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Vierzehnter Abschnitt.
Amboina, brachten sie dieselbe auch in Java und Sumatra inSchwung, jedoch gelang dies erst um 1700, zum teil sogar erstum 1750 (Beer II, 188; Ritter 339). Die Fabrikation selbstwar eine höchst unvollkommene: das Rohr wurde in Mörsern ge-stampft, oder zwischen den Holzcylindern einer Handmühle, allen-falls auch in einer Pressmühle (Mörser mit rotierender, durchOchsen umgetriebener Keule) zerquetscht, der Saft, von dem manaus 100 Pfund Rohr meist nur 30 Pfund erhielt, in kleinen Kesseln,oft sogar nur in irdenen Töpfen eingekocht, und die Füllmasse,in Schläuche oder Matten eingewickelt, verkauft. Erst um dieMitte des 18. Jahrhunderts verbesserten die Holländer und Eng-länder die Fabrikations-Methoden, ohne indessen anfangs hierausgrösseren Gewinn zu ziehen, da die heimische Bevölkerung keinVerlangen nach dem reineren, aber auch teureren Zucker der neueingerichteten Fabriken trug (Beckmann, „Phys.-Okon. Bibl." XI,526), die Ausfuhr nach Europa aber keinen Vorteil bot; derAmsterdamer Markt hatte nämlich um diese Zeit schon so sehran Bedeutung eingebüsst, dass er für grössere Zuckermengen ausneuen Produktionsgebieten nicht mehr genügend aufnahmefähigwar, während der englische Handel, der noch gegen 1800 einvier- bis fünfmal grösseres Kapital im westindischen Verkehre in-vestiert hatte als im ostindischen, dem letzteren wenig Beachtungschenkte, um so mehr als derselbe vielfach, und gerade auch inBeziehung auf Zucker, erheblichen Differentialzöllen zu gunstendes ersteren unterworfen war (Tooke und Newmarch II, 209 und215). Nach Humboldt („Nouv. Esp." III, 185) begannen grössereMengen ostindischen Zuckers erst nach der Verwüstung Domingosin Europa zu erscheinen, doch gelangten z. B. selbst 1817 erst6220, und 1821 nur 12900 Ballen nach Liverpool (Volz 320).Hingegen waren die Vereinigten Staaten, in denen sich, infolgebesonderer Zollverhältnisse, selbst zu New-York der ostindischeZucker billiger als der westindische stellte, schon gegen 1800 einsehr bedeutendes Absatzgebiet der ostasiatischen Zuckerindustrie(Humboldt, „Nuov. Esp." III, 184ff.; V, 122ff. und 152); in denJahren 1800, 1801 und 1802 bezogen dieselben, bei einem Ge-sammtkonsume von 286 701, 195316, und 187 844 Meterzentnern,14171, 15052, und 11376 Meterzentner Zucker aus den hollän-dischen Besitzungen, und 5 265, 7 906, und 12 214 Meterzentneraus China, den ostindischen Inseln, und Manila. Auf Manila fandschon Pigafetta, der Gefährte Magellan's (1510) das Zuckerrohrheimisch, und beschreibt auch die Gewinnung von Wein, Essig,Branntwein und Syrup aus dessen Saft (Ramusio I, 363); die