NACHTKÄGE ZUM I. BIS IV. BANDE.
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(c. 1100).
482. Multi quoque uobiles et mediocres ac fortunae miuoris utriusque sexus homines diversa huic
loco douaria contuierunt et quidain eorum deinceps nobiscum permanserunt. Quorum caput extititfundator huius coenobii comes Liutoldus, qui iuxta vitae terminum hie factus est monaebus. Post
quem Couno comes de Buhile sive de Botingin '), Liutfridus filius Bertolfi de Sparewarisegge.....
ac deinceps quam plures pari dignitatis linea pollentes, quorum laudabilis vita neglegentioribus pro-ponebatur imitanda.
Ortliebi Zwifalt. chronicon, Mon. Germ. Script. X, 85. Vergl. Bd. I, Nr. 6, S. 18.
1) Der eine Ort, nachdem dieser Graf sich benannte, ist Böttingen, O.A. Münsingen. Da es um 1100noch keine Titulargrafen gab, muss Graf Couno mit einem Grafenamte belehnt gewesen sein, und zwar, daum 1100 alle um Böttingen belegenen Grafschaften mit voller Sicherheit andern Grafen zugewiesen werdenkönnen, (die im Swiggersthal den Urachem, die im Pfullichgau den Weifen als Erben der Achalmer, die imGaue Burichinca den Gamertingern, die im Gaue Affa den Veringern, die in der Swercenhuntare den Bergern,die im Gaue Flina den Gerhausem), mit der Grafschaft, in der Böttingen lag, d. h. mit der in der Munigises-huntare, zu welcher Böttingen 961 urkundlich gehörte (Wirt. Urkundenbuch I, 215). In dieser Grafschaftdürfte auch der andere Ort zu suchen sein, nach dem Graf Couno sich nannte. Sollte Buhile etwa die nebenBöttingen liegende, sonst ganz unbekannte Burg gewesen sein, deren Buinen das Volk „Hohenloch" nennt ? (Vergl.Beschreibung des O.A. Münsingen, S. 128.) Graf Couno aber darf mit einiger Wahrscheinlichkeit dem unruochin-gischen Hause zugewiesen werden, denn für seine Zugehörigkeit zu demselben spricht einmal sein Name, der sich beikeinem andern Grafengeschlechte des nördlichen Schwabens um 1100 findet, sodann aber die Thatsache, dassnochim 13. Jahrhunderte die Grafen von Urach die Grafschaft Couno's innegehabt haben. Graf Rudolf von Urach er-scheint nämlich um 1230 als Richter in einem Streite, der über dasEigenthum einer zum Weissenauer Kloster-hofe Bernloch gehörigen, gegen Gomadingen, einen Grenzort der Munigiseshuntare, gelegenen Wiese obwaltete, übtalso gräfliche Gerichtsbarkeit in der Grafschaft Couno's (s. Bd. I, Nr. 133). Einen weiteren Beweis für den ura-chischen Besitz derselben dürfen wir wohl auch darin erblicken, dass Graf Ulrich von Wirtenberg, der Rechts-nachfolger der Grafen von Urach in dieser Albgegend, 1263 zu Münsingen, dem Hauptorte der Munigiseshuntare,in richterlicher Thätigkeit auftritt (Cartularium Salemitanum in Karlsruhe, 11,158), und dass noch im 15. Jahr-hunderte die wirtenbergische Herrschaft Münsingen als ehemalige Grafschaft sich zu erkennen gibt. Es wardamals nämlich nicht nur die hohe Gerichtsbarkeit, sondern auch ein Wildbann, also zwei echte Grafschafts-