiffelt, so solt duwn zuiffel sin; ich wil mich so halten bi dem kuing, das es vnser baider kinder vnd dir vnd mir zu vil guottem kumen, das du balt innen werden solt. Damit bewar dich got vnd alles, das vns zustat. Min hant. Dattum zu sant Jacob in Galetz am 4. Juni 1500 vnd 6 jar. Pap. Or., eigenhändig. Donaueschingen. Nach demselben gedruckt hei Münch a. a. 0. 433; Eoth v. Schreckenstein a. a. 0. 148. 1506, Juni 26. Buonfort in Castilien. Graf Wolfgang zu Fürstenberg an seine Gemahlin, Gräfin Elsbeth. „Herz lieber gemalel, din schriben ist mir worden, vnd das ich erfynd, das du vnd vnser baider kind frist vnd gesund send, bin ich von herz hoch erfret, vnd las dich wissen, wyewol ich vil heschwerd ge- hapt hab, das ich doch frist vnd gesund bin von goz genaden vnd das es mir ganz wol gat, vnd in hofung, ich well erdennen, das es dir vnd mir vnd vnser kynder vil nuz vnd er pringen sol; ich wil och mich darzu flissen vnd in hofung, das alles zu erlangen. Ich las och dich wissen, das der kunig vns alle nit verlassen wirt vnd myn suns Wilhelm vnd sim gemalel ganz genedig ist, vnd der kunig wirt im in Welstlanden ain befelch geben, vnd wirt ain gros her; lert er weist, als man mir sagt, er 1er guot weist, darwm wirt sin sach ganz wol stain, des hab kain zuiffel. Friderrich, vnser baider sun, lert ganz guot weist vnd lettin vnd ist ganz gesick; der herzig ') hat in lieb, er kan syngen, er kan danz vnd vf dem elafacordy wol spülen vnd ist gesickter, den ich mich gen im versenen het, vndwn zuifel, sol er lehen vnd fert für, wie er angefangen hat, so wirt er ain gros her werden, er wirt myt sym heren in Spanyn zyeen vnd da bi im beliben. Darwm so hab ain ciain mytliden mit mir, ich wyl palt kumen vnd wil minnen kynder ayn fues machen, das in guet wirt sin vnd das du vnd ich in nyt vil gehen derfen, sunder vns helfen, wye du das alles balt von mir selbs berycht solt werden. Darwm due das best, wil ich och duen. Damit hewar dich got. Min handth. Zu Buonfort in Kastüle den 26. tag June anno sexto. W. g. z. Furstehberg etc. Aufschrift: Der wolgeborenenElzbetten greffin zu Furstenberg, mynner herz lieb gemalel, in ir hand. Pap. Or. ohne Spur eines Siegels. Donaueschingen. 1) Erzherzog Karl. 1506, Jan. 2. Linz- 411. König Maximilian nimmt Frau, Kinder und Besitzungen des Grafen Wolf gang von Furstenberg, der in die Dienste König Philipps von Castilien tritt und ausser Landes zieht, in seinen Schutz. Wir Maximilian, von gots gnaden Römischer künig, zu allen tzeiten merer des reichs, zu Hungern, Dalmatien, Croatien etc. künig, ertzhertzog zu Osterreich, hertzog II zu Burgundi, zu Brabant vnd phaltzgraff etc., bekennen vnd tun kund offenlich mit disem brief: Als der wolgeborn, vnser vnd des reichs lieber getrewr Wolfgang II graf zu Furstenberg, vnser hofmarschalh, oberster hawbtman vnd landtuogt im Elisas vnd der Ortennaw, in des durchleuchtigen herrn Philipsen, zu Castilien, Leon vnd Granaten. kunigen, ertzhertzogen zu Osterreich, printzen zu Arogan, hertzogen zu Burgundi vnd 1506. 379 Brabant etc., vnsers lieben suns vnd brüders, diensten ausser lands ziehen wierdet, daz wir demnach als Römischer kunig vnd ertzhertzog zu Osterreich denselben graf Wolfgangen von Furstenberg aus manigfeltigen, redlichen vrsachen mitsambt seiner hausfrawen, sün vnd töchtern, slossen, stetten, merckten, dorfern, flecken, haben vnd guetern vnd allen seinen vnderthannen, hindersessen vnd die, so er ytzo hat oder kunf- tigclich zusten werden, in vnser vnd des heiligen reichs, auch vnsers haws Österreichs sonder gnad, versprach, schütz vnd schirm aufgenomen vnd emphangen haben, nemen vnd emphahen sy also darein hiemit wissentlich in crafft dits briefs also, daz er, die gemelten sein hausfraw, sun vnd tochter, sloss, stet, merckt, dörfer, flecken, haben vnd guetern, all sein vnderthannen vnd hindersessen, wie obstet, aller vnd yegclicher gnaden, eer, wierden, vortail, recht vnd gerechtigkeit, die ander, so in vnser vnd des heiligen reichs sonder gnad, versprach, schütz vnd schirm sein, haben, sich der gebrauchen vnd gemessen sollen vnd mögen, von allermenigclich vnuerhindert. Wir wellen sy auch als Römischer kunig vnd ertzhertzog zu Ostereich bey recht vnd aller billichait handthaben, dawider nit dringen, noch besweren lassen in kainen weg vnd gebieten darauf allen churfursten, fursten, geistlichen vnd weltlichen, prelaten, grauen, freyen herrn, rittern, knechten, hawbtleuten, vitztumben, vogten, phlegern, Verwesern, ambtleuten, schulthaisen, burgermaistern, richtern, reten, burgern, gemeinden vnd sonst allen andern vnsern vnd des reichs, auch vnser erblichen furstenthumb vnd lande vnderthannen vnd getrewen, in was wierden stats oder wesens die sein, ernstlich mit disem brief vnd wellen, daz sy den gemelten graff Wolfgangen von Furstenberg, sein hawsfraw vnd kynder, all ir vnderthannen, hindersessen vnd die, so er ytzo hat oder im künftigclich zusten werden, wie obstet, mit sambt iren slossen, stetten, merckten, dorfern, haben vnd guetern bey allen vnd iegklichen obberurten vnsern gnaden vnd freihalten bleiben, sy des gerublich gebrauchen vnd gemessen lassen, bey Vermeidung vnser vnd des heiligen reichs swer vngnad vnd straff vnd dartzu ein pen, nemlich fünftzig marck lotigs goldes, die ein yeder, so offt er hiewider tete, vns halb in vnser vnd des reichs camer vnd halb den gemelten graf Wolfgangen von Furstenberg vnd den seinen vnableßlich zu betzalen veruallen sein sol; das mainen wir ernstlich. Mit vrkund dits briefs, besigelt mit vnserm kunigclichen anhangndem insigl, geben zu Lintz am andern tag des monets January nach Cristi geburd funftzehen- hundert vnd im sechsten, vnser reiche, des Romischen im zwaintzigisten vnd des Hungrischen im sechzehenden iaren. Ad mandatum domini regis proprium. Semteiner. 48' fl»KläS IV.'' ' 8 : :' • - , ■ ■ i ■ MM wsaäfij SB »SSäS* m Wäffl ;S§is*if ! 'JB8 BEB SB SBfyxrj : 1I8 HÜ - rfflW Susi ■ G&Wt ■ ■ ■ mm L_ 380 1506. Das kleinere königliche Siegel an Pergamentband. Perg. Or. Donaueschingen. 1506, Jan. 16. Linz. 412. König Maximilian gestattet dem Grafen Wolf gang zu Fürstenberg, die 24000 Gulden Heirathsgut seiner Schwiegertochter, Gräfin Bona von Neuenburg, auf Schloss und Herrschaft Ortenburg zu versichern. Wir Maximilian, von gots gnaden Römischer kunig etc.,......bekennen: als vns der wolgeborn vnser fl lieber getrewer Wolfgang graue zu Fürstenberg, vnser hofmarschalh, obrister haubtmann vnd landtuogt in Elisas vnd der II Ortennaw, hat furbringen lassen, wie er den edlen vnsern lieben getrewen Wilhalmen grauen zu Fürstenberg, seinen sun, zu der edlen vnser lieben andechtigen Bona, geborn gräuyn von Newnburg, eelich verphlicht vnd verheyrat, vnd dieselben von Newnburg ires vermechts vnd heyratguts halben zu gemeltem seinem sun, vmb viervndzwaintzigtawsendt gülden Reinisch auf den phandtschilling oder viervnclzwaintzigtausent gülden Reinisch, so wir im verschiner zeit auf vnser sloss vnd herrschafft Ortenburg geslagen vnd verwysen haben 1 ), vnd vns darauf dienmutigclich angeruffen vnd gebeten, dieselb verweysung obgemellter frawen der viervndzwaintzigtausend gülden Reinisch auf vnser sloss vnd herrschafft Ortenburg gnedigclich zu lassen vnd zu uerwilligen; daz wir demnach des gemelten vnsers hof- marschalhs ziemlich vncl dienmutig bette angesehen vnd ime darauf aus sondern gnaden, so wir im tragen, genedigclich zugelassen vnd verwilligt, derselben von Newn- burg solh obgemelt verweysung ires vermechts vnd heyratguts viervndzwaintzigtausend gülden auf den phandtschilling, so er auf dem gemelten vnserm sloss vncl herrschafft Ortenburg hat, ze thun vnd zu uoltziehen; verwilligen vnd lassen solhes also hiemit . zu wissentlich in craft dits brieues, also das der genannt vnser hofmarschalh sölh verweysung tun vnd die gemelt von Newnburg sich der also gebrauchen vnd genies- sen muge, von allermenigclich vnuerhyndert, doch vns vnd vnserm haws Osterreich an vnser oberkait vnd gerechtigkayt, auch an der losung vnuergriffenlich vnd vn- schedlich. Mit vrkundt dits brieues besigelt mit vnserm kunigclichen anhangenden insigl geben in vnser stat Lyntz am sechtzehenden des moneds Januarii nach Christi ge- burde funftzehenhundert vnd im sechsten, vnser reiche, des Romischen im zwaintzi- gisten vnd des Hungrischen im sechtzehenden jaren 2 ). Per regem pro se. H!ai@ft3 1506. 381 Commissio domini regis propria. Vidit Sernteiner. Das königliche Siegel fehlt. Perg. Or. (durchschnitten zum Zeichen der Kraftloserklärung). Donaueschingen. 1) Vergl. oben Nr. 390. 2) Ein gleichzeitiger Eintrag des Andres Kötz im Kinzigthaler Lagerbuche v. 1493 flgd. p. 258. (Donaueschingen) besagt: Vffgenommen tusent gülden von der statt zu Straßburg vrnb 50 fl. geltz vff st. Gallen tag. Sollich tusent fl. wurden entlehnet, do min herr graff Wilhelm die von Vay nam vnd min her (G-raf Wolfgang) gon Muselburg vnd Ellinkurt rit vnd fürtor in das Niderlandt zum küng von Castillien rit vff den züg gon Hispannien. Darhinder sint die dry stett (Wolfach, Hausach, Haslach im Kinzigihale) verschriben. 1506, Jan. 16. 413, Hainrieb. Furstenberger bekennt von Grafen Wolfgang zu Furstenberg die Pfarr- kirebe zum bl. Kreuz zu Effingen „vmb gottes, singens vnd lesens willen zu messen vnd zu verseben" empfangen zu haben; er verspricht ihm jährlich zu Ostern 2 Oster- lämmer und 2 Viertel Eier als Vogtrecht, auch den gräflichen Jägern oder Forstmeistern , wenn solche zu ihm kommen, nach altem Herkommen, so gut er vermag, Futter und Mahl zu liefern. Geben vff st. Anthonyen obent 1506. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. 1506, Febr. 3. 414. Graf Wolfgang zu Fürstenberg, Landgraf in Bare, königlicher Majestät Hofmarschalk, obrister Hauptmann und Landvogt in Elsaß, verschreibt den edlen festen Egken und Conratten von Ryschach, Gebrüdern zu Wyler vorm Schwartzwald, wegen 820 Gulden Hauptguts, die er ihnen schuldig geworden, und um das „schloß, schüren, hofraittin, tailung des zehenden, wyßen, ouch Marppach vnd ein güttli zu Pforen, ouch dienstgelt, sonder für all ir ansprach, vorderung vnd gerechtikait, so wylandt ir vatter Lux von Ryschach sei. zu Pforen vnd sy jetzt an vns gehapt haben", 41 Gulden jährlichen Zins von seinem Schloss, Scheuern, Weiher, Wasser, Zinsen und allen Gerechtigkeiten zu Pforen und von allen Einkünften daselbst und setzt Vogt, Richter und ganze Gemeinde zu Pforen als Geweren und Mitgilten. Geben vff zinstag nach Vnser lieben Frowen tag Liechtmeß 1506. ■ smMm m ■..-;■••■.' P iiif I 'V?'i' in w%ak 382 1506. Die Siegel des Ausstellers und (für die Gemeinde zu Pforen) des edlen und festen Junkers Hainrich von Buch, Burgvogtes zu Thonoweschingen. Perg. Or. Karlsruhe (Constanz-Reiehenau). 1506, Febr. 6. 415. Burkhart von Reckenbach zu Marschalkzimmern und Owelfingen verkauft mit Bewilligung seines gnädigen Herrn Grafen Wolfgang zu Fürstemberg etc. an die ehrsamen und ehrbaren Schuldheißen, Gericht und. ganze Gemeinde der Stadt Wolfach um 100 fl. rhein., worüber er quittirt, seine eigentlichen Güter im Küntzigenthal, „gelegen ob dem Spanrain Conrad Wameschers, ouch vnder dero zum burgstall gfitter gelegen", die von dem festen seinem lieben Schwäher Conrad von Velsenberg erblich an ihn gekommen sind und die jetzt in Besitz hat Hans Speckhamer, mit Mühlen, Sägen, Tuchen, Aeckern, Wiesen, Holz u. s. w. und mit folgendem Zins von der Mühle und den Gütern: 31 ß 3\ Straßburger Wehrscbaft, 4 Capaunen oder 4 ß $\ , 1 gesägtem Helbling von 4 Borten von der Säge und 2 „ frontag wen", dazu Drittel und Fälle nach dem Gebrauche des Thals und die niedern Gerichte. Geben vff fritag nach Purin"cationis Marie 1506. Die Siegel des Grafen Wolfgang von Fürstenberg (roth in ungefärbter Schüssel), des Ausstellers (grün in ungefärbter Schüssel gleich allen folgenden; ein springender Hund mit Halsband; auf dem Helme dessen Rumpf) und seiner Gnaden Amtleute, Räthe und Diener, die den Kauf auch gemacht und abgeredet haben, der festen und ehrsamen: Martin von Blümeneck, derzeit Vogtes im Küntzigenthal (3 Querbalken, dazwischen Feh; auf dem Helm Bischofsmütze), Jerg von Reckenbach, Vogtes in Bare, (nur Bruchstück erhalten), Gallus Fürstenberger, Vogtes zu Husen, (Hirschkuh oder Reh? auf einem Berge; auf dem Helme Rumpf des gleichen Thieres) und Andres Kotz (im Schild und auf dem Helme männlicher Rumpf, in jeder Hand einen oben drei- getheilten Stab (?) haltend). Umschriften der Siegel sämmtlich abgeschliffen. Pers. Or. Donaueschingen. 1506, Juni 25. 416. Schuldheiß, Meister und Rath zu Gengembach antworten dem ehrsamen und vornehmen Andres Kotzen, Amtverweser der Herrschaft Kintzgental, ihrem lieben und guten Freunde, „des zolls halben, die von Ripoltzow betreffend", dass sie in diesem und mehrerm ihrem gnädigen Herrn, Grafen Wolfgangen zu Fürstemberg etc., zu willfahren ganz geneigt, dass es sich ihnen aber nicht gebühren wolle, ihrer Stadt Zoll und andere Gefälle zu ändern; wann aber die von Ripoltzow mit Harz, wie er, Kötz r • I - 1506. 383 schreibe, durch ihren Zoll fahren würden, wollten sie mit ihrem Zoller verschaffen, dass dieselben ziemlich und freundlich gehalten würden, damit sie seiner Fürbitte genossen zu haben befinden. Datum durnstags nach Johannis ßaptiste anno etc. sexto. Das aufgedrückt gewesene Siegel fehlt. Pap. Or. Donaueschingen. B. 1506, Juni 30. 417. Wolfgang Graf zu Fürstenberg etc. gibt Phylips von Almßhofen zu Imendingen, seinem Bürgen bei der ehrsamen Frau Endlin Kellerin, Sigmund Kellers sei. Witwe, Bürgerin zu Vilingen, um 10 fl. rh. jährlich auf st. Johann Baptisten Tag fälligen und um 200 fl. erkauften Zins, einen Schadlosbrief. Geben vff zinstag nach Johannis Baptiste 1506. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1506, Juli 14. 418. Wolfgang Graf zu Fürstenberg etc. und Johannes, Prior des würdigen Gotteshauses zu Ripoltzow, verleihen nach Rath ihrer Amtleute ihre „gemeyn weide, so wyt die begriffen , zu hawen 16 jar lang die nächsten, träm vnd holtz, vßgescheyden lofferholtz vnd schelbom sollen sy nit howen", den ehrbaren ihren Hintersassen Hans Schiltekerner a ), Hans Nacken und Michel Schnidern vff Schwartzenbrück, von denen jeder einen Mitgemeinder, aber nicht mehr, zu sich nehmen darf. Dafür haben dieselben an sie jeden „Meytag" 2 fl. zu bezahlen, bis 12 fl. erlegt sind. „Sy sollen ouch die weld in eren halten, vnd was sy howen , daruß füren vnd nit verwüsten, sonder erberclichen brachen nach waldnutz vnd rechten". Geben vff Margarethen abent 1506. Dem Orig. haben die beiden „waldtherren" ihre Siegel ingedruckt. Gleichzeitige Copie im Kinzigthaler Lagerbuche v. 1493, p. 88. Donaueschingen. a) Oder : Schiltekroner ? ! '■ «Hg ■'■■ . . ■ ; 1 mmm. stiissi ?m tsstsm tra» nKsSSä • ■ '. \' iiii mm mm ■'■•'■'>■ ...■■ .. • 'SfSflra 1 .; 1 BHBB ^Mou^y H iü iK isfflSps 1BB SjäHSlAi'y XrQwPfnR- SSI «p «**W» KkSä'S« '.' '■'■■* ■Hfl ifliB ') ■ ■ j ■ 8$i Ppi 384 1506. 1506, Sept. 22. 419. Wolfgang Graf zu Fürstenberg belehnt Caspar Wagner von Gißingen mit folgenden Lehenstücken (zu Gißingen), die derselbe von Sima Scherer sei. erkauft hat: 3 Juchart Acker vor Lengy; V« Juchart hinter der Mühle; 1 Juchart ob des Höwers Wiese; 1 Juchart vor dem Bannholz; 2 unter des alten Schuldheißen Acker; 1 gegen der Clößnerinen Thal; 1 unter Hohenrain; 1 an ßoßbergstaig; 1 Anwander, stoßt an die Mauer der St. Walpurg Kirche; 2 Juchart am Scharpenacker; 1 Juchart am Antenstig; 1 '/* Juchart am Hünerbüchel; 7s Mannsmad Wiesen vor dem Unterthor. Geben vff Moritzy 1506. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. 1506, Sept. 22. 420. Wolfgang Graf zu Fürstenberg etc. genehmigt, dass der feste Philips von Almß- hoffen von Ymyngen, „siner noturft vnd anlygens halben" und „synen schaden damit abzuwenden", dem strengen Herrn Conrat von Schellenberg, Ritter, zu Hüfingen, um 1600 Gulden die Nüwburg, das Schloss an der Gochen, mit Zubehör und Bachena das Dorf mit Zubehör, beides Lehen von der Grafschaft Fürstenberg, verkauft hat, nimmt diese Lehen von dem Verkäufer auf und leiht sie dem Käufer. Geben vff zinßtag vor st. Michels tag 1506 '). Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1506, April 20. belehnte derselbe seinen besonder lieben Philipsen von Almßhöffen mit all den Lehen, die sein Vater Hannß von Almßhöffen sei. von ihm und seiner Grafschaft Pürstenberg zu Lehen gehabt, für ihn (Philipp) und seine Gebrüder, nämlich mit dem Dorfe Vnadingen sammt Zwing und Bann, dem Holze, genannt ßotloben, dem Holze Altenaych, ferner mit einem „bur, haist der Glückt" etc.") und mit Vogtrechten zu. Vnadingen, sodann den Almshofer Lehen zu Imadingen, Gütmattingen, Vnderbaldingen, Bachzimern, Müchen, ferner mit 4 Gütern zu Gutmattingen, 1 Gute zu Gisingen, 2 Gütern zu Hüntschingen, 1 Gute zu Efingen, einer Wiese zu Nidingen und der Pischenz des Wassers zu Zimern, wie das alles Philipps Vater sei. von Hainrich von Almßhöffen erkauft hat, endlich mit Grünburg, dem Burgstall sammt dem Fischwasser, Wun, Waide, Holz, Feld und aller Zugehörde. Geben vff mendag nach dem sonntag Quasimodogeniti 1506. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. B. a) Nicht ausgeführt, wohl desshalb, weil ältere Lehenbriefe vorausgehen. 1506. 1506, Sept. 23. 385 Blois. 420*. J. de Courteville J ) schreibt an den König von Castilien u. a.: „Je vous envoie presentement les saufconduis, que m'aves ordonne de demander pour monsieur de Furternberge 2 ), monsieur de Beaivres (Beveren?) et les autres, assavoir pour mondit sieur de Furtemberg sauf-conduit, et pour les autres lettres de passe. II a semble, qu'il n'estoit nul besoing de les demander; car le roy tres-chrestien 3 ) entent avoir aveque vous toute bonne intelligense et amyte............ Pour che, sire, que, de vostre part, j'ay requis avoir le sauf-conduit pour monsieur le conte de Furstem- berg et les autres, monsieur le cansselier a le tout fait doner gratis, taut du seau que du secretaire. J'ay seullement donne au clerc chinquantte soulz..... Sire, ä ce, qu'il vous a pleu me ordonner, que je vous escripve mon advis, se le comte de Furstemberg se pourra franchement adventurer sur le saulf-conduyt, que luy envoye, il me semble, qu'il s'y peut bien fyor, car lo roy fait bonne estime de luy; aussi fait monsieur le legat. Et m'ont dit, que je tiengne la main, qu'il ne passe oultre, qu'il n'ait parle au roy, ou cas, qu'il soit en ce quartier....... i ). Escript ä Blois, le 23. de Septembre 1506. Le Glay, Negociations diplomatiques entre la France et l'Autriche, I, 189—191. 1) Haushofmeister des Königs Philipp und dessen Gesandter am französischen Hofe. 2) Graf Wolfgang von Fürstenberg. 3) Ludwig XII. von Frankreich. 4) Der letzte Absatz im Ür. in Chiffern. FWmimm SsR© mmm • ....... W(W HEiggl 1506, Okt. 15. 421. Adam Meyer zu Obereschach bekennt als getreuer Vorträger seiner Stiefkinder von dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg etc. zu rechtem Mannlehen empfangen zu haben den Herrenzehnten zu Yppingen im Bann, „tut zu gemeynen zehenden, so man den nit selbs samlet, ob zehen malter beyder körn", ferner des Ströblers Zehntlein zu Yppingen, soll jährlich gelten 5 # Pfeffer und 12 ß Heller, „des hatt etwan Höp- pelin geben ein # vnd der alt Strobellin 4 # vnd 12 ß, das hat vorhin Frydericb Gedemler zu lehen gehapt." Geben vff st. Gallen abendt 1506. Das Siegel des Ausstellers ist aus der Wachsschüssel ausgebrochen. Perg. Or. Donaueschingen. IV. 49 i . 1 | ! i m 8ätö>: ^^^^^^ emm 386 1506. 1506, Okt. 20. 422. Wolfgang Graf zu Fürstenberg etc. gibt dem Jacob Fryburger zu Vilingen in Tausch seinen Zehnten zu Wylerspach, der von Gyren an seine Vordem und ihn gefallen und Erblehen von der Grafschaft Fürstenberg ist, trägt zu gemeinen Jahren auf 44 Malter, auch ein Malter „kocht" und soviel Zehnthühner, und woraus einem Priester, der die Armenleute und Kirche versehen soll, 20 Malter halb Korn halb Haber und 3 Viertel „kocht" gehen, solche Lehenschaft und Recht der Kirche 1-3 ) sich und seinen Erben vorbehalten, xmd empfängt dafür von den Fryburgern ihren Drittheil des großen und kleinen Zehntens im Dorfe Deckingen, trägt gewöhnlich Jahrs ob 22 Malter „stücken" ungefähr, ist auch Lehen von seiner Gnaden gewesen und soll Mannslehen sein, Töchtern (sie) und Knaben. Ferner verkauft der Graf demselben seinen Hof zu Wylerspach, genannt der Gyrer Hof, trägt jährlich 10 Malter beider Korn, 3 Hühner und 1 Viertel Eier, angeschlagen für 120 fl., soll auch Mannslehen sein, Töchtern wie Knaben, ferner seinen Hof zu Schweningen als Eigenthum, dessen Ueberschuss nach Abzug der darauf ruhenden Lasten 48 fl. beträgt; und für diese Summe von 168 fl. machen die Fryburger dem Grafen ihren Eigenhof zu Wylerspach , genannt Henßlin Meyßen Gut, zum Eigenthum der Grafschaft, das sie als Lehen zurückempfangen sammt etlichen in dieß Gut gehörigen näher bezeichneten Zehnten 4 ). Geben (in duplo) vff zinßtag noch Gallin 1506. Von den. Siegeln des Grafen Wolfgang und des Jacob Fryburger fehlt das letztere. Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1464, Dez. 18. -vicarius Burckardi episcopi Constantiensis Lucam Dettinger, presbyterum eiusdera dyocesis, investit, praesentatum ad ecclesiam parochialem in Wilerspach per dorninam Agnetam Eainhartin, alias Gurerin de Nouo Fürstenberg in Nigra Silva, ad quam jus praesentandi rectorem ad dietam ecclesiam pertinere dinoscitur. Perg. Or. (Siegel fehlt). Donaueschingen. 2) 1469, Nov. 22. vicarius Hermanni episcopi Constantiensis permutationem ecclesiarum parochialium in Wilerspach et Tochingen a rectoribus Eberhardo Koler in Töchingen et Luca Tettinger in Wilerspach desi- deratam perficit. Perg. Or. mit dem abgeschliffenen spitzovalen Siegel des Ausstellers in rothem Wachs. Donaueschingen. 3) 1475, Aug. 31. Ludewico episcopo Constantiensi eiusve vicario in spiritualibus generali Hainricus comes de Fürstemberg etc. rectovem ecclesiae Wylerspach ex resignatione Eberhardi Koler presbyteri vacantis praesentat Mathyam Seltenbrunner, presbyterum Constantiensis dyocesis, vitae laudabilis et literaturae suffi- cientis. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. 4) 1506, Dez. 1 (vff zinßtag nach st. Andres tag) bekennt Jacob Fryburger zu Vilingen von Grafen Wolfgang zu Fürstenberg etc. zu rechtem Lehen, Töchtern wie Knaben, empfangen zu haben: den Zehnten zu Wylerspach, der von Gyren sei. an seine Vordem gekommen, den Gyrer Hof und Hans Meyssen Gut daselbst. 1506. 387 Das Siegel des Ausstellers (grün in Schüssel; im Schilde Sparren, auf dessen Spitze Lilie; auf dem Helm bärtiger, mit Mütze bedeckter Mannsrumpf, darüber Sparren mit Lilie; auf fliegendem Bande:........ lwrgr). Perg. Or. Donaueschingen. | I $ Sm I 1 1506, Okt. 21. Zeyring. 423. Königliches Mandat an den Grafen (Wolfgang) zu Furstenberg, königlichen Hof- marschalk. Nach sehr ausführlicher Darlegung der politischen Verhältnisse ergeht an ihn die Aufforderung, sich auf dem Reichstag zu Costentz auf nächsten Sountag Oculi in der Fasten a ) selbst einzufinden oder durch Käthe vertreten zu lassen. Geben zu Zeyring 27. Okt. 1506. Das aufgedrückte königliche Siegel. Gedrucktes Formular. Pap. Donaueschingen. 1) So ein geschriebener Nachtrag; das gedruckte Mandat setzte den Tag auf Lichtmess fest. 1506, Nov.. 12. 424. Paulin Pfaff von Prünlingen, derzeit sesshaft zu Brugka, verkauft den ehrsamen, weisen Hannsen Starckhen, Schuldheissen, und Hannsen Herrn an, altem Bürgermeister, beide Bürger und des Baths zu Villingen, als Pflegern des Klosters zu den Parfußen der mindern Brüder st. Francisci Ordens daselbst seinen dritten Theil am ganzen Kornzehnten zu Oberbaldingen, von dem ein Drittel, das 2 Malter jährlich mehr als die andern Theile bekömmt, dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, und ein Drittel Junker Burckharten von Begkembach zu Owelfingen zugehört, als eigen, außer dass der Spital zu Villingen jährlich 5 Malter Veesen und 3 Malter Haber Zins davon bezieht, um 180 fl. rh. Landswährung. • Geben vff donrßtag negst nach st. Martins deß hl. bischoffs tag 1506. Es siegelten Graf Wolfgang von Furstenberg und Barkart von Beckenbach. Pap. Cop. 17. Jahrhdt. Donaueschingen. B. \ ■ mm m m Hü Hti»l 1506, Nov. 15. 425. Schreiben der Gräfin Elisabeth zu Fürstenberg an ihren Sohn, den Grafen Wilhelm. Wolgeborner früntlicher hertz lieber süne, wiß min mutterlich trüw vnd als 49* ■ I - f - ^ - ■' I H -'***■ ' ? - I ■ I j; ■ ■ I )■ ■' »v >\* X 388 1506. min vermögen alzit züuor. Ich hab clin sehriben gelesen vnd lasß dich wissen, das der Zweng Veitin, Schriber Jörg, Schnider Hannß, Wagner vnd ander von ruym lieben herren vnd gemahel, dim vatter, in Engenlandt gezogen; da sagendt sy, er hab sy abgevertigt den nechsten zu mir haim zu ziehen sin zu warten, hoff, er wöll ee by mir sin dann sy, vnd mir kain geschrifft noch nichts von im bracht, das mich verwundert; doch so ist es vß sin geschafften, dero vil sint, vnderwegen pliben, als ich es acht, er wöll selb der bot sin vnd wart sin all stundt etc. In dem ist laider got erbarms der züvall des abgängs des edeln küuigs *), dem got immer gnedig sin wöll, beschehen, das ich darfur hab, im ain Verhinderung bring in trürikait vnd vil hendeln. Sidthar ist der jung von Höwen, der Schowenburger Anßhelm vnd ander mit den hengsten vnd eseln mir auch zu huß komen, die sagendt, sy sölten zu schiff mym herren nachgevaren sin, do möchten sy zu schiff nit kommen, sonder sint sy durch Franckeureich harvß zogen etc. Wissen auch aigenlich nichts von mym herren zu sagen etc. Aber zwen glophafft knecht vß dem ampt Ortenberg, die erst harvff kommen sint, vnd süst noch ainer, sagendt by irer höchsten warhait, das sy min herren zu Mecheln im Niderlandt gesehen, gesündt vnd frisch, vnd das er den knechten gern helfen wölt, das sy von den Niderlendischen stetten bestelt würdin. Vnd er hab vil geschefft, rit von ainer statt zu der andern, was für handel, syg nieman zu. wissen. Vnd so er an dem landt sin soll, besorg ich, er kome ee zu dir dann mir. Ich wölt ye gern, das er am ersten zu mir kerne, vnd wer mir lieber, das ich dir das botten brot anvorderen solt, doch kömpt er vor zu dir, das solttu mir nit verhalten. Es sint gar hipsch genitur (sie) 2 ) komen, dauon dir auch zwen geh oren sollen. Mich verwundert, das du doch mir nit nüt schobest, was min hertzliebe töchter, din gemahel 8 ), tuge, wie es ir vnd dir gänngeetc, auch ir matter, sampt graff Velix 4 ) gemahel, vnd alle, die vch lieb sint, dann so es vch allen glücklich vnd wol gat, ist mir doch ain sonder hertzlich fröde etc. Vnd ob ich inen allen auch dir in allen trüwen liebe vnd genaigter früntschafft erschlössen kündt oder möcht, wölt ich gar willig vnd sonder gevlissen seyn. Datum sonndag nach Martini etc. anno 1500 vnd im sechsten jare. Elisabet graffin zu. Furstenberg, geborn von Solmß. Aach, hertz lieber lieber sün, ich füg dir zu wießen, daz mir nachtz in der eilften stund Lentzer Krätzer 6 ) wäre botschafft hat bracht, daz min lieber herr vnd gemahel vff hut sontag nach Marthini vm mitag zu Straßborg ingerietten sy, da hat er in gesehen, darvmb verkünden ich dir solichs in freüelen; darvmb wollest bald mit dinem lieben gemahel zu vnß komen vnd freud mit vnß haben, vnd wellest myner hertz lieben dochter, din gemaheln, S6SK 1506. 389 myn mütterlicher drüwe vnd vil guter sagen. Hie mit befylch ich uch alle saut Anneu selb dritt 6 ). Aufschrift: Dem wolgebornen Wylhelm graffen zu Fürstenberg, mynem frünt- lich lieben son. Pap. Or. von der Hand des Andreas Kötz, Schreibers des Grafen Wolfgang, von dem auch die Unterschrift rührt. Donaueschingen. Nach demselben gedruckt bei Münch, Biogr.-hist. Studien, II, 434; Frhr. Both v. Schreckenstein, Briefe des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg zur Geschichte der Meerfahrt des Königs Philipp von Oastilien (1506) in der Zeitschrift der Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Alterthums- u. Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den angrenzenden Landschaften, I, 150—152. 1) König Philipp von Oastilien, f 1506, Sept. 25. 2) Genit mhd. ein türkisches Eoss, italienisch ginnetto. Vergl. Lexer, Mhd. Wörterbuch, I, 861. 3) Gräfin Bona, geb. von Neuenburg. 4) Von Werdenberg. 5) Lorenz Kratzer, Schuldheiß zu Wolfach. 6) D. h. der hl. Anna, der hl. Maria und Jesus. 1506, Nov. 426. Elisabeth Frau zu Fürstenberg, geborene Gräfin von Sohns, gelobt der Stadt Wolfach, nachdem sie laut des zu Haidelberg aufgerichteten Heirathsnotels auf diese wie auf die Städte Hausen und Haslach ihres Widums, zugebrachten Guts und Morgengabe versichert worden und nachdem die von Wolfach ihr geschworen, sie bei allen ihren Rechten und Freiheiten zu schirmen, auch für alles, wie oder worum sich die von Wolfach oder ihm zugehörigen Thälern bis heute mit ihren Herren oder Frauen von Fürstenberg verbunden oder verschrieben haben, die jährlichen Zinsen und seiner Zeit die Hauptsumme zu bezahlen. Geben auf zinstag Praesentationis Maria (sie) 1506 1_2 ). Das Or. siegelten die Ausstellerin und deren Gemahl als Ehevogt. Copialbuch der Wolfacher Freiheitsbriefe v. c. 1600, fol. 13. Donaueschingen. 1) Da festuni praesentationis Mariae (Nov. 21.) im Jahre 1506 auf einen Samstag fiel, scheint in der Copie nach zinstag: vor oder nach ausgefallen zu sein, wenn nicht ein Irrthum in der Angabe des Wochentages oder des Festes vorliegt. 2) Von 1505, März 14. (freytags nach Judica) datirt ein Freiheitsbrief des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg für die Stadt Haslach wegen Abänderung der Straße durch die Stadt, auch Wochenmärkten, Handwerken etc. So die Aufschrift eines leeren Umschlages (f. f. A.), auf dem auch bemerkt ist: Orig. nacher Wolfach geschickt. Vielleicht befindet sich das Or. also in dem für vns unzugänglichen (s. Bd. I, S. VI) Wolfacher Stadtarchive. Wm& BBBjff ■ i ' 390 1506. 1506, Dez. 1. Rottweil. ■ 427. Graf Rudolf von Sultz, Hofrichter des römischen Königs Maximilian auf seinem Hofe zu Rotwil, daselbst öffentlich zu Gericht sitzend an der offenen freien Königstrasse, transsumirt und bestätigt die Urkunde von 1506, Nov. 27. (frytag nach st. Cünrats tag), worin Wolfgang Graf zu Fürstenberg etc. und Elisabeth Gräfin zu Fur- stenberg, geborene von Sulms, dessen ehelicher Gemahl, beurkunden, dass der erstere, nachdem nach dem Abgange seines Vetters, Grafen Hainrich von Fürstenberg, die Herrschaft des Küntzgentals erblich an ihn gefallen, seine Gemahlin ihres Widems, zugebrachten Guts, auch ihrer Morgengabe, zusammen 13000 fl. und davon 650 fl. jährlichen Zins, bewiesen hat auf die genannte Herrschaft, nämlich Wolfach, Husen und Haslach die Städte, dazu Schenckenzell, Wittichen, Ripoltzow, Romberg, Oberwolfach, das Küntzgental, Eynbach, Eschow, Wyler, Stainach, Bollenbach, Wälschen- steinach, Brecht zum Theil, Mülenbach, Hofstetten und alle Zugehörden. Geben vff zynstag nach st. Andres tag apostoli 1506 a ) 2 ). Das Siegel des Hofgerichtes fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1509, Aug. 23. (dunrstag vor st. Bartholomes tag apostoli) bekennen Vogt, Gericht und ganze Gemeinde zu Bippoltzow und Bomberg in den beiden Stäben und Vogteien gesessen, dass an diesem Tage Frau Elisabeth Gräfin zu Fürstemberg, geborene von Solms etc., „dero gelopter vnd gesworner sie diserzyt sindt", durch die wohlgeachteten, fürnehmen und ehrsamen Herrn Michel Botzheim, ihrer Gnaden Aintsver- weser zu Ortemberg, Andres Kotzen, derzeit Vogt in ihrer Herrschaft Kintzigentals und Cristoffelns Schultheyß von Wolfach, ihrer Gnaden Schaffner bemeldeter Herrschaft, alle Benten, Zinse, Steuern, Eechte und Güten hat renoviren und erneuern lassen. Deren Verzeichniss folgt. Das Or. siegelte Herr Johans Prior zu Bipoltzow. Copie im Haslacher Urbar v. 1528, fol. 1—5. Donaueschingen. Daran schließen sich auf den folgenden Blättern die um dieselbe Zeit entstandenen Benovationen der übrigen Gemeinden der Herrschaft im Kintzigental. 2) Aus den letzten Jahrzehnten des 15. (jedenfalls nach 1481, Nov.) oder dem ersten des 16. Jahrhunderts rührt folgende Aufzeichnung von der Hand des Andres Kötz: „Das soll in die kuchin zu Wolfach dienen vnd jerlich aim keller vberliffert werden, der daz dem koch ..... a ): Vogt zu Bipoltzow 12 ernhünr vnd 6 vaßnachthennen. Vogt zu Bomberg 26 ernhünr vnd 14 vaß- nachthennen. Vogt in Oberwolfaeh 5 capponen, an ernhünr 132, an vaßnachthennen 67; dürr visch mag man ain anzall ouch für gelt nemmen. Vogt im Kintzigental an ernhünr 39, an vastnachthennen 21, an schultern 10, item zoll käß in sin ampt inpringen. Schultheis zu Husen vnd vogt zu Einbach vß dem kilchspell: der schultheiss 2 kapponen, 7 hennen, 13 hünr; vischwasser 14 U 3i ß klainer zehenden; item 1 müllinswin, daz ains pfunds wert sig; Einbacher vogt ernhünr 78, vaßnachthennen 35, osterayer 470 vnd 3 käs, mer 9 vaßnachthennen vnd 160 ayer vß Sultzbach vnd Arnenspach. Eschow vnd Wylr vischwasser 5 tt /3), 14 cappunen, 2 hennen, 4 hünr. Brechtall 62 ernhünr gewonlich vnd 250 visch, daselbs vallend jars 250 visch in die küchin; der nunnenmacher daselbs git alle jar 1 tt pfeffer von der waid. Vogt zu Millenbach 200 ernhünr, vaßnachthennen 75, an cappunen 36'/2, spanverlin (sie), souil dero werden; kocht bannen (sie), erbsen, nüß, hannf sol er gon hof antwurten. Haßlach statt klain zehenden, reben, nüß vnd anders, ouch 2 swyn vß den müllinen 1506. 391 daselbs. Vogt zuHofstetten 6 hennen, 16 hünr vnd dann von jedem huß ain ernhünr (sie), sint ob 30; item nüß, kocht, hanf vnd allen clainen zehenden. Vogt zu Bollenbach, git jedes huß daselbs 2 hünr, sint by 30, doch sol der vogt die hüser rechnen; item 2 cappunen git der Heintzler daselbs, von Dachbach 2 hennen vnd 2 hünr. Item vogt zu Stainach, git jedes huß ain vaßnaehthenn, sint ob 50, vnd git jedes huß ain ernhün, sint ob 50 hünr, stat zu ains vogts rechnung jars. Vogt zu Welschensteinach an ernhünr 128, an vaßnacht- hennen 37, an capponen 24. Wolfach statt die vnder müllin 1 swin, die ober git gelt; Beinbolts Blüwlat git 2 cappunen; item 1 H pfeffer git der schulthais vom Ladhoff. Summa: an capponen 48 (sie)"), vaßnachthennen 329, ernhünr 816 hünr; Summa aller hünr 1229 hünr. Osterayer 630 vnd 3 käs, zoll käs vß dem Kintzigentall vnd 10 schultern; item 4 swin von müllinen, dür visch ain anzall; vischwasser Husen vnd Eschow 18 ft, tut 34 fl. 3 ß, der Gelbach vnd Einback- darzü. Summa 2 U pfeffer. Item denck der winnacht- vnd vaßnachthennen von Schönow vnd Langenbach. Einlage im Haslacher Urbar v. 1528. Donaueschingen. a) Ein Stück des Blattes ist hier -weggerissen. b) Die Summe stimmt nicht. r>* mm§. i ■ ,: -HfP& ■ WSfflESffiil$J'\ BSßäHKHaf'tV 1 ää SwSw 1506, Dez. 5. Chätel-sur-Moselle. 428. Felix conte de Werdemberg, seigneur de Neufchastel, de Chastel-sur-Mezelle etc., ayant fait tant en son propre nom tant en noni de sa compaigue Elizabeth de Neufchastel au roy Loys de France foy et hommaige des seigneuries de Chastel-sur-Mezelle, Le Fay, Selongey, Geincaulx et aultres fiefs, „lesquelles seigneuries competent et ap- partiennent indifferamnient et par moitie a notre trescher et ame frere Guillaume conte de Furstemberg, seigneur desdits lieux, et a nous a cause de dames Bonne et ladite Elizabeth de Neufchastel, noz femmes et compaignes", fait savoir et declaire, que, en faisant ladite reprinse, il ne veut avoir fait ne si apres faire chose, qui puit tourner ny estre au prejudice de la moitie, que ledit son frere, seur et leurs heirs ont, et qu'il veut, que lesdits hommaiges ainsi par lui faits soient autant au profit et utilitite de son frere et seur et leurs heirs. Donne audit chastel le 5. jour de Decembre Tan mil 500 et six. Die eigenhändige Unterschrift des Ausstellers: Felix conte de Werdenberg etc.; sein Siegel fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. 1506, Dez. 11. Zobern. 429* Wilhelm Erwählter zu Straßburg und Landgraf zu Elsass schreibt an den Grafen Wolfgang zu Furstenberg: es sei ihm ungelegen, auf nächsten Montag (Dez. 14.) zu Nacht, wie ihm der Graf durch Michel Botzheim habe schreiben lassen, zu der beabsichtigten Unterredung nach Offemburg zu kommen, dagegen sei er Willens, nächsten Sonntag (Dez. 13.) zu Nacht und den folgenden Montag bis zum Morgenimbiss «sSlSäsiiöB» . ■.'•"' : ' ; '■■'•""'■' »1111 w&stiSm NSnral mm H9| mm Hl 392 1506—1507. zu Gengenbach zu sein, und bereit, dort mit dem Grafen „allerhand obligenden Sachen halb zu reden." Datum Zabern am freytag nach Conceptionis Marie anno etc. 6. Das aufgedrückte rothe Siegel abgesprungen. Pap. Or. Donaueschingen. 430. 1506, Dez. 12. Michel Botzheim, Verweser etc., berichtet an den Grafen Wolfgang: er habe sich, da dem Grafen Botschaft gekommen sei eilig hinweg zu reiten und sich zu königlicher Majestät zu kehren, wegen mangelnder Zeit erlaubt die Sache in der oben angegebenen Weise festzustellen; der Graf möge ihm sein Einverständniss schriftlich mittheilen; so werde er „zu Gengenbach by dem apt bestellen, uwerer gnaden ratt zu thün, als sich gepurt." Geben mit yl uff samstag nach Conceptionis Marie 1506. Pap. Or. mit Spuren eines aufgedrückten grünen Siegels. Donaueschingen. 1507. üonstanz. 431. Bei der Leichenfeier des Königs Philipp von Castilien zu Constanz und auf dem Reichstag daselbst anwesend: grauff Wolf von Fürstenberg, marschalck x ). Collectaneen von Christoph Schultheiß, II, 222 u. 223 b , Mspt. in der Stadtbibliothek zu Constanz. 1) Die Eepertorien (16. Jahrhdt.) des sogen. Schatzarchivs, t. V., p. 167, in Innsbruck, verzeichnen unter den Fürsten und Ständen, so persönlich auf diesem Reichstage beschlossen haben: Fürstenberg W. (Wolfgang), fügen jedoch gleichwohl bei ihm hinzu: per Botschaft. Jedenfalls war Graf Wolfgang beim Schlüsse des Reichstages nicht mehr anwesend; in dem vom 26. Juli 1507 (Montag nach st. Jacobs Tag) da- tirten Reichsabschied wird von der Grafen und Herren wegen für ihn und andere Haug Graf von Montfort und Rottenfels genannt. (Senckenberg) Sammlung der Reichsabschiede, II, 117. 1507. 432. Anschlag vff dem richstag zu Costantz zu dem Romzug, die kayserlichen cron zu erlangen vnd ander eer, nütz vnd wolfart deß heiligen richs zu schaffen. Darunter: alle graffen von Pürstenberg, 9 zu ross, 12 zu füss, 360 an gelt. Collectaneen des Christoph Schulthaiß, II, 110 u. 114 l /2, Mspt. in der Stadtbibliothek Constanz. nOHEgH , mHHHTiWMMflHHfflffim 4b i 1507. 1507, Jan. 5. 393 Innsbruck. 433. König Maximilian gibt auf Ansuchen des wohlgeborenen, seines lieben, getreuen Wolfgangs Grafen zu Furstenberg, seines Hofmarschalks, obristen Hauptmannes und Landvogtes in Ellsass und der Ortenaw, seine Gunst und seinen Willen dazu, dass derselbe seiner Gemahlin Elisabeth, geborenen Gräfin von Solms, die Städte Wolfach, Husen, Haslach sammt dem Kyntzgertale um ihren Widern vermacht und eingegeben und sie in deren Nutz und Gewähr gesetzt hat, und bestätigt diese Uebergabe und Vermächtniss 1 ). Geben zu Ynsprugg am 5. tag des maneds January 1507 etc. Das Siegel des Ausstellers, roth in ungefärbter Schüssel. Perg. Or. Donaueschingen. 1) Vergl. auch unten Nr. 434, Anm. i. 2) Am 4. Jan. desselben Jahres ertheilte der König von Ynnspruckh aus den Nachbarn mit der Nachricht hievon den Befehl, die genannte Gräfin bei diesen Herrschaften zu schirmen, nämlich: dem Herzog Vlrich zu Wirtemberg; dem Markgrafen Cristoff zu Baden; dem Erbschenken und königlichen Bath Cristoff Herrn zu Lymburg, Vogte zu Neuenbürg und Hauptmann des königlichen Bundes des Landes zu Swaben; Casparn Freiherrn zu Mörsperg und Beffort, seinem Landvogte in Elsass; dem erwählten Bischof Wilhalm zu Straßburg; und Meister und Bath zu Straßburg. 6 Pap. Or. mit aufgedrücktem königl. Siegel. Donaueschingen. 1507, Jan. 6. Innsbruck. 434. König Maximilian überträgt die Gerichtsfreiheit des Grafen Wolf gang von Fürstenberg auf seinen Besitzungen im Kinzigthal auch auf dessen Gemahlin Elisabeth, der diese Besitzungen verschrieben worden. Wir Maximilian, von gottes genaden Römischer kunig.....etc. bekennen offenlich mit disem brief vnd thun kundt allermenigklich, daz vns der wolgeborn vnser lieber getrewer Wolfgang graue zu Furstenberg, vnser hof II marschalh, obrister haubt- man vnd landtuogt im Elsass, hat furbracht: als er die wolgeborn vnser liebe an- dechtige Elisabet, geborne gräfin zu Sollms, sein elicher gemahel, vmb iren widern vnd verweyß II auf die sloss, stett vnd fleckhen Wolfach, Hawsen, Haslach vnd dem Kintziger tal mit iren zugehörigen lewten vnd gutern verschriben vnd eingegeben, dartzu wir als Römischer kunig vnd lehenherr verwilligung getan, ynnhalt der brief, darüber ausgegangen x ), vnd dann er für sich vnd dieselben sloss, stett vnd fiegkhen vnd ir zugehörig lewt vnd gueter vnder anderm für vnser vnd des heiligen reiehs IV. 50 $»9 im HÖH y\ I» Kh ■ ■:.■.■■>: i ,:■,;■-'; , mmNm ! ■:}■■:.:■>■■. '■ ■■ ' ■ ■ I ■ - 'HB BBamBl mm m ■ \m WeSm ■. ■ ' WßRmsm msffi msmm ÜMm ■■■'■'-''■'-''■' >: MB IfgfflffSffl 1 wsfäBeeP'i't 1 ff ^fes.t-fj. Ml H I I I ■' I II 394 1507. hofgericht zu Rotweil, auch westfelisch vnd ander ewsser gericht gefreyt vnd versehen , damit sich dann die berurt sein gemahel für sich vnd dieselben die iren der berurten freyhaiten dest pas vnd sicherher zu gebrauchen haben, bat er vns dien- mutigclich, sy hierynn gnedigclich zu fursehen. Das haben wir angesehen solich des genannten graue Wolfgangen dienmutig bete, auch die getrewen dinst, so er vns vnd dem heiligen reich in menigfeltig weyse getan hat vnd hinfur in künftig zeit wol thun mag vnd sol, vnd darumb mit wolbedachtem mute, gutem rate, solich vorbe- stimbt freyheiten auf die yetzgemelt Elizabeth, sein gemahel, auch gewendet vnd ir die ir lebenlang gegeben vnd thun solhs alles hiemit von Römischer kunigclicher macht wissentlich in craft ditz briefs also, daz die egemelt Elisabeth noch ir tegliche diener, ambtlewt vnd zugehörig lewt vnd gueter ir, als obsteet, verwidembt vnd verschriben, die sy yetzo daselbs hat oder hinfur vberkumet, man oder frawen, gemeinklich noch sonderlich, von yemands, wer der oder die oder vmb was weltlicher Sachen das were, es betreffe an er, leib, schuld, hab oder gueter, nichts ausgenomen, weder für vnser vnd des reichs hofgericht zu Rotweyl noch ainich landtgericht, westfälisch gericht noch ander frembd gericht, wie die genannt oder wo die gelegen sein, nit furgehai- schen, geladen, daselbs beclagt noch ychts wider sy, ir leib, hab oder gueter gericht, geacht, geurteilt oder procedirt werden süll noch mug in kein weyse, sonder wer zu inen in gemein oder sonderhait oder iren haben vnd guetern spruch oder vordrang zu haben vermeint, wer der oder die oder warumb das sey, daz der oder dieselben das recht darumb neinblich gegen derselben Elisabethen allein vor vns oder vnsern nachkomen am reiche. Römischen kaysern vnd kunigen oder vnserm oder irem kayser- lichen oder kunigklichen camergericht oder aber, wem wir das mit vnsern sonderlichen briefen beuelhen, vncl gegen iren teglichen diennern, amptlewten vnd zugehörigen vor ir vnd gegen iren vogtlewten, hyndersessen vnd vnderthanen, so ir, wie obsteet, verwidembt vncl verschriben sein, vor den richtern vnd gerichten, darynn sy gesessen vnd ordenlich gehörig sein, vnd sonst nynndert anderswo suchen vnd nemen, dahyn sy auch ain yeder richter auf der genanten Elisabethen erfordrung zu recht weysen sol, es were dann, daz den clagern auf ir anruffen das recht an den gemelten enden versagt oder geuarlich vertzogen, daz kundtlich gemacht wurde, oder ob die clagen vnd sachen weren, darynn sy sich freyheit vertzigen hieten, oder aber tatten berurten , die an enden, da die beschehen weren, zu rechtfertigen gehörten; alßdann mugen der oder die selben klager das recht in solichem suchen vncl nemen an den enden vnd gerichten, da sich das geburt; wo aber darüber sy, die gemelten ire teg- lich diener, ambtlewt vnd zugehörigen, so ir, wie obgemelt, verwidembt vnd verschriben sein, mann oder frawen, oder ir hab oder gueter, gemainclich oder sonder- ^B - s ■•..-.■ '■■■"■.V '.'■:'■'"■ I S 1507. 395 lieh für vnser vnd des reichs hofgericht zu Rotweil oder einich landtgericht, west- felisch gericht oder ander frembd gericht furgenomen, geheischen, geladen, daselbs beclagt oder wider sy, ir hab oder gueter gericht, geacht, geurteilt oder procedirt wurde, in was schein das beschehe, wellen wir, daz dasselb alles vnd yedes gantz •kraftlos, zunicht vnd vntuglich sein vnd denselben furgeladen personen an iren eren, leiben, haben noch guetern, auch der gemelten Elisabethen an diser vnser kunigelichen freyheit gantz kamen abbruch, schaden oder nachteyl bringen sol noch mug in dhein weyse, dann wir auch dasselb alles vnd yedes yetzo alsdann vnd dann als yetzo genntzlich aufheben, abthun vnd vernichten von obbestimpter Römischer kunigelicher macht volkomenheit, eigner bewegdnus vnd rechter wissen mit disem briefe. Wir haben auch der vorgenielten Elisabethen gräfin zu Purstemberg dise besonder gnad vnd freyheit getan vnd tun ir die hiemit von obbestimpter vnser kunigklichen macht also, daz sy nu hinfur in den slossen, stetten, flecken vnd gebieten, die ir, als ob- steet, verwidembt vnd verschriben sein, die personen, so an vnserm vnd des reichs hofgericht zu Rotweil oder landtgerichten oder andern gerichten ausserhalben vnser oder vnser nachkomen am reiche kayserlichen oder kunigklichen camergericht in acht oder aberacht erkannt sein, auf ire recht hausen, houen, enthalten vnd handel vnd wandel mit inen haben mugen, doch daz sy einem yeden, der sy daselbs anfiel vnd berechtigen wolt, die auf solch anfallen zu dem rechten handthaben vnd den clagern genugsam vnuertzogen recht, als sich in sölichem geburt, gegen inen widerfaren lassen; wo aber dieselben acht vnd aberacht on rechtlich anspruch aus iren gebieten komen, daz sy noch die iren durch sölich ir enthaltung wider vns, das heiligen reich noch yemand anderm nicht gefreuelt noch mishandlt haben noch darumb angesprochen werden oder yemands darumb zu antwurten schuldig sein sullen noch mugen in dhein weyse. Vnd gebieten darauf allen vnd yegklichen churfursten, fursten, geistlichen vnd weltlichen preleten, grauen, freyen herren, rittern, knechten, haubtlewten, vitzthum- ben, vogten, phlegern, Verwesern, ambtlewten, schulthewssen, burgermaistern, landtrichtern, richtern, freygrefen, scheffen, vrteylsprechern, reten, burgern, gemainden vnd sonst allen andern vnsern vnd des reichs vnderthanen vnd getrewen, in was wirden stattes oder wesens die sein, ernstlich vnd vestigelichen vnd wellen, daz sy die gemelten Elisabeth gräfin zu Purstemberg vnd die berurten ir zugehörig dieuner, zugehörigen vnderthanen, lewt vnd gueter bey den obbestimbten genaden, freyheiten vnd fursehung gerublich vnd on irrung beleiben vnd der gebrauchen vnd gemessen lassen vnd sy dawider nit furnemen, andringen noch beswern oder des yemands andern zu tund gestatten in dhein weyse, als lieb einem yegelichen sey vnser vnd des reichs swere vngnad vnd straffe vnd dartzu ein pene, nemlich zweintzigkh marekh lotigs 50* HIPP!! Ü ,v* ■,<'•;-'■■•'■■ m j . i B (HB WM SsGaJe I m m m 396 1507. goldes zu uerrneyden, die ein yeder, so offt er freuenlich hiewider tette, vns halb in vnser vnd des reichs camer vnd den andern halben teyl derselben Elisabethen gräfin zu Furstemberg vnableslich zu betzallen verfallen sein sol. Mit vrkundt diss briefs, besiglt mit vnserm kunigklichen anhangenden insigl, geben in vnser stat Ynnsprugk an der heyligen clrey Kunigen tag nach Cristi geburde funftzebenhundert vnd im sybenden, vnser reiche, des Römischen im ainsundzweintzi- gisten vnd des Hungrischen im sybenzehenden iaren. Ad mandatum domini regis proprium. Sernteiner. Anhangend das kleinere königliche Siegel an Pergamentband. Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1507, Jan. 7. (Innsbruck) gibt König Maximilian auf das Ansuchen des wohlgeborenen, seines lieben getreuen Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, seines Hofmarschalks, obristen Hauptmanns und Landvogtes in Eilsaß und der Ortnaw, seine Gunst und Willen dazu, dass derselbe „die wolgeborn seine liebe andechtige Elyzabeth, geporne gräuin zu Solms, seiner gemahel, in crafft ainer verschreibung vmb irn widern auf die sloß vnd stett Wolfach, Husen, Haslach, dem gantzen Kintzgertal mit allen zugehörungen versichert, verwysen vnd sy der in nutz vnd gwer eingesetzt" und nimmt sie, ihre Kinder und die genannten Besitzungen in seinen „sunder versprach, gnad, schütz vnd schirm." Geben zu Ynnsprugk am sibenden tag des monets Januarii 1507, vnser reiche, des Eömischen im 21. vnd des Hungerischen im 17. iaren. Das Siegel fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. Vergl. auch oben Nr. 433. 1507, Jan. 14. Basel. 435. Peter Offenburg, Bürgermeister und Rath von Basel schreiben dem Grafen Wolfgang von Fürstenberg etc., sie bewilligen auf sein Ansuchen dem Philipp von Pfirdt und dem Vogt zu Mörsberg auf zwei Tage Geleit in ihre Stadt und werden eine Raths- botschaft beauftragen, dieselben mit ihrem Bürger Blesi Leimer zu vertragen. Donnerstag nach Hilary. Nach dem Concept im Staatsarchive Basel mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. 1507, Jan. 26. 436. Hainrich Friburger, jetzt Schuldheiss zu Rotwil, stellt dem wolgeborenen Herrn Grafen Wolfgang zu Furstenberg einen Lehensrevers aus über 6 Malter Vesen jährlichen Zins aus dessen Dorf zu Sünthüsen, welche der Graf ihm und seiner ehelichen Hausfrau Katherinen zu rechtem Mannslehen geliehen. W 437 1507. 397 Vff zinstag nach Conuersio Pauli 1507. Das Siegel des Ausstellers (grün in Schüssel; im Schild ein Sparren, auf dessen Spitze eine Lilie; auf dem Helm bärtiger, mit Mütze bedeckter Mannsrumpf, darüber Sparren mit Lilie; S. hcrtn... friburger.). Perg. Or. Donaueschingen. 1501, März 1. Hagenau. König Maximilian theilt den Meistern und Räthen der .Städte Offemburg, Gengenbach und Zell im Hamerspach mit, dass er den Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, seinen Hofmarschalk, obristen Hauptmann und Landvogt in Elsass und der Ortnaw, und dessen Erben, nachdem er demselben die berührte Landvogtei verschrieben, seinen Theil der Stadtsteuer, den sie jährlich auf st. Martins Tag schuldig sind, nämlich Offemburg 100 ü. rhein., Gengenbach 85'/* "& Straspurger ^ und Zell 45 'S Stras- purger di, jährlich zur gewöhnlichen Zeit einzunehmen bevollmächtigt ha.t, und gebietet , diese Steuern an den Grafen und dessen Erben zu zahlen, so lange dieselben die genannte Landvogtei inne haben werden. Datum Hagenaw am 1. tag Marc} 7 1507. Das Or. trug das königliche Siegel. Reichsregistraturbuch, Band TT, fol. 19; Wien. Auch im Copialbuche Nr. 374 des Klosters Gengenbach, p. 51; Karlsruhe. 1507, März 19. Strassburg. 438. König Maximilian beauftragt seine ßäthe, Wolfgang Grafen zu Fürstenberg, seinen Hofmarschalk, Hauptmann und Landvogt im Elsass und Ortenaw, und Caspar Freiherrn zu Mörsperg und Beffort, seinen Landvogt im untern Elsass, die Lehen, die er als Erzherzog zu Oesterreich vom Bisthuine Basel trägt, von Bischof Cristoff zu Basel zu empfangen und die Briefe darüber in seine Kanzlei gen Ynnsprugg zu schicken. Geben zu Straspurg am 19. tag des monads Martis 1507. Das aufgedrückte königliche Siegel ist abgesprungen. Pap. Or. Wien. wmmt an« ■•■«»-•äSswPs ../ l . - richte, Zwinge und Banne zu Matzingen, auch die Mühle zu Matzingen und den halben Zehnten zu Stettfurt, wie sie • das von ihrem ehelichen Sohne Beringer von Landenberg erkauft und dieser und seine Vordem von den Herren von Hohenclingen zu Lehen gehabt. Geben auff st. Johanns aubendt zu Sunwenden 1508 1_7 ). Das Siegel des Ausstellers (roth in Schüssel). Perg. Or. Donaueschingen. 1) Vom selben Tage datirt der Lehensrevers des Ritters Beinhart von Knoringen. Perg. Or. (das Siegel des Ausstellers fehlt). Donaueschingen. 2) 1468, Juli 23. (sainßtag nächst vor st. Jacobs tag) belehnt Walther von Bußnang, Freiherr, Comen- thur zu Tobel etc. st. Johanns Ordens, den strengen Herrn Hug von Landenberg von Gryfense, Ritter zu Frowenfeld, mit folgenden Lehen, die dessen Vaterselig von dem wohlgeborenen Virich von der Hohen Clingen, des Ausstellers liebem Vetter sei., zu Lehen gehabt, nämlich mit den Gerichten, Zwingen und Bannen zu Matzingen, der Mühle zu Matzingen und dem halben Zehnten zu Stettfurt. Geben vff sarnßtag nächst vor st. Jacobs tag anno etc. 68. Das Siegel des Ausstellers (im Schilde zwei Sparren; auf dem Hekne ein Pfau [?]; Umschrift abgeschliffen). Perg. Or. Donaueschingen. — Diese hohenklingen'schen Lehen sind demnach sowohl von Walther von Bußnang als von Fürstenberg beansprucht worden; dass dieß auch bei anderen geschah, zeigt das Schreiben, oben Bd. HI, Nr. 490. Vergl. auch daselbst Nr. 594. 3) 1462, Sept. 27. (montag vor st. Michels tag) stellen Burgermeister und Rath der Stadt Costentz dem strengen Herrn Hug von Landenberg, Ritter, ein Vidimus über 2 unversehrte Pergamentbriefe aus, nämlich: a) 1402, Okt. 9. (mentag vor st. Gallen tag). Walther von der Hochenklingen, frei, belehnt auf Bitte des frommen Walther des Hoffmeisters von Frowenfeld, genannt Senger, Frau Margrete von Landenberg, geboren von Bluemenegg, und Herrn Italherman von Landenberg von Griffensee, Ritter, deren ehelichen Sohn, mit der Vogtei Matzingen, deren Grenzen beschrieben werden und die Walther der Hoffmeister an die genannten verkauft hat. b) 1403, Juli 18. (an der nechsten mittwochen vor st. Jacobs tag). Sifritt von Krons- perg, derzeit Vogt zu Frowenfeld an Statt und im Namen der Herren von Österrich, sitzt auf Empfehlung der frommen festen Hansen von Sehein und Laurentzien von Sal, Schuldheissen zu Winterthur, zu Frowenfeld in der Stadt mit offenem Gewalt zu Gericht und beurkundet, dass Hans der Hoffmeister der ehrsamen Frau Margrethen von Bluemenegg geboren und Italherman von Landenberg von Griffensee, ihrem ehelichen Sohne, die Vogtei zu Matzingen verkauft und Hanns Virich und Walther die Hoffmeister, Hansen Brüder, hiezu ihre Zustimmung gegeben haben. Das Or. siegelte der Aussteller. Pap. Copie des 16. Jahrhdts. Donaueschingen. 4) 1505, Aug. 1. (frytag vor st. Oschwalts tag). Jörg von Reckenbach, Obervogt der Grafschaft Fürstenberg, von Grafen Wolfgang bevollmächtigt, mit allen dessen Lehen vor jedermann zu handeln, überträgt diese Gewalt für den auf Mentag vor st. Oswaltstag (Aug. 4.) nach Wyl angesetzten Lehenstag in Sachen der hohenklingen'schen Lehen dem ehrsamen, fürnehmen Caspar Neßer, Rentmeister des Grafen Wolfgang. Pap. Or. mit grünen Spuren vom aufgedrückten Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. 5) 1507, Juli 13. (zinstag vor st. Margrethen tag) bekennt Bemkart von Knoringen, Ritter, von Grafen Wolfgang zu Fürstenberg etc. in getreue Mannshand näher bezeichnete Urbarbücher, Rodel, Briefe und Schriften, ausweisend die von Herrn Virich von Clingen von der Hohenclingen an Fürstenberg gefallenen Lehen u. s. w. empfangen zu haben. Er verspricht dem Grafen diese Lehen in seinem Namen und von der Grafschaft Fürstenberg wegen zu verleihen, Reversbriefe dagegen zu nehmen, die schlechten Bauernlehen aber, die der Briefe 1508. 413 ■■■ %m B0B nicht werth sind, in ein ordentliches Buch einzuzeichnen. Pap. Or. mit dem aufgedrückten Siegel des Ausstellers (im Schilde und auf dem Helme ein Ring, im übrigen unkenntlich). Donaueschingen. 6) 1508, Juni 24. bevollmächtigt Wolfgang Graf zu Fürstenberg etc. seinen guten Freund, den edlen und strengen Herrn Bernhart von Knöringen, Ritter, die an seine Vordem, Grafen und Herren zu Fürstenberg, erblich gefallenen und auf ihn gewachsenen Lehen und Mannschaften von der Herrschaft Hohenclingen in seinem Namen, da ihm dieß persönlich zu thun nicht gelegen, Edlen und Unedlen zu leihen, sie aufzunehmen, wieder zu verleihen und sonst damit zu handeln, wie es dem hl. Reich und ihm (dem Aussteller) nützlich sei. Geben vff st. Jokannß tag zu Sünwenden 1508. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. 7) „Mazingen ist ein Lehen dem Fürsten von Stüehlingen. An diß Gerieht gehören: Matzingen, Haiingen, Collen, Ristenbühel." Compendium oder kurtze Beschreibung der in der Landtgrafschaft Thurgoüwe ligende hoche und nidere Gerichtbahrkeiten u. s. w. Mspt. von c. 1700 in der Cantonsbibliothek zu Frauenfeld. 1508, Juli 17. 462. Frydrich, Herr zu Schwartzenberg, Amtmann zu Priestetten etc. und Marga- reth, geborene von Wartenberg, seine eheliche Gemahlin, quittiren den wohlgeborenen Herrn Wolfgang, Grafen zu Furstanberg etc., ihren günstigen, lieben Herrn, über 30 fl. rh. auf st. Johannistag Baptiste fälligen Zins. Geben vff montag nach st. Margarethen tag 1508. Das in rothem Wachs aufgedrückte Siegel des Ausstellers abgeschliffen; vom quadrirten Schild nur in 3. 2 Fische zu erkennen. Pap. Or. Donaueschingen. B.' 1508, Aug. 30. 463. Wolfgang Graf zu Fürstenberg etc. nimmt im Namen kaiserlicher Majestät die Rectores, Kegenten, Verwandten, Schüler und die gemeine Universität zu Frybnrg, „nachdem sich zwischen denselben vnd herr Gaudentzen vnd Hans Jörgen gebrüdern von Blumnegk bewegkliche irrung halten, derohalben, als sy vns beriebt, in etwas sorgen ston müssen, wiewol sy sich gegen berürten gebrüdern, wo sy die zusprnch oder vordrang mit vertragen mögen, rechtlich erbotten", auf ihr Anrufen in die besondere Gnade, Versprach, Schutz und Schirm der kaiserlichen Majestät und gebietet den genannten Blumnegkern wie allen übrigen, haben, zu schützen und schirmen. Geben vff mittwochen nach Bartholomaei 150S. die Universität dabei zu hand- ■H ■■' '•-;■ ■' ':' : ." m HL HB Das Siegel der Landvogtei im obern Elsass. Riegger, Analecta academiae Friburgensis, Ulmae, 1774, p. 320. ■äl laß w ' VAe 414 1508. 1508, Okt. 2. 464. Hans Arnold zu Löffingen, in der Eathstube zu Löffingen im Namen und an Statt des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg öffentlich zum Rechten sitzend, urtheilt auf Vortrag Benedictus Wächters, Propstes des Gotteshauses Fridenwiller, dass genanntes Gotteshaus etliche Hofstattzinse, so laut des öffentlich verlesenen Rodels an die Frühmesse gehören und woran es etwas Irrung und Abgang habe, mit Recht beanspruche. Geben auf montag nach st. Michels des erzengels tag 1508. Das Original trägt das Siegel der Stadt Löffingen. Pap. Copie des 17. Jahrhdts. Donaueschingen. 1508, Okt. 11. 465- Wolfgang Graf zu Fürstenberg etc. schreibt dem edlen und strengen Herrn Hermann von Sachsenhann, Ritter, Landhofmeister zu Wurtenberg, seinem lieben und guten Freunde: „als ir Statthaltern vnd rätten geschriben haben vnd daby den rechtlichen tag verkündt, betreffend den abbt von St. Jergen vnd die wittfrowen von Rechberg, daruff euch durch den landtschryber') geantwurt ist, das man zu derselben zidt gedauchter frowen durch kaiserlicher Majestät rätt dhain bystand könndt thon, angesehen, das ayn treffenlicher tag würdt zii Enßißheim zwüschen dem von Mörspurg vnd den von Rynaeh, bytt ich euch gar fründtlich: den selbigen, den abbt vnd die von Rechberg berürend, stregkend bys vff Vaßnacht vnd der von Rechberg das verkünden; sol sy, als sich gepürt, erschynen vor euch als dem richter, will ich gar gern das gutz willens haben zu uerdienen." Datum mitwoch vor Galli anno domini gezalt 1508. Pap. Or. mit rothen Siegelspuren. Stuttgart. 1) Im Elsass, Conrat Schutz. mm 1508, Okt. 22. Ensisheim. 466. Wolfgang Graf zu Fürstenberg, römischer kaiserlicher Majestät Hofmarschall, oberster Hauptmann und Landvogt im Elsass, in der Ortenau u. s. w., und die kaiser- 1508. 415 liehen Räthe zu Ensisheim verfügen auf die Forderung der persönlich im Namen gemeiner Eidgenossen erschienenen Burgermeister von Zürich und Basel die Aufhebung des Arrests und die Herausgabe des Gutes, welches Dietrich von Hallwyl vor. etwas Zeit mit römischer kaiserlicher Majestät Gerichtsstab zu Rheinfelden um seine Ansprachen an den König von Frankreich angefallen und zu Recht verarrestirt hat. Sonntag nach st. Luxtag 1508. Regest nach dem Pap. Or. im Staatsarchiv Luzem in der Amtl. Sammlung der älteren eidgenöss. Abschiede, Bd. III, Abthlg. 2, S. 439. 1508, Nov. 21. Bottweü. 467. Graf Erhart zu Neuenbürg, Herr zu Tengen, beurkundet als Hofrichter zu Rot- wil anstatt des Grafen Rudolf von Sultz, dass der feste Burckhart von Reckenbach, Bürger zu Rotwil, vor dem Hofgericht daselbst dem Bevollmächtigten des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, Andres Kötz, Vogt in der Herrschaft Kinzgental, käuflich um 2200 fl. übergeben hat: das Gut zu Bergeck, die Güter im Rechgraben und im Vischerbach, die Güter vf Null, seinen Theil im Gechbach, seine Gerechtigkeit auf Peter Schmids Gut in Franaw (sie), des Hofmayers Güter im Langenbach mit ganzen Zehnten, die Güter im Vbelpach sammt dem halben Zehnten, die zwei Höfe vor Engelbach, sein Haus, Hof, Garten und Matten zu Husen und Wyler im Kinzgental gelegen, ausgenommen allein das Thal in der Sultz und 8 fl. jährlichen Zins auf dem von Windegk. Geben vff zynstag vor st. Katherinen tag virginis 1508. Die Siegel des Hofgerichtes und Burckharts von ßeckenbach (beschädigt). Perg. Or. Donaueschingen. 1508, Nov. 24. 468. Jacob Stürtzel von Bucheim, beider Rechte Doctor, stellt für sich und seinen Stiefbruder, den festen Stoffel von Valckenstein, dem wohlgeborenen Herrn Wolfgang, Grafen zu Fürstenberg, Landgrafen in Bare, dessen Erben, dessen Oberamtmann zu Fürstenberg, Jörg von Reckenbach, und den von der Nüwenstatt einen Revers aus gegen spätere Anforderungen des genannten Stoffel oder seiner Erben wegen der 35 fl., welche genannter Graf dem letzteren aus dem Amt zur Nüwenstatt zinsen musste, 416 1508. deren Bezug aber vergangener Tage das kaiserliche Hofgericht zu Eotwil Stoffels Gläubiger, dem festen Hans Nagel von der alten Schonstein, zugesprochen hat. Geben an st. Kathrinen abend 1508. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1508, Dez. 11. Antwerpen. 1 469. Kaiser Maximilian befiehlt dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, seinem Hofmarschalk, obristem Hauptmann und Landvogt in Elsass und der Ortenaw, seinem Eathe, auf dem Landtag zu Botzen „phintztag nach st. Erharts tag schierstkunftig", (1509, Jan. 11.), wo die vier Stände seiner fürstlichen Grafschaft Tirol nach seinem Befehl erscheinen werden, mit anderen kaiserlichen Käthen und Commissarien nach der kaiserlichen Instruction, die er beim Regiment zu Insprug finden werde, das beste und nützlichste zu handeln und keinesfalls auszubleiben. „So wirdest du auch deiner ir- rung halben, die du in oberürten sachen von haws aus vnd widerumben anhaym tust, bey vnserm regiment zu Ynsprug guten beschaid finden." Geben in vnser stat Anntwerf am 11. tag Decembris anno domini etc. im 8., vnsers reichs des Römischen im 23. jaren. Per regem pro se. Commissio domini imperatoris propria. Vidit Sernteiner. Spuren des aufgedrückten rothen Siegels. Pap. Or. in duplo (dabei auch gleichzeitige Copie). Donaueschingen. 1508, Dez. 13. . 470. Hannß Herman und Martin Eschinger, beide von Gysingen, Pfleger Vnser Fröwen und der Bruderschaft zu st. Waltpurgskirche daselbst, verheissen Kingin Rech- cläwin, welche auf Befehl ihres Bruders Marx Rechclauwen sei.*) zu einer ewigen Jahrzeit für denselben um 15 % fl. 1 Malter ewigen Zins ab der Münßer Gut zu Hütt- schingen an genannte Kirche erkauft hat, diese Jahrzeit, zweimal im Jahre, nämlich acht Tage vor oder nach st. Jörgen und acht Tage vor oder nach st. Martins Tag durch den Pfarrer zu Gysingen und einen Kaplan der st. Waltpurgkirche 2 ) halten zulassen. Sie geben dafür zu jeder Jahrzeit dem Pfarrer 3 */* ß Heller, dem Kaplan 3 ß 1508. 417 Heller, dem Messner 1 ß und 1 ß „von den grabkertzen vffzüstegken", dem „gotzhuß" 1 ß Heller, um armen Leuten davon Brod zu spenden; der Kest des Zinses bleibt dem Gotteshause. Der Pfarrer oder Kaplan bat am Sonntag vor jeder Jahrzeit dieselbe von der Kanzel zu verkünden und hiebei Marx Reclawen, seiner Eltern, Geschwister und aller ihrer Vordem und Nachkommen zu gedenken. An der Jahrzeit baben die beiden Priester eine Vigil zu singen oder zu lesen, darnach der eine ein Amt zu singen, der andere eine Seelmesse zu lesen und darnach „mit rechen" und anderem sich zu halten, wie Ordnung der Christenheit ist. Werden die Jahrzeiten säumig begangen oder unterlassen, so können die Rechclawen oder ihre Nachkommen die Stiftung anderswohin beliebig verlegen. Geben vff Lutzie im iar, vnd man zalt 1508. Das Siegel der Stadt Gysingen fehlt. Perg. Or. Pfarrregistratur Geisingen. B. 1) Im Seelbuch der Geisinger Waldburgsbruderschaft wird derselbe ein Jäger von Wartenberg genannt. 2) 1503, Juni 2. (frytag vor dem hl. Pfingstag) stellte Anthony Huber, Priester von Ehingen, dem Grafen Wolfgang über die ihm verliehene Caplaneipfründe in der Capelle zu st. Waltpurgkirchen vor der Stadt Gisingen einen Revers aus. Perg. Or. mit dem Siegel des frommen Conratt Dierberg, Burgers zu Fursten- berg. Donaueschingen. 1508, Dez. 15. Antwerpen. 