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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
Entstehung
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Ansichten über Entstehung und Wesen des Zuckers.

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alterlichen Denkern, die den vorliegenden Problemen näher traten, istin erster Reihe Albert von Bollstaedt, auch Albertus Mag-nus geheissen (1193-—1280), anzuführen, welcher in Padua studierte,meist in Köln, wo Thomas von Aquino sein Schüler war, zeit-weise aber auch in Paris und Rom lebte, und der gefeiertesteLehrer und grösste Naturforscher des 13. Jahrhundertes war, dessenSchriften indes meist unverstanden, und daher auch bald ungelesenblieben. Er beschäftigte sich zuerst mit den Lehren des Aristo-teles, die er aus den lateinischen Übersetzungen arabischer Ver-sionen kennen lernte, und als Frucht des Studiums dieser Werke,zu denen man damals auch noch das später als unecht erkannte„Buch über die Pflanzen* zählte, erscheint unter anderem auchseine Schrift „De vegetabilibus", die wichtigste und umfassendsteDarstellung der wissenschaftlichen Botanik seit dem Altertume,die neben zahlreichen, den Griechen und Arabern entnommenenGedanken, auch eine Fülle eigener, oft überraschender Beobachtungenenthält (Haeser I, 694; Meyer, „Bot." IV, 12, 65, 78). „DieBestandteile der Pflanze", sagt Albertus Magnus, „müssen ihrdurch den Ernährungsprozess von aussen zugeführt werden, auchmuss die Nahrung den Gliedern der Pflanze zugänglich, daher inAuflösung befindlich sein. Die Natur derselben wird durch dievier Qualitäten bestimmt, aus deren Mischung alles Körperlicheentsteht. Vom Überflusse wässeriger Feuchtigkeit reinigt sich diePflanze durch die Blätter, welche zugleich auch die Früchte zuschützen haben" (ebd. 12, 52, 76). Diese Auffassuug über dieFunktion der Blätter ist auch die des Aristoteles und desNicolaos Damascenus; erstem - sagt* („Physic. auscult." II, 8):„Die Blätter sind zur Bedeckung der Frucht da", letzterer: „Zweckder Blätter ist, dass die Sonne durch sie die Feuchtigkeit anziehe,und dass sie die Frucht gegen die Sonnenglut schützen" (Meyer,„Bot." I, 115 und 332). Erst Roger Baco (1214—1294) sprachdie Vermutung aus, dass, wie die Wurzeln aus dem Boden, so auchvielleicht die Blätter aus der Luft, der Pflanze Nahrung zuführenkönnten (Haeser II, 235); mit deutlicher Bestimmtheit vertratdiesen Gedanken jedoch erst Lionardo da Vinci (1492—1519),das staunenswerteste Universalgenie, das die Menschheit wohl jehervorgebracht, ein Mann, ebenso gross als Maler, Architekt undBildhauer, wie als Ingenieur, Anatom und Physiker, ebenso erfahrenin der Theorie wie in der Praxis, dabei ein überlegter und klarerDenker, dem es zu gleichem Ruhme gereicht, die drei Lieblings-probleme seiner Zeit, das Perpetuum mobile, die Quadratur desKreises, und die künstliche Darstellung des Goldes als unausführbar

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