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pädie der deutschen Nationalliteratur" (26727. Lieferung. Leipzig,1837) sagen konnte, Grün solle „nach allgemeinem Dafürhalten" GrafAuersperg sein, „doch hat sich dieser bisher nirgends öffentlich selbstdazu bekannt, und wenn auch Alles für diese Annahme spricht, so hatdoch Niemand das Recht, es gewiß zu behaupten, wie das voreilig be-reits, zu. wiederholten Malen geschehen ist". Da Wolff sein Materialdurch unmittelbare Anfragen bei den einzelnen Dichtern gesammeltoder bereichert hat, dürften diese Worte auf einen brieflich aus-gesprochenen Wunsch Auerspergs selbst zurückgehen.
Als Auersperg mit seinem Leipziger Verleger über die Herausgabedes „Schutt" verhandelte, bat er ihn ausdrücklich, die Identität Auers-perg-Grün gegen niemanden zuzugeben, da er „in neuester Zeit wesent-lich Gründe und Veranlassungen" zu dieser Bitte habe. Die Besitzerder Weidmannschen Buchhandlung, Riemer und Hirzel, wußten zweifel-los, was auf dem Spiel stand. Im August 1831 war bei Hoffmann undCampe in Hamburg ein Büchlein von 106 Seiten Umfang erschienen,„Spaziergänge eines Wiener Poeten", das in Deutschland und Öster-reich das ungeheuerste Aufsehen machte. In formvollendeten gravi-tätisch einherschreitenden Trochäen, die Platens Schule verrieten, sagteder ungenannte Spaziergänger dem ganzen österreichischen Regierungs-system Fehde an, er brandmarkte dessen Polizei- und Pfaffenwirt-schaft, den Geistesdruck und das Spitzeltum der „Naderer" und wagtees, den allmächtigen Staatskanzler Metternich (S. 11 f.: „der im Con-greß der Fürsten für sie handelt, für sie denkt"), ja zuletzt (S. iooff.)den Kaiser Franz selbst zu apostrophieren. Pathos und Ironie, beideaus einem leidenschaftlichen Patriotismus hervorquellend, waren ihmgleich geläufig. Dieser erste, fast zehn Jahre noch vereinzelt bleibendeVorstoß der liberalen vormärzlichen Lyrik, der wohl dem tiefen Ein-druck der französischen Julirevolution von 1830 sein Dasein verdankte,durfte natürlich für Österreich nicht existieren. Das Buch wurde mitstrengstem Verbot belegt; seine Verbreitung ließ sich dadurch nichtbehindern; es kam in alle Kreise des Kaiserstaates, bald hatte „jederKellner" es gelesen, und die „Zweyte Auflage", die der Verleger 1832veranstaltete, war nach dessen Eingeständnis sehr groß; trotz allerVorsichtsmaßregeln dürfte sie vorwiegend in Österreich abgesetztworden sein. Campe kannte ja alle Schliche, um die wachsamstePolizei zu überlisten, und hatte sie für den Absatz seiner, in Österreichmeist verbotenen Verlagswerke zur Virtuosität ausgebildet. Die gutenÖsterreicher selbst arbeiteten ihm dabei eifrigst in die Hände. WelcherMittel man sich bediente, dafür nur ein Beispiel: Österreichs Dichter-patriarch, Mathias Leopold Schleifer, ehemals Personalstipendiat desKaisers Joseph, den der Wiener Spaziergänger in seinem Büchleinverherrlicht hatte im Gegensatz zu der nachjosephinischen Zeit, schreibtam 16. Dezember 1831 aus Ort am Gmundner See an seinen Freund