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Geschichte der Zuckerpreise.
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bezüglich aller dieser Punkte noch grosse Ungewissheit. „Derinnere Wert der Gold- und der Silber-Münzen in England und Frank-reich, welcher für die Berechnung der Preisangaben sehr wichtigwäre, wurde wiederholt, und zum Teil durch gewaltsame Eingriffe,erheblich geändert, und jene hierdurch häufig sehr erschwert oderganz unmöglich gemacht" (Tooke und Newmarch II, 473). InEngland z. B. herrschte bis 1344 reine Silberwährung, und Goldwurde erst von Eduard III. seit 1344 regelmässig geprägt;während aber die Währungsgrundlagen bis zur Zeit Heinrich VIII.so ziemlich die nämlichen blieben, wurden allein in den Jahren1527 —1572 Feinheit und Gehalt der Silbermünzen achtmal ver-ändert (ebd. II, 473; Rogers I, 173). In Frankreich hingegenfanden schon im 14. Jahrhunderte mehr als 150 solche Umge-staltungen statt, und in den Jahren 1497—1602 wurde mit derWährungsgrundlage 19 Mal gewechselt, wobei der innere Gehaltder Münzen meist verringert, manchmal aber auch stark erhöht,im ganzen jedoch auf etwa die Hälfte seines ursprünglichen Be-trages herabgesetzt wurde (Rogers I, 178; Tooke und NewmarchII, 482). Infolge dieser Umstände war auch das Wertverhältniszwischen Silber und Gold ein schwankendes; während dasselbe fürdas Ende des 13. und den Anfang des 14. Jahrhundertes vonThomas zu 1:12 berechnet wird (s. Yule I, 88), findet manfür das 14. und 15. Jahrhundert bald erheblich höhere, baldniedrigere Zahlen angegeben, aus denen sich nur das Eine erkennenlässt, dass es dem Münzwesen völlig an stabilen Grundlagen fehlte.Das Zuströmen von Edelmetallen nach der Entdeckung Amerikasbrachte neue Veränderungen mit sich, die jedoch in dieser Hin-sicht weit weniger einschneidend waren, als in Bezug auf dasSinken des Geldwertes im allgemeinen; von 1492 bis ungefähr1530 übte die Vermehrung der Umlaufsmittel noch wenig Einfluss,von dieser Zeit an jedoch, kam der riesige Zufluss an Gold undSilber zur vollen Geltung*), und indem der Geldvorrat seit 1492etwa um 600°/ o zunahm, wurde die Kaufkraft des Geldes ent-sprechend verringert und die Waarenpreise stiegen rasch um 250— 350°/ 0 (Tooke und Newmarch II, 423; Rogers IV, 716; V,
*) Über die Höhe desselben gehen die Schiitzungen von Humboldt(„Nouv. Esp." IV, 226 und 244), Soetbeer, Jacob und Anderen, weit aus-einander; nach Tooke und Newmarch, die Jacob's Zahlen annehmen(II, 462), zirkulierten 1492 rund 667, 1600: 3110, 1700: 8300 Millionen Mark;Humboldt und Soetbeer haben weitaus höhere Ziffern. Block giebt für1500 die Summe von 3000 Millionen Francs an, für die spätere Zeit entsprechendgrössere Zahlen.