471. Der v. Serntein schreibt dem Grafen Wolfgang zu Furstenberg etc.: „Keyser- liche Majestät hat .... einen landtag in der grafschaft Tyroll auf phintztag nach Erhardi schieristkünftig gen Potzen fürgenommen vnd hat das regiment zu Insprugg begert, dieweyl die Sachen, so auf solchem landtag gehandlet sollen werden, rnerck- lich vnd groß seyen vnd sölchs die vordem lande gleichermaß als wol als die ynnern berüre, das ir keyserliche Majestät euch auf denselben landtag verordnen welle, angesehen , das ir das haupt in den vordem landen seyt, dartzu bey den stenden der grafschaft Tyrol wol angesehen, auch nicht minder als ein landtmann geacht werdet." Er möge solches nicht abschlagen; auch die Landschaft der Grafschaft Tyrol und das Regiment zu Insprugg verlassen sich auf sein Kommen. Die Instruction und Credenz werde er zu Insprugg finden; „dartzu was ir ferrer vnderrichtung bedürfet, werdet ir auch bey herrn Paulsen von Liechtenstein, freyherren zu Castelkoren, vnd dem regiment daselbs vinden. Dann von wegen ewr zerung, darauf hat die keyserliche Majestät herren Paulsen vnd dem regiment zu Ynnsprugg gescbriben, das sy euch mit IV. 53 V il .''''«.-'''■'■.'.'"'•■' <■■■-,■'■-"<..' :■'■■::■■-■.■■< - mWm BifeR ■..-■. | ■■ * | ■ m . . i ä s? ■"-. ■ i ■ ■ ms. HS ■D mm nHbM Hfe Wmm f : HK w 418 1508. m.m> zerung von haws aus auf den berürten landtag vnd bis widerumb in ewr haws versehen sollen, daran onzweyfel kein mangel sein wirdet"....... „Ich acht auch darfür , das solcher landtag sich gar bald enden werde vnd das ir bald widerumb an- heim kemmet, wann die keyserliche Majestät wirdet noch wol so lang hernyden beleyben vnd sich der zug gen Wormbs solang verziehen, das ir zu guter zeyt auf den tag gen Worms kommen mügt; dann die keyserliche Majestät, dieweyl der frid zu Caraeregg beslossen ist, wirdet ir Majestät allererst die stende von disen Mdern- landen zusamen erfordern, dartzu das regiment ordnen vnd vinantzcamer aufrichten, das dann auch ein lange zeyt brauchen wirdet. Dann des frids halben daselbst zu Cameregkh beslossen, kan die keyserliche Majestät noch nyemandts wissen, wie der- selb frid noch ist, wann fraw Margreth vnd ander rete, so mit ir zu Cameregkh gewesen , sein noch nit kemmen, aber sy sind auf -dem weg zu keyserlicher Majestät. Sobald ich sölchs ein wissen hab, will ich euch weytter dauon schreyben vnd ways euch diser zeyt sunst nichts news zu schreyben, dann die keyserliche Majestät ist nechst spat hieher kemmen vnd versieh mich, das ir Majestät hinüber gen Mecheln werde, daselbst auf ir tochter zu warten. Der bischoff von Vttricht, der hat vil volckhs vnd geschütz vnd will vndersteen das sloß, so im die Gheldrischen abgewun- nen, widerumben zu erobern."...... Geben zu Antwerp am 15. tag des monats Decembris anno 1508. Vidit Sernteiner. Pap. Or. in duplo, ohne Spuren eines Siegels. Donaueschingen. 1509, April 28. 472. Der Gardion und gemeine Convent der minderen Brüder st. Franncissen Ordens des Gotteshauses zu Schauffhusen geloben : nachdem die würdigen und wohlgelehrten Herren, der Leutpriester, die Helfer und gemeinen Capläne der Pfarrkirche zu st. Johanns zu Schauffhusen und sie und ihr Pfleger auf den wohlgeborenen Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, Landgrafen in Bare, Römischer kaiserlicher Majestät Hofmarschall, obristen Hauptmann und Landvogt im Elsass, 440 Gulden Hauptguts angelegt und darum 22 Gulden jährlichen Zins erkauft haben, nach Urkunde von 1508, dorn- stag vor Pfingsten 1 ), wovon den Herren von st. Johanns 140 Gulden Hauptguts und 7 Gulden Gelds und ihnen und zwar ihrer Frauen Mess 300 Gulden Hauptguts und 15 Gulden Gelds zugehören, so werden sie die darüber ausgestellte Urkunde in getreue Verwahrung nehmen und den Herren von st. Johanns auf Erfordern ausfolgen. H l l l H MM l iMwlffa iBBHEmB8BM M BB H ■■''•■'.■•:;>'■,'■'..■■;•■ : -. 1509. 419 Geben vff sampstag nach st. Jörgen tag 1509. Die Siegel des „Gardinatz" und gemeinen Convents der Minderbrüder einerseits, des Leutpriesters, der Helfer und gemeinen Capläne zu st. Johanns anderseits fehlen. Perg. Or. Sammlung des f Herrn Strafhausdirectors H. W. Härder zu Sehaffhausen, jetzt des historischen Vereins daselbst. 1) 1508, Juni 8. verkaufen Wolfgang, Graf von Fürstenberg, Landgraf in Bare, Römischer kaiserlicher Majestät Hofmarschalk, oberster Hauptmann und Landvogt im Elsaß und Ortnow, Hauptgilt, Jorig von Regkenbach zu Gißingen und Hainrich von Buch, Vogt zu Thünowesehingen, und Conratt Thierberg zu Fürstenberg, Vogt, Richter und Gemeinde des Dorfes Hainningen, in der Bare gelegen, Mitgilten, den würdigen und wohlgelehrten geistlichen Herren, dem Leutpriester, Helfern und „gemein Capplen" der Pfarrkirche zu st. Johanns zu Schauwffhawßn um 140 fl., und dem Guardian und Convent des Gottshauses der mindern Brüder st. Fran- cisci Ordens und ihren Pflegern daselbst um 300 fl. rh. auf Wiederkauf: den ersten 7 fl., den zweiten an ihre Frauenmesse 15 fl. Zins von und ab des Hauptgilten Dorf Hainningen (dessen Steuer erträgt 40 & Heller, Zoll und Ungeld bei 50 1t Heller gemeiner Landswährung) und von dem bei 150 Malter Frucht gebenden Zehnten allda und zu Blumberg und dem Bau zu Hainingen. Darab gehen bereits 8 Malter Vesen und 4 Malter Haber dem Kirchherrn zu Fürstenberg, 3 Malter Vesen dem Kaplan zu Hainningen, 2 Malter Vesen dem Kaplan zu Blümberg und 10 fl. Zins Annen Kellerin zu Vilingen. Der Zins ist in Schauwffhawsen am 1. Tag des Monats Brachatt zahlbar. Geben vff dornstag vor Pfingsten 1508. Die Siegel des Ausstellers (roth in Schüssel), der Gewähren: Reckenbaeh (grün in Schüssel, wie oben), Buch (grün in Schüssel; im Schild ein Fisch, auf dem Helm ein Flug; Ijemrtxtj. uon. buodj), Thierberg (ein Thier, Hirschkuh, auf dreigipfeligem Berge; «8. conrabi. ö£. tterberg); und (für Hainningen) ferner des edlen, festen Junkers Burgkharten von Regkenbach zu Owelfingen (grün in Schüssel, wie oben) und des ehrsamen Clawin Henßsaler von Fürstenberg (grün in Schüssel; im Schild ohne Helm r. Laterne (?), 1. Pflugschar (?)). Perg. Or. Donaueschingen. B. 1509, Mai 7. 473. Grenzvertrag zwischen Fürstenberg und Kloster Allerheiligen und Stadt zu Schaffhausen. Wir nachbenempten Conradt von Schellenberg zu Hüfingen, rittere, vnd Hanns von Karpfen, vogt zu Tuttlingen, bekennen offenlich vnd thun kunt allermengklich mit dem briefe: als sich dann lang zeythar irrtung vnd spenn x ) gehalten haben zwüschen dem wolgeborenen herren, herrn Wolfgangen grauen zu Furstenberg, lant- grauen in Bare, Romischer kayserlicher Maiestat hofmarschalk, obrister houptman vnd lantuogt in Elsaß vnd Ortnow etc., vnserm gnedigen herren, an ainem, vnd den er- wirdigen vnd gaistlichen herren, ouch vesten, fürsichtigen vnd wysen herren, Micheln, abte vnd gemainen conuentherrn des gotshus Allerbailigen zu Schaffhusen, ouch burger- maister vnd rate yetzbemelter statt Schaffhusen, ouch vnsern lieben herren vnd guten fründen am andern tayle, als von wegen der hohen gericht, vorst, wiltpännen vnd allem andern denselbigen zugehörig, von dem thal vnder Eberhartsbrunen vnd dem- 53* 420 1509. i 11 selben brunnen, das selbig gelend oberthalb, Grymeltzbouen, Epphouen vnd Fyetzen yn vnd yn biß in die Wuttach, da yede parthey vermaint hat, gerechtikait an yetz- benempten enden an dem vorst, wiltpännen vnd allen andern oberkaiten, den hohen- gerichten zugehörig, zu haben etc. 2 ), vnd damit aber sollich spenn vnd irrtung vnder- komen, ouch nit wyter widerwil, vffruren vnd vnainigkait zwnschen inen den parthyen erwachsen wurden, haben wir obgenanten Conradt von Schellemberg vnd Hanns von Karpfen vß dienstlichem vnd gutem nachpurlichem willen vnd als die, die gern sollich vnd der glich vnainigkait, souil vns müglich, verhüten wollen, an baid obgemelt parthyen begert, vns zwüschen inen der sach halb gütlicher handlung zu verwilligen, darin nu baid parthyen sich gutwillig vf vnser begern bewyst vnd darvf zu baider- syt, als die parthyen vnd wir als gütlich mittler vnd tädingslüt vns der sach halb ains tags veraint, vff den span geritten, den nach der leng vnd aller notdurft im ougenschyn besichtigt, ouch yeder parthy vordrung vnd vermaynen seiner gerechtig- kait gnugsamblich gehört vnd vernommen vnd nach vil gehapter vnderredung souil zwüschen inen, den parthyen, gearbait vnd beredt, das sy zu bayder syt, nämlich ob- genanter vnser herre graff Wolfgang zu Fürstenberg etc. an ainem vnd vnser herr der abt des gotzhus Allerhailigen obgemelt für sich vnd seinen conuent, ouch der burgermaister mit sampt etlichen raten der statt Schaffhusen von irer vnd gemainer irer statt wegen am andern tayle, alle personlich vns der sach in der gut zu ent- schaiden vertruwt vnd zu vnsern handen gesetzt haben, der wyß, gestalt vnd may- nung, wie wir sie also in der gut vnd irem wissen entschaiden, das sollichs mit kunt- lichen markstainen vßgezaichnet vnd vndermarket werden soll, vnd wie wir dan den bezirk mit bezaichneten bayder herren wappen vnd zaichen gehouwnen markstainen vßzaichnen vnd setzen werden, das sye dann also zu beyder syt für sich, ir erben vnd nachkomen vns müntlich zugesagt, von handen gegeben vnd damit gentzlich zu vnserm entschaid gesetzt haben. Daruf wir nun mit irem wissen vnd willen ettlich markstain mit gehouwen schilten irer wappen vnd zaichen houwen vnd an die end des spanns fieren lassen haben, vnd demnach zu Vollstreckung der sachen ainen tag als vff hut datum abermals vff den span furgenomen. Da nun daselbst obgemelts vnsers herren graue Wolfgangs zu Fürstemberg amptliit an ainem vnd vnser herr der abbt, ouch der burgermaister mit etlichen raten der statt Schaffhusen, in namen, wie obstat, am andern tayle, vor vns personlich erschinen syen, haben wir vff vorige handlung vnd bewilligung den spann mit sampt inen widervmb besichtigt, den nach notdurft berytten vnd in irem bysin, ouch wissen vnd willen die gehouwen markstain nachainander zu setzen verordnet, die ouch an diß nachvolgend örter vnd ende vnserm gehaiß nach zusetzen vßgezaichnet vnd darnach gesetzt worden syen. Nämlich MKS &3&i 1509. 421 vnd zum ersten: die erst gehowen vnd bezaichnet marck by dem brunnen, genant Eber- hartsbrun, vnd von der yetzbenempten mark by Eberbartz brunnen glich den neehsten in die bezaichnet vnd gehouwen gesetzt mark vff dem altweg vnd von derselben mark vff dem altweg den neehsten in die gesetzt mark, so stat vff der wyß vorm mad am rain, vnd von derselben marck stracks durch das mößlin hinab biß in die mark, so statt an der straß, so von Epphouen vffergat zwüschen bayden wegen vn- derm langen wyßlin im Komenthal, vnd von derselben marck die straß nyder biß in die marck, so statt in dem aoker am Hünerfeld vnder der Hohen rüti, vnd von der yetzbenempten marck den neehsten in die mark, so statt in dem krummen acker vnder Heppsach, von derselben marck in den Krummenacker hinüber in die marck, so statt vff Galgner Ebnet, vnd von derselben marck den neehsten hinüber in die mark, so statt an Jorigen Brayttenfeld am Wißbletz, vnd von derselben mark hinüber in die marck in die wyß, genannt Schürlappen, an dem weg, so gen Blumberg gat, vnd von dannen in die mark vff dem Obernbicbel by den alten krießboumen vnd von derselben marck in die letst marck, so statt hinderm hart, do der weg gen Achdorf gat, vnder der Rüti, vnd dannen von derselben marck stracks den neehsten hinab biß in die Wuttach. Diß yetz bestimpt, gesetzt, gehouwen vnd bezaichnet marekstain, sollen hinfüro den gehapten spann zwüschen bayden obgemelten parthyen gentzlich entschaiden, also: was vff der syten aller gehouwen marekstain, do Fürstenberg ange- houwen stat, gelegen ist, solle fürterhin obgenantem vnserm herren graff Wolfgangen zu Purstenberg, seinen erben vnd nachkomen one allen vbergryff, hindernuß vnd intrag obgemelter vnsers herren abts vnd conuents Allerhailigen, ouch burgermaister vnd rats zu Schaffhusen zugehoren; deßglichen was vff der andern syten derselben gehouwen marekstain, daran vnsers herren abts vnd der statt Schaffhusen zaichen gehouwen, gelegen ist, solle ouch inen vnd iren nachkomen, one allen vbergriff, hindernuß vnd intrag obgemelts vnsers herren von Fürstenberg, seiner erben vnd nachkomen zugehoren, vad sollen hiemit bayd obgemelt parthyen sollicher irer spenn mit einander gentzlich gerieht vnd gesucht sein vnd dhain tayl den andern über diesen vnsern vßgemarkten entschaid weyter darin dhain vbergriff thun, sondern diesem vnsern entschaid für sich, ir erben vnd nachkomen hinfüro geleben vnd nachkomen getrülich vnd vngeuarlich. Vnd des zu warem vrkhund haben wir obgenanten, Conradt von Schellenberg, ritter, vnd Hanns von Karpfen, vogt zu Tuttlingen, als taidungs- lüt, jeder sin aigen insigel, doch vns vnd vnsern erben one schaden offenlich hencken lassen an disen brief; vnd wir obgenanten Wolfgang graue zu Fürstenberg, zu ainem tayl, vnd wir Michel, abte vnd gemainer conuent des gotshus Allerhailigen, ouch burgermaister vnd rate zu Schaffhusen am andern tayle bekennen, das diser gütlicher 422 1509. vertrag vnd entschaid, ouch Satzung der obbestimpten marcken mit vnserm gunst, wissen vnd willen zugegangen vnd besehenen, gereden vnd versprechen ouch daruf zu allen taylen für vns, vnser erben vnd nachkomen, by vnsern wirden, eren vnd guten trüwen, dem also trüwlich nachzukomen, zu geleben vnd dawider nit zu sein, zu thun noch schaffen gethon werden, indhain weg, alles getrüwlich vnd vngeuarlich; vnd des zu merer vrkund vnd bestätigung haben wir obgenanten, Wolfgang graue zu Fürstenberg etc. vnser aigen vnd wir Michael, abte vnd der conuent des gotshus Allerhailigen, vnser abtey vnd conuents, vnd ouch wir burgermaister vnd rate ze Schaffhusen vnser gemain statt ingesigele alle ouch offenlich henken lassen zu der obgenanten taidungs- lüten insigele, an cliß vertragsbrief, der zwen in glicher lut gestellt vnd vffgericht, gemacht vnd yeder parthey dero ainer gegeben. Vnd beschehen vff montag nach dem sontag, als man in der hailigen kirchen singet Cantate, nach Cristi vnsers lieben herren gepurt fünftzehenhundert vnd nun jare. mW iif 11 im im Die Siegel: 1. Conrads von Schellenberg (grün in Schüssel; im Schilde 2 Querbalken; auf dem Helm 2 Jagdhörner; S. ton. .... TnjEllBn......), 2. Hansen von Karpfen (grün in Schüssel; im Schilde 2 die Köpfe von einander kehrende Karpfen; auf dem gekrönten Helm r. eine Hirschenstange, 1. ein wachsender Karpfen; kjam, rott. karpfen.), 3. des Grafen Wolfgang (roth in Schüssel, wie oben), 4. d e s Abtes Michael von Allerheiligen (spitzoval, gelb, schön gearbeitet; unter gothischem Baldachin mit Säulen und Fialen ßildniss des stehenden, barhäuptigen Abtes, in der r. Abtstab, in der 1. einen unkenntlichen Gegenstand haltend; darunter 2 Schilde, r. der Stadt Schaffhausen: aus einem Thurme nach 1. hervorbrechender Widder; 1. des Abtes: eine gespannte Armbrust; . mfdjaxlia. abbas, mo. mm. fittor.' feaffrt(",..), 5. d e s Klosters Allerheiligen (spitzoval, gelb; im Siegelfelde Christus auf Wolken thronend; .. COVT". MONASTERII. SCI. SALVATCRIS. IN........) 6. DerStadtSchaffhausen (grün; aus einem mit einem Hause verbundenen Thurme nach r. hervorbrechender Widder; SigilüraT. SJemtont, riottut'. Btaftyvfznf..). Perg. Or. im Staatsarehiv Schaffhausen. Ein zweites Exemplar im f. f. A. 1) In zwei Schreiben von 1508, Jan. 21. und 27. (sampstag nach Hilary und frittag nach Sebastiani) des Obervogtes der Landgrafschaft Bare. Jerg von Regkenbach, an Bürgermeister und Rath der Stadt Schaffhusen und deren Richter und Urtheilsprecher erhebt dieser Einsprache, dass dieselben über einen zu Grimmetz- hoffen begangenen Todtschlag zu Eietzen richten wollen, da Grimmeltzhoffen zur Landgrafschaft seines Herrn, des Grafen Wolfgang gehöre. 2 Pap. Or. Donaueschingen. 2) 1508, März 17. (fritag nach Innvocavit) schrieben Burgermeister und Rath zu Schaffhusen an den Grafen Wolfgang zu Purstemberg etc.: „Nachdem vnd in nechst versehynen tagen euwer gnaden amptlüt by vns gewesen sindt vnd mit vns red gehalten haben deß todschlags halb zu Grimeltzhoffen geschehen, darüber wir daselbs zu Grimeltzhoffen, ouch zu Fützhaim vnd Epfenhoffen richten laußen haben, deßglichen von deß Jagens wegen, da ewer gnaden ye beduncken welle, das ie von vns an den orten vbergriffen werden vnd üch an dem ewern irrung vnd intrag geschech, vnd so ir dan genaigt syen zu guter nachpurschafft, die gegen vns zu beharren, so sye ewer gnaden beger, der sach mit vns zu gutlichen vnuerbundnen tagen zu komen, vm gutlicher hinlegung oder gepurlichem vßtraglichem rechten zu reden. Wie dann sollichs der ewer Werbung mit mer Worten geluttet haut, haben wir damals gehord vnd aber daruff so ylentz nit konden antwurt geben, vß der vrsach, das die sach der erwirdigen gaistlicnen herren appt vnd conuent deß gotzhus Allerhailigen in vnser am mm 1509. 423 statt zum tail als wol berurt als vns, vnd diewyl dann das wirdig gotzhus vnd wir deß wiltpanns vnd der hohen gerichten halb, das vns die an den obgeschribnen enden zugehoren, darzulegen haben, kundtschafft, lut vnd brief vnd ouch sollichs byßhar ingehept, gevpt, geprucht vnd dartzu vormals zu Fützhain vmb todschleg ouch richten laußen haben, so ist an ewr gnad vnser vlißig ernstlich pitt, das wirdig gotzhus vnd vnser ge- main statt by dem iren gnadigklich vnersucht, ouch vngeirrt beliben zu laußen vnd vns in dhain gezeug oder rechtuertigung zu füren, deß euer gnad vnd ouch wir mer costens erlyden wurden, dann sollicher spann wert, sonder zwyfels, wo wir dann ewer gnaden vnd den ewern dienst gefallen vnd gut nachpurschafft bewysen mögen, das wir deß allzyt gutwillig vnd genaigt sin wellen." Concept im Staatsarchiv Schaffhausen. 474. 1509, Mai 18. Wolfgang Graf zu Fürstenberg etc. und seine Gemahlin Elisabeet, geborene Gräfin von Solmß, und derzeit regierende Frau in der Herrschaft Kintzigentals, befreien das Kloster Alperspach von den Zöllen zu Wolfach, Husen und Haßlach für ihren Autheil des halben Zolls daselbst, von Wein, Korn, Fastenpciso und anderem, was in dessen Keller oder Küche gehört, „vff wägen oder vberrücks", bis auf jährlich 3 Gulden, an jeder der genannten Zollstätten einen. Dafür verspricht das Kloster, sie, ihre Vordem und Nachkommen in sein „selbuch" zu schreiben und mit seinem sonntäglichen Gebet zu bedenken. Geben vff frytag vor Exaudi 1509. halten. Von den Siegeln des Grafen Wolfgang und des Klosters Alpirsback ist das letztere (beschädigt) er- Perg. Or. Stuttgart (Kloster Alpirsbach). 1509, Mai 25. Nesselwang. 475. Kaiser Maximilian an den Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, seinen Hofmarschall, obristen Hauptmann und Landvogt im Elsas und der Ortennaw: durch des Grafen Diener Jörgen Stauffer sendet er ihm den „abkündtbrief" an Bischof Wilhalm zu Straspurg der Pfandschaften halben, die dieser und sein Stift auf die Landvogtei Ortennaw, des Grafen Verwesung, haben. „Vnd ist vnser maynung vnd beuelh, daz du denselben abkündtbrief erst nach ausgang des reichstag, yetzo zu Worms, durch ainen boten vnsers regiments zu Ensisheim vberantwurten lassen, angesehen, wo sölhs ee beschehe, daz vns das bey den stenden des reichs, nachdem gedachter bischoue zu Straspurg in sonderlich verwont vnd in grossem ansehen ist,, etwas nach tail vnd Zerrüttung bringen. So haben wir auch bemeltem deinem dienner deins bestelbriefs vnd "1 ' \ $3^ WkWmm* ■ ■ ->:'.~,i ■■•*>"i . ■ iilllS ■ '■■■' BBMiflBHWI w 424 1509. des gelts halben, daz wir dir auf die hundert pherdt, so du vns yetzo zu vnserm furnemen halten, zu haus schicken süllen, aus vrsachen, daz wir bisher mit dem edeln vnserm lieben getrewen Paulsen von Liechtenstain, freyherrn zu Castelkorn, vnserm marschalh vnsers regiments zu Innsprugg vnd haubtmann zu Ratemberg, in denselben sachen noch nit gar beslossen gehabt, aufgehalten; es wirdet aber derselb von Liechtenstain an hewt zu vns gen Rewt kumen, wellen wir alsdann mit ime berürter sachen halben entlich handeln vnd besliessen, vnd emphelhen dir demnach mit ernst, daz du dich nichtsmynder mitler zeit dermassen schickest, damit du, wann wir dir obberürten deinen bestelbrief vnd das gelt zuschicken, mit vorbenannter antzall zu stundt auf vnd berait seyest an die ende, dahin wir dich beschaiden zu ziehen." Geben zu Nesselwang am 25. tag des moneds May anno etc. im 9. etc. Per regem pro se. Commissio domini imperatoris propria. Vidit Sernteiner. Pap. Or. mit Spuren des zum Verschlusse aufgedrückten rothen Siegels. Donaueschingen. 1509, Juli 25. 476. A. Ketz, Vogt in der Herrschaft Kintzigental schreibt dem Junker Hansen von Wittingen, er habe sein Anliegen, Schenckenzell halb *), seiner gnädigen Frau von Furstenberg vorgetragen und wenn er das Lehen unter den auf einem beiliegenden Zettel verzeichneten Bedingungen 2 ) annehmen wolle, so werde die Gräfin darüber an seinen gnädigen Herrn schreiben. Datum vf st. Jacobs tag apostoli anno 1509 3 ). Pap. Concept. Donaueschingen. 1) Es liegen drei Or. Schreiben von Hanns von Wytingen, Obervogt am Schwarzwald, an den Grafen Wolfgang vor, von 1509, April 12. (dornstags nach dem hl. Ostertag), Juni 12. (zinstags nach Corporis Cristi) und Juli 24. (vigilia Jacobi apostoli), worin er denselben bittet, ihm Schenckenzell „das schlösslin mit ertlichem begriff" als Lehen zu leihen; als die k. Majestät zu ßotwil gewesen, habe er bereits diese Bitte an den Grafen gerichtet und zur Antwort erhalten, sie solle erfüllt werden, wenn die Jahre verstrichen seien, in denen Junker Gangolf von Geroltzegk eine Losung darauf habe; er höre nun, dass diese Zeit verstrichen sei. Donaueschingen. 2) U. a. dass sich die Herrschaft Fürstenberg das Oeffnungsrecht und alle hohe und niedere Obrigkeit vorbehält, dass er das Lehen nicht aufsage noch aufschreibe, dass er jagen dürfe jenseit der Kintzigen „gegem Brandtstig." 3) In dem Bruchstück eines undatirten Schreibens, das aus der 2. Hälfte des Jahres 1509 rühren muss, erneuert Hans von Wytingen sein Ansuchen bei dem Grafen Wolfgang, da derselbe nun „anhaimsch erschinen". „Vwer Gnaden kranckhait mir von hertzen laid ist." Er habe kein Weib, wohl aber sein Bruder m 1509. 425 Wilhalm „vnd fallent inn kund an; damit ich im wycben kund vnd tliun als ain brüder vnd für mich selbs ouch ain behusung hette." Nur um seines Bruders willen und weil er einen so geneigten Willen zu seiner Gnaden und der Grafschaft hat, stellt er das Ansuchen; denn „das schlosslin ist buwlos vnd gaut taglich ab", weßhalb er viel werde verbauen müssen. Er bittet auch, dass das Lehen nach seinem Tode ohne eheliche Söhne an seinen Bruder Wilhalm und dessen Söhne nach Lehensrecht falle. Pap. Or. Donaueschingen. 1509, Sept. 24. (Villingen). 477. Schuldheiß, Burgermeister und Rath der Stadt Vilingen urtheilen als erbetene Schiedsrichter in dem Streite zwischen dem ehrwürdigen Herrn Jörg, Abte des Gotteshauses zu Sant Pläsin und dem wohlgeborenen Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, Landgrafen in Bare etc., nachdem von beiden Theilen der würdige Herr Burckhart Morier, derzeit Großkeller des Gotteshauses zu Sant Plasin als dessen Anwalt mit etlichen von Schlüchse und anderen Beiständern einerseits und der edle und feste Junkherr Jörg von Kegkenbach, Obervogt in der Grafschaft Fürstenberg, als Anwalt des Grafen Wolfgang mit seinem Beistand anderseits vor ihnen erschienen sind: dass die von Schlüchse dem Grafen Wolfgang als Vogtherrn das begehrte Bundgelt zu geben nicht schuldig sind und bei ihren Vogtrechten bleiben sollen, wie ihre Briefe und Dingrodel ausweisen. Der Anwalt des Grafen hatte erklärt, die von Schlüchse seien in Kaufsweise an den Grafen gekommen, wie sie die von Blümnegk bisher ingehabt, es sei von Alters herkömmlich, dass, wenn denen von Lentzkilch in Kriegen und Nöthen vier Mann aufgelegt werden, denen von Lentzkilch drei und denen von Schlüchse der vierte Mann zugetheilt werde, und so seien sie auch, da das Bundgeld allain „zuo niderlegung vnd vslöschung vffrür vnd krieg, so in dem loblichen pund sich erheben, zuo nutz, frid vnd rüw gemainer wasen" gebraucht werde, schuldig, den vierten Pfennig zu zahlen. Geben vff mentag nächst nach st. Mathis tag 1509 1 ). Das mindere Secret des Vilinger Eathes; grün in ungefärbter Schüssel; Adler im Sechspass; S. SE- CEETVM. CrvTVM. IN. VILINGEN. Perg. Or. Karlsruhe. 1) 1490 hatten sich die Grafen Heinrich und Wolfgang mit dem Abte des Gotteshauses St. Bläsien wegen der auf des Gotteshauses Maierhof zu Löffingen gelegten jährlichen Steuer dahin gütlich vereint, dass die Pfleger des Gotteshauses fortan den Steuermaiern zu Löffingen jährlich geben sollen auf st. Martinstag 2 fi. und auf den Maytag 1 fl. in Gold; ferner sollen jährlich zwischen Martini und Weihnachten einem fürsten- bergischen Vogte zu Löffingen von dem Gotteshause 15 ß Freyburger Münze zum Opfergeld gegeben werden, endlich soll jeder Abt wegen seines Burgrechts zu Löffingen den Burgern daselbst jährlich auf Martini 10 ß Freyburger Münze antworten. „Vnd soll ein abt die zue Löffingen vmb schulden nirgend anderß dann bi IV. 54 ■■■-'-'■'-'IsäH ; jSfggi •»;;'.■.'.'; ; ;. - ■ ;''■■■:'■'- ':'■'■ : - "i hbSmHbs m ■ BHfc as ■ manu ■■••■>;.■,■ :. ■'■•!••-■.■' H ?ill BN mm 426 1509. deren ambtman erclagen, der auch nach der kirchen recht procedieren soll." Bxtracte des 17. Jahrhdts. aus den Verträgen zwischen Fürstenberg und St. Blasien. Donaueschingen. 1509, Nov. 8. Eoveredo. 478. Kaiserliches Mandat an Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, kaiserlichen Hofmarschalk, obristen Hauptmann und Landvogt in Elsass. An die ausführliche Darlegung der politischen Verhältnisse reiht sich die Aufforderung, dass der Graf am 18. Januar auf einem Reichstage zu Augsburg persönlich erscheine oder bevollmächtigte Botschaft sende. Geben in vnser statt vnd sloss Rofereyt am 8. Nov. 1509. Aussen aufgedrückt das königliche Siegel in rothem Wachs. Gedrucktes Pap. Formular. Donauesehingen. H BS" Bot,' 1509, Dez. 19. Worms. 479. Kaiserliches Mandat an Grafen Wolfgang zu Furstenberg, kaiserlichen Hofmarschalk, obristen Hauptmann und Landvogt in Elsas und der Ortnaw, worin derselbe nach Beschluss des letzten Reichstages zu Worms bei Strafe von 4 Mark löthigen Goldes aufgefordert wird, 36 fl. rhein. zur Unterhaltung des Kammergerichtes und zwar binnen 4 Wochen an die als Einnehmer der Beiträge verordneten Bürgermeister und Rath der Stadt Vlm zu bezahlen. Geben zu Worms am 19. Dez. 1509. Aussen: Diß monitorium ist vberantwurt vff mendag nach Letare anno 1510. Ferner: Frag nach dem ander jar, waz zu Ortenberg vff daz camergericht gangen ist. Und: Camergericht betreffend hat Casper x ) 1 jar bezalt. Aussen aufgedrückt das königliche Siegel in rothem Wachs. Gedrucktes Pap. Formular. Donaueschingen. 1) Neser, furstenberg. Rentmeister. 11 1509, Dez. 29. 480. Anna von Gottes Gnaden Aebtissin, geborene frygin von Valckenstein, auch Frauen und Herren des Capitels, der Stift und des Gotteshauses St. Fridolin zu Seg- 1509. 427 kingen verkaufen dem Grafen Wolfgang zu Furstenberg, Landgrafen zu Bore, oberstem Hauptmann und Landvogt in Elsas und der Ortnow, und dessen Erben den Kirchensatz zu Rynselfingen (sie) a ) im Costentzer Bisthum, den sie und ihre Vordem bisher besessen, um 70 gute fl. rhein. in Gold, worüber sie quittiren. Geben am samstag noch den Winachtfyrtagen 1510 1 ). Die Siegel der Aebtissin (beschädigt, roth; spitzoval, unter gothischem Baldachin der hl. Fridolin mit dem Abtstabe, zu dessen Linken das Skelett 8 ); unter dem Sockel Schild mit 1 breiten Querbalken; die Umschrift auf geschlungenem Bande größtentheils abgeschliffen), und des Capitels (bräunlich ; gänzlich abgeschliffen). Perg. Or., zur Zeit der Benützung im Besitze des mittlerweile verstorbenen Hrn. Dekans Pfarrers Haid in Lautenbach. a) So zweimal in der Urkunde. 1) Da Graf Wolfgang 1509, Dez. 31. gestorben ist, ergibt sich, dass der Schreiber der Urkunde das Jahr mit dem Weihnachtstage begonnen hat. 2) Diese Darstellung des hl. Pridolin beruht auf der von der vita Fridolini (Mone, Quellen zur bad. Gesch. I, 15) mitgetheilten Sage. 1509, Dez. 31. 481, Tod und Leichenfeierlichkeiten des Grafen Wolf gang von Fürstenberg. Als man noch Cristi vnsers lyeben herren gepürt gezalt hatt funfzehenhundert vnd zehen jar, ist der wolgeporn herr, herren Wolfgangen graffen zu Furstenberg löblicher vnd säliger gedachtnüß noch langer vnd schwarer kranckhait, ime Venediger land vberkomen, vff sant Siluesters tag zwuschen newn vnd zehend noch mittemtag zu Ortemperg von dem lyecht diser weit verscheiden, dem der allmechtig gott gnedig vnd barmhertzig sein wolle. Von a ) dem der conuent hat ain gülden stuck zu ainem meßgebant, das ander gulde stück hat fröw Elizabet von Furstenberg, sein elicher gemahel, geboren von Suhnß. Gleichzeitige Aufzeichnung auf Vorsetzblatt VIII. des Neidinger Anniversarienbuches von 1494. Donaueschingen. Denselben Todestag nennt die restaurirte Todtentafel des Grafen in der Gruftkircbe des fürstlichen Hauses zu Neidingen. S. die Abbildung auf der folgenden Seite. a) Das folgende von anderer doch gleichzeitiger Hand. Graf Wolfgang.......ist von kaiserlicher Majestät wegen im leger vor Ba- dowa kranck worden 1 ), in ainer roßbar harvß gefürt vnd zu Ortenberg mit tod vergangen vff den lechsten tag, genant der nüw jars aubendt, vmb die 9 stündt vor mitnacht, do man noch zalt im 9. jar vnd vff märdes (sie) im 10. jar zall anfienge etc. Gleichzeitiger Eintrag von Andres Kötz im Lehensurbar von 1500, p. 175. Donaueschingen. 54* 428 1509. Anno 1509 am neuen jars abend zwischen 11 vnd 12 mitternachts starb vffm schloss Ortenberg Wolfgang graf zu Fürstenberg etc., obrister haubtmann kaisers Maximiliani, vnser gnädigster herr 2 ) 3 ). Extract aus dem alten (Wolfacher) Burgerbuch in dem 1755 notariell vidimirten Wolfacher Copial- buche, p. 139. Donaueschingen. i 1 1) Also zwischen Mitte August und Anfang Oktober 1509. In diese Zeit fällt Kaiser Maximilians Aufenthalt vor Padua; s. Stalin in Forschungen z. deutsch. Geschichte I, 371. 2) Nicht mehr am Leben traf den Grafen also ein an ihn gerichtetes Schreiben des Grafen Johanns JBB 1509. 429 zu Sonnenberg, Herrn zu Wolfegk etc. v. 1510, Jan. 2. (mittwoch nach der beschnidung Cristi anno etc. 10.): Er habe seinen Amman von Waltpurg zu ihm, seinem lieben Schwager, geschickt, um weiter zu verhandeln wegen der vormals verabredeten Heirath zwischen Grafen Wolfgangs Sohn und seiner, des Schreibers, Tochter. Aus der Antwort habe er Grafen Wolfgangs Geneigtheit ersehen. Bittet, Wolfgang möge seinen Tochtermann, des Schreibers Vetter, Herrn Hanns Jacoben, Freiherrn zu Mörsberg und Befort, und seinen Vogt zu Orten- berg zu ihm schicken mit Befehl weiter davon zu handeln. Am geschicktesten dünke ihn und sein Gemahl hiezu Schloss Waltpurg. Auf donrstag vor st. Sebastians tag nechstkomend (Jan. 17.) zu früher Tageszeit möge er, wenn es ihm so beliebt, seine Leute hinsenden, aber sich nicht anders merken lassen, als dass dieselben gen Insprugk oder zu kaiserlicher Majestät leiten wollen. Er selbst werde nur sein Gemahl mitbringen und einen Theil seiner Amtleute, zu dem er besonderes Vertrauen habe. „Lieber Schwager, ich bin durch min amman zu Waltpurg bericht, wie das du in grosser kranckhait gelegen vnd dir in hend vnd fusß geschlagen, das myner lieben gmahel vnd mir von hertzen laid ist, vnd ist min ratt vnd bitt, das du dich vor zorn vnd vor vnmut hütten wollest, so best du magst, denn der zorn vnd vnmut ist der kranckhait gantz schedlich vnd widerwertig, alls ich dann das an mir selbs empfunden hab. Darmit so wünschen min lieb gmahel vnd ich dir vnd dyner gmahel, myner früntlichen lieben mümen ain gluckseligs nws güts jar." Graf Johanns von Sonnenberg war ein Bruder des Grafen Eberhard II. von Sonnenberg, den Wolfgangs Schwester Anna zum ersten Gemahl hatte. Die hier geplante Heirath zwischen Johannsen Tochter Apollonia und Wolfgangs Sohn Friedrich, dessen Heirathsproject mit der Gräfin Apollonia von Henneberg (vergl. oben Nr. 399 v. 1505, Sept. 23.) damals also bereits aufgegeben war, kam ebenfalls nicht zu Stande. Die Stammtafel in Pappenheims Chronik der Truchsessen von Waldburg, Tab. II, nennt als Gemahl der Apollonia Georg Truchsessen zu Wolf eck. 3) Die Zimmerische Chronik (ed. Barack, II, 215) berichtet, nachdem sie von Erscheinungen Verstorbener erzählt hat: „Es sein ainest deren Sachen vil furgangen, als wir dessen auch ain exempel haben in unsern landen bei den graven von Furstenberg, under denen grave Wolf, so weilunt kaiser Maximiliani mar- schalk gewest, nach seinem absterben gar nahe gleicher gestalt, wie der Schmeller (s. Zimm. Chronik II, 208 flg.), geritten und gangen, das er von vilen zum ofternmal gesehen worden. Er hat zeitlich bei seinen lebzeiten den großen weier zu Toneschingen machen lassen, sagt man, es seie ohne nachtail deren umbligenden flecken und dörfer nit beschehen; denen hat man waiden, grundt und boden, dergleichen den privatpersonnen ecker und wisen genomen und gleichwol keine Widerlegung gethon darfur. Er ist darnach mit kunig Philipsen, kaiser Maximiliani sone, in Hispaniam geraist, darin ist im zugleich wie seim herren, dem kunig, vergeben worden. Er ist sein aber nit gleich gestorben, wie der kunig Philips, sonder ist widerumb herauß in deutsche landt kommen. Da haben sich seine Sachen von dags anfahen zu üblen, das er sein letzstlich sterben mueßen; ist zu.....beschehen, anno 15[09] und ist zu.....begraben. In seinem absterben hat er under anderm verschafft, das sein herz geen Wolfach soll begraben werden. Das ist beschehen. Wie man ime nun den leib geöffnet, do hat man befonden, das im sein herz voller löchle gewesen; es hat sich auch das gift aller umbs herz und precordia gelegt, das man ime nit wol helfen künden..... Kurzlich darnach do ist graf Wolf sampt ainem amptman [Jörg von Reckenbach] und andern, die auch gestorben gewest und ime, dem graven, zu sollichem weir geholfen, offenlich, so tag, so nachts, gesehen worden uf und an dem weir hin und her reiten und wandlen, in aller gestalt, wie er das bei seinen lebzeiten ist gewon gewesen. Man hat auch zum oftermal ain solichs ungehewrs, ungestims wesen und grewlich geschrai uf und bei dem weir gehört, das sich die nachpurn und anstoßer zu gewonlichen zeiten nachts in iren heusern enthalten und nit leuchtlichen zum weir gangen sein. Sollich gespenst hat etliche jar geweret, ist aber doch entlichen mit al- muesen und anderm vertriben und abgestellt worden. Es hat der graf alters halb noch vil jar leben megen, so im sein leben nit were also verretterisch gestollen worden. Aber wie solts dem diener ergeen, so der herr ■L m® mm : •, ■ Kllll Illw «Ml asm mm iil üü ^■1 - Wmsfe 430 1509. 1 selbs mit gift ist ennurt ? •)......... Dises grave Wolfen von Furstenbergs bruder, grave Hainrich, war in hohem ton und bevelch bei kaiser Maximiliano, unangeseben, das ine kaiser Friderich vorhin sampt andern graven und herren in die acht declarirt het. Er starb one leibs erben, ward in dem funfunddreißi- gisten jar seins alters, anno 1499, sampt ainem ritter von Eandeck von den Schweizer erschlagen und zu Dornach begraben. Sein dodt bekommert kaiser Maximilianum nit wenig, und das war auch ain ursach, das sein bruder, grave Wolf, so baldt darnach bei ermeltem kaiser ward befurdert und ir Majestät marschalk und landtvogt in Elsaß und der Ortnaw ward. Er starb hernach anno 1509 im funfundvierzigisten jar seines alters, den letsten tag Decembris; geschach zu Wolfach. Ußer seiner Verschaffung und letsten willen do ward sein leib gen Neidingen ins closter begraben, in die furstenbergisch begrepnus, sein herz aber plib zu Wolfach, so waren die derm und alles ingewaidt gen Hasslach verordnet und daselbs der erden bevolchen. Ußer dem zu vermerken, das die alten von Furstenberg ain sonderliche lieb und anmutung zu dem Einziger tbal getragen. Sein nachgelaßne wittib, die grefin von Solms, hat ußer seinem verschaffen die wonung zu Wolfach gehapt und ain lange zeit iren widdem sieh da gehalten. Es ist ain höffliche und brengische fraw gewest." Der folgende Bericht macht sehr wahrscheinlich, dass der Fürstenberg nicht wohlgesinnte zimmerische Chronist hinsichtlich des Donaueschinger Weihers (an der Straße gegen Dürrheim gelegen) nicht die Wahrheit berichtet: 1509, Nov. 22. (dornstags nach Vnser Frowen tag Presentacionis) schreiben Jörg von Regkenbach, Obervogt in Bare, und Casper Neser dem wohlgeachteten, hochfürnehmen, weisen Michel Botzheim, Amtmann zu Ortemberg, ihrem besondern guten Freunde und günstigen lieben Herrn, u.a. „Der Widerlegung des nüwen wigers halben haben wir alle stuck, so man achten, der wiger ertrencken, es sige aigen, leben vnd almend, vffschriben lassen vnd zwen des rätes zu Vilingen, ainen von Hüffingen vnd den alten vogt vnd schulthaissen von Löffingen vff den wiger, den zu uerglichen, gebetten, deß sy gutwillens gewesen; doruff alle stuck, so sy achten, der wiger ertrencken, aigentlich vnd an welchem end darinn gutter oder böser höwwachs, nach notdurft besichtigt, doruff ir gut beduncken gewesen, die verglich vnd Widerlegung aufzustellen vntz den frieling, das es wider epper b ) vnd der wiger voll sige, damit man seehen, was ertrencken, niemand zu vil noch zu wenig werde, haben wir öch nit künden abschlahen; sy wollen aber gutwillens vff den frieling die verglichung thonn nach rädt zum besten; sölchs vch nit verhalten wollen." Am Schlüsse des Schreibens bitten sie zu „berichten vnsers gnedigen herrn kranckheit, wann es sin gnad gentzlich verlassen, deß wir zu gott verhoffen jetzo be- schehen sige." Pap. Or. mit zum Verschlusse aufgedrücktem, unkenntlichem Siegel. In der Beilage eines vornehmlich über eine Saujagd am Eichberg und Buchberg handelnden Berichtes des Vogtes Jörg von Regkenbach an den Grafen Wolfgang v. 1509, Okt. 29. (mentags nach Simonis vnd Jude apostolorum) wird über die Ausfischung und den Zustand des Weihers zu Pforren und dann über den neuen zu Donaueschingen berichtet: „Ich lauß jetz die landtschafft ain zun gantz über daß thamm °) am nüwen wiger machen, mit wellen verlegen für die wind vnd schwacken amm Aßamer thamm d ). Der wiger wechst am thamm gar nichtz, aber hinder sich zücht das wasser redlich. Ewer gnaden welle mich berichten, wann ewer gnaden haruff kommen vnd an welchem end ewer gnaden sin, dan man bedürfte jär gericht in dem Wald ze haben vnd weit gern die andern wochen in dem Wald die järgerieht haben." Pap. Or. Donaueschingen. Schon 1509, Okt. 30. (zinßtag vor Allerheyligen tag) schrieb Johannes Kreß, Commissarins zu Eot- weyl an den Grafen Wolfgang u.a.: „Ich beclag erstlich ewer Gnaden der zugefallnen kranckheit; der almäh- tig wolle die zu besserung schicken." Pap. Or. Donaueschingen. a) Ueber die geringe Glaubwürdigkeit des hier ausgesprochenen Vergiftungsverdachtes s. Roth v. Schreckenstein in der Zeitschrift f. Gesch. von Freiburg, I, 131. b) Epper, apper, bairisch-schwäbisch = schneefrei, c) Wohl = der Damm. d) Am Damme gegen Aasen. Graue Wolfgang zu Fürstenberg ist gestorben vff st. Siluesters tag anno domini m ■■■■■ W I S'BS " "''SM» 1509. 431 1500 vnd im 10. jar. Sein lib ligt zu Nidingen begraben, sin hertz zu Wolfach vnd sein ingewaid zu Haßlach. Andres Kötz in seinen gesonderten genealogischen Aufzeichnungen. Donaueschingen. .... Vnd ist gefurt worden gen Wolfach vnd ist loblich begangen mit drien emptern der drien ept Gengenbach, Alperspach vnd des von St. Jörgen. Ist darnach gefurt worden loblichen gen Mdingen vnd da enphangen worden mit der procession von gaistlichen vnd weltlichen vnd darnach begraben in dem chor der frowen mit allein gebett vnd gesang, dy werlich aines styfftherren des gozhus zu geliert, vnd darnach durch dy conuentfrowen mit Placebo vnd vigiligen loblich besungen. Vnd ist dy par vber das grab bedeckt gewessen pys vff die erden mit schwarczen tuch; fier gros kerczen zu den fier orten vnd sunst 60 kerczen, darzwischen vff dem grab vnd an dem nechsten tag an der haiigen dry Künig tag besungen mit 55 priester vnd mit drien emptern, selampt der apt von Sant Jörgen. Vnd die drissigisten loblichen begangen mit anderhalbhundert priestern vnd och mit drien emptern mit drien epten vnd mit 4 knaben vnd by dem grab mit 4 wintliechtern. Gleichzeitige Aufzeichnung aus Neidingen im Anschlüsse an eine Copie genealogischer Notizen zur Hausgeschichte. Donaueschingen. t»? HÜ Hfl Wffl NACHTKÄGE ZUM I. BIS IV. BANDE. M \m mm' m JP (c. 1100). 482. Multi quoque uobiles et mediocres ac fortunae miuoris utriusque sexus homines diversa huic loco douaria contuierunt et quidain eorum deinceps nobiscum permanserunt. Quorum caput extitit fundator huius coenobii comes Liutoldus, qui iuxta vitae terminum hie factus est monaebus. Post quem Couno comes de Buhile sive de Botingin '), Liutfridus filius Bertolfi de Sparewarisegge..... ac deinceps quam plures pari dignitatis linea pollentes, quorum laudabilis vita neglegentioribus pro- ponebatur imitanda. Ortliebi Zwifalt. chronicon, Mon. Germ. Script. X, 85. Vergl. Bd. I, Nr. 6, S. 18. 1) Der eine Ort, nachdem dieser Graf sich benannte, ist Böttingen, O.A. Münsingen. Da es um 1100 noch keine Titulargrafen gab, muss Graf Couno mit einem Grafenamte belehnt gewesen sein, und zwar, da um 1100 alle um Böttingen belegenen Grafschaften mit voller Sicherheit andern Grafen zugewiesen werden können, (die im Swiggersthal den Urachem, die im Pfullichgau den Weifen als Erben der Achalmer, die im Gaue Burichinca den Gamertingern, die im Gaue Affa den Veringern, die in der Swercenhuntare den Bergern, die im Gaue Flina den Gerhausem), mit der Grafschaft, in der Böttingen lag, d. h. mit der in der Munigises- huntare, zu welcher Böttingen 961 urkundlich gehörte (Wirt. Urkundenbuch I, 215). In dieser Grafschaft dürfte auch der andere Ort zu suchen sein, nach dem Graf Couno sich nannte. Sollte Buhile etwa die neben Böttingen liegende, sonst ganz unbekannte Burg gewesen sein, deren Buinen das Volk „Hohenloch" nennt ? (Vergl. Beschreibung des O.A. Münsingen, S. 128.) Graf Couno aber darf mit einiger Wahrscheinlichkeit dem unruochin- gischen Hause zugewiesen werden, denn für seine Zugehörigkeit zu demselben spricht einmal sein Name, der sich bei keinem andern Grafengeschlechte des nördlichen Schwabens um 1100 findet, sodann aber die Thatsache, dassnoch im 13. Jahrhunderte die Grafen von Urach die Grafschaft Couno's innegehabt haben. Graf Rudolf von Urach erscheint nämlich um 1230 als Richter in einem Streite, der über dasEigenthum einer zum Weissenauer Klosterhofe Bernloch gehörigen, gegen Gomadingen, einen Grenzort der Munigiseshuntare, gelegenen Wiese obwaltete, übt also gräfliche Gerichtsbarkeit in der Grafschaft Couno's (s. Bd. I, Nr. 133). Einen weiteren Beweis für den urachischen Besitz derselben dürfen wir wohl auch darin erblicken, dass Graf Ulrich von Wirtenberg, der Rechtsnachfolger der Grafen von Urach in dieser Albgegend, 1263 zu Münsingen, dem Hauptorte der Munigiseshuntare, in richterlicher Thätigkeit auftritt (Cartularium Salemitanum in Karlsruhe, 11,158), und dass noch im 15. Jahrhunderte die wirtenbergische Herrschaft Münsingen als ehemalige Grafschaft sich zu erkennen gibt. Es war damals nämlich nicht nur die hohe Gerichtsbarkeit, sondern auch ein Wildbann, also zwei echte Grafschafts- NACHTRAGE: e. 1100-1221. 433 rechte mit derselben verbunden (nach Archivalien in Stuttgart). Nach all dem ist nicht unwahrscheinlich, dass Graf Couno von Böttingen (ein Nachkomme des 1027 gefallenen Berengar?) bei seinem Eintritt in das Kloster Zwiefalten seine Grafschaft an die Uracher Linie seines Hauses vererbte. B. 1220, Febr. 17. 482 a . Conrad Bischof von Porto und St. Rufina, Legat des apostolischen Stuhles, reformirt das ganz verkommene Kloster St. Gervasii de Fos in der Diöcese Arles, vertreibt daraus Abt und Mönche, welche, da sie dem Volke zu Gespötte geworden, das Kloster nicht mehr in besseren Stand bringen können, und übergibt es dem Erz- bischofe von Arles, um dort canonicos reguläres einzuführen, nebst genaueren Bestimmungen. Dat. Bit. 1220, 14. kal. Marcii 1 ~ i ). Livre rouge (Copialbuch des Erzstiftes Arles a. d. 13. Jahrhdt.) im Departementalarchive zu Marseille, fol. 347. Nach gütiger Mittheilung des Herrn Hofrathes Ficker in Innsbruck; ebenso wie die in den Anmerkungen verzeichneten Stücke. 1) Fol. 356 desselben Copialbucb.es findet sich die Urk. nochmals mit dem Ausstellungsorte: Biterb. (Bilurici oder Viterbo?) 2) (1220?) Juni 9., Montpellier, meldet derselbe allen Christgläubigen, dass er den Erzbischof Hugo von Arles, welcher „in canonem late sententie incidit", weil er einige Mönche st. Egidii, „quia propria teme- ritate canonicos ecclesie st. Gervasii de Fos de ipsa ecclesia violenter expulerant", gefangen hielt, die dann von den soeiis archiepiscopi geprügelt wurden, losgesprochen und bevollmächtigt habe, auch seine socii loszusprechen, da seine Absicht eine gute gewesen und er gleich „post captionem abstinuerit a celebratione divino- rum". Datum apud Montempessulanum 5. id. Junii. A. a. 0. fol. 360 v. 3) (1220?) Juni 13., Montpellier, meldet derselbe B. sacriste, G. archipresbitero et F. precentori Arelat., dass er die ecclesia st. Gervasii de Fos et villam sti. Mitrii und andere genannte Güter und Rechte jener Küche dem A., welchen er in archidiaconum Arelat. beförderte, und durch denselben dem Erzbischofe und der mensa archiepiscopalis assignirt habe, und befiehlt ihnen, den von ihm besonders geliebten Archidia- con aus den zur erzbischöflichen mensa gehörenden Gütern zu versorgen. Datum apud Montempessulanum idus Junii. A. a. 0. fol. 360. 4) (1220?) Okt. 20., befiehlt derselbe dem Erzbischofe von Arles, gegen den quondam abbas st. Gervasii de Fos, der sich gegen seinen Befehl noch im Kloster aufhält, die weltliche Gewalt anzurufen und ihn bis auf weitern Befehl gefangen zu halten. Datum Rutten. is 13 kal. Nov. A. a. 0. fol. 360. , ;-v ! , ■-■'■■■ MI ■-■■."• ^^H ■H3BBBI HSgH ■ "■ ■■■;. ■-■■..'■ -,--.:,■•;■.■ mmsäsm B : HdIH Äüeii W® Ufflnl Hü « fsfHP .■■'■'.:■■■■,■':■.■,■■';'• HH Bi 1221, Juni 7. Laterani. 482 b . Honorius III. papa C(onrado) a ) Portuensi episcopo, apostolicae sedis legato, concedit facultatem constituendi secundum aliquam de religionibus approbatis ordinem IV. 55 HhH ■ang JHH m •ma HM i I 1 I ' : 434 NACHTRAGE. militum in provincia Narbonensi, qui, sicut Templarii contra Saracenos pugnant in partibus Orientis, ita in partibus illis decertent contra haereticam pravitatem pro pacis ac fidei negotio et ecclesiastica libertate. Datum Laterani 7. iclus Junii, pontificatus nostri anno 5 *) 2 ). Federici, Istoria de' caval. Gaudenti (1787), II., Cod. dipl. p. 4, Nr. 6. Ripolli, Bullar. Praed. VII., 4. Nr. 38. Hienach Regest bei Potthast, Regesta pontificum, I, p. 580, Nr. 6675. 1) Eodem die Honorius III. papa abbatissae et conventui St. Pontii Cisterciens. ordinis ordinationem vel translationem potius, quam Conradus Portuensis episcopus, apostolicae sedis ]egatus, in monasterio St. Ger- vasii dePoss(is) fecit, confirmat. 7. id. Jun. anno 5. Gallia christiana, I. (ed. 1716) instr. 129; Potthast 1. c. Nr. 6676. Vergl. oben Nr. 482\ 2) 1221, Juli 16. (Laterani) Honorius III. papa C(onrado)") Portuensi episeopo, apostolicae sedis legato, respondet, se reeepisse de novo instituendo ordine secundum observantiam fratrum militiae Templi in omnibus, habitu dumtaxat excepto, a P. Savarici b ) milite, a legato ad suam praesentiam destinato, latore prae- sentium, eiusque sociis in auxüium Amalrici comitis Tolosani ad expugnandum haereticos et defendendain ec- clesiasticam libertatem in Narbonensi et Auxitana provinciis et regionibus convicinis, literas legati et nuntios; mandat legato, ut statuat super his, quod viderit statuendum. 17. kal. Aug. anno 5. Federici I.e., cod. dipl. 5, Nr. 7; Ripolli 1. c. p. 2, Nr. 36; Potthast 1. c. Nr. 6698. — Vergl. auch oben Bd. I, Nr. 175 und 191 ; die letztere Urkunde des Cardinallegaten Konrad trägt bei Federici (Cod. dipl. p. 6) das wohl irrige Datum: 1222, nonis Febr. a) Die Drucke und Potthast irrig: B(omano). b) In einer Urk. von 1220 (Federici 1. c. p. 4) heißt derselbe: F. P. Savaricus, humiiis et pauper magister militiae ordinis Jesu Christi. Federici (I, p. 285) nennt ihn: Fra Savarico di Mauleone. ST:; f §i|: (Wohl 1221) Juni 15. Conrad Bischof von Porto und St. Rufina, ap. sedis legatus, Montpellier. 482°. Conrad Bischof von Porto und St. Rufina, ap. sedis legatus, bestätigt auf Bitten des Erzbischofs Hugo von Arles dessen eingerückte Urkunde d. d. 1221, 3. cal. Jan., einen Tausch zwischen dem Erzbisthume und dem Bernardus sacrista eiusdern ecclesie betreffend. Datum apud Montempessulanum 17 kal. Julii 1-3 ). Livre rouge (Copialbuch des Erzstiftes Arles a. d. 13. Jahrhdt.) im Departementalarchive zu Marseille, fol. 153 und nochmals fol. 379 v. Nach gütiger Mittheilung des Herrn Hofrathes Ficker in Innsbruck; ebenso wie die in den Anmerkungen verzeichneten Stücke. 1) (1220?) Febr. 19. bestätigt derselbe dem Capitel von Arles einen von demselben mit der Kirche sti. Michaelis de Ferigoleto eingegangenen Tausch. Datum Bittur (oder Bitter?) 11. kal. Marcii. A. a. 0. fol. 420 v. 2) (1221?) Juni 15., Montpellier, bestätigt derselbe eine eingerückte Tauschurkunde des Erzbischofs na 1221—1224. 435 mit dem Propst und dem Capitel von Arles wegen genannter Kirchen. Datum apud Montempessulanum 17. kal. Julii. (Verschieden von fol. 153). A. a. 0. fol. 385 v. 3) Nach Herrn Hofrath Fickers gütiger Mittheilung, die mir erst während des Druckes dieses Bogens zugeht, findet sich eine Urk. Cardinal Conrads von (1221) Jan. 31., Ludun., für die Domkirche zu Genf in den Mem. de Geneve, IV, b, 32. B ■ ~W--:- ■-■■■■ Hl .:>%■"■■■''' 'K-, ■■■■■ • Wm HBHi AI--. 1K 2224, Mw. Fertas. 482 d - Cardinallegat Conrad beurkundet einen Vertrag zwischen dem Grafen Theobald von Champagne und Guido und Hugo von Chatillon. Extract bei D'Arbois de Juhainville, Histoire des ducs de Champagne, V, 213. 1224, Juli 4. 482 e . In dem ersten Vertrage über die Freilassung des Königs Waldemar von Dänemark und seines Sohnes aus der Gefangenschaft des Grafen Heinrich von Schwerin gelobte König Waldemar im August über zwei Jahre den Kreuzzug anzutreten. Weiter ward bestimmt: „De itinere vel de pecunia, si personaliter rex ire non potuerit, pro itinere persoluenda prestabit rex et sui omnem cautionem preter obsides et pignora, quam petierint domini: legatus'), archiepiscopus Coloniensis, episcopus Hildesemensis, magister domus Teutonicorum, comes Sifridus de ßlankenburch, et eam secundum eorum consilium et mandatum inuiolabiliter ratam habebit. Si aliquis predictorum interesse non poterit, nichilominus procedatur." Acta sunt hec anno incarnationis dominice 1224, mense Julio, 4. non. Julii, indictione 12. Ä$ Bsafr... H mm$ Meklenburgisches Urkundenbuch, I, 290. 1) Konrad von Urach, Cardinal von Porto und St. Rufina. Dass der Cardinal diese nach Dahlmanns Vermuthung im Gefängnisse des Königs zu Danneberg, jedenfalls im Norden ausgefertigte Urkunde besiegelt habe, wie im Register des Meklenburgischen Urkundenbuches (Bd. IV.) als möglich hingestellt wird, ist nicht anzunehmen, da er noch am 2. Juli in Hagenau weilte. 1224, Okt. 25. Laterani. 482 f . Honorius III. papa abbati St. Pauli, P. Amelii archidiacono et praecentori Nar- bonensibus mandat, faciant, ut sententia excommunicationis in homines Capitis Stagni 55* m _BSH '■''■■■■'.'.■''. ■ Hü i Hin 436 NACHTRÄGE. ■ Kt et quorundam aliorum locorum Narbonensis et Biterrensis diocesum a C(onrado) Por- tuensi episcopo, apostolicae sedis legato, prolata inviolabiliter usque ad satisfactionem condignam observetur. 8. kal. Nov. anno 9. Vaissete, Möm. ä l'histoire de Languedoc, TU, pr. 275. Hienach Regest bei Potthast 1. c. Nr. 7309. (Etwa 1224, Nov). 482 8 . Honorius III. papa Portuensi episcopo, apostolicae sedis legato, mandat, ut, cum monachi St. Mansueti Tullensis reguläres observantias non professi quendam ip- sius loci monachum similiter non professum in abbatem elegerint, hanc electionem decernat irritam et inanem. Ohne Daten *). Decr. Honorii lib. 1. tit. 5. de elect. c. 3. ed. Cironius 34; Potthast 1. c. Nr. 7681. 1) Bei Potthast ist dieß Stück zu 1227 gereiht. Damals war aber die Legation des Cardinais bereits erloschen. Da Konrad im November 1224 zu Toul weilte, mag das päpstliche Mandat um diese Zeit ergangen sein. (1225, April 7.) (Laterani.) 482 h . Honorius III. papa C(onrado) Portuensi episcopo, apostolicae seclis legato, et (Engelberto) archiepiscopo Coloniensi signiflcat, se electionem magistri Oliverii canonici Paclerburnensis ecclesiae in episcopum Paderburnensem a maiori parte eapituli celebratam confirmasse, eisque mandat, ut Henricum quondam praepositum ecclesiae st. apostolorum Petri et Andreae Paderbornensis ad integram restitutionem quorum- cunque bonorum Paderburnensis episcopatus, quae praetextu electionis suae hactenus tenebat occupata, compellant. Ohne Daten. Schaten, Ann. Paderborn. I, 1001; Potthast 1. c. Nr. 7389. 1226, Jan. 1. Cöln. 482 1 . Cardinallegat Konrad gestattet dem Kloster Brunwilre, dessen Vermögen nach Versicherung seines Abtes Godesmannus zum Unterhalte der dortigen Brüder nicht ausreicht und das von mächtigen Herren fortwährend gedrängt wird noch mehr Per- iH SBS 3BV m 1224—1255. 437 sonen aufzunehmen, dass dort nie mehr als 40 Mönche aufgenommen werden sollen, wofern nicht das Klostervermögen so anwachsen sollte, dass für eine größere Zahl gesorgt werden kann. Datum Colonie anno 1225 kal. Januarii. Die Urkunde ist inserirt im Chronicon Brunwylrense; Fontes rerum Rhenanaruin, herausgegeben von Bckertz, II, 183. Hü ■ ■ ■■■■■■■ ■ ■i mm WM «fei 1227, Juni 20. Anagni. 482 k . Grregorius IX. papa magistro Conrado de Marburg praedicatori verbi Dei man- dat, ut parochiales, presbyteros et alios in sacris ordinibus per Teutoniam constitutos ad abiiciendas a se penitus concubinas iuxta ea x ), quae statuit Portuensis episcopus contra tales, dum in Teutonia legationis officio fungeretur, per censuras ecclesiasticas compellat. 12. kal. Julii anno 1. Ripolli, Bullarium Praedicatorum, I, 21, Nr. 9; Potthast 1. c. Nr. 7946. 1) Hiemit sind wohl die Satzungen des Mainzer Concils von 1225 gemeint, die unter des Cardinais Konrad Vorsitz beschlossen wurden. Vergl. über dieselben Phrr. Roth v. Schreckenstein, Koiirad von Urach, S. 357, Anm. 1. wmmm >«H 1F ■ ■■■ I mBSsSSm KKffi A - 1255, Febr. 4. Ujest. 483. Der Bruder von Wristeynberk, Präceptor der Johanniter, beurkundet und ratihabirt die Entscheidung des Bischofs Thomas von Breslau über das Eigenthum der Zehnten zu Striegau und Bossen. In nomine domini amen. Nos frater de Wristeynberk *), preceptor hospitalis Jerosolimitani per Alarnaniam, Boemiara, Poloniam et Moraviam, notum facimus presentibus et futuris, quod orta questione inter veuerabilem patrem Thomam dei gracia Wratislavie episcopum ex una parte et fratrem nostrum Geldolfum quondam preceptorem Polonie ex altera super decimis omnium novalium in Stregoin et in Lossow , quas idem episcopus ad se de iure et consuetudine approbata et sepius alias contra- dicto iudicio dicebat pertiuere, et quod tam in diocesi Wratislaviensi quam in tota Polonia decimas, que non inveniuntur alicui ecclesie ascripte, sive nove sive antique, ad ius et mensam pertinere dicebat episcopalem, prefato preceptore asserente, easdem decimas iure parrocbiali et privilegio ad ius et proprietatem ecclesiarum in Stregom et in Lossow pertinere, et propter boc ipso episcopo et dicto preceptore coram archidiacono Gneznensi et eius coniudice et delegacione apostolica constitutis, cum propter contumaciam fratrum nostrorum nominatus episcopus in possessionem earundem decimarum ,L.tlH.S~.i m wRbSkfJ HM 1 hhhb 9BHE HP* hhI ■HB hhIhI • ■•■ : ■',■■ ',"'■* - HHH 43S NACHTRÄGE. 1 ■ missus fuisset causa rei servande et post annum ex secundo decreto verus possessor affectus, delata demum eadem questione ad curiam Romanam et ibidem diucius ventilata, tandem rios supervenientes babito cum fratribus nostris saniori consilio super omnibus premissis gracie nos conmisimus episcopi supradicti. Qui attenta hospitalis Jerosolimitani iusigni devocione et hospitalitatis exercicio speciali erga pauperum, debilium et peregrinorum multitudinem copiosam ad remedium anime sue et fratrum nostrorum pacem perpetuam super questioue prenominata duxit taliter ordinandum. In primis siqui- dem Privilegium ecclesie Stregomiensis et fratrum nostrorum per bone memorie Cyprianum quondam Wratislaviensem episcopum nobis collatum quantumcunque ex adiecionibus novarum decimarum ad ins episcopale pertinencium sibi dampnosum videatur existere, nobis plene et integre cum consensu sui capituli confirmavit, relinquens nobis decimas omnium villarum in eodem privilegio contentarurn, videlicet ipsius a ) ville de Stregom et de Stanovischi, Chebi, Cyrne, que nunc dicitur Cyrla, Lusina, Lubesow, Resno. Ad memoriam autem perpetuam nominis sui a nostris fratribus in ipsorum oracioui- bus et meritis obtinendam de speciali gracia cum sui capituli consensu adiecit nobis decimas barum villarum: Grabino, Sedice sive Pasechna, Heydun sive Mezirethe et trium villarum, quas nostri fratres de novo locaverunt circa Lossow, videlicet Rosental, Bühusen, Jasona, confirmans eciam nobis decimas omnes b ), que ad parrochiam de Lossow pertinere consueverunt. Ad hec omnia alia, que dictum bo- spitale iuste in sua diocesi possidet, cum consensu nobis sui capituli confirmavit residius omnibus ab istis sibi suisque successoribus reservatis. Hanc igitur ordinacionem nos ratam et gratam habentes et in concordia recipientes, ad ipsius perpetuam memoriam et testimonium presentem literam nostro si- gillo roboratam prenominato dedimus episcopo simili sub sigillo suo et eius capituli ab ipso recepta. Datum in Huyasd anno a nativitate domini 1250. quinto pridie nonis Februarii, presentibus biis nostris fratribus: Geldolpbo priore Polonie et Jobanne priore JBoemie et aliis pluribus. Nach einer Copie des 14. Jahrhunderts im „Liber niger" des Domarchivs zu Breslau, 428, mitgetheilt von Archivar Dr. Herquet in Aurich. Vergl. Bd. IL, Nr. 581, Anm. 1. fol. 427 v. — a) ipsius ist wiederholt. b) Copie: omnis. 1) Vergl. Anm. 2. zur flgd. Nr. — In den Jahren 1259—1262 ist der Johanniter Heinrich von Fürstenberg oder Fristenberg mit großer Wahrscheinlichkeit als Großpräceptor (was dem späteren Großcomthur entspricht) des Ordens in Accon nachzuweisen. In der 1259, Okt. 24. (nono kal. Novembris) in Accon ausgestellten Urkunde, einen Vertrag zwischen der Kirche von Nazareth und den Hospitalitern betreifend, wird als erster Zeuge unter den Hospitalitern genannt: „Frater Henricus Theotonicus, magnus praeceptor hospitalis in Accon." In der am gleichen Tage in Accon ausgestellten Urkunde des Erzbischofs Heinrich von Nazareth erscheint unter den Zeugen: „Frater Henricus, magnus preceptor hospitalis in Accon", und im Contexte der Urkunde, welche derselbe Erzbischof am folgenden Tage (octavo kalendas Novembris) in Accon ausstellte, heißt es: „ad preces et requisitionein reverendissimi nostri fratris Henrici Teotonici, raagni praeceptoris domus in Accon". Am 19. Dezember 1262 endlich wird in Accon in einer französisch abgefassten Urkunde, die Entscheidung eines Streites zwischen Templern und Hospitalitern betreffend, als Zeuge mit wahrscheinlich verdorbenem Namen genannt: „frere Henry de Fer, grand commendeur de l'höpital." (Pauli) Codice diplomatico del sacro militare ordine Gerosolimitano, I, p. 163, 166, 179. Herr Dr. Herquet, der sich mit Aufstellung einer Reihenfolge der Großcomthure des Ordens beschäftigt, hegt laut gefälliger brieflicher Mittheilung keinen Zweifel, dass diese Zeugnisse auf Heinrich von Fürstenberg oder Fristenberg zu beziehen sind. Dazu stimmt dass derselbe in den Jahren 1259—1262 in Deutschland nicht nachzuweisen ist. 1255—1267. 439 mm 1261, April 20. Degerfelden. 484. Die Gebrüder B. und Cunrad von Tegervelt verkaufen die Wasserleitung, Runs genannt, beim Gisebach zu Nidertegervelt bebufs Wässerung der dortigen Brülewiese dem Abte und Convente St. Blasien um 1 Mark Silber in Baar. Da die Wasserleitung eine Schuposse berührt, welche die Verkäufer als Lehen von den Johannitern zu Klingenowe besitzen, so ertheilt Bruder Cunrad von Meistorf, Commenthur des Johanniterhauses Klingenowe, Namens des Heinrich von Vristenberch, Ordenscommenthurs in Deutschland ') 2 ), seine Zustimmung. Zeugen: Cunrad von Meistorf und Cunrad von Zurzach, Bruder des Johanniterhauses Klingenowe, AI. Pfarrrector in Nallingen und Wern- her, Viceleutpriester in Klingenowe, Kleriker, Laienbruder H. Tülle, Rudolf, Dienstmann, Rudolf Steinmar, Cunrad Rise und Lut. Maurer, Bürger von Klingenowe, H. Meyer von Tegervelt, Rudolf, Propst von Bare, und Friedrich von Buch, Laien. Siegler: Bruder Cunrad von Meistorf. Duodecinio caleudas Maji, Tegervelt. Huber, Die Regesten der ehemaligen Sanktblasier Propsteien Klingnau und Wislikofen im Aargau (Luzern, 1878), S. 13, wie es scheint, nach einer Copie oder aus einem Oopialbuche. 1) 1271, Febr. 10. (quarto idus Februarii) ertheilt derselbe Brader Heinrich von Vristenberg 8 ), Ordensmeister der Johanniter in Deutschland, Böhmen und Oesterreich, dem Ordenscommenthur Cunrad in Klingenowe die unbedingte Vollmacht, über die dem dortigen Hause übergebenen Güter des Herrn von Klingen in Oberendingen nach des letzteren Wunsch und Nutzen frei verfügen zu dürfen. Siegler der Aussteller. Huber a. a. 0. S. 16. 2) In diesen beiden Urkunden erscheint also wiederum für den Johanniter Heinrich die Namensform: Vristenberg wie in dem Originale, oben Bd. II, Nr. 584 und in dem Drucke des Solothurner Wochenblattes, oben Bd. I, Nr. 475, während das Or. Bd. II, Nr. 581 die Form: Wersteynberk und die von Dr. Herquet mitgetheilte Copie v. 1255 die Form: Wristeynberk zeigt. Sind die Formen: Fürstenberg, Furstenberg und ähnliche daneben auch überwiegend, so finden sie sich doch in keinem Originale, das ich selbst prüfen konnte, und vielleicht läßt sich eher annehmen, dass sie erst durch Copisten oder Editoren entstanden seien, die von der Voraussetzung der Zugehörigkeit des Comthurs zum schwäbischen Grafenhause dieses Namens ausgingen, als dass der gleiche Schreibfehler in Urkunden wiederkehre, die in weit auseinander liegenden Gegenden, also doch wohl von verschiedenen Schreibern geschrieben wurden. Ein Geschlecht Fristenberg oder ähnlichen Namens ist mir nicht bekannt. Jedenfalls aber verstärkt das wiederholte Auftreten dieser abweichenden Namensformen die in Bd. II, S. 385 aus chronologischen Gründen erhobenen Bedenken gegen die Zugehörigkeit des Johanniters Heinrich zu unserem Hause. Dr. Herquet, dem ich diese Bedenken mittheilte, meint in seinem Aufsatze: Zur Geschichte der deutschen Zunge des Johanniterordens, VII: Der Großpräceptor Heinrich von Fürstenberg (1255—1272) (im Wochenblatt der Johanniter-Ordensballey Brandenburg, Jahrg. 19., 1878, Nr. 24): es bleibe nur übrig, den Johanniter Heinrich als den Bruder des Grafen Heinrich I. von Fürstenberg anzusehen. Diese Annahme ist aber desshalb wohl unzuläßig, weil die Urkunden vom Juli 1237, Bd. I, Nr. 393, 394 unter den Söhnen Egino's V. nur einen H. nennen und weil hier, wo es sich um Verzichte auf Familiengut handelt, neben der Mutter, Gräfin Adelheid, mit Ausnahme des nachgeborenen Gottfried offenbar alle Söhne aufgeführt werden. Wäre das Wappen des Johanniters Heinrich bekannt, so würde dieses die Streitfrage endgiltig entscheiden. Leider zeigt das einzige Siegel Heinrichs, das bisher aufgefunden wurde, (s. Bd. II, Nr. 584) kein Wappen, sondern den hl. Johannes. Gegen die Zugehörigkeit Heinrichs zum gräflichen Hause spricht auch, ■ ■-••■■..-.■!■■ : ■..:■ - HHHKNH JKHH ÜBRiffil 440 NACHTRÄGE. dass sich in diesem gar keine Erinnerung an ihn findet, so dass die älteren Genealogen seiner nicht erwähnen. Stalin (Wirt. Gesch. III, 660) scheint der erste Forscher gewesen zu sein, der ihn, doch nur yermuthungsweise, dem schwäbischen Hause der Grafen von Fürstenberg einreihte. 1211. 484 a . Anno 1271 jähr ist schier die ganze Stadt Villingen außgebrunen, daß spitall, Johanniter und Barfüeßer Closter außgenomen, seyndt 330 personen, weib und kindt verbrunen und seindt in dißen jabr zwey graffen gestorben, einer von Fürstenberg, einer von Zeringen, albie *). Villinger Chronik, p. 32 (der von Mone als B bezeichneten Handschrift). Mspt. der Leopold-Sophienbibliothek in Ueberlingen. In Mone's unvollständiger Ausgabe (Quellensammlung der bad. Landesgeschichte, II, 82 flgd.), fehlt die Stelle. Ebenso in der Handschrift A (in Ueberlingen) und in der in der Donau- eschinger Bibliothek befindlichen (Mspt. Nr. 637). 