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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
Entstehung
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Siebzehnter Abschnitt.

Mineralien in Säure erhalten hatte, aber nicht aufzufangen undzu isolieren vermochte (ebd. 344). Die Entstehung von Kohlen-säure und Wasser bei der Verbrennung organischer Substanzenwar übrigens, in ähnlicher Weise wie von van Helmont (1650),auch von Glauber (1664), Geoffroy (1718), Stahl (1731),Juncker (1730), Boerhave (1732), und vor allem von Scheele(1777) beobachtet worden, welcher Letztere daraufhin schloss, dassjene Stoffe aus Kohlensäure, Wasser und Phlogiston bestehenmüssen (Kopp, „Gesch. d. Chemie" IV.).

Die gegen Ende des 18. Jahrhunderts gemachten, wichtigen,chemischen Fortschritte, lieferten gleichzeitig auch die Basis fürdie Begründung der neueren Ernährungslehre der Pflanzen (Sachs483); Priestley entdeckte 1774 den Sauerstoff (Kopp a. a. 0. I,306 ff.; „Entwicklung der Chemie in der neueren Zeit", München1873, 138ff.), Lavoisier erkannte 1775 qualitativ, und 1781quantitativ die Zusammensetzung der Kohlensäure aus Kohlenstoffund Sauerstoff, bewies 1783 auf Grund einer Beobachtung Caven-dish's (Bildung von Wasser bei der Verbrennung von Wasserstoff),dass Wasser aus Sauerstoff und Wasserstoff bestehe, und folgertenoch im selben Jahre, dass der Alkohol, dessen VerbrennungKohlensäure und Wasser liefere, Kohlenstoff und Wasserstoff ent-halten müsse; doch betrachte er die organischen Stoffe als ternäreVerbindungen, in welchen Sauerstoff, Kohlenstoff und Wasserstoffnicht direkt aneinander gekettet seien.

Dass grüne Pflanzenteile Sauerstoff abgeben, nahm schonPriestley wahr, aber erst Ingen-Houss (1730—1799) entdeckte1779, dass zwar die grünen Blätter im Sonnenlichte Sauerstoffaushauchen, daneben aber auch eine stetige Kohlensäure-Entwick-lung stattfinde, dass also Atmung und Assimilation wohl voneinander zu unterscheiden seien, und dass die Kohlensäure derLuft als Hauptquelle für den Kohlenstoffgehalt der Pflanzen zubetrachten sei (Sachs 533). Durch Sandkultur-Versuche mitkohlensäurehaltigem Wasser hatte auch schon Percivall (1775)in klarer Weise die Wichtigkeit der Kohlensäure als Pflanzen-Nährstoff dargelegt, nahm jedoch irrtümlicherweise an, dieselbesei direkt aus der wässerigen Lösung absorbiert worden, was schonSchrader bei genauer Wiederholung dieser Versuche als unmög-lich erkannte (Sprengel, „Bot." II, 313 und 319). Quantitativbehandelte die Ernährungsfragen zuerst Saussure (1767—1845),und stellte hierbei fest (1804), dass zugleich mit dem Kohlenstoffeauch die Bestandteile des Wassers gebunden werden, und dasszum normalen Gedeihen der Pflanze auch die Gegenwart von stick-

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