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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
Entstehung
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178
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178 42. Divisiones ministracionum sunt, idem autem Spiritus.

wissist das: wel mensche nüt enübet noch us engibet noch enwürkt demnechsten ze nutz, er müs Gotte grosse rede und antwürt dar ab geben, als dasewangelium sprach das der mensche miiste antwort geben von sinre meiger-schaft; das sol und müs ein ieklichs wider geben das er von Gotte enphangen5 hat, als er es vermag, für [37 r ] einen anderen und im Got gegeben hat.Wannan kunt nu das das als vil geklagt wirt und ein ieklich klagt über sinamt das es in hinderte, daz doch von Got ist, wan Got engit nieman nüt zehindernisse. Wannan ab kumet denne dis straffen in dise consciencie, sit esvon Götz geiste kumet, und straffent doch und machent unfriden? Vil liebes

10 kint, wissest: was dir disen unfriden machet, das entünt nüt die werk, neinnüt, es tut din unordenunge, die du hast in den werken. Tetest du dine werkals du si billichen und von recht tun soltest und Got luterlichen und alleinmeintest und nüt des dinen, noch gevallen noch missevallen noch enmintestnoch enfürchtest, und das weder nutz noch lust do inne enwurde gesucht denne

15 allein die ere Götz, und würkte man die werk allein Gotte, sehent, so weredenne unmügelich das do iemer stroffen in geviele oder consciencie. Und soltsich ein geistlich mensche billichen des schämen das er sine werk als unorden-lichen getan hette und als unluterlichen das man das von im horte das si instraften. Wan man hört wol das die werk nüt in Gotte noch in rechter

20 luterer meinunge enwaren geton noch von worer luterer minne Götz und in

frucht des nechsten. Und do an solt du och bekennen und bekant werden,

weder din tun allein uf Got gegangen habe, ob du ir ze friden blibest oder nüt.

Unser herre der enstrafte nüt Märten umb ir werk, wan die woren

heilig und gut, aber er strafte si umbe ir sorgval/37"7tikeit.

25 Der mensche sol gute nütze übunge haben, als es gevelt, und er sol die

sorge Gotte befelhen, und sine werk sol er tun vil behütsamklich und in stillinund sol bi im selber bliben und Got drin ziehen und dike dar in blicken miteinem zügekerten gemüte vil inneklichen und andechtklichen und sin selbeswar nemen, was in jage oder tribe zu dem werke. Und och sol der mensche

30 vil innerlichen war nemen wenne in der geist Götz mane och ze Kdikeit oderze würklicheit, das er einem ieklichen volge und tu usser der anwisunge des

1. engibet: ibet auf liasur E. us engibet] usgat S. 2. dar ab] darumb S. 3. inüstedeuü. E, müste S. 3 f. meisterschafft Druck. 6. Wannan: nä auf Rasur E. 6 f. i. das gotkl. das in s. a. bindert, das 8. 7. daz (vor doch) auf Basur E. doch mit Verweisungszeichenvon j. H. am Band E. 8. urspr. Wenne ? in Wannä korr. E. in E 8S, und S. 9. stroffet(machet) S, straffent (machent) E 88. doch] dich S. 10. was] daz S. 12 f. u. alleine gotlut. m. S. 13. geuallen: g auf Bas. E. 16. das kein stroffunge do gefiele in der conciencien S.18. h. sagen d. S. 19—21. nüt sint geton i. g. und i. worer luter mein. u. in fruht d. n. S.21. do an] daz S, des 88. u. ouch daran b. w. 8. 22. weder] ob 8. h. und obe S.

ir ze E, ze S, in Druck. blibest] sigest S. 24. aber] wan S. 26. stillekeit S, stille 88.80. lidikeit 8, ledikeit E, leidlicheit Druck. 31. tu und losse u. S. anwisunge E 88, an-würkunge S.