1) Letzteres ist irrig. Mit dem Grafen von Fürstenberg ist wohl der 1271 gestorbene Graf Konrad von Freiburg gemeint. mJAV 1275, Mai. 485. König Rudolf bestätigt das durch seinen Bevollmächtigten, Grafen Heinrich von Fürstenberg in offenem Gericht verhörte Weisthum des Klosters Gengenbach. Wir Rvtlolf (sie), von gottes gnaden rornesch kvnig, tunt kvnt allen den, die dise schrifht gehorent vnde gesehent, daz wir dvreh bette dez abbettez vnde der sa- menunge des II closters von Gengenbach vmbe sogettanen bresten, so si hettent vmbe dez closters reht, vnsern gewizsen botten vnde ein vrien voget da zv geschicket vnde dar gesendet hant, daz offen II ding ze besitzenne vnde zv horenne dez closters reht sprechen vnde ze teilen vmbe die selben reht. Dirre botte vnde dirre vrie vogit von vnserre gewalt waz dez riches vnde vnser getrüwe, graue Heinrich von Vurstenberg, der daz ding besaz, vnde wurdent dize reht, die hie nachgeschriben stant, inme dinge zv Gengenbach offenliche gesprochen vnde erteilet, beide dez closters reht, dez. . a ) abbetz vnde andere Hute aller, die dar zvme closter hörent. Diz sint div reht, die der . . a ) abbet vnde daz gotteshus ze Gengenbach het, vnde die livte, die dar hörent, daz alle die, die dar hörent, drv vngebottenv ding svehen svlent, der ist eines nach deine zwelften tage mornan, daz ander ze vzgander Osterwochen an deine mentage, daz dritte nach Vnserre Vrowen mgs der jvngern mornan. Swele daz brehent vnde dar niht enkvment, die svlnt bvzen mines herren dez abbettes botten vnde dem zins- meister vnde deme richter. Dirre drier dinge reht daz ist, daz ein vrie voget sol ■■■l ■■■■ ■<;■; I 1271—1275. 441 vm SS JEfM sitzen ze gerihte mit den livten, die da heizent vivnfschezer, vnde mit den ambath- liuten, vnde swaz die sprechent ze vrteilde vber daz gvt vnde vber die Hvte, die an daz gotzhus horent, daz sol nieman vurbaz ziehen. Swelre der ambachtliute sin am- baht missewart, dem sol min herre der abbit vur sich dagen in sine keminate vnde sol pflegen vrteilde der andern ambahtliute vf irn eit, vnde der selben am bäht sol nieman dekeines han, wan der dez gottishns eigen ist. Vnde der selbe vogit, der da sitzet ze gerihte vf dem dinghvs, der sol richten zemerist deine gottishvze, die wile ez ze klagenne het, dar nach wittewen vnde weisen, da nach armen vnde riehen, vnde sol richten, vntz men (sie) den steruen seche an deme himele, vnde swaz er dez dages niht gerichtenen mag, daz sol man vurziechen in deme selben rehte von dez dages vbir vierzechen naht ze dinges degeding. Vnde swaz in den driu dingen mit vrteilde gewettet wirt, daz ist mines herren dez abbettez, vnde sol da von deme vogette einin dienist geben, alse hie nach geschriben ist: ze deine ersten dinge ein zitig swin vnde daz brot, daz von sibenseztern weizen gebachen wirt, vnde ein amen wines vnde sibendemhalbem (sie) rozse viiter; ze den andern zwein dingen ze jet- wederme daz brot, daz von vierdeme halben sezter weizen gebachen wirt, vnde ze iet- wederme ein amen wines vnde ein zwiligen wyder oder zwen hvrlinge vnde siben- demehalben rozse vüter. Dv andern gerihte vff dez closters eigin durch daz jar, der sint mines herren dez abbittes dv zweiteil slehter wette vnde daz dritteil dez richters. Swa dez gotteshvzes livte sitzent oder dez gotteshuses gvt lit, vnde wirt ein missehelle vnder in an gerihte, das mag er ziehen in daz erste ding vor der vrteilde vnde enmag da zwitschent niht sin gvt virlieren, zvhet ers vur, alse reht ist. Swer dez gotteshvses gvtis iht het, der ist valbere von deme gvte, er habe sin vil oder lutzel, vnde swer dez gotishvs eigin ist, swa der sitzet, der ist valbere von dem libe. Her vber het daz gotzhus vnde min herre der abbet die graueschaft zwischent Velleturlin vnde Swigenstein ane die nvn hvben, die ze Olesbach ligent, die vmbe die selbe graueschaft gewihselt wurdent; vnde swer entzwitschent dizen zwein zun Velliturlin vnde Swiginstein blibet jar vnde dag ane nahvolgenden vogit, der sol alder rehte gehorsam sin, alse ein gotzhvs man ze rehte sin sol. Vert och ein vrömede man durh daz eigin zwitschent Velliturlin vnde Swigenstein, vnde begrifet in der dot da entzwitschent, so sol sich daz gotzhus vnde min herre der abbet sines gvtes vnderwin- den vnde sol daz behalten iar vnde dag. Kvmet aber ieman in dez jaris vrist de- kein sin rekter erbe, deme sol daz gotzhus reht rede halten, vnde sol min herre der abbet einin val vor vz nemin. Enkumit aber dekeinir siner rehten erben in dez jares vrist, so sol min herre der abbet durch siner selin willen geben daz dritteil dez gvtes vnde ime selben en dritteil behaben vnde dem kastvogitte ein dritteil gebin b ). Da IV. 56 HAK m^4WimM SHBBSP WmmFv ■ HS*' «Bf HB 1Ü mm I ■ I m • 5K$ SwsSss mm m, mm '■■••■ m dl 442 NACHTRAGE. w nach swa ein man sin vngenozen nimet, cleme sol man vurdagen in dv drv ding; wirt er da vberztget, daz er sin vngenözin het, so sol er bvzen ze drin dingen ze jegelichem dinge sehtzig Schillinge phvndiger phenninge mime hern dem abbette vnde dem gotzhus nach der ambachtlivte vnde der funfschezer vnde der gotzhus livte vr- teile. So het min herre der abbit vnde daz gotzhvs reht, daz nieman Kintzichen vberslachen sol zwischent Velleturlin vnde Swigenstein, noch den kein bendigen (sie) visch vachen sol, noch vz irme rvnse keren sol ane mines herren dez abbitz willen. Dar vber hant dez gotzhus livte, die vischere heizent, solich reht, daz si sulnt vische vachen durch daz jar vnde svlnt da von dienin dem gotzhus von sanete Waltpurge dage ze inganden Meien vnze Vnsere Vrowen mez der jvngern ie der wochen einin dag vnde sulnt in gant ze Laus mettine vnze Primen, vnde waz si die wile gevachent, daz sullut si gebin in das clohster (sie), vnde sol man ir iegelicheme geben ein wecken alse einime herren; da entzwitschent sulnt si ernin drie wochen, daz si niht geben vische in daz clohster. So hat min herre der abbet vnd daz gotzhus reht zwischent Swigenstein vnde Velleturlin, daz nieman dikein bach sol vzkeren, noch die keine vischintze han, noch vische vahen ane sinen willen. Wil aber ieman dekeinen bv oder diekein mvln machen, daz er den bach vber sieht, der sol vier phenninge ze zinse gebin jegeliches jares minen herrin dem abbitte vnde dem gotzhus. So hant dez gotzhus livte reht in den weiden, die vörste heizent: wil dekeinir ein hvs machen, ze howende fünf holtzer ze einim bodeme, vnde sol niht me howen ane mines herren dez abbitz willen, vnde swer daz holtz howit ze deine seibin bodeme, der git dem vorstere, dez och die afterslagen sin, ein vierteil winis vnde ein phennewert brotes; vnde wirt eckiren in den weiden, so git man von deme swine ein phenning vor sanete Martines mes vnde da nah ein helbeling mineme herren dem abbitte vnde dem gotzhus. So hant die liute reht ze wittenne in den seibin weiden allez holtz ane fvnf holtzer: eichin, bvchin, dennin, birbovmin vnde afolterin. Swer ze Gengenbach vorster ist, der sol sitzen in der hvzer einime, die die geizhvte gebint, durh daz die lvte wizsent, wa si ir phant sullent lozen; anderswa sol man den forster soechen in den dinghovin. So het min herre der abbit vnde daz gotzhus °) an der mvilen, die da heizet Vronmüle: swer sitzet vf den hovestetin, die geishvte gebint, daz die niergent svlint malen wände zv der selben mvln, vnde hant si da wider reht: ze welre zit si daz körn dar vürint, ist ez mornen ze der seibin zit niht gemaln, so sol sie ez anderswar vuren, swar sie wellen; ist aber daz, daz ieman da male, der niht sitzet vf den hovestetin, die geizsehvte gebint, daz sol man ab nemin vnde sol man ienen'maln. die vf den hovestete sitzent, vnde hant die seibin lvte reht, ze howenne in der inren Winterhalden alles holtz ane die fünf holzer, die den ban hant. So het min herre II 1275. 443 Kfii MS . ufflByS ■■•'>■'■" ; ffipfö der abbit vnde daz gotzhus reht, ban ze leginne iu dem kirspelle zv Gengenbach z& drin ziten in deme iare; die ein vahit an an dem mandage nah sancte Martinis dage,. dv ander gat vz an dem svnnendage ze naht vor alder lvte Vasnaht, dv dritte zit. gat vz an dem svnnindage ze naht vor Crucewoche; vnde sol in den ban legin drier hande win in dv hvser, die die geizsehvte gebint, ane irn schaden, die in den seibin hvsern sint, vnde sol man der seibin lvte sehze oder ehtewe. vragen bi ir eide, ob ez reht kovf si, alse da vor sprechent die selben danne bi ir eide, daz ez reht kovf si. Swer daz brichet vnde wie dicke er daz brichet, der bvzet mime herren deme abbitte vnde dem gotzhus vivnf Schillinge vnde dem schultheizen zwene Schillinge, vnde dizen seibin ban sol min herre der abbit noch daz gotzhus niht verkovphen. Ist abir, daz min herre der abbit vnde daz gotzhus niht winis het, so sulnt alle winlivte gebin mime herren dem abbitte vnde dem gotzhus vivnf Schillinge. So het min herre der abbit vnde daz gotzhus reht an sibenzechin knehtin, die denkeinin dienst sulnt dvn deme gerihte, der sint drie vischere, drie rebeman,. zwene koche, zwene ohsiner, einin süter, einin kvrsener, ein scherer, ein phister,. ein gastmeister, ein brieuer vnde ein vörstere. So het min herre der abbit vnde daz gotzhus reht ze setzenne ein bamwart. Alsus sint och dez clohsters reht vbir die Hvpmatten, daz mines herren dez abbittes knehte sol varn in die Hvp- mattin von Primen vntz mitten Vndern') vnde danne nah after Vndern*) in ein ander vntze Vespern vnde sol daz dvn mit siben ochzen vnde mit sibendehalben pherde, vnde sol der pheride einis indragen an dem abinde, daz die sechzegezzent die naht, vnde sol der botte hvtin, daz sich der ochze dekeinir niderlege in der matten, vnde in sol niht me danne ze einen male in einis mannis matte varn, vntze er vmbe kvmit, vnde dize reht sulnt sin von sancte Walpurge tag vntze Svnichten. Vnde wizsent och, daz alles daz gut, daz da heizet daz alte gvt, daz her zv Gengenbach hörit, daz daz lit in deme rehte: swie vil sin ein man het, daz er niht wände ein val, git von dem gvte, vnde swie Kitzel er sin het, so git er och ein ane die nuwen gvt, dv da virdinget sint, swie manig sunder gvt er der het, die sint valbere. Da och daz gotzhus gvt lit, daz der lvte erbe ist, die sulnt daz niht deilin ane mines herren dez abbittes. bottin. Daz selbe gvt, daz die lvte ze erbe hant, stirbet da vfe ieman, swer den erbin sol, daz liehet dez gotzhus bottin wol, vnde ist dez klohsters der erschathz vnde dez botten der winkoff, vnde swele gvt kumit an ein vrömede hant, daz liehet min herre der abbit selbe vnde niht sin botte, vnde die selben botten sulnt die velle vordem deme gotzhus vnde sulntz ime entwirten deme gotzhus, vnde swel val vnder einime Schillinge ist, der ist dez botten. Wizsent och: swenne der ambahtlüte dez klohsters dekeinir stirbet, daz daz ambacht lidig ist; stirbet och min herre der abbit, 56* 0 -!•'.' - ; mBml IglSmSsl m Wh&Wm m MM ".. , I mSm .;■"-'■■ ■'','■. ■ -■■»:■ ■'"■■■•■■■'■':•':•'■ 444 NACHTRÄGE. so sint sie alle lidig. Wizsent och, daz gemeinlich daz die reht sint alse braht vnde och daz reht ist, daz einkein gvt, daz ze Grengenbaeh .höret, dekein vogitreht geben sol von dez gütiz rehte, vnde in swelme geriehte der man sitzet, dez daz gvt ist, der sol dienin von deme libe nah der gewonheit, alse da reht ist. Susgetane reht beide dez klohsters von Gengenbach vnde aller lvte, die der hoerent, alse sie hie vor- geschriben stant vnde manz inme offen dinge erteilet hat, die stete (sie) wir vnde wellent vnd gebietent, daz man sie iemerme habe stete vnde sie behalte. Vnde daz ein stetekeit ewieliche har an sie vnde belibe, so han wir vnser kvniclich ingesigel an disen brief geheizen henken. Diz geschach in deme manode dez Meien in deme jare, da von vnsers herren gebvrte warent dvzent vnde zweihundert vnde sibenzic vnde vunf jar 2 ). Das Siegel fehlt. Perg. Orig. Karlsruhe. a) Punkte im Originale. b) Hier wiederholt das Original (mit einigen Abweichungen auch die Copie dieser Urk. im Gengenbacher Copialbuche, T. V, fol. 3—4, Karlsruhe) den Satz: »her vber het daz gotzhus vnde min herre der abbit die grauischaft zwischent Velliturlin vnde Swigenstein ane die nun hvben, die ze Olesbach ligent, die vmbe die selbe graueschaft gewihselt wurdent, vnde swer da zwyschent dizen zwein ziln dar kumit ane nahvolgenden vogit vnde da blibet jar vnde dag, der sol al der rehte gehorsam sin.« c) Ergänze: reht. 1) „Unter" noch heute Inibiss zwischen den Mahlzeiten. 2) (1289). Nicolaus papa jura et possessiones monasterii in Gengenbach confirmat, inter quas capella st. Michahelis in Heideberg, jus patronatus in ecclesia Steinahe, terrae, possessiones, jurisdietio temporalis in comitatu sive distriutu a lhnite dicto Swigenstein per vallem Kinzichendal asque ad limitem Velleturlin pro- cedente, jus patronatus ecclesiae, deeimae et possessiones in villa Eschahe nominantur. Das Datum fehlt, von jüngerer Hand ist angereiht: Anno 1289 pontificatus sui 2. Karlsruhe, Gengenbacher Copialbuch V, 19. (15. Jhdt.) — Nach dieser Urkunde lag der Swigenstein im Kinzigthal; er ist also identisch mit dem noch im 17. und 18. Jahrhundert als Jurisdictionsmarke genannten „Schweigenstein, Geschweygenstein, Gschweyenstein", welcher oberhalb Haslach, südlich der Kinzig gegenüber von Escb.au an der Straße, 148' von der Haslach-Hausacher Banngrenze (nach Aktenstücken des f. f. Archives von 1749—51) entfernt liegt. Die zweite Marke der Gengenbacher Grafschaft, der „limes Velleturlin" ist unzweifelhaft in dem bei Stollhofen, A. Rastatt, abgegangenen Dorfe Felderen zu erkennen, das schon 994 als „villa Vallator" genannt wird (Dümge, Reg. Bad. 93—-94). Da sonach Swigenstein und Velleturlin die äußersten Grenzpunkte des Gaues Ürtenau gegen Südosten und Nordwesten bezeichnen, so umfasste die Grafschaft, welche das Kloster Gengenbach im 13. Jhrhdt. besaß, die gesammte Ortenau; dieselbe ist deshalb eins mit der Grafschaft Kinstorf-Ottenheim, welche in der ersten Hälfte des 11. Jhrhdts. dem Zähringer Berthold, aber 1070 (Dümge 21) dem Grafen Liutfrid gehörte. Sonach ist die gewöhnliche Annahme, dass die Grafschaft in der Ortenau den Zähringern bis zu ihrem Erlöschen zustand und von denselben auf die Uracher vererbt wurde, unhaltbar. Wie dieselbe aber an das Kloster Gengenbach gedieh, kann bis jetzt nicht gesagt werden. Späterhin gehörten die gräflichen Rechte in der Ortenau dem Reiche, das dieselben durch einen eigenen Landvogt verwalten ließ. Dasselbe kam offenbar dadurch in deren Besitz, dass es vom 13. Jhrhdt. an die Vogtei des Klosters Gengenbach innehatte. B. 3) Weitere Copien dieses Weisthums sind wörtlich in Bestätigungsurkunden der Könige Adolf 1293, mm' 1! WM 1275-1290. 445 Albrecht 1300, Heinrich VII. 1309, Ludwig IV. 1331, Karl IV. 1353 enthalten. A. a. 0. 5—15. Eine Erweiterung desselben von Kaiser Ludwig 1331 steht ebenda 15—18, von Karl IV. 26—29. SR H 1287, Juli 16. Villingen. 485 a R. x ) Constantiensi episcopo C. 2 ) de Pivrstenberg, canonicus ecclesie Constan- tiensis, rector ecclesie in Vilingen, significat, quod „ad petitionem matris sue Agnetis comitisse de Pivrstenberg consensit et per presentes consentit, ut missarum solleinp- nia in hospitali pauperum, per ipsam in oppido Vilingen constructo, valeant celebrari, ita tarnen, ut oblationes ob ipsarum missarum reuerenciam oblate cedant ecclesie in Vilingen parrochiali." Datum Vilingen anno domini 1287 crastino Margarete 3 ). Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Spitalarchiv Villingen (mit dem städtischen vereinigt). 1) Rudolf. 2) Konrad. 3) 1294, April 29., H. Constantiensis episcopus literas subscriptas (folgt inserirt die UrJc. des Grafen Konrad von Fürstenberg für das Spital in Villingen v. 1291, Juni 9; s. oben Bd. I, Nr. 615) vidit et legit, consensum suum liberum impetit et eas confirmat. Datum Constantie anno domini 1294. 3. kalendas Maii, indictione septima. An grün-weiß-brauner Schnur des Ausstellers „sigillum electionis", da er „non habet aliud" (beschädigt, spitzoval, auf gothischem Stuhl ein Geistlicher sitzend, ein Buch in der linken; f S. H... .... LECT. ET. CFIßMATI. I. EPM. CONSTANC). Perg. Or. Spitalarchiv in Villingen. 1290, März 11. Villingen. 485\ Die Zvndin sei. gab zu ibrem und ibres Wirthes, Herrn Cvnrates sei. Zvndens Seelenbeile dem Spital der Armen- und der Siecbenleute zu Vilingen ihre Wiese vor dem obern Thor, die hie vor des Bvzzen war, und vier Juchart in Erphenlachvn und 103 9. $i Brisger, und nahm hierüber zu Pflegern Herrn Heinrich von Vockenhvsen, Herrn Bvrcart von Tanhain, Herrn Cvnrat den Roseler, Herrn Eberhart Walten und Herrn Eberhart den Bischmeier, mit der Bestimmung, dass der Nutzen von diesen Gütern jährlich den Siechen des Armenspitals zufallen soll. Um die 103 & haben die Pfleger von Heinrich Götfrit Aecker bei der Stadt gekauft. Zur Jahrzeit Herrn Cvnrates Zvnden soll man den Armenleuten des Spitals 10 ß geben „vmbe essen vnd drinken der dinge, div die armen livte des selben spitales dänne aller gernost dian" ; ebenso soll man thun zur Jahrzeit der Zvndin. Sollte der Spital zergehen, was Gott wende, „so svln die viunfe pfleger disiv vorgenanten gvt vf ir sele zerteilen vnd gen m- Hü iHSHS IlSilll WBBBBBM iiiiiii 111111 -Jraffi m ■ asSa .-; wB£t wm- i 446 NACHTRÄGE. durch got an die stette, da siv wenent, das es alr beste bewant sie vnd got alr ge- nemest." Die Gräfin von Fivrstenberg 1 ) und die Bürger von Vilingen besiegeln zum Zeugniss den Brief. Gegeben ze Vilingen 1290 an st. Gregorien abende. Von den angezeigten Siegeln, hängend an Schnüren, die aus brauner Seide und weißer Wolle gedreht sind, ist das der Stadt Vilingen erhalten. Perg. Or. Spitalarchiv Villingen. 1) Agnes, die Stifterin des Spitals. 1294, Okt. 1. Villingen. ffist! m. AS5 e -Gräßn Agnes von Fürstenberg schenkt dem Armenspital in Villmgen ein Gut in Bräunungen zur Unterhaltung eines ewigen Lichtes an ihrem und ihres verstorbenen Gemahls Grabe in der Villinger Pfarrkirche. Nouerint vniuersi preseneium inspectores, lectores seu auditores, quos nosse fuerit oportunum, quod II nobilis domina Agnes, quondam cometissa de Fivrstenberg, sana mente et corpore in remedium II sue anime et mariti sui legittimi, H. quondam ' illustris domini comitis de Fivrstenberg, predium solutum, situni in villa Brvlingen, quod Bvrkardus dictus Gnefsi, Albertus dictns Rex, . . a ) dictus Mvst et . . a ) fratres de Walch excolunt et inhabitant, de quo soluunt annis singulis pro censu annuo b ) 18 modios tritici, totidem auene mensure in Brvlingen, 24 solidos denariorum monete Brisg(auiensis) et 12 pullos, accedente consensu pleno, voluntate expressa et manuali resignatione illustris domini Friderici comitis de Fivrstenberg, filii comitis et cometisse eibrundem, hospitali pauperum in Vilingen libere tradidit et donauit perpetuo possi- dendum, ita videlicet, quod procuratores ipsius hospitalis superiores et inferiores tarn presentes quam futuri de censu predii predicti amministrent oleum sufficiens ad lam- padem ad sui et mariti sui legittimi sepulchrum in ecclesia parrochiali in Vilingen*) pendentem, que die noctuque ardere debet perpetuo et debebit; partem vero census expeditionem predicti luminis excrescentem in anninersariis Agnetis cometisse et H. comitis de Fivrstenberg predictorum ad refectionem pauperum hospitalis predicti procuratores ipsius annis singulis perpetuo tenentur expendere et largiri. In predicte donationis et ordinationis euidenciam et robur perpetuum presentes litere sunt vni- uersitatis ciuium ville Vilingen et predicti hospitalis sigillis fideliter communite. Datum Vilingen anno domini 1294.' kalendis Octobris, indictione 7. ■^B ym 1230-1310. 447 Die Siegel der Stadt Villingen (beschädigt) und des dortigen Spitals (spitzoval; im Siegelfelde der hl. Geist in Gestalt einer herabfliegenden Taube; f S. HOSPITAL. PAVPERV. IN. VILINGEN.) Perg. Or. Spitalarchiv in Villingen. a) Punkte im Or. b) Or.: anno. 1) Hier also die erste urkundliche Bestätigung, dass Graf Heinrich I. und seine Gemahlin Agnes in der Villinger Pfarrkirche, d. h. im dortigen Münster bestattet wurden. 1296. 486. Anno domini niillesimo ducentesimo 96 obiit generosus Friderichvs comes de Fvrstemberg etc. Pap. Zettel von der Hand Jakobs von Rammingen, der um 1580 Vogt in Wolfach war. Wahrscheinlich hat derselbe die Inschrift von dem damals wohl noch erhaltenen Grabsteine des Grafen Friedrich in Wolfach copirt. Neugarts Angabe (vergl. Bd. I, Nr. 637, Anm. 1) findet hiedurch Bestätigung. 1301, Juli 23. 487. Volz ein Edelknecht von Dießen verkauft mit Zustimmung des Grafen Egen von Fürstenberg, Landgrafen in der Baar, eine Hube in Toningen um 9 x /2 Mark Silber an die Klosterfrauen in Neuenhausen. m Geben Sonntag vor st. Jakob Apostel 1301. Nach dem Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers im Archive der Armenfondspflege in Rottweil im Regest mitgetheilt von Glatz in der Zeitschr. f. d. Gesch. des Oberrheins, XXX, 177. V'i-rt": ■bBmb m liiliii' H Wmm§M Zur ürk. v. 1310, Juli 29., Bd. II, 'Nr. 54. 4ooi Hr. Mayer, damals fürstlicher Straßenmeister in Donaueschingen, jetzt Bürgermeister von Waldshut, entdeckte im Sommer 1878 an der gegen Bräunungen liegenden Südostspitze des Waldes Habseck am Bruderbüchle Grundmauern eines Hauses, wie er vermuthete, einer Mühle, und eines aus Quadern errichteten massiveren Baues, mit Spuren eines Kanals und Weges, das ganze eine alte, jetzt wieder überwachsene Rodung im Walde. Wahrscheinlich darf man in dem Quaderbau die schon 1310 als „öd" bezeichnete Kirche erkennen; denn der Wald Habseck erstreckt sich, wie die Urkunde besagt, genau von diesem Punkte gegen Mistelbrunn; auch zeigt die Aufzeichnung v. c. 1435 in Bd. III, Nr. 83, Anm. 4, dass die „öde Kirche" an einem Bache lag. Der Name desselben „Bruderbüchle" läßt vermuthen, dass dort ein „Bruder" lebte, entweder ein Einsiedler oder als Expo- situs ein Mönch des um Mistelbrunn begüterten Klosters St. Salvator in Schaffhausen. Was im Hieronymus (H, Lebensbilder aus der Baar und dem Schwarzwalde, 1853, S. 40 flgd.) der lokalkundige Lucian Reich von einem Bruderkirchlein in der Nähe des Laubenhauserhofes berichtet, beruht vielleicht auf Volkstradition von dieser Einsiedelei. Bi 111111 HBH8SH mm 448 N ACE TRÄGE. Ein 1791 reduzirter Grundriss des Bräunlinger Distriktes im Schwarzwald verzeichnet übrigens am Bruderbach, an der Grenze des Neidniger Klosterwaldes „Oeden Kirchen" und daneben das „alte Schlos Langenstein." Bei einem Besuche der von der Karte bezeichneten Stelle im Mai 1879 fanden Herr Oberförster Kissling, Dr. Baumann und ich dort in der That ganz überwachsenes Mauerwerk einer alten Burg, auf der nördlichen Seite desselben auch Spuren von Wall und Graben. Die Stelle liegt nördlich von der Straße, die nach Unterbränd führt, hart an derselben, 240 Meter westlich von dem Thälchen, das auf der topographischen Karte von Baden (1848) „Aasenthälchen", auf der reduzirten Karte von 1791 aber „Sachsenthälchen" genannt ist. Wie die Ueberreste zeigen, bestand die Burg nur aus einem runden oder viereckigen Thurnie. Die Kunde von der wohl seit dem 14. Jahrhundert oder länger zerfallenen war vollständig verloren, doch fanden wir unter Bewohnern des benachbarten Dorfes Hubertshofen noch die Sage lebendig, dass im Walde Habseck dereinst eine Burg gestanden. Da Heinrich von Aitlingen den Wald Habseck, den er 1310 an Kloster Neidingen verkaufte, nach obiger Urkunde von denen von Langenstein gekauft hatte, darf man annehmen, dass das letztere Geschlecht, Stammesvettern der Herren von Almshofen (s. Bd. I, Nr. 563 und die gleichen Siegel, Bd. II, Nr. 592), hier seine Stammburg hatte, zu der wohl die „öde Kirche" ursprünglich gehörte. Bekanntlich liegt auch im Hegau eine Burg Langenstein, die einem gleichnamigen Geschlechte, den Stiftern der Deutschordenscommende Mainau, gehörte. Es ist wohl möglich, dass die von Langenstein im Hegau und im Schwarzwalde ein und dasselbe Geschlecht sind; wenigstens erscheinen, während die Siegel allerdings verschieden sind, hier wie dort die Vornamen: Hug, Friedrich. Welche der beiden Burgen in diesem Falle die ältere, die eigentliche Stammburg war, läßt sich nicht entscheiden. Schon der älteste bekannte Langensteiner, Hugo, erscheint als Eeichenauer Ministeriale; aber dieß entscheidet noch nicht zu Gunsten der Hegauer Burg, da Reichenau auch in dieser Gegend des Schwarzwaldes viele Besitzungen hatte. Ueber die von Langenstein im Hegau vergl. Bader in der Zeitschrift f. d. Gesch. d. Oberrheins, II , 347 u. Frhrr. Roth v. Schreckenstein, die Insel Mainau (an vielen Stellen; s. Register). — Beachtet man die Burgställe Langenstein, Dellingen und Kürnburg, das ausgedehnte Gräberfeld auf der Windstelle, den auf eine abgegangene Ortschaft weisenden Namen Notgensteinszehnten in der Bräunlinger Gemarkung u. a., so erkennt man, dass diese ganze Gegend in alter Zeit viel mehr bewohnt war als heute. 1311, Juli 14. Villingen. 488". Hainrich der Aitlinger verkauft mit seines Herrn, des edlen Grafen Egenne von Fvrstenberg Hand, Gunst und gutem Willen eine Wiese zu Ashain in dem Asabach, die Herrn Vresselins war, als Eigen an das Armenspital des hl. Geistes zu Vilingen um 12 # <$. Brisger, worüber er Burkart Hgmerlin, einem Burger zu Vilingen, Pfleger des Spitals, quittirt. Geben ze Vilingen an st. Margareten abende 1311 '). Das Siegel des Grafen Egen von Fvrstenberg, der dasselbe auf Bitte des Ausstellers anhängte. Perg. Or. Spitalarchiv Villingen. 1) Vom selben Tage datirt eine im übrigen gleichlautende Urkunde, worin als Zustimmender Graf Hainrich von Fvrstenberg, als Siegler aber wie oben Graf Egen genannt ist und an welcher gleichwohl das Reitersiegel des Grafen Heinrich II. von Fürstenberg (wie an der Urk., Bd. I, Nr. 645) hängt. m m I , 1 i i ■ 1310-1317. 449 m 1317, Nov. 16. Villingen. 488 b . Bruder Egen von Fürstenberg, Comthur und alle Brüder gemeinlich st. Johans Ordeus des Spitals von Jerusalem des Hauses zu Vilingen beurkunden, dass Frau Mehtilt die Boerin, Cvnrat Börren sei. eheliche Wirthin, zu ihrem, ihres sei. Gemahls, Bruder Johans sei., ihres Sohnes, und aller ihrer Vordem Seelenheile an des hl. Kreuzes Altar zu Vilingen in dem Gotteshause der Aussteller ihr Gut zu Vberächen gab, das Hainrich Lückeli baut und das jährlich gilt 13 Scheffel Kern, ebensoviel Haber, 1 Viertel Eier, 6 Hühner und 6 Pfennige „ze wegelese", ferner ihr Haus zu Vilingen, gelegen zwischen Rudolf Möchen und Johanns Zanne Häusern, unter dem Vorbehalte der Nutznießung beider Güter, so lange sie lebe. Wird das Haus verkauft, so sollen die Johanniter mit Wissen und Willen Cvnrates von Tanhain, Johans seines Bruders und Burchart Hemerlins des jungen den Erlös an andere Güter legen, die demselben Altar dienen. An der Jahrzeit Bruder Johans sei., des Sohnes der Stifterin, d. i. am nächsten Tage nach st. Franciscen Tage, sollen sie sich mit 3 Scheffeln Kernen von dem Gute zu Vberächen über Tisch dienen nach ihrem Belieben. Alles dieß ward vor offenem Rathe der Stadt „gelütpert". Gegeben ze Vilingen 1317 an st. Otmars tage 1-3 ). Die Siegel des Bruders Egen (wie oben), des Johanniterhauses zu Vilingen (rund; im Siegelfeld das Johanniterkreuz; f S. FRATRVM. HOSPITALTS. DE. PILINGIN.) und der Stadt Vilingen. Perg. Or. Spitalarchiv in Villingen. 1) 1316, Juni 10. (an st. Barnabas abende) Vilingen, beurkundeten der Schuldheiß, der Burgermeister und der Bath gemeinlich von Vilingen, dass Cünrat Börere, ihr Burger, und Frau Hghthilt, dessen eheliche Wirthin, vor ihnen den ehrbaren geistlichen Herren, dem Comthur und den Brüdern des Hauses zu Vilingen Ordens von dem Spital zu Jerusalem zu einem Seelgeräthe nach ihrer beider Tode vermachten zwei Gütlein zu Mülhusen, die sie vormals von diesen Herren für recht Eigen kauften, wofür dieselben, wie näher bestimmt wird, ihre Jahrzeit begehen sollten. Perg. Or. mit den Siegeln der Stadt und des Johanniterhauses zu Villingen. Spitalarchiv in Villingen. 2) 1322, April 19. bekennen Bruder Egen von Virstenberg, Comthur und die Brüder des Hauses zu Vilingen Ordens von dem Spital st. Johans zu Jherusalem, dass sie die ehrbare Frau Offeinye die Jacobin von Vilingen, Johansen und Jacoben, ihres Sohnes Kinder, nach dem Almosen, so ihr Sohn Bruder Burkart ihnen und ihrem Hause dargebracht hat, fortan auf keine Weise nöthen noch bekümmern sollen. Auch gelobten sie Bruder Burkart, als sie ihn in ihren Orden empfingen, „dar nach ze ritenne vnd ze varenne vnd die sach mit gaistlichen geriht ze füren, die er e lange gen Burkart den Hecht so verre getriben hatte, daz der Hecht bannig wart." Sie werden ihm in dieser Sache mit ihren „priuileyen", Briefen und ihrem Rath stets beholfen sein. Geben ze Vilingen an dem nehsten mandag nach vsgender Osterwochen 1322. Das Siegel des Johanniterhauses zu Vilingen. Perg. Or. Spitalarchiv in Villingen. 3) 1324, Jan. 30. verkaufen Bruder Egen von Furstenberg, Comthur des Hauses zu Vilingen und IV. 57 MM ■■■ sflH^ fiiifiiiiii Iflilll npiH F » ■ i ! lll§ "■" *■■■ ■ 1 Hl B ■n mm ISP 450 NACHTRÄGE. die Brüder gemeinlich st. Johannes Ordens desselben Hauses, an Schwester Adelhait, genannt von Valkenstain, 4 Scheffel Kernen, 2 von der „oberost mvli" und 2 von der Bickenmühle, um 20 Tb 3\ Prischer, worüber sie quittiren, zu einem Leibgedinge unter der Bedingung, dass dasselbe an deren Oheim Rvdolf von Valkenstain falle, falls sie vor diesem sterbe, nach ihrer beider Tode aber ihrem Hause ledig werde bis auf 1 Scheffel Kernen, den man ewig den genannten Brüdern über Tisch um ihrer Seele willen zu ihrer Jahrzeit geben solle; geschähe dieß nicht, so fällt derselbe an den Armenspital zu Vilingen. Geiben ze Vilingen an dem dritten dag vor der Liehtmesse Vnser Vröwen 1324. Das Siegel des Johanniterhauses zu Vilingen. Perg. Or. Spitalarchiv zu Villingen. 1324, Jan. 23. (Villingen). *-:•;.;., 489. Graf Gebhard von Fürstenberg, Domherr von Constanz und Pfarrherr von Villingen, genehmigt und beurkundet die von der Bäcker- und Müllerzunft in Villingen vollzogene Stiftung des Altars der hl. Maria, der hl. Katharina und aller Heiligen und einer Pfründe in seiner Pfarrkirche zu Villingen. Omnibus Christi fidelibus presentium inspectoribus, lectoribus sev etiam audi- toribus Gebehardus comes de Pürstemberg, canoaicus ecclesie Constantiensis, II rector ecclesie in Vilingen, subscriptorum notitiam cum salute. Vt ea....... (u. s. id. wörtlich übereinstimmend mit der Urk., Bd. II, Nr. 129 a J .... volumus peruenire, quod communitas, que wlgariter zvnfta dicitur, prudentum virorum paniiicum et molitorum opidi Vilingen altare perpetuum in honore sancte Marie virginis et sancte Katberine virginis ae aliorum sanctorum in nostra parrochiali ecclesia veteris ville Vilingensis *) iuxta chorum a sinistro latere eiusdem ecclesie fundauit et perpetuum prebendarium ad prefatum altare pertinentem dotauit, accedente nostra licentia, pleno pariter et fauore, tarnen inclusis subnotatis condicionibus omnibus inuiolabiliter obseruandis. Prefata zvnfta tres gubernatores, videlicet Wernherum dictum Kvmber, ßerhtoldum dictum üenkinger et Hainricum molitorem ante portam dictam Bickentor ac ipsorum snccessores perpetuo deputauit, qui prebendam altaris predicti, quotienscumque vacare contigerit, tantum sacerdoti discreto propter deum conferre debent proximum infra mensem. lidemque gubernatores debent semper esse jurati; quorum gubernatorum quotienscumque vnus decesserit, duo residni de predicta zvnfta debent vnum loco de- functi eligere infra mensem proximo subsequentem, qui etiam debet jurare, quod hanc gubernacionem fideliter iuxta presentium continentiam prosequatur. Prebendarius vero, qui per ipsos gubernatores electus fuerit, in eodem altari absque dolo sev etiam ca- lumpnia qualibet missam debet cottidie celebrare et hoc semper esse debet absque preiudicio parrochialis ecclesie necnon .. a ) plebani, qui pro tempore gesserit plebana- "»Um 1317—1324. 451 tum. Insuper predictus prebendarius nunquam debet se prius induere ad missam suam perficiendam nisi post offertorium summe misse sacrificio penitus consummato, nisi faciat hoc de .. a ) plebani licentia speciali. Et in premissorum omnium robur per- petuum presentes nostri sigilli caractere duximus confirmandas. Actaque sunt etiam omnia premissa de bona voluntate et consensu reuerendi in Christo patris, domini Rüdolfi dei gratia episcopi ecclesie Constantiensis necnon Johannis et Götzonis comi- tum de Fürstemb^rg fratrum, filiorum quondam fratris nostri karissimi felicis recor- dationis Egenouis comitis de Fürstemb§rg, ad quos jus patronatus ecclesie prefate dinoscitur pertinere. Nos vero Rüdolfus dei gratia ecclesie Constantiensis episcopus necnon Johannes et Götzo fratres comites de Fürstemberg prefati ad instantem peti- cionem Gebebardi comitis de Fürstembgrg prefati premissa omnia per ordinem, prout supra sunt expressa, perpetuo robore tenore presentium confirmamus et in perpetuam confirmacionem premissorum omnium presentes nostrorum sigillorum munimine duximus confirmandas. Acta et confirmata sunt hec anno domini millesimo tricentesimo vicesimo quarto 10. kalendas Februarii indictione septima 2 ). An rothen Seidenschnüren die Siegel des Bischofs Rudolf und der Grafen Johanns, Götz und Gebhard von Fürstenberg (1—3 beschädigt, wie oben, 4 Bruchstück). Perg. Or. aus der Zunftregistratur in der städtischen Alterthumsammlung zu Villingen. a) Punkte in der Urk. 1) Trotz dieser Bezeichnung kann nicht die Kirche in der Altstadt, die jetzige Gottesackerkirche, sondern nur das Münster gemeint sein. Denn in der Urk. v. 1324, Bd. II, Nr. 129", heißt es, dass die Pfarrkirche liegt infra muros und dem Hause des Bürgers Zahn gegenüber, was nur auf das Münster passt. Der Ausdruck: parrochialis ecclesia veteris ville Vil. dürfte demnach als eine aus älteren urkundlichen Vorlagen gedankenlos herübergenommene Formel zu deuten sein. 2) Vergl. die ähnliche Urkunde des Grafen Gebhard von 1324, Nov. 6., Bd. U, Nr. 129». — (Vor 1324). Bei der Beschreibung der Tennenbacher Mühle zu Vilingen „vor Rietor" im Güterbuche dieses Klosters von 1341, S. 340 ist bemerkt: Item datur comiti Egenoni siue filiis eius omni anno de iure hareali vnus porcus vel 1 libra denariorum sine omni dampno nostro. B. fin ü WM 1324, Dez. 5. Rottweü. 490. Berthold Stokkeli von Wartenberg verkauft mit Zustimmung der Grafen Johann und Götz von Fürstenberg an das Spital in Rottweil zwei Güter in Seedorf um 20 Ä Heller. Geben Rottweil an st. Nikolausabent 1324. 57* aSS£* Wmm ■ . ■ ■■ ■■■ •"■•■'■ '■■■:-■■ Wim. 452 NACHTRAGE. Nach dem Perg. ür. mit 3 Siegeln im Archive der Armenfondspflege in Rottweil im Regest mit^e- theilt von Glatz in der Zeitschr. f. d. Gesch. d. Oberrheins, XXX, 179. 1325, März 13. Trausnitz. 491. In dem durch Grafen Bertold von Hennenberg und Dietrich den Piliehtorfer, Marschalk in Oesterreich, vermittelten Trausnitzer Vertrage zwischen König Ludwig und Friedrich von Oesterreich wird „der Graf von Fürstenberg" *) unter jenen genannt , welche zu den Heiligen schwören und Briefe darüber geben sollen, dass sie, falls die Oesterreicher die Sühne nicht halten, dem Könige Ludwig wider dieselben beholfen sein wollen. Geschriben ze Trausnicht an der mitwochen vor dem suntag Letare (1325). Gewold, Ludovicus IV. imperator defensus, p. 89. Weitere Drucke s. bei Böhmer, Reg. Lud. IV. imp., nach Nr. 804, S. 47. 1) An letzter Stelle unter den Grafen, so dass wohl einer der beiden jugendlichen Grafen Johans und Götz von Fürstenberg-Haslach zu verstehen ist. Des Grafen Götz Bürgschaft für Herzog Leopold von Oesterreich v. 1325, Juli 27. (s. Bd. II, Nr. 138) bietet eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass auch hier an diesen zu denken ist. (c. 1325—1450.) 492. I n der Kitterkapelle zu Hassfurt am Main findet sich unter den 248 großen bemalten Wappenschilden, welche um den Chor laufen, am vierten Pfeiler der Südseite in erster Reihe jener der Grafen von Fürstenberg, was wohl darauf hindeutet, dass einer derselben Wohlthäter der Kirche war*). Deutsches Fürsten- und Ritteralbum der Marianischen Ritterkapelle in Hassfurt von K. A. v. Heide- loff mit genealogischen Notizen und Vorrede von A. v. Eye, Stuttgart 1868, S. VI u. Tab. VII. 1) Die Ansichten über die Zeit der Entstehung der einzelnen Bautheile und der Anbringung der Wappenschilde gehen weit auseinander. Vergl. v. Eye a. a. 0., Vorwort, und Sighart, Geschichte der bildenden Künste im Königreich Bayern, II, 485. 1335, Mai 19. Kloster Beuron. 493. Graf Heinrich zu Fürstenberg gewährt dem Kloster Beuron Geleit und Schirm und Befreiung von Zoll und Ungeld an seinen Zollstätten. Wir graue Hainrich, her ze Fürstenberg vnd lantgraue in Bare, veriehen vnd wSm 1325- 1337. 453 tun kunt allen II den, die disen brieue ansehint oder hörint lesin, das wir Mtterlich durch gotte, durch vnser sele vnd durch vnser vordero (sie) sele hau willen den erberen gaischlichen herren, dem bropst vnd dem conuent vnd dem gotzhuse gemain- lich ze Burren die genade vnd die frihait getan vnd gegebin habin für vns vnd alle vnser erben, das sü kain vngelt noch kainen zol geben süllen zv der Nüwenstatt, zv dem Alten weg, ze Gutmetingen noch ze Hüsen in Kinzgental noch in kainen strecken, da wir zol oder vngelt nemen von win, von körn, von flaisch noch von kainen dingen, so sü in dem vorgenanten iro gotzhuse bruchent ze Bürren. Wir gebietent och allen vnseren zollern vf den vorgenanten zollen, das su enkainen zol noch kain vugelt von in nemen oder von iren botten vnd su vnbekümmert lassin varn. Wir habin sü och genomen in vnser gelait vnd in vnsern schirme, ir libe vnd ir gut, vnd dar vmb so bitten wir füsseklich vnd ernschlich alle vnser fründ vnd vnser mag, alle vnser helfer vnd diener, wa die vorgenanten herren, ir lip oder ir gut, zv in kome (sie), das sü si schirmen vnd blaiten iemer durch vnsers dinstes willen. Her vber ze ainem waren statten vrkiind vnd das den vorgenanten herren vnd irem gotzhuse disen (sie) vorge- geschribenen ding iemer me stät belibe von vns vnd von vnseren nahkomen, so henken wir vnser insigel an disen brieue, der wart gebin ze Bürre in dem vorgenanten klöster an dem nähsten fritag vor sant Vrbans tag, da man zalt von gottes gebürd drüzehenhundert jar drisig jar, dar nah in dem fünften jar. Ein eingenähtes Bruchstück vom Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Königl. preussisches Staatsarchiv in Sigmaringen. 1337, Juli 23. Villingen. 493 a . Albrecht Herzog zu Österreich etc. bestätigt dem Armenspital des hl. Geistes zu Vilingen alle die Gnaden, Freiheiten und Rechte, die demselben seine lieben Oheime, Graf Egen und Graf Cvnrat sei. von Fürstenberg, Gebrüder, mit ihren Briefen gethan haben, und gibt außerdem dem Spital die besondere Gnade: „wer darin sein gtregd (sie) ze behalten geit oder chornschütte darinne hat vnd da von dem offtgenanten spital zins geit an geuerde, daz dem dazselbe chorn noch gtregd darinne nieman verbieten mag noch sol, in dhaynen weg." Geben ze Vilingen an mittichen vor st. Jacobs tag 1337. Das schöne, ausgezeichnet wohl erhaltene Reitersiegel des Ausstellers. Perg. Or. Villingen, Spitalarchiv. ' ' ; H 111 1 mW mm* Hl ml " wenas JF Mi. wm mmn _JHR mm, mm 454 NACHTRÄGE. 493\ 1348, Febr. 9. (Villingen). Johans von Sunthain, gesessen zu Vilingen, ist mit dem Comthur und den Brüdern der Johanniter zu Vilingen übereingekommen wegen des Zehntens zu Vilingen , der weiland Hainrichs sei. von Offenburg war, der den Johannitern zu Eigen gefertigt ward von dem edlen Grafen Götz sei. von Fürstenberg x ), den er, der Aussteller ihnen von einer Pfründe wegen zu rechtem Almosen gefertigt hatte und den sie jetzt etwieviel Jahre als Eigen inne hatten: dass er sie der ihm gegebenen Pfründe ledig läßt und dass sie dafür den Zehnten ausser einem jährlichen Zinse von 2 Hühnern dem ledig lassen sollen, den er ihn verkauft. Er hat nun diesen Heuzehnten mit dem kleinen Zehnten, der darein gehört, den Siechen in dem Armenspital zu Vilingen und an deren Statt den Pflegern des Spitals, Cünrat dem Hainbürgen, Burgermeister zu Vilingen, Cünrat von Tanhain, dem „erren" Burgermeister, und Burkart Zanne, Burgern zu Vilingen, verkauft um 320 # Heller, worüber er quittirt. Geben aht tag nach Vnser Frowen tag der Lyehtmisse 1348 2 ). Von den Siegeln des Ausstellers und der Stadt Vilingen fehlt das erstere. Perg. Or. Spitalarchiv in Villingen. 1) 1336, Febr. 9; s. Bd. II, Nr. 198. 2) Am selben Tage gibt zu Vilingen Albreht von Sunthain, Johansen Bruder, hiezu seine Zustimmung. Perg. Or. a. a. 0. mit dem Siegel des Ausstellers (Schild ohne Helm, unkenntlich; f S'. AL.. Tl. DE. SVNTHM.). 1351, Mai 31. Villingen. 493°. Graf Hainrich, Herr zu Fürstenberg, verrichtet gütlich die ehrbaren Rudolf von Tanhain von Vilingen und Adelhait, weiland Albrehtes von Nusbach eheliche Wirthin, um den Streit, den sie hatten um den Hof zu Byrhtenwiler, genannt des von Nusbaches Hof. Adelhait soll denselben innehaben, bis er von ihr oder ihren Erben erlöst wird um 30 Mark Silber Vilinger Gewichtes, um die er ihr Pfand ist. Von dem Holz, das zu dem Hof gehöret, dürfen Adelhait und ihre Erben hauen, was sie mit einem Wagen oder Karren dannen führen mögen. Geben ze Vilingen an dem neusten zinstag nah st. Vrbanus tag 1351. Die Siegel des Ausstellers, Rudolfs von Tanhain (im Schild ohne Helm ein Adler; f .. VDOLF1. D. TANHAN.) und des Bruders der Adelhait, da diese eigenes nicht hat, Herrn Johans Kirchherren ze der Nüwen- stat (spitzoval; im Siegelfeld auf Fußgestell Brustbild eines die r. Hand erhebenden, in der 1. den Hirtenstab haltenden Heiligen; S. IOH. IS..... I. NOVA. CIVITATE.). Perg. Or. Spitalarchiv in Villingen. 1348-1357. 455 1351, Febr. 5. 494. G-raf Heinrich, Herr zu Fürstemberg, beurkundet, dass Berchtolt der Leder von Möringen und Fritsch von Riedern Stöße hatten um einen Zehnten zu Sumpforren in seinem Dorfe, auch Gerichte, und dass Fritsch von Riedern vor ihm gegen den Leder wegen Entwehrung und Vorenthaltung dieses Gutes klagte. „Do erlaubt ich ime das recht vnd verböte im das vnrecht vnd behafft ime das vorgeschrieben gutte nach dem rechten, mit mynem vnd ouch mit niyner burger knecht, dem gebüttel ze Fürstemberg." Auf die Bitte beider Parteien, ihnen einen Tag zu geben nach dem Rechte, gab er ihnen offenen Tag in seinem Dorfe zu Sumpforren, setzte dort zu Gericht seinen Schuldheißen von Fürstenberg, Conrat den Vogt von Sumpforren, den man nennt den Stocker, und saß auch selbst zu Gericht. Nachdem beide Parteien mit ihren Fürsprechen gesprochen, erkennen „die frien richter von E'ürstemberg gemeinlich", dass Fritsch von Riedern den Zehnton „behübe von . . . Berchtolt, mit ge- meyner vrteil, die darvmb geben wart mit gezüg vnd mit geschwornen eyden." Geben 1357 an st. Agten tag. Das Or. siegelte der Aussteller, unter dessen Siegel sich auch die freien Richter von Fürstemberg verbinden. Copie von c. 1500 im Copialbuche des Klosters Gengenbach, T. III, fol. 1—2. Karlsruhe. 1357, Okt. 31. SP1PBB hHHB wHBE dhHH Wßa WB ■•■■'■ iBI ■'■■■■■■'■■.■• 1 495. Berchtold von Sunthausen beurkundet, dass er und Hans, seines Bruders sei. Hainrichs von Sunthausen Sohn, dessen Vogt er ist, der ehrbaren Frau Elßbeth, geborenen von Blumenberg, weiland Herrn Virichs Studengastes sei. ehelicher Wirthin, für 40 Mark lauteres und löthiges Silber Schaffhauser Gewichtes, die dieselbe ihnen geliehen, ihren Zehnten zu Hausen in dem Dorfe an der Thunowe und von dem Hofe daselbst, den Cuni Hueber baut, 3 Malter Roggen und 10 Scheffel Haber, und von dem Hofe daselbst, den Cuni der Balder baut, 3 Malter Roggen und 6 Scheffel Haber Nidinger Maß, alles Lehen von den Gebrüdern, Grafen Cunrat, Hans und Hainrich von Fürstenberg, die hiezu ihre Zustimmung geben, versetzt haben. Geben 1357 an Allerhailigen abend. Das Or. siegelten der Aussteller und die drei genannten Grafen von Fürstenberg. Pap. Copie des 16. Jahrhdts. Donaueschingen. «SS :■■■■■■' m t m mm ■ ■ l 'ä hl i 456 NACHTRÄGE. 1360. 496. Ein Verzeichniss etlicher Briefe des Klosters Friedenweiler aus dem 16. Jahrhundert verzeichnet unter Nr. 3 einen Lehensbrief von 1360, den Graf Conrat zu Fürstenberg den geistlichen Frauen zu Tbalheim über den Zehnten zu Thalheim gegeben hat. Donaueschingen. 1362. Mai 25. Colmar. 497. Johans und Hug Grafen von Fürstenberg sind unter den Ausstellern des Bundesbriefes vieler elsässischer und oberrheinischer Bischöfe, Grafen, Herren und Städte wider die von den Engländern *) drohenden Gefahren. Die Beredung gilt für das Land von Müntpelgard und Beffort bis eine Meile vor Wißenburg und jenseit des Rheins zurück bis Rinfelden, „von Friburg hinder sich vß wider den Schwartzwalt drige mile weges" 2 ). Geben zu Colmar an st. Vrbans tag des hl. bischofes 1362. Vollständig gedruckt in Königshovens Chronicke, in Track gegeben von Schilter, 1698, p. 887. 1) Die von Enguerrand von Coucy zur Verfechtung seiner Ansprüche auf elsässische Lande gedungenen englischen Söldner, welche 1365 und öfter im Elsass einfielen. Vergl. Scherer und Lorenz, Gesch. des Elsasses, S. 100 flgd. 2) Vergl. Bd. II, Nr. 373, wo das Datum nach dem obigen zu ändern ist. 1363. 498. Wilhelm Im Thurn zu Schaffhausen und Graf Conrad von Fürstenberg sind Verkäufer eines Stucks und sind Wilhelmen Bürgen: Herr Egbrecht der Schultheiss von Schaffhausen, Herr Egbrecht Boot, genannt von Grafenhausen, Bitter, Friderich Boot von Grafenhausen, Heinrich Brümsy, genannt Am Staad, Conrad Am Staad, Low Peter, Löwin Sohn, Egbrecht Schultheiss von Bandenburg, Hanß Low, Egbrecht Boot, Bueger Im Thurn am Bindermarkt und Berchtold Weissenburger zu Schaffhausen. Rüegger, Beschreibung der Stadt Schaffhausen, Mspt. in der f. Hofbibliothek zu Donaueschingen Nr. 564, p. 464. 499. 1364, Juli 26. Baden in der Schweiz. Diethelm von Blumenberg, Hauptmann und Landvogt der Herzoge von Oester- 11 -.■■ ■.. 1360-1367. 457 reich in Schwaben und Elsass, urkundet, vor ihm und den österreichischen ßäthen habe der fromme feste Ritter Rudolf Hüruß von Stein erwiesen, dass er und seine Erben von Stein und auch alle von Wieladingen und ihre Vordem des Gotteshauses zu Säckingen rechte Meyer seien. Zeugen: die edlen und frommen festen Grafen Conrad und Heinrich von Fürstenberg, Gebrüder; Rudolf, Propst zu Münster im Er- göw, Peter von Höwen, Hartmann von Breitenlandenberg, Johann der Kriech, Hartmann von Heidegg, Götz Müller von Zürich, Marquard von Ruda, Rudolf von Friedingen und andere österreichische Räthe. Freitag nach Jacobi Baden. Hohenbaum von der Meer, Urkunden von Säckingen (Auszug in v. Mülinens Sammlungen in Bern). Das Mspt. befindet sieh wahrscheinlich in der Bibliothek der kantonalen Lehranstalten in Zürich. Mittheilung v. Liebenau's. 1361, Nov. 9. Rom. 500. Papst Urban V. beauftragt den Propst von Stuttgart, den Wucherer Johann von Ewa- tingen in Villingen zur Rückerstattung des vom Grafen Konrad von Fürstenberg er- pressten Geldes zu zwingen. Urbanus episcopus, seruus seruorum dei dilecto filio, . . a ) preposito ecclesie in Stugarten II Constanciensis diocesis, salutem et apostolicam benedictionem. Conque- stus est nobis nobilis vir Conradus II comes de Furstenberg Constanciensis diocesis, quod Johannes de Eglotingen (sie) b ), moram trahens in Vilingen, armiger dicte diocesis, multa extorsit et adhuc extorquere nititur ab eo per usurariam prauitatem. Ideoque discretioni tue per apostolica scripta mandamus, quatinus, si est ita, dictum vsurarium, ut sua sorte contentus sie extorta restituat conquerenti et ab usurarum exaetione desistat, per penam in Lateranensi concilio contra usurarios editam appel- latione remota conpellas, attentius prouisurus, ne auetoritate nostra in negocio pro- cedas eodem, nisi dictus conquerens restituerit uel adhuc restituat, si quas aliquando extorsit usuras, cum frustra legis auxilium inuocat, qui conmittit in legem. Testes autem, qui fuerint nominati, si se gratia, odio uel timore subtraxerint, per censuram ecclesiasticam appellatione cessante conpellas ueritati testimonium perhibere. Datum Rome apud sanetum Petrum 5. idus .Nouembris pontificatus nostri anno sexto. Am umgeschlagenen Rande der Urkunde: A. de Fabrica. Von etwas jüngeren Händen ebendort: Tiligen, und auf der Rückseite: Henricus de Aldenhouen. IV. 58 mm BBsBSBmSSm i mm ■.....HBI mm w™ ■ m M ma mm mm Mm T$bP JE nra WmM msm was©' ■■'■>;■;>.■. 458 NACHTRÄGE. An hänfener Schnur das bekannte päpstliche Bleisiegel mit: VRBANVS. PP. V. Perg. Or. Donaueschingen. a) Punkte in der Urk. b) Fehler des italienischen Schreibers für: Egbotingen, d. i. Ewatingen bei Bonndorf. In dem dort sitzenden ritterlichen Geschlecht ist der Name Johannes erblich; vergl. Bd. II. Nr. 121. 1361, Dez. 12. Neuenburg a. Rh. 501. Die Grafen Konrad und Heinrich von Fürstenberg, Herren der Burg und Herrschaft zu Badenweiler, schlichten nach erbrachter Kundschaft der von Neuenburg die Späne, so ihr Oheim selig, der Graf Immer von Straßberg mit der Stadt Neuenburg hatte wegen des Bachs und Wassers, so durch das Thal zu Müllheim und durch die Stadt zu Neuenburg geht, dahin: »dass derselbe Bach und das Wasser von Recht durch die Strasse von Nuwenburg sol gon und dass wir darum den Burgern von Nuwenburg und allen ihren Erben Gewalt hant geben, dass derselbe Bach und das Wasser, so durch das Thal zu Müllheim gat, in dem Thal undig irrand (sie) rusbrichet und lauffet, daß es nit seinen Gang wol mag hau durch die Stadt ze Nuwenburg, so mögend die von Nuwenburg und all ihr Erben und Nachkommen wol Wuer oder Graben machen one geuerde in demselben Thal und in dem Gericht derselben Burg und Herrschaft, daß sie das Wasser weißen und leiten durch die Stadt ze Nuwenburg, mit wellen Dingen, so (sie) dann darzu bedörfend. Und sollen wir noch alle unser Erben und Nachkommen derselben Burg und Herrschaft ze Badenweiler noch niemand von unsertwegen denselben Burgern der Stadt ze Nuwenburg und allen ihren Erben und Nachkommen das nit wehren noch darum bekümmern in kein Weg noch daran säumen ohne alle geuerde.« Neuenburg am Sonntag nach st. Niclaustag. Nach einem Mspt. Vetters im Regest veröffentlicht bei Huggle, Geschichte der Stadt Neuenburg a. Rh. (1877), S. 105. 1368, Mai 8. Wiener-Neustadt. 502. Albert und Leupolt, Brüder, Herzoge zu Oesterich etc. gebieten dem edlen ihrem lieben Oheim Chunrad von Fürstenberg, das Schuldheissenamt zu Nuwenburg im Brisgow, das er von ihnen zu Pfand hat, ohne Verzug um die in den Pfandbriefen benannte Summe 1 ) dem Burgermeister, dem Rathe und den Burgern zu Nuwenburg aufzugeben. Geben ze der Newenstat an montag nach des hl. kreuz tag ze Mayen, als ez funden ward, anno domini 1368. Die Siegel fehlen. Nach dem Pap. Or. in der Stadtregistratur zu Neuenbui'g am Rhein veröffentlicht bei Huggle, Geschichte der Stadt Neuenburg a. Rh. (1877), S. 218. m V 1367—1370. 459 1) Eine Urkunde v. 1412 erwähnt, dass das Schuldheissenamt von dem Fürstenberger um 120 Mark gelöst wurde. Huggle a. a. 0. 117. 1368, Juli 21. 503. Otlin von Büechorn, ein Edelknecht, und Frau Güte Kolbin, seine eheliche Hausfrau, geben den ehrbaren geistlichen Frauen, der Meisterin und dem Convente zu Wichzen 5 ß 3\ Straßburger jährlichen Zins ab einem halben Lehen zu Fronöwe im Tal, das der Langenbechin Erben bauen, zu einem rechten, ledigen, freien Almosen und zu einem Seelgeräthe für sich, ihre beiden Eltern, Kinder und Freunde mit Genehmigung des edlen, ihres gnädigen Herrn, Grafen Cünrats von Fürstenberg, als Lehensherrn des vorgenannten Zinses. Geben an fritag nach st. Margreden tag 1368. Das Siegel Otlins von Büechorn (Wolfsangel querliegend; Umschrift zerstört) und das des Grafen Conrat von Fürstenberg (ähnlich dem in Bd. II, Nr. 298 abgebildeten des Grafen Johans von Fürstenberg). Perg. Or. Donaueschingen. B. 1368, Dez. 21. 504. Johans von Tengen, ein freier Herr, bekennt, dass er von seinem Zoll zu Eg- linsowe an dem Bin jährlich auf st. Martins Tag 4 tt Pfennige Schafhüser Münze den Kindern des edlen Grafen Hainrich von Fürstenberg, die derselbe in dem Kloster zu Nidingen Vf Hof hat, ob ihrer eines oder mehrere sind, geben soll von Frau Annen von Wartenfels, seines Vettern, Herrn Hansen von Tengen ehelicher Wirthin; „wenn aber die kint ab gand", soll das Geld an das Kloster fallen, wofür dasselbe die Jahrzeit der genannten Frau Annen begehen soll x ). Geben 1368 an st. Thomas tag aines zwelfbotten. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. 1) Vergl. Urk. v. 1364, Febr. 14., Bd. II, Nr. 384. jffi $!Mmg M ■ H ■ Mg ■ ■ Zur Urk. v. 1370, Nov. 6., Band II, Nr. 434. «H)5i Der dort genannten Adelheid von Hohenlohe war. bisher der Platz im Stammbaume ihres Hauses noch nicht angewiesen. Hübner freilich hält sie (in der 589. seiner genealogischen Tabellen) für die Tochter Krafts IL 58* Ü ■; 9m 460 NACHTRAGE. von der noch heute blühenden Linie Hohenlohe-Weickersheiin, indem er dessen Tochter Adelheid nach ihrem ersten Gemahl, Grafen Johann von Helfenstein, in dem Grafen Heinrich (IV.) von Fürstenberg noch einen zweiten zuweist. Dass aber Heinrichs Gemahlin in der Tochter Krafts II. gesucht werden könne, dagegen spricht ganz bestimmt das Begräbniss der letzteren im helfensteinischen Hauskloster Blaubeuren, wo ihr Jahrtag begangen ward und Gabelkofer ihren Grabstein sah. S. Sattler, Geschichte des Herzogthums Wirtemberg unter den Grafen, V. Bd., S. 365 und Kerler, Geschichte der Grafen von Helfenstein, S. 49. Der Entwurf einer genealogischen Geschichte des Hauses Hohenlohe von Herwig (1796, nochmal abgedruckt 1873), die Beiträge zur Genealogie des fürstlichen Hauses Hohenlohe (Oehringen 1843, Stammtafel A) und Stalin (Wirtemberg. Gesch. III, 676) nennen daher mit Recht Krafts II. Tochter Adelheid nur als Gemahlin Johanns von Helfenstein. Alle diese Genealogen aber kennen keine Adelheid von Hohenlohe als Gemahlin eines Grafen Heinrich von Fürstenberg. Unsere Adelheid nun dürfte doch der Linie Hohenlohe-Weickersheim, aber nicht den Kindern, sondern Enkeln Krafts IL, nämlich den acht bisher bekannten Kindern des 1371 verstorbenen Krafts III. und der Anna von Leuchtenberg als ein weiteres anzureihen sein. Ist diese Annahme richtig, so wird Adelheid nach ihrer Vatersmutter Adelheid von Würtemberg, Heinrichs IV. von Fürstenberg Tochter Anna aber nach ihrer Großmutter mütterlicher Seite, Anna von Leuehtenberg, den Namen erhalten haben. In dem Zusammentreffen der letzteren Namen liegt eine Stütze für unsere Annahme. 1380, April 3. Fürstenberg. 505*. Graf Cunradt, Graf Johannß und Graf Heinrich von Fuerstenberg, Gebrüder, Landgrafen in Bare, gestatten den ehrbaren, frommen Leuten, Herrn Johansen, dem jungen, Ritter, Rudolfen und Albrechten von Bluomberg, Gebrüdern, und Herrn Cun- radten von Bluomberg, Ritter, der vorigen von Bluomberg Vetter, ihren und ihrer Herrschaft getreuen Dienstleuten, denen sie Hüfingen, Burg und Stadt, Leute und Gut und was dazu gehört, zu rechtem Lehen geliehen haben, dieses Lehen ihren ehelichen Hausfrauen oder wem immer zu versetzen oder zu vermachen und falls sie keine Söhne hinterlassen, auf Töchter zu vererben J ). Geben ze Fuerstenberg an dem negsten zinstag nach vßgehender Ossterwochen 1380. Das Original siegelte Graf Heinrich von Fürstenberg. Pap. Copie einer beglaubigten Copie des kais. Notars Vincentius Horatius, genannt Stundtier, von 1586. Donaueschingen. B. 1) Vgl. Bd. III, Nr. 485. Den beiden Copien liegen unzweifelhaft zwei verschiedene, am gleichen Tage ausgestellte Originalurkunden zu Grunde. 1383, Juni 10. Fürstenberg. 506. Hainrich von Buch von Gysingen der jung verkauft für sich, seine Erben und ■, ■■■ 1380-1388. 461 Schwestern an Hans von Sunthusen, seßhaft zu Meringen, sein Gut zu Yppingen, gilt jährlich 14 Viertel Kernen, 3 Scheffel Roggen, 3 Hühner, 1 k Viertel Eier und 2 Viertel Bohnen. Graf Hainrich von Fürstenberg gibt dazu seine Zustimmung und leiht das Gut dem Käufer. Geben ze Fürstenberg an der mittwochen vor st. Barnabas tag 1383. Die Siegel des Ausstellers (im Schild ohne Helm ein Fisch; Umschrift abgeschliffen) und das bekannte des Grafen Heinrich zu Fürstenberg. Perg. Or. Donaueschingen. 1386, Juni 21. 507. 1386. Item an der mitwuchen nach st. Johans tag widersait vns x ) graff Rudolf von Sultz, Johans von Randegg, chorherr zu Costentz etc. An der selben wuchen widersait Otto, Hans vnd Hessen, margraffen von Ilabspurg (sie) , graff Johans von Fürstenberg, herr zu Haslach, Göcz, Volrich vnd Walther von Stoffen, gevettern, Hanman von Wiswilre, Dietrich Snewli, ritter, Hans Snewli Im Hoff u. s. w. Aus dem „Chronik der Stadt Constanz von Claus Schultheis" betitelten Mspt. Nr. 762 der Biblio- theca Tyrolensis im Ferdinandeum zu Innsbruck mitgetheilt von Dr. v. Liebenau. Derselbe bemerkt, dass der erste Theil dieser Chronik eine jener Züricher Chroniken ist, die unter den Namen Hüpplin, Klingenberg etc. bekannt sind; der zweite Theil bilde eine Beschreibung des Concils von Constanz, die mit den Worten sehließt: „Es ist ze Costentz ein gut gesell, der heist Clauss Schultheis, der hautt dis geschriben uss guotem muot vnd ouch mit gantzem fiiss. Amen." Dieses Schlusses wegen sei das ganze Werk irrig als Chronik des Claus Schultheiss ausgegeben. 1) Den Eidgenossen. 1388, März 1. Prag. 508. Beness von Chussnick, Hauptmann zur Swydenicz, bekennt dem Bischof Fri- drich zu Straspurk, nachdem er mit demselben von Haselach wegen über eine Summe Geldes übereingekommen, „wer daz aber, daz euch greff Heinrich von Furstenberg oder wer der wer, ..., der euch angewunne die stat von Haselach ..., nicht ausge- nummen, der euch daz angewunne mit dem rechten vnd mit dem reiche", dieselbe Summe zu richten ohne alle Arglist. Geben zu Präge 1388 an dem suntag nach st. Mathie tage dez hl. zwelfpoten. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Karlsruhe (Lehensarchiv, Fürstenberg). RUH ü Böhm? mBB® §sSP*l W8s>* B8flfe£ "nuf ü 1 462 NACHTRAGE. 1394, Juni 6. 508 a . Graf Hainrich, Herr zu Fürstenberg, Landgraf in Bar, nimmt auf Bitte des ehrbaren Hermans des Vitters, Burgers zu Vilingen, ein Korn - und Heuzehntli zu Vilingen in Friden grund, genannt der Vitter Zehnten, die dieser von ihm zu Lehen hatte und nun den Pflegern des Armenspitals zu Vilingen verkauft hat, von ihm auf und eignet dieselben dem genannten Spital. Geben an dem hl. Pfingstäbende 1394. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Spitalarchiv in Villingen. 1395, April 23. 509. Graf Heinrich von Fürstenberg beurkundet, dass vor ihn kam die fromme Frau Agatha von Westerstetten, weiland des seligen Heinrich von Fridingen eheliche Wirthin, sowie Hans von Fridingen, ihr Sohn, und dass sie ihren Kelnhof, gelegen zu Böhringen bei Eadolfzell, den sie von Grafen Heinrich zu Lehen hatten, dem Spital zu Eadolfzell verkauft und seine Zustimmung erhalten haben. Am st. Georgentag. Das Siegel des Ausstellers. Regest nach dem Perg. Or. aus dem städtischen Archive von Radolfzell, jetzt in Karlsruhe, in den „Urkunden der Stadt Radolfzell, Pestgabe zur 10. Versammlung des Vereins für Gesch. d. ßodensees und seiner Umgebung am 16. Sept. 1878." 1402—1496. 510. Urfehden gegen die Grafen Heinrich IV., Heinrich V., Konrad, Johans, Egen, Heinrich VI. und Wolfgang von Fürstenberg. a# 1402, Juni 10. Urfehde des Hans Zoly, weiland Schuldheissen zu Haselach, den die edlen, wohlgeborenen Graf Heinrich, Herr zu Fürstenberg, und dessen Söhne Graf Henrich, Graf Cünrat, Graf Hans und Graf Egen von Fürstenberg etwie viel Zeit in Banden und in Gefängniss auf ihrem Schlosse zu Husen gehabt. Mit ihm schwören auch seine eheliche Hausfrau Katherina, sein Sohn Herr Hans, Frühmesser zu Haselach, Tina seine Tochter, Cünrat Stadelers des jungen eheliche Hausfrau, und Paulus sein Sohn, sein Gefängniss nicht zu rächen und verbürgen sich zugleich mit Hans Zoly, dass auch ihr Sohn und Bruder Henrich, wenn er zu seinen Tagen gekommen, gleiches schwören und verbriefen werde. Hans Zoly gibt für sich, seine Frau und Kinder den vorgenannten Grafen auch alle die von der Herrschaft Fürstenberg rührenden- 1394-1413. 463 Güter auf, die er hatte, als er gefangen gelegt wurde, nämlich den Zehnten zu Bretebnet, das Gut zu Toch- bach, den Zins ab der Mühle zu Haselach, 3 ß $i Zins ab des Matters Gut zu Hofstetten und soviel Weingelt, als ihm von dem edlen Herrn Grafen Hansen sei. von Fürstenberg geworden ist, und soll die betreffenden Briefe und Kundschaften denselben herausgeben; wo nicht, sollen dieselben fortan kraftlos sein. Sobald er aus den Banden kömmt, soll er sich gen Kentzingen in die Stadt oder in eine der Städte stellen, die ihm in dieser Urfehde erlaubt werden, und fortan nicht über die Bleichach, über Herboltzhein und über Sletstatt herab und über Lehtnegg hinauf kommen. Wandeln darf er aufhin gen Endingen, Brisaeh, Nüwenburg, Basel und da füraus, soweit er will. Sollte er sich aber nicht alsbald dorthin stellen können, so mögen ihm die Grafen von Fürstenberg dazu Stunde und Tag geben, „als lang ir gnade ist 1 ) u . Geben an dem nehsten samstag vor st. Barnabas tag 1402. Das Siegel des Ausstellers (aufrechtstehender Mann in kurzem Rocke, die Arme über der Brust gekreuzt, auf dem Kopfe Barett mit wehender Feder, Umschrift nicht deutlich ausgeprägt); die des edlen Herrn, Junker Walthern, Herrn zu der Hohengeroltzegg, Hansen von Ramsten, Hansen vom Stein, Hansen und Rudolfs von Snellingen, Paulus Jünglings und Olbers von Gipchen fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1) 1417, vff sunnentag ze Mittervasten, so man ze messe singet Letare (März 21) reversirt Johans Zoly. vor Zeiten Schuldheiss zu Haßlach, dass die ihm von dem wohlgebornen Herrn Grafen Ciinratten von Fiirstenberg gewordene Erlaubnias, in dessen Lande und Gebiete wandeln zu dürfen, seinem vordem demselben gegebenen, versiegelten Briefe nicht schädlich sein solle. Sein und des frommen festen Junkers Frantzen von Bernbach Siegel fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. b. 1405, März 28. Urfehde des Cünrat Stolle von Stouffenberg. Denselben haben „von des Zugriffes vnd infalles wegen", den er und seine Knechte seinem Oheime Hansen vom Sten in dessen Burg zu Snellingen gethan haben, die edlen, wohlerborenen, seine gnädigen Herren, Graf Heinrich und Graf Cünrat, Gebrüder, von Fürstenberg von wegen ihres Dieners, des vorgenannten Hansen vom Sten, gefangen gelegt; er schwört nun, diese Gefangenschaft und „daz niderlegen", so ihm und seinen Knechten beschehen ist, an genannten seinen Herren, an ihrem Vater, an ihren Brüdern, an all den ihrigen und namentlich an denen, welche auf denselben Tag zu Snellingen und auf dem Felde gewesen, da er gefangen wurde, sowie an Hansen und Rudolfen von Snellingen und all den ihrigen in keiner Weise zu rächen oder rächen zu lassen, widrigenfalls er sich in den nächsten vierzehn Tagen nach ihm zugegangener Mahnung gen Haselach, Husen oder Wolfach, in welches Schloss er geladen wird, stellen, daraus ohne Erlaubniss der Grafen von Fürstenberg nicht mehr kommen und den durch sein „überfahren" entstandenen Schaden ersetzen soll. Geben an dem nahsten samstag nach Vnser Fröwen tag in der Vasten 1405. Das Siegel des Ausstellers (nicht gut erhalten); die der frommen, festen Hansen von Ramsten, des Ausstellers lieben Oheims, Hansen vom Steyn, Burkarts Imeholtz, Walthers von Ramsten und Frantzen von Bernbach fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. c. 1413, Aug. 11. Rudolf Münczer, der junge, des alten Rudolfs Münczers ehelicher Sohn, den Graf Cünrat von Fürstenberg aus der Gefangenschaft gelassen und dem derselbe „zil geben" hat, schwört, vier Wochen nach Mahnung sich in dem Schlosse des genannten Grafen, das ihm hiezu bezeichnet wird, als Gefangener wieder zu stellen. Geben an frytag nach st. Laurencms tag 1413. Die Siegel der frommen, festen Frantzen von Bernbach und Dietrichs von Vellsenberg, der Oheime des Ausstellers, welche für denselben gebrestenhalb seines Siegels siegelten, fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. 