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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Elfter Abschnitt.

und höckerige Rinde ab. und beseitigt auch eine zweite, kegelförmiggestaltete braune Rinde, die sich häufig unterhalb eines Hohlraumeszeigt, wenn man die erste abgenommen hat. Während dies ge-schieht, und die Rinden zur Klärpfanne zurückgebracht werden,schabt man je 7 — 10 von 100 Broten fein, und macht mit demso gewonnenen Zucker, den man mittelst einer Holzplatte undeines kleinen Hammers festklopft, den Broten neue, genau hori-zontale Böden, die man 3—4 Tage antrocknen lässt; sie sind dannzum Decken mit Thon fertig. Die Thonerde bezieht man ausRouen, und bezahlt für ein Pass von der besten, die weiss, feinund lind ist, Wasser langsam und ohne Färbung durchsickernlässt, und sich so fett anfühlt, dass man aus ihr Kugeln wie zumBallspiele formen kann, bis 90 Fr.; die Erde, die man in Guade-loupe findet, ist billiger, aber von minderer Qualität. Man weichtdie Erde acht bis zehn Tage ein, was, um Gährung zu ver-hüten, im Schatten geschehen muss, rührt sie täglich um, siebtalle gröberen Teile sorgfältig ab, und bringt den weichen Brei indas sogenannte Reinigungshaus, welches 1—2 Stockwerke mit gutverschliessbaren Fenstern, und im Erdgeschosse einige Kochkesselfür die Feinsyrupe enthält. Man füllt nun die Formen bis an denRand mit Thonbrei, schliesst alle Fenster, um dessen Austrocknenzu verhüten, überzeugt sich nach einigen Stunden, ob alles Wassergleichmässig einzieht, und wartet dann 9—10 Tage; sodann wirdder Thon abgenommen, in der Sonne völlig getrocknet, und erstdann wieder eingeweicht (anderenfalls tritt Gährung ein), das Brotaber abgebürstet und besichtigt. Weisser als der Zucker nun ist,wird er auch durch mehr Decken nicht, doch giebt man noch einezweite Decke, um das Wasser tiefer eindringen zu machen, undmehr hellen Zucker zu erhalten; eine dritte ist unnütz, und ver-mindert nur das Gewicht des Zuckers. Nach 9—10 Tagen,wenn die Erde wieder trocken ist, öffnet man die Fenster, nimmtdie Erde ab, und lässt die Brote 8—10 Tage stehen undtrocknen. Zwei Monate nach Inbetriebsetzung der Mühle hatman meist 5—600 Brote soweit fertig, dass man sie in die vorherwohl ausgeheizte Trockenhütte bringen kann; diese hat ä 1 ^ Fussdicke Mauern, doppelte Thüren und Fenster, einen eisernen ein-gemauerten Ofen mit Kamin, und drei, je 3 Fuss hohe Stockwerkemit Fallthüren, durch welche auch von oben aus die kalte Lufteindringt. Man losst die Brote, hackt ihnen die Köpfe ab, schneidetdie fleckigen Stellen aus, setzt sie reihenweise ein, und giebtzwei Tage ein schwaches, sodann acht Tage lang ein starkes Feuer.Die getrockneten Hüte wirft man in starkwandige, in der Erde ein-