Die Ersatzmittel des Rohrzuckers.
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aus Schweidnitz, 17 Liter „schönen Syrupes aus 28 Bäumen ge-wonnen" ablieferte, und ebenso wurde bei den Versuchen desGrafen von Veitheim in Harbcke und des Prinzen Heinrichauf Schloss Rheinsberg (1798) „sehr guter Rohzucker, das Pfundzu l 1 / 2 guten Groschen Erstehungspreis * gewonnen. In Österreichbefahl Fürst Liechtenstein 1800 auf seinen Gütern 30000 StückAhornstämme anzupflanzen, und errichtete 1809 in Eisgrub eineSiederei, um den von acht Domänen erzeugten Ahornzucker zuraffinieren. Obwohl sich alle diese Unternehmungen staatlicherUnterstützung und mannigfacher Begünstigungen erfreuten, sokonnten sie sich doch nicht dauernd behaupten, und gingen sämmtlichwieder ein, als die Zuckerpreise auf normalen Stand zurücksanken.Gegenwärtig wird Ahornzucker nur mehr in Nordamerika ge-wonnen, und zwar noch immer nach der oben geschilderten primi-tiven Arbeitsweise; die Gesammterzeugung wird auf 100—200000Meterzentner Zucker und 120000 Meterzentner Melasse geschätzt, undist im Zunehmen begriffen („Ena Brit." XXII, 628; Scherzer 117).Die Völker Mittelamerikas stellten auch Zucker aus Mais dar.Diese Pflanze war schon seit der ältesten Zeit in Nord- und Süd-amerika bekannt, wurde selbst von halbnomadischen Stämmen anihren jeweiligen Wohnsitzen angebaut, und war in Mexiko jeden-falls Gegenstand einer uralten Kultur, da die Göttin Cinteutl (vonCintli = Mais) oder Chicomecoate, welche ungefähr die Stellungder Ceres einnahm, Maiskolben in den Händen haltend abge-bildet wurde, und die Sonnenjungfrauen sowie die Priester, bei ihrenFesten und Opfern Kränze von dürren Maisblättern trugen, undsich die Lippen mit Maismehl und Honig bestrichen (Decandolle315; Ratzel III, 673; Klemm V, 107 und 109). Maismehl warauch der Hauptbestandteil der mexikanischen Speisen, und wurdeauf vielerlei Art zu süssen Gerichten verarbeitet, von denen dieAzteken grosse Freunde waren; sie besassen daher eine geregelteBienenzucht (Peschel, „Entd." 528), deren Produkte sogar expor-tiert wurden, — so z. B. stammte das grosse Brot Wachs, welchesKolumbus aus dem bienenlosen Cuba mitbrachte, und dem KönigFerdinand überreichte, nach Herrera aus Yukatan (Humboldt,„Cuba" II, 24), — und bereiteten Süssstoffe aus verschiedenenPflanzensäften. Humboldt berichtet hierüber („Nouv. Esp.» III,63 und 61): „Vor Ankunft der Europäer pressten die Mexikaner,und auch die .Peruaner, den Saft der Maisstengel aus, und konzen-trierten ihn nicht nur durch Einkochen, sondern stellten auchdurch Abkühlen des eingedickten Saftes Rohzucker dar, worüberCortez, in seinem Berichte an Karl V. über den mexikanischen