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Dreizehnter Abschnitt.
Mi
sich, ausserhalb dieser AVand, eine Aschenthür, und innerhalb eineFeuerung für Steinkohlen. Man kocht einige Stunden mit Ochsen-blut und gequirlten Eiern, schöpft mit kupfernen Kellen durchWollentücher, die auf einem Weidengeflecht liegen, in eine grosseviereckige Pfanne, pumpt mit einer kupfernen Pumpe durch trag-bare kupferne oder bleierne Rinnen, die man jedesmal nach Bedarfzurechtlegt, in die inzwischen gereinigten Klärkessel zurück, kochtin diesen fertig, schöpft die Masse in die Kühlpfanne aus, undfüllt sie schliesslich in die Hutformen. Je nach der Feinheit desZuckers stehen diese 2 — 4 Monate auf den Syruptöpfen; manmacht Hüte von 2—-20 Pfund Gewicht, und erhält dabei vier.Arten Syrup, die man der Reihe nach verkocht, oder wieder indie Klärpfannen nimmt. Das Decken mit Thon erfordert jedesmal8—10 Tage, und ebensolange dauert das Vortrocknen, sowie dasTrocknen in den Stuben. An Sorten werden fabriziert: Kanarien-brot, Kanarienzucker feinfein und gemeinfein, Raffinat fein undgemein, Melis oder Meils fein und gemein, Lumpen fein undgross, Farin oder Kochzucker weiss, gelb und braun, und Kauf-syrup. Auch fertigt man Kandis aus feinstem Raffinatzucker, inkupfernen feingelochten Becken, die man mit Fäden durchnäht,und dann von aussen durch aufgeklebtes Papier dichtet; dieschlechten Stampfbrote, welche die Franzosen so vielfach machen,werden nicht nachgeahmt, es ist alles reiner und reeller Zucker."
Nach Nicolai („Anmerkungen über die Zuckersiedereien in denpreussischen Staaten"; Berlin 1792) sind die Zucker der BerlinerRaffinerieen feiner, weisser und haltbarer als die der Hamburger,auch wird reinlicher gearbeitet wie in Hamburg, so z. B. bestehtschon seit 1754 ein eigenes Gebäude zur Läuterung und Um-arbeitung des Schaumes. Die Splittgerber'schen (später Schick-ler'schen) Siedereien haben 24 grosse, je 3000 Pfund Rohzuckerfassende Pfannen, sie beschäftigen 90—100 „Zuckerbäcker", be-nutzen zur Feuerung die bis dahin in der Mark ganz unbekanntenSteinkohlen, und zahlen dem Staate nicht nur direkt grosse Steuer-summen, sondern wahren auch dessen Interesse dadurch, dass sieden Rohzucker (meist solchen der französisch-westindischen Inseln)statt über Hamburg über Stettin beziehen, wodurch die Frachtlölmedem Inlande erhalten bleiben.
Über die eigentümlichen Verhältnisse der Hamburger Zucker-industrie berichtet Busch in seinem bereits oben erwähnten Werke,und sieht die Veranlassung, die deren Entwickelung als Haus-industrie allein ermöglichte, hauptsächlich in dem zu Hamburgseit jeher herrschenden Gebrauche, Häuser im Ganzen geschäftsmässig