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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Geschichte der Zuckerpreise.

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allein beherrschten, waren zuweilen kaum im stände den Ansprüchendesselben zu genügen, und es kam vor, dass Rohzucker in Havredoppelt so teuer als in London war (Stölzel, a. a. 0.).

In Deutschland kostete, während der Kontinentalsperre, zuHamburg 1 Zentner Zucker 100—200 Thlr. (Schulze 41; Stölzel,a. a. 0.), im Kleinverkehre des Binnenlandes 200—300 Thaler,und da die Zuckerpreise schon seit der Verwüstung Domingos sehrhohe gewesen waren, so ist es leicht begreiflich, dass alle Be-strebungen den Zuckerkonsum zu vermindern, als patriotischeThaten begrüsst wurden, und dass eine ganze, ausschliesslich solcheZwecke verfolgende Litteratur entstand. Nach Wiedereröffnungder Schiffahrt (1814) kostete zu Hamburg 1 Zentner ordinäreRaffinade 49 Thaler 8 Groschen, doch ging dieser Preis schon imnächsten Jahre auf 36 Thaler 5 Groschen, und von da ab bis1850 allmählich auf 11 Thaler 5 Groschen herunter (Schulzea. a. 0.). In Preussen, sowie später im Zollvereine, war der Zucker-preis, auch abgesehen von der Steuer und den grösseren Trans-portkosten des Rohzuckers (zusammen etwa 7 Thaler 20 Groschenfür den Zentner), wegen des Monopols ein erheblich höherer, er über-stieg z. B. in den Jahren 1822—1825 den Hamburger Preis um9 Thaler 6 Groschen, so dass es häufig lohnte, trotz des Eingangs-zolles Zucker aus Hamburg oder Bremen nach Berlin kommen zulassen. Durch die wachsende Erzeugung von Rübenzucker inner-halb des Zollgebietes erlosch indessen die Bedeutung des Monopolsnach und nach; in den Jahren 1825—1831 war der Berliner Preisnur mehr um 7 Thaler 24 Groschen höher als der Hamburger,1832—1833 betrug der Unterschied 5 Thaler 8 Groschen, 1834—1839: 5 Thaler 3 Groschen, 1840—1844: 3 Thaler 19 Groschen,1845—1849:'20 Groschen, und 1850 nur mehr 16 Groschen.Dabei stieg die Anzahl der preussischen Siedereien in den Jahren1822—1845 von 36 auf 53, und die Verarbeitung derselben von118813 auf 1232 976 Zentner; die Eingangszölle für Rohzucker,Kochzucker*), Lompen, und Raffinade betrugen in Thalern 1828:4, 8, 10, 10; 1831: 5, 11, 5, 11; 1837: 5, 9, 11, 11; 1839: 5,9, ö 1 /^ 11; 1843: 5, 8, 10, 10**); die Rückvergütung bei der Aus-fuhr erfolgte auf 'die Annahme hin, dass 4 Zentner Rohzucker3 Zentner Raffinade gäben (Schulze, a. a. 0.; Stölzel, a. a. 0.).

*) Unter Kochzucker ist gelber und brauner Farin, sowie Zuckermehlzu verstehen, wie die preussische Erhebungsrollo von 1828/1830 ausdrücklichfestsetzt.

**) Näheres über Ursachen und Folgen dieser wiederholten Abänderungender Zollsätze, s. bei v. Kaufmann, a. a, O. 90ff.