v. CHAMISSO
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für die Zange des Accoucheurs an", der wohl oder Übel der Zeit beiihrer schweren Geburt Hilfe leisten mu ßte, er wies die Ungeduldigenauf An.er.ka hm und sah der Morgenröte, die von dort nur allmählich
aen europaischen Kontinent erreichte mit «;„„ i- . • ^ • •
_,,,„ „_. _.. , r icicme, mit einem glaubigen Optimis-
mus entgegen. Dieses Vertrauen auf eine 7„W„nft a iw > -r
_,,i,„u , , , , elne Zukunft, an der selbst teil-
zuhaben er kaum noch hoffen durfte m „i, t -u
TT»»,, a jp-j , ^ uume, machte ihn zu einem gutigen
Freund und Forderer der Dichterjugend, die sich um ihn als den Mit-herausgeber des „Deutschen Musenalmanachs" (1832-1837) sammelteund es war kein geringer Tri,>m„i c- TT • ■ '
als Redakteur der zXj ffi r 5 T ^^ ^^ ** " l833Or^-ins flpc T "™ n g f ur die elegante Welt", eines führenden
,„ sdnen M-'t ! lge " DeUtSchIa » ds ". auch den ehrwürdigen Chamissozu seinen Mitarbeitern zählen durfte.
Chamisso wäre kein r);~u*Empörung- ' ■ Ulcht " gewesen, wenn Stimmungen innerster
seiner vf 'Ü **?* Briefstelle n sie andeuten, nicht auch manchesemer Verse durchzittert hätten. Was deutsche Anthologien vonihm zu bieten pflegen, „Das Schloß von Boncourt" (1827), Frauen-Liebe und Leben" r T 8™\ • .. . „ . .k f „ . ^030; u. a. zeigt nur die eine Seite dieses Janus-
LvrlT A ZWe ' teS AntHtZ gehÖrt an die S P itze der Poetischen
Ran fl " " eUnzehnten Jahrhunderts, der Zeit- sowohl wie der
ang o g e nach; ihm gelang es fast stets, den tendenziösen Stoff zu
ymbohsieren und zum reinen Kunstwerk zu läutern. Kaum einer
seiner Nachfahren hat ein so boshaftes Gedicht geschrieben wie Cha-
isso schon 1822 in seiner „Tragischen Geschichte" von dem Rekruten". *: m , S ZU Herzen ging, Daß ihm der Zopf so hinten hing", und derStatt h lmmerwahrend es Drehen davon befreien zu können glaubt,d f 1 1 , reS ° 1Ut abzus chneiden; Chamissos „Nachwächterlied" (1826)Nac^twäch « ZeUe ZU Dinge,stedts » Liedern «nes kosmopolitischenV n r v CrS racntet werden, und ganz abgesehen von seiner
Verherrlichung der „alten Waschfrau" (1833) hat er in Gedichten
e „Uer Bettler und sein Hund" (1829) für die soziale Lyrik Töneg runden, deren Eindringlichkeit später kaum erreicht wurde. Wie
Wärt 7 Uber d ' e " g0Wene Zeit " < l822 )' die den zum Jakobiner er-ar e, der öffentlich zu sagen wagte, daß zweimalzwei vier sei, undder Zensur hat er manch herzhaftes Sprüchlein ins Stammbuch ge-schrieben, z. B. in seinem Gedicht „Josua" (1829):
„Sie beten und schimpfen und schöpfenIn Säcke das Sonnenlicht,Es tief in das Meer zu versenken —Den Tag verdunkeln sie nicht."
Das war allerdings keine Speise für die Berliner Zensoren; diesehatten ihm seine „Gedichte" wohl schön verhunzt. Gerade als er siezu Leipzig bei Weidmann, dem Verleger auch des „Musenalmanach",herausgegeben hatte, spielte ihm die preußische Zensur einen hübschen