42. Divisiones ministracionum sunt, idem autem Spiritus. 177
den tot. Diser wise enist nu enkein not. Mer doch wissest leider das desworen lebenden wirklichen geloben in ettelichen cristenen menschen als weningist als in heidenen und in Juden.
Nu nemen wir das wort S. Paulus: 'es sint teilunge der werke undder dienst und wiirket alles ein und der selbe geist.' Kinder, als ir sehent 5uswendig das ein licham ist und der selbe licham der hat vil lider und vilsinne, und ein ieklich teil der lider die haut ir sunderlich amt und werk, alsdas öge, das ore, der munt, die hant, der füs, und nieman ennimet sich nüt andas ander ze sinde noch anders denne als im Got geordent hat. Also sin wiralle ein licliam und gelider under einander, und Christus ist dis lichams höbt, 10und an disem lichamen so ist gros underscheit der gelider. Das ein ist einöge, das ander ein hant, das dritte ein füs, ein munt, ein ore. Die ögen deslichams der heiligen cristenheit das sint die lerer. Das engat üch nüt an.Aber wir gemeinen cristene menschen wir süllen vil eben war nemen wasunser ambacht sülle sin dar zu uns der herre gerüffet und geladen hat, wele 15die gnade si zu der uns der herre gefüget hat. Wan ein ieklich kunst oderwerk, wie klein die sint, das sint alles sament gnaden, und würket alle derselbe geist ze nutze und ze frucht des menschen.
Nu heben wir an dem nidersten an. Der eine kan spinnen, der anderder kan schüch machen, und etliche [36 v ] die künnen wol mit disen uswendigen 20dingen, das si wol gescheffig sint, und das enkan ein ander nüt. Und dis sintalles gnaden die der geist Götz würket.
Wissent, und wer ich nüt ein priester und wer under einer samenunge,ich nems für gros ding das ich könde schüch machen, und die wolt ich in allenvor machen, und och wolt ich gerne min brot mit minen henden verdienen. 25
Kinder, der füs noch die hant die ensol nüt wellen das öge sin. Einieklichs sol sin ambacht tun, das im Got zu gefuget hat, wie grob das ist,und das ein ander lichte nüt getün enkan. Und unser swestern ein ieklichesol ir amt tun. Die einen künnen nünnekliche singen und süllent ir salinenlesen. Und dis kunt alles von Götz geiste. Sant Augustinus sprach: 'Got 30der ist ein einförmig götlich einvaltig wesen und würket doch alle manig-valtikeit und ist al in allen dingen, ein in al und al in ein.' Es enist niergenenkein werklin so klein noch künstelin noch so snöde, es kome al von Gotte,und es ist sunderlich gnade. Und das sol ein ieklich dem nechsten vor tundes es nüt als wol enkan, und geb gnade von minnen umbe gnade. Und 35
6. urspr. das ist ein licham vnd; dann (wohl von gleicher Hand) ist gestr. und zwischenHcham und vnd übergeschr. E. 15. vor vns Rasur E. 18. selbe] heiige S. 24. f. ein g. S.25. u. wolte ouch g. S. 26- ensüllent S. 27. zwischen grob und das urspr.: aber wielioh,dann (wohl vom Schreiber) gestr. E. 28. zwischen swest'n und ein urspr.: die süllen, dann(wohl vom Schreiber) gestrichen E. 30. von E 88, umbe S. 30. Aug' E. 31. alle m. S,alle in man. E. 32. in ein almehtikeit und almehtikeit in eime. Es 88. 35. gebe v. m.gn. umb gn. S.
Deutsche Toxtü des Mittelalters XI. 12