464 NACHTRAGE. d. 1417, Nov. 6. Urfehde des Götfried Friese, der in das Gefängniss des Grafen Conratten von Fürstenberg gekommen, weil er den seinigen Schaden zu thun gedroht hatte, obwohl er keine Schuld oder Recht zu denselben hatte. Geben vff samstag nähst vor st. Martis tag 1417. Das Siegel des frommen Junkers Franczen von Bernbach, vorne aufgedrückt (die bembachischen Fische im Dreipass noch kenntlich); das des frommen Junkers Conratt von Hornberg, dessen die Urfehde als aufgedrückt erwähnt, wurde nie beigefügt. Pap. Or. Donaueschingen. B. e. 1423, Juli 17. Cläs Retthas, der etwie viel Zeit im Gefängniss seiner gnädigen Herren von Fürstem- berg zu der Nüwenfürstemberg gelegen, schwört, da ihn diese Herrn „begenadet", Urfehde und gelobt nimmermehr wider seine gnädige Herrschaft von Furstenberg und die ihrigen, wider eine Gesellschaft im Hegow sammt und sonders und die ihrigen und wider die von Schäfhusen und die ihrigen zu handeln, vierzehn Tage nach Datum dieses Briefes aus dem Swäbenland „vber daz gebirg" unverzüglich zu reiten oder zu gehen und nie mehr im Swäbenland zu wandeln und werben. Geben an samstag nach st. Margareten tag 1423. Die Siegel der festen Burkart von Ramstain lind Hansen Schulthaissen zu Hufingen fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. f. 1437, Jan. 4. Urfehde des Kremer Henßly von Gengenbach. Von demselben fand man 1436 auf dem frygen järmerckt zu Haßläch uff dumstäg noch st. Martins tag (Nov. 15), als man da Ellen, Maß und Gewicht beschaute, dass er mit unrechtem Gewichte wog und verkaufte, wesshalb ihn Graf Heinrich zu Für- stemberg, in Bär Landgraf, der junge, Herr zu Häßlach, gefangen genommen, aber ihm doch die Gnade ge- than, ihn „by reht" bleiben zu lassen. Da er Herren, Edle und Unedle, und seine guten Freunde um Fürbitte anrief, damit genannter Graf ihn „by gnöd" bleiben lasse, denn er begehre dieser utad nicht Rechtes, und da diese seiner Bitte willfahrten, so wurde er von genanntem Grafen freigegeben '). Geben uff frytag vor dem zwölften tag zu Wyhnahten 1437. Die Siegel der frommen, festen Junker Rudolfen von Schnellingen und Wilhelm Hummells von Stouf- femberg fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1) Vorich (sie) von Ougspurg, Bürger zu Stroßburg, der ebenfalls von Grafen Heinrich von Furstenberg über unrichtigem Gewichte ertappt wurde, musste bei seiner Freilassung 1473, vff zistag in der Osterwochen (April 20), »die würcz« und was man bei ihm gefunden, demselben geben und geloben, demselben ausserdem bis st. Michels Tag (Sept. 29) 6 fl. in Haselach zu zahlen. Pap. Or. (Donaueschingen) mit den aufgedrückten unkenntlichen Siegeln der ehrsamen Ludwig Kelbelin, Schuldheissen zu Haselach, und Heiczen Sorgen, genannt Oettinger. g. 1474, Sept. 27. Urfehde des Lorencz Mansehz von Entringen. Derselbe wurde wegen eines Diebstahls und anderer merklicher Ursachen zu Haselach rechtlich „vom leben zu dem dot bekannt" und dem Henker überantwortet, der ihn auch gebunden und aus der Stadt geführt hat. Er wurde aber von den ehrsamen Frauen, edlen und unedlen, von Haselach gewaltsam dem Henker weggenommen und „in die friheit vnd kilchen" gebracht, weßhalb Graf Heinrich zu Fürstenberg, Landgraf in Bare, Herr zu Husen im Kincz- igentall etc., „in vnwillen gefallen", aber ihn doch zuletzt auf fleissige Bitte der gedachten Frauen und anderer ledig gelassen hat. Geben vff den nehsten zistag vor st. Michels tag 1474. Das Siegel des festen Junkers Curat (sie) Stollen von Stouffemberg. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1402- 1410. 465 h. 1482, Dez. 20. Urfehde des Jörg Staimle von Herrenberg. Derselbe wurde wegen eines auf der Waide zu Eistain an der Amor begangenen Pferdediebstahls und wegen andern Diebstahls zu Husen zum Tode verurtheilt, aber auf Fürsprache etlicher Armenleute Hainriehs Grafen zu Furstenberg, Landgrafen in Bare und Herrn zu Husen im Kintzigenthal etc., welche aus Erbarmen, als er seine „bycht" gethan, für ihn um 20 fl. Kosten Bürgen wurden, freigelassen. Er ergibt sich dem Grafen als leibeigen, gelobt, in dessen und anderer Herren von Fürstenberg Landschaften und Gebieten lebenslang zu bleiben und ohne Erlaubniss sich nicht weiter, „dann in zirgels wyß acht mil wegks" davon zu entfernen, lebenslang „kain raiß" mehr zu thun und „in kainen krieg ze kommen", außer der Krieg betreffe die Herrschaft Württemberg, darin er erzogen worden, oder die Herrschaft Fürstenberg. Geben an frytag vor dem hl. Winnacht tag 1482. Die Siegel der festen Junker Hannsen von Emerßhouen und Conradten von "Velsenberg fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. i. 1496, Febr. 27. Urfehde des Jos Schmidt von Bregentzenwaldt, wohnhaft zu Vsserstainach. Derselbe kam in das Gefängniss Wolfgangs Grafen zu Fürstenberg, Landgrafen in Bare und Herrn zu Husen im Kintzigental, gen Haßlach, weil er bei Lebzeiten seiner ehelichen Hausfrau Margretha Swertzlerin mit • seiner leiblichen Tochter Anna ein Kind erzeugt und dieselbe „verfürt hat in mainung züuerdrucken". Als er „an aim besetzten gericht von Wolfach, Husen vnd Haßlach zu recht fürgestelt" wurde, hat er die Richter, alle seine guten Freunde und Umständer um Fürbitte angerufen und wurde auch, da dieselben dieses gethan, begnadigt. Er ergibt sich dem Grafen zu leibeigen und wird zu Strafgeld auf nächste Ostern 26 fl. rh. bezahlen, wofür er all sein liegendes und fahrendes Gut zu Stainach zu Pfand und Conradten Schnider, Hansen Demiin und Anthoni Dalck, alle von Stainach, zu Bürgen gibt. Geben vff sampstag nach st. Mathis tag 1496. Das Siegel der Stadt Haßlach fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. B. ^M tswrÜsK' £S!Jp|p illiflli Ell i Hl j . ae&wsS '"' i Pili Pill - ■"■■„ 1. Hl 1 '•■'Ä 1 "->'Vv 1 m ■■■•'■■ ->'1 wmSmä mSmSSSSm m BHHBS ■■ '' .■'•v--- > : mm 1409, Juli 24. 511. Anno 1409. Item vigilia Jacobi waz graue Cünrat von Fürstenberg an dem krützgang ze Gengenbach, alß er tag leistet mit margraue Heissen von Hochberg, do forderat apt Cünrat an in, daz er im Steinach lühe Dietrich von Grebern (sie) in aller der masse, alß Claus Döcklin vormalz er(s?'c)trager gewesen waz dez goczhus. Da bi waz Hans von Blümnegg, min vetter, vnd Hans Stolle von Stoffenberg vnd der Schultheiß von Gengenbach vnd Dietrich von Grebern. Die forderung det apt Cünrat in der jors frist, alz Claus Döckli vnser trager ab waz gegangen. Gleichzeitiger Eintrag im Gengenbacher Copialbuche, V, fol. 51 v. Karlsruhe. H i ■ -' . H m Hl ■:- ■ m 512. 1410, Febr. 21. Grett von Bluomnegg, Kloster' ...u zu Neidingen, bekennt, dass sie mit Rath, IV. 59 ■ mm m b n 466 NACHTRAGE. Willen und Unterweisung der Priorin und des Conventes des Klosters dem frommen festen Ritter Herrn Conrat von Schellenberg, seßhaft zu Hiffingen, den Barzehnten zu Hiffingen, ihr und ihrer Vordem Eigen, verkauft hat*), doch mit der Bedingung, dass der Käufer hievon jährlich 4 Malter Vesen und 2 Malter Haber Neidinger Maß, so lange sie lebt, an sie, nach ihrem Tode aber dem Convente des Klosters an das Seelmeisteramt entrichten solle 2 ). Geben am donnerstag nach st. Mathias tag des hl. zwelfpotten 1410. Das Or. siegelten die Priorin und der Convent des Klosters Neidingen und Graf Heinrich von Firstenberg. Pap. Copie des 16.—17. Jahrhdts. Donaueschingen. 1) Die Kaufsumine ist nicht angegeben. 2) Der vom Käufer ausgestellte Kaufbrief datirt von 1409; s. Zeitschrift f. d. Gesch. des Oberrheins, XXVI, S. 14. 1410, Juni 1. 512 a . Graf Hainrich, Herr zu Fürstemberg, Landgraf im Bare, leiht auf Bitte der ehrbaren frommen Hainrich des Hetzgers, Cimrat Glunggs und Hans des Jegers, Burger zu Vilingen und derzeit Pfleger des Armenspitals zu Vilingen, diesem Spital etliche Zehnten und Güter, die demselben die ehrbare Frau, Otten von Balm sei. weiland eheliche Hausfrau, verschafft und vermacht hat und die alle von ihm Lehen sind, nämlich: den Rümszehnten zu Brülingen, den Rvimshof zu Ashain und eine dazu gehörige Hofstatt, die Merkly Metzger daselbst nießt, das Rumsgut zu Pforren, das Rumszehentli zu Pforren und der Gigerinen Gütli zu Walthusen; und gibt dem Spital als Träger dieser Güter die frommen Hans Glunggen, derzeit Schuldheiß zu Vilingen, und Hans Günther, Burger daselbst. Geben aht tag nauch st. Vrbans tag 1410. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Spitalarchiv zu Villingen. 1416, Dez. 1. 51o. In dem jähr, alß mau zollt von der genadenreichen geburdt Jesu Christy 1416, den negsten tag nach st. Andreaß, da wardt die cappeöll in der Zardten gehauen worden in der ehr der raynen junckhfrauen vnd muotter gottes Maria vnd auch iu der ehr st. Peöttruß von Meylandt deß hl. mar- tirers, vnd hatt der hochgeborne landtgraff vnd heörr, graff Haynrich von Fürstenbörg, wie auch die .■Kl.. wm 1410—1420. 467 wohlgeborne frauw Vrena, ein gröffin von Eeöttelen, den ersten stayn zue disem gottshaus gelegt, vnd auch durch sie steyr vnd hüllf gethon worden, daß dises gottßhauß *) ist auß erbauht worden. Widerumb vnd darnach so hatt auch der hochgeborne landtgraff vnd heörr, graff Eggen von Fürsten- börg, zue disem gottßhaus durch gottes wihlen gestüfft, jörlich zue geben 10 schülling Steöbler ewiger güldt von dem zohl zue der Newenstatt. So hatt auch widerumben der hochgeborne landtgraff vnd heörr, graff Conratt von Fürstenbörg, zue disem gottßhauß gestüfft, jörlich zue geben 10 schülling Stöbler ewiger güldt von dem zohl zue der Newenstatt. Aufzeichnung des 17. Jahrhdts. Donaueschingen. 1) Die heutige Pfarrkirche von Hinterzarten. Ein Aktenstück v. 1668 erwähnt der Stiftung von 12 Batzen jährlichen Zinses an dieselbe durch die Landgrafen von Fürstenberg. Eine Anfrage nach weiteren Nachrichten beim Pfarrarnte Hinterzarten blieb ohne Antwort. 1420. 514. Nach einem alten Verzeichnisse bei Pflummern, Ann. Biberach. (Cop. in Stuttgart III, 296) zogen 1420 mit dem Reichsheer gegen die Hussiten als Begleiter Grafen Eberharts von Wirtenberg *) u. a.: Graf Egen von Fürstenberg, Graf Rudolf von Sulz, Eberhart Herr zu Gundelfingen. B. 1) Irrig, denn der erste Kreuzzug gegen die Hussiten fand 1420 Statt, während Graf Eberhart von Wirtemberg schon am 2. Juli 1419 gestorben war. Damals regierte für ihre minderjährigen Söhne Eberharts Witwe Henriette, Gräfin von Mömpelgard. 1420, Mai 1. 515. Jacob, Hainrich und Claus Lempen, Gebrüder, Burger zu Wolfach, Henny Lem- pen sei. von Wolfach eheliche Söhne, verkaufen der Leutkirche zu Schappach, geweiht zu Ehren Unserer lieben Frau, st. Cyriacus und anderer Heiligen, ihre eigenen näher beschriebenen Ghäter und Lehen zu Schappach um 70 $ A Sträßburger Münze, über die sie quittiren. Da die Güter Lehen waren von dem Grafen Cünratt von Fürstenberg sei., haben sie die Verkäufer, wie das ein darüber gegebener Brief besagt, von der Herrschaft Fürstenberg geledigt und frei gemacht. Geben vff den Mägtag 1420. Die Siegel der Aussteller und Schuldheissen und des Käthes der Stadt Wolfach fehlen. Pei'g. Or. Donaueschingen. 59' BS SsjfK i ■'■'..'- ' •. '■■■UY, ...\ ■. • ■ * § -•...■•• m Wm •■:■ • J ■■■ I ■■■■■■■■ | - •■■ m mm , jj I .': ■ .....s - ■ ■ m ü ■ H m ■ ' s ' m mm $&«se wssm gPSps 468 NACHTRAGE. 1420 u. 1421, März 14. 516. Revers der Stadt Radolfzell gegen den Abt und das Kapitel des Gotteshauses Reichenau. Abt Friedrich zu Reichenau, Johannes, Graf zu Fürstenberg, Propst und das ganze Kapitel daselbst überlassen der Stadt Radolfzell pfandweise um 1800 fl. gut rheinisch Geld das Burg- und Ammannamt mit Zugehörden, Rechten, Leuten und Gütern zu Überlingen und Böhringen (ausgenommen den Zoll und die Münze) wie auch einiges Wachs- und Pfeffergeld, wie solches alles vorher die von Homburg von dem Abte Eberhardt pfandweise innegehabt. Eegest in den „Urkunden der Stadt Eadolfzell; Festgabe zur 10. Versammlung des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung am 16. Sept. 1878." 1425, Mai 29. 517. Schiedsrichterlicher Austrag der Streitigkeiten zwischen Rudolf von Schnellingen und Konrad Stoll von Staufenberg. Es ist ze wissend von sölicher spenne vnd zweyung wegen, so gewesen sind zwüschend den frommen, vesten Rudolfen von Schnellingen vff ain vnd II Cunrat Stollen von Stoffenberg vff die andersyt, von sölichen sachen herrurrend, so nachgeßriben stand vnd verhuret sind, das sy der zu beden tailn II bekommen vnd vertagt sind uff die frommen, vesten, fürsichtigen vnd wisen hern, Burekart Hummel von Stöffenberg, ritter, vnd uff Petern von Wydergrin von Stoffenberg vnd wen sy zu inen nemmend. Also hand die vorgenanten, her Burekart vnd Peter man zu inen genomen mit nammen diß nachgeschriben Hansen von Schöwenburg Hefinger, vögte ze Hnsen, Wernhern von Ehingen, Hansen von Bernbach, schulthaissen ze Haßlach, vnd Fridriehen Bock von Stöffenberg, die vier als zugesetzt. Dieselben gemeinen vnd zugenommen nömen all sachen für sich, als die hie nachgeßriben stend von wort zu wort, da inen denn ir spenne vnd zwayung herrurte, vnd entschieden sy der früntlich zum besten uß vnd uß nach sinnen vnd gedencken, als denn nachgeßriben stet: Item des ersten von der Schlüssel wegen zu habend zu dem turn ze Schnellingen, haben wir obgenanten gemeinen vnd wir obgenanten zügenomen sy gewysen vnd entscheiden, das ietweder tel ein schlüssel zu dem turn haben sol, vnd ist das schloß nitt gut, so sollend sy uß gemeinschaft das schloß gut machen vnd versorgen nach nötdurft, vnd ietweder tel sinen schlüssel versorgen, das dem andern dehain schaden davon uffstand. Item von der ussern tör vnd brücken wegen söllent sy och in gemeinschaft iederman mit sinem 1420—1425. 469 antel versorgen nach nötdurft, vnd sol Cünrat Stoll die Schlüssel haben vnd besorgen vierzehen tag vnd Rudolf aht tag also wyder vnd für zum besten. Item das spräch- huß, so Rudolf in dem turn hat, das sol belyben, wann doch vor aias da gewesen ist. Item von des andern sprachhüß wegen, das vber den zwingolf gemacht ist, das sol sten hinder vnd zu vnserm herren gräff Heinrich gräffen ze Fürstenberg; wurd das nitt betragen, so söllent sy in bed tel bitten, sy darvmb ußzewisend vnd ze ent- scheden. Item von des mistes wegen, den sol Rudolf schütten, als er bißher geton hat, doch sol er im weg gen zu sinen stellen in sinem tel, als zytlich vnd billich ist; bringt da Conrat Stoll für, als billich ist, das sins teils mer ist, denn er vnderzeich- not hat, so vil des ist, sol er gemessen. Item von des wassersteins wegen, den sol Rudolf versorgen mit einem kener, das der troff vber den zwingolf ußgang. Item von der zweyer techer wegen, das sol zu beden syten ab sin eins gen dem andern. Item von des platz wegen vor der bürg uff dem wyger vnd von des garten wegen och uff dem wyger vnd von Conratt Stollen bachhuß wegen, vnd von Rudolfs huß wegen, das er uff dem platz gebüwen hat, habent wir sy früntlich entscheiden, das der platz hinantfür sol belyben, als er jetz ist; vnd sol Rudolf sin huß haben vnd büwen in dem begriff, als es ietzunt ist besunder gegen dem platz; so sol Conraten Stollen belyben der gart uff dem graben vnd der uff dem wyger lyt vnd och by sinem bachhuß. Item der gart, der vmb den brunnen ist, der sol belyben Rudolfen vnd sinen gemeindern. Item der gart vnder der raben vnd das klein gartly, das des müllers kind ze machend angevangen hettend, sol och belyben by Rudolfen von Schnellingen, vnd sollend Conraten Stollen ahtzehen pfenning ab den raben werden. Item von der Messingen hof wegen, mag da Rudolf Conratten not nitt erlassen, so mag er im darvmb zu sprechen an den enden, da das billich ist. Item von der Genßmatten vnd des Grens wegen, da entscheident wir sy, das die Genßrnatt zu dem Gren gehöret vnd ein gemeinschaft ist den obern als den vndren nach dem, als denn die kuntschaft geset hat. Item von der müly wegen im Viseherbach, das sol beliben by den nun Schilling pfenningen, als sy die verlühen habend vnd fürbasß von Küdolfen entbrosten sin. Item von des Steinbocks wegen, der sol Rudolfen hiilden vnd sweren, alle die wil er sitzett, do er ietzo gesessen ist, als wir das och in kuntschafft gehört vnd funden habend. Item von der äcker wegen von dem Stricker, da sol Rudolf niessen sin äcker, die er bisher genossen hat, vnd och also vil graß, als breit sin acker sind, vntz an der burger von Haßlach ahnend, als wir och von kuntschaft gehört habend, vnd hat ieman den andern vberfaren oder vberzünt daselbs, das sollent sy ußtragen mit einem gemeinen vndergang. Item von der guter wegen vor dem Ellenberg by dem Hegbach vnd hinder sant Lenhart, als denn Rudolfs brieff wyset, 57 470 NACHTRÄGE. lassend wir das by dem selben brieff belyben, wann der wyset, das die guter lehen syend. Das alles vnd jeglichs besonder, als vorgeschriben stät vnd entscheiden ist, habend die obgenanten Rudolf von Schnellingen vnd Conrat Stoll vor vns obgenanten den gemeinen vnd zugenömen war, vest vnd stät gelöppt ze haltend vnd daruff von der stück vnd Sachen wegen mit vnd gen enander gentzlich geriht, geschliht vnd ge- trüw gut fründ ze sind by iren trüwen an rehten aides statt on als mer vehen, an- den, äfern vnd ön all geverd. Des sy ze besagend vnd aller vorgeßriben ding ze einem wären vrkünd vnd vesten sicherhet, so haben wir obgenanten Burekart Hummell von Stöffenberg, ritter, Peter von Widergrin von Stoffenberg vnd Hans von Schöwen- burg Hefinger alle dry für vns vnd die obgenanten vnßer gesellen vnßer ieglicher sin insigel offenlich gehenckt an disen vbertragsbrieff, der zwen sin sollend glich wysend, ie dem tail ainen ze habend, die geben sind uff zystag in der Pfingstwochen in dem iar, als man zalt nach der geburt Cristy vierzenhundert zwaintzig vnd fünf iar. Die Siegel Peters von Widergrin (im Schilde Kelch, mit 2 schwebenden Klammern darüber, auf einem Dreiberg; Umschrift: f S. PETER. WIDERGRIN. VO. STOFFEBERG.) und des Hans von Schowenburg (im Schilde mit Feh besetzter Schild mit Andreaskreuz, Helm mit wehenden Decken, darauf 2 Büffelhörner, zwischen denen ein Andreaskreuz steht; Umschrift: .... von. fAjovmxbmg.); das des Burkart Hummell fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1426, Febr. 1. 517 a . Hans von Schowenburg, Hefinger, Vogt zu Husen, Schuldheißen, Richter und alle Gemeinden arm und reich zu den Städten Wolfach, Haßlach und Husen im Kintz- gental, einen und verbinden sich mit Rath, Wissen und Willen der wohlgeborenen Herren Grafen Hainrich und Egen, Gebrüder, zu Fürstenberg etc. als der Vormünder und Pfleger ihres lieben jungen Herrn, Grafen Hainrichs d. j. zu Fürstenberg, mit den frommen festen Rudolf von Schnellingen. Conratt Stollen von Stöffenberg, Aulber von Gypchen, Wernher von Ehingen, Walther von Ramstain und Franczen von Bernbach und deren Leuten dahin, dass sie denselben gegen alle Angriffe von Fürsten, Herren, Rittern, Knechten, Städten, Einungen oder Bünden beholfen sein sollen. Streitigkeiten über die Ausführung des Bündnisses werden vor einem der genannten Grafen oder ihrer Amtleute gütlich ausgetragen. Die Einung ist von allen Theilhabern beschworen. Geben uff Vnser lieben Fröwen Lichtmeß tag 1426 *). 1425 — c. 1449. 471 Die Siegel der 4 Aussteller und der 2 Grafen von Fürstenberg fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. 1) Vom selben Tage lautet der Gegenbrief Rudolfs von Sehnellingen, Conrats Stoll von Stoffenberg, Aulbers von Gypehen, Wernhers von Ehingen, Walthers von ßamstain und Franczen von Bernbach. Die Einung gilt vom Datum des Briefs auf die nächsten fünf Jahre, doch ihrem lieben jungen Herrn an seinen Beehten und Lehen unschädlich. Perg. Or. a. a. 0. Von den Siegeln der 6 Aussteller und der 2 Grafen (wie oben) sind das 3., 4. u. 5., Büdolfs von Schnellingen (wie oben), Conrats Stoll von Stöffenberg (unkenntlich) und Aulbers von Gypehen (wie oben) erhalten. 1428, Sept. 14. 518. Graf Heinrich und Graf Egen von Fürstenberg, Gebrüder, Landgrafen in der Bar, eignen den ehrbaren Geistlichen, dem Prior und auch den anderen Herren und Brüdern des Klosters In den Schartan bei Tanhein St. Paulus Ordens des ersten Ein- siedels in Erwägung ihres steten ordenhaften Lebens und ibres steten Gottesdienstes und auf ihre Bitte das Vogtrecht von des Klosters eigenem Hofe zu Vberbecken, genannt Wellingshof, das vor Zeiten vom Grafen Hans sei. von Haßlach, geboren von Fürstenberg, um 51 fi. an Hans von ßamstain versetzt ward, so dass das Kloster dieses Vogtrecht um die genannte Summe, wenn es will, von Hans von Ramstain ablösen kann, und eignen dem Kloster also den Hof. Dafür soll das Kloster jährlich der Aussteller, ihrer Eltern und Vordem Jahrzeit begehen mit gesungener Seelmesse, Vigilien und allen anderen göttlichen Dingen nach ihres Ordens Gewohnheit. Geben an des hl. Creuzestag ze Herpst 1428. Das Or. siegelten die beiden Aussteller. Pap. Copie des 15. Jahrhunderts. Donaueschingen. (c. 1430—1449). 519. Conrat und Egen Grafen zu Furstenberg etc., Gevettern, schreiben den edlen strengen und festen Herren Hans Jacob, Ritter, und Itel Hannsen von Bodman, Gebrüdern, auch Wolfgang und Burckhart von Jungingen, Gebrüdern, ihren sonder lieben und guten Freunden: „Vwer antwurt vff vnsers vettern, graue Heinrichs, vnd myn, graue Conratz schryben, des ackeratz ') halb, daryn vns die vwern von Lupferdingen tryben, haben wir gesehen, vnd als ir meldent, die von Lütferdingen tryben nit wyter dann vff das ir, ouch sye in dheiner graueschafft an vwer art gewonlich noch herkommen, das dhein dorf oder arm man vmb dheinen herrn äckerat mietten noch ver- i IflBii IÜ fflm iIRl fljfflllBif ■■■■■"'.■■■ 10»! ffi&ö m/Em |BMH| I ■ ü M ! Sau ■'■' ' Hl '■ tant 1 i ü ■ ; 1 «HS Hl nHHH m m& ■ 472 NACHTRAGE. zynsen solle, begernd die von Lütferdingen bye sSlichem vff dem iren ouch belyeben ze lassen .... etc. Lieben frwnd, wir wissen nit, was an vwerr art recht oder herkommen sye. Wir haben ein lantgraueschafft von dem heiligen rych ze lehen mit aller gewaltsamy, wildtfur vnd zugehorde, wie annder fursten vnd lantgrauen, die sich deß gebruchen. Demnach vmb guter nachgeburschafft willen haben wir vch im allerbesten die ding anbracht, damit ir gegen den vwern daran wernd , des vnsern mussig ze gan, sie habends dann mit vnserm gunst; dann irer gerechtickeit sind wir in solichem gancz nit bericht; sunder wollen wir, das alles ackerot in der graueschafft vns zugehoren solle." Sie erwarten, dass die Herren selbst dieß als billig erkennen 2 ). Pap. Concept. Donaueschingen. 1) = Eckerieh, Nutzung der Eicheln und Buchein. 2) Vergl. dazu Bd. III, Nr. 541. 1433, März 12. 520. Graf Heinrich von Fürstenberg, Landgraf in der Baar, belehnt den (Hans) Mäslin, gesessen zu Graneck, mit dem kleinen Zehnten zu Täbingen, dem sogenannten Stöffelzehnten, welchen er von Konrad von Stoffeln erkauft hatte, mit Bewilligung seines Bruders Egen, Grafen von Fürstenberg, und des Hannsen von Burgberg, Unterlehensherrn. Geben Donnerstag vor Sonntag Oculi 1433. Nach dem Perg. Or. mit zwei fürstenbergischen Siegeln im Archive der Armenfondspflege zu Rottweil im Regest mitgetheilt von Glatz in der Zeitschr. f. d. Gesch. d. Oberrheins, XXX, 200. 1434, Juli 28. Ulm. 521. Henricus de Furstenburg comes ist Zeuge der Erklärung, welche Kaiser Sigmund an das Concil zu Basel erließ. Mansi, Conciliorum collectio, XXIX, 602. 1436. 522. Weisthum über die dem Kloster Mariahof 1299 von den Grafen Konrad und Heinrich verliehenen und von den Grafen Egen und Heinrich von Fürstenberg bestätigten Rechte. Item es ist ze wissent mengklichem, das die wolgebornen a ) herren vnd graffen Ü 1 11 1 Sp'T HH 1430—1437. 473 von Furstenberg, gräff Cünrat, korherr zu Costancz, gräff Friderich, brüder, vnd gräff Hainrich von Furstenberg, des ieczgenant gräff Fridrichs kind, der waisen, vogt vnd schirmer, gefrigt vnd begabat hond nach aller notturft lutterlich vmb gottes willen die erwirdigen vnd gaistlichen frowen des closters Uff Hoff ze Nidingen vnd och die iren in den naehgeschriben stuken vnd artickel in dem jar, do man zalt tusent zwai- hundert 9 und 99 1 ). Item es ist ze wissent, das dis frihait vnd gab bestetiget ist worden von den wolgebornen herren gräff Eggen vnd gräff Hainrich von Furstenberg. Item zu. dem ersten so hond die wolgebornen herren die hoffstatt, die frowen vnd all ir ehalten vnd was zu inen gehört, gefrigt für all dienst vnd schaczung, die sie den herren pflihtig solten gewesen sin nach frighait der swestran vnd brüder predigerordens, vnd frigent och die mit vrkund dis brieffs. Item och also, ob si debain ehalten het- tend, der der herschaft war oder zügehorti, wenn der von in kompt, so sol er der herschafft widerumb dienstbar syn. Item die herschaft enziht sich och aller reht, so sy oder ire nachkomen iecz oder hienach zu den personen oder der sach oder zu iren güttern geheipt oder gehaben mocht von der herschafft oder vogty wegen vnd och gericht vnd aller gewonhait. Item si mügen och zu. inen nemen personen, das seczt man hin zu inen. Item si gend och volkomen recht gemainschafft der wayden, doch sullend si ob 300 schaffen nit haben. Item ander vich, rinder vnd ros seczt man hin zu in, mügend si han, wie vil si wend, nach ir notturft. Item brennholcz vnd zim[er]holcz in der herren wäld in holczern ze houwen mugent si niessen nach nucz vnd notturft an der selben stat. Item gemainsami in zwing vnd bennen inen vnd den iren. Item ob die herschaft inen hienach genäd tatten, sollent sy geniessen vnd haben. Item si gebiettend och allen den iren, daz si nieman sol betrüben noch be- kümern vnd sollen och von mengklichem geschirmt vnd gehanthaben werden. Item si sond och kain recht vor inen nemen. Item hirten vnd herten vnd banwart sond si seczen vnd enzechen oder iren maiger enpfelhen an ir stat. Eintrag auf S. 1—2 des 1436 geschriebenen Gtiterrodels des Klosters Mariahof, geschrieben von dem Verfasser desselben, also 1436. B. a) Or.: wogebornen. 1) Vergl. den Schutz- und Privilegienbrief, Bd. I, Nr. 652, der jedoch die hier in diese Zeit zurückverlegten. Rechte nur theilweise enthält. 1431, März 12. 523. Stoffel von Stain, sesshaft zu Worblingen, und Toredena von Ymmendingen, IV. 60 m in Mm ™!RsrafraS i wS9rq ififsti ilBlllli '•■•'■'<■■■.."■'■ ■bshhui HnfflHB H' : fü HfflfBWI '..■"■■v'.A-s mBhhh '.'' .w-<... HH m TmiMWiOni li'-f]t> ; * M-"■ ■■' - - WSSm ; ■■'■■ 1 Hz • ■ 474 NACHTRAGE. dessen „elicher gemachel", haben von dem festen Hainrich Jager, genannt Spät, ihrem lieben Bruder und Schwager, 900 1t Haller guter Costentzer Münze und Währung empfangen als Kaufsumme für ihre Feste zu Immendingen, gelegen an der Tunow, genannt die untere Burg, mit allem Zubehör, Vogteien, Gerichten u. s. w., und all ihr Gut, was sie zu Immendingen hatten und was an Dorothena von Erbs wegen angefallen ist, ausgenommen die Stücke, so sie Hansen von Amthusen vormals zu kaufen gaben. Die verkauften Stücke sind Lehen von Grafen Hainrich von Furstenberg, Landgrafen in Bar, und sind von den Verkäufern vor diesem dem Käufer gegeben und gefertigt worden. Vorbehalten bleibt der Schwester Torodena's, Ann von Immendingen, die Klosterfrau zu Amthusen ist, ein Leibding näher bezeichneter Güten und Dienste, das nach deren Tode an die Aussteller zurückfallen soll. Geben vff st. Gregoryen tag des hl. babstes vnd lerers 1437. Die Siegel Stoffels von Stain (im Schilde 3 Querbalken; 3>t' ,; .,;'S' ; .': mMWmi- 9nS9Mh9 ■■'■ ■■ -' ■ ■'-''"'■ ■ '' "■■•■"■■ ■'''■••' 11 *■'■"" Süll" mim mm m Pul mm W flBH&I H HH B5g& 8BM Ä; • ■ fflSfeM' i "fflffl 478 NACHTRAGE. Steinach, am Schlosse Snellingen und den Hof zu Wittenwilr. Wenn Alber diese Güter ablöst, so hat Frau Dorothe die Leute und Güter zu Welschen Steinach ihres Eides und Gelübdes zu entlassen und 3 Briefe Albern herauszugeben, einen über 269 fl. Hauptgut und 10 # *3\ Gelds daraus in dem Welschen Steinach, einen über 100 fl. Hauptgut und 3 % ^ Gelds im Welschen Steinach, einen über 260 fl. Hauptgut und 10?? $i Gelds am Schünberg, im Memelspach und Keppembach und dazu ihren Widem- brief, ferner etwa vorhandene Briefe über ihres Mannes sei. Güter und alle Briefe, von letzterem herrührend, die hinter dem wohlgeborenen Grafen Heinrich, Herren und Grafen zu Fürstemberg liegen. Frau Dorothe verzichtet auf alles Gut ihres Mannes, liegendes und fahrendes, ebenso Alber gegen dieselbe auf 150 fl., die hinter Wilhelm Hummel sei. und ihren Brüdern gelegen sind, ferner auf Silbergeschirr und Vieh und alle andere fahrende Habe, die Frau Dorothe zu ihren Händen gebracht hat. Beide Theile beschwören diese Richtung, von der jeder einen Brief erhält. Geben vff samstag vor der hl. dryer Künig tag, den man nempt der Zwölft tag, 1444. Die Siegel des strengen, festen Herrn Burghart Hummel von Stouffemberg, Ritters, Frau Dorotheen lieben Herrn und Bruders (für seine Schwester, da sie kein Siegel hat), Albers von Gyppichen, Hans Erharts von Stouffemberg und Balthasars von Wartemberg, genannt von Wildenstein, fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. B. IUI, Dez. 19. 526. Graf Heinrich zu Fürstenberg, Landgraf in Bar und Herr zu Hausen im Kinz- genthal, bestätigt die von seinem Vetter sei., Grafen Heinrich von Fürstenberg, zu der Newenstatt auf dem Schwarzwald gesetzten zwei freien Jahrmärkte, einen auf st. Jacobi und den andern auf Simonis und Jucla der hl. Zwölf boten Tag. Wer dort und 8 Tage davor und danach Unfug treibt und frevelt, zahlt 10 U Stebler, 7 der Herrschaft Fürstenberg, 3 dem Schuldheißen und den Burgern gemeinlich von der Newenstatt; was aber die hohen Gerichte berührt, bleibt der Herrschaft Fürstenberg vorbehalten. Die Bürger von der Newenstatt sollen ihre „schlösse", wo sie die von Alters her gehabt haben oder wo sie meinen, dass sie derselben nothdürftig und dieselben dem Grafen und ihnen nützlich seien, verbannen und verbieten; für jeden Stamm, den einer darin haut, zahlt er dem Schuldheißen und den Bürgern 10 tt Stebler. Alle, die in die Vogtie zu der Newenstatt gehören, sollen ihre Maße nach denen von Freyburg „vß der Würi" vächten und bei keinem andern Maß Wein geben; für jede Uebertretung schuldet der Thäter 4 # Stebler, 3 der Herrschaft, 1 der Stadt. mm 1444—1453. 479 Geben vf zinstag vor st. Thomas des hl. zwelfbotten tag 1447. Das Or. siegelte der Aussteller. Notariell beglaubigte Copie des 17. Jahrhdts. Donaueschingen. 1451, Dez. 21. 527. Wilhelm vom Stein zu Monsperg, Ritter, Anwalt, schreibt dem Statthalter und den Amtleuten des Grafen Heinrich von Furstemberg im Kintzigtal: „Ich hab nechst mynen diener Hannsen Herwigel zu üch gesandt vnd recht an üch erfordert gegen Clewy Hüny vnd sinem bruder Conradten Huny, die der benant Herwigel zu Haslach in dem gericht begreiff, der müst also rechtlos von üch scheiden, das wider alle recht vnd billicheit ist, wann ir sollichen nachtbrenner vnd röbern weder Sicherheit noch geleit zugeben hand." Wäre Graf Heinrich von Furstemberg im Lande, so wäre er nicht also rechtlos gelassen. Sie sollen ihm die genannten Hüny zu Recht halten, sonst könnte er sie nicht „vnangelangt" lassen, dessen er fast lieber vertragen wäre. Er fordert Antwort bei diesem Boten. Geben an st. Thomas tag des hl. zwölfbotten anno etc. 51. Das zum Verschluss aufgedrückte Siegel des Ausstellers fehlt. Pap. Orig. Donaueschingen. B. 1452, Dez. 13. 528. Heinrich Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bare und Herr zu Hausen im Kinz- gerthale etc., bekennt von Herrn Johanns Münser von Sünchingen, derzeit Prior zu Rippoltzowe, 80 rynische Gulden empfangen zu haben, wogegen er ihm und seinem Gotteshause 4 fl. Gelds von seinen Gütern vor Dolenbach vermacht hat. Geben vff st. Luceyen tag 1452. Das Or. siegelte der Aussteller. Copialbuch vom Ende des 16. Jahrhdts., enthaltend Kauf-, Zins- und Vertragsbriefe über Höfe und Güter im Kinzigthale und Haus zu Straßburg, fol. 17 vers. Donaueschingen. 529. 1453, Juli 11. (Rottweü.) Graf Johanns von Sultz, Hofrichter von des Kaisers Friderich wegen auf dem 1 1 llllll m & i 1111 ■HS ■ SR» aaMMag :■ ■■■ . - , I -■ ■ v.->' 1 üH Wmm MMr WKBt - ■'-.■'•'■'■-,.■■ 480 NACHTRÄGE. Hofe zu Rotwil, beurkundet, dass auf die Klage des edlen Wernher von Zymern, fry, die wohlgeborenen Markgraf Wilhelm von Hochberg etc. 1 ), Grafen Hainrich und Con- rat zu Fürstemberg, Landgrafen in Bare, Hainrich von Clingenberg und Hanns Virich Truchsess zu Diessenhouen als Verklagte mit Urtheil und rechtem Gericht in die Acht des Hofes zu Rotwil gethan und in dessen Achtbuch geschrieben worden sind 2 ). Geben an mitwochen nechst vor st. Margarethen tag 1453. In hölzerner Kapsel das große Siegel des Hofgerichtes zu Eottweil. Perg. Or. Donaueschingen. 1) Gegen diesen erlangt Wernher von Zyminern 1454, Mai 7. (zinstag nach dem Sonnentag, als man in der hl. kirchen gesungen hat Misericordia domini) vom selben Gerichte Beurkundung des Urtheils, das ihn in die Gewere aller Güter des Markgrafen setzt, namentlich von Rotellen und Susemberg den Schlössern, Schöpfen der Stadt und seinem Hause zu Costentz hinter dem Kloster gelegen. Siegel wie oben. Perg. Or. Donaueschingen. 2) Vergl. dazu Bd. III, Nr. 420. 1456, Okt. 21. (Rottweil). 530. Graf Johanns von Sultz, kaiserlicher Hofrichter zu Rotwyl, meldet dem Pfalzgrafen Fridrich by Ryn, Herzoge in Peyern, dem Markgrafen Karl zu Baden, Grafen zu Spanheim, dem Grafen Jacob von Mörß, Grafen zu Sarwerden und Herrn zu Lar, dem Grafen Heinrich von Fürstenberg, Landgrafen zu Bare und Herrn zu Husen im Kintzgendal, Thiepolten Herrn zu Hohengeroltzegk, und Meister, Burgermeister, Rath und allen Burgern der Städte Straßburg und Fryburg im Bryßgöw, dass vom Hofe zu Rotwyl dem festen Hanns von Liechtenfels auf dessen Anbringen „anlaytin" gegeben ward über die Güter Thenings von Tiersperg, der in der Acht des Hofes zu Rotwyl und ein offener verschriebener Aechter ist wegen der Klage des Anndres von Bossenstein, der auch an Hanns von Liechtenfels alle seine Ansprüche und erlangten Rechte übergeben hat. Die Anleite erstreckt sich sowohl auf die Güter Thenings in der Weltschen Stainach als auch auf alle seine anderen, auch auf seine fahrende Habe, Pferde, Harnasch u. s. w. Liechtenfels ist auch darauf in nutzliche Gewer gesetzt worden und hat dieselbe auf dem allem auch besessen, wie Recht ist. Die obengenannten Herren sind ihm vom Hofgericht darüber mit Urtheil als Schirmer gesetzt worden und es wird ihnen geboten, ihn in allen diesen Stücken und Gütern zu schirmen und schützen. Geben an donrstag nächst nach st. Gallen tag 1456 '). Das Or. trug das Siegel des Hofgerichtes Rotwyl. Gleichzeitige Pap. Copie. Donaueschingen. mm 1453-1458. 481 1) 1465, Mai 28. (zinstag vor dem hl. Pfingstag) richtet derselbe Hofrichter ähnliche Mittheilung und "Weisung an denselben Grafen Heinrich zu Fiirstemberg und viele geistliche und weltliche Fürsten, Herren, Ritter und Städte, wonach der feste Hanns Pfuser von Norstetten der ältere auf dem Hofe zu Rotwil Anlaite auf die Güter des Aberächters Hannsen von Hirczbach zu Mülhusen und des Aechters Anßhelm von Maßmünster, nämlich Burg und Dorf Hemschbrunn, Leute und Güter zu Bollwilr, Dorf Flachsland, verschiedene Güten und das Wingelt zu Stainbach, überhaupt auf beider liegende und fahrende Habe erlangt hat. Perg. Vidimus v. 1466, März 14. (frytag vor dem sonntag Letare Halbvasten), ausgestellt von Schuldheiß, Burgermeister und Rath der Stadt Sigmaringen unter deren Siegel (ein springender Hirsch; S. üpibi. in. iSitrmarittgxn). Donaueschingen. 1458, März 3. 531. Hanß Muser, Schuldkeiss zu Haslach, und Katharina von Winterthur, seine eheliche Hausfrau, vermachen dem Grafen Heinrich vou Fürstenberg nach ihrem Ableben einen Garten in der Stadt Haslach und alle ihre Güter zu Wittenwyr, Richen- bach, Eschau, Mühlinbach, Büchern und Behrenbach, doch soll Graf Heinrich der Kirche Haslach 1 tt Gelts besetzen. Datum freytag vor Oculi 1458. r Eintrag im alten Repertorium der Haslacher Ankunftstitel. Donaueschingen. B. mmm npi ■ S$S OK ■ | ' WM , m •'VV;C.' PJM HS ■l mR fiHRB fMHp 1458, Mai 23. Wien. 532. Kaiser Friedrich theilt der Stadt Schaffhausen mit, dass er den Grafen Heinrich zu Fürstenberg und den Bürgermeister und kleinen Rath der Stadt Rottweil beauftragt hat, auf einem Tage zu Rottweil ihren Streit mit Pilgrim von Heudorf zu schlichten. Wir Friderich, von gottes gnaden Römischer keyser, zu allen zeitn merer des reichs, herzog zu Oesterrich, zu Steyr, zu Kerndten vnd zu Krain, graue zu Tirol etc., tun burgermeister vnd raute der statt zu Schauffhusen zu wissen: als ir nechst üwer bottschafft by vns gehabt vnd ettlich Werbung an vns haben bringen lassen, haben wir vernomen, vnd nachdem dann vnser vnd des richs lieber getrüwer Bilgri von Hödorf sin clagspruch vnd vordrungen wider üch in vnserm kayserlichen camergericht mit vrteil vnd recht erwonen vnd üch mit rechtem gerichte in die pene vnd pussen vnser künglichen reformation, vnd nach lut derselben reformation in acht vnd aberacht er- clagt vnd erlangt hat, haben wir mit im so uil geredt, dardurch er sich gegen vns hat verwillgt, daz wir die sachen der volfürung seins behalten rechtes, auch des an- IV. 61 ßäPS SP SaBN I I ■ m §' • ■■■■■ % '■•-■'■'-'■ ■ I "■■'■■■■ 1 ■ \ ■■■•■■■ -'.. mSBk W&&& H '■ < ';■■ mm? EMS® mm in Bffl mm 482 NACHTRÄGE. griffs, auffhaltung vnd bekümernuß üwers libes vnd gutes angestellet, auffgeslagen vnd verlengt haben biß auff sannt Jacobs tag im Schnit schiristkünftig (Juli 25.), yedem teyl, ob ir dazwischen mit einander gütlich nit vereynt wurden, an seinem rechten vnd gerechtikeiten darnach vnuergriffenlich vnd vnschedlich, daz ouch datzwischen dhein teil gegen dem andern in vngut nichtz fürnemen noch handeln solle, vnd haben daruff dem edeln Heinrichen grauen zu Fürstemberg vnd den ersamen burgermeister vnd kleinem rate der statt zu Rotwil, vnser vnd des reichs lieben getrüwen, mit vnsern keyserlichen brieuen beuolhen, üch beiderseit dorumb tag für sich gen Rotwil ze setzen vnd mit allem fleyß zu uersuchen, üch vmb sölich sacben mit einander gütlich zu uereynen. Dorumb so empfelhen wir üch mit fleiß, begerende, daz ir üch zimlicher mittel vnd wege in den Sachen fleissen vnd gütlich veruolgen wollet, damit nit not- durft werde einicher ander strengkeit von des heiligen reichs wegen wider üch für- zenemen oder zu gebruchen; daran tut ir vns ein dancknem vnd gut gefallen. Dann wo des nit beschehe, so wurden wir bewegt zu hanthabung vnser vnd des heiligen reichs recht wider üch fürzenemen vnd ze handeln lassen, als sich das in sölichem vnd als vnsern vnd des reichs ächtern vnd aberächtern von des reichs wegen gepüret. Darnach wisset üch ze richten. Geben zu Wien am eritag nach dem heiligen Pfingstag, nach Kristi geburt vierzehenhundert vnd im acht vnd fünfzigisten, vnsers reichs im neuntzehenden vnd des kayserthumbs in dem sybenden jaren. Nach einer gleichzeitigen Copie im Staatsarchiv Luzern (Allgemeiner Abschiedband A, fol. 158) mit- getheilt von Dr. Th. v. Liebenau. 1460, Mai 13. (Geisingen). 532 a . Martin Hörnwadel, derzeit Schuldheiß zu Gisingen, dort in offenem „verban- nem" Gericht zu Recht sitzend, urtheilt in dem Streit zwischen den bescheidenen Clewin Hennsler dem alten, Haini Rotenbacher, Conrat Hennsler und Jörg Tierberg von Fürstemberg von gemeiner Stadt Fürstemberg wegen einerseits und Hanns Mayer und Clewin Räwlin von Nidingen für sich und etliche andere von Nidingen, die Aecker und Wiesen aus der Steuer Fürstemberg an sich gebracht haben, anderseits. Nachdem auf Antrag der von Fürstemberg Burckhart Tierberg, Vogt zu Fürstemberg, gehört worden und erklärt hat, dass die gnädigen Herren von Fürstemberg, als sie zu Nidingen Vff Hof waren, auf Frage der von Fürstemberg entschieden, dass die von Nidingen von den Stücken und Gütern, die in der Steuer von Fürstemberg gewesen sind, dahin steuern sollen, erkennt das Gericht dem entsprechend. Wmm 1458-1466. Geben an zinßtag nehst nach dem sontag Cantate 1460. 48S Das Siegel der Stadt Geisingen. Perg. Or. Donaueschingen. ■'.', ■■..'■■■•--,'■•'; ■.;•; 24ffff, Ja«. M 532 b . Eberlyn Bitter, Eberlin Byters sei. von Rotwil Sohn, empfängt von Grafen Hainrich zu Fürstemberg, Landgrafen im Bare nnd Herrn zu Husen im Kintzigen- tal etc., „als von der obern hand" einen Halbtheil eines Gutes zu Mdereschen, genannt zu den Höfen, das Berchtold Buman baut und dessen andere Hälfte Hanns Wyeg von Rotwil hat. Geben an zinstag nehst nach st. Hylarien tag 1466 1 ). Das Siegel Michel Kellers, Bürgers zu Rotwil, unkenntlich. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1) Von demselben Tage datirt der Revers Hanns Wyegs von Rotwil über seine Hälfte dieses Gutes. Perg. Or. mit unkenntlichem Siegel Michel Kellers. — 1491, dünrstag nach st. Gallen tag (Okt. 20.) empfängt derselbe (Hans Weyg) seine Hälfte (die andere gehörte damals Martin Bitter) von dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg als Vertreter seines Bruders, des Grafen Hainrich. Perg. Or. mit unkenntlichem Siegel des Ausstellers. — 1493, vff zinstag nach st. Martins tag (Nov. 12) empfängt die andere Hälfte dieses Gutes, das hier Mannlehen der Grafschaft Fürstenberg genannt wird, Symon Bitter zu Rotwil. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel Hansen Weygs. Donaueschingen. B. 1466, April 15. 533. Dem Grafen Johanns von Sultz, kaiserlichem Hofrichter zu Rotwil, meldet Hanns Wähinger, ein Urtheilsprecher desselben Hofgerichtes, dass er nach seinem Gebot von des Hofgerichtes wegen den wohlgeborenen, edlen, strengen und festen Grafen Hainrich zu Fürstemberg, Landgrafen in Bare etc., und Jacob Herrn zu Stouffen auf des wohlgeborenen Grafen Johannsen von Tengen, Herrn Melchiors von Blumen- egk, Herrn Burckharts von Honburg, Ritter, und Hanns Jacobs von Bödmen Güter die „anlaitin" gegeben habe, d. i. auf Grafen Johannsen von Tengen Herrschaft Ten- e gen, Stadt, Schloss, Dörfer u. s. w., auf seine Schuld auf der Herrschaft von Oster- rich von Stockach und sonst darrührend, und auf sein Haus zu Schaufhusen, auf Herrn Melchiors von Blumnegk 2000 fl. Hauptgut und 100 fl. Zins davon, so er hat auf dem wohlgeborenen Grafen Conratten von Furstenberg, auf die 1400 fl. Haupt- 61» wmm mm ■'■:';■ EHÜ HBL_ «HRP mmBmm Jh mm m mKm WM I MW HU ■ ■ ■■ - mm wmm Sfc 484 NACHTRÄGE. schuld und 70 fl. Gilt davon, so et- hat auf der Herrschaft Triberg, und auf seinen Hof und Besitzungen zu Fryburg, sodann auf Herrn Burckharts von Honburg Theil und Besitz an Honburg dem Schloss und dem Vorhof, auf Stüßlingen, Starringen und Bollingen die Dörfer, sodann auf Hanns Jacobs von Bödmen Schloss Bödmen und Dorf Walwiß und Äschpsingen die Dörfer, seinen Theil, und auf die Hauptschuld und Güten, so ihm der edle und strenge Herr Hanns Jacob von Bödmen, Ritter, schuldet, endlich auf deren aller Hausrath, Betten, „bettwät", Silbergeschirr, Barschaft, Geldschulden, Kleinod, Pferde, Harnasch und sämmtliche Güter. Es haben auch Graf Hainrich von Furstemberg und Jacob Herr zu Stoufen die Anlaitin auf dem allem ersessen 6 Wochen, 3 Tage und mehr, „vnuersprochenlich vnd by guten gerichten, als er (sie) von recht solt." Geben an zinstag nach dem sonntag Quasimodogeniti 1466. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. 1461, Okt. 2. 534. Heinrich und Conrat, Grafen zu Fürstenberg, Gevettern, bestellen als Castvögte mit Rath und in Beisein des ehrwürdigen Herrn Heinrich, Abtes zu St. Georgen, auch der Meisterin und des Frauenconventes des Klosters Amptenhusen den ehrbaren Pauls Swenczlin von Fürnow dem letztgenannten Kloster als Amtmann und Schaffner. Derselbe hat alle Nutzen und Renten des Klosters, auch dessen Nothdurft mit den „büwen vnd eehalten" zu erfahren, einzubringen, zu handhaben und fürzusehen, in Betreff „öwiger mereklicher eeheffty" aber nur mit der Aussteller Wissen und Willen zu handeln und hat jährlich über seine Verwaltung den Grafen oder deren Amtleuten Rechnung zu stellen. Dafür sollen die Klosterfrauen ihm und seiner Hausfrau Wandel- mxiten von Buch Essen und Trinken geben, wie andere Amtleute daselbst bisher darin gehalten worden, ihm ein Pferd halten ohne seine Kosten und Schaden und als Jahreslohn geben 12 fl. rynisch und einen Rock, oder 2 fl. dafür, auch Stiefel und ihm und seiner Frau Schuhe nach Nothdurft; auch soll ihm gegönnt sein, seiner Kunst mit Schreiben oder anderem zu genießen ohne Schaden des Klosters. Werden er und seine Hausfrau krank oder bresthaft, so soll ihnen eine Pfründe geordnet und bestellt werden; dafür aber, dass seine Hausfrau so in des Klosters Kosten gehalten wird, hat sie gelobt, auf dessen Nothdurft ein getreues Aufsehen zu haben, so viel einer Frau gebührt und geziemt. m. ®?S3^:ilsl 1466—1470. 485 Geben (in duplo) an frytag nach st. Michels tag 1467 1 ). Das Or. siegelten die Aussteller. Pap. Concept. Donaueschingen. 1) 1469, Juli 12. (mittwuch vor st. Margretten tag) bekennt Paul Swenczlin, dass er von den Grafen von diesem Amte wieder entlassen und um alle Sachen seiner Rechnung gütlich ausgerichtet ist, und gibt den Grafen obigen Bestellbrief zurück. Perg. Or. a. a. 0. mit dem Siegel des Ausstellers (gelb; im Schilde ohne Helm 3 in dreigipfeligem Berge steckende Schwertgriffe (?);..... [roznzzi ......... ). . 'Mi 1468, Juli 5. 535. Caspar Wegenlin von Ryselfingen und Gretlin Blümberg, seine eheliche Hausfrau, verkaufen um 9 fl. rh. Unser lieben Frauen Kirche zu Küchen 11 Viertel und 3 Imi Vesen Schaufhuser Maß jährlichen ewigen Zins von und ab den „buwen vnd zinsen" des Grafen Conrat zu Furstemberg, Landgrafen in Bär, zu Rietberingen, welcher Zins ihnen von Elsinen Blümberg, ihrer „geswygen" und Schwester zu Erbe gefallen ist. o Geben an zinstag nach st. Virichs des hl. byschoffs tag 1468 x ). Das Siegel des Grafen Conrat von Furstemberg fehlt. Perg. Or. Pfarrregistratur Kirchen. B. 1) 1483, Juli 3. verkauft Hanns Wuol von Gütmatingen um 80 ti Heller Landeswährung der Kirche und dem Gotteshause zu Kilcben sein Gut zu Husen an der Tünow, genannt des Wüelen Gut, nämlich 3 Jauchert Acker zu Happen, '/* Jauchert in Mülow, 1 Jauchert am Huserberg, der an Junkers Hannsen von Rischach und an Reckenbachs Acker stößt, '/> Jauchert vor dem Göuwhart, 3 Jauchert vfEgg, ferner 3 Manns- mad Wiesen vf Wyßen, '/a Mannsmad im Waidgouen, 1 Mannsmad im Wiler, alles frei und unverkümmert, da Hainrick, Graf zu Furstemberg, Landgraf in Bare, von dem und von der Landgrafsclmft in Bare dieses Gut o zu Lehen rührte, dasselbe der Kirche zu Küchen geeignet hat. Geben vf st. Virichs äbent 1483. Das Siegel des Grafen Hainrich von Furstemberg, der siegelte, weil Wüel kein eigenes Siegel hatte, fehlt. Perg. Or. Pfarrregistratur Kirchen. B. Wm - ■'.:. H : . SEE i'8s88sSR ■■'''' ■"''' 1410, April 27. 536. Egen Graf zu Furstemberg, Landgraf in Bare und Herr zu Gisingen etc., ersucht den Bischof Hermann zu Constentz, die ewige Jahrzeit und Brüderschaft zu bestätigen, welche er mit Hilfe und Zustimmung Herrn Burkharten Angerers, des Kirchherrrn, auch des Schuldheissen und Baths zu Gisingen in Beisein vieler anderer Priester, geistlicher und weltlicher erberer Leute, Edler und Unedler in der Kapelle im ■:■".' ■;•.■,'?;■■'.. :.v .:■ m>-:^.^' '•■■•:■■■ % H H I 9BSBM mm nn wm 486 NACHTRAGE. zu st. Waldpurg Kirche, bei der Stadt Gisingen gelegen, deßhalb gestiftet hat, weil „got, der almechtig, in dem wesen hohen vngetaylten driualtikayt (sie) durch das wirdig verdienen der allererentrichensten jungkfrowen Marien, seiner lieben mütter, vnd aller haylgen, seiner vsserwelten, vmb alle notdurften der seien vnd lips der lebenden vnd todten vvil gepetten vnd gelopt sein mit rußigem, ernstlichem gedangk seins bittern lydens, in dem er den armen, sündigen cristanmenschen erworben haut ainen vnvßsprechenlichen schätz der grundlosen gnaud vnd barmhertzikayt", und weil wir darum, wiewohl „die innern krefft der blöden menschait ze swah sind, got, den almechtigen, in seinem göttlichen wesen ze lobende, seins lidenß vnd muten bewy- sung ze danken, jedoch den wege des guten ingedechtnüsse zu trost vnd hayle vnnser vnd aller glöbigen seien ze nemen" haben. Diese Jahrzeit und Bruderschaft soll also gehalten werden: Viermal des Jahres, je am Donnerstag in jeder Fronfasten sollen alle Priester zu Gisingen und anderswo, die in diese Bruderschaft sich verpflichten und verpflichten werden, freiwillig oder gebeten, priesterlich bekleidet, so früh sie können, in die st. Waldpurgskirche sich verfügen, hier eine Vigil singen und, während einer von ihnen ein Seelenamt und einer hierauf die Fronmesse Vnser lieben Frowen, wie sie sich zu jeder Zeit im Jahre gebührt, singt, Seelmessen lesen. Während des Amtes soll der Kirchherr oder der, welchem es befohlen wird, „haben gedechtnüsse mit vßlegung des gemainen gepettes aller brnder vnd swestran, gaystlicher vnd weltlicher, der lebenden vnd todten, ir aller vordem vnd aller glöbigen seien in der cristen- hayt mit andaucht, als hierzu gehört." Die zur Bruderschaft gehörigen Priester sollen für jedes verstorbene Mitglied eine Vigil und drei Seelmessen lesen. Des verstorbenen Mitgliedes soll auch ein Jahr lang in seiner Pfarrkirche alle Sonntag „verkündet" und gedacht werden. Die weltlichen Brüder und Schwestern aber sollen für jedes verstorbene Mitglied drei Messen „frümen vnd opfern" und zu jeder Messe mit guter Andacht 30 Pater noster und Ave Maria beten. Insbesondere soll zu dieser Bruderschaft ein Seelbuch geordnet sein, das die Namen aller Mitglieder, deren „jüngsten tag diser zit", alle „besetzt nutzung" und alle andere Ordnungen und „notdurften" der Bruderschaft enthält. Was auch derselben zu Lob und Nutz „in rechter ehaffti fürgenomen und geordnet" wird, soll alles mitRath und in Beisein des Stifters, Grafen Egens, oder seiner Erben oder der von ihnen hiezu abgeordneten, sowie des Kirchherrn und vier der „verstendigsten" Priester, auch eines Schuldheissen und vier der „vernünftigisten" Bürger von Gisingen geschehen. Aus „söllichem raute" werden dann zwei Schaffner, ein geistlicher und ein weltlicher, mitsammt einem Kirchherrn zur Verwaltung der Büchsen, Bücher, Rodel und alles andern Gutes der Bruderschaft erwählt. Der Kirchherr versorgt mit Rath dieser seiner Mitgesellen diese „behalt- 1470. 487 missen" der Bruderschaft, zu denen auch jeder der letztern einen Schlüssel führt. Der Kirchherr soll den Schaffnern alle Jahre einmal, wenn aber nöthig, alle Fronfasten Rechnung stellen. Was also der oben bestimmte ßath anordnet und in das Seelbuch setzt, gilt ebenso, wie wenn es in dieser Urkunde selbst stünde. Ueberschüsse sollen zu Nutzen der Bruderschaft angelegt und davon der Gottesdienst gemehrt werden. Allen Priestern und allen andern, welche zu dieser Jahrzeit kommen, gibt Graf Egen für sich und alle seine Nachkommen ewiglich Geleite, doch mit Ausschluss derjenigen, gegen die er und seine Nachkommen ihrer Herren oder ihrer selbst willen in Sorgen stehen müssen. Geben an frytag nehst vor dem sontag Quasimodogeniti 1470. Das Siegel des Ausstellers (das oben Bd. III, p. 380 abgebildete); die der Stadt Gisingen und ihres Kirch- berrn Angerer (der diese Stiftung namentlich genehmigt, aber ihm, seinen Nachkommen, der Pfarrkirche zu Kirchen im tal und der Kapelle zu Gisingen in der Stadt') unschädlich), fehlen. Perg. Or. Pfarrregistratur Geisingen 2 — 4 ). 1) Geisingen wurde erst 1536 selbständige Pfarrei, bis dahin war die Stadt Filiale der uralten Pfarrei Kirchen im Aitrachthale. 2) Die bischöfliche Bestätigung dieser Bruderschaft ist datirt Constantie 1470, die quarta mensis May, indictione tercia. (Geisingen, Pfarrregistratur, Perg. Or. Das Siegel fehlt). 3) Nach der 1530 abgefassten Erneuerung des alten Bruderschaftsrodels (Perg. Or. Pfarrregistratur Geisingen) hat Graf Egen seiner Stiftung ihm, seinen Eltern und allen seinen Vorfahren, Herren und Prauen von Fürstemberg zu Trost und Hilfe 2 Malter Vesen Ewiggilt aus dem großen Zehnten zu Gysingen vermacht, sowie „den halbtail hanfsomen des hanfzehenden zu Gysingen an das Hecht im kor bemelter capell vor Vnser Frowen altar verordnet." 4) Das erste Seelbuch der Bruderschaft ging mit allen Eodeln der Bruderschaft zu Grunde, als Gissingen 1487, zinstag vor dem Palmtag (April 3.) abbrannte. Aus seiner, Ende des 15. Jahrhunderts vorgenommenen Erneuerung (Geisingen, Pfarrregistratur, Pap. Or.), der wir die Kunde von diesem Geisinger Brande verdanken, erfahren wir auch, dass die Bruderschaft 1470, am dorstag in der Fronfasten nechst nach dem haylligen Pfingstag (Juni 14.) ihren Anfang genommen hat, und dass die Statuten derselben 1487, auff dorstag in der Fronfasten an sand Thomas abend vor dem haylligen tag zu Weyennachten (Dez. 20.) „durch günst, wissen vnd willen der heren vnd des obervogts, schulthayß, richter vnd gantzer gemainde gemaintlichen (sie), auch mitt andren bruder, gaistlicher vnd weltlicher personen, edel vnd onedel, zu Gissing" renovirt wurden. Nach diesem erneuerten Seelbuche gehörten der Bruderschaft vom Hause Fiirstenberg (ausser dem Stifter, Grafen Egen) an: Frau Anna vonStauffen (und ihr Gemahl Freiherr Trutprecht von Stauffen, sowie ihre „jünckfraw" Ainbet Armbrosterin und N. ihr Scherer; Graf Conrad, der Vater der Grafen Hainrich und Wolf, und Gräfin Frena, Aebtissin von Maßmünster. Später scheinen ihr keine Glieder des Hauses mehr beigetreten zu sein, denn der für solche vorgesehene Baum des Seelbuches (3 Seiten) ist leer gelassen. Dagegen gehörten der Bruderschaft vor oder um 1500 vom Adel an; Herr Hans von Furstenberg und seine eheliche Gemahlin Clara Marschalckin, Junker Hainrich Marschalk, dessen Schwester Margretha und dessen Bruder Claus Mar- schalck, Junker Jörg von Reckenbach, dessen Gemahlin Barbla von Almshoffen und dessen Sohn Gallus, Junker Ottmaeyr Reckenbach von Zürch und seine Hausfrau, Junker Hans Reckenbach von der Nawenfurstenberg, 19 v. 9HHS ^■■■'"■" WmM ■■■■:'■.':-,;;; i>*:VV. "C- •";■■■ '" .'.'.■.'■:' ; : '.'■■::.'■; !«, 1 IHm warn IffilBfe I m 1 IhI warn J -m %t 488 NACHTRÄGE. Frau Cya Reckenbechin, „in der elaussen gevvessen zu Gissingen", Junker Hainrich von Buch, sein Bruder und seine Hausfrau Frena, Junker Hans He wer zu der Nawenfurstenberg und seine Hausfrau, Junker Conrad Schelhorner zu der Nawenfurstenberg, dessen Mutter Margreth Mederin und dessen Hausfrau Endlin Hewerin, ferner Junker Conrat von Felsenberg und seine Gemahlin Margret von Windegk, Junker Burckhart von Reckenbach zu Owelfingen und seine Hausfrau Fronick von Velsenberg. In zwei folgenden Abtheilungen bringt das Seelbuch die sehr zahlreichen Namen der geistlichen und weltlichen (bürgerlichen) Mitglieder, welche beide im 16. Jahrhundert wiederholt fortgesetzt wurden. B. 1471, März 6. Wolfach. 537. Heinrich Graf zu Fürstenberg etc. beschwert sich bei Bürgermeister und Rath zu Rotwyl darüber, dass ihr Bürger Cunrat Digeßheim, wie er letzten Sonntag durch Zuschrift seines Knechtes, Peter Vogts zu Emmingen berichtet worden, drei „armman", so den Zehnten im Brigental das vergangene Jahr von ihm, dem Grafen, geliehen gehabt, mit dem Hofgericht fürgenommen, worauf das Gericht erkannt, dass die Armenleute der Anforderung des Digeßheim Bezahlung thun sollten. Der genannte Zehnten e sei sein Pfand und Eigen der Herrschaft von Osterrich; die Armenleute hätten ihn nur in Lehensweise auf ein Jahr und nicht länger gehabt. Er erwartet, dass sie schaffen, dass Digeßheim sein Fürnehmen mit den Armenleuten abstelle, und begehrt Antwort. Geben zu Wolfach an mittwoch nach dem sunntag Invocauit anno domini etc. 1471 l ). Pap. Concept. Donaueschingen. 1) Am selben Tage schreibt der Graf in der nämlichen Angelegenheit an den ehrbaren, seinen sonder lieben Ditschhannsen oder andere Machtboten, von Stockach an das Hofgericht zu Rotwil gesetzt: er möge im Namen seiner Herrschaft von Osterrich dieser Berufung und Abforderung sich anschließen. Concept auf demselben Blatte. 1472, Okt. 1. 537«. Graf Hainrich zu Fürstenberg, Landgraf im Bare und Herr zu Husen im Kintz- igenthale etc. beurkundet: nachdem die Lehenschaften und Mannschaften der Herrschaft von Hohenklingen an sie, die Grafen zu Fürstenberg, „nach wysung kiingc- licher vnd kaiserlicher, ouch vnsers vettern Virichs herrn von Hohenclingen, des hindersten, seliger gedechtnuss vervvilligung, bestetigung vnd vbergebungsbriefen, so wir darum haben", gekommen sind, belehnt er den ehrsamen Hansen von Tegerßhan 1470-1476. 489 den altern, den „artzat", für sich selbst und Hans, seinen Bruder, als Träger mit den zwei Theilen des Zehntens zu Matzingen. Geben an dornstag nach st. Michels des hl. ertzengels tage H72 1 ) 2 ). Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1493, Aug. 22. belehnt Hainrieh, Graf zu Furstenberg und Landgraf in Bare etc., Hansen Weber zu Syrnach im Turgöw als Vorträger des ehrsamen Herrn Mathias Aulbrechtz, Priesters und Frühmessers zu Syrnach, mit zwei Theilen des Korn- und Heuzehntens zu Matzingen im Turgow, den vormals Meister Hans von Tägersen „der artzat" von seinem Vetter, Grafen Hainrieh zu Furstenberg dem ä. sei., empfangen und an die gedachte Frühmesse zu Sirnaeh verkauft hat. Geben am dornstag vor Bartholomey 1493. Das Siegel des Ausstellers (grün in Schüssel). Perg. Or. Donaueschingen. — Vom gleichen Tage datirt der Lehensrevers Hanns Wäbers von Syrnach. Perg. Or. mit dessen Siegel (im Schild ohne Helm ein Thier [Gemse ?] auf drei- gipfeligem Berge). Donaueschingen. — Vergl. auch oben Bd. III, Nr. 594. 2) Die hohenklingen'schen Leben überhaupt bestanden nach zwei darüber 1472 und 1541 aufgenommenen Beschrieben (Pap. Or. Donaueschingen) aus dem Dorfe Matzingen mit Gericht, Zwing und Bann, dem Dorfe Schlatt am Banden, dem Kirchensatze, einem Theile des Gerichts mit Zwing und Bann und dem Hofe, in den der Kirchensatz gehört, zu Bürwil sammt 200 fl. Pfandschilling auf diesen Lehenstücken, den Vogteien zu Obern Winterthur, Negerden, Gaisel, Wunngen und Wysendangen, der Burg Kattenhoren, in Vndersee gelegen, der Feste Sehrotzburg sammt der Vogtei über den Münsterlinger Kelnhof und ein Gut zu Bühel und über einen Hof zu Oeningen, der Burg Liebenvells mit Grundstücken daselbst, der Mühle und einem Hof zu der Egg, dem Kelnhof zu Bürren im Thurgöw, je einem Hofe oder Gute zu Zötzach, Richentwil, Vsty, Op- pfikon, Ouwanngen, Wittenwil, Wennge, Dingenbart, Nüfran an der Thur, Honberg, Mambaren (genannt zum Laimgrais), je 2 Gütern zu Hiltzingen und Singen, dem Bauhof zu Härdern, je einer Schoupis zu Vordem- und Hindernhonnberg, 3 Hofstätten, 4 Gütern, der Mühle und dem niedern Kelnhofe zu Matzingen, einem Hause zu Bollingen, einer Hofstatt zu Elman, l'/a Hofe zu Tinhart, der Mühlstatt zu Aeschentz, am Stad in Erla gelegen, einzelnen Aeckern, Wiesen und Hölzern zu Elman, Stettfurt, Matzingen, Kalthüsem, Bollingen, Schinen, Wingarten, Tegershan, Eschentz, Morwiler, Manbüren, Eülasingen, Stain, Wittenwil, Lommis und Zürich, Weingärten zu. Bollingen, Manbüren, Herdren, Zinsen zu Aeschenz, Lanngnaw am Zürchsee und Hiltzingen und Zehnten zu Matzingen, Dingenhart, Begenswilr (Rengischweil lag nach dem Beschriebe von 1541 bei Wängi), Holtzhausen, Stäffa, Gossow, Wittenwil, Stettfurt, Zuckhenriedt und „zu Boltshusen in Manbüren". — Nach dem vorgenannten Beschriebe von 1472 verlieh Graf Conrat zu Fürstenberg Namens des Grafen Hainrieh zu Furstenberg die hohenklingen'schen Lehen in diesem Jahre vff durnstag nach dem suniag Misericordia domini (April 16.) B. ■ | nfflnp I MÄl MM AB .: 1 1 ! ! M Mm . ■:■■■' «5 \mBBm 1 gl ü (1416). 5gg t Graf Conradt zu Fürstenberg und Landgraf in Baare etc. verschafft, macht und ordnet einem Kirchherrn zu Nidingen 3 fl. jährlichen und ewigen Zins, je 1 von seiner Herbststeuer zu Böringen, Sumpforn und Nidingen. Anfang einer Abschrift aus dem 17. — 18. Jahrhdt. Donaueschingen. Die Jahrzahl nennt nur die Fascikelaufschrift. IV. 62 JE WM «Ei mm 490 NACHTRAGE. 1481, Juni 14. &38 a .ITeirathsvertrag zwischen Gräfin Anna von Fürstenberg und Graf en Eberhard von Sonnen- berg, Truchsessen zu Waldburg. In dem namen der hailigen vnzertailbaren driualtikait, amen. Zu. lob gott dem almeehtigen, zu wirden vnd eren der hochgelopten II rayuen himelkönigin vnd jungkfrowen Marie vnd allem himelschen herr, zu. trost den armen, eilenden, gloubi- gen seien, zu meren die II cristenhait, kunt vnd offenbar syg allen den, die disen brief yemer ansehen oder hören lesen: Nachdem gott der almechtig nach Ordnung der hailigen kirchen vffgesetzt vnd geordnet hat vnder anderm das sacrament der hailigen ee, so haben wir Hainrich graue zu Fürstemberg, lantgraue in Bare vnd her zu. Husen im Kyntzigental, Sigmund graue von Lupfen, lantgraue zu Stulingen vnd herre zu Hewen, vnd Tegenhart von Gundelfingen, fry, thümher der hohen stift zu. Costentz etc. zwüschent den wolgebornen Cünratten grauen zu Fürstemberg, lant- grauen in Bare, vnd Eberharten grauen zu. Sonnemberg, truchsässen zu Waltpurg, vnsern lieben vettern vnd öheym, in nachgeschribner maß mit ir baider gunst, wissen vnd willen ainen früntlichen elichen hyrät gütlich beredt vnd beschlossen. Dem ist also: des ersten, das der benant graf Cunrat von Fürstemberg sin eliche tochter, die wolgebornen frowlin Endlin grafin zu Fürstemberg dem bemelten graf Eberharten von Sonnemberg zu der ee geben vnd mit dem sacrament der hailigen ee elich vermaheln vnd verpflichten; so sol der genant graf Eberhart die selben frowlin Endlin zu dem sacrament der hailigen ee elich nemen. Darvff sol der egenant vnser vetter graf Oünrat dem gemelten vnserm öheym graf Eberharten zu der genanten frowlin Endlin zu hyrat gut vnd zu rechter ee vnd haymstür geben zway tusent guldin rinischer, so er dann hat vff dem wolgebornen vogt Vlrichen von Matsch, grauen zu Kirchberg etc., sinem sweher, vnd im dann vormals zu sinem elichen gemahel, der wolgebornen frow Küngund von Fürstemberg, geborn grafin von Matsch seliger gedechtnuß, zu rechter ee vnd haymstür ouch geben worden sind vnd sich der darvff verzyhen vnd den houptbrief darvmb wysend den gemelten frowlin Endlin siner tochter vnd graf Eberharten ain monät, vor vnd ee sie elich zu samen bizeschläffen gelegt wer- dent, zu irn handen hervß geben vnd vberantwurten. Dargegen so sol der obberürt graf Eberhart die obuermelten frowlin Endlin gräfin zu Fürstemberg irer zway tusent guldin hyrat gut mit zwayen tusent guldin widerlegen vnd ain tusent guldin zu morgengab geben, das alles in ainer summ bringet fünf tusent guldin rinischer, vnd sie der mit vnderpfanden, gülten vnd geweren nach notdurft versichern vnd versorgen 1481. 491 vnd sollichen versorgnusbrief dem obberürten graf Cunratten irem vatter in der ob- bestimpten zit vor der biscbläffung ouch vberantwurten vnd geben. Darvff so sol ouch die obgenant fröwlin Endlin sich verzyhen vnd vffgeben vff dem hoffgericht zu. Kotwil, darzü sie ouch der obuermelt graf Eberhart, wenn er darvmb von dem genanten graf Cunratten oder sinen erben ervordert wirt, in zwayn monätten den nehsten nach der ervordrung vermögen vnd halten sol, vatterlichs, muterlichs, brüderlichs vnd vetterlichs erbs vnd güts aller grauen von Fiirstemberg, es wäre dann sach, das die grauen von Fiirstemberg mansnamen, da vor gott sige, all abstürben, so sol ir ir gerechtikait darinne vorbehalten sin; desglich was erbschaftea ir ouch vsserhalb des stammens Furstemberg zustünden vnd an sie erblich vielen, des sol sie ouch vahig vnd wartend sin vnd sie sollich verzyhung daran nit irren noch hindern. Verrer ist beredt: wäre sach vnd fügte sich, das der egenant graf Eberhart vor der gemelten fröwlin Endlin von tods wegen abgieng vnd ersturb — gott well sie baide in lang- wiriger gesunthait nach sinen gütlichen gnaden fristen vnd vffhalten — sie hette eliche kind bi im oder nit, so sol sie söllichs ir zügewydmet gut vntz zu end ir wyle vnd lebtag nutzen vnd messen. Vnd nach irem abgang so sollen die zway tusent guldin ir hyrat gut, ob sie nit eliche kind bi im verliesse, an ir nehsten erben vnd die zway tusent guldin Widerlegung an sin nehsten erben Valien vnd komen. Wurde sich aber die obuermelt fröwlin Endlin nach graf Eberharts tod vnd abgang mit ainein andern elichen mann vermaheln vnd hette doch eliche kind bi dem genanten graf Eberharten vnd gewynnet sie alsdann bi dem nachgenden irem elichen mann ouch kind, wie vil oder lutzel der wären, so sollen doch des gemelten graf Eberharts von Sonnemberg kind, so er bi der gerürten siner gemahel verlassen hett, mit den nachgenden kinden die zway tusent guldin ir rnüter hyrat gut mit einander glich erben vnd tauen, alles vngeuarlich. Desglichen wurde der obgenant graf Eberhart, die obberürten fröwlin Endlin, sin elich gemahel, vberleben vnd hette nit elich libs- erben bi ir, so sol er sollich ir hyrat gut sin lebtag vnd vntz zu end siner wyle ouch nutzen vnd niessen, vnd nach sinem abgang der widerfal aber beschehen, wie vorstät. Wyter ist beredt: wurd die gemelt fröwlin Endlin den genanten graf Eberharten, iren gemahel, vberleben vnd hette nit elich libserben bi im, so sol sie zu dem obgerürten irem zugewydmeten gut nemen alle ir cleynat, cleyder, gestüch, gewand vnd gebend vnd darzu alle varende hab, allain vsgenomen pferd, harnasch vnd sloss gewer, darczü ob pfandschaften abgelöst wären vnd in gelt da legen, damit sol sie ouch nichts zu schaffen haben. Ob sie aber graf Eberharten von Sonnemberg vber- lepte vnd hette elich libserben bi im, so sol sie nit mer nemen denn den halbtail der varenden hab, vsgeschaiden das, wie vorstät. Item wurde sich ouch begeben, 62* ü&Sb« fMffi§0!\ ■■■;::? I wm BHRG ■■:■' WM .■■-■ ' ■ •-■ Kg -. . 1 ''■', ! "■■'■!■' ES3 ■■'■■■ ■■■■•'. m^%W?M 11 ::;.''.