Die Zuckerfabrikation Amerikas im 17. und 18. Jahrhunderte. 307
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und Anschaffung von 12 Ersatz-Negern mit Mark 12 000, zusammenMark 92000; es verbleibt ein Reingewinn von Mark 124 000 oderca. 18°/ 0 , so dass jeder Sklave einen Nutzen von 5—600 Markeingebracht hätte.
Von einer Hektare Land erhielt man meist 12 000 Liter Saft,und aus diesem 1500, oft nur 1400 Kilogramm Rohzucker (Hum-boldt, „Cuba" I, 190 ff.; „Nouv. Esp.« III, 180 und 183); dieGewinnung weit grösserer Mengen, nämlich 2100—2800 Kilo-gramm, wurde erst durch die Einführung besserer Zuckerrohr-sorten möglich. Zur Zeit Humboldt's wurden in Westindiendrei Arten Zuckerrohr kultiviert: das ursprünglich ostindische,über Sizilien und die Kanarien eingeführte, mit dunklem Blatt,dünnem Stengel, und vielen, nahe aneinanderstehenden Knoten;das javanische Rohr, Cafia de Batavia oder de Guinea genannt,mit sehr breiten purpurfarbigen Blättern und unreinerem, haupt-sächlich zum Rumbrennen geeigneten Safte; das Otaheiti-Rohr,mit hellgrünen Blättern, hohem, dickem und saftreichem Stengel,und von kräftigem üppigem Wachstume. „James Cook(1728—1779)und Georg Forster (1729 —1798) haben diese Art Zuckerrohrzuerst beschrieben, aber, wie man aus des letzteren trefflicher Ab-handlung über die essbaren Pflanzen der Südseeinseln ersieht, ihrenWert nicht genügend erkannt. Bougainville (1766 —1769) brachtees nach Isle de France, von wo aus es durch Martin nach Cayenne,und seit 1792 durch Cassigny nach Martinique, Domingo und denkleinen Antillen kam. Der kühne aber unglückliche KapitänBligh verpflanzte es, zugleich mit dem Brotfruchtbaum nachJamaika; von Trinidad ging es an die nahegelegene Küste vonKarakas über. Es stellt eine der wichtigsten Bereicherungen dar,welche die Landwirtschaft der Kolonieen seit einem Jahrhundertereisenden Naturforschern verdankt, und ist für diese Gegendenweit wichtiger als der Brotfruchtbaum geworden. Es ist vielsaftreicher als das gewöhnliche Rohr, dessen Stengel dünner undenger gegliedert sind, und giebt auf gleichem Flächenraum umein Drittel mehr Zucker als dieses; da überdies die westindischenInseln grossen Mangel an Brennholz zu leiden anfangen, und oftihre Zuckerpfannen mit Orangenholz heizen, so ist das neue Zucker-rohr um so wichtiger,-als es auch ein dickeres holzreicheres Rohr,das sog. Bagaso, als Rückstand liefert. Ob dieses Zuckerrohr,seinem vaterländischen Boden entrissen, ausarten und in gemeinesRohr übergehen werde, ist eine wichtige Frage, doch haben diebishei-igen Erfahrungen gegen die Ausartung entschieden, und wennes eine Spielart ist, so ist es jedenfalls eine sehr konstante"
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