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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Die Ersatzmittel des Rohrzuckers.

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durch seine 1786 begonnenen Anbauversuche auf dem Gute Caulls-dorf bei Berlin, in ebenso rascher als vollkommener Weise löste(Scheibler 9).

Nach Frankreich brachte die Zuckerrübe, nachdem ihre Ver-breitung in den Niederlanden und in Deutschland längst eine all-gemeine geworden war, 1775 Vilmorin (Olivier de Serres I,187 und 494; II, 450), aber ihren regelmässigen Anbau führtenerst der Abbe Rozier 1782, und Commercelle 1784 ein (ebd.II, 450); nach England wurde sie 1786 durch Perkins, nachNordamerika erst 1830 durch Vaughan und Donaldson verpflanzt.

Auf die Entwicklung der Rübenzuckerfabrikation einzugehen,liegt nicht mehr im Rahmen dieser Schrift; ausser auf Scheibler'sAbhandlung, sei diesbezüglich auf die Originalwerke aus demEnde des vorigen und dem Anfange dieses Jahrhundertes hinge-wiesen, deren Scheibler 21, Rössig 18, Gotthard 37, undPoppe („Techn. Lex." V, 829ff.) für die Zeit von 1747—1818nicht weniger als 84 aufzählt. Erwähnt sei nur, dass der erste,von Achard in etwas grösserem Massstabe dargestellte Rüben-rohzucker, 1798 von der Berliner Zuckersiederei-Kompagnie zuKandis, Farin und Syrup raffiniert wurde*) (Scheibler 10), unddass 1800 abermals drei Berliner Raffinerieen, die HavelbergerSiederei, und die Schlesische Gebirgs-Raffinerie in Hirschberg,Achard'sehen Rohzucker (zusammen 16 Zentner, dargestellt inBerlin) zur Verarbeitung überwiesen erhielten. Die letztgenannteAnstalt überreichte noch im selben Jahre Friedrich Wilhelm 111.ein Brot feinster Raffinade aus Rübenzucker, welches den Königin so hohem Masse befriedigte, dass er ihr, ausser dem Ausdruckeseines besonderen Wohlwollens, auch die grosse goldene Medaillezur Belohnung des Kunstfleisses zukommen Hess (Stadelmann,a. a. O. 257). In gleichein Sinne wie Achard, jedoch mit wenigerAusdauer, und ohne nachhaltigen Erfolg, arbeiteten Nöldechen,welcher seineu Rohzucker durch Jordan und Co. in Berlin 1799raffinieren Hess (Gotthard 79), Hermbstädt (1799), dessen Roh-zucker „einen Hut guten weissen Zuckers" lieferte (ebd. 83),Göttling (1799), welcher die getrockneten Rübenscheiben in Holz-kübeln einer systematischen Auslaugung mit Wasser, nach demGegenstromprinzipe unterwarf, und hierdurch konzentrierte Säfte,und, infolge der Möglichkeit, dieselben rasch einzudampfen, guten und

*) Dieselbe erhielt aus 18 Pfund Rohzucker 2 Pfund ordinären Kandis,2 Pfund Lumpenzucker, je 1 Pfund weissen und gelben Farin, und 8 PfundSyrup, zusammen 14 Pfund (Gotthard 104).