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Vierzehnter Abschnitt.
Die neupersischen Dichter erwähnen den Zucker sehr häufig,und räumen ihm in ihren Erzählungen, Sprüchen und Gleichnisseneine bevorzugte Stellung ein. Ibn-,Jemin (gest. 1344) sagt z.B.(Hart, „Divan der persischen Poesie", Halle 1887, 157):
.... Sei kein Thor!„Was Sinn, ergreife, und was Form, wirf hin,„Denn er ist Zucker, sie gemeines Rohr."
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„Ein kluger Mann wählt den zum Freunde nicht,„Der sich zum Freunde dessen Feind erkor,„Und hofft vom Bösen nimmer gute That:„Denn niemals Zucker giebt gemeines Rohr."
Chodschendi (gest. 1380) gedenkt seiner Geliebten mit den Worten:
„Dieser Mund, so süss wie Zucker, gleicht weinvollem Goldpokale;„Gleich der Mücke stirbt, wer einmal trank von deines Mundes Schale."
In des Dschämt (gest. 1492) „Jussuf und Suleicha" heisst es(Hart 199 und 204):
„Da lag Suleicha mit dem Zuckormund,
„Den Zuckerschlaf auf der Narcissen Paar . . .
„Ihr war's im Traum, als tret' ein Jüngling ein . . .
„Sein lächelnder Rubin goss Zucker aus,
„Und sprach sein Mund, war's nichts als Süssigkoit, ....
„Zum Zuckerballen schafft sein Mund ihr Herz."
„Und Mädchen stöhn auf ihren Wink bereit,„Vom Haupt zum Fusso süss wie Zuckerrohr: ....„Sie blasen Anmutszauber auf ihn hin,„Der Ersten süsser Mund streut Zucker aus:„„Verzuckro deinen süssen Gaum durch mich,„Brich meines Zuckorballens Schloss entzwei,„Und käue Zucker gleich dem Papagei!""
Scheich Hiläli (um 1500) beginnt sein Gedicht „König und Der-wisch" mit den Versen:
„Ein Rosenboet das weite Weltall war,„Und gleich dem Tag die Nacht so hell und klar.„Ein Milch- und Zucker-haltigor Pokal„Erschien der Himmel, in des Vollmonds Strahl."
Urfi giebt den Ratschlag (Hammer-Purgstall, „Duftkörner auspersischen Dichtern", Sttgt. 1860, 122):
„Zeig' dich in jeglicher Form um allen alles zu worden,„Zucker sei in der Milch und in dem Essige Senf"
und ein anderer persischer Spruch (Rückert, „Poetisches Tage-buch" 1888, 87) verbirgt hohe Weisheit unter dem Gleichnisse: