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Der Zucker im Orient seit Beginn des 14. Jahrhundertes. 383
„Des Zuckers Süssigkeit verleiht„Verschiedenem Zuckergobilcke„Die Süssigkeit„Verschiedener Geschmäcke:„Ein Geist vorbindet den Stoffen sich,„Begeistert sie verschiedentlich,„Und wie er verschieden erscheine,„Bleibt er der Eine".
Bei Häfis (gest. 1389 oder 1390), dem Fürsten der persischenDichter, spielen auf Zucker bezügliche Vergleiche und Bilder eben-falls eine grosse Rolle. Von seinem Liebchen sagt er (Meier,„Morgenländische Anthologie", Hildb. 1869, 117 und 124):
„Obgleich es an mich, den Derwisch, nicht„So ein einzig Wörtchen richtet, das Rippchen,„So geb' ich dennoch mein Herze hin„Für seine schweigenden Zuckorlippchen."
„Herr giob mir auch mein täglich Brot„Vom Zucker ihrer Lippen stots!„O horchet, — Häfis botet ja, —„Sprecht Amen, Hörer des Gebots!"
Ebenso beziehen sich folgende Stellen auf seine Geliebte (Hart174, 180, 174):
„Schön sind rosongloicho Leiber, Lippen zuckersüsse;„Doch nur wenn sie das Umarmen dulden und die Küsse."
„Sieh', während auf dem Zuckerrohre„Die Papagei'n sich fröhlich wiegen,„Wie schlagen hoffnungslos die Pfotchen„Sich übers Haupt die armen Fliegon!"
„Sprich mir nicht von Zucker, Reiz, und andrer Süssigkeit:„Sehnsucht nur nach deinen Lippen ist mir Süssigkeit!"
Über das ruhelose Weltgetriebe setzt sich der Dichter mit denWorten hinweg:
„Legt das Gute Eins zum Andorn,„Heute Zucker, morgen Wein;„Nicht nach Mekka will ich wandern,„Kann mit Lust zu Hause sein."
Von seinen Werken sagt er mit Selbstbewusstsein:
„Mein'Schroiberohr ist ein Zuckerrohr„Im Ägypten der Beredtsamkoit,„Mein Schreiborohr ist ein Zuckerrohr„In der Vollendung der Süssigkeit."