JBB
1509.
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zu Sonnenberg, Herrn zu Wolfegk etc. v. 1510, Jan. 2. (mittwoch nach der beschnidung Cristi anno etc. 10.):Er habe seinen Amman von Waltpurg zu ihm, seinem lieben Schwager, geschickt, um weiter zu verhandelnwegen der vormals verabredeten Heirath zwischen Grafen Wolfgangs Sohn und seiner, des Schreibers, Tochter.Aus der Antwort habe er Grafen Wolfgangs Geneigtheit ersehen. Bittet, Wolfgang möge seinen Tochtermann,des Schreibers Vetter, Herrn Hanns Jacoben, Freiherrn zu Mörsberg und Befort, und seinen Vogt zu Orten-berg zu ihm schicken mit Befehl weiter davon zu handeln. Am geschicktesten dünke ihn und sein Gemahlhiezu Schloss Waltpurg. Auf donrstag vor st. Sebastians tag nechstkomend (Jan. 17.) zu früher Tageszeitmöge er, wenn es ihm so beliebt, seine Leute hinsenden, aber sich nicht anders merken lassen, als dass die-selben gen Insprugk oder zu kaiserlicher Majestät leiten wollen. Er selbst werde nur sein Gemahl mitbringenund einen Theil seiner Amtleute, zu dem er besonderes Vertrauen habe. „Lieber Schwager, ich bin durchmin amman zu Waltpurg bericht, wie das du in grosser kranckhait gelegen vnd dir in hend vnd fusß ge-schlagen, das myner lieben gmahel vnd mir von hertzen laid ist, vnd ist min ratt vnd bitt, das du dich vorzorn vnd vor vnmut hütten wollest, so best du magst, denn der zorn vnd vnmut ist der kranckhait gantzschedlich vnd widerwertig, alls ich dann das an mir selbs empfunden hab. Darmit so wünschen min liebgmahel vnd ich dir vnd dyner gmahel, myner früntlichen lieben mümen ain gluckseligs nws güts jar."
Graf Johanns von Sonnenberg war ein Bruder des Grafen Eberhard II. von Sonnenberg, den Wolf-gangs Schwester Anna zum ersten Gemahl hatte. Die hier geplante Heirath zwischen Johannsen TochterApollonia und Wolfgangs Sohn Friedrich, dessen Heirathsproject mit der Gräfin Apollonia von Henneberg(vergl. oben Nr. 399 v. 1505, Sept. 23.) damals also bereits aufgegeben war, kam ebenfalls nicht zu Stande.Die Stammtafel in Pappenheims Chronik der Truchsessen von Waldburg, Tab. II, nennt als Gemahl der Apol-lonia Georg Truchsessen zu Wolf eck.
3) Die Zimmerische Chronik (ed. Barack, II, 215) berichtet, nachdem sie von Erscheinungen Verstor-bener erzählt hat: „Es sein ainest deren Sachen vil furgangen, als wir dessen auch ain exempel haben inunsern landen bei den graven von Furstenberg, under denen grave Wolf, so weilunt kaiser Maximiliani mar-schalk gewest, nach seinem absterben gar nahe gleicher gestalt, wie der Schmeller (s. Zimm. Chronik II, 208 flg.),geritten und gangen, das er von vilen zum ofternmal gesehen worden. Er hat zeitlich bei seinen lebzeitenden großen weier zu Toneschingen machen lassen, sagt man, es seie ohne nachtail deren umbligenden fleckenund dörfer nit beschehen; denen hat man waiden, grundt und boden, dergleichen den privatpersonnen eckerund wisen genomen und gleichwol keine Widerlegung gethon darfur. Er ist darnach mit kunig Philipsen,kaiser Maximiliani sone, in Hispaniam geraist, darin ist im zugleich wie seim herren, dem kunig, vergebenworden. Er ist sein aber nit gleich gestorben, wie der kunig Philips, sonder ist widerumb herauß in deutschelandt kommen. Da haben sich seine Sachen von dags anfahen zu üblen, das er sein letzstlich sterben mueßen;
ist zu.....beschehen, anno 15[09] und ist zu.....begraben. In seinem absterben hat er under
anderm verschafft, das sein herz geen Wolfach soll begraben werden. Das ist beschehen. Wie man ime nunden leib geöffnet, do hat man befonden, das im sein herz voller löchle gewesen; es hat sich auch das gift
aller umbs herz und precordia gelegt, das man ime nit wol helfen künden..... Kurzlich darnach do ist
graf Wolf sampt ainem amptman [Jörg von Reckenbach] und andern, die auch gestorben gewest und ime,dem graven, zu sollichem weir geholfen, offenlich, so tag, so nachts, gesehen worden uf und an dem weir hinund her reiten und wandlen, in aller gestalt, wie er das bei seinen lebzeiten ist gewon gewesen. Man hatauch zum oftermal ain solichs ungehewrs, ungestims wesen und grewlich geschrai uf und bei dem weir ge-hört, das sich die nachpurn und anstoßer zu gewonlichen zeiten nachts in iren heusern enthalten und nitleuchtlichen zum weir gangen sein. Sollich gespenst hat etliche jar geweret, ist aber doch entlichen mit al-muesen und anderm vertriben und abgestellt worden. Es hat der graf alters halb noch vil jar leben megen,so im sein leben nit were also verretterisch gestollen worden. Aber wie solts dem diener ergeen, so der herr
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