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begreiflicherweise überreizt, und die Verbote folgten nun Schlag aufSchlag. Am 31. Dezember das der „Beisebilder" (Teil 3 und 4 in 2. Auf-lage, s. oben S. 390) und am selben Tage das des neuesten Werkes,des „Salon", dessen 1. Band außer Gedichten und dem Aufsatz „Fran-zösische Maler" die „Memoiren des Herrn von Schnabelowopski"brachte; obgleich das Buch der Altenburger Zensur vorgelegen hatte(Minister Ancillon an v. Brenn, 24. Dezember 1833), ertappte das Ober-zensurkollegium (22. Dezember) auch darin den Dichter auf denselbenSünden wie in den „Reisebildern". Seiner Mutter gegenüber (4. März1834) entschuldigt er die „vielen Zoten" darin als politische Absicht:„Ich wollte der öffentlichen Meinung eine gewisse Wendung geben.Besser, man sagt, ich sei ein Gassenjunge, als daß man mich für einenallzu ernsthaften Vaterlandsretter hält. Letzteres ist in diesem Augen-blick kein ratsam Renommee. Die Demagogen sind wütend über mich ;sie sagen, ich werde bald öffentlich als Aristokrat auftreten. Ich glaubesie irren sich." So unpolitisch, wie Heine in den „Schriftstellernöthen"(1839) behauptete, war also der Charakter des Buches doch nicht ge-dacht. Im voraus wurden am 31. Dezember 1833 auch die folgendenBände des „Salon" gleich mit verboten, und als der zweite Anfang April1835 einlief, ging er als bereits erledigt „ad acta". Der Minister desAuswärtigen versuchte durch Vermittlung des preußischen Gesandtenauch in Hamburg ein Verbot zu erwirken, „da der Verfasser seineebenso revolutionären wie irreligiösen Produkte dem Publico auchdieses Mal auf eine Weise übergibt, die um so gefährlicher erscheint,als der darin eingestreute Witz ihm ein leider nur zu bewährtes Mitteldarbietet, das Gift jener Lehren um desto schneller und allgemeinerverbreitet zu sehen". Band 2 des „Salon" hatte einer Zensurbehördevorgelegen — wohl kaum der Altenburger, die durch Preußens heftigeBeschwerde eingeschüchtert war —, und als Heine ahnungslos dasfertige Buch vor Augen bekam, war er wieder einmal außer sich überdie Entstellungen des Textes. In der „Allgemeinen Zeitung" erließ er(März 1835) eine seiner vielen Erklärungen gegen seinen Verleger,den er beschuldigte, das Buch „eigenmächtig gekürzt und zugestutzt"zu haben. Campe entschuldigte sich mit der Zensur. Als Heine 1852für die 2. Auflage sein Manuskript zurück haben wollte, war es nichtzu finden. Später tauchte es wieder auf und bewies, daß Heine starkübertrieben hatte: die Striche waren kaum so erheblich, um die „patrio-tisch-demokratische Tendenz" in „scholastisch-theologische Klopf-fechtereien" verwandeln zu können. Auch in den 1836 unterdrückten„Erörterungen" behauptete er, er habe „die Phasen der deutschenPhilosophie und zugleich ihre politische Bedeutung" verständlichmachen wollen, aber „jedes auf Politik bezügliche Wort" sei gestrichenworden; „alles was sich auf Religion bezog, trat nun um so voller her-vor, und was vorher nur als eine unparteyische Geschichtsschreibung