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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Die Zuckerfabrikation Amerikas im 17. und 18. Jahrhunderte. 313

Hessen gegen Ende des 17. Jahrhunderts weder die Fabrikationgewöhnlichen Rohzuckers, noch die Raffination desselben an Ort undStelle, lohnend erscheinen. Da nun die fünf Raffinerieen, die bis dahinin Martinique bestanden, obwohl sie, statt 2 1 / 2 —3 Pfund bestenRohzuckers, 7 Pfund desselben zur Herstellung eines Pfundes Raffi-nade verbrauchten, dennoch mit Gewinn gearbeitet, und sogar alleindurch den Syrup alle laufenden Kosten bestritten hatten, so hoffteman durch Herstellung eines helleren Rohzuckers als Zwischen-produkt, das Richtigste zu treffen, und liess deshalb holländische,portugiesische und europäische Meister kommen, die das Deckenmit Thon ordentlich verstanden; die erste Fabrik, welche 1695diese Arbeitsweise einführte, war die eines gewissen Martin. —Wenn man gedeckten Rohzucker herstellen will, so verarbeitetman womöglich nur das beste Rohr, reinigt den Saft ohne odermit wenig Kalk (weil dieser den Saft häufig dunkel macht), klärtbloss mit klarer Lauge, ohne Zusatz von Spiessglas, und filtriertden Saft beim Überschöpfen jedesmal durch Tücher, erst durchgrobe, später durch feinere. Die Füllmasse bringt man in die Hut-formen, deren Löcher mit Stöpseln verschlossen sind, und die manin der Breite von drei Reihen längs einer Wand aufstellt, unddurch Vorsetzen umgekehrt aufgestellter, zerbrochener oder alterFormen, vor dem Umfallen schützt. Die „Batterie" liefert jedesmalden Inhalt für vier Formen, und zwar füllt man mittelst desRabenschnabels immer nur ein Viertel der Formen an, so dassdiese erst nach dem vierten Umgange ganz voll werden, und sämmtlichein gleichmässiges Gemenge von grobem Korn, feinem Korn undSyrup enthalten. Nach 15 Minuten zeigt sich eine Rinde, woraufman binnen einer Stunde 3—4 mal mit einem flachen Holze gutumrührt, und dann 12—15 Stunden ruhig stehen und erkaltenlässt. Ist dies geschehen, so entfernt man die Stöpsel, bohrt einenPfriemen 7—8 Zoll tief durch das Loch in die Füllmasse ein,zieht ihn heraus, und setzt die Formen auf die Töpfe oder Pötten,wo man sie, fern vom Rauche der Kochkessel, eine Woche stehenlässt. Hat man 5—600 Formen beisammen, so sieht man nach,ob der Syrup gut abgezogen ist, indem man jedes Brot vorsichtigaufstösst, und aus der Form gleiten lässt; zeigt sich bei diesem„Lossen", dass die Brote schlecht, d. h. noch syruphaltig sind, soschickt man sie am besten sofort wieder zum Auflösen und Ura-kochen zurück. Die guten Brote steckt man wieder in die Hüte,und setzt diese auf frische Pötten, die man in der Breite vonsechs Reihen, in Form von beiden Seiten zugänglicher Beete, auf-stellt (Abbildung S. 234). Nun nimmt man die oberste graue