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BISMARCK-NATIONAL-DENKMAL d WETTBEWERB
II.
Aus den zur engeren Wahl gekommenengelangen in die engste Wahl und kommen alsofür die Prämiierung in Frage 15 Entwürfe. Diesewurden in nachstehender Reihenfolge mit Preisenbedacht:
A. Ein I. Preis von 20000 Mark wird zuerkannt:Nr. 189, Motto: „Siegfried-Dolmen". DasDenkmal entspricht in seiner edlen und sinnvollenForm der Größe der Aufgabe und der Forderungdes Geländes. (Einstimmig mit dem ersten Preiseausgezeichnet.)
B. Je ein II. Preis von 10000 Mark wird zuerkannt:
a) Nr. 70, Motto: „S ache der Auffassung".Wuchtiger, gut silhouettierter und stimmungs-voller Entwurf, der zugleich die Festplatzfrage inpraktischer Weise löst. Bedenken wurden erhobengegen den Festungscharakter der Architektur.(II. Preis wurde mit 14 gegen 2 Stimmen zuer-kannt.)
b) Nr. 194, Motto: „Heiligtum". Gute, demGelände angepaßte Anlage mit feiner Steigerungdes künstlerischen Eindrucks vom Festplatz durchden Hof bis zum Innenraum. Besonders sprichtdie ruhige und feierliche Stimmung der Gesamt-anlage an. Das Oberlicht des Tempels und dieDachform sind verfehlt. Die Architektur ist nochnicht durchgearbeitet. (II. Preis wurde mit 9gegen 7 Stimmen zuerkannt.)
C. Je ein III. Preis von 5000 Mark wird zuerkannt:
a) Nr. 56, Motto: „Seid einig". Geschmack-volle und einheitliche Arbeit, welche den absolutenMaßstab der Architektur richtig wählt und dasGelände in seiner natürlichen Schönheit beläßt.Doch ist der Entwurf durch nichts als Bismarck-Denkmal charakterisiert. (III. Preis wurde mit11 gegen 5 Stimmen zuerkannt.)
b) Nr. 2TT, Motto: „Der Berg". Der Kuppel-bau ist in Abmessungen geplant, die in Rücksichtauf die Landschaft noch möglich sind. Der Umrißdes Baues ist nicht energisch und die Charakteri-sierung des Baues nicht entschieden genug. Vonbesonders guter Wirkung ist der Innenraum mitder reichlichen Gelegenheit für Anbringung vonMonumentalbildern. (III. Preis wurde mit Stimmen-gleichheit zuerkannt. Der Vorsitzende gab zu-gunsten des Entwurfs den Ausschlag.)
D. Je eine Entschädigung von 2000 Mark:
1. Nr. 141, Motto: „St. Georg". Der Entwurfist im Hinblick auf die Anpassung an das Geländeund auf die Charakterisierung des Denkmalbauesim Aeußern nicht überzeugend. Dagegen ist derInnenraumgedanke von ausgezeichneter Wirkungund mit Teinem Geschmack ausgebildet. (In derengsten Wahl verblieben mit 11 gegen 5 Stimmen.)
2. Nr. 151, Motto: „Perennius". Bei vortreff-licher architektonischer Durchbildung leidet derEntwurf unter -der Wucht des Turmes, der nichtim glücklichen Verhältnis zur Landschaft stehtund überdies zu stark an andere im Rheinlandbestehende Turmformen anklingt. (In der engstenWahl verblieben mit 13 gegen 3 Stimmen.)
3. Nr. 156, Motto: „Unser di e Kraft". Eigen-artiger und entwicklungsfähiger Gedanke, der derOertlichkeit vortrefflich gerecht wird, der aber anunzulänglicher und unorganischer Ausgestaltungund an Häufung von Einzelheiten leidet. GutePlastik. (In der engsten Wahl verblieben mit 11gegen 5 Stimmen.)
„E i n h e r i e r". Ernste, ge~
die nur zur sehr an das
(In der engsten Wahl ver-
2 Stimmen.)
,S t e i n w a ch t". Arbeit von
4. Nr. 187, Motto:schmackvolle Arbeit,antike Grab erinnert,blieben mit 14 gegen
5. Nr. 188, Motto:
eindrucksvoller und einheitlicher Wirkung. Ob dieKegelform an sich die richtige Bekrönung desHügels ist, bleibt fraglich. Der schöne Umgangrelativ und absolut zu groß im Maßstab. (In derengsten Wahl verblieben mit 13 gegen 3 Stimmen.)
6. Nr. 228, Motto: „Minzeis tein". Ideenreicher,durch Einfachheit ausgezeichneter Entwurf, der auchdie besondere Figur des Platzes berücksichtigt.Die ovale Form der Steinsetzung harmoniert nichtmit der Linie des Unterbaues. (Einstimmig in derengsten Wahl verblieben.)
7. Nr. 274, Motto: „Adler". Dem Hügel gut an-gepaßte Gesamtanlage. Der Kuppelbau hält sichin Abmessungen, die mit der umgebenden Naturin gutem Einklang stehen. Seine architektonischeAusbildung ist gut, aber nicht besonders eigen-artig. (In der engsten Wahl verblieben mit 13gegen 3 Stimmen.)
8. Nr. 278, Motto: „Patriae in serviendoconsumor". Einfache Grundform, die dem Ge-lände gut eingefügt ist, aber bei der gewähltenFormengebung den Eindruck einer Ruine nichtvermeidet. (In der engsten Wahl verblieben mit12 gegen 4 Stimmen.)
9. Nr. 313, Motto: „Gedanken und Erinne-rungen". Die konsequente Durchbildung der ge-wählten Form wurde anerkannt. Die Höhe erschienjedoch für den Platz zu bedeutend. (In der engstenWahl verblieben mit 9 gegen 7 Stimmen.)
10. Nr. 361, Motto: „Stein und Eichen". DasProjekt hat etwas Bestechendes, läßt aber beigenauer Prüfung der Gesamtanlage und nament-lich der Größenverhältnisse die rechte Durch-bildung und den richtigen Maßstab vermissen.(In der engsten Wahl verblieben mit 12 gegen4 Stimmen.)