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Dreizehnter Abschnitt..
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in der Rohzuckerbeschaffung vorsichtiger, „indem man auf Probedurch Nachstechen einkaufte", machte bessere Zucker, die inleichteres Papier verpackt wurden, und erhielt auch höhere Aus-beuten, nämlich aus 100 Pfund feinem weissen Rohzucker etwa"55 Pfund Raffinade; die meisten Siedereien hatten 3—5 Arbeiter,und der Herr pflegte von 4 Uhr, die Knechte von 2 Uhr Frühan, bis zum späten Abende an den Pfannen zu stehen (S. 17, 12,18, 6).
Nach der Wiedereröffnung der Schiffahrt im Jahre 1814 be-gann sich auch der Zuckerhandel und die Zuckerindustrie neu zuheben, obwohl die „Zuckerbäcker", durch ihren erbitterten Wider-stand gegen die Abschaffung der veralteten Usancen, das Interesseihrer Sache in hohem Grade schädigten (Tooke und Newmarch I,183). Die Zeit bis 1823 war eine sehr unglückliche Geschäfts-periode, da bestenfalls nur der Syrup noch etwas Gewinn Hess;grosse Verluste bewirkten Kreditbeschränkungen, und diese dieBetriebseinstellung vieler kleinerer Fabriken, und Abnahme desvordem so blühenden Geschäftszweiges. Trotz dieser ungünstigenVerhältnisse erhielten sich aber 325 Siedereien, und durch Ver-besserungen des Betriebes, namentlich des Klärens, gelang es den-selben, die „gesuchtesten und beliebtesten Raffinaden von hoherFeinheit, und Melis von erster Güte zu liefern", und hierdurch dieenglische Einfuhr aus ganz Deutschland zu verdrängen (ebd. I,238 und 245). Infolge des russischen Zolltarifs von 1823, undder grossen Konkurrenz der privilegierten preussischen Siedereien,gingen aber in den nächsten Jahren noch über hundert kleinereFabriken ein, der Rohzuckerimport sank von 927 500 auf etwa700000 Zentner, und der verarmte deutsche Markt, der meist nurordinäre und ganz billige Lumpen und Melis aus hellem Brasil-zucker konsumierte, konnte für den Verlust des russischen keinenErsatz bieten (ebd. I, 24'J). In den nächsten Jahren kamen inHamburg die sog. „Schmelzlumpen" auf den Markt, welche manin England und Holland darstellte, indem man Rohzucker ohneweitere Reinigung in grosse Formen einkochte, und den- Grün-syrup ablaufen liess; da dieser Rohstoff bedeutend reiner undergiebiger war, so konnten die Hamburger Rafflnerieen erheblichmehr und billiger als bis dahin arbeiten, so dass die Einfuhr1830 wieder bis auf 1150 000 Zentner stieg (ebd. I, 326), und diebesten Aussichten geboten schienen. Dieselben wurden aber zu-nichte gemacht, „indem seither ein sogenanntes System des Schutzesder Arbeit ein Kunsterzeugnis aus dem Boden stampfte, das sichdem Absätze des natürlichen Zuckers hindernd in den Weg stellte,