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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Elfter Abschnitt.

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„der ein wichtiges und ganz allgemeines Nahrungsmittel selbst derärmsten Klassen bildet, und von diesen bei der Arbeit der Fleisch-nahrung vorgezogen wird" („Nouv. Esp." II, 339 und 341; III,176, 32, 183). Die Bereitung von besserem Rohzucker zur Aus-fuhr war vergleichsweise unbedeutend, und wurde gegen 1800 fastganz aufgegeben (Humboldt, „Cuba" I, 189); an ihre Stelle tratdie Darstellung des sog. „Chancaca", eines etwas reineren Roh-zuckers in Kuchenform, welcher ausschliesslich für den heimischenVerbrauch bestimmt ist (Andree, „Geogr. d. Welth." II, 797).

Nach Louisiana brachte schon Maquette, der dieses Land1673 für Frankreich eroberte, Zuckerrohr, welches aber, da dasKlima zu feucht und der Standort zu schattig war, nicht gedieh;erst 1726 wurden, nach Ausrottung der Wälder, neue Anbauver-suche gemacht, 1751 durch die Jesuiten bessere Rohrgattungenaus Domingo eingeführt, 1758 die ersten Mühlen in Betrieb ge-setzt, und 1765 Zucker nach Frankreich exportiert (Andree ebd.II, 797). Nach der Verwüstung Domingos entwickelte sich, namentlichdurch die Bemühungen Etienne Borre's die Zuckerfabrikationzu einem wichtigen Erwerbszweige, und die Ausfuhr betrug baldnach 1800 schon 73 500 Meterzentner (Humboldt, „Cuba"), dar-unter 1000 Meterzentner Brote aus einer Raffinerie zu New-Or-leans; derselbe Umstand begünstigte auch die Ausdehnung des An-baues in Pennsylvanien, wohin das Zuckerrohr 1785, nach Anderen1789, verpflanzt worden war (Poppe, „Gesch. d. Techn." 148ff.).

Nach Paraguay kam das Zuckerrohr 1580, nach Argentinien1620, durch die Jesuiten (Volz 369); die Zuckererzeugung dieserLänder, sowie die Chilis, Venezuelas und Trinidads, besass jedochgegen Ende des 18. Jahrhundertes noch keine andere als eine lokaleBedeutung (Humboldt, „Caba" II, 35 und 228).