■;;;':'■ mm %l 492 NACHTRAGE. dauor gott der almechtig sin welle, das vnder inen baiden, gi*af Eberharten von Son- nemberg vnd frowlin Endlin, grälin zu Furstemberg, ains mit tod abgienge vnd von disem zit schiede, vor vnd ee sie ebenen bi ainander gelegent, so solte dise beredung vnd mäbelscbaft des eestür guts, wydemme vnd morgengab kain tail bynden, sonder ouch hyn, tod vnd ab sin vngeuarlicb. Vnd wann baid obgenant parthien sollicher vnser friintlichen vnd gütlichen täding vnd beredung inzegon willig vnd benugig gewesen sint, so haben sie vns zu baidersit mit iren handgegebenen trüwen an rechter aiden statt gelopt vnd versprochen vnd versprechen vns wissentlich mit dem brieue, allen vnd yeglichen stucken, puneten vnd artickeln hierinne begriffen nachzekomen vnd dabi zu beliben on verrer vszug vnd widerred, alles getrülich vnd vngeuarlich. Vnd des alles zu offem warem vrkünd so haben wir obgenanten tädinger, Hainrich graue zu Furstemberg, Sigmund graue von Lupfen vnd Tegenhart von Gundelfingen, fry, thümher etc., all dry von der gemelten parthien ernstlicher bett wegen vnsre aigne insigel, doch vns vnd vnsern erben sust vnschedlich, an die brief, der zwen in glicher lut geschriben, gemacht vnd yedem tail ainer geben sind, offenlich gethon hengken. Vnd wan wir Cünrat graue zu Furstemberg vnd Eberhart graue zu Son- nemberg sollicher tading inzegon willig vnd benügig gewesen sind, so haben wir baid als verwilliger vnsre aigne insigel ouch zu der tädingern insigeln offenlich gethon hengken an donrstag nehst nach sant Anthonien') tag nach Cristi geburt tusent vierhundert vnd in dem ains vnd achtzigisten jaren 2 ). Die Siegel (in Schüsseln) des Grafen Hainrich zu Furstemberg (grün), des Grafen Sigmund von Lupfen (roth; Schild getheilt, obere Hälfte damaszirt; auf dem Helm mit wehenden Decken Schwanenrumpf zwischen 2 Pfauenfederbüschen; ftSttronii. graue ... lupfe, laut... je. ftülinge. .), Grafen Cünrats zu Furstemberg (grün) und Grafen Eberharts zu Sonnemberg (roth; Schild quadrirt, in 1 u. 4 Sonne auf Berg, in 2 u. 3 je drei Löwen; auf dem Helm Flug mit Sonne; S>. zbztljavt. graue, ju. fuiteberg.). Das 3. Siegel (Gundelfingen) ist abgefallen. Perg. Or. Fürstl. sehwarzenbergisches Centralarchiv. Wien. 1) Das Datum der in Anm. 2 folgenden Urkunde macht sehr wahrscheinlich, dass Antonius v. Padua zu verstehen, und hienach ist oben das Datum reduzirt. Wäre Antonius der Eremit gemeint, so entspräche das Datum dem 18. Januar. 2) 1481, Juni 14. (dornßtag nach dem hl. Pfingsttag) versichert Eberhart Graf zu Sonnenperg, Truch- saess zu Waltpurg, sein liebes eheliches Gemahl Enndli für die 5000 fi. ihrer Heimsteuer, Widerlegung und Morgengabe auf seine Herrschaft zu Kallenperg, wovon er jährlich ungefähr 100 fl. hat, femer auf seine Dörfer Althain, Vnlengen und Tiermadingen, in und bei der Herrschaft zum Bussen gelegen, wovon Althain und Vnlengen mit anderen zum Bussen gehörenden Dörfern und Weilern an Caspar von Mersperg um 4000 fl. Hauptgut, Tiermadingen aber an einen von Nyppenburg um 1000 fl. Hauptgut verpfändet war. Es folgen, nähere Bestimmungen. Zu rechten Geweren und Mitgilten setzt Graf Eberhart seiner Gemahlin die wohlge- 1481—1482. 493 borenen und edlen Andressen Grafen zu Sonnenperg, seinen Bruder, und Georgen Truchsaessen zu Waltpurg, seinen Vetter, welche beide neben dem Aussteller aush siegeln. Perg. Or. a.a.O. mit dmSiegjln (in Schüssel) des Ausstellers (roth), Andressen Grafen zu Sonnenperg (roth; Scbild wie in 1.; auf dem Helm r. Krone, darüber Flug mit Sonne, 1. Kissen, darüber Pfauenfederbusch; auf fliegenden Bändern: S. — attbreas. — gr. — af. — Äonen — b'rg. — t. j. ro. —) und Georgs Truchsaessen zu Waltpurg (grün; im Schild 3 Löwen; auf dem Helme Pfauenfederbusch; auf fliegenden Bändern: S* — georg — trudj — fofs — malt — b'g. — 1482, März 1. 539. Pfaff Virich Ott von Plaubüren, Kirchherr zu Wltertingen, stellt dem Grafen Hainrich zu Fürstenberg, Landgrafen in Bare, der ihm die Pfarrkirche zu Wltertingen geliehen, hierüber einen Revers aus 1 ). Geben an fritag nach Inuocauit in der hl. Tasten 1482. Das Siegel des würdigen Herrn Balthasar Kromer, derzeit Kirchherrn zu Wolfach (im Schild ein Kelch auf Fußgestell). Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1482, Juli 9. (zinstag nach st. Virichs tag) stellt Pfaff Bürckhart Ernst von Wattertingen, Kirchherr zu Wltertingen, dem Grafen Hainrich, der ihm dieselbe Pfarrkirche zu Wltertingen geliehen, hierüber einen Revers aus. Perg. Or. mit dem Siegel des Kirchherrn Balthasar Kromer (wie oben). Donaueschingen. IHK MfsMm&$ PIP'' m mm '■■■:..:• -i'-ii_;l^-' : : : : : \, ffl ' ■"' , 'B "' ■'"' •- '■" - ■' .);,:. M ;_v;v IllPsste v.y IE 1 HHHä WoSSmU Hfl '-iw^ PSIlllpl 1 m m HP' ^Mm 1482, Aug. 28. 539 a . Bürgermeister undRath der Stadt Zürich ersuchen auf Verwendung ihrer lieben und getreuen des Schuldheissen und Raths zu Winterthur den Grafen Heinrich von Fürstenberg, Herrn zu Husen, den altern, der Winterthurer Bürgerin, Frauen Clar von Asch, Hannsen von Sal ehelicher Gemahlin und ihren Geschwistern die etlichen Lehen 1 ), oder dafür .200 fl. rh., welche Larentz Arnoltz sei. eheliche Hausfrau, Frauen Ciaren liebe Base, deren Vater sei., Viten von Asch, vermacht hat, und welche nun er, Graf Hainrich inne hat, ausfolgen zu lassen, widrigenfalls sie die genannten Erben an weiterer Verfolgung ihres Rechtes nicht hindern werden. Sie bitten um schriftliche Antwort bei diesem Boten 2 ). Geben an donstag vor st. Verenen tag 1482. Das zum Verschluss rückwärts aufgedrückte Siegel der Stadt Zürich unkenntlich. Pap. Or' Donaueschingen. B. 1) Dieselben werden nicht näher angegeben. 2) 1482, vff sampstag st. Verena aubent (Aug. 31.) richten Schuldheiss und Rath zu Winterthur an Mmm I ÜBII wmms WSSi MB H^ 1 ! 1 WMIm '- i wmm ;fffi I SS/am , ■•Blpp » 494 NACHTRAGE. den Grafen Hainrich ein fast wörtlich mit vorstehendem gleichlautendes Schreiben. (Pap. Or.) und am samp- stag vor Vnser Prowen tag Natiuitatis irer Geburt (Sept. 7.) meldet Clara von Sal, geborene von Asch, demselben, dass sie, weil er an Zürich und Winterthur geschrieben, er wolle ihr das Lehen zu ihren Rechten gerne leihen, anmit den festen Hanns von Säle, ihren lieben Gemahl, zu ihm absende, um als ihr Träger das Lehen zu empfangen. Pap. Or. Donaueschingen. (Auf letzgenanntem Schreiben hat Andreas Kötz sodann bemerkt: „darvif ist im geluhen zu sim rechten Inhalt des lehenbriefs, den er darvmb hat.") B. 1484, Okt. 20. 540. Petter Keller, derzeit Schuldheiß zu Geysingen, beurkundet, dass vor ihm, als er zu Geysingen auf der Eathstube anstatt und im Namen des Grafen Hainrich von Fürstenberg des jungen öffentlich zu Gericht saß, der ehrbare bescheidene Hainrich Lieberman der Müller von Eselstaig an seinen Sohn Jörg Lieberman, die beide mit erlaubten Fürsprechen erschienen, die Mühle und Mühlstatt zu Eselstaig, zwischen Kirchen und Hausen in der Grafschaft Fürstenberg gelegen, Lehen von dem edlen und strengen Herrn Hannsen von Reyschach, Ritter, von der Neuwenhewen, um 100 # Heller guter Geysinger Währung verkauft hat. Geben mit vrtel an menthe nach Galli 1484. Das Or. trug das Siegel der Stadt Geysingen. Gleichzeitige oder wenig jüngere Copie. Donaueschingen. 1484, Nov. 9. 540 a . Graf Heinrich zu Furstenberg etc., dem seine lieben Vettern Heinrich und Wolfgang, Gebrüder, Grafen zu Furstenberg, Landgrafen in Bare, den erbern, ihrer aller lieben getreuen Petter Aulbrechten von Emingen, derzeit seinen Obervogt, welcher nach Abgang ihres Vaters sei. zum Halbtheil ihr Leibeigener war, übergeben haben, so dass derselbe fortan ganz sein Leibeigener ist, gibt demselben die Freiheiten, dass er und seine Hausfrau Katerin Lengin, solange sie beide zu Emingen ihre Wohnung haben, er sei ein Amtmann oder nicht, mit allen ihren liegenden und fahrenden Gütern, von allen Steuern, Frohnden und Beschwerden „vßgenommen ze raissen oder der Sturmglocken züzeloffen" ganz frei sind, dass sie beide nach seinem Tode mit alldem ihren freien Zug in das Kintzigentale oder „hieoben" in der Bare in Städte und Dörfer nach ihrem Belieben haben, dass sie jedoch nicht aus der von Furstenberg Landschaften und Gebieten ziehen dürfen, sondern dass sie allwegen unter seinem Erben, dem Grafen Wolfgang, der seine Gerechtigkeit der Leibeigenschaft an ihm, Petter Aul- 1482-1485. 495 brechten, alsdann haben soll, sitzen bleiben. Verschuldet Aulbrecht irgend etwas, so dürfen die Herrn von Fürstenberg oder ihre Amtleute nicht „gewalt mit im began oder in strencklichen drengen", sondern ihn darum allein an einem Gerichte, das unter dem Aussteller liegt und da der Stab denselben gehört „mit rechten anziehen vnd ersuchen vnd nach erkantnus des selben rechten straffen." Wird Aulbrecht, solange er fürstenbergischer Diener ist oder unter den von Fürstenberg sitzt, von wem immer niedergelegt, so sollen ihn der Aussteller und seine Erben mit all ihrem Vermögen ledig zu machen suchen und ihm zu Recht helfen. Graf Wolfgang bestätigt diese Rechte, für den Fall, dass Petter *) der seinige wird. Geben an zinstag vor st. Martins tag 1484 2 ). Das Original siegelten der Aussteller und Graf Wolfgang. Pap. Concept. Donaueschingen. B. 1) An dieser Stelle heisst derselbe nicht Petter Aulbrecht, sondern Petter Kün. 2) An demselben Tage gibt Graf Heinrich Petter Aulbrechten von Emingen, derzeit seinem Vogte in der Bare, die weitere Freiheit, dass derselbe und seine Hausfrau, falls er oder Graf Wolfgang ohne eheliche Leibeserben abgehen, mit all ihrem Gute auch aus dem fürstenbergischen Gebiete, wohin sie immer wollen, ziehen dürfen und dass seine Erben alsdann von ihnen nur „einzimlichenhoptval, als ein eigen mensch schuldig ist ze geben", zu fordern haben. Pap. Concept. Donaueschingen. — Auf der Kückseite der Urkunde heisst Aulbrecht nur Vogt zu Emingen, nicht in der Bar. 1485, Febr. 12. 541. Heinrich Graf zu Fürstemberg etc. vermacht seiner Stadt Wolfach für den Fall seines Todes die jährlichen Bankzinse, das Messgeld und Stellgeld von Kürn (sie), Salz oder anderem, wie das IS amen hat, zu Wolfach und im Burgfrieden daselbst, von Metzgern, Schuhmachern, Brodbecken, Ledergerbern, Tuchleuten, Krämern, Schlossern, Spenglern, „Kandtengüessern", Gürtlern oder wem immer; ferner dieFrohnwage und die Hälfte der Hofstattzinse, doch seiner Gerechtigkeit Grunds und Bodens, so er zu Wolfach hat, unschädlich. Dafür soll die Bürgerschaft ihm eine ewige Jahrzeit feiern 1 ); auch soll ewig kein „Doppelblatz" in seiner Stadt Wolfach gehalten werden, „damit der göttlich nam, sein heilige gelüder vnd die würdige vserwehlten heiligen zue solcher vngepührlichen vbung, zu keinem mißbrauch nimermehr genempt, geschendt noch gelestert vnd vff vnser seele dardurch deßmünder künftig sindt erwachsen, sonder die vollbrachten deßfürter gnediglichen abgelassen werden." Geben am sambstag vor dem sontag Estomihi 1485. Copie des 17.—18. Jahrhunderts. Donaueschingen. 5 t ■ ■■••■!.■■! ■■ 1 j JPfil m&Sm m$Hm US SSI w$ tMPss am «AIP ■ ■:, BS •■■■ mm i mMgmß .■.'■'•;■'.•.■."■. ..' llltl 1 $ mmm ü i mm. mti ■ 496 NACHTRAGE. 1) Wie in der Urk. vom gleichen Tage, oben Nr. 49 näher bestimmt. Durch nachträgliche Auffindung der obigen Copie berichtigt sich Anm. 1 zu Nr. 49. 1485, April 8. 541°. Virich Buchenhorner, sesshaft zu Burn, empfängt von Hainrich Grafen zu Fur- stenberg, dem altern, zu rechtem Mannlehen für sich selbst und als Träger seiner Brüder Hans und Conradt den Kelnhof zu Bürn im Thurgöw, den sie gemeinsam als rechtes Lehen von der Grafschaft Fürstenberg erkauft haben. Geben an frittag vor dem sontag Quasimodogeniti 1485. Das Siegel des ehrsamen, weisen Burckharten Schnider, Schuldheissen zu Wolfach (der Aussteller mangelt eigenen Siegels) fehlt. Perg. Cr. Donaueschingen. B. 1485, Äug. 5. 542. Hainrich Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husen im Kintz- igentale, leiht dem ehrbaren Augustin Dierberg zu Gisingen und allen seinen Erben, Töchtern wie Knaben, folgende Lehengüter der Grafschaft Furstenberg: 1 Juchart Ackers „ob der mur an dero von Hewdorf kelnhof", VI* Juchart am Baidinger Weg zu Vnderwulen, 1 /a Mannsmahd Wiesen am Tobwasser, die ihm zu seinem Halbtheil von Haintz Swartzen, seinem Sclrwäher sei., zugetheilt, 1 J /2 Juchart Ackers beiValcken- bild am Rietweg, 1 h Juchart Ackers, stoßt an Wartembergerstaig, l 1 /* Juchart, stoßt an Boßberg unter den Widen auf Hans Arnolts Acker, l : /2 Juchart an der Burck- halden, stoßt auf Conradt Metzgers Anwander, 1 Juchart „zemärck", stoßt auf die Aecker der Vettern des Ausstellers, V* Mannsmahd Wiesen „im Winckel by der lachen vf die Koten stossende", alles Güter, die der Belehnte mit Zustimmung des Lehensherrn von Eberhart Rechclawen erkauft hat 1 ). Geben an sampstag vor st. Lourencien tag 1485. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Pfarrregistratur Geisingen. 1) 1488; Nov. 10. belehnt Graf Hainrich Clewin Höwer von Gisingen als Pfleger und Träger Vnser lieben Frowen zu st. Walpurgkirchen, zu Gisingen vor der Stadt gelegen, mit vielen von ihm und der Grafschaft Ftirstemberg zu rechtem Mannlehen rührenden Feldstücken und Wiesen am Wallenburger staig, am Hornen- stain, am Roßberg, in der Klosner Thal, zu Marck zwischend dem Rain, an der Burckhalden, an der Eglinwis, an der Tonowe, am Almend, in Kellis tal, vor der Lengi, zu Osterbach, ferner am Boll zu Gütmattingen ob 1485—1487. 497 des Schoners brunnen, in Tegerswysen, hinder der Egel, zu Vnderwüllen, an der Lengi, hinderm Roßberg, ferner 1 1 ji Mannsmad Wiesen im Loch an der Burckhalden, die Hans von Reekenbacb, Otinars sei. von Recken- bach Sohn, Vnser lieben Prowen gegeben, endlich mit mehreren, Töchtern, wie Knaben zu Lehen rührenden und von Augustin Dierberger Vnser lieben Frowen erkauften Stücken: ob der Mure an deren von Howdorf kelnhof, bei Valckenbilde am Rietwege, an Waremberger staig, am Roßberg vnder den Wyden, an der Burghalden, im Winckel by der lachen, und mit einem Jauchart Acker, der auf des Lehensherrn Vetter von Fürstenberg Aecker stösst. Der Mehrtheil dieser Lehenstücke liegt im Gisinger Bann. Wenn die Pflegschaft genannter Kirche neu besetzt wird, so brauchen die neuen Pfleger diese Güter nicht neu zu empfangen oder „mit costen brief darumb anzunemmen", sondern er, Graf Hainrich, gewährt, aber nur für seine Person, dass jeweils der älteste Pfleger sein Mann sei und diesem ohne weiters die Güter so geliehen gelten sollen, wie wenn er ausdrücklich mit seinem Namen in diesem (Höwers) Brief geschrieben stünde. Nach seinem Tode müssen die Güter wieder regelrecht von dem jeweiligen Lehensherrn von Fürstenberg empfangen werden. Geben an st. Martins des hl. bi- schoffs aubend 1488. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Pfarrregistratur Geisingen. B. 1486, April 8. 542 a . Lorentz Münser von Sünchingen empfängt von Grafen Hainrich zu Fürstenberg etc., dem altern, für sieb, selbst und als Träger seines Bruders Phillipsen Mün- sers alle die Lehen, welche ihre Vordem und ihr Vater Gerhart Münser sei. von der Grafschaft Fürstenberg bisher gehabt haben, nämlich den Hof und den Kirchensatz zu Vischbach und den Zehnten zu Härgen. Geben an sampstag vor dem sontag Misericordia domini 1486 a ). Das Siegel des Ausstellers zerbrochen. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1) Ebenderselbe empfängt in gleicher Weise diese Lehen 1492, vf Hilarli (sie) (Jan. 13.) von dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg als Vertreter seines Bruders, des Grafen Hainrich. Perg. Or. mit Resten des Siegels des Ausstellers. Donaueschingen. B. 1481, Aug. 27. 543. Kundschaft über den Wald im Hägbach. Wir der Schultheiß und die zwölf geschwomen richter des geriehts der stadt zu Schiltach bekennen und thond kundt allermeniglich mit diesem offenen brieff, daß für uns in sitzenden offenen verbanten aa ) gericht khomen ist der edel und wohlgeporen herr Gangolf herr zuo der hochen Geroltzeckh und Schenkhenzell, und klärt durch sein erlaubte fürsprächen in geinem (sie) zue den armen leuthen im Übel und Langenbach gesässen, als umb den wald im Hägbach genannt, wie sy ime den innhaben und auch lange zeit inngehabt haben wider seinen willen, dann derselb wald war sin, mit satnbt allen herrlichkheiten, und läge in seiner herrschaft, in seinem zwing und banne, wann er sey ein freiherr; was also in seiner herrschaft lige, das seye sine vatter- IV. 63 ■ 49S NACHTRÄGE. lieh erbe, auch was Unfalls in dem wald und anderem dem sinen geschehen, daß habe er zue bb ) straffen. In andwort die genannte arme lüth im Übel und Langenbach verfaßet mit iürspräehen und den Worten durch ihren erlaubten fürsprächen in gegenwärtigkheit junkher Conradts Velßenberg und deß ersamen Andres Kotzens ■), vnßers gnädigen herren graff Hainrichs grafen zu b ) Fürstenberg kantzelschriber c ), inen in rathswiß zuegeben, vnd sagte alßo, wie daß der wald und allmend im flägbach ihre wäre und die inngehabt, genutzt und genossen haben zu ihrem bauwen und gärteren nach all ihren nothdurft, länger denn zweyer mann gedächtnusse, mehr denn d ) hundert jähre ohn meniglichs Verhinderung und ansprach, also daß khein «) herr noch niemand anders inen khein intrag gethan noch ansprach darnach gehabt hab, hoifen und gethrawen, der genannt herr -von Geroltseck tüge solche sin klag ab, und lasse sy geruwiglich bey ihrem alten herkhomen des waldes bliben, inmaßen wie sine vorderen und andere herren sy haben lassen bliben, und gethrauen also, im recht erkhandt soll werden. Worauf der genannt herr von Geroltzeck redt wie vor, vnd so viel mehr, der wald war sin vnd waß man sehe, daß er sin were, denn der wildtpann und alle herrlichkheit des waldts wäre sin, wenn er hätte darin zue jagen und zue voglen und sust niemand, und so etwaß frevel und unfahls da geschehe, so hätte er daß zu straffen und über das blueth zu richten, indem man wohl erkhennen möchte, daß er sin wäre; und alß sy auch sprächen, ihnen wäre khein intrag in dem wald mehr geschehen, dem wäre nit also, denn es wäre vor etlichen langen jähren ein frauw von Ochsenstein zur Bomberg f j gesässen, daß auch sin wäre, die hätt inen den wald verbotten und gmeint, der wald sey ihr und nit der bauren, und sy wollt nit gehabt hau, daß sy den brauchten nach ihrem willen, wie sy wollten; auch so hätte in verbotten herr Hanß von Geroltzeckh sin vatter, der sin üblicher vatter wäre, in sinen zitten, dabey man in dem allem wohl verstau mag, daß inen vormals auch intrag durch sine vorderen im wald geschehen ist. Dargegen khommen auch die genannte arme lüthe in ihr nachrede in beywessen ihrer zugegebenen räthe, und sagten, sy redten ihme in seiner gnaden herrlichkheiten des waldes und wildpann nichts, dann allein umb ihr allmend des waldes, da wäre inen kein intrag nie geschehen, vnd was sin gnad meldet, wie inen ein frauw von Ochsenstein und herr Hanß von Geroltzeckh verbotten hätt, daß wäre also in der form zuegegangen, daß dieselbige frauw inen den weg zum wald über ihre gueter verbotten hat, und nit den wald, da wären ihre altern zugefahren, und betten das ihren herrn fürpracht, wie dergegen ihr armen lüthen durch die Wolfach herabzufahren ouch verbotten, daß ir armen lüth nicht erlüden mochten, also hätte unßers gnädigen herrn graff Heinrichs mudter und dießelb frau von Ochsenstein mit zambt ihren amtlüthen sieh solchermaßen veraint, daß sy baidersiths B ) ihr wegbotte abthatten, und wurde das spiel glich auü'geben, und sey khein span biß uf diesen tag mehr gewesen deß waldes halber, sy hätte ihnen sust kheinen andern intrag in ihr allmend deß waldes mehr gethan; auch alßdann sin gnad meldet, wie ihnen herr Hanß von Geroltzeckh selich vor ettlichen zitten verbotten hatt den wald, daß gestüenden sy ihme, aber sy hätten ime wie jezund nit nachgeben, noch gestatten wollen, also daß die Sachen hin und wider gangen wären, so lang daß sy der genannt herr deß waldes halber gen Bottwil an das Landgericht geladen het, da betten 1 ') sy dri mann uß der gemeinde gewählt, und die dahin geschickt, sy mit vollmächtigem gewalt zue verstau, und als sy da voran landgericht gewartet hetten, da were annoch niemand von sinen wegen erschinen, da hettend sy dasmahls lassen fragen, sindemahls niemandt käme, wie sy doch hinfüro sich halten sollten, damit sy recht und nicht unrecht thäten, und kein freuel begiengen. Wurde inen befohlen und gehaißen, daß sy sich haimsigen sollten, und ihr allmendt innhaben, nuzen und niessen hin als her, wie sy die von alter hergebracht hatten, biß daß man sy wiederumb lüde, oder wider intrag geschehe; dem gehaiß hätten sy volg gethan, und hätten solch ihr allmend furo biß uf den tag ohne deß genannten herren Hanßen von Geroltzeckh und aller andern herren und jedermenigliches intrag verhalten und ohne alle Verhinderung inngehabt, genuzet und genossen in allen ihren bänden, wie vor von alter herkhomen. Es hab sich auch dißmahls begeben, daß dem meyer im Tieffenbach ein hauß abgebrannt sye und er hat die alte frawen von Fürstenberg, meines gnädigen herrn graf Heinrichs mutter, gepetten, ime holz uß der allmend zuem 1487. 499 luß gehauen erworben umb die gemaindt, und alß daß nit geschehen, und der meyer uf ihr gehaiß unerlaubt im wald gehauen hette, da wären sy zur frowen khommen und hätten ihr ihr altes herkhommen gesagt, wie sy das holtz müessen zerhauen und hätten sy gepethen darumb, daß sy das nit in übel von ihnen uffnebme; da het sy in gnad darfür gebetten, und gehaissen, daß selb gehauen holz nehmen und zu bruehen zu ihrem bawen, daß sy nit hätten wollen thuen, und hätten das holtz zerhauen nach ufwyßung ihres alten herkhum- men, denn es wären ettlicbe newe mayer in das thal khommen, die hätten wollen wissen ihr gerechtigkeit und altes herkhommen deß waldes, und daß auch helfen handthaben, zumassen wie daß ohn sy von alter her- khomen wäre; und also noch dem dingen allen wären die herren, unser gnädiger herr graff Heinrich von Fürstenberg, der Felsenberg, ihren halben, und die herren von Geroltseckh zu beden sythen eines sambtlichen Untergangs ains worden, und ihre ambtlüth von allen theilen darzugeschickht, und wäre der alt Löschler serbander von der herrschaft Geroltzeckh wegen als ein ambtmann darzue khomen, und het die lachen helfen uß- gan und sezen und wären dißmahls mit allen anstoßen allenthalben im Untergang ainß worden, und als mit einander gemeinglich Pürstenbergisch, Geroltzeckisch und auch Velschenbergs und ander lüth mit ainander gegen Sanct Roma gangen, und daselbsten den weinkhauff getrunkhen zue einer gedächtnuß. Darauf Löschly vor gericht redt, er läugnete nit, er wäre bei dem Untergang gewesen, ohngefährds, es wäre ihm aber von keim herren von Geroltseckh nichts empfohlen und hätte kein gewalt von ihnen gehabt, den Untergang ze thuende, und als sie gen Sant Ruma gangen, wäre er von inen gangen und nit bey inen bliben, auch er hätt mit inen weder geessen noch getrunkhen. Dargegen reden die genannten biderb lüt wie vor, er wäre dabey vnß zue end des Untergangs gewesen und hett die lachen helfen ußgan und sezen und was daß alles nach altem herkommen ihrer antwort und nachreeden im tochte geprucht zue wenig wäre, so zügten sie sich daß zue sambt ihren ahn ein guete kundschaft darumb der Sachen halb zuverhören, und getrauen, die also verhört sollten werden in gericht, und sazten daß hierauf baid theil zu recht. Und also nach klag, antwort, red, Widerrede und nach allem fürwandt fragt ich obgenanter schuldtheiß darumb des rechten, da wurde einhellig- lich ein gemeines urtheil uf den ayd erkannt und gesprochen, man sollt alle kundschafte brieff und lüthe der Sachen halb verhören und sollt hernach geschehen, was recht wäre; die dann nach siner innhalt der vrthel vor uns im geriebt verlesen und gnugsambtlieher verhört wurde, brieff und lüthe, nemlich ein brieff ahm gericht zu Oberwolfach ußgangen, indem die hernach geschriebene büderßlüthe nach innhalt ihrer sage daselbst uff ihr geschworen ayde vor gericht gesagt haben, inmassen wie hernach geschrieben stath. Des ersten sagt Haintz Reckh, ain mann bey hundert jähren alt, der sagt uf sine ayde vor gericht gethan, wie ihm von seinem vatter, der auch ein hundertjähriger mann vor sim todt worden, deßgleichen von andern alten mehr dann einmal ge- wysst und geseyt, daß der wald im Hägbach ihres thals zu Langen und Uebelbach rechte und eigentliche und gemeine allmend sy, und von ihren vordem bis uf inn ererbt herbracht; und daß sy als guet recht zuem walde haben, als zue ihren eigenen matten, die by ihren hüßern liegen, und daß sy den wald selbs zu be- sezen und entsezen haben, und daß sie den wald nienan zue bruehen sollen dann zue ihren gueter bauen und nothdurften, und hüewe einer wieder darinn, er saß im thal oder vßerhalb, wa er wollte, und er unterstünde das holz zu verkaufen oder sust zue uerschlaichen, so haben sy die gerechtigkeit und ihr alt herkommen, daß sy das holz zerhauen mügen, wa sy es finden, und leeg es zue Wolfach under der bruckhen, wurde aber die burschaft einmuetig etwas daruß zu verkaufen, daß mügen sie auch thun, doch daß eß ihr aller wille sye, und welcher in dem thalgang sige, und nit die allmend mit ihren gerech tigkeiten will helfen behalten und beheben, den soll man von der allmend scheiden, und die verbieten, das soll er dann halten. • Und es sich auch begeben, daß fremde gesellen in das thal Langen und Uebelbach zogen, die wollten ihr wissen hahen, wie witt ihr allmend gieng, und was ibrs rechten wäre, da wurde ein fründlicher Untergang berufen und bestimmt, da käme der Löschler selb dritt dar, von der herrschaft Geroltseck wegen, als ein amptmann und redete: lieber Hainz Reckh, zeuge mir ein kundbarlich lachen! Da führte er ihn zu einem lachen bom, der wäre größer dann 63* HG wmSBBM WfflRßml& US wnHw !■■■■• M t'Vv'-v. : Sj SSSfel wägt ■;•: WM Kl Bis SHBä m fflffira m i im ns3 am S m tmm 500 NACHTRÄGE. ain stubenofen, da het der Löschler ein steckle in der band und klopfte uf dasselb lachen und sprach: Reckh, das ist ein recht schuldig lachen, es ist freilich in hundert jähren nit daher kommen, und giengen damit für und für, und wurden aller gespräche mit dem anstoßen und allenthalben eins, im Untergang, und trunken Fürstenbergisch und Geroltzeckisch auch Velschenbergs und anderer lüth mit einander zue Sant Ruma, und daß alles hab er selber helfen thuon, handien, und den bemeldten wald also sin lebenlang wohl inngehabt und geprucht, ruwiglich ohn alle irrung der herrschaft Geroltseck und meniglich uf erdrich bis jetzt. Darnach sagt Hanß Hainy von Anterspach, ein mann uf nünzig jähr alt, der sagt, daß er etwan zu Sant Ruma hinter der herrschaft Geroltseck gesessen seye, und all sin lebentag um den spaan, den er jetzt merk, gewandlet und nie anders gehört hab, sondern deß gewisst und bericht syge, daß der wald im Hagbach der von Langen und Übelbach rechte eigentliche gemeine allmend zu ihren buwen und nothdurften mit ettliehen ihrer gerechtig- keiten, so sie darinnen brachen, und alle sin lebtag von der herrschaft von Geroltzeck noch ihren amtlüthea nie kein ansprach noch inrede gehört noch verstanden hab, sondern habe er allwegen gesehen und vernommen, daß die armen lüth zue Langen und Übelbach den wald genuzt, genossen, besetzt und entsezt haben, ungesäumt aller menigliches. Darnach sagt Mathis Bächle, der da ein geschworner des gerichts in der obernWol- fach, ein mann uf sechszig jähr alt, wie er in seinen jungen tagen bi sim Stiefvater Hanßen Burgbacher im Langenbach gewesen, und ettliche jähr auch da dient, hab es sich begeben, daß Martin Schnider seliger von Wolfach, jetzt des schuldtheißen vater, käme und bäte die thalmengy, daß sie ihm erlauben sollten, ein stuben in ihrem allmend wald zu hauen, da wurden sü eins hh ), bis an einen, saß im Übelbach, hieß der Fritsch, der sprach, er wollts nit thuon, was er vom Martin Schnider hett; da leiten sie sich an ihn und bäten ihn, daß ers auch verwilligte, da wurde er bericht, daß man niemand nüzt erlauben sollt, es wäre dann richer und armer lüth im thal gemeiniglicher will, und das recht hätte der wald, und wäre so gemein und fry, wenn es nur eim mann nit lieb wäre, so dürfen die übrigen nichts erlauben, und habs der einig mann zu wehren; darnach da begebe es sich, daß er ein fraw nehme und auch nach dem wald wyter frag hätte, da wissten, Seiten und berichten in der alt Steffli, der alt Heizmann, der alt Wißhauer, und der alt Großhanß, der alte Speckhanß und der alt Bruch, daß der wald im Hägbach ihr und deren von Übelbach rechte eigene innhabende ererbte gemeinde allmend, und von ihren vordem unz an sy als ein gemeinde allmend kommen und erwachsen sye, länger dann jemand erdenken möge. Verschickte sich aber uf dieselbe zit, daß eine von Ochsenstein zu Romberg säße, dieselbe frau verbute ihnen den weg über ihre guter zum allmend wald zu fahren, und nit den wald, dann sie nehme') sich deß nit an; da klagten die armen lüthe daß unsern gnädigen frauen seligen, jezt unsers gnädigen herrn mutter, die ließe hinwieder deren von Ochsenstein lüthen verbieten, die Wolfach. herab auch über ihre guter zu fahren, zu wasser und uf dem land, da thäte die von Ochsenstein ihr wegbott wieder ab, und wurde glich ufgehabt. Kurz darnach verbrunn dem mayer im Tieffenbaeh sin büß, der liefie miner gnedigen frawen seeligen nach, die von Langenbach zu bitten, ihm ein zimmer wieder in ihrem wald zu erlauben, da sprach ihr gnad, sie wollts gern bitten, auf das gieng der mayer und hiebe das holz unerlaubt ab, da k ) giengen die von Langenbach auch für unser frauen seeligen und baten ihr gnad nit zu zürnen, denn ihr und des waldes gerechtigkeiten nach könnten sie nicht ab sin, sie müssten das holz zerhawen, da redt min gnädige frau, sie sollten das nit thun, ob sie es dem mayer je nicht gelassen möchten, so sollten sie es verkaufen, oder an ihr buwen brachen; da seyten sie ihr, sie könnten dasselb nit gethun, dann sie hätten vier herren, und welchen thals lüthen sie das geben, dem würden es der ander theil anbürden und vergünnen, sonder gebürte ihnen nichts anders damit zu thuen, denn nach ihrem rechten und herkommenbeit. Da sprach ihr gnad: wol hin, so thüend, daran ihr trawen recht zu thun, denn ist es euch oder euern gütern schad, so will ich euch nichts darin reden! Da zugen sie gemeiniglich und einhelliglieh zu walde und zerhiewen das zu stucken, darin redt ihnen kein herr von Geroltseck, sine amtlüth noch nieman nichts. Ihm wurde auch ge- seyt: brächt einer das holz unerlaubt bis an die Einzigen, daß sie es noch dennoch zerhawen hätten, und >'■.''■■■•>,;. «ifj ■£§$«£$* $ti§ Ü •'':'«'- '• 1487. 501 hätten also bi sinen zitten und vor, wie er gemeldet hett, den allmendwald ingehabt, genossen, besezt und entsezt ruhewiglich ohn aller herren von Geroltzeck und meiniglichs irrung und intrag etc. Darnach sagt Hanß Brüstle, aueh*ein geschworner mann des gerichts in der Oberwolfach, uf sin eide, als davor bestimmt ist, daß er in sinen jungen tagen gedient hab bi Claus Walther im Langenbach, der auch ein achtzig jähriger mann alt war, mit dem sy er dick in Hagbach in den obgenannten ihren allmendwald gefahren, der hab ihm das gewiß bericht und geseyt, daß derselb wald iewelten und länger hinter sich dann kein mensch für denken möge, der von Langen und Übelbach rechte gemeine allmend zu ihren buwen und nothdurften sy, und daß sie den herbracht und ingehabt allzit ruwiglich, und macht haben, zu besezen und entsezen, und nie kein irrung noch intrag von der herrschaft Geroltseck noch meniglichen gewest, dann so viel, uf ein zitt da ver- gunte ihnen den wald ein fraw von Ochsstein, saß zu dem Eomberg, die wisste ihnen kein paan noch krangel zu legen in den wald oder zue thuend, dieselbe frau verbutt ihnen den weg zum wald zu fahren über ihre guter; da entgegen wurde denn ihren verboten, die Wolfach herab nit zu fahren; da that sie ihr wegbot wieder ab, und wurde das spiel glich ufgehebt, und hab sither bis jezt von keinem span nie nichts gehört noch verstanden. Darnach Groß Hans in der Oberwolfach, ein fünfzigjähriger mann, wie ihm sin vater selig, der ein hundertjähriger mann gewesen wäre und in den thälern gesessen wäre, ihm gewiß bericht und geseyt hett, daß der wald deren von Langen und Übelbach rechte eigentliche und gemeine allmend zu ihrem buwen und nothdürfen sy, und sie die recht herkommen und gerechtigkeiten ererbt haben und han sollen, den wald und die zugewandten zu halten, zu besezen und entsezen, wie dann Hainz Eeckh der erste kundschaftsäger daß in seiner kundschaft sagt, geöffnet, gelüttert hat, ouch von sini vater und dem alten gewist ist, und daß sin vater noch er von keinem herrn von Geroltseck kein intrag, forderung noch ansprach an den allmendwald nie gehabt noch vermerkt, sondern daß die von Langen und Übelbach den wald jewelten ruwiglich besessen und als ihr allmend inngehabt und genossen haben. Darnach sagt Michel Eeckh, daß er des von sim vater und den alten in Langenbach gewyst sy, und nie kein andere meinung darum verstanden, dann daß der wald im Hägbach der im Langen und Übelbach rechte gemein eigentliche allmend sye, mit den gerechtigkeiten, den zu besezen, entsezen und zu verwaltsamen, wie die andern das bestimmen und anzeigen in ihren sagen; deß- glieh so sy er auch bi dem Untergang geweßt, und der Löschler und die Geroltzeckischen darby, und daß alles gesehen und helfen im untergaug handeln, wie Hainz Eeckh daß in siner sag gemeldet hab, und den allmendwald also geholfen nutzen und nießen, da er von keinem herrn von Geroltseck oder den sinen irrung oder intrag verstanden noch vermerkt hab, vor oder nach, bis uf jezt. Darnach Cunrad Speckhammer, der siebend kundschafter vorm gericht Oberwolfach, darum geschworen und gesagt hat, ein vierzigjähriger mann, zu der Halbenmyl gesessen, der sagt, daß er in Übelbach erzogen, geboren und von sim vater, der ein hundertjähriger mann geachtet wurde, gewist, gelehrt und ihm geseit sye, daß der wald im Hägbach ihr zu Langen und Übelbach rechte eigentliche gemeine allmend zu ihren buwen und nothdurften sige, und soll niemand sust unerlaubt nüzit hawen; hüwe aber einer darin, der ußerhalb gesässen, er wäre deßglich hine wider dann zu sinem buwen unerlaubt, dem holz allem mag und soll man' nachziehen, wo man es ankörnt, und das zerhawen, und welcher nit der allmend die und andere gerechtigkeiten will helfen behalten, daß der nützit am wald hat und dauon soll gescheiden werden, und haben sin vater selig und die im Langenbach den wald also besäßen, ruwiglichen ingehabt und genossen ohn alle irrung und inträg aller herren von Geroltseck und meiniglichs, und hab sich begeben, daß die fremden gesellen im thal eins Untergangs begehrten, der wurde gestümbt und den anstößern und nachbaren verkündt, und käme er als ein ambtmann unseres gnädigen herrn grafen Heinrichs zu Fürstenberg etc. uß befelch seiner gnaden dar, und nehme sechs richter aus dem kilchen gericht zu Wolfach zu ihm, und käme der Löschler als ein geschworner amtmann unseres gnädigen herren von Geroltseck auch dar selbdritt, und darzu brachte er mit ihm Hanß Keller im Holzersbach als ein waldförster, von wegen ihres herren, und Auberly Bruch von Junker Cuenrad von Velßbergs wegen, und thaten den unter- ■'■■■■ -- : -'- :,."■■. ' .'■... V <'■'■•. .:■■''■■.•■: m H säSKP {**?« IäII 1 ' \Wasm , ., -:■..■• , ■■ ■ W : "- i HBEl S ÜH ||| Hü Ute mm HP Miras '■■■■. ^V.' a ■■ J HP Wm 1k 502 NACHTRÄGE. gang gütlich und fründlieh, und zerten by St. Ruma den winkauf zu einem zugnuß allsammen; darnach begehrten ihnen die jungen und fremden gesellen, des walds hei-kommen gerechtigkeiten auch zu verkünden und sie zu wysen, wie sie im wald hauwen sollten, wann etwar darin hüwe, wie dann einer den andern nahen bringen solt ihres waldes gerechtigkeit zu behalten. Da stünden er und Löschler der hofmaier als ambtsltitb. aller drier herren ab, und nehmen das gericht zu ihnen, und wurden zu rath, wo dem wald schad beschehe» daß dann unseres gnädigen herrn grafen Heinrichs zu Fürstenberg als landsherren an dem end amtmann von siner gnaden wegen sollt gebieten by dem odei den eiden, so ein jeder arme mann sinem gnädigen herrn ge- than hat, des walds herkommen und gerechtigkeiten mit zerhawen und sust zu behalten, in allem dem schin und der Urkunde, wie dann Hainz Reckh, der erste kundschafter, das gelütert gesagt, und er auch gewiesen ist worden. Das wurde nachgelassen und zugesagt zu thuen von den Geroltseckischen und Velschenbergischen ambtlüthen und allen vorgemelt, ihre gerechtigkeiten geöffnet, und ein ganze einung gemacht und kein ansprach noch spaan von keinem herren von Geroltseck noch sinen amtlütten noch niemands überall gemeldet. Darnach sagt Hanß Mayer us dem Tieffenbach, ein hundertjähriger mann, im Schappach geboren, darnach in Tieffenbach kommen, und sagt uf den eid vor gericht, der Sachen getlian hab (sie), daß er alle sin lebtag um den Hägbach gewandlet, und nie anders vernommen oder gehört, und er auch also gewysst, daß der wald im Häg- bach der gemeinen menge zu Langen und Übelbach gesäßen rechte gemein eigentlich gemeine allmend seyn, zu ihren buwen und ihren nothdurften zu brachen, zu besezen und entsezen, mit ettlichen ihren alten herkommen gerechtigkeiten, und hab sich begeben vor sechszig jähren oder nahen dabey, ungevährlich, daß ihm syn hauß im Tieffenbach verbrunnen, da vermeinte er, mein gnädige frau wäre des mächtig, und uf ihr gnaden erlaubung hinter den von Langenbach hiewe er im wald, da zugen die von Langenbach dar und zer- huwen ihm das zu kleinen stücken, daß er dessen nicht genießen möcht; darnach sy er gebeten worden von Engelhart, unseres gnädigen herrn von Geroltseck vogt, zu eim Untergang, dabey wäre der Löschler als ein oberamtmann und bat ihn der Hofmayer auch, und güengen sie all in wald und thäten den Untergang fründlich und wurden aller ihrer gebrästen der anstöß eins, und wäre ganz ohn irrung noch intrag oder spaan von keinem herrn von Geroltseck noch keim menschen in der weit, und aßen und trunken mit einander zu einer urkund des Untergangs zu Sanct Ruma, dabey blieb der Löschler und gäbe er die zehrung dafür, erlaubten sie ihm, die Langen und Uebelbacher, ein halb hundert holz und sechszehn tröm in ihrem allmendwalde zu hawen, und das habe er alles selbs helfen handeln und thun. Darnach sagten die hernach genannten bieders- lütt im Langenbach und Übelbach gesessen uf die eide, so sie vor uns in gericht uf ihr eid gefragt sind, des ersten sagt Auberly .Bruch, Hofmayer genannt, daß er in Langenbach zu endes Uebelbach gesäßen sey sechszig jähre und ein amtmann gewesen sey, da sey ihm kund und wissen die sag alle, die der Reckh der erste kundschafter gethan hab, in allen artikeln, er sey auch dessen von sinen eitern Unterricht, und sie selber uf dem Untergang gewesen und sye darzu erwählt mit samt andern den Untergang zuthuend, ■ die lachen ußgan und zu sezen, und sagt so viel mehr: als herr Hanß von Geroltseck vater seliger gedächtnisse sie all in der gemeind gegen Rotwil an das landgericht fürgeladen hätte, da wäre er der dreyer männer einer gewesen, von der gemeind ußerwählt, sie zu vorstan daselbst am landgericht, und als sie dahin wären kommen und gewartet hätten, und er noch nieman von seinetwegen sich erschienen hätte, wären sie wider heimgewisen, und dabey beuolhen vnd gehaißen, wieder heim zu ziehen und solchermaßen ihr gemein hinfüro zu nuzen, niesen und ge- bruchen mit allen alten herkommenen gerechtigkeiten, wie sie das vor alter herbracht hätten, bis daß ihnen ander inträg geschehen; daß sie dann gethan hätten und wären also allwegen bis jezt uf die zit geruhwiglich dabei blieben, ohne intrag herr Hanßen und aller herren von Geroltseck. Darnach sagten Hanß Wyß, Hanß Pfauw, Jakob Faist und Hanß Faist, alle vier auch uf ihr eide, vor uns wie recht ist im gericht gethan haben (sie), die sage, die Auberly Hofmayer am lezten gesagt und Hainz Reckh der erst kundschafter gesagt haben, syge ihnen allen kund und wissen uf obgemelde ihr eide und bestünden ihnen ihr sage. Darnach nach ver- ; ;i : . ! ' ., : W& ■HHHHHHHB ■■ .'.'"■■'■.-""."' '.'"■■ ........ süss : .;viiü.':-'-' 1487-1488. 503 hörung aller kundsckafter, brieff und biederslüth mit samt allem für wand im rechten gebrückt, da fragte ick obgenannter Schultheiß des rechten; da ward einhelliglich in gemeiner folge uf den eide in recht erkannt und gesprochen: dieweil unser herr von Geroltseck kein ander beweißung thuoge, no■■:-:• wssHasm ■'■'-'■■-■:..<""■■■.'.■ Wmm &■ 504 NACHTRÄGE. 1489, Jan. 21. 543 b . Hans Schmitter von Richentwil bekennt vom Grafen Hainrich zu Fürstenberg etc. dem älteren und der Grafschaft Fürstenberg, an die der Herrschaft Hohenclingen Lehen gefallen sind, für sich selbst und als Vorträger seiner Brüder Hainrich und Cünradt Schmitter zu rechtem Mannlehen empfangen zu haben ihren „fryledigen" Hof, wie sie den von ihrem Vater Oswalt Schmitter sei. ererbt haben. Geben an zinstag vor Purificacionis Marie 1489 1 ). Das Siegel des ehrbaren Burckhart Schinder, alt Schuldheißen zu Wolfach (im theilweise abgeschliffenen Schilde ist ein Beil zu erkennen). Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1497, Dez. 7. (dornstag nach st. Nielaus des hl. bischoffs tag) belehnt Hainrich Graf zu Fürstenberg etc. Vlin Walther von Ratterscben mit dem Hofe zu Richentwil, den derselbe von Hannsen Schmidter von Rychentwil erkauft hat. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. — Ebendort der vom gleichen Tage datirte Lehensrevers des Empfängers, beschädigtes Perg. Or. mit unkenntlichem Siegel. 543 c 1489, Sept. 22. Hainrich d. ä., Hainrich d. j. und Wolfgang, Vettern und Brüder, Grafen zu Fürstenberg etc., haben dem Vorzeiger dieses Briefes, dem andächtigen Bruder, ihrem lieben getreuen, dem Prior zu Tanheim im Klösterlin St. Pauls des ersten Einsiedeis, unter ihnen gelegen, gestattet, das heilige Almosen zu sammeln, da dieses Gotteshaus „in kurtzen jarn swarlich abgebrunnen vnd zu noch wytterm gotzdienst vil menglich, sonder on frümer lüt hilf vnd stür nit verbracht werden mag", und bitten jedermann, dem ausgesandten Boten des Klosters Fürschub zu thun. Geben an zinstag nach st. Matheus des hl. ewengelisten tag 1489. Die Siegel der drei Aussteller fehlen. Perg. Or. (zerschnitten und früher als Einbanddecke eines Urbars benutzt). Donaueschingen. 54?/, 1489, Nov. 27. Hanns Herinan, derzeit Bürgermeister zu Villingen, der bisher Träger des Gotteshauses St. Klaren zu Villingen für einen Hof gewesen, welcher jährlich 5 Malter gilt, sendet dieses Lehen dem Grafen Hainrich zu Furstenberg, Landgrafen im Bare und Herrn zu Hußen im Kintzigentale etc., auf, weil seine Obrigkeit, ein Bath zu Villingen, 1489-1491. 505 ihn als ihren Amtmann nicht mehr in dieser Verpflichtung wissen will, und ersucht den Grafen, den ehrbaren Martin Michel, Bürger zu Villingen, als Träger dieses Lehens anzunehmen. Vff frytag vor st. Andres tag appostoli 1489 *). Das vorne aufgedrückte Siegel des Ausstellers (schreitender Widder?, Umschrift unleserlich). Pap. Or. Donaueschingen. B. 1) An demselben Tage schreiben in gleicher Sache Aebtissin und Convent des Kloster zu St. Klaren an den Grafen Hainrieh. Pap. Or. mit den Siegeln der Ausstellerinen. — Nach dem entsprechenden Lehensreverse Peter Gebharts von Vilingen, Trägers für das genannte Kloster, gegen den Grafen Wolfgang zu Fursten- berg von 1500, vff zinstag nechst nach dem sonntag Eeminiscere (März 17.) lag der betreffende Hof zu Emin- gen im Dorf und wurde vor Zeiten von Clainauberlin gebaut. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers (eine Hand mit ausgestreckten Fingern, Umschrift erloschen). Donaueschingen. B. 1491, März 14. 543 e . Hainrich und Wolfgang, Gebrüder, Grafen zu Furstemberg, Landgrafen zu Bare etc., nehmen den ehrsamen Ennderis Kotzen von Horw, den Schreiber ihres freundlichen, lieben Vetters, des Grafen Hainrich zu Furstemberg sei., welchen zu des letztern Lebzeiten die würdigen, geistlichen, andächtigen Frauen, Priorin und Convent des Gotteshauses Kilchperg Prediger Ordens um den von der Grafschaft Furstemberg lehenbaren Zehnten zu Ergotzingen als Träger dargegeben haben, ebenso als des Klosters Träger und „zu man" an , leihen ihm diesen Zehnten und geloben, nach dem Tode des Ennderis Kötz dieses Lehen jeweils dem Schaffner des Klosters als Träger dergestalt zu leihen, wie ihr vorgenannter Vetter sei. dasselbe vor Kötz dem Klosterschaffner • Henslinn von Wittendorf geliehen hat. Geben am montag nach dem suntag Letare 1491 1 ). Das Original siegelten die Aussteller. Gleichzeitige Pap. Cop. Donaueschingen. B. 1) Von demselben Tage datirt der entsprechende Lebensrevers des Andres Kotz. Perg. Or. mit den verdorbenen Siegeln des Klosters Kirchberg und des Andres Kötz. — 1500, Juni 2. (zinstag nach dem sunntag Exaude) belehnt denselben abermals mit diesem Lehen Graf Wolfgang. Gleichzeitige Pap. Cop. Donaueschingen. B. 1491, Nov. 24. 543 f , Marquart von Ow, zu Wachendorf gesessen, empfängt von dem Grafen Wolf- IV. 64 'Hiii n 506 NACHTRÄGE. gang zu Furstenberg etc. Namens des Grafen Hainrick zu Furstenberg, p seines Bruders, Henslin Bosenmayers und Vlrich Wicken Güter, beide im Wachendorf'er Bann gelegen, welche er genannten beiden Grafen und der Grafschaft Furstenberg für 270 fl. rh., so ihm von seinem Schwager Martin von Fridingen ab ihrem (der Grafen) Eigenthum, nämlich etlichen Gütern zu Aitlingen in seinen Nutzen geworden sind, zu Lehen gemacht hat 1 ). Geben vff dunrstag vor st. Katerinen tag 1491. Das Siegel des Ausstellers (Schild getheilt, oben schreitender Löwe, Helm mit wehender Decke, Kleinod halbes Rad; Umschrift undeutlich). Perg. Or. Donaueschingen. B. 1) Mit denselben Gütern belehnt denselben 1500, März 17. (am zinstag nach dem sonntag Reminis- cere) Graf Wolfgang. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers in rothem Wachs. Per entsprechende Lehensrevers datirt von demselben Tage. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1492, März 22. 543 B . Pelay Bletz von Rottenstain empfängt von dem wohlgeborenen Herrn Wolfgang, Grafen zu Fürstenberg etc. Namens seines Bruders, des Grafen Hainrich zu Fürstenberg, für sich selbst und als Träger des ehrwürdigen, edlen und wohlgelehrten Herrn Johansen Bletzen von Rottenstain, Domherrn zu Costentz, seines lieben Herrn und Bruders, den Sengenzehnten zu Tochingen, wie den sein Vater Dietterich Bletz sei. als rechtes Mannlehen von der Grafschaft Fürstenberg innegehabt hat*). Geben an dunrstag vor Oculi 1492. Das Siegel des Ausstellers (Schild mit Pehsaum und Schrägbalken, Helm mit wehenden Decken, Wolfsrumpf mit Halsband; 5$. polnt. Mri?. 1486), Perg. Or. Donaueschingen. B. 1) 1501, März 19. (frytag nechst vor dem sonntag Letare) empfängt Pelay Bletz von Rotenstayn denselben Zehnten als Träger des Gotteshauses St. Ciaren zu Vilingen, an das er ihn kürzlich verkauft hat, von dem genannten Grafen. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers (Schild mit Fehsaum und Schrägbalken, Helm mit wehenden Decken, Wolfsrumpf mit Halsband; Umschrift auf fliegendem Bande: nolai. blecj. vo. rottett- ftain.). Donaueschingen. B. 1493, Juli 8. 544. Johannes Rottenbacher, derzeit Leutpriester zu Winnigen (?), und die Maier gemeinlich zu Sumpforren stiften und dotiren mit Bewilligung des Abtes Martin und ' ■'.....■'■"■:■■:■'.■-■•-;:■.:;■'■' 1491—1493. 507 der gemeinen Capitelherren des Gotteshauses in der Reichenau, auch Meister Johannes Freyen, Priesters und Kirchherrn zu Thoneschingen, zu Sumpforren unter Fürstenberg in der Capelle und Kirche, die dort geweiht ist zur Ehre der hl. Marie, Agathe und Siluester, eine ewige Messe und Pfründe. Dieselbe erhält die Widumb zu Sumpforren, die bisher einem Kirchherrn zu Thoneschingen zugehörte und jährlich 3 Malter Vesen und 1 Malter Haber gilt, desgleichen den Heuzehnten daselbst mit dem Kleinzehnten, welche auch bisher einem Kirchherrn zu Thoneschingen zugehörten. Die Maier zu Sumpforren verordnen der Caplanei mit Zustimmung des Grafen Hainrich zu Fürstenberg jährlich 5 & Heller ewigen Zins zu Sumpforren und geben ihr zu eigen Haus und Hofstatt mit „pündt" und Baumgarten bei der Kirche daselbst, „vom gnädigen herren von Fürstenberg vnd den frawen Ab Hoff bey Neydingen darzu geben." Rottenbacher als Hauptstifter gibt den halben Kornzehnten zu Sumpforren, den er um 250 fl. rhein. erkauft hat vom Grafen Hainrich von Fürstenberg, Conrat von Schellenberg zu Hüffingen, Ritter, und Johans Kuech von Fürstenberg; ferner 15 fl. rhein. jährlichen Zins von den 35 fl., die ihm jährlich zu Winterthür fallen; behält sich jedoch diese beiden Nutzungen auf Lebenszeit vor. Ferner vermacht Johannes Röt- tenbacher dem jeweiligen Inhaber der Pfründe alle seine Bücher, die mit dem Zeichen J bezeichnet sind, zum Studiren und Lesen. Es folgen nähere Bestimmungen über Rechte und Pflichten des Caplans. Das Präsentationsrecht des Caplans bei der Abtei Reichenau hat für seine Lebenszeit der Hauptstifter, Johannes Röttenbacher, nach seinem Abgange aber als Lehensherren der Kirche Sumpforren Abt und Capitel von Reichenau. Außer den letzteren siegelten die Urkunde des Ausstellers Vetter, der ehrsame Johannes Kuech, Landschreiber in Bare, und Graf Heinrich zu Fürstenberg etc., der hiemit zur Stiftung seine Zustimmung gibt. Geben am montag vor st. Margrethen tag 1493 a ). Copie des 16. Jahrhunderts. Donaueschingen. SaSSrafil BH mm 1) 1380, Juni 22. (Freiburg i. B.) verkauft Graf Johans von Fvrstenberg, Herr zu Hasela, dem frommen festen Herrn Johansen von Blvmenegk, seinem Oheim, seine beiden Kelnhöfe zu Brvlingen und zu Tvnoweschingen mit allem Zubehör, wie er die von seinen Vordem an sich gebracht, als rechtes lediges Eigen, wie die Briefe vom Abte und Gotteshause von Ryehenowe besagen, um 130 Mark Silber löthiges und „gebes", Friburger Brandes und Geweges, worüber er quittirt. Er hat dem Käufer auch die Briefe ausgeantwortet, die er darum hatte von dem Abte und dem Gotteshause in der Ryehenow, und wenn er oder seine Erben noch weitere darauf bezügliche Briefe finden, sollen diese auch ausgeantwortet werden. Der Verkäufer bedingt sich und seinen Erben das Recht des Wiederkaufs um dieselbe Summe vor. Hätten etwa der Abt oder das Gotteshaus in der Ryehenow daran ein Wiederlosungsrecht, so soll ihnen dieß auch vorbehalten sein. Gegeben ze Friburg 1380 an dem nehsten fritag vor st. Johans tag des toffers ze Svngihten. An weissen leinenen Schnüren die Siegel des Ausstellers und seines Vetters, des Grafen Heinrich von Fvrstenberg. Perg. Or. Vil- 64* m il ■ i 508 NACHTRAGE. lingen. — Die Urkunde lag dort uneingereiht, unter Gerumpel, und wurde erst, nachdem der Druck des Ur- kundenbuches bis zu diesem Bogen vorgeschritten war, durch Herrn Professor Köder aufgefunden. 1493, Juli 8. 544 a . Hanns von Goldemberg zu Mersperg im Thürgöw empfängt vom wohlgeborenen Herrn Hainrich, Grafen zu Fürstemberg und Landgrafen in'Bare etc., zu rechtem Lehen die Vogtei und das Gericht zu Obernwynterthür, wie seine Vordem und er diese Stücke bisher von seiner Gnaden Vordem, insbesondere vom Grafen Hainrich von Fürstemberg, dem altern, sei. und von der Grafschaft Fürstemberg zu rechtem Mannlehen genossen haben. Geben am mentag nach st. Virichs tag 149 3 x ). Das Siegel des Ausstellers verdorben. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1) 1500, zinstag nach Exaudi (Juni 2.) empfängt diese von der Grafschaft zu Fürstenberg rührenden Lehenstiicke Hannß von Goldemberg von dem wohlgeborenen Herrn Wolfgang Grafen zu Fürstenberg etc. Perg. Or. (Siegel verdorben). Donaueschingen. B. 1493, OH. 5, 544 b . Graf Wolfgang zu Furstenberg, Landgraf in Bare und Herr zu Hüsen im Kintz- igentall, bestätigt die Rechte und Freiheiten seiner Stadt Hüsen bei deren Huldigung: „Des ersten das ain jeder burger zu Husen, der nit vnser libaigen ist, vn al ir nach- komen von Hüsen vss der stat ain fryen, redlichen, stracken züg darvss vnd heinweg haben sollen vnd mögen, wohein ina geliebt vnd wohein sy wollen; doch sollen der oder die selben, so also eweg ziehend (sie) wend, zu vnserm schultheissen gon vnd iren aid vfsagen vnd kein nochhangend sach mit inen ewig zuziehen, ouch schulden, so der oder die sind, bezallen oder mit willen dero, so sy gelten sollen, vberkomen a ) on all geuerde. — Wir sollen inen ouch ein aigen schultheissen geben, der mag mit ahn hüß vnd sim gut fry sitzen. — Wir wollend sy ouch mit keiner höher stur nit besweren, sonder by drissig guldin, jars zu sant Martins tag zu geben, blyben lassen. Sollich stur sol nit mit gebotten inpracht b ) werden, sonder were sin stur der zit nit gebe oder richte, den sol man pfenden vnd die von in bringen lassen. — Vnd sol das vngelt, so by ina gevalt, nämlich von ain som sechts mas, derglich der jarzoll jars ain mall, von sant Michelttag (sie) bis zürn zwintzigesten tag (Sept. 29 — Jan. 13) m ■■!■■•■.■*■ ...■■■ ■■-' i .'■■.>-■■•..- "■. ■■-.•, ■•■■...., •; •. ,=>::,,■' 1493. vngeuerlich inzunemen, wie von alter her kommen ist, deßglichen ire almenden in holt (sie) vnd velt, wunne °), acker vnd weide, trib vnd tridt, sowyt sy das von alter herbracht, mit sampt des Mayers gesäß, wunne °), acker vnd weide im Diegerspach vnd wunne c ) vnd weid am Aichberg vnderm Gechbach (doch sust im Diegerspach vnd am Aichberg vns an holtz, velde, aigenschafft vnd oberkeit vnabgebrochen), dermaß die greben vmb die stat sint ir vnd dero jedes zu besetzen vnd entsetzen, zu verbannen vnd zu verbietten an d ) suben Schilling pfening, darzu ire wine, brot, fleisch vnd ander ire noturft zu besehen, zu erloben, zu verbietten, zu pfenden vnd zu stroffen mit vnd vnns zwen schulling pfening, vnd das heist der burger gebott: sollichs alles, wie vor stat, sol der stat sin vnd zügehorn. Damit sollen die burger die stat buwen, ouch der stat nutz schaffen vnd werben zum besten von dem, so also vervallet vnd der stat ist. — Vnd damit der stat daz ir, ouch bot vnd verbot, wie obstat, inbracht vnd ernschlich zum wessen der stat von dem burgernmeister gesehen werde, sol jedem burgernmeister vsß disen der stat gefeilen ziehen Schilling pfening jars zu Ion geben werden vnd sy darvmb schuldig sin in irer jarr rechnüng den burgern ain gantze be- zalung zu tund vnd nichts vßsteen zu lassen, es were dann von Schultheiß vnd rat bewilligt. Deshalb ist in zügelasen, von den wirten vnd andern al vierziehen tag rechnüng vnd bezalung zu nemen; were inen das nit ton wolte, mögend sy durch ain statknecht pfenden vnd pfandt vierzehen tag ligen Ion; lost der verpfendt das pfandt in der zit nit, so sollen vnd mögen sy das pfandt verkauffen vnd vmbschlahen on recht, on fürwort vnd one geuerde. — Wa sy aber der stat so hinlasig weren vnd obgemelte der stat bot nit inbröchten, das doch von inen nit sin sol, so mögend wir vnsern amptman noch vsßsteligen botten griffen Ion, doch sust disser fiwheit vnabgebrochen. — Vnd damit die zwölf des gerichs (sie) dister minder vmbzogen werden, so sol ein jeder sich vlissen, der ain burger ist, sy (sie) sach zu den offen gerichten vßzutragen, da sol man inen fry rechten vnd recht gon lasen. Wan aber vnser Schultheiß sust witter ain gast oder burger richten wil, inmaß er dan schuldig ist, sol ain jeder sehts pfenung, so er der vrteil begers (sie), zii vrteilgelt darlegen, vnd der die vrteil verlürt, sin gelt auch verlorn, vnd der gevvint, sin gelt wider gewonnen haben. Solich gelt hört Schultheiß vnd rat zu. Were ir statsigel brücht vnd nit burger zu Hüsen, der ist inen funf e ) schulling pfening davon schuldig, daran mögen sy auch gnad ton, darnach die sach ist. — Wann inen ouch ains zwolfevs zu ainem rechten gebricht f ), sollen sy zwen erwellen vnd wir ainen davon, der vns gevalt, zu ain zwölfer nemen. In der zwölfer des gerichts husern sol ouch ain jeder, so derin kompt, friden vnd fryheit haben sechs wochen vnd tri tag, vnd drit er in der zit dry schridt für das hüß vnd wider derine, sol er aber obgemelt fryheit haben, sower die sach, mmSHK 'B9BS 1111 H ; ■ m ^flifef Ss^iwä ! HS 'MM ■ ."•■ " San ■ i m : 510 NACHTKAGE. darvmb fryheit gesucht wir (sie), lib vnd leben nit berürt, vnd der zwölfer ouch nit ain wirt ist. Flucht aber aiuer in ains zwölfers hüs, der ain wirt, vnd zuck den zapfen von vaß,- so hat er darnach auch obgemelten friden vnd fryheit. — Es mag ouch ain jeder ob vnd vnder der stat sine gutter, acker vncl maten inzweyen vnd verhaugen zu sat, mät, hew, emdt, ald wie sy dero künden ald mögen gemessen, doch den burgern vnd aller gemeine! an irem rechten der hirtfalle wor sant Jörgen tag vnd noch dem emdet, so der blüm darab kompt, vnschadlichen g ); wil aber ainer ain zugweid hon, mag er inzwenn nach raut vnd erkantnus der burger, oder man ist im davon zu hüten nit schuldig. — Ain jeder, der auch gutter hot, die on ain lantgraben ob oder vnder der stat stosend, die sollend greben schuldig sin oifen zu haltendt, als wyt ains gutten gond, irn ain teil (sie) des costens, so darvber gat, zu gebendt, als dick man des noturftig ist. — Sy sondt ouch ain statknecht h ) hon, der vns vnd inen geualig ist. — Wollicher ouch in der stat zwuschend den zwenen capellin ob vnd onder der stat den andern schlecht oder frefeit, der verfalt vns zu pein dry pfnnd pfenung, ain helbling vnd vsserhalbt der capellin seuben Schulung pfening, doch sol das vngeüarlich vorm capellin besehenen, oder eß gewonnen rnerer strafe." Graf Wolfgang verheißt zudem, die von Hüsen auch bei all ihren andern guten Gewohnheiten und Herkommen zu handhaben. Geben vf samtag (sie) nach st. Michels tag 1493. Das Original siegelte der Aussteller. Pap. Gleichzeitige, flüchtige Copie. Donaueschingen. B. a) Hs. vberbonnen. b) Hs. inspracht. c) Das Wort ist sehr undeutlich geschrieben, es könnte etwa auch »buwe« gelesen werden. d) Hs. ain. e) Hs. funß. fj Hs. gebrist. g) Hs. vsschadlichen. h) Hs. staghnech. 1496, März 8. 545. Wilhalm Spätt von Engen bekennt von Grafen Heinrich zu Furstenberg, Landgrafen in Bare etc., zu rechtem Lehen, Töchtern wie Knaben, folgende erbsweise an ihn gefallene Stücke empfangen zu haben: einen Hof zuYppingen, einen Hof zu Nen- dingen und das Halbtheil an dem Dorfe Tmendingen mit Zwingen, Bannen und Gerichten. Geben am zinstag nach dem sonntag Oculy 1496. Das Siegel des Ausstellers (Schild gespalten, darin zwei von einander gekehrte Halbmonde; auf dem Helme ein Flug; Umschrift abgeschliffen). Perg. Or. Donaueschingen. Safe 1493—1499. 511 1499, Febr. 2. — Aug. 10. 545 a . Bericht der Villinger Chronik über den Schweizerkrieg und andere Ereignisse dieses Jahres. In anno 1499. jarr do erhuob sicli der groß krieg mit dem grossen bundt') vnd mit den Schweitzern vmb die Liechtmeß, auch geschach der erste angriiff ob Chur vnd füeng an von des apts wegen von Pfefferte. Do manet man den bundt vnd waß jeder man freylich, das man ahn") die Schweitzer zihen solte. Vnd do der bundt zusament kham, do begerthen die Schweitzer ayner raittung vnd warendt gerücht vnd verbrüeffet vnd zog der bundt wüder ab. Vnd nach dem abzug zugendt die Schweitzer ehrst wüder zuesarnendt vnd machten zwen hauifen, ain gehn Veldtkhürch hinnauß vnd den anderen ins Hegaw. Das geschach auff mit- wochen nach der alten Fasnacht 2 ). Der Schweitzer im Hegaw warendt 1300 man. Do warendt die von Villingen auff donstag nach Äscharamitwoch 3 ) gehn Hüffingen zogen vnd ahm freytag 4 ) frye zugendt sy für Enga ahn den Wallaberg, do sahen wür die Schwitzer im Hegaw, vnd kammendt des graffen von Fürstenberg auch seine leyth zu ihnnen. Aber die Schweutzer brandten fast vnd do man gen Enga kham, da lag der zeyg von Würtenberg vom hertzog, die warendt fast frewlich vnd waren auch zue ihnen khomen, dan die von Villingen zwo guotte nothschlangen mit ihnnen fuorthen. Vnd am aubendt giengendt die heren zue rath; graff Wolf von Fürstenberg, oberister hauptman vnd herr Conrat von Schellenberg vnd anderen herren mit ihnen; vermaynten wür nit änderst, dan sy myesten in der nacht ahn die Schweizer b ). Da waren die herren zue rath worden vnd zugent in der nacht alle von Enga hinweg vnd zugen die von Villingen gehn Geüssin- gen bb ), vnd der zug Würtenberg zog gehen Tudtlingen, vnd lüeß man zue Enga 800 schützen. Vnd ahm sam- stag 8 ) frye khament die Schweitzer für die statt Enga vnd forderete die statt auff; aber die schytzen brauchten sich so manlich vnd ihre büschen (sie) also steyff, vnd Schüssen so gewaltig zue ihnen vnd thribens wüder hinwückh, das sy die statt nit gewunnen. Vnd wehrendt sy mit dem zug in der nacht an sy zogen aus der statt, so were woll zue glauben vnd darauff gestannden, das die khiemeyller 6 ) alle von ihnen erschlagen worden, dan es waß aus der massen vast khalt gewessen vnd sy waren ohne das vast halben erfrohren, dann sy warendt die gantze nacht in der ordung gestannden vnd waren auch myedt darzue; aber die haupt leyth wolten sy nit hinauslassen, dan vnser etwan auff die 4000 man warendt, hingegen warendt der Schweitzer bey 14000 man, die zugen in dem Hegaw vmb, wie sy wolten, vnd gewunnen Honburg, zerbrachents sampt Fridingen vnd Randteckh, auch veill dörfer verbranten sy, vnd gewunen groß guott, dann ihnen niemandt nichts wehret, vnd waß sy alles gestollen hatten, das fuorthen sy gehn Schaffhaussen. In denselben tagen, alß der hauff im Hegaw war, do schickhten die Schweitzer 6 thaussendt man, die zugen bey Churr herauß gehn Veldtkhürch vnd lag vnser hauff zu Megenfeldt 7 ) auff die siben thaussendt man, vnd zugendt zuesammet vnd halt vnser hauff khain fürhuott oder sorg vnd zogen ahn ainen hauffen; aber die Schweitzer hatten guot sorg vnd machten drey hauffen vnd die vnseren wolten treffen mit dem forderen hauffen, da brachendt die zwen hauffen, die Schwitzer da nebendt ihnen herr, do gaben die vnseren die flucht vnd es ertranckhten sich ihren veill Selbsten in der flucht, vnd sy fluhen büß gehn B-regentzs, do er- schluogendt die Schweitzer auff denselben freytag nach der alten Fasenacht B ) bey Veldtkhürch ain thaussend vnd drey hundtert man ohne die, dye sich Selbsten erdrenckht haben, die fandt man zue Veldtkhirch an dien rechen, da gewunen die Schweitzer das fenlein von Vlm vnd das von Bottenburg vnd sonsten veill andere fenlein. Vnd wehrendt die vnseren mit sorg zogen vnd werendt düsser seytten ahn oder yenendt diem wasser bliben, so were es ihnen nit geschehen das, waß dem bundt vnd dem reich nit riemlich. Die Schweitzer thatten veill ahngrüff, ich achte es aber vhnnothig zue sein alles hierinen zue vermelden. IM w i ::■■■'.■' • ■ - fflBSBt*m JP§P?