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ersten Hälfte des Jahres 1832 für die in Berlin sehr gelesene Augs-burger „Allgemeine Zeitung" geschrieben hatte. Die Artikel erregtenin Wien solche Entrüstung, daß Friedrich v. Gentz im Auftrag Metter-nichs einen geharnischten Brief an den Verleger Cotta richten mußteüber diese „giftigen Ausschweifungen" des „verruchten Abenteurers"Heine, in dessen Gedichten er übrigens schwelgte (vgl. Strodtmann,2. Auflage II, SS). Diese Epistel tat ihre Wirkung: mit dem 9. Juni1832 brachen Heines Aufsätze ab, der neunte durfte nicht mehr er-scheinen; er war im Buch das einzige Neue, dazu allerdings die Vor-rede, an der die preußische Zensurbehörde am meisten Anstoß zunehmen Ursache hatte. Heine hatte geglaubt, in seinen Pariser Korre-spondenzen, die „schon censirt aus meinem Kopfe" kamen, ungewöhn-liche Mäßigung geübt zu haben; er fürchtete schon das Mißtrauenseiner politischen Freunde, die, wie er dem Verleger der „AllgemeinenZeitung", Cotta, am I. Januar 1833 versicherte, damit umgingen, siemit fremden Zusätzen herauszugeben, der Stuttgarter BuchhändlerFrankh, damals als Flüchtling in Paris, scheint an diesen Machina-tionen beteiligt gewesen zu sein (20. Januar an Cotta) ; dem wollte Heinezuvorkommen ; durch die Vorrede, „das leidenschaftliche Produkt meinesUnmuts über die bundestäglichen Beschlüsse" von 1832, die den Karls-bader Beschlüssen von 1819 eine neue Spitze gegen die Presse gegebenhatten, wollte er sich herauspauken, wollte er zeigen, daß er wenigstens„kein bezahlter Schuft" sei (an Immermann, 19. Dezember 1832). Campeließ das Buch in Altenburg drucken, ohne Zensur, denn es hatte mehrals 20 Bogen Umfang. Erst in letzter Stunde sandte Heine die Vor-rede. Campe verweigerte die Aufnahme so lange, bis Heine sich damiteinverstanden erklärte, daß die gefährliche Vorrede zensiert werde. Sobekundete Campe in dem Verhör vom 22. Juli 1834; Heine sagt da-von meines Wissens nichts, und die darüber gewechselten Briefe fehlen.Der Altenburger Zensor strich mehr als die Hälfte des Manuskriptes;der Rest erschien als Vorwort zum Buch, und als Heine die fertigenExemplare erhielt, war er entsetzt über die Verstümmelung. In der..Allgemeinen Zeitung" vom 11. Januar 1833 teilte er seinen Lesern„vorläufig" mit, daß die Zensurstriche den Text nicht nur gekürzt undentstellt, sondern „auch mitunter ins Servile verkehrt" hätten. DieserAnsicht war allerdings die preußische Regierung so wenig, daß siehauptsächlich der verstümmelten Vorrede wegen die „FranzösischenZustände" verbot und, nachdem durch die sächsische Regierung derDruck- und Zensurort festgestellt war, sich im November 1833 bei dersachsen-altenburgischen Regierung über den dortigen Zensor nach-drücklichst beschwerte. Aus Altenburg kam die de- und wehmütigeAntwort: der Zensor habe leider seinen guten Willen nur durch „reich-liche, oft über mehrere Seiten fortlaufende" Zensurstriche betätigt,statt die ganze, „auch in ihrer verkümmerten Erscheinung noch in-