Die Ersatzmittel des Rohrzuckers.
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Magen, gebraucht den rohen und den gekochten Saft zu verschie-denen Heilzwecken, und benutzt auch Rübe mit Alaun oder Kümmel,und Rübenblätter, für sich, oder mit Wein, gegen einige Krank-heiten („Mat. Med." II, 149; „de fac. par." I, 30, 72, 118, 178).Gralenus verwendet die Rübe in ähnlicher Weise (Ibn-Beithar II,41), ebenso auch Sammonicus (gest. 211), sowie Anthimus (um530) in seiner „Diätetik" (Meyer, „Bot." II, 216; Haeserl, 632);Athenäus und Apicius Cölius gedenken ihrer zu kulinarischenZwecken (Meyer, „Bot." II, 201 und 242), Isidorus Hispalensis(ed. Lindemann 548, und 557) bespricht sie gleichfalls, undSimeon Seth (um 1075) erachtet sie für schädlich, weil ihr Saftviele Galle verursache, d. h., in der Sprache dieser Zeit, weil ersehr süss sei.
Im Orient war die Rübe bereits in alter Zeit bekannt, undwird z. B. bei Jesaias genannt (Low 273). Die arabischen Ärztewandten sie vielfach an: Räzi verschreibt sehr oft Rübensaft (z. B.S. 83), Avicenna wilde Rüben, Rübensamen, Rübensaft, und ein-gemachte Rüben (S. 8, 9, 20, 24, 145), und Ibn-Serafiün sagt(„De substantiis medicinarum" Lyon 1525, 143): „Rübe wirkt auf-lösend und erweichend; ihr Nährwert ist aber gering, und fallsviele Salze vorhanden sind, kann der Genuss sogar üble Folgenhaben." Nach Ibn-al-Awäm bezeichnet schondersog. „Nabathäi-sche Traktat" die Rübe als „wohlbekannt und überall sehr ver-breitet" (I, 99); Ibn-al-Awäm erklärt dieselbe für sehr nützlichals Nahrungsmittel und als Futter, rät, sie nur in gutem, gedüngtem,tiefgepflügtem Boden anzubauen, im April zu säen, und nach einigenWochen zu verziehen, giebt Mittel an, um je nach Wunsch dieWurzel oder die Blätter zu starker Entwicklung zu bringen, schreibtdie Prüfung des Samens durch Keimversuche vor, und machtdarauf aufmerksam, dass die Rübe das grösste Bestreben habe zuentarten; und dem Boden so viele Salze zu entziehen vermöge, dassihr wiederholter Anbau ein Mittel zur Entsalzung schlechter Bödenan die Hand gebe (II, 19 und 165 ff.). — Die aramäisch-arabischenNamen der Rübe, Silk oder Selkä, weisen nach Low (S. 273) aufdas griechische oixelog, neugriechisch asvxlov, d. h. sizilisch, zu-rück*): „die sizilische Art des Mangold, die rote Rübe, ist aufdiese Weise dasjenige Kind der Insel, das dem Namen der Heimatdie weiteste Verbreitung verschafft hat." Silk bedeutet speciell
*) Bei den alten Autoren finden sich die Formen tevtXoq, rsvtkor,xevrXwv, ouvzXor, aevrXlov; auch der Namo Beta cicla enthält einen Hin-weis auf Sizilien, und bei Räzi (S. 83) heisst die Rübe noch einfach Siculaoder Sicla, z. B. aqua siclae = Rübensaft.
Lippmiin li, Geschichte dos Zuckers. £\)