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Elfter Abschnitt.
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das Rohr am Fussboden liegend ausgepresst wird (AbbildungS. 118).
Kapitel 14. Aus der Sammelrinne fliesst der Rohrsaft in einenviereckigen, meist hölzernen Bottich, und wird aus diesem in dieKochpfanne gebracht. In der Regel hat man sechs Kessel, derenGrösse vom ersten bis zum letzten allmählich abnimmt, und welche„Grosser Kessel", „Reinigungskessel", »Laugenkessel", „Läuterungs-kessel", „Syrupkessel", und „Batterie" heissen; doch ist es zweck-mässig, noch einen siebenten, den sog. „Schaumkessel" zu besitzen.Die Kessel haben flache Böden, nehmen jeder etwa sieben Fussan Platz ein, und sind nebeneinander an einer Wand eingemauert,und zwar in Rundgewölben, welche sich direkt über den Feuer-rosten befinden, die Kessel aber nicht ringsum dicht abschliessen,sondern dem massenhaft entweichenden Rauche Abzugsöffnungenbieten; etwa ein Drittel der Kesselhöhe reicht in die Wölbunghinein, und ist durch Mauerwerk gegen die Stichflamme geschützt.Der „grosse Kessel" steht zu unterst, und jeder folgende etwashöher, so dass die „Batterie" etwa einen Fuss höher zu stehenkommt, als der grosse Kessel (Abbildung S. 134); es wird hier-durch erreicht, dass beim Überkochen und dergl. nie schlechtererSaft in den besseren fliessen kann. Die Rostfläche ist eben, undliegt 18 Zoll tiefer als der „grosse Kessel", folglich 30 Zoll tieferals die Batterie; die Feuerzüge verengen sich aber entsprechendimmer mehr, und münden hinter der Batterie in den Kamin.Unter dem grossen Kessel brennt man Stroh und Bagasse, unterden übrigen Kleinholz; wo dieses schon selten sein sollte, kannman geschlossene Ofen aufstellen, die wie Sparherde eingerichtet sind,und keinen Rauch durchlassen; bei diesen genügt eine einzige starkeFeuerung für alle Kessel zusammen, auch kann man zwei Systemederselben von beiden Seiten in einen gemeinsamen Kamin mündenlassen. In der Regel hat der erste Kessel vier Fuss Durchmesserund drei Fuss Tiefe, der letzte drei Fuss Durchmesser und zweiFuss Tiefe; die „Batterie" giesst man in einem Stück aus Kupfer,die anderen Kessel fügt man aus gehämmerten Kupferplatten mitPlattnieten zusammen, und macht sie am Rande einen, am Bodenzwei Thaler dick; da ein Pfund Kupfer 4 l / 2 Francs kostet, so ziehtman es bisweilen vor, eiserne Kessel anzuwenden, hat aber in Wahr-heit keine Ersparnis dabei, weil solche rasch reissen, sich rasch ab-nutzen, und alt ganz wertlos sind. Ausserdem lassen sie sich schwerreinhalten, was doch durchaus nötig ist; aus diesem Grunde überziehtman auch die schräge Abdachung zwischen dem ersten und sechstenKessel ganz mit Bleiplatten, und spült diese täglich mehrere Male ab.