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1 (1924)
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GUTZKOW2 93

Heister v. Nagler den ausdrücklichen Befehl erhielt, den Debit derZeitschrift einzustellen. Daß die Firmen Hoffmann & Campe^undJulius Campe „Jacke wie Hose" waren, mußte Gutzkow alle dings,«Berlin als bekannt voraussetzen; man erklärte dort ganz zutr f nddiesen Firmenwechsel, wie er übrigens in solchen Fallen seitens; derBuchhändler üblich war, nur als eine Umgehung des Verbots, «agmußte aber dennoch (30. Januar) zurückfragen, denn in oeerschien eine Notiz, der „Telegraph" werde von nun an bei ein „dem" Firma erscheinen und Gutzkows künftige Schriften bei J. j.in Leipzig, der auch im selben Jahr r8 4 2 die „Dramatischen Werkeverlegte. Nagler verstand unter der andern Firma auch den Leipzig«Verlag; in diesem Fall, erklärte Rochow (23. Februar), stehe.derVer-breitung nichts entgegen. Naglers Annahme erwies sich durch oneuen Nummern des Blattes als ein Mißverständnis, demnach wurdeder „Telegraph" am 7 . Februar verboten, und Gutzkow erhielt am 2,einen kurz ablehnenden Bescheid. Um das Blatt aber nicht aus deAugen zu lassen, beantragte der Polizeipräsident, wenigstens ihm denBezug zu gestatten; dagegen hatten die Minister (II. März) natürlich

nichts einzuwenden. . , , ■ _

Gutzkow beruhigte sich bei dieser Ablehnung nicht, er machte eineImmediateingabe, deren Original bisher leider nicht zu finden warAm I2 . März verlangte Friedrich Wilhelm IV darüber Bericht, denRochow am 29. erstattete. Er machte die gleichen Grunde gegen einFreigabe des Blattes geltend wie in seiner KorresP°nd^z mit denMinisterkollegen, fügte aber noch hinzu; das bewußte „Rathsei (vonSallet) sei unmittelbar nach dem Königsberger Landtagsabschied von9. September t8 4 o erschienen und „persiflire diesen au *™*»**°Weise". Gutzkows Aufsätze zeigten nur eine „berechnete Zurückhaltung i„ politischen Dingen", und wenn man ihn auch in seinedramatischen Leistungen und der ausgesprochenen *&*^™£mäßigten Grundsätzen in Religion, Moral und Pohtik vermute«möchte-, so könne das doch nicht durch eine Ausnahme geschehen,die die ganze Maßregel gegen Hoffmann & Campe hemme

Eine Antwort seitens des Königs erfolgte nicht, zunächst^blieb de„Telegraph" verboten, er war, wie Gutzkow am a 3 . Apan Brockhaus Lrieb, „gänzlich gelähmt". Aber ohne W-kung b eb Gu zkowsMajestätsgesuch nicht, denn darauf dürfte es zuruckzufuh en s«n, daB

der König 8 am 2 9 . April :8 4 2 "^«f^^X J^

Aufhebung des Generalverbots dachten, natürlich unter

Kautelen. Die Bittsteller Gutzkow und Raupach (am***?« *£

unterdes um eine Ausnahme gebeten da er Aut^^auiburger Ver_

lags war; seine Stücke waren ja das tägliche a

theaters) seien vorläufig davon zu verständigen. Ehe das geschah,

zerstörte ein furchtbarer Brand (5-8. Mai) einen Teil von Hamburg: