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teste, was er je geschrieben. Am 2. August entschied das Oberzensur-kollegium, daß die betreffenden Stellen S. 3, 4f. (der Schlußsatz: „AberDulcinea von Tomboso" bis „Barbiergesellen") und 9 („jede Fürstlich-keit ist verhaßt") fortzulassen seien; das Selbstlob S. 15 möge stehen-bleiben. Darauf erklärte Nitze, der Verlag wolle lieber die EinleitungHeines ganz weglassen, wodurch die anstößigen Stellen gänzlich fort-fielen, und den Titel entsprechend ändern; man möge daraufhin dasImprimatur für das Werk selbst geben. Schön, wurde ihm am 26. Sep-tember geantwortet, aber diese Änderung muß erst nachgewiesen wer-den durch das fertige Buch. Daraufhin ließen Nitze und der Verlagnichts mehr von sich hören; der „Don Quichote" erschien mit HeinesEinleitung und mit den anstößigen Stellen; für Preußen wollte derVerlag jedenfalls eine besondere Ausgabe ohne die Vorrede machen,verzichtete aber darauf, als ihm die Einfuhrerlaubnis nicht vorab ge-geben wurde; die fehlende Einleitung wurde in solchen Fällen heim-lich nachgeliefert. Das Buch hatte also in Preußen als verboten zugelten.
Im folgenden Jahr legte der Buchhändler Trautwein Heines „Schwa-benspiegel" zur Rezensur in Berlin vor. Dieser Aufsatz erschien im„Jahrbuch der Literatur" als letzter Beitrag, gewissermaßen als an-hängende Zündschnur, die das neue Unternehmen vorzeitig in die Luftsprengte; mehr als Jahrgang 1 (1839) kam nicht heraus. Ursprüng-lich sollte der „Schwabenspiegel" das Nachwort zum zweiten Teil des„Buchs der Lieder" bilden, den Heine damals plante. Die DarmstädterZensur, der Campe das Manuskript vorlegte, verweigerte aber das Im-primatur (Juli 1838), und da sich die Veröffentlichung des neuenGedichtbandes auch aus anderen Gründen hinausschob, wurde der„Schwabenspiegel" zunächst dem „Jahrbuch" einverleibt, das CampeAnfang August 1838 mit Gutzkow „ausgeheckt" hatte. Die dafür ge-sammelten Beiträge aber stießen bei dem Gießener Zensor ProfessorDr. Adrian auf Bedenken; Campe ließ sie daher in Grimma in Sachsenzensieren; in diesen kleinen Städten drückte die Behörde gern einAuge zu, was den Aufschwung der einheimischen Druckereien sehrbegünstigte. Grimma ließ das ganze „Jahrbuch" passieren, nur am„Schwabenspiegel" wurden mehrere Striche und Milderungen vor-genommen. Campe hatte von Heine bestimmte Weisung, den Aufsatznur zu drucken, wenn er unverändert bleibe; da er aber für das neueUnternehmen den Namen des Dichters nicht missen wollte, setzte ersich über dessen Willen hinweg und druckte den lückenhaften Text.Anfang Dezember erhielt Heine seine Exemplare und sah sofort, daßeine Reihe der schärfsten Stellen fehlten. Nun folgte wieder die schonfast unvermeidliche Erklärung gegen Campe, diesmal temperament-voller und anzüglicher als sonst: der Aufsatz sei „im Interesse derdarin besprochenen Personagen, durch die heimliche Betriebsamkeit