«W Itt 512 NACHTRAGE. Es khain der margraff von Baden auff Mittfasten 9 ) ausser den Breysgaw mit fünfhundtert man, die legte er gehen Möringen. Ittem auff dien Ostermontag 10 ) zugendt wiir von Villingen abermall gehn Hüffin- gen vnd ahm mittwoehen n ) gehen Neidingen. Da assen wür zu morgens vnd am aubendt zugendt wür gehn Fürstenberg. Da kham der zeig von Würtenberg zue vnß auch gen Fürstenberg vnd warendt vnser auff 1800 man vast woll gerüst. Do war herr Diebolt (sie) Spett. ain rüttei-, oberister hauptman, vnd Hannß Härder von Khalb vnd mach man ein gemayndt zue Fürstenberg vnd ließ im ring verrieffen, es solte ein jeder in der Ordnung bleiben, es were reich oder arm, dan man in der feindt landt zihen wolt. Vnd es wurde drey oder 4 tag werren, so wüste der gemayn nit, wo man angreiffen wolt, vnd zugendt die gantze nacht büß morgens, do es an fieng zue tagen. Do warendt bey vnß auff die 600 pferdt, die hatt der büschoff von Mentzs gar woll gerüst. Do vermayndten die fuoßkbnecht, die hauptleith hetten ein guotten anschlag, waß sy für die handt nammendt oder nemmen wolten, do waß es lumpenwerekh. Do machte man ein forderen hauffen, darinnen warendt 400 khnecht, da waß hauptman Chleybe B ) Hoffmayer. Vnd do mann gehn Schiatta kham, alda vermayndte man, es werendt Schweitzer in dem khürchoif gesein vnd hetten vnser alda gewardtett, dan sy vormals da gewessen warendt. Do machte man ein Ordnung vnd zugendt zue diem khilchoff; aber es war nichts da, also zug man für. Do gruob man in den khürchoff vnd kham in den thurn. Da warendt 4 bauren darynn, die fieng Jacob Bogenschütz, die gabent im 12 guldin vnd ließ sy lauffen. Do zog der forder hauff vnd mayndten, der hünder hauff wer gleich auff oder bey ihnen, vnd zogendt gehn Halaw in das dorf. Darin lagendt die Schweitzer 600 starekh. Vnd do der forder hauff gehn Halaw ahn den berg kham, do macht man, das sy solten lauffen vnd ihren 400. Vnd do das die Schweitzer sahent auff dem thurn zue Halaw, daß sy also ohne Ordnung lauffen, vnd warent ihren nit mehr dan 400, da machten sy bey 100 man Schweitzer für den khürchoff hinauß ahn ain letzi vnd warten daselbsten der landtskhnechten. Aber der Schwitzer lagendt veill darnider vnd muosten wüder weichen in den khürchoff zu ihren gesellen. Die Schüssen vnd würfen so redlich, das es nit zue beschreiben ist. Do schon der zeig gar zue samendt kham, so werthen sy sich so dapfer, das khain hauptman sy dorft auff forderen; sy behielten den khürchoff vor vnß. Aber das halbe dorf verbrandten wür vnd zugent ab auff den berg S. Moritzen, das nyemandts wüste, waß wir thuon wolten. Da hatt man wein vnd brott hinan gefiert vnd gab vnß zue essen. Do vermayndten wür nit änderst, dan man mieste wüder in das dorf sein zogen, aber man zog hinweg. Do kham herr Dietterich von Bluomeckh mit der landtsehafft, der lag zue Thengen in ainem stettlein mit 1500 khnechten wollgerüst, vermayndte, er hete vnß da funden, vnd brandt auch. Baldt er aber er (sie) vnß nit funden, zog er wüder gehn Thenga. Wir verbrandten Schlaytta, das dorf, gahr vnd zogen gehn Hüffingen am donstag ls ) vnd warendt vast all erlegen, auch gar miedt, vnd warendt von vnseren khnechten von Villingen ahn dem khilchoff geschediget syben mann; es starb aber khainer. Heten sich alle khnecht im forderen hauffen gehalten, alß die von Villingen, so heten wür den khürchoff gewunen; aber wür hatten ain hauptman, der gar khann (sie) ahnschlag in im hatt, vnd verwahrlossette die Sachen yberall, das sagte mönigelich von im, vnd zugendt ab mit grossen schänden. Auff den Osterdonstag 10 ) do zog der württenbergische gezeig gehn Enga vnd herr Jerg von Freyberg gehn Zell mit seinem zeig vnd jeder man inn sein leger. Auff den donstag I4 ) war man aber zue sammendt zogen gehn Costantz vnd warendt der fuoß khnecht auff vnser seytten 7000 vnd rayssigen 1600 vnd zugendt zue Costantz hinauß mit ihren guotten schlangen büschen (sie) vnd zogen gehen Ermadingen d ). Alda lagen 500 Schweitzer, die schluogendt die vnseren alle zue thodt, verbrandten das dorf vnd des leger vnd zogen gehn Manabach, das verbranndten sy auch vnd hatten dien morgen guott glückht, yber gabent yhren forthayll, gewanen bett vnd khesse 16 ) vnd bundents alles auff die kharen, da die büschen (sie) auff lagendt; es wolt khainer lehr gehn Costantz khommen, vnd ybergabendt also ihren forthaill vnd hatten khain Ordnung. Do lagendt 1500 Schweitzer in dem waldt ob dem Schwaderloch, die sahent, das khain Ordnung weder zue roß noch zue fuoß war, do liessendt die Schweitzer ahn sy 1499. gohn vnd stachen in die landtskhnecht. Do khan der rayssig zeig Binder sy zum thaill. Alß die vnseren die Schweitzer sahendt auß dem waldt lauffen, do kham die flucht vnder sy vnd fluhen in dien sehe vnd er- tranckhten sich ihren ohne zall vill Selbsten. Do hatt der margraff von Baden bey 600 man, do ertranckhte sich der fenderich selbst, die anderen fluhen büß gehn Gostantz in die greben, dan man domall die statt beschlossen hatt; da würfen die von Costantz sye in dem graben zue thodt vnd khament die syben thaussendt man von ein anderen, der ain dahinauß, der ander dorth hynnauß. Es warendt etlich auff vnser seyten, die warendt gehrn bestandten vnd sprachen den anderen zue, aber es half nichts, die flucht war da. Vnd wärendt sy nun in der Ordnung gestanden also styll, sy hetten nit dörfen fechten, so wer der rayssige zeug hynnder sy khomen vnd hetten die Schweützer all erstochen, vnd wer schon auff vnser seytten gehrn daß beeste ge- thonn hätt, die wurden all erschlagen. Domall kham vmb herr Burckhart vnd herr Hainreich von Eandeckh, baüde rütter, vnd ainer von Nyneekh e ), die warendt in dem forderen hauffen vnd glidern. Sy mayndten, man solte ihnen dapfer nach getruckht haben; aber es waß nichts, dan die vnseren fluhent vnd luossent die büschen (sie) dahünden, die sy ahm morgen den Schwitzern abgewunen hatten, vnd das ihrige geschütz auch darzue. Waß das nit ein grosse schandt auff vnser seytten! Vnd fluhen ihren etlich mit ihren harnisten in see vnd schwumen gar hinvber. Do redten die rayssigen den fuoßkhnechten ybell vnd wolten ihnen darnach gar nit mehr thrawen. Do füeng mann manchen, der geflohen war, vnd schluog ihnen all die haupter ab; aber man wüste nicht, welcher die flucht am ersten genohmen hatt. Do war auff vnser seytten gar ein grosser schreckhen vnd sprach jederman: so der khönnig im landt wärre, so guong es nicht also schandtlich zue, da er wurde mit den Schweitzern garr hofflich vnd rechtgeschaffen vmbgangen seyn. Ittem ahm vierten donstag nach Osteren 16 ) do datten sich die Schweitzer abermall zuesamendt vnd zugendt herauß für Thenga, das ist deren graffen von Sultz. In diem lag herr Dietterich von Bluomeckh vnd hatt bey im 1500 mann von der landtschafft, so hernach beschriben würdt, als nämlich ausser dem Breysgaw vnd Sungaw. Do zogendt die Schweitzer für die statt, do zug ihnen herr Dietterich endtgegen, vnd do er hin- auß kham für das stettlein, do waren der Schweützer zue veill, do befahle gemelter herr Dietterich den haupt- leithen, sy solten wüder in die statt zihen, er wolte vmb hülf vnd beystandt außreytten. Do wandten sich die vnseren wüderumb gegen der statt vnd geschah ihnen also noth, das sy ein anderen vnder dem thor erthruckh- ten. Do die Schweützer daß sahen, do ruoffen sy ain früden auß; der war gemacht. Aber die Schweitzer feyrendt nicht vnd gruoben die büschen (sie) im früden, wohin sy wolten, dan es wehret ihnen solches nie- mandts. Da aber die in der statt solches gwarr wurden, das sy ir geschütz nach ihrem vorthaüll legten, da war ihnen garr angst. Do forderet die Schweitzer die statt auff vnd verhuossendt ihnen, sye wolten sy mit ihr hab vnd guott abzihen lassen. Sy gaben ihnen darumb auch brieff vnd sigell, doch solten die in der statt ihnen ihre obere hauptleyth geben. Daß thatten sy vnd verkhaufften sy ihre hauptleith auff den flaischbanckh vnd Hessen die Schweützer in die statt vnd gabendt ihnen junckher Hansen von Baldteckh, Boleyen von Keyschach vnd sonsten veill andere ehrliche menner. Do machten die Schweitzer in der statt ein gassen vnd muosten die vnseren alle hindurch zihen. Domall zogen sy ihnen ihre harnist ab vnd nammendt ihnen all ihre gwerr vnd khlaider, büß auff die vnder hembder, darmit huolten sy den vnseren ihr gegeben brüeff vnd sygell nit, vnd schückhten sy hinweckh mit weyssen steckblein, vnd darnach blinderete sy die statt vnd gewunen deren von Freyburg feynlein, auch deren von Breysach, vnd sonsten veill fenlein darzue, namen auch, waß da waß, gewunnen groß guott vnd verbranten die statt. Das war aber ein grosse schandt auff vnser seytten. An dem selbigen tag 17 ) kham der römische khönnig Maximillian gehn Freyburg, do war aller zug freylich. Die Schweitzer zugen von Thenga gehn Stiellingen, legten sich für daß schloß vnd stettlein, die warent fast woll besetzt mit leith vnd guott, das forderet sy auch auff; man wolte sy mit ihr haab vnd guott abzihen lassen vnd gabendt ihnen desse auch brüeff vnd sygell von den acht orthen. Do sy aber hinein kham- IV. 65 514 NACHTRÄGE. men, da nammendt sy, waß da waß, vnd fundent das greste guott von wein vnd khorn in dem schloß, das khain man jhe erhörte, dan es war woll ob 2000 malter fliehten. Aber sy verbranten das schloß vnd daß stättlein zue butzen vnd styll. Die Schweitzer zugendt von Stiellingen für Khyssaberg, darauff lagendt 25 man. Do waß Römme- yuß Man I8 ), ein büschenmaister, den wolten die khnecht nit schüessen lassen. Vnd stuondt domall der haupt- man im schloß auff ein ohrt vnd sprach also: welcher ime das schloß welle helfen behalten, der standt zue mir. Do warendt ihren nit mehr dan 4 mann zue ime gestanden vnd warendt ihren 20 man, die das schloß wolten aufgeben. Wie sy es dan ohne ahle noth auffgabendt, do ließ man sy abzihen, die zugendt gleich da negsten Waldtshuot zue, alda sy all gefangen. Vnd ließ der landt vogt den 20 man, so das schloß nit haben wollen helfen behalten, allen die heupter abschlagen, dan es all Schelmen warendt, büß ahn ihren fünf, die ließ mann leben. Do*) besatzten die Schweützer das schloß mit ihren leithen, dan sy baten speüß genuog vff dem schloß. Volgendts zogen die Schweützer für Bluomberg. Alß aber die auff dem schloß die Schweützer sahendt daherziehen, da verbranndten sy das dorf Bluomberg selbst vnd rüsten sich zur wehr vnd wehrten sich also redlich auff dem schloß mit schüessen vnd thrübendt sy die Schweützer wüder vom schloß hinweg vnd behuol- ten Bluomberg das schloss, vnd düß war das erste erwehren auff vnser seytten. Demnach zugendt. die Schweitzer für daß stettlein Bluomenfeldt, das waß so vest vnd mit leythen auch nach aller noththurft besetzt vnd waß also werhafft, das vor zeitten das gantze römische reich daruor gelegen vnd nit gewunnen. Mann hatt ir auch khain sorg, die Schweützer Schüssen hinein g ); aber zue nachts do fiell ein verredterischer beswicht vber die maurren hinauß vnd offenbarte den Schweützern allen mangell, den sy in der statt hatten. Do sy solches vernohmen, do satzten sy hart darann vnd gabendt ihnen die statt auch schandtlich auff vnd nammendt sy abermall alles, waß da waß; verbranten die statt vnd zugendt wüder haim vnd hatten auff dem seelben straypf vnd strich gewunen: Thenga, Stiellingen, Khüssaberg vnd Bluomenfeldt, darzue auch veill dörfer verbrendt, gewunnen domall veill vnd groß guott, huolten aber im wenigisten nit, waß sy mit brüeff vnd sygell versprochen haben. Das ist nit hüpsch. Auff donnstag nach sanf Jergen tag 19 ) anno 1499 jarr kham khönnig Maximillian gehn Villingen h ). Auf Lorenzi 20 ) kam könig Philipp her gen Villingen mit 6 forsten, pfalzgraf, margraf, Hohenloe, Wertha (?), Mansfelden, Lingen. Der pfalzgraf lag zun barfüßer, der margraf ins Freyburgers haus, die 3 fürsten hatten 80 pferd und die 4 grafen samt den fürsten hatten 750 edelleuth bey ihnen und lagen 2500 pferd allhie. Galt ein goldsgulden 13 batzen, ein malter körn 1 fl.'). Villinger Chronik, Handschrift A (nach Mone's Bezeichnung) in 4., in der Leopold-Sophien-Bibliothek zu Ueberlingen, fol. 8—20. Handschrift B in 2. von derselben Hand (in derselben Bibliothek), welche das obige auf fol. 4—8 enthält, stimmt mit A bis auf unbedeutende orthographische Abweichungen überein. Ebenso eine Handschrift in der fürstl. Hofbibliothek zu Donaueschingen v. Jahre 1618, Nr. 637, fol. 6 v. — 13, welche nur am Schlüsse den unten mitgetheilten eigenthümlichen Zusatz hat. In Mone's Ausgabe in der Quellensammlung der badischen Landesgeschichte, II , 82 flgd. ist gleich vielen anderen Abschnitten auch dieser über den Schweizerkrieg weggelassen, weßhalb ich ihn, wiewohl die fürstenbergische Hausgeschichte nur zum Theil berührend, hier vollständig mittheile. Verfasser der Chronik ist nach Mone a. a. 0. 80 flgd. bis z. J. 1534 Heinrich Hug oder Haug. a) »a7m« fehlt in A. b) A: Scliweister. c) B: Ehlewe. d) Dieser Satz wiederholt, jedoch nicht wörtlich. e) An, B: Nymeckh. f) Handschrift B endet hier, da in derselben eine Lücke von fol. 8—11 (z. Jahre 1506) ist. g) A: heinin. h) Von hier an von späterer Hand. i) Die Donaueschinger Handschrift fol. 13 fährt hier fort: »Dozueinal zugendt vnser 100 mann ime endtgegen vndt den selbigen schanckht der khönig 6 gülden. Morgenß zöge er hinweg wider gehn Costantz zue roß vndt (sie) 800 auch zue fuoß 700 manu, vnd ehe der khönig gehn Yspruckh kham, do hatten die Grauwen Pintner vndt Engadiner H Sa 1499—1503. 515 schon daß Etschlandt verprendt vndt auff Maltzerhaidt ain grose schlacht gethon vndt gewunnen vndt 6000 mann erschlagen. Darnoch so haben deß khönigß volckh zue Engadin viell dörfer verbrendt vnd fluhendt die Engadin gehn Vrx; darnach zogen die Schweitzer inß Sungauw, verbranten 7 dörfer, do kham der Welschart vndt trib sy •wider hinder sich vndt erschluog ihnen vff die 100 mann.c 1) Der schwäbische Bund. 2) Febr. 14. 3) Febr. 14. 4) Febr. 15. 5) Febr. 23. 6) Kühmäuler, damals gewöhnliches Schimpfwort für die Schweizer. 7) Maienfeld. 8) Febr. 22. 9) März 10. 10) April 1. 11) April 3. 12) April 4. Vergl. zu obiger Darstellung den Bericht Hans Dietrichs von Blumeneck; oben Nr. 259. 13) April 4. 14) April 11. 15) Käse oder etwa = Geheß == Kleider? Zum folgenden vergl. oben Nr. 262, 263. 16) April 25. 17) Nicht ganz genau; vergl. oben Nr. 266, Anm. 1. und unten die Chronik selbst. 18) Romeius dialektisch = Remigius, sowie Polei, Poleius == Pelagius. Der Geschlechtsname heißt urkundlich: Mans. In Villingen ist dieser Lokalheld noch heute in Aller Munde, auch sorgt für sein Andenken sein überlebensgroßes Bildniss mit gereimter Inschrift am St. Michaelsthurm, dem Gefäng- niss, aus dem der starke Mann mit vielbewunderter Geschicklichkeit zu entfliehen wusste. Auch über diese Flucht enthält unsere Chronik (Handschrift A, fol. 4 flgd.; B fol. 1 v. flgd.) einen eingehenden Bericht, den Mone in seiner Ausgabe weggelassen, von dessen Abdruck ich aber gleichwohl absehen kann, da er mittlerweile nach einer zwar jüngeren, doch im wesentlichen getreuen Abschrift veröffentlicht ward in (Schleichers) Beitrag zur Geschichte der Stadt Villingen, mit besonderer Beziehung auf die Wasserbelagerung im Jahre 1634; 1854, S, 83 flgd. Ebendort sind auch weitere historische wie sagenhafte Nachrichten über Romeius gesammelt. An der obigen Stelle gab Schleichers Abschrift falsch: Büchsenmacher statt: Büchsenmeister, wie A u. B übereinstimmend haben. Auch ist Schleichers Interpunktion und Interpretation (S. 85, Anm. 7), wonach der Büchsenmeister eine von Romeius verschiedene Persönlichkeit wäre, nicht richtig. 19) April 25. 20) August 10. 1501, Febr. 28. Innsbruck. 546, Die französischen Gesandten beim Könige Maximilian berichten dem Cardinal d'Amboise: .... Et des ledit jour (Febr. 15.) ledit roy des Romains nous feist savoir, que le lendemain il viendroit en la maison d'un gentilhomme, qui est a ung quart de lieue dudict Halles, oü ilec recevroit noz lettres de creance. Ce qu'il feist, aiant avecques Inj le duc de Meldebonrg a ), les contes de Naussou, de Fustemberg et de Sorne 2 ), l'eveque de Hausbourg 3 ), le prevost de Tret 4 ), le sieur de Chicon et Jehan de Courteville, ambassadenrs de monsieur rarchiduc 5 ), et plusieurs autres etc..... 1) Mecklenburg. 5) Erzherzog Philipp. Le Glay, Negociations diplomatiques entre la France et l'Autriche, I, 38. 2) Nassau, Fürstenberg, Zollern. 3) Augsburg. 4) Utrecht. 1503, März 31. 546 a . Lorencz Kraczer, derzeit Schuldheiß zu Wolfach, sitzt an Statt und im Namen des Grafen Wolfgang zu Furstenberg etc. „mit zwölf vnpartyschen richter, besetzt mit 65* Mli $aaa mm m «'■■;.'.-.v.-: . -. HBssSsss HISk '■'.■:.■■'■■: SW HS H 516 NACHTEÄGE. etlichen vß der statt Wolfach zu gericht an des hl. richs Strassen vnder den linden by der kirchen zu Oberwolfach." Vor ihm klagten die ehrbaren Anna Bertschin von Romberg, Schnider Hainrichs sei. Witwe, Hainrich und Bernhart, ihre ehelichen Söhne sammt anderen ihrer Freundschaft, auch des Grafen Wolfgang vollmächtiger Anwalt, der edle und feste Junker Martin von Blümegk, seiner Gnaden Amtmann, und der ehrsame Andres Kotz, sein Schreiber im Kintzigental, „angedingt vnd verfast mit fur- sprechen vnd bystendern, wie recht ist", gegen Jacob Pflintern, derzeit seßhaft im Thale Oberwolfach, dass derselbe am nächstvergangenen Abend den Hainrich Schnider, einen kranken Menschen, auf dem Heimwege in Oberwolfach bei Nacht und Nebel auf dem Fußsteige überfallen und elend vom Leben zum Tode gebracht habe. Nachdem des Thals Vogt, Hanns Brüstlin, auf seinen Eid erklärt, dass er in Beiwesen zweier Richter dem Angeklagten zu Hans und Hof „furbotten", wurde erkannt, denselben „vff den vier des hl. richs Strassen, die gemacht wurden by dem gericht, durch den geschwornen knecht zu. ruffen, zürn ersten, andern vnd zum dritten mall", dass er sich zur Verantwortung stelle. Nachdem dieß ohne Erfolg geschehen nnd nachdem die Richter den Ermordeten besichtigt und gefunden hatten, dass demselben „das houpt zerspalten, gürgel abgestochen, arm vnd hend abgehowen" und dass der Mörder „sin aigen tegen nach solichen gemachetten wunden nebend im in den boden gesteckt vnd da von geflohen", ward zu Recht erkannt, dass Jacob Pflinter Unrecht gethan und dass er solches bessern solle, den Freunden des Ermordeten mit seinem Leibe, und dem gnädigen Herrn, Grafen Wolfgang, mit seinem Gute. Da aber Pflinter dem todtgeschlagenen Manne nichts genommen und seinen Degen neben ihn gesteckt, soll gegen ihn nach kaiserlichem Rechte gerichtet werden, „bare gegen bare, als zu. ainem todschleger vnd nit als zu ainem morder". Die Kläger sollen einen Urtheilbrief vom Gericht nehmen und den Todtschläger damit allenthalben, in Städten, Dörfern, Landen angreifen. Auf ihr Ansuchen erklärt endlich der Schuldheiß denselben in die Acht, erlaubt ihn den Klägern und allen seinen Feinden und läßt ihn „verlütten mit allen glocken als ain todten man, der in vrtail zu büß ston soll." Geben (in duplo) vff fritag nach Mitvasten 1503. Das Siegel des Thals zu Oberwolfaeh fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. 547. 1503, April 27. Wolfgang Graf zu Fürstemberg und Landgraf in Bare etc., Herr zu Husen im 1503—1507. 517 Kintzgentall, leiht Hansen Mutzen, Authoniußen Mutzen sei. Sohne von Vilingen, als einem Träger Herrn Hannßen Mutzen, Kaplans zu Eltzach, zu rechtem Lehen von der Grafschaft Fürstenberg „dochteren alß knaben" einen Hof zu Douchingen, den Frischlouffer baut und der jährlich 6 Malter beider Korn, 1 Viertel Erbsen, 4 Hühner und 1 Viertel Eier gilt. Geben an donstag nach st. Jörgen tag 1503 x ). Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. B. 1) Von demselben Tage datirt der Lehensrevers des Empfängers. Perg. Or. Donaueschingen. Das Siegel ist abgefallen, ß. 1507, Jan. 11. 547% Wilhelm, Erwählter zu Straßburg und Landgraf zu Elsaß, und Michael Botz- heim, Amtmann zu Ortenberg, und Endris Götz im Namen des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, anstatt römischer königlicher Majestät, als Kastvogtes des Gotteshauses Gengenbach, beschließen einen Anlass zwischen Abt Conrad zu Gengenbach einerseits und dem Grafen von Dormentz, Prior, Veit von Neuneckh, Johannsen Münch von Rosenberg und Philippsen von Eselberg, Conventualen dieses Klosters. Dabei wird der Anlassbrief inserirt, welchen uff suntag st. Niclaustag des hl. bischoffs (Dez. 6.) 1506 Johann Sigrist, Kanzler, und Anton von Wilsperg als Gesandte des Erwählten Wilhelm zu Straßburg, und Michael Botzheim anstatt des Grafen Wolfgang als Kastenvogtes denselben Parteien gegeben und worin beschlossen ward, dass der von der Gegenpartei misshandelte und eingesperrte Abt aus dem Kerker zu entlassen und in seine Regierung wieder einzusetzen sei gegen Schwur, fortan gegen den Convent nichts vorzunehmen ausser vor dem gnädigen Herrn von Straßburg oder vor Grafen Wolfgang als Kastvogt von römischer königlicher Majestät wegen. Die Reden und Widerreden der beiden Parteien werden ausführlich mitgetheilt, die schiedsrichterliche Entscheidung aber fehlt l ). Nach einer Copie des 18. Jahrhdts. (Sammelband Nr. 8486, Karlsruhe) mitgetheilt von Euppert in der Zeitschrift f. d. Geschichte des Oberrheins, 1879, XXXI, 317-331. Vergl. die Bemerkungen des Herausgebers S. 315. 1) Dieß also der Handel, auf den sich oben die Schreiben Nr. 429 u. 430 beziehen. Wmwm m \ I msm lü mm mmmm 518 NACHTRAGE. 1507. 1507, April 23. — Mai 13. 548. Auff s. Georgii des 1507 jarr kham der römische khönnig Maximillian hie herr gehn Villingen vnd mit im veill fürsten vnd heren vnd lag die khönigliche Mayestatt zue Barfuossen vnd der hertzog von Braunschweig zue Sannte Hannß vnd die cantzley in Casparr Steren hauß vnd es guongen auff ayn tag bey 800 brieff von hinen auß ins Mderlandt vnd inß Vnderlanndt a ). Auff sambstag negst hernach*) reütte die khönnigliche Mayestatt alhüe wüder auß gehen Pfohrrenn, alda blybe er bey diem graff Wolfen von Fürstenberg 3 tag 2 ) in dem schloß vnd gab im dien nammen Endten- burg 3 ). Darnach reütte er gehen Bluomberg; do bautt man das schloß in seinem nammen vnd auch die statt starckh, das datte ainer von Landtaw, vnd waß deß seelbig mall selbsten zue gegenn. Vnd auff die Auffahrt *) do reitte khönig Maximillian mit veyll mechtigen fürsten vnd herren zu Costantz ein. Villinger Stadtchronik, verfasst von Heinrich Hug, Handschrift A, fol. 22", 23 a (B, fol. 12 a ) in der Leopold-Sophienbibliothek zu Ueberlingen. Mone's Ausgabe dieser Chronik in der Quellensammlung der badischen Landesgeschichte, II, 82 flgd. ist unvollständig und enthält die obige Stelle nicht. a) B. Vugerlandt. 1) April 24. 2) April 25.—27. 3) Hier also aus zeitgenössischer Quelle die Bestätigung unserer "Vermuthung über den Ursprung des Namens „Entenburg". Vergl. oben Nr. 453, Anm. 1. 4) Mai 13. 1507, Aug. 17. Constanz. 549. König Maximilian etc. bekennt, dass Wolfgang Graf zu Fürstenberg, sein Hofmeister, obrister Hauptmann und Landvogt in Eilsaß und der Ortenaw, „vmb den anslag zu roß vnd fuß, ausserhalb des, so er vns in parem gellt geben sulle, auf vn- serm gehallten reichs tag zu Costenntz, durch churfursten, fürsten vnd stennde zuze- schickhen beslossen, darinn newn zu roß vnd zwelf zu fuß auf in gelegt ist", seinem ernstlichen Ansuchen und Begehren nach zu seinem Wohlgefallen Ausrichtung und Benügen gethan hat 1 ). Geben zu Costenntz am 17. Augusti 1507. Ad mandatum domini regis proprium. Vidit Sernteiner. Das königliche Siegel. Perg. Or. Donaueschingen. 1) Vergl. oben Nr. 432. BERICHTIGUNGEN ZUM I. — IV. BANDE. Bd. I, S. 29, Z. 22 von oben 1. bati sexaginta st. batis exaginta. Bd. I, S. 55, 56, Nr. 68. Die Angaben des Hirschauer Codex und der in der Anmerkung aufgeführten Quellen über die Todeszeit Bischof Gebhards von Speier dürften, wie Hr. Archivrath Dr. Stalin mir bemerkt, vor den in den Text gestellten Speirer Nachrichten den Vorzug verdienen, Gebhards Tod also am 1. März 1107 erfolgt sein. Vergl. Helmsdörfer, Forschungen zur Geschichte des Abtes Wilhelm von Hirschau, S. 7. 8. Bd. I, S. 93, Z. 3 v. oben 1. 11. Februar statt 18. Februar. Vergl. Stalin, Wirtemberg. Gesch. II, 337. Bd. I, S. 202, Nr. 435. In der 2. Zeile der Uebersehrift 1. die halbe Burg Urach und die halbe Grafschaft Achalm (denn nur diese, nicht Urach kann Heinrich aus dem mütterlichen Erbe von Neiffen erlangt haben) st. die halbe Burg und Grafschaft Urach. Bd. I, S. 257, Nr. 526. Statt: Hornecks Beimchronik 1. der steirische Beimchronist. Bd. I, S. 272 figd. Die Nr. 557 u. 558 sind gedruckt in dem Ulmischen Urkundenbuch, herausgegeben von Pressel, I, S. 165, 168. Bd. I, S. 374, II, 431 u. III, 500.' Lichtenfels liegt nicht im Hohenzollerischen, sondern bei Leinstetten, würt. O.A. Sulz. Bd. I, S. 401. Bei Gebhard, Bischof von Speier 1. f H07 st. f 1110. Bd. I, S. 402. Zu Heiniichs I. Gemahlin Agnes: lebt noch 1294, Okt. 1. st. 1294, Sept. 20. Bd. I, S. 402. Bei Anna, Tochter Friedrichs I. 1. 1303 st. 1308. Bd. I, S. 403. Egen, Stifter der Haslacher Linie, starb nach einer auf dem Villinger Franziskaneranniversar beruhenden Notiz Kefers am 23. April 1324. Bd. I, S. 403. Zu Egen, Johanniter in Villingen: 1. Comthur daselbst 1317 st. 1318. Bd. I, S. 403. Die Tochter des Grafen Götz von Fürstenberg - Haslach sollte Herzelaude, nicht Herzelande genannt sein. Dieselbe Berichtigung gilt für Bd. II, S. 248 u. 419. In der Urk., Bd. II, Nr. 370, der einzigen, wo der deutsche Name der Gräfin vorkömmt, erscheint einmal Herczelau- wede und einmal Herczelande. Die erste Form ist die richtigere, die zweite als Schreibfehler oder Missverständniss zu betrachten. Denn der Name ist unzweifelhaft von Herzeloide, der Mutter Parzivals, entlehnt, wie ja auch die Namen Parzival, Gahmuret u. a. aus dem Kreise der Artussage als sprecbende Zeugen ihrer Beliebtheit im 13. und 14. Jahrhdt. in mehreren adelichen Familien Oberdeutschlands nachzuweisen sind. Bd. II, S. 4, Nr. 5. Nach dem im Karlsruher Archive jüngst gefundenen Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Grafen Egen (wie an der Urk., Bd. I, Nr. 636) heißt der letzte Zeuge: „Cünrat ' ; C;'■"•"-;'■;■'-', ■■;--"■, : v"" msm ;.....n BBMIHHhB ■ mm ■'■■ mm IIP Hl/ ;■.!.;■-' ''■.■'■ .. H - m Wmm 520 BERICHTIGUNGEN. rnfma Bletz zem Adelar" (nicht: Adelaf). Im übrigen ist das Facsimile genau, nur dass statt Kur- negge auch bei der ersten Erwähnung „Kürnegge" zu lesen. Bd. II, S. 165, Z. 17 von oben, „haldun" steht wirklich im Original; aber, wie Pressel in der Jenaer Lit. Ztg. 1878, S. 391 bemerkte, wird dieß verschrieben sein für „haber". Bd. II, S. 399. Arnoltzspach ist das noch im 15. Jahrhundert als Arnesbach erscheinende Adlersbach bei Hausach im Kinzigthal. Bd. II, S. 434. Mtiliers ist wohl Uhlerst im Stab Hofstetten bei Haslach. Bd. II, S. 442. Rohrdorf (B.A. Messkirch) ist zu tilgen und Nr. 80 zu Rohrdorf (O.A. Horb) zu reihen. Bd. III, S. 412, Nr. 576 1. ainem armman st. ain emarmman. Unter „ain gestalt ains krottenstains" sind hier wohl die steinartigen Verhärtungen gemeint, die sich in der Haut der Kröten bilden. Diesen sowie dem ganzen Thiere schreibt das Landvolk des Schwarzwaldes noch heute hie und da in abergläubischer Weise Heil- und Schutzkraft besonders gegen Viehseuchen zu. In Stallungen findet man zuweilen zu letzterem Zwecke getrocknete Kröten angenagelt. Bd. IV, S. 65, Nr. 83 in der Ueberschrift 1. Sept. 15. st. Mai 5.; denn die Urk. ist datirt vom Montag nach Kreuzerhöhung (Sept. 14.), nicht Kreuz e rf in düng (Mai 3.). Bd. IV, S. 357, Nr. 386, Anm. 1. Das Berg. Or. des hier verzeichneten Lehensbriefes befindet sich in der städtischen Alterthumssammlung zu Villingen. Der Beliehene heißt hienach: Paulus Stahel von. Zeschingen. — Dieselbe Sammlung hat in neuerer Zeit von einem Villinger Bürger ungefähr 50 Urkunden der Villinger Minoriten erworben, unbedeutendere Schenkungs-, Kauf- und Giltbriefe a. d. 14. u. flgd. Jahrhunderten. Es ist der Rest des verschleuderten Villinger Minoritenarchivs, nach dem bisher vergeblich gesucht wurde (vergl. Bd. I, Vorrede S. X). '■■>'■■*'■ Sis MM ■ m YERZEICHNISS DER AUSSERHALB DER CHRONOLOGISCHEN REIHENFOLGE IN DEN ANMERKUNGEN ODER UNTER ZUSAMMENFASSENDEN NUMMERN ENTHALTENEN STÜCKE. 1362, Dez. 23. 1380, Juni 22. 1402, Okt. 9. 1403, Juli 18. 1404, Juni 23. 1422, April 4. 1446, März 24. 1462, Sept. 27. 1464, Dez. 18. 1468, Juli 23. 1469, Nov. 22. 1470, April 30. 1474—1489. 1475, Aug. 31. 1476, Okt. 8. 1478, Aug. 21. 1479, April 11. 1479, Juni 26. 1480, Sept. 7. 1481, Jan. 18. 1481, Juni 14. 1481, Juni 20. 1481, Nov. 11. 1481, Dez. 24. 1482, Jan. 16. 1482, Mai 9. 1482, Juni 3. 1482, Juni 20. 1482, Aug. 9. IV. Nr. 19, Anm. 2. Nr. 544, Anm. 1. Nr. 461, Anm. 3. Nr. 461, Anm. 3. Nr. 300, d, Anm. 1. Nr. 64, Anm. 1. Nr. 452", Anm. 5. Nr. 461, Anm. 3. Nr. 422, Anm. 1. Nr. 461, Anm. 2. Nr. 422, Anm. 2. Nr. 452", Anm. 4. Nr. 110, Anm. 1. Nr. 422, Anm. 3. Nr. 56", Anm. 1. Nr. 35, Anm. 2. Nr. 42, Anm. 1. Nr. 41, Anm. 1. Nr. 19, Anm. 3. Nr. 105, Anm. 3. Nr. 105, Anm. 3. Nr. 12, Anm. 2. Nr. 34, Anm. 1. Nr. 9, b u. c. Nr. 9, d u. e. Nr. 9, g. Nr. 3, Anm. 1. Nr. 3, Anm. 2. Nr. 9, h u. i. 1482, Nov. 20. Nr. 1482, Dez. 19. Nr. 1483, Juni 19. Nr. 1484, Nr. 1484, Mai 10. Nr. 1485, Febr. 21. Nr. 1485, Juni 20. Nr. 1485, Nov. 17. Nr. 1485, Dez. 27. Nr. 1486, Febr. 11. Nr. 1486, Febr. 27. Nr. 1486, Mai 2. Nr. 1487, Jan. 18. Nr. 1487, April 5. Nr. 1487, Juli 17. Nr. 1487, Aug. 24. Nr. 1487, Sept. 25. Nr. 1487, Dez. 13. Nr. 1488. Nr. 1488, Febr. 22. Nr. 1488, April 14. Nr. 1488, April 15. Nr. 1488, April 21. Nr. 1488, April 22. Nr. 1488, Mai 12. Nr. 1488, Juni 16—24. Nr. 1488, Dez. 1. Nr. 1489. Nr. 1489, Febr. 5. -Nr. 300, d, Anm. 2. 110, Anm. 1. 19, Anm. 1. 5, Anm. 1. 42, Anm. 1. 44, Anm. 1. 23, Anm. 2. 56, b. 58, Anm. 1. 48, Anm. 1. 58, Anm. 4. 54, Anm. 1. 72, Anm. 3. 392, Anm. 2. 173, Anm. 2. 32, Anm. 2. 66, Anm. 1. 58, Anm. 5. 42, Anm. 1. 86, Anm. 1. 89, Anm. 1. 81, Anm. 2. 89, Anm. 1. 108, Anm. 1. 79, Anm. 1. 81, Anm. 3. 110, Anm. 1. 70, Anm. 1. 83, Anm. 1. 66 m W. SM h iSs» nHn WSsmm H ■•■■ ■'■■■■/■ Kill mm 81111 Sil filp 522 VERZEICHNIS. 1489, Mai 1. 1489, Mai 6. 1489, Juni 23. 1489, Sept. 26. 1489, Okt. 6. 1489, Okt. 9. 1489, Nov. 1. 1489, Nov. 20. 1489, Nov. 21. 1489, Dez. 2. 1489, Dez. 5. 1489, Dez. 6. 1490. 1490, Jan. 10. 1490, Jan. 12. 1490, Jan. 21. 1490, Febr. 12. 1490, Febr. 21. 1490, Febr. 21. 1490, Febr. 23. 1490, März 1. 1490, März 19. 1490, Mai 7. 1490, Juni 2. 1490, Juli 16. 1490, Aug. 20. 1490, Aug. 29. 1490, Okt. 16. 1491. 1491, Febr. 18. 1491, März 3. 1491, März 15. 1491, März 21. 1491, März 30. 1491, April 3. 1491, Mai 6. 1491, Mai 7. 1491, Sept. 8. 1491, Sept. 10. 1491, Okt. 3. 1491, Nov. 7. 1491, Nov. 7. 1491, Nov. 12. 1491, Dez. 5. Nr. 38, Anm. 2. Nr. 99, Anm. 3. Nr. 86, Anm. 2. Nr. 78, Anm. 2. Nr. 105, Anm. 2. Nr. 105, Anm. 2. Nr. 105, Anm. 2. Nr. 105, Anm. 3. Nr. 105, Anm. 3. Nr. 106, c. Nr. 106, d. Nr. 106, e. Nr. 477, Anm. 1. Nr. 106, f. Nr. 106, g. Nr. 106, li. Nr. 106, i. Nr. 111, Anm. 1. Nr. 111, Anm. 2. Nr. 111, Anm. 1. Nr. 111, Anm. 1. Nr. 452", Anm. 3. Nr. 64, Anm. 2. Nr. 106, k. Nr. 405% Anm. 5. Nr. 123, Anm. 1. Nr. 405", Anm. 4. Nr. 405", Anm. 1. Nr. 78, Anm. 2. Nr. 2, Anm. 1. Nr. 117, Anm. 1. Nr. 117, Anm. 2. Nr. 64, Anm. 1. Nr. 111, Anm. 3. Nr. 129, Anm. 1. Nr. 129, Anm. 2. Nr. 129, Anm. 3. Nr. 83, Anm. 2. Nr. 130, b. Nr. 132, Anm. 1. Nr. 130, c. Nr. 405% Anm. 3. Nr. 133, Anm. 3. Nr. 112, Anm. 2. 1491, Dez. 17. 1492, Febr. 3. 1492, April 27. 1492, Mai 4. 1492, Juli 3. 1492, Sept. 27. 1492, Okt. 22. 1492, Okt. 27. 1492, Okt. 31. 1492, Nov. 5. 1492, Nov. 7. 1492, Nov. 10. 1492, Nov. 26. 1492, Nov. 28. 1492, Dez. 1. 1492, Dez. 3. 1492, Dez. 5. 1492, Dez. 10. 1492, Dez. 19. 1492, Dez,. 22. 1493, Jan. 7. 1493, Jan. 24. 1493, April 1. 1493, April 3. 1493, April 27. 1493, Mai 4. 1493, Mai 22. 1493, Juni 15. 1493, Juli 26. 1493, Aug. 15. 1493, Sept. 27. 1494. 1494. 1494, Jan. 10. 1494, Aprü 15. 1494, Nov. 16. 1495, März 14. 1495, Juni 5. 1495, Juni 21. 1495, Dez. 15. 1496, Jan. 26. 1496, Febr. 28. 1496, März 15. 1496, Juni 16. Nr. 118, Anm. 1. Nr. 105, Anm. 4. Nr. 141, Anm. 1. Nr. 154, Anm. 2. Nr. 154, Anm. 3. Nr. 158, Anm. 1. Nr. 156, Anm. 1. Nr. 156, Anm. 2. Nr. 156, Anm. 3. Nr. 156, Anm. 4. Nr. 159, Anm. 1. Nr. 111, Anm. 4. Nr. 329, Anm. 2, a. Nr. 329, Anm. 2, b. Nr. 329, Anm. 2, c. Nr. 329, Anm. 2, d. Nr. 329, Anm. 2, e. Nr. 329, Anm. 2, f. Nr. 329, Anm. 2, g. Nr. 329, Anm. 2, h. Nr. 329, Anm. 2, i. Nr. 162, Anm. 1. Nr. 130, d. Nr. 114, Anm. 2. Nr. 114, Anm. 2. Nr. 133, Anm. 4. Nr. 165, Anm. 1. Nr. 165, Anm. 2. Nr. 112, Anm. 3. Nr. 173, Anm. 1. Nr. 153, Anm. 1. Nr. 78, Anm. 2. Nr. 160, Anm. 1. Nr. 133, Anm. 4. Nr. 235, Anm. 1. Nr. 180, Anm. 1. Nr. 130, e. Nr. 130, f. Nr. 183, Anm. 1. Nr. 300, d, Anm. 3. Nr. 148, Anm. 2. Nr. 181, Anm. 1. Nr. 133, Anm. 4. Nr. 203, Anm. 3. sfgääg '••"■-■-'■. 1496, Juli 18. 1496, Juli 21. 1496, Okt. 9. 1496, Okt. 12. 1496, Okt. 13. 1496, Okt. 16. 1496, Okt. 29. 1496, Nov. 2. 1496, Nov. 4. 1496, Nov. 7. 1496, Nov. 14. 1497, Jan. 3. 1497, Jan. 22. 1497, Jan. 24. 1497, Febr. 3. 1497, Febr. 12. 1497, Febr. 18. 1497, April 6. 1497, April 7. 1497, April 27. 1497, Mai 6. 1497, Mai 21. 1497, Juni 1. 1497, Juni 2. 1497, Juni 17. 1497, Juni 20. 1497, Juni 30. 1497, Aug. 7. 1497, Aug. 12. 1497, Aug. 14. 1497, Aug. 17. 1497, Aug. 19. 1497, Aug. 20. 1497, Aug. 27. 1497, Sept. 6. 1497, Sept. 8. 1497, Sept. 11. 1497, Sept. 13. 1497, Sept. 19. 1497, Sept. 25. 1497, Okt. 1. 1497, Okt. 12. 1497, Okt. 26. 1497, Okt. 27. Nr. 200, Nr. 117, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 130, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 203, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 217, Nr. 217, Nr. 223, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 217, Nr. 227, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 199, Nr. 218, Nr. 217 Nr. 199, Nr. 217 Nr. 199, Anm. 1. Anm. 3. b. c. d. e. g- f. g- Anm. 2. h. i. k. 1. m. n. o. P- q- r. s. t. u. V. w. X. b. c. Anm. 1. Anm. y. Anm. z. aa. bb. d. Anm. 2. cc. dd. ee. ff. Anm. 3. f. hh. VERZEICHNIS. 1497 1497 1497 1497 1497 1498 1498 ; 1498 1498 1498 1498 1498 1498 : 1498 1498. 1498 1498: 1498 1498 1498: 1498 1498 1498 1499 1499 1499 1499 1499 1499 1499 1499 1499 1499 1499 1499: 1499 1499 1499 1499 1499 1499 1499 1499 1499 Nov. 16.? Dez. 13. Dez. 13. Dez. 15. Dez. 15. Jan. 13. Jan. 13. März 2. April 2. April 9. April 10. April 17. April 28. Mai 18. Juni 15. Juni 15. Juni 15. Juni 15. Juli 1. Aug. 5. Aug. 5. Aug. 5. Febr. 10. Febr. 24. März 18. April 13. April 25. Juni 30. Juli 1. Juli 3. Juli 4. Juli 10. Juli 16. Juli 16. Juli 17. c. Juli 17. Juli 18. Juli 19. Juli 21. Juli 28. Aug. 7. Aug. 9. Aug. 13. Nr. 199, ii. Nr. 227, Anm. 3. Nr. 227, Anm. 4. Nr. 199, kk. Nr. 227, Anm. 5. Nr. 228, Anm. 1. Nr. 130, h. Nr. 225", Anm. 1. Nr. 142, b. Nr. 142, c. Nr. 230, b. Nr. 230, c. Nr. 130, d. Nr. 130, e. Nr. 130, f. Nr. 130, g. Nr. 227, Anm. 6. Nr. 227, Anm. 8. Nr. 229, Anm. 1. Nr. 238, Anm. 2. Nr. 227, Anm. 7. Nr. 227, Anm. 9. Nr. 229, Anm. 1. Nr. 111, Anm. 5. Nr. 138, Anm. 1. Nr. 254, Anm. 3. Nr. 261, c. Nr. 264, Anm. 2. Nr. 288, Anm. 1. Nr. 452% Anm. 2. Nr. 283, f. Nr. 283, g. Nr. 283, h. Nr. 283, i. Nr. 283, k. Nr. 283, 1. Nr. 283, m. Nr. 283, n. Nr. 283, o. Nr. 283, p. Nr. 290, b u. c. Nr. 290, d. Nr. 289, h. Nr. 289, h. 523 Wim w§Km 1 m £ j 66 An ■'WS gsSTa ras H ■K BT ' ircrciFfttf 524 VERZEICHNIS. 1499, Aug. 13. Nr. 293, Anm. 1. 1499, Okt. 5. Nr. 298, Anm. 1. 1500, Febr. 4. Nr. 290, e. 1500, Febr. 8. Nr. 290, f. 1500, März 17. Nr. 112, Anm. 4. 1500, März 17. Nr. 118, Anm. 2. 1500, März 17. Nr. 139, Anm. 1. 1500, März 17. Nr. 223, Anm. 2. 1500, März 17. Nr. 386, Anm. 1. 1500, März 17. Nr. 405% Anm. 2. 1500, April 22. Nr. 328, Anm. 2. 1500, Aug. 18. Nr. 305, Anm. 2. 1500, Aug. 20. Nr. 310, Anm. 1. 1500, Okt. 2. Nr. 223, Anm. 3. 1500, Nov. 10. Nr. 305, Anm. 4. 1500, Dez. 20. Nr. 316, Anm. 1. 1501, Jan. 11. Nr. 200, Anm. 2. 1501, Jan. 21. Nr. 339, Anm. 1. 1501, April 16. Nr. 339, Anm. 1. (1501), Aug. 2. Nr. 323, Anm. 2. 1501, Sept. 6. Nr. 322, Anm. 1. 1501, Sept. 18. Nr. 171, b. 1501, Nov. 16. Nr. 130, i. 1501, Dez. 27. Nr. 298, Anm. 2. 1502, März 14. Nr. 326, Anm. 4. 1502, April 25. Nr. 171, c. 1502, Mai 6. Nr. 326, Anm. 3. 1502, Juni 24. Nr. 171, d. 1502, Juli 9. Nr. 332, Anm. 1. 1502, Juli 30. Nr. 332, Anm. 2. 1502, Aug. 23. Nr. 335, Anm. 1. 1502, Aug. 30. Nr. 335, Anm. 2. 1502, Sept. 2. Nr. 329, Anm. 1. 1502, Dez. 21. Nr. 340, Anm. 1. 1503, Febr. 28. Nr. 130, k. 1503, April 7. Nr. 345, Anm. 2. 1503, Juni 2. Nr. 470, Anm. 2. 1503, Juni 3. Nr. 343, Anm. 1. 1503, Juni 16. Nr. 344, Anm. 1. 1503, Juli 11. Nr. 171 f., Anm. 1. 1504, März 4. Nr. 318% Anm. 1. 1504, März 11. Nr. 331, Anm. 1 a. 1504, März 12. Nr. 331, Anm. 1 b. 1504, März 19. Nr. 331, Anm. 1 c. 1504, Juli 29. 1504, Aug. 13. 1504, Aug. 25. 1504, Okt. 22. 1504, Nov. 5. 1504, Nov. 8. 1504, Nov. 12. 1504, Dez. 27. (c. 1505). 1505, Jan. 20. 1505, Jan. 23. 1505, Jan. 24. 1505, Febr. 3. 1505, März 14. 1505, April 7. 1505, April 18. 1505, Mai 8. 1505, Aug. 1. 1505, Aug. 25. 1505, Aug. 28. 1505, Aug. 30. 1505, Sept. 5. 1505, Sept. 6. 1505, Sept. 17. 1505, Sept. 25. 1505, Sept. 26. 1505, Okt. 1. 1505, Okt. 2. 1505, Nov. 4. 1506, Jan. 29. 1506, Jan. 31. 1506, Febr. 4. 1506, Febr. 6. 1506, März 17. 1506, März 27. 1506, März 30. 1506, April 16. 1506, April 19. 1506, April 20. 1506, April 23. 1506, April 27. 1506, April 30. 1506, Mai 12. 1506, Mai 25. Nr. 362, d. Nr. 452% Anm. 1. Nr. 368, Anm. 1. Nr. 331, Anm. 3. Nr. 331, Anm. 2. Nr. 362, e. Nr. 362, f. Nr. 367, Anm. 1. Nr. 331, Anm. 3. Nr. 362, g. Nr. 343, Anm. 2. Nr. 390, Anm. 1. Nr. 379, Anm. 1. Nr. 426, Anm. 2. Nr. 387, Anm. 1. Nr. 390, Anm. 2. Nr. 130, 1. Nr. 461, Anm. 4. Nr. 362, h. Nr. 362, i. Nr. 362, k. Nr. 362, 1. Nr. 362, m. Nr. 171, e. Nr. 362, n. Nr. 367, Anm. 1. Nr. 362, o. Nr. 362, p. Nr. 171, f, Anm. 1. Nr. 140, b. Nr. 410, c. Nr. 171, f. Nr. 408, Anm. 1. Nr. 362, q. Nr. 410, d u. e. Nr. 365, Anm. 2. Nr. 365, r u. s. Nr. 365, t u. u. Nr. 420, Anm. 1. Nr. 362, v. Nr. 365, Anm. 2. Nr. 362, w. Nr. 410, f. Nr. 343, Anm. 3. M»ilwM8 SS - ; ' £&&£ 1506, Juni 4. 1506, Juni 15. 1506, Juni 26. 1506, Juni 29. 1506, Aug. 20. 1506, Okt. 6. 1506, Nov. 14. 1506, Nov. 17. 1506, Dez. 1. 1506, Dez. 1. 1506, Dez. 6. 1506, Dez. 17. 1507, Jan. 4. 1507, Jan. 5. 1507, März 5. 1507, März 19. 1507, Mörz 19. 1507, Mai 10. 1507, Juni 1. 1507, Juli 13. 1507, Juli 22. 1507, Okt. 2. 1507, Nov. 20. Nr. 410, g. Nr. 142, d. Nr. 410, h. Nr. 362, x. Nr. 365, Anm. 2. Nr. 305, Anm. 3. Nr. 171 f., Anm. 1. Nr. 171 f., Anm. 1. Nr. 407, Anm. 1. Nr. 422, Anm. 4. Nr. 56, b, Anm. 1. Nr. 142, d. Nr. 433, Anm. 2. Nr. 367, Anm. 1. Nr. 331, Anm. 1, d. Nr. 132, Anm. 2. Nr. 326, Anm. 1. Nr. 453, Anm. 1. Nr. 442, Anm. 1. Nr. 461, Anm. 5. Nr. 130, m. Nr. 439, Anm. 2. Nr. 142, e. VERZEICHNISS. 1508, Jan. 21. 1508, Jan. 27. 1508, März 17. 1508, März 17. 1508, April 23. 1508, Juni 8. 1508, Juni 24. 1508, Nov. 6, 1508, Nov. 16. 1508, Dez. 20. 1509, Febr. 27. 1509, April 12. 1509, Juni 12. 1509, Juni 12. 1509, Juli 24. 1509, Aug. 23. 1509, Okt. 29. 1509, Okt. 30. 1509, Nov. 22. 1510, Jan. 2. 1510, April 18. 1510, Okt. 23. Nr. 473, Anm. 1. Nr. 473, Anm. 1. Nr. 452, Anm. 1. Nr. 473, Anm. 2. Nr. 42, Anm. 1. Nr. 472, Anm. 1. Nr. 461, Anm. 6. Nr. 365, Anm. 2. Nr. 365, Anm. 2. Nr. 5, Anm. 2. Nr. 130, n. Nr. 476, Anm. 1. Nr. 443, Anm. 1. Nr. 476, Anm. 1. Nr. 476, Anm. 1. Nr. 427, Anm. 1. Nr. 481, Anm. 3. Nr. 481, Anm. 3. Nr. 481, Anm. 3. Nr. 481, Anm. 2. Nr. 200, Anm. 2. Nr. 453, Anm. 1. 525 «HP ipiililp' : fflBk wsSSsß -.•;•?*■■ hsrhhB! wmm. i i §H HR '?■■''■'■•■■■'< l'V "<-■'■ ■ All IIP I ffls&iät Ulf OETS- UND PEKSONENVERZEICMISS. Bearbeitet von Dr. F. L. Baumann. Vgl. die Vorbemerkungen, Bd. I, S. 349. Aach s. Ach. Aachen 62. 345. Aasen, B.A. Donaueschingen 71. 125. 130 a , 134. 200, Anm. 2. 403. 481, Anm. 3. 488\ 512 a . Vogt 71. 130". Gewannnamen 488». Aaseuthälchen bei Hubertshofen 488. Aberliu, Meister Philips 199 r . Ablach, Fluss 347. Absberg, bair. Mittelfranken. — Hanns Lienhart v. 362'. — Paulus von 262. Accon, Palästina 483, Anm. l. Ach, B.A. Stockach 130\ 186. 251. Achalm, Graf Liutold 482. — Grafen v. 482, Anm. i. — Grafschaft S. 519. Achdorf, B.A. Bonndorf 473. Ackermann, Michel, Pfarrer zu Hondingen 379. Adelman (v. Adelmannsfelden, O.A. Aalen) Bal- thus 361, Anm. 2. Adlersbach, B.A. Wolfach 427, Anm. 2. S. 519. Achtpig Wilhalm, Bürgermeister v. Überlingen 97. 102, Anm. 1. Aerzingen s. Erzingen. Äschentz s. Eschenz. Äschpsingen s. Espasingen. Affa, Gau 482, Anm. i. Ahelfingen (Hohenalfingen, O.A. Aalen), Philips V. 361, Anm. 2. Aichberg s. Eichberg. Aichstetten, O.A. Leutkirch 361, Anm. 2. Ainsidel s. Einsiedeln. Ainwyl s. Andwil. Aitlingen (abgegangen bei Riedeschingen, B.A. Donaueschingen) 66 u. Anm. i. 86. 161. 237. 441. 543 f . — die v. 176. — Heinrich v. 488. Aitrach (Nebennuss der Donau) 66. 171 f , Anm. l. 176. 343 u. Anm. 3. 441. Albigenser 482" u. Anm. 2. Albrecht, Petter, Obervogt in der Baar 65. Aldenhouen, Henricus de 500. Alenspach, der, v. Rottweil 97. Algöwer, Conradt, Pfarrer zu Pfohren 201. Allenschwiller, B.A. Hüningen, Oberelsass 283 p . Almenshofen, B.A. Donaueschingen 322. Zehnten 322. — Edle von 211. 250, Anm. l. 322. 488. — Barbla v. 536, Anm. 4. — Georg v. zu Hüfingen 236. — Hanns v. zu Immendingen 66. 97. 102 n. Anm. l. 130 e , \ 180. 218. 242. 282. 313. 322. 420, Anm. l. Siegel beschrieben 313. — Heinrich d. ä. v. 26. — Heinrich v. 78. 420, Anm. l. — Hug v. zu Immendingen 66. — Jörg v. 30 u. Anm. 2. 78. 322. — Philipp v. zu Immendingen 130 n . 361, Anm. 2. 417. 420 u. Anm. 1. Alpirsbach, O.A. Oberndorf, Kloster 81". 295. 339, Anm. l. 450. 474. — Abt 227. 339, Anm. l. 481. ■— — Alexius 450 u. Anm. 2. --------Gerhart 302. 305, Anm. 4. 370. Siegel he- schrieben 305. m M tew^wSüs m mm OETS- UND PEESONENVEEZEICHNISS. 527 Alpirsbach O.A. Oberndorf, Abt Jeronimus 23 u. Anm. i. 295. Altenaych, ein Wald 420, Anm. l. Altenbawser, der 213. Altensümern, Heinrieb von der, Schaffner des Münsterbaues Strassburg 2. Altenweg, B.A. Neustadt, Zoll 493. Altenwolfacb s. Oberwolfaeb. Altheim, O.A. Riedlingen 105. 538 a , Anm. 2. Altkircb, Oberelsass 163. 265. 273. 275. 279. 283 a , a , '• 288, Anm. l. 325. Altscbönstein, öst. B.A. Bregenz 468. Altsperg s. Heilsberg. Altweg, B.A. Neustadt 125. Altwolf, Ludwig v. Offenburg 5, Anm. l. Amarutt in Ynienstetter Pfarrei 172. Amboise, Cardinal v. 546. Ambringen, B.A. Stauffen, Jacob v. 64. Siegel beschrieben 64. Amelii P. archidiaconus Narbonensis 482\ Ammer, wirt. Flüssehen bei Tübingen 510 u . Amoltern (am Kaiserstuhl) 55. Amor s. Ammer. Am Ort, Hainrich, v. Kirchen 393. Am Staad, Conrad 498. — Heinrich, gen. Brümsy 498. Amtenhausen, B.A. Donaueschingen, Kloster 34. 53. 71. 125. 147. 523. 534. — Amtmann u. Schaffner 534. — Kastvogtei 125. 534. — Propst 71. — Hans v. 523. Amüller, Conrat 265. Anagni 482 k . Andersbach, bei Fischerbach, B.A. Wolfach 543. Andlau, Elsass. — Hanß Heinrich v. 361, Anm. 2. — Härtung v. 265. 271. 283 1 . — Jörg V. 361, Anm. 2. — Wolf V. 361, Anm. 2. — Wolf Wilhelm v. 265. Andwil, Cant. St. Gallen, Fritz v. 83. 97. — Fritz Jacob 375. 445. Siegel beschrieben 375. Angerer, Burkhart, Kirchherr zu Geisiugen 536. Angst, Hainrich, v. Rippoldsau 174. 396. Anhalt, Fürst v. 213. Anterspach s. Andersbach. Antlauw s. Andlau. Antwerpen 253. 469. 471. Anwil s. Andwil. Arau, Stadt 348. Argau, das 256, Anm. l. 300 d , Anm. l. 319. Argen s. Langenargen. Arles, Erzbischof Hugo, Capitel und Diöcese 482* u. Anm. 2, 3, 4. 482° n. Anm. 1, 2. Armbrosterin, Ainbet 536, Anm. 4. Armstorffer, Michel 287. Arnenspach s. Adlersbach. Arnhem, Niederlande 253. Arnold, Hans, v. Löffingen 464. Arnolt, Aberlin 361, Anm. 2. — Hans v. Geisingen 542. — Heinrich von Geisingen, Vogt Arndts Sohn 242. 316. — Larentz 539 a . — Lorenz v. Villingen 20. Arnoltzpach s. Adlersbach. Arragon, König Ferdinand der katholische 410 f . Asch, Vit von 539 a , dessen Kinder 9' u. 539% dessen Tochter Clara 539 a u. Anm. l. Äsen, Asshain, Asßa s. Aasen. — Conrat v. zu Zimmerholz 343, Anm. 3. Auberoth, Pfarrer zu Mühlhansen 34. Auch s. Aachen. Auch, Südfrankreich, Erzdiöcese, Auxitana pro- vincia 482 b , Anm. 2. Auffen, B.A. Donaueschingen 83. 97. 125. 134. 148 u. Anm. l. 172. 186. 360. 452. — Fischwasser 148 u. Anm. l. Augsburg 113. 163. 191. 199", f . 226. 301. 304. 306. 307. 308. 309. 310. 352. 478. — Bischof 213\ 546. — Dompropst 368. — Hochstift 199 c . — Haus V. 361, Anm. 2. — Vorich V. 510 f , Anm. 1. Äugst, Cant. Basel 351. Aulbrecht, Mathias, Frühmesser in Sirnach 537% Anm. 1. Aulbrecht, Peter, Obervogt zu Hochemmingen 34. 540\ Aulendorf, O.A. Waldsee 106 B , Anm. l. Aulfingen, B.A. Engen 103 u. Anm. l. 343 u. Anm. l. 2.3. 349. 393. 415. 424. 472, Anm. 1. 536, Anm.4. — Schloss 343. . M m HgB| •"■"> ;■;•.,, " ; :- « «I ■ ■'■■'■'' ■■■' ,', ; l ■ MM ^■■■-'V;> ; ; : I ■ ; 9 gjffi 1 |& 1 11 m ! * I ■ m ■Mm \ 1 1 ! m m m m ■ MS WM i , jffigäigi mm ■SSfl Ate 528 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNISS. Aulfingen, B.A. Engen, Zehnten 343 u. Anm. 3. 347. 393. Aurrach s. Urach. Aussee, Oesterreich 199 h . Auxitana provincia s. Auch. Aw s. Ow. Awangen, Cant. Thurgau 537% Anm. 2. Aychenbach s. Eichenbach. Aythern, Aytran s. Aitrach. Baar, Cant. Zug? Propst Rudolf v. 484. Bach, Bernhart v. 4 u. Anm. l. 5. 28. Siegel beschrieben 4. Bachenstein, Ruine, O.A. Künzelsau. — Marx v. 361, Anm. 2. Bachheim, B.A. Donaueschingen 78 u. Anm. 2. 420. Bachzimmern, B.A. Engen 420, Anm. l. Backnang, wirt. Neckar kreis, Propst 199 p . Baden, Argau 3, Anm. l u. 2. 81, Anm. 3. 319. 499. — Vogt 3, Anm. 2. 319". Baden (breisganischer Adel). — Daniel v. 361, Anm. 2. — Heinrich v. 46. Siegel beschrieben 46. — Oßwald v. 361, Anm. 2. Baden, Stadt 199°, w . 365, Anm. 2. 371. 374. — Markgraf Christoph 56 u. Anm. 1. 199V,°, W -262. 272. 274. 362*. 365, Anm. 2. 378. 385. 433, Anm. 2. 454. 458. 545". Siegel beschrieben 454. --------Karl 529. — — Philips 56, Anm. 1. — Markgrafschaft 56. --------Kanzler 56, Anm. 1. Badenweiler, Burg u. Herrschaft 501. Bader, Jacob 83. Badowa s. Padua. Bächlin (Bächle) s. auch Bechlin. — Andres v. Uebelbach 8 F. — Clas v. Altwolfach 81". — Martin 83. — Mathis 543. Bälcz, Eberhart, s. Rippoldsau, Prior. Bärenbach, B.A. Wolfach 531. Zehnten 1. — Frantz von 510", Anm. l. 510 b , c . 517" u. Anm. l. Siegel beschrieben 510 d . — Hans v. 517. — Jerg v. 524. Bärenfels bei Wehr, B.A. Säckingen. — Haus v., Burgermeister zu Basel 141 u. Anm. i. Baiern 335. 364. — Herzog Albrecht (v. München) 76. 146. 150. 253. 258. 262. 264. 378. --------Georg (v. Landshut) 12*. 76. 199°. 213 b . 214". — — Ruprecht s. Pfalz, Herzog Ruprecht. Baldeck, O.A. Urach, Clauß v. 361, Anm. 2. — Hanß v. 361, Anm. 2. 545". — Wilhelm v. 361, Anm. 2. (zweimal genannt). Balder, Cum 495. Balgheim, O.A. Spaichingen, die von 1. Balingen, O.A. Stadt 108. 370. Balm bei Meilen, Cant. Zürich, Ott v. 512". Bamberg 199 d , kk . — Bischof Heinrich 199 kk . Banbach, Bach bei Lenzkirch 129. Bantliu, Michol, v. Neidingen 316. Bar, Landschaft 42 u. Anm. l. 53. 250°. 258. 260. 263. 264, Anm. 1. 311. 352, Anm. 2. 540". — Amtleute 311, s. Fürstenberg, Amtleute. ■— hohen Gerichte 42. — Landgericht, Landgraf, Landgrafschaft, Landschreiber s. Fürstenberg, Landgericht, Landgraf, Landgrafschaft, Landschreiber. — Obervogt, Vogt 65. 408, Anm. i. 540" Anm. i., s. Fürstenberg, Obervogt der Grafschaft. Barendiß s. Paradies. Barbsperg (Barsperg), Marquart 100. 405", Anm. 3. Bartenheim, A. Landser, Oberelsass 265. Barter, Conrat, v. Schaffhausen 30. Basel 131. 141. 265. 275. 278 b . 283. 289", \ '. 290", c . 293. 351. 435. 455. 510". — Bischof 168. 265. 280. 309. — Bisthum 288, Anm. i. 309. 438. — Bürgermeister und Rath 141 u. Anm. l. 157. 265. 271. 275. 283. 289", '. 290 b , c , d . 331, Anm. i". 332. 335, Anm. i. 351. 376. 435. 455. 466. — Concil 521. — Dompropst, Domherrn 168. 289 ! . — Gerichtshaus 283". — Karthause 331, Anm. i d . — Kloster Klingenthal 331, Anm. i». — — St. Lienhart 283 1 . — Münsterthurm 289'. — Münze 203. 236. ^ i" 11" WM 1 OETS- UND PERSONENVERZEICHNISS. 529 Basel, St. Peter 288. — Stadtschreiber 443. — Zunftmeister 265. Basel, Hansl v. 265. Batt, Dr. 402 b . Batzheim s. Botzheim. Paulanerorden s. Thannheim. — Provincial in deutschen Landen 147. Beaivres, monsieur de 420 a . Bebenhausen, O.A. Tübingen, Kloster 234, Anm. 2. Bechlin, Hanns, Kirchherr zu Möhringen 65. S. auch Bächlin. Beck, Cunratt, Frühmesser zu Wolfach 13. Beckhofen, B.A. Villingen 96. 125. Beffort s. Beifort. Behem, Adam v. Wolfach 16 u. Anm. 2. — Cunradt 383. — Franz, Pfarrer in Wolfach 173, Anm. l. 220. — Heinrich 72. Behemin, Katherina 72. — Magdalene 72. Beifort, franz. Elsass 149. 154, Anm. 2. 402". 497. Belmonte, Don Juan Manuel de 410 f . Benavente, Leon 362\ Bennefent s. Benavente. Bentz, Hai mich 83. Berenbach s. Bärenbach. Berenzweiler, B.A. Altkirch, Oberelsass 265. 275. Berg, O.A. Ehingen, Grafen v. 482, Anm. i. — Sigmund v. 361, Anm. 2. Berg, Heinrich vorm 23. Bergeck, bei Fiscberbach, B.A. Wolfach 467. — Andres v. 67. Berghaupten, B.A. Offenburg 367 u. Anm. l. Bergmeiger, Albrecht 376. Beringen s. Riedberingen. Bern, O.A. Rottweil. — Gebhart V. 30 u. Anm. 2. 100 u. Anm. l. 543 a . — Jacob V. 8, Anm. 1. — Schweiz 252. 289 a , '. --------Münze 299. --------Schultkeiss u. Rath 260. 406. Bernbacb s. Bärenbach. Bernfels s. Bärenfels. Bernhausen, O.A. Stuttgart. — Burghart v. 361, Anm. 2. — Jacob v. 361, Anm. 2. — Wilhelm v. 361, Anm. 2. IV. Bernloch, O.A. Münsingen 482, Anm. l. Berse, Johanns v. 2. Bertschin, Anna v. Romberg 546\ Besigheim, wirt. Amtsstadt 364. Besserer, Wilhelm 226. Bettenbrunn, B.A. Pfullendorf 192. Betzenweiler, O.A. Riedlingen, Hans v. 361, Anm. 2. Betzingen, O.A. Reutlingen, Nielaß v. 196, Anm. l. Beuron, Hohenzollern, Kloster 493. Beveren, Herr v. 420". Beziers, Südfrankreich , Biterrensis diöcesis (Bitterb, Bittur?) 482*. 482", Anm. l. 482 f . Biberach, wirt. Amtsstadt 206. 230 5 . — A. Offenburg, Zoll 366. Biederbach, B.A. Waldkirch 454. Biederthal, B.A. Pfirt, Oberelsass 279. Biel, Cant. Bern 260. Biesenhaim s. Biesingen. Biesingen, B.A. Donaueschingen 186. 200, Anm. 2. Biettertal s. Biederthal. Bigkenrutty s. Birkenreute. Birkenreute, B.A. Freiburg i. B. 130 s . Birs, Fluss im Cant. Basel 289 ! . Birwil, Cant. Argau, Bürwil 537 a , Anm. 2. Bischmeier, Eberhart v. Villingen 485 b . Biswang, Jorig v., meklenburg. Rath 199 ff . Biterrensis diöcesis s. Beziers. Bitsch, Lothringen, Anton v. 127. — Graf Heinrich, Herr zu Zweibrücken u. Ochsenstein 117. 121. 127. 227, Anm. 2. --------Reinhart 373. --------Simon Wecker 283 a. c. f. g. 289. 290. 291, dessen Gemahlin 28, Anm. l. --------Wilhelm 289 m . 290\ — Herren s. Zweibrücken. Bitter, Eberlin v. Rotweil 532 b . — Martin v. Rottweil 532 b , Anm. l. — Symon v. Rottweil 532 b , Anm. l. Bitterlin, Asmus, Laudschreiber zu Fürstenberg 83, Anm. 1. Blamont, Franchecornte 402. — Frau v. s. Fürstenberg, Gräfin Bona. Blanckenberg s. Blamont. Blankenburg, Braunschweig, Graf Sifrit 482". Blarer, Conrat 361, Anm. 2. Blaubeuren, Kloster 505. — Stadt 539. Bleck von Orwich, Karle, Jülicher Edelmann 362'. 67 ■ I i 3 ! .•'■■■)' M | 1 WM. 1 I ü & 530 OETS- UND PERSONENVERZEICHNISS. Bleich, Grenzfluss des Breisgaus n. der Ortenau 510". Bletz v. Rothenstein. — Dietrich 8, Anm. l. 543 B . — - Eber hart, s. Rippoldsau, Prior Eberhart. — Hans 98. 130". 313. 543*. — Pelay 300°. 543 B u. Anm. l. Siegel beschrieben 543* u. Anm. 1. — Ulrich 8, Anm. i. 98. — Cunrat, zum Adelar, S. 520. Bleussenstauffen s. Staufen. Blois 420°. Blüwlat, Reinbolt v. Wolf ach 427, Anm. 2. Blumberg, B.A. Donaueschingen 472, Anm. i. 473. 545\ 548. — Gruenhilten weg 445. — Schloss 445. 545*. 548. — Albrecht v. 505". — Cunradt v. 505". — Diethelm v. 499. — Elßbeth v., Wittwe Ulrichs Studengasts 495. — Johaus v. 505". — Rudolf v. 505". Blumegg, B.A. Bonndorf, Edle v. 477. — Balthasar v. 361, Anm. 2"°. — Bernhart v. 129 u. Anm. l. 2. — Caspar v. 265. •— Christoph, Crist v. 442 u. Anm. 2. — Dietrich v. 46, 106 B , Anm. l. 129 u. Anm. l. 545". Siegel beschrieben 46. — Gaudeuz v. 463. — Greth v. 512. — Johans v. 544, Anm. l. — Hans v. 511. — Hans Dietrich v. 180. 256, Anm. l. 259. 361, Anm. 2. — Hans Jörg v. 361, Anm. 2". 463. — Jörg V. 8, Anm. 1. 30 u. Anm. 2. 129 u. Anm. 2. — Margrete v., vermählte v. Landenberg 461, Anm. 3. — Martin V. 1. 8, Anm. 1. 13. 30 u. Anm. 2. 144. 162, Anm. i. 167. 282. 317. 336, Anm. i. 339. 362b, q, s, t, v, w. 397, Anm. 1. 415. 442 u. Anm. 1. 457. 546". Siegel beschrieben 162. 415. — Melchior v. 265. 533. — Rudolf V. 129 u. Anm. 1. 3. — Sebastian v. 129. Blumnegg s. Blumegg. Blumenfeld, B.A. Engen 545". Blümberg, Gretlin v. Reiselfingen 535. — Elsi 535. Blümündt s. Blamont. Bocholtz bei Kempen, Rheiulande, Amt v. 362'. Bock, Friderich, Ritter 41. 239. s. auch Staufen- berg. Bocker, Caspar 361, Anm. 2. Bodensee 79. 106 B , Anm. i. 106\ Bodman, B.A. Stockach, Schloss 533. — Hanns Jacob d. ä. v. 106c, e, f, h, k. 154, Anm. 3. 193. 211. 252. 255. 267. 519. 533. Siegel beschrieben 106\ — Johans Conrat v. 199"". — Iter Hanns v. 519. Bodnat, Hans v. Vorderrangach 16, Anm. 2. Böcklin, Bürger zu Strassburg, Wilhelm 130 ! . Böcklin v. Eutiugerthal. — — Adam 21 u. Anm. 1. ---------Anderis 8, Anm. 1. 21 u. Anm. 1. — — Heinrich 21 u. Anm. l. — — Mathis Kinder 21, Anm. l. Böhmen, Johanniterpräceptor 483. 484, Anm. l. Böhringen, B.A. Constanz 509. 516. Böringen s. Riedberingen. Börr (Borere) Cvnrat, seine Frau Mehtilt und Sohn Johans v. Villingen 488 b u. Anm. l. Bosunger, Cunrat v. Villingen 134, dessen Hausfrau Angneß 134. Böttingen 482, Anm. l. — Graf Couno 482. Bogenschütz, Jacob 545". Bohlingen, B.A. Constanz 533. 537% Anm. 2. Bolack, Jörg Alexander 361, Anm. 2. Bollenbach, B.A. Wolfach 132. 228, Anm. l. 357, Anm. 2. 397. 427. — Hof Rentschenberg 228, Anm. l. — Vogt u. Gericht 228, Anm. l. 427, Anm. 2. Boller, Conrat 30 u. Anm. 2. Boilerin, Elisabet 386 u. Anm. l. — Vrena 386 u. Anm. l. Bollingen s. Bohlingen. Bollschwe;l, B.A. Stauffen 315. Bollweiler bei Colmar, Oberelsass 530, Anm. l. Bolswyler s. Bollschweil. Boltshusen 537", Anm. 2. Boltzhirst, der 390, Anm. 2. Bombest, Bonbast s. Hohenheim. ^H ■■ ^g^g^H ORTS- UND PERSONENVERZETCHNISS. 531 Bondorf, O.A. Herrenberg 217 f . Boppard, Rheinlande 265. Borhoh, Michel v. Vorderrangach 16, Anm. 2. Bortenaw s. Pordenone. Boscher, Friedrich v. Eomberg 16, Anm. 2. Bosenmayer, Henslin v. Wachendorf 543 f . Bosenstein, B.A. Achern. — Andres v. 530. Botzheim (Botzhein), Michel 5, Anm. l. 365, Anm. 2. 427, Anm. i. 429. 430. 481, Anm. 3. 547°. Bozen, Südtirol 469. 471. — Landrichter 299. Brabant 357, Anm. 2. 362". 410 f . Bräncl (Ober- Unter-), B.A. Donaueschingen 125. Bräunungen, B.A. Donaueschingen 15. 17. 25. 30. 83. 92. 99. 106. 107. 125. 128. 153, Anm. l. 154 u. Anm. 2. 3. 172. 236. 276 c . 424. 457". 485 c . 488. Siegel abgebildet 61, beschrieben 128. — Kelnhof 129. 544, Anm. i. — Pfarrei 17. — Pfarrkirche 17. — Schultheiss, Gericht u. Rath 17. 61. 106. 128. — Zehnten 512". Brandeck, O.A. Sulz, Kaspar v. zu Sterneck 235 u. Anm. 1. — Melchior v. 361, Anm. 2. Brandenburg (Preussen), Grossbailei 22. — Markgraf von 262. — — Friedrich 293, Anm. l. — Markgräfin Elisabeth, verm. Herzogin von Wirtenberg 323, Anm. 2. Brandsteig, O.A. Oberndorf 476, Anm. 2. Bratteln, Cant. Basel 274. Braunau, Oberösterreich 165. Braunfels bei Wetzlar, Rheinprovinz 323, Anm. 2. Braunschweig u. Liinenburg, Herzog Erich 214". 224. 548. dessen Gemahlin Katharina 224. Braunweiler, Kloster bei Coblenz 482'. — Abt Godesmannus 482'. Brecht, Brechtall s. Prechthal. Brechter, Friderich v. Strassburg 357. Bregaer Steige 134. Brege, Fluss 96. 125. 134. 236. Bregen s. Bregenbach. Bregenbach, B.A. Neustadt 125. Bregenz, Vorarlberg 255. 545 a , Bregenzer Wald 510'. Breisach am Rhein 265. 269. 276 c . 510\ 545". Breisach, Michel (Wilhelm) v., Trabant 265. Breisgau 9. 64. 265. 278. 289\ 326. 502. 545\ — Landvogt, Landvogtei s. Vorderösterreich. Breisgauer Münze, Brisger 485 b , c . Breitebuet, B.A. Wolfach 336. 454. 510\ — Gewanunamen 454. Breitenlandenberg, Cant. Zürich, Hartmann v. 499. Breitenthal, Gewann bei Thengen, B.A. Engen 171''. Brend s. Brand. Brendly, Herman, Schultheiss zu Bräunungen 6L Breslau, Wratislavia. — Bischof Cyprian 483. --------Thomas 483. — Diöcese 483. Breuning (Breynung, Brüning, Brounig), Conrat, wirt. Rath 199 z . 250 5 , e . Brigachthal bei Villingen 125. 200, Anm. 2. 407, Anm. i. 444. 537. Brinnighofen, B.A. Altkirch, Oberelsass 283'. — Hanß v. 283 b , Anm. 2. Brisach s. Breisach. Brounig s. Breuning. Bropst, Dietz v. Trossingen 143. Bruch, Auberly, gen. Hofmayer 543. -— der alte 543. Bruderbächle, Bach bei Mistelbrunn, B.A. Donaueschingen 488. Brüchelspach s. Springeisbach. Brnilingen, Brülingen s. Bräunungen. Brümsy, Heinrich, gen. Am Staad 498. Brüning s. Breuning. Briinßbach, Cünrat v. Haslach 525. Brüstlin, Hanns v. Oberwolfach 303. 543. 546". Bruggen, B.A. Donaueschingen 78. 96. 236. 404. 424. Burgstall 236. Zehnten 78. 236. Brugker, Hans, Müller v. Riedberingen 243. Brun, Burckhart 361, Anm. 2. — Morandes v. zu Basel 332, Anm. 2. BrunckofTen s. Brinighofen. Brunner, Jheronymuß 362 w . — Paulus 75. Brunwilre s. Braunweiler. Bnbenhofen (lag bei Rosenfeld, O.A. Sulz). — Caspar v. 40, Anm. l. — Hanns Caspar v. 217 a . Siegel beschrieben 217 a . — Hans Heinrich v. 361, Anm. 2. — Vytt v. 361, Anm. 2. 67* |1 Wßä mSSm • | ! 1 1$ mm mu Mm ■ m ■':■ ": SB lü ■ B m ■ • ■ ■ 1 B B 532 ORTS- UND PERSONEN VERZEICHNIS. Buch, Friedrich v. 484. — Heinrich v. 8, Anm. l. 24. 102 u. Anm. l. 130°. 215. 318", Anm. i. 403. 414. 452. 472, Anm. i. 536, Anm. 4; dessen Hausfrau Frena 536, Anm. 4. Siegel beschrieben 25. 318", Anm. l. 472, Anm. l. — Heinrich, der junge, v. 506. Siegel beschrieben 506. — Wandelmut v. 534. Buchau, O.A. Riedlingen, Aebtissin v. 20. — Erenfrid u. Hylbrand v., Fussknechte 265. Buchberg, Berg bei Blumberg, B.A. Donaueschingen 481, Anm 3. Buchen, die Frau von, Gesellschafterin der Gräfin Margarethe von Fürstenberg, verm. v. Mörs- berg 331, Anm. 2. Buchitz, Schlesien 483. Buchorn s. Büchern. Büchern, B.A. Wolfach 1. 454. 458. 531. — Friedrich v. 4 u. Anm. l. 454; seine Hausfrau Susanna Roderin 4, Anm. l. e — Otlin v. 503. Siegel beschrieben 503; seine Hausfrau Gute Kolbin 503. Büheller, Bechtoldt v. Schenkenzell 212. — Hanß v. Schenkenzell 212. 257. — Henßly v. Schenkenzell 212. Bühl (Ober- Unter-) bei Schienen, B.A. Constanz 300" u. Anm. 1. 537 a , Anm. 2. Bünde, die, Graubündten 285. Bündtlen, Gewann bei Thengen, B.A. Engen 171\ Büren, Graf v. s. Egmont, Floris v. Büren (Ober- Unter-,) Cant. St. Gallen 537", Anm. 2. 541\ Büring, Hans v. Oefingen 77. Burlin, Cfinrat v. Schenkenzell 212. Bürren s. Beuron, Büren. Bürwil s. Birwil. Büttel, Jörg 15. 92. Bugg, Küny 103. Buhile 482. — Graf Couno v. 482. Bulow, Stephan v., meklenburgischer Rath 199 m . Buman, Berchtold v. Niedereschach 532 b . s. Buwman. Bund, der niedere (im Elsass?) 199 y . Buchenhorner, Virich d. ä. u. seine Brüder Hans u. Conradt 541 a . Bücher, Lienhart 95. Bücholtz, Cunrat, Zwölfer v. Haslach 524. — Hans, Zwölfer v. Haslach 524. Bühusen s. Buchitz. Buonfort 410". Burekart, Tschan 252. Burer, Bechtold v. Schenkenzell 212. Burgau, Stadt, bair. B.A. Güuzburg 382. — Markgrafschaft 226. Burgbacher, Hanß 543. Burgberg, B.A. Villingen, Hanns v. 520. Bürge, Cristoff 361, Anm. 2. Burghart, Hanns v. Elsasszabern 133, Anm. 4. Burgund, Bailei 79, Anm. 2. — Land 256". 265. 278 b . 332, Anm. l. Burgunder 289", \ Burgundische nidere Lande s. Niederlande. Burichinca, Gau 482, Anm. l. Burkart, Hans v. Deggingen 41, Anm. l. Burkheim, B.A. Breisach 269. Burklin, Beiwohner v. Basel 141. Buschätz, Cünrat v. Haslach 524. — Hanns v. Mühlenbach 458. Bussen, O.A. Riedlingen 105. 538", Anm. 2. Bussnang, Cant. Thurgau, Walther v. 461, Anm. 2. Siegel beschrieben 461, Anm. 2. Butler s. Treusch. Butsch, Ulrich, kön. Kammerdiener 384. Butz, Hans v. Villingen 405", Anm. 5. Buwman, Heinrich, Stadtschreiber zu SchafF- hausen. Siegel beschrieben 343. — Paulus, Schultheiss zu Haslach 128. s. Buman. Bvzze, der, v. Villingen 485 1 '. Byrgk, Hanns v. Trossingen 143. Byrhtenwiler, jetzt Spitalhöfe bei Pfaffenweiler, B.A. Villingen 493°. Kachlin, Lutz 361, Anm. 2. Käshof, B.A. Villingen, Lutteltzgut 223, Anm. 2. Kaldenbach, bergische Familie, Johan von 362'. Kallenberg, B.A. Messkirch 105. 538", Anm. 2. Kaltbrunn, B.A. Wolfach 81". 227. Kaltenbronn s. Kaltbrunn. Kaltenthai, O.A. Stuttgart, Jörg v. 361, Anm. 2. Kalthäusern, Cant. Thurgau 537", Anm. 2. Kalw, wirt. Amtsstadt 545". Cambrai, Cameregg 471. Capellen bei Düsseldorf, Johan van der 362 : . Capestang bei Beziers, Südfrankreich, Caput Stagni 482 f . ,«£& .,';:;■.:■ — W...-- fSs^mmm^^S^ M8raB«§i»Mmrai ORTS- UND PERSONENVEEZEICHNISS. 533 Kapf s. Windstelle. Capler s. Kappler. Kappelen, B.A. Landser, Oberelsass 283 1 . Kappellen s. Capellen. Cappenler s. Kappler. Kappler, Friedrich, Kitter 265. 275. 279. 280. 283. 284. 361, Anm. 2. 364. 402 a . — Wilhelm 265. Caput Stagni s. Capestang. Karpfen, O.A. Tuttlingen, Hannß v. 171 e . 361, Anm. 2. 473. Siegel beschrieben 473. Kasparni, Bürckliu v. Auffen 360. Cassano an der Adda bei Mailand 195. Kaßler s. Keßler. Castelcorno bei Isera, Südtirol 471. 475. Castelwart, Tirol, Mathes, Mathis v. 76. 276. 289. 290 a , 292. Castilien 410\ 446. — König Philipp 362 p , q , w . 387. 398. 402. 405. 408. 410. 411. 412, Anm. i. 420". 425. 431. 446. 481, Anm. 3. 545\ 546. — Königin Jobanna 410 b , c , f . Kastner, Jörg 217 d . St. Katherinenbild bei Mönchweiler, B.A. Villingen 309. Kattenhorn, B.A. Constanz 537", Anm. 2. Katzenloher y. Augsburg 306, Anm. l. Kaufering, bair. B.A. Landsberg 150. Cavalleri, Gaudente, Ritterorden 482\ Keckh, Bernhart v. Geisingen 215. Keffer, Auberlin 83. — Burkhart v. Auffen 186. — Claus 83. — der alte v. Auffen 83. — Fridrich 83. Kelbelin, Ludwig, Schuldbeiss in Haslach 510 f , Anm. 1. Kelblin, Hans, Zwölfer zu Haslach 524. — Henselin v. Haslach 524. Keller, Berchtold s. Costentz, gen. Keller. — die v. Thengen 343, Anm. 3. — Friedrich v. Oehningen 300 d . — Hans, Schuldbeiss zu Geisingen 53. 171 f , Anm. l. — — v. Hayingen 361, Anm. 2. — — v. Holdersbacb 543. --------v. Riedeschingen 142 e . --------v. Thengen 343, Anm. 3. — Heinrich v. Riedeschingen 142 d . Keller, Jeronimus, Profos 265. — Johannes, wirt. Laudschreiber 329, Anm. 2 ! . — Michel v. Rottweil 532 b . — Peter v. Geisingen 540. — Sigmund v. Villingen 417. — Vly v. Oehningen 300 a . — Warni 83. e Kellerin, Allin v. Riedeschingen 142\ — Anna v. Villiugen 472, Anm. l. — Endlin v. Villingen 417. Kempten, Stadt 199*. 358. Kenzingen, B.A. Emmendingen 265. 510 a . Keppenbacb, B.A. Emmendingen 525. Keppler s. Kappler. Kerrin, Anna v. Aulfingen 393. Kesselberg, der bei Triberg 309, Anm. l. Keßler (Kaßler), kön. Kammermeister 213". Kettach, Bach im B.A. Donaueschingen 125. 136. 542. Ketz s. Kötz. Keyßer, Lutz 361, Anm. 2. Cham, Cant. Zug, Konrad v. 11. Champagne, Graf Theobald 482". Chätel sur Moselle, bei Epinal, französ. Lothringen, Muselburg 412, Anm. l. 428. Chatillon, Guido und Hugo v. 482 d . Chaustnick bei Tabor, Böhmen, Chussnick, Beness v. 508. Chicon, le sieur de 546. Chiny, belg. Luxemburg, Tschiny, Statthalter 272. Chussnick s. Chaustnick. Khyssaberg s. Küssenberg. Kieß, Hanns, Bergknecht 152. Kilchdorf s. Kirchdorf. Küchen s. Kirchen. Kilchmaii, Ludewig 331, Anm. i b . Kilchperg s. Kirchberg. Cilli, Thoman v. , Constanzer Domprobst 58 u. Anm. 4. 5. Killicben s. Kirchen. Kinstorf-Ottenheim, Grafschaft 485, Anm. 1. Kinßeck s. Königsegg. Kinzig, Fluss 19, Anm. 2. 396. 452 a . 476, Anm. 2. 485 u. Anm. 1. 543. Kinzigthal, Gemeinde, B.A. Wolfach, vor Küncz- igen 42. 89, Anm. 1. 415. 481, Anm. 3. — Vogt u. Gericht 162, Anm.i. 314. 362 w . 427, Anm. 2. - : WKm HB» '§&$m SB«™» ■-■**■ -''• HP mW Hü ■ j 534 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNISS. Kinzigthal, Herrschaft, fürstenbergische 119. 125. 358. 396. 397. 427. 433. 434. 448. 454, Anm. 2. 474. 540'. --------Amtleute 362 a . 527. — — Amtsverweser 416. ---------Arme Leute 366. — — Forstmeister 244 u. Anm. l. --------Landschaft 121. 127. --------Oberamtmanu, Vogt 245. 295. 415. 427, Amn. i. 467. 476. --------Schaffner 427, Anm. l. --------Schreiber 546 a . — Thal 485, Anm. i. Kippenheini, B.A. Emmendingen 16. Kirchberg, O.A. Laupheim 218. — Grafen: Ulrich, Vogt zu Matsch 538 a . — — Wilhelm und seine Gemahlin Elisabeth, geb. Schenkin von Erpach, und seine Mutter Anna, geb. Gräfin von Fürstenberg 12°. — Grafschaft 12". — O.A. Sulz, Kloster 543° n. Anm. l. Kirchdorf, B.A. Villingen 83. 125. 134. 200, Anm. 2. 407. Kirchdorfer Kirchspiel 543". Kirchen, B.A. Engen 125. 318 a u. Anm. l. 393. 540. — Kirche 535 u. Anm. 1. 536 n. Anm. 1. — Notyßeu Zehnten 343 u. Anm. 3. — Pfarrer 318° u. Anm. i. Kirchheim, O.A. Besigheim 217°. Kiruach, mündet oberhalb Villingen in die Brege 125. 200, Anm. 2. 309. Kirnbach, B.A. Triberg 329. Kirneck, Burgstall, B.A. Villingen 309. Kirser s. Kriss. Kirsteyner, Hanns 133, Anm. 4. Cistercienser 482", Anm. l. Kitzingen, bair. Unterfranken 105, Anm. 2. 3. Clärer, Hanns 83. Ciain, Auberlin v. Hochemmingen 118. 543 d , Anm. l. Ciauli, Mathäus 289*. Kiengen, B.A. Villingen 125. 147. 407 u. Anm. i. Zehnten 407, Anm. l. 543°. Klenger Hölzer 17l b . Kletgau, das 264. — Landgraf s. Sulz, Grafen. Cleve und Isselstein, der von 253. Klingen s. Hohenklingen. Klingeuberg bei Stein, Cant. Schaffhausen. — Bernhart v. 171 d . 375. Siegel beschrieben 375. — Caspar v. 77. — Hanns Heinrich v. zu Möhringen 171 B . Siegel beschrieben 171 K . — Heinrich v. 529. — Wolfgang v., Landcomthur 79, Anm. 2.154, Anm. 3. Klinguau, Cant. Argau. — Bürger 484. — Comthur, Brüder, Commende 484. — Viceleutpriester Wernher 484. — Rudolf, Dienstmann von 484. Clösin, Hanns v. Auffen 83. Klotz, Cunrat 134. Knöringen, bair. B.A. Günzburg, Barbara v. 83. 461. — Bernhart v., Ritter 461 u. Anm. l, 5,6. Siegel beschrieben 461, Anm. 5. Knyeperger, der 265. Koberger, Anton v. Nürnberg 156, Anm. 4. Coblenz, Rheinpreussen 156 u. Anm. l. 157. — Reichstag 157. Koch, Wolf 265. Kohl bei Mazingen, Cant. Thurgau 461, Anm. 7.' Kolbin, Gute, Hausfrau des Otlin v. Büchern 503. Coler, Hanns v. Weiler 81". Collen s. Kohl. Cöln 253. 394. 460. 482'. — Erzbischof 48 2 e . — Erzbischof Engelbert 482". — Kurfürst Herman 114 u. Anm. 2. — Dorncapitel 114 u. Anm. 2. Königsegg, O.A. Saulgau 88. — Eck v. 88. Siegel beschrieben 88. — Hans v. 199°. 324. — Marcpaart v., zu Aulendorf 106 B , Anm. l. Kötten s. Kettach. Kötz, Andreas 34 u. Anm. l. 72 u. Anm. 3. 125, Anm. 2. 128. 170. 201. 227, Anm. 1 u. 6. 8. 238, Anm. 2. 244 u. Anm. 1. 339. 36.2\ 388. 415. 416. 427, Anm. i. 450. 454. 458. 467. 476. 539°, Anm. i. 543. 543 e u. Anm. i. 546°. 547°. Siegel beschrieben 415. — dessen Hausfrau 170. Kolbengrund, Gewann bei Romberg, B.A. Wolfach 16. Kolblin, Hennslin 390, Anm. 2. ORTS- UND PERSONENVERZEICHNISS. 535 Koler, Eberhard, Pfarrer in Weilersbach 422, Anm. 2. 3. Kolmar, Oberelsass 265. 497. Kommingen, B.A. Eugen 171 r , Anm. 1. 282. Compostella, Spanien 143 a . Konig, Wendel 361, Anm. 2. Conrad v. Marburg, praedicator verbi Dei per Teutoniam 482 e . Constanz 38. 58 u. Anm. 4. 102, Anm. l. 106. 178 Anm. 1. 199 aa . 225. 232. 250a, o, d u. Anm. 1. 253. 262. 263. 267. 278°. 291. 320. 344. 352. 423. 431. 432. 439, Anm. 2. 442. 445. 453, Anm. 1. 485", Anm. 3. 507, Anm. 1. 529. 536, Anm. 2. 545°. 548. 549. — Bischof 309. ---------Burkhart 422, Anm. 1. — — Heinrich IL 485", Anm. 3. dessen Siegel beschrieben 485 a , Anm. 3. — — Hermann 422, Anm. 2. 536 u. Anm. 2. ■--------Hugo 199 aa . 225. 318 a . 375. 379. — — Ludwig 422, Anm. 3. ■--------Otto v. Sonnenberg 19 u. Anm. 1. 27. 52. 58 u. Anm. 5. 101. 168; dessen Vicariat 19 u. Anm. i. Siegel beschrieben 19, Anm. i. --------Rudolf 485°. 489. — — Thomas 173, Anm. 1. 178 u. Anm. 1. — bischöflicher Hauptmann 178 u. Anm. l. --------Hofmeister 199 aa . 375. — Bisthum, Stift 58 u. Anm. 5. 199". 375. 453. 480. 500. — Bürgermeister und Rath 131. 320. 461, Anm. 3. — Domcapitel, -herrn 199 aa . 344. 489. 507. 538 a . 543 e . 168. — Domprobst, Domprobstei 58 u. Anm. 4. 178, Anm. i. 309. 319. 346. 