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1 (1924)
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daher nur noch das Erscheinen der „Neuen Gedichte" ab, das EndeSeptember 1844 erfolgte — die Exemplare an die Presse wurden zuallerletzt verschickt —, und kehrte am 9. Oktober auf dem Seewegeüber Havre nach Paris zurück.

Der Erfolg der neuen Sammlung entsprach vollauf seinen Erwar-tungen; schon am 18. Oktober konnte Heine ein auf Gutzkows War-nung ironisch anspielendes Vorwort zur 2. Auflage schreiben, aberCampe, der schon von der ersten eine „enthusiastische" Zahl hattedrucken lassen, war mit dem doppelt so großen Nachdruck so eilig,daß die Vorrede nur einem kleinen Teil der neuen, Anfang Novemberverschickten Auflage beigefügt werden konnte; der Verleger hatte inder Buchhändlerfaktur auf die pikantesten Gedichte eigens aufmerksamgemacht, was den Absatz beflügelte, denn jeder wollte vor dem sicherzu erwartenden Verbot seine Exemplare unterbringen (vgl. Glossy,»Literarische Geheimberichte", II, 182). Das Jahr 1844 war der Höhe-Punkt der politischen Lyrik des Vormärz; Heines „Zeitgedichte" zün-deten durch ihren Witz ebenso wie Freiligraths „Glaubensbekenntnis"durch sein Pathos, und das_ Epos „Deutschland", dieses neue Genre„Reisebilder in Versen", tat vollkommen die überraschende Wirkung,die Heine damit beabsichtigt hatte; Campes Unkenrufe waren glän-zend widerlegt, des Dichters Popularität neu hergestellt. „Ein wahresBad der Erfrischung und Stärkung" nennen Varnhagens Tagebücherdas Werk am 3. Oktober.

Kein Polizei verbot konnte diesen Erfolg wesentlich beeinträchtigen,obgleich die Behörden mit allem Nachdruck gegen die „Neuen Ge-dichte" vorgingen. Preußen verfügte schon am 4. Oktober 1844 dieprovisorische Beschlagnahme wegen der Verunglimpfungen des Kö-nigs und der „ruchlosen Ausfälle auf das Christentum und der revo-lutionären Tendenz" mehrerer Gedichte. Der Referent im Ministeriumdes Innern, Seebode, urteilte am 3. Oktober: Das Buch enthalte vonS. 227 an, wo die „Zeitgedichte" begannen, bis zum Schluß „fast durch-gehends in Verse gebrachte gemeingefährliche Schandreden über denCharakter des deutschen Volkes, die politisch-sozialen Institute Deutsch-lands und ins Besondere die brutalsten Ausfälle auf die geheiligte Per-son des diesseitigen Staatsoberhauptes". Im einzelnen verwies See-bode auf die Seiten 269. 286. 290t. 330. 368. 372I 418—421; mit Aus-nahme der ersten gehörten sie alle zu dem Epos „Deutschland". Ge-heimrat Sulzer im Ministerium des Innern beanstandete noch S. 251.281 f. 287—291. 297. 304—308. 3i8f. 338 und 411 f. Jeder Widerspruchgegen die Beschlagnahme mußte aussichtslos erscheinen ; Campe ver-hielt sich daher völlig stumm, und nach Ablauf der Berufungsfrist be-stätigte das Oberzensurgericht am 28. März 1845 das Verbot; die ent-sprechende Verfügung an die Oberpräsidenten erging am 28. April.Auch die übrigen Bundesregierungen hatte Preußen schon am II, Ok-

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