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Vierzehnter Abschnitt.
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Sultans Aladdin (1296—1317) Sitz eines grossen Zuckermarktes,dessen Preise von den mohammedanischen Herrschern, die sichüberhaupt für die Ausbreitung und Verbesserung der Zucker-industrie sehr interessierten, stets genau festgesetzt wurden; manverkaufte daselbst Kand (Melasse, Syrup), rohen roten Zucker, undweissen Mehlzucker. Weisser krystallisierter Stückzucker "war nachSchihabeddin („Notices et Extraits" XIII, 175 und 212) um1360 in Indien noch kaum bekannt, und wurde dort auch in derFolgezeit nicht angefertigt. Vasco de Gama, der 1478 inCalicut sehr viel Zucker vorfand (Ramusio, „Navigationi e viaggi",Venedig 1563; I, 120), Barthema, ein bolognesischer Kaufmann,der 1500 in Indien war (ebd. I, 158 und 165), und Barbosa, derGefährte Magellan's (ebd. I, 315), sprechen stets nur von „zuccherocandido in pulvere" (weissem Krystallzucker), und Barbosa sagtausdrücklich: „Man macht in Bengalen weissen und guten Zucker,versteht es aber nicht, ihn in Form von Stückzucker (Brotzucker)herzustellen, sondern nur als Mehl; in Leinensäcken, die man mitrohen Häuten überzieht und gut zusammennäht, wird er auf vieleSchiffe geladen, und zum Verkaufe nach verschiedenen Länderngeführt." Barbosa sah solchen billigen bengalischen Krystall-zucker in Ceylon (ebd. I, 313) sowie in Arabien (ebd. I, 292 und300), und Alvares (um 1500), Barthema, und Corsali (um1515) berichten, dass Zucker auch von der indischen Westküste,und aus Baroche, dem alten Barygaza, nach Zibith in Arabien,Ormuz, Aden, und den Häfen des roten Meeres verführt werde(ebd. I, 123 und 179; Ritter 388). Garcia da Orta erwähnt mü-den Gebrauch des Zuckers zum Einmachen von Früchten undWurzeln (Clusius 231 ff.), macht aber über seine Herstellungkeine nähere Mitteilung, vermutlich weil der Zucker, der niemalsein Objekt des portugiesisch-ostindischen Handels wurde, denPortugiesen kein weiteres Interesse bot (Beer II, 125). GenauereAngaben finden sich erst bei Rumphius („Herbarium amboinense",verf. 1690; V, 186 ff. und Tafel 74); nach den Beobachtungendesselben kommen auf den indischen Inseln drei Arten Zuckerrohrvor: die erste ist hellfarbig, zartrindig, langgliedrig, saftig undzuckerreich, die zweite rötlich, dickrindig, kurzgliedrig, saftärmeraber zuckerreicher, die dritte dünnstenglig, zartrindig, sehr saft-und auch sehr zuckerreich; manche nehmen auch noch eine vierte,schwarze Abart an. Baut man Zuckerrohr zum unmittelbarenGenüsse an, so pflanzt man grössere Triebe aus, will man esaber auf Zucker verarbeiten, so benutzt man die Spitzen undKnospen; da das Zuckerrohr viel Sonnenwärme, aber auch viel