375. Konzenberg, O.A. Tuttlingen, Schloss und Herrschaft 58 u. Anm. 5. 319. 346. 375. Koppenhan (Coppnang, Koppennhain), Wald bei Möhringen, B.A. Engen 171c. d. g. Koppenheim s. Knppenheim. Cornwall, englische Landschaft 410°, e . Korther, Andreas 361. Ooruna, Galicien, zu der Krön 410 f . Korwallen s. Cornwall. Costentz, Berchtold, gen. Keller 354. Coucy, Enguerrand v. 497 Anm. l. Courteville, Jehan de 420 a . 546. Krabatt, ein einspänniger Edelmann 265. Krägelheim (Crailsheim in Wirtemberg?) 18. Krafft, Hans, Hauptmann 217 a . 265. 361, Anm. 2. Krain, Landschaft 199\ Krat, Hans v. Tbuningen 40. Kratzer (Cratzer, Krätzer), Lorenz (Lentzer) von Wolfach 19, Anm. 3. 207. 220. 303. 329, Anm. 2. 356. 425. 546 a ; dessen Hausfrau Anna 19, Anm. 3; Siegel beschrieben 19, Anm. 3. 207. Kratzmüller 361, Anm. 2. Krauchenwies, pr. O.A. Sigmaringen 347. Krauss, Johans, Stadtschreiber zu Villingen 200, Anm. 2. Kreig, der 213. Kreitlin, Wilhelm 361, Anm. 2. Kremer, Henßly v. Gengeubach 510 f . Krencklin, Burckhart, Pfarrer zu Pfohren und Wolfach 34. 55. 69. 173 u. Anm. 1. 2. — dessen Söhne Ambrosius, Gabriel, Mölcher 173. Kreß, Johannes 481, Anm. 3. Kress, Sophia 395. Kriech, Johann, der 499. Kriegerthal, das, B.A. Engen 309. Kriss (Kirser), Dr. Jacobus, badischer Kanzler 56, Anm. 1. 454. 458. Cristl, Trommeter 265. Cristoff, ein Trommeter 265. Kromer, Balthasar, Kirehherr zu Wolfach 539 u. Anm. 1. Siegel beschrieben 539. Krön s. Coruna. Kronsberg, Sifritt v., Vogt in Frauenfeld 461, Anm. 3. Kropf, ein Bote 265. Cruaryen, Andres v. in Constanz 102, Anm. 1. Kruchenwyß s. Kraucheuwies. Krüß, Johannes 453. Siegel beschrieben 453. Crützer, Sigmund, Domprobst v. Constanz 346. 375. Siegel beschrieben 375. Kuch, Hans, Landschreiber zu Fürstenberg 179. 218. 232. 247. 316, Anm. 1. 379. 544. — Heinrich, Dekan zu Meskirch 379, Anm. 1. Kuchlin, Burkhart v. Freiburg 130 B . Küendorfer, der 213. Kügeller, Jacob v. Wolfach 138; s. Kugeller. Kuhbach s. Kuhbach. Küly, ein Knecht 239. Kün, Petter 540, Anm. 1. ISP WmSm Hill Hot HM WSfc lilllli nlllllll m HL Bi 536 ORTS- UND PEESONENVERZEICHNISS. Künczigen, vor, s. Kinzigthal. Küng, Kutiig, Hanns v. Villingen 83. 97. 200, Anm. 2. Kunßegk s. Kö'nigsegg. Küns, Bartholome 361, Anm. 2. Cuentz, Tronietter 265. Kürnach s. Kirnach. Kürnbach s. Kirnbach. Kürnburg, Ruine bei Waldhausen, B.A. Donaueschingen 488. Kürnegkh s. Kirneck. . Küssenberg, B.A. Waldshut 545°. Kütler, Conrat v. Pfohren 201. Kugeller, Hanns, Bürger in Wolfach 16; s. Kü- geller. Kuhbach, B.A. Wolfach 212. 227. Kumingen s. Komniingen. Kunig s. Küng. Kunigerin, Magdaleu 142° s. Möllerin. Cuntzenberg s. Konzenberg. Kvmber, Wernher v. Villingen 489. Kuppenheini, B.A. Rastadt. — Anthoni v. 361, Anm. 2. Cur 545*. — Gotteshausleute 250". Kurburg, Vintschgau 199". Curperg s. Kurburg. Curwalden, Graubündten 81, Anm. 3. Kurzenbach, B.A. Wolfach 170. Custer, Beat 81, Anm. 3. Kutz, Lienhart, Priester 303. Dachbach, B.A. Wolfach 427, Anm. 2. 510 a . Tachenhausen, O.A. Nürtingen. — Albrecht v. 361, Anm. 2. — Wolf V. 361, Anm. 2. Dachsteiu, Oberelsass 133, Anm. 3. Täbingen, O.A. Rotweil 520. Tägersen s. Degerschen. Dänemark, König Waldemar 482 e . Dahamer, Mölcher v. Schenkenzeil 212. Dalck, Anthoni v. Steinach 510'. Talgang, der 269. 276 c . Talhusen, abgegangen bei Trossingen, O.A. Tuttlingen 143. Tanhaim s. Thannheim. Dannenberg, Hanuover 482 e , Anm. 1. Dattenried (Delle bei Beifort) 331 u. Anm. l. Taubenthal, das bei Tuttlingen 309. Dauchingen, B.A. Villingen 100, Anm. i. 200, Anm. 2. 309. 422, Anm. 2. 547. Sengerzehnten 98. 300 e . 543 K u. Anm. 1. Daun v. Leiuingen (Rheinpfalz). ---------Fried 367, Anm. 1. ---------Philips 367 u. Anm. i. ---------Reynhart 361, Anm. 2. 367, Anm. l. Teck, Herzogthum 183, Anm. l. — Herzog s. Wirtemberg. Decker, Michel, gen. Pranck 18. Teckingen, Tegkingen s. Deggingen. Degenfeld, O.A. Gmünd, Wilhelm v. 362\ Degerfelden, Cant. Argau 484. — B. und Cunrad von 484. — Gewannnamen 484. Degerschen bei Tobel, Cant. Thurgau 537", Anm. 2. — Hans v. 537" u. Anm. i. Tegerßhau s. Degerschen. Teggen, Ruschen 171 b . Deggingen, B.A. Donaueschingen 15. 41 u. Anm. l. 61. 92. 125. 422. Zehnten 422. Dellingen, B.A. Donaueschingen, Burgstall 488. Demlin, Hans v. Steinach 510 1 . Tempelorden, Templarii 482 b u. Anm. 2. 483, Anm. l. Tengen s. Thengen. Dgnkinger, Berhtold v. Villingen 489. Tennenbach, B.A. Emmendingen, Kloster 397 u. Anm. i. 489. Siegel beschrieben 397. — Abt Michel 397 u. Anm. I. Depenbroch s. Diepenbroicb. Tervueren, Belgien, zu der Pewr 362 n u. Anm. a. Derweyll s. Therwyl. Dettinger (Tettinger), Lucas, Pfarrer in Weilersbach und Dauchingen 422, Anm. l. 2. Tettnang, O.A. Stadt 106 s , Anm. l. 196. 267, Anm. 1. Teufelsberg bei Oberwolfach, B.A. Wolfach 72. Deutschland 261 c . 481, Anm. 3. 482 k . — Kaiser und Könige: Adolf 485, Anm. 2. --------Albreeht 485, Anm. 2. --------Friedrich III. 43. 81. 99. 106'. 123. 131. 146. 168. 169. 183. 185, Anm. l. 199 co . 289 e . 310. 481, Anm. 3. 529. --------Friedrich d. schöne 491. --------Heinrich VIII. 485, Anm. 2. — — Karl d. Dicke 453, Anm. l. --------Karl IV. 485, Anm. 2. :; ; . ...:,■„,. _. : .::,''-^.;:.^ .,.-,. '-^s., ;i U: ■GnSI »sil$ ORTS- UND PERSONBNVERZEICHNISS. 537 Deutschland, Kaiser und Könige: Ludwig IV. 485, Anm. 2. 491. --------Maximilian I. 60. 62. 106 k . 112, Anm. i. 149. 153 u. Anm. 1. 154 u. Anm. 2. 3. 156 u. Anm. 1—4. 157. 160. 163. 165 u. Anm. i. 2. 175. 181. 183 u. Anm. i. 184. 185. 189. 190. 193. 194, Anm. 1. 195. 196. 197. 198 u. Anm. 1. 199. 200 u. Anm. i. 2. 202. 208. 209. 210. 213 a , ". 214. 217 c , e . 218 u. Anm. 3. 219. 221. 222. 224. 226. 227, Anm. 6, 7, 9. 229, Anm. 1. 230 e . 231. 234 u. Anm. 1. 2. 237. 238 u. Anm. 1. 2. 240. 241. 250. 253. 261—79. 282. 283—293. 297. 298. 299. 301. 304. 305, Anm. l. 306. 307. 308. 309. 310. 311. 319". 324. 325. 326. 327. 330. 331, Anm. 3. 332. 337. 341. 342. 344. 351. 352. 357. 358. 362. 365—74. 37S. 380. 381. 384. 385. 387 u. Anm. i. 389. 390. 394. 398. 399, Anm. i. 402. 410. 411. 412. 423. 433. 434 n. Anm. i. 437. 438. 439, Anm. 2. 440. 442, Anm. i. 443. 445 —48. 452. 453, Anm. l. 455 a . 459. 463. 465. 466. 469. 471. 475. 476, Anm. l. 478. 481 u. Anm. 2. 3. 545°. 546. 547 e . 548. 549. Siegel beschrieben 266; dessen Gemahlin 213a. u. b. 214 d . 265. 293; dessen Hofmarschalk s. Fürstenberg, Graf Wolfgang. --------Rudolf v. Habsburg 485. --------Sigmund 131. 185, Anm. i. 310. 521. Deutschorden, magister domus Teutonicorum 482 e . Thalheim, O.A. Heilbronn, Joachim v. 361, Anm. 2. — Raffen v. 361, Anm. 2. — O.A. Tuttlingen, Klause 496. --------Zehnten 496. Thann, Oberelsass 265. 326. 362". — Stift 443, Anm. 1. — Vogt 341. Thannheim, B.A. Donaueschingen 91. 96. 125. 200, Anm. 2. — Burkart v. 485". — Cvnrat v. 488 b . 493". — Johans v. 493". — Rudolf v. 493°. Siegel beschrieben 493°. — Kloster (in der Scharten) 91. 147. 518. 543 c . Siegel beschrieben 91. — — Kasten vogt 125. --------Prior Niclaus 65. 91. 147. — Zehuten 65. 91. IV. Thengen, B.A. Engen 171 f , Anm. i. 309. 343, Anm. 3. 346. 533. 545". — Graf Erbart v. 83, Anm. l. 86. 171», f . 227, Anm. 6, 8. 343. 439. 467. Siegel beschrieben 227, Anm. 6. -------- Jacob 86. 171\ — — Johans v. 533. — Herr Johans v. 504. — — Hans v. und seine Gemahlin Anna von Wartenfels 504. — Herrschaft 533. — Lehen v. 343. Thenger Eck 171 f . Therwyl, Cant. Basel 265. Thiengen, B.A. Waldshut 264. 545\ Hauptmann 259. Thierberg, O.A. Balingen, Conrat v. 218. — Hanns Rudolf v. 361, Anm. 2. s. auch Tierberger. Thiersberg s. Röder. Thierstein, Cant. Solothurn. — Graf Hainrich v. 265. --------Oswald v. 45. 81 u. Anm. 3. --------Wilhalm v. 156, Anm. 3. i. — Herrschaft 279. Tholl, Meister Antoni 265. Thoniuger s. Tuninger. Thornach s. Dornach. Thumm s. Tumb. Thumnau (Burg, lag in Notzingen, O.A. Kirch - heim) 361, Anm. 2. Thun (Tiroler Geschlecht), Balthasar v., königl. Rath 224. — Cristoff v. 445. — Victor V. 48, Anm. 1. Thuningen, O.A. Tuttlingen 40. 200, Anm. 2. Thunn s. Daun. Thünn s. Thun. ThurgaU 461, Anm. 7. 537", Anm. l. 2. 544". Dibelfuß, Hanns, v. Romberg 115. Tibingen s. Tübingen. Dichtler (Diechtler), Claus, v. Rotweil 8, Anm. l. 30. Tiefeubach, B.A. Triberg 90. Tiefenbach, B.A. Wolfach 16 u. Anm. 2. 294. 543. Diegerspach, Gewann bei Hausach, B.A. Wolfach 544". Diepenbroich bei Gladbach, Rheinlande, (Depen- broch, Diepebroch), Heynrich v. 362'. Yohan v., gen. Roufftesch 362'. 68 mm SSS3B mm Hw HC 111 mmsßä 11 mü 538 ORTS- UJSTD PERSONENVERZEICHNISS. Tierberger (Dierberg, Dierberger, Tbierberg, Tierberg , von Tierberg), Augustin, von Geisingen 542 u. Anm. 1. — Burkart, v. Fürstenberg 51. 532'. — Conrat, v. Fürstenberg 186, Anm. l. 218. 326, Anm. i. 470, Anm. 2. 472, Anm. i. Siegel beschrieben 472, Anm. 1. — Hanns Rudolf 361, Anm. 2. — Jörg, v. Fürstenberg 532". — Urban, v. Fürstenberg 393. vgl. Thierberg. Tierxnattingen s. Dürmentingen. Diersburg, B.A. Labr. — Thening v. 530. Tiersperg s. Diersburg. Diessen, preuss. O.A. Haigerloch, Volz v. 487. Diessenbofen, Thurgau 3 u. Anm. 2. 248. 263. — Ulrich, Truchsess v. 529. Diest, Südbrabant 362°, v . Dietherich, Ludwig, von Grub 329, Anm. 2'. Dietwiller bei Mühlbausen, Oberelsass 268. Tiettweyllen s. Dietwiller. Digeßheim, Cunrat, v. Rotweil 537. Dillingen, bair. Schwaben 362\ Dingenhart s. Dynhart. Dingolfing, Niederbaiern 165. Tinhart s. Dynhart. Tirliwagner, Renrigius, Vogt zu Neustadt 129, Anm. 3. Siegel beschrieben 129, Anm. 3. Tirol, Erbschenk der Grafschaft 48. — Hofmarschalk 165, Anm. l. — Kammer s. Innsbruck, Kammer. — Kanzler 48, Anm. i. s. Stürtzel. — Landschaft 250°. — Landtag, Stände 468. 471. — Statthalter und Regenten 250 a . s. Innsbruck. Titisee, Schwarzwald 129. Ditschhanns v. Stockach 357, Anm. l. Ditterich, Hans, v. Rotweil 139. Dittishausen, B.A. Neustadt 64. 78. 125. 130 f . 236. — Zehnten 78. 236. Tob, Hannß d. ä., v. Oberwolfach 216. Tobel, Cant. Thurgau, Comthur 461, Anm. 2. Tochbach s. Dachbach. Tochtermannsberg bei Haslach, B.A. Wolfach 454. Tochingen s. Dauchingen. Döckliu, Claus 511. Dold, Caspar, v. Haslach 524. Dolenbach, Hans 343, Anm. 3. Doli, Diepold, Hauptmann 265. Dollenbach, B.A. Wolfach 528. Tolosa s. Toulouse. Dominikaner 482 k . Donau 102. 125. 176. 202. 293. 362\ 495. 523. 542, Anm. 1. — Donauquelle 293. Donaueschingen 20. 31. 83 u. Anm. i, 2. 96. 97. 106". 125. 130 d . 145. 148, Anm. 1. 171 f , Anm.l. 200, Anm. 2. 202. 293 u. Anm. 1. 296. 318. 331, Anm. 1°. 386 u. Anm. 1. 407 u. Anm. 1. 481, Anm. 3. — Badstube 296. — Burgvogt, Vogt 20. 130d, g, n. 403. 414. 472, Anm. 1. — Fronhof 130 1 -'. — grosser Weiher 481, Anm. 3. — Kelleramt und Kelnhof 20. 83. 392. 544, Anm. 1. — Kirche 145. 544. — Kirchherr 544. — St. Katherinenpfründe 145. 296. — SchlosS 83. 97. 125. 148, Anm. 1. 407 u. Anm. 1. — Vogtei 392 u. Anm. 1. 2. — Zehnten 83. 130 B . 392. Donauwörth 190. 200. 311. 374. Dondersperg, Kloster (Donnersberg in der Rheinpfalz?) 147. Toningen s. Dunningen u. Thuningen. Dounaw s. Thumnau. Tordai (?) italienischer Ort 199". Dormentz (Dürrmenz, O.A. Maulbronn ?), Graf v. 547". Dornach, Cant. Solothurn 265. 289. 290. 320. 481, Anm. 3. Dorneck, Cant. Solothurn 289. 290 d . Dornhaim, Dornan, Dornen s. Dornach. Dornhain s. Dornhan. Dornhan, O.A. Sulz 158. 317. Dornhurst, Acker bei Haslach 67. Domo s. Dornhan. Dornstetten, O.A. Freudenstadt 158. Toul, Lothringen, Kloster s. Mansueti 482 s . Toulouse, Graf Amalrich 482 b , Anm. 2. Traüpin, Heinrich v. 265. Trausnicht s. Trausnitz. Trausnitz, Burg an der Naab, Oberpfalz 491. ORTS- UND PERSONENVERZEICHNISS. 539 Trautmansdorfer, Wilhelm 199'. Trawpitz (Traüpin), Hainrich von 265. Treusch v. Buttlar (Hessen), Heinrich 361, Anm. 2. Triberg, Schwarzwald 276°. — Herrschaft 125. 160 u. Anm. i. 533. — Obervogt 45. Triboltingen, Gant. Thurgau 262. Drick, Peter, v. Rippoldsau 174. Trier 156, Anm. l u. 4. 362 p . — Hochstift 199°. — Kurfürst 262. Trowlin, Jacob, Kaplau in Wolfach 138. 225. Trosenheim s. Drusenheim. Trossingen, O.A. Tuttlingen 143. 309. — Flurnamen 143. — Vogt und Gericht 143. Trost v. Butler s. Treusch v. Buttlar. Truchliebe, Conrat 361, Anm. 2. Drudenheim 391. Trumpter, Wendel 256. Drusenheim bei Strassburg, Unterelsass, Berthold v. 238. 239. Tschechen, Schlesien 483. Tschernahor, (Tschernacher, Schernahe), Dietrich von 265. Tschiny s. Chiny. Tschola s. Schollach. Tubenest, Hanns, Burgvogt zu Wartenberg 130 e . 201. Tübingen 108. 181 u. Anm. l. 261 b . 263. 371. — Graf Conrat, Herr zu Lichteneck 154. 155. 331. — — Jörg 155. — Marx v., Hauptmaun 265. Tueffbinde, die, bei Kirnbach, B.A. Triberg 329. Tüffelsperg s. Teufelsberg. Tüngen s. Thiengen. Türken, die 202. Dürmentingen, O.A. Riedlingen 105. 538 a , Anm. 2. Dürrheim, B.A. Villingen, Gewannnamen 200, Anm. 2. Dürrmenz s. Dormentz. Dürsteden 199 B . Tuttishusen s. Dittishausen. Tüttysee s. Titisee. Tuffner, Hans, v. Tiefenbach 90. Tülle, H. Laienbruder v. St. Blasien 484. Tullum s. Toul. Dum s. Tumb. Tumb von Neuburg, Conrat 261". 263. 361, Anm. 2. 364. Tuninger (Thoninger), Mathis, v. Villingen 8, Anm. 1. 30, Anm 2. Dunningen, O.A. Rottweil 487. Durnach s. Dornach. Tutißhusen s. Dittishausen. Tuttlingen, wirk Amtsstadt 116. 248. 250 e . 266, Anm. 3. 267. 270". 545\ — Oberamtmanu, Vogt 40 u. Anm. 1. 66. 83. 116. 143. 171", e . 473. Duxbrunnen, fürsteuberg. Grenzmarke bei Tuttlingen 309. Twiel s. Hohentwiel. Dym, Dynn v. Liningen s. Daun v. Leiningen. Dynhart, Cant. Zürich 537°, Anm. 2. Ebbingen (Eptingen bei Basel?), Ott v. 199 f . Eberhardszell, O.A. Waldsee 48. Eberhartsbrunnen , der, bei Grimelshofen, B.A. Bondorf 473. Eberlin, Hanns 83. Eberstein, Graf Bernhart 56, Anm. l. 230, Anm. l. — Graf Wilhelm 377. — Gräfin Kunigund, geb. v. Sonnenberg 377. Ebinger, Constantinus, Esslinger Hauptmann 251. 262. Ebringen (B.A. Freiburg?) 300°. Echingen s. Ehingen. Eckeubühel, der, v. Schenkenzeil 212. Eckh, Jörg v., kön. Pfennigmeister 219. Edelman, Hans, v. Kaltbruun 81". Effingen, Efringeu s. Ofmgen. Effmger, Lorencius, Abt v. Ettenheimmünster 359. Egbotingen s. Ewatingen. Eggmühle bei Liebenfels, Cant. Thurgau 537", Anm. 2. Egkgrät, Marke zwischen Tiefenbach und St. Roman, B.A. Wolfach 16. Eglisau, Cant. Zürich 504. Egmont, Floris v. 410". Ehingen a. d. Donau 470, Anm. 2. Ehingen, O.A. Rottenburg. — Georg v. 108. — Hug Wernher v. 361, Anm. 2. 68* ■''■'■ cii mim S&äS W$sm MmwmT' i . - ■ ■SSB ■■ mm ■ WSK. %J 540 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNISS. Ehingen, O.A. Rottenburg, Philips v. 361, Anm. 2. — Rudolf v. 300\ 302. 361, Anm. 2. — Thoman v. 361, Anm. 2. — Wernher v. 517. 517" u. Anm. l. Eichberg, Berg bei Blumberg, B.A. Donaueschingen 481, Anm. 3. --------zwischen St. Martinshof u. Gechbach, B.A. Wolfach 544\ Eichenbach bei Haslach, B.A. Wolfach 38, Anm. 2. 383. Eichenberg bei Sulzbach, B.A. Wolf ach 67. Eichman, Blesin 456. Eidgenossen, Eidgenossenschaft 3 u. Anm. l. 2. 14. 36. 79, Anm. 1. 81, Anm. 2. 3. 1Q6\ 163. 199 aa . 211. 230°. 248. 250. 251. 252. 253. 256. 258. 259. 262. 263. 264. 265. 266. 267. 270V.. 275. 276. 278. 279. 280. 281. 282. 283. 285. 289. 290. 319. 325. 335. 337. 362 k . 402 a . 441. 466. 481, Anm. 3. 507. 524", Anm. i. 545\ Eims s. Ems. Einbach, B A. Wolfach 395. 427. — Vogt 427, Anm. 2. Einßheym s. Ensisheira. Einsiedeln, Schweiz 345. Elchingen, (Ober- Unter-), bair. B.A. Neuulm, Hans V. 361, Anm. 2. Ellenberg (im Kinzigthal zu suchen) 517. Eller bei Düsseldorf, Rheinlande, Wyllen v. 362'. Ellhlkurt 412, Anm. 2. Elmen bei Schienen, B.A. Constanz 537 a , Anm. 2. Elsass 278\ 326. 497. — Hof- und Landschreiber 325. 350. 357. 443 u. Anm. 1. 465. — Landcomthur der Bailei 79, Anm. 2. 154, Anm. 3. — Landgrafen s. Straßburg, Bischöfe. — Landvogt, Landvogtei s. Vorderösterreich. Elzach, B.A. Waldkirch 547. — Cuutz V. 19, Anm. 3. Emershofen, bair. B.A. lllertissen. — Georg v. 262. 289". — Hans v. 23. 110, Anm. l. 229. 238, Anm. 2. 339. 510". — Ludwig V. 23. 108. 110, Anm. 1. Emingen vor Wald s. Hochemmingen. Eminger, Hans, v. Pfohren 201. — Petter, v. Pfohren 201. Emmerebach, B.A. Lahr, Memelspach 325. Ems (Hohenems, Vorarlberg). Ems, Hanß v. 361, Anm. 2. — Jörg V. 361, Anm. 2 ec . Emynger than s. Hochemminger Thann. Endingen, Breisgau 55. 269. 276°. 510". — Johanns v., Ritter 2. Endrannigen s. Hinterrangach. Endt, Hainrich vom 213. Engadin, Graubündten 255. 545", Anm. i. Engadiner, die 255. Engasser, Heinrich, Schuldheiss zu Geisingen 53. Engelbach, Stab Kinzigthal, B.A. Wolfach 467. Engen, Hegau 52. 83. 106 f . 250°. 256 a . 261 a . 263. 267. 276. 309. 316, Anm. l. 545. 545". Siegel abgebildet 83. — Maierbach 309. — Wallaberg 545". England 410". 425. — König v. 410 c . Engländer, die, (Enguerrands v. Coucy) 497. Engosser, Hanns 34. Enscheringen, Luxemburg, Loudolf v. 362'. Enschreng s. Enscheringen. Ensisheim, Oberelsass 265. 269. 271. 283\ 284. 288, Anm. l. 2. 297. 325. 330. 335, Anm. 2. 380? 402". 465. 466. — Regiment s. Vorderösterreich. — Schloss 350. — Schuldheiss, Rath und Gemeinde 326, Anm. 3. — Statthalter und Räthe s. Vorderösterreich. Entenburg zu Pfohren, B.A. Donaueschingen 453 u. Anm. 1. 548 u. Anm. 3. Entringen, O.A. Herrenberg 510 K . Epfenhofen, B.A. Bonndorf 473. Gewannnamen 473. Ephouen s. Epfenhofen. Eptingen, Cant. Basel, Herrschaft 279. — von, s. auch Ebbingen. — Jacob v. 283 d , °, \ 284. Erbach, Hessen, Elisabeth Schenkin v. 12". — Friedrich von 262. Eremberg s. Ernberg. Erenberg (Orenberg), Wald bei Möhringen, B.A. Engen 171 a , % g . Ergow s. Argau. Erhart, Vogt v. Oberwolfach 16, Anm. 2. Erhartin, Ursel, v. Aulfingen 393. Ermatingen, Cant. Thurgau 262. 545". Emawer, Lenhardt, kön. Rath 222. ■ OETS- UND PERS0NENVEKZE1CHNISS. 541 Ernberg, Klause, Tiroler Lechthal 213. — Pfleger 326, Anm. 4. Ernst, Bürckhart, Pfarrer in Wolterdingen 539, Anm. 1. Erprath bei Xanten, Rheinlande, Jan van 362% Erzingen, B.A. Waldshut 264. Eschach, Nebenfluss des Neckars, mündet bei Rottweil 309. Eschahe s. Niedereschach. Eschau, B.A. Wolfach 4, Anm. l. 313. 427, Anm. 2. 442. 457. 485, Anm. l. 531. Eschenz, Cant. Thurgau 537% Anm. 2. Eschingen s. Donaueschingen. Eschinger, Martin, v. Geisingen 468. Eselberg (Eselsberg, O.A. Vaihingen?), Philipp v. 547 a . Eselsteigmühle bei Kirchen, B.A. Engen 540. Espasingen, B.A. Stockach 538. Essendorf, O.A. Waldsee. — Heynrich v. zu Hörn 361, Anm. 2. Essing, Vitt, v. Wallerstein 24. Esslingen, Wirtemberg 251. 254, Anm. l. 258. 262. 264, Anm. i. 270. 278. 292. 293, Anm. l. 298. — Bürgermeister 248. 270". Esslingen, B.A. Donaueschingen 375. Gewannnamen 375. Etseh, Hauptmann an der 48, Anm. l. ' Etschland 285. 545% Anm. i. Ettenheimmünster, B.A. Ettenheim, s. Otten- münster. — Abt Lorencius Effinger 359. Etternestein, der, auf dem Kesselberg, Schwarzwald 309, Anm. 1. Ettingen s. Oettingen. Eutingerthal, O.A. Horb 21 u. Anm. i. Ew s. Ow. Ewatingen, B.A. Bonndorf 106 k . — Johannes v. 500. Eyller s. Eller. Eystetten s. Aichstetten. Eytterbach s. Aitrach. Fafnis s. Pasius. Vaihingen, wirt. Amtsstadt, Neckarkreis 217 a . 362°. Faist, Hanß u. Jakob 543. Falken, Rittergesellschaft zum, gen. Schnaitholzer 47. Falkenstein bei Schramberg, wirt. Schwarzwald, Adelhait v. 488 b , Anm. 3. — Rudolf V. 488\ Anm. 3. Falkenstein, Cant. Solothurn. — Anna, s. Säckingen, Aebtissin. — Sigmund, Freiherr v. 5, Anm. 2. 331 u. Anm. i d . 336. 361, Anm. 2. Falkenstein, Höllenthal 129. — Caspar v. 82. — Jacob V. 8, Anm. 1. 30 u. Anm. 2. — Melchior, Molichor, Mölichior v. 8, Anm. i. 9. 30 u. Anm. 2. 130 r . — Stoffel v. 468. Fallamüe, Fallenmuett s. Falmouth. Vallator s. Felderen. Falmouth, Cornwall 410\ % e . Fandt, Ludwig, gen. der Hess 361, Anm. 2. Varnbühler von St. Gallen 199 y . Farnsburg, Herrschaft, Cant. Basel 351. Fasius (Fafnis), Junker 265. Vaudrey, Arr. Dole, Franchecomte, Loys de, k. Hauptmann 199% 265. 283% p . Vauldrey s. Vaudrey. Fay, Vay, Herr v. 342. — Frau v. 402°. 425. — deren Töchter 402% s. auch Fürstenberg, Gräfin Bona. Fayngen s. Vaihingen. Vechingen s. Wehingen. Feiberg s. Vellberg. Felderen (Vallator, Velletürlin), abgegangen bei Stollhofen, B.A. Rastatt 485, Anm. l. Feldkirch, Vorarlberg 250% % 255. 338. 545\ — Vogt 324. Feldsee am Feldberg 129. Feldwald, der, bei Stühlingen 264. Velg, Wilhelm, Ritter, eidgenössischer Hauptmann 252. Vellberg, O.A. Hall, Jörg v. 361, Anm. 2. 364. Vellemperg, Pfleger zu 224. Velletürlin s. Felderen. Vellich, Peter, k. Kammerprocurator 310, Anm. l. Vells s. Völs. Velpach im Breisgau (verschrieben für Feldberg, südl. von Müllheim?) 265. Fels, Conrat, von Stein a. Rhein 205. Siegel beschrieben 205. mm ■J SffBJB m mm mfo- ; mm JBSSsm 1111 NR mm . ■■•■■• mR m% TSkf 542 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNISS. Felsenberg, Velsenberg, Conrat v. 1. 8, Anm. l. 30 u. Anm. 2. 110, Anm. 1. 140. 162. 167. 317. 343, Anm. 1. 2. 395. 415. 510". 524. 536, Anm. 4. 543. Siegel beschrieben 144. 343, Anm. 2. dessen Gemahlin Margret v. Wiudeck 536, Anm 4. — Dietrich v. 510". — Fronick v. 536, Anm. 4. Venediger, die 253. Venediger Land 481. Vere, Philibert seigneur de 410 f . Verenbach s. Vöhrenbach. Vergenhans, Ludwig, wirt. Kanzler 329, Anm. 2'. 344. Veriugen, Hohenzollern, Grafen v. 43, Anm. 1. 482, Anm. 1. Fern, der, Pass zwischen Inn- und Lechthal 213. Vertus, Champagne 482' 1 . Fesßler, der 524. Vestenberg, B.A. Ansbach, Mittelfranken, Jörg v. 277. Vetter, Jörg 361, Anm. 2. 362 b , c . Vetterlin, Hans, v. Villingen 100. 405\ Fewr, zu der, s. Tervueren. Vier Höfe an der Gutach s. Gutach. Vierthäler, B.A. Neustadt 125. Vigevano, Lombardei 198 u. Anm. 1. Vilinger, Jacob, Urtheilsprecher des Hofgerichts Rottweil 81 a . Villena, Marques de, Villa, Herr von 410 f . Villenbach, bair. B.A. Wertingen. — Joachim v. 234, Anm. 2. Fillenpoch s. Villenbach. Villingen 20. 21, Anm. 1. 41, Anm. l. 64. 106. 116. 130 d, e, k, m. 151. 154, Anm. 2. 179. 200 u. Anm. 1,2. 265. 266, Anm. 1. 272. 297. 326. 386 u. Anm. 1. 404. 405", Anm. 2—5. 440. 477. 484". 485", b , c . 488", b u. Anm. 1—3. 489 u. Anm. 2. 493", ", °. 500. 543". 545". 548. Siegel beschrieben 100. 477. — Altstadt 489. — Barfüsser 125. 424. 484". 545". 548, S. 520. — Bickenthor 300 e . 489. — Bürger 8, Anm. 1. 22. 71. 83. 97. 100. 130", d , m . 134. 139, Anm. 1. 316, Anm. 1. 347. 404. 405" u. Anm. 1—5. 407, Anm. 1. 417. 422 u. Anm. 4. 424. 472, Anm. 1. 485 b . 488". 488". 489. 508". 512". 543". 547. Villiugen, Bürgermeister, Schuldheiss und Rath 20. 29. 83. 97. 100. 106. 118. 134. 179. 200, Anm. 2. 404. 405" u. Anm. 1—5. 424. 425. 445. 477. 481, Anm. 3. 488 b . 493 b . 512". 543", a u. Anm. 1. — Gewannnamen 200, Anm. 2. 485". 508". — Johannitercomthurei 29. 55. 201. 484". 488 b u. Anm. 1—3. 493 b . Siegel beschrieben 488 b . — Juden 151. — Kirchherren 485". 489. — Mass 148. — Mühle vor dem Bickenthor 489. — Oberes Thor 485 b . — Pfarrkirche 485", ° u. Anm. 1. 489. — Praesenz 101. — Riedthor 489, Anm. 2. — St. Clarakloster 118. 300 e . 543 d u. Anm. 1. 543 g , Anm. 1. — Spital 100. 405" u. Anm. 1—5. 484". 485", \ c . 488", " u. Anm. 1—3. 493", b . 508". 512". Siegel beschrieben 485°. — Stadtgericht 200, Anm. 2. — Stadtschreiber 200, Anm. 2. — Tennenbacher Mühle 489, Anm. 2. — Vettersammlung 404. — Zehnten 100. 223, Anm. 2. 405" u. Anm. 1—5. 444. 493". 508". — Zoll 125. 200, Anm. 2. 334. — Zünfte 489. Villinger, Jacob, k. Buchhalter, Registratur 326, Anm. 4. 368. Finstgau s. Vintschgau. Vintschgau, Tirol 250*. 278". 285. Firmian, Südtirol, Niclas v., k. Hofmeister 265. Fisch, Bittergesellschaft zum, gen. Sewer 47. Fischbach, B.A. Villingen 63. Fischer, Willelm 361, Anm. 2. Vischer, der, werdenberg. Diener 234, Anm. 2. — Hainrich 83. — Hans d. a. 83. — Hans d. j. 83. — Lorenz, Pfarrer zu Gutmadingen 35, Anm. 2. Fischerbach, B.A. Wolfach 67. 93. 467. — Mühle 517. Fischingen, hohenzoll. O.A. Haigerloch, Hans v. 361, Anm. 2. Visler (Vyßler), Casper, Kaplan zu Wolfach 13. 16 u. Anm. 2. » ''. ..i-aii ORTS- UND PERS0NENVERZEICHN1SS. 543 Viterbo? 482% Anm. l. Vitter, Herman, v. Villingen 508 a . Flach, Courat, v. Sunthausen 69. Flachslanden, bei Mühlhausen, Oberelsass 530, Anna. 1. — Hans Wernher v. 361, Anm. 2. Fleckenstein, Unterelsass, Jacob v. 256 a . Flieg, Hans, v. Dornhan 317. Flina, Gau 482, Anm. l. Vlissingen, Seeland 410°. Florian, Herr 213. Flyssingen s. Vlissingen. Vockenhausen, abgegangen bei Villingen, Heinrich v. 485\ Vöhrenbach, B.A. Villingen 125. 130", % 200, Anin. 2. — Vogt, Schultheiss, Richter und Rath 130%% 228. Siegel abgebildet 228. — Wappenänderung 228, Anm. 2. Vöhrenbacher Weg 200, Anm. 2. Föhrenbächle, B.A. Triberg 30, Anm. 2. 139. (179?) Völs, bei Bozen, Tirol, Lienhart zu 224. — Petter zu 357, Anm. 2. Voerst, Martiu 361, Anm. 2. Vogler, Haini, v. Auffen 83. Vogt, Haintz 83. 145. — Hanns, Obervogt zu Triberg 45. — Marquart, v. Radolfzell 8, Anm. l. — Peter, v. Hochemmingen 537. Vogte bei Langenschiltach, B.A. Villingen 30, Anm. 2. 139. Voltz, Rudolf 127. Fontaines, Jehan de 265. Vordernhonnberg s. Homburg. Vorderösterreich, vordere Lande 76. 266. 326. 335. 362*. 471. — Judengeld 326. 351. — Landtag, Stände 269. 283". — Landvogtei 306. — Oberster Hauptmau, Feldhauptniann, Landvogt, Statthalter u. Räthe 45. 106. 134. 154, Anm. 2. 200. 265. 266. 269. 271. 274. 275. 289% 297. 306. 325. 326. 327, Anm. l. 328. 329. 330. 331. 332. 335. 336. 341. 344. 348. 350. 351. 354. 357. 358. 365. 366—69. 371 —74. 376—78. 380. 402. 442. 446. 465. 466. 475. 499. 543 a . 545". 549. Vorderrangach, bei Oberwolfach, B.A. Wolfach 16, Anm. 2. Fos, bei Marseille, Südfrankreich (st. Gervasii mo- nasterium in Fossis) 482% Anm. l. Vos, Stephan, Vogt zu Oberwolfach 16, Anm. 2. Fragenstein bei Zirl, Tirol, Pfleger zu 224. Franaw s. Frohnau. Franken, Volksstanim 262. Frankfurt a. Main 60. 157. — Messe 306, Anm. l. — Währung 114. Frankfurt, Hans v., zu Villingeu 100. 405". Anm. 3—5. Frankreich 154, Anm. 3. 156. 289% 357. 425. — König 163. 193. 278% 281. 466. dessen Gesandte 546. — König Karl 157. --------Ludwig XII. 387, Anm. l. 420\ 428. Franzosen 199°. Frauenfeld, Cant. Thurgau 461, Anm. 2. 3. Fraunaw, (Fronau bei Roding, bair. Oberpfalz?) Garnaret v. 241. Freiberg, O.A. Biberach. — Caspar v. 361, Anm. 2. — Jerg v. 545". Freiburg i. Breisgau 9. 57.64.129, Anm. l. 130% %',% 218. 229, Anm. l. 233. 234, Anm. 2. 238. 240. 265. 266 u. Anm. l, 2,3. 269. 342. 497. 533. 544, Anm. 1. 545 a . — Bürger 30, Anm. 2. 75. 130%% f . 315. — Bürgermeister u. Rath 8, Anm, i. 9. 30. 57. 82. 106. 259. 276. 290°. 530. — Deutschcomthur 9 1 . 30. — Graf Konrad (f 1271) 484% Anm. l. — Kloster St. Agnesen 64, Anm. 2. 130 f . — Mass 526. — Münze und Währung 64, Anm.i. 130 f . 477, Anm. 1. 544, Anm. 1. — Oberhof für Haslach 4, Anm. l. — oberster Zunftmeister 130°. — Schuldheiss 315. — Universität 463. Freiburg im Üchtland 252. Freising, Oberbaiern 265. Vresselin, Herr 488 a . Frey, Johannes, Pfarrer in Donaueschingen 544. Freybergerin, die 214% Freyburger, Bürger v. Villingen 545", s. Friburger. Waäm 544 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNISS. Wh h Siegel beschrieben Siegel be- Freundsberg, Unterinnthal in Tirol, Ulrich v., Ritter 106 k . 149. Friburger (Fryburger). — die 422. — Hanns, v. Rottweil 30. — Heinrich, v. Rottweil 436. 436. — Jacob, v. Villingen 422 u. Anm. 4. schrieben 422, Anm. 4. Friburgerin, Katherine, v. Rottweil 436, s. Freyburger. Frickthal, das, Cant. Argau 348. Fridereich, Klauß, v. Röthenbach 187. — Steffen, v. Röthenbach 187. Friedenweiler, B.A. Neustadt, Kloster 64. 187. 347. 353.451. 464. 496. Siegel beschrieben 451. — Frühmesse 451. 464. — Kastvogt, Kastenvogtei 125. 451. — Prior 451. — Probst u. Schaffner 187. 464. — Visitator 451. Friedingen, B.A. Constanz 251. 252. 545". — Hans v. 509. — Hans Thuring v. 318. — Heinrich v. und seine Gemahlin Agatha von Westerstetten 509. — Jörg v. 86. Siegel beschrieben 86. — Martin v. 86 u. Anm. 2. 543 f . Siegel beschrieben 86. — Rudolf v. 499. — Veronica v. 83. 97. 318. Friese, Götfried 510 d . Friesenheim, B.A. Lahr 365 u. Anm. 2. Friesland, Gubernator 301. Frischlouffer v. Dauchingen 547. Vristenberch, Heinrich v., Johanniterpräceptor 483 u. Anm. 1. 484. Fritsch, der, v. Uebelbach 543. Fritsch, Hanns 73. — Jacob, von Happach 167. Fritschin, Michel, von Pfohren 201. Fritz, Hanns 83. Frölich, Erhart, v. Haslach 524. Frohnau, B.A. Wolfach 467. 503. Frohnhausen bei Marburg, Hessen 361, Anm. l. Frombach, B.A. Wolfach 170. Fronöwe s. Frohnau. Fronhußen s. Frohnhausen. Fruutsperg s. Freundsberg. Fryburger s. Friburger. Frytzen, Henßly, v. Aasen 403. Fuchs v. Fuchsberg (Tiroler Geschlecht), Degen 224. 226. Fuchs, Hyllpraut, Hofmeister 410 b . Fuchs, Jörg 333. Fürer, Wastian 265. Fürholtz (Wald zwischen Bräunungen und Ober- bränd?) 125. Fürner, Conrat, v. Oberwolfach 16, Anm. 2. — Henßly 207. Fürnow 534. Fürst (von Fürstenberg, O.A. Rottenburg). — Ernst v. 361, Anm. 2. — Ludwig v. 57. 130 B . Siegel beschrieben 57. — Vyt v., Doctor 199 bb . Fürstenberg, B.A. Donaueschingen 1. 26. 51. 82. 83. 125. 130'. 135. 168. 186, Anm. l. 211. 250, Anm. i. 282. 326, Anm. l. 349. 382. 494. 505 a . 506. 532". 544. 545 a . — Bürger 125. 393. 470, Anm. 2. 472, Anm. l. 494. 532". — Büttel 494. — Kirchherr 39. 65. 472, Anm. l. — Mass 243. — St. Erhartskaplanei und -pfründe 39. 379 u. Anm. 1. — Schloss 125. — Schuldheiss u. Richter 130 1 . 494. — Steuer 532 a . — Vogt 532". — Fürst Karl Joachim 2:2 8, Anm. 2. — Grafen, Landgrafen, Herren, Herrschaft, Namen u. Stamm 1. 16. 18. 24. 29. 30. 36. 38. 49, Anm. 3. 51. 79, Anm. 2. 89, Anm. 1. 95. 101. 106°. 112, Anm. 1. 113. 126. 133, Anm. 2.3. 154 u. Anm. 2. 162 u. Anm. 1. 173. 200, Anm. 2. 211. 252. 315. 323. 337. 343, Anm. 3. 345. 362". 400. 408, Anm. i. 426. 432. 442, Anm. l. 461, Anm. 6. 481, Anm. 3. 484, Anm. 2. 484". 491. 492. 505". 510 a, b, e, h. 513, Anm. i. 515. 526. 532". 536, Anm. 3. 4. 538". 545". — Grafen u. Gräfinnen: Adelheid (v. Bitsch), Mutter Heinrichs VI. 543. --------Adelheid (v. Hohenlohe), Gem. Heinrichs IV. 505. --------Agnes, Gem. Heinrichs I. S. 519. B_ ORTS- UND PERSONENVERZEICHNISS. 545 Fürstenberg, Gräfin Anna, Gem. Eberhards von Sonnenberg u. Sigmunds v. Sehwarzenberg 43 u. Anm. 1. 105 n. Anm. 1—4. 232 u. Anm. 1. 481, Anm. 2. 538" u. Anm. 1. — — Anna, Gemahlin Heinrichs I. 485% b , c u. Anm. 1. — — Anna, Gem. Trutprechts von Stauffen 53G, Anm. 4. — — Anna, Tochter Friedrichs I., S. 519. --------Anna, Witwe des Grafen Konrad von Kirchberg 12". — — Anna Alexandrina 359. --------Beatrix 249. 321, Anm. i. 331, Anm. 2. --------Bona, geb. v. Neuenburg (Blanckenberg, Vay) Gem. Grafen Wilhelms 362". 399, Anm. i. 402. 406. 408. 4lO b ,",". 412 u. Anm. l. 425. 428. — *— Clar Anna 321. 323, 331, Anm. 2. — Graf Egen (f 1324) 487. 489 u. Anm. 2. 493% S. 519. --------dessen Söhne 489 u. Anm. 2. --------Egen, Johanniter 488" u. Anm. i. 489 b u. Anm. 2. 3. S. 519. --------Egen (f 1449) 510\ 514. 517". 518. 519. 520. 522. 524°. --------Egen (f 1483) 24. 26. 31. 42. 46. 54 u. Anm. 1. 64, Anm. i. 125. 126. 513. 536. — Gräfin Elisabeth, geb. v. Solms, Gem. Wolfgangs 89 u. Anm. 1. 2. 104. 114 u. Anm. 1. 331, Anm. 2. 362 v . 408, Anm. 1 u. 2. 410. 411. 425. 426. 433. 434. 448. 454, Anm. 2. 458. 474. 476. 481 u. Anm. 3. — Graf Friedrich I. 485". 486. 522, S. 519. ---------Friedrich IL 192. 200, Anm. 2. 296. 331, Anm. 2 u. 3. 336, Anm. 1. 399 u. Anm. 1. 400. 410% %%% 411. 453, Anm. 1. 481, Anm. 2. — — Gebhard, Domherr in Constanz 489. --------Götz (v. Haslach) 489. 490. 491. 493% S. 519. --------Gottfried (Sohn Eginos V.) 484, Anm. 2. --------Heinrich I. 484, Anm. 2. 485 c u. Anm. l. S. 519. --------Heinrich II. 488% Anm. i. 493. 522. --------Heinrich III. 493°. 494. 495. 499. 504. --------Heinrich IV. 19, Anm. 3. 356. 501. 505. 506. 508. 508". 509. 510% % 544, Anm. l. --------Heinrich V. 187. 505\ 510% % 512. 512". 513. 517. 517". 518. 521. 522. 523. 526. IV. Fürstenberg, Graf Heinrich VI. 1. 2. 4 u. Anm. l. 5 u. Anm. i. 6. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16 u. Anm. 2. 17. 18. 19. 20. 21 u. Anm. 1. 23. 25 u. Anm. 2. 27. 28 u. Anm. 1. 30. 32. 33. 34 u. Anm. 1. 35 u. Anm. 2. 37. 38. 41. 42 u. Anm. 1. 45. 47. 49 u. Anm. 3. 50. 55. 56. 59. 61. 63. 66, Anm. 1. 67. 68. 69. 70 u. Anm. 1. 72 u. Anm. 3. 73. 74. 77. 78 u. Anm. 2. 79. 81" u. Anm. 2. 84. 86. 87. 88. 89, Anm.i. 90. 91. 92. 93. 94. 95. 98. 99. 100 u. Anm. i. 104. 106. 107. 108. 109. 110 u. Anm. 1. 2. 112 u. Anm. 2. 113 u. Anm. 1. 117, Anm. 1—2. 118. 119. 121. 125. 126. 127. 133, Anm. 3. 144. 173, Anm. 2. 197. 204. 405% Anm. 4. 5. 422, Anm. 3. 427. 452", Anm.3—5. 453, Anm. 1. 456. 510 f u. Anm. i. 510%% 517*. 519. 520. 524, 524% Anm. i. 525. 526. 527. 528. 529. 530 u. Anm. 1. 531. 532. 532% 533. 534 u. Anm. 1. 535, Anm. i. 537. 537", Anm. i. 2. 538". 539 u. Anm. 1. 53.9". 540. 540". 541. 541". 542 u. Anm. 1. 542". 543. 543a, b, d, e. 544". --------Heinrich VI., dessen uneheliche Söhne: Stoffelus 4. Hanns 4. Heinrich 112. — — Heinrich VII. 3, Anm. 2. 42. 43. 44". Anm. 1. 45. 46. 47. 48 u. Anm. i. 51. 52. 53. 54 u. Anm. 1. 58 u. Anm. 4. 5. 64 u. Anm. 1. 2. 65. 71. 75. 76. 80. 81 u. Anm. 1. 2.3. 82, Anm. 1. 83 u. Anm. 1. 2. 85. 89. 99 u. Anm. 3. 102 u. Anm. 1. 103 u. Anm. 1. 105 u. Anm. 3. 106 s . 106'. 111 u. Anm. 2. 112 u. Anm. 2. 3. 116. 118, Anm. 1. 120. 121. 123 u. Anm. 1. 125 u. Anm. 2. 126. 127. 129 u. Anm. 1—3. 130a—d, f, g. 131. 132, Anm. 1. 134. 135. 136. 137. 139. 140. 141, Anm. l. 142a, b,c. 143. 143". 145. 146. 148 u. Anm. l. 149. 151. 154. 156 u. Anm. 1—4. 157. 160 u. Anm. 1. 161. 163. 164. 165 u. Anm. i. 2. 166. 167. 168. 169. 170. 171". 172. 175. 176. 178. 179. 180. 182. 183 u. Anm. i. 184. 185. 186 u. Anm. i. 187. 188. 189. 190. 196. 197 u. Anm. l. 198. 199. 200 u. Anm. i. 204. 209. 213. 214. 218. 219. 221. 222 u. Anm. i. 223 u. Anm. i. 2. 224. 226. 229. 230 B . 231. 233. 234, Anm. 2. 236. 237. 238, Anm. 2. 241—293 fast jede Nummer. 300 d u. Anm. 2. 3. 301. 309. 316. 320. 324. 325. 327. 405% Anm. 3. 452°, Anm. 2. 477, Anm. 1. 481, Anm.3. 532% Anm. 1. 536, Anm. 4. 537% Anm. 1. 540". 542", Anm. i. 543% % f , B . 544. 544". 545. Siegel abgebildet 64. Todtentafel 289. Fürstenberg, Vristenberch, Wristeynberk, Hein- 69 1 ■ ■ m m JBi aS3 ■ 1 I w Gl m I Iftt rar ''' 546 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNISS. rieh, Johanniterpräceptor 483 u. Anm. l. 484. Siegel beschrieben 484, Anm. 2. Fürstenberg, Gräfin Herzelaude, Tochter des Grafen Götz t. Fürstenberg-Haslach, S. 519. — Graf Hug 497. --------Johans (f 1332) 489. 490. 491. --------Johans (f 1365) 19, Anm. 2. 495. 497. ' 503. --------Johans (f 1386) 507. 510\ 518. 544, Anm. 1. — — Johans, Reichenauer Propst 505". 510". 516. --------Konrad, Constanzer Domherr 485" u. Anm. 3. 493°. 522. --------Konrad (f 1370) 495. 496. 498. 499. 500. 501. 502. 503, --------Konrad (f 1419) 356. 505\ 510 a u. Anm. l, b, c, d. 511. 515. ---------Konrad (f 1484) 3 u. Anm. 1. 2. 10. 12, Anm. 2. 22. 26. 29. 33. 34. 39. 40, Anm. l. 42. 43. 105. 117, Anm. 1. 3. 125. 126. 401, Anm. 1. 513. 519. 524°, Anm. i. 529. 533. 534 u. Anm. i. 535. 536, Anm.4. 537", Anm. 2. 538. 538". 540". — Gräfin Kunigunde, Gem. des Grafen Konrad 39. 538\ --------Margarethe, verm. Mörsberg 104. 122, Anm. l. 331. 400. 410% --------Verene, Aebtissin v. Massmünster 7. 536, Anm 4. --------Gem. Heinrichs V. 513. — Graf Wilhelm 104, Anm. l. 122. 200, Anm. 2. 323. 331, Anm. 3. 336, Anm. 1. 362 1 '. 399, Anm. 1. 400. 402% 406. 408 u. Anm. 2. 410a, b, d, e, f, g,h. 411. 412 u. Anm. 1. 425. 428. 449. ---------Wolfgang (Wolf) 2, Anm. I. 5, Anm. 2. 28, Anm. 1. 32, Anm. 1. 42 u. Anm. 1. 43. 45. 46. 47. 53. 54 u. Anm. 1. 56, Anm. 1. 57. 58 u. Anm. 4. 5. 60. 62. 64 u. Anm. 2. 65. 68. 71. 75. 79. 80. 82 u. Anm. 1. 83 u. Anm. 1. 2. 89 u. Anm. 1. 2. 97. 101. 102 u. Anm. 1. 103, Anm. 1. 104. 105 u. Anm. 3. 106. 107. 109. 111 u. Anm. 1—5. 112 u. Anm. 2. 4. 113. 114 u. Anm. 2. 115. 116. 117 u. Anm. 1—3. 118, Anm. 2. 119. 120. 121. 124 u. Anm. 1. 2. 125 u. Anm. 2. 126. 127. 128. 129, Anm. 1. 2. 130a—o, e—n. 132 u. Anm. 1. 2. 133 u. Anm. 2—4. 134. 135. 138 u. Anm. 1. 139 u. Anm. 1. 140. 141 u. Anm. 1. 142a, d, e. 143% 144. 146. 147. 150. 152. 153 u. Anm. 1. 154 u. Anm. 2. 3. 155. 157. 158 u. Anm. 1. 159 u. Anm. 1. 162 u. Anm. 1. 166. 167. 168. 169. 170. 171a—g. 173 u. Anm. i. 174. 177. 178 u. Anm. 1. 180 u. Anm. 1. 181 u. Anm. 1. 183 u. Anm. i. 184. 185. 189. 190. 191. 194 u. Anm. 1. 195. 199"". 200 u. Anm. 1. 201. 202. 203 u. Anm. 2—4. 206. 207. 208. 212.215. 216. 217. 218 u. Anm. 3. 220. 221. 223, Anm. 2. 3. 225. 225\ 227 u. Anm. 1—7. 228 u. Anm. 1. 229. 230. 232. 234 u. Anm. 1. 2. 235 u. Anm. 1. 238 u. Anm. 2. 239. 240. 244 u. Anm. 1. 245. 246— 481. 510 ! . 532% Anm. 1. 536, Anm. 4. 540% 542% 543 b , Anm. i. 543o,d,e,f. 544% 545% 546. 546% 547. 547% 548. Siegel abgebildet 64. Pett- schaft beschrieben 326, Anm. l. Fürstenberg, Grafschaft, Landgrafschaft 1. 8. 9 1 . 21. 42 u. Anm. 1. 63. 70. 78. 79, Anm. 1. 86 u. Anm. 2. 93. 99. 100 u. Anm. 1. 112, Anm. 2. 4. 116. 125. 130% 134. 135. 136. 137. 139. 143. 151. 161. 168. 169. 171 f , Anm. l. 173. 176. 178. 184. 185. 190. 200 u. Anm. 2. 236. 300. 309. 313. 323. 329. 343. 355. 386, Anm. l. 396. 420 u. Anm. 1. 422. 452", Anm. 3. 457% 461, Anm. 5. 476, Anm. 3. 519. 532 b , Anm. 1. 535, Anm.l. 540. 541% 542 u. Anm. i. 542% 543b, e, f. 544". 547. — Amtleute 18. 42 u. Anm. 1. 133, Anm. 4. 17,l f , Anm.l. 178. 185. 200, Anm. 2. 212. 239. 243. 257. 303. 311. 362a—c 393. 408, Anm. 2. 415. 418. 473, Anm. 2. 4SI , Anm. 3. 527. 540% 543. 546% — Anwälte 345. — Erbland 396. — Forst u. Wildbänne 200, Anm. 2. 329. — Forstmeister 171 f , Anm. l. 200, Anm. 2. 244 u. Anm. 1. 413. — Grenzen 309. — Jäger 413. — Kanzelschreiber, Schreiber s. Kötz. — Landgericht u. Landrichter 1. 29. 58, Anm. 4. 125. 168. 187. 191.-200, Anm. 2. 322, Anm. 1. 328. 353. Siegel abgebildet 322, Anm. l. — Landschaft 328. 481, Anm. 3. — Landschreiber 83, Anm. l. 96. 179. 218, Anm. 3. 232. 247. 316, Anm. l. 328. 379. — Lehengericht 313. 405",-Anm. 5. 543% — Oberamtmann, Obervogt (Vogt in Bare), Statthalter 65. 130% 171 d , f . 239. 329, Anm. 2. 346. 408, Anm. i. 415. 439. 453. 461, Anm. 4. 468. 473, Anm. 1. 477. 481, Anm. 3. m ORTS- UND PERSONENVERZEICHNISS. 547 Fürstenberg, Währung 66. 148 u. Anm. l. 242. 316. 403. — Wappen 143°. zu Rama in Palästina 289 b , Anm. 1. Fürstenberg, Hans v., Ritter 53. 65. 92. 161. 536, Anm. 4. Siegel beschrieben 53. 92. — dessen Gemahlin Clara Marschalckin 536, Anm. 4. — Konrad v., zu Hausen 235. Fürstenberger, Anßhelm 361, Anm. 2. — Gallus 401. 415. Siegel beschrieben 415. — Heinrich 413. Füssen, Stadt am Lech 149. 213. 214. 219. Flitzen, B.A. Bonndorf 123, Anm. l. 473 u. Anm. 2. — Flurnamen 473. Fützerbach 131. Furstenhußer, Jacob 361, Anm. 2. Fyetzen s. Fützen. Gärtringen, O.A. Herrenberg, Reinhart v. 70 u. Anm. i. 112, dessen Gemahlin Dorothe Lutzin 70 u. Anm. 1. 112. Gaisel s. Geisel. Galicien, spanische Provinz 410 f , e . Gamertingen, Hohenzollern, Grafen v. 482, Anm. l. Garber s. Gerwer. Gassen, an der, bei Schiltach, B.A. Wolfach 72. Gasser, Lienhart 83. Gatterholz bei Schieitheim, Cant. Schaffhausen 123. 131. Gattrer, Cünrat v. Haslach 524. Gaucha, Nebenfluss der Wutach 78. 420. 45 7". Gaudens, Gall 361, Anm. 2. Gebhart, Peter v. Villingen 118, Anm. 2. 543 d , Anm. i. Siegel beschrieben 543 a , Anm. i. Gebhartin, Agatha v. Hintschingen 142°. Gebirg, hier gleichbedeutend mit Graubündten 278". Gechbach, B.A. Wolfach 467. Gedemler, Fryderich 421. Gehüpf (bei Büchern, B.A. Wolfach, zu suchen) 458. Geilman, Hans, Propst zu Friedenweiler 187. Geincaulx, seigneurie 428. Geisel bei Ittingen, Cant. Thurgau 537", Anm. 2. Geisingen, B.A. Donaueschingen 24. 26. 83. 101. 102. 125. 130e, i, n. 134. 136. 161. 168. 215. 293, Anm. l. 313. 316. 318\ 320. 338. 353. 354. 419. 420, Anm. l. 470. 472, Anm. l. 532". 536 u. Anm. 1—4. 540. 542 u. Anm. 1. 543". 545°. — Gewannnamen 136. 215. 354. 419. 542 u. Anm. 1. — Kelnhof 215. 242. 316. — Kirche 536 u. Anm. l. — Klause 536, Anm. 4. — Landgericht 168. — Maß und Währung 130". 540. — Obervogt, Vogt 242. 316. 536, Anm. 4. — Pfarrer 470. 536. — st. Walpurgcapelle u. Bruderschaft 31. 470. 536 u. Anm. 1 — 4. 542, Anm. 1. — Schuldheiss u. Rath 53. 130', ". 171 f , Anm. 1. 409. 532\ 536. 540. — Stadtschreiber 439, Anm. 2! — Zehnten 101. 130". 536, Anm. 3. Gelbach, B.A. Wollach 216. 427, Anm. 2. Gelderland 265. 289°,". 471. Gelderu, der Herzog von 253. 289°. — Statthalter von 209. Geldolfus, Johanniterpräceptor in Polen 483. Gemmingen, B.A. Eppingen, Dietherich v. 361, Anm. 2. Genf, Stadt 3. — Domkirche 482°, Anm. 3. Gengenbach, B.A. Offenburg 5 u. Anm. 1. 2. 84. 365. 372, Anm. 1. 391. 429. 437. 452°, Anm. 4. 485. 510 f . 525. — Förster 485. — Frohnmühle 485. — Hüpmatte 485. — Kirchspiel 485. — Kloster 5 u. Anm. 1. 2. 74. 369. 452", Anm. 3—5. 485 u. Anm. 1. 2. 511. 547°. --------Abt 430. 481. 485. -------------Conrad 369. 511. 547°. —--------Jacob 4. 5 u. Anm i. 74. Siegel beschrieben 4. — — Grafschaft 485 u. Anm. l. --------Kastvogtei 369. 485, Anm. l. 547". — — Kreuzgang 511. --------Weisthum 485. — Schuldheiss, Meister u. Rath 4. 5 u. Anm. l. 313. 372, Anm. l. 416. 437. 452°, Anm. 5. 511. 524. — Zoll 416. 69* mm . m 1 111 ' Mi M mmM m ' I s m ■ '"■" B§ Mi p mm: m ■■% ■ ■ ] ■ l 1 wb GfYjjS$7\)*&t : 1 8B$* Ww-Bt : ; : >,$■;:- '•■',. ' ■'> '. ' ^^^^H n 1 S;M' .:' 1K 54S ORTS- UND PERSONENVERZEICHNISS. St. Georgen Schild, Rittergesellschaft 79. 105. 106% Anm. i. 106". 108. 188. Gepingen s. Göppingen. Gerhartzwylr s. Geroldsweiler. Gerhausen, 0. A. Blaubeuren, Grafen v. 482, Anm. 1. Gerholt, Hanß 361, Anm. 2. Germanswald, der, B.A. Villingen 200, Anm.2. 309. Geroldseck, B.A. Lahr, Hohengeroltzegk 206. — Herren 110, Anm. l. 206. 257. 543. — Diebolt 108, Anm. l. 530. Siegel beschrieben 110. — Engelhard 543. — Gangolf 12 u. Anm. 2. 108 u. Anm. 1. 110 u. Anm. 1. 111 u. Anm. 1—5. 117, Anm. 2. 152. 158 u. Anm. 1. 159 u. Anm. 1. 170. 227 u. Anm. 2. 3. 5. 6. 238 u. Anm. 2. 295. 305. 306, Anm. 1. 308. 310. 314. 331, Anm. 3. 339.'340. 361, Anm. 2. 365, Anm. 2. 476, Anm. 1. 543. — Gangolf d. j. 305, Anm. 3. 365, Anm. 2. — Hans v. 543. — Kunigunde 12 u. Anm. 2. 108, Anm. 1. 110. 111 u. Anm. 3. 5. 117 u. Anm. 1. 3. 158 u. Anm. 1. 159 u. Anm. 1. 170. 227 u. Anm. 2. 4—6, 8. 9. 229. 305. 308. Siegel beschrieben 108, Anm. l. 110. — Walther 510\ — Herrschaft 4, Anm. l. 16. 295. 442, Anm. l. 543. — Geroldseckische Leute 212. — BchloSS 68. 111, Anm. 3. Geroldsweiler, O.A. Sulz 295. Gertringen s. Gärtringen. Gerut s. Wartenberg. Gerwer, Ludwig, Hauptmann 265. Geschweygenstein, Jurisdiktionsmarke bei Has- lach, B.A. Wolfach 485, Anm. l. Geussingen s. Geisingen. Gewberg s. Göberg. Geyser s. Gyser. Gilgenberg, Amt Thierstein, Cant. Solothurn, Hans Imer v. 275. 290 c . Giltlingen s. Gültlingen. Gippichen, B.A. Wolfach 16 u. Anm. 2. 207. — Alber (Aulber) d. ä. v. 16. 72. 517 a u. Anm. l. 525. — Aulber d. j. v. 72. — Olber (= Alber) v. 510 a . Girer, Herman 125. — s. Gyr. Girerin s. Rainhartin. Gissingen s. Geisingen. Glaris, Landtold v. 319\ Glaßhof, bei Sommerau, B.A. Triberg 179. Glatt, O.A. Haigerloch 78, Anm. l. Glatter, Eis, gen. Brättline 103. Glückt, ein Bauer 420, Anm. l. Glnngg, Ciinrat v. Villingen 512\ — Hans v. Villingen 512\ Glurns, Vintschgau 255. 285. Gmelich, Martin 361, Anm. 2. Gnefsi, Burkart v. Bräunungen 485°. Gnepuer, im Thal Oberwolfach, B.A. Wolfach 73. Gnesen, Archidiacon v. 483. Gnewß, Vigili, Pfleger zu Hertenberg 48. Gochen s. Gaucha. Gochsheim, B.A. Bretten 377. Göberg (Göwberg, Gewberg). — Hanns zu Leipferdingen 186 u. Anm. l. — dessen Hausfrau Anna Vögtin v. Landsberg 186. — Jörg V. 178 u. Anm. 1. Göppingen, wirt. Amtsstadt, Crafft v. 361, Anm. 2. Görz, Graf Lienhart v. 199", ". Göschweiler, B.A. Neustadt 129 u. Anm. 3. Gösserswyler s. Göschweiler. Gotfrit, Heinrich v. Villingen 485 b . Götz, Endris s. Kötz. — Jacob v. Hagenbuch 345. — Jerg v. Bräunungen und seine Tochter Mar- gretha 45 T. — Johanns, Frühmesser in Haslach 220. — Thoman v. Hagenbuch 345. Goldenberg, Cant. Zürich, Hans v. 27. 544 a u. Anm. 1. Gomadingen, O.A. Münsingen 482, Anm. l. Gossau, Cant. Zürich 537", Anm. 2. Gossenbrot, Jörg 160. 199 u . 265. 325. 326, Anm. 4. Gossingen, abgegangen bei Neidingen, B.A. Donaueschingen 125. Gouchen s. Gaucha. Gradner, Hans, Zeugschreiber 265. Gräben, Schlesien 483. Grafeneck, O.A. Münsingen. — Wilhelm v. 171 c . Grafenhausen, B.A. Bonndorf 498. «Ps« ORTS- UND PERSONENVERZEICHNISS. 549 Wk Graff, Hans, von Freiburg 315. Siegel beschrieben 315. Granada, König s. Castilien. Graneck, Burgstall bei Niedereschach, B.A. Villingen 309. 520. Graubündten (die drei Bünde, der graue Bund) 81, Anm. 3. 248. 250". 285. 545 a , Anm. i. Graz, Steiermark 199". Grebern, Dietrich v. 511. — Jacob v. 345. Greifensee, Cant. Zürich 461, Anm. 2. 3. Gremiich, Hanns d. ä. von Menningen 347. Siegel beschrieben 347. Gretz s. Graz. Griegertal s. Kriegerthal. Grienmichel v. Romberg 174. Gries bei Bozen, Südtirol. — Landrichter 299. • • Griessen, B.A. Waldshut 264. Grimmeltshofen, B.A. Bonndorf 131. 309. 473. Flurnamen 473. Gronau, O.A. Marbach 361, Anm. 2. Gronberger, Götz 36 I , Anm. 2. Gross, Conradt, bambergischer Hausvogt 199 kk . Großhanß v. Schenkenzeil 212. 543. Grossroseu, Schlesien 483. Grosssachsenheim, wirt. O.A.Vaihingen 329, Anm.2 1 . Grub im Kinzigthal, B.A. Wolfach 162, Anm. l. Grube bei Kirnbach, B.A. Triberg 329. Gruber, Lux v. Schenkenzell 212. Grünburg, Burgstall bei Cnadingen, B.A. Donaueschingen 78. 420, Anm. 1. Grünburg, Kärnten 199 u . Grüuenzwig, Hanns, v. Neuenburg 332, Anm. 2. Grüningen, B.A. Villingen 96. 200, Anm. 2. Gruenpeck, Meister Joseph 265. Grünwald, B.A. Neustadt, Kloster 64. Grymeltzhofen s. Grimmeltshofen. Gschweyenstein s. Gesclrweygenstein. Gülch s. Jülich. Gültlingen, O.A. Nagold. — Fabian v. 361, Anm. 2. — Wolf V. 263. 361, Anm. 2. Güntersthal, B.A. Freiburg 265. Günther, Hans v. Villingen 512\ Gurerin s. Rainhartin. Guggenniühle bei Unadingen, B.A. Donaueschingen 45 T. Guldin, Claus v. Haslach 524. Gundelfingen (Hohengundelfingen, O.A. Münsingen) Eberhart v. 514, Erhart v. 105. — Schwicker v. 361, Anm. 2. — Steffen v. 361, Anm. 2. — Tegenhart v., Constanzer Domherr 538". Gunderstall s. Güntersthal. Gundolfinger, Lienhart 265. Gurck, Kärnten, Administrator v. 368. Gurtweil,.B.A. Waldshut, Hainz v. 142 b , c . Gut (von Sulz), Jörg 361, Anm. 2. Gutach, Oberlauf der Wutach 129. — die vier Höfe an der (jetzt Bestandtheil der Stadtgemeinde Neustadt) 125. Gutenberg, Burg im Fürstenthum Lichtenstein 250". Gutenburg, B.A. Waldshut. — Vogt 130'. Gutmadingen, B.A. Donaueschingen 35, Anm. 2. 53. 125. 142". 343, Anm. 3. 420, Anm. 1. 535, Anm.l. 542, Anm. 1. — Zoll 493. Gyppichen s. Gippichen. Gyr, der 422 u. Anm. 4. Gyser, Merx, Hauptmann 265. Gysingen s. Geisingen. Hablützel, Cunrat 196. Habpaeh s. Happach. Habsberg (Habspurg) (wohl Hasberg, bair. B.A. Mindelheim), Barbara v., geb. v. Knöringen 83 u. Anm. 1, 2, — Diebolt, Ritter v. 46. 54. — Diebolt, dessen Sohn 83 u. Anm. l, 2. 97. 296. Siegel beschrieben 83 u. Anm. 2. — Mang v. 83, Anm. 2. — Ulrich v. 83. 97. 156 u. Anm. 1—3. 214 d . 255. 324. 351. 392, Anm. 2. Habseck, Wald bei Hubertshofen im B.A. Donaueschingen 488. Habsheim bei Mühlhausen, Oberelsass 265. Habrißhaini s. Habsheim. Hachberg (Hochberg), bad. Herrschaft im Breisgau 274. — Markgrafen v., Cristoph s. Baden. --------Hans 507. --------Heiss, Hesso 507. 511. --------Otto 507. mM mi mm Wm w& ü ÜI ■Hl •■ n Wtäm AI m fflPSKSi 550 ÜßTS- UND PERSONEN VERZEICHNIS. Hachberg, Markgraf Wilhelm 529 u. Anm. 1. — Markgrafschaft 454. Hachel von Dirnesteyn, Kaspar, Jülicher Edelmann 362'. Hader s. Härder. Hägbach s. Hegbach. Härdern s. Herdern. Härgen s. Horgen. Hagen, Franz v. Strassburg 93. Siegel beschrieben 93. ■— Hanns v. Strassburg 130'. Hagenau, Elsass 156 u. Anm. l. 2. 387 u. Anm. l. 437. 482 e , Anm. 1. — Bürgermeister u. Rath 156. — Landvogt 256". Hagenbuch, B.A. Wolfach 345. Hagendorn, fürstenberg. Grenzmarke bei Fützen, B.A. Bonndorf 309. Hagkency, Arigcnter Casius 199 f . Hagsbach, B.A. Wolfach 203. Haid, bair. B.A. Volkach, Unterfranken 105 u. Anm. 1. Haidenhouen s. Heidenhofen. Hailfingen, O.A. Rottenburg, Wilhelm v., Deutsch- comthur in Freiburg 9'. 30. Hainbürge, Cünrat v. Villingen 493 b . Haindingen, Hainningen s. Hondingen. Haini, Cunrat v. Halbmeil 162. — Jacob v. Halbmeil 162. --------d. ä. v. Halbmeil 162. — Ulrich 162 u. Anm. i., s. auch Hainy. Hainrich, ein einspänniger Edelmann 265. Hainrieb, Hanns 263. Hainy, Hans v. Antersbach 543. Hainy, Jeorg v. Gippichen 16, Anm. 2. s. auch Haini. Halder, van, kön. Silberkämmerer 199 b . Halbmeil, B.A. Wolfach 16. 162. 543. — Kirche St. Anna 192. Haldtkirch s. Altkirch. Halfingen s. Hailfingen. Haiingen bei Mazingen, Cant. Thurgau 461, Anm. 1. Hall, Innthal in Tirol 48, Anm. i. 209. 210. 327, Anm. 1. 546. — Salzmaier 224. Hallau, Cant. Schaffhausen 259. 264. 545\ Haller, Niclaus, gen. Leonhard 288, Anm. l. Hallwil, Cant. Argau, Dietrich v. 466. Hallwil, Walther v. 199"". Halsperg s. Heilsberg. Happach bei Oberwolfach, B. A. Wolfach 19, Anm. 3. 167. 303. Harber, Rudolf, kön. Hauskämmerer 213\ 384. Härder (Hader), Hanns v. Rippoldsau 174. 396. — Jörg v. Rippoldsau 174. 396. — Hans v. Kalw 545 a . Härmen, Hans 454. Harmersbach, B.A. Offenburg, Erasmus v. 313. Harnaschdorfer, Anßhelm 361, Anm. 2. Harnnenspach s. Harmersbach. Harras, Ern Dittrich v., sächsischer Rath 199 v . — Jerig v. 214". Harrer, Bernhard 265. Hartlieb, Gothart 81. Hartzer, Burckhart 361, Anm. 2. Has, Friederich, Landrichter zu Bozen 299. Hasberg s. Habsberg. Hasenstein, O.A. Ravensburg, Jacob v. 227, Anm. 6 u. 8. Haslach, B.A. Wolfach 4 u. Anm. l. 8 u. Anm. l. 9*. 10. 13. 18. 30 u. Anm. 2. 38, Anm. 2. 42. 49, Anm. 3. 50. 104. 122. 124, Anm. 1. 2. 125. 132. 133, Anm. 2—4. 158, Anm. 1. 203 a. Anm. 1—4. 244, Anm. i. 282. 311. 317. 345. 362 e . 36.9. 383.397.412, Anm. 1. 426 u. Anm. 2. 427u. Anm. 2. 433. 434 u. Anm. 3. 485, Anm. i. 507. 508. 510 a, g, i. 517". 518. 524. 531. — Ahnend 336. — Amtleute 311. — Bürger 4, Anm. l. 42. 452". 517. 524. — Freiheiten 203 u. Anm. 2—4. 426, Anm. 2. — Freiung 510 e . — Frühmesser 220. 336, Anm. 1. 510". — Herr v. 544, Anm. 1. — Jahrmarkt 426, Anm. 2. 510'. — Mühle 50. 204. 510". — Pfarrer 16. 84. — Pfarrkirche 49, Anm. 3. 510 g . 531. — Schloss 42. 125. 510\ — Schuldheiss, Richter (Zwölfer) u. Rath 10. 49, Anm. 3. 120, Anm. 1. 121. 128. 203 u. Anm. 2, 3, 4. 317. 510" u. Anm. l f , Anm. 1. 517. 517\ 524. 531. — Stab 4, Anm. 1. — Stadtgericht 4, Anm. 1. 527. — Vogt 336, Anm. 1. 362ti, s» t, v. ORTS- UND PERSONENVERZEICHNISS. 551 'Imm mBm Haslach, Zehnten 84. 427, Anm. 2. — Zoll 49, Anm. 3. 174. 203. 474. Haslach bei ThengeD, B.A. Engen 309. Haß, Jörg v. Schenkenzeil 212. Hassfurt am Main, Ritterkapelle 492. Haßlach, Bach bei Lenzkirch 129. Hattstadt, bei Colmar, Oberelsass, Cristof v. 265. 331, Anm. 1°. — Urban v. 361, Anm. 2. — Valentin v. 361, Anm. 2. — Wigerich v. 361, Anm. 2. Hattstein, Nassau, Johan van 362'. Hauenstein, B.A. Waldshut 265. Hauenstein, der im Cant. Solothurn 280. Haug, Heinrich v. Villingen 545*. Haus, vom (oberelsässisches Geschlecht) — Hanns 265. 331, Anm. i«. 371. Hausach, B.A. Wolfach 1. 42. 112. 125. 162. 167. 178. 180, Anm.i. 220. 228. 235. 245. 338. 343, Anm.i. 345. 362 b , d . 395. 412, Anm. l. 426. 427. 433. 434. 467. 485, Anm.i. 510\ '. 517 a . 524. 544 b . — Amt 357, Anm. 2. — Amtmann 18. 333. 339, Anm. i. — Bürger 42. 81*. — Kirche 345. — Schloss 42. 125. 245. — Schuldheiss, Richter 120, Anm. 1. 121. ISO, Anm. 1. 427, Anm. 2. 517*. 524. 544\ — Stadtrecht 544 b . — Vogt 200, Anm. 2. 401. 415. 517. 517*. — Zoll 174. 220. 474. 493. 544\ Hausach, Dorf, B.A. Wolfach 454. Hausen am Ballenberg, B.A. Eugen 309. Hausen im Kirchthal, B.A. Engen 125. 176. 495. 535, Anm. i. 540. Gewannnamen 535, Anm.i. Hausen ob Verena, O.A. Tuttlingen 309. Hautzenperger, Fridrich 265. Hattinger Berg (bei Hattingen, B.A. Engen) 171°, g . Hayingen, O.A. Münsingen 361, Anm. 2. Haytzer, Michel 265. Hetzger, Hainrich v. Villingen 512*. Hecht, Burkart v. Villingen 488 b , Anm. 2. Hecklingen, B.A. Emmendingen 155. — Kirchherr 155. — Zehnten 155. Hennger s. Schauenburg. 510% \ (Zwölfer) u. Rath 10. 220. 303. 395. Hegau 79. 106 g , Anm. l. 106". 250a, b, e. 252. 254, Anm. 3. 258. 260. 261*. 263. 274. 362°, \ 545*. — Landgericht, Landrichter s. Stockach, Landgericht. — Rittergesellschaft 510 e . Hegenaw s. Hegenheim. Hegenheim, Amt Hüningen, Oberelsass 265. Hegbach (Hägbach), Wald bei Übel- u. Laugenbach, B.A. Wolfach 517. 543. Heiczer s. Haitzer. Heidau, Schlesien, Heyduu, sive Mezirethe 483. Heidburg, B.A. Wolfach 331. 336, Anm. l. 485, Anm. 1. Heideberg s. Heidburg. Heidegg, Cant. Zürich, Hartmann v. 499. Heidelberg 85. 89 u. Anm. l. 199", r . 217 b . 253. '352. 426. Heidenhofen, B.A. Donaueschingen 125. 134. 200, Anm. 2. Heidnischer Stein, fürstenbergische Grenzmarke am Kesselberg 125. 200, Anm. 2. 309 u. Anm. l. Heilbronn 378. Heiligenberg, B.A. Pfullendorf 79, Anm. 2. 105. 217". — Grafen s. Werdenberg. Heiligenthal, Wald bei Möhringen, B.A. Engen 171°. Heilsberg, Burg bei Ebringen, B.A. Constanz 250 e . 252. Heimerdingen, O.A. Leonberg 361, Anm. 2. Heimsheim, O.A. Leonberg, Peter von 361, Anm. 2. Heimsprung, elsäss. Amt Mühlhausen 530, Anm. 1. Heini s. Haini. Heiningen, O.A. Backnang oder Göppingen. — Jecklin v. 361, Anm. 2. Heininger, Hanns v. Freiburg 130 c , f . Heintzler, der v. Bollenbach 427, Anm. 2. Heitberg s. Heidburg. Heizmann, der alte 543. Held, Hanns v. Auffen 83. Helfenstein, O.A. Geisslingen, Graf Johann und seine Gemahlin Adelheid v. Hohenlohe 505. Heller, Hermann, wirt. Landschreiber 230 d . Hellin, die 213. Hellißhofen, abgegangen südlich von Bargen, Cant. Schaffhausen 309. Helmstadt, B.A. Sinsheim, Jeronimus v. 361, Anm. 2. I 1 M wm mSSi WBRm ■ mm fmm 552 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNISS. Helmstadt, Sebastian v. 361, Anm. 2. Hemerlin, Burkarb v. Villingen 488", b . Hemschbrunn s. Heinisprung. Henndtmann, Cunrat v. Atnarütt 172. — Englin v. Amarütt 172. — Ulrich v. Amarütt 172. Hennenberg, Graf Bertold 491. — Graf Herman 323, Anm. 2. 399. — Gräfin Apollonia 323. 399. 481, Anm. 2. Henseler, Meister Johanns 129, Anm. 3. Hennsler (Henßsaler), Cläwi v. Fürstenberg 51. 472, Anm. 1. 532". Siegel beschrieben 472, Anm. 1. — Conrat v. Fürstenberg 532\ Heppach (welches?), Hans v. 128. Herbatt, Hanns v. Pfohren 355. Herbolzheim, B.A. Emmendingen 510°. Herdern (B.A. Freiburg) 9. 30. — Diughof 9. — Kirchensatz u. Zehnten 30. Herdern, Cant. Thurgau 537", Anm. 2. Herman, Berchtold v. Villingen 407, Anm. 1. — Cünrat v. Villingen 407, Anm. 1. — Frena 453. — Hanns v. Geisingen 470. — Hanns v. Villingen 8, Anm. 1. 20. 29. 30. 118 u. Anm. 1. 179. 405% Anm. 1. 424. 543 d u. Anm. 1. Siegel beschrieben 543 d . — Hermanns v. Villingen 407, Anm. 1. Herrenberg, wirt. O.A. Stadt 70. 112. 217 f . 263. 265. 510". Herrenstein bei Fischerbach, B.A. Wolfach 67. Herßmau, Peter 361, Anm. 2. Hertenberg, Tirol 48. Hertenstein, hohenzoll. O.A. Sigmaringen, Jörg V. 361, Anm 2. Hertter, Balttus 261". Herwigel, Hanns 527. Herzogenweiler, B.A. Villiugen 125. 228. Hess, Doman 361, Anm. 2. — Hanß, Forstmeister 361, Anm. 2. — Ludwig s. Fandt. — Michel 361, Anm. 2. — Sigmund d. j. 361, Anm. 2. Heßlich, Bertholt 361, Anm. 2. — Hanß v. Schweinhausen 361, Anm. 2. — Jörg 361, Anm. 2. — Sigmund 361, Anm. 2. Heudorf, B.A. Stockach. — die v. 176. 542 u. Anm. l. — Bilgri v. 532. — Bürgkart zu Stühlingen 242. 316. — Burkhart v. 30 u. Anm. 2. — Hanns Mathis 242. 316, Anm. l. — Heinrich Sigmund zu Aulfingen 103 u. Anm. l. 211. 250, Anm. 1. 316, Anm. 1. 343 u. Anm. 3. Heulle, Giett von der 265. Hewen, Herren v. s. Lupfen. — der jung v. 425. — Peter v. 499. Hewer, Hans, Junker 536, Anm. 4. Hewerin, Endlin 536, Anm. 4. Heyerdingen s. Heimerdingen. Heyngen s. Hayingen. Hiffingen, Hifingen s. Hüfingen. Hildesheim, Bischof 482". Hiltmißhusen s. Milpishaus. Hilzing'en, B.A. Engen 205. 252. 537", Anm. 2. Himlingen, abg. bei Neidingen, B.A. Donaueschingen 347. Hindernhonnberg s. Hinterhomburg. Hindersich, Hanns 83. — Lienhart 83. Hinigeu s. Heiningen. Hinterhomburg, Cant. Thurgau 537", Anm. 2. Hinterrangach, bei Oberwolfach, B.A. Wolfach 16, Anm. 2. Hinterzarten, B.A. Freiburg, Kirche 513. Hintschingen, B.A. Eugen 102. 125. 142 e . 420, Anm. i. 470. Hirnheim, bair. B.A. Nördlingen. — Ber v. 329, Anm. 2 1 . 361, Anm. 2. Siegel beschrieben 329, Anm. 2\ Hirschbach, bei Schappach, B.A. Wolfach 16. Hirschhorn a. Neckar, Hessen 199". Hirßpach s. Hirschbach. Hirtzbach, Oberelsass bei Mühlhausen. — Hanns v. 530, Anm. l. Hirwin, Hanß 361, Anm. 2. Hochberg s. Hachberg. Hochemmmgen, B.A. Donaueschingen 34. 118 u. Anm. 1. 2. 125. 130 m . 134. 200, Anm. 2. 540". 543 a , Anm.l.' — Obervogt 34. 540" u. Anm. 1—3. — Portzehnten 34. — Vogt 179. 537. < ■ - - -.V". ;*■— ORTS- UND PERSONENVERZEICHNISS. 553 PsS Hochemmingen, Vogtei 215. Hochemminger Than, Emynger than 171 b . Hochfelden, Unterelsass 12, Anm. 2. 117, Anm. l. Hochgesträss, Gewann bei Möhringen, B.A. Engen 171°. — Gewann bei Schwenningen, O.A. Rotweil 200, Anm. 2. Hockelmenin, Magdalene v. Fürstenberg 393. Hock, Claus 524. Hodingen (Hödiugen, B.A. Ueberlingen?). — Caspar v., genannt Volckwyn 361, Anm. 2. Höfingen, O.A. Leonberg 361, Anm. 2. — Trucbsess Ludwig v., Dr. 86. Siegel beschrieben 86. Höltzl, Blasius 326, Anm. i. Höppellin v. Ippingen 421. Hörblach, bair. B.A. Volkach, Unterfranken 105 u. Anm. 1. Hornwadel, Martin v. Geisingen 532 a . Howen s. Hewen. Höwer, Jörg v. Gutmadingen 142". Höwerin, Magdalena von Gutmadingen 142". Hofer, Sebastian 265. — Steffiin 265. Hofflieb, Vyt 361, Anm. 2. Hoffmayer, Clewi 545 a . Hoffmeister v. Prauenfeld, Hans 461, Anm. 3. — Hans Ulrich 461, Anm. 3. — Walther 461, Anm. 3. Hoffwart v. Kirchheim, Hans, Ritter 217 a . Siegel beschrieben 217". Hofmayer, Auberly 543. Hofpawreu, die zwei 265. Hofstetten, B.A. Wolfach 336. 427. 510". — Vogt 427, Anm. 2. — Zehnten 340. Höh, Jacolman v. Schönenbach 90. Hohberg, Berg bei Gippichen, B.A. Wolfach 16. 110. Hohemburg s. Hohenberg. Hohenberg, Grafschaft, Herrschaft 21, Anm.i. 106", \ 309. — Hauptmann 209. Hohenberg s. Hohberg. Hoheneck bei Vils, Tirol 48. — O.A. Ludwigsburg, Endriß v. 361, Anm. 2. Hohenfreiberg, bair. B.A. Füssen 199*. Hohengeroldseck s. Geroldseck. IV. Hohenheim, (Gross- oder Kleinhohenheim, O.A. Stuttgart), Sebastian Bombast v. 361, Anm. 2. Hohenklingen. Thurgau, Herr v. 484, Anm. 1. — Ulrich V. 197. 300 d , Anm. 1.461, Anm. 2. 5. 537\ — Walther V. 300 d , Anm. l. 461, Anm. 3. — Lehen von 27, Anm. l. 125. 169. 184. 197 u. Anm. 1. 204. 205. 300 d . 309. 461 U. Anm. 1—7. 537" u. Anm. 1. 2. 543 aa . Hohenkottenheim, B.A. Scheinfeld, Mittelfranken 275. 283\ Hohenloch, Ruine bei Böttingen, O.A. Münsingen 482, Anm. 1. Hohenlohe, ein Graf v. 545\ — Adelheid v., Gemahlin Grafen Heinrichs IV. v. Fürstenberg 505. — Adelheid v., Gemahlin Grafen Johanns v. Helfenstein 505. — Kraft II. und seine Gemahlin Adelheit von Wirtenberg 505. — Kraft III. u. seine Gem. Anna v. Leuchtenberg 505. Hohenstain s. Hauenstein. Hohentwiel 362 b . Hohnstein, Wilhelm v., s. Strassburg, Bischof Wilhelm. Holdersbach, B.A. Wolfach 16. 108, Anm. i. m. 543. Holtz, Jörg v. Schramberg 362 b . d . Holtzerspach s. Holdersbach. Holzhausen bei Grüningen, Cant. Zürich 537% Anm. 2. Homburg, B.A. Stockach 250 e . 251. 252. 533. 545 a . — die v. 516. — Burckhart v. 533. — Veronica v. 318. — Wolf v. 347. Siegel beschrieben 347. Homburg, Cant. Thurgau 537", Anm. 2. Hondingen, B.A. Donaueschingen 39. 82. 125. 379. 472, Anm. 1. — Bau ZU 472, Anm. 2. — Kaplan 472, Anm. 2. — Kirchherr 379. — Vogt u. Richter 472, Anm. 2. Honeck s. Hoheneck. Horatius, Vincentius, gen. Stundtier, Notar 505\ Horb 34, Anm 1. 72, Anm. 3. 112. 130\ 543 e . — Stift zum hl. Kreuz 70, Anm. 1. 112 u. Anm. 2. 4. 70 $*MS ':■■■ Hl 111 fp mm $3 &QSL m : ■' ■■- I H 554 ORTS- UND PERSONENVEBZBICHNISS. Horb, Vogt 23. 108. Horgen, O.A. Rottweil 63. Horkheim, O.A. Heilbronn, Hanß Ernst v. 361, Anm. 2, — Hanß Kuris v. 361, Anm. 2. Hörn, O.A. Biberaeh 361, Anm. 2. Hörn, Hans v. Haslach 524. Hornbanck, Hanß v. 361, Anm. 2. Hornberg, B.A. Triberg 158. 329. — Frühmesser 37. — Stadtgericht 329. — Vogt 23. 302. 329, Anm. 2. 524. — Conratt v. 5K) d . Hörneck v. Hornberg (Hornstat), O.A. Neckarsulm, Philips 361, Anm. 2. (zweimal genannt). Hornstein, hohenzoll. O.A. Sigmaringen, Jörg v. 361, Anm. 2. Horwer, Junker Hainrich (von Horben bei Gestraz, bair. B.A. Lindau) 199 1 . Hospitaliter s. Johanniter. Houwenstein s. Hauenstein. Howensteyn, Michel, Pfarrer zu Kirchen 318". Hubensack, Martin 361, Anm. 2. Huber, Anthony, Kaplan in Geisingen 470, Anm. 2. — Mathis 282. Hubertshofeu, B.A. Donaueschingen 96, Anm. 6. 488. Hueber, Cuni 495. Hüfingen, B.A. Donaueschingen 15. 30. 46. 83. 87. 97. 130d, 1, n. 236. 264, Anm. 1. 266, Anm. 2. 267. 274. 276. 278". 293, Anm. l. 322. 481, Anm. 3. 505 a . 512. 545". — Barzehnten 512. — Burg 505". — Herren zu, s. Schellenberg. — Vogt 59. v. Hüfingen s. Schultheiss. Hüfinger Loher (Wälder) 171 b . Huener, des H. Im engarten 200, Anm. 2. Hüntschiugen s. Hintschingen. Hüny, Clewy u. Conradt 527. Hürblach s. Hörblach. Hürüp, Rudolf von Stein 499. Hüssen, Schlesien 483. Hug, Heinrich v. Villingen 545 a . Hummel s. Staufenberg. Humpis, der 213. — Jos v. Ratzenried 196 u. Anm. l. Hunger, Wolfgang 361, Anm. 2. Hungersbach, Oesterreich, Symon v., kön. Schatzmeister 199'', u . Hunnolt, Hans v. Haslach 524. Hüber, Ludwig v. Freiburg 64. Hurenpaeher Steige bei Trossingen, O.A. Tuttlingen 309. Hurnheiu s. Hirnheim. Husen s. Hausach. Husiten 514. Huß, Jack im 361, Anm. 2. — v. s. Haus. Hütten, Conrat v., Ritter 105 u. Anm. l. Hutz, Conrat v. Ulm 26. Hyermhaimer, der 265. Hymlen, Gewann (Himmelberg bei Oefingen oder Himmelreich bei Aasen?) 171 b . Hymlingen s. Himlingen. Jacobi, Dr. Peter, Arlünensis 199 p . Jacobin, Offemye, v. Villingen, ihr Sohn Burkarfc und ihre Enkel Johans u. Jacob 488 b , Anm. 2. Jäger, die, v. Strassburg 227, Anm. 3. — Erhart v. Feldkirch 338. — Hainrich, gen. Spät s. Immendingen. — Hanns, Kundschafter 265. 283 m . — Thoman 244, Anm. l. Jagißen (Jagyssen), Jörg 361, Anm. l. — Menhart 361, Anm. 2. Ybelbach s. Uebelbach. Ycher, der, Erben 390, Anm. 2. Idstein, Nassau, Herr zu 299. Jeger, Hans v. Villingen 512\ Jenatz, Graubündten 81, Anm. 3. Jerusalem 143". — hl. Grab 289 b u. Anm. l. Jeschen, Schlesien 483. Jettingen, B.A. Altkirch, Oberelsass 274.' Yfan, Anthoni v. 213. Ifflinger, Cünrat 347. Ijsselstein, holländ. Provinz, Utrecht 253. Ilsung, Sebastian, Dr. jur. utr. 199 kk . Ymadingen s. Immendingen. Ime Holtz, Burkart 510". Imeler, Balthassar, gen. Ort 361, Anm. 2. Inihoff, Greth, von Oehningen 300" 1 . Immendingen, B.A. Engen 66. 97. 102. 125. 130% k , n . 282. 313. 322. 417. 420 u. Anm. l. 523. 545. ■äktMi Wmsmä OßTS- UND PERS0NENVEKZETCHN1SS. 555 Immendingen, Burg untere 523. — Anna v. 523. — Hainrich Jäger, gen. Spät v. 523. — Toredena v. 523. — Wilhelm Spätt zu Engen 545. Siegel beschrieben 545. Immenstadt, bair. B.A. Sonthofen 172. Imst, Oberinnthal in Tirol 222 u. Anm. l. 446. Imthurn, Rüdiger zur Haselstuden v. Schaffhauseu 30. 300*. 524", Anm. 1. — Rueger am Rindermarkt 498. — Wilhelm zur Haselstuden 498. 524°, dessen Söhne Wilhelm u. Rüdger 524% Anm. l. Ymyngen s. Immendingen. Ingolstadt, Baiern 94. Innsbruck 48. 76. 81. 106\ 112, Anm. l. 154, Anm. 2. 175. 193. 195. 200, Anm. 2. 208. 210. 213. 214 d . 219. 222. 224. 231. 298, Anm. l. 2. 299. 324. 325. 326. 327. 330. 352. 357, Anm. 2. 367, Anm. i. 380. 384. 390, Anm. l. 433. 434 u. Anm. 1. 438. 447. 448. 459. 471. 481, Anm. 2. 545 a , Anm. i. 546. — Heinrichsburg 231. — Kammer, Raitkammer 149. 153. 208. 213. 219. 224. 324. 326, Anm. i. 327. 330. 381. 446. — Kanzlei 438. — Statthalter u. Regiment, Regenten 153, Anm. l. 199 f ,\ 209. 214% 224. 232, Anm l. 344. 380. 469. 471. 475. Jörg, Martin v. Schenkenzell 212. St. Jörgen Fahne 262. Joßlin, der v. Haslach 524. — Jude v. Villingen 151. Johannes, Johanniter prior in Böhmen 483. Johanniter 483, Anm. l. — Grosspräceptor in Accon 483, Anm. l. — Oberster Meister in Deutschen Landen 22. 54. 55. 483. 484. Jorger, Ammeister zu Strassburg 163. Josthal, B.A. Neustadt (früher Welschordna genannt) 125. Ippichen s. Gippichen. Ippingen, B.A. Donauesehingen 506. 545. — Zehnten 421. Irland 410". Isenburg, Hessen. — Graf Johann, Herr zu Büdingen 265. Ysenlin, Mathis 331, Anm. l. Ysenlin, Wernher 524. Isny, O.A. Wangen, Kloster 43, Anm. l. — Abt 79, Anm. 2. — Claus v. 265. — Haincz v. 265. Isselstein, Herr v. s. Egmont, Floris v. Italien 193. 195. Ytzstain s. Idstein. Jud, Wilhelm v. Wolfach 383. Juden 151 n. Anm. l. 326. 350. Jülich, Herzog v. 362i, k, m. Jüngling, Paulus 510". Jungerman, Hanns Ulrich 283". Jungingen, Hohenzollern, Burckhart v. 519. — Wolfgang v. 519. Justingen, O.A. Münsingen 83. Justly, Cunrat v. Villingen 405", Anm. 2. Laar s. Lahr. Lachender Stein, fürstenberg. Grenzmarke bei Emmingen ab Egg, B.A. Engen 309. Längenthal, das, bei Niedereschach, B.A. Villingen 309. Lahr, Ortenau 4, Anm. l. 530. — Landschreiber zu 365, Anm. 2. Laimgrais, Hof in Mammern, Cant. Thurgau 537% Anm. 2. Laithund am Crantz, Rittergesellschaft des 32. Lalaing bei Marchiennes, franz. Hennegau, Ro- dighe de, k. Hauptmann 265. Lambach, Oberösterreich 165, Anm. 2. Lainparter, Georg, wirt. Kanzler 230<3, e, g. Landau, O.A. Riedlingen, einer v. 548. — Hanns v. 160. 