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BISMARCK-NATIONAL-DENKMAL n WETTBEWERB
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4.
seitens der Teilnehmer am Wettbewerb dienachstehenden Einheitssätze bei Aufstellung- desKostenanschlages zugrunde gelegt werden:
a) Für 1 cbm Erdaushub (bis
3,00 m Tiefe)......= 1.50 Mk.
b) Für 1 cbm Zementbeton mitRheinkies........= 20.— Mk.
c) Für 1 cbm Bruchsteinmauer-werk aus der im Rheintal vor-handenen Grauwacke . . . = 14.— Mk.
d) Für 1 qm Bruchsteinverblen-dung am Sockel in aus-gesuchten Steinen aus dem-selben Material in Boße . . = 8.— Mk.Für die Arbeiten des Oberbaues, die in
dem verschiedensten Material (Granit, Kalkstein,Sandstein usw.) ausgeführt werden können, istdie Angabe eines Einheitspreises nicht wohlmöglich.
Es wird seitens des Ausschusses darauf hin-gewiesen, daß es in jedem Falle sich empfehlenwürde, für die sichtbaren Teile des Unterbauesmöglichst das Material der Steinbrüche der Um-gegend — Grauwacke, Quarzit — zu verwenden.
Der an der Südseite der Elisenhöhe be-findliche alte Steinbruch kann nur insoweit aus-genützt werden, als kleinere Abtragungen zurErzielung eines etwa wünschenswerten Effektessich vornehmen lassen.
Die zurzeit auf der Elisenhöhe befindliche inZiegelrohbau ausgeführte Schutzhalle (das Tem-pelchen) muß selbstverständlich bei oder nachErrichtung des Denkmals beseitigt werden undist daher in die Wettbewerb-Entwürfe nicht mitzu übernehmen.
Ein Modell der Elisenhöhe hat die FirmaZobus & Eisenmenger in Düsseldorf, Neander-straße, im Maßstabe 1 : 500 ausführen lassen.Solche Modelle sind zum Preise von 40.— Mk.von obengenannter Firma zu beziehen. Auchder Bildhauer H. Christmann in Bingen hat sich
Aachen, im März 1910.
zur Lieferung von Modellen empfohlen. Dochkann der Ausschuß eine Gewähr für die Richtig--keit der Modelle nicht übernehmen.
6. Ein Querprofil liegt hier bei.
7. Die in den Plänen des Wettbewerbausschreibensangegebenen Maße sind in Metern über BerlinerNullpunkt (nicht etwa vom Rheintal aus) an-gegeben.
8. Der dem Wettbewerbausschreiben beigegebeneLageplan ist im Maßstabe 1 :1000 gehalten,um möglichst die ganze, für die Teilnehmerirgendwie in Frage kommende Umgebung zurDarstellung bringen zu können. Dieser Plankann also nicht unmittelbar zur Einzeichnungdes Denkmalentwurfes benutzt werden, da hier-für der Maßstab 1 :500 vorgeschrieben ist.Es hätte vielmehr also eine entsprechend ver-größerte Auftragung auf Grund des beigelegtenPlanes zu erfolgen. Selbstverständlich ist nurder für die Darstellung des Entwurfs wesent-liche Teil des Situationsplanes in doppelterGröße aufzutragen.
9. Um verschiedenen Anfragen zu begegnen, seinochmals bemerkt, daß nach § 2 des Preis-ausschreibens es dem Künstler ausdrücklichüberlassen wird, wohin auf dem mit kleinenlateinischen Buchstaben a b c d bezeichnetenGelände er den Schwerpunkt der Denkmal-anlage verlegen will. Gewicht wird allerdingsdarauf gelegt, daß das Denkmal in seinemHauptteile von allen Seiten gleichmäßig sicht-bar ist. Diesem Wunsche genügt der mit großenlateinischen roten Buchstaben A B C D um-druckte Teil. Daß Nebenanlagen, Ausgestaltungeines Festplatzes usw. nicht innerhalb diesesengern Ausschnittes untergebracht werdenkönnen, versteht sich.
Die Anlage von Zufahrtstraßen usw. mußselbstverständlich in den Entwürfen zur Dar-stellung kommen, bleibt jedoch im Einzelnen voll-ständig dem Ermessen des Bewerbers überlassen.
Der Vorstand des Kunst- und Bau-Ausschusses.
I. Vorsitzender: II. Vorsitzender: III. Vorsitzender:
E. Kirdorf, Fürst von Hatzfeld, Herzog Prof. Dr. P. Clemen,
Geh. Kommerzienrat.
zu Trachenberg.
Provinzialkonservator.
Im Oktober 1909 wurde mit dem Versand der Preisausschreiben begonnen. AnfangDezember waren schon rund 250 Unterlagen gefordert; im ganzen wurden 596 Exemplareder Unterlage abgegeben. Bemerkenswert ist, daß die Nachfrage bis wenige Tage vor demAblieferungstermin andauerte, wobei freilich anzunehmen ist, daß es diesen späten Beziehernmeist auf einen Nachbezug der zur Darstellung notwendigen Ansichten ankam. Immerhin