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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Geschichte der Zuckerpreise.

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1 Zentner Zucker kostete in Antorif.....10 fl. 16 sh.

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Fracht für 1 Zentner nach Nürnberg (S. 34) . . 3 „

Mauth, Provision, und Gewichtsdifferenz (S. 41) . 2 ,

1 Zentner Zucker kostete in Nürnberg (S. 10) . . 16 fl

Verpackung, Mauth und Fuhrlohn bis Porto (S. 10) 2 r

Fracht von Porto bis Venedig, Pro visionu. Eingangszoll 10 ,1 Zentner Zucker kostete in Venedig (S. 6) . . .

3 „11 ,10 sh.10 „

4 .29 fl. 4 sh.

Letztere Summe entspricht 21 8 / 4 Dukaten, und in heutigem Geld-werte 377 Mark; aus welchen Gründen und unter welchen Um-ständen es sich lohnte, den Zucker auf einem solchen Umwege undmit so hohen Unkosten nach Venedig zu schaffen, während gleich-zeitig auch diese Stadt Zucker nach Deutschland exportierte, gehtaus dem Werke Meder's nicht hervor. In jetzigem Geldwertebetrug der Preis für 1 Zentner Zucker in Madera 122,8 Mark, inAntwerpen 184,3 Mark, in Nürnberg 281,6 Mark, in Venedig377 Mark, woraus, auch abgesehen von den Eingangs- und Aus-fuhrzöllen, die Verteuerung der Waare genügend erhellt, da sichdiese Zahlen ungefähr wie 100:151:211:309 verhalten.

Während der Erstehungspreis in Madera um 1650 noch122,8 Mark (in heutigem Geldwerte) für 1 Zentner betrug, berechnetsich derselbe aus den Angaben des Barläus (S. 534 und 588)für brasilischen Zucker um 1640 nur mehr auf 86,4 Mark, und esist daher leicht zu ersehen, weshalb die Zuckererzeugung der altenWelt sich der amerikanischen gegenüber nicht zu behaupten ver-mochte, oder nur da weiterbestand, wo örtliche Verhältnisse einebesonders billige Produktion ermöglichten, wie dies z. B. inValencia der Fall war, woselbst, nach Willoughby, 1664 1 ZentnerRohzucker 70 Francs, 1 Zentner weisser Zucker 100—120 Francskostete. Für die französischen Antillen hat Labat (cap. 17, und20—25) einige Preisangaben gemacht, welche indessen nur zeigen,dass die Preise daselbst ausschliesslich von der Leichtigkeit undRegelmässigkeit der Verbindungen mit dem Mutterlande abhingen,und dass, sobald diese gestört wurden, der Zucker unverkäuflich,und daher so gut wie wertlos war. Während der Kriegsjahre1694, 1696 und 1697 kostete z. B. 1 Zentner Rohzucker nur10, 18 und 20 Francs in heutigem Geldwerte; nach dem RyswickerFrieden stieg er sofort 1698 auf 36 Francs, 1699 auf 48—56 Francs,und 1700 auf 90 Francs; zu gleicher Zeit kostete 1 Zentner Syrup-zucker 30 Francs, 1 Zentner Rohrzuckergrünsyrup zum Rumbrennen20 Francs, 1 Zentner Raffinade 168—-176 Francs, und 1 ZentnerKönigszucker etwa 400 Francs. Im Laufe des 18. Jahrhundertes