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„Auch hier läßt der Angeklagte Einstein andere Personen, daruntersogar Maria und Paulus, sich ungehemmt in roher, heuchlerischer undverletzender Form äußern. So läßt er Maria zu Paulus sagen: ,Hund,du hast mit deinem Geschwätz meinen Sohn in den Tod gehetzt',Paulus zu Jesus: ,In deiner Qual ziehen die Sünden ab durch den ge-öffneten Rauchfang', einen Bürger zu Johannes: ,Vor meiner Todes-angst ist deine Ewigkeit lächerlich' und einen anderen, daß ihn dieAuferstehung ,ekelt', ihm ,furchtbar' ist, ,Herr, auferstehe uns nicht'.Weiter wird gesprochen: ,Die verdrehten Knochen wollte er geradebiegen, die Hüfte klebt er sich zu und rausgefahren aus dem Kasten'und es als Folge der Lehre hinstellt, daß ein Bürger seinen Bruder ausHabgier ermordet. Auch hier gilt bezüglich der Äußerung Dritter,was oben darüber ausgeführt ist. Hier ist ebenfalls das Maß des Not-wendigen bei weitem überschritten worden, so daß die rohen Äuße-rungen der anderen Personen insoweit dem Verfasser als eigene zurLast gelegt werden müssen. Da durch diese die christlichen Haupt-lehren im hohen Maße verächtlich gemacht werden, so wird gleich-falls die christliche Kirche, die auf diesen Lehren gerade beruht, rohherabgewürdigt. Es liegt mithin eine Beschimpfung der christlichenKirche vor.
„Weiter ist vom Verfasser dadurch, daß er Jesus als unehelich be-zeichnet und bezeichnen läßt, nicht nur, wie schon oben ausgeführt,Jesus beschimpfend gelästert, sondern zugleich die Lehre von der Gött-lichkeit Christi beschimpft worden und damit zugleich das Dogma vonder unbefleckten Empfängnis der Mutter Gottes sowie der darauf be-ruhende Marienkultus der katholischen Kirche. Auch sonst hat derAngeklagte Einstein den Marienkultus dadurch gröblichst herabge-würdigt, daß er Maria sprechen läßt: ,Mein Sohn besaß eine mir un-liebsame Abneigung gegen Geschäfte' (S. 54), oder selbst sagt: ,DieMutter des Jesus, die zeitlebens um den unehelichen Sohn wenig sichgekümmert hat, geht ungern, den Leichnam herunterzunehmen' (S. 58)oder Maria das Kreuz verkaufen läßt und dies selbst als .gutes Ge-schäft' bezeichnet oder Maria die Auferstehung und Erlösung von denSünden für Geld verkünden und das Geld zählen läßt, während dieSünden nicht mehr gezählt werden.
„Hinzu kommt noch, daß auch die anderen Personen gerade vonMaria in höchstem Maße verächtlich sprechen. Mit Bezug auf Mariawerden Worte wie .Frauenzimmer' (S. 57), ,Proletin' (S. 53), ,011e'(S. 54) gebraucht, man sagt zu ihr: Junge Frau, jehn Se aus dem Filmraus' (S. 52), .Menschenskind, Sie müssen an der Sache Interessemarkieren' (S. 55), meint, daß sie Mutter Gottes im Film schlechtmarkiere (S. 52) und spricht von ihrer ,Empfindungsduselei' (S. 54)und davon, daß Mutter Gottes ,schwere Kiste' für den Film sei (S. 52).Auch hier bleibt in der Ausdrucksweise der anderen Personen die