237 u. Anm. l. 250, Anm. l. 265. 441. 445. — Philips V. 361, Anm. 2. Lande, vordere s. Vorderösterreich. Landegk, B.A. Emmendingen (Landecker), An- thoni v. 276 c . — Wilhelm, Schuldheiss zu Gengenbach 4 u. Anm. l. Siegel beschrieben 4. Landeck, Tirol 194, Anm. l. 200. Landenberg, Cant. Zürich, Beringer v. 461. — Hug v. zu Greiffensee 461, Anm. 2. 3. ■— Italherinan v. zu Greiffensee 461, Anm. 3. — Margrete v. geb. v. Blumnegg 461, Anm. 3. Landgraben, der, bei Möhringen, B.A. Engen 171°. Landsberg, Oberbaiern 150, Anm. l. 70* WBBSt jSssfsäg £81 m& mwm %m%® 556 ORTS- UND PEßSONBNVERZEICHlsriSS. spaf Bold Landsberg, Oberelsass. — Anna Vögtin v. 186. — Jacob d. ä. 199 y . — Jacob v. 368. Landsburg, Elsass, Herren v. s. Lupfen. Landser, Oberelsass 265. 268. Landshut, Niederbaiern 165. Landskron, Oberelsass, Herrschaft 279. Lang, Auberlin, Vogt in Aasen 71. — Conrad v. Gutmadingen 35, Anm. 2. — Mathäus, Dompropst in Augsburg 368. 371. 390, Anm. 1. Langenargen, O.A. Tettnang 285. Langenbach, B.A. Villingen 125. 130\ g . 427, Anm. 2. Langenbach (Oberlangeubach), B.A. Wolfach 16, Anm. 2. 10.8, Anm. 1. HO u. Anm. 1. 111. 170. 467. 543. Langenbechin, die 503. Langen Klingen, Hipsch, Jörg von der 361, Anm. 2. Langenordnach, B.A. Neustadt 187. Langenschiltach, B.A. Triberg 30, Anm. 2. 139. Langenstein, abgegangene Burg bei Huberts- hofen, B.A. Donaueschingen, u. die Herren v. 488. Langhauß v. Schenkenzell 212. Langnau, Cant. Zürich 537 a , Anm. 2. Lannser, Lauser s. Landser. Lare s. Lahr. Laredo, Biscaya 410 r . Lasser, des, von Villingen Erben 130". — Eucharius v. Villingen 404. Lateran 482 b u. Anm. 2. 482', ". Lateranisches Concil 500. Laubenberg bei Grünenbach, bair. B.A. Lindau. — Friedrich v. 376. — Hanns Caspar v. 222. 226. 265. — Verena v. 376. Lauf s. Lauffen. Laufenburg, Cant. Argau 265. 348. Lauffen, Berner Jura 280. Lauffen, Fischenzen zwischen obern und untern • L. bei Schaffhausen 300 a . 524" u. Anm. l. Lauffen, O.A. Besigheim 217\ Laupheim, wirf. Amtsstadt 361, Anm. 2. Lauter, Fluss, O.A. Münsingen 362". Laute rDaCÜ s - Lutterbach. L a y, Jeroninius 265. Le Fay 1' Billot bei Langres, Burgund 428. Leder, Berchtolt v. Möhringen 494. Lehtnegg s. Lichteneck. Lech, Fluss 92. 362 d . Lechfeld, das 150. Lechler, Conrat 100. 405 a u. Anm. 3. Leerdam, Graf v. s. Egmont, Floris v. Leger, Simon v. Hausach 81 a . Leimer, Blesi v. Basel 435. Leipferdingen, B.A. Engen 186. 343, Anm. 3. 519. Lemliu, Jude v. Ulm 151, Anm. l. Lemp, Wolfacher Familie. — Claus v. Wolfach 515. ■— Jacob 515. — Jörg 13. 37. 329. — Heinrich v. Wolfach 16, Anm. 2. 515. — Henny 515. — Ludwig, Kaplan zu Wolfach 16, Anm. 2. Lendlin, Hans v. Freiburg 315. Lengin, Katherin v. Hochemmingen 540* u. Anm. 2. Lenngental s. Längenthal. Lenzkirch, B.A. Neustadt 477. — Herrschaft, Gericht 129 u. Anm. l. 3. 180. 452. Siegel abgebildet 129, Anm. 3. — Kirche 129. — Niederdorf s. Unterlenzkirch. — Schloss 129. — Zoll 129. Leonstein s. Löwenstein. Leuchtenberg, Oberpfalz, Anna v., Gemahlin Krafts III. v. Hohenlohe 505. Leuwenstain s. Löwenstein. Lewenbeckh, Dr. Arestotiles 48, Anm. l. Lewemberg s. Löwenberg. Lichtenberg, Unterelsass 42. 127. Lichteneck bei Kenzingen, Breisgau, Burg 155. 510". — Herren v. s. Tübingen, Grafen. Lichtenfels, Burg bei Leinstetten, O.A. Sulz, S. 519. — Hanns v. 530. — — v. zu Freiburg 57. Siegel beschrieben 57. — Wilhelm 160 u. Anm. l. Lichtenfelserin, Anna 13. Lichtenstein, Steiermark. — die v. 213. — Eckolt von 262. — Pauls v. 165, Anm. i. 326, Anm. 4. 471. 475. Liebe, Hanß 361, Anm. 2. OETS- UND PERSONENVEEZBICHNISS. 557 Liebelsteiner Jörg 361, Anm. 2. Liebenfels, Cant. Thurgau 537 a , Anm. 2. Liebenstein, O.A. Besigheim. — Hanß v. 361, Anm. 2. — Heinrich v. 361, Anm. 2. — Peter v. 361, Anm. 2. Lieberman, Hainrieb u. Jörg 540. Lieebstal s. Liestal. Liechtemberg s. Lichtenberg. Lienz, Tirol 199 u . Lierheim, bair. B.A. Nörcllingen. — Wilhelm v. 361, Anm. 2. Liestal, Cant. Baselland 275. 283". 289 a . Limburg, O.A.Hall, Schenk Cristoff v. 149. 251. 262. 433, Anm. 2. 459. Linach, B.A. Neustadt 125. 130°. Lindau, im Bodensee, Stadt 189. 199 d . 202. 272. 285. 286. 289 a . 291. — Stift 142 a . 237. --------Aebtissin Amalia 142b, c, I ..... 1 '■■ ] ' i ■• 564 OETS- UND PEESONENVEEZEICHNISS. Offenburg, Peter v. Basel 265. 283\ 331, Anm. l«. 332. 376. 435. Offenloch s. Sinten. Oheim, Wolf 171 f , Anm. l. Ohlsbach, B.A. Offenburg 485. Ohmenhausen, O.A. Beutlingen s. .Vmähußen. Ölten, Cant. Solothurn 348. Opfikon, Cant. Zürich 537 a , Anm. 2. Oriens, Morgenland 482 b . Orenberg s. Erenberg. Ornen s. Langenordnach. Ort s. Imeler. Ortenau, Landschaft, Herrschaft, Landvogtei 365 —67. 369. 390 u. Anm. l. 412. 437. 447. 475. 485, Anm. 1. — Edelleute 447. — Grafen Berthold u. Liutfried 485, Anm. l. — Landvogt 5, Anm. 2. 200, Anm. 2. s. auch Fürstenberg, Wolfgang (v. Nr. 365 an) 365. 369. 485, Anm. ]. 549. — Zoll 366. Ortenberg, B.A. Offenburg 119. 365 u. Anm. l. 412. 479. 481. — Amt 425. — Amtmann der Pflege 5 u. Anm. l. 203, Anm. 3. 547'. — Amtsverweser, Vogt 365, Anm. 2. 427, Anm. l. 429, Anm.l. 481, Anm. 2. 481, Anm. 3. — Herrschaft s. Ortenau. — Landvogt, Vogt 4 u. Anm. 1. 5. 28. 339, Anm. l. s. Fürstenberg, Graf Wolfgang (von Nr. 365 an). — Teich u. Zoll 366. Ortenburg, Niederbaiern, Graf Hanns v. 265. Ostheim, Hartmann v., meklenburg. Hofmeister 199\ Ott, Ulrich, Pfarrer in Wolterdingen 539. Ottenfurt, der, bei Tuttlingen 309. Ottenheim, Grafschaft in der Ortenau 485, Anm. l. Ottenmünster (Ettenheimmünster, B. A. Etten- heim?) Kloster 265. Ottmän, Hans v. Haslach 524. Ougspurg s. Augsburg. Ouwanngen s. Awangen. Ow, Balthazar v. 64 u. Anm. 2. — Hans v. zu Wachendorf 108. — Hans Erhart v. 361, Anm. 2. — Jörg zu Wachendorf 361, Anm. 2. Ow, Jörg zu Zimmern 361, Anm. 2. — Marquart, Märklin zu Wachendorf 86, Anm. 2. 235. 543 f . Siegel beschrieben 86, Anm. 2. 543 f . — Ursula 223, Anm. 3. Owelfingen s. Aulfingen. Paderborn, Bischof Oliverius 482\ — Bisthum 482\ — Domcapitel 482\ — Propst, Heinrich zu St. Peter und Andreas 482\ Padua 481. Päpste: Alexander VI. 143 a . — Gregor IX. 482 k . — Honorius III. 482b, f, g, h. — Nicolaus IV. 485, Anm. l. — Urban V. 500. Paland bei Erkelenz, Rheinlande, Elbolt v. 362'. m . Pallant s. Paland. Pappenheim, bair. Mittelfranken, Erbmarschall Wilhelm v. 277. Paradies, Cant. Thurgau, Kloster 13Q n . Payer, Hanns 83. Payr, Adam v. Boppart 265. Pechouen, Derich v., Jülicher Edelmann 362'. Pehaim, Wastian, Büchsenmeister 265. Pennefent s. Benavente. Pernschweyller s. Berenzweiler. Pertsch, Martin, gen. Schuttermartin 380. Petersberg, Tirol 106 k . Petershausen, Vorstadt von Constanz — Abt 79, Anm. 2. Pfäffingen s. Pfeffingen. Pfävers, Abt v. 545\ Pfaff, Paulin v. Bräunungen 424. Pfaffenbrach, Gewann bei Möhringen, B.A. Engen 171 c , e . Pfaffenweiler, B.A. Villingen 25. 200, Anm. 2. 223, Anm. 2. Pfaffenzell, Hanns v. 83, Anm. l. Pfaffstetten s. Pfastadt. Pfalz, bei Rhein, Fürsten 5, Anm. l. 28. 109. — Herzog Ruprecht 362 a . b . 371. 378. — Hof 62. — Hofgericht zu Heidelberg 4, Anm. l. ■— Pfalzgraf Albrecht s. Straßburg, Bischof. rai OETS- UND PERSONENVERZEICHNISS. 565 Pfalz, Pfalzgraf Friedrich 4, Anm. 1. 530. — Philipp 60. 68. 89 u. Anm. 1. Hl, Anm. 3. 117, Anm. 1. 153, Anm. 1. 156, Anm. 2. 183, Anm. 1. 199". r . 206. 253 u. Anm. 3. 361. 362a, b, g/s, v. 364. 365. 366. 367. 368. 371. 372. 373. 374. 377. 378. 440. 545 a . Siegel beschrieben 89. — Vogt zu Ortenberg 4, Anm. l. Pfastadfc, bei Mühlhausen, Oberelsass 265. Pfauw, Hanß 543. Pfeffertz s. Pfävers. Pfeffmgen, Cant. Basel 45. 275. 291. Pfiffer," der v. Auffen 83. Pfirfc, Oberelsass, Amt, Herrschaft 279. 283 1 . — Vogt zu 265. — Dietrich v. 265. dessen Witwe 331, Anm. i b . — Jörg V. 361, Anm. 2. — Philipp v. 435. — Sigmund v. 265. — Valentin v. 361, Anm. 2. — Wolf V. 361, Anm. 1. Pfiintner, Jacob v. Oberwolfach 546\ Pfohren, B.A. Donaueschingen 34. 106 b . 130". 176. 177. 201. 218, Anm. 3. 228. 355. 393. 401. 414. 512\ 548. — Bau u. Kosten 201. — Burg, Haus, Schloss 42. 125. 414. 453, Anm. l. — Dorfvogt 201. — Entenburg 453 u. Anm. l. 548 u. Anm. 3. — Flurnamen 125. — Kaplan, Kaplanei 125. — Kirche u. Kirchensatz 55. 201. — Marppach 414. — Obervogt 201. — Pfarrer 201. — Pfarrcorpus 55. — Vogt u. Gericht 201. 414. — Weiher 481, Anm. 3. — Zehnten 55. 177. 388. 414. 512\ Pforr, Oberelsass, Gervasius v. 30 u. Anm. 2. Pforren s. Pfohren. Pfullichgau 482, Anm. l. Pfurt s. Pfirt. Pfuser v. Nordstetten, Hanns d. ä. 530, Anm. l. Phadt, Cuntz, gen. Singerhans 265. Pilichtorfer, Dietrich, Marschalk in Oesterreich 491. Pipin, König der Franken 64, Anm. 3. Pitsch s. Bitsch. Plarrer s. Blarer. Pleuingen s. Plieningen. Plieningen, O.A. Stuttgart, Ytelhanß v. 361, Anm. 2. Plus, Syfrit, Landschreiber zu Lahr 365, Anm. 2. Polen 483. — Johanniterpräceptor 483. Polheim, Oesterreich, Martin v. 222. — Weickbart v. 165, Anm. 2. 265. Popenreytes, Hanns, Büchsenmeister 265. Poppart s. Boppard. Poppeisdorf bei Bonn, Rheinpreussen 114, Anm. 2. Pordenone, Friaul 199 h . Porten, bei Elberfeld, Rheinlaüde, Derych van der 362'. Porto, Cardinal bischof Conrad v. Urach 482 a-k . Posta, Friderich v. 196, Anm. l. Poulle, messire de 265. Prag, Böhmen 5C8. Prechthal, B.A. Waldkirch 427, Anm. 2. Prichsenstadt, bair. B.A. Gerolzhofen 462. Priestetten s. Prichsenstadt. Priestlinkh, Herr Heinrich 234, Anm. 2. Prüeschenk (Prueschinck), v. Stettemberg, Heinrich 224. Pruilmgen, Prünlingen s. Bräunungen. Prurnsin, die zu Schaffhausen 97. Pruntrut, Cant. Bern 265. Pudefels, Michel v. 265. Pürenfynd 263. Putsch s. Bitsch. Puperlin, Thoman 81. Pur, Lienhart 455°. Quatterloch, Johannes, Vogt in Hornberg 329, Anm. 2. Rabenthal, Gewann bei Möhriugen, B.A. Engen 171 e . Radolfzell, B.A. Constauz 8, Anm. l. 85. 123, Anm. i. 256, Anm. i. 267. 272. 509. 516. 545". — Burgermeister- u. Ammannamt 516. — Münze u. Zoll 516. Radstadt, Salzburg 390, Anm. l. Räterschen bei Elsau, Cant. Zürich 543 b , Anm.i. Räwlin, Clewin v. Neidingen 532". mm )8mm&- ■mmmz mm, JHF JBBK® I . I ■ ■ m 566 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNJSS. Raimund s. Roinang. Rainhartin, alias Gurerin, Agneta v. Neufürstenberg 422, Anm. 1. Rama, Palästina 289 b , Anm. i. Ramberg s. Romberg. Rambart, Cläwi v. Sumpfohren 166. — Hanß v. Deggingen 61. Rammingen, B.A. Mindelbeim, bair. Schwaben, Cristoff v. 265. — Jacob v. 486. Ramstein bei Thennenbronn, B.A. Triberg, Burkart v. 510 e . — Diepold v. 67. — Bnnlin v. 4, Anm. i. .— Hans v. 510% b . 518. — Hans v. zu Weiler 333. — Leytold v. 265. — Michel v. 8, Anm. l. 67. — Waltber v. 510 b . 517 a u. Anm. l. Randeck, B.A. Constanz 252. 545\ — Burckbart v. 545\ — Caspar v. 237. — ein Ritter v. 289°. — Hanns v. 263. — Heinrich v. zu Stauffen 66 u. Anm. l. 211. 237. 441. 545". Siegel beschrieben 66, Anm. i. — Johans v., Domherr in Constanz 507. Randecker, die 250 e . Randen, Gebirge bei Schaffhausen 123 u. Anm. l. 131. 309. Randenburg, Egbrecht Schuldheiss v. 498. Rannigen s. Vorderrangach. Ranspach, Amt Hüningen, Oberelsass 283'. Rapoltstein, Elsass, Anna Alexandrina s. Fürstenberg. — Helena v., Gem. Heinrichs v. Lupfen 44. — Ulrich v. 359. — Wilhelm 133, Anm. 4. Rapoltsweiler, Elsass 359. Rapp, Conradt 9. Rappenthal s. Rabenthal. Rat, Clewin v. Fürstenberg 393. Rattaler, Schan, Kamniermeister 410\ Rattenberg, Tirol, Hauptmann zu 475. Ratzenried, O.A. Wangen 196, Anm. l. Rauh (v. Winnenden), Heinrich 361, Anm. 2. Rautzenriedt s. Ratzenried. Ravenberger, Hanß 361, Anm. 2. Ravensburg, wirt. O.A. Stadt 196, Anm. l. Ravenstein, O.A. Geislingen 361, Anm. 2. Rawheneck, Junker Stephan v. (Rawhenegker) 265. Rechberg, O.A. Gmünd. — Conrat zu Hohenrechenberg 361, Anm. 2. — der von 199 h . — Erckinger v. Hohenrechberg zu Rofzenstein 361, Anm. 2. — Philips v. 213. — Wittfrau v. 465. — Wolf zu Hohenrechberg 361, Anm. 2. Rechclaw, Eberhart 542. — Marx 470. Rechcläwin, Kingin 470. Rechgraben, B.A. Wolfach 467. Rechlin s. Reuchlin. Reck, Heinz v. Langenbach 16, Anm. 2. 543. — Michel 543. Reckenbacb, Barbla v. 536, Anm. 4. — Berchthold v., Pfarrer in Bräunungen 17. — Burkart V. 218. 331, Anm. 3. 343 n.Anm. 1. 2. 3. 347. 393. 415. 424. 442, Anm. l. 467. Siegel beschrieben 343, Anm. 2. 393. 415. — Conradt v. 352. — Cya v. 536, Anm. 4. — Fronica v. 321. 536, Anm 4. — Gallus V. 536, Anm. 4. — HaUS V. 8, Anm. 1. 23. 30. 78, Anm. 2. 97. 110, Anm.l. 125, Anm. 2. 130 c . 135. 177. 200, Anm. 2. 228. 238, Anm. 2. 245. 295. 313. 339, Anm. l. 542, Anm. 1. — — v. zu Marschalkenzimmern 130e, g, m. — — v. zu Neufürstenberg 8, Anm. l. 536, Anm. 4. — Jörg zu Aulfingen 536, Anm. 4. dessen Gemahlin Fronick 321. 536, Anm. 4. — — zu Donaueschingen 83. --------zu Geisingen 24. 26. 78, Anm. 2. 97. 101. 130a, k, i, n. 135. 171 f . 235. 320. 328. 346. 347. 390 u. Anm. l. 408, Anm. i. 415. 439. 448. 453. 461, Anm. 4. 468. 472, Anm. 1. 473, Anm.l. 477. 481, Anm. 3. 536, Anm. 4. dessen Gemahlin Barbla v. Almshofen 536, Anm. 4. Siegel beschrieben 26. 135. — Magdalena v. 359. — Othmar v. zu Züricb 8, Anm. 1. 536, Anm. 4. 542, Anm. 1. Regensburg 146. OETS- UND PERS0NENVERZEICHN1SS. 567 Regenswilr 537", Anm. 2. Registen (verschrieben für Randeck?), eiuer v. 289'. Reich, des hl. Reichs Strasse 3, Amn. 2. Reichenau, Kloster 83. 272. 5L6. 544 u. Anm. 1. — Abt Eberhard 516. --------Friedrich 516. --------Johanns 392, Anm. 2. --------Martin 199 BS . 320. 392. 544. Reichenbach, B.A. Offenburg 531. — B.A. Neustadt 75. 125. 187. Reichenbach (kommt von Mistelbrunn, mündet oberhalb Wolterdingen in die Breg) 96, Anm. 8. 125. Reicbeuberg bei Weiler, B.A. Wolfach, Bergwerk 93. 133 u. Anm. 1—4. Reichenweiler, Oberelsass 402". Reichshofen, Unterelsass 12, Anm. 2. Reihemburg, Rinbrecht von 262. 272. Reinach, Cant. Basel, die v. 465. — Ludwig v. 265. 283°. Reineck, ehem. Burg bei Pfirt, Oberelsass 279. Reiner, Hanns, Secretär 265. Reinerzau, O.A. Freudenstadt 227. 305, Anm. 4. Reinmagen s. Remagen. Reischach (pr. O.A. Sigmaringen). — Conrat v. 361, Anm. 2. 414. — Eck v. 362. 408, Anm. 2. 414. 440. — Hans, Ritter 261". 535, Anm. 1. 540. — Hans v. zu Engen 108. 176. — Hanß Heinrich v. 361, Anm. 2. — Hanß Lienhart v. 361, Anm. 2. — Jos zu Ach 186. — Lux 171*; 318. 357, Anm. 2. 414. — Polay 130'. 327, Anm. 1. 545\ — Wilhelm v. 361, Anm. 2. Reiselfingeu, B.A. Bonndorf 64. 125. 130 f . 480. 535. Remagen, Rheinpreussen 156, Anm. 3. Remchingen, B.A. Durlach, Wilhelm v., Comtkur zu Villingen 55. 201. Reminchiugen s. Remchingen. Rengischweil 537 a , Anm. 2. Renhartsow s. Reinerzau. Renlinger, Lienhart v. Radolfzell 8, Anm. 1. Renner, Conlin 361, Anm. 2. — Johann, Secretär 265. Renner, Nicolaus, Pfarrer zu Haslach 16. 84. Rettemperg (Rattenberg im Unterinnthal?) 224. Retterßheym s. Rödersheim. Retthas, Cläs 510 e . Reuchlin, Johannes, Dr. jur. 329, Anm. 2'. Reuss v. Reussensteiu, O.A. Geislingen — Michel 361, Anm. 2. Reusten, O.A. Herrenberg 510\ Reutlingen, wirtemb. Kreishauptstadt 217 a . 234 u. Anm. 2. Reutte, Lechthal 475. Rex, Albert v. Bräunungen 485°. Reyß s. Ries. Rhein 64. 95. 130". 248. 250\ 265. 273. 358. 497. — der Kurfürsten bei R. Münze 114. — die vier Städte (Waldstädte) am 326. — Fischenzen bei Schaffhausen 300". — Pfalz, Pfalzgraf bei Rhein s. Pfalz. Rheinau, Cant. Zürich 457\ — Oberelsass 133, Anm. 2. Rheinfelden, Cant. Aargau 265. 275. 497. — Gerichtsstab 466. # — Schuldheiss u. Rath 265. 283". — Truchsess Sebastian, Bastian v. 265. 283 b . 361, Anm. 2. — Vogt 348. 351. Rieh- s. Reich-. Rieh, Marx 283', p . Richengrüb, Mündung des Reichenbachs in die Breg 96, Anm. 8. 125. Richentwil s. Ricketwil. Ricketwil, Cant. Zürich 537% Anm. 2. 543 b u. Anm. 1. Rider (Riederer), Ulrich v. Freiburg 130", K . Riedböhringen, B.A. Donaueschingen 39. 82. 125. 142\ d . 247. 535. 538. — Flurnamen 243. — Mühle 243. — Vogt u. Richter 243. Riederer s. Rider. Riedern, B.A. Bonndorf, Fritsch v. 494. Riedeschingen, B.A. Donaueschingen 66. 142% b , % % e . 171% Anm. 1. 211. 250, Anm.l. 441. — Kaplanei 237. — Kirche 161. — Vogtei 237 u. Anm. l. Riedlingen, wirt. Amtsstadt a. d. Donau 202. Rielasingen, B.A. Constanz 537% Anm. 2. Ries, Landschaft 24. mW: HS ' WSt WM fflsSm '■■'■.•■■> ;■.■•■■ 568 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNISS. Rietheim, B.A. Villingen 147. 444. — Zehnten 223, Anm. 2. Riether (Riethern), Gewann am Lnpferherg? 116. 171 b , °. Rihenherg s. Reihemburg. Rin- s. Rein, Rhein-. Ringingen, pr. O.A. Gammertingen, Jergen Truch- sessen v. Kinder 8, Anm. i. 139. — Witwe 30, Anm. 2. Rippoldsau, B.A. Wolfach 110, Anm. 2. 155. 174. 294. 312. 396. 416. 427. 456. — Bad 110, Anm. 2. 312. — Harzlehen 174. — Kloster 212. 312. 450. 528. — — Kastvogt 155. --------Prior Eberhart Bletz v. Rothenstein 110, Anm. 2. 155. 312. 321. --------— Johannes Münser von Sinkingen 418. 427, Anm. 1. 450. 528. — Oberes Eigen 174. 396. — Stab, Vogt u. Gericht 174. 212. 427, Anm. l. 2. 456. — Waldnamen 456. Rischach s. Reischach. Rise, Cunrad, v. Klingnau 484. Risselvingen s. Reiselfingen. Ristain s. Reusten. Ristenbühl bei Mazingen, Cant. Thurgau 461, Anm. 7. Rittergesellschaften 32 u. Anm. l. 47. 79. 105. 106 K , Anm. i. 106\ 108. Roblin s. Röblin. Rodigo s. Lain. Rodunt s. Rotund. Röblin, Bartholome v. Haßlach 452* u. Anm. i. 2. Röder, Andres 4, Anm. l. — Anthoni 361, Anm. 2. — Eglolf, EgUOlf 5 u. Anm. 1. — Jerg 4, Anm. 1. — Ludwig v. Thiersberg 359. 524. Röderin, Agnes, Gem. Rulmanns 4, Anm. l. — Susanna, Gem. Friedrichs v. Büchern 4, Anm. 1. Rödersheim bei Sulz, Oberelsass 199 y . Roseler, Cunrat v. Villingen 485 b . Rosseckh s. Rosenegg. Rotenbacher, Haini v. Fürstenberg 532 a , s. Röt- tenbacher. Roet (Roth, bei Overath, Rheinlande?), Wyllem van 362 1 . Rotellen s. Rötteln. Röthenbach, B.A. Neustadt 51. 64. 125. 130 f . 187. Röthenbach (anderer Name für den bei Bräunungen in die Breg mündenden Kirnbach) 125. Röthenbacher s. Röttenbacher. Rötteln, B.A. Lörrach 265. 529, Anm. l. — Markgraf v. 106 b . — Verene v. s. Fürstenberg, Gräfin Verena. Rottembacher, Conrat 166. Röttembaeherin, Englen 130 e . Rottenbaeh, Pauls, Kaplan zu Sumpfohren 130 e . Röttenbacher, Johannes, Leutpriester in Winni- gen 544. Röttenbacher, Ottmar, Landrichter in der Bar 187. 322, Anm. l. 353. Roffenstein s. Ravenstein. Rohrbach, B.A. Triberg 45. Rohrdorf, B.A. Messkirch, S. 520. Rohrdorf, O.A. Horb, Rordorf im Göw 8. 21 u. Anm. 1. 25, Anm. 2. 70 u. Anm. 1. 112 u. Anm. 2—4. 137. 300\ 452", Anm. 3. Rollerpatz s. Wollet, Rolipatz. Rom 143°. 193. 195. 199c, e, h, k. 432. 483. 500. — Cardinäle 199 k . Romang, Cristoff, Herr zu Scher ffenberg 265. Romberg, bei Schappach, B.A. Wolfach. — Burg 115. 294. 543. — Gewannnamen 152. 294. — Herrschaft, Thal 16. 108 u. Anm. l. 110. 111 u. Anm. i—5. 115. 152. 174. 294. 362\ 427. 546\ — Schrempengut 115. — Vogt, Gericht 115. 212. 294. 427, Anm. l u . 2. Root s. Roth. Rorbeckin, die 213 a , b . Rosenberg, B.A. Adelsheim, Münch v. — Friedrich 452 a u. Anm. j. 2. — Jacob 8, Anm. 1. 30. 112, Anm. 2. 452 a u. Anm. 1. 2. 3. Siegel beschrieben 138. 162. — Johans 547 a . — JOS 112, Anm. 2. 452" u. Anm. 1. 2. Rosenegg, Burg bei Rielasingen, B.A. Constanz 250 e . 251. 252. Rosenfeld, O.A. Sulz, Jörg v. 361, Anm. 2. Rosenthal, Schlesien 483. # OETS- UND PERSONENVERZEICHNISS. 569 yssSssKS äiw$w*^S Eoser, Hanns 345. — Heinrich v. Wolfacli 220. — Lenhart, Kirchherr zu Schapbach 345. — Martin 345. Eoßerifelt s. Rosenfeld. Roßmichel 361, Amn. 2. Rot, Hanns v. Nürnberg 156, Anm. 4. Rotberg, Amt Dornach, Cant. Solothurn 279. Rotbletz, der v. Villingen 83. 97. — Ludwig v. Villingen 71. Rotembach s. Röthenbach. Roth, Egbrecht v. Schaffhausen 498. — Egbrecht, gen. v. Grafenhausen 498. -=* Friedrich v. Grafenhausen 498. Rothenfels, bair. B.A. Sonthofen 12. — Grafen 79, Anm. 2. Rothenstein, O.A. Rottweil s. Bletz. Rothenzimmern, O.A. Rottweil — Zehnten 300°. Rothhoff, Bernhart v. 361, Anm. 2. Rotlieb, Hanns v. Freiburg 57. Rotloben, ein Wald 420, Anm. i. Rotten, Anly 182. Rottenbach s. Röthenbach. Rottenbacher, Johannes, Leutpriester zu Winni- gen 544. Rottenburg a. Neckar 234, Anm. 2. 291. 368, Anm. l. 545\ Rottenburg (Rougemont bei Beifort), einer v., Domdechant zu Basel 289'. Rottenmann, Steiermark 199'. 362 g . Rottenuelß s. Rothenfels. Rotund bei Glurns, Vintschgau 277. Rottweil, Stadt 3, Anm.2. 8, Anm. i. 9". 14. 23, Anm. 1. 25 u. Anm. 2. 30. 83. 117, Anm. 1. 3. 125. 130". 158. 190. 218. 246. 476, Anm. l. 481, Anm. 3. 490. 532. --------Bürger 8, Anm. 1. 20, Anm. i. 30. 97. 125. 130 a . 139. 436. 467. 532 b u. Anm. l. 537. — Bürgermeister, Scbuldheiss, Rath u. Gericht 23. 190. 445. 532. 537. — Hofgericht, Hofrichter 4, Anm. l. 43. 81 a . 83, Anm. i. 121. 185. 227, Anm. 3. 246. 309. 331 u. Anm. 3. 365, Anm. 2. 400. 427. 434. 467. 468. 529 u. Anm. 1. 530 u. Anm. 1. 533. 537 u. Anm. 1. — Landgericht 543. — Spital 490. Roufftesch s. Diepenbroich. IV. Rougemont s. Rottenburg. Roveredo, Südtirol 478. Ruch s. Rauh. Ruda s. Rued. Rudenberg, B.A. Neustadt 125. 228, Anm. 2. Rücker, Rügker, Ytel v. Villingen 405% Anm.-2. 3. Rüed, Cant. Aargau, Marquard v. 499. Ruent, Erasmuß 361, Anm. 2. Rülasingen s. Rielasingen. Rülin, Hansd. a.) __ p e 4- er } v - Oberwolfach 16, Anm. 2. Rümely, Hans 265. Rüml v. Lichte naw, Peter 224. Rümlang, Cant. Zürich, die v. 25. 444. — Hainrich v. zu Zindelstein 8, Anm. l. — Hans v. 92. Siegel beschrieben 92. — Hans Cunratt zu Wülflingen 223 u. Anm. 2. Siegel beschrieben 223. — Ulrich v., Ritter 52. Eutin, Gewann bei Hüfingen? 171". Rufach, Elsass 199 y . Ruland s. Rümlang. Rumstall, abg. bei Villingen 200, Anm. 2. Runlang s. Rümlang. Rücker, Conrad v. Herzogenweiler 228. Rudle, Claus 265. Ruodolf, fürstenbergiscber Diener 34, Anm. l. Rülman, erzherzoglicher Pfeifer 4, Anm. l. Rünberg s. Romberg. Rutlingen s. Reutlingen. Rutten (Rodez in Südfrankreich?) 482% Anm. 4. Rychenbach s. Reichenbach. — Claus, Junker 524. Rychentwil s. Ricketwil. Rymler, Auberlin v. Bondorf 217 d , f . Rynach s. Reinach. Ryschach s. Reischach. Rynselfingen, Ryselfingen s. Reiselfingen. Ryß s. Reuss. Rysslin, Anna v. Neidingen 142°. Saal bei Embrach, Cant. Zürich, Hanns v. und seine Gemahlin Clara v. Asch 539 a u. Anm. l. — Laurentz v. 461, Anm. 3. Saarwerden, Rheinpreussen, s. Mors. Sachs, Wernher, Bürgermeister zu Esslingen 248. 270 a . 72 "mm, ffl$& "1P m um üu 570 ORTS- UND PERSONENVEKZBICHNISS. 222 Sachs s. Sax. Sachsen, der Herr v. 213. — Haus 230 8 . — Herzog Albrecht 81. 199', \ 301. — Johannes 199 eo . 214 d . 222 u. Anm. l. — Kurfürst Friderich 199 eo . 209. 214 d . u. Anm. i. 224. 253. Sachsenheim (Grosssachsenheim, O.A. Vaihingen) Hermann v., Ritter 329, Anm. 2>. 361, Anm. 2. 465. — Reinhart v. 361, Anm. 2. — Wilhelm v. 361, Anm. 2. Sachseuthälchen bei Hubertshofen 488. Säckingen am Rhein 265. 274. 348. — Stift 480. 499. — Aebtissin Anna v. Falkenstein 480. Siegel beschrieben 480. — Vogt 348. Sahs, Nicolaus, bischöflich strassburg. Kanzler 203, Anm. 3. Siegel beschrieben 203, Anm. 3. Saig, B.A. Neustadt 95. Sauer, Hanns y. Auffen 83. 148 u. Anm. l. — Jörg v. Auffen 83. — Ludy v. Constanz 320. Sal s. Saal. Salins, Franchecomte 163. Salm, Graf Niclaus v. 263. Salmannsweiler, Salem, B.A. Uebeiiingen, Abt 79, Anm. 2. Salmensbach, B.A. Wolfach 336. 454. Sanagans s. Sargans. St. ApoUinaris, Kloster in Obermichelbach, Amt Hüningen, Oberelsass 283 m n o 288. St. Blasien 34. 96. 477 u. Anm. l. 484. — Abt Eberhart 34. -------- Jörg 477. — Großkeller 477. St. Egidii monasterium (St. Gilles bei Nimes, Südfrankreich) 482", Anm. 2. St. Galleu, Stadt 199 5 '. 218. — Stift 388. — Abt Gottbart 177. St. Georgen, B.A. Villingen 71. 90. 139 u. Anm. l. 300 c . — Abt Eberhart v. 450. 451. beschrieben 451. — Abt Georg 9'. 23. 42. 139 u. Anm. l. 155. 179. 300°. 465. 481. Siegel St. Georgen, Abt Heinrich 534. St. Gervasii monasterium de Fos (Fos bei Marseille, Südfrankreich) 482". u. Anm. l—4. 482 b , Anm. 1. St. Jacob s. Santiago de Compostela. St. Johann im Pongau 381. St. Lenhart, Kinzigthal 517. St. Mansuiti Tullensis monasterium s. Toul. St. Michaelis de Ferigoleto 482°, Anm. i. St. Mitrii villa (bei Arles) 482", Anm. 3. St. Paul, Kloster in Narbonne 482\ St. Peter, B.A. Freiburg 265. St. Pons de Tomiers, St. Pontii monasterium, Südfrankreich 482 b , Anm. l. St. Roman, B.A. Wolfach 108, Anm. l. 111. 543. Sfe Rueprecht s. St. Trutpert. St. Ruma, Ruman s. St. Roman. St. Trutpert, B.A. Stauffen, St. Rueprecht 265. Santiago de Compostela, St. Jacob 410", b ". Saracenen 482 b . Sargans, Cant. St. Gallen, Graf Jörg v. 81 u. Anm. 1-—3. Sarganser Land 250 a . Sarnthein bei Bozen, Tirol, Cyprian v. (Sernteiner) kön. Kanzler 210. 213 u. Anm. i. 222. 311. 362 p . 366. 398. 471. 475. Sattler, Virich v. Villingen 405". Sausenberg, B.A. Müllheim 529, Anm. l. Savaricus, F. P., magister militiae ordinis Jesu Christi 482 b , Anm. 2. Saulgau, O.A. Stadt 88. Sawrgans s. Sargans. Sax, Cant. St. Gallen, Heinrich v., Pfarrer in Offenburg 5, Anm. 2. 390, Anm. 2. Schaber, Erhart 244, Anm. l. — Pauls 244, Anm. 1. Schäffer, Michel, gen. Koch 170. Schaffhausen 3. 26. 36. 64. 130 n . 252. 256" u. Anm. i. 263. 300". 343. 472, Anm. l. 473. 498. 510 e . 532. 533. 545". Siegel beschrieben 473. — Bürger 30. 97. 300". 498. 524" u. Anm. l. — Bürgermeister, Schuldheiss und Rath 123 u. Anm. i. 131. 343. 445. 473. 498. 524", Anm. l. 532. — Franciscaner 472. — Kirche St. Johann 472 u. Anm. l. — Kloster Allerheiligen 123 u. Anm. l. 131. 473. 488. Siegel beschrieben 473. ORTS- UND PERSONENVERZBTCHNISS. 571 ü m' Schaffhausen, Kloster Allerheiligen, Abt Heinrich 123 u. Anm. i. 131. -------------Michel 473. Siegel beschrieben 473. — Lauffen oberer u. unterer 300°. 524" u. Anm. l. — Maß 535. — Münze 495. 504. — Stadtschreiber 343. Schahelegk s. Stallegg. Schainbuch s. Schönbuch. Schallach s. Schollach. Schapbach, B.A. Wolfach 294. 515. 543. — Kirchherr 345. — Leutkirche 515. Schappel, Lienhart v. Rotweil 130". Schappler, Cristoff, Büchseumeister 265. Schartan, Kloster s. Thannheim. Schartlin, Heinrich 361, Anm. 2. Schauenburg, B.A. Oberkirch, die v. 111, Anm. 2. — Friedrich v. 4 u. Anm. l. 329, Anm. 2. Siegel beschrieben 4. — Hans Heflnger v. 517. 517 a . Siegel beschrieben 517. — Jörg d. ä. 4, Anm. 1. — Melchior 23. 108 u. Anm. 1. HO u. Anm. 1. 158 u. Anm. 1. 159. 203, Anm. 3. 339, Anm. 1. — Philips V. 4 u. Anm. 1. — Schwicker v. 4, Anm. l. Scheilant (?) Josef, Jülicher Edelmann 362'. Schelhorner s. Schellhorn. Schedel, Cläs, Amtmann zu Ortenberg 5, Anm. l. Schellenberg, Burkart zu Hüfingen 15. 130". 148 n. Anm. i. 171 b . 172. 322. Siegel beschrieben 15. 382. — Conrad zu Hüfingen, Ritter v. 8, Anm. 1. 30 u. Anm. €. 46. 54. 64. 83." 97. 106*, Anm. l. 130 1 , ". 145. 171 b . 200, Anm. 2. 206. 211. 250, Anm.l. 276. 313. 320. 322. 420. 473. 512. 544. 545". Siegel beschrieben 46. 54. 83. 473. — Hanns v. 265. 361, Anm. 2. Schellhorn (Schelhorner), Conrad, Vogt zu Neufürstenberg 179. 353. 536, Anm. 4. — dessen Hausfrauen Endlin Hewerin u. Anna 353. 354. 536, knm. 4. --------Mutter Margreth 536, Anm. 4. --------Töchter Anna u. Brida 353. Schenaw s. Schönenbach. Schenkenstein, O.A. Aalen, Schenk v. — Christoph 265. Schenkenstein, Frantz 199 a , °. 255. Schenkenzeil, B.A. Wolfach 12 u. Anm. 2. 108 u. Anm. i. 110. 111. 152. 158. 159. 225'. ,227 u. Anm. 1—8. 238 u. Anm. 2. 257. 295. 305.^308. 310. 339, Anm. i. 427. 476. 543. — Flurnamen 227, Anm. l. 257. — Müller 227, Anm. l. — Remßlehen 227, Anm. l. — Schloss 227. 305. 306, Anm. l. 476. — Vogt u. Gericht 212. — Zoll 227, Anm. i. Schepbach, O.A. Weinsberg, Vytt v. 361, Anm.2. Scherer, Balthasar, Kaplan in Wolfach 16. — Clewin v. Pfohren 201. 401. — Conradt, Vogt zu Hüfingen 59. — Jörg v. Donaueschingen 296. — Nicolaus, Pfarrer in Haslach 84. — Sima v. Geisiugen 419. Scherffenberg, Krain, Bernhart v. 209. — s. auch Romang. Schienen, B.A. Constanz 537", Anm. 2. — Conrat v. 300 d , Anm. l. — Hugo V. 300 d u. Anm. 3. — Johans v. 300 a , Anm. l. — Sixt v. 300", Anm. 2 u. 3. Siegel beschrieben 300", Anm. 2. — Sixt d. j. V. 300", Anm. 3. 361, Anm. 2. — Wernher v. 300", Anm. 2. Schildwende, B.A. Neustadt 125. Schilling, Burekart, Zwölfer v. Haslach 524. Schilling v. Cannstadt, Heinrich 217". 361, Anm. 2. Schiltach, B.A. Wolfach 158. 238, Anm. 2. 369, Anm. i. Siegel beschrieben 212. 314. — Schuldheiss u. Gericht 212. 238, Anm. 2. 314. 543. Schiltach s. Langenschiltach. Schiltekeruer (Schiltekroner?), Hans 418. Schiltstaig bei Schieitheim 131. Sehinen s. Schienen. Schlatt am Randen, B.A. Engen 537', Anm. 2. Schiatta s. Schieitheim. Scblatter, Hans v. Geisingen 136. Schlattersteige, die bei Grimmelshofen, B.A. Bonndorf 309. Schlaiten s. Schieitheim. Schlechtl, der 265. Schieitheim, Cant. Schaffhausen 131. 545*. — Mühle 131. 72* SEE ü 1 »■■ f .'■■■-, ■ ^Maffia mm 572 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNISS. Schlesstadt s. Schlettstadt. Schlettstadt, Elsass 510 a . — Hanns v. 265. Schlosser, Ludwig 265. — Peter, Hauptmann 265. Schluchsee, B.A. St. Blasien 477. Schmeller, der 481, Anm. 3. Schmeltz, fürstenberg. Forstmeister 171 f , Anm.i. — Lenhart 361, Anm. 2. Schmider, der, von Happach 167. Schmiderclaißlin, Jacob v. Gippichen 16, Anm. 2. Sehmid, Baltißar von Ebringen 300 c . — Hainrieb v. Wolfach 72. Schmidin, Ursula v. Neidingen 142". Schmidt, Conrat, Schreiber zu Wartenberg 53. — Jos von Bregenzerwald u. seine Tochter Anna 510 1 . Schmiehen (entspringt bei Aasen, mündet unterhalb Donaueschingen in die Donau) 125. Schmitter, Cünradt 543 b . — Hainrich 543". — Hans 543". — Oswalt 543". Schmitzberg, Gewann bei Romberg 152. Schnaitholzer s. Falken. Schneider, Heinrich v. Oberwolfach 216. Schnelling (Schneilingberg), Schnellinger Berg, Bergwerk am 93. 133, Anm. 2. u. Anm. i. Schnellingen, B.A. Wolfach 313. 442. 510". — Gewannnamen 517. — Schloss, Burgstall, Thurm, Zwingolf, Sprachhaus 442. 517. 525. — Hans v. 510",". — Rudolf v. 510a, b, f. 517. 517" u. Anm. l. 525. dessen Gemahlin Dorothee Humelin 525. Schnewlin, Arbogast v. Zähringen 315. — Bartholomeus 361, Anm. 2. — Dietrich, Ritter 507. — Gabriel zu Bollschweil 315. — Hans im Hoff 507. Schnider, Bernhart v. Romberg 546". — ßurekhart v. Wolfach 541". 543". schrieben 543". — Conradt v. Steinach 510'. — Hainrich v. Romberg, Vater u. Sohn 546". — Hanns 303. 425. — Martin v. Wolfach 543. — Michel auf Schwartzenbrück 418. Siegel be- Schnider s. Schneider. Schömbach (bei Schapbach, B.A. Wolfach zu suchen) 294. Schönbach, Hanns v. Halbmeil 16. Schönberg, B.A. Lahr 525. Schönbuch, Forst bei Tübingen 234, Anm. 2. Schönenbach, B.A. Villiugen 90. 125. 130", e . 427, Anm. 2. — Kirche 90. — Tüfnershof 125. Schönwald, B.A. Triberg 90. Schörzingen, O.A. Spaichingen, — Balthus v. 361, Anm. 2. Schollach, B.A. Neustadt 75. 125. Schonaw, Hans von 265. Schonowe s. Schönenbach. Schopfheim, bad. Amtsstadt 529. Schopfloch, B.A. Engen 309. Schorer, Caspar v. Gutmadingen 35, Anm. 2. Schortzingen s. Schörzingen. Schowemburg s. Schauenburg. Schowenburger, Anßhelm 425. Schönow, Schonowe s. Schönenbach. Schramberg, O.A. Oberndorf 362", d . Schriber, Andreas s. Kötz. — Jörg 425. — Michael 1. Schriberin, Brida v. Riedeschingen 142 a . Schrot, Reymbolt v. Strassburg 41. Schrotzburg bei Schienen, B. A. Constanz 300 d . 537% Anm. 2. SchÜDberg s. Schönberg. Schütz s. Schutz. Schultheiss, Cristoffel v. Wolfach 427, Anm. l. — Clauss v. Constanz 507,-Anm. l. — Egbrecht v. Schaffhausen 498. — v. Hüfingen, Hans zu Bräunungen, Ritter 30 u. Anm. 2. 106 s , Anm. 1. 128. 177. 236. 510 e . Schurhamer Lücke bei Schura, O.A. Tuttlingen 309. Schussenried, O.A. Waldsee, Abt 79, Anm. 2. Schutter, Fluss, Ortenau 391. Schutz, Conrad, kön. Secretär, Hof- und Landschreiber im Elsass 288, Anm. 2. 325. 350. 357. 443 u. Anm. 1. 465. Schwaben 256°. 335. 499. 510 c . — Bund zu, s. schwäbischer Bund. — fürstenbergische Landschaften in 127. *v&£3&js OETS- UND PERSONENVERZE1CHN1SS. 573 Schwaben, im 42. — Landvogt, Landvogtei 196. 352, Anm. 2. — Stamm 262. Schwabmüuchen bei Augsburg 307. Schwaderloch bei Constanz 262. 263. 289'. 545". Schwäbischer Bund 79. 105. 106. 146. 154, Anm. 3- 193. 206. 211. 218. 226. 250 u. Anm. l. 252. 253. 254. 256. 262. 263. 264. 266, Anm. 2. 3. 267. 282. 291. 298. 339. 346. 362%% 363. 371. 378. 403°. 408. 433, Anm. 2. 459. 477. 545". Schwärzenbach, B.A. Neustadt 75. 125. 187. Schwalbach, Nassau, Anthoni von 299. Schwarzenberg, bair. Mittelfranken. — Erchinger 199'. — Fridrich 462. — Johanns 105 u. Anm. l. — Margaretha 462. — Michel 105 u. Anm. 1. 2. 3. — Sigmund 105 u. Anm. i—4. — dessen Gem. Anna, s. Fürstenberg. Schwarzenbruch, B.A. Wolfach 418. Schwarzwald 9'. 42. 64. 108. 200, Anm. 2. 227. 263. 309. 326. 348. 352, Anm. 2. 358. 422, Anm.l. 497, S. 520. — Eisenerze 348. — fürstenbergische Leute auf dem Wald 134. 352 u. Anm. 2. — fürstenbergisches Jahrgericht 481, Anm. 3. — gemeine Landschaft u. Waldgang am 302. — oberer 42, Anm. l. — wirtenberg. Leute am Schwarzwald 248. — wirt. Obervogt vorm, am 23. 229. 329, Anm. 2. 476, Anm. 1. — Landvogt, Landvogtei am, s. Vorderösterreich. Schwaz, Tirol 153, Anm. i. 326, Anm.l. 378. Schwebisch Werd s. Donauwörth. Schweidnitz, Schlesien, Swydenicz 508. Schweigenstein, Jurisdictionsmarke zwischen Has- lach u. Hausach, B.A. Wolfach 485, Anm. i. Schweinhausen, O.A. Waldsee 361, Anm. 2. Schweiz, Schweizer s. Eidgenossen. Schwenningen, O.A. Rottweil 200, Anm. 2. 422. Schwenninger Steige 200, Anm. 2. Schwerin, Graf Heinrich 482 e . Schynen s. Schienen. Sebastian, kgl. Furier 307. Seben s. Seewen. Seckau, Steiermark, Bischof Mathis 199s, t, co. Seckenpfarr s. Saig. Seebach, B.A. Wolfach 174. Seebach, Jacob v., zu Rippoldsau 174. 396. Seedorf, O.A. Oberndorf 490. Seewen, Amt Dornach, Cant. Solothurn 265. Seeland, niederländ. Provinz 402 c . 405. 408. 410 a, b, c. Seen bei Winterthur, Cant. Zürich, Hans v. 461, Anm. 3. Sehein s. Seen. Seinsheim, B.A. Kitzingen, Unterfranken — Jörig v. 265. 275. 283 b . Seitingen, O.A. Tuttlingen 58 u. Anm. i. 5. Seitinger Berg 171 er . 309. Seibach bei Mülheim, Rheinlande, Johan van 362 ; . Seideneck, O.A. Mergentheim, Albrecht v., Erbküchenmeister des hl. röm. Reichs 199*. — Philips v. 199 g . Selongey bei Dijon, Burgund 428. Seltenbrunner, Mathyas, Pfarrer in Weilersbach 422, Anm. 3. Sennsen, Sennßhaim s. -Seinsheim. Seppenhofen, B.A. Neustadt 64. 125. 130 f . Serer, Claus, Vogt im Kinzigthal 162 u. Anm. l. Serntein, Sernteiner s. Samthein. Seuzach, Cant. Zürich 537", Anm. 2. Sewer s. Fisch. Seylbach's. Seibach. Sicklingen s. Siglingen. Sierenz, Amt Altkirch, Oberelsass ■—■ Günther v. 283i, m, p. Sifrid, Lentzin 83. Sigelman, Jörg 361, Anm. 2. Siglingen, O.A. Neckarsulm, Hanß v. 361, Anm. 2. Sigmaringen, Stadt 530, Anm. l. Siegel beschrieben 530, Anm. 1. Sigmundsfreud (bei Imst, Tirol?) 222. Sigmundslust, bei Schwaz, Tirol 224. Sigrist, Johann 547 a . Silberer, der v. Engen 316, Anm. l. Silmeningen, Simeltingen s. Sulmentingen. Sindelstain s. Zindelstein. Singen, B.A. Constanz 537% Anm. 2. Sinkingen, O.A. Villingen, s. Münser. Sinten, Jörg v., gen. Offenloch 361, Anm. 2. Sittich, Bernhart, der Romrych 199 w . JMS©' 1 ' Ä BS ans ■ v 574 . ORTS- UND PERSONBNVEBZEICHNISS. Sindelfingen, O.A. Böblingen, Stoffel v. 361, Anm. 2. Sinkingen, B. A. Villingen, Münßer (Münczer, Müßer) v. — Gerhart 8, Anm. l. 63. 542 a . — Hans 361, Anm. 2. — Johanns 528. — Lorenz 63. 542" u. Anm. i. Siegel beschrieben 63. — Philipp 63. 542". — Rudolf d. a. u. d. j. 510°. Sirnach, Cant. Thnrgau 537 a , Anm. l. Sittingen s. Seitingen. Sitzt, Peter 361, Anm. 2. Sletstatt s. Schlettstadt. Snider, Cläwi 103. — s. Schnider. Soler, Hans, Vogt zu Stühlingen 52. Siegel beschrieben 52. Sollentarn s. Solothurn. Solmeringen s. Sulmering. Solms, Graf Bernhard 323. 410 d , dessen Gemahlin 410".' -------- Otto 89 u. Anm. 1. 114 u. Anm. 1. 2. 323. --------Wolfge 410". — Gräfin Elisabeth s. Fürstenberg. Solothurn, Schweiz 252. 280. 289a, i, m. 290", c u. Anm. 1. — Schuldheiss u. Rath 260. 275. Sommertshausen, B.A. Villingen 309. Sonnenberg bei Bludenz, Vorarlberg, die v. 85. — Graf Andress 105, Anm. i. 250". 538", Anm. 2. Siegel beschrieben 538", Anm. 2. — Graf Eberhart 43 u. Anm. l. 105 u. Anm. 3. 232, Anm. i. 481, Anm. 2. 538" u. Anm. 2. Siegel beschrieben 538. — dessen Gem. Anna s. Fürstenberg, Gräfin Anna. — Graf Johanns 105, Anm. 5. 196. 481, Anm. 2. — Gräfin Apollonia 481, Anm. 2. — Gräfin Kunigund, verm. Eberstein 377. — Gräfin Margaretha 232. 246. Sorg, Heicz, gen. Oettinger 510 f , Anm. l. Sorg, Melchior, Constanzer Generalvicar 318". Spät v. Immendingen s. Immendingen. — wirt. Geschlecht, Caspar 361, Anm. 2. -------------zu Höfingen 361, Anm. 2. — — Diebolt s. Dietrich. --------Dietrich, wirt. Hofmeister 70. 250 e . 251. 256. 261\ 361, Anm. 2. (irrig Diebolt genannt 545"). Spät, wirt. Geschlecht, Hans zu Neidlingen 262. 361, Anm. 2. -------------zu Thumnau 361, Anm. 2. --------Heintz zu Gronau 361, Anm. 2. -------- Goll ZU Sulzburg 361, Anm. 2. -------- Jörg 361, Anm. 2. — — Reinhart 361, Anm. 2. --------Steffan 361, Anm. 2. — — Vyt zu Thumnau 361, Anm. 2. Spanheim, Graf s. Baden, Markgraf. Spanien 342. 362q, w, x. 398. 410. 412, Anm. 2. 481, Anm. 3. — Prinz Karlin 399. Spanier 410. Spanrain, die Güter ob dem, im Kinzigthal 415. Sparewarisegge s. Sperberseck. Sparnißet, Martin 234, Anm. 2. Spatt s. Spät. Spaur, Tirol, Jacob v. 48. Speck, Martin 235, Anm. l. Specker, Sebold, Hauptmann 265. Speckhamer, Hans 415. Speckhammer, Conrad v. Halbmeil 543. Speckhanß, der alte 543. Spee, Frederich, Jülicher Edelmann 362'. Speier, Spier 289'. — Bischof, Gebhard v. Urach S. 519. — Bischof, Philips v. 389. .— Stift 389. Spengler, Hans v. Happach 303. Sperbersegg, Bertolf v. 482. — Liutfrid v. 482. Spett s. Spät. Speyss, Jasper, Jülicher Edelmann 362'. Spiessin, Anna 81. Spilman, Hans ) — Michel \ Y - * reibm ' S U - Spinner, Andres v. Wolfach 294. — Claus v. Vorderrangach 16. — Steffan 73. Spiser, Melchior v. Diessenhofen 3 u. Anm. l. 2. Spitalhof, bei Pfaffenweiler, B.A. Villingen, ehedem Byrhtenwiler 360. 493°. Spitzenberg, Berg bei Sulzbach, B.A. Wolfach 16. Sporer, Hanns, Kirchherr zu Fürstenberg 65. ORTS- UND PERSONENVERZEICHNISS. 575 Springeisbach, B.A. Neustadt, ehedem Brüchels- pach 125. Sprung, Peter, von Freiburg 315. Spynner s. Spinner. Stadeler, Cunrat, der juuge, und seine Hausfrau Tina Zoly 510\ Stadion, wirt. O.A. Ehingen, Jergv. 361, Anm. 2. — Walther v. 224. — Wilhalm v. 222. Städte, die drei, (Wolfaeh, Hausach, Haslach) 167. Stäffa, Cant. Zürich 537 a , Anm. 2. Stähelin, Berchtoldt v. Bräunungen 172. 407. — Conrad v. Stockburg 25. 100, Anm. l. 179. 334. 405", Anm. 5. Siegel beschrieben 100, Anm. l. — Jörg v. Stockburg 223 u. Anm. l—3. 236. 444. Siegel beschrieben 223, Anm. l. — dessen Hausfrau Ursula 223, Anm. 3. Stahel, Paulus zu Zeschingen 386 u. Anm. l. S. 520. Stahleck s. Stallegg. Stahringen, B.A. Stockach 533. Staimle, Jörg v. Herrenberg 510''. Stallegg, B.A. Neustadt 78 u. Anm. 2. Stamniheim, O.A. Ludwigsburg, Wolf v. 361, Anm. 2. Stams, Oberinnthal in Tirol 222 u. Anm. l. Stanowitz, Schlesien 483. Starck, Hanns v. Villingen 404. 424. Staringen s. Stahringen. Starkenberg, Tirol, Bartholome 209. — Gregor 209. — Ludwig 209. Staufen, bair. B.A. Dillingen, Jörg v. zu Blos- senstaufen 361, Anm. 2. Staufenberg (B.A. Offenburg), Burekart Hummell 517. 525. — Caspar Widergrin 144. — Conrat Stoll 30 u. Anm. 2. dessen Wittwe 313. — Cunrat Stolle 510 b , s . 517. 517" u. Anm. l. 524. — Dorothee Hünielin 525. — Erhart Bock v. 525. — Friedrich Bock v. 41. 239. 361, Anm. 2. 517. — Hans Stolle 511. — Jörg Stoll v. 4, Anm. 1. 313. — Peter Widergrin v. 517. Siegel beschrieben 517. — Wilhelm Hummell v. 510 f . 525. Stauffen bei Hilzingen, BA. Engen 66 u.Anm. l. 252. Stauffen", Breisgau, Göcz, Volrich u. Walther v. 507. — Jacob v. 533. Stauffen, Leo v. 378. — Trutpert v. 46. 54 u. Anm. l. 75. 82. 536, Anm. 4. Siegel beschrieben 54, Anm. l. 56 b . — dessen Gemahlin, Gräfin Anna v. Fürstenberg 536, Anm. 4. Stauffer, Jörg 475. Steffli der alte 543. Steiermark 199 h . — Hauptmann 272. Stein am Rhein 197. 205. 248. 263. 537", Anm. 2. Stein, Cant. Aargau 351. — Rudolf Hürüß v. 499. Stein, in Breitebnet, B.A. Wolfach 454. — Hans vom 510", \ Stein (Rechtenstein, O.A. Ehingen), Conrad zu Donaueschingen 83. — Conrad vom St. zu Steineck 8, Anm. l. 30 u. Anm. 2. — Heinrich zu Donaueschingen 20. 83. — Sigmund v., Ritter 407. — Stoffel v. zu Worblingen 523. Siegel beschrieben 523. — Wilhelm v. zu Monsberg 527. — Wolf Sigmund v. 361, Anm. 2. Steinach, B.A. Wolfach 13. 74. 132. 427. 452". u. Anm. 1—5. 460, Anm. 1. 510 ! , 511. — Gemeinsiegel 452", Anm. 3. — Pfarrkirche 485, Anm. l. — Vogt u. Richter 427, Anm. 2. 452% Anm. 5. Steinach, bei Matrei, Tirol, 199 ee . ■— wohl Pfronten-Steinach, bair. B.A. Füssen 218. Steinbach bei Sennheim, Oberelsass 530, Anm. l. Steinbock, der 517. Steineck, Amt Steckborn, Thurgau 8, Anm. l. 30 u. Anm. 2. Steinhower, Sigmund, Frühmesser zu Hornberg 37. Steinmar, Rudolf 484. Steinrören, Gewann bei Thengen, B.A. Engen 171", \ Steisslingen, B.A. Stockach 250 e . 251. 252. 533. Stephansberg, bair. B.A. Kitzingen, Unterfranken 105 u. Anm. 3. Ster, Caspar v. Villingen 548. s. auch Störr. Sterneck, O.A. Sulz 235 u. Anm. l. Stettemberg s. Prueschink. . Stetten, Amt Landser, Oberelsass 283 1 . — Michel v. 362". — (Kocherstetten) O.A. Künzelsau, Hanß Conrat V. 361, Anm. 2. ...; ; '>: mm wttm 1P'' : mBm Ä Wm m V 576 ORTS- UND PEBSONENVERZEICHNISS. Stetten, Ludwig v. 361, Anm. 2. Stettfurt, Cant. Thurgau 461 u. Anm. 2. 537 a , Anm. 2. Stiellingen s. Stühlingen. Stockach, Hegau, 267. 270". 272. 276. 318 a . 533. 537, Anm. 1. — Landgericht 159. 227, Anm 6. u. 7. 8. 229, Anm. 1. 339, Anm. 1. — Vogt 151, Anm. 1. Stockburg, ß.A. Villingen s. Stäheliu. Stocker, Conrat, Vogt in Sumpfohren 494. Stob, Claus v. Pfohren 355. — Hanns 83. Stöckleriu Margret v. Geisingen 136. Stoffeln, O.A. Tübingen, Heinrich v. 83. — Konrad v. 528. — Pangratz v. 361, Anm. 2. Stokkeli v. Wartenberg, Berthold 490. Stör, Elsässer Familie, Stör, Debolt 361, Anm. 2. ---------Jacob 361, Anm. 2. — — Palin 361, Arm. 2. — Hans v. Mammern 204. Störr, Caspar v. Villingen 316, Anm. 1. s. auch Ster. Stoffeln (Hohenstoffeln im Hegau), Yttelhanns v. 83. ■ Siegel beschrieben 83. Stoffen s. Stauffen. Stoll s. Staufenberg. Stollhofen, B.A. Rastatt 485, Anm. 1. Stör s. Stör. Storch, Sebold, Hauptmann 265. Stouffen s. Stauffen. Stotzingen (Niederstotzingen, O.A. Ulm), Heinrich v. 361, Anm. 2. — Sigmund v. 361, Anm. 2. — Symon v. 361, Anm. 2. Stral, der, v. Schenkenzeil 212. 227, Anm. 1. Strassberg, Cant. Bern, Graf Immer 501. Strassburg 2. 5, Anm. 2. 30. 84. 93. 125. 127. 130'. 153. 154. 156. 163. 239. 265. 268. 274. 280. 287. 289'. 362 u , Anm. a. 368. 391. 395. 402°. 412, Anm. 1. 425. 438. 449. — Ammeister (Meister) und Rath 2. 10. 41 u. Anm. 1. 130'. 163. 239. 287. 310, Anm. 1. 368. 369, Anm. 1. 433, Anm. 2. 530. — Bischof Albrecht 74. 132 u. Anm. 1.133 u. Anm. 2. 3, 4. 199y, dd, ff. 203 u. Anm. 3. 238 u. Anm. 2. 372. Siegel beschrieben 203. ---------Friedrich 508. — — Rupprecht 133, Anm. 3. Strassburg, Bischof Wilhelm 132, Anm. 2. 429. 433, Anm. 2. 449. 475. 547\ — bisch. Kanzler 203, Anm. 3. 547 a . — Bisthum, Hochstift 2. 74. 133, Anm. 2.3. 199°. 203, Anm. 3. 372. 475. — Bürger 111. 130'. 180, Anm. 1. 225 a . 227, Anm. 3. 306, Anm. 1. 340. 357. 395. 460, Anm. 1. 510 f , . Anm. 1. — Domcapitel 133 u. Anm. 3. Siegel beschrieben 203. — Dompropst 168. 309. — Fürstbischof 5, Anm. 1. 168. 203. 265. 309. ■— Münsterbau 2 u. Anm. 1. — Münze 19, Anm. 2. 73. 115. 124, Anm. 2. 203. 212. 228, Anm. 1. 396. 415. 437. 515. — Stift Allerheiligen 127. — Waisenhaus 130'. Strasser, Wastian 265. Straubing, Niederbaiern, Hanß v. 361, Anm. 2. Strauss, Ulrich 280. Streit, Jacob 81 u. Anm. 3. Streweliu, Haus v. Offenburg 391. Strichiusfelt, Eberlin 361, Anm. 2. Stricker, Berg bei Haslach, B.A. Wolf ach 517. Striegau, Schlesien 483. Strobell, Hanß 361, Anm. 2. Strobellin, d. a. v. Ippingen 421. Strübingeu s. Straubing. Studengast, Ulrich 495. Stühlingen, B.A. Bonndorf 242. 250 e . 252. 264 u. Anm. 1. 545". — Fürst V. 461, Anm. 7. — Landgrafen s. Lupfen. — Landgrafschaft 264. 452. — Schloss 545 a . — Vogt 52. Stürtzel, v. Puecheira, Dr. Conrat, kais. M. obrister Kanzler ■ 106\ 134. 154, Anm. 3. 222. 224. 226. — Dr. Jacob 468. Stüsslingen s. Steisslingen. Stumpf, Bartholome 105, Anm. 2. Stundtier, Vincentius Horatius, Notar 505". Sturm, Ludwig v. Strassburg 340. — Ott 390, Anm. 2. — Philips v. Strassburg 340. — v. Sturmeck, Hans 395. Stuttgart 32. 113. 194. 199 p . 221. 230a, b, e, d,g. 250 c , d . 256 b . 261. 281. 329, Anm. 2".'• 361. 408, Anm. 2. Htm ORTS- UND PERSONENVERZEICHNISS. 577 Stuttgart, Propst 329, Anm. 2 1 . 344. 408. 500. Stutzingen s. Stotzingen. Stysslingen s. Steisslingen. Sudelbächlin , das bei Mönchweiler, B.A. Villingen 309. Sum, Hanns, ab der Grub 162, Anm. l. Süncbingen s. Sinkingen. Sürlerin, die, Witwe Dietrichs v. Pfirt 331, Anm. i b . Sulgen s. Saulgau. Sulraentingen (Ober-, Untersulmentingen, O.A. Biberach), Heinrich v. 361, Anm. 2. — Jerg v. 361, Anm. 2. Sulmering, bair. B.A. Rosenheim, Friderich v. 361, Anm. 2. Sulz am Neckar 158. — Grafen v. 36. 252. 545". — Allwig 81". 83, Anm. 1. — Graf Johanns 43. 529. 530. 533. — Rudolf 232 u. Anm. 1. 246. 265. 331, Anm. 1«. u. 3. 361, Anm. 2. 427. 467. 507. 514. Sulz bei Schapbach, B.A. Wolfach 467. — Hans v., gen Härmen 454. Sulzbach, B.A. Wolfach 16. 67. 110, Anm. l, 427, Anm. 2. Sumertzbawsen s. Sommertshausen. Sumpfohren, B.A. Donaueschingen 82. 125. 130°. 130 k . 142", a . 166. 494. 538. 544. — Kapelle, Kaplan 130 e . 544. — Zehnten 494. 544. Sunckaw s. Suntgau. Snntgau (Oberelsass) 265. 270\ c . 275. 278". 289 b , E . 291. 292. 326. 545" u. Anm. i. — aufrührerische Bauern 279. 283. — Landvogt u. Landvogtei s. VorderÖsterreich. Sunthausen, B.A. Douaueschingen 69. 77. 125. 134. 186, Anm. 1. 200, Anm. 2. 436. — Berchtold v. 495. — Caspar v. 71. — Hainrich v. 495. — Hans v., zu Möhringeu gesessen 495. 506. Suntheim (wohl aufgegangen in Auffen, B.A. Donaueschingen), Albreht v. 493'' , Anm. 2. Siegel beschrieben 493 b , Anm. 2. — Johans v. 493 b . Surclaus von Schenkenzeil 257. Susemberg s. Sausenberg. Sutor, Hans v. Villingen 179. IV. Swärtz, Dorothe von Thunningen 40. Swartz, Haintz 542. Swartzkopf, Jörig 265. Swartzperger, Wolf, kön. Tischdiener 265. Swenczlin, Pauls, Schaffner zu Amtenhausen, und seine Hausfrau Wandelmüt von Buch 534 u. Anm. 1. — dessen Siegel beschrieben 534, Anm. l. Swende, Felix v. Zürich 524", Anm. i. Swercenhuntare, Grafschaft 482, Anm. l. Swertzenbach s. Schwärzenbach. Swertzlerin, Margretha 510'. Sweytzer, ein Trabant 265. Swigenstein, Marke der Gengenbacher Grafschaft 485 u. Anm. 1. Swiggersthal, Gau 482, Anm. l. Swydenicz s. Schweidnitz. Sytinger Berg s. Seitingeu. Sytters, Vrsla von 234, Anm. 2. Ubelbach, B.A. Wolfach 81". 108, Anm. l. 111. 467. 543. Überauchen, B.A. Villingen 200, Anm. 2. 488". Uberbecken, B.A. Donaueschingen 91. 96. 518. Überlingen 97.102, Anm. l. 106 B . 200, Anm. 2. 252. 254. 256". 263. 266, Anm. 3. 267. 272. 286. 298, Anm. i. 320. — am Ried, B.A. Constanz 516. e Vllin, Burkhart v. Sunthausen 77. o t Vlspäch, Läwlin v. Haslach 524. Vtzenbach (im Thale Oberwolfach, B.A. Wolfach) 73. Uffan, Vffhan, Vffhain, Vffen s. Auffen. Vfflinger s. Ifflinger. Ublerst, B.A. Wolfach 336, S. 520. Ujest, Schlesien 483. Ulm 26. 106". 202. 213. 218. 250°. 265. 270 a . 330, Anm. 2. 479. 545". — Juden 151, Anm. l. — Claus v. 156. — Cunz v., Lieutenant 265. Unadingen, B.A. Donaueschingen 420, Anm. i. Vndervffen s. Auffen. Ungarn 289 b . 548. Ungelter, Hans von Esslingen 254, Anm. l. 258. 262. 264, Anm. l. 270. 278. 292. 293, Anm. l. 73 ' '• • ■''■■'<■,'" £$£$ ■■.'.■'•''■•.■'.■". HEB jfjßj&A 578 ÜETS- UND PERSONENVERZEKJHNISS. Vnlengen s. Unlingen. Unlingen, O.A. Riedlingen 105. 538*, Anm. 2. Unndervffen s. Auffen. Unruochinger 482, Anm. l. Unterbaldingen, B.A. Donaueschingen 125. 420, Anm. 1. — Zehnten 147. Unterbränd, B.A. Donaueschingen 125. 235. ünterbühl s. Bühl. ünterelsass, Laudvogt 362 p . 433, Anm. 2. 43S. Unterlenzkirch, B.A. Neustadt (Lenzkirch das niderdorf) 129. Untersee 537", Anm. 2. ünterthalheim, O.A. Nagold 137. Unterwaiden, Canton 3, Anm. 2. Unterweiler, O.A. Oberndorf 81". Vmbst s. Imst. Vppinger, Hannß 453. Urach, B.A. Neustadt 125. 130°. Urach, Bach bei Lenzkirch 129. Urach, wirt. Oberamtsstadt 234, Anm. 2. 330, Anm. l. S. 519. --------Grafen v. 482, Anm. l. 485, Anm. l. — — Berengar v. 482, Anm. l. — — Conrad, Cardinalbischof v. Porto 482a—e. — — Egino V. 484, Anm. 2. dessen Gemahlin Adelheid 484, Anm. 2. — — Gebhard, Bischof v. Speier, S. 519. --------Rudolf v. 482, Anm. 1. Uracher Steige 134. Urban (Erwan), Trommeter 265. Ursee, der, oberhalb Lenzkirch, B.A.Neustadt 129. Vrx (im Engadin zu suchen) 545% Anm. i. Vsserstainach s. Steinach. Uster, Cant. Zürich 537", Anm. 2. Vsty s. Uster. Vtingertal s. Eutingerthal. Utrecht, Bischof v. 471. — Dompropst, Prevost 342. 546. Uttenheim, bei Schlettstadt, Elsass, Niclaus v. 289". 460, Anm. 1. — dessen Frau Einbet Lumbart 460, Anm. l. Vttricht s. Utrecht. Utzlingen, Hanß v. 361, Anm. 2. Wachendorf, O.A. Rottenburg 86, Anm. 2. 10S. 235. 361, Anm. 2. 543 f . En — Hanns ) Wacker, Contz 361, Anm. 2. Wadre s. Vaudrey. Wahinger, Hanns 533. Wälsches Land, Frankreich 261°. Wängi, Cant. Thurgau 537", Anm. 2. Wageck, bair. B.A. Kempten 226. Wagenhaim s. Wageningen. Wageningen, Geldern 253. Wagner, Caspar v. Geisingen 419. — der 425. — Hainrich, v. Basel 265. Wahlheim, O.A. Besigheim 364. Wahlwies, B.A. Stockach 533. Wahrenburg s. Warenburg. Walch v. Bräunungen 485''. Walchen, Italiener 199°. 212. Wald s. Schwarzwald. Waldau, B.A. Freiburg i. Br. 129. Waldauf v. Waidenstein (Tiroler Geschlecht), Florian 224. Waldburg, O.A. Ravensburg 481, Anm 2. — Amtmann 481, Anm. 2. — Truchsess Georg v. 481, Anm. 2. 538*, Anm. 2. Siegel beschrieben 538 a , Anm. 2. — Truchsess Hans v. 361, Anm. 2. — Truchsessen s. auch Sonnenberg. Waldeck, O.A. Calw, Truchsess Jörg v. 361, Anm. 2. Waidenbuch, O.A. Stuttgart, — der Gall von 26 T. Waidenstein s. Waldauf. Waldhausen, B.A. Donaueschingen 125. 512\ Waldkirch, Elzthal im Schwarzwald 265. 276°. 334. 397, Anm. l. — Cunrat v. zu Schaffhausen. Siegel beschrieben 343. Waldmössingeu, O.A. Oberndorf 450. Waldshut am Rhein 106. 265. 274. 545*. Waldstädte, die vier am Rhein 258. 274. 326. Waldstein, B.A. Wolfach, Egnolf v. 524. Walh, Lieuhart 141 u. Anm. l. Walheim s. Wahlheim. Wallenstain s. Wallerstein. ORTS- UND PERSONENVEßZEICHNISS. 579 Wallerin, Ursel v. Möhringen 77. Wallerstein, bair. B.A. Nördlingen 24. 363. Walliser, N. 265. Walter, Eberhart v. Villingen 485\ Walter, Jörg v. Eschau 457. — Mattern v. Eschau 457. Walther, Claus v. Langenbach 543. — Vlin v. Räterschen 543 h , Anm. l. Walthusen s. Waldhausen. Waltner, Hanß Wilhelm 361, Anm. 2. Waltnog, Hanß 361, Anm. 2. Walttenbüch s. Waldenbuch. Waltzhut s. Waldshut. Walwiß s. Wahlwies. Wamescher, Conrad 415. Wangen, wirt. Amtsstadt im Allgäu 196. Wannen, Herman, Jülicher Edelmann 362 ! . Wannenmacher, Genesius v. Riedberingen 142 d . Wannenmacher, Hanns 265. Warenburg, ehemalige Burg bei Villingen 200, Anm. 2. 543". Wartenberg, B.A. Donaueschingen 24. 33. 53. 89 u. Anm. i. 125. 362\ 470, Anm. i. 490. — Amt 89. — Burgvogt 130 e . 201. — Gut zu Gerüt 393. — Schwaighof am Berg 135. — Zehnten 393. — Balthasar v., gen. v. Wildenstein 525. — Margeretha v. 462. Wartenfels, Cant. Solothum, Anna v. 504. Watterdingen, B.A. Engen 103. 309. 539, Anm. l. Watzlerin, die 213% b . Wawdrepuut, Anthoni, kön. Secretari 214''. Weber, der alte 83. — Dyas 83. — Hans 439. — Hans v. Sirnach 537", Anm. l. Siegel beschrieben 537 a , Anm. i. — Henßli v. Pfohren 201. Weberin, Elisabetha v. Pfohren 393. Wegenlin, Caspar 535. Wehingen, O.A. Spaichingen, Hanns v. 81 u. Anm. 3. Weigheim, O.A. Tuttlingen 22. Weigheimer Thann (Wygenmar than) 171 b . Weiher, Weiherschloss, B.A. Emmeudingen, — Erasmus, Asimus zum 46. 54. Siegel beschrieben 46. 54. Weiler, B.A. Neustadt 64. 78. 125. 130 f . 236. Weiler, B.A. Villingen 414. Weiler bei Haslach, B.A. Wolfach 67. 93. 104. 122. 313. 333. 397. 427 u. Anm. 2. 467. — Bergwerke daselbst 93. — Schlößlin 457. Weiler, O.A. Weiusberg, Dietherich v. 361, Anm. 2. Weiler unter Wartenberg, B.A. Donaueschingen, Mühle 33. 125. 130". Weilersbach, B.A. Villingen 125. 422 u. Anm. l—4. — Pfarrer 422 u. Anm. 1—4. •— Zehnten 422 u. Anm. 4. Weilheim, O.A. Tuttlingen 309. Weindßheim s. Windsheim. Weingartenb.Mazingen, Cant.Thurgau537 a , Anm. 2. Weingarten, O.A. Ravensburg, Abt 79, Anm. 2. Weiningen, Cant. Thurgau 537", Anm. 2. Weinsberg, wirt. Amtsstadt 364. Weissenau, O.A. Ravensbm-g 482, Anm. 1. — Abt 79, Anm. 2. Weissenburg, Unterelsass 42. 127. 389. 497. Weissenburger, Berchtold v. Schaffhausen 498. Weisweil, B.A. Emmendingen, Hanman v. 507. Weitershausen, O.A. Sulz, Rychwin v. 361, Anm. 2. Weitingen, O.A. Horb, Hanß v. 361, Anm. 2. 476. — Wylhelm v. 361, Anm. 2. 476, Anm. 3. Weifen, die 482, Anm. 1. Welling, Meister Jobst 199». Wels, Oberösterreich 165 u. Anm. 2. Welsberg, Pusterthal in Tirol, Cristoff v. 371. Welschbollenbach, B.A. Wolfach 524. Welschart, der (entstellt aus der »wälschen Garde König Maximilians« ?) 545", Anm. i. Welschland 335. 410". Welschensteinach, B.A. Haslach 57. 138. 144. 397. 427. 525. 530. — Vogt u. Gericht 397, Anm. 1. 427, Anm. 2. Welschordna s. Josthal. Welwart s. Wöllwarth. Wembding bei Donauwörth, bair. Schwaben 265. Weuding s. Wembding. Wennge s. Wängi. Werde s. Donauwörth. Werdenberg, Grafen 79, Anm. 2. 218. 337. — Graf Christoph v. 361, Anm. 2. --------Felix 402°. 406. 408. 410 f , K . 428. --------Hanns 218. 234, Anm. 2. --------Graf Hug 105. 106 c , f . 217°, e . 218 u. Anm. 3 73* ■M 580 ORTS- UND PERSONEN VERZEICHNIS. 254 , Anm. 3. 329 , Anm. 2 1 . 352 , Anm. 2. Siegel beschrieben 329, Anm. 2'. Werdenberg, Graf Jörg 81 u. Anm. 1—3. 106 f . 217% °. 218. 254, Anm. 3. --------Graf Rudolf, Grossbailei zu Brandenburg 22. 54 u. Anm. 1. Siegel beschrieben 54. 55. --------Ulrich 217°. 254, Anm. 3.. — Gräfin Elisabeth 402, Gemahlin des Grafen Felix v. Werdenberg 4C6. 408. 425. 428. Werdenberg, Lienhart, v. Basel 283i, m, p. Westerstetteu, O.A. Ulm, Agatha v. 509. — Diethegen v. 361, Anm. 2. — Wolf V. 361, Anm. 2. — Pfarrer Ulrich v. 364, Anm. l. Werdnow s. Wernau. Werenwag, B.A. Messkirch — Jörig von 250°. Werlin, Hans v. Haslach 524. Wernau, O.A. Ehingen — Hanns v. 263. — Veit v, 361, Anm. 2. Wemher, Conrat v. Wolfach 16. Werst, Martin 361, Anm. 2. Wertheim, ein Graf v. 545". Wessenberg, bei Brugg, Cant. Aargau, Antoni v. 265. — Eglin v. 283 d , °. Westerholz bei Schieitheim, Cant. Schaffhausen 123. 131. Weyg, Hans v. Rottweil 534% Anm. l. s. auch Wyeg. Weyler, Jacob v. Geisingen 242. ■— s. Weilheim. Wichzen s. Wittichen. Wich, Virich v. Wachendorf 543 f . Wichten s. Wittichen. Widerdorf s. Wittersdorf. Widero-rin s. Staufenberg. Wieladingen, B.A. Siickingen, die v. 499. Wien 199", co . 532. Wiener-Neustadt 199 cc . 502. Wiesendangen, Cant. Zürich 537% Anm. 2. Wiger s. Weiher. Wiggelsbach s. Wiggensbach. Wiggensbach, bair. B.A. Kempten 382. Wighan s. Weigheim. Wigker, Hanns v. Burgau 382. Wil, Cant. St. Gallen 388. 461, Anm. 4. Wild, Marx, Kaplan zu Wolfach 38. — Paul 13. 38 u. Anm. 2. Wildberg, O.A. Nagold 50. Wildschappach, B.A. Wolfach 103, Anm. x\ Wiler, Stefan 361, Anm. 2. Wiler, Willer s. Weiler. Wilhelm, ein fürstenberg. Knecht 439, Anm. 2. Wilperg s. Wildberg. Wilsperg, Johann Wilhelm v. 547°. Win ekler, Cristen 81. Windeck, B.A. Bühl, der v. 467. — Margreth v. 536, Anm. 4. — Ulrich v., Comthur in Freiburg 9 ! . — Wilhelm 30. Windelsberg, der bei Wiechs, B.A. Engen 309. Winden s. Winnenden. Windenbach, B.A. Wolfach 454. 458. Windsheim, bair. Mittelfranken 105 u. Anm, 2. 3. Windstelle oder Kapf, Flur der Gemarkung Waldhausen (darauf ausgedehntes altes Gräberfeld) südwestl. vom Dellingerhofe, B.A. Donaueschingen 488. Winkelhausen, bei Geldern, Rheinlande, Herman v. 362'. Winman, der, von Rottweil 125. Winnenden, O.A. Waiblingen 70. — Deutsch Comthur zu 361, Anm. 2. Winnigen (Winnenden, O.A. Waiblingen?) 544. Winterstetten, O.A. Waldsee 361, Anm. 2. — Bernhart Schenk v. 361, Anm. 2. — Sebastian Schenk v. 361, Anm. 2. Winterthur, Cant. Zürich 544. — Schllldheiss U. Ratll 461, Anm. 3. 539" n. Anm. l. Wintertur, Adam v., Bürger zu Haslach 4, Anm. l. — Katharina v. 531. Winzeln, O.A. Oberndorf 450. Wirtemberg, Fürstenthum, Herrschaft 212. 234. 250 c . 26T. 329, Anm. 2. 362". 510". 545". — Grafen, Herren 40. 524. — Graf Eberhard d. jüngere (f 1419) 514. --------Graf, Herzog Eberhard d. jung. 40. 94. 194. 199", \ 217 f . 221. 230 a ~% e , f . 234 u. Anm. 2. 250". 253. -------------Eberhard im Bart 14. 32. 40. 70. 109. 113. 116. 153 u. Anm. 1. 154, Anm. 3. 159. 181 u. Anm. 1. 183, Anm. 1. 191. 194. 234, Anm. 2. 329, Anm. 2. — Graf Ulrich mit dem Daumen 482, Anm. l. 1 ©M^^^^^^i^ ORTS- UND PERSONENVERZEICHNISS. Wirtemberg, Gräfin Adelheid, Gemahlin Krafts II. v. Hohenlohe 505. — — Henriette, geb. v. Mörnpelgard 514, Anm. 1. — Herzog Ulrich 6. 230*. 234 u. Anm. 1,2. 238 u. Anm. 1. 240. 248. 250. 253. 256. 258. 261. 2G2. 263. 264. 270. 281. 286 u. Anm. 1. 298, Anm. 1. 302. 309. 329. 361. 362\ ", v , x . 364. 367, Anm. 1. 377. 378. 402. 408. 410". 433, Anm. 2. 545". Siegel beschrieben 377. — Herzogin Elßbeth, Gemahlin Eberhards d. Jüngern 323, Anm. 2. — Hofmeister, Haushofmeister, Hausvogt 70. 221. 330, Anm. 2 ! . 361, Anm. 2. — Hofgericht 329. — Kanzler 230. 329, Anm. 2\ — Knechte, Heer 248. 259. 270V 278°. 361, Anm. 2. 364. 545". — Laudhofmeister 171 b . 217. 221. 230. 232. 238, Anm. i. 250. 253. 254, Anm. 2, 3. 256. 263. 264. 274. 281. 290. 297. 298, Anm. 1. 329, Anm. 2 1 . 361, Anm. 2. 465. — Landschaft 230. 234. 253. 403°. — Landschreiber 230". 329, Anm. 2i. — Landtag 256". — Statthalter, Regenten u. Räthe, Regiment, Gewalthaber u. Amtleute 191. 230. 238 u. Anm. l. 250. 253, 261. 263. 281. 302. 329, Anm. 2", '. 362", u . 402. 408. 465. Wißbach, Jacob v. Strassburg 130\ Wißhauer, der alte 543. Wissenburgk s. Weissenburg. Wiswilre s. Weisweil. Wittendorf, O.A. Freudenstadt 295. — Henslinn v. 543 e . Wittendorf, Johans, Kirchherr zn Hecklingen 155. Wittenweier, B.A. Lahr 525. 531. Wittenwil, Cant. Thurgau 537", Anm. 2. Wittersdorf, Amt Altkirch, Oberelsass 265. 275. Wittichen, B.A. Wolfach 314. 427. — Kloster 81". 111. 308. 310. 314. 503. --------Kastvogtei 227. 305. 308. 310. Wittingen s. Weitingen. Wocerthal 348. Wolflin, Heinrich, Vogt zu Hornberg 524. Wöllwarth (stand bei Harburg, bair. B.A. Donauwörth), Heinrich v. 361, Anm. 2. Wolf, Balthasar, k. Schatzmeister 265. — Cläsy, Vogt zu Neuhausen 29. Wolf, ein Koch 265. Wolfach, F1USS 110, Anm. 2. 111 u. Anm. 3. 216. 543. — Stadt im Kinzigthal 2 u. Anm. i. 13. 16 u. Anm. 2. 18. 19. 30. 37. 42. 49. 89, Anm. 1. 95. 119. 120. 124 u. Anm. 2. 125. 130", '. 138. 162. 173. 192. 195. 225. 225". 227 u. Anm. 6. 238, Anm. 2. 239. 249. 265. 290°. 329, Anm. 2. 331, Anm. 2. 339. 345. 362". 383. 388.399. 412, Anm. i. 415. 426 u. Anm. 2. 427 u. Anm. i, 2. 433. 434. 458. 481 u. Anm.3. 486. 510 ! . 515. 517". 524. 537. 541. 543. 546". ■— Allerheiligenpfriinde, Frühmesse 13. 38 u.Anm. 2. 383. — Amt 2. — Amtleute, fürstenberg. Statthalter, Vogt 311. 329, Anm. 2. 362", b , °. 454. 486. — Badhofstätte 140. — Bankzinse 49. 541. — Bürger 13. 16 u. Anm. 2. 19, Anm. 3. 37. 42. 72. 81". 115. 138. 220. 294. 329. 383. 515. 541. — Burgfrieden 541. — Fronwage 49. 541. — geistliche Bruderschaft 220. — Gewanne 81\ — Hofstattzinse 49. 541. — Kirchengericht 543. — Kirchherr 19. 69. 173 u.Anm.1,2. 220.345.539 u. Anm. 1. — Kreuzaltarpfründe 138 u. Anm. 1. — Ladhof 427, Anm. 2. — Messgeld 49. 541. — neue' Pfründe in Unser lieben Frauen Kapelle 19 u.Anm. 1.2. 3. 38 u. Anm. 2. — Pfarrkirche 13. 49. 138. 173. 345. 383. — St. Anna 249. — Schloss, Burgstall 42. 125. 415. 427, Anm. 2. 510". — Schuldheiss, Richter u. Rath, Stadtgericht 2. 10. 19. 49. 95. 120 u. Anm. l. 121. 130",'. 207. 220. 225". 244, Anm. l. 303. 329, Anm. 2. 339. 345. 356. 415. 427, Anm. 2. 515. 517". 541". 543 aa . 546". — 'Stellgehl 541. — Zoll, Flosszoll 34, Anm.i. 174. 247. 474. Wolfenberg, Gewann von Wolfach 81". Wolfegg, O.A. Waldsee 481, Anm. 2. mm im HB 81 m m mm. Wk 582 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNISS. Walfurt, bei Bregenz, einer v. 106 b . Wolkenstein, Grödner Thal in Tirol, — Michel v. 224. — Veyt v. 209. 213. 214 d . 222. Wollet, Kollibatzen, Sebastian 265. Wolmershausen, O.A. Crailsheim, Cristoff v. 361, Anm. 2. Wolterdingen, B.A. Donaueschingen 20. 55. 96. 125. 147. — Burg 96, Anm. 6. — Flurnamen 96. — Kirche 539 u. Anm. l. — Kirchherr 96. 539 u. Anm. l. — Lössliszehnten 91. — St. Blasien Hof 96. — Lintold v. 96, Anm. c. Worbliugen, B.A. Coustanz 523. Wormlingen s. Wurmlingen. Worms 32, Anm. 2. 183 u. Anm. i. 184. 185. 199 d . 218. 266. 279. 289 1 . 460 u. Anm. 1. 471. 475. 479. — Bischof Johans 199 a , r . — Domherren 344. Wratislavia s. Breslau. Wristeynberk , Heinrich v., Johanniterpräeeptor 483. 484. Wülflingen, Cant. Zürich 223. Würth, Hainrich von Kuhbach 212. Würzburg, Stift 199 1 . — Hans v. 199°. Wüssenburg s. Weissenbnrg. Wultertingen s. Wolterdingen. Wnnngen s. Weiniugen. Wäll, Mathis v. Pfohren 401. Wuol (Wüel), Hanns v. Gutmadingen 535, Anm. l. Wurmlingen, O.A. Tuttlingen 375. Wurms s. Worms. Wurmser, Erhart, v. Strassburg 306, Anm.i. Wutach, Fluss 131. 309. 473. Wyeg, Hans v. Botweil 532''u. Anm. i. s. auchWeyg. Wyl s. Wil. Wyler, Jacob v. Geisingeu 316. — s. Weiler. — ob Alperspach s. Unterweiler. Wylerspach, Hans 100. 405 a . — Jörg 100. 405". Wylerspach s. Weilersbach. Wylr s. Weiler. Wynckelhuysen s. Winkelhausen. Wyndenbach s. Windenbach. Wyrsung, Lorenz, Ritter 48. Wysendangen s. Wiesendangen. Wyß, Hanß 543. Wysß, Sampsen, Landschreiber zu Fürstenberg 96. Wytterßhußen s. Weitershausen. Zabern (Elsasszabern) 74. 133, Anm. 4. 199 J ", ff . 429. Zach, der 213. Zähringen, ein Graf v. 484". Zähringer, die 485, Anm. l. Zaintzing, Bote 265. Zanne, Burkart v. Villingen 493 b . — Johanns v. Villingen 488 b . Zardten s. Hiuterzarten. Zarten, B.A. Freiburg i. Br. 129. Zedlitz, Schlesien 483. Zehender, Läwlin v. Haslach 524. Zeinigeu, Cant. Aargau 348. Zeiring, Steiermark 423. Zeiger, Hans, Vogt zu Baden im Aargau 3, Anm. 2. Zell am Harmersbach, B.A. Offenburg 365. 437. — Schuldheiss, Meister u. Rath 8. Anm. l. 437. — am Untersee s. Radolfzell. Zeltmaisier, Peter v. Villingen 405", Anm. 5. Zerer, Claus, Spießmacher 265. Zeschingen s. Stahel. Zeuthern, B.A. Bruchsal, Reinhart v. 361, Anm. 2. Ziegler, Hanns 83. — Lienhart 83. ■— Martin, der Schiek v. Schenkenzell 212. — Niclas, kön. oberster Secretari 213. 214 b . 226. 365, Anm. 2. 371. 373. 384. Ziger, Hainricus, gen. Vogt, v. Neidingen 164. Zimer, VI in 83. Zimeren s. Marchaikenzimmern. Zimerer, Georg 21, Anm. l. Zimmerholz, B.A. Engen 343, Anm. 3. Zimmern, B A. Engen 125. — Fischenz 420, Anm. i. — hohenzoll. O.A. Hechingen 361, Anm. 2. Zimmern, Freiherren v. 79, Anm. 2. 217°. 218. 337. — Gotfrid Wernher 361, Anm. 2. — Hanns Wernher 81. 352. — Margretha 218. ^^^^^^B^^H ORTS- UND PERSONENVERZEICHNISS. 583 Zimmern, Wernher 218. 529 u. Anm. l. Zindelstein, B.A. Donaueschingen, Schloss u. Maier- liof 8, Anm. 1. 223 u. Anm. 1—3. 236. Zirlan, Schlesien 483. Zittern s. Zeuthern. Zötsach s. Seuzach. Zoigler, Wilhalm, Bürgermeister v. Basel 351. 455". Zoli, (Zoly) Hans v. Wolfach 510" u. Anm. ]., dessen Kinder Hans, Heinrich, Paulus u. Tina u. dessen Hausfrau Katharina 510 1 . ■— Siegel beschrieben 510". — Paulus v. Gengenbach 84. Zolis, Zehnten in Haslach 84. Zollern, die Herren v. 337. — Graf Eitelfritz 106% \ 199% \ 209. 2i7 e . 218 u. Anm. 3. 224. 226. 253. 352. 546. Zotzmayger, Hanns, Pfarrverweser v. Bräunungen 17. Zuckenried, Cant. St. Gallen 537", Anm. 2. Zvnde, Cünrat v. Villingen u. seine Hausfrau 485 b . Zürich, Stadt 8, Anm. 1. 11. 81, Anm. 2. 197, Anm. 1. 252. 260. 289'. 290 e . 499. 524", Anm. i. 537% Anm. 2. — Bürgermeister u. Rath 166. 466. 539". Zürcher See 537% Anm. 2. Züschlius imengarten 200, Anm. 2. Zütphen, Niederlande 253. — Statthalter von 209. Zurzach, Aargau, Stift 3. — C'unrad v. 484. Zwainbrucken s. Zweibrücken. Zweng, Veitin 425. Zweibrücken, Rheinpfalz, Graf Heinrich, Herr v. Bitsch u. Ochsenstein 121. 127. Zwenck, Rudolf 361, Anm. 2. Zweyuolten s. Zwiefaltendorf. Zwerenbacb, Bach in Riedböhringen 243. Zwiefalten, O.A. Münsingen 361, Anm. 2. 482. — Abt Jörig 202. Zwiefaltendorf, O.A. Münsingen 361, Anm. 2. Zyegler, Lyenhart v. Donaueschingen 145. «8h üffil i £j j mm m SP HS ■ ''•■■:■'. § mm $8 mm HÜ HB i|fi8R| ;■■■ ' I / ■ I mm$L I 109» : '-\:)..:;■;'■■■ ■-•''■■■":■'■' HfififiR!* .■ ■■.--,■