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1509.
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selbs mit gift ist ennurt ? •)......... Dises grave Wolfen von Furstenbergs bruder, grave Hainrich,
war in hohem ton und bevelch bei kaiser Maximiliano, unangeseben, das ine kaiser Friderich vorhin samptandern graven und herren in die acht declarirt het. Er starb one leibs erben, ward in dem funfunddreißi-gisten jar seins alters, anno 1499, sampt ainem ritter von Eandeck von den Schweizer erschlagen und zuDornach begraben. Sein dodt bekommert kaiser Maximilianum nit wenig, und das war auch ain ursach, dassein bruder, grave Wolf, so baldt darnach bei ermeltem kaiser ward befurdert und ir Majestät marschalk undlandtvogt in Elsaß und der Ortnaw ward. Er starb hernach anno 1509 im funfundvierzigisten jar seinesalters, den letsten tag Decembris; geschach zu Wolfach. Ußer seiner Verschaffung und letsten willen do wardsein leib gen Neidingen ins closter begraben, in die furstenbergisch begrepnus, sein herz aber plib zu Wolfach,so waren die derm und alles ingewaidt gen Hasslach verordnet und daselbs der erden bevolchen. Ußer demzu vermerken, das die alten von Furstenberg ain sonderliche lieb und anmutung zu dem Einziger tbal ge-tragen. Sein nachgelaßne wittib, die grefin von Solms, hat ußer seinem verschaffen die wonung zu Wolfachgehapt und ain lange zeit iren widdem sieh da gehalten. Es ist ain höffliche und brengische fraw gewest."
Der folgende Bericht macht sehr wahrscheinlich, dass der Fürstenberg nicht wohlgesinnte zimmerischeChronist hinsichtlich des Donaueschinger Weihers (an der Straße gegen Dürrheim gelegen) nicht die Wahrheitberichtet: 1509, Nov. 22. (dornstags nach Vnser Frowen tag Presentacionis) schreiben Jörg von Regkenbach,Obervogt in Bare, und Casper Neser dem wohlgeachteten, hochfürnehmen, weisen Michel Botzheim, Amtmannzu Ortemberg, ihrem besondern guten Freunde und günstigen lieben Herrn, u.a. „Der Widerlegung des nüwenwigers halben haben wir alle stuck, so man achten, der wiger ertrencken, es sige aigen, leben vnd almend,vffschriben lassen vnd zwen des rätes zu Vilingen, ainen von Hüffingen vnd den alten vogt vnd schulthaissenvon Löffingen vff den wiger, den zu uerglichen, gebetten, deß sy gutwillens gewesen; doruff alle stuck, so syachten, der wiger ertrencken, aigentlich vnd an welchem end darinn gutter oder böser höwwachs, nach notdurftbesichtigt, doruff ir gut beduncken gewesen, die verglich vnd Widerlegung aufzustellen vntz den frieling, dases wider epper b ) vnd der wiger voll sige, damit man seehen, was ertrencken, niemand zu vil noch zu wenigwerde, haben wir öch nit künden abschlahen; sy wollen aber gutwillens vff den frieling die verglichung thonnnach rädt zum besten; sölchs vch nit verhalten wollen." Am Schlüsse des Schreibens bitten sie zu „berichtenvnsers gnedigen herrn kranckheit, wann es sin gnad gentzlich verlassen, deß wir zu gott verhoffen jetzo be-schehen sige." Pap. Or. mit zum Verschlusse aufgedrücktem, unkenntlichem Siegel.
In der Beilage eines vornehmlich über eine Saujagd am Eichberg und Buchberg handelnden Berichtesdes Vogtes Jörg von Regkenbach an den Grafen Wolfgang v. 1509, Okt. 29. (mentags nach Simonis vnd Judeapostolorum) wird über die Ausfischung und den Zustand des Weihers zu Pforren und dann über den neuenzu Donaueschingen berichtet: „Ich lauß jetz die landtschafft ain zun gantz über daß thamm °) am nüwenwiger machen, mit wellen verlegen für die wind vnd schwacken amm Aßamer thamm d ). Der wiger wechstam thamm gar nichtz, aber hinder sich zücht das wasser redlich. Ewer gnaden welle mich berichten, wannewer gnaden haruff kommen vnd an welchem end ewer gnaden sin, dan man bedürfte jär gericht in dem Waldze haben vnd weit gern die andern wochen in dem Wald die järgerieht haben." Pap. Or. Donaueschingen.
Schon 1509, Okt. 30. (zinßtag vor Allerheyligen tag) schrieb Johannes Kreß, Commissarins zu Eot-weyl an den Grafen Wolfgang u.a.: „Ich beclag erstlich ewer Gnaden der zugefallnen kranckheit; der almäh-tig wolle die zu besserung schicken." Pap. Or. Donaueschingen.
a) Ueber die geringe Glaubwürdigkeit des hier ausgesprochenen Vergiftungsverdachtes s. Roth v. Schrecken-stein in der Zeitschrift f. Gesch. von Freiburg, I, 131. b) Epper, apper, bairisch-schwäbisch = schneefrei,c) Wohl = der Damm. d) Am Damme gegen Aasen.
Graue Wolfgang zu Fürstenberg ist gestorben vff st. Siluesters tag anno domini
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